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Jeremia 23, 1-40

Der Messias im Alten Testament (AT), Teil 46/60
18.09.2011Jeremia 23,1-40
SERIE - Teil 46 / 60Der Messias im Alten Testament (AT)

Einführung in die messianischen Prophezeiungen im Alten Testament

Wir sind dabei, das gesamte Alte Testament im Hinblick auf messianische Prophezeiungen zu durchgehen. Dabei geht es um Prophezeiungen, die sich auf das erste Kommen Jesu beziehen. Nachdem wir nun Jesaja diesbezüglich abgeschlossen haben – Jesaja war eine ganz besondere Fundgrube für messianische Prophezeiungen auf das erste Kommen Jesu, ähnlich wie bereits das Buch der Psalmen – kommen wir jetzt zu Jeremia.

Zu Beginn lesen wir aus Jeremia 23, Verse 5 bis 8:

„Siehe, Tage kommen, spricht der Herr, da werde ich dem David einen gerechten Spross erwecken. Der wird als König regieren und verständig handeln und Recht und Gerechtigkeit im Land üben. In seinen Tagen wird Juda gerettet werden und Israel in Sicherheit wohnen. Und dies wird sein Name sein, mit dem man ihn nennen wird: Der Herr unsere Gerechtigkeit. Darum siehe, Tage kommen, spricht der Herr, da wird man nicht mehr sagen: ›So war der Herr lebt, der die Söhne Israel aus dem Land Ägypten heraufgeführt hat‹, sondern: ›So war der Herr lebt, der die Nachkommen des Hauses Israel heraufgeführt und sie gebracht hat aus dem Land des Nordens und aus all den Ländern, wohin ich sie vertrieben hatte‹, und sie sollen in ihrem Land wohnen.“

Herr Präsident, Jeremia wirkte grob gesagt in der Zeit von 630 bis 580 v. Chr. Das heißt, in dieser dramatischen Zeit, als das Königreich Juda unterging.

Im Jahr 606 belagerten die Babylonier unter Nebukadnezar zum ersten Mal Jerusalem. Es gab dann eine weitere Kriegsphase im Jahr 597 und schließlich die dritte und schrecklichste Phase im Jahr 586. Damals wurde Jerusalem dem Erdboden gleichgemacht, und der Tempel in Jerusalem, der erste Tempel, das sogenannte Salomonische Heiligtum, wurde in Staub und Asche gelegt.

Die Juden wurden nach Babylon deportiert, und damals nahm das Königtum des Hauses Davids ein Ende.

Historischer Kontext und das Ende des davidischen Königtums

Wir müssen uns darüber im Klaren sein: Im elften Jahrhundert vor Christus hatte Gott David auserwählt und ihn zum König gemacht. Alle seine Nachkommen sollten auf seinem Thron sitzen – und zwar bis der Messias kommen würde.

Doch im Jahr 586 v. Chr., als Jerusalem zerstört wurde, wollten die Menschen in Jerusalem nicht auf den Propheten Jeremia hören. Jeremia rief sie zur Umkehr auf, was ihnen noch eine Chance gegeben hätte, damit das Königreich weiterbestehen konnte. Doch alles brach zusammen. Das war eine Katastrophe, denn man wusste, dass aus der Linie von König David einmal der Messias kommen würde.

Wenn wir uns noch einige andere Stellen anschauen, die direkt auf die Zeit Jeremias Bezug nehmen, dann schlagen wir zum Beispiel Jeremia 25,11-12 auf. Dort lesen wir, dass die Prophetie Jeremias die Zeit der babylonischen Weltherrschaft auf siebzig Jahre festlegt. Diese Zeit sollte gleichzeitig eine Katastrophe für das jüdische Königtum sein. Das ganze Land würde zur Einöde, zur Wüste werden.

Das babylonische Weltreich, das in der Zeit Jeremias diese Zerstörung bewirkte, sollte jedoch nicht ewig dauern, sondern genau siebzig Jahre anhalten. Wann beginnen diese siebzig Jahre geschichtlich gesehen? Wie kommt man auf diese Zahl?

Eine Begründung ist das Jahr 606 v. Chr. Das war die erste Belagerung Jerusalems, die in Daniel 1,1 beschrieben wird: Im dritten Jahr Joachims, des Königs von Juda, kam Nebukadnezar, der König von Babylon, nach Jerusalem und belagerte es. Der Herr gab Joachim in seine Hand (Daniel 1,1). Das war 606 v. Chr.

Manchmal wird auch 608 v. Chr. genannt. Im Jahr 612 fiel Ninive, die Hauptstadt der damaligen Weltmacht Assyrien, nach mehrjähriger Belagerung. Das bedeutet, die assyrische Weltmacht war 609 v. Chr. endgültig vernichtet. Ab 609 war Babylon die Weltmacht Nummer eins.

Die Frage ist nun: Wann wurde das babylonische Reich besiegt? Laut der darauffolgenden Geschichte war das im Jahr 539 v. Chr. Daniel 5 beschreibt die letzte Party von Belsazar in Babylon. In dieser Nacht eroberten die Meder und Perser Babylon (Daniel 5). Das war im Herbst 539 v. Chr.

Somit ergeben sich von 609 bis 539 genau siebzig Jahre. Die Juden wussten, dass sie zwar in die Gefangenschaft nach Babylon gehen müssten. Die Prophetie darüber finden wir auch schon bei Mose, der das etwa tausend Jahre vorher vorhergesagt hatte. In 5. Mose 28,36 steht dazu:

Wer liest?

Die Deportation und das Ende des davidischen Königtums

Wir hoffen wirklich auf deinen König, den du über dich setzen wirst, um eine Nation zu führen, die du nicht gekannt hast – dich selbst, deine Wärter und auch andere, die anderen Göttern dienen, sei es Holz oder Stein. Ja, also auf dich und deinen König, den du über dich setzen wirst, um dich in eine andere Nation wegzuführen.

Genau das geschah in den Jahren 606 bis 586 v. Chr.: Die Juden wurden nach Babylon deportiert, und zwar in der Zeit, als sie noch einen König hatten. Damit ging auch das davidische Königtum unter. Doch sie wussten, dass diese Zeit nur siebzig Jahre dauern würde. Deshalb konnte man sogar berechnen, wann die Perser und Meder das babylonische Reich besiegen würden.

Das geschah dann im Jahr 539 v. Chr. Im ersten Jahr nach der Eroberung gab Kyros, der König von Persien, den Juden die Erlaubnis, wieder in ihr Land zurückzukehren. Sie durften den Tempel und auch die Stadt Jerusalem wieder aufbauen. Zehntausende – wenn man Männer, Frauen und Kinder zusammenzählte, waren es wahrscheinlich etwa 200.000 – kehrten aus Babylon zurück ins Land ihrer Väter.

Doch es gab kein Königtum mehr. Der damalige Fürst war Serubbabel (siehe Esra 1), doch er wurde nicht König in Israel. Das Königtum in Israel war vorbei. Das lag auch daran, dass Jeremia Folgendes gesagt hatte.

Der Fluch über die davidische Königslinie

Gehen wir zurück. Am Anfang hatten wir ja Jeremia 23,5 gelesen, wo es heißt, dass der Messias, der einmal in Gerechtigkeit regieren wird, ein Spross von David sein soll. Das steht in Jeremia 23,5, nicht wahr?

Nun lesen wir aber zurück und betrachten Jeremia 22,24-30. Dort sehen wir, dass der letzte König aus der direkten, geraden Stammbaumlinie Davids Jechonia, auch Konia genannt, war. Er wurde verflucht, sodass kein Nachkomme von ihm jemals auf dem Thron sitzen sollte.

Lesen wir das doch genauer. Eddie, könntest du vielleicht vorlesen?

So wahr ich lebe, spricht der Herr: Wenn auch Konja, der Sohn Joachims, König von Juda, ein Siegelring an meiner rechten Hand wäre, würde ich ihn doch von dort wegreißen. Ich werde dich in die Hand derer geben, die nach deinem Leben trachten, in die Hand derer, vor denen du dich fürchtest, in die Hand Nebukadnezars, des Königs von Babel, und in die Hand der Chaldäer. Ich werde dich und deine Mutter, die dich geboren hat, in ein anderes Land schleudern, wo ihr nicht geboren seid. Dort werdet ihr sterben. In das Land aber, in das zurückzukehren ihr verlangt, dorthin werdet ihr nicht zurückkehren.

Ist denn dieser Mann, Konja, ein verachtetes Gefäß zum Zertrümmern oder ein Gerät, an dem niemand Gefallen hat? Warum wurden er und seine Nachkommen weggeschleudert und in ein Land geworfen, das sie nicht kannten? O Land, Land, Land, höre das Wort des Herrn!

So spricht der Herr: Schreibt diesen Mann auf als kinderlos, als einen Mann, dem nichts gelingt in seinen Tagen. Denn von seinen Nachkommen wird es keinem gelingen, auf dem Thron Davids zu sitzen und weiterhin über Juda zu herrschen.

Das sind klare Worte. Man kann sagen, die Königslinie Davids wird hier verflucht. Diese Linie, die über David, dann Salomo und so weiter führt, wie sie im Buch der Könige und der Chronik beschrieben wird, wird hier mit dem letzten Mann aus dieser Linie, Jechonia, abgeschnitten.

Kein Same von ihm, kein biologischer Nachkomme, soll jemals Erfolg haben, auf dem Thron Davids zu sitzen und über Juda zu herrschen. Deshalb heißt es in Vers 30: Schreibt diesen Mann auf als kinderlos. Obwohl er Nachkommen haben wird, wird er gewissermaßen wie ein Kinderloser verzeichnet, denn von all seinen Nachkommen wird keiner jemals auf dem Königstrom Davids sitzen können.

So war es dann auch, als die Juden ab 539 v. Chr. zurückkehrten. Serubbabel war lediglich ein Fürst, ein Leiter, aber kein König. Diese Linie setzte sich zwar weiter fort, diese Generationen von David, aber nie wurde in den folgenden Jahrhunderten wieder ein König daraus.

Und so hat sich das erfüllt.

Die Verheissung des gerechten Sprosses trotz Fluch

Aber die große Frage musste sich stellen. Trotzdem finden wir im gleichen Buch Jeremia die Verheißung, dass der Messias einmal als Nachkomme von David kommen würde. In Jeremia 23,5 heißt es: „Siehe, Tage kommen“, spricht der Herr, „da ich dem David einen gerechten Spross erwecken werde, und er wird als König regieren, verständig handeln und Recht und Gerechtigkeit üben im Land.“

Für alle Juden war klar: Der Messias wird aus der Linie von David kommen. Seit Beginn unseres Themas der messianischen Prophetie, angefangen in 1. Mose 1, haben wir gesehen, dass der Messias ein Mensch sein würde, kein Engel, sondern ein Mensch. Das war ganz klar gesagt: Er wird ein Nachkomme von Eva sein, von der die ganze Menschheit abstammt.

Später haben wir gesehen, dass nach der Sintflut die Menschheit sich aus drei Linien aufbaute, nämlich aus den drei Söhnen Noahs: Sem, Ham und Japheth. Gott ist der Gott Sems. Aus dieser Linie, der semitischen Linie, sollte einmal der Messias kommen. Damit waren alle anderen Völker ausgeschlossen, dass der Messias von ihnen kommen würde.

Später haben wir gesehen, dass Gott aus den Semiten Abraham erwählt hat, von dem der Messias abstammen würde. Abraham hatte jedoch mehr als einen Sohn: Isaak und zuvor sogar Ismael über Hagar. Doch es wurde geklärt, dass der Messias über die Linie von Isaak kommen würde, nicht über Ismael. Also nicht aus arabischen Stämmen, die heute in Saudi-Arabien leben, sondern durch die Linie von Isaak.

Isaak hatte zwei Söhne, Jakob und Esau. Gott sagte ganz klar: Der Jüngere ist der Erwählte, also über die Linie von Jakob und nicht über die Nachkommen von Esau, einem Volk im heutigen Südjordanien. Danach kam Jakob, der zwölf Söhne hatte, die Stammväter der zwölf Stämme Israels.

In 1. Mose 49 haben wir gesehen, dass der Messias über die Linie von Juda kommen wird. Nur aus dem Stamm Juda, nicht aus Naftali, nicht aus Asser, nicht aus Manasse, sondern über die Linie von Juda. Später haben wir gesehen, dass der Messias über die Linie von David kommen würde. Das hatten wir bereits im Psalm 132 gefunden und jetzt wieder hier in Jeremia.

Doch gerade in Jeremia Kapitel 22 und 23 haben wir das Problem: Die Königslinie ist verflucht. Trotzdem wird bestätigt, dass der Messias ein gerechter Spross sein wird, also ein biologischer Nachkomme von David.

Die Genealogie Jesu und die Lösung des Problems

Ja, und jetzt, was können wir da machen? Die Königslinie von David führt über Salomo und Jechonia weiter. Wohin genau führt sie in der Bibel? Joseph – welcher Joseph? Schlagen wir mal Matthäus 1 auf.

Das Matthäusevangelium beginnt mit dem königlichen Geschlechtsregister, der Genealogie von Joseph. Wir lesen nicht den ganzen Abschnitt, aber vielleicht ein paar Verse, damit klar wird, worum es geht. Liest jemand die Verse 1 bis 3? Jawohl, und dann gehen wir ein bisschen weiter bis Vers 5.

Da haben wir also die königliche Linie, beginnend bei David, Salomo, Rehabeam. Diese Linie zieht sich durch die Generationen bis zu Konia oder Jechonia. Lies mal ab Vers 11. Ja, und so geht es weiter bis Vers 16: „Jakob zeugte den Joseph, dem Mann der Maria, von welcher Jesus geboren ist, der Christus genannt wird.“

Hier haben wir ganz klar die biologische Abstammungslinie von Abraham über David und Salomo. Es heißt immer „zeugte, zeugte“, was eindeutig zeigt, dass es um die biologische Abstammung geht. Von Jechonia geht es weiter über Zerubabel, der dort erwähnt wird, Shealtiel, dann Zerubabel, und die Linie führt weiter bis zu Jakob, dem Vater von Joseph, der Maria heiratete.

Ganz klar: Jakob zeugte Joseph. Joseph stammt genau aus dieser königlichen Linie. Im Licht von Jeremia 22 ist klar, dass Joseph niemals König in Israel hätte werden können, denn auf ihm lastete dieser Fluch. Aber er hat Maria geheiratet.

Lesen wir gleich weiter in Matthäus 1, Vers 18. Könntest du, Roland, bitte weiters lesen?

„Es erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum, der sprach: Joseph, Sohn Davids, scheue dich nicht, Maria, deine Frau, zu dir zu nehmen; denn was in ihr gezeugt ist, das ist vom Heiligen Geist. Sie wird aber einen Sohn gebären, und du sollst ihm den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk retten von ihren Sünden.“

„Dies alles aber ist geschehen, damit erfüllt würde, was der Herr durch den Propheten geredet hat, der spricht: Siehe, die Jungfrau wird schwanger werden und einen Sohn gebären, und man wird ihm den Namen Immanuel geben, das heißt übersetzt: Gott mit uns.“

Also haben wir hier gleich noch die Prophetie aus Jesaja 7,14, die wir schon behandelt hatten, als wir Jesaja durchgenommen haben. Jetzt wird klar: Dadurch, dass Joseph Maria heiratete, wurde er juristisch der Vater von Jesus Christus. Biologisch besteht jedoch keine Abstammung über diese Linie.

Schlagen wir im Lukasevangelium auf. Dort erfahren wir, woher Maria eigentlich stammt. In Lukas 3 finden wir die Genealogie, die Abstammungslinie von Maria. Liest jemand Lukas 3, Vers 23 und weiter?

Hier wird die Abstammungslinie von unten nach oben geführt, also zeitlich zurück, bis wir schließlich in Vers 31 zu David kommen. Ja, genau, Vers 31.

Jetzt kommen wir also auch zu David, aber über Nathan, nicht über Salomo. Nathan war ein Halbbruder von Salomo und nicht für die königliche Linie auserwählt. Danach ist die Linie identisch mit der von Joseph. Das heißt, Maria und Joseph waren verwandt und gehen über viele Generationen zurück auf den gleichen Stammvater David.

Joseph stammt also aus der direkten königlichen Linie, während Maria aus einer Seitenlinie des Hauses Davids kam. Man muss Vers 23 so verstehen: „Und er selbst, Jesus, begann ungefähr dreißig Jahre alt zu werden, und er war, wie man meinte, ein Sohn Josephs, des Eli.“

Das heißt, Jesus war ein Sohn des Eli, des Matat, des Levi. Dieser Eli ist offensichtlich der Vater von Maria. Der Vater von Joseph hieß Jakob. In Matthäus 1 steht immer „zeugte“, was die biologische Herkunft anzeigt. Hier jedoch heißt es nur „des, des, des“ für weitere Generationen.

Hier steht also, dass Jesus, wie man meinte, ein Sohn Josephs war, in Wirklichkeit aber ein Sohn des Eli über Maria. Es werden nur Männer erwähnt, es geht also um die Männerlinie von Maria zurück.

Mit dieser Linie gelangt man über die Generationen hinweg auch zu David. Daraus wird klar: Jesus Christus war wirklich ein Nachkomme Davids, ein biologischer Spross Davids über Maria, aber nicht durch die königliche Linie.

Die Legitimation Jesu als König trotz Fluch

 Jeremia 23,5 sagt: „Ich werde dem David einen gerechten Spross erwecken, und er wird als König regieren.“

Nun stellt sich die Frage der Legitimation: Wie kann er der von Gott gewollte König sein, wenn er gar nicht aus der Königslinie stammt? Dieses Rätsel ist jedoch bereits gelöst mit dem, was wir wissen.

 Jeremia 22 hat die königliche Linie verflucht: Kein Same von Jechonia wird je auf dem Thron sitzen. Joseph war ein Same von Jechonia und konnte daher nicht König sein. Doch dadurch, dass er Maria heiratete, wurde er juristisch zum Vater von Jesus Christus. So übergab er juristisch das Anrecht des königlichen Geschlechtsregisters an Jesus, obwohl Jesus selbst kein Same von Jechonia war.

Juristisch erhielt Jesus als Mensch den Anspruch auf diese Linie. Die zweite Bedingung war, dass er biologisch ein Nachkomme Davids sein musste. Diese Bedingung wurde durch Maria erfüllt. Dies wird auch deutlich bestätigt, zum Beispiel in Römer 1. Dort bezeugt Paulus, dass Jesus aus dem Samen Davids stammt. Das heißt, er ist tatsächlich ein biologischer Nachkomme Davids, jedoch nicht über Joseph, sondern über Maria, dem Fleische nach.

So wurde das Geheimnis, das in Jeremia 23 aufgestellt wurde, nach Jahrhunderten durch das Wunder der Jungfrauengeburt gelöst. Der Messias musste der Sohn einer Jungfrau sein, wie es bereits vor Jeremia Jesaja verkündete. Dies ist nicht der einzige Grund, aber ein wesentlicher.

Joseph und Maria heirateten auf ganz natürliche Weise. Diese beiden Menschen liebten sich und waren überzeugt, dass sie von Gott füreinander bestimmt waren. Doch sie hätten niemals gedacht, welcher göttliche Plan hinter ihrer Verbindung steckte.

Die beiden mussten wirklich heiraten und zusammenkommen, damit diese beiden Stammbäume, die tausend Jahre zurück auf David reichen, wieder kombiniert wurden. Die königliche Linie wurde mit einer Seitenlinie verbunden, die biologisch dennoch eine davidische Linie war.

Historische Bestätigung der Datierung und Rückkehr der Juden

Ja, jemand wollte etwas fragen. Die Zahl 586 lässt sich besonders gut festlegen. Sie ist durch mehrere Planetenbeobachtungen aus dieser Zeit belegt. In Babylon wurde eine Keilschrift entdeckt, in der aus der Lebenszeit beziehungsweise aus der Regierungszeit von Nebukadnezar mehrere Planetenbeobachtungen aufgezeichnet sind. Aufgrund dieser Planetenkonstellationen kann man am Computer genau ermitteln, welchem Jahr das elfte Jahr Nebukadnezars in unserer Chronologie entspricht. So lässt sich auch das Jahr des Untergangs von Jerusalem exakt bestimmen. Diese Angabe ist mehrfach durch astronomische Überwachungen belegt und kann daher auf 586 festgelegt werden.

Von diesem Fixpunkt aus kann man nun alle Daten, die wir über Regierungszeiten haben, zurückrechnen. Daraus ergeben sich automatisch all diese Zahlen. Die Zahl 586 ist also eine Zahl, mit der sich die gesamte biblische Zeitrechnung beziehungsweise Chronologie wunderbar mit der säkularen Zeitrechnung zusammenbringen lässt. Das funktioniert sehr gut.

Noch eine Frage dazu: Du hast gesagt, Jesus stamme biologisch gesehen aus dem Stammbaum Marias, so könnte man argumentieren. Wie kann man das verstehen? Wie kann man biologisch sagen, denn es heißt doch, im Matthäus-Evangelium, glaube ich, habe das Heilige, was in ihr gezeugt ist. Das heißt, Jesus wurde ganz von Gott gezeugt, oder habe ich das falsch verstanden? Oder war ein Teil des genetischen Erbmaterials von Maria noch beteiligt?

Ja, also es war einerseits das biologische Material von Maria, man kann sagen ihre Eizelle, plus das Wunder, dass Gott seinen Sohn so gezeugt hat, dass er nicht von einem menschlichen Vater abstammt, sondern als Sohn Gottes durch Gottes Werk in die Welt kam. Es war also eine Kombination. Es ist ganz wichtig: Römer 1 sagt ganz klar, dass Jesus aus dem Samen Davids nach dem Fleisch stammt. Das war also aus der Vaterlinie von Maria. Auch Zweiter Timotheus betont das nochmals, wie wichtig dieser Punkt ist. In Zweiter Timotheus, Kapitel 2, Verse 7 und 8, heißt es: „Bedenke die Dinge, die ich sage, und der Herr gebe dir in allem Verständnis Halt im Gedächtnis: Jesus Christus aus dem Samen Davids, der aus den Toten auferstanden ist, nach meinem Evangelium.“

Jawohl, das sind ganz grundlegende Wahrheiten, die der Gläubige im Gedächtnis behalten muss: Jesus Christus wurde aus dem Samen Davids auferweckt. Das wird auf die gleiche Ebene gestellt wie die Auferweckung aus den Toten und die Tatsache, dass er aus dem Samen Davids ist.

Nochmals, bei Jechonia finden wir die Betonung, dass keiner vom Samen Jechonias jemals auf den Thron setzen wird. Joseph war aus dem Samen Jechonias, und so konnte er nicht König sein. Aber der Herr Jesus hatte den juristischen Anspruch als Mensch auf dieses Geschlechtsregister. Er war biologisch aus dem Samen Davids und wurde ein wirklicher Mensch, aber ohne Sünde.

Die Kirche hat versucht, Maria als sündlos darzustellen, um das Problem zu lösen, dass Jesus sündlos gezeugt wurde und in die Welt kam. Die sündige Natur, die nach Römer 5, Vers 12 durch den falschen Adam in die Welt kam, wird offensichtlich durch den Vater weitergegeben, von Generation zu Generation. Der Herr Jesus hatte keinen menschlichen Vater und hatte so auch nicht die Sünde in sich. Aber nirgends sagt die Bibel, dass Maria sündlos gewesen sei. Das sind falsche Lehren aus Rom. Das biblische Zeugnis müssen wir so festhalten, wie es da steht.

Das Erstaunliche an dieser Sache ist noch Folgendes: Früher meinte man, das Leben werde eigentlich nur vom Vater auf die Kinder weitergegeben. Man nahm an, der männliche Same sei das Entscheidende für das Leben, und die Frau sei quasi nur die Empfangende. Es war nicht klar, dass die Frau auch eine Samenzelle hat, nämlich die Eizelle mit dem genetischen Code. Es ist eine Kombination von zwei genetischen Codes, die bei der Zeugung zusammenkommen. Das war früher nicht klar, man meinte, alles geschehe nur über die Linie des Mannes.

Aber die Bibel sagt von Anfang an in 1. Mose 3, Vers 15, dass der Messias vom Samen der Frau abstammen wird. Dort wird vom Samen der Frau gesprochen. Heute ist es für uns selbstverständlich, dass zwei Fruchtzellen zusammenkommen: das männliche Spermium und die weibliche Eizelle. Diese werden kombiniert, und dann entsteht wieder ein Doppelstrang, so wie in allen Zellen. Denn in allen Zellen liegt das genetische Gut als Doppelstrang vor. Nur die Geschlechtszellen enthalten jeweils nur einen halben Strang, und durch die Kombination von Samen und Ei entsteht wieder ein Doppelstrang.

So hat Maria ihren Anteil gegeben, aber der Herr Jesus wurde geboren, ohne die sündige Natur Adams in sich zu haben. Er wurde geboren ohne Sünde.

Die Behauptung, Jesus sei sieben Jahre vor Christus geboren worden, die man oft hört, geht eigentlich auf Kepler zurück. Kepler hat überlegt, was das Phänomen des Sterns von Bethlehem gewesen sein könnte. Als guter Astronom stellte er fest, dass es im Jahr sieben vor Christus zweimal eine Konjunktion gab, das heißt, die Planeten Jupiter und Saturn kamen sich sehr nahe. Dreimal. So stellte er die Theorie auf, dass der Stern von Bethlehem eine Kombination von zwei Planeten gewesen sein könnte. Wenn diese zusammenkommen, sieht das aus wie ein großer neuer Stern.

Aber das passt nicht, denn wir können die Abstände von Saturn und Jupiter genau berechnen. Ich habe das selbst am Computer nachvollzogen. Der Abstand ist so, dass man von Auge klar zwei Lichtpunkte sah. Sie waren zwar sehr nahe beieinander, aber nicht aufeinander. Sie haben sich also nicht wirklich kombiniert. Die Bibel spricht jedoch von einem Stern. Übrigens kennt das Altgriechische auch ein Wort für Planeten. In Matthäus 2, wenn von diesem Stern gesprochen wird, steht nicht das Wort „planetes“, sondern „aster“, also Stern. Deshalb passt die Konjunktion aus dem Jahr sieben nicht. Es war eine gut gemeinte Überlegung, aber sie stimmt nicht.

Dann hört man oft, es müsse irgendwie vier vor Christus gewesen sein, und das aus folgendem Grund: In allen Geschichtsbüchern kann man nachlesen, dass Herodes im Jahr vier vor Christus starb. Für die meisten ist dann klar, dass Jesus Christus nicht später geboren worden sein kann, denn Herodes lebte noch zur Zeit der Geburt Jesu. Aber man muss sich fragen, wie man auf dieses Jahr vier vor Christus kommt.

Der Punkt ist: Bei Josephus Flavius, einem jüdischen Geschichtsschreiber aus dem ersten Jahrhundert, liest man, dass es vor dem Tod Herodes eine Mondfinsternis gab. Rechnerisch lässt sich das am Computer gut nachvollziehen. Um vier vor Christus gab es eine partielle, also teilweise, Mondfinsternis. Von daher wäre das also denkbar, dass Jesus vier vor Christus geboren wurde.

Aber im Jahr eins vor Christus gab es noch eine weitere Mondfinsternis, und diese war sogar total. Die Ereignisse zwischen dem Tod Herodes und der Mondfinsternis passen besser zu eins vor Christus als zu vier vor Christus. Das heißt, vier vor Christus ist nicht fest etabliert, sondern nur eine Ableitung, weil dort noch eine Mondfinsternis gewesen sein soll.

Es gibt mehrere antike Autoren, zum Beispiel Clemens von Alexandria, die sagen, die Geburt Jesu sei zwei vor Christus gewesen. Sie schreiben in ihren Texten nicht „zwei vor Christus“. In der Antike datierte man alles nach AUC, also „ab urbe condita“, ab Gründung der Stadt Rom. Die alten Römer datierten so. Wie man sich das gut merken kann, haben wir im Lateinunterricht gelernt: 753 vor Christus ist das Gründungsjahr Roms. Alle Daten wurden ab diesem Datum berechnet.

Wenn man die Angaben der antiken Autoren umrechnet, ergibt das zwei vor Christus. Aber es muss noch etwas gesagt werden: Unsere ganze Zeitrechnung hat einen Haken. In der Geschichte gibt es kein Jahr Null. Alle Jahreszahlen rechnen ohne Jahr Null. Das heißt, von eins vor Christus bis eins nach Christus ist nur ein Jahr, nicht zwei. Das ist etwas unpraktisch für die Astronomie, denn dort braucht man einen Nullpunkt, um mathematisch zu rechnen.

Darum sind alle Daten vor Christus in der Astronomie um ein Jahr verschoben. Wenn man also sagt, historisch 1000 vor Christus, ist das astronomisch 999 vor Christus. Ich habe ein Astronomie-Computerprogramm: Wenn ich dort das Jahr 700 vor Christus eingebe, um den Sternenhimmel von Jerusalem zu erzeugen, steht automatisch 699 vor Christus.

Deshalb entspricht zwei vor Christus, umgerechnet nach AUC, eigentlich eins vor Christus. Damit ist unsere Zeitrechnung gar nicht daneben, wie oft behauptet wird. Niemand behauptet, die Geburt Christi sei am Neujahrstag gewesen, sondern sie muss irgendwo vor dem Nullpunkt gewesen sein, eben im Jahr eins vor Christus. Das kann drei Monate vor dem Nullpunkt sein oder so. Unsere Zeitrechnung ist absolut in Ordnung.

So haben wir eine Bestätigung. Ich kann das Ganze nochmals bestätigen: Die Jahrwochen von Daniel über das Kommen des Messias hatten wir schon einmal angeschaut. Wenn man die Jahrwochen rechnet, die 69 Jahrwochen, kommt man auf das Kommen des Messias als Fürst im Jahr 32 nach Christus.

Die Bibel sagt, Jesus Christus sei drei Jahre lang öffentlich als Prediger aufgetreten. Also 32 minus 3 ergibt 29. Lukas 3 sagt, Jesus begann ungefähr mit dreißig Jahren. Er war, wie man meinte, ein Sohn des Joseph, des Eli, des Matat usw. (Lukas 3,23). Das heißt, 29 war er ungefähr 30 Jahre alt. Also 29 minus 30 ergibt eins vor Christus. Das passt also schön zusammen.

Gut, jetzt gehen wir zurück zu Jeremia 23. Liest jemand noch einmal Vers 5? „Siehe, es kommt die Zeit, spricht der Herr, da er wird dem David einen gerechten Spross erwecken.“ Jawohl, bis dahin. Das hat sich im Jahr eins vor Christus erfüllt, als Maria den Messias geboren hat. Da wurde dem David ein gerechter Spross erweckt.

Jesus Christus ist jedoch nicht als König bei seinem ersten Kommen aufgetreten. Darum bezieht sich das, was im gleichen Satz weitergesagt wird, bereits auf sein zweites Kommen. Liest jemand weiter? Hier haben wir wieder ein Beispiel, wie messianische Prophezeiungen über das erste und zweite Kommen in einem Vers zusammengefasst werden können.

Die Geburt, das Erwecken als gerechter Spross Davids, war beim ersten Kommen. Aber dass er regieren wird als König und Gerechtigkeit in die Welt bringen wird, das wird erst bei seinem zweiten Kommen stattfinden.

Lesen wir Vers 6 dazu: „In seinen Tagen wird Juda gerettet werden, und Israel wird sicher wohnen.“ Jawohl, das ist die Zeit, wenn er als König kommen wird. Dann werden die Juden aus aller Not gerettet, und Israel wird in Sicherheit wohnen. Das ist heute nicht der Fall.

Israel ist überhaupt nicht in Sicherheit. In den letzten Jahren wurden Tausende von Raketenangriffen aus Gaza und auch aus dem Libanon abgefeuert. Der Iran fordert die Auslöschung Israels, und ein großer Teil der Welt stellt sich klar auf die Seite der Gegner Israels. Diese Woche wird die UNO über die Anerkennung eines Palästinenserstaates abstimmen, obwohl die Vorbedingungen gar nicht erfüllt sind. Ein Staat, der Israel auslöschen will, und die Hamas sagt klar, Israel müsse vernichtet werden, kann eigentlich nicht von der Welt anerkannt werden. Trotzdem stellt sich die Mehrheit der Welt auf die Seite der Gegner Israels. Sie sagen klar, Israel müsse verschwinden.

Israel ist also heute nicht in Sicherheit. Aber wenn der Spross Davids, der Messias, zum zweiten Mal als König kommt, wird Israel schließlich in Sicherheit wohnen.

Weiter heißt es: „Und dies wird sein Name sein, mit dem man ihn nennen wird: Der Herr unsere Gerechtigkeit.“ Das ist gewaltig. Das bedeutet, dass dieser Mensch der ewige Gott ist, wenn er Yahweh heißt, Yahweh unsere Gerechtigkeit, Yahweh Zedekenu.

Jetzt könnte jemand sagen, das müsse nicht unbedingt bedeuten, dass der Messias Gott ist, denn in vielen Namen wird ja der Gottesname getragen. Was bedeutet zum Beispiel Jesaja auf Deutsch? Jesar bedeutet Rettung, Heil, und das „ja“ am Schluss ist die Abkürzung von Yahweh. Also Heil, Rettung ist Yahweh. Aber das bedeutet nicht, dass Jesaja Gott ist, sondern der Name ist ein Bekenntnis über Gott.

So könnte man hier auch sagen, er heißt Yahweh Zedekenu, das ist einfach ein Bekenntnis: Der ewige Gott ist unsere Gerechtigkeit. Aber es gibt genügend Stellen in der Bibel, die klar machen, dass der Messias Yahweh ist.

Schlagen wir Sacharja 12, Vers 1 auf: „Dies ist die Last des Wortes des Herrn über Israel. Es spricht der Herr, der den Himmel ausspannt und die Erde gründet und den Geist des Menschen in seinem Inneren bildet.“ Siehe, ich mache Jerusalem zum Taumelschalen für alle Völker ringsum. Jawohl, hier spricht Yahweh, der ewig seiende, unwandelbare Gott.

In Vers 10 heißt es: „Sie werden auf mich blicken, den sie durchbohrt haben, und sie werden über ihn wehklagen, wie man über den einzigen Sohn wehklagt.“ Das ist erstaunlich. Kann man den ewigen, allmächtigen, allgegenwärtigen Gott durchbohren? Das geht nicht, außer Gott wird Mensch.

Ich werde dem David einen gerechten Spross erwecken, der ein wirklicher Mensch ist, Nachkomme Davids über Maria, aber gleichzeitig von Gott gezeugt, ist er der Sohn Gottes, er ist Yahweh, der Mensch geworden ist.

Wir haben da mitten im Satz eine Personenwechsel. „Sie werden auf mich blicken, den sie durchbohrt haben.“ Aber jetzt spricht jemand anders über den Durchbohrten. Wer spricht denn jetzt? Vers 1 macht klar, es spricht Yahweh. Hier wird deutlich, dass in Yahweh, dem einen Gott, mehr als eine Person sein muss. Einmal sagt Yahweh: „Sie werden mich, den sie durchbohrt haben, ansehen“, und dann spricht jemand über den Durchbohrten, der beklagt wird.

Das sind zwei Personen, aber sowohl der Durchbohrte ist Yahweh als auch der, der über ihn spricht. Das ist ein weiterer Punkt.

Der Herr Jesus sagt am Kreuz: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ Wie kann Jesus von Gott als seinem Gott sprechen, wenn er selber Gott sein soll? Als wir Psalm 22 durchgenommen haben, den messianischen Psalm, fanden wir Vers 9: „Auf dich bin ich geworfen von Mutterleib an; von meiner Mutter Leib an bist du mein Gott.“ Das ist der Psalm, der mit „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ beginnt, und in Vers 9 wird erklärt, dass Gott der Gott Jesu Christi seit seiner Menschwerdung im Mutterleib ist.

Wenn der Herr Jesus also von Gott spricht, sagt er als Mensch: „Mein Gott.“ Als Mensch spricht er so, nicht als ewiger Gott. In Gott gibt es immer drei Personen: Vater, Sohn und Heiliger Geist. Darum sagt der Herr Jesus in Johannes 17 in seinem Gebet zum Vater: „Verherrliche du mich bei dir selbst mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, ehe die Welt war.“ Hier spricht der Herr über seine Existenz beim Vater. Diese Gemeinschaft von Vater und Sohn war schon von Ewigkeit her da.

Darum beginnt auch Johannes 1, Vers 1: „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.“ Hier wird gesagt, das Wort war bei Gott, also diese Gemeinschaft von Personen war von Ewigkeit her da. Schließlich wurde der Sohn Mensch, nicht der Vater und nicht der Heilige Geist. Nur der Sohn wurde Mensch und ist ans Kreuz gegangen.

Als Mensch wurde er vom Vater verlassen, weil Gott den Menschen Jesus Christus für unsere Sünden als Stellvertreter gestraft hat. Der Herr Jesus musste Mensch werden, damit er überhaupt sterben konnte, denn als Gott konnte er nicht sterben. Gott kann nicht sterben! Darum musste er Mensch werden. Als Mensch konnte er in den Tod gehen, und das war absolut notwendig.

Es gab in der Kirchengeschichte die Lehre der Sabellianer, die auf Sabellius zurückgeht. Er lehrte, Gott sei nur eine Person, die manchmal als Vater, manchmal als Sohn und manchmal als Heiliger Geist erscheint. Das seien nur verschiedene Gesichter derselben Person. Die Gegner nannten sie Patripassianer, weil sie behaupteten, der Vater habe am Kreuz gelitten. Aber das ist nicht so. Der Sohn kam in die Welt, nicht der Vater, und litt für unsere Sünden.

Die Bibel macht deutlich, dass Gott eine Person ist, aber in dem einen Gott gibt es drei Personen, die Gemeinschaft haben. Das Wort war bei Gott, dem Vater. Der Herr Jesus sagt, er war vor der Grundlegung der Welt bei ihm. Diese Gemeinschaft war da. Nur der Sohn wurde Mensch, nur der Sohn wurde durchbohrt.

Darum kann Yahweh sagen in Sacharja 12: „Sie werden auf mich blicken, den sie durchbohrt haben.“ Und der Vater kann sagen: „Sie werden über ihn wehklagen.“ Wenn wir Sacharja 2 aufschlagen, wird das Ganze noch eindrücklicher.

Ich habe eine andere Verszählung, bei mir ist es Vers 10, bei anderen Ausgaben vielleicht Vers 9 oder 8. Es heißt dort: „Denn so spricht der Herr der Heerscharen: Nach der Herrlichkeit hat er mich zu den Nationen gesandt, die euch geplündert haben. Denn wer euch antastet, tastet meinen Augapfel an.“ Das ist Vers 12 oder 13, je nach Ausgabe.

Könnte jemand das in seiner Bibel lesen? Ab Vers 12. Ich muss erklären: „Herr“ steht im Hebräischen für Yahweh, den ewig Seienden, Unwandelbaren. Ihr werdet erkennen, dass der Herr der Heerscharen mich gesandt hat. Also ist klar, wer hier spricht.

In Vers 12 spricht Yahweh, und er sagt: „Der Herr der Heerscharen hat mich gesandt.“ Im folgenden Vers, bei mir Vers 10, bei euch Vers 14, heißt es: „Ihr werdet mein Volk sein, und ich werde in eurer Mitte wohnen.“ Auch hier spricht Yahweh und sagt: „Ihr werdet erkennen, dass Yahweh mich gesandt hat.“ Yahweh sendet Yahweh. Neutestamentlich gesprochen: Der Vater sendet den Sohn. Das ist keine neue Lehre des Neuen Testaments, sondern das lehrt das Alte Testament ganz klar.

Der lange Rede kurzer Sinn: Der Name des Messias, Yahweh Zedekenu, spricht aus, wer er ist. Wahrer Mensch als Spross Davids, aber auch wahrer Gott als Yahweh, unsere Gerechtigkeit.

Gut, jetzt machen wir zwanzig Minuten Pause. Wir stehen immer noch in Jeremia 23.

Als Erstes eine Frage von der letzten Stunde: Wird der Herr Jesus nach dem Jüngsten Gericht sein Menschsein aufgeben oder wieder ablegen und nur noch Gott sein?

Also, ich wiederhole die Frage, damit alle sie hören: Wird Jesus seine Menschheit eines Tages wieder aufgeben, also nach dem Jüngsten Gericht aufhören, Mensch zu sein und nur noch Gott sein?

Die Antwort ist Nein. Sonst wäre er kein richtiger Mensch geworden. Der Mensch ist ein Wesen, das einen Anfang hat und dessen Existenz nie endet, ob verloren oder errettet. Die Existenz geht ewig weiter, und zwar als Geist, Seele und Körper.

Darum gibt es eine Auferstehung des Körpers, sowohl der Gerechten als auch der Ungerechten. Im Feuersee werden keine Menschen gerichtet, die nur Geist und Seele sind, sondern wirkliche Menschen mit Geist, Seele und Körper.

Jesus wurde Mensch und bleibt Mensch in alle Ewigkeit. Das ist grundlegend für den christlichen Glauben.

Wir können kurz 1. Johannes 4 aufschlagen. Dort ist eine bekannte Stelle, an der man ein Kriterium hat, um falsche Geister zu erkennen. Liest jemand 1. Johannes 4, Verse 1 und 2?

Hier heißt es: „Jeder Geist, der bekennt, dass Jesus Christus im Fleisch gekommen ist.“ Das bezieht sich auf sein Kommen vor zweitausend Jahren, als er ein wirklicher Mensch wurde.

Im ersten Jahrhundert gab es die Irrlehre der Gnostiker, die sagten, Jesus Christus hätte nur einen Scheinleib angenommen, sei kein wirklicher Mensch geworden. Johannes erklärt: Nein, jeder, der nicht bekennt, dass Jesus Christus im Fleisch, also als wirklicher Mensch mit Fleisch und Blut erschienen ist, ist nicht aus Gott.

Dazu noch 2. Johannes 7: „Denn viele Verführer sind in die Welt hinausgegangen, die nicht bekennen, dass Jesus Christus im Fleische gekommen ist.“ Hier gibt es einen objektiven Übersetzungsfehler. Es sollte heißen: „die nicht bekennen, dass Jesus Christus im Fleische kommend ist.“ Hat das jemand so in seiner Übersetzung? Das wäre zum Beispiel bei Brockhaus-Elberfelder in der Anmerkung so.

Das Wort „erchomenon“ bedeutet „im Fleische kommend“ in der Zukunft. Das heißt, Jesus Christus wird auch wiederkommen als richtiger Mensch.

Das ist auch klar aus alten Stellen in den Evangelien, wo der Herr Jesus sagt, wenn er kommt, wird er als Sohn des Menschen auf den Wolken in großer Macht und Herrlichkeit kommen (Matthäus 24). Er wird als Mensch kommen, im Fleische kommend.

Hier kann man zum Beispiel die Zeugen Jehovas entlarven. Sie lehren, Jesus Christus sei gestorben, sein Körper sei ins Grab gelegt worden, aber dann habe Jehova den Leib verschwinden lassen, und am dritten Tag sei er als Geist auferstanden. Damit lehren sie, Jesus Christus werde nicht mehr im Fleische kommen. Der zweite Johannesbrief sagt, das ist der Verführer und der Antichrist.

Es ist ganz wichtig: Der Leib wurde ins Grab gelegt, lag dort drei Tage, wurde auferweckt und wieder mit Geist und Seele, mit der menschlichen Geist- und Seeleinheit des Herrn Jesus vereint. So ist der Herr Jesus als Mensch auferstanden.

Er war dann 40 Tage bei den Jüngern, hat mit ihnen gegessen und getrunken, so dass für sie ganz klar war, dass es keine Geistererscheinung war. In Lukas 24 sagte er, als sie dachten, es sei ein Geist: „Ein Geist hat nicht Fleisch und Knochen, wie ihr seht, dass ich habe.“ Er bat um etwas zu essen, nahm Fisch und Honig, damit sie ganz klar sahen, dass er als Mensch auferstanden war.

Dann fuhr er als Mensch auf dem Ölberg auf (Apostelgeschichte 1). Die Engel sagten: „So, wie ihr ihn habt den Himmel fahren sehen, so wird er wiederkommen.“ So wird der Herr Jesus als Mensch auf dem Ölberg wiederkommen.

Er wird als Sohn Davids hier auf Erden regieren. Er bleibt Mensch, denn er ist ein wirklicher Mensch geworden, ohne Sünde (Hebräer 2). Paulus schreibt, dass wir einen Auferstehungsleib haben werden (1. Korinther 15), einen unverweslichen Leib. Nach 1. Johannes werden wir ihm gleich sein.

Das trifft sich genau. Wir werden ihm gleich sein, das heißt, wir werden einen Auferstehungsleib haben, der dem entspricht, was er hat. Er ist wirklich auferstanden mit Fleisch und Knochen. „Ich bin nicht Geist“, sagt er.

Wir werden den Herrn Jesus als Mensch sehen, auch in der englischen Herrlichkeit und im tausendjährigen Reich hier auf Erden, wenn er in Jerusalem regieren wird.

Was ist mit dem Vater? In 1. Timotheus 6, Vers 16 steht etwas Wichtiges: „Der allein Unsterblichkeit hat und ein unzugängliches Licht bewohnt, den keiner der Menschen gesehen hat, auch nicht sehen kann. Dem sei Ehre und ewige Macht. Amen.“

Grundsätzlich heißt das, dass Gott für Geschöpfe unsichtbar ist. Er wohnt in einem unzugänglichen Licht, das niemand je gesehen hat und sehen kann.

Trotzdem hat Gott sich sichtbar gemacht. Schon im Alten Testament sehen wir verschiedene Erscheinungen Gottes. Jesaja 6 sieht Yahweh auf dem Thron sitzen, umgeben von Seraphim, die rufen: „Heilig, heilig, heilig ist der Herr, Yahweh, der Herrscher.“

Viele andere Stellen berichten, wie Gott gesehen wurde. In 2. Mose 33 hat Gott Mose gesagt: „Niemand kann Gott sehen und leben.“ Die Eltern von Simson waren erschrocken, als sie Gott gesehen hatten (Richter 13). Gideon meinte, er müsse sterben, doch seine Frau sagte, das sei nicht denkbar.

Gott konnte schon im Alten Testament eine Gestalt annehmen, die für Menschen erträglich war. Diese Erscheinung wird oft „der Engel des Herrn“ genannt. Das Wort „Engel“ (hebräisch: malach) bedeutet einfach „Gesandter“.

Es wird immer klarer, dass dieser Gesandte des Herrn Yahweh selbst ist. In 1. Mose 16 erscheint der „Malach Adonai“, der Engel Yahwehs, bei Hagar. Dann heißt es: „Da nannte sie Yahweh, der mit ihr redete, du bist ein Gott, der sich schauen lässt.“ Es wird deutlich, dass der Gesandte Yahwehs Yahweh selbst ist.

Im Neuen Testament wird offenbart, dass dieser Gesandte Yahwehs der Herr Jesus, der Sohn Gottes, ist, der schon im Alten Testament eine Gestalt annahm, die Menschen ertragen konnten. Als die Zeit erfüllt war, wurde er Mensch, geboren von einer Frau, geboren unter Gesetz (Galater 4), und offenbarte Gott vollständig.

Als einer der Jünger, Johannes 14, fragte: „Herr, zeige uns den Vater, und es genügt uns“, sagte Jesus: „So lange Zeit bin ich bei euch. Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen.“ Der ewige, unsichtbare Gott, den niemand je sehen kann, hat sich im Sohn offenbart, der Mensch wurde und in Ewigkeit Mensch bleiben wird.

Gott in seiner absoluten Gottheit – Vater, Sohn und Heiliger Geist – kann der Mensch nicht sehen. Aber weil Jesus eine Gestalt annahm, wie Gott sichtbar werden kann, ist das möglich.

Darum wird er in Kolosser 1, Vers 15 genannt: „Welcher das Bild des unsichtbaren Gottes ist.“ Er offenbart den ewigen Dreieinigkeitsgott.

Zwischendurch wollte jemand etwas einwerfen. Sie sprachen von Sacharja 12. Die erste Person, die spricht: „Sie werden auf mich blicken, den sie durchbohrt haben.“ Das ist eindeutig der Sohn Gottes. Dann spricht eine andere Person: „Sie werden über ihn wehklagen.“ Das ist der Vater oder der Heilige Geist. Das kann man offenlassen.

Wenn wir an Sacharja 12 denken, möchte ich noch auf Sacharja 14 hinweisen. Das ist die Botschaft von Sacharja 12, Vers 1 bis zum Schluss des Buches. Es ist eine Rede von Yahweh.

Was wird dort noch gesagt, in Kapitel 14, Vers 3? Und Vers 4: „Und seine Füße werden an jenem Tag auf dem Ölberg stehen, der vor Jerusalem gegen Osten liegt, und der Ölberg spaltet sich in der Mitte nach Osten und Westen.“ Jawohl.

Am Schluss von Vers 5 heißt es: „Und sie werden kommen.“ Hier geht es um das Kommen Gottes zur Königsherrschaft auf Erden.

Vers 9 sagt: „Und Yahweh wird König sein über die ganze Erde.“ Das bezieht sich offensichtlich auf die Wiederkunft Christi auf dem Ölberg.

Hier steht: „Und seine Füße.“ Wessen Füße? Vers 3 sagt: „Und Yahweh wird ausziehen.“ Wieder kämpfen jene Nationen. „Und seine Füße werden an jenem Tag auf dem Ölberg stehen.“ Das ist erstaunlich: Der Ewige, der Unwandelbare, hat Füße, weil Jesus Mensch geworden ist. Er wird als Mensch wiederkommen, und seine Füße werden auf dem Ölberg stehen.

Das stimmt mit Apostelgeschichte 1 überein, wo Jesus als Mensch vom Ölberg in den Himmel fährt. Die Engel sagen: „So, wie ihr ihn habt den Himmel fahren sehen, so wird er wiederkommen.“ Yahweh kommt, aber nicht der Vater, nicht der Heilige Geist, sondern der Sohn.

So sehen wir, dass wir zu Jeremia 23 zurückkommen. Der Name des Sprosses Davids hat mehr zu bedeuten: Yahweh unsere Gerechtigkeit. Das bedeutet, der ewige Jesus Christus ist unsere Gerechtigkeit.

Wenn wir an Jesaja 53 denken, wo der Messias als Knecht Gottes beschrieben wird, wie er für unsere Sünden leiden würde, als Stellvertreter unter dem Gericht, für unsere Missetaten zerschlagen, dann haben wir am Schluss von Jesaja 53 gelesen, dass er vielen zur Gerechtigkeit verhelfen würde.

Das geschieht dadurch, dass er als Stellvertreter für unsere Sünden gestorben ist. Jeder Mensch, der seine Sünde bekennt, bereut und das Opfer für sich in Anspruch nimmt, dem wird alles vergeben.

Der Römerbrief lehrt, dass er dann durch Glauben gerechtfertigt wird. Rechtfertigen heißt, Gott spricht jemanden gerecht. Wenn jemand vor Gericht freigesprochen wird, sagt der Richter: „Dieser Mann ist unschuldig, er ist gerecht.“ Rechtfertigen heißt nicht, jemanden gerecht machen, sondern jemanden als gerecht erklären.

Wenn ich mich selbst rechtfertige, versuche ich, mich als gerecht darzustellen. Aber wenn Gott uns rechtfertigt, sagt er: „Dieser Mensch ist gerecht“, weil alle Schuld vergeben ist und die Gerechtigkeit Christi ihm zugerechnet wird. Das ist die Aussage dieses Namens des Messias: „Yahweh unsere Gerechtigkeit.“

Man kann sagen, die ganze Botschaft des Römerbriefes ist darin verpackt: die Lehre der Rechtfertigung aus Glauben allein.

Schlagen wir Römer 5, Vers 1 auf: „Da wir nun gerechtfertigt worden sind aus Glauben, so haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus.“ Jawohl, bis dahin.

„Da wir nun gerechtfertigt worden sind aus Glauben“ – das ist abgeschlossen. Im Griechischen steht die Zeitform des Aorist, der eine einmalige Handlung in der Vergangenheit bezeichnet.

Die römisch-katholische Lehre der Rechtfertigung ist anders: Der Mensch wird in einem Prozess das ganze Leben lang gerechtfertigt, auch noch danach im Fegefeuer. Dort geht der Prozess ständig weiter. Wenn ein Mensch etwas Gutes tut oder Ablass erwirkt, wird gewissermaßen etwas Gnade eingetröpfelt. Es gibt nie Gewissheit oder Sicherheit. Durch eine Todsünde kann alles wieder ausgelöscht werden, und man fängt wieder von vorne an. Es ist immer nur ein Tröpfchen.

Selbst ein Papst auf dem Sterbebett weiß nichts von Heilssicherheit. Er bittet um Gebet. Er ist sich nicht sicher. Es gibt keine abschließende Rechtfertigung.

Aber hier steht: „Da wir nun gerechtfertigt worden sind“, punktuell in der Vergangenheit, abgeschlossen durch Glauben, haben wir Frieden mit Gott.

Das war die große Entdeckung der Reformation. Der Augustinermönch Luther erkannte, dass er sich nicht ständig abmühen muss. Jesus Christus hat alles getan. Wenn ich seine Tat im Glauben in Anspruch nehme, spricht mich Gott gerecht, durch Glauben allein, ohne eigene Leistung. Das ist der Name „Der Herr, unsere Gerechtigkeit.“

Wenn man das einmal erfasst hat, wird man wirklich frei. Das gibt Heilsgewissheit, innere Ruhe und Frieden, weil man weiß, Gott hat nichts mehr gegen mich.

Martin Luther hatte Kämpfe in seiner Zelle. Er wusste, er ist so schlecht, aber er hatte es mit einem gerechten Gott zu tun. Das war für ihn immer klar: Gott ist gerecht, aber wie kann ein gerechter Gott gnädig sein? Das war seine Frage, bis er erkannte: Der Herr Jesus hat alles am Kreuz getragen. Wenn wir seine Tat im Glauben in Anspruch nehmen und unsere Schuld bekennen, spricht uns Gott gerecht.

Darum war das etwas Gewaltiges für Tausende von Mönchen und Nonnen, die damals aus den Klöstern flohen, darunter auch Katharina von Bora, die später seine Ehefrau wurde. Sie floh mit anderen Nonnen, wurde heimlich aus dem Kloster geschmuggelt und erkannte die Gnade Gottes, eben den Herrn unserer Gerechtigkeit. Nicht „wir machen die Gerechtigkeit“, sondern er ist unsere Gerechtigkeit.

Gut, jetzt gehen wir gleich weiter zu Vers 7. Liest noch jemand? Entschuldigung, wir gehen zurück zu Jeremia 23.

 Vers 6 hatten wir: „Der Herr unsere Gerechtigkeit.“ Aber hast du nicht eine Zeile übersprungen? Das passiert beim Abschreiben oft, dass man beim Lesen eine Zeile überspringt. Darum gab es Fehler in den Manuskripten.

Nämlich: „aus dem Land des Nordens.“ Habe ich das nicht gehört? Ah gut, es gibt also auch Hörfehler, nicht nur Schreibfehler.

Wir haben gesehen, wie hier das erste und zweite Kommen Christi ineinander zusammengefügt sind. David wird einen gerechten Spross bekommen, das ist das erste Kommen Jesu, geboren von einer Jungfrau. Er wird als König regieren, das ist dann in der Endzeit, wenn er das zweite Mal kommt. Dann wird Israel in Sicherheit gebracht.

Der Name des Messias wird sein: „Der Herr unsere Gerechtigkeit.“ Das haben wir durch das erste Kommen schon erfahren dürfen.

Jetzt wird erklärt, dass in der Endzeit eine Zeit kommen wird, wenn der Messias als König kommt, und man dann nicht mehr schwören wird, wie man es früher in Israel getan hat.

Wie hat man wichtige Dinge mit einem Schwur bekräftigt? Jeremia erinnert an das Jahr 1606 vor Christus, den Auszug aus Ägypten. Das war etwas Grandioses, die Befreiung der Israeliten aus der Sklaverei durch die zehn Plagen, die Ägypten zum Zusammenbruch führten.

Man berief sich in der Geschichte Israels immer bei Schwüren auf Gott, nicht auf ein höheres Wesen. Viele Menschen sprechen von einem höheren Wesen, aber Gott ist nicht nur ein höheres Wesen. Er ist der Gott, der Israel historisch aus Ägypten geführt hat.

Jeremia sagt, es wird eine andere Zeit kommen, in der man anders schwören wird, indem man sich auf ein weiteres Ereignis beruft, das noch großartiger ist als der Exodus: Vers 8 sagt: „So spricht der Herr, der den Samen Israels aus dem Land des Nordens heraufgeführt und wiedergebracht hat und aus allen Ländern, wohin ich sie verstreut habe.“

Hier wird gesagt, es wird eine Zeit kommen, in der man sich auf Gott beruft als den, der Israel aus allen Ländern zurückgebracht hat, besonders aus dem Land des Nordens.

Jeremia konnte natürlich nicht an die babylonische Gefangenschaft denken, denn damals wurden die Juden nach Babylon deportiert, östlich von Israel im heutigen Irak, im Zweistromland zwischen Euphrat und Tigris.

Aber hier heißt es: „aus allen Völkern und ganz besonders aus dem Land des Nordens.“ Das ist die Zeit, wenn der Messias als König kommen wird.

Das haben wir in früheren Bibelstunden immer wieder Buchstabe für Buchstabe durchgearbeitet.

Kurz zusammengefasst: Das sehen wir heute. Nachdem das jüdische Volk zweitausend Jahre lang unter allen Völkern der Welt zerstreut war, sind sie gesammelt worden.

1882 begann die erste große Einwanderungswelle, hauptsächlich aus Russland. Russland liegt fast auf dem gleichen Breitengrad wie Jerusalem, im äußersten Norden. Tausende kamen aus Russland bis 1903, dann flachte die Welle ab. Danach gab es wieder Verfolgung in Russland. 1904 kamen wieder Tausende bis zum Ersten Weltkrieg 1914.

Nach dem Ersten Weltkrieg kam die dritte Welle, wieder hauptsächlich aus Russland und Polen. Es ging so weiter, eine Welle nach der anderen. Dann kam die Machtergreifung Hitlers, und eine halbe Million Juden floh aus Europa.

Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen Juden aus 70 Ländern weltweit zurück. 1948 wurde der Staat Israel gegründet.

Heute leben etwa drei Millionen Juden aus 140 Ländern in Israel, aus allen fünf Kontinenten. Mehr als ein Drittel kam aus dem Land des Nordens, nämlich aus Russland beziehungsweise der Sowjetunion und heute aus der GUS.

Das Land des Nordens ist das hervorstechende Land der Rückkehr. Darum ist es gut, wenn man in Israel neben Hebräisch auch Russisch sprechen kann, denn ein großer Teil der Juden spricht Russisch.

Ich habe das erlebt: Ich hielt Vorträge in einer messianischen Gemeinde in Haifa. Ich sprach Hebräisch, aber man musste auf Russisch übersetzen für die Juden, die noch kein Hebräisch konnten.

Ja, aus dem Land des Nordens.

Das ist eine sehr gute Frage. Ich verstehe das. Die Frage war: Wäre es möglich, dass Israel noch einmal aus dem Land herausgerissen wird und erneut unter die Völker zerstreut wird?

In 5. Mose 28 zeigt Mose: Wenn das Volk Israel Gott gehorcht und seinem Wort folgt, wird es gesegnet. Das erlebten sie unter Josua und besonders unter Salomo.

Aber ab 5. Mose 28, Vers 14, heißt es: Wenn ihr nicht auf Gottes Wort hört, werden euch alle diese Flüche treffen. Die Auflistung reicht von Vers 14 bis 68.

Man sieht das Verhältnis zwischen Segen und Fluch.

Unter diesen Flüchen sind drei Landverlustflüche aufgeführt, dreimal.

Ich möchte das kurz zeigen:

 5. Mose 28, Vers 25: „Du wirst umhergetrieben werden in allen Königreichen der Erde.“ Hast du das in der Fußnote wenigstens so? Nein? Leider nicht.

Das wäre die bessere Übersetzung: „Du wirst umhergetrieben werden in allen Königreichen der Erde.“

Dann Vers 36, das haben wir heute schon gelesen, die Prophetie über die Wegführung der Juden nach Babylon, zu einer anderen Nation, als sie noch einen König hatten.

Und Vers 64: „Dann werden sie ständig verfolgt werden und keine Sicherheit mehr haben.“

Das sind drei Landverlustflüche:

Der erste (Vers 25) erfüllte sich mit der Wegführung der zehn Stämme nach Assyrien 722 vor Christus. Danach verliert sich ihre Spur.

Der zweite (Vers 36) erfüllte sich um 586 vor Christus, als die Juden nach Babylon deportiert wurden.

Der dritte (Vers 64) erfüllte sich 70 nach Christus, als die Römer Jerusalem und den Tempel zerstörten. Danach wurden die Juden über alle fünf Kontinente zerstreut.

Es gibt keinen vierten Landverlustfluch. Alle drei haben sich erfüllt.

Zum Abschluss möchte ich Amos 9, die letzten beiden Verse, 14 und 15, zitieren: „Da wende ich das Geschick meines Volkes Israel. Sie werden die verwüsteten Städte wieder aufbauen und bewohnen, Weinberge pflanzen und deren Wein trinken, Gärten anlegen und deren Frucht essen. Ich pflanze sie in ihr Land ein, und sie sollen nicht mehr herausgerissen werden aus ihrem Land, das ich ihnen gegeben habe, spricht der Herr, dein Gott.“

Hier wird von einer Wende des Schicksals Israels gesprochen. Die verwüsteten Städte werden wieder aufgebaut. Heute sehen wir alttestamentliche Städte, die moderne Städte mit pulsierendem Leben geworden sind.

Sie werden Weinberge pflanzen und Wein trinken. Als die Juden ab 1882 ins Land kamen, fanden sie eine Wüste vor. Baron de Rothschild aus Bordeaux sagte ihnen, sie müssten Weinstöcke aus Frankreich mitnehmen. Das war der Anfang einer sensationellen Entwicklung des Weinanbaus in Israel, der viele Goldmedaillen gewann.

Weinproduktion ist heute ein wichtiger landwirtschaftlicher Zweig, zum Beispiel Golanweine und Galiläaweine.

Sie werden Gärten anlegen und deren Frucht essen. Man fragte sich, was man außer Weinstöcken noch pflanzen kann: exotische Früchte wie Orangen, Mandarinen, Grapefruit, Kreuzungen, Mango, Bananen. Das ist heute ein riesiger landwirtschaftlicher Zweig.

Israel produziert etwa 900 Tonnen Zitrusfrüchte pro Jahr, ein Drittel wird exportiert.

Sie werden in ihrem Land gepflanzt, und sie sollen nicht mehr herausgerissen werden.

Die Rückkehr aus der dritten Zerstreuung ist definitiv.

Darum kann man wissen, was auch kommen mag: Die Juden werden ihr Land nicht mehr verlieren.

Die Juden sollen also zurückkehren ins Land ihrer Vorfahren, besonders aus dem Land des Nordens, bevor der Herr Jesus als König der Welt kommen wird.

Es ist jedoch nicht so, dass alle Juden zurückkehren müssen, damit der Herr Jesus kommt. Ein Teil ist bereits zurückgekehrt.

 Matthäus 24 sagt, wenn der Herr Jesus auf den Wolken des Himmels als Sohn des Menschen mit großer Macht und Herrlichkeit kommt, werden die restlichen Juden in der Diaspora gesammelt.

In Hesekiel 39 heißt es, er wird sie holen, sodass keiner mehr von ihnen zurückbleibt. Es wird keine mehr geben in New York, alle kommen nach Hause.

Gut, dann wollen wir noch zusammen beten.

Historische Überlegungen zur Geburt Jesu und Zeitrechnung

Es ist eigentlich so: Die Behauptung, Jesus sei im Jahr sieben vor Christus geboren, die man sehr oft hört, geht auf Kepler zurück. Kepler hat darüber nachgedacht, was das Phänomen des Sterns von Bethlehem gewesen sein könnte. Als guter Astronom stellte er fest, dass es im Jahr sieben vor Christus zweimal eine Konjunktion gab. Das heißt, die Planeten Jupiter und Saturn kamen sich dabei sehr nahe – sogar dreimal. Er stellte die Theorie auf, man könnte den Stern von Bethlehem als eine Kombination von zwei Planeten sehen. Wenn diese zusammenkommen, sieht das aus wie ein großer neuer Stern.

Aber das passt nicht, denn wir können die Abstände von Saturn und Jupiter genau berechnen. Ich habe das selbst schon am Computer nachvollzogen. Der Abstand ist so groß, dass man mit bloßem Auge klar zwei Lichtpunkte sah. Sie waren zwar sehr nahe beieinander, aber nicht aufeinander. Sie haben sich also nicht wirklich kombiniert. Die Bibel spricht jedoch von einem Stern. Übrigens kennt das Altgriechische auch ein Wort für Planeten. In Matthäus 2, wenn von diesem Stern gesprochen wird, steht nicht das Wort „planetes“, sondern „aster“ – Stern.

So passt die Konjunktion aus dem Jahr sieben vor Christus nicht. Man kann sie also vergessen. Sie war gut gemeint als Überlegung, was es gewesen sein könnte, aber es stimmt nicht. Dann hört man oft, es müsse irgendwie vier vor Christus gewesen sein, und das aus folgendem Grund: In allen Geschichtsbüchern kann man nachlesen, dass Herodes im Jahr vier vor Christus starb. Für die meisten ist dann klar, dass Jesus Christus nicht später geboren sein kann, denn Herodes lebte ja noch zur Zeit der Geburt Jesu.

Aber man sollte sich fragen, wie man eigentlich auf dieses Jahr vier vor Christus kommt. Der Punkt ist folgender: Bei Josephus Flavius, einem jüdischen Geschichtsschreiber aus dem ersten Jahrhundert, liest man, dass es in der Zeit noch vor dem Tod von Herodes eine Mondfinsternis gab. Rechnerisch kann man das am Computer gut nachvollziehen. Um vier vor Christus gab es eine partielle, also eine teilweise Mondfinsternis. Von daher wäre das denkbar, dass es vier vor Christus war.

Allerdings gab es im Jahr eins vor Christus eine weitere Mondfinsternis, und diese war sogar total. Die Ereignisse zwischen dem Tod von Herodes und der Mondfinsternis passen besser zu eins vor Christus als zu vier vor Christus. Das heißt, das Jahr vier vor Christus ist nicht fix etabliert, sondern nur eine Ableitung, die auf der Annahme einer Mondfinsternis beruht.

Es gibt jedoch mehrere antike Autoren, unter anderem Clemens von Alexandria, die sagen, die Geburt Jesu sei zwei vor Christus gewesen. Dabei schreiben sie nicht explizit „zwei vor Christus“. In der Antike datierte man alles nach AUC, also „ab urbe condita“ – ab Gründung der Stadt Rom. Das war die römische Zeitrechnung. Diese lernten wir als Schüler im Lateinunterricht: Rom wurde im Jahr 753 vor Christus gegründet, und ab diesem Datum wurde datiert.

Wenn man die Angaben dieser antiken Autoren umrechnet, ergibt das zwei vor Christus. Aber es gibt noch einen wichtigen Punkt: Unsere ganze Zeitrechnung hat einen Haken. In der Geschichte gibt es kein Jahr null. Das heißt, alle Jahreszahlen rechnen ohne Jahr null. Von eins vor Christus bis eins nach Christus ist also nur ein Jahr, nicht zwei. Das ist für die Astronomie problematisch, denn für mathematische Berechnungen braucht man einen Nullpunkt.

Deshalb ist es so festgelegt, dass alle Daten vor Christus in der Astronomie um ein Jahr verschoben sind. Das bedeutet, wenn man historisch 700 vor Christus sagt, ist das astronomisch 699 vor Christus. Ich habe ein Astronomie-Computerprogramm, in dem man eine historische Jahreszahl eingibt, zum Beispiel den Sternenhimmel von Jerusalem im Jahr 700 vor Christus. Das Programm stellt dann automatisch das Jahr 699 vor Christus ein. Wenn ich also geschichtlich 700 vor Christus eingebe, entspricht das astronomisch 699 vor Christus.

Daher ist zwei vor Christus, umgerechnet ab urbe condita, eigentlich eins vor Christus. Damit ist unsere Zeitrechnung nicht falsch, wie oft behauptet wird. Niemand behauptet, die Geburt Christi sei am Neujahrstag gewesen. Sie muss also irgendwo vor dem Nullpunkt liegen, aber eben im Jahr eins vor Christus. Das kann drei Monate vor dem Nullpunkt sein oder so. Unsere Zeitrechnung ist also absolut in Ordnung.

Das ergibt eine Bestätigung. Und jetzt kann ich das Ganze nochmals bestätigen: Die Jahrwochen aus dem Buch Daniel über das Kommen des Messias hatten wir schon einmal angeschaut. Wenn man die Jahrwochen berechnet, kommt man bei den 69 Jahrwochen auf das Kommen des Messias als Fürst im Jahr 32 nach Christus.

Die Bibel sagt, Jesus Christus sei drei Jahre lang öffentlich als Prediger aufgetreten. 32 minus 3 ergibt 29. Lukas 3 sagt, Jesus begann ungefähr im Alter von dreißig Jahren. Er war, wie man meinte, ein Sohn des Joseph, des Eli, des Matat usw. (Lukas 3,23). Das heißt, im Jahr 29 war er ungefähr 30 Jahre alt. Die Rechnung passt also schön zusammen: 29 minus 30 ergibt eins vor Christus.

Erfüllung der Prophezeiung und das zweite Kommen Jesu

Gut, jetzt gehen wir zurück zu Jeremia 23. Liest nochmals jemand Vers 5?

Siehe, es kommt da ein Herr, der sich dem Dach mit einem gerechten Stoss erlitten hat. Jawohl, bis dahin. Das hat sich erfüllt im Jahr eins vor Christus, eben als Maria den Messias geboren hat. Da wurde dem David ein gerechter Spross erweckt.

Aber Jesus Christus ist ja dann nicht als König aufgetreten bei seinem ersten Kommen. Und darum bezieht sich das, was jetzt im gleichen Satz weitergesagt wird, bereits auf sein zweites Kommen. Liest jemand weiter?

Da haben wir wieder so ein Beispiel. Wir haben das ja immer wieder angetroffen, wie messianische Prophezeiungen über das erste Kommen und das zweite Kommen in einem Vers zusammengefunden werden können. Also die Geburt, das Erwecken als gerechter Spross des David, das war beim ersten Kommen. Aber dass er regieren wird als König und Gerechtigkeit in diese Welt bringen wird, das wird erst stattfinden bei dem zweiten Kommen Jesu.

Lesen wir Vers 6 dazu: In seinen Tagen wird Juda gerettet werden und Israel in sich wohnen. Jawohl, also das ist die Zeit, wenn er als König kommen wird. Das wird die Zeit sein, in der schließlich die Juden aus all ihrer Not gerettet werden, und Israel wird schließlich in Sicherheit wohnen.

Das ist heute nicht der Fall. Israel ist überhaupt nicht in Sicherheit. In den letzten Jahren sind Tausende von Raketenangriffen geschossen worden, von Gaza her und auch in den vergangenen Jahren von Libanon her. Also Israel ist überhaupt nicht in Sicherheit. Der Iran fordert die Auslöschung Israels, und die ganze Welt – oder der große Teil der Welt – stellt sich ganz klar auf eine Seite. Denn in dieser Woche wird ja die Abstimmung durch die UNO kommen, ob ein Palästinenserstaat anerkannt wird, obwohl die Vorbedingungen gar nicht da sind.

Denn ein Staat, der Israel auslöschen will – und die Hamas sagt ganz klar, dass Israel ausgelöscht werden soll – kann die Welt einen Staat anerkennen, der sagt, wir werden Israel vernichten? Aber die Mehrheit der Welt stellt sich trotzdem auf diese Seite, die sagen ganz klar, Israel muss verschwinden. So können wir sagen: Israel ist also heute nicht in Sicherheit.

Aber wenn dieser Spross des Davids, wenn der Messias zum zweiten Mal kommen wird als König, dann wird Israel schließlich in Sicherheit wohnen.

Und weiter? Und dies wird sein Name sein, mit dem wir ihn nennen: der Herr unserer Gerechtigkeit. Jawohl, das ist gewaltig. Das würde ja bedeuten, dass dieser Mensch der ewige Gott ist, wenn er Yahweh heißt, Yahweh unsere Gerechtigkeit, Yahweh Zedekenu.

Jetzt könnte natürlich jemand sagen: Ja, aber das muss nicht unbedingt bedeuten, dass der Messias Gott ist, denn in vielen Namen wird ja der Gottesname getragen. Was heißt zum Beispiel Jesaja auf Deutsch? Was heißt Jesaja? Rettung. Jesar wäre Rettung, Heil, und das Ja am Schluss ist die Abkürzung von Yahweh. Also Heil, Rettung ist Yahweh.

Aber das bedeutet ja nicht, dass Jesaja Gott ist, sondern der Name ist einfach ein Bekenntnis über Gott. Und so könnte man hier natürlich auch sagen: Ja, er heißt dann Yahweh Zedekenu, das ist einfach ein Bekenntnis, der ewige Gott ist unsere Gerechtigkeit.

Aber es gibt genügend Stellen in der Bibel, die machen klar, dass der Messias Yahweh ist. Schlagen wir mal auf Sacharja 12, Vers 1: Dies ist die Last des Wortes des Herrn über Israel. Es spricht der Herr, der den Himmel ausspannt und die Erde gründet und den Geist des Menschen in seinem Inneren bildet. Siehe, ich mache Jerusalem zum Taumelschale für alle Völker ringsum.

Jawohl, also es ist ganz klar, wie er hier spricht. Ausspruch des Wortes Yahwehs, das heißt das Ewigsein des Ewig Seienden, des Unwandelbaren, über Israel. Und nochmals: Es spricht Yahweh, der den Himmel ausspannt usw. Und dann kommt Doppelpunkt: Siehe, ich mache Jerusalem zu einer Taumelschale. In allen weiteren Versen ist klar: Hier spricht Yahweh.

Und immer noch in Vers 10 – liest jemand Vers 10? Das ist aber erstaunlich.

Kann man den ewigen, allmächtigen, allgegenwärtigen Gott durchbohren? Sie werden auf mich blicken, den sie durchbohrt haben, spricht Yahweh. Ja, aber durchbohren, das geht doch nicht. Gott kann man nicht durchbohren, außer Gott wird Mensch.

Ja? Ich werde dem David einen gerechten Spross erwecken, war ein wirklicher Mensch, Nachkomme von David über Maria, aber gleichzeitig eben weil von Gott gezeugt, ist er der Sohn Gottes. Er ist Yahweh, der Mensch geworden ist.

Nur, wir haben da mitten im Satz unterbrochen. Liest jemand noch weiter? Sie werden auf mich blicken, den sie durchbohrt haben. Ja, aber jetzt plötzlich spricht ja jemand anders über den Durchbohrten. Also die Person wechselt, nicht wahr?

Aber wer spricht denn jetzt? Nun, Vers 1 macht klar, es spricht Yahweh. Aber hier wird deutlich, dass in Yahweh, in dem einen Gott, mehr als eine Person sein muss. Denn einmal sagt Yahweh: Sie werden auf mich blicken, den sie durchbohrt haben. Und dann spricht jemand über den Durchbohrten, und sie werden über ihn wehklagen, weil sie das gemacht haben.

Da wird klar, das sind zwei Personen. Aber sowohl der Durchbohrte ist Yahweh, wie auch der, der über ihn spricht, wie man über ihn wehklagen würde.

Ja, bitte? Das wäre nochmals ein anderer Punkt, der da reinkommt.

Also, der Herr Jesus sagt ja am Kreuz: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Ja, aber wie kann Jesus Christus von Gott sagen, er ist mein Gott, wenn er selber auch Gott sein soll?

Nun, als wir Psalm 22 durchgenommen haben, messianischer Psalm, da haben wir den Vers 9 gefunden, wo es heißt, Psalm 22, Vers 9: Auf dich bin ich geworfen von Mutterleib an, von meinem Mutterleib an bist du mein Gott.

Das ist also der Psalm, der beginnt mit: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? mit dem Kreuzeswort, und in Vers 9 wird erklärt: Von meinem Mutterleib an bist du mein Gott. Also Gott ist der Gott Jesu Christi, seit seiner Menschwerdung im Mutterleib.

Und wenn der Herr Jesus also spricht über Gott: mein Gott, dann spricht er als Mensch, nicht als ewiger Gott. Als Mensch sagt er: mein Gott.

Aber in Gott waren immer drei Personen: der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Und darum sagt ja auch der Herr Jesus in Johannes 17 in seinem Gebet zum Vater: Verherrliche du mich bei dir selbst mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, ehe die Welt war, vor Grundlegung der Welt.

Also da spricht der Herr über seine Existenz bei dem Vater. Also diese Gemeinschaft von Vater und Sohn, die war schon von Ewigkeit hier da.

Darum beginnt auch Johannes 1, Vers 1: Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Ja, aber hier wird gesagt: Das Wort war bei Gott. Also diese Gemeinschaft von Personen war von Ewigkeit hier da.

Und schließlich wurde eben der Sohn Mensch, nicht der Vater wurde Mensch, und nicht der Heilige Geist wurde Mensch, nur der Sohn wurde Mensch, und nur der Sohn ist ans Kreuz gegangen.

Und als Mensch wurde er dann von Gott, dem Vater, den er nennt mein Gott, verlassen, weil Gott den Menschen Jesu Christi geschlagen hat, gestraft hat für unsere Sünden als Stellvertreter.

Aber der Herr Jesus musste Mensch werden, damit er überhaupt in den Tod gehen konnte für uns, denn als Gott konnte er nicht sterben. Gott kann nicht sterben!

Und darum musste er Mensch werden, denn als Mensch konnte er schließlich in den Tod gehen, und das war absolut notwendig.

Ja, das sind... Ja, natürlich, die haben, man nennt sie auch die Sabellianer.

Weil das geht zurück auf einen Sabellius, der in den frühen Jahrhunderten der Kirchengeschichte gelehrt hat, Gott sei nur eine Person, und er würde manchmal erscheinen als Vater, manchmal als Sohn und manchmal als Heiliger Geist. Aber das seien nur verschiedene Gesichter derselben Person.

Dann haben die Gegner gesagt, das sind eigentlich Patripassianer. Patripassianer heißt, der Vater hat gelitten. Denn wenn sie sagen, das sei die gleiche Person, dann hätte ja gewissermaßen der Vater am Kreuz gelitten.

Aber das ist eben nicht so, sondern der Sohn kam in die Welt, nicht der Vater, und hat für unsere Sünden gelitten.

Also die Bibel macht deutlich, das ist nicht eine Person mit drei verschiedenen Erscheinungsweisen, sondern es ist ein Gott, aber in dem einen Gott gibt es drei Personen, die untereinander Gemeinschaft haben.

Eben: Das Wort war bei Gott dem Vater, und der Herr Jesus sagt, er war vor Grundlegung der Welt schon bei ihm. Diese Gemeinschaft war da, aber eben nur der Sohn wurde Mensch, nur der Sohn wurde durchbohrt.

Und darum kann Yahweh sagen in Sacharja 12: Sie werden auf mich blicken, den sie durchbohrt haben, und der Vater kann sagen: Und sie werden über ihn wehklagen, wie man wehklagt über den Eingeborenen usw.

Und wenn wir noch dazu aufschlagen Sacharja 2, wird das Ganze noch eindrücklicher.

Ich habe eine andere Verszählung, da muss ich wieder schauen, das müsste etwa bei mir Vers 10 sein, und dann ist es wahrscheinlich bei den anderen Ausgaben... Nein, Vers 9 schon, Vers 8, dann ist etwa fünf Verse verschoben.

Es steht dort: Denn so spricht der Herr der Heerscharen: Nach der Herrlichkeit hat er mich zu den Nationen gesandt, die euch geplündert haben, denn wer euch antastet, tastet meinen Augapfel an.

Ist das Vers 13 oder 12? Zwölf, gut. Also könnte jemand das lesen in seiner Bibel? In dem Fall ab Vers 12.

Ich muss erklären: Für Herr steht im Hebräischen Yahweh, der ewig Seiende, Unwandelbare. Und ihr werdet erkennen, dass der Herr der Heerscharen mich gesandt hat.

Ja, also ist doch ziemlich eigenartig. In Vers 12 heißt es: Denn so spricht der Herr der Heerscharen, also ist klar, wer spricht. Und da spricht er: Nach der Herrlichkeit hat er mich zu den Nationen gesandt usw. Und am Schluss: Und ihr werdet erkennen, dass der Herr der Heerscharen mich gesandt hat.

Also der Herr der Heerscharen sagt: Der Herr der Heerscharen hat mich gesandt.

Und das Gleiche gerade im folgenden Vers, Vers 10, also bei mir Vers 10, bei euch vierzehn, ja, jubelt.

Es ist wieder klar, wer spricht: spricht der Herr, das heißt spricht Yahweh. Und also auch hier spricht ganz klar Yahweh, und er sagt: Ihr werdet mein Volk sein, und ich werde in eurer Mitte wohnen, und dann werdet ihr erkennen, dass Yahweh mich gesandt hat.

Yahweh sendet Yahweh, und neutestamentlich ausgesprochen: Der Vater sendet seinen Sohn.

Aber das ist nicht eine neue Lehre des Neuen Testaments, sondern das lehrt das Alte Testament ganz klar.

Und damit der langen Rede kurzer Sinn: Dieser Name des Messias, Yahweh Zedekenu, ist ein Name, der ausspricht, wer er ist: wahrer Mensch als Spross Davids, aber auch wahrer Gott als Yahweh, unsere Gerechtigkeit.

Pause und Fragen zur Menschwerdung Jesu

Gut, jetzt machen wir zwanzig Minuten Pause. Wir stehen immer noch in Jeremia 23.

Als Erstes eine Frage von der letzten Stunde: Wird der Herr Jesus nach dem jüngsten Gericht sein Menschsein aufgeben oder wieder abgeben und wieder nur Gott sein? Also, nach dem jüngsten Gericht?

Ich wiederhole die Frage, damit alle sie hören: Wird Jesus seine Menschheit eines Tages wieder aufgeben, also nach dem jüngsten Gericht aufhören, Mensch zu sein und nur noch Gott sein?

Die Antwort ist Nein. Sonst wäre er gar kein richtiger Mensch geworden. Denn der Mensch ist ein Wesen, das einen Anfang hat, dessen Existenz aber nie mehr endet – egal, ob verloren oder errettet. Die Existenz geht ewig weiter, und zwar als Geist, Seele und Körper.

Darum gibt es ja auch die Auferstehung des Körpers, sowohl der Gerechten als auch der Ungerechten. Im Feuersee werden nicht Menschen gerichtet, die nur Geist und Seele wären, sondern wirkliche Menschen mit Geist, Seele und Körper.

Jesus ist also Mensch geworden und bleibt Mensch in alle Ewigkeit. Diese Sache ist ganz grundlegend für den christlichen Glauben.

Wir können kurz aufschlagen in 1. Johannes 4. Das ist die bekannte Stelle, an der man ein Kriterium hat, um falsche Geister zu erkennen und zu unterscheiden. Liest jemand 1. Johannes 4, Verse 1 und 2?

Hier heißt es: Jeder Geist, der bekennt, dass Jesus Christus im Fleisch gekommen ist. Das bezieht sich auf sein Kommen vor zweitausend Jahren; da wurde er ein wirklicher Mensch.

Es gab im ersten Jahrhundert die Irrlehre der Gnostiker. Sie behaupteten, Jesus Christus hätte nur einen Scheinleib angenommen und sei kein wirklicher Mensch geworden. Johannes erklärt dagegen: Nein, wir können erkennen, dass jeder, der nicht bekennt, dass Jesus Christus im Fleisch, das heißt als ein wirklicher Mensch mit Fleisch und Blut erschienen ist, nicht aus Gott ist.

Dazu noch aus 2. Johannes, Vers 7: Hier gibt es einen objektiven Übersetzungsfehler. Es sollte heißen: die nicht bekennen, dass Jesus Christus im Fleische kommend ist.

Hat das niemand so in seiner Übersetzung? Das wäre zum Beispiel bei Brockhaus und Elberfelder in der Anmerkung vermerkt.

Das sollte man nicht nur in einer Fußnote erwähnen, denn die alte Elberfelder hatte es auch so korrekt im Text: „im Fleische kommend“. Es ist das Wort Erchomenon, während in 1. Johannes 4 das Wort Elelütta, Elelütota verwendet wird, was „im Fleisch gekommen“ und nun „im Fleisch vorhanden“ bedeutet. Das ist eine perfekte Form.

Hier haben wir „erchomenon“, das heißt „im Fleische kommend“ in der Zukunft. Das bedeutet also, Jesus Christus wird auch wiederkommen als ein richtiger Mensch.

Das ist eigentlich auch klar aus alten Stellen in den Evangelien, wo der Herr Jesus sagt, wenn er kommt, wird er der Sohn des Menschen auf den Wolken in großer Macht und Herrlichkeit kommen (Matthäus 24). Der Sohn des Menschen wird als Mensch kommen, im Fleische kommend.

Aber hier kann man zum Beispiel gerade die Zeugen Jehovas entlarven. Sie lehren, Jesus Christus sei gestorben, sein Körper sei ins Grab gelegt worden, aber dann hätte Jehova den Leib verschwinden lassen. Am dritten Tag sei er als Geist auferstanden.

Das lehren sie. Damit sagen sie ganz klar, Jesus Christus wird nicht mehr im Fleische kommen. Und der zweite Johannesbrief sagt: Dies ist der Verführer und der Antichrist.

Es ist also ganz wichtig: Dieser Leib wurde ins Grab gelegt und lag dort drei Tage. Dieser Leib wurde auferweckt und wieder mit Geist und Seele, mit der menschlichen Geist und der menschlichen Seele des Herrn Jesus vereinigt.

So ist der Herr Jesus als Mensch auferstanden. Er war dann vierzig Tage da und hat mit den Jüngern gegessen und getrunken. Für sie war ganz klar, dass das nicht irgendeine Geisterscheinung war.

In Lukas 24, als sie dachten, es sei ein Geist, sagte er: Ein Geist hat nicht Fleisch und Knochen, wie ihr seht, dass ich habe.

Dann hat er gesagt: Gebt mir etwas zu essen. Er nahm Fisch und Honig, damit sie ganz klar sehen konnten, dass er als Mensch auferstanden ist.

Dann ist er als Mensch vom Ölberg aufgefahren (Apostelgeschichte 1), um dann, wie die Engel sagen, so wiederzukommen, wie ihr ihn habt den Himmel fahren sehen.

So wird der Herr Jesus eben als Mensch auf dem Ölberg nach Apostelgeschichte 1 wiederkommen. Er wird als der Sohn Davids hier auf Erden regieren.

Er bleibt Mensch, weil er ein wirklicher Mensch geworden ist und nicht irgendeine menschliche Erscheinung, die dann plötzlich wieder verschwindet. Er ist wirklich in allem uns gleich geworden, ausgenommen die Sünde (Hebräer 2).

Paulus schreibt auch, dass wir einen Auferstehungsleib haben werden (1. Korinther 15). Es wird also eine leibliche Auferstehung geben. Es gibt den unverweslichen Leib.

Nach 1. Johannes werden wir Jesus auch gleich sein, wir werden sein, wie er ist. Das passt genau zusammen.

Wir werden ihm gleich sein, das heißt, wir werden einen Auferstehungsleib haben, der dem entspricht, was er hat. Er ist wirklich auferstanden mit Fleisch und Knochen. „Ich bin nicht ein Geist“, sagt er.

Wir werden den Herrn Jesus als Mensch sehen, auch in der englischen Herrlichkeit und eben im tausendjährigen Reich hier auf Erden, wenn er regieren wird, in Jerusalem.

Die Unsichtbarkeit Gottes und die Erscheinung des Sohnes

Und was ist mit dem Vater? Nun, in 1. Timotheus 6,16 steht grundsätzlich etwas Wichtiges:

„Der allein Unsterblichkeit hat und ein unzugängliches Licht bewohnt, den keiner der Menschen gesehen hat, auch nicht sehen kann, dem sei Ehre und ewige Macht. Amen.“

Grundsätzlich bedeutet das, dass Gott für Geschöpfe unsichtbar ist. Er bewohnt ein unzugängliches Licht, das keiner der Menschen je gesehen hat und auch nicht sehen kann.

Trotzdem hat Gott sich sichtbar gemacht. Schon im Alten Testament sehen wir verschiedene Erscheinungen Gottes. In Jesaja 6 sieht Jesaja Yahweh auf dem Thron sitzen, umgeben von Seraphim, die immer rufen: „Heilig, heilig, heilig ist der Herr“, also Yahweh, der Herrscher.

Viele andere Stellen bezeugen, wie Gott gesehen worden ist. Natürlich sagt Gott in 2. Mose 33,20 sogar zu Mose: „Niemand kann Gott sehen und leben.“ Deshalb waren auch die Eltern von Simson erschrocken, als sie Gott gesehen hatten. In Richter 7 heißt es: „Wir haben Gott gesehen.“ Der Vater von Simson – ich meine Gideon – meinte, er müsse sterben. Doch seine Frau verstand es richtig und sagte: „Das ist nicht denkbar, dass Gott so mit uns gesprochen hat und uns jetzt töten würde.“

Wir überleben, weil Gott schon im Alten Testament eine Gestalt annehmen konnte, die für den Menschen erträglich war. Diese Erscheinung wird an vielen Stellen „der Engel des Herrn“ genannt. Das Wort „Engel“ heißt im Hebräischen „malach“ und bedeutet einfach „ein Gesandter“. Der Gesandte des Herrn. Doch es wird immer wieder klar, dass dieser Gesandte des Herrn der Herr, Yahweh selbst, ist.

In 1. Mose 16 erscheint der Malach Adonai, also der Engel Yahwehs, der Hagar begegnet. Dann heißt es plötzlich: „Da nannte sie Yahweh, der mit ihr redete, du bist ein Gott, der sich schauen lässt.“ Es wird also deutlich, dass der Gesandte Yahwehs Yahweh selbst ist.

In der klaren Enthüllung des Neuen Testaments heißt das, der Gesandte Yahwehs war der Herr Jesus, der Sohn Gottes, der schon im Alten Testament eine Gestalt annehmen konnte, die der Mensch ertragen konnte.

Schließlich, als die Zeit erfüllt war, wurde er Mensch, geboren von einer Frau, geboren unter dem Gesetz, wie Galater 4 sagt. So hat er Gott so vollkommen offenbart, dass einer der Jünger in Johannes 14 fragt: „Herr, zeige uns den Vater, und es genügt uns.“ Darauf antwortet Jesus: „So lange Zeit bin ich unter euch. Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen.“

Der ewige, unsichtbare Gott, den kein Mensch je gesehen hat und sehen kann, hat sich in seinem Sohn offenbart. Er ist Mensch geworden und wird Mensch bleiben in aller Ewigkeit.

Gott in seiner absoluten Gottheit – Vater, Sohn und Heiliger Geist – kann der Mensch nicht sehen. Doch weil Jesus eine Gestalt angenommen hat, in der Gott sichtbar werden kann, ist das möglich.

Darum wird er in Kolosser 1,15 genannt: „Welcher das Bild des unsichtbaren Gottes ist.“ Denn er, der Sohn, offenbart den ewigen Dreieinigen Gott.

Sacharja 12 und 14: Die Wiederkunft des Messias

Zwischendurch wollte noch jemand etwas einwerfen. Sie sprechen von Sacharja 12. Die erste Person, die spricht, sagt: „Sie werden auf mich blicken, den Sie durchbohrt haben.“ Das ist eindeutig der Sohn Gottes.

Dann spricht eine andere Person: „Und sie werden über ihn wehklagen.“ Das könnte der Vater oder der Heilige Geist sein. Das kann man offenlassen.

Wenn wir nochmals an Sacharja 12 denken, möchte ich auch auf Sacharja 14 hinweisen. Die Botschaft beginnt in Sacharja 12, Vers 1 und reicht bis zum Schluss des Buches. Es ist eine Rede von Yahweh.

Was wird dort in Kapitel 14, Vers 3 noch gesagt? Und auch in Vers 4: „Und seine Füße werden an jenem Tag auf dem Ölberg bestehen, der vor Jerusalem gegen Osten liegt, und der Ölberg spaltet sich in der Mitte nach Osten und nach Westen hin.“

Ganz am Schluss von Vers 5 steht: „Und sie werden fliehen, wie sie vor dem Erdbeben fliehen, wenn Jachwe kommt, um zu kämpfen gegen jene Nationen.“ Hier geht es um das Kommen Gottes zur Königsherrschaft auf der Erde.

Vers 9 sagt dann: „Und Jachwe wird König sein über die ganze Erde.“ Offensichtlich geht es hier um die Wiederkunft Christi auf dem Ölberg.

Aber hier steht: „Und seine Füße“ – wessen Füße? Vers 3 sagt: „Und Jachwe wird ausziehen gegen jene Nationen zum Streit, und seine Füße werden an jenem Tag auf dem Ölberg stehen.“ Das ist erstaunlich, denn der Ewige, der Unwandelbare, hat Füße.

Das zeigt, dass Jesus Christus Mensch geworden ist. Er wird als Mensch wiederkommen, und seine Füße werden auf dem Ölberg stehen.

Das stimmt auch mit Apostelgeschichte 1 überein, wo der Mensch Jesus Christus vom Ölberg in den Himmel geht und die Engel sagen: „So wie ihr ihn habt in den Himmel fahren sehen, so wird er wiederkommen.“

Es ist Yahweh, der kommt, aber eben nicht der Vater oder der Heilige Geist, sondern hier geht es um den Sohn.

Die Bedeutung des Namens „Yahweh unsere Gerechtigkeit“

Und so sehen wir also, wir kommen zurück zu Jeremia 23, dass dieser Name, des Sprosses von David, mehr zu bedeuten hat. JHWH, unsere Gerechtigkeit, bedeutet der ewige Jesus Christus. Er selbst ist der Ewige, er ist unsere Gerechtigkeit.

Wenn wir zurückdenken an Jesaja 53, wo der Messias als Knecht Gottes beschrieben wird, sehen wir, wie er für unsere Sünden leiden würde – als Stellvertreter unter dem Gericht. Gott zerschlägt ihn für unsere Missetaten. Am Schluss von Jesaja 53 lesen wir, dass er den Vielen zur Gerechtigkeit verhelfen würde. Und zwar dadurch, dass er als Stellvertreter für unsere Sünden gestorben ist.

Jeder Mensch, der seine Sünde und Schuld Gott im Gebet bekennt, bereut und dieses Opfer für sich in Anspruch nimmt, dem wird alles vergeben. Der Römerbrief lehrt, dass er dann durch Glauben gerechtfertigt wird.

Rechtfertigen, das heißt „kajo“, Gott spricht jemandem gerecht. Wenn jemand vor Gericht heute freigesprochen wird, sagt der Richter: „Dieser Mann ist unschuldig, er ist gerecht.“ Das heißt rechtfertigen. Es bedeutet nicht, gerecht machen, sondern jemanden als gerecht erklären.

Wenn ich mich für etwas rechtfertigen würde, heißt das nicht, ich versuche, mich gerecht zu machen, sondern ich versuche, mich darzustellen als gerecht. Wenn man sich selbst rechtfertigt, ist das der Fall. Aber wenn Gott uns rechtfertigt, sagt er: „Dieser Mensch ist ein Gerechter, weil alle Schuld vergeben ist und die Gerechtigkeit Christi wird ihm zugerechnet.“ Das ist die Aussage dieses Namens des Messias: „JHWH, unsere Gerechtigkeit.“

Man kann sagen, die ganze Botschaft des Römerbriefes ist darin verpackt: die Lehre der Rechtfertigung aus Glauben allein. Wir können dazu aufschlagen, Römer 5,1. Liest jemand Römer 5,1? „Da wir nun gerechtfertigt worden sind aus Glauben, so haben wir Frieden mit Gott und unserem Herrn Jesus Christus.“

Ja, bis dahin. „Da wir nun gerechtfertigt worden sind aus Glauben“, ohne eigene Leistung, nur aus Glauben an den Messias Jesus, der für uns gestorben ist. Hier steht: „Da wir nun gerechtfertigt worden sind.“ Das ist abgeschlossen, nicht wahr? Im Griechischen steht da die Zeitform des Aorist. Der Aorist bezeichnet eine punktuelle Handlung in der Vergangenheit, also abgeschlossen.

Die römisch-katholische Lehre der Rechtfertigung ist jedoch so, dass der Mensch in einem Prozess das ganze Leben lang gerechtfertigt wird und dann auch noch danach. Im Fegefeuer ist ein Prozess, der ständig vorwärts geht. Jedes Mal, wenn ein Mensch irgendetwas Gutes tut oder etwas leistet, das Ablass bringt, wird gewissermaßen etwas Gnade eingetröpfelt.

Aber es gibt nie eine Gewissheit, nie eine Sicherheit. Denn durch eine Todsünde kann alles wieder ausgelöscht werden. Dann kann man wieder von vorne anfangen. Es ist immer nur ein Tröpfchen. Darum weiß selbst ein Papst auf dem Sterbebett nichts von Heilssicherheit danach. Er sagt, jetzt muss man für ihn beten. Er ist nicht sicher.

Es gibt keine abschließende Rechtfertigung. Aber da steht: „Da wir nun gerechtfertigt worden sind“, punktuell in der Vergangenheit, abgeschlossen durch Glauben, haben wir Frieden mit Gott.

Das war eigentlich die große Entdeckung der Reformation. Der Augustinermönch Luther hat plötzlich erkannt: Ich muss mich ja nicht ständig ablagen und abkämpfen. Jesus Christus hat alles getan. Wenn ich seine Tat für mich im Glauben in Anspruch nehme, dann spricht mich Gott gerecht – durch Glauben allein, ohne eigene Leistung.

Und das ist dieser Name: der Herr, unsere Gerechtigkeit. Wenn man das mal erfasst hat, dann wird man wirklich frei. Das gibt dann auch Heilsgewissheit, Heilssicherheit, innere Ruhe und Frieden, weil man weiß, Gott hat gar nichts mehr gegen mich.

Aber Martin, als Augustinermönch, hat in seiner Zelle Kämpfe durchgestanden. Er wusste: Ich bin so schlecht, aber ich habe es zu tun mit einem gerechten Gott. Das war für ihn immer klar. Gott ist gerecht, aber wie kann ein gerechter Gott gnädig sein? Das war seine Frage, bis er erkannte: Ja, natürlich. Der Herr Jesus hat alles getragen am Kreuz. Wenn wir seine Tat für uns im Glauben in Anspruch nehmen, indem wir unsere Schuld bekennen, dann spricht uns Gott gerecht – Rechtfertigung aus Glauben.

Darum war das so etwas Gewaltiges für Tausende von Mönchen und Nonnen, die damals aus den Klöstern geflohen sind. Darunter auch Katharina von Bora, die später seine Ehefrau wurde. Sie ist abgehauen mit anderen Nonnen, in Fässern verpackt, und wurde aus dem Kloster herausgeschmuggelt. Sie haben die Gnade Gottes erkannt, eben den Herrn unserer Gerechtigkeit – nicht „Wir machen die Gerechtigkeit“, sondern er ist unsere Gerechtigkeit.

Ja, aber gehen wir gleich weiter zu Vers sieben. Liest nochmals jemand? Entschuldigung, wir gehen zurück zu Jeremia 23. Vers 6 hatten wir: „Der Herr unsere Gerechtigkeit.“ Aber hast du nicht eine Zeile übersprungen? Das passiert Abschreibern immer wieder, dass sie beim Lesen eine Zeile übersprungen haben. Darum gab es dann Fehler in den Manuskripten.

Nämlich: „aus dem Land des Nordens.“ Habe ich das nicht gehört? Ah, gut, also es gibt auch Hörfehler, ja, nicht nur Schreibfehler.

Jetzt haben wir gesehen, wie hier das erste Kommen Christi und das zweite ineinander zusammengefügt sind. David wird einen gerechten Spross bekommen. Das ist das erste Kommen Jesu, geboren von einer Jungfrau. Er wird als König regieren, das ist dann in der Endzeit, wenn er das zweite Mal kommt. Dann wird Israel in Sicherheit gebracht werden.

Der Name des Messias wird sein: Der Herr unserer Gerechtigkeit. Aber das haben wir schon jetzt, auch durch das erste Kommen, erfahren dürfen: Der Herr unserer Gerechtigkeit.

Jetzt wird erklärt, dass in der Endzeit eine Zeit kommen wird, wenn der Messias als König kommt. Da wird man nicht mehr schwören, wie man das in Israel früher gemacht hat.

Wie hat man wichtige Dinge mit einem Schwur bekräftigt vor Gott früher? Sagt Jeremia: Jawohl. Immer der Rückblick auf das Jahr 1606 vor Christus, das war der Auszug aus Ägypten. Das war etwas so Grandioses, diese Befreiung der Israeliten aus der Sklaverei durch die zehn Plagen, die das ägyptische Reich zum Zusammenbruch führten.

So hat man sich in der ganzen weiteren Geschichte Israels immer bei Schwüren auf den Gott berufen, nicht auf irgendein höheres Wesen. Viele Leute, wenn sie von Gott sprechen, dann sprechen sie von einem höheren Wesen. Aber ich meine, wenn ich jetzt hier auf meinem Stuhl stehen würde, wäre ich auch ein höheres Wesen. Das ist nichts Besonderes.

Es geht nicht um ein höheres Wesen, sondern um den Gott, der Israel damals historisch aus dem Land Ägypten heraufgeführt hat. Auf diesen Gott, der in der Geschichte gehandelt hat, hat man sich berufen.

Aber sagt Jeremia, es wird eine andere Zeit kommen, da wird man anders schwören. Indem man sich beruft auf ein weiteres Ereignis in der Geschichte, wo Gott gehandelt hat – das aber noch großartiger ist als der Exodus aus Ägypten.

Nämlich Vers 8 nochmals: „So war der Herrlich, der den Samen, die Nachkommenschaft aus Israel aus dem Land des Nordens heraufgeführt und wiedergebracht hat und aus allen Ländern, wohin ich sie verstreut habe.“

Hier wird gesagt, es wird einmal eine Zeit kommen, wo man sich auf Gott beruft als den, der die Israeliten aus allen Ländern wieder heimgebracht hat in ihr Land. Speziell wird hervorgehoben das Land des Nordens.

Jeremia konnte natürlich nicht an die babylonische Gefangenschaft denken. Denn dort wurden die Juden einfach in ein Land deportiert, nach Babylon im Osten von Israel, heutiger Irak, Zweistromland zwischen Euphrat und Tigris.

Aber hier sagt er: aus allen Völkern und ganz speziell aus dem Land des Nordens. Das ist dann die Zeit, wenn der Messias kommen wird, um als König zu regieren.

Das haben wir in früheren Bibelstunden immer wieder Buchstabe für Buchstabe durchgesprochen. Nochmals, um es kurz auf den Punkt zu bringen: Das ist genau das, was wir in der heutigen Zeit sehen.

Nachdem das jüdische Volk zerstreut war, zweitausend Jahre unter allen Völkern der Welt, sind sie gesammelt worden. 1882 fand die erste große Einwanderungswelle statt, damals aus welchem Land? Russland.

Da kamen Tausende aus Russland. Fast auf dem gleichen Längengrad wie Jerusalem liegt im äußersten Norden Moskau. Sie kamen aus Russland, Tausende. Das ging bis 1903, dann war diese erste Welle abgeflacht.

Dann gab es wieder Verfolgung in Russland, und 1904 kamen wieder Tausende aus Russland bis 1914, dann kam der Erste Weltkrieg.

Nach dem Ersten Weltkrieg kam die dritte Welle, auch wieder hauptsächlich aus Russland und Polen, Tausende. Das ging so weiter, eine Welle nach der anderen.

Dann kam die Machtergreifung Hitlers, da kamen eine halbe Million aus Europa. Dann der Zweite Weltkrieg.

Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen aus 70 Ländern weltweit Juden nach Hause. 1948 wurde der Staat gegründet, und sie sollten in ihrem Land wohnen.

So sind heute aus 140 verschiedenen Ländern, etwa aus allen fünf Kontinenten, drei Millionen heimgekehrt. Mehr als ein Drittel kam aus dem Land des Nordens, nämlich aus Russland beziehungsweise aus der Sowjetunion und heute aus der GUS – aus dem Land des Nordens.

Das ist wirklich das hervorstechende Land der Rückkehr, und das wird hier speziell erwähnt bei Jeremia: aus dem Land des Nordens.

Darum ist es gut, wenn man in Israel außer Hebräisch noch Russisch sprechen würde, denn ein großer Teil spricht in Israel Russisch unter den Juden.

Ich habe das schon erlebt, ich habe Vorträge gegeben in einer messianischen Gemeinde in Haifa. Ich habe auf Hebräisch gesprochen, aber man musste auf Russisch übersetzen für die Juden, die nicht Hebräisch konnten, noch nicht.

Ja, also aus dem Land des Nordens. Ja.

Frage zur zukünftigen Zerstreuung Israels

Das ist eine sehr gute Frage. Ja, ich verstehe das. Ich wiederhole die Frage: Wäre es möglich, dass Israel noch einmal aus dem Land herausgerissen wird und erneut unter die Völker zerstreut wird?

In 5. Mose 28 zeigt Mose, dass wenn das Volk Israel Gott und seinem Wort gehorcht, es gesegnet wird. Das haben sie unter Josua und besonders unter Salomo erlebt. Doch ab 5. Mose 28, Vers 14, warnt Mose: Wenn ihr nicht auf Gottes Wort hört, werden euch alle diese Flüche treffen. Diese Auflistung der Flüche erstreckt sich von Vers 14 bis Vers 68. Man erkennt deutlich das Verhältnis zwischen Segen und Fluch.

Unter all diesen Flüchen sind drei Landverlustflüche aufgeführt – dreimal. Ich möchte das kurz zeigen: 5. Mose 28, Vers 25 sagt: „Jawohl,“ oder in der alten Elberfelder Übersetzung: „Und du wirst umhergetrieben werden in allen Königreichen der Erde.“ Du wirst umhergetrieben werden in allen Königreichen der Erde. Steht das wenigstens in der Fußnote so? Nein, leider nicht.

Das ist Elberfelder, Rockhaus, Schlachter. Ah, Schlachter, ja? Das erstaunt mich. Die bessere Übersetzung wäre: „Du wirst umhergetrieben werden in allen Königreichen der Erde.“ Was hat die Elberfelder Neue? Sie haben nicht das „umhergetrieben“. Nein, es müsste heißen: „Du wirst umhergetrieben werden in allen Königreichen der Erde.“ Ich komme nächstes Mal darauf zurück und werde das noch erklären.

Dann Vers 36, das haben wir heute schon gelesen. Das ist die Prophetie über die Wegführung der Juden nach Babylon, zu einer anderen Nation, zu der Zeit, als sie noch einen König hatten – dich und deinen König. Und dann Vers 64: „Dann werden sie ständig verfolgt werden und keine Sicherheit mehr haben.“ Das sind drei Landverlustflüche.

Der erste, Vers 25, „umhergetrieben in allen Königreichen der Erde“, hat sich erfüllt mit der Wegführung der zehn Stämme zunächst nach Assyrien. Dann verliert sich in der Geschichte die Spur. Darauf bezieht sich Vers 25 – das war 722 vor Christus.

Dann kam die Erfüllung von Vers 36, um 586 vor Christus, als die Juden nach Babylon deportiert wurden. Und was wir in Vers 64 haben, hat sich erst im Jahr 70 nach Christus erfüllt, als die Römer Jerusalem und den Tempel zerstörten. Von da an wurden die Juden über alle fünf Kontinente zerstreut.

Wir haben also drei Landverlustflüche, aber einen vierten gibt es nicht. Das heißt, alle drei haben sich erfüllt, ein vierter steht nicht mehr aus.

Abschließend möchte ich noch Amos 9, die letzten zwei Verse, zitieren. Dort setzen wir dem noch eins drauf. Amos 9, Verse 14 und 15: „Da wende ich das Geschick meines Volkes Israel. Sie werden die verwüsteten Städte aufbauen und bewohnen und Weinberge pflanzen und deren Wein trinken, Gärten anlegen und deren Frucht essen. Ich pflanze sie in ihr Land ein, und sie sollen nicht mehr herausgerissen werden aus ihrem Land, das ich ihnen gegeben habe, spricht der Herr, dein Gott.“

Hier wird von einer Wende des Schicksals der Juden Israels gesprochen. Die verwüsteten Städte werden wieder aufgebaut. Heute sehen wir alttestamentliche Städte, die zu modernen Städten mit pulsierendem Leben geworden sind. Weiter heißt es, sie werden Weinberge pflanzen und deren Wein trinken.

Als die Juden ab 1882 ins Land kamen, fanden sie ein zerstörtes Land vor, eine Wüste. Damals empfahl Baron de Rothschild aus Bordeaux, Weinstöcke aus Frankreich mitzunehmen und zu pflanzen, da diese ideal für den Boden seien. So wurden Weinstöcke aus Frankreich geholt. Das war der Anfang einer sensationellen Entwicklung des Weinanbaus in Israel. Heute gibt es Qualitätsweine, die unzählige Goldmedaillen gewonnen haben.

Der Weinanbau ist heute ein entscheidender landwirtschaftlicher Zweig, mit Golanweinen, Galiläaweinen und anderen Sorten. Dann heißt es weiter: Sie werden Fruchtgärten anlegen und deren Frucht essen.

Man hat sich gefragt, was man außer Weinstöcken noch anbauen kann. Exotische Früchte wie Orangen, Mandarinen, Grapefruit und Kreuzungen sowie Mango und Bananen sind heute ein großer landwirtschaftlicher Zweig geworden. Ganz besonders die Zitrusfrüchte sind wichtig. Israel produziert heute etwa 900 Tonnen Zitrusfrüchte pro Jahr, ein Drittel wird exportiert.

Also: Fruchtgärten anlegen und deren Frucht essen. Dann heißt es: „Ich werde sie in ihr Land pflanzen, und sie sollen nicht mehr herausgerissen werden aus ihrem Land.“ Die Rückkehr aus der dritten Zerstreuung ist definitiv.

Darum kann man wissen, was auch immer kommen mag: Die Juden werden ihr Land nicht mehr verlieren. Ganz einfach.

Die Juden sollten also zurückkehren ins Land ihrer Vorfahren, ganz besonders aus dem Land des Nordens, gerade in der Zeit, bevor der Herr Jesus als König der Welt kommen wird. Es ist aber nicht so, dass alle Juden zuerst nach Israel zurückkehren müssen, damit der Herr Jesus kommen kann. Ein Teil kehrt bereits aus aller Welt zurück, das hat schon stattgefunden.

 Matthäus 24 sagt: Wenn der Herr Jesus dann auf den Wolken des Himmels als Sohn des Menschen kommt, mit großer Macht und Herrlichkeit, werden auch die restlichen Juden, die noch in der Diaspora sind, gesammelt werden.

In Hesekiel 39 heißt es in diesem Zusammenhang: „Er wird sie holen, so dass keiner mehr von ihnen zurückbleiben wird.“ Dann wird es keine mehr geben in New York oder anderswo; alle werden nach Hause kommen.

Gut, dann wollen wir noch zusammen beten.

Vielen Dank an Roger Liebi, dass wir seine Ressourcen hier zur Verfügung stellen dürfen!

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