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1. Mose 10, 1 - 1. Mose 11, 26

26.03.2008
SerieTeil 11 / 30Das erste Buch Mose
Babel beginnt im Kopf: Was, wenn der Drang nach Selbstverwirklichung dich von Gott und von anderen trennt? Die Sprachenverwirrung wirkt plötzlich wie Schutz vor Größenwahn.
Wir kommen jetzt also zum zweiten Teil des Buches, und wir setzen die Zäsur hier in Kapitel 10, nicht erst in Kapitel 12. Der erste Teil endet mit dem Tod Noas, und das war der ganze Schöpfungsteil. Er bezog sich immer wieder auf die Schöpfung und dann auf den Neubeginn mit der Schöpfung.
Jetzt haben wir also sechs Abschnitte. Vorher kommt jeweils ein allgemeiner Abschnitt beziehungsweise der Abschnitt über die Nichtverheißungsträger, und dann der Abschnitt über die Verheißungsträger. Zuerst haben wir hier in diesem Fall allgemein die Söhne Noas, die Geschlechtsregister und die Entstehung der Völker allgemein, also Kapitel 10 und 11. Dann haben wir die Toledot Terachs, also den Verheißungsträger Abraham und seine Geschichte bis Kapitel 25, Mitte. Danach haben wir wieder den Nichtverheißungsträger, also Ismael, dann den Verheißungsträger Isaak, dann wieder den Nichtverheißungsträger Esau und dann den Verheißungsträger Jakob.
Das bedeutet, es sind sechs Abschnitte, aber eigentlich drei große Abschnitte. Diese enden jeweils mit dem Tod des Erzvaters: Tod Abrahams, also Mitte Kapitel 25, Tod Isaaks, Ende Kapitel 35, und Tod Jakobs, Ende Kapitel 49 beziehungsweise Kapitel 50, mit der Beerdigung Jakobs und dem Tod Josephs.
Ich habe schon darauf aufmerksam gemacht, ich habe es an die Tafel geschrieben: Die große Verheißung von Kapitel 12 kann man in drei Teile teilen. Die Verheißung: Ich werde dich zu einem großen Volk machen, 1. Mose 12,2, ich werde dich zu einem großen Volk machen, also der Same. Und dann: Ich werde dich segnen und dir einen großen Namen machen, du sollst ein Segen sein. Das ist also der zweite Teil, der Segen. Und der dritte Teil: Ich werde segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen, und in dir werden gesegnet werden alle Geschlechter der Erde. Das heißt, der Segen kommt zu allen Geschlechtern. Das ist dann der dritte Teil dieser Verheißung, also eine dreiteilige Verheißung.
Diese drei Teile werden dann behandelt, vor allem in der Geschichte Abrahams, wie es zu dem Samen kommt, in der Geschichte Isaaks über den Segen und in der Geschichte Jakobs über den Segen zu allen Geschlechtern der Erde. Also eine sehr einfache Gliederung des Buches, wie ich meine, dass sie nicht künstlich ist, sondern dass sie eigentlich aus dem Buch hervorgeht. Da sollen wir immer versuchen, die Gliederung aus dem Buch selbst zu finden.
Also es geht jetzt um die erste große Toledot Abrahams, aber vorher die Vorgeschichte, das Vorspiel, die Vorgeschichte: Kapitel 10,1 bis 11,26. Hier sind Toledot Sem, Ham und Japheth. Dies ist die Toledot der Söhne Noas, Sem, Ham und Japheth. Sie bekamen Söhne nach der Sintflut. Hier ist es klar, dass also die Kinder nach der Sintflut geboren wurden, nicht während der Sintflut.
Es kommt dann in Kapitel 10 diese berühmte Völkertafel. Die Zahl sieben kommt sehr häufig vor in dieser Völkertafel. Zum Beispiel hat Japheth sieben Söhne und sieben Enkel, und es gibt da sieben Söhne Ägyptens, und insgesamt sind es siebzig Völker. Die Philister werden nicht erwähnt, weil sie nur als Klammer erwähnt werden in Vers 14. Wenn man die Philister hier nicht mitzählt, von Vers 14, wo sie als Klammer erwähnt werden, dann sind es siebzig Völker. Also wiederum die Zahl sieben, zehn mal sieben. Sieben ist die Zahl der Fülle, die Zahl der Vollkommenheit, mal zehn die Zahl der Vielheit, also viele Völker. Das ist natürlich buchstäblich zu nehmen, numerisch zu nehmen: Siebzig Völker entstanden hier.
Bei Jakob sind es dann siebzig Seelen, die nach Ägypten kommen, 1. Mose 46,27. Siebzig Seelen, das Israel als Kleinformat für die Völker. Vorher haben wir siebzig Völker, und dann haben wir das Volk Gottes: siebzig Seelen. Ein Minimundus, eine kleine Welt.
Hier möchte ich nur ein paar Dinge aus Kapitel 10 herausgreifen. Es ist sehr interessant, wenn man diese ganze Völkertafel beachtet. Die Söhne Jaffets, Vers 2: Gomer, das ist der Stammvater der Kimmerier. Die Kimmerier waren die Kelten an der Schwarzmeerküste, Kimmeria. Die Kelten haben sich später natürlich in den Westen verbreitet, die Cymri in Wales und in der Bretagne. Es ist nicht klar, ob auch die Germanen von ihnen abstammen, aber da gibt es verschiedene Theorien. Jedenfalls haben wir hier die Kelten.
Dann Magog. Magog kommt in der Bibel vor, das sind die Skythen, inklusive die Mongolen in der Kaukasusgegend, dort haben sie sich verbreitet, und dann weiter in den Norden. Magog, Skythen. Dann die Meder, die sind gesichert. Das sind die Meder, wo dann die Meder und Perser entstehen, die Meder, die Madai. Die kommen recht oft vor, dann im Buch Daniel und in Esra und in Jesaja, Jesaja 13. Die sind auch gesichert.
Dann Javan. Javan sind die Jonier, die Griechen, also ein griechischer Stamm, die Jonier. Javan, Hesekiel 27,13 und Jesaja 66,19. Auch im Buch Daniel kommen sie dann vor, Daniel 8. Also Javan, die Griechen, die Ionier.
Dann Tubal. Tubal sind die Tibarener in Pontus und Anatolien, Tibarener heißt dieser Volksstamm in Pontus und Anatolien.
Dann haben wir Mesech oder Meschech. Meschech sind die Moscher am Ararat, also im Kaukasus, Ararat und Kaukasus, die Moscher, und die haben sich dann weiter in den Norden verbreitet. Manche meinen, dass auch Moskau und so weiter von diesem Namen abstammt, der Name Moskau und so weiter. Ich weiß es nicht.
Tiras oder Thiras sind die Thraker, Thrakien, mit Th geschrieben, Thrakien, Thiras. Das dürfte ja auch ziemlich gesichert sein.
Und dann Vers 3: Die Söhne Gomers. Also von diesem Gomer, wo ich schon gesagt habe, das sind die Kimmerer oder Kimmerier, dort haben wir jetzt mehrere Söhne. Das ist einerseits Aschkenas, das sind die Germanen oder Askenier in Phrygien. Die dürften sich dann nach Europa ausgebreitet haben, die Aschkenas oder Askeners. Es gibt hier dann noch eine andere jüdische Erklärung, die sagen, das sind die Germanen und die Skandinavier, aber das hängt ja zusammen. Also jedenfalls Europa, Nordeuropa und auch Kelten natürlich, Askenas.
Dann Rifat. Da weiß man nicht genau. Vielleicht habe ich herausgefunden über irgendeinen Kommentar vielleicht die Gegend in den Karpaten, Rifair. Aber ich kann es jetzt nicht nachvollziehen, wie man auf das kommt.
Dann ist Togarmah die Armenier. Die heißen heute Torkamazi. Die Armenier, Togarmah, das Haus Torgams nennen sie sich auch, also die Armenier.
Dann Vers 4: Die Söhne Jawans, also die Söhne der Griechen, die Söhne der Jonier, sind hier folgende: Elisha, das sind die Äoler, ein griechischer Stamm, Äolien, also griechischer Volksstamm, auch in Zypern, Griechenland und Zypern, Äolia.
Dann Tarsis, vermutlich die Dorer in Hellas, also in Griechenland, die Dorer. Es gibt ja diese Stämme Jonier und Dorer unter den Griechen. Es erinnert an die Schule: die dorischen Säulen und die ionischen Säulen usw. Also Dorer, ein griechischer Stamm. Es wird manchmal gesagt, es sei Tartessus in Spanien, aber das ist nicht gesichert, das ist eher eine Spekulation.
Tarsisschiffe, von denen man immer spricht, das sind große Schiffe. Die Tarsisschiffe waren die Schiffe, die für die lange, weite Seefahrt gebaut waren. Aber nicht unbedingt nach Spanien, sondern nach Griechenland, das war ja auch schon weit von Israel aus.
Kittim ist klar, das ist gesichert: Zypern, Kittim. Die Dodanim, das ist auch gesichert, das sind die Griechen, also die Dardaner in Griechenland, auch ein griechischer Stamm, Dodanim.
Vers 5: Von diesen aus verteilten sich die Bewohner der Inseln der Völker. Die Inseln, wenn wir das lesen in unseren Bibeln, dann müssen wir dazu setzen: Inseln und Küstengegenden. Denn das Wort hier ist nicht nur gemeint als eine Insel, die irgendwo im Meer draußen liegt, sondern auch ein Küstengebiet. Ein Küstengebiet wird im Hebräischen auch mit diesem Begriff benannt. Also Insel heißt Insel plus Küstengebiet. Von diesen aus verteilten sich die Bewohner der Inseln der Völker, der Inseln der Gojim, in ihren Ländern, eine jede nach ihrer Sprache, ihren Sippen und ihren Völkern.
Die Söhne Hams als Nächstes. Ham haben wir schon gesagt: das ist der Dunkelhäutige, der Verbrannte mit der verbrannten Haut. Sie wohnten dann in den eher heißen Gegenden der Erde. Mitzrayim war der erste, Kusch ist der, Entschuldigung, die Reihenfolge weiß ich nicht, in welcher Reihenfolge die hier genannt werden. Wir haben gelesen, dass Kanaan der erste war, aber hier wird Kusch als erster erwähnt. Kusch ist Äthiopien und Sudan, diese Gegend. Dort haben sie sich ausgebreitet, die Kuschiten. Mitzrayim ist Ägypten, das ist gesichert, und Put ist Libyen, das ist auch gesichert, diese Gegend von Libyen und Mauretanien, Nordafrika, Libyen und Mauretanien. Kanaan ist klar, das sind die Phönizier und die Kanaaniter.
Dann die Söhne des Kusch, also die Söhne der Äthiopier und Sudanesen, sind diese: Seba, Chawila, Sabta, Ragma und Sabtecha. Seba ist eine Provinz Äthiopiens, Chawila ist Abessinien, also das ist alles diese Gegend, Äthiopien, Sudan, Abessinien. Ragma soll am Persischen Golf sein, und Scheba und Dedan sind in Südarabien und am Persischen Golf. Scheba und Dedan in Südarabien, die Sabäer. Die Königin von Reicharabien, das war die Königin von Saba oder Scheba, die den Salomo besuchte, die kam von dort.
Kusch zeugte den Nimrod. Und dieser Nimrod ist ein besonderer. Es wird hier länger bei ihm verweilt, das heißt, er ist wichtig, auch für die folgende Geschichte. Kusch zeugte Nimrod. Nimrod hat einen interessanten Namen: Wir wollen rebellieren, oder wir werden rebellieren. Nimrod, rebellieren nämlich gegen Jahwe. Er war ein gewaltiger Jäger vor Jahwe, im Sinne von gegenüber Jahwe, also nicht, dass er mit Jahwe zusammengearbeitet hat, sondern er hat gegen Jahwe gearbeitet. Er fing an, ein Gewaltiger zu sein auf Erden. Ein Gewalthaber, ein Tyrann, ein Jäger und ein Tyrann.
„Jäger“ ist hier wahrscheinlich nicht auf Tiere bezogen, sondern auf Menschen. Statt den Erdboden zu bebauen und Viehzucht zu treiben, wird er ein wilder, verwegener Jäger und Tyrann, ein Bedrücker durch List und Macht. Oder beides. Aber ganz sicher ist es, dass es hier um Macht geht. Er hat nicht seine Freude, einfach irgendwelche Rehe und Hirsche zu jagen, sondern es geht darum, dass er Macht gewinnt. Das kommt ganz klar heraus, denn er gründet das erste Großreich. Er war vor Jahwe im Sinne von angesichts Jahwes, im Trotz vor dem Herrn, ihm ins Angesicht, dem Herrn ins Angesicht. Also Jahwe ist nicht vergessen hier bei diesen Menschen, bei diesen Völkern. Die Erinnerung an Jahwe ist noch da, aber er ist sozusagen ein Abgefallener, ein gewaltiger Jäger, gewalttätiger oder gewaltiger Jäger vor dem Jahwe, so dass man spricht: Das ist ein gewalttätiger oder gewaltiger Jäger vor Jahwe, wie Nimrod.
Also irgendwelche weiteren außerbiblischen Quellen sagen, man hätte den Nimrod später verehrt im Orion und im Bacchus, dem Sohn des Weines, und im Baal. Also ein Kult entstand dann um diesen Nimrod offensichtlich, ein Götzenkult. Genauso wie vor der Flut eine negative Entwicklung: Kain, Lamech der Gewalttätige. So haben wir hier Ham und Kusch und dann Nimrod, der Gewalttätige.
Vers 10: Der Anfang seines Reiches war Babel, Erek, Akkad und Kalne im Lande Sinear. Von diesem Lande kam er nach Assur. Erek, das ist Uruk, eine der ältesten sumerischen Städte, die es überhaupt gibt. Man nennt es einst die Wiege der Menschheit, so nach der weltlichen Wissenschaft. Das heißt, sie haben auch erkannt, dass hier die erste Zivilisation, größere Zivilisation nach der Sintflut entstand, in Ur, Uruk, Erek, Erek oder Uruk.
Akkad, akkadisch, das ist ja bekannt, auch in der Archäologie. Erek, Akkad und Kalne im Lande Sinear. Also das sind sumerische Städte, gehören zu den ältesten sumerischen Städten. Von diesem Lande kam er nach Assur. Richtung Assur, ich weiß nicht, ob das so übersetzt ist bei euch, er kam Richtung Assur, also nach Assur, gründete dort das erste Königreich. Er baute Ninive, Rechoboth-Ir und Kelach. Ninive ist die Hauptstadt des späteren Assyrien.
Ninive, kommt ihr mit, oder bin ich zu schnell? Geht man jetzt davon aus, dass das nach dem Turmbau zu Babel ist, oder ist das die Vorgabe? Was man in China, ich weiß noch nicht genau, wo genannt ist, was zählt. Die Zeit ist also die Zeit des Turmbaus, etwa die Zeit Pelegs, der in Kapitel 11,16 erwähnt wird. Das heißt, wir haben hier noch vor, scheint es noch vor dem oder parallel, wir wissen nicht, wie lange dieser Nimrod und wie lange Kusch gelebt haben, Kusch und Nimrod.
Vers 5. Ah ja, das sind dann allerdings die Griechen. Vers 5, es könnte zeitlich später sein als Vers 8, oder? Denn wir haben dort das Geschlechtsregister von Jawan und dann Elisha, Tarsis usw. Also Vers 5 ist ganz sicher nach der Sprachenverwirrung, auch Vers 4 schon. Ja, von diesen verteilten sich die Bewohner der Inseln der Völker in ihren Ländern, jede nach ihren Sprachen. Ja, ja, da ist ja die Verteilung schon im Gange.
In Kapitel 11 steht ja in Vers 2, dass sie nach Osten zogen, von dort die Ebene fanden und dann sprachen, dass es den Turmbau. Und es ist ja die Regie, die Nimrod dann die ganze Stätte gründet. Ist es jetzt ...? Es dürfte um die Zeit gewesen sein. Also er gründet ja dort in Babel dieses große Reich, das Großreich, der Anfang seines Reiches, das war Babel, und das sind diese Städte, die dann sehr eng zusammen in dieser Gegend jedenfalls sind: Erek, Akkad, Kalne. Ja, lesen wir mal weiter, vielleicht wird es noch klarer, lesen wir noch weiter, behalten wir das noch im Auge.
Jedenfalls, also Nimrod war der Herrscher in Babel am unteren Euphrat und Tigris, heutiger Irak. Er gründete Städte, akkadisch. Wird später, von Akkad entsteht später diese, das könnte schon jetzt dann nach der Flut sein, Akkad. Es steht ja dann eine eigene Sprache, das Akkadisch, das ist eine eigene Sprache. Jedenfalls, das kennt man dann schon als Sprache. Könnte schon nach dem Turmbau sein.
Und baute Ninive und Rechoboth-Ir und Kelach dazu, Resen zwischen Ninive und Kelach, das ist die große Stadt. Assyrien heißt das Land Nimrods in Micha 5,5, Assyrien später ist das Land Nimrods, Micha 5,5, ein Beiname für Assyrien, das Land Nimrods. Diese vier Städte werden vereinigt in einer Stadt, die dann Groß-Ninive heißt. Die anderen Städte werden nie mehr erwähnt, die anderen drei, also Rechoboth-Ir und Kelach und Resen verschmelzen alle zusammen mit Ninive, so dass wir ein Riesen-Ninive haben, die große Stadt, erste Großstadt.
Aber Ninive und Babel gehören zusammen zu diesem Großreich Babel, das eben dieser Nimrod gründet. Und das dürfte wohl in dieser Zeit gewesen sein, knapp vor der Sprachenverwirrung. Wir haben hier keine chronologischen Angaben, also müssen wir wieder Vermutungen anstellen. Also das ist die große Frage hier, also das erste Mal finden wir hier eine Großstadt. Und auch das erste Mal wird jetzt dann dieser Gegensatz klar zwischen Ninive-Babel einerseits und Jerusalem andererseits.
In Kapitel 12 wird dann ein Mann gerufen namens Abraham, der auch auf eine Stadt wartet, aber er wartet auf eine Stadt, die Grundlagen hat, deren Schöpfer und Baumeister Gott selber ist. Das zieht sich dann durch die Bibel, dieses Ninive-Babel auf der einen Seite und Jerusalem auf der anderen Seite. Auf dem Thron Babels und Ninives sitzt ein Jäger, ein Menschenjäger wahrscheinlich, ein Tyrann. Auf dem Thron Jerusalems wird eines Tages ein Hirte sitzen, ein Hirte, nicht ein Jäger, der David, der ewige David, der Messias David, der Sohn Davids.
Der Jäger erreicht seine Ziele durch Töten und Morden und Gewalt. Der Hirte erreicht sein Ziel, indem er sich selber hingibt als Opferlamm. Durch Hingabe seines Lebens kommt er zu seinem Ziel. Der König der Könige gewinnt die Herzen ganz anders als der Nimrod. Das steht sich alles gegenüber.
Dann geht es weiter mit Mitzrayim, das ist Ägypten, zeugte die Luditer, die Anamiter, die Lehabiter, die Naphtuchiter, das sind verschiedene Stämme, da gehen wir jetzt nicht darauf ein. Vers 15: Kanaan aber zeugte Sidon. Und jetzt wird es sehr detailliert. Man fragt sich, warum wird das jetzt so detailliert bei Kanaan? Nun, das ist das Land, das uns in der Zukunft jetzt interessiert. Das ist Immanuels Land. Obwohl Kanaan verflucht ist, gedeiht er, er bekommt wieder ein großes Volk, und es sieht so aus, als ob er das Bessere losgezogen hat als die anderen, aber es sieht nur so aus. Den Segen wird Sem ererben, nicht Kanaan. Den Segen wird Sem bekommen. Es soll nicht immer nach dem äußeren Schein gehen. Es sieht oft so aus, als ob die Welt da floriert und denen gelingt alles und so weiter, und wir, die Gläubigen, wir haben es oft mühsam. Das heißt, schon hier sieht man das.
Da entstehen viele Völker. Kanaan zeugte Sidon, das ist Sidon, seinen Erstgeborenen, und Het, die Hetiter, die einen sind die Sidonier, die anderen sind die Hetiter, den Jebusiter, den Amoriter, den Girgasiter, den Hewiter, den Arkiter, den Siniter, den Arwaditer, den Zemariter, den Hamatiter. Danach haben sich die Geschlechter der Kanaaniter weiter ausgebreitet.
Für wie viele sind das jetzt bei Kanaan? Sind das zehn oder elf? Drei, drei, drei und zwei, hier sind es elf, oder? Danach haben sich die Geschlechter der Kanaaniter weiter ausgebreitet. Später werden immer zehn genannt von den Kanaanitern, und ihre Grenzen waren von Sidon an bis dahin, wo man nach Gerar, nach Gaza kommt. Hier wird jetzt das Land Kanaan beschrieben bis dahin, wo man von Sodom und Gomorra, Adama und Zeboim nach Lasa kommt. Hier ist ganz klar, dass die Sodomiter und Gomorra, Sodom und Gomorra stammen also von Kanaan ab. Und es gehört zu diesem Kanaaniter ganz klar. Die vier Städte Sodom, Gomorra, Adama und Zeboim kommen noch einmal vor, sie werden zerstört. Gerade die vier Sodom, Gomorra, Adama und Zeboim haben sich verderbt bis zum Letzten.
Das sind die Söhne Hams nach ihren Sippen und Sprachen in ihren Ländern und Völkerschaften.
Sem aber, der ältere Bruder Jaffets, auch ihm wurden Kinder geboren. Ihm, der ist ein Vater aller Söhne Hebers. Das ist sehr interessant. Wieso heißt Sem einfach hier der Vater der Söhne Hebers? Der Heber ist dann irgendwann, der kommt irgendwann später in den Nachkommen. Aber Sem wird schon genannt als der Vater von Heber, das heißt, dass Heber ein wichtiger Mensch ist, wenn Sem hier Vater des Heber genannt wird oder Eber. Eine wichtige Stammeslinie, diese Eber, Hebräer. Abraham, der Hebräer, heißt später Ivrî auf Hebräisch, Abraham Ivrî, der Hebräer, der Eberit. 1. Mose 14,13 heißt er dort so, der Hebräer, 1. Mose 14,13. Also Abraham stammt ab von diesem Eber. Hier kommt dann der Segen auch von Sem zu den Japhetitern über die Hebräer.
Es ist möglich, dass dieser Heber oder Eber ein frommer Mann war und dafür seine Sprache behalten durfte, Eberäisch, Hebräisch, oder? Vielleicht, meine Vermutung. Ich darf ja vermuten, dass Adam Hebräisch gesprochen hat, gleich wieder Eber, und dass er der einzige ist, der seine eigene Sprache behalten durfte. Aber das ist nur eine Vermutung.
Vers 25: Dem Heber wurden zwei Söhne geboren. Also, ich habe es ausgelassen. Vers 22: Die Söhne Sems, das sind Elam, Assur, Arpachschad, Lud und Aram, die kennen wir alle. Elam ist Persien, Assur ist Assyrien, Arpachschad ist auch, glaube ich, diese Gegend. Lud, die Luditer, das ist Libyen, Libyen, nein, was ist Lud? Aram sind die Aramäer, auch in der Gegend von Persien, später in Persien.
Die Söhne Arams sind diese: Uz, Hul, Gether, Masch. Arpachschad zeugte Schelach, Schelach zeugte Heber. Heber wurden zwei Söhne geboren, der eine hieß Peleg, weil zu seiner Zeit die Erde verteilt wurde, sein Bruder hieß Joktan.
Hier haben wir zwei Linien von Heber, also teilen sich jetzt zwei Linien: der eine Joktan, und aus Joktan kommen dann die Araber, und der andere Peleg, und aus dem kommt Abraham, der Hebräer. Hier scheiden sich die Araber von den Israeliten schon. Später eine große Feindschaft, bis heute, die Araber und Israeliten. Hier haben wir die erste Scheidung, bei Heber. Heber war der Vater, der gemeinsame Vater der Araber und der Israeliten, Heber.
Peleg heißt Teilung, Spaltung, Peleg, Teilung, Spaltung, weil zu seiner Zeit die Erde geteilt oder verteilt wurde. Das wird sich auf diese Zeit der Sprachenverwirrung beziehen, wo dann ja ab der Sprachenverwirrung die Erdbevölkerung gespalten und zerspalten wurde und sich dann überall hin verteilt hat.
Ob da die Erde auch gespalten, die Länder auch gespalten wurden, das kann man nicht ganz genau sagen. Manche vermuten hier, dass hier auch eine Länder-, also dass die Länder als eine Kontinentaldrift entstanden ist damals. Irgendwann muss das gewesen sein, nach der Sintflut, dass die Kontinente auseinandergetrifftet sind, und irgendwie müssen auch die Menschen dort hingekommen sein. Da gibt es mehrere Theorien. Die einen meinen, die könnten nachträglich noch hingekommen sein, und die anderen sagen, das war vorher, die Verteilung war vorher, und dann haben sich die Kontinente auseinandergetrifftet. Hat jemand Näheres darüber gearbeitet, oder weiß da jemand mehr Bescheid? Beides ist möglich. Vom Hebräischen her muss man sagen, ist beides möglich. Das Wort hier kann sich auch auf beides beziehen. Die Erde wurde verteilt, indem sich die Erdbevölkerung verteilt hat, oder die Erde wurde geteilt, indem sich die Länder sozusagen jetzt dann voneinander gespalten haben. Vom Hebräischen her eigentlich beides möglich, vielleicht sogar doppelt zu verstehen. Aber wieder, es fehlt uns eigentlich wieder gründliche, genauere Information. Also ich möchte das hier offen lassen, weil manche sagen, wenn sich die Kontinente schon früher, wenn die Kontinente schon früher gleich nach der Sintflut auseinandergetrifftet sind, dann bleibt die Frage, wie die Leute dorthin kamen, also nach Australien und nach Amerika und so. Und es ist schon ziemlich schwierig, so weite Reisen auf einem Baum, ein Baum. Wenn die imstande waren, die Archen zu bauen, dann können sie auch solche Schiffe bauen. Sie waren nicht unbedingt gleich so weit. Vielleicht ging das eine Zeit lang, ja. Dass das vielleicht zuerst ganz nah war und dann immer weit. Ja, vielleicht über Alaska, nach Amerika. Ist auch möglich. Nur eine Zeit lang haben sie das gemacht, wenn es zugekommen war. Das sind hundert, zweihundert Jahre zurück, haben die Handel nicht in eine Elektrie. Nördliche Bevölkerung haben das schon gemacht, ja, dann ist es möglich. Jetzt geht das ja nicht mehr zu, aber damals kann es. Also Möglichkeiten gibt es schon. Dann wollen wir das offen lassen. Mir persönlich muss ich sagen, mir scheint es mehr, dass es sich hier um das Peleg deshalb heißt, weil sich die Erdbevölkerung geteilt hat. Ich persönlich meine, dass es nicht hier die Kontinentaldrift ist, aber man kann es schwer beweisen.
So dann weiter: Von Joktan stammen also die Araber ab. Das sind dann hier die nächsten Verse, Vers 30. Ihr Wohnsitz war von Mescha an und so weiter. Vers 31: Das sind die Söhne Sems nach ihren Sippen und Sprachen in ihren Ländern und Völkerschaften. Das sind die Sippen der Söhne Noas nach ihrer Abstammung in ihren Völkern. Von ihnen haben sich nach der Flut die Völker auf der Erde verteilt.
Auch wieder hier deshalb vermute ich, dass auch Vers 25 sich auf die Völker bezieht, weil gerade Vers 25 und Vers 31 sehr ähnlich klingen, oder? Die Erde hat sich verteilt, das heißt, die Völker haben sich verteilt. Also es ist, glaube ich, das gleiche Wort. Ich sehe gerade nach. Ich glaube, das ist im Hebräischen genau das gleiche Wort. Also das Wort heißt im Hebräischen „sich teilen“, nifrdu, nifrdu, und es kommt vor in 10,32, und dann das andere Wort in 10,25 ist ein bisschen anders, glaube ich. Ja, es ist ein anderes Wort, es kommt von Peleg. Das eine Wort heißt nifrdu, das andere Wort kommt von Peleg, palak. Es heißt also ein anderes Wort, es heißt in Abteilungen trennen, abteilen, spalten. Teilen. Also das hilft uns nicht weiter. So oder so, beides möglich.
Die Völkertafel von Kapitel 10 ist eine Völkertafel, die geht weiter bis zur Sprachenverwirrung, die zieht die weiter. Aber nachher die von Sem, die Geschlechtsregister von Sem, gehen bis Peleg. Dann hört es auf bei Peleg. Bei Peleg hört er auf und setzt nur den Sohn, den anderen Bruder, den Pelegs Bruder, setzt er fort, Joktan, oder? Peleg und Joktan sind zwei Brüder, Söhne Hebers. Bei Peleg bleibt er stehen, bei Joktan setzt er weiter fort. Das heißt, nach der Flut, aber Peleg wäre genau die Zeit der Sprachenverwirrung, das heißt, bei Joktan haben wir dann schon verschiedene Sprachen. Und interessant ist, dass er dann in der zweiten Toledot von Sem, wenn die noch einmal dann in Kapitel 11 erwähnt wird, dann geht er bei Sem weiter bis runter bis Abraham. Da bringt er die vollständige Genealogie von Sem bis Abraham, zehn Geschlechter.
Gut, es sind noch Fragen zu Kapitel 10, Simon, und gehen wir weiter, Kapitel 11. Und wir denken immer noch daran, es geht um die große Frage: Babel oder Jerusalem. Das wird uns noch ein bisschen beschäftigen. Babel oder Jerusalem. Die Menschen von Babel haben zum Ziel, sich einen großen Namen zu machen. Sie wohnen im Lande Sinear, das ist eine ganze Gegend, eine große Gegend dort, das ist das Reich Nimrods. Und sie sprachen einer zum anderen: Wohlan, lasst uns Ziegel formen und brennen. Sie nahmen Ziegel statt Stein und Pech oder Asphalt statt Mörtel.
Sie sprachen: Wohlan, lasst uns eine Stadt und einen Turm bauen, dessen Spitze bis an den Himmel reicht, und machen wir uns einen Namen, damit wir nicht zerstreut werden über die ganze Erde. Machen wir uns einen Namen. Darum geht es: einen Namen.
Da stieg Jahwe herab. Das ist ja manchmal denke ich mir: Gott hat schon auch einen Humor. Da sind die Menschen und bauen hoch auf und höher und höher und höher und höher bis zum Himmel, und Gott schaut hinunter und sagt: Ich kann es nicht sehen, was machen die? Dann muss ich runterfahren. Er fuhr herunter, um sich anzuschauen, was die da unten machen. Da stieg Jahwe herab, die Stadt und den Turm anzusehen, die die Menschenkinder bauten, die Menschensöhne bauten. Und Jahwe sprach: Siehe, sie sind ein Volk, und alle haben eine Sprache, und dies haben sie angefangen zu tun. Und nun wird ihnen nichts mehr verwehrt bleiben von allem, was sie sich vornehmen zu tun.
Also, wann geschah das? Das geschah genau hundert Jahre, wenn es zur Zeit Pelegs war, dann heißt das genau hundert Jahre nach der Flut. Hundert Jahre nach der Flut. Wie kommt man darauf? Eins plus fünfunddreißig plus dreißig, also ich rechne jetzt die von dem Geschlechtsregister Sems weg. Kann man das ausrechnen? Ihr habt das in Kapitel 11,10 bis 16. Wenn ihr da diese Zahlen zusammenrechnet, kommt ihr auf genau hundert. Also bitte?
101 hast du? Eins plus fünfunddreißig plus dreißig plus vierunddreißig. Habe ich einen Fehler? Zwei nach, ja, zwei Jahre nach der Flut. Okay, also 101. Okay, 101, danke.
Plus 35, plus 30, plus 34, gibt also 101. Gott hatte gesagt, sie sollen sich ausbreiten zu Noah, 1. Mose 9,7, breitet euch aus. Sie dachten sich: Nein, wir bleiben lieber zusammen. Dann muss Gott ihnen helfen, dass sie sich ausbreiten. Zusammen sind wir stärker, aber gegen Gottes Willen. Sie wollen also sich selber einen Namen machen, und weil sie sich jetzt nicht zerstreuten, zerstreut der Herr sie, und dann setzt er die Grenzen der Völker. Er setzt Grenzen, indem er Sprachen und Länder, also Völkerschaften, entstehen lässt. Gott setzt die Grenzen zwischen den Völkern.
Ist es gut, dass es Grenzen gibt zwischen Völkern? Ist das gut oder schlecht? Es ist ja modern jetzt, oder? Heute spricht man von Apostelgeschichte 17,26 und 27. Und das ist natürlich eine sehr moderne, sehr aktuelle Sache in einer Zeit der Europäischen Union. Apostelgeschichte 17,26. Was steht hier, warum ist es wichtig, dass es Grenzen und Völker gibt, und Vers 27? Bitte?
Wieso, wie hängt das zusammen, wieso sind Grenzen und Völker, also solche kleineren Einheiten, wichtig in Bezug auf das Finden und Suchen Gottes? Wie hängt das zusammen?
Es gibt keine Grenzen, keine Völker, gar nicht der Mensch seine Ehre, die sich im Grunde aus Babilistiz zu ausüben. Gott hat diese Selbstheiligkeit zerstört und unsichtbar nach aus. Die denken sich, gemeinsam sind wir stark, oder? Europäische Union, gemeinsam sind wir stark, Gott brauchen wir keinen, auch nicht in irgendeiner Präambel, einer Verfassung, Gott brauchen wir keinen. Gemeinsam sind wir stark.
Wenn Menschen sich zusammentun im Zeichen der Gegnerschaft gegen Gott, dann ist das gefährlich. Gott sagt, es ist besser, die Menschen haben kleinere Einheiten, kleinere Völker und Grenzen, dann sind sie abhängig, und dann sind sie mehr darauf angewiesen, Gott zu suchen und nach ihm zu tasten, um ihn zu finden. Obwohl, heute haben wir natürlich schon, manche Arbeiten nimmt Gott uns nicht ab, wir müssen auch manche Sprachen lernen und Bibel übersetzen usw. Aber zur Zeit Christi waren es viele Völker, viele Grenzen und doch nur eine Sprache, das war noch extra ein besonders großer Vorteil, alles Griechisch, alles Griechisch. Das war schon ein besonderes Geschenk.
Also ganz klar: Gott will, dass die Menschen, die Völker, in der Abhängigkeit bleiben, in der Abhängigkeit leben. Es ist interessant, ich war ein paarmal in ärmeren Ländern. Ich war in Moldawien, und ich habe gemerkt, wie halten die Leute zusammen. Die Armut hält sie zusammen. In der Ukraine, in der Nähe von Charkow, in einem Dorf waren wir, haben eine Woche dort mitgelebt und haben erlebt, wie da das Haus des Pastors, die haben Pastoren, das Haus des Pastors war ein offenes Haus, jeder kam und ging, wie eine große Familie unter den Gläubigen. Das hat sehr Eindruck gemacht auf mich. Da habe ich mit meinem Übersetzer gesprochen, der hat gesagt: Weißt du, die Armut, die Armut, die hilft ihnen, diese enge Gemeinschaft zu pflegen, das hält sie zusammen. Wurscht und träumt.
Also, wenn Menschen sich zusammentun im Zeichen der Gegnerschaft gegen Gott, dann wird ihnen nichts unmöglich sein von dem, was sie sich vornehmen zu tun, sagt Gott ja in Vers 6, ein sehr ernstes Wort. Es wird ihnen nichts verwehrt bleiben in Unabhängigkeit von Gott. Wir leben in so einer Zeit heute. Man kann sie nicht hindern an dem, was sie sich vornehmen zu tun. Man kann sie nicht hindern, weil sie stark sind. Hier vereinigen sich Menschen, die intelligent sind, sie sind viele und sie halten zusammen. Dieses Denken ist heute auch da. Alle Menschen sind Brüder, und die Freimaurer denken so. Die französische Revolution war so, und bis heute ist es so, dass man sagt: Ja, halten wir doch zusammen, kämpfen wir nicht mehr gegeneinander, führen wir nicht Kriege, sondern arbeiten wir zusammen, und so können wir alles erreichen, was wir uns vornehmen. Fast nichts ist unmöglich.
Ist es nicht auch genau das, was vor der Sintflut der Fall war? Dass sie auch so zusammengehalten haben? Das wird das hier noch verhindern?
Ja. So war also die Sprachenverwirrung eigentlich kein Gericht, sondern ein Gnadenakt, oder? Früher habe ich mich immer geärgert und so: Ja, warum die Sprachenverwirrung und so weiter, und wenn man in ein anderes Land kommt, dann haben wir immer gesagt: Ja, leider Babel und so weiter. Und jetzt merke ich, dann musste ich mich korrigieren lassen von der Schrift, dank sei Gott gab es die Sprachenverwirrung, preis dem Herrn für die Sprachenverwirrung. So musste er nicht noch einmal ein schreckliches Gericht schicken, so konnte er ohne Gericht sozusagen die Menschen weiterleben lassen.
Also es ist gefährlich, wenn der Mensch eine Einheit in der Unabhängigkeit von Gott schaffen will. Und das ist gerade, was die politische Ökumene will, und auch die religiöse Ökumene: eine Einheit letztlich ohne die Wahrheit. Das ist das Fundament, auf dem Babel aufgebaut ist, der Versuch, eine Einheit zu bauen auf der Basis eines eigenen großen Namens. Das ist das Fundament von Babel: eine Einheit schaffen auf dem eigenen Namen, nur nicht den eigenen Namen verlieren.
Wir müssen uns fragen, das ist jetzt recht praktisch für uns, wir dürfen uns jetzt ganz praktisch Gedanken machen über unser eigenes Leben: Was will ich? Was ist die Motivation in meinem Leben? Will ich einen großen Namen haben hier in dieser Welt? Will ich einen großen Namen haben? William Kelly, er war ein sehr gelehrter Mann, ich glaube, es war vor etwa 150 Jahren, hat er gelebt. Er war ein bibeltreuer Mann, und seine Brüder haben ihm gesagt, also seine Glaubensbrüder haben ihm gesagt, er soll doch, weil er so klug, so intelligent ist, an den großen Universitäten Theologie lehren. Er soll sich einen Namen machen in der Welt der Theologen. Dann sagt er: In welcher Welt, meine Herren, in welcher Welt? In dieser Welt einen großen Namen? Wir möchten in einer anderen Welt einen großen Namen haben, möchten verbunden werden mit einem ganz großen Namen: Christus. In Christus sind wir wer.
Oft denken wir uns persönlich: Ach, ich bin nichts, oder? Ich bin nichts, und es wäre schön, wenn ich was wäre. Es wäre schön, wenn ich geachtet und geehrt wäre. Da steht irgendwo ein Prediger an der Straße und predigt das Evangelium, dann kommt ein anderer herzu und sagt: Das möchte ich auch mal. So da stehen und den Leuten sagen, wo es lang geht. Das hätte ich auch mal gerne. Nein, es geht gar nicht darum, dass der Name Jesu Christi verherrlicht wird. Wir möchten gerne einen großen Namen uns selber machen, und Gott sagt: Nein. Und dann durchkreuzt der Herr unsere Pläne, und dann lernen wir: Gott hat für uns etwas bereit in unserem Leben. Gott möchte uns ganz konkret durch uns vollbringen, dass wir in dieser Welt nicht bekannt werden. Das bestimmt er. Wie viel Frucht entsteht durch unseren Dienst, das bestimmen nicht wir.
Jeremia hatte nicht viel Frucht, und Noah hatte nicht viel Frucht, und sie waren aber im Willen Gottes gestanden. Der Herr bestimmt, wie viel Frucht entsteht und wie viel Sichtbares entsteht. Bei manchen entsteht gar nichts Sichtbares, und es ist ein mächtiger Dienst. Aber es wird erst in der Ewigkeit offenbar. Das sind also ganz andere Maßstäbe. Ein Prediger sagte: Die Schrift in 1. Korinther 12. Es gibt manche Gaben, die braucht man nicht ehren, die sieht man sowieso. Aber die Glieder, die verborgen sind und ihren Dienst tun, die soll man ehren. In unserem Körper tun wir das auch, die umkleiden wir mit besonderer Behutsamkeit und Ehre, die man nicht sieht, aber die einen wichtigen Dienst tun. Es sollen die Geschwister ehren, die den verborgenen Dienst tun, die sollen wir beachten. Wir brauchen uns nicht selber um einen großen Namen zu bemühen. Das ist Babylon, Babylon, Babylon.
Gott gibt uns einen ewigen Namen, lesen wir in Jesaja 56,5. Gott gibt uns einen ewigen Namen, der in Ewigkeit nicht ausgelöscht werden wird. Das ist Jesaja 56,5: Ihnen will ich in meinem Hause und in meinen Mauern einen Platz geben und einen Namen, besser als Söhne und Töchter. Einen ewigen Namen werde ich ihnen geben, der nicht ausgerottet werden soll. Jesaja 56,5.
Das heißt, ich muss loslassen und sagen: Okay, Herr, es geht nicht um mich, es geht um deinen Namen, und es geht um das, was du durch mich vollbringen willst. Und wenn niemand sieht auf dieser Welt, was ich tue, dann tu es für dich. Die Sänger im Tempel, die haben einen Chor gehabt in der ersten Chronik, oder? 1. Chronik, am Ende. Die haben einen Chor im Tempel, der singt in der Nacht. Und wo sind die Leute, die zuhören? Wir brauchen keine Leute, die zuhören. Gott hört zu, das genügt. Wunderbar.
Also, Abraham wird dann berufen, und Gott sagt: Ich werde deinen Namen groß machen. Aber er wird den Namen Abraham verbinden mit dem Namen Jesu Christi, und Abraham wartet auf eine himmlische Stadt, die die Fundamente hat, die nicht untergehen, die feste Fundamente hat, eine Stadt, wo Gott der Architekt ist, der Baumeister.
Äh, wollten wir noch eine Pause machen? Machen wir noch eine Pause? Fünf Minuten Pause?