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Er hat uns himmlische Güter geschenkt

03.11.1959Epheser 1,3

Einführung in den Epheserbrief und seine sprachliche Besonderheit

Wir stehen beim Epheserbrief. Gib mir bitte eine Bibel, ich habe leider keine bei mir. Von jetzt an möchte ich mein eigenes Testament mitbringen – und Sie auch.

 Epheser 1, der Brief, den Paulus an die Gemeinde in Ephesus schreibt: Wir hatten die Einleitung dieses Briefes gelesen, Epheser 1, Verse 1 und 2. Das war also gewissermaßen der Gruß, der Anfang, Absender und Empfänger. Nun kommt Vers 3:

„Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns gesegnet hat mit allerlei geistlichem Segen in himmlischen Gütern durch Christus.“

Ich glaube nicht, dass wir weiterkommen als bis zu diesem Vers, wenn wir ihn genau betrachten. Sehen Sie, die Schwierigkeit bei der Auslegung des Epheserbriefs beginnt damit, dass von Vers 3 bis Vers 14 ein einziger Satz ist. Diese ganzen Verse von 3 bis 14 bilden einen Satz.

Man spürt förmlich, wie dem Apostel die Feder durchgeht, als er hier schreibt von dem, was er an himmlischen Gütern in Jesus hat. Für diesen Abschnitt könnte man die Überschrift setzen: „Er hat uns himmlische Güter geschenkt“. Und nun zählt er diese ab Vers 4 auf.

Sein Herz ist so voll, so reich an Freude, dass er gar nicht den Punkt setzen kann. Es sprudelt einfach weiter bis zum 14. Vers – atemlos. Wir spüren hier etwas davon, wie – wie schon gesagt wurde – Jesus und das, was er gibt, wirklich an erster Stelle stehen und überschwänglich sind.

Die Freude des Paulus reißt alle grammatikalischen Regeln gewissermaßen um und macht einen Satz, der so lang ist wie von hier bis Geldern. Man spürt etwas von der Freude am Herrn, und man wird vielleicht ein bisschen traurig.

Denn bei uns ist so wenig Freude. Oft ist der Christenstand so gequält, so kümmerlich. Ich empfinde das immer, wenn ich die Bibel lese: Dort fließen alle wie Wasserfälle, während bei uns die Gebete und die Freude am Herrn oft nur wie ein Kran sind, der ein bisschen tröpfelt.

Aber diese Freude ist auch für uns bereit.

Die literarische Qualität des langen Satzes und die Persönlichkeit des Paulus

Andererseits hat mich dieser endlose Satz – neben seiner Übersprudelndheit – an einen modernen Literaten erinnert, an Thomas Mann, nicht wahr? Sonst eigentlich ja. Thomas Manns Romane beginnen oft mit einem Satz, der erst einmal anderthalb Seiten füllt. Und dieser Satz ist dann meistens wenig wundervoll gegliedert.

Das muss ich nun doch sagen: Bei allem Überschwänglichen des Baudussiats, bei diesem Übersprudeln, ist das ein geradezu klassischer – also wissen Sie, schriftstellerisch, verstehen wir schon – ein klassischer Satz, wundervoll aufgebaut und gegliedert. Er ist nicht einfach und gefühlt überschwänglich, wenn er hier von Vers 3 bis 14 hinschreit, sondern die Dinge stehen klar und deutlich vor ihm, was er an Jesus hat.

Er hat nicht ein Christentum, das so ein bisschen in allgemeinen Vokabeln und Gefühlen schwebt, sondern er ist sich ganz klar, was er an Jesus hat. Er kann ihn auf den Tisch legen. Darum ist der Satz wundervoll aufgebaut und gegliedert. Man sieht hier im Apostel Paulus so ein bisschen ins Herz hinein, wissen Sie, der Mann, der auch in der griechischen Kultur zuhause war und einfach schriftstellerisch schreiben kann.

Lesen Sie mal zu Hause von Vers 4 bis 14 durch, Sie werden staunen. Trotzdem haben wir es ja nur über die Setzung, Paulus schrieb Griechisch. Wir spüren hier den gebildeten Mann und Mann, der zumindest so schreiben kann wie Thomas Mann. Und wir spüren den überwältigsten Christen, der nicht aufhören kann, Punkt machen kann, wenn er von den Gaben seines Heilandes spricht.

Die menschliche Dimension des Paulus und das Wirken des Heiligen Geistes

Dem Museum Moment etwas einschalten: Ich habe jetzt zu menschlich von der Bibel gesprochen. Ich habe ja gezeigt, was Paulus bedeutet, und wir sehen bei dem Schreiben des Mannes Paulus ein bisschen in sein Herz.

Wir sehen den gebildeten Mann, dem etwas Großes und Wichtiges geworden ist. Aber er hat keinen Moment seine Bildung verleugnet. Er ist ein großartiger Schriftsteller. Habe ich jetzt zu menschlich von der Bibel geredet?

Ich möchte hier im Moment ganz prinzipiell etwas zum Verständnis der Bibel einschalten. Selbstverständlich hat Paulus geschrieben, getrieben vom Heiligen Geist. Und das ist das Merkwürdige: Dass man bei Paulus noch immer sieht, dass er ein Mensch mit eigener Persönlichkeit bleibt.

Verstehen Sie: Wenn Sie den Heiligen Geist bekommen, Frau Meier, Herr Schulze und so weiter, dann bleiben Sie immer noch Herr Meier und Frau Schulze. Das ist das Interessante daran, dass der Geist Gottes keinen Konformismus schafft, keine gleichförmigen Gestalten.

Stattdessen bringt er alle originalen Anlagen, die Gott in uns gelegt hat, erst richtig zur Entfaltung.

Die Gefahr der Gleichförmigkeit und die Freude an der Vielfalt im Geist Gottes

Als ich ein kleiner Junge war, habe ich gerne im Sand gespielt. Damals war ich noch sehr klein. Doch ich erinnere mich noch gut daran. Manchmal tauchen im Alter Erinnerungen aus längst vergangener Zeit wieder auf.

Ich erinnere mich, wie ich einmal mit meiner Schwester Lidia Kuchen aus Sand gebacken habe. Es waren unzählige Kuchen, jeder hatte ein Förmchen. Ich sehe noch, wie wir voller Begeisterung versucht haben, ganz eilig die hundert Kuchen hinzustellen. Alle waren gleich – das war bewundernswert, oder? Wie sie alle gleich waren.

Meine Freunde, das ist heute das Ideal vieler Menschen: Alle sollen gleich sein. Alle Menschen sollen dieselbe Form haben, oder alle sollen gleich denken. Keine Abweichler nach rechts oder links. Das ist die Gefahr auch in der Kirche, dass möglichst gleiche Typen entstehen – immer wie beim Sandkuchen backen mit den Förmchen.

Alles in unserer Zeit zielt darauf ab, den Menschen in diese Gleichförmigkeit zu bringen. Versteht ihr mich? Der Geist Gottes aber freut sich an der Vielgestaltigkeit. Deshalb hat der erfüllte Paulus, der vom Heiligen Geist und Gottes Wort geleitet war, uns das gebracht. Und doch sehen wir dabei den ganzen Mann Paulus.

Der Streit um das Bibelverständnis und die Rolle des Heiligen Geistes

Aber ich muss Ihnen noch etwas sagen: Sehen Sie, in unseren Tagen ist wieder ein sehr heftiger Streit entbrannt über das Verständnis der Bibel. Auf der einen Seite stehen die Vertreter der Bibelkritik – mehr oder weniger heftig – darunter Professoren, junge und alte Theologen. Sie fangen an zu sagen, dass die Bibel nicht echt sei. Sehr fraglich sei zum Beispiel, ob der Epheserbrief wirklich von Paulus geschrieben wurde oder ob er überhaupt an die Epheser gerichtet ist. Wahrscheinlich sei beides nicht der Fall. So läuft also die Bibelkritik.

Auf der anderen Seite stehen die Leute, wie mein geschätzter Freund Jochums, dem ich schon mehrmals Worte nicht entlocken konnte, die an die Verbalinspiration glauben. Sie sagen, dass jedes Wort der Bibel von Gott inspiriert und deshalb wahr ist.

Dieser Streit wurde in Amerika neu entfacht, zwischen Bibelkritikern und den Anhängern der Verbalinspiration, die man dort Fundamentalisten nennt. Auch bei uns ist dieser Kampf zwischen Bibelkritik und Fundamentalismus sehr wichtig geworden und entbrannt.

Was ist richtig? Geht es darum, dass die Bibel von Gott inspiriert ist und man darüber nicht diskutieren darf? Oder muss ich die Bibel mit der ganzen Kritik betrachten, weil sie eben auch ein menschliches Erzeugnis ist, zusammengestellt aus Jahrhunderten und so weiter?

Was ist richtig? Offen gestanden hat mich dieser Streit nie wirklich fesseln oder interessieren können, weil ich ihn für prinzipiell falsch halte. Ich bin überzeugt, dass man nicht mit einem Vorurteil an die Bibel herangehen kann – weder mit dem Vorurteil, dass alles menschlich ist, noch mit dem, dass alles verbal inspiriert ist. Man sollte die Bibel nicht mit einer vorgefertigten Brille betrachten, durch die man sie sehen will.

Paulus sagt ein Wort, das hier wichtig ist: „Der natürliche Mensch vernimmt nichts vom Geist Gottes.“ Ich kann im Kopf glauben, dass jedes Wort wahr ist, und doch höre ich kein Wort Gottes heraus. Der natürliche Mensch vernimmt nichts vom Geist Gottes.

Ist aber mein Herz erleuchtet mit dem Geist Gottes, dann erkenne ich, dass alles wahr ist. Dann merke ich, dass Paulus auch im Geist Gottes gesprochen hat, und sein Wort trifft mich.

Verstehen Sie, dass es also gar keinen Sinn hat, vorher mit einem Menschen darüber zu diskutieren, was die Bibel ist? Ich sage: Lies nur mal! Lies einfach! Dann wirst du merken, dass der Geist Gottes an dir zu wirken beginnt. Und in dem Moment, wenn deine Augen erleuchtet werden, erkennst du: Das ist ja wahr.

Ich sprach am Sonntag oder vor acht Tagen davon, dass der natürlichen Vernunft der Durchzug Israels durchs Rote Meer immer unwahrscheinlich bleiben wird. Habe ich aber Licht durch den Geist Gottes bekommen, dann weiß ich: Mein Gott tut solche Dinge, und es ist kein Problem mehr.

Darum hat es keinen Sinn, gewissermaßen außerhalb der Bibel über die Bibel zu diskutieren. Es geht vielmehr darum, dass ich durch das Lesen der Bibel mit dem Geist Gottes erfüllt werde und dann lerne, die Bibel mit einem vom Geist erfüllten Herzen zu verstehen.

Beginn der Auslegung: Das Wortspiel um "Eulogeo" und das Verhältnis von Gott und Mensch

Aber das war jetzt keine Abweichung, die ich bei diesem langen Satz dem Verständnis schuldig geblieben wäre. Nun wollen wir also zur Auslegung kommen. Ich kann heute von diesem großen Satz nur ein Stück abarbeiten.

Als ich ein kleiner Junge war, gab es einmal im Jahr einen Weihnachtsmarkt in Frankfurt. Dort gab es zwei Genüsse: Erstens ein Lebkuchenherz, auf dem mit Zuckerguss „Wilhelm“ stand, und zweitens einen Nougat. Der wurde oft mit „lecker lecker Honig“ bezeichnet, heißt es nicht immer so? Lecker lecker Honig. Dort haben sie mit einem Meißel ein Stück Nougat abgehackt. Das war furchtbar klebrig, aber herrlich.

Der Verkäufer hat mit so einem großen Block Zuckerzeug mit einem Meißelstück etwas abgehackt. So geht es mir hier: Ich habe einen wundervollen Block vor mir, Vers 4 bis 14, lecker lecker Honig, ja, göttliches Wort. Ich kann heute nur ein kleines Stückchen mit meinem Meißel abtrennen und Ihnen das darreichen.

Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesu Christi, der uns gesegnet hat mit allerlei geistlichem Segen in himmlischen Gütern durch Christus. Habe ich eben zu undeutlich gesprochen? Also, ich halte jedes Wort der Bibel für wahr, nicht wahr? Aber erst seit mir die Augen durch den Heiligen Geist geöffnet sind, ist mir das klar geworden. Ihnen ist das klar, nicht wahr? Mit einem ungeistlichen Menschen hat es gar keinen Wert, darüber zu streiten.

Also, jetzt zur Sache: Es gibt in der griechischen Sprache ein Wort. Ich kann Ihnen ja nie ersparen, auch Griechisch und Hebräisch zu lernen, das meine Rache vielleicht nicht Englisch können. Das Wort heißt Eulogeo, Eulogein. Eu heißt gut, Logein heißt reden. Es bedeutet eigentlich wörtlich „gut reden“. Eulogia heißt „die Gutrede“.

Dieses griechische Wort Eulogia oder Eulogein kommt in der klassischen griechischen Sprache überhaupt nicht vor. Es taucht eigentlich erst in der Christengemeinde auf. Das ist eines der Worte, die von den Christen geläutert wurden und später auch ins Griechentum hineingekommen sind. Aber im klassischen Griechisch gibt es das nicht.

Da muss ich wieder einen Moment stoppen. Es ist so, dass die Christen sich tatsächlich immer wieder einen eigenen Wortschatz schaffen. Wenn ich so meine alten Brüder höre, war das so erquickend. Das Wort „erquickend“ braucht heute kein Mensch als Jünger Jesu.

Weil die Welt gar nicht weiß, was „erquickend“ bedeutet, braucht es nur Christen, die „erquickend“ sagen. So gibt es eine ganze Menge Worte, die einfach unter Kindern Gottes üblich sind, aber in der Welt eigentlich ausgestorben sind oder gar nicht vorkommen.

Meine Freunde, es wäre schlimm, wenn es nicht so wäre. Eigentum Jesu Christi zu sein, Kind Gottes zu sein, bedeutet eine solche Veränderung unseres Lebens, dass es ja komisch wäre, wenn der Gemeinde Jesu Christi nicht eine eigene Sprache entstünde.

Und das macht die Welt tausendmal lästern. Das ärgert mich immer: Man sagt, das wäre die Sprache Kanaans. Das heißt klar: Sprache Kanaans. Die Kinder Gottes, die nach Kanaan gehören, sprechen ihre Sprache.

Wenn Fußballer sich unterhalten, verstehe ich kein Wort davon. Sie sprechen die Fußballersprache, nicht wahr? Und wenn ein paar Zotenbrüder zusammen in ihrem Schmutz reden, dann sprechen sie ihre Sprache. Sie haben ihre ganz festen Ausdrücke.

Und wenn ein paar Weintrinker und Biertrinker miteinander reden, erstaunlich, wie sie über Pilze und alles Bescheid wissen, das ist gerade so erstaunlich, nicht wahr? Sie haben ihre eigene Sprache.

Wie sollten Kinder Gottes nicht die Sprache Kanaans sprechen? Langsam wird mir das zu dumm, dass Welt und Kirche und Pfarrer und alle immer schreien, wir sollen nicht die Sprache Kanaans reden.

Na, also, ich gebe zu, ich rede ja vielleicht so, aber mir ist das langsam zu dumm. Nein, wir wollen die Sprache Kanaans reden!

Eulogeo, das hier eine große Rolle spielt, war die Sprache Kanaans. Verstehen Sie? Es war die Sprache der Christen.

Die doppelte Bedeutung von "Eulogeo" und das Verhältnis von Lob und Segen

Was bedeutet Eulogeo? Das Wort Eulogeo habe ich heute in einem sehr ausführlichen Kommentar gesehen. Interessant ist, dass dieses Wort, das ursprünglich nur in der Bibel vorkommt, eine doppelte Bedeutung hat.

Wenn es vom Menschen gegenüber Gott verwendet wird, bedeutet es „gutreden“. Ein Sprachkenner schrieb, die beste Übersetzung ins Deutsche sei das veraltete Wort „benedeien“. Zum Beispiel sagen wir: „Wir benedeien dich.“ Das ist die wörtlichste Übersetzung von Eulogeo.

Wenn aber Eulogeo von Gott gegenüber dem Menschen gebraucht wird, bedeutet es „segnen“. Dabei ist wichtig zu beachten: Es ist nie als Wunsch oder Verheißung gemeint, sondern immer als tatsächliche Gabe.

Sehen Sie, Aaron segnete die Gemeinde des alten Bundes mit den Worten: „Doch er segne dich und behüte dich, er lasse sein Angesicht leuchten über dir.“ Das war ein Segen, der wie eine Verheißung oder ein Wunsch klang. Wenn ich sonntags entlasse und sage: „So segne dich und behüte dich“, dann ist das ein Wunsch und eine Verheißung.

Das Eulogeo ist aber nie als Wunsch oder Verheißung gemeint, sondern immer als tatsächliches Beschenken mit festen Gaben. Wenn Eulogeo von Gott gebraucht wird, bedeutet es immer „beschenken“.

In einem Vers kommt das Wort Eulogeo dreimal in verschiedenen Formen vor. Paulus wollte offenbar bewusst auf diesem Wort herumreiten. Im Deutschen lässt sich das nicht so einfach übersetzen.

Wollen Sie mal schauen? „Gelobt sei Gott“ – hier steht zum ersten Mal Eulogeo, der Mensch benedeit Gott. „Benedeit sei Gott und der Vater unseres Herrn Jesu Christi, der uns beschenkt hat mit allerlei geistlichen Gaben.“ Hier steht das Wort zum zweiten Mal. Und zum dritten Mal wird das Wort für „Beschenkung“ verwendet.

Es ist immer dasselbe Wort. Paulus macht hier bewusst ein Wortspiel, das man im Deutschen schwer wiedergeben kann.

Wenn ich diese Bibelstelle ehrlich auslegen will, muss ich mit Nachdruck sagen: Hier ist ein Wortspiel, dreimal das Wort Eulogeo mit ganz unterschiedlicher Bedeutung. Wenn der Mensch vor Gott tritt, heißt es „danken“, und wenn Gott dem Menschen begegnet, heißt es „beschenken“.

Paulus benutzt immer dasselbe Wort, um deutlich zu machen, wie unser Verhältnis zum himmlischen Vater überhaupt sein kann: Wir sagen Dank, und er beschenkt uns. Nichts anderes.

Das will ich Ihnen deutlich sagen, auch den müden Leuten unter Ihnen. Ich habe mich mit Freude und Ausdauer mit diesem Wort beschäftigt. Paulus verwendet Eulogeo einmal von Gott her, wo es „beschenken“ heißt, und zweimal vom Menschen her, wo es „loben“ heißt. Damit macht er klar: So ist das richtige Verhältnis zwischen dem himmlischen Vater und den Menschenkindern.

Wir benedeien ihn, und er beschenkt uns. Wo das nicht geschieht, ist überhaupt noch kein Anfang gemacht.

Die Herausforderung des Beschenktwerdens und das richtige Verhältnis zu Gott

So ist unser Verhältnis zum lebendigen Gott: Lob jeden Morgen und Abend, beschenkt werden jeden Morgen und Abend. Was habe ich vom Christenstand? Ja, was habe ich? Wissen Sie das? Beschenkt werden – was wir bekommen, wird in den kommenden Versen nicht... Was wird denn gesagt? Und da habe ich ja wochenlang zu tun, nicht. Aber ich möchte zunächst einmal einen Moment dabei stehenbleiben.

Sehen Sie, das müssen wir lernen: Das Verhältnis zwischen dem Herrn und seinen Kindern besteht nicht so, dass wir danken und er beschenkt. Das ist sehr schwer zu lernen. Das kriegen wir Menschen, namentlich wir Deutschen, namentlich wir Essener, überhaupt nicht hin.

Bitte beachten Sie einmal Ihr Verhältnis zu Ihren Mitmenschen. Da schenkt Ihnen einer etwas zu Weihnachten. Dann fühlen Sie sich doch umgehend verpflichtet, sofort wieder etwas zu geben. Wenn Sie es nicht gleich können, sagen Sie: „Wie kann ich das wieder gutmachen?“ Wenn mich einer besucht, ich trinke gerade Kaffee, darf er mir nicht einfach Kaffee schenken. Einer erklärt mir hinterher: „Nun, ich werde Sie mal einladen, etwas Gutes zu machen.“ Verstehen Sie, man kann sich nicht eine Tasse Kaffee schenken lassen, ohne zurückzuweisen. Ich habe noch nicht... folgende kleine hübsche... Verstehen Sie, es muss kompensiert werden, es muss ausgeglichen sein.

Sehen Sie, worauf ich hinaus will: Gott gegenüber sagen wir Danke und nichts sonst. Danke – und er beschenkt. Alles ist bitter. Und da sagt der Mensch: So geht es nicht. Wie kann ich es gutmachen? Ich bringe ihm gute Werke, ich opfere zwei Wagen, die Kollekte – ist das jetzt gutgemacht? Noch ein bisschen nicht und so weiter.

Verstehen Sie, wir kriegen das einfach nicht hin: Beschenken lassen und bloß Danke sagen.

Die Schwierigkeit des Schenkens und die Haltung des Dankens

Ich habe neulich eine hübsche kleine Geschichte gehört. Ein junges Mädchen hatte ein Zimmer bei einer netten Wirtin gemietet. Nun zog sie aus und wollte der Wirtin zum Abschied ein kleines Geschenk machen. Sie hatte etwas Nettes gekauft.

Das Mädchen sagte, wenn sie der Wirtin drei Minuten vor dem Abschied Zeit gibt, rennt diese in den nächsten drei Minuten noch schnell los und kauft etwas im Wert von sechs Mark. Aber sie würde das Geschenk nicht annehmen, denn sie schafft es nicht, das anzunehmen. Verstehen Sie? Das hat sie mir selbst so erzählt.

Am letzten Moment, kurz vor dem Abschied, wartete das Mädchen auf der Treppe. Sie wollte der Wirtin aus Dankbarkeit noch etwas schenken, dann verabschiedete sie sich und ging. Jetzt kann die Frau wahrscheinlich wochenlang nicht schlafen, weil sie nicht weiß, wie sie das Geschenk selbst ausgleichen soll. Nicht wahr?

So sind wir doch alle miteinander. Das ist fürchterlich. Es ist wirklich beschrieben, dass der Mensch sich nichts schenken lassen kann. Sehr schwer, sehr schwer. Und das müssen wir bei Gott lernen.

Gott hat uns durch Jesus mit himmlischen Gütern beschenkt, mit Eulogie, mit Segen. Und jetzt wollen wir ihm auch Eulogie geben. Da können wir nichts anderes tun als Lob und Dank. Und so bleiben wir in seiner Schuld.

Wenn Sie das nicht verstehen, werden Sie niemals etwas vom herrlichen Evangelium begreifen, dass man glücklich in Gottes Schuld bleibt. Haben Sie das verstanden mit der Eulogie? Ich werde richtig warm, weil an diesem Verständnis ein ganzes Evangelium hängt.

Wir geben Gott Eulogie, wir loben ihn, weil er uns beschenkt.

Die Fülle der himmlischen Gaben und die Unmöglichkeit der Gegenleistung

Ja, liebe Freunde, so schnell sind wir damit nicht fertig, denn in uns rebelliert und puppert es doch ein bisschen.

Gott hat uns geschenkt, er schenkt seinen Sohn, er schenkt Vergebung der Sünden – das wird hier alles gesagt. Wenn Sie mal eben hineinschauen wollen: In Vers 4 wird der Sinn des Lebens erklärt, in Vers 5 dürfen wir Kinder Gottes werden, Vers 6 spricht von der Gnade, Vers 7 vom Blut, der Vergebung der Sünden und Erlösung von Ketten. In Vers 8 dürfen wir in die Pläne Gottes hineinschauen, und Vers 9 auch in das Geheimnis seines Willens.

Der Sohn wird in die Gemeinde der Erretteten hineingestellt, in Vers 11 erhalten wir ein Erbteil im Himmel und so weiter. Verstehen Sie? Das alles wird uns geschenkt, alles durch Jesus. Das werden wir noch besprechen, und ich kann nur Dank sagen.

So sagen wir nicht: So geht das wirklich nicht. Wenn ich etwas geschenkt bekomme, bin ich doch verpflichtet, auch etwas zu schenken, nicht wahr? Die haben uns zur Hochzeit Blumen geschenkt, müssen wir jetzt auch Blumen schicken, und so weiter und so weiter.

Und da fangen wir an: Was können wir ihm schenken? Die Frage ist: Was könnten wir Gott schenken, wenn uns das Danken zu wenig ist? Wir könnten zum Beispiel sagen: Ich schenke ihm mein Herz, sagt Herr Lang so. Aber das braucht Gott nicht. Ja, er braucht es ernsthaft nicht. Seine Herrlichkeit verliert keinen Kratzer, auch wenn ich ihm mein Herz nicht schenke.

Er hat im Ernst keine Verwendung dafür, denn er braucht es nicht. Sondern es ist ja auch ein Geschenk von ihm, wenn ich mein dreckiges, beflecktes Herz ihm geben darf. Endlich bin ich zur Ruhe, nach Hause gekommen. Das ist ja auch ein Geschenk von ihm, wissen Sie, oder? Von ihm, wenn ich nach Hause kommen darf – das ist doch ein Geschenk für mich, ja?

Verstehen Sie, da hat Gott gar nichts von diesem Geschenk für mich, wenn ich ihm mein Herz geben darf. Oder sagt mir einer: Ja, also doch, ich kann doch eine ganze Menge gute Werke tun. Denken Sie an Albert Schweitzer – und da kommt der gute Albert Schweitzer wieder, der uns schon langsam auf die Nerven fällt. Nicht wegen ihm, sondern wegen der Leute, die von ihm reden.

Albert Schweitzer, so sagen all die Leute, die im Leben nicht einmal nach Lamparene oder nach Kraai gehen, um einen Dienst für Jesus zu tun. Also denken Sie: Wir können doch Gott Werke opfern. Das sage ich. Erstmal braucht er die auch nicht.

Gott nimmt meine guten Werke gerne an, aber er ist nicht darauf angewiesen. Und, liebe Freunde, wenn wir Werke der Heiligung tun, dann hat er sie durch den Heiligen Geist in uns gewirkt. Dann ist es auch sein Geschenk.

Wenn ich endlich mal einen Tag nicht lüge und nicht übertreibe oder einen Tag nicht zornig werde, dann kann ich nur danken: Herr, du hast mich durchgehoben. Das war ja auch sein Geschenk.

Verstehen Sie, unsere Heiligung ist ja auch sein Geschenk. Es ist ja alles Erlösung und Errettung.

Zusammenfassung: Das Geschenk Gottes und unsere Antwort des Dankes

Nein, liebe Freunde, es bleibt dabei: Wir dürfen uns von ihm Eulogien lassen, besegnen und mit herrlichen Geschenken beschenken lassen. Und wir sprechen Eulogien dafür, wir benedeien dich, wir loben dich, wir danken dir.

Wenn man das einmal begriffen hat – alles durch Jesus, nicht alles durch Jesus –, dann wird man so fröhlich. Nicht, weil man einfach ein Schuldner des himmlischen Vaters ist. Kinder wollen ja eigentlich nichts anderes, als so zu stehen. Aber wir müssen es lernen, wir stolzen Leute.

Ja, nun muss ich weitermachen. Ich sehe mit Schrecken, dass mir die Zeit eigentlich schon fast abgelaufen ist, obwohl ich erst eine halbe erste Zeile besprochen habe. Aber wir wollen weitermachen.

Die Bedeutung des Namens Gottes: Vater unseres Herrn Jesu Christi

Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesu Christi!

Liebe Freunde, Paulus beginnt seinen Brief mit dem Namen Gottes. Es gibt viele Namen Gottes. Einer davon ist „Vater unseres Herrn Jesu Christi“. Vielleicht ist dieser Name der schönste und auf jeden Fall der deutlichste.

Ich muss bei diesem Namen „Vater unseres Herrn Jesu Christi“ kurz innehalten. Dieser Name ist mir in vierfacher Weise sehr wichtig.

Erstens ist der Name „Vater unseres Herrn Jesu Christi“ wichtig, weil er Gott von allen anderen falschen Göttern abgrenzt. Hören Sie mal: Heute spricht man oft vom „Herrgott“. Stellen Sie daneben den Namen „Vater unseres Herrn Jesu Christi“. Dann wird Ihnen klar, dass es sich um verschiedene Götter handelt.

Der „Herrgott“ ist in gewisser Weise ein Traumgott, eine verwilderte, kleine christliche Abart des alten Wotan mit Schlapphut und was weiß ich, was er noch alles hat. Der „Vater unseres Herrn Jesu Christi“ hingegen ist der Gott der Offenbarung und der Wahrheit. Mit diesem Namen grenzt sich Gott von allen anderen Göttern ab.

Der große deutsche Dichter Goethe, ein alter und geschätzter Landsmann von mir, hat einmal gesagt: „Nenn's, wie du willst, Name ist Schall und Rauch.“ Er meinte, man könne Gott auch Liebe, Vorsehung oder wie auch immer nennen, alles sei eins. Doch das stimmt nicht.

Die Bibel sagt nein. Ob du Allah, Buddha, Vorsehung, Schicksal oder „Herrgott“ nennst – das sind Traumgötter, selbstgemachte Götzen. Es ist egal, ob du dir Götzen aus Gold und Stein machst oder aus Gedanken. Das ist immer Götzendienst.

Gegen diese Götzen grenzt sich der „Vater unseres Herrn Jesu Christi“ klar ab.

Die Einzigartigkeit der Offenbarung Gottes in Jesus Christus

Zweitens, und dies hängt mit dem Ersten zusammen, wird hier deutlich gesagt, dass Gott nur durch Jesus Christus zu erkennen und zu finden ist. Es gibt keine andere Offenbarung Gottes.

Meine Freunde, es ist so wichtig, sich an die Zeit von 1933 zu erinnern. Damals wurde von allen Seiten über Lautsprecher und Kränze verkündet, dass Gott sich in der Geschichte des deutschen Volkes offenbart habe. Wir haben dagegen gesagt: In meiner Bibel steht etwas anderes. Gott offenbart sich nicht in der Geschichte des deutschen Volkes, sondern allein in Jesus Christus.

Das war damals fast Hochverrat, wenn man so etwas gepredigt hat. In Jesus offenbart sich Gott. Gott offenbart sich nicht in der Natur. Liebe Freunde, sonntagmorgens wandern viele durch die Berge, es ist eigentlich schön. Aber ich erlebe Gott dort nicht. Dort leben Bäume, Bäche und Vögelchen, aber nicht Gott.

Gott wird nur in Jesus Christus gefunden, und das ist seine Offenbarung. Gott hat sich in Jesus gezeigt, sonst nicht. Das wird hier gesagt: der Vater unseres Herrn Jesu Christi.

Die Bedeutung von Jesus als Sohn Gottes und die Herausforderung des Glaubens

Es ist mir ein sehr, sehr wichtiges Wort, das Jesus in Johannes 10 sagt: Ich bin die Tür. Wer durch mich eingeht, wird selig werden. Ich bin die Tür zum Vater unseres Herrn Jesu Christi.

Das Dritte, was in diesem Wort, in diesem Namen Gottes deutlich wird, ist, dass Jesus der Sohn Gottes ist. Er gehört auf die Seite Gottes uns gegenüber, der gleich gewordene Sohn Gottes.

Ich muss Ihnen nachher noch fünf Minuten von Oldenburg erzählen. Ich habe dort in einer Halle mit fünftausend Plätzen gesprochen. Es war sehr schwierig, aber immerhin war ein Hauch von jungem Volk da, das mit erstaunlicher Aufmerksamkeit zuhörte. Es war schrecklich: Die alten Frauen rannten durch den Saal, als sie mir ein Projekt machten. Dann habe ich auf die Galerie gesehen, wo lauter junges Volk atemlos zuhörte. Da habe ich zu denen geredet, und das Zeugnis hat hingehauen.

Das Thema war Glaube: Wie macht man das? Als Erstes muss man Kenntnis davon nehmen, dass dieser unbekannte Gott sich in Jesus geoffenbart hat. Man muss doch Kenntnis nehmen. Sollten darf er zu ihm kommen? Das wird geschehen, wenn du dein eigenes Herz entdeckst.

Heute bekam ich einen wütenden Brief, der sehr interessant und aufschlussreich ist. Erlauben Sie mir, ein paar Sätze daraus zu lesen. Es ist eine tolle Attacke gegen mich, aber ich freue mich trotzdem, auch wenn es Attacken gibt. Denn da wird deutlich, dass dieser junge Mann, der hier schreibt, zugehört hat, es ernst genommen hat und begriffen hat, was er dann angriff: dass Gott nur in Jesus zu finden ist.

Er schreibt, ich lese ein paar Sätze: „Also, ja, ja, es war sehr lebendig, was Sie sagten, jawohl, jawohl. Aber, Herr Pastor, ich kann Ihnen den Vorwurf nicht ersparen, dass wir gottlos werden, wurden und weiter werden, wir jungen Leute. Ich bin fünfundzwanzig. Dazu helfen Sie mit Ihren Vorträgen in großartiger Weise mit. Denn da kommen schon die für uns nüchterne Jugend, die offenbar in einer anderen Welt lebt als Sie, die für uns so unverständlichen Sätze. Bitte, Ihre Sätze sind uns unverständlich, uns Jugend nicht aus Mangel an Verstehen wollen, sondern weil wir modernen Menschen das mit vollem Recht nicht verstehen können.“

Und dann ist in Klammern gesetzt: „Wir modernen Menschen“ – modern gleich unser Zeitalter der Massen – „dass wir jungen Massenmenschen das, was Sie sagen, mit Recht nicht verstehen können, weil sich die Herren Theologen nicht bemühen, wissenschaftlich in der Theologie zu bleiben und alte überlieferte Mythen für unsere Zeit zu deuten. Die Worte kennen Sie? Fünftchen? Dass Gott in seinem Sohn Jesus zu uns gekommen ist, der lebendige, große Gott nötig?“

Ich würde jetzt sagen: Nein, jetzt nicht nötig. Also hat Gott die Welt geliehen, nicht? Vom rationalen Verständnis, vom natürlichen Verständnis her ist das ja völlig unverständlich, natürlich, also nicht? Gewiss, Gott hat es in vielen, besonders aber in dem Menschen Jesus geoffenbart.

Jesus Christus ist doch nicht Gott. Was machen Sie aus dem Menschen Jesus, der mir als Mensch viel näher steht, zu dem ich eine viel tiefere Bindung habe, als wenn ich Gott in ihm sehe? Das ist Mysterium, das ist Magie, die uns junge Menschen abstößt: Gottes Sohn.

Dagegen steht, dass wir alle Gottessöhne sind, alle Menschen. Die Theologie, die Gott in Paragraphen, in Stere Dogmen – und seien Sie, wie Sie das tun, noch so frei formuliert – behauptet, die Wahrheit zu besitzen, wird nie überzeugen, sondern immer abstoßen. Denn Gott bleibt ein Geheimnis, auch für sie. Es gibt keine Vermenschlichung Gottes.

Der Junge ist ausgezeichnet, der sagt: Ich ziehe die Konsequenzen daraus, dass ich meine Vernunft arbeiten lasse. Und dann spricht er so: „Und nun sage ich das Wunder aller Wunder, dass Gott doch Mensch wird. Ja, das fasse ich erst, wenn der Heilige Geist mir Licht gibt, das gebe ich zu, nicht? Das ist das Wunder, dass Gott es nicht nötig hat, ohne es doch tut, nämlich in Jesus Christus zu uns kommt.“

Aber hier beginnt die Scheidung: Ist Jesus der Sohn des lebendigen Gottes? Meine Freunde, lassen Sie mich mal ganz praktisch sagen: Wenn Jesus nicht Gottes Sohn ist, nicht aus der anderen Dimension kommt, dann ist doch der Himmel über uns ehrenverschlossen. Dann weiß ich überhaupt nicht, ob Gott da ist. Dann kann der Himmel auch leer sein. Dann hat dieses Leben keinen Sinn. Dann sind wir Menschen, wir Bestien, nun verlassen. Dann gibt es keine Hand mehr, die die Weltregierung zügelt. Dann gibt es keinen Trost, eine Sterbe, die wieder verritten war. Dann ist Verzweiflung die einzige Lebensmöglichkeit.

Und nun hat Gott den Himmel aufgetan, und Jesus kam, der Sohn Gottes. Meine Freunde, es gibt ja ein völlig anderes Bild der Welt, nicht? Und sehen Sie, das steht im Namen Gottes: der Vater unseres Herrn Jesu Christi. So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass es einen Sohn gab, einen Sohn, damit alle, die sich ihm anvertrauen, nicht verloren werden, sondern ewiges Leben haben.

Die Bedeutung des Namens Gottes für unser Glaubensverständnis

Und das Letzte, was im Wort steht: der Vater unseres Herrn Jesu Christi. Hier steht nicht einfach „unser Vater“. Zunächst wird nicht so gesagt. Man sollte eigentlich sonntags im Gebet sagen: „Vater unser, du Vater unseres Herrn Jesu Christi, der du bist im Himmel“.

Denn durch diesen Sohn Gottes dürfen wir schließlich selbst Kinder werden. Das ist so unerhört, dass es zum Namen Gottes nicht mehr dazugehört. Der Sohn ist da, und der Vater kann sagen: „Das bist du.“

Und genau das bringt er uns bei: dass wir in seine Lage hineinkommen dürfen und ebenfalls Kinder Gottes werden können. Das ist unerhört groß, nicht wahr? Zunächst ist er der Sohn.

Liebe Freunde, ich stehe mit Entsetzen davor, dass die Zeit abgelaufen ist und ich nicht einmal mit einem Vers fertig geworden bin. Aber so müssen wir den Epheserbrief eben beginnen, nicht wahr? Wir haben ja auch Zeit miteinander.