B. Was uns heute Morgen zusammenführt, ist das Wort Gottes, das wir hören wollen.
Ich möchte Sie mit einem Wort aus dem Hebräerbrief grüßen.
Die Kraft und Bedeutung des Wortes Gottes
Das Wort Gottes ist lebendig und kräftig, schärfer als jedes zweischneidige Schwert. Es dringt durch und scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein. Es ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens.
Wir wollen miteinander das Lied singen: "Tut mir auf die schöne Pforte". Dort wird beschrieben, wie das Wort Gottes wie ein Saatkorn in unserem Leben wirken will und viel Frucht tragen kann.
Wir singen von diesem Lied 129 den ersten Vers und dann die Verse 4, 5 und 6 vom Lied 129.
Wir wollen beten: Herr Jesus Christus, du bist unter uns und willst mit uns reden. Wir danken dir, dass du dieses Wunder wahrmachst, zu uns kommst und auch hörst, was wir dir sagen.
Wir brauchen dein Wort – dein Wort, das uns zurechtweist. Wir brauchen dein Wort, das uns neuen Mut gibt. Wir brauchen dein Wort, das uns den Weg zeigt, den wir gehen können.
So ist es uns auch jetzt sehr wichtig, dass du durch alle Hindernisse und Blockierungen hindurch in unser Leben hineinreden kannst. Dass wir dein Wort verstehen und vernehmen können.
Wir möchten dich bitten, dass du unser schläfriges Gewissen aufweckst, dass wir wach werden zum Tun deines Willens. Beweg uns, dass wir nicht nur Hörer deines Wortes sind, sondern auch Täter.
Jetzt dürfen wir dir in der Stille alles bringen, was uns an Not, Ängsten und Sorgen bedrückt. Wir wollen in der Stille beten.
Wenn ich dich anrufe, so erhörst du mich und gibst meiner Seele große Kraft. Amen.
Die Weisheit Gottes im Evangelium
Ich lese aus dem ersten Korintherbrief, Kapitel 2, Verse 6 bis 16. Dort geht es um die Evangeliumsverkündigung, was uns ja brennend interessiert. Was hat es nur mit dem Bibelwort auf sich? Was ist das für ein Geheimnis? Ist es Menschenwort oder warum ist es Gotteswort?
Das ist vielleicht eine der wichtigsten Stellen überhaupt in der Bibel. Paulus erklärt, wie der Geist Gottes, der Heilige Geist, an das Bibelwort gebunden bleibt und wie der Geist Gottes durch dieses Bibelwort hindurch wirkt.
Wovon wir aber reden, das ist dennoch Weisheit bei den Vollkommenen, nicht eine Weisheit dieser Welt, auch nicht der Herrscher dieser Welt, die vergehen. Sondern wir reden von der Weisheit Gottes, die im Geheimnis verborgen ist, die Gott vor aller Zeit zu unserer Herrlichkeit vorherbestimmt hat. Diese Weisheit hat keiner von den Herrschern dieser Welt erkannt. Denn wenn sie sie erkannt hätten, so hätten sie den Herrn der Herrlichkeit nicht gekreuzigt.
Alles meint, dass es ja das Geheimnis der Weisheit Gottes ist, dass gerade Jesus als der Gekreuzigte uns das ganze Heil offenbaren kann. Es ist gekommen, wie geschrieben steht: Was kein Auge gesehen hat und kein Ohr gehört hat und in keines Menschen Herz gekommen ist, was Gott bereitet hat denen, die ihn lieben.
Uns aber hat es Gott offenbart durch seinen Geist. Denn der Geist erforscht alle Dinge, auch die Tiefen der Gottheit. Denn welcher Mensch weiß, was im Menschen ist, als allein der Geist des Menschen, der in ihm ist? So weiß auch niemand, was in Gott ist, als allein der Geist Gottes.
Wir aber haben nicht den Geist der Welt empfangen, sondern den Geist aus Gott, damit wir wissen können, was uns von Gott geschenkt ist. Und davon reden wir auch nicht mit Worten, wie sie menschliche Weisheit lehren kann, sondern mit Worten, die der Geist – also der Heilige Geist – lehrt und deutet.
Geistliche Dinge sind für geistliche Menschen bestimmt. Der natürliche Mensch aber vernimmt nichts vom Geist Gottes. Es ist ihm eine Torheit, und er kann es nicht erkennen, denn es muss geistlich beurteilt werden.
Der geistliche Mensch aber beurteilt alles und wird auch selber von niemandem beurteilt. Denn wer hat des Herrn Sinn erkannt oder wer will ihn unterweisen? Wir aber haben Christi Sinn.
Lobpreis und das Wort Gottes im Leben
Nun wollen wir gemeinsam ein neueres Lied aus diesem roten Liedheft singen, ein Lied aus unserer Zeit: „Vater, ich will dich preisen, denn dein Wort ist wunderbar“ (Lied 171).
In dieser Predigt über den zweiten Timotheusbrief kommen wir heute zu Kapitel 3, Verse 14 bis 17. Diese Verse handeln vom Wort Gottes.
Als wir auf dem Michelsberg waren, hat mir ein Naturwissenschaftler die neuesten astronomischen Entdeckungen erklärt – über die Galaxien und die Weiten des Weltalls. Das kann ich kaum noch verstehen. Doch die Bibel sagt, dass all dies nur durch das Wort des Herrn entstanden ist. Die ewigen Ordnungen des Universums stehen unter dem Befehl Gottes: Wenn er spricht, so geschieht es.
Ich bin überzeugt, dass das Wort Gottes mächtig und kraftvoll ist. Ich hoffe, dass euer ganzes Leben auf dem Wort Gottes ruht, mit ihm übereinstimmt und von ihm getragen wird.
Hier zitiert Paulus eine Stelle, die so wichtig ist, dass ich mich heute darüber freue. Wir können uns daran erinnern und einige Grundlinien klären:
„Du aber, Timotheus, bleibe bei dem, was du gelernt hast und was dir anvertraut ist. Du weißt ja, von wem du gelernt hast und dass du von Kind auf die Heilige Schrift kennst, die dich zur Seligkeit durch den Glauben an Christus Jesus unterweisen kann. Denn alle Schrift, von Gott eingegeben oder inspiriert, ist nützlich zur Lehre, zur Zurechtweisung, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes vollkommen sei und zu allem guten Werk geschickt.“ (2. Timotheus 3,14-17)
Die Zuverlässigkeit der Bibel im Leben und Dienst
Vor hundert Jahren fand in Frankfurt eine Studentenkonferenz statt, bei der der große und bekannte Missionsleiter Hudson Taylor zu Gast war. Dieser Mann baute mit seinem unerschütterlichen Vertrauen auf Gott ein Missionswerk ausschließlich auf Spendenbasis auf. Er leitete über tausend Missionsmitarbeiter in dem riesigen Land China.
Unter den Teilnehmern waren auch einige schwäbische Theologen, darunter der spätere Professor Karl Heim, der uns diese Geschichte erzählt hat. Er berichtet: Damals war das Tübinger Stift bereits eine Hochburg liberaler Bibelkritik. Die erste Frage, die einer der Schwaben diesem Missionsmann stellte, lautete: Glauben Sie wirklich jedes Wort der Bibel?
Hudson Taylor antwortete: Wenn Sie morgen Frankfurt wieder verlassen wollen, schlagen Sie das Kursbuch auf und sehen nach, dass der Zug um sieben Uhr fährt. Wenn dort sieben Uhr steht, brauchen Sie keine langen Untersuchungen über die Zuverlässigkeit des Kursbuches anzustellen. Sie gehen zum Bahnhof, finden den Zug, steigen ein und fahren.
So, wie Sie es mit dem Kursbuch machen, sagt Hudson Taylor, habe er es in den letzten fünfzig Jahren mit der Bibel gehalten – mit den Geboten und Weisungen dieses Wortes. Er berichtet, dass er hunderte Male in Lebensgefahr war, in kritischen Situationen. Aber nie hätten ihn die Weisungen der Bibel auch nur einmal enttäuscht. Er habe sich ganz darauf verlassen können.
Dann schaute er die jungen schwäbischen Theologen an und sagte: Ich kann Ihnen nur einen Rat geben: Handeln Sie ebenso, und Sie werden dieselben Erfahrungen machen.
Genau diesen Rat gibt Paulus seinem jungen Mitarbeiter Timotheus. Ich möchte ihn noch einmal in Erinnerung rufen. Timotheus war ein ängstlicher Typ, blutjung und krank. Paulus machte ihm noch einmal deutlich, dass er in einer gottlosen Zeit lebe, mit schwierigen Zeitströmungen. In der Gemeinde tobten Irrlehrer und Schwärmer, die Welt um ihn herum war zuchtlos.
Wenn man einem jungen Mann sagen soll, er solle sein Leben möglichst unbeschadet durch diese Zeit bringen, wäre das schon viel für Timotheus. Doch es geht um noch viel mehr. Der alte Apostel sitzt im Gefängnis und legt sein ganzes Lebenswerk – die Fürsorge für die Gemeinden, die gesamte Verantwortung – in die Hände dieses jungen Mitarbeiters.
Wie soll der junge Mann das schaffen? Wie soll er die Weisheit haben, um all die Gemeinden richtig zu führen? Paulus gibt Timotheus keine lange Liste mit Fachleuten, bei denen er Rat suchen kann, sondern sagt ganz schlicht: Bleib doch bei der Bibel.
Das ist der erste Punkt, den wir uns heute einprägen wollen: Man kann sich ganz fest auf das Bibelwort verlassen – ausgerechnet auf die verspottete, verlachte und verachtete Bibel.
Dabei hatte Timotheus ja noch nicht einmal unsere Bibel, das Neue Testament, sondern nur das Alte Testament. Dazu kam, was damals wie ein Katechismus in der Urgemeinde weitergegeben wurde: die Apostellehre.
Von diesem kleinen Fundus – dem Alten Testament und der Apostellehre – sagt Paulus zu Timotheus: Du kannst dich felsenfest darauf verlassen. Nie wird dich dieses Wort in die Irre führen. Du kannst hier deinen Weg ganz sicher gehen. Du wirst dein Heil, dein Leben retten können. Dort wirst du Jesus Christus ganz verlässlich finden.
Die Herausforderung der Bibeltreue in der heutigen Zeit
Wenn ich heute Morgen ein solches Thema anschneide, müssen wir klare Worte sprechen. In unserer evangelischen Kirche ist das heute oft nicht mehr eindeutig. Egal, wohin man geht, das Thema ist umstritten. Fast alle Menschen sprechen anders darüber und haben unterschiedliche Meinungen zur Bibel.
Schauen Sie sich einmal den Vers an, der vor unserem Wort steht: Vers 13 im dritten Kapitel. Paulus spricht dort von bösen Menschen und Betrügern, die mit der Zeit immer schlimmer werden. Sie verführen und werden selbst verführt. Von wem spricht Paulus hier? Er meint diejenigen, die das Wort Gottes verfälschen.
Das Wort „Betrüger“ habe ich nicht erfunden, es stammt vom Apostel Paulus. Dieses Wort kommt nur einmal in der Bibel vor, und zwar genau an dieser Stelle. Wenn Sie wissen wollen, was es bedeutet: Es sind Zauberer, die mit Lug und Trug arbeiten. Sie spielen mit der Wahrheit, täuschen etwas vor, hinter dem nichts steckt. Sie sind verführt und werden selbst verführt. Bleiben Sie nur bei der Bibel!
Das ist ein hartes Wort. An der Bibel scheidet sich alles. Sie ist der Fels in der Brandung. Es gibt so viele, die durcheinandergebracht wurden, vielleicht schon im Religionsunterricht. Man muss die Bibel nicht nach seinem eigenen Verstand zurechtbiegen. Verlass dich nicht auf deinen Verstand! Sonst bist du erst recht der Willkür ausgeliefert.
Das Wort Gottes, so wie man es liest, kann man verstehen. Es ist absolut verlässlich, besonders in allem, was zu unserem Heil gesagt wird. Darauf kann man sich verlassen.
Wenn wir jetzt prüfen wollen, wer eigentlich fälscht, wer der Gaukler ist, wer betrügt und verführt, brauchen wir einen festen Maßstab. Jede Lehre muss man an der Bibel messen. Ich will mich dabei nur an Jesus halten.
Leider haben wir nicht die Zeit, das im Detail im ganzen Neuen Testament durchzugehen. Jesus hat mit seinen Jüngern darüber gesprochen, dass er leiden muss. Die Jünger waren empört und sagten: „Nein, Herr Jesus, das darf nicht passieren!“ Doch Jesus antwortete: „Es steht doch geschrieben.“ Jeden Zweifel, jeden Einwand wies er zurück. Vor der Bibel gibt es keine Einwände.
Nach der Auferstehung, als Jesus mit zwei Jüngern auf dem Weg nach Emmaus war, sagte er: „Was, das wisst ihr nicht? Es steht doch in der Schrift!“
Was sind Menschen, die sich erlauben, das Wort der Schrift zu verändern? Die plötzlich ihre eigenen Gedanken hineinbringen und sagen, es sei so gemeint? Es gibt immer wieder Meinungen von Theologen, aber wenn man ein paar Jahre wartet, kann man deren Bücher oft für Pfennigpreise kaufen, weil sie verramscht werden.
Das Wort der Bibel ist durch die Jahrhunderte hindurchgegangen, allen Moden und Meinungen zum Trotz. Jesus hat im hohenpriesterlichen Gebet für seine Gemeinde gebetet. Er musste sie verlassen, war nicht mehr sichtbar bei seinen Leuten. Er sagte: „Ich werde euch einen Tröster schicken, den Heiligen Geist. Er wird euch lehren.“
Er bat den Vater, dass die Gemeinde geheiligt werde in der Wahrheit durch das Werk des Heiligen Geistes. Aber was ist die Wahrheit? Wissen Sie es? Dort steht es in Johannes 17: „Dein Wort ist die Wahrheit.“
Will man dieses Wort Jesu umstoßen? Daran gibt es nichts zu rütteln, es steht fest. Der Heilige Geist wollte noch nie etwas anderes, als dieses Wort Jesu zum Klingen zu bringen und ihm Nachdruck zu verleihen.
Jesus sagt: „Meine Worte sind Geist und Leben.“ Darin ist der Heilige Geist enthalten.
Deshalb kann man fragen: Passt die Bibel überhaupt in unsere Zeit? Sie stammt doch aus einer alten Zeit, wurde in einem anderen Land gesprochen, für andere Menschen. Paulus sagt zu Timotheus: „Dieses Wort wird sich in deinem Leben als die Wahrheit zeigen und offenbaren. Du brauchst dich nicht irritieren zu lassen von dem, was andere sagen. Sie werden sich selbst vor diesem Wort entlarven als Gaukler, als Schwindler, traurige Schwindler, die betrügen und verführt werden.“
Das steht im Vers 13, und ich kann es nicht anders deuten.
Wenn wir auf eigene Erleuchtungen angewiesen wären, auf unsere Gedanken im Glauben, wäre unser Christentum nur eine Fata Morgana, eine Luftspiegelung. Wenn wir auf die Weisheit von Menschen angewiesen wären, könnte unser Glaube sich nach jedem Wind drehen.
Das ist übrigens die ganze Notlage unserer evangelischen Kirche: Wir wissen nicht mehr, was das Wort Gottes ist.
Ich bin überzeugt: An jedem Ort, wo man beginnt, aufrichtig und unter Leitung des Heiligen Geistes die Bibel zu lesen, wird Gemeinde wachsen und lebendig werden. Denn das Wort Gottes ist das Einzige, was Gemeinde zum Leben erwecken kann, was Menschen zum Glauben führt, was überwindet und überzeugt.
Ohne das Wort Gottes bin ich blind, leer, ohne Hoffnung und ohne Inhalt in meinem Leben. Ich weiß nicht, was ich tun soll.
Deshalb bleibe bei dem, was du gelernt hast. Bleibe bei dem Wort, bleibe bei dem, was du schon in Kindertagen gehört hast. Es gibt kein anderes Fundament des Glaubens, auf dem wir stehen können.
Die Inspiration und bleibende Kraft der Schrift
Jetzt kommt das Zweite: Das Bibelwort ist voller sprühender Aktivität. Da steht ein Satz, der schon viele verschiedene Menschen sehr gereizt und verdrossen gemacht hat. Dort steht das Wort, dass die Schrift von Gott inspiriert und eingegeben sei.
Ich weiß nicht, wie oft ich schon gehört habe, dass man sich nicht vorstellen dürfe, die Leute hätten willenlos da gesessen, als ob sie mit einem Griffel geführt worden wären – ich weiß nicht, warum der Griffel plötzlich so oft erwähnt wird – als ob sie in einer fremden Hand gewesen wären.
Lesen Sie einmal die Apostelgeschichte: Der Heilige Geist hat durch das gepredigte Wort gewirkt. Wenn Gott will, dass sein Wort geschrieben wird, wie viel mehr wird sich dann der Geist Gottes bemüht haben, dass sich kein Fehler einschleicht, wenn er uns ein Fundament des Glaubens geben will.
Hier steht, der Geist Gottes habe gewirkt. Da saßen Menschen, die gebetet haben: „Herr, ich will doch nur deinen Willen erkennen.“ Sie wollten nicht ihre eigenen Gedanken oder Weisheiten niederschreiben. Das waren die Apostel, Propheten und Evangelisten.
Aber es ist noch viel mehr. Natürlich hat bei der Abfassung der biblischen Bücher der Geist Gottes mitgewirkt – ja, was denn sonst? Sonst wäre das ja nur eine Modemeinung, abhängig von den kulturellen Grenzen, in denen es gesprochen oder geschrieben wurde.
Viel wichtiger ist mir aber bei diesem Punkt, dass die Schrift von Gott eingegeben ist, dass heute der Heilige Geist im Bibelwort steckt. Das ist ja das Geheimnis: Der Heilige Geist steckt heute im Bibelwort. Darum braucht man die Bibel überhaupt nicht zu aktualisieren.
Manchmal legen sie doch nur eine ganz moderne, modische Übertragung der Bibel vor. Wie schnell veralten diese aktualisierten Worte! Manchmal hat man richtig Freude, wieder einen alten, kernigen Luther zu hören und merkt, dass es gar nicht auf die Modeworte oder die Slangsprache ankommt, so wie junge Leute heute reden.
Das merken auch junge Leute, dass da etwas anderes im Bibelwort drinsteckt. Der Heilige Geist macht das Wort lebendig und wirkt in die Tiefe unserer Seele, unseres Herzens und unseres Willens hinein und bewirkt dort etwas.
Es kommt also gar nicht auf die modische Form an. Natürlich probieren wir es auch, aber interessanterweise werden alle modischen Anpassungen beim Bibelwort immer schnell unbedeutend. Nach zwei, drei Jahren will niemand mehr diese Version haben, weil sie so schnell veraltet.
Das Bibelwort bleibt. Das Bibelwort bleibt.
Die Wirkung des inspirierten Wortes Gottes
Was heißt denn das, inspiriert? Was heißt das, eingegeben? Das steht gleich am Anfang der Bibel: „Und Gott hauchte in Adam seine lebendige Seele ein.“ Da wissen Sie, was Gott beim Bibellesen macht. Durch das Bibellesen werden wir neue Menschen.
Super, das passiert, wenn ich die Bibel lese. Johann Albrecht Bengel, der große Schriftforscher, sagt einmal: „Alle Worte der Bibel atmen Auferstehung.“ Alle Worte der Bibel atmen Auferstehung.
Haben Sie mal probiert, wie das ist? Auf dem Friedhof sitzt man da und schaut auf den Sarg. Ich finde es ja eine Zumutung, was man da mit den Leuten macht. Dann sagt jemand ein Wort Gottes, und plötzlich spüren Sie, wie von einer anderen Welt eine Hoffnung da ist, Leben da ist.
Am Krankenbett, wenn keine menschliche Hoffnung mehr da ist, sagt jemand ein Gotteswort. Und da merken Sie: Es atmet Auferstehung! Selbst in den Händen der Lästerer und Spötter, wissen Sie, was das ist? Von Gott eingehaucht, da ist Kraft drin.
Ich will doch mit niemandem über die Bibel streiten. Verstehen Sie das heute auch nicht. Ich will Ihnen nur als ein ganz schlichtes, privates Bekenntnis erzählen, was das in mir gewirkt hat: neue Freude! Ich darf jeden Tag auf der Lauer liegen, bis sich das Wunder an mir ereignet.
Ich brauche mit niemandem zu diskutieren, es nützt auch gar nichts. Das Wort Gottes beweist sich an den Gewissen der Menschen. Paulus sagt: Bibellesen ist sehr nützlich. Bibellesen ist sehr nützlich, da wird man gescheit. Das ist zur Lehre gut, da macht man Entdeckungen, da wird man klug. Das ist für unseren Verstand wichtig.
Ohne Bibellesen bleibt unser Verstand unterbelichtet. Man muss die Bibel lesen, ganz wichtig, das bildet uns. Ach, man müsste jetzt bloß mal in der Bibel nachschauen, ein Wort aus dem Psalm zwölf. Wissen Sie, was da steht? „Die Worte des Herrn sind lauter wie Silber, im Tiegel geschmolzen, geläutert siebenmal.“
Die Worte Gottes sind so wertvoll, so rein wie kein Edelmetall in unserer Welt. Da findet ihr keine irdischen Schlacken mehr daran. Und wenn Sie aus der Ewigkeit nochmals zurückblicken können, sagen Sie: Warum habe ich nicht mehr dem Wort Gottes vertraut? Was war das für ein Licht durch diese dunkle Weltzeit!
Nach aller theologischen Forschung weiß ich gar nicht, welche Stille der Bibel überhaupt je nicht klar sein sollte und welche durch irgendwelche Forschungen je nicht bestätigt werden könnte.
Dann sagt Paulus weiter: Das Wort Gottes ist gut zur Lehre, nütze zur Lehre. Warum ist es noch nütze? Zur Rechtweisung, weil es Schuld aufdeckt.
Übrigens: Frömmeln und bigott sein kann man nur, wenn man nicht Bibel liest. Da müssen Sie sie im Schrank lassen. Wenn Sie Bibel lesen, vergeht Ihnen das. Da wird immer Ihre Schuld ins Licht gezogen, und da geht es handfest um Versäumnis und Unrecht. Da wird das Gewissen angesprochen.
Und dann steht noch da: zur Besserung, das heißt zur Aufrichtung. Dass man eigentlich widerstehen kann, dass man wieder Mut hat, dass man Freude hat, dass man wieder neue Zuversicht bekommt.
Das passiert beim Bibellesen. Das ist nützlich, das heilt selbst eine angeschlagene Seele. Therapie, Pädagogik – das ist ganz wunderbar.
Die Kraft des Wortes in Not und Lebenskrisen
Jetzt gebe ich Ihnen noch ein paar Beispiele.
Im Augenblick des Sterbens: Wenn Sie die Hand des liebsten Menschen loslassen müssen, der Sie noch bis an die Schwelle des Todes begleitet, dann wird das Wort Gottes bestehen bleiben. Alle Zusagen werden dann im Sterben in Kraft gesetzt sein.
Oder wenn Sie plötzlich in tiefe Verzweiflung stürzen, weil Sie über Ihre Schuld im Leben erschrecken und nicht wissen, wohin Sie fliehen sollen. Sie sagen: „Ich habe so viel auf mich gehäuft.“ Dann spricht dieses Wort Gottes zu Ihnen: Sie sind reingewaschen, in die Tiefe des Meeres versenkt.
Oder wenn Sie unter der Sinnlosigkeit des Lebens zusammenbrechen, weil schreckliche Unfälle oder Katastrophen geschehen sind und Sie keinen Ausweg mehr wissen. Sie wollen am Leben verzagen. Dann hören Sie dieses Wort und sagen: „Was Gottes Wort sagt, ist höher als mein Begreifen und Verstehen.“
Sie ahnen etwas von den Lebensführungen Gottes und können ihm vertrauen, auch wenn Sie nichts mehr verstehen.
Die Formung des Menschen durch das Wort Gottes
Ein letzter Punkt: Was kann die Bibel aus uns machen?
Wir fragen oft: Was machen wir aus der Bibel? Das klingt manchmal wie eine Jammergeschichte, ein Trauerspiel. Aber was kann die Bibel tatsächlich aus uns machen? Sie wirkt Gerechtigkeit und zieht uns zur Gerechtigkeit hin.
Wir brauchen ein Bild, das ebenfalls aus der Bibel stammt, aus dem Prophetenwort. Das Wort Gottes ist wie ein Hammer – ein Hammer, den ein starker Schmied schwingt. Was macht ein Schmied mit dem Hammer? Er bearbeitet ein Eisenstück, das zuvor in der Glut erhitzt wurde, und formt es.
Wissen Sie, dass das Wort Gottes uns neu machen will? Oft begegnen wir dem Wort Gottes so, als könnten wir es aus der Sicht fertiger Menschen beurteilen. Sind wir aber wirklich bereit, uns verändern zu lassen? Können wir sagen: „Rede, Herr, dein Knecht hört. Schlag zu, Herr, triff mich!“?
Was macht die Bibel mit mir? Ich will mich auf dem Amboss zurechtschlagen lassen. Kann das Wort Gottes uns zur Gerechtigkeit erziehen? Im Vers 17 steht, dass der Mensch Gottes vollkommen sei und zu allem Guten geschickt werde. Das ist Gottes Wunsch: Dass wir keine Schwätzer sind, auch keine Schwätzer über das Gotteswort, sondern Täter.
Menschen mit festem Charakter, Menschen der Tat, die schnell dort sind, wo Hilfe nötig ist. Menschen, die von Liebe gedrängt sind und helfen können. Das schafft das Wort Gottes aus uns: aus notvollen Persönlichkeiten, die oft geschleppt werden, werden selbständige Charaktere, die etwas mit beiden Händen anpacken können.
Ich will ein Mensch Gottes werden, vollkommen zu allem Guten geschickt. Ich bin nicht vollkommen, Herr, leuchte hinein in mein Seelenleben, in die Winkel meines Herzens. Decke auf, was noch korrigiert werden muss. Ich will dir trauen, dass du mächtiger bist als ich. Ich will deinem Wort trauen, das die Planeten in eine neue Ordnung der Weltschöpfung gesetzt hat. Du kannst auch in meinem Leben diese tolle Harmonie bewirken.
Herr, heile mich, mach mich neu – so wollen wir beten.
Paulus schreibt das seinem jungen Timotheus in einer Zeit, in der Schwindler umhergehen, Schwärmerei verbreitet wird und Verwirrung herrscht. Es sind gottlose und zuchtlose Zeiten, in denen jeder irritiert ist und sagt: „Ich weiß gar nicht mehr, wo der Weg ist.“ Wo soll ich wissen, was der Weg ist? Bleibe beim Wort.
Ein persönliches Zeugnis und Einladung zum Vertrauen
Ich möchte schließen mit einem Rat, den ich Ihnen geben möchte. Vielleicht wird es schon morgen oder übermorgen eine Gelegenheit geben, lieber mit Christus zu sprechen und zu sagen, was Karl Heim einst bei der Studententagung in Frankfurt über Hudson Taylor erzählte.
Fragen Sie ihn: Glaubst du wirklich ganz an das Bibelwort? Dann brauchen Sie gar nicht viel zu reden. Sie können ihm sagen: Ja, ich verlasse mich nicht mehr auf meinen Verstand.
Sagen Sie nur eines: Wenn Gottes Wort nicht mein Trost geworden wäre, so wäre ich vollständig vergangen in meinem Elend.
Das ist der Grund, warum das Wort Gottes so wunderbar, so wunderbar, so wunderbar, so wunderbar, so wunderbar, so wunderbar, so wunderbar, so wunderbar, so wunderbar, so wunderbar, so wunderbar, so wunderbar, so wunderbar, so wunderbar, so wunderbar, so wunderbar, so wunderbar, so wunderbar, so wunderbar, so wunderbar, so wunderbar, so wunderbar, so wunderbar, so wunderbar, so wunderbar, so wunderbar, so wunderbar, so wunderbar, so wunderbar, so wunderbar und so stark und so herrlich in unserem Leben bleibt.
Wer es entdeckt hat, der weiß es. Amen!
Das Lied der Reformationszeit und Gebet um Bewahrung
Nun wollen wir ein Lied singen, das aus der Reformationszeit stammt und von der Wunderkraft des Wortes Gottes spricht. Das Lied 207 „Ach, bleibe bei uns, Herr Jesu Christ“ ist kein Abendlied.
In der Reformationszeit litt man nicht nur darunter, dass das Wort der Bibel neu entdeckt wurde, sondern auch daran, dass sich zur gleichen Zeit eine Fülle der verrücktesten Schwärmerei und Irrlehre ausbreitete. Diese Verwirrung betraf sowohl die Menschen als auch die Gemeinden.
Darum wollen wir alle neun Verse dieses Liedes singen, damit das göttliche Wort das helle Licht bei uns nicht auslöscht. Unausweichlich bleibt mir der Eindruck, als habe vor 15 Jahren hier auf dieser Kanzel Manfred Hausmann mit uns ein Gebet gebetet. Es war ein Gebet der Beugung und der Buße unseres Umgangs mit Gottes Wort.
Jetzt wollen wir miteinander beten und noch einmal dieses Gebet mit den Worten Manfred Hausmanns hören:
Ach Herr, wir sind furchtsam gewesen, als wir getrost sein sollten,
und getrost, als wir uns hätten fürchten müssen vor deinem Wort.
Wir haben geredet, als wir hätten schweigen sollen,
und geschwiegen, als wir hätten reden müssen mit deinem Wort.
Wir sind begierig gewesen, als wir satt sein sollten,
und satt, als wir hätten begierig sein müssen nach deinem Wort.
Wir haben uns stark gebärdet, als wir verzagt sein sollten,
und verzagt, als wir stark sein mussten durch dein Wort.
Wir sind hingegangen, als wir hätten fliehen sollen,
und geflohen, als wir hätten hingehen müssen zu deinem Wort.
Wir haben verziehen, als wir anklagen sollten,
und angeklagt, als wir hätten verzeihen müssen unter deinem Wort.
Wir sind froh gewesen, als wir hätten trauern sollen,
und traurig, als wir hätten froh sein müssen über dein Wort.
Wir haben vertraut, als wir hätten zweifeln sollen,
und gezweifelt, als wir hätten vertrauen müssen auf dein Wort.
Vergib uns, Herr, um Christi willen.
Gemeinsames Vaterunser und Ankündigungen
Lasst uns gemeinsam beten:
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name,
dein Reich komme,
dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute,
und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.
Ich möchte noch etwas bekanntgeben: Am nächsten Sonntag haben wir nochmals einen Abendgottesdienst um 18:00 Uhr in anderer Form. Das ist immer wieder wichtig, dass wir das auch tun.
Vor vierzehn Tagen kam ein junger Mann nach dem Gottesdienst zu mir und fragte: „Warum singen Sie eigentlich immer die alten Lieder?“ Beim Verabschieden hat man ja nie Zeit, und da hätte ich ihm noch gerne gesagt – vielleicht sitzt er jetzt hier –, dass ich meine: Die Tiefe dieser Lieder ist nicht abgesungen.
Bei den modernen Liedern ist es oft so, dass sie nach ein paar Jahren nur noch ein Ohrwurm sind und man sie nicht mehr hören kann. Aber wir lieben auch die neuen Lieder, und deshalb machen wir die Abendgottesdienste. Das soll auch eine Situation sein für junge Leute und für andere, die vielleicht keinen Zugang dazu haben. Und so haben wir das ganz schön verteilt.
Ich möchte Sie noch einmal bitten, darauf hinzuweisen und gerade auch dazu einzuladen.
Dann ist mir wichtig, die Evangelisation mit Billy Graham anzusprechen, die von Freitag in acht Tagen bis Sonntag stattfindet, also von Freitagabend, dem 17., bis Sonntag, dem 19. März.
Wir haben uns schon vor Wochen vorgenommen und gesagt, wir wollen ganz gezielt Leute einladen und vorher für sie beten. Das ist ganz wichtig.
Für Hudson Taylor, von dem ich vorhin erzählt habe, hat die Mutter gebetet und ist nie von den Knien aufgestanden, bis sie sagen konnte: „Ich bin gewiss, dass Gott mein Gebet erhört hat.“ Es ist schön, wenn Beter auch mit Gott ringen.
Wir wollen beten und für uns selbst einen Segen erbitten.
Die Mitarbeiterkonferenz, die ebenfalls von Freitag bis Sonntag stattfindet, ist für Christen gedacht. Nehmen Sie bitte die Zettel mit und geben Sie sie auch weiter, wo Sie denken, dass sie eine Hilfe sein könnten.
Wir freuen uns, dass wir hier die Möglichkeit haben, auch diese Veranstaltung aus Puerto Rico in unserer Kirche und in unserem Gemeindehaus mitzuerleben.
Bericht aus Surinam und Aufruf zum Opfer
Dann möchte ich noch etwas zum Opfer sagen. Im Januar war ich in Surinam. Das ist ein Land im Nordosten Südamerikas, das sehr früh von den Herrnhuter Zinzendorf-Missionaren erreicht wurde. Heute leidet es unter einem schrecklichen Bürgerkrieg und großen wirtschaftlichen Nöten.
Für einen Flughafen muss man einen Dollarbetrag zwangsweise in die Landeswährung umtauschen, ähnlich wie früher in der DDR. Für einen Dollar bekommt man 72 surinamische Gulden. Wir konnten gerade noch mit der Maschine zählen, denn man musste das Geld durchlaufen lassen, es ließ sich kaum noch zählen. Das zeigt, wie ein Land in der Inflation versinkt.
Ich habe den Pastor gebeten, ob wir nicht auch in der Hauptstadt Paramaribo zu den Herrnhutern gehen könnten. Dort gab es eine Bibelanstalt mit einem Mann, der gut Deutsch sprach und sogar hier in Stuttgart studiert hat. Das war interessant.
Dann fragte ich ihn, was ihre größte Not sei. Er antwortete: „Unsere schlimmste Not gegenwärtig ist, dass wir 5.500 Neue Testamente bestellt haben. Sie sind alle schon von den Gemeinden vorgemerkt. Wir haben von den Weltbibelanstalten einen Sonderpreis bekommen, der besonders günstig ist. Doch durch die Inflation können in wenigen Tagen keine Gemeinden mehr die Testamente kaufen. Sie liegen alle da, und niemand kann sie haben.“
Ich sagte ihnen, dass wir das übernehmen würden. Es ging um einen Betrag von 5.000 Mark. Ich denke, wir sollten heute für diese Testamente spenden.
Diese Surinamesen sind ein interessantes Volk. Viele sind Nachkommen entlaufener Sklaven von damals. 27 Prozent sind Hindus, etwa 14 Prozent Moslems. Das gibt es sonst nirgendwo mehr in Südamerika. Trotzdem gibt es dort mutige, bekennende missionarische Gemeinden.
Was mich gefreut hat, ist, dass das Wort Gottes dort gebraucht wird und Menschen darauf warten. Wir sind dann mit der Fähre über den Fluss gefahren, um tief ins Landesinnere, in den Dschungel, zu gelangen. Dort war viel durch den Bürgerkrieg zerstört.
An der Fähre gab es eine Tankstelle, wo wir kurz anhielten. Dort passte eine Frau auf die Fahrräder auf, die mit der Fähre in die Stadt gebracht wurden. Sie verdiente sich so ein paar Pfennig. Die Frau, die dort saß, hatte einen Bibelkurs gemacht.
Wir haben uns einfach gefreut, wenn man das so sieht: Am äußeren Leben erkennt man Christen, die mit dem Wort Gottes leben.
Wir wollen heute unser Opfer für diese surinamischen Neuen Testamente geben. Sie brauchen sich keine Sorgen zu machen, denn die D-Mark ist stabil. Die Inflation kann weiterlaufen, aber die D-Mark bleibt fest. Deshalb kann man mit ausländischer Währung immer etwas machen. Die Inlandswährung ist dagegen nichts mehr wert und verfällt.
Vielen Dank, dass Sie diese Christen dort mittragen und mitverantworten.
Abschied und Segenswunsch
Bestattet wurde in der vergangenen Woche Marie Karoline Sinn, geborene Beck, vierundachtzig Jahre alt, wohnhaft in der Schickstraße 2. Sei stille dem Herrn und harre auf ihn.
Und nun will der Herr Sie segnen. Er will mit Ihnen gehen, er will bei Ihnen sein, und er gibt Ihnen sein Wort. Dieses Wort soll mit Ihnen gehen, wohin auch immer Sie gehen. Es soll zum Leuchten kommen und Ihr Leben hell machen.
Wir wollen um den Segen Gottes bitten: Herr, segne uns und behüte uns. Herr, lass Dein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig. Herr, hebe Dein Angesicht auf uns und gib uns Deinen Frieden.
