
Der verlorene Sohn
Der Bruch in der guten Schöpfung
Und da ist doch, wenn ich das so beschreibe, wie wunderbar die Bibel am Anfang sagt, wie Gott sich das gedacht hat. Er sagt ausdrücklich: Sehr gut ist es.
Aber da muss etwas schiefgegangen sein. Da ist ein Riss, ein Bruch drin. Die Sache ist nicht mehr so, wie sie sein sollte.
Und da möchte ich heute Abend mit euch eine Geschichte aus der Bibel teilen, die auf einzigartige Weise beschreibt, wie groß und wie stark unsere Identität ist. Gott will, dass wir wissen, wer wir sind, was uns wirklich ausmacht: Spiegelbilder des Schöpfers, gesegnet von ihm, beauftragt, mit einer unglaublichen, einzigartigen Würde.
Aber was ist da schiefgegangen? Und kann das wieder in Ordnung kommen?
Das ist wahrscheinlich die berühmteste Geschichte der Weltgeschichte überhaupt. Jesus erzählt sie. Und ich will Ihnen nachher auch sagen, warum nur Jesus diese Geschichte erzählen kann. Sie ist eine Gleichnisgeschichte, aber diese Geschichte ist nur wahr, weil Jesus sie erzählt. Denn Jesus macht diese Geschichte wahr.
Gut, das behaupte ich jetzt einfach mal so. Ich will es Ihnen erklären, und Sie müssen das überprüfen.
Und ich gebe Ihnen auch heute Abend, wie ich das gestern Abend gemacht habe, die Stelle an, damit ich Sie bitte: Prüfen Sie das. Besorgen Sie sich eine Bibel, wenn Sie keine haben. Ich sage es noch einmal: An den Büchertischen gibt es sie. Und lesen Sie das noch einmal selbst im Originalton der Bibel. Das wird Ihnen helfen. Prüfen Sie bitte, was wir heute Abend hier hören.
Sie finden das im Neuen Testament, im Lukasevangelium, im Kapitel 15. Bei mir ist das auf Seite 94, hinten im hinteren Teil der Bibel. Ungefähr so geht das da: Lukasevangelium, Kapitel 15. Sie können das ganze Kapitel lesen, ich lese nachher nur den zweiten Teil.
Und da ist diese Gleichnisgeschichte, wobei jeder sofort spüren wird, wen Jesus da meint: von einem unglaublichen Vater, den es eigentlich in Wirklichkeit unter uns Menschen so nicht gibt. Das merken die Leute damals noch viel stärker als heute. Aber ein wunderbarer, einzigartiger Vater und zwei Söhne, bei denen man sich fragt: Wer ist der größere Problemfall? Das werden wir sehen.
Ich will Ihnen das einfach vorlesen, weil es so großartig ist. Ich will es nicht nur erzählen.
Die Rückkehr des Jüngeren
Jesus sprach: Ein Mensch hatte zwei Söhne. Und der jüngere von ihnen sprach zu dem Vater: Gib mir, Vater, das Erbteil, das mir zusteht. Und er teilte Hab und Gut unter sie.
Und nicht lange danach sammelte der jüngere Sohn alles zusammen und zog in ein fernes Land. Dort brachte er sein Erbteil durch mit Prassen, also mit Verschwendung.
Als er nun all das Seine verbraucht hatte, kam eine große Hungersnot über jenes Land, und er fing an zu darben, also bittere Not zu leiden. Und er ging hin und hängte sich an einen Bürger jenes Landes. Der schickte ihn auf seinen Acker, die Säue zu hüten.
Und er begehrte, seinen Bauch zu füllen mit den Schoten, die die Säue fraßen. Aber niemand gab sie ihm.
Da ging er in sich und sprach: Wie viele Tagelöhner hat mein Vater, die Brot in Fülle haben, und ich verderbe hier im Hunger. Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir. Ich bin nicht mehr wert, dass ich dein Sohn heiße. Mache mich zu einem deiner Tagelöhner.
Und er machte sich auf und kam zu seinem Vater. Als er aber noch weit entfernt war, sah ihn sein Vater, und es jammerte ihn. Er lief und fiel ihm um den Hals und küsste ihn.
Der Sohn aber sprach zu ihm: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir. Ich bin nicht mehr wert, dass ich dein Sohn heiße.
Aber der Vater sprach zu seinen Knechten: Bringt schnell das beste Kleid her und zieht es ihm an. Gebt ihm einen Ring an seine Hand und Schuhe an seine Füße. Und bringt das gemästete Kalb und schlachtet es. Lasst uns essen und fröhlich sein, denn dieser mein Sohn war tot und ist wieder lebendig geworden. Er war verloren und ist gefunden worden.
Und sie fingen an, fröhlich zu sein.
Der ältere Bruder und die offene Frage
Aber der ältere Sohn war auf dem Feld. Und als er nahe zum Haus kam, hörte er Singen und Tanzen. Da rief er einen der Knechte zu sich und fragte, was das bedeute. Der aber sagte ihm: Dein Bruder ist gekommen, und dein Vater hat das gemästete Kalb geschlachtet, weil er ihn gesund wiederbekommen hat.
Da wurde er zornig und wollte nicht hineingehen. Da ging sein Vater heraus und bat ihn. Er aber antwortete und sprach zu seinem Vater: Siehe, so viele Jahre diene ich dir und habe dein Gebot noch nie übertreten, und du hast mir nie einen Bock gegeben, damit ich mit meinen Freunden fröhlich gewesen wäre. Nun aber, da dieser dein Sohn gekommen ist, der dein Hab und Gut mit Huren verprasst hat, hast du ihm das gemästete Kalb geschlachtet.
Der Vater aber sprach zu ihm: Mein Sohn, du bist allezeit bei mir, und alles, was mein ist, ist dein. Du solltest aber fröhlich und guten Mutes sein; denn dieser dein Bruder war tot und ist wieder lebendig geworden, er war verloren und ist wiedergefunden worden.
Was für eine Geschichte, was für eine Familie! Wir verstehen das sofort, glaube ich. Jesus redet in diesem Gleichnis von dem Vater, der der lebendige Gott ist, und wir gehören eigentlich zu ihm, geschaffen als seine Kinder. Alles gehört uns gemeinsam in der Familie Gottes, so wie er es in der Schöpfung gesagt hat: Macht euch die Erde untertan. Ihr sollt gesegnet sein, er beauftragt uns.
Es wurde ja nicht geteilt. Da sagte der Vater nicht: Das ist meins, das gehört dir, und das ist seins. Sondern der Vater war der Eigentümer. Aber es gehört ja der ganzen Familie. Sie konnten es genießen, sie lebten miteinander. Eine großartige Geborgenheit, ein Zuhause. Hier gehöre ich hin, ich darf wissen, wer ich bin. Ich gehöre hier zu diesem Vater und in diese Welt, die er geschaffen hat. Das ist mein Platz.
Dann kommt die dramatische Wende. Der Jüngere sagt: Oh, nix hier, no risk, no fun. War ja toll zuhause, aber ist auch ein bisschen langweilig, nicht? Eigentlich ist der Typ ja sympathisch. Es ist nicht so ein Nesthocker, der immer auf Nummer sicher geht, der schon mit 14 an die Rente denkt oder so. Der will was unternehmen. Und er sagt: Ich bin zu gut versorgt, immer auf Nummer sicher, alles toll. Nichts los. Er sagt: Gib mir meinen Teil, der mir zusteht.
Er hatte alles. Er hatte ja mehr. Er hatte als Sohn ja das volle Recht und er durfte ja mehr nutzen, als was sein zuständiges Erbteil war. Aber er will ja gar nicht alles. Er will ja nur das, worauf er ein Recht hat. Und er will es für sich haben. Er will nicht länger den Schutzraum mit dem Vater. Und er will auch nicht die Solidarität mit dem Bruder und der ganzen Familie. Er will seinen Teil für sich.
Und das heißt: Kurz danach packt er alles zusammen und verflüssigt das Zeug. Er muss das ja alles in Cash umgewandelt haben, die ganzen Grundstücke und so weiter, und macht sich auf. Und wirklich große Distanz, viel Abstand, damit der Alte nicht mehr reinreden kann.
Also ich schwanke ja immer hin und her, ob ich den nun kritisieren soll oder ob ich den nicht ganz sympathisch finde. Wenn ich nämlich manche Leute betrachte, denen würde ich mal einen Tritt geben, wenn wir sagen: Hör mal, mach mal Beine. Nun wach mal was in deinem Leben! Also diese Nesthockerei ist natürlich auch völlig ungesund. Manche kommen von zu Hause nicht los. Und dann ist man auch noch gesegnet mit Helikoptereltern, die alle immer darüberbleiben und in unendlicher Fürsorge noch mit einem aufs Arbeitsamt gehen und zur Universität, zur Studienberatung und so. Da passieren ja heute Sachen. Das kannst du nur beim Psychiater abwickeln, aber es ist unglaublich.
Also auf diesem Hintergrund finde ich den Typ eigentlich ganz sympathisch, dass er sagt: Ich will auf eigenen Beinen stehen. Und ich will was draus machen. Und no risk, no fun. Okay, natürlich ist das ein Risiko. So weit, so gut.
Dann imponiert mir der Vater. Der lässt das zu. Hätte er nicht müssen. Hätte ja noch mal richtig draufhauen können: Solange du dir die Beine unter diesen Tisch stellst, wird hier getan, was ich sage. Und so, wie die Sprüche sind, er hätte sicher einen langen Hebel gehabt. Es ging ja schließlich um Grundstücke. Da hätte er noch was bewegen können, um zu verhindern, dass der Junge da so schnell seinen Mist selber baut. Nein, der Vater hat die Weisheit. Er lässt ihn gehen.
Und auch da ist das Gleichnis, das Jesus erzählt, von Gott schon Wirklichkeit. Denn das ist auch Liebe. Das ist auch Liebe, dass Liebe nicht zwingt. Und hier sitzen Leute in der Halle. Die wollten mit Gott nichts zu tun haben, und Gott lässt ihnen das zu. Du kannst ohne ihn leben, du kannst gehen, du kannst dein Leben in die eigene Hand nehmen. Du brauchst nicht länger akzeptieren, dass du nicht der Eigentümer bist, sondern nur der Geschäftsführer. Das reicht ja vielen Menschen nicht.
Ich will ja selber. Ich bin mein eigener Herr. Mein Körper gehört mir, meine Zeit gehört mir, mein Haus gehört mir, mein Auto gehört mir. Alles ich, ich, ich, ich, ich, ich, ich. Anstatt zu sagen: Das gehört alles, was ich bin und habe, meine Zeit, meine Talente, mein Körper, mein Besitz, mein Bankkonto, alles gehört Gott, und ich bin der Geschäftsführer. Und ich frage: Herr, was sollen wir damit tun? Nein, nein, das möchten viele nicht sagen. Ich bestimme über mein eigenes Leben ganz allein.
Entscheiden Sie bitte selber, was Ihre Rolle ist, wo Sie sind, ob Sie den Eigentümer spielen oder ob Sie sich als Geschäftsführer Gottes in der Welt Ihres Lebens fühlen. Das ist genau der Unterschied, der zwischen den Menschen läuft. Und der Typ hier, der Jüngere, sagt: Ich will es auf eigene Faust.
Gut, es wird erklärt: Er hat natürlich so lange Freunde, wie er Geld hat. Das will ich jetzt gar nicht weiter ausführen, das weiß ja jeder. Solange du Geld hast, bist du immer von jedem Mann geliebt und so, dann hast du auch Freunde. Wenn du keines mehr hast, bist du ganz allein. Und dann kam es auch noch, wie es kam. Das war ja gar nicht seine Schuld, dass es wirtschaftlich schwere Verhältnisse gab und er plötzlich ohne dasteht und plötzlich nicht mehr weiß, was er essen soll, nicht mehr das Elementarste mehr hat, obwohl er vorher ein vermögender Mann war.
Und dann denkt er, irgendjemand wird sich doch finden. Und dann findet sich auch tatsächlich irgendjemand. Er gibt ihm einen Job, er schickt ihn nämlich aufs Feld und lässt ihn die Schweine hüten. Nun muss man wissen: Für jüdische Menschen, Jesus ist Jude und er erzählt es Juden, ist ein Schwein völlig unrein. Das ist das Abscheulichste, das Schlimmste, was einem Menschen passieren kann, dass er zum Schweinehüten geschickt wird.
So, und dann sitzt er bei den Schweinen und hat einen solchen Hunger, dass er den Schweinefraß essen will. Und dann muss er die Demütigung erfahren, dass sie sagen: Vorsichtig, dass du nicht an das Futter gehst, so ein Schwein, das ist nicht für dich. Noch nicht mal diesen Schweinefraß kriegt er mehr. Tiefer kann es nicht mehr gehen.
Heimweh, Umkehr und die Bewegung des Vaters
Und als er das erlebt, da passiert etwas Merkwürdiges: Er bekommt Heimweh. Er bekommt Heimweh. Der sitzt aber bei den Schweinen und denkt an zu Hause. Es ist ja so, er ist weggegangen.
Und ich sage: Das ist bei uns Menschen auch so, auch wenn sie sich nicht mehr daran erinnern, dass sie je etwas mit Gott zu tun gehabt haben. Wenn das nie bewusst gewesen ist in ihrem Leben: Wir sind alle miteinander geschaffen von Gott. Da weist ja keine Maus und Faden von ab. Das ist ja nicht unser Glaube, unsere Entscheidung, Gott hat das getan. Er hat sie entstehen lassen, und er hat sie erhalten bis zu diesem Augenblick. Das ist sein Werk. Und er hat das getan.
Und deshalb ist je und dann in unserem Leben in ganz bestimmten Situationen eine merkwürdige Sehnsucht, ein Heimweh da, das wir oft nicht beschreiben können. Es müsste doch noch etwas anderes geben, so dass ich weiß, wo ich hingehöre, wo ich zu Hause bin.
Und der wusste das ja noch. Der erinnerte sich. Er erinnerte sich daran, dass eine Menge Hilfsarbeiter im Betrieb seines Vaters jeden Tag ihren Lohn für die Arbeit bekamen und deshalb jede Menge Nahrung hatten und keinen Hunger gelitten haben. Jede Menge.
Und dann sagt er: Der wusste genau, ich habe kein Recht mehr, der Sohn zu sein. Ich bin ausbezahlt worden, ich habe alle meine Ansprüche bekommen. Ich habe überhaupt kein Recht mehr. Aber wenn ich zurückschaue und sehe, die Hilfsarbeiter im Betrieb meines Vaters haben allen Reichtum, und ich sitze hier und gehe vor die Säue und weiß nicht, was ich essen soll.
Da heißt es hier: Da ging er in sich. Und er sagte: Ich will mich aufmachen. Dieser Entschluss: Ich will nach Hause gehen, ich will zurückkehren.
Und dann sagt er ganz reich, was er sagt: Ich will sagen: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir. Also Sünde heißt: Ich habe mich getrennt. Sünde, das sind nicht Flecken auf dem Anzug oder so, weil man sich unanständig benommen hat, sondern Sünde, das ist Trennung. Das heißt Trennung, Absondern. Ich habe mich getrennt von dir und von der Familie. Ich habe alle meine Rechtsansprüche voll. Ich habe die Solidarität kaputt gemacht. Ich habe kein Recht mehr.
Und was er sagt: Gegen den Himmel und dich, also die Trennung von Gott dem Schöpfer ist immer auch die Trennung zu den anderen Menschen. Der Riss, die Sünde, die uns von Gott dem Schöpfer trennt, die Rebellion, dass wir ihm den Rücken kehren, ist immer auch in der Folge ein Riss zu den Schwestern und Brüdern, zu denen, die zur Familie Gottes gehören. Deshalb das, was ich an Lüge und Hass und Gewalt und Ehebruch tue, einem anderen Menschen an, das steht zwischen dem Menschen und mir und steht genauso trennend zwischen Gott und mir.
Da sagt er: Ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir. Ich bin nicht mehr wert, dass ich dein Sohn heiße. Mach mich zu einem deiner Tagelöhner.
Mit dem Entschluss macht er sich auf. Und ich kann mir vorstellen, das wird jetzt, Jesus erzählt das ja nicht ausführlich, das war ja ein weiter Weg. Der war ja monatelang unterwegs, gab ja kein Flugzeug, gab ja kein Auto, und er war ja monatelang unterwegs. Und unterwegs wird wahrscheinlich oft der Gedanke gekommen sein: Was mache ich hier eigentlich? Soll ich das wirklich machen? Was wird der Vater sagen? Er wird dann nicht sagen: Ja, was soll er, was sagen Väter dann? Hättest du mal auf mich gehört, hab ich ja gleich gesagt, muss es daher kommen?
Weißt du, wenn du dir vorstellst, du kriegst das um die Ohren gehauen, wenn nachher kommt, wo du schon weißt, dass du Mist gebaut hast, hast du gar keine Lust, dir das nur anzutun. Weil so sind wir Väter: rechthaberisch. Wir machen da noch nieder.
Hat er sich wahrscheinlich unterwegs gedacht. Wird aber nicht berichtet, vielleicht hat er so nicht gedacht. Es wird aber berichtet: Da machte er sich auf und kam zu seinem Vater. Als er noch weit entfernt war, sah ihn sein Vater, und es packte ihn das Elend. Es jammerte ihn. Das heißt wörtlich ein Wort im Griechischen, das heißt, es zerriss ihm die Eingeweide. Der hatte Schmerzen im Leib, der Vater, vor Liebe, als er einen heruntergekommenen, kaputten Sohn von weitem sah.
Und dann passiert etwas, was im Orient nie ein Vater tun würde. Unsere arabischen Freunde werden das wissen, unsere iranischen sicher auch. Ich habe vor 50 Jahren im Orient gelebt, und ein Oriental würde das nie tun. Und ein Vater im Orient hat Autorität, und er rennt nicht. Man trägt sich. Wir sehen auch in Arabien die Beduinen, diese wunderbaren, würdevollen Gestalten, die so lange Gewänder trugen. Also, das sähe ja lächerlich aus, wenn du mit so einem langen Kittel da anfängst zu rennen. Da schreitest du würdig, nicht wahr? Das ist Autorität, schon in der Gestalt Autorität. Ein Vater rennt nicht. Und was den Sohn angeht, der lässt kommen. Ein Vater lässt kommen.
Dieser Vater aber rennt. Er sieht von weitem, sein Sohn kommt, und rennt ihm entgegen. Die Angestellten im Betrieb sehen den Alten rennen und sagen: Guck mal, was für eine Witzfigur, der macht sich ja lächerlich. Er rennt. Denn Vater kümmert nicht, was die anderen denken. Seine Ehre ist ihm gleichgültig. Er ist nur noch liebebrennende Liebe für den Heimkehrer.
Dann heißt es, er küsst ihn. Also, ich hätte dem ja gesagt: Geh erst mal unter die Dusche, du stinkst! Aber der Vater küsste ihn in sein dreckiges Gesicht. Und dann wendete er sich gleich an die nachkommenden Mitarbeiter, die hinterhergekommen sind, seine Knechte, und sagt ihnen dann, es heißt: Es jammerte ihn, er lief viel ihm um den Hals, küsste ihn. Aber dann versucht der Sohn, seinen Spruch zu machen. Er kommt aber nicht zum Ende. Er sagt: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir, ich bin nicht mehr wert, dass ich dein Sohn heiße. Den Satz, den er sagen wollte, aber du könntest mir ja noch einen Job als Tagelöhner, als Hilfsarbeiter geben, den kriegt er schon gar nicht mehr hin. Den erstickt der Vater in seiner Umarmung und in seinem Kuss.
Und dann dreht er sich zu den Knechten. Aber der Vater sprach zu seinen Knechten: Bringt schnell das Gewand und zieht es ihm an, gibt ihm einen Ring an seine Hand und Schuhe an seine Füße und bringt das gemästete Kalb.
Nun finde ich das ein bisschen merkwürdig. Warum schickt er den nicht erst in die Badewanne oder unter die Dusche? Sehen Sie, es geht hier nicht um die Dekoration. Das Gewand, das ist das Gewand eines Königssohns. Warum kommt der dann zuerst mit dem Ring? Der Ring ist der Ring, deshalb ist er ein königlicher Haushalt. Mit dem Ring gibt der Vater dem Sohn die volle Würde zurück. Du bist mein Sohn mit allen Rechten.
Und was sind die Schuhe? Im Orient gab es einen Rechtsakt. Wenn man ein Grundstück kaufte, dann betrat man es, ob man die Sandale draufwarf oder man trat mit den Schuhen da drauf. Das war äußerlich die Demonstration: Jetzt hast du das volle Recht an diesem Stück Land. Der holt ihm die Schuhe, nicht weil er jetzt erst mal sagt: Du gehst barfuß, das ist aber nicht angenehm, da gibt es Blasen an den Füßen. Das war nicht das Problem, sondern er will ihm sagen: Du sollst Schuhe haben, du hast das volle Recht eines Sohnes. Das, was du verspielt hast, was du verloren hast, der Vater umarmt ihn und setzt ihn in das volle Sohnesrecht ein, das er überhaupt verwirkt hatte.
Und dann gibt er Kommando: wunderbares Kalb. Kalbsviele gab es das, das war ohne Chemie gezüchtet, alles bio, und dann gab es ein richtiges Fest. Und dieser mein Sohn war verloren ist gefunden, er war tot. Ja, Trennung von Gott, das ist Tod, und Versöhnung mit Gott, das ist Leben. Wiedergefunden, nach Hause gekommen.
Dann heißt es: Und sie fingen an, fröhlich zu sein. Eine Riesenfete beginnt. Wunderbar!
Der zweite Sohn und die verborgene Fremdheit
Wunderbar, aber was ist das für ein Vater? Die Zuhörer von Jesus damals haben das wahrscheinlich noch stärker gespürt, als wir es heute spüren. Denn damals war das in der Welt so klar: Ein Vater hat immer Autorität. Ein Vater rennt nicht. Ein Vater lässt kommen. Er kann auf seinem Recht bestehen. Er hat Macht, diese Autorität durchzusetzen.
Dann sagten sie: Aber so einen Vater gibt es doch gar nicht. Nein, den gibt es nicht. Aber der, der diese Geschichte erzählt, Jesus, in dem ist Gott Mensch geworden und hat sich offenbart als der Vater. Und er ist gerannt, und er ist gerannt, und er ist gerannt aus der Herrlichkeit, aus Gottes Ewigkeit.
Und die Leute lachen über ihn und sagen: Was ist das für ein witziger Gott? Der rennt und rennt und rennt und rennt, und zum Schluss macht er sich schmutzig. Am Kreuz wird er bespuckt, einer wird angenagelt, verblutet, erstickt. So tief rennt Gott in unser Elend hinein. Und da hängt er. Die ausgebreiteten Arme sind die ausgebreiteten Arme des Vaters, der sich nach uns sehnt, um uns zu umarmen, wenn wir doch endlich heimkehren.
Diese Sehnsucht des Vaters ist eine tolle Geschichte. Und wenn das doch heute passiert, dass Menschen das spüren und von diesem Heimweh gepackt sind und sagen: Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen. Dann erleben sie, dass Jesus die Arme ausbreitet. Was du nicht erwartet hast und worauf du kein Recht hast. Aber wenn du deine Sünde bekennst, wird er kommen und dich erfahren lassen: Du darfst wieder wissen, wo du hingehörst. Hier bist du zu Hause. Du bist voll und ganz Sohn, Tochter des Vaters.
Hier möchte man ja, dass die Geschichte aufhört. Aber sie hört ja nicht auf. Da bitte ich euch, achtet da noch einmal drauf. Jetzt wird es nämlich traurig, und es wird spannend.
Dann heißt es: Aber der ältere Bruder. Aber. Was für ein Aber? Der war auf dem Feld. Das war tüchtig, der arbeitete. Der war richtig. Der war ja Unternehmer, wahrscheinlich mit vielen Mitarbeitern. Er hat die Landwirtschaft bestellt. Und dann kommt er nach Feierabend, schwer gearbeitet, kommt er nach Hause und hört dann Party, Singen und Tanzen, heißt es da.
Was ist denn hier los? Ist doch kein Feiertag. Dann winkt er, dann kommt er, und er sagt: Ja, dein jüngerer Bruder, der Vater ist so froh, dass er den wieder hat, und das beste Fleisch wird serviert, und die Musik, du hörst es ja. Und dann kommt die Reaktion: Da wurde er zornig, zornig, wollte nicht hineingehen.
Und jetzt kommt der erstaunlichste Satz in der ganzen Geschichte, die Jesus erzählt. Die Leute damals haben gespürt, dass das unmöglich ist, was Jesus sagt. Ich glaube, wir in unserer Kultur hier in Deutschland können das gar nicht richtig nachvollziehen. Da heißt es: Er wollte nicht hineingehen, da ging sein Vater heraus und bat ihn.
Diesen Vater gibt es nicht. Der Vater lässt kommen, und der Vater bittet nicht. Der Vater ordnet an. Wenn später wir sagen: Habe ich dir nicht früher gesagt, hättest du ja wissen können. Der Vater ging raus und bat ihn. So wie der Vater dem Jüngeren entgegengelaufen ist und sich lächerlich gemacht hat und den schmutzigen Kerl in die Arme schließt und küsst und ihn zum Sohn macht, so geht er dem Älteren entgegen und bittet ihn: Komm doch rein.
Was ist eigentlich falsch bei dem älteren Bruder? Ist doch nichts falsch, der ist tüchtig. Der hat gearbeitet, das war alles okay, der war immer zu Hause. Aber weißt du, er war zu Hause und war doch fremd. Er war doch fremd. Er ist voller Wut und voller Zorn gegen den Vater, findet das alles ungerecht. Wie kann Gott so etwas zulassen? Warum hat der jetzt das? Das hat er doch nicht verdient. Warum geht es mir so schlecht? Warum muss ich arbeiten, und die machen ihr Party? Und dann diese Unglaublichkeit: Mir hast du nie einen Ziegenbock gegeben, dass ich Party machte mit meinen Freunden, aber dieser, dein Sohn, also nicht sein Bruder, der alles mit Huren verprasst hat, da machst du eine Riesensause!
Der Vater sagt nur traurig: Du warst doch immer hier, und alles, was mir gehört, gehört auch dir. Das heißt, das gibt es: Da sind Leute, die sind so fromm, die sind eigentlich immer dabei. Die sind ganz christlich, die sind immer im Gottesdienst, die sind immer, jeder hält die für die Oberfrommsten, und dann fleißig sind sie auch. Aber sie haben eigentlich nur Vorwürfe. Da war nie Freude. Mir hast du nie einen Ziegenbock gegönnt. Voller Groll und Bitterkeit und Selbstgerechtigkeit.
Wissen Sie, das Schrecklichste an dieser Geschichte ist: Der Vater sagt das dann. Dein Bruder ist nach Hause gekommen, er ist lebendig wieder da, er ist gerettet, du solltest mit uns dich freuen. Er versucht den harten Betonklotz, diesen gerechten religiösen Rechthaber, zu überzeugen, dass er nur etwas von der Liebe des Vaters spürt und dann auch die Finderfreude, die Heimkehrfreude, mitempfinden kann.
Und wir wissen nicht, wie die Geschichte ausging. Das finde ich immer das Schrecklichste. Beim Jüngeren, das war ja auch ein Schlingel, aber er kam nach Hause. Es gibt ein Happy End, es gab ein Fest. Beim Älteren, dem harten, selbstgerechten, christlichen Betonkopf, hätte ich jetzt fast gesagt, frömmer wie der geht es gar nicht mehr. Tüchtiger und anständiger und pflichtbewusster wie der geht es gar nicht mehr. Der gönnte sich und anderen nichts. Kennen Sie so Typen? Vielleicht entdecken Sie, dass das auch alles in uns ist, dass wir alle furchtbar nah dran sind bei dem älteren Bruder.
Und ich habe mich immer gefragt, warum erzählt Jesus nicht, wie die Geschichte ausging. Hat der Vater den Sohn überzeugen können? Ist er schließlich mit zum Fest gegangen? Hat er sich mitgefreut? Wir wissen es nicht. Jesus erzählt es nicht. Warum erzählt er es nicht? Ich kann mir nur einen einzigen Grund denken, warum er die Geschichte offen lässt: weil er will, dass Sie und ich diese Geschichte zu Ende leben.
Denn genau das ist unser Problem: Die Besserwisser, die Anständigen, die sich immer bemüht haben, die immer irgendwie dabei waren, aber die keine Liebe haben. Die immer wissen, wie man angezogen sein muss und wie man sich benehmen muss, um überhaupt als Christ zu gelten, aber die keine leidenschaftliche Liebe haben für Menschen, die Gott vergessen haben, die weggelaufen sind, die alles falsch gemacht haben, die alles verplempert haben in ihrem Leben, aber über die Gott sich freut, wenn sie nach Hause kommen. Und der Vater sehnt sich ja nach ihnen. Da haben Sie kein Herz für, das interessiert Sie auch nicht. Hauptsache, man tickt so, wie Sie ticken. Da hat er gar keine Lust mitzufeiern.
Das ist das eigentliche Problem. Und ich sage Ihnen ganz offen: Auch in der Christenheit ist das das eigentliche Problem. Jesus hat das gewusst, das war damals schon so. Das eigentliche Problem ist nicht der Jüngere, sondern der ältere Bruder.
Und der Vater geht raus und bittet ihn. Die gleiche Sehnsucht des Vaters und die Liebe, die ihn dem Jüngeren entgegentreibt, um ihn zu umarmen, treibt den Vater raus zum Älteren und sagt: Du solltest dich mit uns freuen. Und du solltest teilhaben an meiner Liebe und an der Liebe zu deinem Bruder, der nach Hause gekommen ist. Freu dich mit!
Ach, da ist einer dauernd zu Hause und ist doch ein Fremder, dem Vater entfremdet. Er hat auch nicht den Reichtum des Vaters genießen können, der ihm doch gehörte. Es war alles deins, sagt der Vater. Er konnte sich nicht daran freuen. Er war immer nur voller Nörgelei, das sah man in seinem Gesicht. Er war immer voller Bitterkeit und voller Erbitterung, Gott und allen anderen gegenüber voller Vorwürfe.
Und ob Gott es schafft, ob Jesus es schafft, mit seiner Liebe so harte Klötze rumzukriegen, dass sie umkehren und zum Fest des Lebens kommen und sagen: Ja, ich lasse mein Herz erweichen von der Liebe des Vaters.
Und jetzt sage ich noch einmal: Diese ganze Geschichte kann nur Jesus erzählen. Das ist nicht eine allgemeine schöne Geschichte, die jeder Weise erzählen könnte, sondern diese Geschichte ist nur durch Jesus wahr. Denn in Jesus ist Gott Mensch geworden, ist auf unsere Welt gekommen und ist uns nachgelaufen, entgegengelaufen. In Jesus ist er bis ans Kreuz gegangen, kommt und bittet dich: Lass dich versöhnen mit Gott.
Und so hat er uns beauftragt, alle, die sich haben einladen lassen zum Fest und zum Vater gekommen sind und seine Kinder wieder geworden sind als Geschenk, wir haben es alle nicht verdient, denen sagt er: Sagt es weiter. Geht hin. Ihr seid, Paulus sagt es, wir sind Botschafter im Auftrag und Darsteller von Christus, und wir bitten, wir bitten im Namen und im Auftrag von Jesus Christus: Lasst euch versöhnen mit Gott!
Das Kreuz von Jesus, das sind die ausgebreiteten Arme des Vaters, und heute Abend wartet er auf dich. Und ich rede jetzt mit denen unter uns, die sich in dieser Geschichte wiedergefunden haben. Dann sagst du: Ich bin bei dem Ersten, das ist meine Nummer. Besserwisserisch, egoistisch, in guten Absichten. Ich wollte mein eigenes Leben, ich wollte nicht immer diese Fremdbestimmung mit Gott. Es war mir zu langweilig, zu viel behütet, ich wollte es selber machen. Komm heim, der Vater wartet auf dich.
Aber auch wenn du erschrocken bist über dein eigenes Herz heute Abend und entdeckt hast: So hart bin ich ja auch, so selbstgerecht, so anständig, so pflichtbewusst und so bitter, so voller Vorwürfe, so voller Kritik gegen Gott und andere, dass ich überhaupt die Liebe Gottes nicht spüren konnte, du lass dich einladen. Der Vater in Jesus kommt, der Vater raus und bittet dich: Komm, jetzt ist der Augenblick dafür.
Die Einladung zum Heimkommen
Hier vorne ist dieses Kreuz auf dem Boden. Dieses Kreuz ist ein Symbol, ein Zeichen dafür. Es soll uns erinnern an das Kreuz, an dem Jesus gestorben ist, vor fast zweitausend Jahren.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren sind, sondern ewiges Leben haben, nach Hause kommen und gefunden werden.
Weißt du, da weißt du, wer du bist. Wer ich bin, das Wichtigste ist: Wo gehöre ich dazu? Wo ist mein Zuhause? Dass ich weiß: Ich bin ein geliebtes Kind des Schöpfers. Er hat mich erfunden, wie ich bin. Er hat mich geliebt, als ich weggelaufen bin. Er hat nicht aufgegeben, mich zu lieben, als ich mich in meiner Selbstgerechtigkeit seiner Liebe verschlossen habe.
Das bin ich. Ich bin ein geliebter verlorener Sohn, eine geliebte verlorene Tochter, der eine oder die andere. Der Ältere war der Verlorene, das war der härtere Brocken.
Wenn du das spürst, das bin ich, dann ist dies heute Abend deine Stunde. Komm! Ich lade dich ein, dich mit mir an dieses Kreuz zu stellen. Und wenn du aufstehst, gleich während das Lied der Einladung gesungen wird, wo auch immer du sitzt, im Saal oder auf den Rängen, komm darunter. Sei vorsichtig, man kann aber gut darunter kommen, und es ist Zeit. Wir beten für dich.
Und wenn du aufstehst und kommst, dann sind diese Schritte, diese äußeren Schritte, ein Zeichen für deine innere Entscheidung. Es ist ja wichtig, dass man es auch zeigt, auch äußert: Ja, ich habe verstanden, wie sehr Gott mich in Jesus liebt. Und ich will in seine Arme kommen. Und ich kann es ja fast nicht glauben, dass ich noch einmal neu anfangen darf.
Nein, nein, er will dich nicht nur zum Hilfsarbeiter machen. Du sollst bei ihm nicht nur irgend einen Job kriegen, sondern du sollst sein Sohn, seine Tochter werden. Wegen Jesus schafft er das. So sehr hat er dich geliebt.
Hörst du das? Was hindert dich? Denkst du, du wärst zu jung? Du bist nicht zu jung. Er hat dich geliebt, als du im Mutterleib entstanden bist. Da hat er liebevolle Gedanken mit dir gehabt. Wer wartet auf dich? Jeder Tag und jedes Jahr, das du versäumst, in seine Arme zu kommen und mit Jesus zu leben, ist eine vertane Zeit.
Es hat mir so imponiert, als Jörg Fischer vorhin sagte: Road Captain, so heißen die doch, die so eine Truppe von Motorradfahrern anführen, nicht? Das ist doch der Road Captain. Das ist Jesus dann. Mensch, da sind wir unterwegs auf den Straßen des Lebens, und er ist der Road Captain. Mit ihm fahren wir, er kennt den Weg. Hinter ihm her.
Das kann gar nicht früh genug anfangen.
Aber da ich ein alter Mann bin, kann ich ja vielleicht besser die unter uns verstehen, die so mein Alter sind, und ihnen sagen: Wenn du wüsstest, was ich alles in meinem Leben schon hinter mich gebracht habe, meinst du, ich könnte noch mal bei null anfangen? Ich sage dir: Ja, so viel falsch gemacht haben kannst du gar nicht, als dass Jesus das nicht an seinem Kreuz getragen hat.
Alles, auch das, was niemand weiß, was du niemandem gesagt hast. Da sind die Ehebrüche dabei und die sexuellen Misshandlungen, und da sind die Abtreibungen dabei, all diese tiefen Wunden unseres Lebens, die wir versuchen zu verheimlichen und zu verdrängen und die wir doch nicht loswerden, weil sie alle vor Gottes Thron in Ewigkeit uns anklagen werden.
Und deshalb sagt er: Komm heute, ich habe das alles getragen, sagt Jesus, ich habe deine Schuld getragen. Ja, ich weiß sehr wohl, dass du das Recht, Sohn oder Tochter zu sein, verwirkt hast, aber ich habe es getragen, sagt Jesus, ich habe deine Sünde getragen, und deshalb darfst du kommen. Komm in meine Arme, heute sollst du Vergebung der Sünden erfahren. Heute sollst du die Gewissheit erfahren: Du bist geliebt, du bist gewollt, du bist sein Sohn und seine Tochter.
Und das ist nicht schöner? Du kannst 80 sein, und du kannst von neuem geboren werden. Komm, das gilt uns allen, ob du deine Wurzel in Russland, in Kasachstan, in Kirgisistan hattest oder im Iran oder in den arabischen Ländern, wo auch immer.
Komm, wir rufen zu dem Herrn und Schöpfer aller Welt. Er ist der Retter aller Welt. Erkennt dein Herz: Eins, nur eins ist heute hundertprozentig sicher in diesem Augenblick: Das ist die Sehnsucht Gottes nach dir, die leidenschaftliche Liebe, mit der er auf dich wartet.
Und wir sind heute Abend hier, um dir das zu sagen, und klopfen an dein Herz und bitten und bitten im Namen von Jesus: Lass dich versöhnen mit Gott, komm heim!