Zum Inhalt

Ist die Bibel wirklich so eindeutig zum Thema Sex vor/außerhalb der Ehe? Die biblische Sexualethik auf den Punkt gebracht

Wie eindeutig ist die Bibel in Bezug auf uneheliche Sexualität?
1. Korinther 7,1-9
Unter westlichen Christen herrscht teils große Verwirrung, was Sexualethik und Sexualität allgemein betrifft: Ist die Bibel denn da wirklich so eindeutig? Lässt sie nicht auch verschiedene Schlussfolgerungen zu?

Einführung in das Thema Sexualethik und Menschenbild

Sexualethik oder Menschenbild laut Bibel in Bezug auf Sex und Sexualität

Tina und ich wurden erst als erwachsene Christen. Davor haben wir, man kann sagen, wie jeder andere gelebt. Wir hatten ganz normale Beziehungen und natürlich auch Sex. Leider nicht miteinander, weil wir uns damals noch nicht kannten, sondern so, wie es in der Welt üblich ist. Wir haben einfach unsere Sexualität ausgelebt.

Ich bin mit Mitte bis Ende zwanzig Christ geworden, das heißt vor ungefähr acht Jahren. Es war also eine relativ lange Zeit meines Erwachsenenalters, in der ich kein Christ war. Ich wusste natürlich, dass Christen laut Bibel früher die Ansicht hatten, dass Sex nur innerhalb einer monogamen, lebenslangen Ehe stattfinden soll. Aber ich dachte, das kann man heute doch nicht mehr so leben. Das hat für mich nichts mit unserer Realität zu tun.

Für mich hatte das nichts mit modernem Christentum und modernem Leben zu tun. Sex ist doch ein Grundbedürfnis, und man kann doch nicht sagen, man müsse erst verheiratet sein, um Sex zu haben. Das fand ich irgendwie komisch, konnte ich für mich nicht annehmen und habe es auch nicht so gelebt, logisch.

Erst als ich mich später noch einmal näher mit der Bibel beschäftigt habe und auch andere Christen kennengelernt habe, begann ich mich zu fragen: Ist mein Urteil nicht etwas zu vorschnell gewesen? Noch wichtiger war die Frage: Was ist eigentlich Gottes Ansicht dazu? Meine eigene Ansicht kann ich natürlich sehr gut vertreten, aber was sagt Gott dazu?

Ich möchte kurz beschreiben, wie es für mich vorher war. Bevor ich Christ wurde, war ich zwar sehr an religiösen Themen interessiert und habe mich auch irgendwie als eine Art Christ gesehen, aber ich kannte einfach keine Christen in meinem Umfeld.

Persönliche Erfahrungen und Begegnungen mit dem Glauben

Wenn ich mit Freunden weggegangen bin – wir waren etwas trinken oder feiern – habe ich manchmal gefragt: „Mensch, habt ihr euch eigentlich auch mal mit der Bibel beschäftigt? Oder was glaubt ihr eigentlich, was nach dem Tod kommt?“ Dann kam oft die Antwort: „Matthias, kannst du nicht auch mal über normale Themen reden?“

Das hat in meinem Umfeld kaum jemanden interessiert. Tatsächlich kannte ich keinen Christen, wie wir heute hier einige haben, die die Bibel wirklich ernst nehmen und gerne darüber reden. Ich war der Christ in meinem Freundeskreis, weil ich mich für diese Themen interessiert habe. Dabei war ich aber eigentlich gar kein Christ, sondern einfach nur an diesen Themen interessiert.

Wie ging es weiter? Bei der Arbeit hatte ich einen Kunden, der sagte: „Ich bin Christ.“ Da antwortete ich: „Cool, ich bin auch Christ.“ Schnell stellten wir fest, dass er eine andere Art von Christ war. Er nahm die Bibel wirklich ernst und ließ sie in sein Leben hineinsprechen.

Wir nennen diese Art von Christen wiedergeboren, evangelikal, bibeltreu oder bibelzentriert – es gibt verschiedene Begriffe dafür. Ich merkte schnell den Unterschied zwischen meinem Christsein und seinem. Er erzählte mir, dass er Jesus wirklich in seinem Leben erlebt. Er hat eine Beziehung zu Gott und berichtete von verschiedenen Erfahrungen aus seinem Leben.

Ich fragte mich: „Okay, ich kann überhaupt nichts davon erzählen. Stimmt das, was er sagt? Erlebt er wirklich Gott so intensiv? Liegt das vielleicht daran, dass er die Bibel voll ernst nimmt und ich nicht?“ Ich dachte mir, das kann man doch nicht so einfach in die moderne Zeit übertragen.

Aber ich dachte auch: „Wenn ich ein bisschen mehr so wäre wie er und Gott so erleben könnte wie er, das wäre krass. Das will ich haben. Dem muss ich mal eine Chance geben.“

Bibelstudium und neue Erkenntnisse zur Sexualethik

Ich möchte an dieser Stelle nicht meine gesamte Lebensgeschichte erzählen – das gerne ein andermal –, sondern euch kurz berichten, was ich in der Bibel über Sex und Sexualität sowie das Menschenbild in Bezug auf dieses Thema entdeckt habe. Ich fasse das für euch zusammen, und Tina wird dann den zweiten Teil übernehmen und ihre Perspektive dazu geben.

Das, was ich in der Bibel gefunden habe, war tatsächlich ganz anders, als ich erwartet hatte und als oft behauptet wird, die Bibel würde darüber lehren.

Noch eine kleine Randnotiz, bevor es richtig losgeht: Tina und ich sind seit etwas mehr als drei Jahren verheiratet. Das bedeutet, wir haben viele Jahre unverheiratet gelebt. Da wir erst relativ spät geheiratet haben, können wir gut nachvollziehen, wie es ist, Single zu sein. Wir wissen, welche Herausforderungen das mit sich bringt und wie einsam man sich fühlen kann, wenn man sich nach einem Partner sehnt – sowohl als Nichtchrist als auch als Christ. Dazu werde ich später noch mehr sagen.

Gottes Plan für Mann und Frau: Schöpfung und Monogamie

Also, was sagt die Bibel zu Sex und Partnerschaft? Wie hat Gott sich das gedacht? Wir wollen einen kleinen Streifzug durch die Bibel machen, durch die Stellen, bei denen ich sagen würde: Wenn mich jemand fragt, genau diese Stellen würde ich in der Bibel zeigen wollen.

Wir fangen quasi schon auf der ersten Seite der Bibel an, in 1. Mose 1,27. Wenn du eine Bibel dabei hast, kannst du gerne mitlesen, in der Bibel-App nachschauen, notieren oder mich später fragen, wenn du es nachlesen möchtest. Dort heißt es im Schöpfungsbericht: „Und Gott schuf den Menschen in seinem Bild, im Bild Gottes schuf er ihn, als Mann und Frau schuf er sie.“

Die Bibel lehrt also ganz klar, dass Gott den Menschen als Mann und Frau erschaffen hat, also zweigeschlechtlich.

Wie viele Frauen darf ein Mann laut Bibel haben? Und wie viele Männer darf eine Frau laut Bibel haben? Darf eine Frau auch mehrere Männer haben? Interessant ist, wenn wir zum Ursprung schauen, gleich ein Kapitel weiter. Bei mir ist es, ich muss nicht mehr umblättern, es steht gleich auf der anderen Seitenspalte, in 1. Mose 2, dass die Frau dem Mann als Gegenüber erschaffen wurde.

Das heißt, Gott wollte, dass ein Mann mit einer Frau durchs Leben geht und sie sich gegenseitig ergänzen. Du kannst nur ein Gegenüber haben, nicht mehrere.

Diese Monogamie – ein Mann, eine Frau – finden wir sehr präsent in der gesamten Bibel, auch im Alten Testament. Das macht ja auch Sinn, denn im Schnitt können Frauen einige Dinge deutlich besser als Männer. Es gibt immer Ausnahmen, aber im Durchschnitt können Frauen bestimmte Dinge besser als Männer, und Männer wiederum können im Durchschnitt einige Dinge besser als Frauen.

In der Theorie könnten sie sich also perfekt ergänzen. Man könnte ein Dream-Team sein.

Die Bedeutung der Ehe als lebenslange Einheit

 1. Mose 2,24 gibt uns weitere Details dazu, wie Gott sich das gedacht hat mit Mann und Frau. Dort heißt es: "Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhangen, und sie werden ein Fleisch sein."

Hier finden wir einen weiteren spannenden Aspekt, der in unserer Welt in weiten Teilen unüblich ist. Ist es dir aufgefallen? Da heißt es, Mann und Frau verlassen ihre Eltern und starten etwas ganz Neues.

In vielen Kulturen – vielleicht kennst du es aus deiner eigenen Kultur – ist es so, dass die Eltern und Großeltern immer noch mit in die Ehe hineinreden. Die Bibel sagt schon hier, vor weit über viertausend Jahren, klar: Nein! Mann und Frau starten etwas Neues. Unabhängig von den Eltern. Die sollen ihnen nicht in alles hineinreden.

Das heißt nicht, dass sich christliche Menschen nicht um ihre Eltern kümmern, keinen Kontakt haben oder nicht für sie da sind. Aber sie starten etwas Neues. Das ist eine sehr interessante Botschaft, die wir hier finden.

Dann heißt es weiter: Sie sollen, also dieser eine Mann und diese eine Frau, ein Fleisch sein. Ein komisches Wort, das quasi ein verschmolzenes Wesen meint – ein Team. Ein Mann und eine Frau, und das ein Leben lang. Das ist Gottes Idealvorstellung und auch Gottes Wunsch für uns heute.

Der Mann soll der Frau anhangen, heißt es hier. Man kann das vielleicht auch mit "ankleben" übersetzen – aber nicht wie eine nervige Klette, sondern wie jemand, der zu seiner Frau steht, der nur Augen für seine Frau hat, der seine Sexualität auch nur mit seiner Frau lebt, der begeistert von ihr ist, der sie wirklich liebt und sie sehr gut und respektvoll behandelt.

Das ist das biblische Bild, wie ein Mann zu seiner Frau sein sollte – und natürlich auch umgekehrt. Ich finde, das ist ein sehr, sehr ansprechendes und schönes Bild.

Jesu Bestätigung des Eheideals

Genau darauf nimmt Jesus Bezug. Er zitiert es eins zu eins und bestätigt es noch einmal: Jawohl, das ist Gottes Ansicht über Mann und Frau und die Ehe.

Wir finden das zum Beispiel in Matthäus 19, ab dem zweiten Teil von Vers 4. Dort heißt es: Jesus persönlich sagt zu den Menschen: „Habt ihr nicht gelesen, dass der Schöpfer sie am Anfang als Mann und Frau erschuf und sprach: Darum wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und die zwei werden ein Fleisch sein? So sind sie nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch. Was nun Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden.“

Jesus wiederholt hier, dass Mann und Frau ein Wesen, ein festes monogames Team sein sollen. Das ist die Idee Gottes. Er sagt, Gott habe das Ehepaar zusammengefügt und zu einer Einheit gemacht. Deshalb solle man sich auch nicht scheiden lassen, keine weiteren Frauen oder Männer außerhalb der Ehe haben und die Ehe wirklich ernst nehmen.

Singleleben und Sexualität aus biblischer Sicht

Die Bibel lehrt gleichzeitig, dass es keine Schande ist, Single zu bleiben. Es ist sogar sehr gut, Single zu bleiben. Noch besser ist es, wenn man die dadurch gewonnene Zeit und vielleicht auch die dadurch gesparten Nerven nutzt, um Gott zu dienen.

Doch die Botschaft der Bibel ist eindeutig: Wenn jemand Sexualität ausleben möchte, dann soll er dies in einer lebenslangen, monogamen Ehe tun.

Auch die Biologie unterstützt das biblische Sexualbild. Wir haben ein Geschlechterverhältnis von nahezu eins zu eins. Das heißt, wenn wir die Natur ihren freien Lauf nehmen lassen, gibt es fast genauso viele Frauen wie Männer.

Für Alexander möchte ich das noch etwas genauer erklären: Auf eine Frau kommen im Durchschnitt 1,05 Männer. Das liegt daran, dass das Y-Chromosom leichter ist als das X-Chromosom, weshalb das männliche Spermium etwas schneller ist. Im Großen und Ganzen haben wir aber gleich viele Männer wie Frauen.

Wenn Männer das Recht hätten, mehrere Frauen zu haben – oder umgekehrt – dann würde das bedeuten, dass einige Männer dazu verdammt wären, Single zu bleiben. Gleichzeitig wären andere Frauen dazu verdammt, sich einen Mann mit mehreren Frauen zu teilen. Das ist nicht die Idee Gottes.

Die Vorstellung ist vielmehr: Ein Mann und eine Frau gehören zusammen. Gleichzeitig bist du als Mensch nicht gezwungen zu heiraten. Jesus und auch Paulus sagen, es ist sehr gut, Single zu bleiben. Die Wahl besteht also zwischen einer monogamen Ehe oder dem Single-Dasein.

Wir halten bis hierhin fest: Laut der Bibel schuf Gott den Menschen als Mann und Frau. Wenn ein Mann eine Frau heiratet, soll er nur diese eine Frau haben und mit ihr ein echtes, liebevolles Team bilden.

Biblische Warnungen vor Unzucht und unehelichem Sex

Wir wollen uns jetzt einige kleine Auszüge aus der Bibel ansehen, und zwar aus den beiden Kapiteln, die meiner Meinung nach am klarsten über Ehe und Sexualität sprechen: 1. Korinther 6 und Kapitel 7.

Wir beginnen mit 1. Korinther 6. Die Verse 16 und 18 lese ich mal vor:
Gott lässt uns hier mitteilen: „Wisst ihr nicht, dass, wer einer Hure, also einer Prostituierten, anhängt, ein Leib mit ihr ist? Denn es heißt, die zwei seien ein Fleisch.“ (1. Korinther 6,16)
Und in Vers 18: „Flieht die Unzucht! Jede Sünde, die ein Mensch sonst begeht, ist außerhalb des Leibes; wer aber Unzucht verübt, sündigt an seinem eigenen Leib.“

Die Bibel lehrt hier, dass Prostitution überhaupt nicht in Ordnung ist. Durch Sex sollen Mann und Frau eine Einheit bilden, ihr Zusammensein bekräftigen und sich dadurch näherkommen, als es auf andere Weise möglich wäre. Würde man mit einer Prostituierten schlafen, hätte man, wie wir gerade gelesen haben, eine so enge Verbindung zu dieser Person, wie Gott es meint. Diese Nähe, diese Intimität, dieses Besondere soll man aber nur mit seiner Ehefrau teilen.

Das gilt natürlich auch andersherum: Eine Frau soll laut Bibel nicht mit einem männlichen Prostituierten schlafen. Danach heißt es, dass ein Christ das dringend lassen soll, denn dadurch würde er sich selbst schaden. Die Bibel verwendet hier das Wort „Unzucht“.

Was ist damit gemeint? Paulus sagt, man solle jede Unzucht meiden. Dazu gehört nicht nur Prostitution, wie wir schon festgestellt haben, sondern jeglicher vor- und außerehelicher Sex. Die Bibel lehrt, dass unehelicher Sex einem selbst schadet.

Biblisch gesehen verändert sich durch falsch ausgelebte Sexualität das eigene Bild von Sex zum Negativen. Sex ist dann kein Geschenk Gottes mehr, das man wirklich genießen kann, sondern etwas, das oft traurig macht. Vielleicht hast du diese Erfahrungen auch schon gemacht: Hoffnungen, Wünsche und Lust werden oft nicht erfüllt, wenn man unverbindlichen Sex außerhalb der Ehe hat.

Die Bibel ist in gewisser Weise radikal. Sie sagt Dinge, die die meisten Menschen anders sehen.

Selbstlosigkeit und gegenseitige Fürsorge in der Ehe

Schauen wir mal in 1. Korinther 7, Verse 3 und 4. Das ist wirklich radikal.

 1. Korinther 7,3-4:
Der Mann gebe der Frau die Zuneigung, die er ihr schuldig ist; ebenso aber auch die Frau dem Mann. Die Frau verfügt nicht selbst über ihren Leib, sondern der Mann. Ebenso verfügt auch der Mann nicht selbst über seinen Körper, sondern die Frau.

Ist dir aufgefallen, was daran radikal ist? Der Mann soll immer liebevoll für seine Frau da sein und Zeit mit ihr verbringen. Es heißt also nicht, dass der Mann über seinen Körper bestimmt, sondern seine Frau. Die Bibel lehrt, dass es bei Sex nicht darum geht, was ich will oder was mich glücklich macht, sondern darum, was mein Ehepartner will und was sie glücklich macht.

Die Welt heute sieht das völlig anders. Jeder kümmert sich meist nur darum, wie er selbst in einer Beziehung glücklich sein kann. Es dreht sich meistens nur um die eigenen Wünsche und die eigene Lust. Die Bibel stellt das komplett auf den Kopf.

Das Gleiche sagt die Bibel auch über die Frau. Dieser Gedanke wird eine Seite weiter noch einmal wiederholt. Schauen wir dazu in 1. Korinther 7, Verse 33 und 34:

Der Verheiratete sorgt für die Dinge der Welt, wie er der Frau gefällt. Es ist ein Unterschied zwischen der Ehefrau und der Unverheirateten. Der Unverheiratete ist besorgt um die Sache des Herrn, dass sie heilig sei, sowohl am Leib als auch am Geist. Die Verheiratete aber sorgt für die Dinge der Welt, wie sie dem Mann gefällt.

Ist dir aufgefallen? In einer Ehe sorgt sich der Mann darum, wie er seiner Frau gefällt, und die Frau sorgt sich darum, wie sie dem Mann gefällt. In der Welt heute ist es anders. Wenn man sagt: „Das passt nicht mehr“, „Das gefällt mir nicht“, „Ich kann mich nicht ausleben“, dann wird sich oft getrennt.

Die Bibel sagt, der Fokus soll erst einmal darauf liegen: Gefällst du deiner Frau? Was hat sie für Wünsche? Was macht sie glücklich? Was hat sie für sexuelle Bedürfnisse? Natürlich sollte sie auch auf den Mann eingehen.

Das finde ich sehr schön und sehr erwähnenswert. Das ist das Ende des Ego-Trips. Es ist die biblische Selbstlosigkeit, die hier gelehrt wird.

Der verheiratete Christ, der die Bibel ernst nimmt, fragt sich also zuerst, wie es seiner Frau am liebsten wäre, und erst danach, wie er sich wünscht. Und andersherum gilt das genauso. So lehrt es die Bibel an ganz vielen Stellen.

Bestätigung der Ehe als einzig legitimer Rahmen für Sexualität

In 1. Korinther 7,2 und 8 lesen wir die Bestätigung, dass Sex nur innerhalb der Ehe stattfinden soll.

Jeder Sex ohne Ehe, also ohne Trauschein und außerhalb der Ehe, ist Sünde vor Gott. Die Bibel lehrt, dass ein Christ darauf verzichten muss.

Persönliche Reflexion und Erfahrung mit biblischer Sexualethik

Fazit bis hierhin – und dann übergebe ich an Tina:

Gott hat die Frau wunderbar erschaffen, und ebenso hat er den Mann wunderbar geschaffen. Beide sind unterschiedlich begabt und können sich perfekt ergänzen.

Laut Bibel ist es nicht zwingend notwendig zu heiraten. Es gibt große Vorteile, Single zu sein. Wenn man jedoch Sex haben möchte, sagt die Bibel, dass es Gottes Wunsch ist, diesen in einer lebenslangen monogamen Ehe auszuleben.

Für mich persönlich war es ein großer Segen, als ich mein Leben umgestellt habe und keinen unehelichen Sex mehr hatte. Schließlich habe ich dann Tina kennengelernt, die ebenfalls die Bibel ernst nahm und die Gebote Gottes in Bezug auf Sex und Ehe respektieren wollte.

Das ist manchmal herausfordernd, aber ich habe mein Leben lang erfahren, dass Gott es segnet, wenn wir ihm gefallen wollen. Die Bibel sagt, dass wir, wenn wir Jesus unser Leben anvertrauen und uns bekehren, eine völlig neue Person werden, in der Gott selbst wohnt.

Wenn man Gott erlaubt, in das eigene Leben zu sprechen und ihm auch vorgibt, was er tun darf, kommt meiner Erfahrung nach immer etwas Gutes heraus.

Zum Schluss möchte ich noch sagen: Im Christentum geht es niemals darum, sich anzustrengen und zu denken: „Boah, ich muss jetzt alles richtig ausleben, das wird hart und schwer, und vielleicht schaffe ich es, oder vielleicht nicht.“

Im Christentum geht es um etwas ganz anderes. Es geht darum, zu sagen: „Jesus Christus, hier bin ich. Ich gebe dir den Raum, in mir die Dinge zu leben und zu wirken, die du möchtest.“

Dann, so empfinde ich es, wenn man wirklich offen ist, lebt man mit Leichtigkeit, Glück und Frieden.

Jetzt darf ich Tina bitten, die Fortsetzung zu übernehmen.

Persönliche Geschichte von Tina: Herausforderungen und Heilung

Ja, ich weiß nicht, wie es dir geht, wenn du diese Sachen hörst. Für mich persönlich ist es immer wichtig zu verstehen, warum ich die Dinge tun soll und nicht einfach nur zuzuhören, dass es so gelehrt wird.

Ich glaube, ganz egal, was man über Gebote hört, ist es eine Vertrauensfrage: Man fragt Gott, ob er gut ist und ob das, was er tut, gut für mich ist – und warum. Das hilft mir, auch danach zu leben.

Ich persönlich dachte mir: Ja, Sex ist etwas Besonderes, ich verstehe, dass man das schützen muss, aber eine Ehe – ich weiß nicht. Dann hat Gott mir gezeigt, warum das so ist. Ich möchte euch gerne erzählen, wie es bei mir zu dieser Sinnesänderung gekommen ist, sodass ich heute sage: Ich glaube, es ist sehr, sehr gut, wie Gott sich das gedacht hat.

Für mich persönlich war die Vorstellung, einen tollen Partner zu haben, der gut zu mir passt, immer etwas Erstrebenswertes. Ich wollte eine gute Beziehung haben. Mit sechzehn hatte ich meinen ersten Freund. Das war super verliebt, wir waren zusammen und dachten, wir bleiben für immer zusammen. Wir hatten auch Sex. Nach zwei Jahren war die Beziehung vorbei. Die Gefühle waren irgendwie nicht mehr so da, und die Beziehung ging in die Brüche. Wir hatten beide Trennungsschmerz.

Dann habe ich mich neu verliebt. Dieser Mann, in den ich mich verliebt habe, wollte auch Sex mit mir. Ich dachte, ich überzeuge ihn schon, dass wir zusammenkommen. Wir hatten zwei Jahre etwas miteinander, aber er wollte nie mit mir zusammen sein. Er hatte auch etwas mit meiner besten Freundin, aber für mich war er sowieso das Ziel, das ich erreichen wollte. Irgendwann hat er gesagt: Nein, wir lassen das.

Da hat sich bei mir der Gedanke eingebrannt: Für etwas Körperliches bin ich gut genug, aber nicht für etwas Festes. Als dieses Drama zu Ende war, landete ich eigentlich immer in unverbindlichen Beziehungen. Die Männer waren heute überzeugt, morgen wieder nicht, und am Ende wusste man nicht, woran man ist. Ich war auch so.

Ich würde sagen, es war kurzzeitiger Spaß und Erfüllung, aber danach war man leer und enttäuscht. Das, was man sich eigentlich gewünscht hatte, bekam man nicht.

Gesellschaftliche Probleme und Gottes Heilung

Ich glaube, das Problem in unserer Gesellschaft ist, dass Sex oft zu einem Gott gemacht wird. Es wird gesagt: Ja, das ist es, was du brauchst, und wir laufen diesem Bild hinterher. Wenn das aber nicht im richtigen Rahmen passiert, erleben wir Enttäuschung, Leere und Dramen.

Als ich Christ wurde, wurde mir schnell klar: So, wie ich lebe, gefällt Gott nicht, besonders wie ich meine Sexualität auslebe. Also habe ich mein Verhalten geändert und aufgehört, so zu leben. Ich war fünf Jahre lang Single, ohne Sex und ohne einen Freund.

In dieser Zeit hatte ich keine Beziehungsdramen. Stattdessen erlebte ich eine Heilung in meinem Herzen. Ich erkannte, dass mein Wert nicht davon abhängt, ob mich irgendein Mann will oder nicht. Mein Wert wurde von Jesus festgelegt, der vor zweitausend Jahren am Kreuz von Golgatha für mich gestorben ist. Dieser Wert ist unendlich und gilt für jeden Menschen – unabhängig davon, wie die Beziehungen laufen, ob einen jemand mag oder nicht.

Das, was ich eigentlich in Beziehungen gesucht habe – Liebe, Treue, Verbindlichkeit, Annahme – habe ich am falschen Ort gesucht: bei Männern, die das nicht erfüllen konnten. Bei Jesus aber konnte ich das finden. Er nimmt dich an, so wie du bist, liebt dich unendlich und ist treu.

Als ich Jesus nachfolgte, füllte sich das Loch in meinem Herzen, und mein Wert wurde fest. Das Interessante ist: Jetzt, wo ich mit Matthias verheiratet bin, merke ich den Unterschied zu früher. Vor unserer Ehe waren uns andere Dinge viel wichtiger. Unsere Beziehung ist viel tiefer als alle, die ich jemals mit einem anderen Mann hatte.

Wir können gemeinsam beten und die Bibel lesen. Ich weiß, dass Matthias an mir als Person interessiert ist – als Ganzes – und dass er sich festlegen will. Das macht einen Mann für mich sehr attraktiv, wenn er sagen kann: Ich will das.

Sex als Geschenk im richtigen Rahmen

In Bezug auf Sex würde ich sagen: Ja, Sex ist etwas sehr Schönes. Es ist nichts Verbotenes oder Schlechtes, aber es gehört in den richtigen Rahmen.

Wenn wir uns anschauen, wie viele Menschen heute psychische Probleme haben, liegt das nicht daran, dass ihr Auto kaputtgeht, sondern daran, dass ihre Beziehungen zerbrechen und das Herz des Menschen verletzt wird.

Ich persönlich kann wirklich sagen, dass ich in diesem Gebiet unendlich versagt habe. Ich habe viele Menschen verletzt, wurde selbst verletzt und habe Gottes Maßstäbe nicht eingehalten. Ich weiß nicht, wie es dir mit diesem Thema geht. Vielleicht bist du auch verletzt worden, hast andere verletzt oder kämpfst damit.

Was ich an meinem Leben gesehen habe und was ich in der Bibel sehe, ist, dass Gott unglaublich gnädig ist. Ich habe das erlebt: Ich bin nach Griechenland geflogen, um dort in einem Flüchtlingslager zu helfen. Da kam ein Mann zu mir und sagte, Gott habe ihm etwas gesagt, das er mir mitteilen soll.

Ich dachte erst, okay. Dann sagte er: „Gott möchte dir sagen, tröste sie und sage ihr, dass ihre Schuld vergeben ist.“ Ich antwortete: „Okay, danke.“ Dann fügte er hinzu: „Gott kennt deine ganzen Geschichten, die du mit Männern hattest. Aber er will dir einen Mann nach seinem Herzen geben.“

Das finde ich so krass, weil ich so versagt habe, aber Gott gibt mir trotzdem etwas ganz Gutes. Das ist Gnade, ein Geschenk, das ich nicht verdient habe.

Wenn wir in die Bibel schauen und sehen, wie Jesus mit Menschen umgeht, die im Bereich Sexualität schuldig geworden sind, erkennen wir unendliche Barmherzigkeit. Er vergibt einer Ehebrecherin, die vorgeführt wird und eigentlich nach dem Gesetz schuldig gesprochen und gesteinigt werden soll. Er sagt, dass er sie nicht verurteilt, und er sagt auch: „Sündige hinfort nicht mehr.“

Er ist also sehr klar und sagt: „Mach das nicht mehr.“ Warum sagt er das? Ich glaube, er sagt es, weil er die Menschen liebt und weil er uns aus zerstörerischen Strukturen befreien möchte.

Ich glaube, dass wir diese Vergebung brauchen und dass sie uns wirklich befreit. „Die Wahrheit macht frei“, sagt Jesus. Die Frage, die man sich stellen kann, ist: Will ich das anerkennen oder nicht? Welchen Weg möchte ich gehen?

Ich kann nur aus persönlicher Erfahrung und Überzeugung einladen, die Gemeinschaft mit Jesus zu suchen. Lade ihm alle Scham und Schuld ab, empfange seine Vergebung und gehe seinen heilsamen Weg. Das, was wir vielleicht von der Welt versprochen bekommen – Liebe, Annahme in Männern, anderen Dingen, Karriere usw. – sollten wir bei Gott suchen, bei unserem Schöpfer, der uns gemacht hat.

Er kennt wirklich die Sehnsüchte unseres Herzens, will sie stillen und nimmt uns auch in unserem Versagen an.

Abschluss und Kontext des Vortrags

Und das Thema Sexualität ist ein weites Feld, besonders in unserer Gesellschaft ein sehr heikles und brisantes Thema. Wir haben dazu verschiedene Kleingruppen gebildet.

Oh, hallo! Ich habe gar nicht gemerkt, dass die Kamera schon aufnimmt. Am Anfang habe ich meine Vorstellung und Einleitung herausgeschnitten, weil die Leute auf YouTube mehr am Thema interessiert sind als an meinen Hobbys. Aber das, was ich am Anfang gesagt habe, füge ich jetzt einfach hier am Schluss an. So kann man sich vorstellen, was ich sonst noch gesagt habe. Wer mich nicht kennt, weiß dann auch, wer ich bin.

Vielleicht als Hintergrundinformation: Der Vortrag wurde nicht vor Christen gehalten, sondern vor einer ganz bunt gemischten Gruppe zum Thema „Was ist die biblische Sexualethik aus unserer bibeltreuen Sicht auf den Punkt gebracht?“. Anwesend waren besonders Hinduisten, Buddhisten, Muslime, aber auch einige Atheisten und Christen. Ich hoffe, der Vortrag hat gefallen. Und jetzt noch die Einleitung zum Schluss.

Falls man sich fragt, warum da ständig jemand im Hintergrund redet: Der Vortrag wurde simultan ins Englische übersetzt.

Also, guten Morgen! Wir freuen uns sehr, dass wir angefragt wurden, über dieses Thema zu sprechen. Das Thema ist das Menschenbild der Bibel in Bezug auf Sex und Sexualität. Das hat es natürlich in sich. Wir sind sehr gespannt, besonders wenn du kein Christ bist: Was hältst du davon? Ist es ansprechend? Was sind deine Fragen dazu? Siehst du es anders? Wir freuen uns darauf, in den kleinen Gruppen und auch sonst mit euch ins Gespräch zu kommen.

Ich war gestern nicht in Sintra dabei, aber glücklicherweise habe ich zehn einhalb Stunden geschlafen. Das ist kein Witz. Deshalb hoffe ich, dass ich entspannt und fit für das Thema bin. Schauen wir mal.

Die meisten haben mich hier jetzt ja kennengelernt. Ich bin Matthias, der dritte Matthias, den es hier gibt. Ich möchte kurz ein, zwei Sätze zu mir sagen, für diejenigen, die mich noch nicht näher kennengelernt haben. Wer ist dieser Typ?

Ich bin Mitte dreißig, habe Marketing studiert und lange Zeit im Marketing gearbeitet. Dann bin ich ein bisschen in die Erwachsenenbildung gegangen, und jetzt arbeite ich schon wieder im Marketing. Tina signalisiert mir, ich solle ein bisschen langsamer sprechen, damit man es übersetzen kann. Sag Bescheid, wenn es zu schnell ist.

Was gibt es sonst über mich zu sagen? Ich liebe Bücher, sammle Bücher und lese gerne. Außerdem spiele ich gerne Gitarre und schreibe meine eigenen Songs. Sie haben den Durchbruch noch nicht geschafft, sonst hättet ihr schon von mir gehört.