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Geburt und Beschneidung Isaaks, des verheissenen Sohns

SerieTeil 5 / 12Auf den Spuren der Stammväter Israels

Ein langer Weg des Wartens und die Erfüllung der Verheißung

Guten Tag, ich möchte alle herzlich begrüssen zu dieser Liedklasse heute mit dem Thema 1. Mose 21. Endlich ist dieses Kapitel da. Und zwar lesen wir ab Vers 1 zunächst einmal bis 8. Darf ich bitten, Max?
Und der Herr suchte Sarah heim, wie er verheissen hatte, und der Herr handelte an Sarah, wie er geredet hatte. Und Sarah wurde schwanger und gebar dem Abraham einen Sohn in seinem Alter, zur bestimmten Zeit, wie ihm Gott verheissen hatte. Und Abraham gab seinem Sohn, der ihm geboren wurde, den ihm Sarah gebar, den Namen Isaak. Und Abraham beschnitt Isaak, seinen Sohn, als er acht Tage alt war, wie es ihm Gott geboten hatte. Und Abraham war hundert Jahre alt, als ihm sein Sohn Isaak geboren wurde. Und Sarah sprach: Gott hat mir ein Lachen bereitet; wer es hören wird, der wird mir zulachen. Und sie sprach: Wer hätte das dem Abraham verkündet, dass Sarah Kinder stillt, dass ich ihm einen Sohn geboren habe in seinem Alter? Und das Kind wuchs heran und wurde entwöhnt, und Abraham machte ein grosses Mahl an dem Tag, als Isaak entwöhnt wurde.
Warum sage ich endlich? Ja, so war es für Abraham: ein Warten, ein jahrelanges Warten, bis Gott seine Verheissung, nämlich ihm Nachkommenschaft zu geben, erfüllen würde. In Vers 1 wird hier gesagt: Und der Herr wandte sich Sarah zu, wie er gesagt hatte. In deiner Übersetzung, Max, hat es geheissen: Und der Herr suchte Sarah heim, wie er verheissen hatte. Pakad, auf Hebräisch, heisst sich zuwenden und auch heimsuchen, und zwar eben heimsuchen im Sinn, jetzt hier, in Gnade. Und das wird ausgedrückt durch das Sich-hinwenden zu Sarah.
Ja, denken wir zurück an 1. Mose 12. Da ist der Gott Abraham erschienen in Ur in Chaldäa. Das wird ausdrücklich in Apostelgeschichte 7 gesagt. Zeitlich war das so: Diese Erscheinung und dieses Versprechen in 1. Mose 12,1-3 geschah noch in Ur in Chaldäa, der Geburtsstadt von Abraham. Siehst du nochmals? 1-3. 12,1-3. Der Herr aber hatte zu Abraham gesprochen: Geh hinaus aus deinem Land und aus deiner Verwandtschaft und aus dem Haus deines Vaters in das Land, das ich dir zeigen werde. Und ich will dich zu einem grossen Volk machen und dich segnen und deinen Namen gross machen, und du sollst ein Segen sein. Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen. Und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf der Erde.
Danke! In Josua 24, das ist die Wiederholung, dort haben wir erfahren, dass Abraham und auch schon sein Vater Terach Götzendiener war. Plötzlich erschien der wahre Gott, und er kündigte in Ur in Chaldäa dieses Versprechen an: Ich will dich zu einer grossen Nation machen. Und in Kapitel 11, Vers 30, erfahren wir eben von einem Problem bei Sarah. Liest du 11, Vers 30?
Sarai aber war unfruchtbar, sie hatte kein Kind.
Ja, aber sie wohnten in Ur in Chaldäa. Der Stadtgott von Ur war welcher Name? Das ist eine Gottheit von damals.
Ja, das ist nun wirklich viele Jahrzehnte zurück: Mondgott Nanna. Nanna ist sumerisch, denn Ur in Chaldäa war eine Stadt, in der man sumerisch sprach. Abraham war kein Sumerer, aber sie wohnten dort als Semiten, und sie waren Götzendiener, sagt Josua 24. Das heisst, sie verehrten auch den Mondgott Nanna. Von ihm haben die Sumerer gelehrt, er mache Menschen und Tiere zahlreich. Und daraus haben wir schon gesagt: Er hat also in Bezug auf Sarah völlig versagt. Sarai war unfruchtbar, schreibt Mose.
Aber schliesslich erschien der Gott der Herrlichkeit. So wird es gesagt in Apostelgeschichte 7: Der Gott der Herrlichkeit erschien Abraham und gibt ihm die Verheissung nicht einfach: Ich werde dir ein Kind geben von Sarah, sondern er sagt: Ich werde dich zu einer Nation machen, und noch mehr, ich will dich zu einer grossen Nation machen. Und nicht nur irgendeine grosse Nation, sondern er sollte Stammvater des auserwählten Volkes werden, aus dem schliesslich der Messias kommen würde als Segen für die ganze Welt. Und darum heisst es eben: In dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde. 1. Mose 12,3. Also eine gewaltige Verheissung.
Und sehen wir den Kontrast: Was ist das aschfahle Licht des Mondes im Vergleich zu dem, wie Apostelgeschichte 7 sagt, dem Gott der Herrlichkeit erschien Abraham? Und was das bedeutet, erfährt man in der Apostelgeschichte zwei Kapitel weiter, also 7, 8, 9. Dort erscheint der Jesus dem Saulus vor den Toren von Damaskus. Und dieses Licht wird beschrieben in den drei Berichten über die Bekehrung von Saulus, nämlich Apostelgeschichte 9, 22 und 26, als ein grosses Licht vom Himmel, das den Glanz der Sonne, und zwar zur Mittagszeit, übertraf. Also dieser Kontrast könnte ja nicht eindrücklicher sein. Und eben nicht einfach ein toter Stein wie der Mond, sondern der Schöpfergott sagt: Ich werde dich zu einer grossen Nation machen.
Abraham hat geglaubt. Das ist auch Repetition. Er ist ausgewandert aus Ur in Chaldäa. Gott sagt ihm: Komm in das Land, das ich dir zeigen werde. Es ging zwar mit einer Zwischenstation, hatten wir damals gesehen, Haran, wo er hängen blieb, bis Terach starb. Aber dann ging Abraham weiter. Und wie alt war er, als er in das Land Kanaan kam? Das ist alles Repetition, nicht Prüfung, aber Repetition. Es geht dasselbe. Wie alt? Nein, noch ein bisschen jünger. Fünfundsiebzig.
Ja, und zwar steht das in 1. Mose 12,4. Liest du, Max?
Da ging Abram, wie der Herr zu ihm gesagt hatte, und Lot ging mit ihm. Abram aber war fünfundsiebzig Jahre alt, als er von Haran auszog.
Genau. Und dann kam er schliesslich ins verheissene Land. Und wie lange es ging von der Berufung in Ur in Chaldäa, bis er in Haran war, und wie lange es dann in Haran eben so einen längeren Aufenthalt gab, das wird nicht gesagt. Und dann die Reise nach Kanaan, also hier ist noch eine unbekannte x. Erst im Land wird gesagt, da war Abraham fünfundsiebzig. Also fünfundsiebzig, das bedeutet: Wie lange musste Abraham warten, bis endlich die Verheissung Gottes in Erfüllung ging? Fünfundzwanzig Jahre. Ja, ein Vierteljahrhundert. Im Land, plus eben x, das ist die Zeit von der Berufung in Ur in Chaldäa bis zur Ankunft mit fünfundsiebzig in Kanaan. Also fünfundzwanzig plus.
Und wir haben gesehen, wie Abraham dem Wort Gottes Glauben geschenkt hat. Aber wir haben auch gesehen, wie beide einen Tiefpunkt erlebt hatten. Beide haben nämlich einmal gelacht über die Verheissung. Nach langem Warten war wirklich der Glaube sogar zeitweise am Boden angelangt. Wo haben wir das gesehen bei Sarah, dass sie gelacht hat?
Ja! Als sie gelauscht hatte, als Gott mit zwei Engeln auf Besuch kam, in 1. Mose 18. Und das war eben gerade im Jahr vor der Geburt, wichtig für die Chronologie, im Jahr vor der Geburt. Und zwar lesen wir da als Repetition 18,9 und folgende. Bitte.
Da sprachen sie zu ihm: Wo ist deine Frau Sarah? Er antwortete: Drinnen im Zelt. Da sprach er: Gewiss will ich um diese Zeit im künftigen Jahr wieder zu dir kommen, und siehe, deine Frau Sarah soll einen Sohn haben. Sarah aber horchte am Eingang des Zeltes, der hinter ihm war. Und Abraham und Sarah waren alt und recht betagt, so dass es Sarah nicht mehr nach der Weise der Frauen ging. Darum lachte sie in ihrem Herzen und sprach: Nachdem ich verblüht bin, soll mir noch Wonne zuteil werden, dazu ist mein Herr ein alter Mann.
Ja, also sie konnte nicht mehr glauben, dass es geht, weil bei ihr auch die Fähigkeit zur ehelichen Gemeinschaft vorbei war. Einmal ist es vorbei. Aber sie war auch noch viel, viel weiter übers Alter, in dem sie als Frau überhaupt ein Kind empfangen konnte. Das ist noch viel früher. Die eheliche Gemeinschaft, das kann noch bis ins hohe Alter gehen. Aber da war doch ein Punkt erreicht, wo sie für sich sagte: Wie sollte ich eben überhaupt das noch können?
Vers 11: Es hatte aufgehört, Sarah zu ergehen nach der Weise der Frauen, schon lange. Das heisst, sie hatte keine Periode mehr. Also sie war biologisch nicht mehr fähig, Mutter zu werden. Aber es kommt noch etwas dazu, Vers 12: Und Sarah lachte in ihrem Innern und sprach: Nachdem ich alt geworden bin, sollte ich Lust empfinden. Wie war das übersetzt bei dir?
Soll mir noch Wonne zuteil werden?
Ja, Wonne ist schöner als Lust. Das ist das Wort Edna. Es ist übrigens verwandt mit dem Wort Eden, und das soll auch daran erinnern, dass Gott die Sexualität als Geschenk in die Ehe hineingelegt hat. Und das war ein Teil von dem Paradies Eden. Eden heisst eben Wonne. Das ist der Ort der Freude, der Gemeinschaft mit Gott, und alles, was das Paradies beinhaltete, beinhaltete eben auch die Fähigkeit, die in 1. Mose 2,24 dann als Grundsatz von Mose vorgelegt wird, uns gezeigt wird. Nachdem das Paradies beschrieben war: Deshalb wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen, und die zwei werden ein Fleisch werden.
Aber sie sagte: Die Zeit ist jetzt als neunzigjährige Frau auch vorbei. Und sie lachte. Aber dieses Lachen des Unglaubens, das kannte Abraham auch. Wo? Ja, im Kapitel davor. Das war ja dieses Kapitel mit dem Beschneidungsbund, und da lesen wir: Gott hat erklärt, dass eben nicht Ismael Erbe werden soll, sondern dass Gott ihm seine Verheissung wirklich wahr machen würde. Aber was lesen wir in Vers 17 von Kapitel 17?
Da fiel Abraham auf sein Angesicht und lachte und sprach in seinem Herzen: Sollte einem Hundertjährigen ein Kind geboren werden, und Sarah, die Neunzigjährige, sollte gebären?
Ja, also für ihn war es auch klar: Ein Hundertjähriger kann nicht mehr Vater werden. Und für ihn war klar: Sarah mit neunzig, sie kann nicht gebären. Und er macht einen Vorschlag im nächsten Vers, in den nächsten zwei Versen, dass doch eben Ismael die Erfüllung der Verheissung Gottes sein würde. Aber das war ja nicht die Verheissung, sondern es war die Verheissung eben an Abraham im Zusammenhang mit Sarai, dass er zu einer grossen Nation werden sollte. Und so sagt Gott: Nein, nicht Ismael. Vers 19: Da sprach Gott: Nein, sondern Sarah, deine Frau, soll dir einen Sohn gebären, den sollst du Isaak nennen; denn ich will mit ihm einen Bund aufrichten als einen ewigen Bund für seinen Samen nach ihm.
Da haben wir es. Also Gott sagt ganz klar: Die Verheissung ist nur dann erfüllt, wenn Abraham und Sarah einen Nachkommen haben, nicht etwa Abraham und Hagar. Damit hatte er den Bund Gottes mit Adam gebrochen. In dem Bund Gottes, im Paradies, hat Gott festgelegt: die Einehe, ein Mann und eine Frau. Und Abraham hat das gebrochen durch die Polygamie, dass er eben quasi, um die Verheissung menschlich umzusetzen, die Hagar geheiratet hat. Aber dann hat der Gott, wie wir gesehen haben, jahrelang nicht mehr mit ihm gesprochen. Gott sagt also ganz klar: Nicht Ismael, sondern Isaak. Und da nennt Gott den Namen. Vorher hat Gott den Namen nie genannt. Jetzt wird er genannt: Jizchak spricht man aus auf Hebräisch, und das heisst lachen oder er lacht. Jizchak, das Wort für lachen. Jizchak ist der Name. Oft ist das J eben das Zeichen für ein Nomen. Jakob ist auch das Nomen, das beginnt mit einem J. Und das ist natürlich gerade die Verbindung zu dem Lachen von Abraham. Jetzt wird Isaak eben Lachen genannt. Aber wir haben gesehen, in Kapitel 18, Sarah lacht auch im Unglauben, wie ihr Mann zuvor. Und jetzt sehen wir in 1. Mose 21: Der Herr wandte sich Sarah zu, wie er gesagt hatte, Vers 1. Und der Herr tat Sarah, wie er geredet hatte. Es ging eben nicht nur um Abraham, es ging auch um Sarah. Und das war ein Zuwenden an Sarah.
Und wir haben gesehen, wie der Satan versucht hat, diesen Plan Gottes zu boykottieren. Wo hat es begonnen? Erster Boykottversuch: In Ägypten, etwa in 1. Mose 12, gab es dann eine Hungersnot, als der 75-jährige Abraham am richtigen Ort war, im Land, und das hat ihn dazugebracht, dass er ihm ungehorsam nach Ägypten ging. Und dort haben die Fürsten und auch der Pharao Sarah als so schön gesehen, mit 65, und sie meinten, sie sei ledig, weil Abraham gesagt hat, es ist meine Schwester. Und dann hat der Pharao sie zur Frau genommen, allerdings kam es noch nicht zur ehelichen Gemeinschaft, und darum war das auch völlig rechtens. Diese Ehe wurde dann annulliert, Gott hat mit Plagen eingegriffen. Aber wenn man sich vorstellt, Satan hat versucht, diesen Plan Gottes zu zerstören, und Gott hat verhindert, und da sehen wir etwas in unserem Vater. Finden wir diese Bitte: Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Gott hat da die Barriere eingebaut. Sarai wäre wirklich die Frau geworden in Tat von dem Pharao, und der Plan Gottes wäre quasi zerstört gewesen, und Gott hat gestoppt mit Plagen. Alles ist aufgefallen, der Pharao war sofort bereit, zu sehen, dass diese Eheschliessung illegal war, gar nicht gültig, und gibt Sarah zurück. Gott hat einen Plan mit Sarah, nicht nur mit Abraham. Und das müssen wir sehen, wenn wir lesen 21,1: Und der Herr wandte sich Sarah zu.
Aber später, in Kapitel 16, haben wir gesehen, nach langem, langem Warten: Abraham war fünfundachtzig. Das ist die Zahl 85, die schon genannt wurde. Mit 75 kam er ins Land, aber zehn Jahre später war der Glaube so tief unten, dass Sarah selber Abraham den Vorschlag macht: Du könntest doch nach diesem heidnischen Gesetz, das damals im Nahen Osten bekannt war, das besagte, wenn eine Herrin unfruchtbar ist, kann der Herr eine Magd heiraten, und das Kind der Magd wird dann der Herrin zugerechnet. Völlig widergöttlich, aber heidnisches Gesetz. Und Sarah machte ihrem Mann den Vorschlag: Mach’s doch so. Und auch das hat Gott nicht akzeptiert. Ja, Abraham hat die Hagar geheiratet, und daraus kam dann eben Ismael. Aber Gott hat Sarah immer im Auge behalten und auch eben durch diesen Besuch im vorigen Jahr, 1. Mose 18, noch einmal klargemacht: Sarai wird ein Kind bekommen.
Und dann kam noch das Kapitel 20, das wir gesehen haben. Abraham kommt mit dem König von den Philistern in Berührung, und auch dort haben wir den Lapsus gesehen, dass er gesagt hat: Sie ist meine Schwester. Weil er Angst hatte, man würde ihn umbringen, genauso wie in Ägypten, weil sie auch zu dem Zeitpunkt immer noch so schön war. Und der König der Philister meinte, er könne diese ledige Frau heiraten. Und Gott hat auch dort eingegriffen, und dort etwas anders als beim Pharao: Gott hat direkt durch einen Traum zu dem Philisterkönig gesagt: Und du bist des Todes. Und er war sofort bereit, diese falsche Ehe zu annullieren. Auch da kam es nicht zur ehelichen Gemeinschaft, und Gott hat einfach die Barriere. Aber in beiden Fällen hätten sie sich beide noch schwerer versündigt, als sie es schon hatten. Und das ist eben: Führe uns nicht in Versuchung. Das heisst, dass Gott eben Barrieren einbaut, dass wir an Stellen nicht zu Fall kommen, wo wir zu Fall kommen würden, wenn. Das ist der Punkt, nicht dass Gott versucht. Der Vorgängerpapst hat ja gemeint, er müsse weltweit bekannt machen, die Übersetzung sei falsch, und führe uns nicht in Versuchung, und wollte sagen, das müssen wir anders verstehen. Nein, das muss man so verstehen, wie es in der Bibel steht. Führe uns nicht in Versuchung, das heisst, dass Gott eben die Geschichte, unsere Biografie so führt, dass er uns schützt und bewahrt, dass wir da und da nicht zu Fall kommen. Und Gott hat die Aufrichtigkeit, die eben doch im tiefsten Herzen von Abraham war und auch von Sarah, die hat er als Anlass genommen, um so wiederholt einzugreifen und zu bewahren, sondern er löse uns von dem Bösen.
Aber da sitzt auch nochmals ein Rückblick. Wir haben diese schreckliche Geschichte gelesen in 1. Mose 19. Dort fiel Lot so tief. Er war zwar ein Gerechter, sagt 2. Petrus 2, und Gott hatte ihn verschont vor der Zerstörung von Sodom und hatte auch im Sinn, seine Frau und die zwei Töchter zu verschonen. Sie sind alle geflohen, aber wir wissen, dass die Ehefrau so an diesem Sodom hing, dass sie ihr Leben verlor. Schliesslich ging Lot mit den beiden Töchtern in das Gebirge, und dort kam es zum Inzest. Wie ist das möglich? Wie war das möglich? Und aus beiden Beziehungen, mit der einen Tochter und der anderen Tochter, gab es sogar ein Kind. Aber wie war das möglich? Nun, der Punkt war der: Diese Töchter haben ihrem Vater Wein gegeben und ständig unbemerkt nachgegossen. Aber man kann nichts sagen: Mir wurde ständig nachgegossen, und darum war ich nachher besoffen. Das geht nicht. Ich meine, man merkt, das kann ja nicht sein, es ist voll, ich habe schon getrunken, und es ist wieder voll. Das war ein Problem, das Lot da mit dem Alkohol nicht eine klare Sache machte, und darum hat Gott erlaubt, dass es zu diesem furchtbaren Fall kam. Und darum braucht es eben die Bitte: Und führe uns nicht in Versuchung, sondern löse uns von dem Bösen.
Also, ihr seht: In einem Fall kam es zu dem Fall, im anderen Fall hat Gott die Barriere eingebaut, die unbedingt nötig war. Aber wir sehen auch darin eben Gottes Freundlichkeit und Gottes Würdigung von nicht nur Abraham, sondern von Sarah. Und das kommt jetzt zum Ausdruck: Und der Herr wandte sich Sarah zu. Erstens, wie er gesagt hatte. Was Gott verspricht, das hält er gewiss. Und der Herr tat, wie er geredet hatte. Zweimal wird die Treue Gottes hier betont, aber es war ein langes Warten. Es zeigt uns: Manchmal erfüllt Gott Bitten sofort. In Jesaja lesen wir: Ehe sie bitten, ehe sie rufen, werde ich antworten. Also wirklich, es gibt manchmal Erhörungen, die kommen noch schneller, als man auf die Idee kommt, darum zu beten. Und da gibt es Dinge, da betet man, und zwar jahrelang, und es ist schwer. Jahrzehntelang, und es ist schwer. Schliesslich aber: Gottes Treue, weil Gott treu ist. Das können wir daraus lernen.
Jetzt gehen wir zu Vers 2. Lies du nochmals 1. Mose 21,2, Max.
Und Sarah wurde schwanger und gebar dem Abraham einen Sohn in seinem Alter, zur bestimmten Zeit, wie ihm Gott verheissen hatte.
Ja, also biologisch war es ja gar nicht mehr möglich. Und auch für Abraham war es nicht mehr möglich. Das wird ausdrücklich gesagt. Wir können kurz aufschlagen in Römer 4. Es geht um Abraham. Wir lesen da in Vers 19, und da wird eben klargemacht, dass mit dem Unglauben im Leben von Abraham und seinem Lachen in 1. Mose 17 das war so punktuell, kann man sagen, in seinem Leben, aber sein Leben war schon von Vertrauen auf das Wort Gottes gekennzeichnet. Bitte, 4,19 und folgende.
Und er wurde nicht schwach im Glauben und zog nicht seinen Leib in Betracht, der schon erstorben war, weil er fast hundertjährig war, auch nicht den erstorbenen Mutterleib der Sarah. Er zweifelte nicht an der Verheissung Gottes durch Unglauben, sondern wurde stark durch den Glauben, indem er Gott die Ehre gab, und völlig überzeugt war, dass er das, was er verheissen hat, auch zu tun vermag. Darum wurde es ihm auch als Gerechtigkeit angerechnet.
Also hiermit wirklich betont diese Glaubensgewissheit, die Abraham hatte. Und was war dann mit dem Lachen? Das hat der Herr ihm vergeben. Es ist Gott. Gott sieht unser Leben, und er sieht da, wo plötzlich der Glaube einknickt. Aber das macht das andere nicht ungültig. Aber die Vergebung macht das Einknicken ungültig. Und darum wird das hier so betont. Im Verlauf der Jahre war Abraham eben geprägt nicht von dem Unglauben, sondern er war geprägt von diesem völligen Vertrauen, ohne Zweifel. Das hat der Herr gesehen. Und darum hat er auch erleben dürfen, dass Gott eben in seinem Leben Barrieren einbaute, sodass er nicht in Versuchung fiel.
Ja, und jetzt wird hier eben klar gesagt, dass sein Leib war erstorben, das heisst biologisch unmöglich, dass er als Mann hätte noch ein Kind zeugen können. Und es wird auch gesagt, das Absterben des Mutterleibes der Sarah, das war erst recht nicht möglich. Die Zeugungsfähigkeit eines Mannes kann noch bis ins Alter gehen, aber bei der Frau wirklich, da weiss man: Da ist sie gar noch nicht so alt, und die Zeit ist vorbei. Aber trotzdem ist Israel entstanden aus der Linie von Isaak, und damit können wir sagen: Israel ist ein unmögliches Volk. Jetzt könnte jemand Missbrauch betreiben und das so aus dem Livestream herausschneiden und als ein Short veröffentlichen. Ja gut, das kann man heute jetzt auch anders machen, man könnte irgendein Video nehmen und irgendeinen Text einfügen mit meiner Stimme, und ich würde etwas ganz Falsches sagen. Das ist unglaublich. Man kann also jeden wirklich zerstören, diese Möglichkeiten mit KI.
Und ich wiederhole es aber nochmals, aber wichtig im Zusammenhang: Israel ist ein unmögliches Volk. Das heisst, nach den Naturgesetzen der Biologie dürfte es Israel gar nicht geben. Trotzdem müssen wir auch heute bezeugen: Am Israel Chai, das Volk Israel lebt. Durch all die Verfolgungen hindurch, 13 Millionen Tote im Verlauf der vergangenen 2000 Jahre, und auch heute im Moment droht Iran wieder mit Raketen, und dieses Volk ist erhalten geblieben. Dieses Volk hätte also gar nie entstehen können nach den Naturgesetzen, und trotzdem ist es da. Und durch die Jahrtausende hindurch hat Gott dieses Volk trotz all des Hasses bewahrt, und darin zeigt er eben seine Treue zu seinen Zusagen. Die werden nie aufgelöst.
Und so sehen wir hier: Und Sarah wurde schwanger und gebar Abraham einen Sohn in seinem Alter. Man hätte sich so denken können: Gott hat Abraham in Ruhe versprochen, im gewissenmassen im Kontrast zu Nanna, der nichts kann, weil das ein toter Stein ist, der um die Erde fliegt, aber er kann ihm ein Kind geben und zwar ihn sogar zu einer grossen Nation machen. Das wäre doch irgendwie eindrücklich gewesen, gerade nach dem Auszug hätte Sarah ein erstes Kind bekommen und dann ein zweites, ein drittes, sagen wir zwölf Kinder. Und das hätte wirklich den Kontrast gezeigt zu dem Götzendienst in Ur in Chaldäa. Gott hat ganz anders gehandelt. Wir hätten vielleicht die Idee gehabt, er hatte so eine ganz kinderreiche Familie, das wäre jetzt das Richtige gewesen für Sarah. Und Gott gab Sarah ein Kind. Und eben nicht ganz sofort. Er muss zeigen, dass seine Pläne, seine Gedanken sind höher als unsere Gedanken und seine Wege höher als unsere Wege, wie das Jesaja 55 sagt. Und wenn wir das jetzt so überdenken, dann macht das alles noch viel, viel grösser, dass dieses eine Kind wirklich erst dann kam, als es absolut unmöglich war: sie neunzig, er hundert. Das macht Gottes Handeln noch viel, viel grösser.
Und so handelt Gott nicht nur einfach in seinem Ratschluss, und er macht nicht nur einfach alles richtig, sondern er macht alles auf besondere Art. Die Art und Weise, wie Gott handelt, ist anders, wie wir oft handeln würden, auch wenn wir richtig handeln. Es ist einfach zum Staunen. Da kann man auch da Römer 11 anwenden, Vers 33.
Ja, genau. Und bei diesen Versen geht es ja darum, wirklich um Gottes Handeln in der Geschichte mit seinem Volk Israel. Ja bitte, das führt zur Anbetung.
Oh, welche Tiefe des Reichtums, sowohl der Weisheit als auch der Erkenntnis Gottes! Wie unergründlich sind seine Gerichte und wie unausforschlich seine Wege! Denn wer hat den Sinn des Herrn erkannt, oder wer ist sein Ratgeber gewesen? Oder wer hat ihm etwas zuvorgegeben, dass es ihm wieder vergolten werden müsste? Denn von ihm und durch ihn und für ihn sind alle Dinge, ihm sei die Ehre in Ewigkeit! Amen.
Das ist die passende Anbetung. Jetzt gehen wir weiter in 1. Mose 21,2. Noch etwas ist so speziell zu betonen: Es heisst, und Sarah wurde schwanger und gebar Abraham einen Sohn in seinem Alter zu der bestimmten Zeit, von der Gott ihm geredet hatte. Also Gott hat einen ganz genauen Zeitplan für die ganze Weltgeschichte und natürlich auch für unser persönliches Leben. Nur Abraham wusste nicht um den Zeitplan. Gott hat ihm nicht gesagt: Es wird so sein, du wirst schliesslich hundert sein, Sarah 90, und dann kommt die Erfüllung. Das wusste er nicht. Und natürlich wäre das Leben vielleicht manchmal für uns einfacher, wir wüssten alles. Das gilt auch für Hiob. Wenn Hiob in seinem schweren Leiden, er war pestkrank, man kann die vielen Details im Buch Hiob, die seine Krankheit beschreiben, kann man zusammensetzen, und die medizinische Diagnose ist wirklich Pest. Bitte, das ist nicht einfach meine Diagnose als Nichtarzt. Ich habe darüber gesprochen mit einem Medizinprofessor von der Uni Düsseldorf, und er sagt, das war Pest. Die Haut wurde schwarz, sagt das Buch Hiob, das ist eben der schwarze Tod, das ist speziell bei der Pest. Und dann wird eben gesprochen über diese Bewusstseinstrübungen, die er hatte, und auch über dieses Fieber wird auch erwähnt. Und so kann man alles zusammensetzen, die Diagnose ist klar.
Aber hätte Hiob in all diesem Leiden gewusst, als seine Freunde ihn angriffen? Die haben ihn in Frage gestellt, die sind zu überzeugen gekommen: Hiob ist das Problem. Es muss irgendwie so sein. Und das war eine ganz schwere Prüfung, die haben ihn an die Wand gedrückt. Da hätte er auch Selbstzweifel bekommen müssen. Ich verteidige mich dauernd, aber es ist doch eine Mehrzahl, es sind drei Freunde, die sagen: Du bist falsch. Aber hätte er gewusst, dass im Himmel Satan erschienen ist vor dem Thron Gottes, und Satan war überzeugt, weil er Hiob nicht wirklich bis ins Tiefste kannte wie Gott, Hiob ist nur treu, weil es ihm gut geht. Würde Gott einmal sein Reichtum und später auch seine Gesundheit wegnehmen, dann würde er vom Glauben abfallen. Und Gott hat gesagt: Ich erlaube das, ich erlaube das, diese Prüfungen über ihn kommen. Aber er hatte nichts davon gewusst. Er hätte viel mehr Kraft gehabt, nicht wahr, würden wir denken, wenn er wusste, Gott ist ganz klar auf meiner Seite. Aber er hat solche Zweifel bekommen, dass er dachte, das sieht man in seinen Reden mit den Freunden: Gott ist mein Feind geworden. Aber das Schöne ist, er hat sich auch dann noch an Gott geklammert. Niemand klammert sich an einen Feind, aber für ihn war Gott es gegen mich, aber er ist der einzige, der mir noch überhaupt helfen kann. Und so hat er sich an ihn geklammert, aber er wusste nicht um Gottes Plan.
Und Gott sagt uns oft eben nicht, was er plant. Und das gehört aber mit zur Glaubensprüfung. Und 1. Petrus sagt ja, die Glaubensprüfung wird dort verglichen mit dem Läutern von Gold im Feuer, dass eben alle Schlacken weggehen, damit das Gold, das Echte, noch deutlicher wird. Und so wurde es: Das Gold im Glaubensleben von Hiob wurde auf diese Weise umso strahlender durch diese Erläuterung, und bei Abraham genauso und bei Sarah. Und Gottes Herrlichkeit wird dadurch eben noch grösser. Und wir sehen: Gott hat einen bestimmten Zeitplan, zur bestimmten Zeit kam die Geburt. Nicht einfach, sie kam schliesslich einmal, sondern Gott hat einen Zeitplan. Und wie gesagt, das gilt für die ganze Weltgeschichte. Manchmal sagt Gott uns in seinem Wort den Zeitplan. Gott hatte Abraham gesagt in 1. Mose 15: Dein Same wird ein Fremdling sein. Und er sagte ihm voraus, es wird zu einer, deine Nachkommen werden versklavt werden, und schliesslich werden sie aus Ägypten ausziehen, also aus dem fremden Land der Unterdrückung ausziehen, mit grossem Reichtum und wieder ins Land Kanaan kommen. Und Gott sagt: 400 Jahre.
Also die Geschichte des Samens, und wir werden jetzt gleich sehen, da geht es um Isaak, der war der Same bis zum Auszug aus Ägypten. Das sollte nach Gottes Plan 400 Jahre sein, das hat Gott gesagt. Von der grossen Drangsal wissen wir, die wird wie lange dauern, der letzte Weltkrieg? Dreieinhalb Jahre. Aber ich möchte noch ein bisschen genauer, es wird zu ungenau.
Ja, genau, also insgesamt sind das sieben Jahre, die eine ganz besondere Rolle spielen vor dem Kommen des Herrn Jesus in der Herrlichkeit. Aber die zweiten dreieinhalb Jahre, das ist die grosse Drangsal. Und wie lange dauert die? Tausend zweihundertsechzig Tage, Offenbarung 11.
Ja, eben, ich sage, dreieinhalb Jahre ist mir zu ungenau, weil Gott ja hier das lunisolare Jahr braucht, das ist dreihundertsechzig pro Jahr. Und es gibt 1260 Tage, kein Tag mehr, aber kein Tag weniger. Gott hat einen genauen Zeitplan. Und eben, er kann es sagen, und oft sagt er es nicht. Und hier hat er es eben nicht gesagt, aber es war ein klarer Zeitplan. Und wenn wir uns das immer wieder so vor Augen führen, kann uns das in gewissen Situationen beruhigt machen.
In den Psalmen, zum Beispiel Psalm 13, wird gefragt: Wie lange? Eben wenn man nicht weiss, wie Gottes Zeitplan ist, aber er ist da, und Gott weiss es, und er kommt spätestens rechtzeitig. Und hier haben wir das auch. Und auch heilsgeschichtlich können wir dazunehmen: Die Geburt des Herrn Jesus wird in Galater 4 so beschrieben. Galater 4,4: Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau und unter das Gesetz getan.
Genau, der Jesus kam nicht irgendwann in der Weltgeschichte. Aber es hätte ja auch sein können, dass Gott den Erlöser sendet, gerade nach dem Sündenfall. Dort wurde er angekündigt. Gott sagt in 1. Mose 3 noch im Garten Eden, aber gerade nach dem Fall zur Schlange: Der Same der Frau wird dir den Kopf zertreten. Aber man musste Jahrtausende warten, bis schliesslich der Erlöser kam. Und hier lesen wir: Das war genau Gottes Zeitplan. Galater 4,4: Als aber die Fülle der Zeit gekommen war, oder wie Luther sagt: Als die Zeit erfüllt war. Und in dem Sinn hast du es auch zitiert: Die Zeit erfüllt. Gott hat den genauen Zeitplan, und dann kam der Erlöser in diese Welt. Nicht etwas Zufälliges.
Und dazu können wir noch lesen, Römer 5,6: Denn Christus ist, als wir noch kraftlos waren, zur bestimmten Zeit für Gottlose gestorben. Jawohl, die Geburt war genau festgelegt, und hier der Tod am Kreuz genau festgelegt, zeitlich, zur bestimmten Zeit. Und da spielt natürlich auch die Prophetie der 69 Jahrwochen in Daniel 9 eine wichtige Rolle, die gehen sollten, bis der Messias kommt als Fürst. Das war wirklich genau der Tag, als er als Fürst nach Jerusalem einzog, Palmsonntag. Aber dann sagt Daniel 9: Und dann wird der Messias ausgerottet werden und nichts haben. Es wird aber nicht gesagt, wie viel später. Wir können im Rückblick sagen: Ah, fünf Tage. Abschluss der 69. Jahrwochen ist der Messias am Kreuz gestorben. Und Römer 5 sagt uns: Zur bestimmten Zeit. Auch diese fünf Tage bis Karfreitag waren genau im Gottesplan festgelegt.
Und für uns persönlich können wir aufschlagen Psalm 31, ein Psalm von David, Vers 16: In deiner Hand steht meine Zeit; rette mich aus der Hand meiner Feinde und von meinen Verfolgern. Jawohl, in deiner Hand sind meine Zeiten. Und die Fussnote der Elberfelder erklärt noch: meine Geschicke. Aber man kann übersetzen: Zeiten und Geschicke. Gott hat einen bestimmten Zeitplan in unserem Leben, und diese Zeitpunkte sind genau in seiner Hand.
Ja, gehen wir zurück zu 1. Mose 21, zur bestimmten Zeit. Und wir könnten noch eine schöne Stelle an den Rand unserer Bibel schreiben: Prediger 3. Ja, das ist dieses gewaltige Kapitel über das Thema Zeit und Ewigkeit. 3,1: Alles hat seine bestimmte Zeit, und jedes Vorhaben unter dem Himmel hat seine Zeit. Geboren werden hat seine Zeit, und Sterben hat seine Zeit, Pflanzen hat seine Zeit, und Ausreissen des Gepflanzten hat seine Zeit.
Fährst du weiter, Max, in Vers 3, dann teilen wir uns auf. Vers 3.
Töten hat seine Zeit und Heilen hat seine Zeit, Zerstören hat seine Zeit und Bauen hat seine Zeit, Weinen hat seine Zeit und Lachen hat seine Zeit, Klagen hat seine Zeit und Tanzen hat seine Zeit, Steine schleudern hat seine Zeit und Steine sammeln hat seine Zeit, Umarmen hat seine Zeit und sich der Umarmung enthalten hat auch seine Zeit, Suchen hat seine Zeit und Verlieren hat seine Zeit, Aufbewahren hat seine Zeit und Wegwerfen hat seine Zeit, Zerreissen hat seine Zeit und Flicken hat seine Zeit, Schweigen hat seine Zeit und Reden hat seine Zeit, Lieben hat seine Zeit und Hassen hat seine Zeit, Krieg hat seine Zeit und Frieden hat seine Zeit.
Danke. Und dann setzen wir noch eine Krone auf mit Vers 17: Da sprach ich in meinem Herzen: Gott wird den Gerechten wie den Gottlosen richten, denn er hat dort eine Zeit bestimmt für jedes Vorhaben und für jedes Werk.
Da sehen wir es. Und trotzdem bedeutet das nicht einfach, unser Leben ist prädestiniert in dem Sinn, dass unser Wille ausgeschaltet ist und als ob die Weltgeschichte einfach ein Programm ist, das sich abspielt mit Marionetten. Nein! Das ist die Souveränität Gottes. Gott ist so erhaben, dass er die Weltgeschichte so führt und seinen Plan ausführt, obwohl er dem Menschen eine eigene Verantwortung und Entscheidungsmöglichkeit gegeben hat. Wir sind keine Marionetten, und trotzdem macht Gott das erst recht gross. Und eben dem Gottesfürchtigen macht es ruhig zu wissen: Meine Zeiten sind in seiner Hand. Ich bin nicht blindem Schicksal anvertraut.

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