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Opfern lernen

Grundschule des Glaubens, Teil 1/8
22.03.1994
Opfern lernen mit Abraham, der seinen Sohn Isaak zum Brandopfer machen soll. Gottes sieht und führt in seiner Treue, auch wenn wir nichts mehr sehen. Bibelarbeits-Reihe "Grundschule des Glaubens"

(KI-Gliederung:)

I. Einleitung: Die Opferungsgeschichte – eine Geschichte voller Furcht und Zittern

  • Die Opferungsgeschichte (Fesselungsgeschichte) als die unglaublichste aller Geschichten.
  • Vergleich mit Kierkegaards "Furcht und Zittern", inspiriert von der eigenen "Opferung" (Entlobung).
  • Zwei Herangehensweisen an die Geschichte: Kritische Hinterfragung oder Suche nach dem Evangelium im Dunkeln.
  • Betrachtung aus der Perspektive Gottes ("sub specie aeternitatis").

II. Der Befehl Gottes: Das Unbegreifliche und die Reaktion der Menschen

  • "Der Herr befiehlt": Gott als eindeutiges Subjekt des Befehls, Isaak zu opfern.
  • Ausschluss anderer Erklärungen wie Trunkenheit, Wahnsinn oder Gelübde.
  • Das Entsetzen des Befehls: Gott verlangt eine Leiche, die Ermordung eines Kindes durch die eigenen Eltern.
  • Vergleich mit dem Verlust eines Kindes und der besonderen Tragik der Beerdigung eines Kindes.
  • Anfechtung des Glaubens: Der Befehl stellt Abrahams Liebe zu Gott und seinem Sohn auf die Probe.
  • Parallele zu Agamemnon, der seine Tochter opfert, um den Krieg zu gewinnen.
  • Zwei konträre Gottesbilder: Der gnädige Gott und der Gott, der Leid zulässt.

III. Die Versuchung Abrahams: Gottes Prüfstein und die Bedeutung der Anfechtung

  • "Der Herr versucht": Gott prüft Abraham, um seinen Glauben zu stärken.
  • Unterschied zwischen Versuchung zum Bösen und der Prüfung des Glaubens.
  • Luther: "Patriarchalische Prüfung", die spätere Generationen nicht ertragen könnten.
  • Bedeutung von Anfechtungen: Sie fördern das Wachstum und die Bestätigung des Glaubens.
  • Keine Anfechtung zu haben, ist die größte Anfechtung: Bezug zum Leid im Leben, z.B. Krankheit.
  • Die Feuerprobe des Glaubens: Abraham soll seine Zukunft "verbrennen".
  • Der "Holocaust" als Bild für die vollständige Verbrennung des Opfers.
  • Abrahams innere Zerrissenheit zwischen Gottesliebe und Kindesliebe.
  • Konsequenzen aus dem Glauben ziehen: Die "fromme Gottbummelei" beenden.

IV. Der Gehorsam Abrahams: Wortloser Gehorsam und das Schweigen im Leid

  • "Der Herr hört": Abrahams wortloser Gehorsam, ohne Warum-Fragen oder Aufbegehren.
  • Im Angesicht des Unverständlichen den nächsten Schritt im Gehorsam tun.
  • Gottes Treue: Die Versuchung wird erträglich gemacht.
  • Abrahams Vorbereitung: Entschlossenheit und Kompromisslosigkeit.
  • Die dreitägige Reise: Schweigen als Ausdruck des Schmerzes.
  • Manche Dinge sind besser im Schweigen aufgehoben als in Worten.
  • Moria als Ort der Opferung: Verbindung zum Tempelberg in Jerusalem und Golgatha.

V. Die Opferung: Ein Bild für Gottes Handeln und die Hoffnung auf Auferstehung

  • Der Weg zum Opferaltar: Vater und Sohn, Feuer und Messer, Holz.
  • Isaaks Frage nach dem Opfertier und Abrahams Antwort: "Gott wird es sehen."
  • Abraham als Vorbild im Glauben und Hoffen, selbst im Angesicht des Zusammenbruchs.
  • Luthers Auslegung: Abrahams Glaube an die Auferstehung, "Ostern im Alten Testament".
  • Der erhobene Messer: Schagals Bild "Die Fesselung Isaaks".
  • Gottes Eingreifen: Der Engel ruft Abrahams Namen und stoppt die Opferung.
  • Gott schweigt lange, aber redet in der Not.
  • Der Widder als Ersatzopfer: Gott sorgt selbst für die Lösung.
  • Abrahams Demut: Er wirft das Geschenk Gottes nicht zurück.
  • Gott setzt dem Leid ein Ende: Jede Prüfung ist endlich.
  • Prüfung bestanden: Abraham hätte alles gegeben.

VI. Parallele zum Kreuzestod Jesu und Schlussfolgerung

  • Die Parallele zu Jesus: Jesus trägt sein Kreuz wie Isaak das Holz.
  • Kein Ersatzopfer, keine Stimme, die das Opfer verhindert.
  • Gott verlangt nur, was er selbst gegeben hat: Seinen eigenen Sohn.
  • Die Geschichte als Trost in dunklen Nächten: Kein Weg führt nur durch Licht.

VII. Aufruf zum Nachdenken und Gebet

  • Die Bereitschaft, das Teuerste herzugeben, wenn Gott es verlangt.
  • Gottes Treue: Er sieht und führt, auch wenn wir nichts mehr sehen.
  • Gott sieht voraus.