
(KI-Gliederung:)
I. Einleitung: Die Opferungsgeschichte – eine Geschichte voller Furcht und Zittern
- Die Opferungsgeschichte (Fesselungsgeschichte) als die unglaublichste aller Geschichten.
- Vergleich mit Kierkegaards "Furcht und Zittern", inspiriert von der eigenen "Opferung" (Entlobung).
- Zwei Herangehensweisen an die Geschichte: Kritische Hinterfragung oder Suche nach dem Evangelium im Dunkeln.
- Betrachtung aus der Perspektive Gottes ("sub specie aeternitatis").
II. Der Befehl Gottes: Das Unbegreifliche und die Reaktion der Menschen
- "Der Herr befiehlt": Gott als eindeutiges Subjekt des Befehls, Isaak zu opfern.
- Ausschluss anderer Erklärungen wie Trunkenheit, Wahnsinn oder Gelübde.
- Das Entsetzen des Befehls: Gott verlangt eine Leiche, die Ermordung eines Kindes durch die eigenen Eltern.
- Vergleich mit dem Verlust eines Kindes und der besonderen Tragik der Beerdigung eines Kindes.
- Anfechtung des Glaubens: Der Befehl stellt Abrahams Liebe zu Gott und seinem Sohn auf die Probe.
- Parallele zu Agamemnon, der seine Tochter opfert, um den Krieg zu gewinnen.
- Zwei konträre Gottesbilder: Der gnädige Gott und der Gott, der Leid zulässt.
III. Die Versuchung Abrahams: Gottes Prüfstein und die Bedeutung der Anfechtung
- "Der Herr versucht": Gott prüft Abraham, um seinen Glauben zu stärken.
- Unterschied zwischen Versuchung zum Bösen und der Prüfung des Glaubens.
- Luther: "Patriarchalische Prüfung", die spätere Generationen nicht ertragen könnten.
- Bedeutung von Anfechtungen: Sie fördern das Wachstum und die Bestätigung des Glaubens.
- Keine Anfechtung zu haben, ist die größte Anfechtung: Bezug zum Leid im Leben, z.B. Krankheit.
- Die Feuerprobe des Glaubens: Abraham soll seine Zukunft "verbrennen".
- Der "Holocaust" als Bild für die vollständige Verbrennung des Opfers.
- Abrahams innere Zerrissenheit zwischen Gottesliebe und Kindesliebe.
- Konsequenzen aus dem Glauben ziehen: Die "fromme Gottbummelei" beenden.
IV. Der Gehorsam Abrahams: Wortloser Gehorsam und das Schweigen im Leid
- "Der Herr hört": Abrahams wortloser Gehorsam, ohne Warum-Fragen oder Aufbegehren.
- Im Angesicht des Unverständlichen den nächsten Schritt im Gehorsam tun.
- Gottes Treue: Die Versuchung wird erträglich gemacht.
- Abrahams Vorbereitung: Entschlossenheit und Kompromisslosigkeit.
- Die dreitägige Reise: Schweigen als Ausdruck des Schmerzes.
- Manche Dinge sind besser im Schweigen aufgehoben als in Worten.
- Moria als Ort der Opferung: Verbindung zum Tempelberg in Jerusalem und Golgatha.
V. Die Opferung: Ein Bild für Gottes Handeln und die Hoffnung auf Auferstehung
- Der Weg zum Opferaltar: Vater und Sohn, Feuer und Messer, Holz.
- Isaaks Frage nach dem Opfertier und Abrahams Antwort: "Gott wird es sehen."
- Abraham als Vorbild im Glauben und Hoffen, selbst im Angesicht des Zusammenbruchs.
- Luthers Auslegung: Abrahams Glaube an die Auferstehung, "Ostern im Alten Testament".
- Der erhobene Messer: Schagals Bild "Die Fesselung Isaaks".
- Gottes Eingreifen: Der Engel ruft Abrahams Namen und stoppt die Opferung.
- Gott schweigt lange, aber redet in der Not.
- Der Widder als Ersatzopfer: Gott sorgt selbst für die Lösung.
- Abrahams Demut: Er wirft das Geschenk Gottes nicht zurück.
- Gott setzt dem Leid ein Ende: Jede Prüfung ist endlich.
- Prüfung bestanden: Abraham hätte alles gegeben.
VI. Parallele zum Kreuzestod Jesu und Schlussfolgerung
- Die Parallele zu Jesus: Jesus trägt sein Kreuz wie Isaak das Holz.
- Kein Ersatzopfer, keine Stimme, die das Opfer verhindert.
- Gott verlangt nur, was er selbst gegeben hat: Seinen eigenen Sohn.
- Die Geschichte als Trost in dunklen Nächten: Kein Weg führt nur durch Licht.
VII. Aufruf zum Nachdenken und Gebet
- Die Bereitschaft, das Teuerste herzugeben, wenn Gott es verlangt.
- Gottes Treue: Er sieht und führt, auch wenn wir nichts mehr sehen.
- Gott sieht voraus.