Serie•Teil 5 / 7E21 Regionalkonferenz Schweiz 2018
Generierte Mitschrift
Die nachfolgende Mitschrift wurde automatisch mit KI-Technologie erstellt und kann Fehler enthalten. Im Zweifel gilt das gesprochene Wort.
Einleitung und Gebet
Bevor wir Gottes Wort zusammen hören, lasst uns beten und ihn um seine Hilfe bitten.
Vater, wir danken dir, dass du uns nicht vergessen hast, wie du bist. Wir danken dir, Herr, dass du uns liebst und zu uns gesprochen hast, dass du uns dein Wort gegeben hast. Und wir beten, Herr, dass du durch deinen Geist dein Wort an unseren Seelen anwendest. Dort, wo wir stolz sind, mach uns demütig. Und dort, wo wir krank und gebrochen sind, heile uns. Bitte mach uns stark, damit wir dir dienen dürfen. Zur Ehre deines Namens. Amen!
Am Ende von Kapitel sieben sehen wir: Bis dahin war die Mauer wieder aufgebaut. Aber der Herr möchte nicht nur eine Mauer errichten, er möchte ein Volk errichten. Er möchte ein Volk haben, das seine Wege, sein Wesen und die Welt widerspiegelt. Und wenn sie seine Wege widerspiegeln sollen, dann müssen sie diese Wege zuerst kennen. Sie müssen ihn kennen.
Wie wird es möglich sein, dass sie ihn kennenlernen? Over Coffee, how will I get to know you? Überlegen wir uns einmal: Wenn wir jetzt beim Kaffeetrinken sind, wie schaffe ich es, dass ich dich kennenlerne? Wenn du da nur ganz still dastehst, dann werde ich dich nicht sehr gut kennenlernen. I will hear what is on your heart. Aber wenn du redest und ich dir zuhöre, dann werde ich erkennen, was auf deinem Herzen ist.
Wie wird Gottes Volk jetzt Gott kennenlernen? Sie müssen ihm zuhören, wenn er spricht. Und in Kapitel acht haben wir hier Esra, und er liest Gottes Wort.
Als nun der siebte Monat herangekommen war und die Israeliten in ihren Städten waren, versammelte sich das ganze Volk wie ein Mann auf dem Platz vor dem Wassertor. Und sie sprachen zu Esra, dem Schriftgelehrten, er solle das Buch des Gesetzes des Mose holen, das der Herr Israel geboten hatte. Und Esra, der Priester, brachte das Gesetz vor die Gemeinde, Männer und Frauen und alle, die es verstehen konnten, am ersten Tag des siebten Monats.
Alle sind versammelt: Männer und Frauen und alle, die es verstehen können. Und sie lesen das Wort von Sonnenaufgang bis Mittag. Sechs Stunden.
Und natürlich war das für alle so eine langweilige Erfahrung, dass sie alle eingeschlafen sind. Nein, sie haben alle aufmerksam zugehört. Seht ihr am Ende von Vers 3? Und die Ohren des ganzen Volks waren dem Gesetzbuch zugekehrt. Sie haben alle aufmerksam zugehört.
Hier geht es nicht um langweiliges Bibelstudium. Wenn wir Gottes Wort aufmachen, dann spricht der lebendige Gott zu uns. Er teilt sein Herz mit uns, damit wir ihn erkennen können.
Friends, das hier ist ein klassisches Bild von Gottes Volk. Wir sind ein Volk, das zusammengekommen ist, Männer und Frauen, Junge und Alte, damit Gott zu uns sprechen kann.
Ist es euch auch ein Anliegen, dass die Menschen in eurer Gemeinde Gottes Wege und die Welt widerspiegeln? Dann müssen sie ihn kennen. Um ihn zu erkennen, müssen sie sein Wort hören.
Das Hören auf Gottes Wort und seine Wirkung
Und ich möchte eure Aufmerksamkeit auf Vers acht richten. Esra und die anderen haben nicht nur Gottes Wort gelesen, sondern sie haben das Wort auch ausgelegt und erklärt. Sie legten das Buch des Gesetzes Gottes klar und verständlich aus, so dass man verstand, was gelesen worden war.
Wenn sie das verstanden haben, und wenn sie Gott erkennen, wie er wirklich ist, dann seht ihr, was das für eine Auswirkung auf sie hat: Trauer und Freude. Dort, wo sie verstanden haben, sind sie traurig über ihre eigenen Sünden.
Vers neun: Und Nehemia, der Statthalter, und Esra, der Priester und Schriftgelehrte, und die Leviten, die das Volk unterwiesen, sprachen zu allem Volk: Dieser Tag ist heilig dem Herrn, eurem Gott; darum seid nicht traurig und weint nicht. Denn alles Volk weinte, als es die Worte des Gesetzes hörte. Sie trauerten über ihre Sünde.
Und wenn sie das noch besser verstehen, dann freuen sie sich. Vers zwölf: Und alles Volk ging hin, um zu essen, zu trinken, davon auszuteilen und ein großes Freudenfest zu machen, denn sie hatten die Worte verstanden, die man ihnen kundgetan hatte. Ja, man hatte sie ihnen kundgetan.
Und wir sehen am Ende von Vers zwölf: Bis zu diesem Zeitpunkt freuen sie sich. Und hier ist der Hauptpunkt: Trauer über Sünde ist das Tor zur Freude.
Ist es uns nicht ein Anliegen, dass unsere Leute sich freuen? Natürlich ist es uns ein Anliegen. Überlegt euch einmal, was das für eine Auswirkung auf die Welt um uns herum haben könnte. Schaut einmal auf Vers 17: Denn dies hatten die Israeliten seit Josuas, des Sohnes Nuns, bis auf diesen Tag nicht mehr getan; und es war eine sehr große Freude. Wenn das eine Beschreibung eurer Gemeinde wäre, wäre das nicht etwas Wünschenswertes?
Wie kommen wir zu diesem Punkt, dass unsere Leute sich freuen? Vielleicht braucht man eine bessere Lobpreisband. Trommel! Sag ihnen, du bist ganz besonders. Nein?
Möchtet ihr, dass sie diese Freude erkennen? Dann sagt ihnen, sie sind Sünder. Was? Das hört sich irgendwie nicht richtig an. Das macht sie nur traurig. Freunde, ich möchte, dass ihr das jetzt begreift: Trauer über Sünde ist das Tor zur Freude.
Viele unserer Leute kennen diese Freude nicht, weil sie nie über ihre Sünde nachgedacht haben. Weil sie nie über ihre Sünde getrauert haben. Und vielleicht haben sie nie über Sünde getrauert, weil sie Gott nicht kennen. Und vielleicht kennen sie Gott nicht, weil sie seinem Wort nie zugehört haben.
Aber hier ist etwas passiert: Wenn wir die Bibel lesen, wenn wir die Bibel auslegen, damit Menschen sie verstehen, dann geschieht etwas. Wenn sie den lebendigen Gott kennen, macht Trauer Platz für Freude.
Schuld, Klage und das Bekenntnis vor Gott
Und in Kapitel neun sehen wir die Einzelheiten, wie das alles funktionieren soll.
Leider ist Gottes Volk manchmal dafür bekannt, sehr bereitwillig auf andere zu zeigen und auf das hinzuweisen, was sie für Sünden halten. Sie haben diesen Ruf. Und das ist ein Zeichen dafür, dass wir Gott nicht kennen und nicht auf sein Wort gehört haben. Denn das Merkmal des Volkes Gottes ist nicht, dass es so bereitwillig die Sünde anderer aufzeigt, sondern dass wir schnell sind, unsere eigenen Sünden zu erkennen und darauf hinzuweisen.
Du siehst in Kapitel neun, Vers eins, dass sie in Säcken gehüllt sind und Erde auf ihren Häuptern haben. Das ist ein Ausdruck von Verletzlichkeit und Sünde. Und du siehst in Vers zwei, dass sie dort sind, um ihre Sünde zu bekennen. Wir sehen in Vers zwei: Sie sind dort, um ihre Sünde zu bekennen. In Vers drei lesen sie Gottes Wort, und sie standen an ihrem Platz auf. Man las vor aus dem Buch des Gesetzes des Herrn, ihres Gottes, drei Stunden lang, und drei Stunden bekannten sie und beteten zum Herrn, ihrem Gott. Drei Stunden!
Es fällt mir hier etwas auf, wie diese Sündenbekenntnisse vorgestellt werden. Am Ende von Vers fünf: Oh, diese ganzen Namen und die Leviten, ja, danke! Sie lobten den Herrn, euren Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit. Und man lobe seinen herrlichen Namen, der erhaben ist über allen Preis und Ruhm. Sie wollen ihre Sünden bekennen, aber sie stehen auf und sagen: Preist euren Herrn! Wir denken, wenn wir unsere Sünden anschauen, dann macht uns das traurig und betroffen. Aber die Wahrheit ist, dass uns das dazu führt, Gott zu preisen.
Jetzt wollen wir schauen, was sie zu diesem Punkt hingebracht hat, dass sie ihre Sünden bekennen. Dann müssen wir umblättern, ganz am Ende des Kapitels, wo wir in Vers 37 lesen: Und wir sind in großer Not. Die sind in großer Not, da sind Bedrängnisse vorhanden. Und diese Bedrängnisse werden in Vers 36 erklärt: Siehe, wir sind heute Knechte in dem Lande, das du unsern Vätern gegeben hast, seine Früchte und Güter zu genießen; siehe, in ihm sind wir Knechte. Und all sein Ertrag bringt den Königen großen Gewinn, die du über uns gesetzt hast, um unserer Sünden willen. Und sie herrschen über unsere Leiber und unser Vieh nach ihrem Willen, und wir sind in großer Not.
Warum befinden sie sich hier in großer Not? Wegen ihrer Sünden, wegen unserer Sünden. Es gibt auch im Leben Bedrängnisse, die wir nicht unbedingt verdient haben. Aber es gibt Bedrängnisse, die wir durchaus verdient haben, weil wir gesündigt haben. Deine Ehe ist in Bedrängnis, du riskierst, alles zu verlieren, und du weißt, es ist, weil du gesündigt hast. Und du weißt es, es ist, weil du gesündigt hast. Du hast eine Beziehung in deiner Gemeinde, wo du weißt, dass da Bedrängnisse sind. Es ist wie eine dunkle Wolke, die über allem liegt. Sie ist immer präsent, weil du gesündigt hast. Vielleicht ist es Alkohol, Online-Gambling oder Pornographie. Oder dein Leben wird beschlagnahmt von Sucht, ob das Internetpornographie ist oder Alkohol oder Spielsucht. Und diese Bedrängnisse sind vorhanden, weil du gesündigt hast.
Und in Nehemia, Kapitel neun, schauen die Leute ihre Sünden an. Die Frage ist: Was macht man, wenn man sich in großer Bedrängnis befindet aufgrund seiner eigenen Sünde? Die Leviten leiten das Volk zu Gott, damit sie ihre Sünde bekennen. Und ich glaube, der Grund, warum wir manchmal langsam sind, diesen Schritt zu wagen, ist, weil wir uns nicht so sicher sind, wie Gott uns begegnet, wie er darauf reagiert, weil wir ihn nicht so gut kennen.
Wenn wir Fehler machen, sind wir daran gewöhnt, dass andere Menschen uns fallen lassen. Wenn wir große Probleme haben, die wir selbst verursacht haben, dann ist es normal, oder wir kennen es, dass Leute sich von uns distanzieren. Oder sie zeigen so richtig auf uns. Oder sie bringen es irgendwie hin, dass wir uns noch schlechter fühlen, als wir uns schon fühlen. Die Frage ist: Wie begegnet uns Gott, wenn wir manchmal missbauen?
Um das zu beantworten, führt der Levit das Volk in einem Gebet. Und es ist ein Gebet, das die Geschichte von Gottes Handeln mit seinem Volk in der Vergangenheit erzählt. Wenn ihr wissen wollt, wie Gott mit Menschen umgeht, die gesündigt haben, schaut in die Schrift und seht, wie er ist.
Es sind zwei große Themen, die uns hier begegnen, zwei große Themen, die Kraftstoff für Freude sind: Wir sind ernsthaft sündig, und Gott ist großartig in seiner Barmherzigkeit. Das sind zwei große Themen, die die Geschichte der Bibel durchziehen und Gründe dafür sammeln, Gott zu loben. Das sind zwei große Themen, die wir durch die ganze Schrift erkennen können und die uns Gründe geben, Gott zu loben.
Gottes Charakter in der Geschichte seines Volkes
Schauen wir nochmals in Kapitel neun, Vers sechs: Herr, du bist allein. Du hast den Himmel gemacht und alle Himmel, den Himmel mit seinem ganzen Heer, die Erde und alles, was darauf ist, die Meere und alles, was darin ist. Du machst alles lebendig, und das himmlische Heer betet dich an.
Because he is the God who made the world for us to enjoy and gives life to everything.
Lobt ihn, weil er so Gott diese Welt gemacht hat, und er gibt uns Atem, damit wir uns an allem freuen können.
Vers 7: Herr, du bist Gott, der du Abraham erwählt hast und ihn aus Ur in Had you say that auf Deutsch? Kardea geführt und Abraham genannt hast. Du hast sein Herz treu vor dir gefunden und einen Bund mit ihm geschlossen, seinem Nachkommen das Land der Kananiter, Hethite, Amorite und die all schönen da zu geben.
Preist ihn, weil er ein Gott ist, der sein Versprechen gegenüber seinem Volk hält. Er packt Abraham an, und er lässt ihn nie los.
Vers 9: Und du hast das Irland unserer Väter in Ägypten angesehen und ihr Schreien am Schilfmeer erhört und Zeichen und Wunde getan am Pharaon und allen seinen Großen und an dem ganzen Volk seines Landes. Denn du erkanntest, dass sie gegen Israel vermessen waren, und hast dir einen Namen gemacht, so wie er heute ist.
Preist ihn, weil er, wenn er sein Volk als Sklaven sieht, als sie noch in Ägypten sind, ihr Leiden sieht. Durch seine Liebe macht er sie frei. Dadurch hat er sich einen Namen gemacht. In anderen Worten: Deswegen kennen wir ihn. Er hat sich seinen Namen gemacht dadurch. Er ist der Gott, der sein Volk freimacht. Dafür ist er bekannt.
Und hast sie geführt am Tage in eine Wolkensäule und des Nachts in eine Feuersäule, um ihnen zu leuchten auf dem Wege, den sie zogen.
Er führt sein Volk aus der Sklaverei und der Vergangenheit hinein in eine herrliche neue Zukunft.
Und Vers 13: Und du bist herabgestiegen auf den Berg Sinai und hast mit ihnen vom Himmel her geredet und ein wahrhaftiges Recht und rechte Gesetze und gute Satzungen und Gebote ihnen gegeben.
Preist ihn, weil er ein Gott ist, der zu seinem Volk redet, weil er möchte, dass wir ihn erkennen. Und so gibt er uns sein Gesetz. Sein Gesetz ist recht und gut, gerecht, ja. Das sind nicht willkürliche Regeln. Er sagte: In dieser Welt, die Welt, die ich gemacht habe, so sollten wir leben. So blühen wir auf. Das ist das Leben, wofür ich dich erschaffen habe.
Preist ihn, weil er derjenige ist, der sein Volk aufrechterhält auf dem Weg. Er zieht sie ein in eine Beziehung mit sich selbst, und er gibt ihnen Kraft für die Reise nach Hause.
Seht ihr, wie viele Gründe Gottes Volk hat, ihn zu loben? Auf so viele verschiedene Arten hat er sie gesegnet.
Aber in Vers 16: Unsere Väter wurden stolz und halsstarrig, so dass sie deinen Geboten nicht gehorchten und sich weigerten zu hören. Sie gedachten auch nicht an deine Wunder, die du an ihnen tatest, sondern sie wurden halsstarrig und nahmen sich fest vor, zu ihrer Knechtschaft in Ägypten zurückzukehren.
Nach all dem, was Gott für sie gemacht hat, so gehen sie mit ihm um. Das Wort, das hier geschieht und das alles zusammenfasst, ist Rebellion. Gott sagt: Als mein Volk solltet ihr so leben. Ich bin ein Gott, dem ihr vertrauen könnt, also lügt nicht. Ich bin ein großzügiger Gott, also stehlt nicht. Ich bin ein Gott, der treu ist, also begehrt keinen Ehebruch!
Und wenn wir Gottes Geboten nicht gehorchen, dann geht es nicht nur darum, dass wir eine Regel brechen. Wir rebellieren gegen ihn. Wir sagen damit: Ich möchte nicht so leben wie jemand, der zu deinem Volk gehört. Wir sagen: Ich möchte dich als meinen Gott nicht haben.
Und was machen sie in ihrer Rebellion? Da wählen sie sich einen Leiter, der sie zurück zu dieser Sklaverei bringt.
Seht ihr, was hier passiert? Wenn wir sündigen, dann sagen wir damit: Ich möchte lieber zurück in die Sklaverei. Lieber die Sklaverei als dir nachfolgen. Ist das nicht furchtbar? Ich sage, dass der Gott, der mich gemacht hat, der Gott, der mich gerettet hat, mich gerettet hat, mich gerettet hat, zu dem Gott, der mich erschaffen hat, der mich gerettet hat, und er ruft mich in ein Leben des Segens, und er liebt mich mit der Liebe, wonach ich verlange. Aber dann sage ich zu ihm: Weißt du was, es geht mir viel besser ohne dich.
Wir leben in einer Welt, die glaubt, Sünde sei keine große Sache. Und diese Verse zeigen uns, was Sünde wirklich ist. Wir gehen mit Gott so um, als wäre er ein Mann, der eine Frau hat, die ihn liebt. Wir sind wie ein Mann, der eine Frau hat, die den Mann liebt, und der Frau ist zu diesem Mann gut und großzügig. Sie ist da für den Mann, sie ist da für den Mann, sie ist da für den Mann, sie ist da für den Mann, sie ist da für den Mann, sie ist da für den Mann, sie ist da für den Mann, sie ist da für den Mann, sie ist da für den Mann, sie ist da für den Mann, sie ist da für den Mann, sie ist da für den Mann, sie ist da für den Mann, sie ist da für den Mann, sie ist da für den Mann, sie ist da für den Mann, sie ist da für den Mann, sie ist da für den Mann.
But he wrecks his whole relationship with her for the sake of a fling at the office, aber er ruiniert diese Beziehung aufgrund von einer Nebenbeziehung mit jemandem im Büro. So pervers ist die Sünde, und sie sind anscheinend nicht in der Lage aufzuhören.
Aber sie wurden ungehorsam und widerstrebten dir und warfen dein Gesetz hinter sich und töteten deine Propheten.
In Vers 28: Wenn sie aber zur Ruhe kamen, taten sie wieder Übel vor dir.
Und in Vers 29: Und du vermahntest sie, dass sie dich verletzt haben, um sie zu deinem Gesetz zurückzuführen. Aber sie waren stolz und gehorchten deinen Geboten nicht und sündigten an deinen Rechten, durch die der Mensch lebt.
Seht ihr dieses Muster, das sich immer wieder wiederholt? Denkt daran: In Nehemiah 9 beten sie als Menschen, die gesündigt haben, und sie schauen zurück auf die Geschichte Israels, weil sie wissen wollen, wie Gott mit Menschen umgeht, die gesündigt haben. Die Antwort lautet: Er ist sehr, sehr großzügig und barmherzig. Wir sind sehr, sehr sündhaft, aber Gott ist sehr barmherzig.
Was ist Barmherzigkeit? Barmherzigkeit ist, wenn sie es verdient haben zu leiden. Nach all dem, was sie gemacht haben, haben sie es verdient zu leiden. Aber du gibst ihnen nicht, was sie verdient haben. Du zeigst ihnen Barmherzigkeit. Und unser Gott zeigt ihnen Barmherzigkeit.
Schaut mal rein, wie Gott reagiert. Vers siebzehn, zweite Hälfte: Aber du, mein Gott, vergabst und warst gnädig, barmherzig, geduldig und von großer Güte und verließest sie nicht.
Ist das nicht erstaunlich? Ein Gott der Barmherzigkeit, ein Gott der Vergebung. Er hat sie nicht verlassen. Hätte er sie verlassen, dann hätten wir das nachvollziehen können. Das haben sie verdient. Aber er hat ihnen nicht das gegeben, was sie verdient haben. Er ist barmherzig.
Wiederkehrende Schuld und wiederholte Rettung
Und was sie als Nächstes tun, ist in Vers 18 beschrieben: „Und obwohl sie ein gegossenes Kalb machten und sprachen: Das ist dein Gott, der dich aus Ägyptenland geführt hat.“ Das Nächste, was sie tun, ist also, dass sie sich ein Götzenbild machen. Und wie reagiert Gott darauf?
In Vers 19 heißt es: „Verließest du sie doch nicht in der Wüste nach deiner großen Barmherzigkeit.“ Er lässt sie nicht allein in der Wüste. Er führt sie in das verheißene Land hinein.
Und in Vers 20: „Du gabst ihnen deinen guten Geist, um sie zu unterweisen.“ Er gibt ihnen den Geist, um sie zu unterweisen. Manna und Wasser, Entschuldigung, und dein Manna versagtest du nicht ihrem Munde und gabst ihnen Wasser, als sie dürsteten. Hier haben sie etwas zu essen und etwas zu trinken, also mangelt es ihnen an nichts.
Und in Vers 22: „Und du gabst ihnen Königreiche und Völker und teiltest sie ihnen zu, dass sie das Land Sihons, des Königs von Heschbon, und das Land Ogs, des Königs von Baschan, einnahmen.“ Er hat ihnen Königreiche gegeben.
Vers 23: „Und du mehrtest ihre Kinder wie die Sterne am Himmel und brachtest sie in das Land, das du ihren Vätern zugesagt hattest, dass sie hineingehen und es einnehmen sollten.“ Er hat ihnen so viele Kinder wie die Sterne gegeben.
Und in Vers 24: „Und die Kinder zogen hinein und nahmen das Land ein.“ Die Kinder haben das Land eingenommen.
Und seht ihr, wie Vers 25 endet? „Sie aßen und wurden satt und fett und lebten in Wonne durch deine großen Güter.“ Sie sind in das Land gekommen und genießen Gottes große Großzügigkeit. Er ist gut zu diesem Volk.
Was ist das für ein Volk? Uns wurde immer beigebracht, Gott sei gut zu Menschen, die gut sind. Und was sehen wir hier über diese Leute? Sie sind keine guten Leute, sie sind sündige Leute. Aber hier sind sie in dem Land und genießen seinen Segen. Warum? Weil sie es verdient haben? Nein, weil er barmherzig ist.
Und falls wir jetzt vergessen, wie sie wirklich sind, lesen wir ab Vers 26 noch einmal davon: „Aber sie wurden ungehorsam und widersetzten dir und warfen dein Gesetz hinter sich und töteten deine Propheten.“ Deshalb, in Vers 27: „Darum gabst du sie in die Hand ihrer Feinde, die sie bedrängten. Und zur Zeit ihrer Angst schrien sie zu dir, und du erhörtest sie vom Himmel.“ Weil sie schon wieder rebelliert haben, hat er sie ihren Feinden übergeben. Das haben sie verdient.
Aber unser Gott ist großartig in seiner Barmherzigkeit. In seiner Barmherzigkeit hat er sie wieder gerettet. Vers 28: „Wenn sie aber zur Ruhe kamen, taten sie wieder übel vor dir.“ Sobald sie wieder Ruhe haben, fangen sie wieder an, Böses zu tun. Und da hat er sie dann wieder ihren Feinden übergeben. Eigentlich hätte die Geschichte dort enden können. So schrien sie dann wieder zu dir, und du erhörtest sie vom Himmel, und er rettetest sie nach deiner großen Barmherzigkeit. Viele Male.
Das ist die Geschichte: dass er sie in seiner Barmherzigkeit rettet. Immer wieder lesen wir von diesem Begriff: „in seiner Barmherzigkeit“. Seht ihr dieses Muster? Sünde führt zu Problemen, zu Bedrängnissen. Das ist sein Gericht über ihre Sünde, es ist eigentlich das, was sie verdient haben. Aber er lässt sie nicht allein mit dem, was sie verdient haben. Er ist barmherzig.
Und als sie dabei sind, sich daran zu erinnern, wie Gott mit seinem Volk umgegangen ist, dann sehen sie, erkennen sie, wie Gott ist. In Vers 32 sagen sie: Hier ist unsere Bitte: „Unser Gott, du großer Gott, du mächtiger und furchtbarer, der du Bund und Treue hältst, achte all das Elend nicht gering, das uns getroffen hat, unsere Könige, Fürsten, Priester, Propheten, Väter und das ganze Volk seit der Zeit der Könige von Assur bis auf diesen Tag.“
Er bittet darum, dass Gott doch bitte ihre Bedrängnisse sieht und erkennt. Und sie versuchen nicht, ihre Sünde zu minimieren. Sie haben keine Ausreden, wie: Ja, also wir waren nicht ganz allein schuldig, wir leiden unter viel Druck. Sie sagen in Vers 33: „Du bist gerecht in allem, was du uns gebracht hast; denn du hast Recht getan, wir aber sind gottlos gewesen.“ Du hast Recht gehabt.
Unsere Bitte ist: In der Vergangenheit, Zeit nach Zeit, wenn dein Volk immer wieder gesündigt hat, dann hast du dich damals als barmherzig erwiesen. Aufgrund dessen bitten wir: Gib uns nicht das, was wir verdient haben, bitte zeige uns Barmherzigkeit.
Und Freunde, diese Geschichte, von der wir jetzt gelesen haben, wir sind auch Teil dieser Geschichte. Ihr Gott ist unser Gott. Und wenn wir sündigen, wie sie gesündigt haben, dann wollen wir auch wissen, wie Gott mit uns umgehen wird. Und die Antwort lautet: Er wird mit uns genauso umgehen, wie er mit ihnen umgegangen ist. Ein Gott der Barmherzigkeit, der uns nicht gibt, was wir verdient haben. Dafür loben wir ihn und preisen ihn.
Gottes Gerechtigkeit und die Erfüllung in Jesus
Aber es gibt die Gefahr, dass wir das irgendwie billig machen. Also: Wenn ich sündige, dann wird Gott mir barmherzig sein. Das macht er einfach. Es ist keine große Sache.
Wenn wir aber die ganze Bibel lesen, dann wissen wir, dass uns etwas anderes begegnet. Gott macht zwei große Versprechungen. Weil er gut ist, hat er versprochen, dass er Sünder richten wird. Weil er gut ist, hat er versprochen, dass er sein Volk nie aufgeben wird. Und die Frage ist: Wie kann er beide Versprechungen halten? Wie kann er seinem Volk immer wieder Barmherzigkeit zeigen? Er ist ein gerechter Gott.
Was ist mit seinem Versprechen, dass er Sünde richten wird? Wenn Gott Sünde nicht richtet, dann wirft das große Fragen auf, was das für ein Gott wirklich ist. Bedeutet das, dass er nicht gut ist? Dass es nicht so wichtig ist, was sie gemacht haben? Dass es ihn nichts angeht? Dass Sünde keine große Sache ist? Nein, unser Gott ist ein gerechter Gott, und Sünde muss gerichtet werden. Das wissen wir.
„Get away with evil is not right.“ Wir wissen, dass es in einer Welt, in der Menschen Böses tun und es einfach erlaubt wird, nicht richtig ist. Das ist ein Überbleibsel. Nehemiah 9 liefert uns auch diese Dinge, die nicht zu Ende gegangen sind. Wie in der Bibel mit Themen, die nicht zu Ende gegangen sind. Dann werden sie alle durch Jesus gelöst.
Gott hat zwei große Versprechungen gemacht: Sünde zu richten und sein Volk zu retten. Wie kann er beide Versprechungen einhalten? Durch Jesus. Gott hat versprochen, dass er Sünde richten wird. Und im Neuen Testament zeigen die Schreiber auf das Kreuz und sagen: Gott ist gerecht. Er richtet Sünde. Er richtet Sünde dort, in Jesus.
Und Gott hat versprochen, sein Volk zu retten. Und die neutestamentlichen Schreiber zeigen auf Jesus hin und sagen: Seht ihr, Gott wird uns barmherzig sein. Er wird nicht verlangen, dass wir für unsere eigenen Sünden bezahlen müssen. Warum? Weil Jesus für unsere Sünde bezahlt hat.
Wenn wir dann sündigen und uns zu ihm hinwenden, ist es erstaunlich, dass er uns dann Barmherzigkeit zeigt. Aber bitte, bitte denkt nie, dass das etwas Billiges ist. Das ist nicht einfach das, was Gott macht. Dass er uns Barmherzigkeit zeigen kann, hat ihn seinen Sohn gekostet.
Erkennt ihr jetzt, warum es wahr ist, dass, wenn wir unseren Sünden begegnen, das zuerst ein Moment der Trauer ist, aber dass diese Trauer die Tür zur Freude öffnet? Wenn wir unseren Sünden begegnen, sehen wir, wie er mit Sündern umgeht. Und wir sehen, wie er völlig anders ist als jeder andere Gott: dass er durch Jesus gerecht ist, die Sünde bestraft, aber in Jesus seine Versprechen einhält, um sein Volk zu segnen. Und wir sind diejenigen, die diese Segnungen erfahren, erkennen.
Seht ihr, was für einen Gott wir haben? Deswegen müssen wir die Bibel aufmachen, weil wir selber nie darauf gekommen wären. Wir würden Gott auf diese Weise nie erkennen. Wir müssen auf ihn hören.
Anwendung auf das eigene Herz
Wir kommen zum Schluss. Ich möchte auf unser Herz zielen.
Wir sind sündig. Und vielleicht ist dir heute eine bestimmte Sünde bewusst, und du fragst dich, was du damit machen sollst. Manchmal gehen wir mit unserer Sünde so um, dass wir versuchen, sie zu minimieren. Wir sagen: Ich bin nicht schuld. Bei der Arbeit habe ich so viel Druck. Oder wir sagen: Hast du gesehen, was sie mir angetan hat?
Und wenn wir uns dazu bringen, uns zu überzeugen, dass das eigentlich nicht meine Schuld war, wenn ich mich selbst in der Geschichte als Opfer darstelle, dann sage ich nicht mehr: Herr, bitte sei mir barmherzig. Stattdessen sage ich: Herr, das ist einfach nicht fair, dass du jetzt zornig mit mir bist. Dadurch bekomme ich ein Herz, das bitter ist gegen Gott.
Deswegen ruft er uns dazu, zu erkennen, wie ernst unsere Sünde ist. Es gibt hier auch eine Gefahr. Wir rufen Menschen dazu auf, ihre Sünde zu bekennen, und was sie oft hören, ist: Was du gemacht hast, war ganz schlecht. Und du musst dich anstrengen. Du musst dich einfach noch mehr bemühen, damit du das nächste Mal besser sein kannst.
Und wenn das das ist, was Menschen tun, wenn sie ihre Sünden bekennen, worauf ist dann ihr Blick gerichtet? Nicht auf ihn, oder? Sondern auf sich selbst. Das heißt: Wenn sie aus dieser Zeit, in der sie ihre Sünden bekennen, weggehen, dann loben sie Gott nicht für seine Barmherzigkeit. Sie gehen weg und sagen: So, ich muss mich jetzt einfach noch mehr anstrengen.
Und das bringt keine Freude hervor. Wenn die Woche, die vor mir liegt, davon abhängt, dass ich mich einfach besser anstrenge, dann ergibt das keine Freude. Aber wenn ich meiner Sünde ins Gesicht schaue und wirklich sehe, wie ernst sie ist, und wenn ich erkenne, dass ich nicht einfach mit guten Vorsätzen besser werden kann, wenn ich erkenne, dass alles, was ich bitten und bringen kann, das Flehen um diese Barmherzigkeit ist, dann wird mein Herz in diesem Moment mit Freude erfüllt.
Freude, weil mir so bewusst ist: Ich habe es nicht verdient, dass ich diesen Segen jetzt bekomme. Ich habe dieses Leben nicht verdient. Und was für ein Wunder, dass Gott so gut zu mir ist.
Freunde, wenn es uns ein Anliegen ist, dass unsere Leute Freude haben, dann müssen wir über Sünde predigen. Aber die zweite Realität, die unser Herz betrifft, ist Gottes Barmherzigkeit.
Die meisten Leute denken, Gott liebt uns, wenn wir gut sind. Das kann ich jetzt nicht sehr erfreuen, weil das macht jeder. Wenn Leute dich lieben, dann lieben sie dich, weil du liebenswürdig bist. Wenn du liebenswürdig bist, dann liebe ich dich. Aber wenn du nicht mehr liebenswürdig bist, dann liebe ich dich nicht mehr.
Deswegen sind wir sehr bemüht, unsere Fehler zuzudecken, wenn wir vor anderen Leuten sind. Wir versuchen, uns als jemand darzustellen, der wir gar nicht sind, weil wir Angst haben, dass Menschen entdecken, wie wir wirklich sind. Und dass sie uns dann vielleicht nicht mehr lieben.
Eine große Gefahr ist, dass wir glauben, Gott sei so wie jeder andere. Wenn du überzeugt bist, dass Gott dich nur liebt aufgrund dessen, dass du liebenswürdig bist, dann werde ich in meinem Herzen sehr wenig Freude erkennen. Denn selbstverständlich: Wenn ich liebenswürdig bin, dann liebt er mich. Aber wenn ich sündige, dann ist das eine Katastrophe, weil ich dann denke: Dann liebt er mich nicht mehr.
Ihr seht, er erkennt, welche Auswirkungen das hat, wenn wir glauben, dass Gott so ist wie jeder andere. Dann werden wir Gemeinden und Kirchen haben, die voll sind von Leuten, die versuchen, Sünde zu minimieren. Und die Ironie in der ganzen Sache ist: Das Resultat ist keine Freude oder weniger Freude.
Aber Gott ist nicht wie jeder andere. Er sieht, wie schön oder wie hübsch wir sind, aber er sieht auch alles, was nicht liebenswürdig ist. Und er gibt uns nicht das, was wir verdient haben. Das ist ein ganz anderes Leben.
Was für eine Befreiung, wenn wir wissen, dass wir mit so einer Liebe geliebt werden. Denn das bedeutet: Ich muss mir nichts vormachen. Wir haben einen Gott, der ganz genau weiß, wie wir sind. Und so, wie wir sind, wird er nicht weglaufen.
So, zielt das heute Morgen auf euer Herz. Und ich möchte heute Morgen auf dein Herz zielen: Obwohl du gesündigt hast, wird er dir nicht geben, was du aufgrund deiner Sünde verdient hast. Du musst nicht dafür bezahlen, weil Jesus dafür bezahlt hat. Für ihn war es Fluch, für dich gibt es Segen, und Segen noch mehr Segen.
Seht ihr, wir denken oft: Ich möchte Freude, also bitte zeigt mir nicht meine Sünde. Aber eigentlich, wenn wir das umdrehen, dann muss ich meiner Sünde ins Gesicht schauen. Und dann realisieren wir, dass genau das das ist, was unseren Gott so herrlich macht. Seine Liebe ist ganz anders als alle andere Liebe, die wir kennen.
Und wenn wir das begreifen, dann freuen wir uns. Dann loben wir ihn. Und dann sagen wir der Welt: Seht ihr, wie toll er ist?
Lasst uns beten.
Schlussgebet
Vater, wir bitten um Vergebung, wenn wir uns schuldig gemacht haben, weil wir versucht haben, unsere Sünden zuzudecken.
Wir danken dir, dass wir wegen des Herrn Jesus ehrlich sein können, was wir wirklich sind. Wegen Jesus Christus können wir ganz ehrlich darüber sein, wie wir wirklich sind.
Wir danken dir, dass er, obwohl unsere Sünde deinen Fluch verdient hat, diesen Fluch getragen hat. Wir danken dir, dass es in ihm für uns Segen gibt, ja noch mehr Segen.
Und dafür loben wir dich. Amen.
