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Josua 13, 1 - Josua 15, 62

Höningen 2013 - Das Buch Josua, Teil 18/26
16.10.2013
SERIE - Teil 18 / 26Höningen 2013 - Das Buch Josua

Wir kommen nun zu den Kapiteln 13 bis 19. Diese enthalten fast nur Namen und Ortschaften. Wie geht man damit um? Natürlich gibt es Teile in der Bibel, die sich anders lesen als andere Abschnitte. Das ist klar. Aber das Gute ist, wenn man sich geografisch ein wenig zurechtfindet. Wir haben ja Karten. Ich selbst finde manche Stellen auch nicht sofort, weil ich in Geografie nicht so bewandert bin. Ich war noch nie in Israel, daher fehlt mir manches. Dennoch ist es gut, wenn wir uns ein wenig damit beschäftigen.

Wir werden nicht jeden Vers im Detail betrachten, aber beginnen jetzt einmal mit Kapitel 13, Vers 8. Ich habe schon gesagt, dass Kapitel 13, Vers 8 wie eine Klammer ist. Hier spricht er von den Rubeniten, Gaditen und dem halben Stamm Manasse im Ostjordanland. Das ist eigentlich nicht das Hauptthema, denn das Thema sind die neuneinhalb Stämme und wie sie ihr Erbteil bekommen. Aber dieser Einschub dient der Vollständigkeit. Lesen wir:

Vers 7: „Nun verteile dieses Land als Erbteil unter die neun Stämme und den halben Stamm Manasse.“
Und jetzt Vers 8: „Mit ihm, mit dem halben Manasse, haben die Rubeniter und die Gaditer ihr Erbteil bereits empfangen, das Mose ihnen gegeben hat, jenseits des Jordan im Osten, wie Mose, der Knecht des Herrn, es ihnen gab, von Aroer an, das am Ufer des Flusses Arnon liegt.“

Hier haben wir Aroer, und der Arnon ist dieser Fluss. Von Aroer an, das am Ufer des Flusses Arnon liegt, und von der Stadt, die mitten im Flusstal liegt, sowie die ganze Ebene von Medeba bis Dibon. Dibon ist eingezeichnet, etwas nördlich von Aroer. Alle Städte Sihons, des Königs der Amoriter, der König zu Heschbon war, bis zur Grenze der Söhne Ammon. Das ist etwas nördlich. Die Ammoniter waren etwa ab dem Jabbok. Sie sehen hier die Söhne Ammon, und hier ist etwa der Jabbok. Welcher war es? Der obere, der obere ist es.

Vers 11: „Und Gilead, das Gebiet der Geschurriter und der Maachatiter, und das ganze Hermongebirge und ganz Baschan bis nach Salcha oder Salka.“ Das ist jetzt im Norden. Geshur liegt östlich von See Genezareth. Hier haben wir Geshur und das Gebiet von Baschan. Baschan ist hier, Og, der König von Baschan oder Basan. Manchmal schreibt man es mit S, manchmal mit Sch. Das hängt von der Bibelübersetzung ab. Im Hebräischen ist es immer mit Sch, also Mosche statt Mose, Joshua statt Josua, Hoshea statt Hosea. Im Deutschen hat man sich an das S gewöhnt, aber manche Übersetzungen verwenden das Sch. So oder so.

Vers 12: „Das ganze Reich des Königs Og in Basan, des Königs zu Astaroth, der König zu Astaroth und zu Edre war.“ Astaroth und Edre liegen in Basan. Hier haben wir Edre und Astaroth. Er war von dem Rest der Rephaiter übrig geblieben. Rephaiter waren Riesen, Rephaim. Mose aber hatte sie geschlagen und vertrieben.

Vers 13: „Aber die Söhne Israel vertrieben die Geschurriter und die Maachatiter nicht.“ Hier klingt schon an, was wir später im Buch Richter oft lesen werden: Sie vertrieben nicht. Der halbe Manasse, der dort oben war, hat die Geschurriter und Maachatiter nicht vertrieben. So blieben Geschur und Ma'acha mitten in Israel wohnen bis zum heutigen Tag. Der „heutige Tag“ meint den Zeitpunkt, als dieses Buch geschrieben wurde, also einige Zeit nach Josua, vielleicht zwanzig, dreißig oder vierzig Jahre später.

Vers 14: „Nur dem Stamm Levi gab er kein Erbteil.“ Das wird hier ganz unvermittelt eingefügt. Gerade war doch von Ruben und dem halben Manasse die Rede. Warum erwähnt er jetzt, dass Levi kein Erbteil bekommt? Levi bekommt kein Erbteil, denn die Feueropfer des Herrn, des Gottes Israels, sind sein Erbteil, wie es ihm gesagt wurde. Levi wird in ganz Israel verteilt, in die Levitenstädte – achtundvierzig an der Zahl – um dort den Priesterdienst auszuüben und die Opfer des Herrn darzubringen.

Vers 15: „Und Mose gab dem Stamm der Söhne Ruben seinen Anteil nach ihren Sippen.“ Es wurde ihnen das Gebiet von Aroer an zugeteilt, das am Ufer des Flusses Arnon liegt, also ganz im Süden, bei Aroer. Von dort und von der Stadt, die mitten im Flusstal liegt, bis zur ganzen Ebene bis Medeba. Medeba ist, glaube ich, nicht eingezeichnet, etwas nördlich. Heschbon und alle seine Städte sind eingezeichnet. Heschbon und all seine Städte, die in der Ebene liegen, Dibon, Bamot Baal – das sind Höhen Baals, also Götzenopferstätten –, Bet Baal Meon, auch eine Götzenstätte von Baal, Jachas, Kedemot, Mefa'at, Kiryatayim, Sibna, Zeretz, Schachar, auf dem Berg der Talebene, Bet Peor, die Abhänge des Piska. Das ist dieser Berg im Ostjordanland, wo Mose hinaufsteigen durfte, um das Land zu schauen. Ich habe ihn immer noch nicht genau gefunden, aber es dürfte der Berg Nebo oder vielleicht sogar der Nebo selbst sein. Piska liegt südlich, also südlich von Nebo, etwa hier. Gut, in der Nähe von Erichorso.

Vers 22: „Und alle Städte der Ebene sowie das ganze Reich Sihons, des Königs der Amoriter, der König zu Heschbon war.“ Dort, also in Heschbon, nördlich von Aroer. Der König zu Heschbon wurde von Mose geschlagen, zusammen mit den Fürsten von Midian: Ewi, Rechem, Zur, Hur, Reba, die Fürsten Sihons, die das Land bewohnten. Und Bileam, den kennen wir, den Sohn Beors, den Wahrsager, brachten die Söhne Israel mit dem Schwert um, zusätzlich zu den anderen Getöteten.

Bileam hatte in besonderer Bosheit, nachdem sein Verfluchen nicht funktionierte und er segnen musste, dem moabitischen König geraten, seine besten Frauen tanzen zu lassen vor den Israeliten, um sie zu verführen. So nahmen die Israeliten an Götzenopferfesten teil und trieben Unzucht. Hätten sie gekämpft, wären sie treu geblieben. Aber beim Feiern wurden sie schwach. Das zeigt, wie wichtig es ist, bei Festen vorsichtig zu sein. Satan nutzt oft solche Gelegenheiten, um uns zu Fall zu bringen. Ich bin nicht gegen Feiern, auch Gott feiert, aber anders.

Vers 23: „Die Grenze der Söhne Ruben war der Jordan und das angrenzende Gebiet.“ Das ist das Erbteil der Söhne Rubens nach ihren Sippen, die Städte und Dörfer.

Vers 24: „Und Mose gab dem Stamm Gad, den Söhnen Gads, ihren Anteil nach ihren Sippen.“ Das wurde ihnen zugeteilt: Jaser und alle Städte Gileads. Hier sind wir oberhalb, in der Gegend von Gilead. Jaser ist am Jabbok gelegen. Das halbe Land, also alle Städte Gileads und das halbe Land der Söhne Ammon bis Aroer. Aroer liegt im Süden, gegenüber von Rapa. Von Heschbon bis Ramad-Mitzbe. Heschbon ist südlich, in der Nähe des Berges Nebo, und rauf bis Ramad in Gilead. Mizbe ist genau diese Gegend gegenüber vom See Genezareth.

Betonim und Mahanaim kennen wir. Dort lagerte Jakob mit seinen Heeren, als er zurückkehrte. Bis an die Grenze von Debir, bis runter in die Talebene Bet Haram, Bet Nimra, Sukkot, Zaphon, der Rest des Reiches Sihons, des Königs von Heschbon, der Jordan und das angrenzende Gebiet bis zum Ende des Sees Genezareth, des Sees Kinneret, jenseits des Jordan nach Osten. Also rauf bis zum See Genezareth reicht das Gebiet von Gad. Das ist das Erbteil der Söhne Gads nach ihren Sippen, den Städten und Dörfern.

Vers 29: „Und Mose gab dem halben Stamm Manasse seinen Anteil.“ Das ist jetzt das nördlichste Teil, ab See Genezareth aufwärts, das Gebiet von Baschan, Geschurriter. Mose gab dem halben Stamm Manasse ihren Anteil. Ihr Gebiet war von Mahanaim an ganz Basan, das Reich von König Og, dem König von Baschan, und alle Zeltdörfer Jaiers, die in Baschan liegen, sechzig Städte, sowie das halbe Gilead, Astaroth und Edrei. Das hatten wir bereits erwähnt.

Vers 31: „Das halbe Gilead und Astaroth und Edrei, die Städte des Reiches Ogs in Baschan, wurden den Söhnen Machirs, des Sohnes Manasses, zuteil.“ Machir war ein Sohn Manasses. Die Hälfte der Söhne Machirs erhielt das Land nach ihren Sippen. Das ist es, was Mose im Steppenmoor als Erbe ausgeteilt hat, jenseits des Jordan bei Jericho nach Osten.

Aber dem Stamm Levi gab Mose kein Erbteil. Der Herr, der Gott Israels, ist ihr Erbteil, wie er ihnen zugesagt hat. Das wird mehrfach betont: Levi bekommt kein Erbteil, sondern eine besondere Stellung.

Das war also jetzt das Ostjordanland. Es wurde nicht durch Josua verteilt, das war nur eine Klammer. Nun geht es richtig los. Dies ist die Einleitung. Es wird beschrieben, was die Söhne Israels als Erbe im Lande Kanaan erhielten, was ihnen der Priester Eleasar, Josua, der Sohn Nuns, und die Familienoberhäupter der Söhne Israels als Erbe austeilten. Durch das Los ihres Erbteils, wie Yahweh durch Mose geboten hatte, betrifft dies die neun Stämme und den halben Stamm.

Jetzt geht es los: die neuneinhalb Stämme – was bekommen sie? Denn das Erbteil der zwei Stämme und des halben Stammes Manasse hat Mose jenseits des Jordans gegeben. Den Leviten aber hatte er kein Erbteil in ihrer Mitte gegeben – das wird jetzt zum dritten Mal betont. Die Söhne Josephs bildeten zwei Stämme, Manasse und Ephraim. Den Leviten gab man kein Teil im Land – das ist das vierte Mal, dass betont wird, dass die Leviten kein Erbteil bekommen. Sie erhalten nur Städte zum Wohnen und Weideplätze für ihr Vieh und ihr Hab und Gut.

Die Leviten bekommen also nichts an Land, aber Weideplätze. Sie haben Tiere, Vieh, aber keine Landwirtschaft. Sie können nur das Lebensnotwendige für ihre Tiere versorgen, denn ihr Dienst ist das Werk des Herrn. Sie müssen sich einschränken. Sie waren nie sehr reich, denn wenn die Israeliten nicht treu mit dem Herrn wandelten, bekamen die Leviten nichts. Sie vergaßen, den Zehnten abzugeben. Dann hatten die Leviten Schwierigkeiten und wussten nicht, wovon sie leben sollten, wie man im Buch Richter lesen kann.

Vers 4 und 5: „Wie der Herr dem Mose geboten hat, so taten die Söhne Israels, und sie verteilten das Land.“ Ab jetzt wird die Verteilung gemacht. Wir werden morgen diese Verteilung lesen. Wir wollen nicht zu gründlich vorgehen, aber es ist gut, wenn wir uns die Gegend anschauen.

Zuerst wird Kaleb sein Erbteil erhalten, dann die zweieinhalb Stämme Joseph und Juda sowie der halbe Stamm Manasse, und danach die sieben restlichen Stämme.

Die besondere Situation der Stämme im Ostjordanland

Vers 13
Aber die Söhne Israels vertrieben die Geschurriter und die Maachatiter nicht. Hier zeigt sich schon etwas, das wir später im Buch Richter sehr oft lesen werden: Sie vertrieben sie nicht. Der Halbmanasse, der dort oben wohnte, hat die Geschurriter und Maachatiter nicht vertrieben. So blieben Geschur und Maacha mitten in Israel wohnen bis zum heutigen Tag.

Mit "heutiger Tag" ist der Tag gemeint, an dem dieses Buch geschrieben wurde. Das war eine gewisse Zeit nach Josua, vielleicht zwanzig, dreißig oder vierzig Jahre nach Josua.

Vers 14
Nur dem Stamm Levi gab er kein Erbteil. Diese Information wird hier unvermittelt eingefügt. Gerade war doch von Ruben und Halbmanasse die Rede. Warum wird jetzt erwähnt, dass Levi kein Erbteil bekommt?

Levi erhält tatsächlich kein Erbteil. Immer wieder wird das betont, als wolle man es besonders hervorheben. Levi bekommt kein Land als Erbteil, denn die Feueropfer des Herrn, des Gottes Israels, sind sein Erbteil, wie es ihm gesagt wurde.

Levi wird über ganz Israel verteilt und erhält Levitenstädte, insgesamt achtundvierzig. Dort sollen die Leviten den Priesterdienst ausüben und die Opfer des Herrn darbringen.

Vers 15
Mose gab dem Stamm der Söhne Rubens seinen Anteil nach ihren Sippen. Das Gebiet, das ihnen zuteilwurde, reichte von Aroer, das am Ufer des Flusses Arnon liegt, also ganz im Süden, von Aroer an und von der Stadt, die mitten im Flusstal liegt, bis zur ganzen Ebene bis Medeba. Medeba ist, glaube ich, nicht eingezeichnet, liegt aber ein bisschen nördlich.

Heschborn und alle seine Städte sind eingezeichnet. Heschborn und seine Städte liegen in der Ebene. Auch Dieborn ist verzeichnet, das hatten wir schon.

Bamot Baal sind die Höhen Baals, und das waren Götzenopferstätten. Auch Bet Baal Me'on war eine Götzenstätte von Baal. Weitere Orte sind Yachas, Kedemot, Mefa'at, Kiryatayim, Sibna, Zeretz, Schachar, das auf dem Berg der Talebene liegt, sowie Bet Peor und die Abhänge des Piska.

Der Piska ist ein Berg im Ostjordanland, von dem Mose hinaufsteigen durfte, um das Land zu sehen. Ich habe ihn bisher nicht genau gefunden, aber es dürfte der Berg beim Nebo sein oder vielleicht sogar der Nebo selbst. Der Piska liegt südlich von Nebo oder eventuell nördlich, irgendwo in der Nähe von Erichorso.

Dort liegen Dirschimod und alle Städte der Ebene sowie das ganze Reich Seehorns, des Königs der Amoriter. Der König zu Heschborn war dort, also in Heschborn bei Aroer, nördlich von Aroer.

Mose schlug diesen König und die Fürsten von Midian: Ewi, Rechem, Zur, Hur und Reba, die Fürsten Sihons, die das Land bewohnten.

Bileam, den wir kennen, den Sohn Beors, den Wahrsager, brachten die Söhne Israels mit dem Schwert um – außer den von ihnen Getöteten, also zusätzlich zu denen, die sie sonst noch getötet haben.

Bileam hatte in besonderer Bosheit gehandelt. Nachdem sein Versuch, Israel zu verfluchen, gescheitert war und er sie segnen musste, riet er dem Moabiterkönig, seine besten Frauen vor den israelitischen Männern tanzen zu lassen.

Diese Frauen verführten die Israeliten, sodass sie an Götzenopferfesten teilnahmen und Unzucht trieben.

Hätten sie gekämpft, wären die Israeliten treu geblieben. Aber beim Feiern wurden sie schwach.

Wir sollten aufpassen, wenn wir feiern. Das ist eine Situation, in der Satan uns oft zu Fall bringt.

Ich bin nicht gegen Feiern, aber man muss vorsichtig sein. Niemand feiert so wie Gott. Gott selbst feiert auch, aber auf eine andere Weise.

Die Bedeutung von Bileams Rat und Pinhas’ Eifer

Jachas spricht in Vers 22 über Bileam und dessen Rat. Dieser Rat war böse, denn er diente dazu, die Israeliten zu Fall zu bringen. Damals nahm Pinehas, der Sohn Eleasars und Enkel Aarons, aus göttlichem Eifer das Schwert und den Speer. Er spießte einen Israeliten und seine Hure, seine Unsittliche, miteinander auf. Daraufhin gewährte der Herr die Plage ein Ende und segnete das Volk, weil jemand eifrig für den Herrn war.

Es brauchten gar nicht viele zu sein, aber wenn ein paar eifrig für den Herrn sind, können sie sehr viel erreichen. Es braucht keine großen Zahlen. Das ist eine Ermutigung für uns, von ganzem Herzen dem Herrn zu dienen. Es sind nicht viele nötig, doch der Herr wird Großes tun durch einige wenige, so wie durch Pinehas.

Bileam wurde schließlich getötet.

In Vers 23 wird die Grenze der Söhne Rubens genannt. Zuerst lag Ruben im Süden, dann kam Gad und schließlich Halbmanasse. Ich habe hier auch noch eine Karte, die wir schon einmal gesehen haben. Wo sie jetzt ist? Nein, ich finde sie gerade nicht. Hier ist sie. Ruben, Gad und Halbmanasse. Wenn man sich das öfter anschaut, prägt man sich das gut ein.

Überblick über die Stämme und ihre Herkunft

Übrigens, die Söhne Jakobs sollten wir uns auch einprägen. Die Söhne Jakobs – Lea hatte vier Söhne. Lea, die Erstgeborene, war Ruben. Dann kommt wer? Simeon. Und dann? Levi. Und schließlich Juda. Die sind leicht zu merken: Ruben, der Erstgeborene, hat sein Erstgeburtsrecht verscherzt. Simeon und Levi haben es ebenfalls verscherzt, denn sie waren wild mit dem Schwert. Juda bekommt das Königtum.

Dann haben wir die Kinder von Rahel, die ebenfalls leicht zu merken sind. Wer sind die Kinder von Rahel? Josef und Benjamin, genau.

Jetzt wird es schwieriger. Dann gibt es Gad und Asser. Die zwei gehören zusammen und heißen beide „Glück“: Gad und Asser. Die beiden sind die Söhne der Silpa, oder? Ja, Gad und Asser sind die Söhne der Silpa.

Habe ich mich falsch ausgedrückt? Nein, denn die Söhne Lea’s sind ja noch mehr. Lea hat ja weitere Söhne bekommen. Siehst du? Also, im 1. Mose 29 und 30 werden diese Kinder genannt. Wie merken wir uns diese?

Die vier Söhne von Lea kennen wir: Die ersten vier sind leichter zu merken, wenn man sich die Geschichte dazu einprägt. In Kapitel 29, Vers 32 wird gesagt, dass Lea schwanger wurde. Ruben kommt zuerst, dann Simeon, dann Levi.

Dann folgt Juda, ebenfalls in Kapitel 29. Kapitel 30 handelt von Rahel, die zunächst keine Kinder bekommt. Deshalb nimmt sie ihre Magd Bilha, die dann die „Kampfeskinder“ bekommt. Gott hat ihr Recht verschafft: Dan, der Kämpfer, und Naftali, der Kämpfer. Diese beiden sind Bilhas Kinder.

Dann kommt wieder Leas Magd, Silpa. Ja, wir lagen richtig: Leas Magd Silpa hat Gad und Asser, die zwei Glückskinder. Zum Glück heißt der eine, und Glückseligkeit der andere. Gad und Asser sind also die Kinder von Silpa.

Dann bleiben noch Leas weitere Nachzügler: Issachar und Sebulon.

Bleiben noch übrig Benjamin und Josef, genau.

Wir merken uns also: Es ist leichter, wenn man sagt: Ruben, Simeon, Levi und Juda. Dann von Leas Seite über die Magd Silpa die zwei Glückskinder, Gad und Asser. Bei Rahel haben wir die zwei Kämpfer, Dan und Naftali. Und dann noch Leas Nachzügler, Issachar und Sebulon. Schließlich Josef und Benjamin.

Bei Josef wird geteilt: Josefs Kinder sind dann Ephraim und Manasse.

Man muss es immer wieder einprägen und wiederholen. Ich selbst vergesse es, wie ihr gemerkt habt. Aber es tut gut, sie immer wieder zu wiederholen. Auch wichtig ist es, sich klarzumachen, wo sie zuhause sind.

Geographische Verteilung der Stämme

Also, die Glückskinder sind getrennt. Merken Sie das? Asser ist da oben im Norden, und Gad ist im Jordan, im Ostjordanland. Ganz getrennt sind diese Glückskinder.

Die Kämpfer Dan und Naftali sind wieder zusammengekommen. Zuerst waren sie auseinander, doch Dan zog nach Norden und ist jetzt in der Nähe von Naftali. Sebulon und Issach bleiben zusammen, die Kinder, die Nachzügler von Lea, nämlich Sebulon und Issach.

Ephraim und Manasse sind ebenfalls immer zusammen, und Juda und Simeon, die auch Brüder sind, bleiben auch zusammen. Benjamin hat eine Sonderstellung innerhalb des Stammes Juda oder befindet sich in der Nähe vom Stamm Juda.

Jetzt zurück: Wo waren wir? Benjamin, Ephraim und Manasse sind ja auch zusammen. Genau, die Kinder Josephs sind hier, die Brüder. Die Kinder Rahels sind wieder zusammen – Joseph und Benjamin beziehungsweise Ephraim, Manasse und Benjamin. Genau, sie sind auch zusammen.

Aber Gad und Asser sind getrennt, und Ruben und Juda sind über das Salzmeer getrennt, die Brüder Ruben und Juda. Levi ist überall verteilt, und Simeon ist bei Juda, also Simeon, Juda und Ruben sind ebenfalls zusammengeblieben.

Auch die Bedeutung der Namen kann man sich anschauen. Man kann sie auch neutestamentlich betrachten – na, ich muss mir das noch anschauen, ich habe es nicht mehr im Kopf. Man kann sich neutestamentlich auch ein schönes Lob zusammenstellen, vielleicht kann ich das morgen noch nachholen.

Gut, aber jetzt zurück zum Text, damit wir das noch fertig machen.

Abschluss der Einleitung und Beginn der Landverteilung

Wir waren bei Vers 23: Die Grenzen der Söhne Rubens waren der Jordan und das angrenzende Gebiet. Das ist das Erbteil der Söhne Rubens nach ihren Sippen, mit den Städten und ihren Dörfern.

Vers 24: Mose gab dem Stamm Gad, den Söhnen Gads, ihren Anteil nach ihren Sippen. Das wurde ihnen als Gebiet zugeteilt: Jaser und alle Städte Gileads. Hier befinden wir uns oberhalb, in der Gegend von Gilead. Jaser liegt am Jabbok, also in dieser Region.

Das halbe Land, also alle Städte Gileads und das halbe Land der Söhne Ammon bis Aroer, liegt im Süden. Aroer liegt gegenüber von Rapa. Von Heschbon bis Ramad-Mizbe erstreckt sich das Gebiet. Heschbon liegt im Süden, in der Nähe des Berges Nebo. Ramad-Mizbe, soweit ich weiß, ist dasselbe wie Ramad-Gilead. Mizbe bezeichnet die Gegend gegenüber dem See von Nazareth, also in dieser Richtung.

Betonim und Mahanaim sind ebenfalls Teil dieses Gebiets. Mahanaim kennen wir als den Ort, an dem Jakob mit seinen Heeren lagerte, als er zurückkehrte. Das Gebiet reicht bis an die Grenze von Debir, hinunter in die Talebene mit Bet Haram, Bet Nimra, Sukkot und Zaphon. Es umfasst den Rest des Reiches Sihons, des Königs von Heschbon, sowie den Jordan und das angrenzende Gebiet bis zum Ende des Sees Genezareth, auch Kinneret genannt, jenseits des Jordans nach Osten.

Das Gebiet Gads reicht also bis zum See Genezareth. Dies ist das Erbteil der Söhne Gads nach ihren Sippen, mit den Städten und Dörfern.

Vers 29: Mose gab dem halben Stamm Manasse seinen Anteil. Das ist das nördlichste Gebiet, also abseits von Nazareth aufwärts. Es umfasst das Gebiet von Baschan, auch Geschurrita genannt.

Mose gab dem halben Stamm Manasse seinen Anteil, und den halben Stamm der Söhne Manasse wurde nach ihren Sippen folgendes zugeteilt: Ihr Gebiet reichte von Mahanaim über ganz Basan, das Reich von König Og, dem König von Baschan, sowie alle Zeltdörfer Jaiers, die in Baschan liegen. Es waren sechzig Städte und das halbe Gilead mit Astaroth und Edrei. Astaroth und Edrei liegen in dieser Gegend, hier in der Region und weiter nördlich.

Vers 31: Das halbe Gilead sowie Astaroth und Edrei, die Städte des Reiches Og in Baschan, wurden den Söhnen des Machir, des Sohnes Manasse, zugeteilt. Machir war ein Sohn Manasses. Die Hälfte der Söhne Machir erhielt ihr Erbteil nach ihren Sippen.

Das ist es, was Mose und die Steppenmänner als Erbe ausgeteilt haben, jenseits des Jordans bei Jericho nach Osten hin.

Dem Stamm Levi gab Mose jedoch kein Erbteil. Der Herr, der Gott Israels, ist ihr Erbteil, wie es ihnen zugesagt wurde. Dies wird mehrfach betont: Levi erhält kein Erbteil, da sie eine besondere Stellung haben.

Dieses Gebiet östlich des Jordans wurde nicht durch Josua verteilt; es wurde nur erwähnt, dass es bereits vergeben ist. Nun beginnt der eigentliche Teil: Die Einleitung zu dem, was die Söhne Israels als Erbe im Land Kanaan erhielten.

Priester Eleasar, Josua, der Sohn Nuns, und die Familienoberhäupter der Söhne Israels verteilten das Erbe durch das Los, so wie Yahweh es durch Mose geboten hatte. Dies betrifft die neun Stämme und den halben Stamm.

Jetzt geht es also los: Was erhalten die neuneinhalb Stämme? Denn das Erbteil der zwei Stämme und des halben Stammes Manasse hat Mose jenseits des Jordans gegeben. Die Leviten hingegen erhielten kein Erbteil in ihrer Mitte. Dies wird bereits zum dritten Mal betont.

Die Söhne Josephs bildeten zwei Stämme, Manasse und Ephraim. Den Leviten gab man kein Teil im Land – zum vierten Mal wird dies erwähnt. Den Leviten wurden nur Städte zum Wohnen und Weideplätze für ihr Vieh und ihre Habe gegeben.

Die Leviten erhalten also kein Land, aber Weideplätze. Sie haben Tiere, aber keine Landwirtschaft. Sie bebauen das Land nicht, weil sie sich ganz dem Werk des Herrn widmen müssen. Sie können nur das Lebensnotwendige für ihre Tiere versorgen.

Die Leviten sind nie sehr reich gewesen. Wenn die Israeliten nicht treu mit dem Herrn wandelten, erhielten die Leviten nichts. Dann vergaß man, den Zehnten abzugeben. In solchen Zeiten hatten die Leviten Schwierigkeiten und wussten nicht, wovon sie leben sollten, wie im Buch der Richter beschrieben.

Beginn der Verteilung des Landes an die Stämme

Meine Brüder, aber wo waren wir? Vers 4, Vers 5.

Wie der Herr dem Mose geboten hatte, so taten die Söhne Israels, und sie verteilten das Land. Ab jetzt wird die Verteilung vorgenommen.

Wir werden morgen diese Verteilung lesen. Wir wollen nicht zu gründlich darauf eingehen, aber es ist gut, wenn wir uns die Gegend einmal anschauen.

Zuerst wird Kaleb genannt. Dann folgen die zweieinhalb Stämme Joseph und Juda sowie Halbmanasse. Danach kommen die sieben übrigen Stämme.