Einführung: Missverständnisse und Wahrheiten über Ostern
Der Herz der Welt verliert den Schein hier zur Seite.
Einen wunderschönen guten Morgen! Ich freue mich, dass ihr heute da seid.
Zu Beginn des Gottesdienstes habe ich eine Frage beziehungsweise eine Aussage mitgebracht: Drei Lügen über Ostern.
Die erste Lüge: Der Osterhase bringt Eier.
Die zweite Lüge: Ostergeschenke sind nur etwas für kleine Kinder.
Und die dritte Lüge: Man kann nicht wissen, ob das Grab von Jesus wirklich leer ist.
Wir haben heute Morgen ein zweites Bild: Was an Ostern jedem egal ist. Einmal der Schlafrhythmus, dann wird auf die Ernährung nicht so geachtet. Es ist wie Weihnachten, und ja, der wahre Grund von Ostern.
Kennen denn die Menschen den wahren Grund von Ostern? Habe ich mich gefragt. Ich weiß nicht, wie es in deinem Umfeld ist. In meinem Umfeld, wenn ich an Kollegen denke, ist Ostern eigentlich nahezu unbekannt.
Aber wir kennen den wahren Grund von Ostern. Wir wissen, dass unser Herr und Heiland auferstanden ist, dass das Grab leer ist. Wir haben gesungen, dass Jesus nicht mehr am Kreuz hing, nein, er ist auferstanden und lebt. Das Grab ist leer.
Jesus hat das Kreuz besiegt und hat durch seinen Kreuzestod den Sieg errungen über Tod und Sünde. Und wie wir es gesungen haben: Er lebt in Ewigkeit. Nicht nur er lebt, sondern wir werden mit ihm in Ewigkeit leben.
Im Refrain haben wir dreimal gesungen: Es gibt nichts Schöneres. Ich weiß nicht, ob das nur ein Lied ist oder ob es wirklich in unser Herz geht: Es gibt nichts Schöneres, als mit ihm die Ewigkeit verbringen zu dürfen.
Ja, ich möchte mit uns beten und bitte euch aufzustehen.
Dankgebet und Lobpreis zum Beginn
Danke dir, Herr Jesus, für diesen neuen Tag, den du uns schenkst. Danke, dass wir diesen Tag erleben dürfen und heute daran denken können, was du für uns getan hast.
Du bist ans Kreuz gegangen und hast unsere Schuld auf dich geladen. Aber dabei ist es nicht geblieben. Du bist nicht nur gestorben, nein, du bist auferstanden. Das Grab ist leer, und wir wissen, wie es weitergeht: Du bist in den Himmel aufgefahren und bereitest dort Wohnung für uns, für jeden Einzelnen von uns.
Danke dir dafür, danke für deine unbeschreibliche, unbegreifliche Liebe, die uns zuteilwurde. Danke auch für die Predigt heute Vormittag. Ich möchte auch für die Kinder und die Kinderstunde bitten, dass du zu den Kinderherzen redest.
Herr, danke, dass du heute Morgen mitten unter uns bist. Amen!
Ja, wir haben jetzt schon ganz kurz von Jesus gehört, der uns so liebt, der so lieb und treu ist. Davon handelt auch das nächste Lied, das wir als Männer euch als Gemeinde vortragen wollen: „Wunderbar ist Jesus“.
Wow, jetzt bin ich echt durch. Bevor wir Sebastian von dir die Osterpredigt hören, wollen wir noch gemeinsam mit den Kindern ein Kinderlied singen. Ich darf euch bitten, nach vorne zu kommen und mit uns gemeinsam zu singen: „An der Hand eines Starken zu geben.“
Jetzt fühle ich mich laut.
Die Realität der Auferstehungshoffnung im Leben
Jesus ist auferstanden. Ja, es funktioniert jedes Jahr besser. Ich habe aber fast befürchtet, dass es sehr zögerlich kommt. Das hätte manchmal die Realität meines Lebens widergespiegelt: Diese Auferstehungshoffnung, dieses „Jesus ist auferstanden“, ist oft ziemlich versteckt in meinem Leben und nicht so richtig sichtbar.
Das hängt vielleicht damit zusammen, dass Auferstehung an sich geheimnisvoll ist und nicht so ganz in unser Denkschema passt. Mit Ostern verbinde ich in der Regel häufig das Kreuz, das Sterben Jesu und die Auferstehung – na ja, das gehört halt irgendwie dazu. Aber richtige Auswirkungen in meinem Leben hat das oft nicht. Dann passt es oft dazu, dass es ja ganz gut funktioniert hat, aber das „Jesus ist auferstanden“ steckt zögerlich in unseren Herzen. Man hat das gar nicht so im Leben drin.
Wenn man das Kirchenjahr anschaut, stellt man fest, dass Ostersonntag heute der höchste Feiertag im Kirchenjahr ist. Er steht über Weihnachten und auch über Karfreitag. Warum? Weil ohne Ostersonntag alles andere nichts ist.
Die Frage geht auch an dich: Was prägt dein Glaubensleben? Bleibst du beim Karfreitag stehen? Bist du noch im Karsamstag von gestern verhaftet? Wir feiern das ja gar nicht mehr richtig, dass wir diese Tage wirklich als stille Feiertage nehmen. Stille Tage, an denen man auch mit der Ernährung kein Problem hat – Karfreitag und Karsamstag – weil man das mal reduzierter lebt, um sich bewusst zu machen, was Jesus an Leiden auf sich genommen hat.
Aber bleibst du dabei stehen? Bleibst du in deinem Glaubensleben am Kreuz stehen oder gehst du weiter zur Auferstehung?
Heute ist Ostersonntag, und deswegen möchte ich mit uns weitergehen: weiter von Golgatha nach Gethsemane, von Trauer zu Triumph, von Hoffnungslosigkeit zu Gewissheit, von Dunkelheit zu Licht, von Tod zum wahren Leben.
Die Auferstehungserzählung aus Matthäus 28
Und wir wollen dazu den Text aus Matthäus 28 lesen, ab Vers 1, wo uns diese unglaubliche Geschichte erzählt wird.
Matthäus 28,1: Da heißt es: Als aber der Sabbat vorüber war und der erste Tag der Woche anbrach, kamen Maria von Magdala und die andere Maria, um nach dem Grab zu sehen.
Und siehe, es geschah ein großes Erdbeben, denn der Engel des Herrn kam vom Himmel herab, trat hinzu, wälzte den Stein weg und setzte sich darauf. Seine Gestalt war wie der Blitz, und sein Gewand weiß wie der Schnee. Die Wachen aber schrien aus Furcht vor ihm und wurden, als wären sie tot.
Aber der Engel sprach zu den Frauen: Fürchtet euch nicht! Ich weiß, dass ihr Jesus, den Gekreuzigten, sucht. Er ist nicht hier, er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt her und seht die Stätte, wo er gelegen hat. Und geht eilends hin und sagt seinen Jüngern, dass er auferstanden ist von den Toten.
Und siehe, er wird vor euch hingehen nach Galiläa. Dort werdet ihr ihn sehen. Siehe, ich habe es euch gesagt.
Und sie gingen eilends weg vom Grab mit Furcht und großer Freude und liefen, um es seinen Jüngern zu verkünden.
Und siehe, da begegnete ihnen Jesus und sprach: Seid gegrüßt! Und sie traten zu ihm, umfassten seine Füße und fielen vor ihm nieder.
Da sprach Jesus zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Geht hin und verkündet es meinen Brüdern, dass sie nach Galiläa gehen. Dort werden sie mich sehen.
Die Haltung der Frauen und die Bedeutung des leeren Grabes
Bevor wir uns auf das ganze Ereignis am Grab einlassen, wollen wir zunächst die Situation der Frauen genauer betrachten. Ein großer Teil von ihnen stand noch mehrere Stunden vor dem Ereignis am Kreuz und hat gesehen, wie Jesus gestorben ist.
Für alle, die auch heute auf die glorreiche Idee kommen, Jesus sei nur scheintot gewesen, sei gesagt: Damals hat ein Soldat eine Lanze genommen und sie in seine Seite gerammt. Dabei traten Blut und Wasser getrennt aus – ein klares Zeichen für den Tod. Für die Frauen gab es damals keine Zweifel daran, ob Jesus wirklich tot war oder nur so aussah. Sie haben einen Toten in das Grab von Joseph von Arimathäa gelegt. Die Frauen standen auch dabei und haben diese Szene in tiefer Trauer beobachtet – alles umsonst.
Jesus, der Mann, in den sie die Hoffnung ihres Lebens gesetzt hatten, war gestorben – und zwar wie ein Schwerverbrecher. Mit dieser Haltung gingen sie wahrscheinlich auch zum Grab. Warum denke ich das? Weil sie den Toten salben wollten. Sie rechneten nicht damit, etwas anderes vorzufinden. Sie erwarteten, dass Jesus tot im Grab liegt.
Wie wir in anderen Evangelien lesen, überlegten sie sogar, wie sie den Stein vom Grab wegbekommen könnten. Alles spricht dafür, dass sie mit dem Leben Jesu abgeschlossen hatten.
Was wäre, wenn es wirklich dabei geblieben wäre? Was wäre, wenn die Frauen das Grab verschlossen vorgefunden hätten? Paulus spielt dieses Gedankenspiel im 1. Korinther 15 durch. Wir wollen da noch ganz kurz hineinschauen. Wer es intensiver machen möchte, dem empfehle ich die Ostersonntagspredigt vom letzten Jahr von Christian, der das ausführlich behandelt hat.
Wir schlagen parallel kurz 1. Korinther 15, Vers 14 auf: „Ist aber Christus nicht auferstanden, so ist unsere Predigt vergeblich, so ist auch euer Glaube vergeblich.“ Was Paulus da in einem knappen Satz sagt, hat enorme Sprengkraft.
Wenn das Grab verschlossen wäre, wenn Jesus nur am Kreuz gestorben ist – was als Randbemerkung so gut wie niemand anzweifelt – dann wäre unser Christentum, alles, was wir glauben und worauf wir stehen, umsonst und wertlos. Ein paar Verse weiter, in Vers 19, bringt er das noch deutlicher zum Ausdruck: „Hoffen wir allein in diesem Leben auf Christus, so sind wir die elendsten unter allen Menschen.“
Wer also das Christentum ohne Auferstehung sehen will, wer das Christentum mit verschlossenem Grab sehen will, der ist, so die Aussage von Paulus, einer der dümmsten, verlassensten und elendsten Menschen, die es gibt.
Warum sagt er das? Vielleicht klingt es für uns heute attraktiv, in Jesus das große Vorbild zu sehen und auch denjenigen, der für diese Idee stirbt, nachzufolgen. Vielleicht können wir hier ganz gut und bequem damit leben. Aber in der Zeit von Paulus bedeutete es, den Glauben an Jesus zu haben, sein Leben aufs Spiel zu setzen, seine Hoffnung aufs Spiel zu setzen, seine Zukunft aufs Spiel zu setzen.
Und wer das tut – nur für ein verschlossenes Grab – der ist wirklich verrückt. Er ist wirklich der Ärmste unter allen Menschen. Wenn die Auferstehung nicht passiert ist, wenn Jesus noch im Grab liegt und vermodert wäre wie jeder andere von uns, dann kannst du alles durchstreichen. Machen wir uns nichts vor: Das wäre fatal.
Wie könntest du sicher sein, dass Jesu Tod wirklich für deine Schuld bezahlt und gesühnt hat? Wie könntest du Hoffnung auf ein Leben über dieses Leben hinaus haben? Wie könntest du im Angesicht des Todes Hoffnung haben? Wie könntest du Trost spenden und Hoffnung geben, wenn der Tod in das Leben von Menschen kommt?
Wozu wäre all die Mühe, aller Dienst und alle Last, die wir vielleicht für Gottes Reich auf uns nehmen, wenn Jesus nicht auferstanden wäre? Mit Verlaub, das wäre armselig. Ohne die Auferstehung Jesu könnten wir diese ganze Veranstaltung beenden, diese ganze Gemeinde auflösen. Wir könnten nach Hause gehen und unsere Zeit, Kraft, Geld und was wir sonst noch für das Reich Gottes investieren, besser in unser eigenes Vergnügen stecken.
Unser Glaube zerfällt wie ein Kartenhaus, wenn Jesus nicht auferstanden ist. Wenn diese Frauen vor dem verlassenen Grab gestanden hätten, wenn sie dort angekommen wären und der Stein noch vor dem Grab gelegen hätte, dann wäre – wie es heute für so viele Menschen Realität ist – die Erde auf dem Grab das letzte Wort gewesen. Dann wäre es der Moment gewesen, an dem alles vorbei ist.
Und genau das ist doch heute fast jeder Annahme zufolge die Realität. Warum? Weil es das Einzige ist, was wir vielleicht wissenschaftlich beweisen können, was wir zeigen können, was sichtbar ist. Wenn Jesus nicht auferstanden ist, dann ist dieses Leben hier wirklich das Einzige, was du hast und was wir haben.
Dann bleiben von ihm vielleicht tolle Ideen, aber mehr nicht. Dann sind auch Karfreitag und sein Tod wertlos. Wenn du heute mit Leuten redest, die Jesus als einen tollen Lehrer oder ein großes Vorbild sehen, dann betrachten sie seinen Tod in der Regel als ein großes Unglück. Sie sehen ihn als eine Vergeudung eines großen Lebens, als einen frühen Tod und als eine Verschwendung.
Die Macht der Auferstehung und ihre Folgen
Aber jetzt kommt dieses große Aber, das Paulus im 1. Korinther 15,20 direkt auf Vers 19 setzt. Doch dort wollen wir nicht stehen bleiben. Stattdessen wollen wir in das Aber hineinschauen, das in Matthäus gesetzt wird – in das, was die Frauen erleben, als sie zum Grab kommen.
Dort heißt es: "Siehe, es geschah ein großes Erdbeben. Denn der Engel des Herrn kam vom Himmel herab, trat hinzu, wälzte den Stein weg und setzte sich darauf. Seine Gestalt war wie der Blitz, und sein Gewand weiß wie der Schnee. Die Wachen aber erschraken aus Furcht vor ihm und wurden, als wären sie tot."
Welche Gewalt und Macht wird hier in nur drei kurzen Versen beschrieben! Und das sind nur äußerliche Sichtbarkeiten oder Auswirkungen – Symptome dessen, was hier in der ewigen Welt geschieht.
In keinem der Evangelien wird uns genau beschrieben, wie diese Auferstehung stattgefunden hat. Wie sie genau passiert ist, bleibt verborgen. Aber wir sehen die Auswirkung: Wir sehen, dass der Stein plötzlich weggewälzt ist. Wir sehen, dass die Wachen, die extra platziert wurden, das Grab nicht mehr bewachen können, nichts mehr festhalten können. Wir sehen ein leeres Grab.
Später, in Vers 9, begegnet Jesus den Marias als lebendiger, auferstandener, leiblicher Herr. Er kann berührt, gesehen und erfasst werden.
Das Ganze wird sichtbar, indem die Erde bebt und dieser Engel herabkommt. Heute erwartet jeder, der zum Gottesdienst kommt, etwas über die Auferstehung zu hören. Aber lasst euch bitte in aller Ruhe durch den Kopf gehen, was hier geschildert wird.
Hier wird erzählt, dass jemand, der tot war – nicht scheinbar tot, sondern wirklich tot –, der im Grab lag und drei Tage tot war, auferstanden ist. Jemand, bei dem man nicht mehr an eine Wiederbelebung dachte, lebt wieder, ist auferweckt.
Das ist die Realität, die über deinem und meinem Leben steht, wenn Jesus nicht wiederkommt: Jeder von uns wird eines Tages ins Grab hinabsteigen. Das ist das Schicksal aller Menschen, für das wir keine Lösung haben.
Doch diese Realität wird plötzlich durchbrochen. Ein Mensch kommt zu neuem Leben, er steht auf, lebt trotz des Todes.
Was für eine Nachricht! Sie ist wirklich revolutionär. Sie sprengt unsere Denkmuster, sie sprengt das, was wir erfassen können. Sie sprengt alles, was wir je erleben und erfahren konnten.
Sie ist übernatürlich, sie ist gewaltig und sie ist göttlich.
Die verborgene Bedeutung der Auferstehung
Was passiert hier im Hintergrund?
Wir wollen ein wenig am Grab verweilen und uns die Frage stellen, was dort eigentlich geschehen ist. Das können wir nicht direkt im Matthäustext erkennen, aber ich möchte uns durch einige Bibelverse führen, um zu zeigen, was mit dieser Auferstehung verbunden ist. Was Gott im Hintergrund tut, wird sichtbar, indem das Grab leer ist und Jesus vor den Frauen steht.
Ein wichtiger Aspekt ist die Rechtfertigung. Ihr könnt Römer 4,25 aufschlagen, dort heißt es: „Welcher ist um unserer Sünde willen dahingegeben und um unserer Rechtfertigung willen auferweckt.“ Jesus ist für unsere Sünden gestorben – das haben wir an Karfreitag gedacht. Aber dass dieses Opfer vor Gott gilt und wir wirklich vor Gott gerecht dastehen können, wird erst am Ostersonntag sichtbar.
Als Symbol ist gleichsam der Stein zu sehen, der das Siegel war und hier wirklich den Tod versinnbildlicht. Er wird weggerollt. Diese Trennung – und ich möchte das Symbol einfach mal verwenden – zwischen Tod und Leben, zwischen dem Grab und dem Leben, ist aufgehoben. Sie ist ausgeräumt, in unserem Leben weggerollt. Denn Gott sagt mit der Auferstehung: Dieses Opfer ist würdig, ich kann es annehmen. Mit diesem Opfer kann ich meine Kinder rechtfertigen. Jesus hat am Kreuz bezahlt, und mit der Auferstehung nimmt Gott dieses Opfer an.
Wer eine Garantie haben möchte, dass seine Schuld wirklich vergeben ist, der findet sie begründet in der Auferstehung Jesu.
Ein zweiter Punkt ist die gewaltige Machtdemonstration, die hier geschieht – und zwar vor der sichtbaren und der unsichtbaren Welt. Nicht nur vor ihnen, sondern über sie.
Schaut in Kolosser 2,14-15 nach, dort wird gezeigt, was mit Kreuz und Auferstehung passiert. Ein ganz zentraler Vers lohnt sich, auswendig gelernt zu werden. In Römer 4,25 heißt es: „Er hat den Schuldbrief getilgt, der mit seinen Forderungen gegen uns war, und hat ihn weggetan und an das Kreuz geheftet.“ Das ist, was an Karfreitag passiert ist.
Vers 15 zeigt, was mit der Auferstehung geschieht: „Er hat die Mächte und Gewalten ihrer Macht entkleidet und sie öffentlich zur Schau gestellt und hat einen Triumph aus ihnen gemacht in Christus.“
Das wird sichtbar an der großen römischen Kohorte, die das Grab bewacht. Diese Männer waren normalerweise erfahrene, gestandene Soldaten, die nicht so leicht zu erschrecken sind. Sie waren meist dafür da, andere einzuschüchtern. Doch hier liegen sie machtlos da und können nicht eingreifen.
Es ist übrigens auch ein schöner Witz, dass die Jünger gegen so eine Kohorte mal ein Leichenamt gestohlen haben – das hätten sie sonst nicht so einfach auf sich sitzen lassen. Diese damals größte Weltmacht ist machtlos vor der Auferstehung Gottes.
Aber es ist noch viel mehr: Es betrifft auch die unsichtbare Welt. Die Mächte des Todes können Jesus nicht halten. Jeder von uns ist machtlos gegenüber dem Tod, Jesus nicht. Die finsteren Mächte können ihn nicht aufhalten.
Ich habe mich gefragt, was der Teufel sich vielleicht drei Tage lang gedacht hat. Vielleicht hat er sich gefreut und geglaubt, er hätte gewonnen – den großen Triumph errungen. Er war nicht allwissend und wusste nicht genau, wie alles ablaufen würde.
Dann kommt der Ostersonntagmorgen. Die ganze Hölle bricht in zwei, und Jesus steht vom Tod auf. Das Grab ist leer, der Stein weggerollt. Die ganze Macht des Todes und der Hölle ist gebrochen und besiegt.
Wie wird diese Macht der Dunkelheit zur Schau gestellt? Mit dem Triumph Jesu, den wir hier sehen. Die Auferstehung zeigt, wer wirklich im Regiment sitzt, wer wirklich regiert und wer Macht über Leben und Tod hat.
Jesus steht dem Tod nicht machtlos gegenüber. Er ist wirklich siegreich. Er hat alle Macht im Himmel und auf Erden. Das beweist sich nirgendwo so sehr wie in seiner Auferstehung.
Es gibt ein altes Lied, das ich hoffentlich richtig zusammenbringe: „Jesus, mein Heiland lebt, und die Höllenmacht erbebt.“
Das ist, was in Gethsemane passiert ist. Ein Erdbeben ging durch die Dunkelheit der Welt und durch die finsteren Mächte der unsichtbaren Welt. Warum? Weil sie besiegt sind und weil Gott ein für alle Mal gezeigt hat, wer wirklich Macht hat.
Die Auferstehung als Garantie für unser Leben
Das Weitere, was mit dieser Auferstehung verborgen ist und erst danach richtig sichtbar wird, ist, dass wir Jesus in dieser Auferstehung folgen werden.
In 1. Korinther 15,20, dem Folgevers auf Paulus’ Frage, was wäre, wenn Jesus nicht auferstanden wäre, heißt es: „Nun aber ist Christus auferstanden von den Toten, als Erstling unter denen, die entschlafen sind.“
Denn durch einen Menschen, der gestorben ist, kommt auch durch einen Menschen die Auferstehung der Toten. Einige Verse später, in 1. Korinther 15,42-43, heißt es weiter: „So auch die Auferstehung der Toten: Es wird gesät verweslich und wird auferstehen unverweslich, es wird gesät in Niedrigkeit und wird auferstehen in Herrlichkeit, es wird gesät in Armseligkeit und wird auferstehen in Kraft.“
Die Auferstehung Jesu ist die Zementierung Gottes und die Sicherheit für dein und mein Leben. Wenn du ihm gehörst, ist er dir nur vorausgegangen. Das, was bei ihm passiert ist – diese Gewalt, mit der er aus dem Grab auferstanden ist, wo ihn alle Mächte nicht halten konnten – gilt auch für dein Leben. Du wirst eines Tages wie Jesus aus den Toten auferstehen.
Ja, das, was hier verweslich ist, dein Körper, der irgendwann hier nicht mehr sichtbar ist, wird mit einem neuen Ewigkeitskörper auferstehen – in aller Herrlichkeit. Paulus beschreibt das hier als eine ziemlich armselige Angelegenheit im Vergleich dazu.
Neues ewiges Leben – ohne Krankheit, leiblich, sichtbar und greifbar, so wie Jesus für die Marias greifbar war. Besser als alles, was du dir hier vorstellen kannst.
Das ist mit diesem Auferstehungsereignis verbunden: Du darfst diese Hoffnung haben, diese Gewissheit und Sicherheit, dass wir auferstehen werden, so wie Jesus auferstanden ist.
Und das Letzte, was ich festmachen will: Es gibt noch viele weitere Punkte, die mit dieser Auferstehung verborgen sind. Ein wichtiger Vers für viele von uns, die das erleben, ist 1. Thessalonicher 4,14: „Denn wenn wir glauben, dass Jesus gestorben und auferstanden ist, so wird auch Gott die, die entschlafen sind, mit Jesus einherführen.“
Damit sind diejenigen gemeint, die bereits gestorben sind. Wir dürfen kraft der Auferstehung Jesu daran glauben, dass alle, die uns vorausgegangen sind, eines Tages auferstehen werden.
Für jeden, der sein Vertrauen in Sterben und Auferstehen in Jesus setzt und gesetzt hat, gilt: Wir werden sie eines Tages wiedersehen – die Menschen, die wir kennen und gekannt haben.
Welcher Trost über dieses Leben hier hinaus! Das ist begründet in der ganzen Hoffnung der Auferstehung. Was gibt uns Trost und Zuversicht im Leid? Dass es über den Tod hinaus Auferstehung gibt – neues, ewiges Leben.
Wir werden uns wiedersehen. Welche Botschaft, wie anders als die Vorstellung, hier sei alles vorbei!
Zusammenfassung der Bedeutung der Auferstehung
Was bedeutet das noch einmal zusammengefasst? Du darfst gerechtfertigt vor Gott sein. Gott hat mit der Auferstehung das Siegel gesetzt, das beweist, dass die Schuld bezahlt ist. Das Opfer, das Jesus gebracht hat, ist für dein Leben angenommen. Die Schuld über dein Leben ist ausgetilgt. Der Schuldbrief hing wirklich am Kreuz und ist dort bezahlt worden.
Das bedeutet, dass diese Welt, die oft so gewaltig und mächtig erscheint, und auch die unsichtbare Welt machtlos sind gegenüber der Macht Gottes. Diese Macht zeigt sich in der Gewalt, mit der er aufersteht und neues Leben schafft.
Es bedeutet auch, dass der Tod nicht das letzte Wort über unser Leben hat. Die leibliche Auferstehung wartet auf dich – selbst wenn du in den letzten Jahren deines Lebens dem Tod näherkommst. Manche wissen es vielleicht nicht, andere können es erahnen. Wenn Krankheit dein Leben plagt, darf dir das Hoffnung geben, dass das Grab Jesus nicht halten konnte. Es kann auch dich nicht halten. Du wirst eines Tages auferstehen. Die leibliche Auferstehung wartet auf dich.
Das sollte dir Trost spenden, besonders bei denen, die dir vorausgegangen sind und bei denen du Verlust erlitten hast. Du wirst sie wiedersehen.
Bist du dir bewusst, dass Jesu Auferstehung das Fundament deines Glaubens ist? Welche unglaublichen Privilegien auf dich warten, was dir geschenkt wird und was er dir garantiert?
Welche Nachricht! Der Stein vor dem Grab deines Lebens ist heute schon weggerollt. Dem Tod ist heute schon die Macht über dein Leben genommen. Wenn du dich eines Tages hier in der Erde zur Ruhe betten lässt, dann ist es nur ein Durchgehen, ein Schlafen in ein neues ewiges Leben – kraft seiner Auferstehung.
Diese Auferstehung darf in uns wirksam werden. Du und ich werden Anteil daran haben, wenn wir unser altes Leben hier mit ihm in den Tod gegeben haben. Dann werden wir mit ihm auferstehen, wie Paulus in Römer 6,5 schreibt.
Diese Auferstehung ist alles. An ihr hängt alles. Sie ist unsere Zukunft, unser Fundament und die Grundlage all unserer Hoffnung und unseres Glaubens.
Es ist aber eben nicht so, wie Paulus es schrieb, dass das Grab zugeblieben wäre und die Auferstehung nicht passiert ist. Nein, Jesus ist mit aller Macht und Gewalt auferstanden. Und wir können mit ihm auferstehen.
Warum sage ich das? Weil auf sein Wort Verlass ist. Das können wir auch im Erlebnis aus Matthäus 28 erkennen. Wenn man Matthäus 28,6 liest, steht dort: „Er ist nicht hier, er ist auferstanden.“ Das sind die berühmten Worte. Doch es folgt ein Nebensatz: „Wie er gesagt hat.“ Dann sieht man die Stätte, wo er gelegen hat.
Das ist eine ganz spannende Frage: Warum rechnen die Frauen, wenn sie zum Grab kommen, damit, einen Toten zu finden? Warum?
Jesus sagte in Matthäus 16,21 und wiederholte es in Matthäus 17,23 sowie Matthäus 20,19 – um nur bei einem Evangelium zu bleiben –, dass er nach Jerusalem gehen und dort leiden müsste. Er sagte, dass die ältesten Hohenpriester und Schriftgelehrten ihn töten würden. Bis dahin war alles klar. Aber er sagte auch noch mehr: Am dritten Tag würde er auferstehen.
Eigentlich hätten die Jünger und die Frauen am Sonntagmorgen am Grab sitzen und warten müssen, was passiert. Jesus hatte es ihnen versprochen und gesagt. Aber in der Praxis gingen sie eher davon aus, dass sie einen Toten vorfinden würden.
Das ganze Leben der Jünger sieht so aus, als würden sie mit einem Toten rechnen. Aber Jesus hat das Ganze vorhergesagt, und es ist genau so eingetroffen.
Diese Frage richtet sich auch an unser Leben: Sind wir nicht manchmal ähnlich unterwegs wie die Marias? Ähnelt unser Leben nicht eher dem, dass wir damit rechnen, dass dieses Leben hier alles ist? Auch wenn wir vielleicht sagen: Ja, wir haben ewiges Leben, widerspricht unser Verhalten oft dem.
Mir geht es oft so: Dieses „Jesus ist auferstanden, wahrhaftig auferstanden“ ist die praktische Realität im Leben nicht immer. So gehen wir durchs Leben, als würde danach nichts mehr kommen, als wäre das hier alles. Als wäre nicht alles am Freitag geschehen.
Es ist wichtig und zentral, mit Christus in den Tod zu gehen. Ohne das macht Ostersonntag keinen Sinn. Aber wenn wir dabei stehen bleiben, verlieren wir alle Hoffnung und alle Freude.
Die Zusage Jesu und die Herausforderung des Glaubens
Jesus sagt in Johannes 11,25-26 zu Maria, als Lazarus gestorben war: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt. Und wer lebt und an mich glaubt, wird niemals sterben. Glaubst du das?“
Diese Frage möchte ich auch uns allen stellen: Glaubst du, was Jesus sagt? Glaubst du, dass für deine Schuld bezahlt ist? Glaubst du, dass er alle Macht im Himmel und auf Erden hat? Glaubst du, dass du eines Tages mit ihm auferstehen wirst? Glaubst du, dass du die Menschen, die uns vorausgegangen sind, wiedersehen wirst?
Ist deine Hoffnung auf das gegründet, was Jesus getan hat? Steht dein Glaube auf einem hoffnungsvollen Fundament oder auf einem Fundament der Trauer? Bleibst du in der Trauer am Karfreitag und Karsamstag stehen oder lebst du in der Hoffnung der Auferstehung?
Es geht nicht um eine Hoffnung für dieses Leben – denn das wäre die armseligste Hoffnung, die man haben kann. Es geht um die Hoffnung für die Ewigkeit, die Gewissheit, dass dies hier nicht das Letzte ist.
Welch ein Trost, dass es genauso eingetreten ist, wie Jesus es vorhergesagt hat! Die Jünger hatten damals nicht damit gerechnet, aber er ist auferstanden, wie er es ihnen gesagt hatte. Und mit derselben Sicherheit dürfen auch wir uns auf seine Aussagen verlassen.
Wir können uns auf das Fundament stützen, das Jesus hier Maria nennt: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt.“ Er ist treu, der diese Aussage trifft – und er hat sich selbst daran gehalten.
Der doppelte Auftrag an die Frauen und an uns
Das Letzte, was ich mit euch anschauen möchte, ist der doppelte Auftrag, den die Frauen hier erhalten. Sie bekommen ihn sowohl vom Engel als auch von Jesus selbst noch einmal.
Matthäus 28,5-7 und Vers 10:
Der Engel sprach zu den Frauen: „Fürchtet euch nicht! Ich weiß, dass ihr Jesus, den Gekreuzigten, sucht. Er ist nicht hier, er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt her und seht die Stätte, wo er gelegen hat. Geht eilends hin und sagt seinen Jüngern, dass er von den Toten auferstanden ist. Siehe, er wird vor euch nach Galiläa vorausgehen, dort werdet ihr ihn sehen. Siehe, ich habe es euch gesagt.“
Denselben Auftrag, kürzer zusammengefasst, gibt Jesus selbst ihnen noch einmal in Vers 10:
„Fürchtet euch nicht! Geht hin und verkündet meinen Brüdern, dass sie nach Galiläa gehen. Dort werden sie mich sehen.“
Aus diesen Auferstehungsereignissen ergeben sich zwei Aufträge. Der erste lautet: Fürchtet euch nicht! Dieser Auftrag ist sicherlich für die Frauen zum ersten Mal im Zusammenhang mit diesem monumentalen Ereignis begründet, das sie hier erlebt haben.
Im Matthäusevangelium wird damit eine Art Schleife geschlossen. Denn es beginnt mit dem „Fürchte dich nicht“ an Josef, der erschrickt, als der Engel vor ihm tritt. Und Matthäus endet hier ziemlich damit: „Fürchtet euch nicht!“ Das ist die große Botschaft, die auch für unser Leben aus dem Auferstehungsereignis hinausgeht: Fürchte dich nicht!
Warum? Weil Jesus lebt, weil er auferstanden ist, weil er regiert und weil er dein Leben in der Hand hat. Warum können der Engel und Jesus das sagen? Weil mit der Auferstehungshoffnung unsere Zukunft sicher ist. Es ist die beste Botschaft, die unser Leben erreichen kann und die beste Grundlage, um Furcht wirklich loszuwerden.
Kennt ihr das, wenn Eltern sagen: „Da passiert schon jetzt nichts“ oder „Da brauchst du dir keine Sorgen machen, der Blitz schlägt schon nicht ein“, wenn Kinder bei einem Gewitter Angst haben? Dann schaut man dumm, wenn er doch einschlägt. Es kann passieren, es ist unwahrscheinlich, aber es kann passieren. Das ist kein gutes Fundament, um wirklich „Fürchte dich nicht“ zu sagen.
Aber dieses „Fürchte dich nicht“ von Jesus ist ein anderes. Es ist ein „Fürchte dich nicht“, weil ich dir vorausgegangen bin. Ein „Fürchte dich nicht“, weil ich auf Golgatha und in Gethsemane die Sache mit dem Tod, der als Strafe der Sünde auf uns lag, ein für alle Mal geklärt habe. Ich habe Golgatha und Gethsemane in den Erdboden gerammt. Ich bin der Same der Frau, von dem ganz am Anfang der Bibel die Verheißung kommt, dass er der Schlange den Kopf zertritt, die Mächte in zwei bricht und die Strafe trägt. Fürchte dich nicht, weil Jesus auferstanden ist.
Die zweite Aufgabe, die die Frauen erhalten, ist: Verkündet diese Nachricht weiter! Das ist die große Botschaft, die wir weitergeben sollen. Es ist die Botschaft, an der sich die Welt scheidet, an der sich die Geister scheiden: Ob Jesus auferstanden ist.
Am Anfang der Christenheit war das die Gretchenfrage: Lebt Jesus oder nicht? Dass er gestorben ist, war klar, daran zweifelte niemand. Aber lebt er wieder, ist er auferstanden und regiert er? Das hängt alles miteinander zusammen.
Gleichzeitig ist es das, was aus der Trauerbotschaft eine Freudenbotschaft macht: Jesus, mein Heiland, lebt! Welche Nachricht ist das für diese Welt? Dass der Tod besiegt ist, dass ihm die Macht genommen ist – auch wenn wir ihn hier noch so schmerzhaft erfahren. Aber wir wissen, es gibt ein Darüber hinaus.
Welche Nachricht! Weltverändernd, revolutionär, nicht greifbar mit unserem Verstand und Denken, aber für die, die Jesus kennen und im Glauben erfahren haben, nachvollziehbar, real und Wirklichkeit.
So gilt das auch für unser Leben: Fürchte dich nicht! Wovor solltest du dich denn fürchten? Vor dem Stein über deinem Grab? Er ist weggerollt. Vor den Mächten der unsichtbaren Welt, die dich anklagen könnten? Sie sind entlarvt, ihrer Macht entkleidet und zu einem öffentlichen Triumph gemacht – vor der Welt.
Vor der Welt, die Angst bereiten könnte: Die stärkste Armee der Welt konnte Jesus nicht im Grab halten. Sie kann dich nicht aufhalten.
Beim Blick auf den Triumph Jesu, auf seine Auferstehung, wird alles neu geordnet. Da können uns die Mächte der Welt nichts mehr anhaben. Da kann uns Satan selbst nichts mehr anhaben. Da kann uns der Tod nichts mehr anhaben.
Diese große Botschaft dürfen wir weitersagen: Jesus ist auferstanden!
Lasst uns mit unserer Botschaft nicht allein bei Schuld und Sünde stehenbleiben. Das gehört dazu, und wir dürfen nicht nur beim Karfreitag stehenbleiben. Versteht mich nicht falsch, der ist wichtig und gehört dazu, aber es geht weiter.
Die christliche Botschaft lautet eben: Es ist bezahlt, es ist gesiegt. Es ist eine Hoffnungsbotschaft, die das Leben neu ordnet.
Persönliche Zeugnisse und Ausblick
Über Luther heißt es, dass er, wenn er zum Beispiel schwere Anfechtungen oder Niedergeschlagenheit hatte, durch das Wort getröstet wurde. Er lebte sozusagen von diesem Wort. Es wird erzählt, dass er herging, Kreide nahm und das Wort vor sich auf Tisch und Wände schrieb: „Wie Witt, wie Witt, er lebt, er lebt.“
Wenn er darauf angesprochen wurde, sagte er: „Jesus lebt, und wenn er nicht lebt, so begehre ich nicht eine Stunde zu leben.“ Allein weil Jesus lebt, werden auch wir lebendig durch ihn. Wie er selbst gesagt hat: „Ich lebe, und ihr sollt auch leben.“
Karl Barth, dessen Ansichten ich nicht immer teile, hat dies gut zum Ausdruck gebracht. Er sagte, wer die Osterbotschaft gehört hat, kann nicht mehr mit tragischem Gesicht herumlaufen und eine humorlose Existenz führen – eine Existenz ohne Hoffnung. Mit Ostern verändert sich alles. Mit Ostern kommt Hoffnung in unser Leben. Mit Ostern ist der Tod besiegt, so unglaublich das auch klingen mag.
Aber es ist wahr: Jesus ist auferstanden, er lebt. Du findest ihn nicht bei den Toten dieser Welt, sondern als lebendigen Heiland, sitzend zur Rechten Gottes. Von dort wird er wiederkommen, um die Lebenden und die Toten in der Auferstehung zu richten.
Doch jetzt scheint es noch nicht so weit zu sein. Heute sitzt er da und streckt dir und mir als Auferstandener seine Hand entgegen. Er ruft uns zu sich und will dir, wenn du es noch nicht hast, Anteil geben an seinem Sterben und Auferstehen. Er will für deine Schuld bezahlen und dir ein neues, ewiges Leben schenken. Ein Leben mit Ewigkeitswert, ein Leben mit Hoffnung, ein Leben über dieses Leben hinaus.
Die Frage ist: Wenn du es noch nicht getan hast, ob du diese Hand annimmst und dich retten lässt. Jesus ist auferstanden – welche unglaubliche Botschaft, die seit zweitausend Jahren über die ganze Welt geht! Welche gewaltige Botschaft, welche Hoffnung für dein und mein Leben, die alles verändert, die aus Dunkelheit Licht macht, die Hoffnung gibt.
Du hast heute Wissen mit diesen Wegräumen des Steins. Mit diesem Auferstehen Jesu weißt du, dass du gerecht vor Gott stehst. Er hat deine Gerechtigkeit in der Auferstehung Jesu bestätigt. Du wirst wissen, dass du eines Tages auferstehen wirst mit neuem Leib – du als Person, aber mit einem Ewigkeitsleib, ohne die ganzen Zimperleien, die dein Körper jetzt hat.
Du wirst jeden wiedersehen, der in diesem Leben vorausgeht oder dem du vorausgehst, und der seine Hoffnung auch in Jesus setzt. Warum? Weil wir auferstehen werden, weil Jesus lebt. Das ist unsere Hoffnung, unsere Sicherheit, unsere Gewissheit, unsere Zukunft.
Abschluss mit einem Lied der Hoffnung
Ich bin dankbar, dass Benni so nett war und uns jetzt ein Lied singen wird. Er singt es auf Englisch. Ihr seht hier eine deutsche Übersetzung, die allerdings nicht so melodisch und schön ist. Wer Englisch kann, sollte besser dem englischen Text zuhören. Der Text hat sehr viel Inhalt, denn er vermittelt die Hoffnung, dass wir auferstehen werden.
Das Lied wurde von Nata geschrieben, die einige von euch vielleicht kennen. Es entstand für die Beerdigung von Philipp Mietebecker, der letzten Sommer im Alter von etwa 23 oder 24 Jahren an Krebs gestorben ist. Dieses Lied drückt die ganze Hoffnung aus, die wir haben.
Hört gut zu und denkt darüber nach: Wir werden auferstehen.
and diversity we shall see as praises fill the sky in the morning when the shadows hide
we shall the heart is stirred we shall
I have seen mine could dream we shall see
we will see we shall see when the shadows hide
we shall with the shadows to the answer for Saviour
In the morning light, in the morning light
when the morning light
when the shadow light
when the shadow, the shadow, the shadow, the shadow, the shadow, the shadow, the shadow, the shadow, the shadow, the shadow, the shadow, the shadow...
