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Wer bist du in der Weihnachtsgeschichte?

18.12.2020

Um Nachfolge zu leben, mach dich Hashtag Bibelfit. Weißt du, jedes Jahr ist anders als das Jahr davor, aber 2020 ist nochmal auf einem ganz anderen Level anders als die Jahre davor, oder? Vielen Leuten, mir eingeschlossen, wird das jetzt gerade in der Weihnachtszeit so richtig klar.

Wie ist es mit dir? Wie hast du dein letztes normales Weihnachten vor Corona verbracht? Ich durfte eine Predigt halten bei einer Gemeinde, die ich sehr schätze. Eine Predigt zu halten, das ist immer aufregend und etwas Besonderes, aber diese hier war nochmal auf einem ganz anderen Level besonders. Ich werde diesen Tag niemals vergessen. Aber das ist eine ganz andere Story.

Also mach es dir gemütlich, mach deine Kopfhörer rein, leg das Handy neben dich und hör diese Predigt hier bis zum Ende. Denn da wartet ein Weihnachtsgeschenk auf dich, das sich noch niemals öffentlich verfügbar gemacht hat. Deshalb schau dieses Video bis zum Ende.

An dieser Stelle will ich allen Leuten danken, die jede Woche hier die Glocke klicken. Das ist so ein technisches Ding, damit christliche Inhalte auf dieser Plattform nicht ausgesperrt werden. Danke dir! Und los geht's mit der Predigt.

Ja, liebe Geschwister, Weihnachten ist eine riesige Chance. Hunderte Familien und Tausende Menschen, die wir als Christen sonst nie erreichen würden, kommen freiwillig in unsere Gemeinden. Sie sind bereit, uns und unserer Botschaft zehn, fünfzehn, manche sogar zwanzig Minuten zuzuhören.

Wir machen uns oft viele Gedanken darüber, wie wir Leute erreichen, die noch suchend sind, die noch nicht Christen sind, die Agnostiker sind. Jetzt kommen sie einmal im Jahr sogar zu uns. Wir haben ein Heimspiel, wenn ihr so wollt. Das ist ganz toll und eine gewaltige Chance, Leute mit dem zu erreichen, worauf es wirklich ankommt: dass Gott freiwillig Mensch geworden ist, dass er ein fehlerfreies Leben gelebt hat, dass er für dich zu Tode gefoltert wurde, dass er für dich auferstanden ist und dass jeder, der das für sich annimmt, Gott in der Tiefe um Entschuldigung bitten kann und ihm vergeben ist.

Was für eine Botschaft! Was für eine Botschaft!

Das Spannende dabei ist: Ich diskutiere häufig mit Atheisten und schreibe gerade ein Handbuch für Studenten, wie man mit Atheisten über das biblische Christentum spricht. Das ist sehr spannend, weil eine der berechtigten Fragen, die viele Atheisten stellen, lautet: "Ja, sag mal, wieso ist denn eigentlich Jesus damals gekommen, vor zweitausend Jahren?" Faire Frage.

Sie fragen weiter: "Wäre es nicht viel logischer, wenn er heute gekommen wäre, in Zeiten von Social Media, Instagram Live und was es nicht alles gibt?" Dann antworte ich manchmal: "Na ja, ich bin mir nicht so sicher, ob das heute so viel glaubwürdiger wäre, wo viele Menschen bei klassischen Medien so eine Art Glaubwürdigkeitsverlust haben. Ich weiß nicht, ob das wirklich besser wäre."

Es könnte durchaus sein, dass Gott Jesus damals zum frühestmöglichen Zeitpunkt geschickt hat, als es gerade möglich war. Wenige Jahre vorher war das römische Straßensystem fertiggebaut, sodass man Nachrichten innerhalb von wenigen Wochen und Monaten durch die ganze Welt schicken konnte. Wer denkt, stellt sich trotzdem eine gute Frage: Was wäre, wenn Jesus heute gekommen wäre und die Weihnachtsgeschichte jetzt spielen würde? Kommt er dann auch als Baby?

Da musste ich sehr lachen, als das jemand gesagt hat. Würden die Menschen wirklich so unterschiedlich reagieren? Wäre das nicht eher eine Frage der inneren Einstellung? Deswegen dachten wir uns: Okay, schauen wir uns noch einmal an, wie die Leute damals reagiert haben, damals im jüdischen Gebirge. Und fragen uns, ob das heute wirklich so viel anders ist. Kleiner Spoiler: Wahrscheinlich nicht.

Also gehen wir die sechs Figuren durch.

Die eine Figur, die ich einmal bräuchte, wäre Maria. Dankeschön. Machen wir Maria an.

Maria. Ihre Einstellung ist sehr schön zusammengefasst in dem Lied „Let it be“. Maria ist erst erschrocken über den Engel, der aus der unsichtbaren Welt in ihr Leben hineinkommt. Sie ist unsicher, wie genau das eigentlich passieren soll. Sie ist sich sicher, dass es passieren wird, aber nicht, wie.

Das ist ein Unterschied zu Zacharias und zu Johannes dem Täufer. Zacharias weiß nicht, wie das passieren soll, und ist sich auch nicht sicher, ob es wirklich passiert. Maria sagt sich: „Ja, wenn Gott das sagt, du machst das schon. Mich würde nur interessieren, wie, weil hier geht es ja auch irgendwie um mich, aber du machst das schon, irgendwie.“

Dann ist sie schließlich damit einverstanden und sagt: „Was immer Gott möchte, soll passieren.“ Im griechischen Text steht das Wort Genolto. Das kann man auf Deutsch nicht richtig gut übersetzen, weil es eine ganz andere Grammatik ist. Wenn man es übersetzen würde, wäre es so etwas wie „Let it be“ oder „Okay, los geht's, es soll passieren, ich bin einverstanden.“ (Lose Übersetzung nach Markus Voss.)

Deswegen ist Maria für viele Leute ein Vorbild geworden, Gottes Willen zu leben und ihr Schicksal zu ertragen, auch wenn es mal nicht so schön ist. Glaube ist ja nicht immer schön. Manchmal denken wir, wenn wir Christ werden, ist das die Sahne auf der Torte eines perfekten Lebens und dann wird alles einfacher. So ist es aber nicht. Häufig wird es danach schwierig.

Maria ist ein Vorbild darin, sich dem hinzugeben, auch wenn es mal nicht so schön ist, und Gott an erste Stelle zu setzen, egal wie es einem gerade geht. Finde ich gut.

Zweites Beispiel: Mein fast Lieblingsbeispiel Joseph. Joseph ist unser Naturalist, unser Scientist, unser Naturwissenschaftler. Maria sagt ihm, dass sie schwanger ist und dass das ein Wunder Gottes ist. Joseph denkt sich: „Ein Wunder geht klar, logisch. Ich bin ein Mann, naturwissenschaftlich gebildet, erzähl mir nichts. Ich weiß, wie Babys entstehen, ich weiß, wie Menschen schwanger werden, erzähl mir nichts.“

Ich könnte noch viel mehr über Joseph erzählen, was die frühen Kirchenväter über seine Hintergrundgeschichte ausgeschmückt oder vielleicht sogar entdeckt haben. Überspringen wir das mal an dieser Stelle. Ich denke, Joseph ist ein bisschen prototypisch für unsere Zeit. Den können wir an vielen Ecken und Enden wiedererkennen.

Die Grundhaltung von Joseph ist so: „Naja, ich weiß eigentlich alles, was es zu wissen gibt. Mir kann keiner was erzählen. Ich glaube nichts, was ich nicht selbst gesehen habe. Und solange ich etwas nicht verstehe, kann man es nicht verstehen.“

Wenn du jetzt sagst, du bist schwanger geworden und kennst keinen Mann, dann gibt es da so eine gewisse Selbstüberschätzung, man könnte auch sagen eine akademische Arroganz. Das heißt nach dem Motto: Ich glaube, dass es für alles eine materielle, eine natürliche Begründung gibt. Weil das so ist, kann es nichts geben, das sich nicht aus der Natur heraus begründen lässt. „Weil nicht sein kann, was nicht sein darf.“

Wenn du mit Atheisten über das Thema redest, ob es heute noch Wunder oder Heilungen gibt, sagen sie: „Nee, gibt’s nicht.“ „Okay, woher weißt du das?“ „Weil es keine Berichte von Wundern gibt.“ „Okay, warum gibt es keine Berichte von Wundern?“ „Weil es keine Wunder gibt.“ „Okay, alles klar.“ Das ist so ein Zirkelschluss.

Die Grundhaltung selbst ist eine philosophische Entscheidung und ergibt keinen Sinn, weil diese Grundhaltung sich selbst nicht naturwissenschaftlich herleiten lässt. Das ist eigentlich logisch.

Leute, die sagen „Ich glaube nur an Sachen, die sich messen lassen“, gut. Aber der Glaube daran, dass du nur an Sachen glaubst, die sich messen lassen, dieser Glaube lässt sich nicht messen. Du nimmst also sehr wohl etwas an, was sich nicht messen lässt.

Atheisten sind sehr logisch. Ich war selbst jahrelang einer, ich weiß, wie es läuft.

Was passiert aber mit Joseph? Wie endet seine Geschichte? Er macht eine persönliche Erfahrung. Er hat einen Traum, und in dem Traum spricht ein Engel zu ihm.

Ha, jetzt kannst du mit deinem Doktortitel sonst was anfangen.

Diese Erfahrung könnte er jetzt auch naturwissenschaftlich wegdiskutieren: „Ja, das sind chemische Prozesse im Gehirn und so weiter.“ Aber das macht er nicht.

Das Spannende ist: Warum macht er das an dieser Stelle nicht? Das wäre doch eigentlich natürlich.

Der Grund, warum er das nicht macht, ist, weil er sich angesprochen fühlt. Weil er sich angesprochen fühlt.

Das merke ich im Gespräch mit vielen Atheisten jede Woche: Sie nutzen diesen Naturalismus, dieses Naturwissenschaftliche, um auf Abstand zu gehen. Aber in dem Moment, wo sie sich angesprochen fühlen, eine persönliche Erfahrung haben, in einer Krisensituation sind, den Eindruck haben, Gott spricht zu ihnen, da kommt kein naturwissenschaftliches Kontraargument mehr.

Das kommt nur in dem Sinne, dass die Leute es nutzen, um sich davon fernzuhalten.

Ganz spannend: Das klappt nur, solange sie das können.

Punkt drei: Jetzt bräuchte ich eine Figur, nämlich den Herbergsbesitzer. Dankeschön, das ist der Herbergsbesitzer. Ich hoffe, ich mache jetzt keine Schleichwerbung.

Der Herbergsbesitzer, ja, der Opportunist. Wir sind jetzt im kleinen Bethlehem. Bethlehem ist ein Vorort von Jerusalem, relativ dörflich mit sehr viel Landwirtschaft.

Es ist sehr wahrscheinlich Herbst, als Jesus geboren wird – das wissen viele nicht, aber es ist sehr wahrscheinlich Herbst. Im jüdischen Gebirge sind es nachts etwa fünf Grad, es ist kalt und windig. Es ist nicht sinnvoll, draußen zu schlafen, definitiv nicht.

Maria und Joseph sind in Klein Bethlehem unterwegs und suchen nach Möglichkeiten zu übernachten, aber die Möglichkeiten sind begrenzt.

Du musst wissen, dass Bethlehem zur damaligen Zeit eine Touristenattraktion war, weil viele Patriarchen aus dem Alten Testament dort lebten, David dort herkam usw. Dazu war Jerusalem wegen der Volkszählung überfüllt, sodass viele Leute zusätzlich nach Bethlehem gekommen waren.

Es ist also schwierig, eine Übernachtungsmöglichkeit zu finden. Kein Raum in der Herberge. Am Ende landen Maria und Joseph in einem stinkenden Stall.

Da musste ich gerade sehr daran denken, als du dein Zeugnis gegeben hast – buchstäblich in den Dreck hinein.

Ihr wisst, wie ein Stall aussieht. Wenigstens nicht auf dem super ekligen Boden, sondern minimal besser, millimeter besser in der Futterkrippe. Stell dir das mal vor!

Viele von uns haben Kinder. Wer würde sein neugeborenes Kind in einem Stall zur Welt bringen? Wir romantisieren das mit unseren schönen Weihnachtskrippen, die am Straßenrand oder im Stall stehen. Aber es muss extrem widerwärtig gewesen sein.

Wenn du das in der Volksbibel nachliest, steht da zum Beispiel, dass es so war, als würdest du dein Kind in der Tiefgarage einer Großstadt gebären, in einer Ölwanne liegend. Ich finde den Vergleich nicht übertrieben. Es ist nicht schön.

Was sagt uns das über den Herbergsbesitzer, der das zulässt und sagt: „Er geht mal in den Stall“? Es ist wahrscheinlich auch sehr zu übersehen, dass Maria hochschwanger ankommt.

Welche Möglichkeiten hätte er noch gehabt? Er gibt keinem der Gäste sein Geld zurück. Er hätte sagen können: „Pass auf, ich weiß, ihr seid gerade angekommen, vor zwei Stunden. Ich würde dir gern dein Geld wiedergeben, du bekommst nur einen Fünfziger obendrauf. Hier ist eine hochschwangere Frau, ich kann sie nicht wegschicken. Komm mir mal entgegen.“

Das wäre eine Reaktion gewesen. Es ist eine hochschwangere Ausländerin aus dem Norden. Gib ihr wenigstens die Möglichkeit für eine hygienisch sichere Geburt.

Macht er nicht.

Er hat keinen der anderen Gäste rausgeschmissen, um der Schwangeren den Rest Würde zu geben. Hätte er machen können, macht er nicht.

Er hat nicht mal seine eigene Ruhestätte angeboten, um bei Freunden unterzukommen oder selbst die Nacht draußen zu verbringen, um das Neugeborene nicht den beißend kalten Temperaturen und katastrophalen hygienischen Zuständen auszusetzen.

Hat er auch nicht gemacht.

Ich denke, es ist fair zu vermuten, dass er ein Opportunist ist. Nach dem Motto: Jeder ist sich selbst der Nächste. Es ist ihm egal. Falls ich das mit Geld machen lasse, wäre es schön, falls nicht, naja, irgendeiner hat halt Pech.

Kennst du solche Menschen? Kennst du solche Momente in dir selbst, in denen du spürst, dass das Leben jetzt für dich leicht wäre?

Figur Nummer vier: Die Sternenforscher. Vielen herzlichen Dank, das sind die, die man umgangssprachlich die drei Heiligen Könige nennt, bis man mal nachliest und feststellt, dass es nicht drei sind, sie nicht heilig sind und keine Könige. Aber ansonsten stimmt alles.

Im griechischen Text stehen sie als Magoi. Was sind Magoi? Magoi sind okkulte Gelehrte aus babylonischen Räumen, also aus dem heutigen Persien, Großraum Bagdad.

Sie sind Sterndeuter, Astrologen, die auch in vielen anderen Dingen als gelehrt angesehen werden.

Sie kommen aus der babylonischen Gegend. Je nachdem, welche Route du nimmst – über den Euphrat hoch und dann wieder runter – sind das etwa 1.500 Kilometer entfernt. Das ist wirklich weit, von hier bis zur Amalfiküste.

Selbst wenn du eine richtig gute Karawanenkarawane erwischst – die sind selten – brauchst du immer noch vier Monate, um dorthin zu kommen. Und zwischendurch darf niemand schwanger sein.

Sie müssen also schon im Sommer aufgebrochen sein, um im Herbst anzukommen, wahrscheinlich im Frühsommer.

Warum machen sie das eigentlich? Sie meinen, dass sie etwas gesehen haben. Sie meinen, dass das ein Zeichen ist, ein Fingerzeig von Gott.

Spannend: Sie machen eine Erfahrung und verstehen sie so, dass Gott dort spricht. Dafür nehmen sie eine lange und teure Reise auf sich.

Und buchstabier das mal zu Ende: Sie müssen im Spätherbst, im Winter, zurück durch die Wüstenregion. Das ist nicht nur ernsthaft gefährlich, weil der Weg sehr schmal ist, vielleicht sieben Kilometer breit. Wenn da eine Räuberbande kommt, war es ein Versuch wert.

Es gibt nicht viele Möglichkeiten, und es ist richtig kalt in dieser Gegend im Winter.

Solche Mystiker gibt es heute ganz genauso. Sie sehen etwas, hinter dem sie Gott vermuten. Sie vermuten Gott und folgen dem, koste es, was es wolle.

Leute, die warten und innerlich abreisebereit sind, sobald es ein Zeichen gibt. Die spirituell suchen, wissen, dass sie suchen und es wollen. Glaube, ich kenne viele.

Punkt fünf: Der böse König Herodes. Ich habe keinen stilechten König Herodes gefunden, musste improvisieren. Ich weiß auch nicht, er wird irgendwie nie mitgeliefert bei normalen Weihnachtskrippen. Muss ein kulturelles Ding sein.

Okay, das ist unser böser König Herodes. Ähnlichkeiten sind rein zufällig.

Herodes hat viel darüber nachgedacht. Ich könnte viel Historisches über Herodes erzählen, aber weil ich euch mag, tue ich das nicht.

Herodes steht für eine große Kategorie von Menschen. Er ist ein brutaler Herrscher, der nicht davor zurückschreckt, seine Familie zu ermorden, um seinen Willen und seine Macht zu sichern.

Fiese Geschichten, die man bei Flavius Josephus nachlesen oder googeln kann. Echt übel.

Er hört davon, dass der Messias jetzt in die Welt gekommen ist. Wie hätte er reagieren können? Theoretisch hätte er dem Messias seine Macht abgeben können.

Er hätte sagen können: „Lieber Messias, jetzt bist du da, die Verhältnisse sind eindeutig geregelt. Du bist der Boss, da ist das Zepter, da ist der Thron. Alles Gute!“

Er hätte auch einfach eine Weihnachtskarte schicken können: „Sehr geehrter Herr Josef, ich wünsche Ihrem Kind alles Gute. Gezeichnet, der König.“

Er hätte seinen Job als weltlicher Herrscher weitermachen und irgendwann, nachdem Jesus sein Abi oder seinen Studienabschluss hat, sagen können: „Jetzt übergebe ich an dich. Ich hoffe, ich habe das bis dahin gut verwahrt.“

Alles möglich.

Macht er natürlich nicht. Stattdessen fühlt er sich bedroht. Wie viele Mächte und Regimes heute fühlen sich ausgerechnet durch das Christentum bedroht. Ausgerechnet durch den Glauben des Friedens und der Versöhnung.

Schon in den ersten fünf Kapiteln unserer Heiligen Schrift im Neuen Testament steht: „Schlägt dich jemand auf die linke Wange, sollst du ihm die rechte hinhalten.“

Davon fühlen sie sich bedroht.

In kommunistisch-atheistischen Regimes bis heute – wir denken an Nordkorea, China, viele andere Länder der islamischen Welt, zuletzt Sri Lanka und Nigeria – fühlen sich Christen bedroht.

Auch in indischen Extremistengebieten in Nordostindien und von Drogenbanden in Südamerika.

Zu Zeiten der Kreuzzüge hätte ich das verstanden, aber das Image hat sich gewandelt.

Das Jahr 2019 war eines der blutigsten für die Christenheit in den letzten zwanzig Jahren.

Herodes versucht blutig ein Ende zu machen und lässt alle Babys im Vorort von Jerusalem töten. Ohne Rücksicht auf Verluste, um seinen Lebensstandard zu sichern und am Ende verbittert sagen zu können: „I did it my way.“

Das steht übrigens in Matthäus 2,18: „Eine Stimme ist in Rama gehört worden, Weinen und viel Wehklagen. Rahel beweint ihre Kinder und will sich nicht trösten lassen, weil sie nicht mehr sind.“

Das ist über die Massen heftig. Die Mehrheit der Historiker hält es für sehr wahrscheinlich, dass es so passiert sein könnte.

Beobachten wir so etwas nicht manchmal auch bei uns?

Das erste Gebot lautet: „Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst keine anderen Götter neben mir haben.“ Das ist das erste und wichtigste Gebot.

Machen wir uns nicht manchmal selbst zu Gott, weil uns Gottes Vorhaben für unser Leben im Weg stehen und lästig sind?

Nehmen wir uns nicht manchmal das Recht, zu definieren, was gut und böse ist, was wir machen? Dass wir der Chef in unserem Leben sind, der Gott in unserem Leben?

Machen wir nicht manchmal unsere eigenen Regeln? Zum Beispiel: „Wenn ich bei der Steuererklärung schummele, fällt das im Gegensatz zu Großkonzernen kaum ins Gewicht.“

„Wenn meine Freunde und ich miteinander schlafen, obwohl wir nicht verheiratet sind, schadet das ja keinem. Wir sind ja fast verlobt.“

„Wenn ich einen Film im Internet schaue, ohne zu bezahlen, nehme ich ja kein Geld weg. Ich hätte ihn sonst auch nicht geschafft.“

So reden wir uns das schön. So kenne ich es von mir. Ähnlichkeiten sind natürlich rein zufällig.

Das heißt, wir sollen erst vor unserer eigenen Tür kehren, bevor wir andere verurteilen.

Sechstens, die letzte Figur: die Hirten.

Nur Geschenk. Sie sahen natürlich genau so aus, ist ja klar. Dankeschön.

Letzte Figur: die Hirten.

Für mich sind das die eigentlichen Helden der Geschichte. Die coolsten Figuren. Ich werde euch begründen, warum.

Ich glaube, der Sympathiebonus, den wir den Hirten geben, wird steigen.

Was hat es mit den Hirten in Bethlehem auf sich?

Hirten braucht man für Schafe. Schafe sind extrem dumm. Junge Schafe sind Lämmer – das habe ich gestern noch mal gegoogelt. Ja, lacht nicht.

Die Lämmer, die in Bethlehem herangezogen werden, sind nicht irgendwelche Lämmer. Einige von euch nicken schon wissend.

Das sind die Lämmer, die zum Winterende, zum Frühlingsbeginn in Jerusalem als Passerlämmer geschlachtet werden.

Nochmal langsam: Die Lämmer, die in Bethlehem geboren werden, sind die, die zum Passafest, also im August, getötet und geopfert werden, um Versöhnung zu schaffen.

Das heißt, Jesus wird in einem Stall geboren, in dem dieselben Lämmer geboren werden, die am Passafest an Gründonnerstag und Karfreitag in Jerusalem geopfert werden, damit das Volk nicht sterben muss.

Diese Lämmer werden von diesen Hirten bewacht.

Genau, da hatte ich auch so einen Kronleuchter, der auch ging.

Diesen Hirten begegnet ein Engel – da haben wir ihn wieder. Viele Engel damals.

Die Hirten fürchten sich. Das ist eine der ersten Reaktionen, die Leute in der Bibel haben, wenn sie einen Engel sehen.

Eine der ersten Sachen, die ein Engel sagt, ist immer: „Fürchtet euch nicht!“

Warum sagt er das? Weil Engel zum Fürchten sind.

Ich will jetzt nicht darauf eingehen, wie Engel in der Bibel beschrieben werden, aber es gibt drei verschiedene Gattungen.

Eine Gattung, die wir hier erwarten dürfen, sind etwa dreieinhalb Meter große, menschenähnliche, leuchtende Wesen. Da würde ich auch Angst kriegen.

Du bringst dein Schaf abends zum Schlafen, deckst es zu, und plötzlich steht so ein Wesen da.

Wie reagieren die Hirten? Sie sagen: „Krass, Engel, Messias geboren, Bethlehem, steil!“

Weißt du was? Sagt ein Hirte zum anderen: „Komm, wir gehen dem mal auf den Grund. Wir machen mal Fact-Checking, überprüfen mit Vernunft, was wir gerade in unserer religiösen Erfahrung erlebt haben.“

Finde ich so cool.

Und so machen sie es wirklich: Sie überprüfen es und finden heraus, dass es wirklich so ist.

Danach erst, nachdem sie die Erfahrung gemacht und überprüft haben, bereiten sie das Wort aus und erzählen es allen anderen.

Nachdem sie im Herzen und im Kopf überzeugt sind, haben sie etwas, was sie erzählen können.

Dann können sie standfest in den Dialog eintreten und dahinter stehen.

Denn dann haben sie keine Angst vor Rückfragen, weil sie sagen: „Wir haben es gesehen, ausgecheckt, gepackt. Läuft.“

Schließlich, und das ist das Ende der Geschichte, werden die Hirten nicht Vollzeitmissionare. Wahnsinn, hätten sie ja machen können, gab es damals auch schon teilweise.

Sie machen es nicht, sondern arbeiten in ihrem Job weiter und erzählen anderen Leuten von Jesus.

Da stellt sich die berechtigte Frage: Wie vielen Menschen begegnet so ein Hirte am Tag eigentlich, die nicht Hirten sind?

Aber es geht um den Einsatz. Dabei sein ist alles.

Ich denke, das ist richtig cool. Ich finde das echt vorbildlich.

Sie haben sich von Gott berühren lassen und zur Umkehr rufen lassen. Sie haben die Fakten des Glaubens überprüft und gemacht.

Wusstet ihr, dass das biblische Christentum die einzig historisch überprüfbare Weltanschauung ist?

Die einzige Weltanschauung, die mit dem, was säkulare Historiker nachweisen können, übereinstimmt. Keine andere.

Das heißt, das biblische Christentum ist nicht nur Gefühlsduselei, Gesang, Gebet oder Poesiealbum-Sprüche.

Es sind historisch überprüfbare Fakten, die heute jedem zugänglich sind.

Das ist kein geheimes, arkanes Mysterium, das weggesperrt wird.

Nachdem sie das überprüft haben, nachdem Kopf und Herz vollgesaugt sind, wollen sie es weitergeben.

Das ist so cool.

Das muss nicht Vollzeit sein. Nicht jeder muss sagen: „Ich werde jetzt Missionar, ich ziehe nach Südafrika.“

Das muss nicht sein.

Petrus schreibt im ersten Petrusbrief, Kapitel 3: „Seid immer bereit, Rede und Antwort zu stehen, sobald euch jemand fragt nach der Hoffnung, die in euch ist.“

Mit Hoffnung ist hier Glaube im Allgemeinen gemeint.

Seid also immer bereit, Rede und Antwort zu stehen, sobald euch jemand nach der Wahrheit fragt.

Antwortet freundlich und respektvoll, im Bewusstsein, dass ihr ein reines Gewissen habt.

Denn ein reines Gewissen kann nur haben, wer weiß, wovon er spricht.

Wie die Hirten, die es überprüft haben und des guten Gewissens bis zu ihrem letzten Atemzug bestätigen konnten.

So auch wir.

Wir sind von Jesus gerufen, die meisten von uns sind umgekehrt.

Unsere Aufgabe ist es, das zu überprüfen und es dann mit gutem Gewissen, mit Kopf und Herz, weitergeben zu können.

Was lernen wir daraus?

Wie wäre es, wenn Jesus heute wiederkommen würde?

Es gibt drei biblische Prophezeiungen, die nahelegen – ich sage das mit Vorsicht – dass selbst nachdem Jesus wiedergekommen ist, über ein Drittel der Bevölkerung ihn nicht annehmen wird.

Selbst nachdem alle Fragen geklärt sind: Gibt es Gott wirklich? Ist das nur deine Wahrheit und nicht meine? Ist es eine Glaubensfrage? Wer sagt, dass Jesus der einzig richtige Gott ist?

Nachdem all das geklärt ist und Jesus anfassbar, zumindest sichtbar, da ist, wird ein Drittel der Weltbevölkerung ihn nicht annehmen, weil sie es nicht wollen.

Ich glaube, wir machen uns das manchmal zu einfach, wenn wir denken, manche Menschen wollen nicht Christen werden, weil sie emotionale Blockaden haben.

Das stimmt, manche wollen es nicht, weil sie rationale Fragen haben, die noch nicht geklärt sind.

Aber ich glaube, es ist eine Frage der Grundhaltung.

Die sechs Figuren hatten ganz unterschiedliche Grundhaltungen, aber sie hatten die gleichen Fakten.

Schau mal, wie sie darauf reagiert haben – ganz unterschiedlich.

Es ist eine Frage des Herzens und der Grundhaltung.

Bist du bereit, zu akzeptieren, dass es real ist?

Bist du bereit?

Würde Jesus heute wiederkommen, wie wäre deine Reaktion?

Natürlich wären wir alle Maria und würden sagen: „Juhu, endlich! Dein Wille geschehe!“

Aber vielleicht doch nicht.

Dasselbe historische Dokument, das von Jesu Geburt berichtet, erzählt auch davon, dass er wiederkommen wird.

Bist du bereit für Jesus? Bist du bereit?

Das ist der Advent, die Ankunft.

Das ist keine Frage des Intellekts, sondern des Herzens.

Sind wir bereit für Jesus?

Waren wir als Menschheit damals bereit, als er das erste Mal kam?

Können wir bereiter sein, wenn er das zweite Mal kommt?

Und es besser machen?

In Gottes Frieden sei mit euch. Amen.

Tja, wie geht es dir jetzt?

Bist du bereit, dass Jesus wiederkommt?

Wenn ich selbstkritisch mein Leben anschaue, weiß ich, da sind noch einige Baustellen.

Ich weiß, woran ich zu arbeiten habe, und das ist gut.

Viele Jahre habe ich eine Beratungsstelle geleitet, wo ich viele tausend Menschen getroffen und häufig über Jahre auf ihrem Weg begleitet habe.

Neben vielen Dingen habe ich immer dieselben Sollbruchstellen gesehen, die immer wieder dazu führen, dass Leute ihr Leben gegen die Wand fahren und am Ende mit nichts als Reue dastehen.

Es sind immer die gleichen, und zum Glück nur eine Handvoll.

Als ich vor einem Jahr die Beratungsstelle geschlossen habe, habe ich das mal zusammengetragen: Was sind diese wenigen Gründe, warum Leute ihr Leben gegen die Wand fahren?

Du musst das Rad nicht neu erfinden und nicht jeden Fehler selbst machen.

Viele haben danach gefragt, also habe ich daraus einen sehr kurzen, knackigen Online-Videokurs gemacht, der sehr gutes Feedback bekommen hat.

Über die ganze Zeit musste man diesen Kurs bezahlen. Jetzt nicht mehr.

Wir haben alle, glaube ich, genug bezahlt in diesem Jahr.

Deshalb verschenke ich ab heute, ab dieser Minute, den kompletten Onlinekurs.

Klick dazu einfach auf den Link in der Videobeschreibung, und ich schalte dich lebenslang frei.

Das ist mein Weihnachtsgeschenk an dich. Klick einfach auf den Link.

Und damit sind wir bei dir.

Was fandest du an diesem Video am spannendsten?

Was hat dich nachdenklich gemacht? Was hat dich überrascht? Was nimmst du mit?

Schreib es gern hier in die Kommentare. Viele wissen das ja: Ich lese jeden einzelnen und antworte dir.

Konnte ich dir bis hierhin ein bisschen weiterhelfen?

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Das ist schon häufig vorgekommen.

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Ich bin Markus Voss, und das alles, weil du an Info zu Nachfolge leben interessiert bist.

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Vielen Dank dafür. Wir sehen uns im nächsten Video. Ich freue mich auf dich.