Herr Präsident, ich begrüße Sie herzlich! Es tut mir leid, dass wir nicht für alle Sitzplätze haben, aber heute muss man so viele Stühle herbringen, wie möglich. Jetzt sorge ich nur dafür, dass niemand müde wird. Ich verspreche Ihnen, dass es Punkt neun Schluss ist, nicht, dass er bloß eine Stunde steht.
Es ist gut, dass wir hier noch geöffnet haben, es zieht jetzt nicht. Und was stimmt es ihm, der sich so präsentiert? Du weißt, man kann gar nicht dankbar genug sein.
Und jetzt sagen wir auch in den Liederblättern den Vierzehn Liedfreunden Bescheid. Geben Sie noch Liederblätter nach den Reihen heraus, denn da singen immer drei aus einem Liederblatt, immer drei aus einem Liederblatt. Es käme nachher dumm, wenn alle sich nicht richtig miteinander verstehen. Sie stimmen nicht miteinander, so ja.
Ich habe besonders gern den Psalm vorgetragen: „Der Herr hat ein Reich an der Kommission weißig bellgessig“, und dann kommt es und wird so zugerichtet, dass es bleiben soll.
Einleitung und geistliche Einstimmung
Jetzt wollen wir, Herr Jesus, vor dir treten. Hier gibt es keine eindrücklichen Massenversammlungen, sondern nur eine Schar von Menschen, die sehr erlösungsbedürftig sind. Du kennst jeden von uns, auch die, die mehr in Not sind: die jungen Leute, die durch Sünde gefangen sind, die schwer belasteten Seelen, die Verzweifelten und die Leichtgläubigen, die unter uns zerstritten sind.
Herr Jesus, es ist niemand hier, für den du nicht gestorben bist. Offenbare doch allen Herzen und Gewissen jetzt deine Liebe und deine Errettung. Gib uns auch einen offenen Blick für deine herrliche Zukunft! Amen!
Man kann von der Zukunft des Herrn Jesus nicht sprechen, meine Freunde, wenn man nicht zuvor unter seinem Kreuz gestanden hat – ganz besonders nicht als seine Kinder. Das wollen wir jetzt noch tun, indem wir das Lied elf singen.
Dabei wollen wir uns im Geist unter das Kreuz Jesu stellen, wie die drei Hirten, die wiedergekommen sind, wie der Alchenschul. Zur Wiederhör!
Persönliche Erfahrungen und die Suche nach Hoffnung in schwierigen Zeiten
Es war im Jahr 1943. Der Krieg tobte, und die Eltern wussten kaum, wie sie mit der Situation umgehen sollten. Ich war gerade in ein Internat gekommen, das von Wahnsinn geprägt war. Ich lebte in meiner Familie in Eschenruge, die alle unter den furchtbaren Kriegsangriffen litten. Was für grauenvolle Stunden das waren, in diesem kalten Keller, wo man des Todes wachte und an seine Kinder dachte.
Damals habe ich namenlos unter dem Wahnsinn der Menschen gelitten. Meine Freunde waren so ausgeliefert den Menschen – nicht wahr? Es ist ja eigentlich immer so. Manchmal stehen ein paar Mächtige zusammen, und das einfache Volk muss deren Entscheidungen ertragen. Ich fragte mich: Soll das alles sein, dass wir so den Menschen ausgeliefert sind? Diese Gedanken beschäftigten mich sehr.
In dieser Zeit begann ich ernsthaft, den Weg der Bibel zu erforschen und zu fragen, ob der Herr Jesus, mein Herr, in diesem Unsinn, in diesem Durcheinander, in diesem Wahnsinn, wie es mit seinem Reich weitergeht. So beschäftigte ich mich mit den großen Linien, die die Bibel über die Zukunft zeigt.
Ich kann Ihnen sagen, dass mich in diesem Durcheinander der letzten Kriegsjahre, in denen ich nicht nur von amerikanischen Bomben bedroht war, sondern auch von der Geheimstaatspolizei, die mich wie mit Todesfesseln festhielt, die Aussicht auf die Zukunft, die die Bibel zeigte, tief getröstet hat. Sie gab mir Licht und Hoffnung.
Deshalb habe ich mir vorgenommen, wenn ich eine Vortragswoche habe, einen Vortrag zu diesem Thema zu halten und diese Hoffnung weiterzugeben. Und das will ich tun.
Die Zeichen der letzten Zeit in Politik, Wirtschaft und Religion
Die Bibel sagt, dass, ohne dass wir es merken, die Weltgeschichte in eine sogenannte letzte Zeit hineinrutscht. Der Ausdruck „letzte Zeit“ steht zwar nicht direkt in der Bibel, aber ich möchte ihn hier verwenden. Diese letzte Zeit zeichnet sich dadurch aus, dass die Hilflosigkeit der Menschen immer deutlicher wird – trotz oder gerade wegen der menschlichen Größe.
Der Herr Jesus selbst hat einige Kennzeichen dieser letzten Zeit genannt. Das erste Kennzeichen ist eine völlige politische Ratlosigkeit. Jesus sagt, dass ein Volk sich gegen das andere erheben wird und ein Königreich gegen das andere. Das bedeutet, dass die Mächte der Weltpolitik gegeneinander kämpfen. Ich habe den Eindruck, dass diese Zeit bereits begonnen hat. Ich kann es nicht beweisen, aber es gab wohl noch nie eine Zeit, in der so viele hochbezahlte Politiker so viele langwierige Konferenzen abgehalten haben, ohne dass dabei eine echte Lösung herausgekommen wäre. Wenn man die Zeitung liest, spürt man diese Ratlosigkeit deutlich. Ich glaube, die Welt hat noch nie so sehr nach Frieden verlangt wie heute. Aber wer schiebt eigentlich den Krieg an, und wer steuert darauf zu?
Das zweite Kennzeichen, das der Herr Jesus für diese letzte Zeit nennt, ist die wirtschaftliche Ratlosigkeit. Er sagt, es wird Hungersnot und teure Zeiten geben. Auch hier habe ich den Eindruck, dass diese Zeit bereits begonnen hat. Es hat noch nie so viele bedeutende Volkswirtschaften gegeben wie heute, und trotzdem leiden mehr als die Hälfte der Menschheit Hunger. Es wächst genug Nahrung, aber wir schaffen es nicht, die Menschen satt zu machen. Wir machen Statistiken, verfügen über große Volkswirtschaften, aber die Menschheit hungert. Das zeigt eine große Kraftlosigkeit.
Das dritte Kennzeichen, das der Herr Jesus nennt, ist die religiöse Ratlosigkeit. Man wird sagen: „Siehe, hier ist Christus! Dort ist Christus!“ Bei einer Glaubenskonferenz kam einmal eine Frau auf mich zu und wühlte in ihrer Handtasche. Sie fragte: „Herr Pfarrer, kennen Sie Schröder?“ Ich sagte: „Nein.“ Sie wollte ein Blättchen herausziehen, dann fragte sie: „Aber kennen Sie Röckle?“ Und schon zog sie ein Blättchen von Röckle heraus. Ich habe nur gewagt zu sagen: „Lassen Sie doch diese Zettel in der Tasche.“ Dann holte sie ein drittes hervor, wusste aber nicht mehr, von wem es war. Da fragte ich sie: „Kennen Sie den Herrn Jesus?“ Sie war beleidigt und ging fort.
So wird es sein. Ich erinnere mich an einen jungen Mann, der einmal sagte: „Was soll ich denn glauben? Es gibt Lutheraner, Reformierte, Unierte, Orthodoxe, Katholiken, Methodisten, Baptisten, Neuapostolische, Altapostolische, Zeugen Jehovas und viele mehr. Was soll ich denn noch glauben?“ Ich antwortete ihm: „Nur getrost, es wird noch schlimmer.“ Wenn man nicht lernt, selbst in der Bibel nach dem Wort der Wahrheit zu forschen, wird der Teufel einen noch viel mehr verwirren, als es heute in Württemberg der Fall ist.
Religiöse Ratlosigkeit bedeutet, dass man überall hinläuft, aber den Herrn Jesus nicht findet, der uns Frieden geben kann. Ich könnte noch weitere Kennzeichen für die Entwicklung des Judentums nennen, aber ich möchte mich hier nur auf die großen Linien beschränken.
Die Zeit des Antichristen und die Endzeit
Wie lange diese letzte Zeit dauern wird, das habe ich in der Bibel nirgends gefunden. Es kann hundert oder tausend Jahre sein, man weiß es nicht genau. Verstehen Sie, woher die Ratlosigkeit der Menschen bis zur Verzweiflung kommt?
Was die Bibel über das Ende sagt, ist vorgerichtet. Wenn die Ratlosigkeit – sei sie religiös, wirtschaftlich oder politisch – ihren Höhepunkt erreicht, dann erhebt sich aus der Völkerwelt ein großer, letzter Herrscher. Diesen nennen wir den Antichristen, den Gegenchristus. Es ist richtig, dass die Menschen nach all der Ratlosigkeit ihre Hoffnung noch einmal auf einen Mann setzen. Der letzte Versuch, die Welt mit wirtschaftlichen und politischen Mitteln zu retten.
Diese Zeit des Antichristen, des Gegenchristus, dieses Weltdiktators, möchte ich die eigentliche Endzeit nennen. Nein, sie wird nicht allzu lange dauern, aber sie wird schrecklich sein. Dabei muss ich nicht stehenbleiben. Die Bibel spricht im Buch der Offenbarung in Gleichnissen oder fast wie in Geheimschrift von diesem Antichristen. Sie sagt, da steigt aus dem Meer ein Tier auf, mit vielen Köpfen und Diademen und einem Löwenmaul.
Was soll das heißen? Das Meer ist in der biblischen Bildersprache immer ein Symbol für das Völkermeer. So wie das Meer nie ruhig ist, so ist auch das Völkermeer nie ruhig. Und dieser Herrscher kommt aus dem Völkermeer.
Darf ich Sie darauf hinweisen, liebe Freunde, dass all die großen Erlöser der letzten hundert Jahre immer so von unten kamen? Napoleon, der kleine Sergeant der Revolution, Hitler durch die Wirren des Weltkriegs, Stalin, der Schuhmacher aus Georgien – sie alle tauchten aus den Tiefen des Völkermeers auf. Unser Herr sagt das Wort, nicht wahr?
Wo sehen Sie das? Das sind alles Manöver. Schau auf diese letzte Zeit nicht nur hin. Und dass er wiederkommt, heißt, dass dieser Mann, dieser letzte Weltherrscher, ein kluger, listiger Kopf sein wird – nein, nicht nur Köpfchen, sondern wirklich ein Kopf. Nicht so dämlich wie die ersten Versuche, die es gegeben hat.
Viele Kronen tragen und ein Löwenmaul – das heißt, er wird die Welt mit einer ungeheuerlichen Propaganda erfüllen. Es hat nicht so gepackt wie damals, als das Radio aufkam. Ein alter Bruder aus Württemberg sagte einmal: „Ich glaube, jetzt kommt der Antichrist bald.“ Ich habe immer gedacht, er muss doch von einer Stelle zur ganzen Welt sprechen können, und jetzt hat er das Mittel dazu.
Und dann gibt es noch das Fernsehen, nicht wahr? Verstehen Sie, wir gehen darauf zu, dass er mit solchen Mitteln die ganze Welt beeinflussen kann.
Die Christenverfolgung und das Zeichen des Tieres
Es ist sehr reizvoll, bei diesen Antichristen stehen zu bleiben. Ich will es versuchen und auch widerstehen, nicht wahr? Denn mich interessiert Jesus mehr als der Antichrist.
Dieser Antichrist wird in seinem Reich alles dulden, nur eines nicht: dass man sagt, „Also, du spielst dich als Erlöser auf. Wir glauben nicht mehr an Erlösung durch Politik und Wirtschaft. Wir haben einen Erlöser, der nicht aus dem Meer aufsteigt, sondern von der Welt Gottes kam und Jesus heißt.“ Und diese Welt wird erhassen!
Hier kommt noch einmal die letzte große Christenverfolgung. Meine Freunde, wir klären noch einmal an einem wirklich christenverfolgenden Thema auf. Es ist unheimlich aktuell, was die Offenbarung über diese Christenverfolgung sagt.
Früher wurden Christen wilden Tieren vorgeworfen oder sie wurden auf Scheiterhaufen verbrannt. Das war eine pompöse Angelegenheit. Die Antichristenmacht ist ganz anders. In der Bibel steht: Jeder muss ein Abzeichen an Hand oder Stirn tragen. Und wer das Abzeichen des Tieres nicht hat – das Tier wird so genannt in der Bibel –, der darf nicht kaufen noch verkaufen.
Da sagten alle schwäbischen Ausleger: „Wir verstehen das gar nicht, Gott wird zu seiner Zeit weisen, wir verstehen das.“ Das heißt, wer das Malzeichen dieses Weltherrschers nicht hat, bekommt keine Zuzugsgenehmigung, keine Brotkarte, keine Wohnungsgenehmigung. Verstehen Sie? Keinen Arbeitspass.
Wir kennen den totalen Staat bereits und können uns vorstellen, wie das aussehen wird. Wenn man völlig außen vor ist, wollte man keine Verwaltung, man ist einfach ausgeschlossen, verhungert ganz, könnte auf dem freien Feld umkommen. Da braucht es keine Verwaltung mehr. Du kannst nirgendwo mehr ankommen.
Das ist unheimlich. Verstehen Sie, dass wir das heute verstehen, was wir vor hundert Jahren nicht verstanden haben? So sind wir mit den totalen Staaten in diese Atmosphäre dieser Endzeit hineingeraten.
Ich sage: Ich weiß nicht, wann der Antichrist kommt. Das kann in tausend Jahren sein oder übermorgen. Ich weiß es nicht. Verstehen Sie, in der Offenbarung, in der ganzen Bibel, steht nie, dass man es berechnen kann. Deshalb heißt es auch: Seid nüchtern und wach, lasst euch überlebt und gürtelt sein, passt auf, ihr Heiligen! Schlaft nicht, seht die Zeichen der Zeit!
Auch Heilige sollen nicht lachen oder zweifeln, ob man noch, naja, außer dem Reisschüter, haben die Abzüge ja. Verstehen Sie? Dieser Antichrist, das ist etwas Unheiliges. Dieses Zueilen auf dieses letzte schreckliche Weltregiment – das ist es, was mich immer gepackt hat.
Die Bibel sagt einerseits, dass die Menschen ihn zugaukeln, er wird Wunder tun. Er beseitigt die wirtschaftliche Ratlosigkeit, indem er Brotkarten ausgibt. Er beseitigt die politische Ratlosigkeit, indem er Weltherrscher wird. Und er beseitigt die religiöse Ratlosigkeit, indem er sagt: „Alles betet mich an, bitte!“ Und dann schreien die Leute begeistert: „Heil, Heil, Heil!“
Sie kennen das ja schon. Wir haben ja schon geübt darin, nicht wahr? Gleichzeitig steht in der Bibel, dass die Menschen verschmachten, verfluchen und auf Dinge warten, die kommen.
Früher habe ich immer gedacht, kann das hier nebeneinander gehen? Leichtmusik und Angst, Fahnen und Begeisterung, Furcht und Verschmachten? Das habe ich früher nicht verstanden.
Leute, die das Dritte Reich erlebt haben, werden nicht verstehen, wenn ich sage, wir haben das erlebt: Begeisterung und Furcht nebeneinander, ineinander. Verstehen Sie mich?
Ich habe Ihnen das so mit dem Blitzlicht auf unsere Zeit gesagt, damit Sie merken, wie aktuell das ist und wie unsere Zeit bereits die Spuren dieses Kommenden trägt.
Und wenn es heute Leute in Deutschland gibt, die die Bibel für überholt halten und sagen, das liest man nicht mehr, dann sage ich: Liebe Leute, ihr seid überholt, nicht wahr? Es gibt nichts Aktuelleres als das Wort Gottes. Aber was immer neu ist, ist die Dummheit der Menschen, die es nicht begreifen.
Die Wiederkunft Jesu und die Hoffnung der Christen
Und wissen Sie, wenn der Antichrist in der Hölle erwacht, die Welt voller Furcht ist und überall Polizei präsent ist, während der Antichrist simuliert, dann muss man mitschreien. Die Christen sind dann ungefähr ausgerottet.
Und dann, dann kommt das Ereignis: Jesus Christus kommt wieder in Herrlichkeit. Die Gemeinde Jesu Christi wartet auf diese Wiederkunft.
Ich muss hier gleich sagen: Neulich hat mir jemand entgegnet, „Oh, Faberbusch, darauf warten die Christen seit zweitausend Jahren. Er ist nicht gekommen, und da glaube ich nicht dran.“ Da habe ich gesagt: „Ha, wir warten weiter.“ Ob Sie Recht haben oder das Wort Gottes, das wird die Zukunft zeigen.
Ich jedenfalls vertraue lieber dem Wort Gottes als dem, was ein Herr Eierkopf behauptet, der es sich sehr ausgedacht hat. Niemals! Wenn die Bibel sagt, Jesus kommt wieder, dann glaube ich das.
Ich finde es so außerordentlich folgerichtig. Sehen Sie, Jesus kommt wieder, um König auf dieser Erde zu werden. Alle Regierungsformen haben versagt – Diktaturen, Demokratien, Monarchien, öffentliche und konstitutionelle Systeme – sie sind alle gescheitert.
Nun muss mein König kommen und zeigen, ob er regieren kann. Und ich sage Ihnen: Jesus kann regieren.
Zeugnis einer Lebensveränderung durch Jesus
Ich erinnere mich an eines meiner schönsten Erlebnisse. Vor Jahren hatten wir in Essen einen jungen, etwa dreißigjährigen Agenten, der völlig gottlos war. Eines Tages wurde er berühmt, weil er eine Art Revanche für Gottlose hielt. Drei Tage lang sprach er in einem großen Saal, dem Nordparksaal, der inzwischen zerstört ist. Dieser Saal war durch Bomben zerstört worden und bot Platz für etwa 1200 Personen. Dort hielt dieser dreißigjährige junge Mann seine gottlose Revanche. So sprach man von ihm.
Und denken Sie: Eines Tages saß dieser junge Mann in meinem Studierzimmer und sagte zu mir: „Pfefferbusch, ich sehe mir mal an, Schwatzer, Kerner.“ Oh, Bosse – er war jemand, der Frieden mit Gott suchte. Er sagte: „Faxach in Main, Fritz, der Koch hieß so, dem gibt es doch gar nicht.“ Es gab damals drei Parteien, die behaupteten, Gott existiere gar nicht. Doch dieser Mann sagte: „Gegen meine Vernunft hat Gott sich mir bewiesen.“
Dann fing er an, sich zu verändern. Er sagte: „Ich wage keinen Schritt mehr. Gott haut mir alles zusammen, er steht in mir, ich komme nicht mehr weiter. Ich ziehe die weiße Fahne hoch, ich kapituliere.“
In seinen Vorträgen hatte Heinrich Bach ihn so erschüttert, dass er seinen Glauben verlor. Das Schrecklichste war, dass dieser Mann eine vorbildliche gottlose Ehe führen wollte. Dann sagte er: „Denken Sie, vorgestern ist mein einziges Kind, mein Mädchen, ganz plötzlich gestorben. Meine Frau und ich hingen daran.“
Wir verstanden nicht, warum sie so an dem Sarg festhielten, dass sie sich sogar am offenen Sarg unseres Kindes gefrögelt haben. Er fragte sich, ob er sich scheiden lassen und alles beenden sollte. „Gott ist gegen mich, ich kann nicht mehr weiter“, sagte er.
Es war erschütternd zu sehen, wie dieser starke Mann in Angst zusammenbrach. „Was soll ich tun, um meine Gottlosigkeit wiedergutzumachen?“ fragte er. Ich sagte ihm: „Du kannst nichts wiedergutmachen. Du kannst deine Worte nicht zurückholen. Aber Jesus hat am Kreuz auch die Sünden dieser drei Vorträge auf sich genommen.“
Wie ein Niedertänzender, der einfach erschüttert war, sagte er: „Danke, dafür gibt es Vergebung. Jesus nimmt die Sünde an, er nimmt meine Sünde auf sich und gibt mir Frieden mit Gottes Heiligkeit.“
Ich habe an der Beerdigung des Kindes teilgenommen. Es war schaurig. Dort stand er ganz allein – ein neuer Mann. Die Frauen und ihre Angehörigen waren voller Hass. Dazwischen lag das tote Kind. Eine Welt ohne Gott, zerrissen, tot, grauenvoll.
Ich könnte lange erzählen, wie nach einiger Zeit auch die Frau zu ihm zurückkam. Es dauerte nicht einmal ein Jahr, dann zogen sie wieder zusammen. Sie war noch gar nicht getraut, aber sie lebten zusammen.
Wenn ich dann in die Wohnung kam, war es nicht einfach. Sie waren zwei starke Persönlichkeiten. Aber es wurde eine feine Ehe. Gott schenkte ihm Kinder. Er ist später im Krieg gefallen oder ums Leben gekommen.
Wenn ich die Wohnung betrat, spürte ich: Hier ist Jesus gegenwärtig. Sie waren so überzeugt: „Wir können ohne ihn nichts tun.“ Das haben wir erlebt. Jeden Tag legten sie ihr ganzes Leben in die Hand des Erlösers.
Das war eine feine Sache. Er sagte oft zu mir: „Busch, wir sagten du zueinander, ‚Äh Busch, Jesus kann regieren.‘ Unsere Ehe hätte kein Mensch regieren können, nicht wahr? Jesus kann regieren.“
Da dachte ich: Wenn Jesus diese Ehe so regiert, was wird dann erst sein, wenn er wiederkommt als König und die Welt regieren wird? Das wird schön. Jesus kann regieren, nicht wahr?
Wer will, kann sich heute schon unserem Ringen anschließen. Darum rede ich hier. Sie brauchen nicht mehr im Tempel zu liegen oder in der Sünde zu bleiben, wie bisher. Sie dürfen diesen Heiland schon aufnehmen, der Sie rettet. Jesus kann regieren.
Die Wiederkunft Jesu in Herrlichkeit und ihre Bedeutung
Aber was wird das sein, wenn er wiederkommt und die Welt nicht mehr existiert?
Erstens wird gewagt, ich sehe Sie, wenn die Schleier von der anderen Dimension zerreißen und Jesus in Herrlichkeit wiederkommt, in Herrlichkeit. Dreimal kommt er: Das erste Mal in der Welt. Da wurde der Sohn Gottes Mensch, da lag er in der Krippe, da hing er für uns am Kreuz. Deshalb das erste Kommen. Nach der Himmelfahrt ging er zurück.
Dann kommt ein zweites Kommen im Heiligen Geist. Da sagt er: „Ich stehe vor der Tür und klopfe an.“ Ob ich diesen Zagen der Heiligen anklopfe? Da haben ein paar junge Männer so persönlich gefragt: Soll ich tun, dass ich selig werde?
Ich weiß von einem, der Christenabend die alte Nacht und heute mit einem meiner jungen Freunde gerufen hat, bis er zum Glauben kam. Was hat Jesus angeklopft? Merken Sie das nicht? Das ist sein zweites Kommen. Bitte überhören Sie das nicht! Es ist eine große Zusage, wenn er bei Ihnen anklopft, dass sein zweites Kommen da ist.
Sein drittes Kommen wird in Herrlichkeit sein, wenn die Wolken von der anderen Welt zerreißen und er in Herrlichkeit wiederkommt.
Wir haben in unserem Jugendhaus, in unserem Weihnaus, einen merkwürdigen Schatz: ein Bild, das künstlerisch völlig wertlos ist und eine große Geschichte hat. Man sieht unten die Stadt und die Wolken und darin Jesus auf einem weißen Pferd mit Diadem und erhobener Hand mit den Wundmalen.
Das war das einzige Bild, das in unserem Jugendhaus hing, bis der Krieg kam. Eines Mittags hatten wir einen Fliegerangriff mit Brandbomben, und dann brannte das ganze große Haus, die Hunderte von Stühlen, die Bibliothek mit Karamei und was da alles war – alles brannte.
Auf einmal sehe ich, wie einer meiner jungen Männer in den Brand hineinläuft. Ich dachte, der ist wahnsinnig. Dann kommt er wieder heraus, qualmend, und hat das Bild geholt – der wiederkommende Herr.
Er sagt: „Mensch, da bist du weg!“ Sieh, wie ich zum ersten Mal in dieses Haus kam – ins Jugendhaus. Da war noch mein Vorgänger, ein Jugendpfarrer. Da habe ich ihn gefragt: „Warum machst du so ein komisches Bild da im großen Saal?“
Er antwortete: „Weißt du, unsere Jungs hören die ganze Woche das gottlose Geschwätz in Kontoren, auf dem Bau, in der Schule. Und dann denken sie sich: ‚Außen ist Christentum.‘ Und dann soll ihnen das Bild sagen, dass Jesus siegte, ewig ausgemacht sein wird, wenn nicht ganz wert.“
Das hat den Jungen Eindruck gemacht, sodass er ins Feuer lief, um das Bild zu holen. Es war in Flammen und schon weggebrannt. Jetzt ist der Trubel des Krieges verschwunden. Ich wusste nicht, wer es mitgenommen hat. Und man beschreibt kein Erstaunen, als der Leichtjournalist Jan am Kriegende ankommt und es mitbringt.
Ich habe inzwischen das Bild restauriert, einen neuen Rahmen gemacht und es wieder aufgehängt. Und jetzt hängt es wieder in unserem Jugendhaus. Da kommen auch Leute, die sagen: „Ja, ich danke, das will ich sehen.“ Es ist aber künstlerisch nicht sehr wertvoll.
Es ist ja allein das Bild, das die Geschichte erzählt. Es verkündigt Generationen von überbürstetem Ruhrgebiet, dass Jesus sich nicht ausgemacht hat, die ganze Welt. Er kommt wieder in Herrlichkeit.
Ich kann Ihnen sagen, mich freut das, und ich will Ihnen sagen, warum mich die Wiederkunft Jesu so freut.
Die Verachtung Jesu und die Zuversicht auf seine Herrschaft
Sehen Sie, seitdem ich meinem Heiland gehöre, quält es mich, dass er so verachtet wird. Ach, wie viele sind hier, die ihm nicht gehören, die seine Opfer rufen und sie einfach in den Wind schlagen.
Du junges Mädchen, dir ist jeder Wursche tausendmal mehr wert als dein Heiland, nicht wahr? Niemals so, ach ihr Männer! Ihr würdet euch ja gerne bekehren, wenn ihr nicht Angst hättet vor euren Arbeitskollegen.
So sehr wird mein Heiland verachtet, dass jeder dumme Junge über ihn spotten kann, und er sagt nichts. Das tut mir oft weh. Und da freue ich mich, dass der Tag kommt, an dem auch der Dümmste sieht: Ihm ist alle Gewalt gegeben im Himmel und auf Erden.
Je mehr die Welt dunkler wird und dem Antichristen entgegengeht, desto mehr heben die Jesusleute ihre Häupter an die Höhe. Er kommt wieder. Der Antichrist wird zugrunde gehen, und trotz aller Verfolgung werden die Christen immer triumphierender, weil sie auf die Wiederkunft Jesu schauen.
Da gibt es einen schönen Vers, kennen Sie ihn? Seht, das ist die Gemeinde Jesu, hört die Wächter singen! Das Herz tut mir vor Freude springen. Sie wachen und stehen eilend auf. Ihr Freund kommt vom Himmel, prächtig, in Gnade stark, in Wahrheit mächtig.
Wir wollen einen Augenblick an die Wiederkunft Jesu denken, während der Posaunenchor diesen Vers jetzt viermal spielt.
Die Bibel sagt, dass der Herr Jesus sichtbar wiederkommt und tausend Jahre auf dieser Erde regiert. Ich weiß nicht, ob die tausend Jahre auch Bildersprache sind, jedenfalls wird er für eine lange Zeit auf Erden regieren. Und er kann regieren, er kann regieren. Es wird eine herrliche Friedenszeit sein, eine herrliche Friedenszeit.
Fragen zur Entrückung und das tausendjährige Reich
Es kommen vielleicht nach dem Vortrag Leute und fragen: Wie ist es mit der Entrückung? Wie ist es mit der Entrückung vor der großen Trübsal? Wie steht es um die erste Auferstehung? Liebe Freunde, es gibt viele Fragen dazu.
Wenn diese Fragen eindeutig beantwortet wären, dann wäre längst Klarheit darüber entstanden. Ich wünsche mir, dass man nicht so sehr auf Grundsatzdiskussionen besteht, sondern sich vielmehr auf die Wiederkunft unseres Heilandes freut – auf die glorreiche Wiederkunft unseres Herrn.
Und nun regiert er tausend Jahre. Meine Freunde, die Bibel bleibt an dieser Stelle ganz kurz. Bis jetzt war alles so folgerichtig, nicht wahr? So geht es weiter: Nachdem alle Regierungen abgewickelt sind, muss mein König regieren, und er kann es.
Nach diesem segensreichen Regiment werden die Menschen noch einmal auf die Probe gestellt – ob sich ihre Herzen in diesem Regiment Jesu verändert haben. Die Bibel sagt, der Teufel wird losgelassen, und dann zeigt sich, dass die Mehrheit der Menschen genauso diamant-harte Herzen hat wie zuvor.
Es kommt zu einem Aufstand gegen Gott: „Wir wollen nicht!“ Und dann kommt das Ende der Welt. Aber wirklich das Ende – nicht nur dieser Erde, sondern dieser sichtbaren, dreidimensionalen Welt.
„En atomo“ heißt der Wille, im Atom soll Platz sein. Die Lichtsysteme und Sonnensysteme, die Welt vergeht. Der, der sprach: „Es werde Licht“, und es ward Licht, spricht nur ein Wort, und die Welt vergeht.
Das letzte Gericht und die Bedeutung des Buches des Lebens
Und von jetzt an muss ich die Bibel wörtlich zitieren.
Ich sah einen großen weißen Thron, und darauf saß ein Wort. Ich sah, wie vor Gott sowohl die Kleinen als auch die Großen standen – die Auferstandenen Toten. Bücher wurden aufgetan, und die Toten wurden nach ihren Werken in den Büchern gerichtet.
Und das ist ein Buch, ein geheimnisvolles Buch des Lebens. Hier tauchen viele Fragen auf. Die Welt vergeht, doch der Thron bleibt. Fragt mich jemand, wo das steht, dann antworte ich: Das ist Gottes Sorge. Deine Sorge muss sein: Wie stehst du vor diesem Thron?
Eine der schönsten Geschichten möchte ich auch erzählen. Einer meiner jungen Freunde und Mitarbeiter wurde in der Fabrik gefragt: „Sollen da wirklich alle Einzelnen gerichtet werden?“ Er antwortete: „Aber ja! Denk mal nach, wie viele Menschen leben und gelebt haben. Das dauert ja schrecklich lange. Man kann sich das kaum vorstellen, wie lange es dauert, bis jeder Einzelne dran ist.“
Darauf sagte mein junger Freund nur: „Oh! Wenn das Weltgericht gegen Karben so viel zeigt, dann liegt nichts anderes mehr vor.“ Das ist eine wundervolle Antwort: „Dann liegt nichts anderes mehr vor.“
Ich finde diese Wahrheit der Bibel grandios, dass Gott uns einzeln richtet. Da wird deutlich, wie Gott jeden von uns ernst nimmt. Heute gehen wir oft in der Masse unter, und der Einzelne scheint keine Rolle zu spielen. Deshalb nehmen wir uns selbst auch nicht mehr ernst. Junge Mädchen verlieren ihre Freiheit und Ehre, und junge Männer nehmen sich nicht ernst. Wozu sollte man das Leben ernst nehmen? Sie wollen ja nur durch die Masse schwimmen.
Ich bitte dich: Kapiere das! Gott nimmt dich ganz ernst. Du bist der Gedanke Gottes. Als Jesus starb, hat er an dich gedacht. Gott wird das deutlich machen, indem er dich persönlich im Gericht anspricht.
Liebe, da wird ganz deutlich, wie Gott den einzelnen Menschen ernst nimmt. Und du spürst es, wenn ich sage: Da steht nämlich ein furchtbares Wort. Dort steht: „Und wer nicht gefunden wurde im Buch des Lebens, der wurde geworfen in den feurigen Pfuhl.“ Das heißt, es gibt eine Hölle.
Die Realität der Hölle und Gottes Liebe
Und jetzt muss ich noch einmal erzählen, was ich neulich hier im Südwestdeutschen Rundfunk gesagt habe. Liebe Freunde, es gibt eine Hölle!
In Norwegen entbrannte vor drei Jahren darüber ein großer Streit. Ein Professor Habelsby sagte im Rundfunk bei meiner Morgenanlauf, es könne sein, dass du morgen Abend ins Bett gehst und morgens in der Hölle aufwachst. Daraufhin schrieb ein bekannter Journalist in der größten Zeitung, wir lebten doch nicht im Mittelalter. „Wir sind doch nicht im Mittelalter. Es gibt doch keine Hölle. Das ist ja wahnsinnig!“
Herr Professor Habelsby ist zwar ein bekannter Mann, aber so etwas dürfe er nicht sagen. Andere Zeitungen griffen das Thema auf, und es gab einen großen Höllenlärm. Professor Habelsby wurde gebeten, noch einmal im Rundfunk zu sprechen, um das klarzustellen.
Daraufhin sagte Habelsby vom Rundfunk, also dieser Kerl, dessen Vorname stimmt, so ein Wikinger, wissen Sie, er sagte: „Es kann sein, dass du heute Abend einschläfst und morgen in der Hölle aufwachst.“ Nun gab es also ein großes Gelärme, das sogar so laut war, dass das deutsche Nachrichtenmagazin Der Spiegel einen Artikel darüber brachte.
Ich habe bestimmt gehört, dass es verpackt war. Vor einem Jahr war ich in Norwegen, in Oslo, zu Vorträgen. Dort gab es vorher eine Pressebesprechung in einem Hotel. Das Witzige war, dass sich links von mir Professor Hals Wien und rechts von mir der Journalist saß, der den Streit ausgelöst hatte. Das war eine interessante Position, nicht wahr?
Es gab ein sehr gutes Frühstück bei der Geschichte, es ging also lebhaft zu. Nachdem die ersten Fragen gestellt waren, kamen die üblichen Fragen: Sind Sie verheiratet? Haben Sie Kinder? Sind Sie geimpft? Und so weiter, weil sie auf der Demo geimpft waren.
Dann kamen natürlich die Fragen nach der Hölle. Da habe ich gesagt: Ich bin überzeugt, dass es die Hölle gibt. Und jetzt hören Sie mir zu, das ist sehr ernst. Aus zwei Gründen glaube ich das.
Der erste Grund ist eigentlich aus meiner Vernunft. Sehen Sie, Gott drängt sich niemandem auf. Wenn Sie keinen Frieden mit Gott wollen, dürfen Sie es bleiben lassen. Wenn Sie keinen Heiland wollen, dürfen Sie ohne ihn leben. Wenn Sie sündigen wollen, dürfen Sie das. Sie dürfen aber auch Gott haben. Wenn es irgendwo Freiheit gibt, dann im Reich Gottes. Gott zwingt niemanden, auch nicht die flinken Kerle, die beschworen haben, sie möchten umgehen, sie wollen nicht. Bitte, du darfst! Weil du nicht bist. Gott zwingt dich nicht. Aber mach dir klar, dass du dann in Ewigkeit ohne Gott sein musst. Und das ist die Hölle!
Die Hölle ist nicht die kindliche Vorstellung von Teufelchen mit Schwänzen und so. Die Hölle ist ernst. Hölle bedeutet, dass man in Ewigkeit ohne Gott ist. Da möchtest du beten, und du kannst nichts. Da sind die Menschen sich ausgeliefert, wie die Wölfe. Da möchtest du schreien nach Frieden, aber du kannst nicht einmal mehr den Namen Jesus aussprechen. Da ruft sich keine Erlösung mehr.
Ich glaube, dass die Hölle ist, dass Menschen suchen, eine seltene Bibel finden und keine finden.
Der andere Grund, warum ich glaube, dass es die Hölle gibt, ist, dass mein Heiland, Herr Jesus, der einst sehr bescheiden war, das gesagt hat. Er hat gesagt: Fürchtet euch vor dem, der Leib und Seele verderben kann in der Hölle. Ja, vor dem fürchtet euch! Wenn Jesus das sagt, dann wage ich es, daran zu glauben.
Wenn ich das den Menschen sage, rede ich zu euch, weil ihr verloren gehen könnt. Dann schreien die Menschen heute: „Ja, wie? Ist das ein Gott der Liebe, der Millionen in die Hölle wirft? Ist das ein Gott der Liebe?“
Hören Sie mir zu, dann antworte ich Ihnen: Gott wirft niemanden in die Hölle. Gott will, dass allen Menschen geholfen wird und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. Gott gibt seinen Sohn, Gott lässt einen Stern für Sünder leuchten. Was soll er noch tun? Den Weg in die Hölle wählen wir uns selbst. Den wählen wir uns selbst.
Gott bietet uns den Frieden an, Gott bietet uns Gnade an. Den Weg in die Hölle wählen wir uns selbst. Gott will, dass allen Menschen geholfen wird.
Sehen Sie, wenn der große weiße Thron, dessen Name nicht genannt wird, im Buch des Lebens geworfen wird, dann wird auch der in den Feuersee geworfen. Müsste auch der Schildkrötenarm sein, steht da, nicht wahr?
Ausblick auf den neuen Himmel und die neue Erde
Denke an die Bibel mit einem wundervollen Ausblick. Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde, und deren Namen standen im Buch des Lebens, der Bewohner dieser neuen Welt.
Ich habe heute Abend noch einmal mit mir gerungen und gesagt: Glaubst du es wirklich, Ferdinandus, dass wenn du heute stirbst, du am Angesicht Jesu aufwachst und darauf wartest, dass der neue Himmel und die neue Erde kommen? Du könntest es nur den Leuten hier, den Tausenden, sagen, wenn du es selbst glaubst.
Da habe ich gedacht: Du warst zu groß, dann bist du gleich geboren, nicht? Aber Gottes Wort sagt es.
Verstehen Sie, da müssen Sie mal die beiden letzten Kapitel der Offenbarung lesen. Dort wird, nicht nur in geradezu surrealistischen Bildern aus der Kunstgeschichte, sondern auch in unserer Sprache, davon gesprochen, wie eine neue Welt ohne Sünde aussieht. Eine Welt, in der Gott sichtbar unter den Menschen wohnt, wo Gott sein Ziel erreicht, damit endlich der Auszug vollendet ist.
Meine Freunde, ich möchte noch einen Strich unter das ganze Ziel ziehen. Alles, was die Bibel über die Zukunft sagt, ist so folgerichtig wie die Ratlosigkeit und der längste Versuch des Antichristen. Jesus kommt wieder, er muss siegen. Es folgen noch das Weltgericht, ein neuer Himmel, das Kommen in Herrlichkeit und das Siegel. Das ist also folgerichtig.
Jetzt muss ich, gleichsam wie bei Rechenaufgaben, einen Strich ziehen und sagen, ob man es so sagen muss. Sehen Sie, was mich bei diesem Bild immer so beeindruckt: Hier wird ganz deutlich, dass alles ausreift. Ein unbekehrtes Herz reift aus bis zur Hölle, und ein Herz, das sich Jesus und dem Heil geöffnet hat, reift aus bis zur neuen Welt.
Die Herrschaft Jesu, die heute noch so klein ist, reicht aus bis zur vollkommenen Welt Gottes. Welche Anfänge sind in Ihrem Leben? Am Ende gibt es nur noch zwei Sorten von Menschen: Gerettete und Verlorene. Es ist schrecklich, wie radikal die Bibel das sagt. Es gibt am Ende nur Gerettete und Verlorene.
Das Christentum ist kein religiöses Hobby von ständigen Pfarrern, sondern Gottes Wort sagt: Am Ende gibt es nur Gerettete und Verlorene. Und hier werden die Weichen gestellt.
Mein Freund, Doktor Humboldt, der jetzt in der Ewigkeit ist, hat die Sache einmal so eindrücklich dargestellt. Er sagte: Ich habe wie im Traum ein Bild vom Ende gesehen. Da sah ich, so sagt die Bibel, wie der Herr Jesus die verlorenen Menschen wegsendet.
„Geht hin, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer“, das verbreiten Christen Rufen und seine Engel. Und er sagt: Humbug. Und ich sah sie im Geist wegschlanken. Und ich sah, wie einer zum anderen sagt: „Hast du es auch gesehen?“ „Ja“, sagt er, „ich habe es auch gesehen. Die Hand, die uns wegwies, war durchbohrt. Sie war auch für uns am Kreuz durchbohrt. Aber wir haben dieses Heil verachtet.“
Meine Freunde, die Hand, die euch heute Abend ruft, winkt und lacht, ist auch durchbohrt, am Kreuz durchbohrt, für jeden von euch. Und wo ihr auch steht, ob ihr zweifelt, schuldig seid oder selbstgerecht – diese durchbohrten Hände strecken sich nach euch aus.
Einladung zum Glauben und zum neuen Leben
Ich schließe mit einem Wort des Sohnes Gottes. Er steht mit ausgestreckten Händen vor uns und sagt: Kommt her zu mir, alle!
Jetzt spricht der Richter: Ihr Katholischen oder Evangelischen. Er sagt nicht: Ihr guten oder schlechten Leute, auch nicht: Ihr Alten oder Jungen. Sondern er sagt: Kommt alle, die ihr belastet seid! Sind wir das nicht?
Mit Sorgen und mit Sünden kommt her zu mir, alle, die mühselig und beladen seid! Ich will euch erquicken. Es ist ein Schritt möglich, ja, es ist ein Schritt möglich, über eine Grenze hinweg. Ich wünsche euch, dass der Geist Gottes euch so mächtig zieht – zieht zum Sohn, zum Herrn Jesus –, dass ihr diesen Schritt wirklich tun könnt.
Wir wollen jetzt aus dem Lied sechs den vierten Vers singen, die hier auf dem Tisch und Stuhl drücken. Lied sechs, Vers vier, Ideropetie ist zu! Heute ist schon Rundstein. Was dauert so viel Zeitschreck?
Jetzt müssen noch ein paar Sachen geregelt werden. Also erst noch mal: Ich lege hier auf die vorderste Bank all diese Fundsachen. Legt sie mal dahin, wie das Schirm, Portugal und China und mit anderen Sachen. Kommt her, holt sie euch ab.
Mit dem heutigen Abend schließe ich diese Vortragsreihe ab. Ich danke Ihnen, dass Sie gekommen sind.
Ausblick und praktische Hinweise für den Glaubensweg
Meine Freunde, eine Evangelisation geht zu Ende, aber eigentlich darf sie nicht wirklich enden. Der Abschluss muss vielmehr ein Neuanfang sein, ein Anfang. Dieser Abend soll kein Ende, sondern ein Beginn für viele mit einem neuen Leben sein. Deshalb möchte ich Ihnen einige Ratschläge geben.
Es gibt Menschen, die innerlich suchen. Suchen Sie jemanden, dem Sie vertrauen können. Ich kann Ihnen heute Abend nicht alles geben. Suchen Sie jemanden, von dem Sie wissen, dass er Jesus kennt, und sprechen Sie mit ihm offen. Vielleicht müssen Sie auch einfach Ihre Sünde bekennen. Manche Menschen würden sich erleichtert fühlen, wenn sie einmal richtig auspacken könnten.
Und dann können Sie alle eines tun: Sie können dem Herrn Jesus, der bereit ist, eine Handreichung zu gewähren, Ihr Herz öffnen und ihm Ihr Leben anvertrauen. Vielleicht muss manch einer einfach in die Stille gehen und zu Jesus im Himmel sagen: „Mein ganzes Leben war voller Sünde und Schande, alles war falsch. Ich will mein Leben jetzt dir übergeben.“ Aber schieben Sie es nicht auf.
Fangen Sie dann an, jeden Tag eine stille Viertelstunde für sich zu nehmen, in der Sie die Bibel lesen. Beginnen Sie mit dem Johannesevangelium. Kaufen Sie sich ein eigenes Neues Testament. Eine alte Familienbibel ist zwar schön, aber es ist besser, ein modernes, neues, reines Taschen-Testament zu haben, das Sie bei sich tragen können. Lesen Sie morgens vielleicht ein halbes Kapitel.
Dann falten Sie die Hände und versuchen zu beten. Jesus ist da, Sie können mit ihm reden. Beginnen Sie, ein selbständiges Glaubensleben zu entwickeln und darüber zu beten. Solange Sie diese persönliche, direkte Verbindung mit Jesus nicht haben, wird Ihr Glaubensleben nicht wachsen. Bitte tun Sie das.
Suchen Sie außerdem Gemeinschaft. Gehen Sie wieder in Ihren Gottesdienst, besuchen Sie eine Gemeinschaftsstunde oder einen CVJM. Fangen Sie an, regelmäßig zum Wort Gottes zu kommen. Regelmäßig zum Wort Gottes zu kommen ist entscheidend. Ohne das wird es nichts mit dem Glaubensleben.
In Jugendgruppen gibt es Ausweise, auf denen Schulgruppen, Wandergruppen und Ähnliches vermerkt sind. Dann steht dort manchmal „deutsche Einzelwanderer“ im Jugendjahresausweis. Auf dem Weg zum Himmel gibt es aber keine „deutschen Einzelwanderer“, sondern nur Gemeinschaft. Alleine kann man diesen Weg nicht gehen! Suchen Sie Gemeinschaft mit gläubigen Christen!
