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Der rote Faden durch die Bibel

Pfingstjugendtreffen Aidlingen 2025, Teil 1/1
08.06.2025
EVENT - Teil 1 / 1Pfingstjugendtreffen 2025
Die Bibel wirkt oft wie ein Rätsel. Der Schlüssel ist der rote Faden: Himmel, Erde, Sünde, Kreuz, Hoffnung – wer ihn erkennt, findet schneller den Sinn hinter den Texten.

Ihr habt wirklich beeindruckende Kapazitäten, das ist nicht schlecht, wow! Ich hätte nicht erwartet, dass so viele kommen.

Hallo auch an alle draußen, mega cool! Ich freue mich riesig auf diese Session. Warum? Ich bin gar nicht so gut vorbereitet, aber meistens wird es dann am besten, weil ihr einfach mitmacht.

Ihr könnt mir gerne zwischendurch Fragen stellen. Das macht das Ganze noch dynamischer. Vielleicht werde ich euch auch Fragen stellen – wir werden einfach mal schauen. Wichtig ist, dass es am Ende wirklich gewinnbringend für euch war und dass ihr wisst, wie ihr die Bibel erklären könnt oder wie ihr selbst schneller in die Bibel findet. Es geht also alles rund um das Thema Bibel und darum, schnell hineinzukommen.

Ganz kurz noch: Ich bin hochsensibel. Bleibt der Sound so die ganze Zeit? Von dem Sound her muss ich mich darauf einstellen, dass es so bleibt, denn es schallt ziemlich. Ansonsten ist das kein Problem, ich kann das machen.

Wir haben hier einen super coolen Flipchart, den werden wir benutzen. Ich hoffe, ihr könnt ihn alle halbwegs gut sehen.

Okay, wir fangen an.

Orientierung finden: Das große Bild verstehen

Wie fangen wir an? Wenn du irgendwo in der Stadt bist und ein Monument oder eine Sehenswürdigkeit suchst, dann gehst du normalerweise auf Google Maps. Stell dir aber vor, es gäbe kein Google Maps – vor zehn oder fünfzehn Jahren.

Du nimmst eine Karte zur Hand, schaust sie dir an und siehst zum Beispiel: „Ah, ich bin in Paris, da ist der Eiffelturm.“ Jetzt weißt du, wo der Eiffelturm ist. Aber was du eigentlich herausfinden willst, ist: Wo genau bin ich? Wie viel kostet der Eintritt? Sehr gut, da sind die Schwaben unter uns.

Du hast den Eiffelturm vor dir, du weißt, wo du bist, und das kannst du nur, weil du das große Ganze siehst. Ohne eine Landkarte, auf der dir noch andere Straßen und Orte gezeigt werden, könntest du nicht wissen, wo du dich befindest. Es würde keinen Sinn machen, wenn du nur den Eiffelturm siehst und dich dann fragst, wo genau du bist.

Das heißt: Der Kontext ist total wichtig, um zu verstehen, wer du bist, wer Gott ist und was das Ziel ist. Ebenso wichtig ist es zu wissen, wo dein Standort ist – also wo du gerade in der Bibel bist.

Genau das wollen wir heute ein bisschen anschauen: Wie kann ich mich in der Bibel zurechtfinden? Wie kann ich das auch jemandem erklären, der neu im Glauben ist? Wie kann ich ihm helfen, relativ schnell hineinzukommen? Vielleicht kennt er nicht alle Stellen auf der „Karte“, aber zumindest kann er gut lokalisieren, wo er sich befindet und was das Hauptziel ist – solche Dinge eben.

Die Herausforderung: Gegenspieler und falsche Bilder

Okay, was ist das Problem? Wenn wir uns an die Bibel heranmachen, gibt es ein Problem: Wir sind nicht alleine in diesem ganzen Spiel. Es gibt nämlich einen Gegenspieler, und das ist der Teufel. Die Bibel sagt, dass es jemanden gibt, der ein Interesse daran hat, dass du nicht verstehst, was in der Bibel steht.

Warum ist das so? Wir haben gerade gesehen, dass wir, um nach Paris zum Eiffelturm zu kommen, ein Bild brauchen – eine Orientierungshilfe. Die Bibel malt uns ebenfalls ein Bild auf. Das ist das Erste, was ich vielleicht sagen will, bevor ich auf den Teufel zu sprechen komme. Die Bibel zeigt uns ein Bild, und dieses Bild ist extrem wichtig, damit wir einen Überblick haben.

Wenn wir das nochmal auf den Eiffelturm übertragen: Hier ist irgendwo der Eiffelturm, hier bin ich – dann weiß ich, wo ich hingehe. Bei der Bibel ist es genauso. Ich mache vielleicht noch einen kleinen Schlenker: Dieses Bild ist essenziell. Du musst dieses Bild haben, diese Landkarte, und sie festhalten. Denn der Apostel Paulus sagt dem Timotheus, dass in den letzten Tagen alles ziemlich verrückt werden wird. Wir werden darauf eingehen, warum das so ist. Paulus sagt aber auch: Du musst am Ende der Tage eine Sache wissen. Und das ist dieses Bild. Du musst diese Landkarte haben, damit du immer den Eiffelturm findest, damit du weißt, wo Gott ist, und dich immer wieder ausrichten kannst. Dafür brauchst du dieses eine Bild.

 2. Timotheus 1,13: „Halte fest das Bild von gesunden Worten, die du von mir gehört hast.“ Der Apostel Paulus hat die größten Offenbarungen erhalten. Er war einer, der das Wort Gottes vollendet hat. Und er sagte: Hier ist das Bild, das wahre Bild, und das musst du festhalten.

Das bedeutet nicht, dass du ein Regelwerk festhalten musst, zum Beispiel zehn Regeln. Natürlich ist es wichtig, diese zu kennen und viel Gemeinschaft mit anderen Christen zu haben – auch das ist super wichtig. Aber eine Sache ist ganz, ganz wichtig für dich persönlich: Du musst ein Bild haben, wie die Dinge aussehen, das gesund ist. Denn es wird sehr, sehr ungesund werden.

Warum wird es ungesund? Jetzt kommen wir zum Teufel. Es gibt jemanden, der keinen Bock hat, dass du, wie gesagt, den Eiffelturm findest, dass du zu Gott kommst. Deshalb hat der Teufel Folgendes gemacht: Er hat ein falsches Bild in die Gleichung gebracht. Ein falsches Bild nennen wir Lüge. Etwas, das manchmal so aussieht, als wäre es richtig, es aber nicht ist.

Der Teufel wird sogar in Johannes 8 als der Vater der Lüge bezeichnet. Er ist derjenige, der das Bild verzerrt, sodass du nicht mehr richtig siehst, was eigentlich das richtige Bild ist. Das heißt, wir haben ein Problem: Wir haben den Teufel, der gegen uns spielt und uns ein falsches Bild gibt.

Das ist die erste Schwierigkeit. Aber du kannst wissen: Es gibt diesen Teufel, und ich werde dagegen angehen. Ich werde mir einfach das richtige Bild anschauen. Das ist übrigens die beste Methode, wie du wirklich garantieren kannst, dass du das Bild festhältst.

Ihr wisst ja, dass es Leute gibt, die prüfen, ob Scheine echt sind. Sie machen das nicht, indem sie sich ganz viele falsche Scheine anschauen. Stattdessen schauen sie sich immer den richtigen Schein an und studieren ihn. Wenn sie dann einen falschen Schein bekommen, nehmen sie ihn in die Hand und merken, dass irgendetwas anders ist. Manchmal können sie gar nicht genau sagen, was es ist, aber sie wissen: Das ist ein falscher Schein.

So ist es auch für uns Christen. Du musst nicht alles studieren, was der Teufel verzerrt. Wenn du das tust, verbringst du dein ganzes Leben damit, dem hinterherzulaufen. Du musst dir das richtige Bild anschauen und es bewahren. Sobald etwas kommt, das nicht richtig ist, merkst du: Ich kann dir vielleicht nicht genau sagen, was es ist, aber irgendetwas ist hier falsch.

In Bibelsprache hat Jesus gesagt: „Ich bin der gute Hirte, und die Schafe hören meine Stimme.“ Sag ich jetzt: „Oh, danke, ich bin ein Schaf?“ Ja, bist du, ich auch. Damit müssen wir klarkommen.

Meine Schafe hören meine Stimme. Einer anderen Stimme werden sie nicht folgen. Sie werden dem Mietling nicht folgen. Warum? Weil sie die Stimme nicht kennen. Nicht, weil sie alle Stimmen analysiert haben und wissen, dass das eine falsch ist, sondern weil sie die Stimme hören und denken: „Hm, das ist nicht mein Herr. Das ist nicht das richtige Bild.“

Also, wenn wir diesem Problem entgegenwirken wollen, das der Teufel verursacht, müssen wir das Bild richtig gut studieren. Wir müssen genau wissen, wie dieses Bild aussieht.

Schwierigkeit der Bibelrezeption in der heutigen Welt

Es gibt eine zweite Sache, die keine wirkliche Problematik, sondern eher eine Schwierigkeit darstellt: Wir leben in einer Welt, die es uns erschwert, dieses Bild zu verstehen. Um dieses Bild zu erfassen, muss man sich intensiv damit auseinandersetzen. Dieses Bild ist uns durch ein Buch gegeben worden, das lange Sätze enthält, eine umfangreiche Geschichte erzählt und manchmal auch skurrile oder seltsame Erzählungen beinhaltet. Manche Geschichten sind vielleicht witzig, andere wiederum schwer zu verstehen. Es ist auf jeden Fall nicht ganz einfach.

Ihr macht das für die Sitzplätze, okay. Ich hatte gedacht, es gibt eine Frage. Perfekt. Also, es gibt die Schwierigkeit, dass wir überhaupt nicht so leicht in dieses Buch hineinkommen. Warum? Weil der Teufel nicht dumm ist, er hat eine neue Strategie entwickelt.

Was hat der Teufel bisher getan, um dieses Bild zu zerstören? Über die Jahrhunderte hatte er eine Strategie, die heute nicht mehr gilt. Er hat versucht, die Bibel zu verbrennen und diejenigen, die sie verkündeten, ebenfalls. Doch das hat nichts bewirkt. Das Buch wurde dadurch nur noch weiter verbreitet.

Weißt du, was der Teufel jetzt gemacht hat? Er hat das Spiel umgedreht. Es gibt zwei große Klassiker der Literaturgeschichte. Ich hoffe, ihr müsst sie nicht lesen – oder doch, das wäre gut. Der erste ist „1984“ von George Orwell. In diesem Buch wird ein Staat beschrieben, der Informationen über Menschen sammelt. Wenn etwas passiert, das dem Staat nicht gefällt, wird die Information zensiert. So stellte sich Orwell eine mögliche Welt vor, in der alles kontrolliert und zensiert wird.

Aber das ist nicht die Welt, in der wir leben. Ein anderer Autor schrieb ein Buch namens „Schöne neue Welt“. Er sah die Situation anders. Er sagte, das Problem wird nicht die Zensur sein, sondern dass die Menschen mit so vielen Informationen überschwemmt werden, dass sie keine Lust mehr haben, der Wahrheit nachzugehen. Wir werden mit Unterhaltung und verschiedenen Reizen bombardiert, sodass wir gar nicht mehr unterscheiden können, was Wahrheit ist.

Also, Leute, A oder B – wo leben wir? B? Okay. C? Auch okay. Kann mir jemand C nach der Show erklären? Sehr gut. Wir leben auf jeden Fall stark mit Elementen von B. Das bedeutet, dass wir mit Informationen überflutet sind. Wir sind so überladen, dass es kaum noch gelingt, die Bibel zu lesen.

Eine zweite Schwierigkeit ist hinzugekommen: Wir sind so visuell geprägt, dass wir es kaum noch schaffen, lange Sätze zu lesen. Wir bekommen so viele Informationen, dass wir oft nicht mehr wissen, was wichtig war und was nicht. Zudem konsumieren wir heute fast ausschließlich visuelle Inhalte.

Das ist nicht so ideal, oder? Es ist wirklich nicht einfach. Aber es macht nichts – wir werden es trotzdem schaffen, dieses Bild festzuhalten. Der Apostel Paulus hat uns gesagt, dass wir dieses Bild bewahren wollen. Und irgendwie gibt es doch Menschen, die sagen: „Weißt du was, für mich ist Wahrheit wichtig.“ Egal, wie sehr der Teufel uns bombardiert, sie wollen daran festhalten. Ja, und das werden wir auch schaffen.

Die Kraft der Herrlichkeit Gottes als Gegenmittel

Wie kann ich es schaffen, dass ich dieses Bild trotzdem festhalten kann und Interesse daran habe, es anzuschauen? Ich möchte das einmal vergleichen mit meiner Herangehensweise, wenn ich mit Menschen beginne, die neu anfangen, die Bibel zu lesen.

Es gibt eine Sache, gegen die der Teufel nicht ankommt, und das ist die Herrlichkeit Gottes. Ich vergleiche die Herrlichkeit Gottes mit einem Schwimmbad, mit Wasser. Es ist einfach: Du springst hinein, du schwimmst darin. Man könnte Vergleiche ziehen, wie mit einem Strudel, der in einen Fluss hineinführt – das kannst du für dich selbst machen. Stell dir einfach vor, du siehst ein wunderschönes Schwimmbad, du gehst hinein, fühlst dich schwerelos und wunderbar. Du kannst richtig du selbst sein, denn du bist in der Gegenwart Gottes. Du erkennst dich selbst, du erkennst deinen Schöpfer – es ist einfach herrlich.

Stell dir vor, du schwimmst durch dieses Schwimmbad. Diese Erfahrung ist einfach genial. Jeder, der das kennt, der einmal in der Herrlichkeit Gottes war, der die Bibel gelesen hat und gemerkt hat: „Mein Schöpfer spricht gerade zu mir“, oder der erlebt hat, dass jemand zu ihm gesprochen hat – vielleicht in einer Predigt – und du merkst: „Wow, Gott spricht hier zu mir!“ Wer hat das schon einmal erlebt? Ja, das ist etwas, das macht süchtig.

Und das ist unsere einzige Chance gegen den Teufel: das Wahre, diese Erfahrung, mit Gott zusammen zu sein. Die Frage ist also: Wie kommen wir in diese Herrlichkeit hinein? Die Bibel sagt, dass wir, wenn wir sie lesen, die Herrlichkeit Gottes sehen. Automatisch, wenn wir die Bibel lesen, treten wir in diese Herrlichkeit ein.

Ich vergleiche das mit einer Rutsche. Wir haben hier eine Rutsche, und wenn wir sie hinunterrutschen, gelangen wir automatisch in dieses Wasser hinein. Das bedeutet: Wenn du anfängst, die Bibel zu lesen, beginnt sofort der Heilige Geist in dir zu wirken, dir Jesus zu zeigen, und du kommst in diese Herrlichkeit. Du wirst von Herrlichkeit zu Herrlichkeit verändert (2. Korinther 3,18). Es passiert augenblicklich etwas mit dir.

Ganz zu Anfang der Schrift siehst du das Chaos. Über dem Chaos ist der Heilige Geist. Der Geist schwebte über den Wassern, und plötzlich kommt das Wort: „Es werde Licht“, und es ward Licht. Plötzlich kommt der Augenblick, in dem du die Herrlichkeit Gottes siehst und sagst: „Wow, ich will da nie wieder heraus.“

Josua war in dem Zelt mit Gott zusammen und sagte, er wolle die ganze Zeit dort bleiben. Das ist so großartig! Er wollte einfach weiter schwimmen und schwimmen und schwimmen. Wenn du das Wort Gottes liest und es einen Einfluss auf dein Leben hat, rutschst du automatisch in diese Herrlichkeit Gottes hinein.

Den Einstieg in die Bibel meistern: Kleine Schritte und Puzzle

Aber die große Schwierigkeit ist: Wie komme ich hier oben hin? Wie komme ich oben auf diese Rutsche, damit ich überhaupt anfange, die Bibel zu lesen, sie zu verstehen und dann in die Herrlichkeit Gottes zu gelangen?

Wie ist eine Rutsche aufgebaut? Eine Rutsche besteht daraus, dass man einfach kleine Schritte macht. Es sind Treppen. Wir müssen es irgendwie schaffen, eine Treppe zu bauen, damit wir da hochkommen und runterrutschen können.

Das Geniale ist: Wenn du einmal in der Herrlichkeit Gottes bist, willst du immer wieder dorthin zurück. Manchmal ist es so, wenn du das vielleicht mit Kindern machst oder mit jemandem, der Angst vor dem Rutschen hat. Dann bringst du die Person hier hoch zur Rutsche. Sie denkt: „Oh, oh, das sieht ziemlich hoch aus.“ Dann sagst du: „Komm, mach es!“ Irgendwann hat die Person den Mut und rutscht einmal runter.

Unten angekommen denkt sie: „Wow, das ist ja so genial!“ Dann hat die Person die Motivation, selbst die Treppe hochzulaufen. Das heißt, unsere Aufgabe ist es, uns selbst zu motivieren, unsere Seele zu motivieren oder Mitmenschen zu motivieren, diese Treppe hochzugehen und das einmal zu erleben.

Beim Evangelium machen wir das, indem wir mit Menschen reden, ihnen das Wort bringen und sie in die Herrlichkeit Gottes führen, damit sie ihren Retter kennenlernen. Aber für uns selbst müssen wir das auch jeden Tag tun. Wir müssen unsere Seele darauf einstimmen, zum Wort Gottes zu gehen und dann herunterzurutschen, um in die Herrlichkeit Gottes zu kommen.

Du sagst vielleicht: „Wow, das ist jetzt aber super, super schwierig für mich.“ Okay, dann will ich jetzt ein bisschen über den Teil sprechen, wie ich diese Treppe hochkomme.

Ich möchte das Bibellesen und wie du es angehen kannst, mit einem Puzzle vergleichen.

Die Bibel als selbsterklärendes Puzzle

Die Bibel ist ein bisschen wie ein Puzzle. Ein Puzzle erklärt sich von selbst. Wenn du irgendwo ein Puzzle finden würdest, würdest du dich wahrscheinlich zuerst fragen: „Hm, was ist das?“ Du hast viele einzelne Puzzleteile vor dir. Aber irgendwann fängst du an, die Teile zusammenzusetzen. Dann merkst du, dass das Ganze einen Sinn ergibt.

Nach einer Weile könnte jeder von uns hier ein Puzzle komplett zusammenbauen – ganz ohne Anleitung. Das Puzzle ist selbsterklärend. Das bedeutet, es enthält in sich selbst die Anleitung.

Die Bibel ist wie ein Puzzle. Sie ist selbsterklärend und hat die Anleitung in sich selbst. Das ist der erste Punkt.

Das Geniale daran ist auch: Ein Puzzle korrigiert sich selbst. Das heißt, selbst wenn du Fehler machst, ist das nicht schlimm. Vielleicht hast du Angst, das Puzzle überhaupt anzufangen – oder in diesem Fall, die Bibel zu lesen. Jahrhundertelang haben Menschen uns gesagt, dass es sehr gefährlich sei, die Bibel zu lesen. Sie meinten, du bräuchtest unbedingt einen Theologen oder Philosophen, der dir erklärt, wie das geht.

Aber nein, die Bibel erklärt sich selbst. Und wenn du Fehler machst, korrigiert sie sich selbst. Du wirst irgendwann etwas lesen, wo du denkst: „Oh, warte mal, ich dachte, ich müsste ein Schaf opfern, aber jetzt merke ich, das ist vielleicht doch anders.“ Im hinteren Teil der Bibel wird das dann geklärt.

Menschen, die anfangen, die Bibel zu lesen, durchlaufen genau diesen Prozess. Sie fangen an, das Gesetz zu halten – zum Beispiel. Irgendwann merkst du: Selbst jemand im Dschungel kann die Bibel verstehen. Er wird zwar einige Fehler machen, aber das ist in Ordnung.

Die Bibel, das Puzzle, korrigiert sich selbst – selbst wenn du Fehler machst. Und ein Puzzle ergibt immer ein Bild. Dieses Bild zeigt dir, wo jedes Puzzleteil hingehört.

Das ist einfach genial.

Schrittweises Vorgehen beim Bibellesen: Randstücke, Seiten und Mitte

Okay, jetzt reden wir darüber, wie man die Treppe hochkommt und wie man bei einem Puzzle vorgeht. Wie fängst du bei einem Puzzle an? Ich höre oft, dass man mit dem Rand anfängt. Das ist sehr gut, ja, sehr, sehr gut.

Also, wir fangen mit den Randstücken an. Wir sehen, dass es bestimmte Puzzleteile gibt, die wichtiger sind – die Randstücke. Vier davon haben eine Ecke, diese finden wir und legen sie an den Rand. So gibt es auch Wahrheiten in der Bibel, die wichtiger sind als andere.

Jesus hat das selbst gesagt. In Matthäus 23 sagt er, dass es wichtigere Dinge gibt, die die Pharisäer liegen gelassen haben. Sie haben sich an Minze, Kümmel und anderen Gewürzen festgehalten, die sie verzehnt haben – das war ihnen sehr wichtig. Aber die wichtigeren Dinge, wie Barmherzigkeit und Gerechtigkeit, haben sie außer Acht gelassen.

Es gibt also Dinge in der Bibel, die wichtiger sind als andere. Alles ist Gottes Wort, auch die ganzen Namensregister in den Chroniken und so weiter. Aber sorry, die sind nicht ganz so wichtig. Es gibt andere Verse, die viel, viel wichtiger sind.

Okay, das sind die Randstücke. Wenn du diese Randstücke hast, fängst du mit den Seiten an. Die sind vielleicht nicht ganz so wichtig, aber sie bauen die ganze Struktur deines Puzzles auf. Wenn du das verstanden hast und die Seiten gefunden hast, dann gehst du in die Mitte.

In der Mitte findest du Teile, die schwieriger sind als andere. Das ist ja auch beim Puzzle so. Du schaust dir das an, überlegst, ob es hier sein könnte, und baust manchmal ganze Klumpen zusammen. Dann denkst du dir: „Der gehört zusammen, der gehört auch hier oben hin.“ Zum Beispiel: „Das ist ein Hundekopf, ganz sicher.“ Und dann merkst du plötzlich, es ist doch ein Schwein oder irgendwas anderes.

Aber dann denkst du dir: „So, jetzt habe ich das Ding hier felsenfest.“ So ist es manchmal auch bei uns Christen. Wir bauen Theorien zusammen, haben eine megacoole Sicht, denken, das ist die einzige Wahrheit – zum Beispiel Calvinismus, und wir sagen: „Ich bin hier, das ist das Einzige.“ Doch dann merkst du, es gibt vielleicht auch andere Sichtweisen.

Oder du denkst: „Ich bin jetzt Pfingstler, und ich muss jetzt loslegen.“ Und plötzlich merkst du, es gibt vielleicht das auch. Oder du kommst aus einer Brüdergemeinde oder aus der Landeskirche – wo auch immer. Jeder von uns hat bestimmte Dinge, die wir in unserem Glaubensleben klar sehen.

Niemand von uns hat in diesem mittleren Teil alles ganz klar. Es gibt, und das sagt die Bibel selbst, schwierigere Dinge, die manchmal schwer zu verstehen sind. Petrus sagt das über Paulus selbst. Er sagt, dass Paulus Dinge schreibt, die schwer zu verstehen sind.

Es gibt Dinge in der Bibel, die schwierig zu verstehen sind. Zum Beispiel die Taufe für die Toten – bumm, ein Satz. Okay, was ist das? Wollen wir loslegen? Wahrscheinlich gibt es 30 verschiedene Meinungen dazu in diesem Raum. Aber wisst ihr was? Das ist gar nicht so wichtig.

Das ist der mittlere Teil – total spezifische Dinge. Dabei geht es überhaupt nicht darum, sich darauf zu versteifen. Vielleicht bist du mal total überzeugt von einer Sache und merkst dann, dass da noch mehr ist. Das ist völlig okay.

Wichtig am Anfang ist, dass wir die Randstücke erstmal klar haben. Diese Dinge sind sehr, sehr klar. Wenn du dich allein auf das Wort Gottes stützt, dann sind diese Randstücke hundertprozentig klar.

Die ersten Puzzleteile: Himmel, Erde und Grundlegendes

So, jetzt möchte ich gerne mit euch anfangen, das Puzzle zu bauen. Ihr seid hierhergekommen und sagtet: „Okay, wir fangen mal an, wir fangen mit den Randstücken an.“ Ja, mit den richtigen Randstücken.

Ein Randstück, Leute, gebe ich euch mal, und das ist dieses Ding hier: Es gibt ein Universum, oder? Hier ist irgendetwas abgetrennt. Gott ist überall, aber er hat ein Universum erschaffen, und da sind wir drin. Amen? Bist du im gleichen Universum wie ich? Ja? Okay, cool.

Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. Oh, da ist schon mal ein bisschen mehr drin. Also, es gibt einen Himmel und es gibt eine Erde. Ob wir jetzt Arminianer sind, Calvinisten, wo wir auch alle herkommen – wir verrückten Leute, auch wenn die Brüdergemeinde kommt oder du charismatisch bist – ich glaube, wir werden alle wissen: Da oben gibt es einen Himmel und hier gibt es eine Erde.

Das ist ein Randstück, ein ganz wichtiges Randstück schon. Das ist ein super wichtiges Randstück: Himmel und Erde sind ein ganz wichtiges Thema. Die Bibel beginnt mit Himmel und Erde und endet mit Himmel und Erde. Was bedeutet das? Es gibt zwei Sphären, zwei Bereiche, und die sind nicht nebeneinander gestellt in der Bibel, sondern übereinander.

Die Bibel sagt zum Beispiel in Daniel 4, dass die Himmel regieren. Du willst ein Randstück haben? Es gibt ein Randstück, nämlich Autorität. Die Bibel sagt uns, dass Dinge übergeordnet sind. Damit bist du schon mitten im Konflikt mit allem, was der Teufel in der Welt hier zustande gebracht hat. Dass es Autorität gibt, ist schon ein krasser Schlag ins Gesicht für diese Gesellschaft. Dass es etwas Übergeordnetes gibt, ist schon mega krass.

Der Himmel ist höher als die Erde. Bum, das ist ein Randstück: Gott schuf Himmel und Erde. Okay, der Himmel ist der Bereich, in dem Gott ist. Das ist, was die Bibel uns sagt. Ich glaube, da sind sich auch alle einig.

Und der Bereich auf der Erde? Wem ist der gegeben? Den Menschen, genau. Der Mensch soll auf der Erde Gott repräsentieren. Er wurde im Bild Gottes geschaffen, damit er Gott repräsentiert. Also das, was hier oben im Himmel passiert, soll auch auf der Erde repräsentiert werden. Wie im Himmel, so auf Erden – neuestes Lament.

Aber was im Himmel passiert, soll auch auf der Erde repräsentiert werden. Okay, jetzt haben wir schon ein gutes Randstück. Also wir haben hier einen Himmel, und wir haben hier eine Erde.

Der richtige Zugang zum Evangelium und der Bibel

Kurze Anmerkung: Ich mache mal einen kurzen Einschub. Wenn du mit Leuten über die Bibel sprichst, dann sind wir das sehr oft gewohnt – oder ich war es auf jeden Fall – den Leuten zu sagen: „Okay, weißt du was? Wir haben uns gerade kennengelernt oder wir sind schon länger Freunde, und ich möchte dir jetzt von Jesus erzählen. Was ich dir erzähle, ist: Pass auf, du hast Fehler begangen, ich auch, das nennt man Sünde usw. Jesus ist für dich gestorben, du kannst deine Sünden bekennen, und dann wirst du ein Kind Gottes. Bam, willst du es machen?“

„Äh, nee.“
„Okay, ja, warum nicht? Warum geht das nicht?“

Weil wir Menschen nicht so funktionieren. Die Bibel funktioniert auch nicht so. Wir haben das Evangelium heruntergeschraubt. Sorry, das ist ein kleiner Einschub, aber wenn ich euch das hier erkläre, ich erkläre euch über Himmel und Erde, und ich will das mal ganz kurz relevant machen, damit ihr versteht, warum ihr mir über Himmel und Erde erzählt.

Weil die Bibel das auch macht. Die Bibel fängt nicht an mit: „Hey, du hast versagt, aber da kommt ein Retter, der für dich gestorben ist. Du musst einfach deine Schuld bekennen, und dann wirst du für immer im Himmel sein.“ Nein, die Bibel fängt an mit: „Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde.“ Gott erzählt eine Geschichte.

Weißt du warum? Weil wir Menschen mega komplex sind. Du und ich – wir wurden im Bild Gottes geschaffen. Und der Teufel hat uns eine krass falsche Idee in unseren Kopf gesetzt. Das bedeutet: Ein geniales Wesen, so wie du und ich es sind, wir haben ein Virus drin. Aber das ändert nichts daran, dass wir genial sind. Und das sorgt dafür, dass unsere Genialität die ganze Zeit falsch gesteuert ist.

Wenn du glaubst, du kannst Wahrheit einfach nur in so eine kleine Formel reinpacken und dann glaubt jemand, dass das die Wahrheit ist, wirst du immer scheitern. Was ich erkannt habe, ist, dass Leute zu Jesus Christus kommen, wenn du ihnen von der Bibel erzählst.

Und weißt du, was währenddessen passiert? Die Puzzleteile kommen zusammen. Die Person hat große Vorbehalte gegenüber der Kirche, große Vorbehalte gegenüber Christen, große Vorbehalte, wenn irgendjemand ankommt und etwas erzählen will, was die Wahrheit sein soll.

Wir Deutschen, ja, uns hat auch jemand vor einigen Jahren gesagt, was die Wahrheit ist oder was das tausendjährige Reich ist, und dann haben wir großen Mist gebaut. Deshalb sind wir ganz vorsichtig, wenn jemand mit so einer großen Theorie ankommt, und sagen: „Oh, Augenblick mal kurz, Augenblick mal kurz.“

Deshalb sind Leute so skeptisch, wenn du über Kirche und so weiter redest. Sie denken: „Augenblick mal, ich weiß, dass das unheimliche Konsequenzen für mein Leben haben kann. Ich höre einfach mal zu.“

Was sie dann machen, ist, dass sie sich einfach dein Leben anschauen. Die Bibel sagt: Du bist ein Brief, gelesen von allen Menschen. Das schauen sie sich an. Sie machen Mustererkennung, hören auch die Stimme des guten Hirten und prüfen, ob es die Stimme von etwas Gutem ist.

Dann denken sie sich: „Ja, das ist schon mal interessant, wie die so in der Familie umgehen. Das kenne ich nicht. Wie die zusammen essen, das kenne ich auch nicht. Aber es ist echt interessant. Ja, das macht mir schon mal gar nicht schlecht.“

Irgendwann kommt der Punkt, an dem du anfängst, mit der Bibel zu lesen. Wenn du dann anfängst und sagst: „Okay, Römerbrief, zack zack zack, wir gehen mal ganz kurz durch.“

Das, was ich jetzt schon fünfmal gesagt habe, dass wir einfach so eine Formel durchrattern, denken die meisten: „Ja, aber das ist zu einfach. Sorry, so einfach ist es nicht.“

Aber es ist nicht einfach, wenn du anfängst, die Bibel zu lesen. Dann lässt du der Person Zeit, und du erzählst einfach Wahrheit. Und was macht die Wahrheit? Die Wahrheit macht frei. Die Wahrheit verändert die Person.

Die Wahrheit schaut sich dein Leben an, sie schaut sich die Bibel an, und sie merkt: „Wow, da verändert sich was in mir.“ Warum? Die ganzen Lügen, die der Teufel reingetan hat, die ganzen falschen Puzzleteile, werden langsam ausgewechselt, ohne dass die Person es merkt.

Nach einer Weile fängt die Person an, etwas Wunderbares anzusehen, nämlich das große Bild von Jesus. Und plötzlich, ohne dass die Person es merkt, fängt sie an zu vertrauen, sagt: „Das stimmt“, und beginnt plötzlich zu beten. Sie fängt auch an, die Bibel zu lesen, und plötzlich sagt sie: „Ich bin ein Nachfolger von Jesus Christus.“

Deshalb ist es so kraftvoll, vielleicht gar nicht so zielgerichtet manchmal darauf zuzugehen, sondern die Geschichte der Person einfach zu zeigen, das große Bild zu zeigen – und zwar so, dass die Person selbst das aus der Bibel erkennen kann.

Das ist der Knackpunkt. Der Knackpunkt ist nicht, dass du irgendetwas erzählst, sondern dass die Person selbst in die Bibel gehen kann und sagen kann: „Stimmt, die Eckpunkte, die du mir hier zeigst, das sind die richtigen Eckpunkte. Das lese ich wirklich in der Bibel, und das macht auch wirklich Sinn.“

Deshalb, wenn wir jetzt zurückkommen zu dem Bild: Wenn du sagst, „Pass auf, es gibt einen Himmel und es gibt eine Erde“, wird die Person sagen: „Ja, verstehe ich. Ich glaube, da hast du Recht. Okay, es gibt Himmel und es gibt Erde.“

Weitere zentrale Puzzleteile: Schöpfung, Sünde und Gesetz

Was ist ein nächstes Eckstück? Nun, ein Eckstück ist auf jeden Fall, dass Gott den Menschen geschaffen hat. Sonst wären wir nicht hier. Also, wir sind auf jeden Fall hier, und wir lassen mal die ganze Debatte weg, ja, über wer uns geschaffen hat, wie das alles gekommen ist – egal. Aber wir sind auf jeden Fall da, und wir wollen schließlich die Bibel lesen. Dann sagen wir uns, das hat derjenige gemacht, der außerhalb von diesem ganzen Ding ist. Sich selbst hier drin zu kreieren und so weiter, da können wir die ganzen Argumente auspacken, das ist völlig egal. Die meisten wollen auch gar nicht debattieren, die wollen einfach wissen, was in der Bibel steht und einfach da durchgehen.

Also, wir sind auf jeden Fall hier, wir leben jetzt auf diesem Planeten. Aber der Mensch ist auf der einen Seite genial und doch hat er irgendwie ein kleines Problem. Und dieses Problem nennt die Bibel Sünde, okay? Wir haben das in der Zwei-Minuten-Bibel als eine Faust gezeigt. Jemand streckt die Faust in den Himmel und sagt: Ich rebelliere gegen diese Autorität, was der Himmel sagt, ist mir kakegal, auf gut Deutsch. Wenn du ehrlich bist – wir sind alle ehrlich hier – würden sagen, Sünde ist ein Eckstück in der Bibel, oder? Dass es irgendwie ein Problem gibt, kommt öfters mal vor, oder? Ja, also das ist ein Eckstück. Es wäre sehr schwierig, die Bibel zu erklären und alles, was hier vorkommt, ohne das Wort Sünde und ohne dieses Problem irgendwie zu zeigen, das da entstanden ist.

Okay, wir haben ein weiteres Eckstück. Dann gibt es ein weiteres Eckstück, und das ist das Gesetz. Das Alte Testament ist voll vom Gesetz. Du hättest keine Ahnung, du könntest nicht erklären, warum viele Dinge passieren im Alten Testament, wenn du nicht über das Gesetz sprichst. Sünde ist, gegen Gott zu rebellieren und zu sagen: Hey, weißt du was, du schreibst mir nicht vor, was ich zu sagen habe. Sünde ist Gesetzlosigkeit.

Okay, was ist das Gesetz? Jetzt machen wir das mal hier interaktiv: Was macht das Gesetz? Sie zeigt die Sünde auf. Amen, genau so ist es. Durch das Gesetz – sagt der Römerbrief – kommt Erkenntnis der Sünde. Das heißt, wir sind so kaputt, wir haben rebelliert gegen Gott, sind so kaputtgegangen, dass wir noch nicht mehr erkennen, dass wir ein Problem haben. Und deswegen brauchen wir jemanden von extern, der uns zeigt: Hey, guck mal, du willst doch eigentlich das machen. Ja, das will ich mal. Guck mal, das machst du aber nicht. Ah, ja, aber das ist meine Mutter, die ist dran schuld. Nee, vielleicht nicht. Naja, mach mal weiter. Guck mal, das machst du auch nicht. Willst du aber, oder? Ja, stimmt, will ich, machst du aber nicht. Nee, mach ich nicht.

Das ist das Gesetz, und irgendwann realisierst du: Hm, warte mal, Augenblick mal, das hat mir jemand gesagt im Management: If everybody has a problem with Jim, Jim is the problem, ja? Wenn jeder ein Problem hat mit Jim, dann ist wahrscheinlich Jim das Problem. Wenn du die ganze Zeit merkst, dass du Fehler machst, könnte es vielleicht sein, dass ich vielleicht einen Fehler in mir selbst habe, einen Virus. Ja, dafür ist das Gesetz da, zu zeigen: Hey, ja, stimmt, da gibt es ein kleines Problem. Das Gesetz ist auch so ein Meilenstein, ist auch so ein Eckpunkt von unserem Puzzle.

Und dann, was soll das Gesetz machen, wo führt uns das Gesetz hin? Zur Tür. Okay, genau, er hat gesagt, ich will in die Tür. Super gut, aber wir haben keine Tür genommen, Mist, da war es verbockt. Ja, eine Tür wäre es gewesen. Nein, wir haben das Kreuz genommen. Aber es ist auch relativ zentral, oder? Kreuz ist auch relativ zentral. Tür wäre auch gut gewesen, ein bisschen innovativ, ja, aber Kreuz ist schon zentral.

Das Gesetz leitet uns hin zu dem Kreuz. Was passiert bei dem Kreuz? Wir sind Rebellen. Das Gesetz zeigt nur, dass wir Rebellen sind. Am Kreuz hängt jemand, der kein Rebell ist, der genau das Gegenteil ist. Der hätte im Himmel bleiben können, aber der ist auf die Erde gekommen, hat sich erniedrigt für dich und mich, um für unsere Rebellion zu zahlen. Okay, der Jesus ist für uns gestorben.

Und dann? Hört die Bibel auf? Bei vielen hört da die Bibel auf: Jesus Christus gestorben, ja, okay! Neue Schöpfung, Gemeinde, okay, Auferstehung, sehr, sehr gut, Tod besiegt, Hammer, Pfingsten, yo, hey, wir sind gerade in Pfingsten, ja, das ist gut, das gefällt mir besonders gut. Dann machen wir einfach mal einen Heiligen Geist dahin, okay, yes. Sorry, sorry, hey Leute, Leute, Leute, das ist keine Gotteslästerung, ja, ich kann einfach nicht zeichnen, ey, sorry. Nein, nein, nein, das soll eine Taube sein, das ist kein Twitter, nein, das soll eine Taube sein.

Okay, der Heilige Geist ist auch ein Eckstück, das ist ein zentraler Punkt. Sind wir überein? Warum ist es ein zentraler Punkt? Weil das Leben durch den Heiligen Geist – das haben wir heute Nachmittag gesehen – etwas ganz anderes ist als das Leben durch das Gesetz. Wir könnten das Christentum nicht erklären, wenn wir den Heiligen Geist nicht erklären würden, wenn wir nicht erklären würden: Hey, wir haben eine ganz andere Antriebskraft. Gott ist gekommen in dem Heiligen Geist und wohnt jetzt in jedem Einzelnen von uns.

Das klärt auch das ganze Thema, zum Beispiel Gemeinde. Die Gemeinde sind Leute, die verbunden sind durch den Heiligen Geist. Wir haben wirklich geguckt, was sind wirklich die absoluten Eckstücke, um die Bibel zu erklären, die Puzzleteile.

Dann gibt es noch ein Ding, das müssen wir noch reinbringen. Guck mal, hier ist noch ein bisschen Platz hinten drin, da gibt es noch ein einziges Ding, das müssen wir reinbringen. Ich glaube, das müssen wir reinbringen. Der Himmel? Den haben wir schon. Bitte? Die Offenbarung, sehr gut. Aber die Offenbarung haben wir zusammengefasst in einem Icon, und zwar ist das die Krone, das Reich.

Im ganzen Alten Testament wird gesprochen über das Reich, und am Ende wird gesprochen, dass das Reich dem Sohn übergeben wird. Warum ist das Reich – ganz kurz – warum ist das Reich eigentlich in der ganzen Geschichte so unheimlich wichtig? Das Ziel könnte aber auch der Himmel sein. Das Ziel könnte ja sein, dass wir im Himmel sind, und jetzt wird es ein bisschen kompliziert. Aber wir als Gemeinde sind ja himmlisch, und wir werden ja im Himmel sein.

Aber warum gibt es trotzdem hier auf der Erde ein tausendjähriges Reich? Warum wird am Ende auf der Erde ein Mensch regieren? Jetzt wird es ein bisschen kompliziert, aber es ist trotzdem, glaube ich, wichtig. Zeigt mich, wer Gott ist. Yes, das ist der ursprüngliche Plan, ganz genau.

Gott hat angefangen, hat gesagt: Weißt du, ich mache diesen Menschen, den stelle ich auf die Erde, der ist in meinem Bild, und ich will, dass der diese Erde bebaut. Er hat ihm Eden gegeben, inmitten Chaos der Welt, hat ihm einen schönen Garten gegeben und gesagt: Bebau den Garten und übernimm die Herrschaft von der ganzen Erde, von diesem Garten aus, denn ich will, dass der Mensch regiert. Warum? Weil Gott regiert im Himmel, der Mensch soll regieren auf der Erde.

Und nach der ganzen Story auf der Erde wird Gott zu seinem Ziel kommen, und es wird einen Menschen geben auf dieser Erde, der regieren wird in Gerechtigkeit und Frieden. Und dieser Mensch heißt Jesus Christus.

Das ist die absolut wunderbare Geschichte von der Bibel, und es zeigt, warum Gott immer zu seinem Ziel kommt. Gott hat unheimlich viel Zeit, ja, jetzt sechstausend Jahre schon, aber am Ende kommt er zu seinem Ziel.

Das sind auf jeden Fall mal fünf Puzzleteile. Das ist ein bisschen ein komisches Puzzle, wenn ich jetzt gerade drüber nachdenke, hat nicht vier Ecken, hat fünf Ecken. Aber das sind Puzzleteile, die man benutzen kann, um mit Menschen ins Gespräch zu kommen.

Es sind sechs? Okay, Augenblick mal kurz, was hast du getrunken? Ja, stimmt, wir haben die Hand hier, ja, wir haben hier die Hand genommen als eins. Das habe ich jetzt hier so für die Erklärung gezeigt, sorry, es wäre nur die Faust vom Menschen, aber gut.

Fünf einfache Icons, die man sich merken kann. Okay, jetzt will ich uns kurz Zeit nehmen, dass wir kurz – gibt es irgendwelche Fragen dazu?

Fragen und Antworten zur Thematik

Ja, realistische Frage: Du kriegst ein Mikro, du kriegst ein Mikro, ja, jetzt eine Chance, Bo. Meine Frage ist: Worauf wartet Gott eigentlich, wenn er dieses Reich am Ende wieder aufbaut? Was hält zum Beispiel den Teufel davon ab, erneut diese Sünde auf die Menschen zu bringen?

Ich mag solche Fragen eigentlich nicht, aber gut, hier die Sache: Du willst es jetzt kompliziert machen. Wir wollten ja einfach darüber reden, wie man Puzzle baut. Das ist jetzt die Edit Edition, und wir bauen hier so ein Nebending dran.

Also, du und ich, wir sind aus Körper und Geist gemacht. Wenn du dich bekehrst, dann sagst du in deinem Geist, dass du tot bist. Im Geist stirbst du. Jesus gibt dir neues Leben durch den Heiligen Geist. Dein Körper wird bei der Wiederkunft Jesu entweder verwandelt oder du wirst sterben – das heißt, du bekommst einen neuen Körper.

Das Neue, was du dann bist, steht völlig in Kontakt mit Gott. Du selbst hast dich entschieden, ewig mit Gott zusammen zu sein. Der Teufel kann Gott nicht kaputt machen. Du wirst in Christus sein, und er wird keinen Zugriff mehr auf dich haben. Null. Er wird gebunden sein in der Hölle, und das ganze Ding ist zu Ende.

Da muss man keine Angst mehr haben. Wir sind in Christus, und der Teufel muss erst mal an Christus vorbei – das wird er nicht schaffen. Das ist unsere Garantie. Wir haben den Heiligen Geist, wir haben sein Siegel, wir werden ankommen. Es wird nur noch Menschen geben, die absolut perfekt sind im Himmel. Da wird der Teufel gar nichts mehr machen.

Ich verstehe, was du meinst. Ich paraphrasiere noch mal ganz kurz, was du sagst: Das Gesetz soll eigentlich etwas Gutes in den Menschen ansprechen. Aber du sagst, so viel Gutes gibt es eigentlich gar nicht mehr im Menschen.

Jetzt habe ich dich verloren, hallo? Ja? Die wollen eigentlich gar nicht das Gute. Also, ich meine, die Menschen wollen das Gesetz ja eigentlich gar nicht halten. Zum Beispiel das erste Gebot: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben. Aber die Menschen wollen Gott gar nicht lieben. Oder das Gebot, nicht zu ehebrechen – die meisten Menschen finden das gar nicht mehr so schlimm.

Führt das Gesetz denn trotzdem dazu, dass die Leute auf ihre Sünde aufmerksam werden?

Ja, das ist eine gute Frage. Aber der Mensch hat einen natürlichen Drang zum Leben. Dieser Drang führt zum Beispiel dazu, dass du nicht verraten werden willst von jemandem. Du willst das nicht.

Vielleicht bist du gerade mal verblendet vom Teufel und sagst dir: „Hey, ich gehe jetzt einfach mal fremd.“ Dann bist du verblendet und machst das. Aber wenn du wieder zu dir kommst und deinen Ehepartner heulend vor dir hast, denkst du dir: Ja, ich bin schon ein ziemlicher Scheißkerl.

Da ist trotzdem etwas in uns, wo wir wissen, dass das eigentlich nicht gut ist. Jeder Mensch hat ein Gewissen. Deswegen sagt man ja auch, das Gewissen spielt mit dem Gesetz zusammen. Der Mensch hat ein Gewissen, ein Überbleibsel quasi von dieser Gerechtigkeit.

Der Mensch ist auch im Bilde Gottes geschaffen. Das heißt, er möchte Gerechtigkeit. Er ist nur hereingelegt worden und hat einen Virus drin. Aber es bleibt noch etwas übrig, das ihm zeigt: Doch, eigentlich willst du das schon.

Ja?

Ja, sorry, ich habe keine Uhr hier vorne, ich habe keine Ahnung. Ich mache gerade Windflug, ich weiß gar nicht, wie lange die Leute teilweise so auslaufen. Also genau mit Blick auf die Uhr: Wie lange haben wir noch? Keine Zeit mehr, sorry, ich bin völlig am Erziehen und muss weg.

Die Frage machen wir noch: Mit welchem Buch würdest du Menschen empfehlen anzufangen, wenn sie gar nichts wissen oder schon ein bisschen Backgroundwissen haben?

Der Klassiker wäre ja das Johannes-Evangelium. Zumindest ist das so, was in meinem Kreis ein bisschen bekannt ist. Oder das Lukas-Evangelium. Oder man sagt ganz klassisch: mal Altes Testament, erstes Buch Mose, damit sie ein Grundverständnis bekommen.

Okay, ciao, macht’s gut.

Ja, also ich mache es ganz kurz: Ich fange an, je nachdem, wenn du mit der Person mehr Zeit hast, mit dem ersten Mose. Das ist trotzdem ein interessantes Buch – wie die Erde entstanden ist und so weiter, das ist interessant. Auch der Sündenfall finden Leute sehr, sehr interessant. Da sind auch die Geschichten mit Abraham und all diesen Sachen. Da sind so viele menschliche Schicksale drin, wo du denkst: Wow, das kann ich voll nachvollziehen.

Erster Mose dauert ungefähr ein Jahr, dann gehst du zu Matthäus, weil das den Link vom Alten zum Neuen Testament macht, wenn du mehr Zeit hast. Dann würde ich wahrscheinlich relativ schnell zum Römerbrief gehen.

Den Römerbrief haben wir mal in kleinen Videos zusammengefasst – jetzt nicht die Zwei-Minuten-Bibel, sondern die Animationsvideos, die wir vorher gemacht haben. Ich habe mit jemandem gesprochen, der Jesus noch nicht kannte. Er hat mich gefragt: „Was würdest du mir raten zu tun?“

Ich habe ihm gesagt: Nimm dir den Römerbrief, lies ihn langsam durch, schau dir dabei die Animationsvideos an. Ich kann dir sagen, du wirst dich bekehren.

Zwei Wochen später schreibt er mir: „Natha, ich habe den Römerbrief gelesen, mir die Videos angeschaut, nochmal gelesen, nochmal die Videos, ich habe mich bekehrt, Jesus ist erschienen.“

Ja, es ist Wahnsinn, wirklich Wahnsinn. Das Wort hat Kraft.

Amen, vielen Dank, Leute, ganz, ganz herzlichen Dank für eure Geduld. Ich wünsche euch noch ein super, super gutes Camp. Ich bete vielleicht kurz noch am Ende mit euch. Und dann seid ihr entlassen.

Herr, ganz herzlichen Dank dafür, dass du uns die Zeit gegeben hast. Ich danke dir für die vielen jungen Menschen, die wirklich Lust haben, die Bibel besser zu verstehen und einander weiterzugeben.

Ich bitte dich, dass du sie segnest, dass du ihnen auch eine super Zeit hier auf dem Lager gibst und dass du sie beschützt und bewahrst.

Jesus, vielen, vielen Dank, dass du uns dieses Wort gegeben hast und dass du selbst das fleischgewordene Wort hier auf die Erde gekommen bist. Du hast vorgelebt, was es heißt, den Willen des Vaters zu tun.

Dass du am Kreuz für uns gestorben bist, damit wir mit dir sterben können, auferstehen können, den Heiligen Geist bekommen und jetzt wirklich ein Leben leben können, das lebenswert ist.

Vielen Dank für diesen Jesus-Weg, den du uns gezeigt hast. Danke, dass wir ihn gehen können.

Herr Jesus, du bist hochgehoben und gepriesen in alle Ewigkeit. Amen.

Abschluss und Dank an die Unterstützer

Richtig stark, dass du dir diese Session vom PJ in Eitlingen angeschaut hast. Wir hoffen, du hast einen echten Gewinn für dein Leben daraus gezogen.

Ja, wir lieben es, zu sehen, wie Gott durch das POT junge Menschen berührt, beruft und beauftragt. Vielleicht erreicht das Onlineangebot sogar auch Ältere wie mich.

Dieses Jahr hatten wir Tausende junge Leute in Eitlingen, die auf irgendeine Weise mit dem Evangelium in Verbindung gekommen sind – und damit auch mit dem lebendigen Gott.

Unser Herzensanliegen ist, dass dies auch in den nächsten Jahren weiterhin möglich sein wird. Dafür brauchen wir dich.

Um das POT langfristig planen und durchführen zu können, hilft uns eine monatliche Spende sehr. So wissen wir, dass regelmäßig Unterstützung eingeht.

Wir wollen dir jetzt schon für deine Unterstützung danken – sowohl im Gebet als auch finanziell.