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Was Mut macht zum Glauben

29.05.1960Psalm 97,1

Gnade sei mit uns und Friede von dem, der da ist, der da war und der da kommt. Amen.

Wir hören ein Wort aus dem siebenundneunzigsten Psalm, nur einen kurzen Satz: „Doch der Herr ist König, darüber freue sich das Erdreich.“

Herr, heilige uns in deiner Wahrheit. Dein Wort ist die Wahrheit. Amen.

Mut in schwierigen Glaubenssituationen

Kürzlich hörte ich eine kleine, gute Geschichte. Ich habe sie irgendwo gehört oder gelesen, und ich hoffe, ich erzähle sie richtig.

Da ist ein junges Mädchen, das Christin geworden ist. Sie hat sich entschlossen, dem Herrn zu gehören, und steht nun ganz allein in einer völlig ungläubigen und gottlosen Umgebung. Eines Tages klagt sie einem alten Christen ihr Leid. Es sei nicht so einfach, wenn man so allein stehe und so verachtet werde, weil man Jesus angehört.

Der alte Christ antwortet ihr: „Es hat mir Freude gemacht, und das kann manch einer jetzt auf sich beziehen, der in derselben Lage ist wie du.“ Er sagt: „Oh, du weißt ja gar nicht, wie wichtig du bist. Mädchen, du bist eine Partisanin Gottes im Feindesland. Du bist ein vorgeschobener Brückenkopf Gottes. Und das war eigentlich fast an der Grenze – du bist vielleicht mitten im Feindesland. Ein Landeplatz für den Heiligen Geist.“

Mir gefällt dieser Ausdruck: „Ein Landeplatz für den Heiligen Geist.“ Das Mädchen bekam daraufhin Mut. Wie sollte man nicht Mut bekommen, wenn man begreift, dass Gott mit einem einzelnen Menschen viel vorhat?

Nun, wir haben alle nötig, Mut zum Glauben zu bekommen. Es geht uns wie jenem Papua, von dem Missionar Nommensen erzählt. Er sagte: „Am Sonntag im Gottesdienst ist mein Glaube so groß wie eine Hütte, und am Montag ist mein Glaube so klein wie ein Reiskorn.“ So ähnlich geht es uns auch oft, nicht wahr?

Wir brauchen Mut, wir haben nötig, dass wir Mut bekommen zum Glauben. Und man bekommt Mut, wenn man sich klar macht, dass Gott uns brauchen will und wozu er uns brauchen will.

Aufblick auf Jesus als Quelle des Glaubensmutes

Aber meine Freunde, noch mehr Mut zum Glauben!

Das ist meine Erfahrung: Wir bekommen Mut zum Glauben, wenn wir – und jetzt spreche ich mit den Worten des Hebräerbriefs – auf Jesus schauen. Jesus hat sich gesetzt zur Rechten Gottes. Das macht Mut zum Glauben. Auf Jesus zu sehen, den Gott über alles erhöht hat, gibt Kraft.

Zu diesem mutmachenden Aufblick will uns unser Textwort aufrufen: „Doch der Herr ist König, darum freue sich das Erdreich.“

Ich überschreibe diesen kurzen Text etwas reichlich stark, denn ich finde euren Laden da nicht. Ich könnte das ein ganz kleines bisschen dämpfen, aber sonst müsste ich weit zurückgehen. Das war nur ein Gespräch mit dem Mikrofon und gehört nicht zur Predigt.

Also, ich überschreibe diesen kurzen Text und die Predigt mit: Was Mut macht zum Glauben, was Mut macht zum Glauben.

Die Bedeutung des Königtums Jesu

Erstens: Doch Herr ist König, doch Herr ist König! Würde jemand so laut in der Welt schreien, etwa an der Kettbücherstraße: "Herr ist König!", würden die Leute mich fragen: Welcher Herr?

Dann würde ich sagen: Komm mit mir im Geist zum Hügel Golgatha, vor den Toren Jerusalems. Dort stehen drei schreckliche, gräuliche, blutige Kreuze, an denen Männer sterben. Und der in der Mitte – den meinen wir, wenn wir sagen: Der Herr ist König.

Ich gebe zu, das ist unwahrscheinlich. Ein Gehängter ist unwahrscheinlich. Das Evangelium ist eine unwahrscheinliche Sache. Den meinen wir, wenn wir sagen: Der Herr ist König.

Da hängt er, ausgestoßen von jedermann – von seinem Volk und von den Heiden, von seiner Kirche und von der Justiz, von den klugen Leuten und vom blinden Pöbel. Ein Prophet sagt von diesem gekreuzigten Jesus, er war der allerverachtetste und unwerteste.

Die Bibel kennt keine Übertreibungen. Wie oft sind Menschen verachtet worden! Und Jesus war der allerverachtetste und unwerteste. Dort hängt er, und das Schrecklichste ist: Er hängt vom lebendigen Gott.

Da hängt er, beladen mit unserem Schmutz und unserer Sünde und dem Schmutz und der Sünde der ganzen Welt. Ausgestoßen von Gott und Menschen, geächtet, gerichtet von Gott und Menschen.

Der Herr ist König – das ist gemeint, das Evangelium.

Die paradoxe Herrschaft Jesu

Der Arbeiterdichter Fritz Woike hat einmal in einem schönen Vers das Zusammenspiel von Jesu Niedrigkeit und Herrlichkeit, seinem Kreuz und seiner Krone beschrieben. Der Vers heißt "Ave Christus, Gnadenreich". Darin heißt es: „Wer ist dir, o König, gleich? König, lass mich deine Hände küssen, die den Schuldbrief einst zerrissen. Hingezahlt mein Lösegeld, sei gegrüßt, du Herderwert, doch Herr ist König.“

Manche Leute würden mich fragen: „Wer ist König?“ Nur einmal fragen wir so: Wer ist gemein? Wer, welcher Herr, welcher Herr ist König? Und darauf müssen wir merkwürdigerweise die Antwort geben: Der ist König, der gar kein bisschen Macht hatte und gar kein bisschen Macht wollte.

Lieben Freunden, je älter ich werde – und ich werde uralt – desto mehr kommen mir die Menschen wie Wettläufer vor. Wie Wettläufer, die mit keuchendem Atem rennen um den vordersten Platz, um Einfluss, um Macht. Das sieht man an jeder kleinen Schule: Wer wird Rektor? Das ist ein Rennen um die Macht vorne! Und das ist in jedem kleinen Betrieb so.

Dieses Rennen um die Macht findet man auch in Bonn, du liebe Zeit, wenn man da so die Emeriti durchschauen könnte. Dieses Rennen um die Macht! Hoffentlich vergessen sie dabei nicht, dass wir auch noch da sind. Und das ist in allen Hauptstädten der Welt so, das ist in der ganzen Welt so, das ist in der Kirche sogar so. Ein atemberaubendes, korrigierendes Wettrennen, wer vorne ist.

Und da ist einer, der stehen geblieben ist, der nicht mitgelaufen ist, der sogar herumgedreht hat und in die andere Richtung ging. Das ist Jesus. Er ging in die Niedrigkeit. Lesen Sie mal die Geschichten von Jesus: Nichts von Macht. Er entäußerte sich selbst, er hat sie weggelegt.

Und da lacht die Welt. Was meinen Sie? Sagen Sie das mal einem, der rennt: Da ist Jesus, der hat gar keine Macht gewollt. Da lacht die Welt und sagt: „Ja, nein, so kann man nichts werden.“ So kann man nichts werden.

Da sage ich: Arme Welt, der Herr ist König! Verstehen Sie, das ist die Antwort Gottes: Der Herr ist König, der nach der anderen Richtung ging – unerhört.

Die Himmelfahrt als Zeichen der Königsherrschaft

Ich habe die Himmelfahrtsgeschichte so gern. Sie werden sicherlich schon bemerkt haben, dass diese Predigt dem Himmelfahrtsfest ein wenig ins Gehege kommt. Ich muss offen gestehen, dass ich mich nur schwer von dem mir so lieben Himmelfahrtsfest trennen kann, nicht wahr?

Ich habe den Sonntag noch so günstig mitgenommen. Ich mag diese Himmelfahrtsgeschichte sehr, wie Jesus seine Jünger auf den Ölberg führt und ihnen etwas Wichtiges eröffnet. Denken Sie daran: Der Mann aus Nazareth, der noch die Nägelmale trägt, den niemand anerkennt, sagt: „Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden.“

Dann nimmt eine Wolke ihn vor ihren Augen weg. Ich sage noch einmal: Die Bibel lässt uns hinter die Wolke blicken. Hinter der Wolke ist der starke Gott, der seinem Sohn sagt: „Komm, setz dich zu meiner Rechten, bis dass ich alle deine Feinde lege zum Schemel deiner Füße.“

Doch der Herr ist König. Ah, lieber Freund, wenn der Glaube müde werden will, dann darf man aufschauen zu dem, der sich zu Rechten des Vaters gesetzt hat. Dem, der nicht alles zutraut, der auch die Sache meiner Seele anbefehlen will. Der Herr ist König.

Die Herausforderung des Königtums Jesu in der Welt

Nun muss ich allerdings ein kleines Geständnis ablegen: Diese atemberaubende Botschaft, dass über alle Welt nicht nur die Kirche, sondern die ganze Welt Jesus König ist, ist so überwältigend, dass sie mich oft wirklich verwirrt.

Sehen Sie, da gibt es tapfere Männer – ich denke an Männer wie Niemöller – die es ganz ernst meinen und sagen: Der Herr ist König. Und dann gehen sie hinaus in die Welt und rufen: Hört mal, der Herr ist König! Hört auf mit euren verfluchten Kriegen, hört auf mit euren elenden Atombomben, nieder mit den Waffen! Der Herr ist König, und er will das nicht.

Ist das richtig? Ist das die richtige Konsequenz? Liebe Leute, ich bitte Sie: Seien Sie nicht in einer politischen Versammlung, wo sofort, wenn man ein Wort hört, ein Gottschluss entsteht und man nicht mehr denken kann. Denken Sie mit! Christen sind nie Gottschlussmenschen.

Es gibt tapfere Männer in der Welt, die zu den Mächtigen der Erde gehen und sagen: Macht Schluss mit eurer Korruption, eurer Ungerechtigkeit, euren falschen Justizurteilen, eurer Unterdrückung! Ich denke an meinen Freund und Bruder Casades in Straßburg, der zu den Franzosen sagt: Macht Schluss mit Algerien, hört auf! Der Herr ist König, der will das nicht.

Und wenn ich so etwas höre, dann denke ich: Wenn wir alle den Mut hätten, die Königsherrschaft Jesu so ernst zu nehmen und so auszurufen, in die Welt zu schreien, nicht damit, dass die Welt das hören soll, sondern dass der Herr König ist und sein Wille gilt – und nicht eure Furcht, Angst und euer Egoismus.

An die Mächtigen der Erde sagt der Herr, wie er es hier dient und nicht herrscht. Und zur gleichen Zeit, meine Freunde, weiß ich ganz genau: Die Bibel sagt es, dass das Königtum Jesu ein großes Geheimnis ist, das nur die kennen, die Jesus gefunden haben. Die Welt kapiert das Königtum Jesu nicht, sie kann es nicht begreifen.

Und das ist das andere, was man uns sagen möchte: Dann lass die Welt ihre törichten Wege laufen, und sehen wir zu, dass doch König Jesus in seiner Gemeinde Herr wird.

Sehen Sie, ich sage: Die Botschaft "Der Herr ist König" ist so atemberaubend, dass sie mich oft verwirrt und ich oft hin- und hergerissen bin. Ich lege ein Bekenntnis ab, und wer dieses Hin- und Hergerissensein nicht kennt, der hat, glaube ich, noch nicht viel vom Königtum Jesu begriffen.

Ich lasse es hier offen, da muss jeder seinen Weg gehen. Aber eins weiß ich: Jesus wird wiederkommen, und dann wird sein Königtum aller Welt offenbart. Wenn Jesus wiederkommt, dann muss die ganze Erde sehen und bekennen – ob sie will oder nicht –, dass er König ist. Und dann beginnt ein Regiment, bei dem man sagen kann: Das Erdreich freue sich.

Ich bin froh, dass all die Probleme, die es mit sich bringt, dass Jesu Königtum so verborgen ist, gelöst werden, wenn er wiederkommt. Und ich muss sagen: Die Weltgeschichte eilt mit Riesenschritten auf die Offenbarung der Königsherrschaft Jesu zu. Wir sind bald am Ende.

Und nun zum Zweiten, was Mut macht zum Glauben: Der Herr ist König, zweitens: Er kann gut regieren.

Hier steht: Der Herr ist König, darum freue sich das Erdreich. Also zweitens: Jesus kann wohl regieren. Unser Text sagt: Der Herr ist König, und es gibt keinen anderen, der so wundervoll regieren kann. Darum kann das Erdreich sich freuen, dass es solch einen König bekommen hat.

Der Herr ist König, das Erdreich freue sich. Sehen Sie, es geschieht ja permanent in dieser Welt, dass Präsidenten, Diktatoren und Könige an die Macht kommen. Aktuell ist die Türkei gerade mal wieder so richtig dran, nicht? Das passiert immer wieder in den Ländern der Erde.

Und jedes Mal, wenn jemand zur Macht kommt, gibt es großen Jubel, Volksjubel, Fahnen schwenken, Böllerschießen. Und wer ein bisschen durchschaut, der muss oft denken: Man möchte lieber weinen und klagen – armes Volk, armes Volk.

Bezüglich der Erinnerung an das Jahr 1930 möchte man all den Jubel oft mit den Worten überschreien: armes Volk! Zwar ist Jesus anders, doch Herr ist König, und wie es der Geist Gottes sagt: Das Erdreich freue sich.

Hier ist einer, der regieren kann. Das kann man erfahren, meine Freunde, das kann man einfach erfahren.

Ich habe meinen Jungs oft von dem norwegischen Missionar Lars Olsen Krefsrud erzählt. Er hat mich sehr beschäftigt. In seiner Jugend war er am Habanger Fjord ein wilder Schläger, eine Gefahr für seine Umgebung, bis er im Gefängnis landete.

Dort kam dieser Bursche mit dem Neuen Testament in die Hand, und Jesus kam zu ihm. Er sah den Mann mit der Dornenkrone und den, der auffährt gen Himmel, und wurde sein Eigentum.

Nur, meine Freunde, geschah eine große Änderung: Nun regiert Jesus diesen starken jungen Mann. Und wie regiert Jesus? So, dass dieses verkorkste Leben ein Segen wird – ein gewaltiger Segen.

Es reizt mich jetzt, von Krefsrud zu erzählen, aber das ist eine Nebenlinie. Ein gewaltiger Segen! An einem Mann wird deutlich, dass Jesus regieren kann.

Kommt ein Mensch unter das Regiment Jesu, dann wird an diesem Menschen deutlich, wie fein Jesus regieren kann. Und das wird an Familien deutlich.

Ich denke im Augenblick an eine bestimmte Familie, die so viel Streit hatte, dass sie völlig auseinanderbrach. Junge, prächtige Leute, aber beide profitiert.

Dann kommt Jesus ganz merkwürdig und will durch einen gewaltigen Eingriff zum Glauben führen. Sie wehrt sich mit Händen und Füßen, und Jahre später ist sie Jesu Eigentum.

Nun fangen sie miteinander neu an. Sie waren auseinandergerannt – so wie Hunde auseinanderlaufen, so ist das heute Mode. Das Bartchen läuft aufeinander, wir sind mehr Menschen, wir sind Viecher geworden.

Nun fangen sie neu an, unter dem Regiment Jesu Christi, und nun wird es neu. Nicht ganz einfach, oft gibt es Probleme, aber unter Jesu Regiment wird es schön und neu.

Jesus kann regieren, liebe Freunde. Er kann gut regieren. Sehen Sie einfach, weil er anders regiert als alle Regierungen der Welt.

Sehen Sie, eine Regierung dieser Welt kann gar nicht anders, als sie anfängt womit? Mit Polizei. Als im Jahr 1945 alles kaputt war, war das Erste, was aufgestellt wurde, die Polizei.

Man hieß sie Polizei, aber sie war da. Ich habe mich richtig gefreut, dass erst mal Polizei da war.

Ja, und wenn die Polizei steht, dann kommen die Finanzämter. Und es ist natürlich klar, dass ich hier keine politische Rede halte, das begreifen Sie hoffentlich.

Jesus regiert ernsthaft anders. Er fängt damit an, dass er innerlich einem Menschen das Herz gewinnt durch seine Liebe. Ein Mensch entdeckt: Ich bin elend, arm und verloren, und er liebt mich bis zum Tode. Wem anders sollte ich mich ergeben?

Dann nimmt er sich um uns an wie ein guter Hirte. Er bringt unser Leben in Ordnung durch sein Blut, das reinigt und vergibt, durch seinen Geist, der ordnet und regiert uns ganz innerlich durch seinen Geist und sein Wort.

In seinem Reich gibt es eigentlich nur ein Gesetz: "Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr einander liebt."

Das ist wohl regiert, nicht? Das ist gut regiert. Dieser Herr ist König, ich verstehe, dass der Psalmist ausruft: Das Erdreich freue sich.

Und nun muss ich das Entsetzliche aussprechen, was alle wissen und was jetzt doch am Tisch gelegt werden muss: Der Herr ist König, das Erdreich freue sich – aber das Erdreich denkt ganz und gar nicht daran, sich zu freuen.

Das Erdreich lehnt Jesus und seine Regierungskunst ab. Er ist der Stein, den die Bauleute verworfen haben.

Die Herzen hängen sich lieber an jeden machtgierigen Scharlatan, ehe sie Jesus etwas zutrauen als König.

Das Zeichen seiner Liebe, sein Kreuz, wird kultisch und liturgisch eingekapselt, und man kreuzigt sich täglich neu.

Der Tag seiner Thronbesteigung wird zum albernsten und makabernsten aller Feste: zum Vatertag, zum Tag der Strohhütchen und der Herrenpatine – der Tag der Thronbesteigung Jesu. Armes Erdreich!

Und da ist kein Wunder, dass das Erdreich sich nicht freuen kann, sondern dass Elend, Jammer, Streit, Angst und Furcht einkehren.

Wer lebt in Furcht? Ist Jesus gescheitert? Oh nein! So bleibt das eine Verheißung, das kommt, wenn er wiederkommt.

Doch Herr ist König, das Erdreich freue sich – das wird kommen, wenn er in Herrlichkeit wiederkommt.

So ist das Wort ohne Verheißung auch sein Wiederkommen.

Aber lassen Sie mich noch kurz und zuletzt sagen: Wenn die Welt heute das nicht hören will, dann wollen wir anfangen, uns zu freuen.

Die Bibel, unser Reich Gottes und die Welt sind so voll Probleme, dass ich einfach wieder dahin flüchten kann, dass ich so ein Wort für mich übersetze: Doch Herr ist König, das freue sich mein Herz.

Und ich bin überzeugt, dass mein Herr und Heiland damit einverstanden ist.

Und ich möchte im dritten Teil bitten, dass wir anfangen, uns zu freuen, dass der Herr König ist. Das bedeutet nämlich sehr viel, das macht Mut zum Glauben.

Ich will das nur so eben skizzieren.

Sehen Sie, wenn ich morgens die Zeitung aufschlage, da wird einem doch Angst, nicht?

Kreuzschock hat wieder getobt, und Eisenhauer, Adenauer, Allnauer und all die anderen da – und da wird einem Angst, wohin das alles führt.

In einer großen Zeitung war in diesen Tagen ein Artikel, dass all die Kriege entstanden, weil die Männer, die verantwortlich waren, die Dinge nicht mehr anhalten konnten.

Komme ich an Angst? Nein, die blöden schlagen es einfach gar nicht mehr auf. Das hat auch etwas für sich, aber es ist ein ganz kleines bisschen Vogel-Strauß-Politik, nicht?

Dann darf ich mir sagen: Doch, Herr ist König, keine Bange. Wilhelm Busch: Die Machtfrage ist gelöst, ich kann lachen über alle Ängste hinweg.

Doch er ist König, er wird wiederkommen. Wohin treibt alles so oder so?

Plötzlich sind es nicht mehr bloß dunkle Wolken, sondern wir sehen, wie dunkle Wolken vorüberziehen zur hellen Sonne.

Doch Herr ist mein König, das freut sich mein Herz.

Das bedeutet: Nun bin ich nicht mehr ein Spielball von Modemeinungen.

Denken Sie mal, was ein richtiger Deutscher etwa um sechzig in den letzten sechzig Jahren alles glauben musste, nicht?

Und wenn ich sagen darf: Der Herr ist mein König, bin ich nicht mehr Spielball der Modemeinungen.

Auch nicht mehr Spielball der dämonischen Mächte aus dem Abgrund. Davon wissen wir, wie der Teufel mit uns spielen kann.

Wenn ich sagen kann: Der Herr Jesus, der Mann in der Dornenkrone, der mich mit seinem Blut erkauft hat, der mich teuer genug erkauft hat – der ist mein König –, dann bin ich dem entnommen.

Doch Herr ist König, mein König, das freut sich mein Herz.

Das bedeutet: Nun wird er auch mit mir fertig werden.

Seien wir mal ganz ehrlich, Freunde: Werden Sie mit sich fertig? Ich nicht.

Wer wird mit sich fertig? Es ist keiner hier, der nicht gern den Willen Gottes tun möchte.

Und wer tut es? Es gibt so viel Heidentum, Rebellion, Unglaube, Zweifel, Gottlosigkeit hier drin, in unser aller Herz, und wir wären nicht mit uns fertig.

Doch Herr ist König, mein König, der mich am Kreuz mit seinem Blut erkauft hat.

Jetzt darf ich glauben, er wird fertig werden mit mir, er wird sich unterwerfen, was sich gegen ihn erhebt, was mich dem Teufel unterwerfen will.

Das Geheimnis einer christlichen Heiligung besteht im Glauben, dass ich glaube: Der Herr ist mein König, das freut sich mein Herz.

Der Vater hat ihm gesagt: Ich lege deine Feinde zum Schemel deiner Füße, auch die Feinde, die hier drin sich erheben gegen ihn.

Sehen Sie, das ist eine große Sache zu wissen: Er ist mein König.

Da sieht man die Welt und die Nöte und Probleme seines Herzens auf einmal im Glauben anders.

So möchte ich Sie bitten: Warten wir, bis der Herr wiederkommt, dann wird das Wort ganz wahr werden.

Und inzwischen soll es unter uns gelten: Der Herr ist mein König, das freut sich mein Herz.

Wem anders sollte ich mich ergeben, o König, der am Kreuz verblutet?

Hier opfere ich dir mein Gut und Leben, mein ganzes Herz ergießt sich.

Dir schwöre ich zu, der Kreuzesfahne als Streiter und als Untertan.

Lassen Sie uns beten:

Herr, öffne du blinde Augen in dieser blinden und dunklen Welt, dass wir es fassen, sehen und froh werden: Du bist König, nun darf ich mich freuen. Amen.

Die Ablehnung der Königsherrschaft Jesu durch die Welt

Und nun muss ich das Entsetzliche aussprechen, was alle wissen und was jetzt doch am Tisch gelegt werden muss: Der Herr ist König. Deswegen soll sich das Erdreich freuen. Doch das Erdreich denkt ganz und gar nicht daran, sich zu freuen. Es lehnt Jesus und seine Regierungsgewalt ab.

Er ist der Stein, den die Bauleute verworfen haben. Die Herzen hängen sich lieber an jeden machtgierigen Scharlatan, ehe sie Jesus etwas zutrauen als König. Das Zeichen seiner Liebe, sein Kreuz, wird kultisch und liturgisch eingekapselt. Man kreuzt sich täglich neu.

Der Tag seiner Thronbesteigung wird zum albernsten und makabersten aller Feste: zum Vatertag, zum Tag der Strohhütchen und der Herrenpatine. Der Tag der Thronbesteigung Jesu – armes Erdreich!

Und da ist kein Wunder, dass das Erdreich sich nicht freuen kann. Stattdessen kehren Elend, Jammer, Streit, Angst und Furcht ein. Wer lebt in Furcht? Ist Jesus gescheitert? Oh nein! So bleibt das eine Verheißung, die noch kommt, wenn er wiederkommt.

Doch Herr ist König. Deswegen soll sich das Erdreich freuen. Das wird kommen, wenn er in Herrlichkeit wiederkommt. So ist das Wort ohne Verheißung auch sein Wiederkommen.

Die persönliche Freude am Königtum Jesu

Aber lassen Sie mich noch kurz und zum Schluss etwas sagen: Wenn die Welt heute das nicht hören will, dann wollen wir anfangen, uns zu freuen. Die Bibel, unser Reich Gottes und die Welt sind so voll von Problemen, dass ich einfach wieder dahin flüchten kann, wo ich ein Wort für mich übersetze: Doch der Herr ist König. Darüber freut sich mein Herz, und ich bin überzeugt, dass mein Herr und Heiland damit einverstanden ist.

Ich möchte Sie bitten, im dritten Teil wollen wir anfangen, uns zu freuen, dass der Herr König ist. Das bedeutet nämlich sehr viel und macht Mut zum Glauben. Ich will das nur kurz skizzieren.

Sehen Sie, wenn ich morgens die Zeitung aufschlage, dann wird einem doch Angst, nicht wahr? Kreuzschock wieder getobt, und Eisenhauer, Adenhauer, Allnauer und all die „Hauer“ da – da wird einem Angst. Wohin steuern denn alle miteinander? In einer großen Zeitung war in diesen Tagen ein Artikel, dass all die Kriege entstanden, weil die Männer, die verantwortlich waren, die Dinge nicht mehr in den Griff bekommen konnten.

Ich habe Angst, wenn ich die Nachrichten nicht mehr lese. Das hat auch etwas für sich, aber es ist ein ganz kleines bisschen Vogel-Strauß-Politik, nicht wahr? Und dann darf ich mir sagen: Doch, der Herr ist König, keine Bange, Wilhelm Busch – die Machtfrage ist gelöst. Ich kann lachen über alle Ängste hinweg, denn er ist König. Er wird wiederkommen, und wohin das alles treibt, das entscheidet er so oder so.

Plötzlich sind es nicht mehr nur dunkle Wolken, sondern wir sehen, wie dunkle Wolken vorüberziehen und die helle Sonne erscheint. Doch der Herr ist mein König, darüber freut sich mein Herz.

Das bedeutet: Nun bin ich nicht mehr ein Spielball von Modemeinungen. Denken Sie mal, was ein richtiger Deutscher etwa um die sechzig in den letzten sechzig Jahren alles glauben musste. Und wenn ich sagen darf: Der Herr ist mein König, bin ich nicht mehr Spielball der Modemeinungen. Auch nicht mehr Spielball der dämonischen Mächte aus dem Abgrund. Wir wissen, wie der Teufel mit uns spielen kann.

Wenn ich sagen kann: Der Herr Jesus, der Mann mit der Dornenkrone, der mich mit seinem Blut erkauft hat, der mich teuer genug erkauft hat, der ist mein König, dann bin ich dem entnommen. Doch der Herr ist König, mein König, darüber freut sich mein Herz.

Das bedeutet: Nun wird er auch mit mir fertig werden. Seien wir mal ganz ehrlich, Freunde: Werden Sie mit sich selbst fertig? Ich nicht. Wer wird mit sich fertig? Es ist keiner hier, der nicht gern den Willen Gottes tun möchte. Und wer tut es? Es gibt so viel Heidentum, Rebellion, Unglaube, Zweifel und Gottlosigkeit hier drin, in unser aller Herz, und wir wären nicht mit uns fertig.

Doch der Herr ist König, mein König, der mich am Kreuz mit seinem Blut erkauft hat. Jetzt darf ich glauben, dass er mit mir fertig werden wird. Er wird sich unterwerfen, was sich gegen ihn erhebt, was mich dem Teufel unterwerfen will.

Das Geheimnis einer christlichen Heiligung besteht im Glauben, dass ich glaube: Der Herr ist mein König, darüber freut sich mein Herz. Der Vater hat ihm gesagt: Ich lege deine Feinde zum Schemel deiner Füße, auch die Feinde, die hier in uns sind und sich gegen ihn erheben.

Sehen Sie, das ist eine große Sache zu wissen: Er ist mein König. Da sieht man die Welt und die Nöte und Probleme seines Herzens auf einmal im Glauben ganz anders.

So möchte ich Sie bitten: Warten wir, bis der Herr wiederkommt. Dann wird das Wort ganz wahr werden. Und inzwischen soll es unter uns gelten: Der Herr ist mein König, darüber freut sich mein Herz.

Wem anders sollte ich mich ergeben, als dem König, der am Kreuz verblutet ist? Hier opfere ich dir mein Gut und Leben, mein ganzes Herz ergießt sich. Dir schwöre ich zu, der Kreuzesfahne als Streiter und als Untertan.

Lassen Sie uns beten: Herr, öffne du blinde Augen in dieser blinden und dunklen Welt, dass wir es fassen, sehen und froh werden: Du bist König, nun darf ich mich freuen. Amen.