Einführung: Warnung und Rettung im Blick auf die Wiederkunft Christi
Gott wird Mensch – Leben und Lehre des Mannes, der Retter und Richter, Weg, Wahrheit und Leben ist.
Episode 618: Die Wiederkunft Christi, Teil 5
Der Herr Jesus warnt seine Jünger
Lukas 17,32: Denkt an Lots Frau.
Lots Frau soll für die Jünger im Hinblick auf die Wiederkunft Christi ein warnendes Beispiel sein. Die Frage lautet: Wofür? Die Antwort ist, dass man zwar auf dem Weg ist, gerettet zu werden, es aber nicht schafft.
Bevor ich weitermache, muss ich noch einmal betonen, dass es in der geistlichen Waffenrüstung einen Helm des Heils gibt. Wir dürfen wissen, dass wir gerettet sind. Diese Rettung ist jedoch an unseren Glauben gebunden.
Wir werden also nicht gerettet, weil wir irgendwann in der Vergangenheit einmal ein Ritual durchlaufen, ein Bekenntnis abgelegt oder einer Kirche beigetreten sind. Rettung hängt immer an Jesus – auf ihn zu blicken, ihm zu folgen und zu tun, was er sagt.
Und wo wir es nicht schaffen, im Licht zu leben, sollen wir unsere Sünde ehrlich bekennen und sie mit seiner Kraft lassen. Darum geht es. Das ist alles.
Der Weg des Glaubens: Vertrauen und Bewahrung in Christus
Wir sind auf einem Weg durch die Wüste und folgen dem Engel, der vorangeht. Wir sind die Schafe, die dem guten Hirten hinterherlaufen. Wir sind Jünger Jesu, die ihrem Rabbi nachfolgen.
Such dir ein Bild aus, aber verstehe bitte, dass Heilssicherheit dort zu finden ist, wo wir mit Jesus unterwegs sind. Alles hängt am Glauben, also am gelebten Vertrauen in Gott.
Erster Petrus 1,5: „Die ihr in der Kraft Gottes durch Glauben bewahrt werdet, zur Rettung, die bereitsteht, in der letzten Zeit offenbart zu werden.“ Es gibt eine zukünftige Rettung, und diese wird in der letzten Zeit offenbart, wenn Jesus wiederkommt.
Wie erreichen wir sie? Erstens in der Kraft Gottes, zweitens durch Glauben. Dabei dürfen wir wissen, dass nichts uns einfach so aus dieser Beziehung zum Herrn Jesus reißen kann. Bei ihm, Achtung, in seiner Nähe sind wir sicher.
Römer 8,38-39: „Denn ich bin überzeugt, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, noch Mächte, weder Höhe noch Tiefe, noch irgendein anderes Geschöpf uns wird scheiden können von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.“
Nichts kann uns von Gottes Liebe scheiden. Er will uns.
Die Herausforderung der Treue: Glaube als Lebensprinzip
Bleibt die Frage: Wollen wir ihn auch? Ist unser Glaube geprägt von Treue und Echtheit?
Rettung ist in der Bibel natürlich mit dem Moment verknüpft, in dem ich Buße tue und mich bekehre. Dieser Moment ist jedoch eher ein Startschuss als ein Zieleinlauf. Rettender Glaube ist ein Lebensprinzip, mit dem ich an Gott hänge und das sich im Alltag zeigt.
Deshalb geht es nicht nur darum, sich zu bekehren, sondern auch darum, einen guten Kampf zu kämpfen, den Lauf zu vollenden und den Glauben sowie ein gutes Gewissen zu bewahren. Wir legen alle Bürde und Sünde ab, laufen mit Ausdauer den schmalen Weg und ringen darum, durch die schmale Pforte ins Reich Gottes hineinzugehen.
Wir reifen, kämpfen, wandeln im Licht, tun gute Werke und prüfen uns selbst. Es geht uns um Nachfolge, Ausharren, Heiligung und Wachsamkeit. Es geht um Kreuztragen, Selbstverleugnung, Frucht bringen und um Treue im Kleinen.
Es geht darum, das ewige Leben zu ergreifen, einen fulminanten Eingang ins Reich Gottes vorzubereiten, die Werke Jesu bis zum Schluss zu tun und ein Überwinderleben zu führen. Wir wollen nicht aus der Gnade fallen, nicht bitter werden, den Lohn nicht verlieren, nicht mutwillig sündigen und kein ungläubiges Herz entwickeln.
Es geht darum, das Ziel unseres Glaubens zu erlangen, und das ist die Errettung der Seelen.
Die ernste Mahnung: Konsequenzen von Halbherzigkeit und Rückblick
Ich habe mir schon überlegt, ob man diese Aufzählung einfach so präsentieren sollte. Ich möchte ja niemandem Angst machen. Aber so spricht der Heilige Geist zu uns, und wir tun gut daran, ihn ernst zu nehmen.
All diese Dinge beschreiben das Leben einer Rebe, die am Weinstock Jesus bleibt, oder eines Schafs, das dem guten Hirten auch durch das Tal des Todesschattens folgt. Ebenso gilt es für einen Knecht, der seinem Herrn auch nach Feierabend noch gehorsam dient.
Wir glauben, und Gott wirkt all diese Dinge, die ich aufgezählt habe, durch seine Kraft in uns. Das ist die gute Nachricht. Aber es gilt auch: Hören wir damit auf, Gott zu vertrauen, wird unser geistliches Leben erstarren – so wie Loths Frau.
Rettender Glaube ist ein Lebensprinzip. Der Herr Jesus fordert uns auf, über das Schicksal von Loths Frau nachzudenken. Was stimmt bei ihr nicht? Die Antwort ist: Sie beginnt mit der Errettung, läuft los und ist schon aus Sodom heraus. Aber sie kommt nicht im Gebirge an. Warum? Sie schaut in die falsche Richtung.
Aber was ist daran so schlimm? Erinnert euch bitte an Lukas 9,62: „Jesus aber sprach zu ihm: Niemand, der seine Hand an den Pflug gelegt hat und zurückblickt, ist tauglich für das Reich Gottes.“
Der Blick zurück drückt aus, was sich in meinem Herzen abspielt. Es geht um die Frage: Woran hängt dein Herz? Hängt es wirklich einzig am Herrn, oder versuchst du, den Herrn zu lieben und noch etwas anderes?
Die Unvereinbarkeit geteilter Loyalitäten: Ganzheitliche Hingabe an Jesus
Erinnert euch daran, dass Jesus gesagt hat, wir sollen nichts mehr lieben als ihn – nicht einmal unser eigenes Leben.
Er drückt das sogar noch kompromissloser aus: „So kann nun keiner von euch, der nicht allem entsagt, was er hat, mein Jünger sein“ (Lukas 14,33).
Das Problem heißt geteilte Loyalität, Halbherzigkeit. Man sagt: „Ich will Jesus nachfolgen, aber es gibt noch viele andere Dinge, die mein Herz betören.“ Dabei können wir nicht zwei Herren dienen. Es ist wirklich unmöglich.
Jakobus warnt uns vor Wankelmütigkeit und geistlichem Ehebruch, wenn wir gleichzeitig Freunde Gottes und Freunde der Welt sein wollen.
Hosea spricht vom geteilten Herzen, und Hesekiel warnt vor Götzen im Herzen.
Dringlichkeit der Entscheidung am Tag der Wiederkunft
Und jetzt kommen wir zu unserem Text zurück: Lukas 17,36-37.
An jenem Tag, wer auf dem Dach sein wird und sein Gerät im Haus hat, der steige nicht hinab, um es zu holen. Und wer auf dem Feld ist, wende sich ebenso wenig zurück.
Worin besteht hier das Problem? Jesus kommt wieder, und jemand möchte noch schnell etwas aus dem Haus holen. Jesus sagt: Tu das nicht! Egal, ob du auf dem Feld bist oder auf dem Flachdach – tu es nicht. Denk an die Frau von Lot, die sich umdrehte und alles verlor. Pass auf, dass dir das nicht geschieht.
Wenn Jesus kommt, darf es in deinem Herzen nur eine Priorität geben, und diese muss Jesus sein. Natürlich sollte das schon vorher so sein, aber an jenem Tag ist es von allergrößter Bedeutung, dass wir nur nach vorne schauen. Nichts hat dann noch neben Jesus Platz.
Abschluss: Leben in der Erwartung der Begegnung mit Jesus
Lebe heute so, dass Jesus deine einzige Freude ist. Wenn das der Fall ist, dann ist jeder Tag wie der Tag seiner Ankunft. Dieser Tag ist der Moment, an dem sich dein einziger Wunsch erfüllt: ihm zu begegnen.
Was könntest du jetzt tun? Denke darüber nach, wie es heute um dein Herz bestellt ist. Woran hängt es?
Das war es für heute. Du möchtest dich theologisch weiterbilden? Schau einmal bei bta-dual-ost vorbei. Der Link ist im Skript enthalten.
Der Herr segne dich, erfahre seine Gnade und lebe in seinem Frieden. Amen.
