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Leben wir wirklich in der Endzeit? - Augsburger Bibeltage, Teil 2/2

01.06.2007
SerieTeil 2 / 2Leben wir wirklich in der Endzeit? - Augsburger Bibeltage
Kriege, Krisen, Verführung: Sind das schon die Vorboten der Wiederkunft? Der Blick auf die Welt zeigt ein Muster, das wachrüttelt – und die Frage stellt: Bist du bereit?

Einführung in die Endzeitrede

War am Dienstag vor Karfreitag zusammen mit den Jüngern auf dem Ölberg. Die Jünger fragten: Was ist das Zeichen, wenn du wiederkommen wirst? Eben nicht mehr als der Leidende, sondern als der herrschende Messias.
Jesus Christus gibt ihnen dafür nicht nur ein einzelnes Zeichen, sondern eine ganze Serie von Zeichen. Wir wollen uns mit den dreizehn Zeichen vor der Wiederkunft Christi beschäftigen, die heute sichtbar sind.
Sie können diese Endzeitrede in Ihrer Bibel nachlesen, in Matthäus 24, Markus 13 und Lukas 21. Ganz wichtig: Diese Zeichen werden ausdrücklich genannt in Matthäus 24,8: Geburtswehen. Alles dieses aber ist der Anfang der Geburtswehen.
Nun, wie verlaufen Geburtswehen? Sie kommen nicht einfach einmal, und dann ist das Kind da. Sondern sie kündigen sich an, werden immer häufiger. Das heißt, tendenziell werden die Abstände zwischen den Wehen kürzer, und sie werden auch immer schmerzhafter, bis es dann am Schluss, man kann sagen, zur Eskalation der Schmerzen kommt, zu den Presswehen. Und dann, auf dem Höhepunkt der Not der Frau, kommt die große Freude: Ein Mensch ist in die Welt hineingekommen.
Und es ist wirklich so: Eine Frau vergisst die Schmerzen. Also, meine Frau wollte nach kurzer Zeit schon wieder ein weiteres Kind. Als Mädchen hatte sie den Wunsch, sie möchte einmal sechs Kinder haben, und jetzt hat sie sechs Kinder. Und dann erst noch drei Jungs und drei Mädchen. Ja, also, ich will damit erklären: Ich habe das so miterlebt, und darum kann man das dann auch sehr gut nachempfinden, was mit diesen Geburtswehen gemeint ist.
Der Herr Jesus spricht ja über das Ende dieses Zeitalters. Und die Jünger fragen: Was ist der Abschluss? Was sind die Zeichen für das Ende dieses Zeitalters, wo er dann wiederkommen wird? Und so ist ja die Schwangerschaft auch eine Zeitperiode, ein Zeitalter von neun Monaten. Und niemand kann genau sagen, an welchem Tag und zu welcher Stunde das Kind in die Welt kommen wird. Aber man kann doch die Periode voraussagen, wenn man diese Zeichen der Zeit am Ende der Schwangerschaft beachtet. Die sind sehr, sehr deutlich.
Man kann das ja theoretisch ausrechnen, wann ein Kind auf die Welt kommt, aber das ist sehr oft falsch, haben wir auch so erlebt. Wichtig ist, dass man dann auf die Zeichen der Zeit achtet. Und wenn dann eben diese Regelmäßigkeit der Wehen eintritt, dann muss man wirklich auch bereit sein für die Geburt, ja? Ob zu Hause oder im Spital, das ist dann nicht so ganz wichtig.
Und so sind also diese Zeichen, die wir jetzt betrachten werden, nicht Ereignisse, die einmal punktuell in Erscheinung treten sollen, sondern Zeichen, die zyklisch wiederkehren und eine Tendenz des Immer-schlimmer-Werdens beinhalten.

Erste Zeichen: Verführung durch religiöse Machtansprüche

In unserer Zählung ist hier das erste Zeichen: Punkt neunzehn, Verführer, Zeichen und Wunder.
Jesus Christus sagt voraus, dass falsche Heilsbringer, falsche Messiasse und falsche Propheten mit Zeichen und Wundern kommen werden und viele verführen werden.
 Matthäus 24,4: Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Passt auf, dass euch niemand verführe; denn viele werden unter meinem Namen kommen und sagen: Ich bin der Messias. Und sie werden viele verführen.
Nun, wir haben seit den neunzehnhundertsechziger Jahren eine regelrechte Überschwemmung erlebt von Heilsbringern, ganz besonders aus dem Osten, von Gurus und Meistern, die Millionen von Menschen in das hinduistische und buddhistische Denken hineingeführt haben. Dann ist auch in den 60er- und 70er-Jahren die esoterische Welle, die New-Age-Bewegung, losgegangen. Sie hat das ganze Denken unserer Gesellschaft transformiert und aus einer materialistischen Gesellschaft eine esoterische Gesellschaft gemacht.
Und selbst innerhalb der Christenheit findet man im zwanzigsten Jahrhundert drei Wellen von Zeichen und Wundern, die immer stärker wurden. Die erste Welle ab 1906 kam von Amerika her und breitete sich dann bis nach Europa aus, mit Zeichen und Wundern, Heilungen, Leuten, die nach hinten umfielen, das Bewusstsein verloren und so weiter. Dann kam die zweite Welle in den 1960er-Jahren, die sogenannte charismatische Bewegung, und die war noch viel intensiver. Denn die erste Welle konnte die verschiedenen Kirchen eigentlich nicht so beeinflussen, sondern sie gruppierte sich außerhalb. Pfingstgemeinden wurden gegründet und so weiter. Aber die charismatische Bewegung war von Anfang an eine Bewegung, die in alle Kirchen hineinwirken wollte. Und das ist auch ganz massiv geschehen.
Dann hat man eine dritte Welle erlebt, ab den 1980er-Jahren. Das war die Welle mit dem Toronto-Segen, wo Leute massenweise durch eine Kraft erschlagen nach hinten auf den Rücken fielen. Dieser Toronto-Segen hat weltweit 50 Kirchen erreicht. Und da werden Zeichen und Wunder massenhaft vollbracht. Aber wenn man genau hinschaut, merkt man, dass diese Zeichen Unterschiede zu den biblischen Wundern von Jesus Christus aufweisen, Unterschiede zu den Wundern der Apostel.
Zum Beispiel haben die Apostel in Sprachen reden können, fremde Sprachen sprechen können, ohne sie gelernt zu haben. Aber sie konnten dann wirklich mit den Menschen sprechen und beherrschten die Sprachen. Und heute sind es Millionen, die in Zungen lallen und nicht einmal wissen, was sie sagen. Da merkt man: Das ist Imitation.
Aber es ist wirklich etwas Phänomenales, wie man das in zweitausend Jahren Kirchengeschichte nie erlebt hat. Und der Herr Jesus sagt in Matthäus 24,11: Und viele falsche Propheten werden aufstehen und werden viele verführen.
Sogar im evangelischen Bereich kamen viele Propheten, die gesagt haben, im Jahr 2000 werde die grösste Erweckung aller Zeiten ausbrechen, in Europa und in Amerika. Wohlverstanden: nicht in der Dritten Welt, dort gab es sie schon längst, sondern in Europa und Amerika. Und nichts davon hat sich erfüllt.
In der Bibel wird erklärt, in 5. Mose 18, dass ein Prophet, der einmal etwas Falsches voraussagt, sich als ein falscher Prophet erweist, der nicht von Gott gesandt ist.
 Matthäus 24,24: Denn es werden falsche Messiasse und falsche Propheten aufstehen und werden grosse Zeichen und Wunder tun, um so, wenn möglich, auch die Auserwählten zu verführen.
Hier wird sogar deutlich, dass diese Zeichen so gefährlich sein werden, dass sie sogar für wahre Gläubige, für die Auserwählten, eine Gefahr darstellen.
Noch eine Stelle: Matthäus 7,22. In der Bergpredigt sagte der Herr Jesus: Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: Herr, Herr, haben wir nicht durch deinen Namen prophetisch geredet und durch deinen Namen Dämonen ausgetrieben und durch deinen Namen viele Wunderwerke getan? Und dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch niemals gekannt; weicht von mir, ihr Übeltäter!
Was hier erschreckt, ist: viele. Es gab immer Wundertäter durch zweitausend Jahre hindurch, aber nie diese Massen von Propheten, von Tausenden, die sagen, sie hätten prophetische Offenbarungen wie heute. Noch nie.
Und was das Schreckliche ist: Hier spricht der Herr über Leute, die sich meinen, sie seien auf der richtigen Seite, und sie werden auf der falschen Seite stehen.

Kriege, Hunger und politische Erschütterungen

Punkt zwanzig: Kriege und Kriegsnachrichten
 Matthäus 24,6: Ihr werdet aber von Kriegen und Kriegsgerüchten hören. Passt auf, erschreckt nicht, denn dies alles muss geschehen, aber es ist noch nicht das Ende. Denn es wird sich Nation gegen Nation erheben und Königreich gegen Königreich.
Wie können Kriege ein Endzeitzeichen sein? Kriege gab es ja nachweislich durch die ganze Geschichte der Menschheit hindurch. Nun, hier spricht der Herr Jesus über Massenkriege, Nation gegen Nation, Königreich gegen Königreich. Weltkriege hat es nur zwei gegeben in der Weltgeschichte: den Ersten und den Zweiten.
Der Erste Weltkrieg fand von 1914 bis 1918 statt, einige Jahre nachdem die Juden begonnen hatten, ins Land zurückzukehren. Mit zehn Millionen Toten wurden zum ersten Mal chemische Massenvernichtungswaffen eingesetzt. Und dann im Zweiten Weltkrieg von 1939 bis 1945: 55 Millionen Tote und zum ersten Mal atomare Massenvernichtungswaffen, die eingesetzt wurden.
Das zwanzigste Jahrhundert, das Jahrhundert der Rückkehr der Juden, ist durch zwei Weltkriege, einzigartige Weltkriege, gekennzeichnet. Und jedes Mal war es schlimmer. Aber seit 1945 bis heute sind in Dutzenden von Kriegsgebieten weltweit nochmals etwa 55 Millionen Tote zu beklagen. Und durch all die Verfolgungen, durch die Bolschewisten usw. in Russland, in der Sowjetunion, muss man sagen: etwa 190 Millionen Tote durch Kriege und Verfolgungen im zwanzigsten Jahrhundert. Ein grausames Weh.
Einundzwanzigster Punkt: Hungersnöte.
Auch da könnte man sagen: Das hat es doch immer wieder gegeben, Hungersnöte. Ja, natürlich. Matthäus 24,7: Und es werden Hungersnöte sein an verschiedenen Orten.
Das zwanzigste Jahrhundert wurde zu Recht das Jahrhundert der Hungersnöte genannt, in dem Hunderte von Millionen Menschen Hunger leiden mussten. Ich kann mich noch an Erinnerungen vor Jahrzehnten erinnern, wie man sich so langsam begonnen hat, an diese schrecklichen, mahnenden Bilder aus Biafra zu gewöhnen: kleine Kinder mit aufgedunsenem Bauch, die verhungern. Grässliche Bilder. Und man wusste: Jahr für Jahr sterben Millionen von Menschen, und es ist bis heute so.
Heute Abend werden 800 Millionen Menschen hungrig zu Bett gehen. Wenn man bedenkt, dass zur Zeit Jesu die Weltbevölkerung etwa 300 Millionen betrug, dann ist das erschreckend. Ja, es ist so schrecklich, aber es ist ein großes Weh.
Und man bedenke: Es gäbe genügend Nahrung für die ganze Menschheit. Aber sie ist ungerecht verteilt, weil es so schlimme, ungerechte Diktatoren gibt, die die Hilfe auch verhindern.

Revolutionen und weltweite Unruhen

  1. Punkt: Revolutionen
Auch da könnte man sagen: Das ist doch nichts Besonderes. Revolutionen gab es schon immer. In der Schule haben wir gelernt: die Französische Revolution.
  1. Korinther 21,9 Wenn ihr aber von Kriegen und Empörungen, griechisch Akatastasiai, hören werdet, so erschreckt nicht, denn dies muss zuvor geschehen; aber das Ende ist nicht so gleich.
 Markus 13,8 Und es werden Hungersnöte und Unruhen, griechisch Tarachai, sein. Dies sind die Anfänge der Geburtswehen.
Nun, das 20. Jahrhundert ist gekennzeichnet durch die gewaltigsten Revolutionen der Weltgeschichte. Das fing an mit der russischen Revolution, 1905 bis 1917, und diese brachte Hunderte von Millionen Menschen in ein grausames Gefängnis aus Erz und Eisen.
Dann die Revolution in China, 1911 bis 1949. Ja, China ist ein wichtiger Teil der Welt; jeder ungefähr sechste Mensch ist ein Chinese. Dieser große Teil der Welt wurde förmlich geprägt. Hinzu kam die Kulturrevolution in China unter Mao, 1966 bis 1969, und da sind unvorstellbare Massen an Menschen abgeschlachtet worden.
Ich mag mich noch erinnern, in den sechziger Jahren, wie die Leute mit dem roten Büchlein herumgingen und diesen Mao verehrten. Das war einer der schrecklichsten Massenmörder der Welt und Vorbild der westlichen Jugend, die aussteigen wollte.
Dann die islamische Revolution in Persien 1979. Die war entscheidend wichtig. Warum? Damals wurde der Schah vertrieben. Das war der Moment, von dem man zum ersten Mal von islamischen Fundamentalisten zu sprechen begann.
Die Revolution in Persien war die vorzeigende Revolution, wie sie in allen islamischen Ländern durchgeführt werden soll, so dass diese Länder wirklich unter die islamische Herrschaft der Scharia kommen, und der nächste Schritt dann der Rest der Welt.
Die Revolution ist ganz entscheidend, und das ist der Anfang einer Serie von Revolutionen. Dazu die Intifada I und II, diese Palästinenseraufstände in Israel, 1987 bis 1993 und dann ab 2001 wieder neu. Die ganze Welt beschäftigt sich mit diesen Volksaufständen.
Nun, das ist genau das, was der Herr Jesus sagt in Lukas 21 und Markus 13. Das hat genau die Zeit der Rückkehr der Juden geprägt.

Krankheiten, Seuchen und Naturkatastrophen

  1. Punkt: Epidemien
Nun, schreckliche Krankheiten und Seuchen gab es ja zu allen Zeiten. Das ist so. Und es werden Hungersnöte und Seuchen sein an verschiedenen Orten. Im Griechischen steht hier für Seuchen Leumoi. Das bedeutet nicht nur Seuchen, sondern auch Epidemien und Krankheiten.
Die spanische Grippe war ja 1918 eine direkte Folge des Ersten Weltkrieges. Man nimmt an, dass dadurch circa 50 Millionen Menschenleben gefordert wurden. Niemand weiß es genau. Manchmal liest man auch Zahlen von 30 Millionen. Früher hat man es tiefer angegeben, heute gehen gewisse Leute, sogar Experten, bis auf 70 Millionen. Niemand weiß es genau, aber es war verheerend. Es sind mehr amerikanische Soldaten durch die spanische Grippe getötet worden als durch den Krieg.
Ja, und dann Aids, eine Seuche, die heute mindestens 50 Millionen Menschen betroffen hat. Bereits in den vergangenen Jahren sind 16 Millionen gestorben. Dann Hepatitis B und C. Es gibt viele Ärzte, die sagen, das sei noch viel schlimmer als Aids. In Deutschland zählt man etwa 800 Hepatitis-Kranke. Und die Ärzte sagen in Deutschland: „Wir sind sehr beunruhigt, weil die meisten Leute nicht wissen, warum sie die Krankheit haben, ob das durch Sexualität gekommen ist, außerehelich oder was auch immer.“
Hepatitis B kann man inzwischen impfen. Das lohnt sich übrigens. Ich weiß nicht, wie man das in Deutschland macht, aber in der Schweiz hat man begonnen, Reihenimpfungen in den Schulen durchzuführen. Das lohnt sich eben bei Kindern, die viel in Kontakt sind, zwischenmenschlich mit anderen Kindern. Und Hepatitis C? Nein, da kann man fast nichts machen. Ganz schlimm.
Pocken: Auf der WHO-Internetseite steht, dass in den fünfzig Jahren so Jahr für Jahr etwa 50 Millionen Menschen durch Pocken angesteckt worden sind. Ein großer Teil dieser Krankheit verläuft tödlich. Das heißt, man kann so hoch rechnen, dass im zwanzigsten Jahrhundert vielleicht eine halbe Milliarde, also 500 Millionen Menschen an Pocken gestorben sind.
Und vor etwa zwei Jahren hat die WHO mitgeteilt: Im zwanzigsten Jahrhundert haben wir hundert Millionen Nikotintote zu beklagen, Menschen, die an den Folgen des Rauchens direkt gestorben sind. Wenn es so weitergeht, sagt die WHO, wird es im einundzwanzigsten Jahrhundert eine Milliarde fordern. Und so könnte man weiterfahren. Das sind nur ein paar Beispiele.
Ja, vielleicht noch: Die UNICEF hat 2006 gemeldet, jährlich sterben 1,5 Millionen Kinder unter fünf Jahren an Krankheiten wegen unsauberem Trinkwasser. Das ist verheerend.
  1. Punkt: Erdbeben
Nun, da können Sie sagen: Ja, aber das ist nun wirklich kein Zeichen der Endzeit. Erdbeben hat es ja schon immer gegeben. Jawohl! Die tektonischen Platten der Erde waren immer in Bewegung. Matthäus 24,7: Und es werden Hungersnöte und Seuchen sein und Erdbeben an verschiedenen Orten.
Aber Sie müssen sich Folgendes überlegen: Noch nie hat die Erde gegen sieben Milliarden Menschen aufgewiesen. Es gab noch nie so viele Menschen. Das heißt, die Chance, dass durch Erdbeben Menschen zu Schaden kommen, ist so groß geworden wie noch nie in der ganzen Geschichte.
Wenn Sie eine Karte anschauen, eine Weltkarte mit den schlimmen Erdbebengebieten der Welt, da wo die geologischen Kontinentalplatten aufeinanderstoßen, dann stellen Sie fest: Die sind ganz besonders dicht bevölkert, ausgerechnet dort.
Und wenn Sie nochmals darüber nachdenken, dann stellen Sie fest: Aber das sind ja zur Hauptsache alles arme Völker, die nicht das Geld haben, um so gut zu bauen wie wir gegen Erdbeben. Es gibt eine lange, verheerende Liste von Erdbeben im zwanzigsten Jahrhundert. Ein paar Beispiele: Japan 1923, 150 Tote. Ich spreche nicht über die Verletzten. Turkmenien 1948, hunderttausend Tote. China 1976, 655 Tote. Die Regierung hat damals die Zahlen ganz massiv nach unten gehalten, aber heute weiß man mehr. Iran 2003, Sie mögen sich erinnern, es war um Weihnachten herum, 25 Tote. Pakistan 2005, circa 90 Tote. Das sind nur einige Beispiele.
Hier eine interessante Grafik der AP: Erdbeben von 1970 bis 2003. Und Sie sehen, dass die Erdbeben ständig ansteigen in der Häufigkeit. Das ist ja wie ein Vehenschreiber, der durchdreht, ja? Schrecklich!
 Lukas 21,11: Und es werden große Erdbeben sein an verschiedenen Orten.
  1. Sturmfluten
Das heißt, Katastrophen durch Tsunamis und Sturmfluten. In Lukas 21,25 lesen Sie das nach in Ihrer Bibel zuhause: Auf der Erde Bedrängnis der Nationen in Ratlosigkeit bei brausendem Meer und Sturmfluten.
Wir waren doch alle so entsetzt und betroffen, als 2004 diese Katastrophe kam über Indien, Sri Lanka, Malediven, Indonesien und Thailand, mit vielleicht etwa dreihunderttausend Toten. Und viele Menschen haben aus Mitleid gespendet. Viele haben ja gedacht, so etwas geschieht jetzt mal, aber so schnell wird das nicht wiederkommen.
Und dann kam USA, jetzt plötzlich eine ganz reiche Nation, 2005, die Sturmfluten durch Hurrikans: Katrina mit dieser katastrophalen Überflutung von New Orleans, eine Stadt einfach weg. Dann kam Ritter, Texas wurde betroffen mit sechs Meter hohen Sturmfluten. Sie konnten in den Nachrichten lesen von einer Million Menschen in Angst und Panik auf der Flucht vor dem Meer, genau wie es hier heißt: auf der Erde Bedrängnis der Nationen, Ratlosigkeit bei brausendem Meer und Sturmfluten.
Und dann kam Wilma über Mexiko, Kuba, Florida usw.

Verfolgung, Abfall und geistliche Krise

  1. Christenverfolgungen
Nicht wahr, wir haben in der Schule gehört, dass die frühen Christen im Römischen Reich, von Nero an, also im ersten Jahrhundert bis 312, bis zur konstantinischen Wende, schrecklich verfolgt wurden. Aber ist Ihnen bewusst, dass die meisten christlichen Märtyrer, die um ihres Glaubens willen durch Verfolgung gestorben sind, im zwanzigsten Jahrhundert gestorben sind, und zwar vor allem durch die Kommunisten und die Islamisten, bis zum heutigen Tag durch die Islamisten?
Als ich einmal in Moskau war, habe ich einen russisch-jüdischen Freund gefragt: Wie war das unter Stalin, wie viele Christen hat er ermordet? Er hat mir gesagt: Eineinhalb Millionen Baptisten hat er umgebracht. Und nochmals eineinhalb Millionen aus der orthodoxen Kirche, wegen ihres christlichen Bekenntnisses.
Das ist nur ein Beispiel aus dem zwanzigsten Jahrhundert. Und man könnte Jahr für Jahr diese unzähligen Märtyrer in allen möglichen islamischen Ländern zeigen, die umgebracht werden, weil sie Christen sind.
Nun, Jesus sagt in Matthäus 24,9: Dann werden sie euch in Drangsal überliefern und euch töten, und ihr werdet von allen Nationen gehasst werden um meines Namens willen.
Hier in Deutschland werden die Christen nicht umgebracht, aber die Christen, die wirklich an die Bibel glauben als Gottes Wort, die sind nicht gerade beliebt. Schauen Sie nur die Massenmedien an. Gerade im vergangenen Lauf des Jahres 2006, wie viele Sendungen sind ausgestrahlt worden, in denen bibelgläubige Christen lächerlich gemacht wurden, öffentlich lächerlich hingestellt wurden.
  1. Punkt: Abfall, Abfall vom Glauben
Jesus sagt in Matthäus 24,10: Und dann werden viele abfallen.
Was wir im zwanzigsten Jahrhundert erlebt haben, ist ein einzigartiges Phänomen. Das Christentum hat sich in der Vergangenheit nie in irgendeinem Land freiwillig zurückentwickelt. Das hat es nie gegeben in zweitausend Jahren Christenheit. Aber im zwanzigsten Jahrhundert sehr wohl, und zwar in Europa und in Nordamerika, besonders seit den neunzehnhundertsechziger Jahren. Jetzt sind Millionen von Menschen vom christlichen Glauben weggekommen und haben die biblischen Werte über Bord geworfen, das Christentum ganz bewusst hinter sich gelassen.
Ein solches Phänomen hat man noch nie erlebt, aber das sollte kommen in der Endzeit, genau in der Zeit, als die Juden zurückgekehrt sind.
Und heute ist es sogar so: Die liberale Theologie in der evangelischen Kirche verwirft alle Grundlagen des Christentums. Sie können heute an keiner universitären Einrichtung in Deutschland oder in der Schweiz, das heißt an staatlichen universitären Einrichtungen, Theologie studieren, ohne dass Ihr Glaube systematisch zerstört wird. Und zwar so: Die Bibel ist nicht Gottes Wort, die Bibel ist ein Buch voller Mythen. Sie können auch hören: Jesus Christus war ein guter Mensch, aber er war nicht der Sohn Gottes. Er ist nicht für unsere Sünden gestorben, er ist nicht auferweckt, er wird nicht wiederkommen.
Und so werden Pfarrer und Pfarrerinnen ausgebildet, die eine Botschaft der Hoffnung verkündigen sollen. Wie kann ein Mensch am Grab Hoffnung für die Zurückgebliebenen vermitteln, wenn er gar keine Hoffnung hat, die über den Tod hinausgeht?
Als ich als junger Mensch aus der Kirche austrat, ist der Pfarrer zu mir auf Besuch gekommen und wollte mit mir über die Gründe reden. Ich habe gesagt: Ja, ich kann das nicht mehr verantworten, dass die Bibel nicht mehr als Gottes Wort hingestellt wird und die ganze liberale Theologie. Er ist plötzlich sehr offen geworden im Gespräch und hat mir plötzlich erzählt, für ihn ist das Sterben etwas ganz Schreckliches. Wenn ich daran denke, dass mein Körper von Würmern gefressen wird, sehr schrecklich.
Da habe ich gemerkt, dieser Mann hat überhaupt keine Hoffnung. Er ist ein Opfer der liberalen Theologie, dieser Abfall der Endzeit.
Ja, Paulus sagt in 2. Thessalonicher 2,3 von dem Tag der Wiederkunft des herrschenden Messias: Denn dieser Tag kommt nicht, es sei denn, dass zuerst der Abfall komme. Dieser massenhafte Abfall musste kommen, und wir sind Augenzeugen.

Terror, Gesetzlosigkeit und moralischer Zerfall

  1. Punkt: Terrorismus
In Lukas 21,11 steht: Und es werden große Erdbeben sein an verschiedenen Orten und Hungersnöte und Seuchen; auch Schrecknisse wird es geben. Was heißt das?
Wir untersuchen den griechischen Text, den Grundtext. Da steht phobetra. Das hängt zusammen mit phobos, also Angst, Furcht, eine Phobie. Leute, die Angst vor Hunden haben, haben eine Hundephobie. Phobetra meint also ein Ereignis, das Schrecken und Angst auslöst. Darum übersetzen wir: schreckliche Ereignisse, Schreckmittel, Terror. Terror ist ja ein lateinisches Wort und bedeutet einfach Schrecken. Terror, Terrorismus.
Der internationale Terrorismus ist ein Kind des zwanzigsten Jahrhunderts. Wir sehen in der Geschichte des islamischen Terrorismus vier Phasen, und es wurde jedes Mal schlimmer. Die erste Phase ab 1920, die zweite Phase ab 1948, dann nach dem Sechstagekrieg 1967 und schließlich mit dem elften September ab 2001.
Bis 2001 haben Experten gerätselt, ob Terroristen wirklich so viele Menschen wie möglich töten wollen oder nur so viel Schrecken verbreiten wollen, wie es geht. Aber jetzt ist man sich einig: Die wollten eigentlich dort in New York 50 Menschen töten, aber sie kamen zu früh. Viele waren gar noch nicht zur Arbeit gegangen. Und es gab übrigens viele Juden, die dort arbeiteten. Sie hatten an diesem Tag eine besondere Synagogenveranstaltung und gingen dann nicht.
Ja, Schrecknisse, ein grausiges Weh, und tendenziell werden die Wehen stärker. Also auch der Kampf gegen den Terrorismus wird das Problem nicht lösen. Aber auch kein Kampf gegen den Terrorismus wird das Problem lösen. Das ist der Punkt, das ist hoffnungslos für die Politiker heute. Wenn sie so sagen, ist es falsch; wenn sie so sagen, ist es auch falsch.
  1. Punkt: Gesetzlosigkeit, moralischer Zerfall
 Matthäus 24,12: Und wegen des Überhandnehmens der Gesetzlosigkeit, griechisch anomia, wird die Liebe der vielen erkalten.
Wir untersuchen das Wort anomia. Das bedeutet Verachtung von Recht, verbindlichem Maßstab und Ordnung. Ab den 1960er Jahren wurde unsere ganze Moral im Abendland vollkommen auf den Kopf gedreht. Das war die Zeit, als die Beatles und Rolling Stones kamen und eine ganz neue Ethik verkündigten. Und das war die Zeit, als die sexuelle Revolution ausgelöst wurde, in der man propagierte: Sexualität braucht keine Einschränkung.
Also kann man unverheiratet zusammenleben. Das war bis dahin in unseren Staaten unerlaubt. Man soll einfach zusammenleben, Partner wechseln, wie es einem passt. Ehebruch gehört zur Normalität. Homosexualität, das ist einfach ganz normal. Und die Pornografie hat als Milliardenmarkt unsere ganze Moral im Westen zerstört.
Die Folgen waren steigende Gewaltbereitschaft. Abtreibung wurde ja als Recht der Frau öffentlich angepriesen, ab den 1960er Jahren. Drogen wurden angepriesen, gerade durch die frühen Rockmusiker wie Rolling Stones und Beatles, und das hat die Drogenwelle ausgelöst. Und wegen des Überhandnehmens der Gesetzlosigkeit wird die Liebe der vielen erkalten.
 2. Timotheus 3,1 beschreibt die Menschen in der Endzeit, in der Christenheit: Dieses aber wisse, dass in den letzten Tagen schwere Zeiten da sein werden. Denn die Menschen werden eigenliebig sein, das ist der sogenannte Megatrend in der Trendforschung unserer Gesellschaft. Megatrend Nummer eins ist Selbstverliebtheit. Sie werden eigenliebig sein, geldliebend, prahlerisch, hochmütig, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, heillos, ohne natürliche Liebe, unversöhnlich, verleumderisch, unenthaltsam, grausam, das Gute nicht liebend, Verräter, verwegen, aufgeblasen, mehr das Vergnügen liebend als Gott, die eine Form der Religiosität haben, deren Kraft aber verleugnen.
Herr Präsident! Ja, ich habe bereits das Problem der Abtreibung angetönt. Wenn man heute über die Massenmedien auf das Problem der Abtreibung reagiert, sind die Massen nicht mehr schockiert. Die WHO hat auf ihrer Internetseite veröffentlicht, dass jährlich etwa 40 bis 50 Millionen Kinder durch Abtreibung getötet werden. Weltweit 40 bis 50 Millionen – das ist in der Größenordnung der Toten des Zweiten Weltkrieges, jedes Jahr!
Hier hat ein Bauer in Deutschland auf seinem Feld vor ein paar Jahren tausend Kreuze aufgestellt und dazu geschrieben: tausend Abtreibungen pro Tag in Deutschland. Und wir versuchen, anderen Nationen mit Diktatoren beizubringen, was Menschenrechte sind. Und auch die Schweiz: Ich ärgere mich jedes Mal darüber, wenn das Außenministerium wieder solche Schritte tut. Wir müssen in unserem eigenen Land aufräumen.
Wir haben vor relativ kurzer Zeit in der Schweiz über das Problem der Abtreibung abgestimmt, und die Mehrheit hat ganz klar für die Liberalisierung, für die Legalisierung der Abtreibung gestimmt. Aber da muss ja in uns Menschen etwas kaputtgehen. Und wenn Sie sich ausrechnen: allein in der Schweiz 12 Tote pro Jahr, jetzt können Sie mal ausrechnen, auf unsere sieben Millionen. Da ist ja durch die vergangenen Jahre in jeder Familie jemand irgendwie, wenn nicht direkt, so indirekt betroffen von der Problematik. Das ist Tötung eines Menschen.
Der Herr Jesus sagt: wird die Liebe der vielen erkalten. Wenn man das erträgt, geht etwas kaputt in uns. Aber es gibt einen wunderbaren Vers in Jesaja 1,18: Wenn eure Sünden rot sind wie Blut, sollen sie weiß werden wie Schnee.
Ich habe einmal darüber gesprochen, in einem Vortrag öffentlich, und dann ist eine Frau nachher zu mir gekommen und hat mir gesagt: Meine Schuld ist wirklich blutrot gewesen, ich habe abgetrieben, aber ich habe Vergebung Gottes bekommen. Wenn wir unsere Schuld, was es auch ist in unserem Leben, Gott bekennen und bereuen, vergibt er uns. Denn der Messias ist ja ein erstes Mal gekommen, um am Kreuz als Stellvertreter für unsere Sünden zu sterben.
Und sie sagte mir: Und jetzt tue ich eine Arbeit unter Frauen, die auch abgetrieben haben, um ihnen diese Hoffnung zu bringen, es gibt Vergebung. Das ist eine wunderbare Botschaft, die wir in unsere Gesellschaft hineinbringen müssen.

Das weltweite Zeugnis des Evangeliums und die Schlussfolgerungen

Punkt 31, das ist der letzte Punkt. Ich habe gesagt: mehr als dreissig.
Das Evangelium erreicht alle Nationen der Welt. Der Herr Jesus sagt in Matthäus 24,14: Und dieses Evangelium des Reiches wird gepredigt werden auf dem ganzen Erdkreis, allen Nationen zu einem Zeugnis, und dann wird das Ende kommen.
Lesen Sie genau: Hier steht nicht „allen Menschen zu einem Zeugnis“, auch nicht „allen Völkern“. Hier wird das griechische Wort Ethnos gebraucht. Ethnos bezeichnet nach dem Standardwörterbuch zum Griechischen von Lownida die grösste soziale Einheit. Die kleinste Einheit ist die Ehe, also zwei Menschen. Dann kommt die Familie, dann die Sippe oder der Clan. Dann kommt der Stamm, noch grösser ist das Volk. Aber eine Nation kann aus vielen Völkern bestehen.
Russland ist eine Nation, aber es gibt viele verschiedene Völker in dieser Nation. Und der Herr Jesus sagt, alle Nationen sollen erreicht werden. Und heute, in unserer Zeit, sind nun wirklich alle Nationen erreicht worden. Es gibt keine Nation mehr, die nicht vom Evangelium von Jesus Christus erreicht worden wäre.
Aber schauen Sie: Die Entwicklung ist sprunghaft plötzlich gekommen. Um 1800 war die Bibel erst in 70 Sprachen übersetzt. Dann kam die Erweckungszeit in Europa und in Amerika. 1830 war die Bibel in 157 Sprachen übersetzt. Plötzlich haben Christen begonnen zu arbeiten. Die haben ja geschlafen.
Heute, 2006, 2007, ist die Bibel in mehr als 2400 Sprachen übersetzt, und es gibt durch Kassetten Botschaften des Evangeliums in über 5700 Sprachen und Dialekten. Also wenn Sie einen Nachbarn haben, der irgendeinen seltenen Indianerdialekt spricht, sagen Sie es mir, ich kann es Ihnen liefern. Höchstwahrscheinlich. Also wunderbar. Und das ist ein Zeichen: Dann wird das Ende kommen.
Nun haben wir sehr viel miteinander überlegt und uns vor Augen geführt. Jetzt wollen wir drei Schlussfolgerungen aus dem Ganzen ziehen.
Allein diese 31 Beispiele, anstatt über hundert, über dreissig, machen doch eindeutig klar: Wir leben in der Endzeit. Jesus Christus kommt bald. Und zwar als Richter der Welt. Er kommt nicht mehr als der Retter der Welt, das war beim ersten Mal. Und da müssen wir uns doch fragen: Sind wir jetzt bereit? Könnten wir Jesus Christus begegnen, so wie wir sind?
Ein zweiter Punkt ist für mich auch klar: Die Bibel ist nicht einfach ein menschliches Buch, ein Mythos, ein Märchen. Nein, ich habe noch in keinem Märchenbuch solche Prophetie gefunden, die sich in unserer Zeit erfüllt hat. Und Sie finden das nicht im Koran, solche Prophezeiungen? Fragen Sie Ihre muslimischen Bekannten, aber in freundlicher Art, nicht provokativ, ganz freundlich.
Ja, ich habe zum Beispiel vor kurzem auch ein ganz freundliches E-Mail geschickt an einen islamischen Verein, warum sie nicht Al Qaida aus dem Islam ausschliessen. Denn Sie sagen ja selber, dass sie mit Gewalt nichts zu tun haben wollen. Da müsste man doch eigentlich Al Qaida exkommunizieren aus dem Islam, so wie man das gemacht hat mit Ahmadiyya. Das ist diese islamische Gruppe, die so Büchertische hat in Deutschland. Ahmadiyya wurde ausgeschlossen, weil die Dinge vertreten werden im islamischen Denken, die nicht dem islamischen Glauben entsprechen.
Dann hat er mir ganz freundlich zurückgeschrieben: Das können wir nicht, wir sind nur ein Verein, wir sind keine islamische Nation, die das tun könnte. Wie zum Beispiel Pakistan. Die islamische Republik Pakistan hat Ahmadiyya ausgeschlossen aus dem Islam.
Dann habe ich zurückgeschrieben, ob er mir erklären könnte, warum noch keine islamische Nation Al Qaida ausgeschlossen hat. Und dann hat er mir freundlich zurückgeschrieben und gesagt: Ich weiss es auch nicht. Ja, nicht lachen, aber er war ganz aufrichtig ehrlich.
So müssen wir miteinander ganz normal sprechen, freundlich. Und auch: Wo gibt es diese Prophetie im Koran? Dann sagt er: Nein, solche Beispiele kann ich jetzt auch nicht geben, aber in der Bibel ist das. Aber dann lohnt es sich doch, die Bibel zu lesen.
Ja, natürlich, der Koran spricht ja vom Incil, das sei ein heiliges Buch. Da muss man das Incil lesen. Wir haben jetzt aus Matthäus 24, Lukas 21 und Markus 13, aus dem Incil, so viele Prophezeiungen gefunden. Die haben sich wunderbar erfüllt. Es ist glaubwürdig. Denn es lohnt sich, die Bibel regelmässig zu lesen, um Gottes Botschaft für uns persönlich zu erfahren. Wir dürfen da nicht vorbeigehen.
Es lohnt sich, die Bibel am Morgen aufzuschlagen, jeden Morgen, und Gott zu bitten: Herr Gott, wenn es dich gibt, dann sprich durch dieses Buch zu mir, damit ich dich finden kann. Ich möchte dich suchen. Und dann liest man in der Bibel: Wir müssen zu Gott zurückkehren, wir müssen uns mit Gott versöhnen lassen. Denn wir alle haben uns gegen Gottes Gebote verschuldet, wir sind alle schuldig geworden.
Aber der Herr Jesus Christus ist am Kreuz als Stellvertreter bei seinem ersten Kommen gestorben. Und darum sagt die Bibel: Lasst euch versöhnen mit Gott. Wir können nichts leisten, wir können Gott nichts bringen. Wir können ihm nur unsere Schuld bringen. Das, was uns an Schuld in unserem Leben noch bedrückt, das müssen wir Gott bringen, im Gebet aufdecken, mit Namen nennen und Gott danken, dass er Jesus Christus an meiner Stelle, an ihrer Stelle, am Kreuz bestraft hat.
Gott hat ihn verlassen. Er hat geschrien: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Er wusste warum, weil er der Sündenträger war. Aber er hat diese Frage gestellt, damit wir die Antwort geben, und zwar ganz persönlich: wegen mir. Wegen mir musste er sterben.
Und so können wir mit Gott versöhnt werden, mit Gott Frieden bekommen. Das ist die grosse Botschaft, die wir jetzt noch in der Endzeit so weitergeben können.
Ich danke für das lange Zuhören.

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