
Einen wunderschönen guten Abend zusammen! Ich freue mich, dass ihr liebevoll eingeschaltet habt. Hoffentlich sitzt ihr zu zweit auf der Couch, habt es euch gemütlich gemacht und genießt den Abend. Unser Gebet als ganzes Team ist, dass ihr als Ehepaar wirklich viel Segen aus dem heutigen Abend mitnehmen könnt.
Als die Corona-Krise im März bei uns in Deutschland so richtig ankam, hat die Politik relativ schnell gewisse Maßnahmen getroffen. Zunächst wurde das Versammlungsverbot ausgesprochen. Kurz darauf folgten weitere Maßnahmen, und dann kam die sogenannte Kontaktbeschränkung. Nicht mehr als zwei Personen dürfen in der Öffentlichkeit zusammen sein – nicht mehr, nur zwei.
Ich möchte diese Kontaktbeschränkung heute einmal auf die Ehe anwenden. Das Thema des heutigen Abends lautet nämlich: „Nur wir zwei – die Schönheit der Exklusivität“.
Wir verstehen unter Exklusivität häufig etwas Negatives. Wenn man zum Beispiel einen exklusiven Freundeskreis hat, dann kann kein anderer dazukommen. Man ist so eine eingeschworene Clique, aber nicht offen für andere Menschen. Gemeinden können da manchmal auch in eine Exklusivität verfallen. Dann ist man einfach nur so ein frommer Haufen, aber nicht offen für neue Leute. Das sind exklusive Gemeinden, und das ist nicht etwas Gutes.
Aber auf die Ehe angewendet ist Exklusivität etwas Wunderschönes und Gottgewolltes. Genau darum geht es im heutigen Text. Wir sprechen heute über den Text aus Hohelied 2,15-17.
Ich möchte noch einmal ganz kurz den Zusammenhang schildern: Im Kontext steht hier die Frühlingseinladung. Er kommt schnell zu ihr, steht vor ihrem Fenster und lädt sie zu einem Frühlingsspaziergang ein. Mit ganz liebevollen Worten schafft er einen romantischen Rahmen und möchte mit ihr romantische Zweisamkeit genießen.
Im heutigen Vortrag geht es vor allem darum, wie man die Liebesbeziehung schützen kann, wie man Exklusivität feiern und bewahren kann, wie man sie vielleicht auch neu entdecken und leben kann.
Es geht heute um drei Punkte, die ich mit euch durchsprechen möchte. Beim ersten Punkt möchte ich am längsten bleiben, denn dieser ist der wichtigste und darauf möchte ich den Schwerpunkt setzen.
Schutz der Liebesbeziehung als Grundlage
Der erste Punkt heute Abend lautet: Schützt eure Liebesbeziehung, schützt eure Liebesbeziehung!
In Vers 15 heißt es: „Fangt uns die Füchse, die kleinen Füchse, die die Weinberge verderben, denn unsere Weinberge stehen in Blüte.“ Hier muss zunächst die Frage geklärt werden: Wer spricht hier eigentlich? Das ist nicht ganz klar und lässt sich auch nicht mit letzter Sicherheit sagen. Wahrscheinlich spricht das Paar und äußert einen Wunsch.
Die beiden befinden sich möglicherweise gerade auf einem Frühlingsspaziergang und betrachten Weinberge. Weinberge müssen tatsächlich vor Schädlingen, vor Dieben, aber insbesondere vor Füchsen geschützt werden. Füchse lieben Reben, vor allem blühende Reben, und sie haben die Kapazität, einen Weinberg komplett zu ruinieren.
Das Paar sieht vermutlich gerade einen Weinberg, während es spazieren geht, und wendet dieses Bild nun auf ihre Liebesbeziehung an. Wir haben bereits mitbekommen, dass im Hohelied das Bild vom Wein häufig als Symbol für die Liebe verwendet wird. Genau darum geht es hier. Der blühende Weinberg steht in diesem Zusammenhang für ihre blühende Liebesbeziehung.
Wenn es darum geht, diesen blühenden Weinberg vor den Füchsen zu schützen, dann bedeutet das, dass ihre Liebesbeziehung vor Schädlingen und Eindringlingen von außen geschützt werden soll. Darum geht es. Deshalb lautet der Punkt: Schützt eure Liebesbeziehung!
Nun müssen wir uns kurz mit der Frage beschäftigen, was es mit den Füchsen auf sich hat. Das ist nicht ganz klar, aber es gibt einige Hinweise aus der ägyptischen Liebeslyrik. Diese ist insofern wertvoll, als dass sie die gleiche Thematik behandelt: Liebeslieder. Sie gehört zur gleichen Gattung wie das Hohelied, nämlich Poesie. Salomo, von dem wir ausgehen können, dass er Kontakte nach Ägypten hatte, war mit dieser Literatur vertraut.
In der ägyptischen Liebeslyrik werden die Füchse als gierige Liebhaber des anderen Geschlechts gesehen. Das, was wir heute vielleicht eher mit dem Hengst verbinden, war damals der Fuchs. Damit will der Text sehr wahrscheinlich sagen, dass die Liebesbeziehung vor Liebhabern, vor gierigen Liebhabern des anderen Geschlechts geschützt werden soll, die von außen in diese Beziehung eindringen wollen.
Das ist natürlich ein heikles Thema, über das wir heute Abend sprechen. Aber ich glaube, es ist unglaublich wichtig, dass wir uns damit befassen: Wie können wir unsere Ehe vor potenziellen Liebhabern des anderen Geschlechts schützen, die in unseren Liebesweinberg eindringen wollen?
Vor einigen Jahren war ich nach einer Operation im Krankenhaus. Ich war gerade dabei, nach der Vollnarkose wieder richtig zu mir zu kommen, als zwei Krankenschwestern bei mir am Bett standen. Sie machten erst nur ihre Arbeit, doch plötzlich verlagerte sich ihr Gespräch auf eine Ebene, die nicht in Ordnung war. Sie fragten mich zum Beispiel, ob wir nicht sexy Schwestern seien und so weiter.
Der Herr hat mir Gnade geschenkt, sodass ich in dieser Situation richtig reagieren konnte. Aber plötzlich waren sie da — die Füchse des anderen Geschlechts. Ein christlicher Ehemann erzählte mir vor kurzem, dass seine Arbeitskollegin ihm zu seinem Geburtstag sexuelle Freuden angeboten hat. Von jetzt auf gleich sind die Füchse da.
Deshalb ist es so wichtig, dass wir uns genau davor schützen und unsere Ehen davor bewahren. Das ist das Thema des heutigen Abends. Die Füchse sind real. Wir dürfen nicht naiv sein. Sie existieren und wollen in unseren Eheweinberg eindringen.
Satan ist wie ein brüllender Löwe, der sucht, wen er verschlingen kann. Deshalb möchte ich dieses heutige Thema mit einer gewissen Eindringlichkeit behandeln. Es ist so wichtig. Vielleicht ist es heute nicht das Thema, bei dem ihr am Abend nur erwärmte Herzen und romantisches Feeling habt. Dieses Thema wird heute wahrscheinlich einiges in euch aufwühlen.
Aber es ist so wichtig, dass wir heute Abend darüber sprechen. Es ist ein großes Thema. Ich kann es heute nicht vollständig ausschöpfen, aber ich möchte einige praktische Ratschläge weitergeben, wie wir unsere Ehen vor Eindringlingen von außen schützen können. Wir müssen Vorkehrungen treffen, wir müssen Schutzmaßnahmen ergreifen.
Wenn man in der Seelsorge mit Personen zu tun hat, die in diesem Bereich versagt haben und deren Ehe zerbrochen ist, fällt schnell auf: Diese Entscheidung wurde nicht an einem Tag getroffen. Eine Affäre, ein Ehebruch entwickelt sich.
Wer einen Menschen mit Arsen vergiften will — das ist jetzt ein Vergleich — wählt keine Superdosis. Arsen wirkt allmählich. Man gibt dem Opfer immer häppchenweise etwas in den Kaffee. Mal hier ein bisschen, mal da ein bisschen. Das Opfer wird immer schwächer und irgendwann stirbt es.
Mit der sexuellen Unmoral ist es sehr ähnlich. Sie lässt Christen und christliche Ehen einen schleichenden Vergiftungstod sterben. Nicht von jetzt auf gleich, sondern es findet eine Entwicklung statt. Und gerade das ist das Gefährliche an der Versuchung: Die schleichende Versuchung ist die gefährlichste Versuchung.
Man geht nicht von jetzt auf gleich mit einer anderen Person ins Bett. Aber vielleicht trinkt man mal einen Kaffee mit ihr, dann noch einen zweiten Kaffee. Und irgendwann entwickelt sich etwas, was sich auf keinen Fall entwickeln sollte.
Praktische Ratschläge zum Schutz der Ehe
Deswegen möchte ich an dieser Stelle einige sehr praktische Ratschläge weitergeben: Wie schützen wir unsere Ehen?
Der erste Ratschlag lautet: Halte dich nicht selbst für stark genug. Vielleicht denkst du jetzt: „Ach, ich brauche diese Tipps nicht, ich bin meilenweit davon entfernt, Ehebruch zu begehen.“ Doch gerade dann bist du möglicherweise in Gefahr, weil du dich für stark genug hältst. In 1. Korinther 10,12 heißt es: „Wer meint, er stehe, sehe zu, dass er nicht falle.“ Hinter „Wer meint, er stehe“ steckt oft auch Stolz – das Gefühl: „Ich schaffe das.“
Petrus hat gesagt: „Wenn alle anderen dich verlassen, ich nicht, auf mich kannst du zählen, ich schaffe es, dir treu zu sein.“ Und wir kennen vermutlich den Rest der Geschichte: Petrus hat jämmerlich versagt und Jesus verraten. Er hielt sich für stark genug. Sich auf die eigene Stärke zu verlassen, ist gefährlich. Deshalb lautet der erste Ratschlag: Halte dich nicht selbst für stark genug.
Es ist sehr interessant, wenn man sich die Unfallstatistiken bei Fallschirmsprüngern anschaut. Die meisten Unglücke passieren nicht bei den Anfängern. Auch nicht bei Personen mit 20 oder 50 Sprüngen Erfahrung. Die meisten Unfälle passieren bei denen, die über 200 Sprünge Erfahrung haben. Warum? Weil sie sich irgendwann darauf verlassen, dass sie es können, und nicht mehr ganz so konzentriert sind.
Und ihr Lieben, hier möchte ich uns herausfordern: Wir sollten uns nicht selbst für stark genug halten. Es ist eine ernüchternde Realität und Erkenntnis: Ich bin zu jeder Sünde fähig, ich bin dazu fähig, die Ehe zu brechen, ich brauche Jesus. Ich brauche ihn jeden Tag. Wenn ich nicht bei Jesus bleibe, bin ich zu allem fähig. Deshalb lautet der erste Ratschlag: Halte dich nicht selbst für stark genug.
Der zweite Ratschlag ist ebenfalls sehr wichtig: Behüte dein Herz. In Sprüche 4,23 steht: „Mehr als alles, was man sonst bewahrt, behüte dein Herz, denn in ihm entspringt die Quelle des Lebens.“ Dieser Vers zeigt, dass unser Verhalten und unsere Taten ihren Ursprung im Herzen haben.
Das Herz ist in der Bibel nicht nur ein Ort der Gefühle. Heutzutage denken wir beim Wort „Herz“ vor allem an Gefühle, aber in der Bibel bezeichnet „Herz“ auch den Ort von Entscheidungen. Im Herzen denken wir, wünschen wir uns Dinge, dort sind unsere Begierden, wir machen Pläne und treffen Entscheidungen. So spricht die Bibel vom menschlichen Herzen.
Ehebruch beginnt immer im Herzen. Er beginnt dort, wo aus Gedanken ein Kopfkino entsteht. Wir denken uns Dinge immer weiter durch, diese Gedanken nähren unsere Begierden, und irgendwann werden aus Gedanken Handlungen. Aber alles beginnt im Herzen – das müssen wir uns absolut bewusst machen.
Im Buch Sprüche heißt es dazu in Sprüche 6,25: „Begehre nicht in deinem Herzen ihre Schönheit, lass dich nicht mit ihren Wimpern fangen.“ Man muss dabei wissen, dass das Buch Sprüche vor allem an junge Männer gerichtet ist. Deshalb wird hier die „andere Frau“ erwähnt. Prinzipiell gilt das aber auch umgekehrt: Alle jungen Frauen, lass dich nicht von charmanten Männern einfangen. Lass dein Herz nicht zu ihnen hingehen. Begehre nicht in deinem Herzen ihre Schönheit und auch nicht den charmanten anderen Mann.
Hier müssen wir ansetzen, wenn wir unsere Ehe schützen wollen. Ich möchte euch jetzt ein paar Fragen mitgeben, die es in sich haben. Anhand dieser Fragen kannst du dein Herz prüfen. Diese Fragen musst du nicht laut beantworten oder vor deinem Ehepartner aussprechen. Ich gebe sie dir ganz persönlich mit.
Stell dir folgende Fragen:
Freust du dich als Ehemann besonders, wenn eine bestimmte Frau aus der Gemeinde oder von der Arbeit auf dich zukommt? Gibt es neben deinem Ehepartner eine Person, bei der dein Herz höher schlägt? Vielleicht ein Arbeitskollege, der besonders gut aussieht und dir schon mal ein Kompliment gemacht hat? Und vielleicht hat dir dein Mann schon länger kein Kompliment mehr gemacht, sodass du dich besonders freust, ihn zu sehen?
Achtest du besonders darauf, was eine bestimmte Person heute anhat? Freust du dich, wenn dir Person X vom anderen Geschlecht eine WhatsApp-Nachricht schreibt? Beantwortest du diese Nachricht immer zuerst, weil du dich so darüber freust? Bist du traurig, wenn eine bestimmte Person heute nicht auf der Arbeit oder in der Gemeinde ist? Suchst du nach ihr und findest sie nicht? Schaust du vielleicht Filme oder Serien gerade wegen eines bestimmten Schauspielers oder einer bestimmten Schauspielerin?
Diese Fragen gehen ins Eingemachte, und wir müssen sie sehr ehrlich beantworten, um unser Herz zu prüfen. Es ist auch wichtig, die Absichten unserer Handlungen zu hinterfragen: Was verspreche ich mir von einer bestimmten Handlung? Warum liest du als Ehefrau vielleicht besonders viele Liebesromane? Was ist deine Absicht, dein Wunsch dahinter? Was möchtest du für dein Herz davon haben? Warum willst du dich mit dieser Frau alleine treffen? Vielleicht rechtfertigst du das mit einer Notwendigkeit, aber was ist die eigentliche Absicht deines Herzens? Was versprichst du dir von diesem Treffen?
Das ist nicht immer offensichtlich. Unser Herz ist so trügerisch, sagt die Bibel. Unser Herz kann uns selbst betrügen, und oft sind wir uns der Absichten unseres Herzens nicht bewusst. Deshalb ist es sehr wichtig, immer wieder Psalm 139,23-24 zu beten: „Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz, prüfe mich und erkenne meine Gedanken, und sieh, ob ein Weg der Mühsal bei mir ist, und leite mich auf dem ewigen Weg.“
Das ist total wichtig. Wir kommen gleich zu ganz praktischen Ratschlägen, aber die Grundlage für alles andere ist unser Herz. Da muss jeder Rat beginnen.
Es ist viel zu oberflächlich, wenn man nur sagt: „Schlaf mal ein bisschen mehr mit deiner Frau, dann schützt du deine Ehe vor Ehebruch.“ Das klingt auf den ersten Blick nicht komplett falsch, aber wenn dahinter eine sündige Absicht oder eine egoistische Herzenshaltung steht – „Ich will etwas für mich bekommen“ – dann zeigt sich diese Haltung auch in anderen Bereichen deines Lebens, selbst wenn du regelmäßig mit deiner Frau schläfst.
Damit will ich deutlich machen: Es geht um die Absicht, um unsere Herzenshaltung. Dort muss jede Veränderung beginnen, dort muss jeder Schutz für unsere Ehe beginnen. Wenn wir erkannt haben, dass in unserem Herzen etwas falsch läuft, ist tiefgreifende Buße notwendig. Buße wird in der Bibel auch mit „Sinnesänderung“ beschrieben.
Wenn du merkst, dass du in deinem Herzen etwas anderes betest, dass du Wünsche hast, die Gott nicht gefallen, ist es wichtig, das dem Herrn zu bekennen. Dann solltest du neu sagen: „Jesus, ich möchte mein ganzes Herz auf dich ausrichten. Ich will dich allein anbeten in meinem Herzen. Ich will dich lieben, ich will nur dich lieben. Herr, ich will selbstlos meiner Frau dienen. Ich will sie so lieben, wie du die Gemeinde geliebt hast. Bitte schenke mir diese erneuerte Gesinnung in meinem Herzen.“
Das Herz ist das Allerwichtigste, die Grundlage. Wenn das klar ist, kommen jetzt auch ganz praktische Ratschläge.
Im Buch Sprüche heißt es in Sprüche 5,8: „Halte fern von ihr, also von der anderen Frau, deinen Weg, und komm ihrer Haustür nicht nah.“ Das ist sehr praktisch und bedeutet im Klartext: Mach einen großen Bogen um die Frau eines anderen Mannes. Sei auf der Hut, wenn es um das andere Geschlecht geht.
Das Neue Testament ist da ebenfalls ziemlich radikal. Paulus sagt: „Flieht der Unzucht!“ Das ist radikal und bedeutet: Ergreife drastische Maßnahmen, um deine Ehe zu schützen. Fliehe, spiele nicht damit, fliehe vor der Unzucht.
Was kann das praktisch bedeuten? Ich möchte jetzt einige Dinge nennen. Vielleicht sind sie für einige von euch etwas zu krass. Aber Fliehen ist immer krass. Fliehen erfordert drastische Maßnahmen.
Diese Maßnahmen stammen zum Teil aus der Seelsorgepraxis. Ich war in einigen Fällen involviert, die am Ende in einem Desaster mündeten. Wenn du an den Anfang zurückblickst, kannst du viel daraus lernen, was die anderen falsch gemacht haben. Daraus habe ich folgende Schritte abgeleitet:
Der dritte Ratschlag: Vermeide im Umgang mit dem anderen Geschlecht eine zu herzliche Sprache. Kommuniziere als verheiratete Person nicht auf einem zu herzlichen Level mit Personen des anderen Geschlechts. Wenn du ständig schreibst oder sagst: „Ach, schön dich zu sehen, ich wünsche dir einen wunderschönen Tag, ganz liebe Grüße“, ist das im ersten Moment nicht falsch. Aber so verlagert sich das Gespräch auf eine sehr herzliche Ebene.
Ich habe WhatsApp-Verläufe gelesen, die in einem Desaster endeten. Dort begann es so: Man schreibt immer mehr, immer herzlicher, mit lieben Grüßen und so weiter. Deshalb mein Ratschlag: Vermeide eine zu herzliche Sprache. Komm lieber etwas kühler rüber beim anderen Geschlecht als zu herzlich. Das ist auch mein persönliches Vorsatz.
Der vierte Ratschlag: Vermeide Komplimente zum Äußeren gegenüber dem anderen Geschlecht. Ich persönlich mache anderen Frauen nie Komplimente zum Äußeren. Für Taten schon. Wenn ich irgendwo zu Gast bin, sage ich gerne: „Das Essen war klasse, vielen Dank!“ Oder ich lobe auf der Arbeit, wenn jemand seine Aufgabe gut macht. Aber keine Komplimente zum Äußeren wie: „Man sieht, dass du Sport machst“, „Schickes Kleid“, „Die Frisur steht dir gut.“
Warum ist das gefährlich? Wenn eine Frau lange keine Komplimente von ihrem Mann gehört hat und du ihr Komplimente machst, bringst du sie in Gefahr. Sie wird vielleicht darauf reagieren, und du bist in Gefahr. Deshalb habe ich mir vorgenommen, keine Komplimente zum Äußeren zu machen, und möchte das auch an euch weitergeben.
Der fünfte Ratschlag: Vermeide längere Gespräche in ungeschützten Räumen. Billy Graham war da sehr radikal. Er sagte, er wolle nie mit einer anderen Frau allein in einem Zimmer sein. Das hat er konsequent durchgezogen. Man erzählt, wenn er im Fahrstuhl war und eine Frau stieg zu, stieg er sofort aus.
Das ist wirklich krass und kaum praktikabel. Für Billy Graham war das gut, da er sicher besonders angefochten war. Ich sage nicht, dass wir das genauso leben müssen, aber ich empfehle: Vermeide längere Gespräche in ungeschützten Räumen. Autofahrten lassen sich nicht immer vermeiden, aber vermeide lange Gespräche im Auto, wenn du schon am Ziel bist. Achte darauf und sei sensibel.
Der sechste Ratschlag betrifft den körperlichen Kontakt: Vermeide zärtliche oder längere Umarmungen. Das gleiche Prinzip wie bei den Komplimenten. Wenn du eine Frau zärtlich umarmst oder als Frau einen Mann, können Gefühle entstehen. Eine Umarmung kann in Erinnerung bleiben, weil sie zärtlich war und sich gut angefühlt hat – vielleicht hast du so etwas lange nicht mehr von deinem Ehepartner bekommen. Das kann gefährlich werden.
Deshalb: Warum nicht einfach mal wieder zum Händedruck zurückkehren? Man muss sich nicht umarmen. Und wenn, dann nicht zärtlich und länger.
Der siebte Ratschlag: Beziehe bei Gefahr eine andere Person mit ein.
Ich war 2019 auf einer Pastorenkonferenz in Jacksonville, Florida. Dort erzählte ein Pastor folgende Geschichte, die ich sehr stark fand, weil er sie so offen berichtete: Er sitzt eines Abends am Rechner und checkt seine E-Mails. Er ist Pastor einer größeren Gemeinde in Texas. Plötzlich kommt eine E-Mail von einer Ex-Freundin aus seinem alten Leben. Sie schreibt, dass sie für ihn verfügbar wäre, also für eine Affäre.
Er sagte: „Ich konnte nie verstehen, dass Pastoren Affären begehen. Aber in dem Moment, als mich diese E-Mail erreichte, wurde mir klar, wie das passieren kann.“ Er antwortete erst nicht, ging schlafen. Am nächsten Morgen war er wieder klar im Kopf. Er informierte sofort seine Frau und die Ältesten der Gemeinde. Dann schrieb er der Ex-Freundin zurück, gab ihr das Evangelium mit und sagte: „Das wird nichts.“
Es war sehr hilfreich, nicht in der Isolation zu bleiben, nicht allein zu bleiben, sondern mit der Versuchung ans Licht zu gehen. Die Versuchung will uns einreden: „Nimm keine weitere Person mit dazu! Spiel ruhig ein bisschen mit mir.“ Aber wenn wir ans Licht gehen, unseren Ehepartner oder einen Seelsorger einbeziehen, nehmen wir der Versuchung die Kraft.
Deshalb ermutige ich dich: Wenn du in Versuchung gerätst, brauchst du jemanden, dem du dich anvertrauen kannst. Das kann der Ehepartner sein, aber das muss man weise abwägen. Nicht alle Details sind immer hilfreich für den Ehepartner. Wir können ihn auch sehr belasten, wenn wir alle Gedanken im Detail äußern.
Deshalb ist es gut, sich einem Seelsorger anzuvertrauen und in der Ehe eine gewisse Offenheit zu haben. Ich persönlich finde es wichtig, dass meine Frau Bescheid weiß, wenn ich mich mit einer anderen Frau treffe. Als Pastor mache ich eigentlich keine Eheberatung mit einer Frau alleine, zumindest nicht dauerhaft. Ein Erstgespräch oder vielleicht ein zweites, aber keine Dauerseelsorge.
Wenn ich mich doch mal mit einer Frau treffe, nehme ich meine Frau mit ins Boot, damit sie Bescheid weiß. Das ist absolut hilfreich.
Der achte Ratschlag: Sei dir der verheerenden Konsequenzen bewusst. Einmal gegenüber Gott: Was macht unsere Sünde mit Gott? Wie sehr verletzen wir ihn? Wie sehr ist unsere Sünde ein Angriff auf ihn?
Aber auch: Was richtest du damit bei deinem Ehepartner an? Bei deinen Kindern? Welche Auswirkungen hat das?
Ich habe schon mit einigen Menschen gesprochen, die Ehebruch begangen haben. Jede Person hat es zutiefst bereut. Keiner sagte: „Es hat sich gelohnt.“ Alle haben tief bereut, weil die Konsequenzen so verheerend sind.
Es gibt noch einen weiteren Bereich, den ich bisher nicht erwähnt habe: die „virtuellen Füchse“ im Internet. Die Internetpornografie kann unsere Ehe sehr stark ruinieren. Sie ist weit verbreitet. Viele Ehemänner, auch christliche, haben damit zu kämpfen. Sie hat dramatische Auswirkungen auf die Ehe, auf die Beziehung zur Frau und zu Gott, auf die Sichtweise von Sexualität.
Ich glaube, auf keinem anderen Gebiet erringt Satan momentan mehr Siege. Wenn dich das betrifft, möchte ich dir Mut machen, dich jemandem anzuvertrauen. Sei radikal im Kampf. Du wirst es wahrscheinlich nicht alleine schaffen. Du brauchst jemanden, der dir hilft, wenn du in der Pornofalle gefangen bist.
Ein sehr hilfreiches Buch, das ich empfehlen möchte, ist „Endlich frei“ von Heath Lambert: „Pornografie – Der Kampf um Reinheit in der Kraft der Gnade“. Ein sehr gutes, evangeliumszentriertes Buch, das viel Hoffnung macht.
Ich möchte dir Hoffnung machen: Wenn du damit kämpfst, liegt Gott sehr viel daran, dir den Sieg zu schenken. Die Bibel ist nicht nur Theorie. Sieg über diese Sünde ist möglich, auch wenn du schon jahrelang kämpfst.
Geh konkrete Schritte, such dir jemanden, geh ans Licht und kämpfe – weil es um Gott geht, aber auch um deine Ehe.
Zusammengehörigkeit als Schutz und Lebensquelle
Schützt eure Liebesbeziehung. Das war der letzte und zugleich längste Punkt heute.
Ausgehend vom Text gibt es jedoch noch zwei weitere Punkte.
Zusammengehörigkeit verinnerlichen
Der zweite Punkt lautet: Verinnerlicht eure Zusammengehörigkeit. Das ist Vers 16.
Man muss bei aller Vorsicht nach außen hin nicht vernachlässigen, auch füreinander da zu sein und den Fokus aufeinander nicht zu verlieren. Es geht nicht nur darum, nach außen zu schauen und die Gefahren zu erkennen. Vielmehr ist es wichtig, auch Zeit miteinander zu verbringen und so die Zusammengehörigkeit zu verinnerlichen.
In Vers 16 heißt es: „Mein Geliebter ist mein und ich bin sein, der in den Lilien weidet.“ Eine ähnliche Aussage finden wir auch an einer anderen Stelle im Hohelied, zum Beispiel Hohelied 6,16: „Ich gehöre meinem Geliebten und mein Geliebter gehört mir.“
„Er, der in den Lilien weidet“ – diese Aussage bringt drei Aspekte auf den Tisch. Erstens sagt sie: Wir gehören einander. Ich gehöre nicht mehr mir, ich gehöre ihm. Ich gehöre nicht mehr mir, ich gehöre ihr. Wir gehören einander, wir dienen einander, wir geben uns einander hin. Es geht nicht um mein Glück, sondern um das Glück meines Partners. Ich gehöre ihm, ich bin für ihn da. Wir gehören einander.
Zweitens sagen wir damit auch: Wir gehören zusammen. In 1. Mose 2,18 sagt Gott: „Es ist nicht gut, dass der Mensch allein ist.“ Und hier haben sich zwei gefunden, die eine neue Einheit bilden.
Interessant ist, dass an dieser Stelle im Hebräischen keine Zeitform verwendet wird. Hier heißt es wortwörtlich: „Mein Geliebter mir und ich ihm.“ Vielleicht ist das kein Zufall. Möglicherweise soll die Zusammengehörigkeit als etwas Zeitloses dargestellt werden. „Mein Geliebter ist mein und ich bin sein“ – so ist es und so soll es immer bleiben. Vielleicht ist das genau die Botschaft des Textes.
Gerade im Zusammenhang mit den Füchsen drückt der Text hier auch noch ein drittes aus: Die Beziehung ist exklusiv. Ich gehöre dir und nur dir, du gehörst mir und nur mir. Wir wollen daran arbeiten, dass nichts und niemand unsere Ehe kaputt macht.
Während ich diesen Vortrag vorbereitet habe, kam meine Frau irgendwann vom Einkaufen nach Hause und sagte: „Boa Schatz!“ Sie war in dem Moment wirklich völlig entrüstet. „Boa Schatz, ich muss dir was erzählen. Ich war gerade im Aldi einkaufen, da kam ein Typ mit so einem schicken Dreier-BMW, der hat mich voll angebaggert.“
Ich fragte: „Na, kennen wir uns?“
Sie antwortete: „Nee.“
Dann fragte er sie: „Und was machst du so?“
In dem Moment wurde meiner Frau klar, dass er sie anbaggern wollte. Ihre Antwort war richtig cool: „Ja, was ich mache? Also, ich gehe einkaufen für meinen Mann und meine vier Kinder.“ Wumm – der Typ war sofort weg.
Hier hat jemand, in diesem Fall meine Frau, die Zusammengehörigkeit so sehr verinnerlicht, dass es nie eine Option für sie war, an etwas anderes zu denken. Wir gehören zusammen, und nur wir. Da darf kein anderer rein. Das ist so wichtig: Wir müssen unsere Zusammengehörigkeit total verinnerlichen.
Wie stark ist dein Bewusstsein, dass du nur deinem Partner gehörst – ein Leben lang? Der Ehering ist ein sichtbares Symbol dafür. Er erinnert uns immer wieder daran. Vielleicht kann auch ein Foto von dir, von dir und deiner Frau oder nur von deiner Frau beziehungsweise nur von deinem Mann auf der Arbeit dich immer wieder daran erinnern: Wir gehören zusammen und nur wir.
Das muss aber auch immer wieder ausgesprochen werden. Man sollte sagen: „Meine Liebe, ich gehöre nur dir. Mein Herz gehört nur dir. Meine Augen gehören nur dir. Mein Körper gehört nur dir.“
Exklusivität ist etwas Wunderschönes, etwas Kostbares. Aber Exklusivität muss verinnerlicht werden. Wir brauchen ein tiefes Bewusstsein exklusiver Zusammengehörigkeit. Und das darf nicht nur Theorie bleiben.
Wisst ihr, bei manchen Ehen ist es ja so: Sie sind formal nicht geschieden, formal sind sie zusammen. Aber in der Praxis läuft da nicht mehr viel.
Zusammengehörigkeit leben
Und Vers 17, der letzte Vers heute Abend, zeigt uns, dass Zusammengehörigkeit nie etwas theoretisch Abstraktes ist. Zusammengehörigkeit möchte immer auch sehr konkret gelebt werden. Das ist mein dritter Punkt: Lebt eure Zusammengehörigkeit!
Vers 17 lautet: „Wenn der Tag verhaucht und die Schatten fliehen, wende dich her, mein Geliebter, gleiche einer Gazelle oder einem jungen Hirsch auf den zerklüfteten Bergen.“
Wenn der Tag verhaucht und die Schatten fliehen, meint hier, wenn die Schatten länger werden, also ist der Abend gemeint. Sie lädt ihn hier quasi ein: „Für den Abend“. Aber was soll am Abend geschehen? Da heißt es: „Wende dich her, mein Geliebter, gleiche einer Gazelle oder einem jungen Hirsch auf den zerklüfteten Bergen.“
Das mit der Gazelle hatten wir schon am Anfang von Kapitel zwei, beziehungsweise in Vers sechs oder sieben. Dort geht es auch um eine Gazelle. Gemeint ist, dass er schnell zu ihr kommen soll.
Jetzt stellt sich aber auch die Frage: Was meint das hier mit den zerklüfteten Bergen? Das muss man ganz ehrlich sagen, kann man nicht ganz genau klären. Im Hebräischen steht hier „Beta“, das kann ein Ortsname sein. Einige Ausleger haben vielleicht ein bisschen mehr Phantasie und sagen, zerklüftete Berge sind ihre Brust. Das kann man aber nicht wasserdicht begründen.
Ich denke, an dieser Stelle lässt sich die Bedeutung am besten offenlassen. Aber was sie sagt, ist: Komm bitte am Abend schnell zu mir.
Daraus lernen wir: Zusammengehörigkeit ist nicht nur ein theoretisches Bewusstsein. Zusammengehörigkeit will tatsächlich gelebt werden. Und genau das dient ja auch dem Schutz unserer Ehebeziehung.
Es ist eigentlich ein Wechselspiel: Je mehr man seine Ehe schützt, je mehr man sie exklusiv lebt, desto schöner werden die Zeiten zu zweit. Aber auch wenn man die Zeiten zu zweit verbringt und gute Zeiten zusammen hat, ist das zugleich auch ein Schutz für die Ehebeziehung.
Vielleicht müssen sich heute einige Paare eingestehen: Unsere Ehebeziehung ist nicht gesund. Wir haben gewisse „Füchse“ nicht gefangen in unserer Ehe. Eigentlich ist unser Eheweinberg vielleicht sogar ruiniert worden. Unsere Zusammengehörigkeit besteht nur noch auf dem Papier.
Da will ich euch heute Abend Mut zusprechen. Ich will die Sache nicht vereinfachen und hier nicht einfach pauschale Floskeln von mir geben. Aber ich bin zutiefst davon überzeugt, dass Gottes Gnade uns nicht nur vergibt, sondern dass Gottes Gnade uns auch verändert.
Ich bin von der Kraft des Evangeliums überzeugt. Ich bin so sehr davon überzeugt, und ich möchte euch Mut und Hoffnung geben, dass, wenn ihr wollt, Gott eure Ehe heilen kann.
Ich möchte an dieser Stelle ein Buch empfehlen, das ich schon mal genannt habe: „Sex und sein Erfinder“ von John Piper, herausgegeben von Justin Taylor. Besonders das dritte Kapitel ist hier sehr, sehr wertvoll. Dort geht es um den langen Weg zur sexuellen Heilung und Freude.
Wenn ihr genau da die „Füchse“ nicht gefangen habt und dadurch Wunden in eurer Ehe entstanden sind, kann dieses Kapitel wirklich wie Balsam für die Seele wirken. Deshalb empfehle ich euch dieses Buch.
Ich möchte euch wirklich Mut machen: Gott kann einen zerrütteten Eheweinberg wieder zu einem blühenden Eheweinberg machen. Gott kann es. Gott ist allmächtig.
Gott wird es in der Regel aber nicht einfach machen, indem er schnell Lebensumstände verändert, sodass alles wieder gut ist. Stattdessen nimmt Gott uns in einen Prozess hinein, in dem er nicht die Umstände ändert, sondern unser Herz.
Das kann manchmal schmerzhaft sein, aber es ist ein notwendiger Weg, um wirklich Heilung zu schenken. Erst wenn Gott zerbricht, kann er etwas Neues daraus machen.
Da möchte ich euch Hoffnung geben, auch wenn es jetzt nicht danach aussieht, als gäbe es viel Hoffnung für eure Ehe. Auch wenn ihr vielleicht schon aufgegeben habt, möchte ich euch Mut machen: Gott kann wirken. Gott möchte aus eurem Eheweinberg auch wieder etwas Wunderschönes machen.
Wir wollen gerne dafür beten. Wenn wir euch irgendwie weiterhelfen können, könnt ihr uns gerne kontaktieren. Schreibt einfach an unsere liebevolle E-Mail-Adresse.
Wir haben ein Ehepaar in unserem Team, das für die Seelsorge zuständig ist. Wir sind gerne bereit, uns in eure Ehen zu investieren und da zu helfen, wo wir helfen können.
Wenn es Sünden gibt, gerade auch auf dem sexuellen Gebiet, die immer wiederkehren, sind wir ebenfalls gerne bereit, euch ein recht wirksames Werkzeug zuzuschicken. Eine Datei nennt sich „Tagebuch der Selbsterkenntnis“. Das ist ein Tool des Seelsorgeinstituts Coram Deo, das ich an dieser Stelle ebenfalls sehr empfehlen möchte.
Diese Datei können wir euch gerne auf Anfrage zuschicken. Sie hilft uns, unser Herz zu erkennen und zu verstehen, was wirklich die Absichten unseres Herzens sind und warum wir immer wieder gewisse Taten vollbringen.
Das kann zu einer tiefgreifenden Buße verhelfen. Wir sind gerne bereit, euch dieses Material zukommen zu lassen und euch auch zu erklären, wie das Material genutzt werden kann.
Einladung zum Austausch und Ausblick
Nun möchte ich euch, wie an jedem Eheabend, noch einige Fragen mitgeben.
Die erste Frage lautet: Wie schützt ihr eure Ehebeziehung bisher? Tauscht euch einfach einmal darüber aus. Was sind Schutzmechanismen, die ihr bereits lebt?
Zweitens: Welche weiteren konkreten Schritte sind erforderlich, um eure Ehe zu schützen? Vielleicht habt ihr noch gar nicht so ausführlich oder offen über dieses Thema gesprochen. Vielleicht ist heute Abend der richtige Moment, um eine gewisse Offenheit zu zeigen und darüber nachzudenken, wo ihr eigentlich noch mehr Schutz braucht.
Vielleicht ist es an der Zeit, einen Rechenschaftspartner mit einzubeziehen. Vielleicht sind auch andere Maßnahmen notwendig. Sprecht einfach zu zweit ganz offen über diese Dinge.
Drittens: Das ist eigentlich keine Frage, sondern eine Aufgabe. Jeder von euch soll für sich persönlich auf einer Liste festhalten, welche Schutzmaßnahmen er ergreifen möchte, um seine Ehe zu schützen.
Gott ist es wert, dass wir unsere Ehe schützen. Unsere Ehe ist es wert, dass wir sie schützen. In diesem Sinne wünsche ich euch einen wirklich guten, offenen, ehrlichen und gesegneten Austausch.
Wir melden uns spätestens in einem Monat wieder und würden uns freuen, wenn ihr beim nächsten Mal auch dabei seid. Denn dann geht es nämlich um die Hochzeit.
Bis dann, macht’s gut und einen schönen Abend euch!