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Gemeindemitgliedschaft

27.01.2018
Serie•Teil 4 / 7E21 Regionalkonferenz Schweiz 2018
Warum gehst du sonntags überhaupt in die Gemeinde? Nicht aus Tradition, sondern damit du Gott klarer erkennst, andere trägst und Christus im Alltag sichtbar machst.

Orientierung finden im Alltag und im Gottesdienst

Warst du schon mal an einem Ort, ohne genau zu wissen, was du da eigentlich sollst? Mir ist das häufiger schon passiert.
Ein sehr prägendes Erlebnis für mich war ganz am Anfang meines Berufslebens. Ich habe für ein großes deutsches Unternehmen gearbeitet, war in die USA delegiert und arbeitete dort für einen Executive Vice President, also ein ganz hohes Tier. Der hatte eine führungskräftige Klausur, und ich wusste, dass er dort hin sollte.
Dann bekam ich einen Tag vorher einen Anruf von seiner Sekretärin. Sie sagte: Ja, Matthias, Jerry ist im Krankenhaus, und er hat mich gebeten, dass du da hingehen sollst. Es ist ganz wichtig, dass du dich mit einer bestimmten Person triffst. Da gibt es zwei Dinge, die müssen besprochen werden. Viel mehr weiß ich jetzt auch nicht. Aber Jerry hat gesagt, du sollst da hingehen. Ich habe den Flug für dich schon gebucht und so.
Dann bin ich hingeflogen und kam mir ein bisschen fehl am Platz vor, weil das alles hohe Tiere waren. Alle waren mindestens zwanzig Jahre älter als ich, und mein Eindruck wurde sofort bestätigt durch die erste Frage, als jemand auf mich zukam: Was machen Sie hier? Und ich musste ehrlicherweise antworten: Ja, das weiß ich auch nicht so genau. Und es wurde nicht besser.
Vielleicht kennst du das. Vielleicht kennst du das aus anderen Situationen. Manchmal erlebe ich das beim Einkaufen im Supermarkt, wo Leute vor dem Regal stehen und du denkst, die meditieren und wissen nicht mehr genau, was sie einkaufen sollen. Ist mir auch schon passiert. Meine Frau sagt: fünf Dinge einkaufen. Und nach Nummer vier stehe ich im Supermarkt und denke: Da war noch was. Was mache ich eigentlich hier?
Oder bei einer Party: Du bist vielleicht mitgenommen worden zu einer Party oder zu einem Event, und alle haben irgendwie Themen, über die sie reden, nur du bist ein bisschen außen vor. Ging mir manchmal so, wenn meine Frau mich mal mitgenommen hat zu bestimmten Kreisen, und ich war einfach fehl am Platz.
Und so ging mir das auch, als ich das erste Mal in einen Gottesdienst kam. Alle schienen zu wissen, was los ist, nur ich nicht. Irgendwann standen alle auf: Oh, schnell aufstehen, Hände falten, wieder hinsetzen, singen, Hände hoch beim Singen. Ich fühlte mich leicht überfordert. Aber das sind ja nur die äußeren Dinge.
Weißt du, warum du sonntags in der Gemeinde bist? Ich glaube, die Gefahr besteht, dass wir sonntags in den Gottesdienst gehen, dass wir in einen Gemeindekontext hineingehen und das aus guter Tradition tun, ohne wirklich genau zu wissen: Was soll ich hier eigentlich?
Darum geht es jetzt in diesem zweiten Vortrag zu dem Oberthema Gemeinde in Aktion, wo wir darüber nachdenken wollen, warum und wozu wir uns als Christen in lokalen Gemeinden versammeln sollen. Denn ich glaube, wir alle wissen: Wenn wir nicht genau wissen, warum und wozu wir wo sind, dann fehlt uns Orientierung. Dann macht das auch keine Freude, dann sitzen wir unsere Zeit ab, und es kommt nichts dabei heraus.
Und ich möchte, dass viel dabei herauskommt, denn in der Gemeinde geht es letztendlich um die Ehre Gottes. Ihr erinnert euch, wenn ihr gestern Abend da wart, an das Echo des zweiten Vortrags von Mike, der uns immer wieder verdeutlicht hat, dass die Gemeinde dazu da ist, die Herrlichkeit Gottes dieser Welt wiederzuspiegeln, ihr zu bezeugen, wer Gott ist. Das heißt, die Gemeinde Gottes existiert zum Lobpreis seiner Herrlichkeit.
Was heißt das denn konkret für uns? Wie sollten wir in der Gemeinde miteinander leben? Wozu sind wir in lokalen Gemeinden?

Was Gemeinde ihrem Wesen nach ist

Bevor ich dazu komme, möchte ich kurz, einfach nur als Hintergrund, damit wir alle auf dem gleichen Stand sind, etwas zum Thema Gemeinde sagen und dazu, was Gemeinde eigentlich ist. Das wäre eigentlich ein separater Vortrag, und ich mache das ganz kurz, einfach nur, um zu sagen: Gemeinde, die Ekklesia, ist eine Versammlung von Menschen, die von Gott aus der Welt herausgerufen sind. Das ist grundlegend.
Wir waren einst alle tot in unseren Sünden und Übertretungen, wie es in Epheser 2,1 heißt. Und Gott hat uns in seiner großen Liebe und Barmherzigkeit herausgerufen. In seiner Gnade hat er uns gerettet, herausgerettet hinein in die Gemeinde. Wir sind herausgerufen aus einer Welt, in der die Sünde regiert. Wir sind herausgerufen aus dem Einflussbereich Satans. Gott ruft uns heraus.
Und ich hoffe, ihr alle sitzt heute hier als in solcher Weise Herausgerufene, ob ihr euch bewusst daran erinnern könnt, wie das war, als ihr noch in diesem anderen Einflussbereich wart, oder nicht. Wir haben heute früh beim Frühstück bei Peter Prock am Tisch mit Mike und Joshua und auch seiner Frau unsere Zeugnisse ausgetauscht und darüber gesprochen, wie Gott uns herausgerufen hat aus einem vorherigen Leben, aus unterschiedlichen Lebenssituationen, aus einer Verzweiflung als Jugendlicher, aus einer ganz schwierigen familiären Situation, aus einem sehr stark geprägten Katholizismus, aus einem einfachen Leben in der Welt, aus einem Denken, man sei Christ in einer christlichen Familie, während dann doch die Sündenüberführung wuchs.
Es war ein ganz ermutigendes Frühstück, kann ich euch sagen. Es lohnt sich, das ab und zu einmal mit Leuten zu machen. Und wir konnten alle sagen: Ja, Gott ist in seiner großen Gnade in unser Leben eingetreten. Und er hat uns herausgerufen zu sich hin. Das hat er getan, indem wir das Evangelium des stellvertretend für Sünder gestorbenen Herrn Jesus Christus gehört haben. Wir durften glauben, dass er auferstanden ist, dass er lebt und dass er uns in seine Nachfolge ruft, zur Umkehr und zur Nachfolge an ihn. Das ist das Evangelium, das wir hören durften, und das hat uns herausgerufen aus der Welt hin zu Christus.
Aber wir sind nicht nur die Herausgerufenen, wir sind auch, und das ist der nächste Punkt, die vom Herrn Zusammengerufenen. Das heißt, die Ekklesia ist nicht nur die Herausgerufenen aus der Welt, sondern auch die bewusst von ihm Zusammengerufenen, damit sie sich versammeln. Das heißt, Gemeinde ist immer auch Versammlung von Gläubigen.
Gemeinde wird in der Bibel an manchen Stellen als universeller Begriff beschrieben. Wir alle gehören zu dieser Gemeinde, und alle Christen aller Zeiten an allen Orten gehören zu dieser einen Gemeinde, die sich tatsächlich versammelt, und zwar eines Tages vor dem Thron Gottes. Dort ist die universelle Gemeinde dann versammelt.
Bis dahin ist es Gottes Wille, dass die Herausgerufenen zusammengerufen werden in kleineren Einheiten, das heißt in lokalen Gemeinden, in Ortsgemeinden. Dort, wo Christen eben nicht über alle Zeiten und über alle Orte hinweg zusammenkommen, weil das nicht geht und wir das nicht hinbekommen, sondern dort, wo Christen an einem Ort zu einer Zeit zusammenkommen. Das ist die lokale Gemeinde, und dazu sind wir gerufen.
Wir werden da hineingetauft, wenn man Baptist ist, oder wir kommen irgendwie anders da hinein. Wir kommen auf jeden Fall hinein und werden irgendwann Teil dieser Gemeinde, aus der Welt herausgerufen und dem hinzugetan. Das ist das Bild, das wir von Anfang an zum Beispiel in der Apostelgeschichte sehen.

Warum Zugehörigkeit mehr ist als Tradition

Und ich werde jetzt hier gar kein Plädoyer für Gemeindemitgliedschaft halten, weil ich einfach mal unterstelle, dass ihr erkennt, dass es wichtig ist, Teil einer Gemeinde zu sein, dass ihr anerkennt, dass das Gottes klarer Wille ist, dass er euch nicht nur herausgerufen hat aus der Welt, sondern dass er euch auch zusammenruft, damit ihr euch mit anderen Christen trefft.
Ich möchte uns das aber ganz kurz anhand einiger biblischer Bilder deutlich machen, in denen immer sichtbar wird, dass Gemeinde aus Menschen besteht, die zusammenkommen. Das heißt: Wenn du glaubst, du kannst als Christ ohne Gemeinde leben, möchte ich dir sagen, das funktioniert nicht, und du handelst in Sünde, wenn du nicht Mitglied einer Gemeinde bist.
Ich weiß, es ist radikal, wenn man das so sagt. Ich habe am Sonntag nach unserem Morgengottesdienst, nach unserer Morgengemeinde, eine Frau getroffen. Ich bin eigentlich Pastor von zwei Gemeinden, weil die beiden Gottesdienste wirklich zwei verschiedene Versammlungen sind. An unserem Morgengottesdienst kam eine Frau zu mir, die ich schon lange kenne, die auch schon lange kommt, die aber kein Gemeindemitglied ist. Und sie hat zu mir gesagt: Witzigerweise hat sie in der Predigt gesagt, dass deine Gemeindemitgliedschaft dich nicht zum Christen macht. Aber sie sagt: Ja, du predigst ständig Gemeindemitgliedschaft und machst da so einen Druck, dass alle Mitglieder werden müssen.
Das habe ich heute nun gar nicht gehört, ich habe das Gegenteil gesagt. Aber na gut, es ist schon interessant, was manche Leute dann auch hören. Und warum muss das eigentlich sein? Ich habe ihr gesagt: Weil es keine Christen gibt, die nicht zu Gemeinden gehören.
Deswegen gibt es bei uns in einer Gemeinde, manchmal gibt es in FEG, ich weiß nicht, ob es das in anderen Gemeinden auch gibt, in FEG gibt es manchmal die Kategorie Mitglieder, Freunde und Gäste. Schon mal gehört? Ich habe dann irgendwann bei uns in der Gemeinde gesagt: Also wir haben keine Freunde. Und ich habe die Freundesliste, die habe ich ganz demonstrativ gestrichen. Ich habe gesagt, die gibt es nicht mehr. Die Freunde dürfen sich entscheiden, ob sie Mitglieder sind oder ob sie Gäste sind.
Gäste, da weiß ich nicht, ob sie Christen sind, habe ich keine Ahnung. Die sind alle herzlich willkommen. Aber wenn sie wirklich sagen: Ja, das ist meine Gemeinde, dann werde Mitglied, weil sonst lebst du in Ungehorsam Gott gegenüber. Das kann ich nicht noch gutheißen, indem ich sage: Ja, du bist unser Freund.
Gott will, dass wir zusammen gerufen werden, dass wir uns an Orten versammeln. Hebräer 10,25 macht das ganz deutlich: Wir sollen nicht verlassen unsere Versammlungen, wie einige zu tun pflegen, sondern einander ermahnen, und das umso mehr, als ihr seht, dass sich der Tag naht. Wir leben auf einen Tag hinzu, und wir brauchen einander. Und wir sollen nicht, das ist nicht ein: Es wäre ganz nett oder könnte man auch mal so machen. Das ist ein biblischer Auftrag. Wir sollen diese Versammlung nicht vernachlässigen.
Wir sollen Glieder aneinander sein, und das sind die biblischen Bilder. Wir als Gemeinde sind der Leib Christi, der besteht aus Gliedern, und das sind Mitglieder aneinander. Also wenn einer behauptet, Mitgliedschaft ist nicht biblisch, dann hat er noch nie 1. Korinther 12 gelesen. Wir sind Glieder am Leibe Christi und Mitglieder aneinander. Das ist ein biblisches Wort und ein biblisches Konzept, und das bedeutet, dass wir miteinander leben, dass wir organisch zusammenhängen.
Und das funktioniert nicht. Ich kann nicht mit Luther oder Calvin organisch zusammenhängen, sorry. Irgendwann vor dem Thron Gottes sehr gerne, aber hier auf Erden überhaupt nicht. Ja, das kann ich aber mit den Geschwistern, mit denen ich mich am Sonntag treffe.
Ich bin scharf, wir haben gestern darüber nachgedacht, was es bedeutet, Hirte zu sein, aber wir sind vor allem auch alle Schafe, und Schafe gehören in eine Herde. Und diese Herde muss sich versammeln. Es hilft nichts, dass du sagst: Ja, es gibt ja noch viele Schafe überall in der Welt, und wir sind alle irgendwie zusammen Herde. Die Wölfe werden sich freuen. Schafe brauchen den Schutz der Herde, und Jesus ist ihr guter Hirte. Organisch hängt er mit diesen Schafen zusammen.
Wir sind Reben und hängen am Weinstock, und das ist Jesus. Wir sind Steine, die sich erbauen lassen sollen miteinander, übrigens wieder organisch, substanziell erbauen lassen sollen zu einem geistlichen Haus, zu einem Tempel Gottes. Wir sind Bewohner im Hause Gottes, und Jesus ist der Herr. Und im Tempel Gottes ist er der Grundstein und der Baumeister.
Das sind alles biblische Bilder, wunderbare Illustrationen, die Gott uns selber gibt, um uns klarzumachen: Christen gehören in die organisatorische, klare Einheit einer Gemeinde. Und es ist wichtig, dass man dabei unterscheidet zwischen denen, die dazugehören, und denen, die nicht dazugehören. Denn Gott ist nicht politisch korrekt. Gott hat immer ganz klar getrennt zwischen drinnen und draußen.
Die Seinen waren drinnen bei ihm, und die anderen waren draußen. Adam und Eva waren bei Gott im Garten Eden, und als sie sich von ihm gelöst hatten, waren sie draußen. Das ging dann weiter. Wir sehen, dass Noah und seine Familie in der Arche waren, die waren drinnen, und die anderen waren draußen, als die Flut kam.
Das Volk Israel: Entweder man war drinnen und gehörte dazu, oder man war gottlos, Heide, draußen. Im Lager in Israel, wenn man rein war, sollte man drinnen sein, und wenn man unrein war, musste man raus. Im gelobten Land lebte man in den Grenzen, war Teil davon, und die anderen, sie sollten ausgestoßen werden, die mussten raus.
Und in der Ewigkeit wird es auch so sein. Wir werden entweder drinnen sein, im neuen Jerusalem, im Herrschaftsgebiet Gottes, Teil von Gottes Reich, oder wir sind draußen. Es gibt keinen Zwischenraum.
Und, ihr Lieben, wenn Gott das in allen Phasen der Heilsgeschichte so gelebt hat mit seinem Volk, wie können wir auf die Idee kommen zu sagen, das ist aber so exklusiv, und Mitgliedschaft und drinnen-und-draußen-Denken, das passt ja nicht in unsere Zeit? Das passt in alle Zeiten, vom ersten Tag der Schöpfung an bis für alle Ewigkeit. Und wir sind keine Ausnahme, nur weil das politisch gerade nicht korrekt ist.
Okay, also wenn du noch kein Gemeindemitglied bist, vielleicht ist morgen ein guter Tag, mit deinem Pastor mal darüber zu reden. Wenn du eine Gemeinde hast und keine Mitgliedschaft praktizierst, wie auch immer, wie formell oder informell, das wird jede Gemeinde anders machen, das ist ja in der Bibel nicht vorgeschrieben. Aber wenn nicht klar ist, wer bei euch drinnen und draußen ist, dann denkt mal darüber nach, ob ihr das nicht einführen solltet.

Drei Ziele für das Leben der Gemeinde

Also, warum gehören Christen in die Gemeinschaft einer Gemeinde? Ganz klar: weil es Gottes Wille ist, weil es ihn ehrt und weil es sie als sein Volk kennzeichnet.
Und damit komme ich zum eigentlichen Hauptteil: Wozu? Was sollen wir denn da? Okay, wir sollen zur Ehre Gottes leben. Aber wie? Und ich möchte da drei Dimensionen ansprechen. Das sind die drei Punkte für den Rest dieses Vortrags.
Zum einen: um unseren Gott mehr zu erkennen. Wir gehören in die Gemeinde, um Gott mehr zu erkennen. Und das Erkennen Gottes ist das, was uns verwandelt, hinein in sein Ebenbild. Ich hoffe, euch ist das klar. 2. Korinther 3,18, dass wir im Schauen auf Christus, im Erkennen Gottes, immer mehr verwandelt werden hinein in sein Ebenbild. Wir sind in der Gemeinde, weil sie uns hilft, Gott zu erkennen. Darüber denken wir gleich noch mehr nach.
Das Zweite ist: Wir sollen in der Gemeinde zusammenkommen, um füreinander da zu sein, um einander zu dienen mit den Gaben, die Gott uns gegeben hat.
Zum Dritten sollen wir uns in Gemeinden versammeln, um der Welt, um den Menschen um uns herum, Christus zu bezeugen. Das war der Punkt, über den Mike gestern vor allem gesprochen hat: dass wir der Welt etwas widerspiegeln sollen von der Herrlichkeit Gottes.
Das sind die drei Punkte, die ich im Folgenden weiter mit uns besprechen möchte: Gott erkennen, einander dienen, Christus bezeugen.

Gottes Gegenwart und die Kraft des Wortes

Gott erkennen können wir in der Gemeinde vor allem deshalb, weil der Herr verheissen hat, dass er in der Versammlung von Christen in besonderer Weise gegenwärtig ist. Gott ist allgegenwärtig, ohne jede Frage. Und doch sagt Jesus in Matthäus 18,20: Denn wo zwei oder drei oder zwanzig oder dreissig oder zweihundert oder dreihundert versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen.
Das klingt nach Verheissung, oder? Es ist die Verheissung einer besonderen Gegenwart Gottes in der Versammlung der Gläubigen. Ich glaube, das ändert einiges, wenn du morgen in deinen Gottesdienst gehst und sagst: Ich bin jetzt hier nicht nur versammelt mit Menschen, mein Herr ist bei mir, er ist bei uns. Er ist nicht nur bei mir, er ist bei uns hier in der Gemeinde. Da, wo wir uns versammeln, ist er mitten unter uns. Durch seinen Geist ist er gegenwärtig in der Gemeinde. Wir versammeln uns nicht in der Abwesenheit des Herrn, sondern in der Gegenwart des Herrn. Grossartig, das klar vor Augen zu haben, oder?
Und wir können ihn dann erkennen, weil er uns in der Gemeinde in besonderer Weise vor Augen gemalt wird. Und wir können einander dabei helfen. Wir haben gestern darüber nachgedacht, dass es in Epheser 4 verschiedene Dienste gibt, unter anderem den der Hirtenlehrer, und deren Aufgabe ist es, dass die Heiligen zugerüstet werden zum Werk des Dienstes, Epheser 4,11-12 und folgende. So soll der Leib Christi erbaut werden. Das heisst, wir werden zugerüstet, um dienen zu können, der Leib wird erbaut, und dann heisst es, bis wir alle hingelangen zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes.
Das heisst: Wir sind zusammengerufen in Gemeinden, in denen uns Hirtenlehrer dienen sollen, und das soll uns helfen, dass wir weiter wachsen in der Erkenntnis Gottes. Wir können Gott erkennen, gerade dadurch.
Da sehen wir immer wieder, dass alle Schrift von Gott eingegeben ist. Und da heisst es vorher: Aber die Heilige Schrift, die du kennst, kann dich unterweisen zur Seligkeit durch den Glauben an Christus. Das heisst, sie hilft uns erst einmal, Christus überhaupt zu erkennen. Und dann hilft sie weiter, uns zu wachsen, bis wir alle. Denn sie ist nütze zur Lehre, zur Zurechtweisung, zur Besserung und zur Erziehung in der Gerechtigkeit, dass der Mensch Gottes vollkommen sei, zu allem guten Werk geschickt.
Das heisst: Durch das verkündigte Wort in der Gemeinde, in der Gemeinschaft der Gemeinde, da, wo uns das Wort trifft, da werden wir kooperativ gemeinsam wachsen können dem Herrn entgegen. Und das ist genau das, was die ersten Christentaten zeigen. Apostelgeschichte, Petrus’ Predigt, die Pfingstpredigt: Menschen werden überführt von ihrer Sünde, sie tun Busse, bekennen ihren Glauben durch die Taufe und werden der Gemeinde hinzugetan. Und dann heisst es, sie blieben beständig in der Lehre der Apostel. Ihnen wird Gott vor Augen gemalt, sie erkennen mehr von ihm.
Und ich hoffe, du weisst, wie wichtig das ist. Und natürlich können wir sagen: Na ja, ich habe mein eigenes Leben, ich kann die Bibel auch selber lesen, da brauche ich keinen Pastor zu. Ich weiss nicht, wie dir das geht, aber wenn ich auf falschen Wegen bin, ist es manchmal so, dass ich bestimmte Bibelpassagen ganz schnell überlese. Und manchmal bin ich ganz gut darin, bewusst zu sagen: Ach, da will ich jetzt gerade mal nicht drüber nachdenken. Man kann eigentlich über alles nachdenken. Das ist unsere Sündennatur, die uns dazu bringt, dass wir uns manchmal nicht selber mit Dingen konfrontieren wollen.
Und dann komme ich am Sonntag in die Gemeinde, und der Vers, den ich so galant überlesen möchte, den greift der Prediger heraus, als wenn er das wüsste, und spricht in mein Leben hinein und legt seinen Finger immer wieder in die Wunde. Vielleicht hat Mike das gestern mit dem einen oder anderen getan. Das tut Gott, weil er in seiner Gnade uns in Gemeinden hinein stellt, wo wir vom Wort getroffen werden, wo das verkündigte Wort Arbeit ausrichtet, die wir nötig haben und die wir im eigenen Bibellesen so nicht immer erleben.
Die Verkündigung seines Wortes ist ein Instrument Gottes, das er gebrauchen möchte, damit du ihn mehr erkennst und manchmal, damit du ihn wiedererkennst. Der Ruf zur Busse ist ein Ruf, den wir immer wieder brauchen, ein Ruf zur Umkehr. Der trifft uns am Sonntag in der Gemeinde. Und das geschieht natürlich nicht nur am Sonntag. Das geschieht überhaupt durch die Gemeinschaft der Gemeinde. Das geschieht vor allem auch in Kleingruppen, in Hauskreisen, in Gesprächen, wo wir einander helfen können, Christus besser zu erkennen.
Auch das ist doch wahr: Die Leute, die mich am besten kennen in der Gemeinde, in die ich mich in Gemeinschaft hineinbegebe, die können sagen: Da, wo ich mir noch etwas vormache, wo ich mir einbilde, es passt alles, die können sagen: Matthias, ich sehe da etwas in dir. Du wirkst im Moment relativ ungeduldig. Was ist los? Ich möchte dich damit mal konfrontieren, das ist nicht gottgefällig. Das war lieblos. Das war nicht lieblos!
Das passiert nicht, wenn du zuhause deine Bibel liest. Ich bin sehr dafür, dass du zuhause deine Bibel liest, nicht falsch verstehen. Aber das geschieht in der Gemeinschaft mit Menschen, die dich wirklich kennen. Du brauchst diese organische Gemeinschaft mit anderen, die dir ins Leben sprechen können und die dir helfen können, dich selber zu erkennen und Gott zu erkennen und dann ihm ähnlicher zu werden.
Wir brauchen die Gemeinde, weil sie uns zurüstet und hilft, die gute von der falschen Lehre zu unterscheiden. Die Christen in Beröa sind das bekannte Vorbild, die bereitwillig das Wort aufnahmen und dann täglich in der Schrift forschten, ob es sich so verhielte. Das heisst, die haben gehört, die haben überprüft. Aber nicht jeder Christ hat die Gabe der Unterscheidung der Geister. Nicht jeder Christ ist reif genug, um die gute von der falschen Lehre zu unterscheiden.
Ich habe gestern von den Online-Wölfen gesprochen und habe auch welche beim Namen genannt. Und vielleicht hat jemand von euch auch schon Vorträge von dieser Plattform gehört und vielleicht sogar gedacht: Also, ich fand die jetzt gar nicht so schlecht, ich weiss nicht, was dieser Lohmann da so sagt. Und vielleicht, hoffentlich, bist du gestern ins Nachdenken gekommen und sagst: Okay, vielleicht muss ich nochmal genauer hinhören. Manchmal brauchen wir Hilfe, um falsche Lehre zu erkennen. Denn die Gefahr ist, dass wir, wenn wir alleine unterwegs sind, falsche Lehre bekommen und die nicht als solche erkennen.
Was dann passiert, ist: Wir erkennen da nicht Gott. Wir sind auch bei der Folie davor eigentlich dann nicht Gott am Erkennen, sondern uns wird ein falsches Bild von Gott vor Augen geführt, ein Zerrbild bestenfalls. Und dieser Gott wird uns enttäuschen, weil er nicht der wahre Gott der Bibel ist. Deswegen brauchen wir eine Gemeinde, in der wir Leute kennen, die unsere Lehrer kennen, wissen, denen können wir vertrauen, die redliche Motive haben. Und dann können wir geschützt werden vor falscher Lehre und damit vor Enttäuschung, vor einer Enttäuschung von Gott. Wir brauchen dieses Korrektiv.
Und als gesamte Gemeinde haben wir dann auch die Verantwortung, miteinander darauf Acht zu haben, dass das, was gelehrt wird, uns wirklich hilft, Gott zu erkennen. Paulus ermahnt die Galater, die ganze Gemeinde, nicht den Pastor in Galatien, nicht die Ältesten in Galatien, sondern die Christen in Galatien. Er sagt: Mich wundert, dass ihr euch so bald abwenden lasst von dem, der euch berufen hat, in die Gnade Christi, zu einem anderen Evangelium. Und dann kommt ganz scharfe Ermahnung.
Das heisst, Paulus sagt: Ihr Christen habt eine Verantwortung für das, was gelehrt wird, weil hier sollt ihr gemeinsam Christus erkennen, und wenn da etwas schiefläuft, ist das ein Problem.
Also: Wir sollen Gott erkennen. Das heisst, komm in die Gemeinde mit der Bereitschaft und der Erwartung, deinen Herrn besser kennenzulernen. Komm mit der Bereitschaft, dich belehren zu lassen. Komm mit dem Verlangen, geistlich zu wachsen. Komm nicht einfach als derjenige, der ja zu Evangelium-21-Konferenzen geht und deswegen sowieso geistlich allen anderen überlegen ist und eigentlich nur noch prüfen muss, ob das, was die anderen sagen, gut ist.
Das gilt gerade für uns Pastoren. Die Versuchung ist doch so gross, oder? Wir wissen es doch eigentlich schon. Es ist für mich immer wieder eine Herausforderung. Wir haben in der Gemeinde so ein Pastorenausbildungsprogramm, also ich habe fünf, sechs junge Leute, die ich ausbilde als zukünftige Pastoren, und die predigen auch regelmässig. Und dann sitze ich da, und ich muss mir jeden Sonntag wieder sagen: Nicht zuerst die Checkliste rausholen, um zu sehen, was sie alles richtig gesagt haben und was sie falsch gesagt haben, sondern erst zu sagen: Herr, sprich du durch deine Diener zu mir und zeig mir, wo ich dich besser erkennen muss.
Es ist immer eine Herausforderung für mich, die Demut zu haben, aber Gott spricht. Er hat durch Esel gesprochen. Und er kann durch 25-jährige junge Männer zu mir sprechen. Wir sollten die Demut haben zu hören. Komm mit der Erwartung, Gott besser kennenzulernen in der Gemeinde, denn dazu ist die Gemeinde da.

Miteinander tragen, trösten und korrigieren

Jetzt kommen wir zum zweiten Punkt: Wir sollen uns in Gemeinden versammeln, um füreinander da zu sein. Ganz konkret: einige Punkte.
Wir sind in der Gemeinde zusammengerufen, um Anteil aneinander zu nehmen, an den Freuden und Leiden. Römer 12 ist eine ganz bekannte Passage, in der es um das Miteinander in der Gemeinde geht. Da heißt es in Vers 15 und 16: Freut euch mit den Fröhlichen, weint mit den Weinenden, seid eines Sinnes untereinander.
In 1. Thessalonicher 4 kommt der Aufruf, dass wir einander trösten sollen mit den Worten, die uns Gott gegeben hat. Brauchen wir das nicht immer mal wieder? Phasen, in denen wir traurig sind, in denen wir leiden? Das Problem ist dann: Wenn wir die Gemeinde am allermeisten brauchen, wenn wir am stärksten wahrnehmen, dass wir die Gemeinde brauchen, ist es oft zu spät, wenn wir die Beziehung nicht vorher gebaut haben.
Gib in guten Zeiten Leuten Anteil an deinem Leben, dann werden sie in schlechten Zeiten an deiner Seite sein. Das ist genau Gottes Plan. Und die guten Zeiten sind die Zeiten, in denen Gott dich in der Gemeinde haben will, damit du für die da sein kannst, die gerade schwere Zeiten durchmachen. Dies ist Gottes Plan mit dir. Er möchte, dass du dich in diese Menschen investierst.
Die Welt tut das nicht. Die Welt freut sich auch nicht mit den Freunden. Prima, dass du die Gehaltserhöhung bekommst und die Beförderung, die ich auch gerne gehabt hätte, gibt’s nie. In der Gemeinde lernst du, dich zu erfreuen am Wohlergehen anderer. Freu dich, wenn du siehst, wie einer geistlich wächst. Und ganz ehrlich: Wenn du anfängst, so zu denken und auch dafür zu beten, dann passiert das.
Also, ich bin ein total egoistischer, von mir viel zu sehr eingenommener Mensch. Das ist mein Naturell. Ich nehme mich unheimlich wichtig. Gott hat mir das immer mal wieder gezeigt, auch durch Geschwister. Das hat mir sehr geholfen. Jetzt bilde ich junge Kerls aus, um Pastoren zu werden, und manchmal, wenn sie predigen, denke ich in Momenten der Eifersucht fast: Der ist viel begabter als ich. Und inzwischen freue ich mich daran. Inzwischen kann ich wirklich sagen, aus ganzem Herzen: Ich freue mich an Simon und Matthias und Jonathan, von denen ich einfach sehe, die sind grandios begabt. Was für tolle Pastoren da heranwachsen! Die werden mich weit in den Schatten stellen.
Ja, und es kann sein, dass irgendwann die Gemeinde sagt: Matthias, du kannst auch ein bisschen seltener predigen. Ich versuche, mich innerlich auf diesen Tag vorzubereiten. Es ist eine gute Sache. Ich freue mich daran, wenn ich positives Feedback zu hören bekomme. Es gab eine Zeit, wenn meine Kollegen gelobt wurden und jemand mir gesagt hat: Das hat der wirklich gut gemacht, da habe ich mich innerlich geärgert und gedacht: Wie kann ich dem jetzt erklären, was der alles falsch gesagt hat? Ja, das hat er wirklich gut gemacht, nur mit dieser einen Sache, das war irgendwie ein bisschen komisch, also eigentlich war es falsch. Also eigentlich war es echt eine Katastrophe.
Vielleicht kennt ihr das, wenn ihr mal ehrlich mit euch seid. Und zu sagen: Nein, das spielt gar keine Rolle. Einfach zu sagen: Preis den Herrn, dass er durch Simon so in dein Leben gesprochen hat. Ich freue mich. Ja, ich verstehe, meine Predigten sprechen dich vielleicht nicht so an. Super, dass Jonathan dich so erreicht und Gott durch ihn so wirkt und in dein Leben hinein spricht. Preis den Herrn dafür. Ich freue mich darüber.
Freut euch mit denen, die sich freuen, nehmt Anteil aneinander, lehrt einander, ermuntert einander. Auch das sagt die Bibel: Ermuntert einander, ermahnt euch untereinander, einer erbaue den anderen. 1. Thessalonicher 5,11. So, bedacht sein auf die anderen. Auch bedacht sein auf die anderen.
Wir sind auch in der Gemeinde, um einander zu korrigieren, um einander unsere Sünden zu bekennen und füreinander zu beten. Wir brauchen auch die Bereitschaft, andere anzusprechen und zu sagen: Was ich da bei dir sehe, ist ein Problem. Mit Sünde konfrontieren. Ich denke, wir haben manchmal das Bild der Schafe falsch im Kopf. Es gab ja mal diesen Film, Das Schweigen der Lämmer, und ich denke manchmal, das ist das, was wir in den Gemeinden haben. Wir sehen die anderen Schafe sündigen, aber wir sagen gar nichts. Schweigen. Weil wir denken, das ist jetzt das Richtige. Wir wollen ja nicht richten, wir wollen ja nicht überheblich sein, bleiben wir mal ganz still.
Also, ich habe einen Vorschlag. Ich glaube, den Film gibt es noch nicht, aber vielleicht kann man den mal drehen: Das Blöken der Schafe. Ja, mäh, das ist ein Problem. Denken wir mal bewusst die Leute an. Und das ist eine liebevolle Sache, weil wir Geschwistern helfen, wieder mehr zum Herrn hinzukommen, aus Sünde, die immer auch zerstörerisch ist, herauszukommen.
Lieb deine Geschwister, dien deinen Geschwistern, indem du bereit bist, sie auch mal mit Sünde zu konfrontieren und ihnen dann die Gnade, die Vergebung auch Gottes zuzusprechen und dann für sie zu beten und sie aufzurichten. Auch dafür sind wir da.
Wir sind dazu da, um einander mit den Gaben zu dienen, die wir haben. Seid gastfrei, heißt es in 1. Petrus 4. Dient einander, ein jeder mit der Gabe, die er empfangen hat. 1. Petrus 4,10. Oder auch Römer 12,13: Nehmt euch der Nöte der Heiligen an, übt Gastfreundschaft. Viele verschiedene Beispiele, wie wir einander dienen sollen.
Natürlich geht es in 1. Korinther 12,7 darum, dass wir alle Gaben bekommen haben zum Nutzen aller. Meik hat gestern darüber gesprochen, wie wir alle uns mit Gaben einbringen können, und es gibt niemanden, der nicht irgendwie der Gemeinde dienen kann. Und lass dir nicht einreden: Das ist ja kein geistlicher Dienst, wenn ich nur die Stühle stelle. Das ist ein Dienst am Leib Christi, das ist ein Dienst an deinem Herrn und an deinen Geschwistern.
Also: Diene einander mit den Gaben, die Gott uns gegeben hat. Dazu hat er uns die Gaben gegeben. Mir ist egal, wo du stehst im charismatischen Spektrum. Aber wenn du denkst, deine Gaben sind dazu da, damit du dich selber irgendwie besonders gut fühlst – ich kann in Zungen beten und prophetisch reden und was weiß ich nicht, ich heile die Kranken, ich bin der tollste Hecht im Teich – sei charismatisch, indem du deine Charismata, deine Geistesgaben, einsetzt, so wie sie gedacht sind von Gott: 1. Korinther 12,7. Dir von Gott gegeben zum Nutzen aller.
 1. Korinther 14 ist noch einmal auch der Aufruf, dass wir unsere Gaben einbringen sollen, um andere dadurch zu segnen. Das ist viel wertvoller als das, was uns nur selber erbaut. Gott hat dir das gegeben mit dem Ziel, dass du dich in eine Gemeinde hineinbegibst und dort dienst.
Und dann bring dich auch ein mit deinen Finanzen, möchte ich auch mal ganz offen und direkt sagen. Wir Christen reden ja nie über das Geld. Mache ich tatsächlich in der eigenen Gemeinde fast nie. Vielleicht sollte ich es häufiger tun, weil ich denke, Gier und Geiz ist eine der Grundsünden von uns Christen.
Ich habe am letzten Sonntag über Johannes den Täufer gepredigt. Ich predige gerade durch das Lukas-Evangelium, Kapitel 3,1-20. Es war interessant, als dann der Aufruf zur Buße kommt und dann fragt die Menge: Was sollen wir denn tun? Und dann fragen die Zöllner: Was sollen wir tun? Dann sagen die Soldaten: Was sollen wir tun? Und interessant ist, was Jesus anspricht: Gier, Geiz und Machtmissbrauch.
Ich habe dann der Gemeinde gesagt: Also, ich weiß natürlich nicht, wo der konkrete Aufruf zur Buße in deinem Leben ist, aber fang doch mal mit den dreien an: Gier, Geiz und Machtmissbrauch. Gott hat einen fröhlichen Geber lieb. Er möchte, dass seine Gemeinde auch so erbaut wird und der Dienst der Gemeinde gefördert wird.
Und dann lasst uns einander lieben. Dazu sind wir in die Gemeinde hineingegeben. Jesus Christus sagt, dass er an unserer Liebe füreinander die Welt erkennen soll, dass wir seine Jünger sind. Ich verstehe das schon, dass es manchmal schwer ist, Leute wie mich zu lieben oder vielleicht auch andere in deiner Gemeinde, die so etwas hast. Also bei manchen ist es ja ganz einfach. Aber der Aufruf ist nicht, dass du ein paar liebst, das machen alle, das macht die Welt auch, dass man mit ein paar Leuten sehr harmonisch zusammenlebt. Nein, was ein Zeugnis für die Welt ist, ist, dass du alle liebst und dass du gerade die liebst, die schwer zu lieben sind, und die liebst, die so ganz anders sind wie du.
Ich sage immer: Wenn bei uns ein älteres Gemeindemitglied im Krankenhaus liegt, ermutige ich immer wieder unsere jungen Leute: Geht hin, besucht sie! Ist mir egal, ob ihr sie kennt oder nicht, geht hin und besucht sie! Lest aus der Bibel vor, singt Lieder! Und immer wieder höre ich Zeugnisse, wenn diese Leute dann erzählen: Ja, da im Krankenhaus, die haben mich alle gefragt, wie viele Enkelkinder ich denn eigentlich habe, wo die alle herkommen. Und ich könnte sagen: Das sind die Geschwister in meiner Gemeinde. Das ist ein starkes Zeugnis. Das ist das, was Jesus meint. Leute lieben, die schwer zu lieben sind.
Und mal ganz ehrlich: Also die unter uns, die verheiratet sind, ich weiß nicht, wie es dir geht, aber wenn ich mal ganz ehrlich sein soll, es gibt Morgen, da wache ich auf und bin jetzt nicht total verliebt in meine Frau. Es gibt viele andere, da ist es anders. Aber es gibt auch diese. Und ich muss mich immer wieder daran erinnern, dass Liebe nicht nur eine Emotion ist, sondern eine Entscheidung. Ich habe mich entschieden, meine Sarah zu lieben, bis dass der Tod uns scheidet. Und daran muss ich mich immer wieder neu erinnern und sagen: Gerade wenn es mal schwer ist, sagen wir uns auch, wir haben uns versprochen, dass wir einander lieben werden, und wir sagen uns das dann direkt ins Gesicht. Und Sarah, ich liebe dich, trotz allem, ich liebe dich. Und jetzt will ich das besser tun. Und sie sagt das auch. Bei unserer Ehe haben wir uns so ein bisschen etabliert.
Und ich denke, das ist etwas, das können wir auch in der Gemeinde etablieren. Dann muss man ja den Leuten nicht direkt sagen: Eigentlich kann ich dich gerade nicht lieben, aber ... Willst du mir vornehmen? Aber denken darfst du schon. Mit dem ist gerade schwer. Aber ich weiß, es ist eine Entscheidung, die ich getroffen habe, und es ist zur Ehre Gottes, und es ist gut für uns alle. Und jetzt will ich ihn lieben.

Gemeinsam Christus bezeugen

Also, komm nicht nur in die Gemeinde, um Gott besser zu erkennen. Das ist gut. Komm auch in die Gemeinde, um anderen zu dienen, bewusst mit der Herzenshaltung: Was kann ich für andere tun?
Und schliesslich der letzte Punkt: Der dritte Punkt ist, gemeinsam Christus zu bezeugen. Und das fängt auch schon in der Gemeinde an. Wir können als Gemeinde Christus gemeinsam bezeugen, und das fängt damit an, dass wir Gäste freundlich begrüssen. Leute, die hineinkommen und Christus vielleicht noch nicht kennen, sollen willkommen geheissen und evangelisiert werden.
Das bedeutet, dass ich in jeder Predigt versuche, das Evangelium zu predigen. Sogar gestern früh, und sogar heute habe ich es kurz probiert. Sonntags mache ich es sehr viel ausführlicher, weil ich denke, es ist meine Verantwortung, Christus den Gästen zu bezeugen, die noch nicht Teil der Gemeinde sind, sondern nur Teil des Gottesdienstes.
Und das ist nicht nur die Aufgabe des Predigers. Das hat etwas mit uns allen zu tun. Wir sollen Leute herzlich willkommen heissen und ihnen helfen, durch die vielleicht etwas schwierigen Dinge im Gottesdienst zu kommen, die nicht jeder versteht. Man kann zum Beispiel einfach sagen: Ja, das machen wir hier so, dass wir aufstehen, weil es ein bisschen komisch ist, aber das ist hier Tradition. Macht es den Leuten so leicht wie möglich.
Sehr beeindruckt hat mich eine anglikanische Gemeinde in England. Ich war früher dienstlich viel in London und bin dann in St. Helens Bishopsgate gewesen. Ich hatte von William Taylor gehört, war aber noch nie dort gewesen. Es war das erste Mal, dass ich da war. Kurz vor Beginn des Gottesdienstes kam ich nicht mehr gross ins Gespräch und musste relativ weit nach vorne, weil nur dort noch ein Platz frei war. Ich sass also in der fünften Reihe.
Nach dem Gottesdienst kam William Taylor, der etwa zwei Meter gross ist, auf mich zu. Und es ist eine Gemeinde mit 500 Leuten im Gottesdienst. Er kommt auf mich zu und sagt: Hallo, du bist neu hier, oder? Sehe ich so anders aus wie alle anderen? Und er begrüsst mich und fragt mich: Bist du sonst auch häufiger in Gemeinden? Ganz schnell war er dabei, eigentlich zu klären, ob ich Christ bin und ob ich das Evangelium verstehe. Da dachte ich: Das ist ja cool.
Dann ging er weiter, weil er gemerkt hat, mit mir ist es nicht mehr nötig, da noch weiterzureden. Der hatte wirklich von vorne, das hat mich beeindruckt, von vorne offensichtlich die Gemeinde gescannt und ging nicht zu den Leuten, die er alle kennt und mochte, und sagte: Mit dem könnte ich noch mal über den Dienst reden und mit der noch mal über das. Sondern er ging ganz gezielt zu denen, die neu waren.
Dann ging ich weiter und kam beim Kaffee ins Gespräch. Und das Erste, was mich jemand fragte, war: Wer bist du? Gehst du sonst auch in Gemeinden? Hast du so Glauben? Ist das bis heute hier zum ersten Mal? Was machst du sonst sonntags so? Und zack war er wieder dabei und wollte mir auch beim Kaffee irgendetwas einfach aus dem Evangelium erklären. Da dachte ich: Wie cool ist denn das?
Dann, wie das jeder macht, der neu in der Gemeinde ist und nicht so richtig weiss, wohin mit sich, bin ich an den Büchertisch gegangen und guckte mir Bücher an. Und das dritte Gespräch, das ich hatte, lief wieder so. Da dachte ich: Wahnsinn. Das hat mich so beeindruckt. Eine Gemeinde, in der nicht nur der Pastor, sondern auch andere Gemeindemitglieder, ganz gewöhnliche Gemeindemitglieder, einfach bedacht darauf waren, dass dieser Besucher die Gemeinde nicht verlässt, ohne das Evangelium gehört zu haben.
Helft in eurer Gemeinde mit, damit Menschen in der Gemeinde Christus bezeugt bekommen. Tut das auch, indem ihr im Kindergottesdienst mitarbeitet. Unterstellt nicht, dass Kinder von Christen automatisch Christen sind. Sie brauchen Menschen, die ihnen treu das Wort Gottes weitersagen. Und schickt nicht die Rookies, die Anfänger, in den Kindergottesdienst und sagt: Ja, das können erst mal die machen, die man noch nicht auf die Erwachsenen loslassen darf, die relativ frisch bekehrt sind, aber Kindergottesdienst können sie schon mal machen.
In so vielen Gemeinden ist das so. Schickt die reifen Christen in den Kindergottesdienst. Es ist viel komplizierter, viel schwieriger, tiefe geistliche Wahrheiten in einfachen Worten zu vermitteln. Das braucht eine gewisse Reife.
Ich bin so dankbar für eine Liesel, die inzwischen im Rentenalter ist und seit 40 Jahren bei uns in der Gemeinde Kindergottesdienst macht. Und die Kinder lieben Liesel. Liesel arbeitet ehrenamtlich in der Kinderorganisationsbewegung mit. Liesel kennt die Bibel in- und auswendig, und sie hat eine Gabe, Dinge so zu erklären, dass ich manchmal von meinen Kindern Dinge höre, die Liesel ihnen gesagt hat, und ich sage: Wow, das ist so cool, das muss ich in der nächsten Predigt mit einbauen.
Der Kindergottesdienst braucht reife Christen, denn das ist ein Ort, wo wir als Gemeinde das Evangelium bezeugen.
Dann wollen wir das Evangelium bezeugen in unseren Umfeldern. Seid allezeit bereit zur Verantwortung vor jedermann, der von euch Rechenschaft fordert über die Hoffnung, die in euch ist. 1. Petrus 3,15. Seid bereit, das zu bezeugen. Nicht jeder tut sich so leicht damit, und doch sind wir berufen, Botschafter an Christi statt zu sein und Menschen zur Versöhnung mit Gott zu rufen.
Wie tun wir das? Also, mich erinnert dieser Vers an 2. Korinther 5,20, wo es heisst, dass wir Botschafter an Christi statt sind. Christian Statt ist ein Ältester, ein ehemaliger. Gestern habe ich ihn schon kurz erwähnt. Er hat im Moment eine Auszeit. Christian Statt ist ein langjähriger Ältester in unserer Gemeinde gewesen, der nicht besonders gut im Evangelisieren ist. Er sagt: Ich tue mir ein bisschen schwer damit.
Und dann hat er sich überlegt: Was kann ich denn jetzt tun, um meine Nachbarn und meine Kollegen zu evangelisieren? Christian lädt zwei- bis dreimal im Jahr, er hat die Gabe der Gastfreundschaft, seine Freunde und Nachbarn ein. Dann lädt er ein paar aus der Gemeinde ein und sagt: Evangelisiert meine Nachbarn. So funktioniert Gemeinde, ihr Lieben. So funktioniert Gemeinde.
Ich habe gestern auch den Mann, der im Unternehmen im Vorstand ist und mich eingeladen hat, bei einer Führungskräfteklausur etwas zu sagen, getroffen. Er hat mich eingeladen und gesagt: Matthias, du darfst die nicht direkt evangelisieren, das wäre jetzt unangemessen. Aber ich möchte, dass sie etwas mitbekommen, und wir laden sie dann zur Gemeinde ein.
Und dann hat er tatsächlich nur mal so am Rande, nachdem ich beim Vortrag am Ende war, und ich habe eben gesagt, ich habe dann zwischendurch schon gesagt: Na ja, also das ging eben unter Unternehmensethik, biblische Werte für das Unternehmen, für Unternehmensleitungen. Und ich habe dann irgendwann gesagt: Also ich möchte klar sagen, Ethik macht uns nicht zu Christen, oder christliche Ethik macht uns nicht zu Christen. Wir brauchen das Evangelium. Das ist heute nicht meine Aufgabe, das ist eigentlich meine Kernkompetenz. Aber heute rede ich dann eigentlich über das, was typischerweise die Konsequenz des Evangeliums ist, aber was auch Nichtchristen sinnvollerweise tun sollten, weil Gott einfach weiss, wie diese Welt funktioniert.
Und dann am Ende, als ich fertig war, hat er zu seinen ganzen Mitarbeitern gesagt: Also Herr Lohmann hat ja über seine Kernkompetenz gesprochen, nämlich Evangelium weitersagen. Er hat sie eingeladen, das ist wirklich ein Erlebnis. Kommen Sie mal zu ihm in die Gemeinde, das ist ja ganz in der Nähe, mitten in München. Und hat die alle eingeladen.
Dann hat er mich angeschaut und gesagt: Und morgen früh vor dem Frühstück, nur wer Lust hat, es ist ganz freiwillig, gibt es noch eine Morgenandacht. Nicht wahr, Matthias? Da hatte ich auf einmal noch einen Auftrag, und dann habe ich morgens eine Morgenandacht halten sollen vor dem Frühstück. Und dachte: Dann bin ich mal gespannt, wie viele kommen. Und dann sagt er schon: Matthias, wahrscheinlich nur wir beide, aber ist ja egal.
Vor dem Frühstück, die haben abends auch kräftig Wein getrunken. Dann komme ich in den Raum, da sitzen schon sieben Leute da. Cool! Und dann kamen weitere, und nachher waren alle da. Und ich durfte evangelisieren. Und jetzt hatte ich Erlaubnis dafür. Der Stefan tut sich schwer damit, seine Leute zu evangelisieren, aber ich durfte es tun.
Seht ihr, wie wir als Gemeinde so miteinander arbeiten können? Du musst nicht besonders begabt sein in der Evangelisation, um deine Freunde, deine Nachbarn, deine Kollegen zu evangelisieren. Manchmal brauchst du ein bisschen Kreativität, und manchmal brauchst du, dass ihr miteinander darüber redet, wie man das denn macht, und miteinander darüber nachdenkt und sagt: Unser Auftrag ist es, der Welt Christus zu bezeugen. Lass uns mal darüber nachdenken, wie wir das tun können, wie wir einander dabei helfen können.
Wir tun das natürlich, indem wir als Gemeinden Missionare aussenden. Das ist nicht die Aufgabe primär von Missionswerken, es ist die Aufgabe von Gemeinden, Missionare auszusenden. Missionswerke können unheimlich hilfreich sein, können uns dabei unterstützen, aber wir als Gemeinden haben die Verantwortung, Menschen aus unserer Mitte auszusenden, sie zu unterstützen und für sie zu beten. Wir als Gemeinden haben den Auftrag, die Welt mit dem Evangelium zu erreichen. Wir unterstützen sie finanziell, wir unterstützen sie im Gebet.
Und schliesslich, und das habe ich vorhin schon gesagt, wollen wir der Welt Christus bezeugen durch die Liebe, die wir zueinander haben. Das ist gut für uns intern, und das ist gut für das Zeugnis nach aussen.

Zusammenfassung und Gebet

Und damit bin ich eigentlich schon am Ende.
Wozu sind wir in der Gemeinde? Zur Ehre Gottes, indem wir Gott immer mehr erkennen. Das macht uns mehr wie ihn, und das gefällt ihm. Indem wir einander dienen, dazu ruft er uns zusammen. Das gefällt Gott, das ehrt Gott. Und indem wir Christus bezeugen, das will Gott mit uns tun.
Ich habe vor einem guten halben Jahr ziemlich genau diesen Vortrag in meiner eigenen Gemeinde gehalten und am Ende etwas verteilt: ein Stück Papier, in dem ich gesagt habe: Wisst ihr was, vielleicht hilft es uns, das nicht nur einmal zu hören, sondern das einfach mal aufzuschreiben. Ich bin eigentlich kein Freund von Vision Statements, aber wir haben gesagt: Ich schreibe das mal auf, so ein kleines Vision Statement.
Zur Ehre Gottes wollen wir als FWG München Gott erkennen, einander dienen, Christus bezeugen.
Und dann habe ich länger ausformuliert ein Gemeindeverständnis. Wie verstehen wir Gemeinde, damit wir vor Augen haben, wozu wir sonntags da sind? Damit wir nicht wie vom Regal stehen und sagen: Ich weiß, ich gehöre hier irgendwie hin, ich soll hier irgendwas, aber was soll ich hier eigentlich? Und uns hinsetzen und dann einfach mal abwarten, sondern damit wir wissen, wozu wir da sind.
Das möchte ich euch zum Abschluss einfach vorlesen. Und ich habe einfach nur, wenn euch das interessiert, das ausgedruckt hinten auf dem Tisch liegen, wo die Evangelium-21-Flyer und Schriften liegen, hier der zweite Tisch da. Da liegen solche kleinen Kärtchen. Sie sind nicht besonders schön, ich habe sie schnell in Eigenregie gedruckt. Es wird demnächst in schöner Form geben, weil wir das als Gemeinde wahrscheinlich am 18. März in der Mitgliederversammlung als unser Gemeindeverständnis miteinander annehmen wollen und dann sagen wollen: Wir wollen uns bewusst immer wieder darauf besinnen.
Das ist nicht die Bibel, sie sind aber hoffentlich biblisch abgeleitet. Ich habe überall Bibelstellen hintendran gehängt. Aber es ist vielleicht hilfreich zu wissen: Warum bin ich eigentlich in der Gemeinde? Wozu bin ich in der Gemeinde?
Also ganz kurz das Vorwort dazu:
Wir vertrauen darauf, dass wir allein aus Gnade durch den Glauben an unseren Retter und Herrn Jesus Christus Kinder Gottes und Teil seiner Gemeinde geworden sind. Gott selbst hat die Gemeinde durch Jesu Blut erkauft und sorgt für sie. Zu Gottes Ehre, zu unserem Besten und zum Segen für die Welt wollen wir uns mit seiner Hilfe als Mitglieder einer Gemeinde darum bemühen, Jesus Christus in verbindlicher Gemeinschaft nachzufolgen.
Deshalb sind uns folgende Dinge wichtig:
Erstens: Wir wollen Gott immer mehr erkennen.
Drei Unterpunkte: Wir wollen demütig auf Gottes Wort hören, ihn anbeten und ihm durch das Schauen auf Jesus Christus immer ähnlicher werden. Wir wollen unsere gemeinsamen Gottesdienste und Treffen zu einer hohen Priorität machen. Wir wollen auf seine Gnade vertrauen, im Glauben wachsen und lernen, unser Leben an Gottes Willen auszurichten.
Zweitens: Wir wollen einander dienen.
Wir wollen füreinander beten und Anteil nehmen an den Freuden und Nöten unserer Glaubensgeschwister. Bei unseren Treffen wollen wir einander mit dem Wort Gottes ermutigen, uns durch Abendmahl und Taufe sichtbar an das Evangelium erinnern, uns zur Liebe in Wort und Tat motivieren und uns, wo nötig, auf liebevolle Weise zurück zu Christus rufen. Unsere Begabung wollen wir für den Bau von Gottes Gemeinde einsetzen.
Und schließlich drittens: Wir wollen gemeinsam Christus bezeugen.
Wir wollen unserem Umfeld durch unser liebevolles Miteinander Zeugnis von ihm geben. Wir wollen einander dabei unterstützen, mutiger unseren Glauben mit Worten und durch praktische Nächstenliebe zu bekennen. Durch Gebet und freiwillige Spenden wollen wir den Dienst unserer Ortsgemeinde fördern und außerdem diejenigen unterstützen, die wir ausgesandt haben, um das Evangelium an anderen Orten weiterzusagen.
Gott gebe uns zu unserem Wollen das Vollbringen. Amen.
Das könnt ihr verändern, wie ihr wollt, oder auch einfach ignorieren. Ich hoffe aber, euch hilft zu wissen, warum und wozu ihr in der Gemeinde seid.
Ich möchte für uns beten:
Himmlischer Vater, danke, dass wir in Gemeinden miteinander leben dürfen. Danke, dass das deine gute Idee ist, dein guter Plan für uns. Wir wollen dich bitten, dass du uns hilfst, immer mehr auch unseren Platz einzunehmen.
Wir wollen dich bitten, dass du uns die Demut gibst, in den Gottesdienst, in die Gemeinde, in die Gemeinschaft zu kommen, um dich immer mehr zu erkennen. Gib uns die Demut, uns von Brüdern und Schwestern ins Leben sprechen zu lassen, uns herausfordern zu lassen und so dir immer ähnlicher zu werden.
Herr, schenk uns die Bereitschaft, einander zu dienen, so wie du uns gedient hast. Dir auch in diesem Bereich nachzufolgen, uns mit anderen zu freuen und für sie da zu sein. Herr, hilf uns, dass wir darauf bedacht sind, nicht nur uns selber zu erbauen, sondern deine Gemeinde. Und Herr, hilf uns, deine Zeugen zu sein, dass wir in unseren Gemeinden und weit darüber hinaus dich bezeugen.
Herr, wir wollen beten, dass du das segnest, dass noch viele Menschen zur Erkenntnis der Wahrheit kommen und gerettet werden. Herr, wir wissen, wir können uns viel vornehmen, aber aus eigener Kraft können wir nichts tun. Wir brauchen die Kraft aus der Höhe, deinen Heiligen Geist, der uns befähigt, mehr so zu leben, der unsere Herzen so ausrichtet, dass wir das Verlangen bekommen, dich mehr zu erkennen, anderen zu dienen und Christus zu bezeugen.
So bete ich, dass dein Geist so an unseren Herzen wirkt, dass das Wirklichkeit wird in unserem Leben und in unseren Gemeinden, zu deiner Ehre.