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Jakobs Segen über die 12 Patriarchen (2)

Joseph - Teil 15 (1. Mose 49,19-27)
24.07.2024
SerieTeil 15 / 23Joseph - Durch Leiden zur Herrlichkeit
Jakob segnet seine Söhne Gad, Asser, Naphtali, Joseph und Benjamin. Was sind die besonderen Prophezeiungen über ihrem Leben?

Einführung und Rückblick auf die bisherige Auslegung

Guten Abend, wir stehen immer noch in 1. Mose 49. Es geht um den Segen Jakobs über die zwölf Söhne beziehungsweise über die zwölf Stämme, die von ihnen abstammen sollten. Wir sind letztes Mal gekommen bis Dan, das wäre Vers 18, und jetzt gehen wir weiter mit Gad und Aser.
Darf ich bitten, Jerry liest uns die Verse 19 bis 21.
Gad, Scharen werden ihn drängen, und er, er wird ihnen nachdrängen auf der Ferse. Von Aser kommt Fettes, sein Brot, und er, königlichen Leckerbissen wird er geben. Naftali ist eine losgelassene Hirschkuh, er, der schöne Worte gibt.
Sohn eines Fruchtbaumes. Ja, das wäre dann schon Joseph. Danke.
Ja, ein kurzer Rückgriff auf letztes Mal. Wir haben den Stamm Dan betrachtet, Verse 16 bis 18, und gesehen, dass das ein prophetischer Hinweis ist auf den Antichristen, der in der Zukunft als Herrscher in Israel auftreten wird. Dan wird sein Volk richten. Dan heißt Richter, und richten ist eine der wichtigen Tätigkeiten des Königs. Aber es wird von ihm gesagt: Dan ist eine Schlange.
Und in diesem Zusammenhang haben wir den Ausruf betrachtet von Vater Jakob in Vers 18: Auf deine Rettung harre ich, Herr! Er schaut nach vorne auf das Kommen des Messias, der in dieser Not, wenn Israel eben diese Schlange aus dem Stamm Dan erleben wird, schließlich Rettung bringen wird.
Und wir haben letztes Mal betrachtet, dass das Wort im Hebräischen heißt, wie? Dahn? Nein, das Wort für Rettung im Vers 18: Jeshua. Jeshua, ja, also der Knacklaut vor dem A, Jeshua. Und jetzt sehen wir hier auf der Folie, wie das geschrieben wird: Jeshua. Aber ich habe im Rechteck eingerahmt die vier ersten Buchstaben ohne den Schlussbuchstaben H, und das ergibt den Namen Jeschua, den Namen des Messias, versteckt im Alten Testament.
Und ganz wichtig: Nirgends im Alten Testament wird gesagt, dass der Messias Jeschua heißen würde. Und zwar werden ganz viele Namen des Messias geoffenbart. Er sollte heißen Immanuel, Gott mit uns, Jesaja 7. Er sollte heißen wunderbarer Berater, starker Gott, Vater der Ewigkeit, Fürst des Friedens, vier Doppelnamen in Jesaja 9, und viele, viele weitere Namen. Aber in Jesaja 49 da sagt der Messias, dass Gott seinen Namen kundtut, in Verbindung mit dem Mutterleib.
Tatsächlich hat der Engel Gabriel in Lukas 1 Maria die Geburt des Messias und ihre Schwangerschaft angekündigt und gesagt: Du sollst ihm den Namen Jesus geben. Und natürlich ist Lukas eben auf Griechisch geschrieben, wie das ganze Neue Testament, und da sagt man Jesus. Aber das entspricht im Hebräischen, so wie man das auf Hebräisch ausspricht, Jeshua. Das ist genau das Gleiche, es ist nur eine Frage der Aussprache. Auf Italienisch würde man sagen Gesu, aber es ist auch das Gleiche.
Und nirgends geoffenbart im Alten Testament, aber an Dutzenden von Stellen findet sich dieses Wort Jeshua. Ich habe hier noch beispielsweise hinzugefügt Psalm 119, Vers 123. Können wir das kurz aufschlagen? Jesaja 12, Vers 2 und 3 haben wir letztes Mal gelesen, wo es heißt, er ist mir zur Rettung geworden, zum Jeshua geworden. Und es ist dann in Vers 3 die Rede von den Quellen des Heils, die Quellen Jesu. Aber nun Psalm 119, Vers 123 liest du, Jerry.
Meine Augen schmachten nach deiner Rettung und nach der Zusage deiner Gerechtigkeit.
Ist das nicht wunderbar? Also dieses Schmachten des alteswenden Gläubigen nach dem Messias. Auch da drin das Wort Jeshua verborgen.
Es klingt zwar ganz anders: Jeshua und Jeshua, woher kommt das? Nicht wahr, das Ein spricht man heute aus wie den Knacklaut. Im Althebräischen haben wir das ausgesprochen, so wie auch heute noch auf Arabisch als „a“, „ein“, Knacklaut ganz weit unten in der Kehle, also Jeshua. Und wenn es dann aber am Ende eines Wortes ist, Jeshua, dann ist es kaum hörbar. Ja, also das macht diese scheinbare Verschiebung aus. Und übrigens der letzte Buchstabe, Hey, H, den hört man gar nicht. Der ist also nur geschrieben, um zu zeigen, dieses Wort endet auf dem Vokal A. Aber das Hey ist nicht hörbar.
Es gibt schon in anderen Zusammenhängen ist das Hey, dieser Buchstabe, hörbar, zum Beispiel im Namen Gottes, der ursprünglich ausgesprochen wurde Yahweh. Das ist also nicht ein Ch, nicht Yahweh, sondern Yahweh, ein hörbares H. Und hier eben unhörbar Jeshua.
Also so viel zum Namen des Messias hier versteckt: Auf deine Rettung, auf deinen Jesus, harre ich. Und da haben wir gesehen, dieser Segen Jakobs richtet sich nach der Geschichte Israels, und zwar führt es über den Auszug aus Ägypten, bei Ruben, Landname Simeon Levi, das erste Kommen des Messias, Judah, und dann die vergangenen 2000 Jahren der Zerstreuung und der Fremdherrschaft über das jüdische Volk in Sebulon und Issachar; ich komme darauf noch zurück; dann hin zum Antichristen im Land, Dan. Und dann kommen wir eben zu Gad.
Es ist ein Wortspiel. Gad heißt ja Glück. Seine Mutter wollte das ausdrücken bei der Geburt. Aber Gad hat eine Doppelbedeutung, es kann auch bedeuten drängen, also ein Zusammendrängen von Soldaten, ja, Truppe. Also Gad kann bedeuten drängen, und dann kommt das Wort Scharen, und das heißt gedut. Also spielt an auf Gad und bringt dann die Wurzel, von der Gad eigentlich kommt. Gad kommt von Gadad, und Gedud heißt dann eben zusammengedrängt. Also drängen, zusammengedrängte werden ihn drängen, Yegudennu, da ist auch wieder das Wort drin, vom Drängen. Und er wird ihnen nachdrängen nochmals „jegud“ auf der Verse, also hebräisch ausgesprochen, von sechs Wörtern sind vier eben mit Gad verwandt: Gad, gedud, jegudenu, vehug, jegud, akef, akef.
Ja, also ein Wortspiel: der Drängende, oder drängen und zusammengedrängte werden ihn drängen. Er wird angegriffen von feindlichen Armeen, Truppen, und er, er wird ihnen nachdrängen auf der Ferse. Er wird dann schließlich Sieger sein.
Und das gleiche Wortspiel kommt in der Prophetie vor in Micha 4, Vers 14. Ohne das jetzt zu beweisen, weil ich das in anderen Vorträgen über Micha schon längst getan habe, einfach als Erklärung: Es geht in Micha 4, im letzten Abschnitt, um den Angriff des Königs des Nordens nach Daniel 11, 14-45 zu Beginn der großen Drangsal. Er wird von Norden her ganz Israel überrennen. In Joel 2 wird er genannt, der von Norden kommende, und in Micha und auch in Jesaja wird der gleiche Feind genannt, der Assyr oder Assyrien.
Und nun wird die Belagerung beschrieben durch diese feindlichen Armeen in der Zukunft. In Vers 11, Micha 4, Vers 11 heißt es: Und nun haben sich viele Nationen gegen dich versammelt, feindlich gegen Israel versammelt. Und dann lesen wir Vers 14. Gott spricht zu dem jüdischen Volk in Jerusalem: Nun dränge dich zusammen, Tochter des Gedränges, man hat eine Belagerung gegen uns gerichtet, und mit dem Stab schlagen sie den Richter Israels auf die Wange.
Und Gedränge, wieder eben verwandt mit Gad, Gedud, wie wir das gehabt haben. Und da wird also Jerusalem aufgerufen, sich zusammenzudrängen als Armee, weil sie feindlich angegriffen werden. Und die Erschrockenen in Jerusalem zu Beginn der Drangsal sagen: Man hat eine Belagerung gegen uns gerichtet. Und dann wird gesagt: Mit dem Stab schlagen sie den Richter Israels auf die Wange.
Hier wird erklärt, warum es zur großen Drangsal kommen wird: Weil der Messias damals in Jerusalem verworfen worden war. Und man hat mit einem Stab, wie das Matthäus 27 beschreibt, auf seinen Kopf geschlagen. Merkt man, wie dicht das ist, nicht wahr? Da wird Jerusalem angesprochen: Nun dränge dich zusammen, Tochter des Gedrängers! Und dann hört man die Stimme der Leute in Jerusalem: Man hat eine Belagerung gegen uns gerichtet. Und dann hört man die Erklärung Gottes: Warum? Mit dem Stab schlagen sie den Richter Israels auf die Wange.
Ständig wechselt der Sprecher. Das ist übrigens im Buch Micha ganz typisch, ständig schnell wechseln die Sprecher. Und dann stellt sich natürlich die Frage: Wer ist denn dieser Richter Israels? Und dann kommt einem dieser bekannte Weihnachtsvers von Micha 5, Vers 1 in den Sinn. Liest du?
Und du, Bethlehem-Ephrata, zu klein, um unter den Tausenden von Juda zu sein, aus dir wird mir hervorkommen, der Herrscher über Israel sein soll. Und seine Ursprünge sind von der Urzeit, von den Tagen der Ewigkeit her.
Ja, hier wird erklärt: Das ist der Messias, der in Bethlehem geboren werden sollte, als Mensch, der aber gleichzeitig Gott ist, denn seine Herkunft ist von der Ewigkeit her. Ja, nicht wahr, der Vers ist so bekannt, aber in welchem Kontext er steht, ist nicht so sehr bekannt. Aber das gibt dem Ganzen so Bedeutung.
Und jetzt haben wir eben diese Brücke hergestellt zu 1. Mose 49. Da wird zuerst der Antichrist beschrieben, dann 1. Mose 49,16-18, und dann wird beschrieben, wie Israel in der Zeit des Antichristen bedrängt wird, aber schließlich Befreiung erleben wird. Gad, er wird ihnen nachdrängen auf der Ferse. Wenn dann der Messias, die Rettung, kommt, wenn der Herr Jesus, der Herr Jeshua, kommen wird, um eben die Rettung, um die Jakobfläte zu bringen, dann wird eben das auch in Erfüllung gehen: er wird ihnen nachdrängen auf der Ferse.
Das ist der prophetische Aspekt. Aber es ist so, dass bei jedem Segen, bei den Patriarchen, eben eine Aussage über die Geschichte des jeweiligen Stammes ist. Das haben wir in den vergangenen Segnungen gesehen. Und jetzt hier ist es folgendermaßen: Wenn wir das Stammesgebiet von Gad anschauen auf der Karte, dann sehen wir, Gad war eben zusammen mit dem Stamm Ruben und dem halben Stamm Manasse nicht bereit, ins verheißene Land zu gehen. Sie wollten aus praktischen Gründen auf der anderen Seite, in heute jordanischem Gebiet, wohnen. Dadurch bekam Gad also ein Erbteil mit einer großen Außengrenze gegen die Feinde.
Ganz anders als zum Beispiel der Stamm Manasse, der ins verheißene Land ging, der hat keine Grenze mit Feinden oder Sebulon oder Ephraim. Also, er hatte darum ständig zu tun mit den Feinden. Das Stammesgebiet von Gad grenzt an Aram, das sind die Syrer. Aram ist das Wort für Syrien in der Bibel, und auch an Ammon, das feindliche Volk der Ammoniter. Und darum sagt Jakob voraus: Gad, Scharen werden ihn drängen. Dadurch musste er eben immer wieder mit militärischer feindlicher Konfrontation rechnen. Aber Gottes Segen sollte auf ihm sein, und er, er wird ihnen nachdrängen auf der Ferse.
Und dann gehen wir weiter zu Asser. Was heißt Asser? Auch Glück. Auch Glück, ja, es ist eine andere Art von Glück. Ascher ausgesprochen ist verwandt mit, oder ist das Wort, das in der Mehrzahl immer wieder vorkommt, fünfundzwanzig Mal zum Beispiel in den Psalmen: Glückselig. Psalm 1 beginnt ja: Glückselig der Mann, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen. Das ist Aschrei, das kommt von Ascher. In der Mehrzahl Aschrei oder Glückseligkeiten des Mannes kann man übersetzen.
Dieses Wort bedeutet ein inneres Glück, also nicht unbedingt ein Glück, das man so extrovertiert beim Lachen empfinden könnte, sondern es ist ein tiefes Glück im Herzen, das man auch haben kann, wenn man ganz traurig ist. Aber es ist ein tiefes, inneres Glück im Bewusstsein, dass Gott seine Verheißungen hält, dass sein Wort wahr ist, dass er bei uns ist, wie er es verheißen hat. Das ist in dem Wort drin.
So lohnt es sich also, wenn man glücklich werden will, alle 25 Stellen aufzusuchen in den Psalmen. Und im Römerbrief wird aus Psalm 32 zitiert, wo das Wort nochmals zweimal vorkommt. So haben wir also im Psalmtext 27-mal Glück, selig, drei mal drei mal drei. Und dann natürlich an vielen anderen Stellen im Alten Testament haben wir das gleiche Wort, Aschrei.
Also Aser ist das innere Glück, und Jakob sagt: Von ihm kommt Fettes, sein Brot. Das hebräische Wort bezeichnet das Gute, das Fruchtbare, das umschreibt man mit Fett, also das Gute des Landes, das ist die Fettigkeit des Landes in der Wiedelsprache. Und von Asher kommt also in seinem Stammesgebiet Gutes und Fruchtbarkeit, sein Brot.
Ja, das Stammesgebiet von Aser, hier Ascher, sieht man das? Das zieht sich da von dem Karmel her entlang dem Mittelmeer hinauf über Tyrus, also heute Libanon, hinauf bis nach Sidon. Das ist alles Israel. Das musste Chisbollah wissen, das gehört gar nicht ihnen, das ist das Land Israel. Aber gut, Tyrus und Sidon.
Ich weiß noch, vor vielen, vielen Jahren war ich im Libanon, im Südlibanon, musste auch predigen in Djesin. Das war also noch die Zeit, wo Israel einen Sicherheitsstreifen hatte, und dann gab es ein No Man’s Land, und so in dieser heißen Zone war ich da in Djesin. Und damals habe ich noch gezählt, wie oft ich nach Israel reiste. Später habe ich aufgehört, darum weiß ich es gar nicht mehr. Aber da habe ich noch gezählt, und dann habe ich das eben zusätzlich gezählt. Ich wusste, als ich in Gesin war, ich bin in Israel.
Ja, also das als kleiner Exkurs. Zu Aser: Sein Gebiet geht hinauf bis nach Tyrus und Sidon, und dieses Gebiet ist eben reich an Weizen und Olivenöl. Und wenn in 1. Könige 5,25 davon gesprochen wird, wie König Salomo Weizen und Öl seinem phönizischen Freund gab, dann war das eben ganz speziell Weizen und Öl, natürlich gerade aus dem Gebiet von Tyrus und Sidon, aus dem Stammesgebiet von Aser. Das ist das naheliegendste.
Und dann heißt es: Und er, königliche Leckerbissen wird er geben. Also der Karmel, das Karmelgebirge, dabei heute Haifa, ist so ein wunderbares, fruchtbares Gebiet und dann eben weiter hinauf. Darum wird hier gesagt: Königliche Leckerbissen wird er geben. Das sind so ganz ausgewählte Speisen, die besonders Freude machen.
Und dann gehen wir weiter zu Naftali. Naftali wird verglichen mit einem Tier, nämlich mit einer Hirschkuh. Wir hatten schon wiederholt Stämme, die mit einem Tier verglichen wurden. Welche bisher, können wir zusammentragen? Dan wurde verglichen mit einer Schlange, und zwar eine bestimmte Art, eine Hornotter, wir sagen heute Hornwipper, das ist die Schlange mit Hörnchen über den Augen. Ich zeige gleich noch ein Bild. Und weiter, Judah wird verglichen mit einem Löwen, mit einem jungen Löwen und dann überhaupt mit einem Löwen. Genau. Weiter haben wir jetzt Naftali, eine Hirschkuh, und Issachar, das noch vorher, nämlich mit knochigen Eseln.
So haben wir also schon mal vier. Ja, wir haben es noch nicht gelesen, wir wollen dann noch hinkommen bis Benjamin, Vers 27. Benjamin ist ein Wolf, der zerreißt, am Morgen verzehrt er Raub und am Abend verteilt er Beute. So sind also fünf Stämme von den zwölf verglichen mit einem Tier.
Wir wiederholen: Issachar ein Esel, der bereit ist, seine Kraft zum Dienst einzusetzen, dann eine Hornwippe, sieht man die Hörner über den Augen, sehr komisch, hinterhältige Schlange habe ich letztes Mal erklärt, sie kann sich verkriechen im Sand, so dass nur der Kopf rausschaut, und dann, wenn der Reiter vorbeikommt, beißt sie in die Ferse des Pferdes und der Reiter wird abgeworfen, wie wir gelesen haben bei Dan. Und dann Naftali, eine losgelassene Hirschkuh, das heißt, die war gefangen. Und wenn man eine gefangene Hirschkuh dann in die Freiheit lässt, dann freut sie sich erst recht, und dann kommt die Energie erst recht los.
Das ist eben, wenn man Gefangenschaft erlebt hat und dann frei wird. Auch wenn man in Bedrängnis war und Nöten und dann daraus befreit wird durch den Herrn, dann wird man wie Naftali, eine losgelassene Hirschkuh. Und dann haben wir eben noch Benjamin, einen Wolf, in Vers 27. Darauf kommen wir dann noch zu sprechen. Und ich sehe gerade, der Löwe ist jetzt untergegangen, der sollte eigentlich auch noch kommen, aber die Folie fällt hier.
Ja, da haben wir diese fünf Tiere, und das hilft uns jetzt eben noch mehr zu wertschätzen, was das mit Naftali bedeutet. Ich gehe nochmals zurück. Zu der Karte sieht man, Naftali ist das Stammesgebiet da beim See Genezareth. Und jetzt wird deutlich: Kapernaum hier am Nordende des Sees Genezareth. Ich zeige es noch mit dem Laser. Da am Nordende des Sees Genezareth, Kapernaum, dort hatte Jesus seinen öffentlichen Dienst begonnen. Und vorher wohnte er im Stammesgebiet von Sebulon in Nazareth.
Sebulon, mag man sich noch erinnern, bedeutet Wohnen, ja, Wohnen oder Wohnung. Und wir hatten ja das Wortspiel dort in Vers 13: Sebulon, am Gestade der Meere oder zum Gestade der Meere hingerichtet wird er wohnen, also Wohnung, gegen das Gestade der Meere wird er wohnen, und am Gestade der Schiffe wird er sein. Ja, und da hatte Jesus die meiste Zeit seines Lebens, bis er dreißig war, gewohnt. Und dann ist er umgezogen, wie Matthäus 4 das beschreibt, nach Kapernaum und hat dort seinen öffentlichen Dienst begonnen.
Und Naftali heißt auf Deutsch Mein Kampf, mein Kampf, und hat daher seinen Kampf für die Wahrheit des Evangeliums aufgenommen mit den Worten, wie Markus 1 sagt: Tut Buße, denn das Reich Gottes ist nahegekommen, bekennt, bereut eure Sünde. So hat der Herr eben die Botschaft der Wahrheit als Kampf verkündet.
Naftali ist eine losgelassene Hirschkuh, er, der schöne Worte gibt. Und die wirklich schönsten Worte, die hat der Herr Jesus da beginnend in Naftali gesprochen.
Und dann gehen wir weiter zu Joseph. Kannst du lesen, Vers 22.
Sohn eines Fruchtbaumes ist Joseph, Sohn eines Fruchtbaumes am Quell. Die Schösslinge treiben über die Mauer. Und es reizen ihn und schießen, und es bekämpfen ihn die Bogenschützen. Aber sein Bogen bleibt fest, und gelenkig sind die Arme seiner Hände durch die Hände des mächtigen Jakobs. Von dort ist der Hirte, der Stein Israels, von dem Gott deines Vaters, und er wird dir helfen, und den Allmächtigen, und er wird dich segnen mit Segnungen des Himmels droben, mit Segnungen der Tiefe, die unten liegt, mit Segnungen der Brüste und des Mutterleibes. Die Segnungen deines Vaters übertragen die Segnungen meiner Voreltern bis zur Grenze der ewigen Hügel. Sie werden sein auf dem Haupt Josephs und auf dem Scheitel des Abgesonderten unter seinen Brüdern.
Danke! Also, jetzt kommt wieder der Mann in den Fokus, um den es in dieser Serie geht: Joseph. Und es ist wirklich der schönste Abschnitt hier in dem Segen Jakobs, sein geliebter Sohn, den er damals in seiner Jugend, als Joseph jugendlich war, ausgezeichnet hat mit dem schönen Leibrock, der ihn als Erstgeborenen auszeichnen sollte, den segnet er hier mit den wunderbarsten Worten.
Und was wir hier finden, hat prophetisch einen ganz starken direkten Bezug auf das tausendjährige Friedensreich des Messias und diesem weltweiten Segen. Wir merken, wie da die Natur beschrieben wird, und zwar mit all diesen Segnungen der Natur, zum Beispiel: Er will dich segnen mit den Segnungen des Himmels, das ist der Segen des Regens, droben mit den Segnungen der Tiefe, das ist der Segen, der kommt aus dem Meer, im Zusammenhang mit Israel, Mittelmeer und auch Segen Erezet. Und dann wird gesprochen über den Segen der Nachkommenschaft, der reichen Nachkommenschaft, mit Segnungen der Brüste und des Mutterleibes und so weiter.
Es geht also hier ganz stark um die Segnungen der Natur, und wir wissen aus Jesaja 35, dass die Zukunft dieser Welt grün ist und ohne die Grünen. Dort wird gesagt, dass die Wüsten werden im tausendjährigen Friedensreich des Messias werden sie aufblühen. Natürlich, das wird natürlich viel CO2 brauchen, ja, Pflanzen brauchen CO2 und geben dafür uns Sauerstoff ab, aber eben so wird das richtig aufblühen, und das wird hier so wunderbar beschrieben.
Und es beginnt damit: Sohn eines Fruchtbaumes ist Josef. Auf Hebräisch: Ben Porat Josef, Sohn Fruchtbaumes Josef. Josef braucht nur wenige Wörter auf Hebräisch, ganz knapp: Ben Porat Josef. Vielleicht hat man das schon irgendwo gelesen, als man in Israel war, in Jerusalem eine berühmte Jeschiwa, also eine orthodoxe Bibelschule, die heißt genauso Ben Porat Joseph, das einfach aus einem Bibeltext genommen.
Und zwar drückt dieser typische hebräische Ausdruck Sohn eines Fruchtbaums aus: ein junger Fruchtbaum, der eben sehr produktiv ist, an Frucht bringen. Und dann wird das gerade nochmals gesagt: Sohn eines Fruchtbaumes, am Quell. Also Joseph ist hier beschrieben genau als der Mann aus Psalm 1. Schlagen wir auf, Jerry liest uns Psalm 1, Verse 1 bis 3.
Glückselig der Mann, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen und nicht steht auf dem Weg der Sünder und nicht sitzt auf dem Sitz der Spötter, sondern seine Lust am Gesetz des Herrn und über sein Gesetz sinnt Tag und Nacht. Und er ist wie ein Baum gepflanzt an Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit und dessen Blatt nicht verwelkt und alles, was er tut, gelingt.
Aldarin ist mit Aschrei, wie ich schon erklärt habe, glückselig. Es ist dieses innere Glück, und das hat Joseph von Jugend an gekannt, der Mann, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen. Er war zusammen da mit einigen Halbbrüdern, so beginnt ja die Josephsgeschichte in 1. Mose 37, und die haben sehr böse gesprochen, verleumdet, er hat nicht mitgemacht. Er war einfach anders.
Später, als er nach Ägypten kam und in diese schwierige Situation kam, dass die Frau von Potiphar ihn zur Unzucht verführen wollte, da hat er ganz klar abgesagt, er stand eben nicht auf dem Weg der Sünder. Er hat wirklich am Herrn festgehalten, obwohl er so viel Traurigkeit durch sein ganzes Leben, durch Jahre hindurch erlebt hat. Aber dieses innere Glück, dieses Bewusstsein: Der Herr hat einen guten Plan mit mir. Und diese Träume, die er mir damals in der Jugend gegeben hatte, obwohl sie jahrelang nicht Realität wurden, die waren Gottes Wort. Und dieses Gottes Wort wird sich eines Tages bewahrheiten.
Und so war eben dieser Baum gepflanzt an Wasserbächen. Man hätte denken müssen: Wie kann dieser Baum Frucht bringen? Er brachte Frucht, weil er eben diese Verbindung hatte zu dem Wasser des Lebens. Und so beschreibt jetzt Vater Jakob: Sohn eines Fruchtbaumes ist Joseph, Sohn eines Fruchtbaumes am Quell.
Ja? Beides. Wasserbäche, also Wasser ist ein Bild des Wortes Gottes in Epheser 5,25: Sie reinigen mit der Waschung, mit Wasser durch das Wort. Und in Johannes 7,37 sehen wir, dass gerade Quellwasser, also das bewegte Wasser, ein Bild ist des Heiligen Geistes, 7,37-39. Und das gehört eben zusammen, weil der Heilige Geist hat das Wort Gottes, die Bibel, Wort für Wort inspiriert, und er selber hat sich auch an sein Wort gebunden. Also er gibt nicht irgendwelche Offenbarungen, die gegen das Wort sind, sondern wir können sofort erkennen, wenn jemand etwas verkündigt, was gegen das Wort Gottes ist, dann ist es nicht vom Heiligen Geist, auch wenn er ganz viel vom Heiligen Geist spricht. Der Heilige Geist hat sich an sein Wort gebunden, und darum ist es auch so vereint in dem Bild des Wassers.
Ja, und so war eben Joseph einer, der am Quell war. Er hat an diesem Wort Gottes, das er in seiner Jugend bekommen hatte, festgehalten. Die Bibel gab es noch nicht, das kam erst mit Mose und dem Auszug aus Ägypten, die fünf Bücher Mose, aber auch das Buch Hiob auf Psalm 90, aber er hatte dieses Wort Gottes direkt bekommen, und so war er ein Fruchtbaum am Quell.
Und dann heißt es weiter: Die Schösslinge treiben über die Mauer. Hebräisch ganz wörtlich: Schösslinge heißt Töchter der Zweige. Das ist der hebräische Ausdruck für junge Schösslinge, es sind eben Töchter, ein junger Baum, Sohn eines Fruchtbaums. Also diese Schösslinge, diese Töchter treiben über die Mauer. Also Joseph hatte ein ganz bestimmtes Gebiet, wo der Herr ihn einsetzte und ihm Aufgaben gab. So ist es auch für uns: Gott hat bestimmte Werke zuvorbereitet, in denen wir wandeln sollen. Wenn wir herumschauen, sehen wir immer mehr Arbeit, als getan werden muss. Aber Epheser 2, Vers 10 macht uns ruhig und sagt: Nein, wir haben bestimmte Werke, die Gott vorbereitet hat, und in die sollen wir wandeln.
Und so hat Gott da auch eine Mauer um uns herum, die uns schützt vor Überforderung. Aber es ist dann so, wenn man mit dem Herrn vorangeht, dann treiben die Schösslinge auch über die Mauer hinaus. Und dann, Vers 23, wird beschrieben: Und es reizen ihn und schießen, und es bekämpfen ihn die Bogenschützen. Wie viele Angriffe, wie viel Hass, wie viel Ablehnung, wie viel Widerstand hat Joseph erlebt von seiner Kindheit an, auf seinem ganzen Weg nach Ägypten und was er dort alles erlebt hat, bis ihn schließlich Gott aus den Nöten heraus befreit hatte. Aber es waren einfach viele Jahre, da hat er so diesen Widerstand erlebt, aber auch da ist er treu geblieben.
Und zwar heißt es dann im nächsten Satz: Aber sein Bogen bleibt fest, und gelenkig sind die Arme seiner Hände durch die Hände des mächtigen Jakobs. Also, es ist auch für uns so: Epheser 6 sagt, dass der Teufel feurige Pfeile auf uns abschießt. Das können Zweifel sein, das können innere Gedanken, die uns niederdrücken und sogar in einer Spirale nach unten bringen, sein. Er hat ein Interesse, die Gläubigen damit irgendwie zu lähmen. Er schießt, aber Joseph schießt zurück. Also, sein Bogen bleibt fest und gelenkig.
Und so wie der Feind eben feurige Pfeile abschießt, haben wir feurige Pfeile in dem Wort Gottes, die seine Angriffe bekämpfen, widerlegen. Aber das macht er nicht aus eigener Kraft, sagt Vater Jakob, sondern gelenkig sind die Arme seiner Hände durch die Hände des mächtigen Jakobs. Also Gott wird genannt der mächtige Jakobs. Übrigens nicht der mächtige Israels. Jakob ist ein Name, der uns daran erinnert, dass im Leben Jakobs vieles falsch lief, das heißt, er überlistet. Und erst später, er hat unbedingt den Segen Gottes haben wollen, um jeden Preis, und er hat dafür gekämpft, er hat mit Gott gekämpft, aber das kam nicht einfach automatisch. Er hat mit Gott gekämpft, und Gott ließ sich besiegen. Wie ist das möglich? Ja, Gott gab ihm dann den Namen Israel, Gotteskämpfer.
Ich habe das auch mit meinen Jungs gemacht. Die waren anders als die Mädchen, die wollten manchmal Kräfte messen mit dem Vater. Da muss man aufpassen als Vater, dass man nicht meint, man müsse immer gewinnen. Die haben eine solche Freude, wenn sie den Vater besiegen. Und Gott hat gewissermaßen diese Bitte, dieses kämpfende Flehen um den Segen bei Jakob, das hat er angenommen und gab ihm den Namen Israel.
Aber hier wird gesprochen von dem mächtigen Jakobs, also Gott, der diesem Mann, der in so krumm war, geholfen hat und ihn schließlich zum Ziel geführt hat. Hier sind wir ja bei einem Höhepunkt seines Lebens, als er da noch die zwölf Söhne segnet mit geistlichem Durchblick, obwohl er praktisch blind war.
Jetzt haben wir aber noch weitere Namen Gottes hier: der mächtige Jakobs. Und dann streichen meine Bibel die Namen Gottes an in deiner Farbe. Welche Namen haben wir hier noch? Der Hirte, der Stein Israels. Ja, also gerade zwei Namen dazu. Und zwar wird gesagt: Von dort ist der Hirte, der Stein Israels. Der mächtige Jakob, das ist der dreieine Gott. Und von diesem dreieinen Gott kommt der Messias. Darum: Von dort ist der Hirte, der gute Hirte. Der Jesus nennt sich in Johannes 10: Ich bin der gute Hirte. Und er ist der Stein Israels, dieser kostbare Eckstein.
Und weitere Namen Gottes? Ja, noch vorher? Der Gott deines Vaters, ja. Also er sagt zu Joseph: Von dem Gott deines Vaters, das ist der Gott Jakobs. Und er gibt gewissermaßen diese Beziehung, die er hatte, gibt er da weiter seinem Sohn. Von dem Gott deines Vaters, und er wird dir helfen. Merkt man, wie es geht, von einer Generation zum nächsten weiter. Und dann, eben weiterer Name wurde schon genannt, der Allmächtige. Weiß jemand, wie er das auf Hebräisch heißt? Wenn ich sage, wie? Nein, Adonai Zwa'ot ist der Herr der Heerscharen, und der Allmächtige, das heißt Shaddai. Er kommt an vielen weiteren Stellen vor, Shaddai ist der Allmächtige oder El Shaddai, Gott der Allmächtige, an anderer Stelle, und hier einfach Shaddai. Ja, und da haben wir also fünf Namen Gottes.
Und dann, wie gesagt, wird über den Segen gesprochen: Er wird dich segnen mit Segnungen des Himmels droben, mit Segnungen der Tiefe, die unten liegt, mit Segnungen der Brüste und des Mutterleibes. Übrigens das Wort Brust klingt im Hebräischen ganz ähnlich wie Shaddai. „Schäd“ ist ein anderes Wort, aber das ist ein Anklang, dieser Allmächtige ist es, der eben diesen Segen gibt in der Familie und in den kommenden Generationen. Segnungen der Brüste und des Mutterleibes und dann: Die Segnungen deines Vaters überragen die Segnungen meiner Voreltern bis zur Grenze der ewigen Hügel.
Also Jakob sagt zu Joseph: Dein Vater ist noch mehr gesegnet worden als die früheren Generationen bis zurück in die Zeit, wo Gott die Hügel gemacht hat. Ja, sie werden sein auf dem Haupt Josephs, also all diese Segnungen, die da aufgezählt worden sind, die kommen auf den Kopf Josephs und auf den Scheitel des Abgesonderten unter seinen Brüdern. Das ist ein Titel. Das zeigt, Joseph war anders als die anderen. Aber die gleiche DNA, also praktisch gleich, so wie das in der Familie ist. Und wir sehen, es hängt nicht einfach an der DNA, wie unser Leben herauskommt und wie gesegnet es ist. Es war eine Entscheidung, die Joseph schon in Kinderjahren getroffen hat, die man vielleicht in späteren Jahren trifft, aber dann das ganze Leben ausmacht. Er machte da nicht mit, er machte dort nicht mit, er hat sich ganz klar vom Bösen ferngehalten, er ist der Abgesonderte und damit auch der Ausgezeichnete unter seinen Brüdern.
Und dieser wunderbare Name wird Jahrhunderte später von jemandem wieder aufgenommen. Von wem? Als Mose gerade vor seinem Tod stand, 5. Mose 34 stirbt er, da hat er noch als Letztes die Stämme Israels gesegnet, also ganz in Analogie zu Vater Jakob. Der gerade vor seinem Tod, nicht wahr, in den nächsten Versen stirbt er dann, hier in 1. Mose 49, der gerade vor seinem Sterben noch die zwölf Söhne und die Stämme gesegnet hat, das hat Mose auch gemacht. Und das ist auch so eine Perle im Wort Gottes, 5. Mose 33, und da nennt er Joseph auch den Abgesonderten unter seinen Brüdern. 5. Mose 33, Vers 16. Gehen wir weiter, indem ich aber noch kurz erwähne, was das bedeutet hat, nicht nur in Bezug auf das tausendjährige Friedensreich, sondern auch für die Geschichte des Stammes überhaupt.
Nochmals die Karte: Von Joseph wurden ja zwei Söhne Stammväter von Stämmen, nämlich Ephraim und Manasse. Und sehen wir die Stammgebiete von Ephraim und Manasse im verheißene Land und Manasse außerhalb des verheißene Landes bis hinauf zum Berg Hermon bis nach Baschan, wie viel an Segen dieser Stamm bekommen hat. Und das wird eben auch hier ausgedrückt, indem Vater Jakob diesen Segen auf Joseph und seine Nachkommen ausspricht.
Und dann gehen wir noch weiter zu Benjamin. Oh, Verzeihung, 5. Mose 33, Vers 16, der Abgesonderte unter seinen Brüdern, danke.
Ja, und dann Benjamin. Liest du nochmals?
Benjamin ist ein Wolf, der zerreißt, am Morgen verzehrt er Raub und am Abend verteilt er Beute.
Ja, also wir sind jetzt so in der prophetischen Übersicht angekommen bis zur Zeit des Antichristen, dann der großen Drangsal, Gad. Und was ich noch nicht gesagt habe: Im Zusammenhang mit Asser und Naftali da geht es um den Überrest Israels, der in dieser antichristischen Zeit zum Glauben kommen wird durch eine große Erweckung. Ich werde dazu dann noch mehr sagen, aber ich habe es richtig so aufgebaut: Wir gehen Stufe um Stufe, nicht alles miteinander, sonst haben wir ein Chaos.
Und dann eben Joseph beschreibt die gewaltigen Segnungen des tausendjährigen Friedensreiches und Joseph und Benjamin gehören zusammen als eng verbundene Brüder, und Benjamin beschreibt eben, dass der Herr Jesus kommt, um das tausendjährige Reich aufzurichten, aber auch, um alle seine Feinde zu besiegen.
Und schlagen wir auf Jesaja 53, das Kapitel über den leidenden Messias, der für unsere Sünden sterben sollte. Die Leiden werden beschrieben durch das ganze Kapitel hindurch, und dann was steht in Vers 12 abschließend. Liest du, Jerry?
Darum werde ich ihm Anteil geben an den vielen, und mit Gewaltigen wird er die Beute teilen, dafür, dass er seine Seele ausgeschüttet hat in den Tod und den Übertretern beigezählt worden ist.
Jawohl, also hier wird gesagt, dass der Messias einmal eine große Beute haben wird, und zwar warum? Weil er bei seinem ersten Kommen sein Leben gegeben hat. Darum werde ich ihm Anteil geben an den vielen, und mit Gewaltigen wird er die Beute teilen, dafür, dass er seine Seele ausgeschüttet hat in den Tod. Weil der Jesus bereit war, aus seinem ersten Kommen sein Leben für unsere Sünden zu geben, als Belohnung, als Mensch wird er belohnt werden mit den ganzen Reichtümern der Welt, die er als König der Welt einmal besitzen wird. Und er wird das teilen mit Gewaltigen, denen er eben Aufgaben gibt, um in seinem Reich mitzuherrschen, mit ihm. Und darum heißt es: Mit Gewaltigen wird er die Beute teilen. Auch die Gemeinde wird mit ihm herrschen. Lukas 10, Gleichnis vom Entfunden, wird ja gesagt, dass der eine, der treu war, wird dann gesetzt über zehn Städte, ein anderer über fünf Städte, und so werden die Gläubigen gewaltiger sein im Tausendjährigen Reich, entsprechend ihrer Treue.
Jetzt und der Herr wird die Beute mit den Gewaltigen teilen, und das wird hier vorgestellt in 1. Mose 49 in Benjamin. Benjamin ist ein Wolf. Der Wolf kann in der Bibel negativ verwendet werden, er kann auch positiv verwendet werden, und zwar ist es hier die erste Stelle, wo der Wolf vorkommt. Da kommt er aber positiv vor.
Ich habe mich so geärgert am Sonntag. Ich war im Alpenzoo in Innsbruck, und da sind 150 Tiere zu sehen, die eben in den Alpen vorkommen, also Innsbruck in Tirol, und ein schöner Zoo. Aber da war einer dieser Kuratoren, der wirklich ein Hasser des Christentums. Im Zusammenhang mit dem Wolf wurde gesagt, der Wolf hat bei vielen Menschen ein schlechtes Image, und das hänge ganz stark zusammen mit dem Christentum. Das Christentum habe stark dieses negative Bild vom Wolf geprägt. Die erste Stelle über den Wolf ist positiv. Es geht um den Messias, der einmal als Sieger auf dieser Erde auftreten wird.
Und es gibt Stellen, wo er negativ verwendet wird, aber so ganz positiv war er ja auch nicht dort im Alten Zoo, denn wenn man sieht, diese Sicherheitsvorkehrungen, die sie gemacht haben, für diesen Wolf, damit er ja niemanden verletzt von den Besuchern, das macht ja nicht gerade den Eindruck, dass der Wolf so ein sehr, sehr liebliches, ungefährliches Tier wäre. Ja gut, das sind die inneren Widersprüche dieser Welt. Aber eben nur, um zu sagen: Hier, der Wolf ist positiv. Er wurde noch erwähnt und auch in den Märchen. Mit Rotkäppchen, da wird der Wolf auch so negativ gemacht. Aber eben, der Wolf kann eben diese Züge und diese Züge aufweisen, und bildlich werden darum in der Bibel die positiven wie die negativen Züge aufgezeigt.
Beim Löwen ist das genau gleich: Der Löwe wird positiv verwendet, der Messias ist der Löwe aus dem Stamm Judah, aber der Teufel wird auch beschrieben als ein brüllender Löwe, der umhergeht und sucht, wen er verschlingen will. 1.
Ja, jetzt sehen wir nochmals diese ganze prophetische Linie: Ruben, da haben wir gesehen, es geht um Unzucht. Und wir haben schon gesehen, in Ezekiel 20 und Ezekiel 23 wird gesagt, dass Israel in Ägypten mit den Götzen Ägyptens Unzucht getrieben hat. Dann Simeon und Levi werden erwähnt, wie sie verteilt zerstreut werden in Israel, und das hat sich so erwiesen. Bei der Landnahme bekam der Stamm Levi unter allen möglichen Stämmen 48 Städte verstreut, Simeon bekam Städte in Judah und später zerstreut er sich bis nach Nordisrael zu den zehn Stämmen.
Dann haben wir gesehen, Judah, dort wird erwähnt, dass seine Identität als Stamm, sein Zepter, wird nicht weichen, bis das der Messias Schilo kommt, der Friedebringer, und die Völker werden sich ihm anschließen, gehorchen oder man kann übersetzen, Fußnote der Elbehölter anschließen. Und so ist der Herr Jesus gekommen vor zweitausend Jahren, noch bevor der Stamm Judah dann weltweit zerstreut wurde, ab dem Jahr 70, das setzte erst ab dem Jahr 70 ein, und Millionen aus allen Nationen haben sich dem Messias gebeugt.
Aber dann haben wir gehabt, letztes Mal Vers 13, Sebulon, im Zusammenhang mit dem Gestade der Meere und mit den Schiffen und seine Seite zur Handelsstadt am Mittelmeer, Sidon hin. Was bedeutet das Symbol Meer in der Bibel? Völkermeer. Völkermeer. Stelle, wir glauben nur, was wir schriftlich haben. Jesaja 17.
Ich würde sagen, noch besser Jesaja 17. Ja, es gibt verschiedene Möglichkeiten, aber ich würde sagen, Jesaja 17, dann ist es wirklich jedem ganz klar. Liest du gerade mal vor?
Wehe dem Getümmel vieler Völker, wie das Brausen der Meere brausen sie, und das Rauschen von Völkerschaften, wie das Rauschen gewaltiger Wasser rauschen sie.
Ja, also jetzt ist klar. Das Meer, das rauschende, unruhige Wasser ist ein Bild der Völker, die ständig in Unruhe sind, Revolutionen und Aufständen, militärischen Aktionen und so weiter. Und nun, nachdem der Messias Shiloh gekommen war, wurde das jüdische Volk weltweit zerstreut ab dem Jahr 70. So wie das 5. Mose 28, Vers 64 voraussagte: Der Herr wird dich zerstreuen von einem Ende der Erde bis zum anderen Ende der Erde. Und Handel unter den Völkern sollte eine sehr große Rolle spielen in den folgenden 2000 Jahren, wenn wir an die Handelsstadt Sidon hier denken.
Aber dann wird erwähnt, Issachar, ein knochiger Esel, der sich beugt, der seine Schulter beugt zum Lasttragen und zum frohenpflichtigen Knecht wird. Und so wurde Israel, das jüdische Volk, das sein eigenes Volk und seinen eigenen Staat verlor, dienstbar gegenüber den Nationen der Welt. Und wenn wir kurz aufschlagen, 5. Mose 28, da, wo diese Gerichte über das jüdische Volk beschrieben werden, für Ungehorsam, da heißt es dann in 5. Mose 28, Vers 48, liest du, Jerry.
Wirst du deinen Feinden dienen, die der Herr gegen dich senden wird, in Hunger und in Durst und in Blöße und in Mangel an allem, und er wird ein eisernes Joch auf deinen Hals legen, bis er dich vertilgt hat.
Sieht man dieses eiserne Joch? Und so wurde das jüdische Volk dienstbar, hatte seine Freiheit für viele Jahrhunderte, um nicht zu sagen zwei Jahrtausende, verloren.
Und dann kommt Dan, da haben wir gesehen, der Antichrist, der König sein wird, als eine Schlange in Israel. Vater Jakob bittet um die Rettung, und Gad haben wir gesehen, beschreibt die große Drangsal. Und dann in dieser Zeit des Antichristen: Die Gemeinde wird schon entrückt sein, wird es eine Erweckung geben in Israel.
Können wir kurz zusammentragen, wer bekehrt sich zuerst? Offenbarung 7.
Von den Stämmen.
Ja, also 144 aus allen zwölf Stämmen. Außer Dan. Dan wird dort nicht erwähnt unter den Versiegelten, aber es wird auch aus Dan ein Überrest umkehren, und darum wird er bei der Landverteilung im Tausendjährigen Reich in Hesekiel 47, 48 wird er als erster Stamm erwähnt, der einen Landstrich bei der neuen Landverteilung bekommen wird. Ja, also wird es auch einen Überrest geben aus Dan, aber eine besondere, man könnte sagen besonders treue Truppe werden die 144 Tausend sein, die in einer besonderen Weise versiegelt werden sollen. Und die werden nach der Entrückung zum Glauben kommen, und zwar wird die Erweckung ausgehen von Jerusalem aus, sagt 37, Vers 32. Von Jerusalem wird ein Überrest ausgehen, und dann wird dort noch gesagt: Und von dem Berg Zion. Und der Berg Zion ist der Tempelberg. Aber bis 1967 war der Tempelberg ab der Staatsgründung außerhalb. Erst durch den Sechstagekrieg wurde der Berg Zion wieder in jüdische Hand gebracht. Und dann ist es so, man hat Haus um Haus auf dem Südabhang des Berges Zion aufgekauft, und jetzt wohnen Juden da drin, und zwar Orthodoxe, und von diesem Berg Zion aus wird schließlich die Erweckung gehen.
Und da ist auch die Klagemauer, also es ist nicht so, dass besonders aus dem säkularen Teil des jüdischen Volkes die Erweckung kommen wird, sondern effektiv aus dem religiösen. Aber die sind so wenig bekehrt wie die Säkularen. Es ist heute viel einfacher, mit säkularen Juden über das Evangelium zu sprechen, es ist viel schwieriger, an Orthodoxen heranzukommen, aber dort wird die Erweckung losgehen. Einmal bin ich zusammengesessen in einem Café in Jerusalem mit einem Ultraorthodoxen. Miriam und ich waren mit ihm, hatten uns verabredet, und das war so einer da wirklich richtig orthodox gekleidet, ja, und der behauptet, Jesus ist der Messias. Aber ich habe gemerkt, er ist nicht bekehrt. Und trotzdem, aber das hat er gesagt. Und ich bin erstaunt, dass er da nicht mehr aufs Dach bekommt, weil er sagt das auch öffentlich. Aber nur um zu verstehen: Von dort her wird das wirklich kommen, diese Umkehr.
Und der Jesus sagt seinem Jüngeren in Matthäus 10, Vers 23: Ihr werdet mit den Städten Israels nicht zu Ende kommen, bis der Menschensohn kommt. Diese 144 Tausend, die werden in Israel eifrig evangelisieren und das Wort weitergeben.
So, jetzt verstehen wir: Von Aser kommt Fettes, sein Brot, und er, königliche Leckerbissen wird er geben. Es lohnt sich, in Buch Daniel, zum Beispiel Kapitel 12, die Stellen aufzusuchen, wo gesprochen wird über die Maskillim, die Verständigen. Die Endzeitgläubigen werden genannt, die Verständigen, und sie werden ein ganz ausgeprägtes tiefes Bibelverständnis haben. Und zwar ist es so, die haben schon das Wort studiert, wie der Apostel Paulus, als er noch ein Saulus war, hat das studiert, und dann hat er sich bekehrt, und plötzlich konnte er alles richtig einordnen und hat den Reichtum schon da. Die werden genannt, die Maskillim. Und darum: Von Aser kommt Fettes, sein Brot, königliche Leckerbissen wird er geben. Die werden so die Kostbarkeiten aus dem Wort in die Verkündigung einbauen können.
Und Naftali ist eine losgelassene Hirschkuh. Ja, wenn eine Hirschkuh losgelassen wird, dann hat sie, wie gesagt, besondere Energie, und die werden wirklich aus der Knechtschaft des Gesetzes und der Knechtschaft der Sünde befreit werden und dann seien wir eine losgelassene Hirschkuh. Er, der schöne Worte gibt, ist auch wieder das Zeugnis, das sie haben werden. Es lohnt sich, all diesen Stellen nachzugehen, über diesen Überrest im Alten und Neuen Testament. Das ist ein gewaltiges Thema. Man kann so viel lernen von diesen Gläubigen und von ihren schönen Worten, die sie verkündigen werden.
Und dann haben wir gesehen, kommt Joseph, der Segen des Tausendjährigen Reiches, und dann gleich angefügt Benjamin, eben der Jesus, der kommen wird als Richter und sich das Reich teilen wird mit den Gewaltigen.
Und nun habe ich ja am Anfang noch dieses Skript angekündigt, wo wir den Vergleich haben zwischen dem Segen Jakobs und dem Jakobusbrief. Damit haben wir ja schon begonnen, die vergangenen Male, wir sind gekommen eigentlich bis Ruben, Simeon Levi, Judah und sogar noch ein bisschen weiter. Hier auf dem Blatt sieht man diese Parallelen.
Also der erste Abschnitt im Jakobusbrief sieht man auf dem Blatt: Die Struktur des Jakobusbriefes im Vergleich zu 1. Mose 49. Da kommt ein erster Block, Ruben, das ist Jakobus 1, 2-18, da geht es um den Rubenabschnitt, und da habe ich, wie letztes Mal in Eile, einfach mal so zum Hören vorgestellt die Parallelen aufgezeigt im Text von Jakobus mit dem Text in 1. Mose. Das heißt, hier auf dem Blatt haben wir zuerst einen Mann ohne Weisheit, 1. Mose 42,37, überwallend wie Wasser 49,4, und parallel dazu in Jakobus 1: Wenn Weisheit mangelt, es geht um Wankelmütige, Doppelherzige, die keine Weisheit haben, eine Woge vom Wind hin und her getrieben. Und auf der rechten Seite sieht man dann, wo das in Jakobus steht: 1,5, 11 und so weiter.
Das haben wir also angeschaut, diese Parallelen, kann man selber nochmals durchgehen, dann auch mit dem Simeon-Abschnitt 1,19-21, dann mit dem Levi-Abschnitt 1,22-27 und dann auf der Rückseite, die, die über den Livestream zugeschaltet sind, können das hier links unten anklicken und downloaden, dann haben sie das Skript auch, dann der Stamm Judah, das haben wir angeschaut, und wir haben auch Sebulon angeschaut: Sebulon am Gestade der Meere, am Gestade der Schiffe. Und genau in Jakobus 3, Vers 4, im entsprechenden Abschnitt heißt es: Siehe, auch die Schiffe, die so groß sind und von heftigen Winden getrieben werden, werden durch ein sehr kleines Steuerruder gelenkt, wohin irgend der Trieb des Steuermanns will.
Ich habe letztes Mal erklärt: Die Reihenfolge unterscheidet sich leicht von der Reihenfolge in 1. Mose 49. Das muss nicht überraschen, denn wir haben in der Bibel über zwanzig Stellen, wo die Stämme Israels aufgelistet werden. In jeder Stelle ist die Reihenfolge der Stämme anders, also immer eine andere Kombination, und es hat einen Grund. Darum werden im Jakobusbrief die zwölf Stämme, und er schreibt ja an die zwölf Stämme, 1, Vers 1, die werden nochmals in einer anderen Reihenfolge aufgeführt.
Und nun der Abschnitt, der mit Naftali korrespondiert, das ist Jakobus 3, 7-12. Und dort sagt Jakobus in Vers 7, Jakobus 3, Vers 7: Die Natur der wilden Tiere wird gebändigt und ist gebändigt worden. Er will sagen, die Menschen können im Schiffe steuern, sie können wilde Tiere bändigen, aber ihre eigene Zunge, das ist ein Problem. Und die Natur der wilden Tiere wird gebändigt, das ist parallel zu einer losgelassenen, das heißt zuvor gefangenen Hirschkuh, ist Naftali. Und dann erklärt Jakobus mit unserer Zunge: Mit ihr preisen wir den Herrn und Vater, aus dem Mund geht Segen hervor, und eben aus der Quelle sprudelt das Süße. Und nochmals spricht er von süßem Wasser, und das ist parallel zu Naftali, ehe der schöne Worte gibt.
Aber natürlich, dann sagt Jakobus, und das Schlimme ist aber, dass wir mit der gleichen Zunge auch ganz üble Sachen sagen. Ja, und jetzt ist die Zeit vorbei. Wir haben letztes Mal dann schon angeschaut, Issachar und die Parallelen, jetzt bleibt uns dann noch Gad. Aber das kann ich noch zum Schluss erwähnen, so dass wir dann nächstes Mal mit Dan weiterfahren.
Gad haben wir gesehen, wird beschrieben mit der drängenden, Scharen drängende Scharen werden ihn drängen, und er wird ihn nachdrängen auf der Ferse. Es geht dort in 1. Mose 49, Vers 19 um Krieg. Und in dem Gad-Abschnitt, in Jakobus 4, 1-10 wird gefragt, woher kommen Kriege, Streitigkeiten. Er spricht über Streiten, Morden, Krieg führen. Er sagt, ihr streitet, ihr kriegt. Er spricht über Feindschaft gegen Gott, und er sagt dann auch: Gott widersteht dem Hochmütigen, und da verwendet er das Wort Antitasomai, das heißt, sich im Kampf dagegen aufstellen. Das ist genau der Vers Gad, Drängende werden ihn drängen, und er wird ihnen nachdrängen.
Und dann werden wir aufgerufen: Widersteht dem Teufel, und da benutzt Jakobus das Wort Antistämie, das heißt, ein anderes Wort, im Kampf dagegen stehen. Also Gad ist die Ermutigung, dass wir uns das nicht einfach gefallen lassen. Wenn der Feind uns angreift, dann widerstehen wir ihm standhaft, aber wir wollen nicht streiten mit Menschen.
Ja, dann fahren wir nächstes Mal mit Dan weiter.

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