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Hören, Glauben, ewiges Leben

Jesu Leben und Lehre, Teil 148/677
14.06.2022
SERIE - Teil 148 / 677Jesu Leben und Lehre

Einführung in die Anklagen gegen Jesus und seine Antwort

Gott wird Mensch – Leben und Lehre des Mannes, der Retter und Richter, Weg, Wahrheit und Leben ist.

Episode 148: „Hören, Glauben, ewiges Leben.“ Wir befinden uns in Johannes 5.

Die religiösen Führer klagen Jesus an. Vorwurf Nummer eins: Du heilst am Sabbat. Vorwurf Nummer zwei: Du machst dich selbst zu Gott.

Anstatt einzulenken – wie jeder normale Mensch, also jeder Mensch, der nicht Gott in menschlicher Gestalt ist, und wie jeder normale Mensch, der ein Missverständnis aufklärt – legt Jesus noch nach. Er erklärt ihnen, wie eng die Beziehung zwischen Vater und Sohn wirklich ist.

Der Vater hat den Sohn lieb, wirkt durch den Sohn und will, dass alle Menschen den Sohn ehren, so wie sie den transzendenten Schöpfer von Himmel und Erde ehren. Deshalb finden wir im Sohn sowohl den Retter als auch den Richter.

Die Geschichte jedes Menschen dreht sich um den Menschen Jesus von Nazareth. Wir glauben entweder durch den Herrn Jesus an Gott oder wir glauben nicht und begegnen in Christus unserem Richter. Es gibt keine Abkürzung, keinen anderen Weg zu Gott.

Der Vater hat das so eingerichtet, weil er den Sohn lieb hat.

Die Verheißung des ewigen Lebens durch Glauben

Und deshalb kann Jesus sagen in Johannes 5,24: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist aus dem Tod in das Leben übergegangen.“

Hier ein Wunsch: Lerne diesen Vers auswendig. Wenn du nur ganz wenige Verse in deinem Leben auswendig lernen solltest, dann lass diesen dabei sein.

 Johannes 5,24 sagt: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist aus dem Tod in das Leben übergegangen.“

Wahrlich, wahrlich – ihr erinnert euch, hier steht Amen, Amen. Was jetzt kommt, ist wichtig. Eigentlich müsste man sagen: Was jetzt kommt, ist superwichtig.

Und was ist superwichtig? Hier steht, wie ein Mensch ewiges Leben bekommt.

Ewiges Leben ist göttliche Lebensqualität – die Qualität von Leben, für die der Tod nur ein Übergang ist in eine neue Welt, die von Schönheit, Ruhe, Kreativität und Gerechtigkeit geprägt ist.

Für das ewige Leben hat der Tod, wie Paulus sagen würde, seinen Stachel verloren.

Die Überwindung der Todesangst durch das ewige Leben

Der Tod ist wie ein Skorpion. Begegnet man diesen Tieren, vor allem wenn man nicht an sie gewöhnt ist, kann man leicht Angst bekommen. Warum? Weil sie einen Stachel haben – einen Giftstachel. So ist es auch mit dem Tod.

Wenn ich nicht genau weiß, wie es nach dem Tod weitergeht, kann ich Angst vor ihm bekommen. Angst deshalb, weil der Tod so unausweichlich ist. Wir werden sterben. Deshalb sagen wir, dass etwas, das ganz sicher ist, „todsicher“ ist. Der Tod kommt garantiert.

Warum brauchen wir als Christen keine Angst vor ihm zu haben? Weil wir ewiges Leben besitzen. Ganz ehrlich, ich bin nicht so der emotionale Typ, aber ich erinnere mich daran, als ich in den OP-Bereich geschoben wurde für die Herz-OP. Um mich herum war das OP-Personal, und dann kam der Moment, in dem man ausgeschaltet wird.

Das ist der Moment, wenn man weiß, das könnte jetzt der letzte sein. Man hört die Worte: „Sie bekommen jetzt ein Beruhigungsmittel.“ In diesem Moment müssen wir wissen, dass wir ewiges Leben haben. Dass wir den Sieg über den Tod durch unseren Herrn Jesus Christus in der Tasche haben und keine Angst haben müssen.

Das Hören und Glauben als Weg zum ewigen Leben

Deshalb: Wie bekommt man ewiges Leben?

 Johannes 5,24: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern ist vom Tod zum Leben hindurchgegangen.

Es geht darum, auf das zu hören, was Jesus sagt, und an den zu glauben, der Jesus gesandt hat. Darüber muss ich nicht viel sagen, denn das wissen wir hoffentlich. Ich höre auf Jesus und glaube an Gott.

Hier zeigt sich wieder diese Dynamik: Durch den Sohn zum Vater. Es sind die Worte des Sohnes, die den Glauben an Gott ermöglichen. Es ist nicht irgendein Glaube an Gott, kein Patchwork-Glaube oder ein Pippi-Langstrumpf-Glaube nach dem Motto: „Ich mach mir Gott und die Welt, wie sie mir gefällt.“ Nein, es ist nicht irgendein Glaube an Gott, sondern der Glaube an genau den Gott, der durch die Predigt des Herrn Jesus offenbart wird.

Hören und Glauben

Wenn du ein Argument brauchst, dich intensiv mit den Evangelien zu beschäftigen, hier ist es: Durch das Hören auf die Worte Jesu wächst der Glaube an Gott.

Die falsche Vorstellung vom ewigen Leben vor der Bekehrung

Aber lesen wir weiter: Was ist mit dem, der hört und glaubt? Der hat ewiges Leben.

Ich weiß nicht, wie es euch ging, aber vor meiner Bekehrung war ich auch schon religiös und dachte, dass ewiges Leben etwas ist, das man später einmal bekommt. Meine Vorstellung war also: Jetzt artig sein und später ewiges Leben erhalten.

Ganz praktisch bedeutete das, dass ich fleißig war, mir vorgenommen hatte, meistens die Wahrheit zu sagen, bei Klausuren nicht zu schummeln, meiner Freundin treu zu sein, sogar vor dem Schlafengehen zu beten und einige von diesen pseudochristlichen Wohlfühlbüchern zu lesen.

Wie gesagt: Jetzt artig sein, nicht mit anderen Frauen rummachen, kein Komasaufen, keine Drogen – und später gibt es dann das ewige Leben als Belohnung. Das ist das klassische Konzept der Selbstgerechtigkeit eines Pseudochristen. So dachte ich.

Und dann kommt Johannes 5,24 und macht alles kaputt.

Wisst ihr, der Teufel hat kein Problem mit artigen Pseudochristen, die glauben, sich den Himmel verdienen zu können. Denn sie hören nicht auf Jesus, sondern auf liberale Theologen, den Dalai Lama oder auf ihr eigenes Herz.

Die wahre Bedeutung von Glauben und Gericht

Jetztartig sein und später das ewige Leben erhalten? Das ist falsch, ganz falsch – falscher geht es nicht. Wer hört und glaubt, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht. Er ist aus dem Tod – gemeint ist hier der geistliche Tod, die Verlorenheit meiner Seele, die nur darauf wartet, in alle Ewigkeit verloren zu gehen – in das Leben übergegangen.

Dieses Leben ist das eigentliche Leben, das Leben mit Gott. Wer glaubt, ist aus dem Tod ins Leben übergegangen. Vergesst das bitte nie: Wer hört und glaubt, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht.

Es geht also nicht darum, jetztartig zu sein und dann ins Gericht zu kommen, in der Hoffnung, durchgewunken zu werden, weil einem das ewige Leben als Belohnung für die eigenen guten Taten geschenkt wird. Wer das glaubt, hat weder verstanden, wie verloren er ist, noch wie man gerettet wird.

Wer ins Gericht kommt, wer sich im jüngsten Gericht vor dem großen weißen Thron als Angeklagter wiederfindet, für den ist es zu spät. Er wird nach seinen Werken gerichtet und geht verloren, weil ihm der Glaube an Gott durch das Hören auf die Worte Jesu fehlt.

Schlusswort und Aufforderung zur Reflexion

 Johannes 5,24: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern ist aus dem Tod in das Leben übergegangen.“

Überlege dir, ob du bereits weißt, dass es beim ewigen Leben um das Hören und den Glauben geht.

Das war es für heute.

Wenn du zu denen gehörst, die sich momentan kaum in der Gemeinde einbringen, dann beginne doch wieder damit, das zu ändern.

Der Herr segne dich, lasse dich seine Gnade erfahren und lebe in seinem Frieden. Amen.

Vielen Dank an Jürgen Fischer, dass wir seine Ressourcen hier zur Verfügung stellen dürfen!

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