Gliederung
I. Wir haben eine garantierte Zukunft…
A. … DENN DER TOD IST BESIEGT
B. … denn wir bekommen einen Körper für die Ewigkeit
II. Wir haben eine lebenswerte Gegenwart…
A. … WEIL WIR EINEN LEBENDEN GOTT HABEN
B. … weil wir nichts zu verlieren haben
Einleitung
Die Freunde von Jesus hatten alles erwartet, nur nicht, dass ihr
Herr von den Toten auferweckt wird. Obwohl sie im AT z.B. bei Elisa
und von Jesus selbst es erlebten, wie er Tote erweckte z.B. Lazarus.
Im Gegensatz zu den Freunden Jesu, schienen seine Feinde sich vor
einer Auferstehung zu fürchten. Die Priester und Pharisäer erinnerten
sich an das was Jesus sagte, sie erklärten Pilatus:
Herr uns ist eingefallen, dass dieser Betrüger, als er noch lebte,
behauptet hat: Nach drei Tagen werde ich auferstehen. Matthäus 27, 63.
Deshalb verlangten sie von Pilatus, dass das Grab streng bewachen
lässt.
Sonst könnten seine Jünger kommen und den Leichnam stehlen und dann dem
Volk gegenüber behaupten, er sei von den Toten auferstanden. Dieser zweite
Betrug wäre noch schlimmer als der erste. Matthäus 27, 64.
Siehe da, die Priester und Pharisäer wussten offenbar doch um was es
ging. Was es bedeuten würde, wenn Jesus aufersteht. Denn Paulus sagte:
Was ich bezeuge, ist nichts anderes als das, was die Propheten angekündigt
haben und wovon bereits Mose gesprochen hat: / dass nämlich der Messias
leiden und sterben müsse und dass er als Erster von den Toten auferstehen
werde, um dann allen Völkern das Licht des Evangeliums zu bringen, sowohl
dem jüdischen Volk als auch den anderen Völkern." Apostelgeschichte 26, 22-
23.
Als theologisch gebildete Leute wussten sie, würde Jesus
auferstehen, so wäre der Beweis erbracht, dass er tatsächlich der
Messias war und dies wäre für diese Anstifter tatsächlich eine
Katastrophe gewesen.
Wäre Jesus nicht auferstanden, dann wäre er höchsten ein etwas
aussergewöhnlicher Mensch gewesen, so wie vielleicht Mahatma Ghandi.
Das Sterben von Jesus, wäre lediglich eine der vielen tragischen
Hinrichtungsszenen gewesen, die zig1000 mal schon geschehen waren.
Aber die Auferstehung von Jesus machte alles anders. Paulus schrieb:
Und wenn Christus nicht auferstanden ist, ist euer Glaube eine Illusion;
die Schuld, die ihr durch eure Sünden auf euch geladen habt, liegt dann
immer noch auf euch. 1. Korinther 15, 17.
Jetzt ist Jesus aber auferstanden und so ist die Schuld, die Jesus
an unserer Stelle auf sich genommen hat, von uns genommen. Die
Auferstehung ist so etwas wie die Inkraftsetzung der Vergebung. Oder
man kann es auch anders sagen: Es ist wie die Ausserkraftsetzung der
Sünde.
Das, was die Sünde angerichtet hatte – nämlich der Tod – ist
überwunden und besiegt.
Heute möchte ich von zwei Gesichtspunkten aus betrachten, was die
Auferstehung für uns bedeutet.
- Durch die Auferstehung haben wir eine garantierte Zukunft
- Durch die Auferstehung haben wir eine lebenswerte GegenwartWir haben eine garantierte Zukunft…Die Auferstehung ist wie ein Garantie für uns. Paulus schrieb das folgendermassen: Doch es verhält sich ja ganz anders: Christus ist von den Toten auferstanden! Er ist der Erste, den Gott auferweckt hat, und seine Auferstehung gibt uns die Gewähr, dass auch die, die im Glauben an ihn gestorben sind, auferstehen werden. 1. Korinther 15, 20.
1 … denn der Tod ist besiegt
Die Auferstehung von Jesus ist für uns die Garantie, dass der Tod
überwunden ist. Der Tod, der durch die Sünde unser Leben zerstört, ist
besiegt.
Wir wissen ja, dass Christus, nachdem er von den Toten auferstanden ist,
nicht mehr sterben wird; der Tod hat keine Macht mehr über ihn. Römer 6, 9.
Jesus ist stärker als der Tod, weil er ihn überwunden hat. Wie bei
einem Zweikampf, so hat Jesus diesen Kampf gewonnen. Er ist und bleibt
der unangefochtene Sieger.
Einst war das Vorgebirge an der Südspitze Afrikas die äusserste Grenze für
die Schifffahrt. Es war der Schrecken der Seefahrer. Man nannte es das Kap
der Stürme". Da wagte es ein kühner Seefahrer, das Kap zu umsegeln: Er
hatte den Seeweg nach Indien entdeckt und seinem Land die Schätze dieser
Wunderwelt aufgeschlossen. Als sein König das hörte, rief er aus: Nun soll
es nicht mehr das Kap der Stürme", sondern das Kap der Guten Hoffnung"
heissen!
Auf der grossen Fahrt zur Ewigkeit, auf der wir uns befinden, gibt es auch
so ein gefürchtetes Vorgebirge. Das ist der Tod. Wie fürchten sich die
Leute vor dem Tod! Und mit Recht! Wie viele sind schon an diesem
Vorgebirge, an diesem Kap der Stürme", elend zugrunde gegangen, verloren
auf ewig! Aber seitdem Jesus dieses Vorgebirge umsegelt hat, seitdem er dem
Tod die Macht genommen und Leben und Unvergänglichkeit ans Licht gebracht
hat, ist es kein Kap der Stürme" mehr, sondern ein Kap der Guten
Hoffnung". Nehmen wir Jesus in unser Schiff, geben wir ihm das Steuer in
die Hand, dann bringt er uns an diesem Kap vorbei in den Hafen der Ewigkeit
– und die Schätze des Himmelreiches gehören uns. Bsp.1598.
Jesus hat dieses Kap überwunden. Er ist stärker als der Tod. In der
Offenbarung lesen wir von Jesus:
Ich bin der Lebendige. Ich war tot, aber jetzt lebe ich in aller Ewigkeit,
und ich habe die Schlüssel zum Tod und zum Totenreich. Offenbarung 1, 18.
Seit dem Tag der Auferstehung kann uns der Tod nicht halten. Jesus
hat die Schlüssel. Deshalb können Christen getrost sterben, denn was
kommt wird alles übertreffen, was uns diese Welt zu bieten hätte.
Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein tödlicher Stachel?" 1. Korinther
15, 55.
2 … denn wir bekommen einen Körper für die Ewigkeit
Die Auferstehung von Jesus gibt uns noch eine andere Garantie: Wir
werden einen besseren Körper bekommen!
Es wird ein neuer Körper sein. Ein Körper, der nicht der
Vergänglichkeit unterworfen ist und auch nicht von Krankheiten und
Schmerzen gezeichnet sein wird.
Er wird unseren schwachen, vergänglichen Körper verwandeln, so dass er
genauso herrlich und unvergänglich wird wie der Körper, den er selber seit
seiner Auferstehung hat. Denn er hat die Macht, alles seiner Herrschaft zu
unterwerfen. (Philipper 3, 21) Wer mit grossen Gebrechen und Behinderungen leben muss, der kann
ganz gewiss sein, der neue Leib wird keine Gebrechen mehr haben.
Wer unter Psychischen Störungen und Verletzungen leidet, wer gar zu
Depressionen neigt, der kann sich freuen, der Auferstehungsleib wird
diese Einschränkungen nicht mehr kennen.
In die Erde gelegt wird ein irdischer Körper. Auferweckt wird ein Körper,
der durch Gottes Geist erneuert ist. Genauso, wie es einen irdischen Körper
gibt, gibt es auch einen durch Gottes Geist erneuerten Körper. 1. Korinther
15, 44.
Darauf kannst Du Dich garantiert verlassen!
Wir haben eine lebenswerte Gegenwart…
Die Auferstehung hat aber nicht nur Auswirkungen auf das Leben nach
dem Tod. Die Auferstehung zeigt jetzt schon Auswirkungen.
Durch die Taufe sind wir mit Christus gestorben und sind daher auch mit ihm
begraben worden. Weil nun aber Christus durch die unvergleichlich herrliche
Macht des Vaters von den Toten auferstanden ist, ist auch unser Leben neu
geworden, und das bedeutet: Wir sollen jetzt ein neues Leben führen. Römer
6, 4.
Unser Leben bekommt durch die Auferstehung von Jesus eine neue
Dimension. Wir sollen uns bewusst, sein, dass wir bereits in diesem
Leben erneuerte Menschen sind. Mit Christus sind wir gestorben und mit
ihm zu einem neuen Leben erweckt worden.
1 … weil wir einen lebenden Gott haben
Unser Leben ist Lebenswert, weil wir in Beziehung zu unserem
Schöpfer leben. Unser Gott ist nicht Tot, sondern er lebt. Im
Hebräerbrief heisst es.
Du hast Jesus für eine kurze Zeit geringer gemacht als die Engel, dann aber
hast du ihn mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt / und hast ihm alles unter
die Füsse gelegt. Der, von dem hier die Rede ist, ist es, dem Gott alles
unterstellt hat; mit anderen Worten: Es gibt nichts, worüber er nicht der
Herr wäre. Allerdings ist das gegenwärtig für uns noch nicht in vollem
Umfang sichtbar. Hebräer 2, 7-8.
Auch wenn es jetzt nicht sichtbar ist, so ist es doch die
Wirklichkeit: Wir stehen in Beziehung zum Höchsten. Wir dienen dem
lebenden Gott! Er begleitet uns durchs Leben. Der, dem alle Macht
gegeben ist. Paulus schrieb den Ephesern:
Dort thront jetzt Christus über allen unsichtbaren Mächten und Gewalten,
über allem, was irgend Rang und Namen hat, in dieser Welt und auch in der
kommenden. (Epheser 1, 21) Nichts kann uns wirklich Schaden zufügen, wenn wir Jesus nachfolgen.
Es gibt keine Macht und kein Ereignis, das uns von Gott zu trennen
vermag, denn er ist mächtig. Wir sind keine Spielbälle zwischen
Mächten – NEIN – wir sind auf der Seite des Mächtigsten. Deshalb kann
Paulus den Römern schreiben:
Gott ist für uns; wer kann uns da noch etwas anhaben? / Er hat ja nicht
einmal seinen eigenen Sohn verschont, sondern hat ihn für uns alle
hergegeben. Wird uns dann zusammen mit seinem Sohn nicht auch alles andere
geschenkt werden? / Wer wird es noch wagen, Anklage gegen die zu erheben,
die Gott erwählt hat? Gott selbst erklärt sie ja für gerecht. / Ist da noch
jemand, der sie verurteilen könnte? Jesus Christus ist doch für sie
gestorben, mehr noch: Er ist auferweckt worden, und er sitzt an Gottes
rechter Seite und tritt für uns ein. / Was kann uns da noch von Christus
und seiner Liebe trennen? Not? Angst? Verfolgung? Hunger? Entbehrungen?
Lebensgefahr? Römer 8, 31-35 Er fährt dann weiter:
Ich bin überzeugt, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch unsichtbare
Mächte, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, noch gottfeindliche Kräfte, /
weder Hohes noch Tiefes, noch sonst irgendetwas in der ganzen Schöpfung uns
je von der Liebe Gottes trennen kann, die uns geschenkt ist in Jesus
Christus, unserem Herrn. Römer 8, 38-39.
2 … weil wir nichts zu verlieren haben
Noch etwas macht das Leben lebenswert: Wir haben nichts zu
verlieren. Oder anders gesagt, wir können ein wagemutiges Leben
führen. Für Paulus war das ganz konkret.
Hier in Ephesus hatte ich mit Gegnern des Evangeliums eine
Auseinandersetzung, die wie ein Kampf mit wilden Tieren war, ein Kampf auf
Leben und Tod. Weshalb hätte ich mich darauf einlassen sollen, wenn ich
nicht überzeugt wäre, dass es eine Auferstehung der Toten gibt? Wenn die
Toten nicht auferstehen, können wir es gleich mit denen halten, die sagen:
Kommt, wir essen und trinken, denn morgen sind wir tot!" 1. Korinther 15,
32.
Wir können unser Leben ganz auf Gott ausrichten, denn es lohnt sich.
Das Leben definiert sich nicht mehr nur bis zum Tod, sondern wir sehen
über das Sterben hinaus. Deshalb kann Paulus auch sagen:
Wenn wir leben, leben wir für den Herrn, und auch wenn wir sterben, gehören
wir dem Herrn. Im Leben wie im Sterben gehören wir dem Herrn. / Denn
Christus ist gestorben und wieder lebendig geworden, um seine Herrschaft
über alle auszuüben – über die Toten und über die Lebenden. Römer 14, 8-9.
Die Auferstehung lässt uns mutig sein, weil wir eigentlich nur
gewinnen können. Deshalb war es möglich, dass die Mutter des Täufers
Manz, der in der Limmat ersäuft wurde, ihm zurief er solle
durchhalten. Diese Mutter hatte über das Sterben hinausgeblickt. Denn
als Christen glauben wir, was Jesus uns sagt:
Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben,
auch wenn er stirbt. / Und wer lebt und an mich glaubt, wird niemals
sterben. Glaubst du das? Johannes 11, 26-27.
Schluss
Zusammenfassung
Einem gläubigen Afrikaner war seine siebzehnjährige Tochter gestorben. Auf
ihr Grab setzte er ein Kreuz aus Holz und schrieb die merkwürdigen Worte
darauf: Der Tod hat keine Hände"
Als der Missionar ihn fragte, was die Inschrift bedeuten solle, gab der
Vater zur Antwort: Ich weiss, dass mir der Tod mein Kind nicht auf ewig
festhalten kann, sondern dass ich es bei Jesus wieder sehen werde. Der Tod
hat ja keine Hände mehr!" Bsp.471.
Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus! In seinem
grossen Erbarmen hat er uns neu geboren und mit einer lebendigen Hoffnung
erfüllt. Diese Hoffnung gründet sich darauf, dass Jesus Christus vom Tod
auferstanden ist. (1. Petrus 1, 3)
Amen
