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Das Buch Joel: Finsternis über Juda und Jerusalem (Teil 2/2)

Joel 1,1-4,2129.06.2019
SerieTeil 2 / 2Das Buch Joel: Finsternis über Juda und Jerusalem
Wenn Gott Gericht zulässt, ist das nicht das Ende. Joel fragt: Bleibt nur Angst – oder führt echte Umkehr zurück zu Hoffnung, Segen und neuem Anfang?

Einordnung des Abschnitts und Fortgang der Auslegung

Wir fahren weiter in Joel, damit der Zeitplan klar ist. Es ist vorgesehen bis 18.00 Uhr, aber ich mache ganz bestimmt nicht einfach durch. Also, wir machen zwischendurch Unterbrechungen, so dass alle das ertragen. Und bevor einer kippt, kann man auch zwischendurch hinausgehen und Wasser holen. Das ist wichtiger.
Gehen wir weiter in Joel 2. In Vers 3 haben wir gesehen: Die Armee kommt, das Feuer frisst, das Land ist wie der Garten Eden, aber danach ist es eine Wüste des Entsetzens. Und die Menschen, die mit der Armee konfrontiert werden, werden umgebracht, und auch keine Entronnenen hat es.
Vers 4: Wie die Erscheinung von Pferden ist seine Erscheinung, so wie Reiter eilen sie daher, wie das Getöse von Wagen hüpfen sie auf den Gipfeln der Berge, wie das Prasseln einer Feuerflamme, welche Stoppeln verzehrt. Interessant ist, dass es hier heißt: wie Pferde. Das waren die normalen Fortbewegungsmittel in der Antike, im Krieg Pferde und Wagen. Und diese Erscheinung ist wie die Erscheinung von Pferden, wie Reiter eilen sie daher. Es ist wie das Getöse von Wagen, aber natürlich sind es moderne Waffen. Wie das Prasseln einer Feuerflamme, welche Stoppeln verzehrt.
Gleichsam als starkes Volk, in Schlachtordnung aufgestellt, treten sie auf. Vor ihm, das heißt vor dieser Riesenarmee, die eine Zusammensetzung aus vielen Völkern ist, erbeben Völker, alle Gesichter erbleichen. Gleichsam als Helden rennen sie, gleichsam als Männer des Krieges ersteigen sie die Mauer. Einer geht auf seinen Wegen, und sie kommen von ihren Pfaden nicht ab. Keiner drängt den anderen, ein jeder geht auf seiner Bahn. Und zwischen den Wurfgeschossen stürzen sie rasch zu Boden, sie lassen keinen Bruch in den Reihen entstehen. Also völlig durchorganisiert kommt die Armee.
In der Stadt eilen sie umher. Jetzt wird hier der Häuserkampf beschrieben. Das ist ja auch in der modernen Kriegsführung das Schlimmste, was es gibt. Häuserkampf ist das Allergefährlichste, und hier wird es so beschrieben: In der Stadt eilen sie umher, sie rennen auf der Mauer, sie steigen in die Häuser, durch die Fenster gehen sie hinein wie ein Dieb.
Vor ihm bebt die Erde, es erzittern die Himmel. Die Sonne und der Mond verfinstern sich, und die Sterne verhalten ihren Glanz. Also wir sehen: Nebst dem Krieg und nebst den Naturerscheinungen, dem Regen, der ausbleibt, wird hier gesagt, dass es Bewegung gibt im Kosmos, erzittern die Himmel. Und da haben wir auch viele andere Stellen, die eben darüber sprechen, dass in dieser Zeit sogar die kosmischen Ordnungen in Bewegung geraten. Gerade Offenbarung 6 spricht schon darüber, im Zusammenhang bereits mit den ersten dreieinhalb Jahren. Und viele andere Stellen sprechen darüber, wie auch Meteore auf die Erde fallen, das sind Sterne, die vom Himmel fallen. Und hier heißt es eben, die Himmel erzittern. Und dazu kommen enorme Erdbeben dazu. Die Erde bebt vor ihm. Und das werden wir dann nachher noch mehr sehen. Das ist noch mehr als nur Erdbeben, sondern es wird auch geologische Katastrophen geben, dass also Berge zusammenbrechen und Täler neu gebildet werden.
Wir haben bereits in Sacharja 14 ein bisschen davon gelesen, wie der Ölberg, wenn der Herr kommt, gespalten wird. Übrigens, die Bruchstelle, die geologische Bruchstelle, die ist heute schon sichtbar. Also, was in Sacharja 14 beschrieben ist, aus der Sicht der modernen Geologie sieht man: Die Bruchstelle ist schon vorgegeben, und das wird dann noch wirklich so zustande kommen. Also eine Konzentration von Katastrophen.
Und dann heißt es in Vers 11: Und der Herr lässt seine Stimme erschallen vor seinem Heer, denn sehr groß ist sein Lager, denn stark ist der Täter seines Wortes, denn groß ist der Tag des Herrn und sehr schrecklich, und wer vermag ihn zu ertragen? Also hier wird diese schreckliche Armee beschrieben als ein Werkzeug in der Hand Gottes, ein Gerichtswerkzeug. Und das ist schwer zu verstehen und doch eigentlich ganz einfach, denn das war schon immer in der Geschichte so. Wenn wir sehen im Buch Habakuk: Habakuk stellt sich die Frage, wie kann Gott die Babylonier benutzen, um Israel zu strafen? Die sind ja noch schlimmer in ihrem Götzendienst als Israel. Und Gott sagt ihm, dass er sie benutzt, um Israel zu züchtigen. Aber das Buch Habakuk macht dann klar, dass aber diese feindliche Armee auch wieder bestraft wird.
Und so sieht man das sehr schön im Buch Daniel, Daniel 2 und 7: Die Babylonier wurden bestraft durch die Perser und Meder, und die Perser und Meder wurden wieder bestraft, obwohl sie Gottes Gerichtsmittel an den Babyloniern waren. Aber sie wurden bestraft durch die Griechen, durch Alexander den Großen, und das griechische Reich beziehungsweise die Nachfolgerreiche wurden dann auch wieder bestraft durch die Römer. So geht es durch die ganze Geschichte. Gott benutzt auch ungerechte Armeen in seiner Hand, um andere Völker zu bestrafen. Und hier sehen wir: Diese Armee von Norden wird Gottes Zuchtmittel sein für Israel, das den Antichristen akzeptieren wird und seinen Götzendienst.
Aber wir gehen weiter in Vers 12: Und auch jetzt, Spruch des Herrn, kehrt um bis zu mir mit eurem ganzen Herzen und mit Fasten und mit Weinen und mit Wehklagen. In der Drangsal kommt ein Aufruf an Israel, noch in dieser Zeit umzukehren. Da sehen wir also im Gericht die Gnade Gottes. Aber was hier klargemacht wird: Er ruft auf zu einer echten Bekehrung. Er sagt nicht einfach: Kehrt um, sondern: Kehrt um bis zu mir. Gerade im Buch Amos sehen wir, wie besprochen wird von Umkehr und von der Möglichkeit, dass Menschen umkehren, aber nicht bis zum Herrn. Das sind halbe Bekehrungen. Also es gibt halbe Bekehrungen, und die taugen gar nichts. Eine Bekehrung muss wirklich völlig sein, bis zum Herrn. Darum wird das hier so ausgedrückt: umkehren bis zu mir. Und dann mit eurem ganzen Herzen. Man kann auch mit halbem Herzen sich bekehren, und dann ist es auch eine halbe Bekehrung. Eine halbe Bekehrung ist keine Bekehrung. Mit ganzem Herzen und mit Fasten und mit Weinen und mit Wehklagen.
So zerreißt euer Herz und nicht eure Kleider, und kehrt um zu dem Herrn, eurem Gott, denn gnädig und barmherzig ist er, langsam zum Zorn und groß an Güte, und er wird sich geräuen lassen über das Böse. Man kann in alttestamentlicher Sprache seine Sätze ausdrücken, indem man die Kleider zerreißt. Aber das kann oft eben eine Show sein, eine rein äußerliche Show, so wie das der Fall war bei dem Hohen Priester Kajafas, der in dem Prozess gegen den Herrn Jesus seine Kleider zerreißt. Obwohl in 3. Mose ein ausdrückliches Gesetz ist, der Hohe Priester darf seine Kleider nicht zerreißen. Und da wird die ganze Show offenbar, das war nur ein Spektakel, dass er quasi in Entrüstung seine Kleider zerreißt.
Und hier wird gesagt: Wenn es um echte Bekehrung geht, so zerreißt euer Herz und nicht eure Kleider. Das muss geschehen. Und kehrt um zu dem Herrn, eurem Gott. Und dann wird nochmals betont, diese Gnade, diese Barmherzigkeit, die sogar da in der Zeit des Gerichts für Israel offen ist. Wer weiß, er wird umkehren und es sich geräuen lassen und wird hinter sich Segen zurücklassen, Speisopfer und Trankopfer für den Herrn, euren Gott. Also wenn Israel in dieser Not jetzt eine Umkehr erlebt und nachher gibt es eine Wende mit Segen, und gerade wird wieder der Fokus auf den Tempeldienst gerichtet. Interessant: Wenn der Segen kommt, dann werden wieder Speisopfer und Trankopfer möglich werden.
Und nochmals wird gesagt, wie in Vers 1: Stoßt ins Schofahorn auf Zion! Also dieses Tempelinstrument muss als Signalinstrument benutzt werden, um eine Fastenversammlung, eine Umkehrversammlung einzuberufen. Heiligt ein Fasten, ruft eine Festversammlung aus, versammelt das Volk, heiligt eine Volksversammlung, bringt die Ältesten zusammen, versammelt die Kinder und die Säuglinge an den Brüsten. Wirklich das ganze Volk, und es wird betont: auch die Kinder. Und sogar die ganz kleinen Kinder.
Es gibt ja in den Gemeinden Leute, die ärgern sich sehr schnell, wenn Kinder weinen, wenn sie im Gottesdienst sind oder ein bisschen Unruhe bereiten. Aber wenn man all die Stellen sieht in der Bibel, wo das ganze Volk versammelt wird und auch die Kinder und auch die kleinen Kinder, dann bekommt man eine andere Vorstellung davon. Gott möchte Familien in seiner Gegenwart. Und man kann sagen: Was haben die Säuglinge davon? Die verstehen ja nichts. Natürlich verstehen die nichts, aber sie spüren etwas. Und das ist eben so: Die Kinder im Gottesdienst, die nehmen ganz andere Dinge wahr, als was wir wahrnehmen als Erwachsene. Aber sie nehmen Dinge wahr, und die können sich später als Erwachsene sagen: Wie immer dieser Bruder, der hat so und so. Die haben so und so, und diese Person war immer so freundlich zu mir. Das bleibt. Das können manchmal nur ganz kleine Dinge sein: Die hat mir immer so eine Süßigkeit gegeben. Ja, aber das bleibt. Und das verbinden die Kinder überhaupt mit der ganzen Gemeinde und wie sie miteinander umgehen, und das ist enorm. Und die spüren eben auch die Gottesfurcht. Oder auch die fehlende Gottesfurcht, das spüren die alle.
Und darum ruft Gott hier auf, auch die jungen Mütter, die am Stillen sind, die sollen auch kommen, und sogar mit den Babys an ihren Brüsten. Es gehe hinaus der Bräutigam aus seinem Zimmer und die Braut aus ihrem Brautgemach. Das in Bezug auf die Hochzeitsnacht. Und hier wird aufgerufen: Das ist wichtiger, jetzt diese Umkehr, als die Hochzeitsnacht. Das ist die Pointe dieser Aussage. Also wenn jemand denkt, eben im Leben, das ist ein so gewaltiger Höhepunkt, wenn zwei Menschen heiraten und schlussendlich ein Fleisch werden, aber Umkehr ist wichtiger, das wird hier gesagt. Also sie sollen ihr Zimmer verlassen und zu dieser Bußversammlung nach Jerusalem reisen, sofort.
Zwischen der Vorhalle und dem Altar sollen die Priester weinen, die Diener des Herrn sollen sagen: Verschone, Herr, dein Volk, und gib dein Erbteil nicht preis der Schande, der Spottrede der Nationen. Warum sollte man unter den Völkern sagen: Wo ist ihr Gott? Sieht man hier, wird sogar genau lokalisiert: zwischen der Vorhalle und dem Altar, dem Brandopferaltar, da müssen die Priester stehen. Vorhalle, das ist das hebräische Wort Ulam, das bezeichnet beim Tempelhaus also diese Eingangshalle, und danach kommt der Bereich, der heißt Kodesch, das Heilige, und dahinter ist Kodesch haKodaschim, das Heilige der Heiligen, das Allerheiligste auf Deutsch.
Und es wird also so konkret gesprochen, eben über den Altar, über die Vorhalle des Tempelhauses, über den Berg Zion, über Trankopfer und Speisopfer. Und es gibt so viele Christen, die sagen, es wird nie einen dritten Tempel geben. Es wird sogar gesagt, wo die Priester dann stehen werden. Und zwar war eigentlich immer dieser Bereich zwischen Vorhalle und Altar ein besonders heiliger Bereich. Vorhof der Priester. Da durften in diesem Bereich keine Männer aus den anderen Stämmen hineingehen. Man durfte bis zum Altar kommen, und besonders auf der Nordseite, dort waren die Opfertiere fixiert für die Schächtung. Daneben waren die Tische, wo man dann die geschlachteten Tiere aufgelegt hat, um sie zu öffnen, und da waren auch die Pflöcke, wo man sie an Nägeln aufgehängt hat, um die Innereien herauszunehmen. In diesem Bereich durften Männer und Frauen kommen.
Es gab nämlich im Norden, im Zweiten Tempel, zur Zeit des Herrn Jesus, ein Tor, das hieß Schaar haNashim, das Tor der Frauen. Und dort wurde man direkt zum Altar hingeführt, aber nicht in diesem Zwischenbereich zwischen Ulam und Mizbeach, also Halle und Altar. Aber Frauen durften dort nur hingehen, wenn sie ein Opfer brachten, und auch Männer nur, wenn sie ein Opfer brachten. Es gab dann noch etwas östlicher vom Altar einen ganz kurzen Streifen, das war der Israelvorhof. Dort durften Männer auch ohne Opfer hingehen. Und die Frauen, die waren auf der Empore des Frauenvorhofs und konnten so alles von oben herab beobachten. Aber sonst durften sie nicht in den inneren Vorhof, aber wenn sie ein Opfer brachten, über das Tor der Frauen.
Maria, als sie ihr Opfer brachte in Lukas 2, durfte nicht dort hineingehen, weil sie kein Opfer brachte, wo man Hand aufstützen musste. Sie war ja zu arm, um ein Lamm zu geben als Entbindungsopfer, und hatte ein Taubenopfer gekauft. Und dort brauchte es keine Handaufstützung, also musste sie eben im Frauenvorhof warten, bis ein Priester ihr dann berichtete: Das Opfer ist vollendet. Einfach nur ein bisschen, um zu erklären, wie da die Bereiche sind, im Innenvorhof, und wie eben dieser besonders heilige Bereich zwischen Halle und Altar hier erwähnt wird, wo die Priester bei dieser Bußversammlung Israels in der großen Drangsal ganz speziell beten werden. Und eben sie schreien zu dem Herrn, er soll sein Volk verschonen und nicht dieser Schande der anderen Völker preisgeben. Die Frage ist: Warum sollte man unter den Völkern sagen: Wo ist ihr Gott?
So endet der erste Teil: Juda und Jerusalem in der Finsternis, der großen Drangsal des Tages des Herrn, ein Tag des Gewölks und des Wolkendunkels. Und hier dieser Ruf. Und jetzt kommt die Antwort. Das ist der zweite Teil, der jetzt zeigt, wie Israel, Juda, Jerusalem aus der Finsternis ins Licht geführt wird. Dann eifert der Herr für sein Land, und er erbarmt sich über sein Volk. Also diese Bußversammlung im dritten Tempel, der zwar entweiht ist, aber immer noch geeignet, um zu beten und Buße zu tun, bringt die Wende, dass Gott eingreifen wird. Er erbarmt sich über sein Volk.
Aber merken wir: Es hört auf mit der Frage „Wo ist ihr Gott?“ Und die Antwort: Dann eifert der Herr. Und Herr hier mit Großbuchstaben, das meint natürlich immer den Eigennamen Gottes, JHWH, Yahweh. Und Joel heißt: Jo ist die Abkürzung für Yahweh, und El heißt Gott. Yahweh ist Gott. Und hier haben wir eine Anspielung auf seinen Namen. Die Priester rufen: Wo ist ihr Gott? Dann wird Yahweh für sein Volk eifern. Das ist also mit Bezug auf seinen Namen Joel. Und genau da, an der Nahtstelle seines Buchs, wird auf seinen Namen in dieser Art angespielt. Also Gott ist hier Elohim, und bei Joel ist eben dieser kürzere Gottesname El verwendet. Aber es ist eine klare Anspielung auf seinen Eigennamen.
Vers 19: Dann antwortet der Herr und spricht zu seinem Volk: Siehe, ich sende euch das Korn, den neuen Wein, das ist also der Traubensaft, und das Olivenöl, so dass ihr davon satt werdet, und ich werde euch nicht mehr setzen zum Hohn unter den Nationen. Und den Nordländer werde ich von euch entfernen, das bedeutet also der von Norden Kommende. Das, was in Daniel der König des Nordens ist, wird hier genannt der Nordländer. Und übrigens in Jesaja wird dieselbe Feind auch ausführlich beschrieben, wie er von Norden kommt, Israel überrennt, und dort heißt er der Assyrer. Jetzt muss man wissen, dass man die verschiedenen Bezeichnungen in den Propheten eben korrekt zuordnen kann. In Jesaja, auch in Micha, ist es Assur oder Assyrien, diese große Koalition, die von Norden her Israel überrennen wird.
Und den Nordländer werde ich von euch entfernen und werde ihn vertreiben in ein Land der Trockenheit und der entsetzlichen Verwüstung, seinen Vortrab in das vordere Meer und seinen Nachtrab in das hintere Meer, und aufsteigen wird sein Gestank, ja, aufsteigen wird sein Verwesungsgeruch, weil er Großes getan hat. Was ist das vordere Meer? Was ist das hintere Meer? Das muss man sich einmal sagen lassen, dann ist es klar. Wir in unserer Kultur haben gelernt, seit wir Kinder sind: Eine Karte hat man vor sich, oben ist Norden, unten ist Süden, rechts ist Osten, links ist Westen. Und in der Bibel orientiert man sich am Orient. Also vorne ist Osten. Darum ist eines der Wörter im Althebräischen in der Bibel für Osten Kedem. Es gibt auch Mizrach. Mizrach heißt der Ort des Aufgehens, sarach heißt aufgehen, und Em steht oft bei Hauptwörtern, die einen Ort bezeichnen. Also Mizrach ist der Ort, wo die Sonne aufgeht, Osten.
Aber Kedem heißt auch Osten, und das heißt das, was vorne ist. Zum Beispiel Vorwärts heißt Kadima, und Kedem ist eben Osten, vorne. Dann ist eben hinten Westen, rechts ist Süden und links ist Norden. Jetzt versteht man: Ein Wort für Süden in der Bibel heißt Teman, und das hängt mit der Wurzel Yaman, rechts, zusammen. Teman ist rechts, und in Hesekiel 16 wird gesagt: Sodom ist rechts und Samaria ist links. Wieso? Ja, eben weil Sodom im Süden war, vom Land Israel her gesehen, und Samaria ist im Norden, darum links.
Also das vordere Meer ist das Tote Meer und das hintere Meer ist das Mittelmeer. Das heißt also, dieser Nordländer wird im Zwischenbereich sein zwischen Mittelmeer und Totes Meer. Das entspricht genau Daniel 11,40-45. Wir haben noch gelesen: Er kommt zurück von Ägypten und wird seine Armee aufstellen zwischen dem Mittelmeer und dem Berg der Heiligen Zierde. Ja, und da sind wir auf der Höhe zwischen Mittelmeer und dann Totes Meer. Von Jerusalem muss man dann noch rüberziehen die Linie, dann hat man das Tote Meer. Sieht man, wie geografisch das wie ein Puzzle zusammenpasst.
Also in diesem Bereich wird der König des Nordens sein, aber sein Vortrab wird dann im Toten Meer enden und sein Nachtrab, der hintere Teil, im Mittelmeer. Und die dort verwesen, und ihr Gestank wird aufsteigen, weil er Großes getan hat. Oder habe ich in der Fußnote geschrieben, das kann man übersetzen mit: weil er geprahlt hat, in Überheblichkeit gehandelt hat. Jetzt sieht man: Einerseits haben wir gesehen, diese Armee wird Gottes Heer sein, das als Zucht gegen Israel kommt. Aber in Wirklichkeit handeln diese Menschen in eigener Bosheit. Und da sieht man etwas, wie Gott souverän handelt. Er hat seine Pläne, und er kann sogar das Böse benutzen, damit seine Gerichte durchgeführt werden, aber er selber hat mit dem Bösen nichts zu tun. Gott könnte Israel schützen, wie er das getan hat in den vergangenen Jahrzehnten gegen feindliche Armeen, aber er wird seine Hand wegnehmen. Aber die werden kommen in eigener Bosheit, und darum werden sie auch Rechenschaft geben für ihre eigene Bosheit und werden selber vom Herrn direkt gerichtet werden. Das ist der Moment, wo dieses Domino zum Ende kommt.
Nicht wahr, wir haben gesehen: Assyrien wurde bestraft durch die Babylonier, die Babylonier wurden bestraft durch die Medoperser, die Medoperser wurden bestraft durch die Griechen, die Griechen wurden bestraft durch die Römer, und wir wissen, wie es weiterging in der Geschichte: Die Römer wurden bestraft durch die Germanen, also überhaupt über diese wilden Völker aus dem Norden und dem Osten, Verzeihung, und so ging die Geschichte weiter bis ins zwanzigste Jahrhundert. Ja, immer wieder einer bestraft den anderen. Aber wann hört diese Kette auf? Dann, wenn der Herr am Schluss direkt die letzten Feinde bestrafen wird, und dann wird Gerechtigkeit in dieser Welt eingeführt werden. Und hier sehen wir sein Gericht über den König des Nordens, weil er eben vermessen und überheblich gehandelt hat.
Vers 21: Fürchte dich nicht, Erdboden, frohlocke und freue dich, denn der Herr tut Großes. Merken wir den Gegensatz: Die haben groß gehandelt, aber in Überheblichkeit und werden gerichtet. Und jetzt wird gezeigt, wie der Herr Großes tut durch sein Eingreifen, und zwar gerade auch für die Natur. Also, ich bin für die Natur und muss deswegen nicht ein Grüner sein. Ja, aber Gott ist eben der Gott, der diese Natur geschaffen hat und der auch dafür sorgen wird, dass im tausendjährigen Friedensreich diese Natur aufblühen wird, und zwar grün. Eine Stelle für solche, die für die Natur sind, aber nicht für die Grünen und ihr Programm meine ich. Wir lieben ja die Menschen, aber die Ideologie, mit der haben wir ein Problem.
 2. Samuel 23: Und dies sind die letzten Worte Davids. Dann sagt er in Vers 3: Es hat gesprochen der Gott Israels, der Fels Israels, zu mir geredet: Ein Herrscher unter den Menschen, gerecht, ein Herrscher in Gottesfurcht. Jetzt beschreibt er, wie der Herr Jesus regieren wird im tausendjährigen Reich, und er wird sein wie das Licht des Morgens. Wenn die Sonne aufgeht, ein Morgen ohne Wolken, von ihrem Glanz nach dem Regen sprosst das Grün aus der Erde.
Wenn der Jesus kommt als die Sonne der Gerechtigkeit, das wird sein wie ein Morgen ohne Wolken. Das gibt es ja nicht so oft, dass man am Morgen aus der Tür rausgeht und man sieht keine einzige Wolke, alles nur blau. Und so wird das sein für diese Welt, wenn der Jesus kommt. Es wird sein wie ein Morgen ohne Wolken. Und es wird sein wie in der Nacht davor hat es noch geregnet, und dann bekommt ja das Grün eine ganz besondere Qualität, ja. Darum liebe ich auch die tropischen Regenwälder so, dieses saftige, kräftige Grün, das ist einfach fantastisch. Und so ist es hier: Von ihrem Glanz nach dem Regen sprosst das Grün aus der Erde.
Und so wird sich der Herr also dieser Erde, dieser verwüsteten Erde, annehmen. Und darum sagt er: Fürchte dich nicht, Erdboden, frohlocke und freue dich, denn der Herr tut Großes, ja, er tut jetzt wirklich Großes. Fürchtet euch nicht, ihr Tiere des Feldes, denn die Auen der Wüste sind grün, die Bäume tragen ihre Frucht. Der Feigenbaum und der Weinstock geben ihren Ertrag. Das Land Israel, das verwüstet sein wird, wird wieder aufblühen. Aber noch mehr: Sogar die Gebiete, die auch heute noch Wüste sind, werden aufblühen. Und das erfahren wir auch aus Jesaja 35. Ich möchte das einfach zeigen, um deutlich zu machen, wie die Prophetie wie ein Puzzle zusammenpasst.
Hier wird etwas davon angetönt, wie die Natur eben aufblühen wird, aber ausführlicher Jesaja 35, Vers 1: Die Wüste und das dürre Land werden sich freuen, und die Steppe wird frohlocken und aufblühen wie eine Narzisse. Sie wird in voller Blüte stehen und frohlocken, ja frohlockend und jubelnd, die Herrlichkeit des Libanon ist ihr gegeben, die Pracht des Karmel und Scharon. Sie werden die Herrlichkeit des Herrn sehen, die Pracht unseres Gottes.
Die Wüste, und jetzt hier wird speziell erwähnt die Steppe, das ist die Arava, das ist gerade diese Steppe unten beim Toten Meer, die wird aufblühen, und sie wird werden wie die Scharonebene, die Scharonebene entlang des Mittelmeers, also nördlich von Caesarea. Das war die Kornkammer, oder eine der Kornkammern Israels früher. Und sogar dieses Wüstengebiet wird werden wie Scharon-Ebene. Die Wüste wird aufblühen, und übrigens auch die Sinai-Halbinsel, die wird auch aufblühen und die wird im Tausendjährigen Friedensreich dann bewohnt werden. Das wird alles so kommen, und hier wird es angetönt in Kürze eben, dass die Wüste blühen wird, denn die Auen der Wüste sind grün.
Vers 23: Und ihr Söhne Zions, frohlockt und freut euch in dem Herrn, eurem Gott, denn er hat euch gegeben den Lehrer der Gerechtigkeit. Das ist eine ganz interessante Stelle. Ich nehme an, wenn man vergleicht in seiner Bibel, ist es nicht unbedingt genau gleich, ja? Was haben manche da anstatt Lehrer der Gerechtigkeit? Kann man das mal vergleichen? 2, Vers 23. Vielleicht Frühregen? Ja, Frühregen, genau. Aber es ist ein Wortspiel, denn Moré heißt Frühregen oder auch Lehrer. Also der Lehrer in der Schule, das ist der Moré, die Lehrerin, die Morá, ja? Und Moré ist auch der Frühregen.
Und jetzt ist hier ein Wortspiel. Er wird euch geben den Lehrer der Gerechtigkeit, und dann kann man aber übersetzen ganz normal: und er lässt euch Regen fallen, den Frühregen und den Spätregen zuerst. Beziehungsweise eben Gott, der den Lehrer der Gerechtigkeit gibt, er lässt den Regen fallen. Und Frühregen, das ist eben das gleiche Wort Moré. Und das bezeichnet immer den Regen im Oktober. Die Regenzeit in Israel beginnt im Oktober nach dem Laubhüttenfest. Am Laubhüttenfest betet man noch um Regen, und dann kommt der Regen, und das ist der Frühregen. Und die ganze Winterzeit hindurch ist Regenzeit, und die Schlussphase bis zum Passafest hin, das ist dann der Spätregen. Also Frühregen, Spätregen bezeichnet die Regenzeit, und zwar mit Betonung auf der Anfangszeit und der Endzeit. Aber das wird ja eben ausfallen in diesen sieben letzten Jahren.
Und darum, wenn dann eben der Herr Jesus kommt, der Lehrer der Gerechtigkeit, dann wird Gott auch diesen Frühregen und auch den Spätregen wiedergeben, so wie das früher war. Die Folge: Und die Tennen werden voll Korn werden, und die Kufen werden überfließen von neuem Wein und von Olivenöl. Und ich werde euch die Jahre erstatten, die der Vermehrer, das ist der Arbeiter, jetzt kommen wieder diese Namen aus Kapitel 1, abgefressen hat, der Hüpfer und der Vertilger und der Abnager, da haben wir jetzt wieder diese insgesamt vier Namen für Heuschrecken, mein großes Heer, das ich unter euch gesandt habe.
Es war Gottes Gericht. Aber Gott wird also all diesen Mangel voll erstatten, und ihr werdet genug zu essen haben und satt werden, und ihr werdet den Namen des Herrn, eures Gottes, loben, der wunderbar an euch handelt. Muss man gar nicht erklären, jetzt versteht sich das von selbst. Und mein Volk soll in Ewigkeit nicht mehr beschämt werden. Jetzt sieht man auch, dass diese Prophetie nicht irgendwann früher mal in Erfüllung gegangen ist. Denn sonst müsste ja nach diesem Krieg es so sein, dass das jüdische Volk nie mehr beschämt worden wäre. Aber es ist in den vergangenen zweitausend Jahren bis in die heutige Zeit ständig geschmäht und beschämt worden. Nein, das ist etwas Zukünftiges. Und wenn das dann durch ist, wird das jüdische Volk nie mehr geschmäht werden.
Vers 27: Und ihr werdet erkennen, dass ich in der Mitte Israels bin, und dass ich der Herr, euer Gott, bin und keiner sonst. Wenn all das in Erfüllung gehen wird, dann wird Israel den Herrn wirklich erkennen. Man muss doch denken: Heute sind 80 Prozent nicht religiös, schon feiern Passa die meisten und machen die religiösen Feste so ein bisschen mit, besonders dann, wann sie wollen, nicht unbedingt, aber eben sehr, sehr liberal. Aber dann wird Israel den Herrn erkennen, wenn all diese Prophetie in Erfüllung gehen wird.
Übrigens, diese Aussage wird später im Buch Hesekiel wieder aufgenommen. Ich habe das mal ausgezählt, wie oft steht in Hesekiel: Und ihr werdet erkennen, dass ich der Herr bin. Da gibt es verschiedene Variationen wie in der Musik: Und sie werden erkennen, dass ich der Herr bin, und noch weitere Variationen. Ich habe alle Variationen berücksichtigt, zusammengezählt, und es gibt 77 Mal kommt es vor. Und zwar immer: Gott sagt etwas voraus, und dann sagt er, wenn das in Erfüllung geht: Und ihr werdet erkennen, dass ich der Herr bin.
Das zeigt uns: Wie kann ein Mensch erkennen, dass die Bibel Gottes Wort ist und dass der Gott der Bibel der wahre Gott ist? Manche sagen, man kann ja nicht wissen, ist es vielleicht der Koran oder die Schriften der Hindus oder die Bibel, man kann ja das nicht wissen. Natürlich kann man es wissen anhand der erfüllten Prophetie. Die Vertreter anderer Religionen bringen mir eine Liste mit 300 erfüllten Prophezeiungen und werden erkennen, wo der wahre ewige Gott ist, der Raum und Zeit nicht unterworfen ist. Und das findet man in keiner Religion, aber in der Bibel haben wir nicht nur 300, Hunderte von erfüllten Prophezeiungen. Und dadurch kann man erkennen, wer der Gott der Bibel ist, wer der wahre Gott ist. Und das 77 Mal.
Aber interessant: Das letzte Mal in Hesekiel 39, und dann 40 bis 48 kein einziges Mal mehr. Ich habe mir überlegt, warum, warum hört das auf? Natürlich, in Jesaja 11 heißt es ja vom tausendjährigen Reich und die Erde wird voll sein der Erkenntnis des Herrn, wie die Wasser den Meeresgrund bedecken. Und in Jeremia 31 heißt es: Wenn Gott den neuen Bund schließt mit Israel, dann wird man nicht mehr sagen der eine dem anderen: Erkenne den Herrn, denn sie werden alle von Gott gelehrt sein und werden alle mich erkennen. Also in Hesekiel 40 bis 48 geht es ja um den neuen Tempel und die neue Landverteilung. Im tausendjährigen Reich ist es nicht mehr nötig: Und ihr werdet erkennen, weil sie ihn schon erkennen. Aber bis dahin, bis Kapitel 39, das ist alles noch vor dem Frieden des tausendjährigen Reiches, da ist das nötig, und zwar 77-mal.
Also das Argument der erfüllten Prophetie sollten wir viel, viel mehr verwenden, auch gerade eben um evangelistisch zu wirken und Argumente zu bringen, warum ist die Bibel glaubwürdig und ist sie Gottes Wort? Also das ausgehend von Vers 26: Und ihr werdet den Namen des Herrn, eures Gottes, nein, was sage ich? Vers 27: Und ihr werdet erkennen, dass ich in der Mitte Israels bin und dass ich der Herr, euer Gott, bin und keiner sonst. Und mein Volk soll in Ewigkeit nicht mehr beschämt werden.
Und jetzt kommt Kapitel 3. Und es wird geschehen nach diesem: Ich werde meinen Geist ausgießen über alles Fleisch, und es werden weissagen eure Söhne und eure Töchter, eure Ältesten werden Träume träumen, eure jungen Männer werden Visionen sehen. Und auch über die Knechte und über die Mägde werde ich in jenen Tagen meinen Geist ausgießen, und ich werde Zeichen geben am Himmel und auf der Erde, Blut, Feuer und Rauchsäulen. Die Sonne wird verwandelt werden in Finsternis und der Mond in Blut vor dem Kommen des Tages des Herrn, des großen und Schrecklichen. Und es wird geschehen: Jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird errettet werden, denn auf dem Berg Zion und in Jerusalem wird Errettung sein, wie der Herr gesprochen hat, ja, unter den Entronnenen, die der Herr ruft.
Hier wird eine Geistesausgießung beschrieben, nicht wahr? Und wann soll die geschehen? Hier steht es in Vers 1: Und es wird geschehen nach diesem, also nach diesen Ereignissen von Joel 1 und 2. So, und jetzt müssen wir hart ins Gericht gehen. Weltweit wird in der charismatischen Bewegung behauptet, im zwanzigsten Jahrhundert sei eine neue Ausgießung des Heiligen Geistes gekommen. Und Gott gebe wieder diese Wundergaben zurück, wie sie im ersten Jahrhundert waren, mit Zungenreden, Gabe der Heilung und Gabe der Prophetie und so weiter. Und dann gibt es auch solche, die sagen: Und jetzt kommen auch wieder Apostel und Propheten. Das ist diese Verheißung von Joel 3.
Gut, ist Joel 1 und 2 schon in Erfüllung gegangen? Nein, das ist das Zukünftige der großen Drangsal. Also bezieht sich Joel 3 auf eine Zeit danach, nämlich auf den Beginn des tausendjährigen Friedensreiches. Da wird Gott den Heiligen Geist ausgießen über alle die Menschen, die ins tausendjährige Friedensreich eingehen werden aus Israel und aus allen Völkern, diese unzählbare Schar aus Offenbarung 7 aus allen Nationen, Völkern, Stämmen und Sprachen. Damit ist ganz klar: Das ist eine absolute Fehlauslegung und eigentlich eine Beleidigung des Heiligen Geistes, denn in Apostelgeschichte 2 an Pfingsten wurde der Heilige Geist über die Gemeinde ausgegossen und er ist immer noch da. Er ist nicht im neunzehnten Jahrhundert weggegangen, so dass er hätte am zwanzigsten wieder ausgegossen werden können.
Als dieser Aufbruch war, 1901 in der Topeka Bibelschule in Kansas, plötzlich haben Studenten begonnen in Zungen zu reden, und die Lehrer haben gesagt: Oh, jetzt eine Ausgießung in den letzten Tagen! Danach kam dieser Aufbruch in Los Angeles, das war dann ein paar Jahre später, und dann ist die Bewegung hinübergekommen bis nach Europa. Das war die erste Welle, ja, und dann in den 1960er Jahren kam die zweite Welle, die sogenannte charismatische Bewegung, und dann ab den 1980er Jahren die sogenannte dritte Welle, die Power-Evangelism-Bewegung, also Macht-Evangelisation-Bewegung. Und diese drei Wellen berufen sich auf Joel 3. Man muss sagen: Nein, stimmt nicht. Und der Heilige Geist ist immer noch da.
Das Problem ist natürlich, ob wir den Heiligen Geist betrüben durch Sünde. Epheser 4,30 sagt: Betrübt nicht den Heiligen Geist, mit welchem ihr versiegelt worden seid auf den Tag der Erlösung. Wir können den Heiligen Geist in seinem Wirken in unserem Leben hindern durch Sünde. Wenn wir aufräumen und Ordnung in unser Leben hereinbringen, dann kann er wirken, aber wir brauchen keine neue Ausgießung.
Und jetzt kommt die Gegenkutsche, aber erst nach einem Unterbruch. Also, wir haben gesehen, Kapitel 3 in Joel kündigt eine neue Geistesausgießung an über Israel. Jetzt kommt aber eine kritische Gegenfrage. Petrus zitiert genau diese Verse und sagt doch, dass sich das erfüllt habe, zu Pfingsten, Apostelgeschichte 2. Also, wie kannst du behaupten, das könne ja erst in Erfüllung gehen nach den Ereignissen der großen Drangsal, Joel 1 und 2? Schauen wir in Apostelgeschichte 2 nach.
Der Heilige Geist wurde ausgegossen an Pfingsten, und die Jünger haben in allen möglichen Sprachen sprechen können, Sprachen und Dialekten. Und all diese Juden in Jerusalem mit Auslandshintergrund konnten bezeugen: Wir hören sie in unseren Sprachen und Dialekten. Die haben also sogar korrekt die Dialekte gesprochen aus allen möglichen Regionen von Persien, Medien, Mesopotamien, also Irak, Nordafrika und aus Europa. Und die haben das gekonnt: Wie hören wir sie die großen Taten Gottes in unseren Sprachen reden?
Dann gab es aber noch andere Juden, die diese Sprachen nicht verstanden. Und da haben sich gewisse dann spöttisch ausgedrückt, Vers 12, Apostelgeschichte 2, Vers 12: Sie entsetzten sich aber alle und waren in Verlegenheit und sagten einer zum anderen: Was mag das wohl sein? Andere aber sagten spottend: Sie sind voll süßen Weines.
Und jetzt kommt die Antwort von Petrus. Petrus aber, mit den Elfen aufstehend, erhob seine Stimme und redete zu ihnen: Männer von Judäa und ihr alle, die ihr zu Jerusalem wohnt, dies sei euch kund und nehmt zu Ohren meine Worte. Denn diese sind nicht trunken, wie ihr meint, denn es ist die dritte Stunde des Tages, das heißt also neun Uhr morgens, und in Israel hat niemand getrunken und gegessen vor zehn Uhr. Man musste zuerst um neun Uhr, dritte Stunde, das Morgenbrandopfer auflegen für Gott. Man ist schon früher zur Arbeit gegangen, aber man kam dann zurück von der Arbeit um zehn Uhr, also deutlich nach dem Morgenbrandopfer, hat man getrunken und gegessen. Also um neun Uhr hat niemand getrunken, weder Wasser noch Wein. Das ist die Argumentation.
Und dann sagt er: Sondern dies ist es, was durch den Propheten Joel gesagt ist, und es wird geschehen in den letzten Tagen, spricht Gott, dass ich von meinem Geist ausgießen werde auf alles Fleisch, und eure Söhne und eure Töchter werden weissagen, eure Jünglinge werden Gesichte sehen usw. usf. Jetzt muss man beachten: Petrus sagt nicht: Dies geschah, auf das erfüllt würde, was durch den Propheten Joel gesagt ist. Das wird in Matthäus 1, 2 usw. ständig gesagt, etwas geht in Erfüllung aus der messianischen Prophetie, und dann heißt es: auf das erfüllt würde, was durch den Propheten geredet ist. Dann kommt ein Zitat aus dem Alten Testament: auf das erfüllt würde. Petrus sagt hier: Dies ist es, was durch den Propheten Joel gesagt ist.
Das ist die Antwort auf die Frage in Vers 13: Was mag dies wohl sein? Also die Frage: Was ist das? Und dann sagt er: Das ist das von Joel. Das heißt, das, was hier geschieht, sollte gar nicht eine Überraschung sein, ihr kennt ja das aus den Heiligen Schriften. Das ist das Phänomen, das Gott seinen Geist ausgießt. Das ist es. Aber er sagt nicht, das ist die Erfüllung von Joel. Also Joel 3 hat sich an Pfingsten nicht erfüllt. Aber an Pfingsten ist das gleiche Geschehen, was in Joel 3 angekündigt ist für den Anfang des tausendjährigen Friedensreiches nach der großen Drangsal.
Darum lohnt es sich, die Bibel wirklich genau zu lesen und diese Nuancen zu beachten. Dies ist es, jawohl, eine Geistesausgießung. Aber Joel wird sich erfüllen, wie Vers 1 sagt, nach diesem, nach Kapitel 1 und 2, nach der großen Drangsal. Und jetzt ist auch klar bei der Entrückung der Gemeinde: Es wird genau die Umkehrung von Pfingsten stattfinden. An Pfingsten kam der Heilige Geist, um in einer besonderen Weise in der Gemeinde seine Gegenwart zu zeigen. Bei der Entrückung wird er weggehen mit der Gemeinde. Der Geist und die Braut sagen: Komm, Offenbarung 22.
Der Geist wird weggehen. Ich muss natürlich sagen: Der Heilige Geist ist Gott von Ewigkeit. Allgegenwärtig, allmächtig, allwissend. Was bedeutet es, dass der Heilige Geist an Pfingsten gekommen ist, um zu wohnen? Das Gleiche wie im Alten Testament, wenn Gott in Jerusalem im Tempel wohnte. Er ist ja allgegenwärtig, wie kann er wohnen an einem Ort? Wohnen bedeutet in Bezug auf Gott, dass er sich an diesem Ort besonders offenbart, dass man ihn in besonderer Weise erkennen kann. Und das war in Jerusalem anders als zum Beispiel in Jemen. Die Königin von Saba, das war Jemen, kam über tausend Kilometer nach Jerusalem, und dann was sagt sie dort? Man hat mir nicht die Hälfte gesagt. In meinem Land, du hast das Gerücht übertroffen. Also normalerweise übertrifft das Gerücht die Realität, aber hier die Realität übertrifft das Gerücht, und sie hat dort den Herrn, also den wahren Gott, ganz klar erkannt, weil Gott in Jerusalem, im Salomontempel wohnend, sich auch besonders geoffenbart hat.
Der Heilige Geist kam an Pfingsten, und hier hat er sich in einer besonderen Weise offenbart. Und darum auch das Licht, das Gott uns gegeben hat in seinem Wort, das hatte man in dieser Art im Alten Testament nicht, dass die Menschen die Möglichkeit gehabt hätten, so die Zusammenhänge im Wort Gottes zu erkennen, wie wir das in der Zeit der Gemeinde dürfen. Das ist, weil Gott, der Heilige Geist, in einer ganz besonderen Weise in uns wohnt, die wir erlöst sind, und so wirkt. An Pfingsten wird der Heilige Geist weggehen, in dieser besonderen Weise, und darum kann er dann am Anfang des Tausendjährigen Reiches wieder ausgegossen werden nach Joel 3.
Aber wenn man jetzt sagen würde: Jetzt gießt Gott seinen Geist aus, obwohl er ja gar nicht weggegangen ist, das ist eine Beleidigung des Heiligen Geistes, wenn man sagt: Ja, wir waren so schwach und kraftlos. Ja, was? Wir wären ja gar nicht kraftlos, würden wir den Heiligen Geist nicht durch Sünde hemmen. Aber dann bewirkt er nicht die Zeichen und Wunder von der Anfangszeit, die ja notwendig waren, um das Wort der Apostel in besonderer Weise zu bestätigen. Aber er wirkt durch uns, so dass das Wort in seiner Kraft ausgebreitet und auch verstanden und im Leben angewendet werden kann.
Also, das ist diese Ausgießung. Und dann in Joel 3, Vers 3, nach der Beschreibung der Ausgießung kommt Gott durch den Propheten nochmals zurück auf die Drangsal. Und ich werde Zeichen geben am Himmel und auf der Erde, Blut, Feuer und Rauchsäulen. Die Sonne wird verwandelt werden in Finsternis und der Mond in Blut vor dem Kommen des Tages des Herrn, des Großen und Schrecklichen. Hier wird also nochmals zurückgegriffen auf die Zeit sogar vor der Drangsal. Vor dem Kommen des Herrn. Und das finden wir zum Beispiel im sechsten Siegel beschrieben, Offenbarung 6, wo es heißt, dass es gewaltige Zeichen geben wird am Himmel. Und das sechste Siegel ist ja, wie gesagt, zwar nach der Entrückung der Gemeinde, aber noch vor der großen Drangsal. Denn die große Drangsal wird erst mit dem siebten Siegel eröffnet. Und da heißt es in Offenbarung 6 beim sechsten Siegel: Und ich sah, als es das sechste Siegel öffnete, und es geschah ein großes Erdbeben, und die Sonne wurde schwarz wie ein Hernersack, und der ganze Mond wurde wie Blut, und die Sterne des Himmels fielen auf die Erde, wie ein Feigenbaum geschüttelt von einem starken Wind seine unreifen Feigen abwirft, und der Himmel entwich wie ein Buch, das aufgerollt wird usw.
Also da wird nochmals zurückgegriffen, und dann wird grundsätzlich gesagt, dass es eine Möglichkeit gibt, für Menschen aus allen Völkern gerettet zu werden. Und es wird geschehen: Jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird errettet werden. Denn auf dem Berg Zion in Jerusalem wird Errettung sein, wie der Herr gesprochen hat, ja, unter den Entronnenen, die der Herr ruft.
Und so wird sogar in der Zeit der Gerichte eine unzählbare Schar aus allen Völkern zum Glauben kommen. Offenbarung 7, Vers 9 beschreibt, wie sie durch die Drangsal hindurchgehen. Sie waschen ihre Kleider im Blut des Lammes. Das ist so wunderbar: aus jeder Nation, es gibt etwa zweihundert Nationen, aber dann wird gesagt aus jedem Volk, und Laos ist eine kleinere Einheit als Ethnos. Ethnos ist die größte ethnische Einheit, aber Laos. Wir unterscheiden weltweit etwa zehntausend verschiedene Völker. Indien besteht aus vielen verschiedenen Völkern, Russland auch, und Stämmen aus allen Völkern und dann aus allen Stämmen und aus allen Sprachen. Und man unterscheidet heute etwa 7000 Sprachen, ohne die Dialekte zu zählen. Es gibt manchmal Sprachen, eigene Sprachen, die nur von ein paar hundert Leuten gesprochen werden. Aber aus jedem Stamm, aus jeder Sprache werden Menschen gerettet.
Aber ich muss noch etwas Einschränkendes sagen. 2. Thessalonicher 2 sagt uns, dass Gott eine wirksame Kraft des Irrwahns senden wird, den Antichristen, damit alle der Lüge glauben, die die Liebe zur Wahrheit nicht annahmen, dass sie errettet würden. Das heißt also, die Menschen, die das Evangelium klar gehört haben, aber sich nicht bekehrt haben bis zur Entrückung, die werden durch den Antichristen verführt werden. Das ist ein Gericht Gottes. Und darum müssen wir den Menschen, mit denen wir klar über das Evangelium reden können, erklären: Man muss sich jetzt bekehren. Man darf das nicht aufschieben. Wenn die Entrückung, und die könnte jeden Tag geschehen, kommt, dann kommt auch die Verhärtung.
Aber es gibt so viele Menschen, die haben das Evangelium noch nie gehört. Obwohl alle Nationen erreicht sind mit dem Evangelium, müssen wir mit mindestens zwei Milliarden rechnen, die haben gar noch nie das Evangelium gehört. Die sind wirklich in Unwissenheit. Ich bin mal durch Bangkok gefahren, also gefahren ist der Taxichauffeur, ich fahre dort nicht links. Und wie die fahren! Ich spreche mit ihm, er schaut mich an, also anscheinend können die blind fahren. Und dann habe ich ihn gefragt: Ja, was denken Sie, wer hat diese Bäume gemacht und die Sonne und die Tiere? Und dann lächelt er mich so asiatisch lieb an und sagt: Keine Ahnung, woher kommt das? Und die sollen ja auch nicht darüber nachdenken. Man sagte, der Buddha habe gesagt, man soll nicht über den Ursprung der Dinge nachdenken, und Mönche, die sagen, wer darüber nachdenkt, ist nicht erleuchtet. Aber einer hat mal einen Mönch, einen buddhistischen, gefragt: Haben Sie nie gedacht, wer könnte das gemacht haben? Doch, doch. Aber eben so unwissend.
Und aus allen Völkern, Stämmen und Sprachen werden sich Menschen noch bekehren. Und der Grundsatz gilt: Jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird errettet werden. Und das ist so wunderbar zu sehen. In Römer 9 bis 11 wird ja gerade dieser Vers benutzt und angewendet auch schon auf die heutige Zeit, dass Menschen aus allen Völkern, die den Namen des Herrn anrufen, die werden gerettet werden. Aber in Römer 10, wo das zitiert wird, wird klar, dass mit dem Herrn hier speziell der Sohn Gottes gemeint ist, also dass man den Namen des Sohnes Gottes anrufen muss. Und in jedem Zusammenhang ist es schon noch wichtig, wenn behauptet wird, man sollte eigentlich nur zu Gott Vater beten und nicht zum Herrn Jesus. Wir müssen sagen: Erstens stimmt es nicht. Stephanus ruft den Herrn Jesus an, als er am Sterben ist, Apostelgeschichte 7: Herr Jesus, nimm meinen Geist auf. Und in 1. Korinther 1,2 heißt es, als Kennzeichen der Gemeinden weltweit samt allen Orten, wo der Name des Herrn Jesus angerufen wird, sowohl ihres als unseres Herrn. Und in Offenbarung 5 sehen wir, wie die Ältesten im Himmel das Lamm Gottes anbeten. Sogar anbeten ist das sogar noch mehr als bitten. Und so haben wir viele Stellen, wo der Jesus angerufen wird. Aber hier sehen wir: Es ist sogar ein heiß notwendiger Punkt, dass man den Namen des Sohnes Gottes, des Herrn, anruft, um gerettet zu werden. Das ist ein wichtiger Punkt.
Jetzt versteht man auch, wenn man mit einem Zeugen Jehovas spricht, der die Gottheit Christi leugnet, der würde sagen, es ist Sünde, zu Jesus Christus zu beten, weil er nicht der ewige Gott ist nach seiner falschen Lehre. Aber er ist der ewige Gott, und er kann also den Namen des Herrn gar nicht anrufen. Aber das ist die Bedingung: Jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird errettet werden.
Und dann Kapitel 4: Denn siehe, in jenen Tagen und zu jener Zeit, wenn ich das Schicksal Judas und Jerusalems wenden werde, dann werde ich alle Nationen versammeln und sie hinabführen in das Tal Josaphat, und ich werde dort mit ihnen einen Rechtsstreit führen über mein Volk und über mein Erbteil Israel, weil sie es unter die Nationen zerstreut und mein Land verteilt haben. Das ist echt interessant. Ich mag mich erinnern, als junger Mann habe ich das gelesen, und es ist mir plötzlich eingefahren: In jenen Tagen und zu jener Zeit, also in dieser Zeitepoche, wenn das Schicksal von Juda und dem jüdischen Volk und der Stadt Jerusalem gewendet wird, dann wird einmal geschehen, dass der Messias im Tal Josaphat sitzen wird und die Völker richten wird.
Nun, wir leben in der Zeit, in der das jüdische Schicksal gewendet wird, in einem Prozess. Das hat schon sehr einschneidend begonnen, als 1882 die erste Aliyah, das ist die erste Masseneinwanderung von Juden, zurück ins Land der Väter begonnen hat. Danach kam ja die zweite Aliyah ab 1903 und dann die dritte Aliyah ab 1919 nach dem Ersten Weltkrieg und dann die vierte und so weiter. Und wir sehen im Ersten Weltkrieg: Die Engländer zerschlagen das Osmanische Reich der Türken, dieses islamische Reich, und geben die Balfour-Erklärung heraus und sagen, wir werden uns einsetzen, dass in Palästina eine nationale jüdische Heimstätte entsteht. Wie, plötzlich wird das Schicksal der Juden gewendet. Man muss sich vorstellen, was das für ein Aufschrei war unter dem jüdischen Volk, die Balfour-Erklärung! Eine nationale Heimstätte. Durch den Weltkrieg wird dieses Palästina geöffnet für das jüdische Volk, und dann braucht es noch den Zweiten Weltkrieg mit der Vernichtung von sechs Millionen Juden, aber das hat die Türe aufgetan zum Staat. Darum hat dann die Mehrheit der Nationen Ja gestimmt bei der Abstimmung UNO November 1947 für die Schaffung eines Judenstaates in Palästina.
Es brauchten zwei Weltkriege, aber das war nochmals eine enorme Etappe in der Wende des Schicksals von Juda und Jerusalem. Und dann hat die UNO gesagt, Ostjerusalem, der Tempelberg, soll nicht Teil sein des Judenstaates. Aber als 1967 die Araber rund um Israel den Staat vernichten wollten, kam der Sechstagekrieg. Am dritten Tag, am Mittwoch, wurde Ostjerusalem mit Tempelberg erobert, wieder in jüdischer Hand, nach fast zweitausend Jahren, verloren im Jahr 70. Wieder wird das Schicksal des jüdischen Volkes gewendet, und das ist ein Prozess, der weitergeht. Und auch nur so eine Etappe, dass Amerika anerkennt: Jerusalem ist die Hauptstadt der Juden, das ist auch ein kleiner Teil in diesem Prozess der Wende des jüdischen Schicksals. Wo Amerika die Annexion der Golanhöhen anerkennt, das sind unglaubliche Dinge.
Ja, und der Bibeltext sagt: Denn siehe, in jenen Tagen und zu jener Zeit, wenn ich das Schicksal Judas und Jerusalems wenden werde, dann werde ich alle Nationen versammeln und sie hinabführen in das Tal Josaphat, und ich werde dort mit ihnen rechten über mein Volk. Also das heißt, wir leben in der historischen Epoche, wo das tausendjährige Friedensreich kommen wird. Und wenn ich sage, das tausendjährige Friedensreich, dann muss die Entrückung noch vorher sein und so weiter und so fort. Das ist eine Perle, nicht wahr, in Joel. Seine Stimme wird hier gehört, die Stimme des Messias Jesus. Er wird alle Nationen hinabführen ins Tal Josaphat, das ist ein anderer Name für das Tal Kidron. Josaphat heißt: Der Herr hat gerichtet. Und dort werden die Völker versammelt werden, und zwar das ist nicht das Gleiche wie Sacharja 14. Der Jesus kommt auf dem Ölberg und er wird diese Völker dort vernichten im Krieg, das ist Krieg. Aber hier geht es um eine juristische Gerichtsverhandlung. Er wird einen Rechtsstreit führen mit den Nationen. Das ist bereits dieses Völkergericht in Matthäus 25,31, wo der Herr Jesus sagt: Wenn der Sohn des Menschen kommt, wird er auf seinem Thron der Herrlichkeit sitzen, alle Nationen werden vor ihm versammelt werden. Und dann wird er mit den Völkern abrechnen, wie sie sich gegenüber Israel verhalten haben.
Und da heißt es: Ich werde einen Rechtsstreit führen, weil sie es unter die Nationen zerstreut haben. Ja, die Römer, das sind die Europäer, die haben das jüdische Volk aus ihrem Land herausgerissen durch diesen schrecklichen Krieg von 66 bis 73 und den zweiten Krieg von Kaiser Hadrian. Das hat ja zur totalen Zerstörung des Judenstaates geführt. Dann wurde das jüdische Volk zerstreut, und Gott wird mit den Völkern abrechnen über diese Zerstreuung. Dann flohen ja viele zum Beispiel damals in das Gebiet des heutigen Irak nach Babylonien, weil es außerhalb des Römischen Reiches war. Aber dann kam der Islam auch dorthin. Und die Juden in Zweistromland wurden massiv verfolgt, und da sind sie weiter geflohen nach Indien, und sie sind weiter geflohen nach Kaifeng, nach China. Darum die Kaifeng-Juden, die haben Schlitzaugen. Und so wurden sie in dem Prozess weltweit zerstreut, über alle fünf Kontinente hinweg, und der Herr Jesus wird in den Völkern abrechnen über die Zerstreuung der Juden, dass sie von einem Ort zum anderen gehen mussten.
Und dann wird gesagt: Und mein Land haben sie verteilt. Ja, wann haben sie das Land verteilt? Nach dem Ersten Weltkrieg, da gründete man den Völkerbund, Vorläufer der UNO, und der Völkerbund übertrug England das Mandat für Palästina. Sie sollten für die Zukunft Palästinas zum Rechten schauen und natürlich die Balfour-Erklärung umsetzen, eine jüdische nationale Heimstätte in Palästina. Aber Palästina umfasste das heutige Israel plus Westjordanland, Gaza und auch ganz Jordanien, das war Palästina. Und die Engländer haben sich gesagt: Ja, wir geben aber nicht nur den Juden etwas. Wir geben auch den Arabern in Palästina etwas. Da haben sie 1921 etwa alles östlich vom Jordan abgeschnitten, und das haben sie den arabischen Palästinensern gegeben. Und die haben dann Jordanien gegründet, 1946. Also die arabischen Palästinenser haben einen Staat seit 1946. Und den Juden hat man dann 12,5 angeboten für 1948. So ging das. Ja, warum nur 12,5? Man hätte ja den Rest geben können. Nein, in Westpalästina hat man nochmals geteilt und hat gesagt, die Juden dürfen das haben, aber da machen wir noch einen zweiten Palästinenserstaat, den gibt es bis heute noch nicht.
Das ist das ganze Problem mit Palästinenserstaat: Das ist nicht ein erster, sondern ein zweiter Staat, weil die UNO auch nochmals Palästina zum zweiten Mal geteilt hat, 1947. Da steht im Propheten Joel: Der Herr wird abrechnen, weil sie mein Land verteilt haben und über mein Volk das Los geworfen. Das heißt, sie haben quasi das Schicksal des jüdischen Volkes und seines Landes eigenmächtig entschieden. Aber sie werden zur Rechenschaft gezogen werden. Und dann wird gesagt: Und den Knaben um eine Hure gegeben und das Mädchen um Wein verkauft und ihn vertrunken haben. Das in Bezug auf alle diese Einzelschicksale in dieser Zerstreuung und Wegführung der Juden ab dem Jahr 70.
Und zudem: Was wollt ihr mit mir, Tyrus und Sidon und alle ihr Bezirke von Philistäa, wollt ihr an mir Vergeltung üben? Ja, wenn ihr mir etwas antun wollt, schnell, eilends werde ich euer Tun auf euren Kopf heimzahlen. Jetzt wird speziell Tyrus und Sidon im Südlibanon, wo die Hisbollah tätig ist, angesprochen. Was wollt ihr mir? Todfeinde Israels. Und dann kommt im Gleichen dazu: Und alle ihr Bezirke von Philistäa. Philistäa, das ist das Land der Philister. In der Bibel war das speziell der Gazastreifen und das darum herum. Und zwischendurch konnten die Philister auch andere Gebiete erobern aus dem Land Israel. Und was mir auffiel schon vor vielen Jahren: Oh, da wird in der Mehrzahl gesprochen über die Bezirke von Philistäa, nicht jetzt über den Staat, aber die Bezirke. Und wir haben einen Bezirk, Gaza, und wir haben das Westjordanland, das sind die Bezirke von Philistäa heute.
Übrigens, auf Arabisch checkt man das viel besser. Das Wort Filastini bedeutet heute ein Palästinenser, nennt man Filastini. Aber wie nennt man einen Philister in der Bibel? Auf Arabisch auch Filastini, ist dasselbe Wort. Wir haben zwei Wörter, Philister und Palästinenser, wobei das miteinander verwandt ist sprachlich. Aber die Bezirke von Philister, das sind die Bezirke der Palästinenser. Und Gott sagt: Was wollt ihr gegen mich? Weil sie gegen sein Volk sind, sind sie gegen Gott. Weil in Sacharja 2 wird gesagt: Wer euch antastet, tastet meinen Augapfel an. Wollt ihr an mir Vergeltung üben? Alles das, was sie an Terror machen gegen Israel, ist ein Angriff auf Gott, weil Israel als das erwählte Volk eben Gottes Augapfel ist. Schnell, eilends werde ich euer Tun auf euren Kopf heimzahlen.
Ihr habt ja mein Silber und mein Gold weggenommen und meine schönen Kostbarkeiten in eure Tempel gebracht. Das geht jetzt zurück auf die Tempelzerstörung ab dem Jahr 70. Und die Söhne Judas und die Söhne Jerusalems den Söhnen der Griechen verkauft. Allein im Jahr 70 wurden ja 96.000 in die Kriegsgefangenschaft abtransportiert. Man hatte so viele Sklaven auf den Märkten, dass die Preise im Römischen Reich zusammenfielen, und die angebotenen Juden in Ägypten wurden nicht mehr gekauft, genauso wie das ganz am Schluss von 5. Mose 28 vorausgesagt ist. Man wird euch mit Schiffen nach Ägypten zurückführen, auf dem Weg, von dem ich sagte, ihr sollt ihn nie mehr sehen, und ihr werdet dort als Sklaven und Mägde verkauft werden, und niemand wird kaufen. Und das hat sich erfüllt dort im Jahr 70, ja, und die Söhne Judas und die Söhne Jerusalems den Söhnen der Griechen verkauft, damit sie entfernt werden von ihrem Gebiet, bewusst um die Juden aus ihrem Land hinauszutun.
Siehe, ich wecke sie auf von ihrem Ort hier, und werde euer Tun auf euren Kopf heimzahlen, und ich werde eure Söhne und eure Töchter verkaufen in die Hand der Söhne Judas. Also die sollten auch einmal aus Griechenland wiederkommen. Die Söhne der Griechen, die haben sich gekauft, und von dort erweckt Gott sie wieder. Und tatsächlich, aus allen Ländern von Europa, ihr könnt ja auch genau die Anzahl angeben, wie viele aus Griechenland eingewandert sind, sind wir zurückgekommen.
Vers 8: Und ich werde eure Söhne und eure Töchter verkaufen in die Hand der Söhne Judas, und sie werden sie den Sabeern verkaufen, einer weit weg liegenden Nation, denn der Herr hat geredet. Das ist noch zukünftig.
Ruft dies aus unter den Nationen, heiligt einen Krieg, weckt die Helden auf, es sollen anrücken, hinaufziehen alle Männer des Krieges, schmiedet eure Pflugscharen zu Schwertern und eure Rebmesser zu Lanzen, der Schwache soll sagen: Ich bin ein Held. Kommt eilends, alle ihr Nationen ringsum, ja, sie sollen sich versammeln. Dort: Führe hinab, Herr, deine Helden! Also Gott sagt den Nationen, sie sollen einen heiligen Krieg aufrufen, und die sollen anrücken von ringsum. Und das nimmt jetzt wieder Bezug auf diesen letzten Krieg des Königs des Nordens, dem auch von rundherum um Israel sich Feinde anschließen sollen, und die kommen nach Jerusalem zum Krieg.
Aber dann kommt hier das Gebet: Dorthin führe hinab, Herr, deine Helden! Wir wissen ja, der Überrest der 144.000, die in Judäa sind, die müssen ja auf die Berge fliehen. Und dann gehen sie nach Jesaja 16 nach Moab, werden dort dreieinhalb Jahre bewahrt, aber dann, am Schluss, kehren die wieder zurück ins Land Israel. Man lese Sacharja 10, und dann sieht man, wie die in die letzten Kämpfe eingreifen werden, und es wird dort beschrieben, wie der Herr über ihnen erscheint, quasi wie eine Lufttruppe, die die Bodentruppen schützt, und wie der Herr dann diesen Überrest am Boden schützt, damit sie erfolgreich in die letzten Kämpfe eingreifen können. Und das sind eben seine Helden, die auch hinabgeführt werden ins Tal Josaphat. Das ist das Tal Kidron zwischen Ölberg und Tempelberg. Und der Herr wird am Schluss kommen und all die Nationen, die versammelt sind dort, um Jerusalem vom Ölberg hier aus dann zu richten.
Vers 12: Es sollen in Bewegung geraten und heraufziehen die Nationen ins Tal Josaphat, denn dort werde ich sitzen, um zu richten alle Nationen ringsum. Also, wir haben von Vers 9 bis Vers 11 Krieg um Jerusalem, und jetzt Vers 12: Das meint dann wieder dieses Völkergericht, dass nachdem der Krieg um Jerusalem vorbei sein wird, der Herr wird Jerusalem befreien, dann wird er sitzen im Tal Josaphat auf seinem Richterthron sitzen, und alle Völker werden zur Gerichtsverhandlung dorthin hinabgeführt werden.
Vers 13: Legt die Sichel an, denn die Ernte ist reif, kommt und tretet! Denn die Kufe ist voll, die Kufen fließen über, denn ihre Bosheit ist groß. Lärmende Menge, lärmende Menge im Tal Josaphat, denn nahe ist der Tag des Herrn im Tal der Entscheidung. Merken wir: Vers 12 war nur eine kurze Einschiebung, wo gesagt wird, an diesem gleichen Ort, im Tal Josaphat, werde ich dann als Richter sitzen. Aber die Verse davor sprechen über den letzten Krieg im Tal Josaphat, und auch hier wieder Vers 13: Und dieses letzte Gericht wird hier verglichen mit einer Kufe, in der die Trauben gestampft werden. Und so wird der Herr diese Völker bestrafen für ihre vernichtende Tat an Israel, denn wir müssen im Klaren sein: Sacharja 13,8 sagt, dass im Land Israel zwei Drittel der Bevölkerung Israels umkommen werden durch diesen Angriff des Königs des Nordens. Und ein Drittel wird sich in der größten Not dann bekehren. Aber zwei Drittel kommen um. Das ist so schrecklich.
Wenn ich in Israel so die Menschenmassen sehe, jetzt sind es sechs Millionen. Drei Millionen sind hier eingewandert, seit 1882, aber die haben auch ein paar Kinder bekommen, heute sechs Millionen. Also allein mit den Zahlen von heute wären zwei Drittel vier Millionen. Schrecklich! Aber auf der anderen Seite zwei Millionen werden sich bekehren. Darum frage ich mich dann manchmal: Oh, und wer gehört zu den zwei Millionen? Ja, wenn man dann so mit Leuten spricht. Vor kurzer Zeit war ich zusammen mit Nummer 30 vom Sanhedrin, der Gerichtshof wurde ja wieder neu aufgebaut, und habe ihm Bücher geben können, und ich war auch mit einem Ultraorthodoxen zusammen, der sagt, er möchte den Prozess Jesu nochmals neu vor dem Sanhedrin aufrollen lassen, um Rechtfertigung zu erlangen. Staunlich! Aber ich kann nicht sagen, das ist ein Bekehrter. Aber so gewisse Dinge so nahe, nicht wahr? Ja, wer gehört dazu? Aber zwei Millionen werden zum Glauben kommen nach den Zahlen von heute.
Und dann lese ich nochmals Vers 14: Lärmende Menge, lärmende Menge im Tal Josaphat, denn nahe ist der Tag des Herrn im Tal der Entscheidung. Da sind wir wieder in der Drangsal bis zum Kommen des Herrn auf dem Ölberg, wo diese Gerichte stattfinden. Sonne und Mond sind schwarz geworden, und die Sterne verhalten ihren Schein, das, was wir auch schon in Kapitel 3 gefunden haben.
Und jetzt: Und der Herr brüllt das Wort wie ein Löwe, der Löwe aus dem Stamm Juda. Der Herr brüllt aus Zion, ja aus Jerusalem lässt er seine Stimme erschallen, so dass Himmel und Erde erzittern werden. Der Jesus wird kommen auf dem Ölberg, Sacharja 14, aber dann wird er hinübergehen auf den Tempelberg, dazwischen das Kidrontal, das Tal Josaphat, und von Jerusalem, von dem Berg Zion aus wird er seine Stimme erheben, und Himmel und Erde werden erzittern. Das zeigt, dass er der Schöpfer ist, der Erhalter des Universums.
Aber dann heißt es: Der Herr wird seinem Volk eine Zuflucht sein, ja, eine Festung den Söhnen Israels. Das wird dieser Überrest, dieser Drittel dann erleben. Und ihr werdet erkennen, dass ich der Herr, euer Gott, bin, der ich auf Zion, meinem heiligen Berg, wohne. In Lukas 1 hat der Engel Gabriel zu Maria gesagt: Du wirst deinen Sohn empfangen, und du wirst seinen Namen Jesus heißen, und er wird sitzen auf dem Thron seines Vaters David, und er wird herrschen. Das heißt, der Herr Jesus wird die Herrschaft von dem Königshaus Davids dann verwirklichen auf Erden. Und wo hat David seinen Thron gehabt? Auf dem Südabhang des Tempelberges, Zion, dort hat man ja den Palast vor ein paar Jahren lokalisieren können und Überreste davon gefunden. Also wenn man vom Tempelberg runtergeht, über den Ofel, über die Straße, dann kommt man in die Davidstadt. Und da, ganz oben bei der Davidstadt, da war der Sitz von König David. Und der Herr Jesus wird also auf dem Berg Zion regieren.
Ihr werdet erkennen, dass ich der Herr, euer Gott, bin, der ich auf Zion, meinem heiligen Berg, wohne, nicht im Tempel, aber auf dem Thron Davids, auf demselben Berg, auf dem Berg Zion. Und Jerusalem wird heilig sein, und Fremde werden es nicht mehr feindlich durchziehen, so wie das in den vergangenen Jahrtausenden ständig geschehen ist.
Und es wird geschehen an jenem Tag: Die Berge werden von Most triefen, und die Hügel von Milch fließen, und alle Bachbette von Juda werden von Wasser fließen. Eben diese verlorenen Jahre der Trockenheit werden alle erstattet werden. Israel wird aufblühen, noch mehr als wie es bisher aufgeblüht ist, und kein Wasserproblem, ja, alle Bachbette von Juda werden von Wasser fließen. Und eine Quelle wird aus dem Haus des Herrn entspringen und das Tal Schittim bewässern, so kurz hier erwähnt, ausführlich in Hesekiel 47 beschrieben. Aus dem neuen Tempel des tausendjährigen Friedensreiches wird eine Quelle entspringen aus dem Tempelhaus, und es wird genau beschrieben: Hesekiel geht tausend Ellen weiter, etwa fünfhundert Meter, und dann kommt das Wasser ihm bis an die Knöchel, dann tausend Ellen weiter bis an die Knie, tausend Ellen bis an die Hüfte und schließlich tausend Ellen später Wasser zum Schwimmen. Es wird erklärt, es wird zu einem Doppelfluss, ein Strom geht runter ins Tote Meer, das Tote Meer wird gesund, der andere geht ins Mittelmeer. Ausführlich beschrieben, was hier nur in einem Satz erwähnt wird. Sehen wir wieder, wie das prophetische Wort alles schön wie ein Puzzle zusammenwirkt.
Und es heißt hier: Aus dem Haus des Herrn, aus dem Tempel in Jerusalem. Ja, der kommende dritte Tempel wird gebaut werden, auch wenn manche Christen sagen, es gibt keinen dritten Tempel, der wird trotzdem kommen. Dieser Tempel wird entweiht werden von dem Antichristen, aber wenn der Herr Jesus zurückkehrt, wird dieser Tempel wieder gereinigt werden. Und bereits dreißig Tage nach der Rückkehr, das sind die 1290 Tage von Daniel 12, wird der Tempel wieder eingeweiht werden, und dann wird er ausgebaut werden nach den Plänen von Hesekiel. Der Herr Jesus wird genau erklären, wie man das umsetzen muss, und dann kommt diese Quelle aus dem Tempelhaus. Und das Tempelhaus ist erbaut auf dem Felsen, auf dem Berg Zion, das ist die natürliche Bergspitze, und Hesekiel sagt, dass dort das Tempelhaus auf dem Gipfel des Berges ist.
Das heißt, die Geschichte Israels wird enden mit Wasser aus dem Felsen, so wie es begonnen hat, damals am Anfang, nach dem Auszug aus Ägypten, mit Wasser aus dem Felsen, 2. Mose 17. Und es geht darunter ins Tal Schittim, das ist ein anderer Name für das Tal des Toten Meeres. Sieht man wieder, wie geografisch das alles zusammenpasst mit dem, was in Hesekiel gesagt wird, nur hier mit einem anderen Namen. Schittim ist der Name für Akazie, und die Akazie ist ja ganz typisch für das Tal dort unten. Man sieht sie so isoliert da und dort, ein typischer Baum, Einzelgänger in der Wüste, das sind Akazien, Schittim, das gleiche Holz, das man verwendet hat für die Stiftshütte.
Ägypten wird zu einer entsetzlichen Öde werden, und Edom, Südjordanien, wird zu einer entsetzlichen Wüste werden wegen der Gewalt an den Söhnen Judas, weil sie in ihrem Land unschuldiges Blut vergossen haben. Da muss man lesen: Jesaja 34, ein ganzes Kapitel beschreibt, wie Edom eine Wüste sein wird durch das ganze tausendjährige Reich hinweg. Dieses Land wird keine Wiederherstellung erfahren.
Und dann heißt es: Aber Juda wird in Ewigkeit bleiben und Jerusalem von Generation zu Generation. Übrigens, Ägypten und Jordanien mit Edom, die waren ganz wichtig 1948, in diesem totalen Krieg, wo es darum ging, eben Israel auszurotten. Und dann 1967 wieder. Der Präsident von Ägypten hat ja noch gesagt, im Mai 67: Unser Hauptziel besteht in der Vernichtung Israels. Und dann kam der Sechstagekrieg. Aber hier wird gesagt: Weil sie in ihrem Land unschuldiges Blut vergossen haben. Aber Juda wird in Ewigkeit bleiben und Jerusalem von Generation zu Generation. Und ich werde sie reinigen von ihrem Blut, von dem ich sie nicht gereinigt hatte, und der Herr wird in Zion wohnen.
Eine wunderbare Verheißung. Wenn man das Matthäusevangelium liest, die Leidensgeschichte des Herrn, man ist so erschüttert vor Pilatus, die Volksmenge sagt: Sein Blut komme über uns und unsere Kinder. Was haben die gesagt? Wir übernehmen die Verantwortung für Blutschuld. Wer kann so etwas tun? Aber hier ist Gottes Antwort: Und ich werde sie reinigen von ihrem Blute, von dem ich sie nicht gereinigt hatte. Ich weiß nach Hesekiel 12, Vers 10, da heißt es, dieser Drittel, der überleben wird, sie werden auf mich blicken, den sie durchbohrt haben. Sie werden ihn sehen, mit den Wunden in den Händen, und sie werden über ihn wehklagen, heißt es dann, und die werden Buße tun. Das ganze Land Israel wird wehklagen, und dann können sie genau Jesaja 53 lesen und beten: Als wir ihn sahen, da hatte er kein Ansehen, dass wir seiner begehrt hätten. Er war verachtet und verlassen von den Menschen, ein Mann, der Schmerzen und mit Leiden vertraut und wie einer, vor dem man das Angesicht verbirgt. Doch um unserer Übertretungen willen war er verwundet, die Strafe zu unserem Frieden lag auf ihm. Und das wird in Erfüllung gehen: Und ich werde sie reinigen von ihrem Blute, von dem ich sie nicht gereinigt hatte.
Und der Herr wird in Zion wohnen, dort auf dem Abhang des Tempelberges wird der Herr Jesus seinen Thron haben im Tausendjährigen Friedensreich. Und die Gemeinde wird den Herrn begleiten und wird mit ihm herrschen. Und je nach Treue, Lukas 19 sagt, der eine kommt zehn Städte, der andere fünf. Ja, vielleicht Germäer bekommt São Paulo, aber vielleicht möchte er lieber in der Nähe von Jerusalem sein, und Alexander kriegt Damaskus. Das ist auch schon nahe vom Herrnordnen, nicht wahr? Ja, eben, aber das verteilt der Herr und nicht ich und nicht wir, sondern wir dürfen einfach wissen, dass wir das alles einmal mit dem Herrn teilen werden.
Und darum muss niemand sagen: Wieso sollen wir das studieren, das betrifft mich ja nicht direkt, ich werde ja entrückt werden. Ach was, werden entrückt werden, werden vom Himmel her das erleben, was geschehen wird. Und wir werden mit dem Herrn kommen in Herrlichkeit, und wir werden das tausendjährige Friedensreich mit ihm teilen, an seiner Seite, und wenn es für ihn so wichtig ist, dann muss es auch für uns wichtig sein. Nichts Schlimmeres, als ein junges Paar zu sehen, und sie interessiert sich überhaupt nicht, was er macht. Komisch, oder? Also irgendwie, das haut doch nicht. Also die Braut oder die Jungverheiratete interessiert sich doch für das, was ihn interessiert. Und so ist es auch: Wir als Brautchristi müssen uns für das interessieren, was den Herrn Jesus betrifft, und hier geht es darum, dass ihm letztlich alle Ehre zukommt. Und darum endet es: Der Herr wird in Zion wohnen.

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