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Wie mit Muslimen über Jesus reden?

Jesus im Koran

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11.07.2020

Einleitung: Der Wunsch nach liebevollem Gespräch mit Muslimen

Zum Schluss – und das würde dich, glaube ich, sehr interessieren – will ich dir einen Weg zeigen, wie du das liebevoll machen kannst, wie du dabei Gewinn machen kannst und wie du das in der Sache auch klar machen kannst, ohne dass du ganz viel Faktenwissen brauchst oder sonst etwas studieren und auswendig lernen musst.

Das ist etwas, das du direkt nach diesem Video sofort anwenden kannst, wenn du willst, heute noch. Um Nachfolge zu verteidigen, mach dich Hashtag Bibelfit. Schau dieses Video bis ganz zum Ende, denn dort habe ich ein besonderes Geschenk für dich.

Weißt du, heute geht es mal um ein eher ernsteres Thema. Durch die Nachrichten und die Kommentare, die mir so viele von euch schreiben, ist mir vor kurzem erst richtig klar geworden, dass eine größere Anzahl von Leuten hier in dieser Social-Media-Community regelmäßig im Austausch mit Muslimen steht oder sogar selbst aus einem muslimischen Hintergrund kommt und Christen geworden ist.

Dafür habe ich ganz, ganz tiefen Respekt. Weißt du, was das kulturell und geistlich bedeutet? Das ist ein riesiger Schritt, und das können sich viele Leute, die christlich aufgewachsen sind, häufig gar nicht vorstellen.

Immer wieder kam die Frage: Wie redest du als Christ mit deinen muslimischen Kollegen? Wie redest du mit deinen muslimischen Bekannten? Wie redest du mit deinen muslimischen Freunden über Jesus?

Deswegen habe ich am Ende dieses Videos noch ein paar ganz besondere Tipps für dich.

Bevor wir starten, will ich vollkommen ehrlich mit dir sein: Der Islam ist nicht mein Spezialgebiet als Theologe, und auch mein Arabisch ist jenseits von eingerostet. Also wirklich, mein Arabisch ist so grottenschlecht, es ist schlimmer, als wenn ein Bayer versucht, Sächsisch zu sprechen – es ist ganz grauenhaft.

Aber ich will mein Bestes geben und dir ganz kurz ein paar direkte, pragmatische, sofort nutzbare Tipps mitgeben.

Dafür schauen wir uns jetzt zuerst an, was wir von Muslimen lernen können und was viele Muslime häufig besser machen als wir Christen.

Dann sehen wir uns an, warum es absolut richtig ist, dass wir mit Muslimen über Jesus reden.

Anschließend schauen wir uns drittens an, wie wir es besser nicht machen sollten – eine Not-to-do-Liste, warum das ganz häufig schiefgeht.

Und viertens, zum Schluss – und das würde dich, glaube ich, sehr interessieren – will ich dir einen Weg zeigen, wie du das liebevoll machen kannst, wie du dabei Gewinn machen kannst und wie du das in der Sache auch klar machen kannst, ohne dass du ganz viel Faktenwissen brauchst oder sonst etwas studieren und auswendig lernen musst.

Das ist etwas, das du direkt nach diesem Video sofort anwenden kannst, wenn du willst, heute noch.

Deswegen schau dieses Video bis zum Ende. An dieser Stelle lade ich dich ganz herzlich ein, diesen Kanal zu abonnieren.

Was Christen von Muslimen lernen können

Der Eifer und die missionarische Leidenschaft

Erster großer Punkt: Was können wir als Christen von Muslimen lernen, und was machen viele Muslime besser als wir Christen oft tun? Hier sind einige Gedanken dazu.

Der erste Punkt ist der Eifer. Viele Muslime wollen die gesamte Welt mit dem Islam erreichen. Natürlich gibt es auch hier einzelne Extremisten, genauso wie es sie bei Christen gibt. Diese Extremisten wollen ihre Ziele mit Gewalt durchsetzen. Allerdings werden sie von der Mehrheit der Muslime abgelehnt und verachtet.

Ein wichtiger Aspekt, den viele unterschätzen, ist, dass die Mehrzahl der Opfer bei von Muslimen verübten Terroranschlägen selbst Muslime sind. Das wird häufig übersehen.

Ein weiterer Punkt, den wir in gewisser Weise fast bewundern können, ist die missionarische Tätigkeit vieler Muslime. Sie gehen aktiv auf andere Menschen zu, um sie von ihrer Weltanschauung zu überzeugen und sie zu erreichen. Es gibt Hochglanzbroschüren, die beispielsweise in Flugzeugen verteilt werden, mit dem Thema „Wie du Muslim wirst“. Zudem existieren große Influencer-Kanäle, die sich mit muslimischer Apologetik beschäftigen.

Aus meiner Sicht ist das eine ernstzunehmende und zu respektierende Konkurrenz für das Christentum. Wenn ich mir anschaue, wie schlecht wir Christen in Deutschland im Vergleich dazu dastehen, wie wenig wir davon umsetzen und wie wenig wir oft über unsere eigene Weltanschauung wissen, dann ist das wirklich ernüchternd. Halleluja!

Die Ernsthaftigkeit und Konsequenz im Glauben

Ein zweiter Punkt, den ich denke, viele Muslime besser machen als wir Christen, ist schlicht die Ernsthaftigkeit.

Weißt du, die Ernsthaftigkeit, mit der viele Muslime gegen diesen Wischi-Waschi-Pluralismus vorgehen: „Deine Meinung, meine Meinung, es gibt verschiedene Wege, die zur Wahrheit führen, jeder hat seine Wahrheit.“ Oh, ich kann es nicht mehr hören.

Der Punkt, den ich bei vielen Muslimen am meisten bewundere, ist die Konsequenz. Weißt du, der Islam ist eine allumfassende Weltsicht, die jeden Aspekt im Leben eines Muslims berührt – vielleicht sogar durchdringt. Ja, von der Kultur über die Sprache, über die Bildung, die Familie, die Politik, das Recht – alles.

Und das ist logisch, denn siehst du, wenn der Islam wirklich Recht hat, wenn der Islam wahr ist, dann ist das richtig so. Und dann sollte das auch so sein.

Aber das ist der Punkt: Ich denke nicht, dass der Islam wahr ist. Und ich denke, du solltest auch nicht denken, dass der Islam wahr wäre. Siehst du, es kann nicht beides gleichzeitig wahr sein – der Islam und das biblische Christentum. Denn sie sagen Dinge aus, die sich widersprechen.

Es kann das eine wahr sein und das andere falsch. Es könnte theoretisch sein, dass wir als Christen falsch liegen – das wäre theoretisch möglich. Es kann auch das eine falsch und das andere wahr sein. Es könnten theoretisch auch beide falsch liegen, ja. Aber es kann nicht beides gleichzeitig wirklich und echt wahr sein.

Und warum du und ich mit Nachdruck davon überzeugt sein können, dass das biblische Christentum wahr ist, das habe ich für dich ganz kurz und kompakt zusammengefasst. So kannst du es an einem Abend auf dich wirken lassen.

Diese Zusammenfassung findest du im neuen Buch. Das kannst du gratis downloaden – zusammen mit Tipps für deine Gespräche mit Nichtchristen.

Pausiere dafür einfach jetzt das Video und klicke auf den Link in der Videobeschreibung. Ich schenke dir mein Geschenk an dich.

Warum Christen mit Muslimen über Jesus sprechen sollten

Zweiter großer Punkt: Warum sollten wir als Christen mit Muslimen über Jesus reden?

Es gibt manche, die sagen, das wäre intolerant. Man sollte jedem seine Meinung lassen und überhaupt. Und das stimmt auch. Die Frage ist nur, ob es hierbei wirklich nur um eine Meinungsfrage geht oder ob da mehr dahintersteckt – vielleicht etwas sehr viel Ernsthafteres.

Ich gebe dir mal zwei ganz flapsige Beispiele. Weißt du, ob Vanilleeis mit Karamell das leckerste Eis ist oder nicht? Ich denke, ja, das ist eine Meinungsfrage. Du kannst zum Beispiel Schokoeis leckerer finden oder auch Erdbeereis. Das ist eine reine Meinungsfrage. Sie trägt nichts Wesentliches bei, ist nicht wichtig und nicht relevant.

Eine andere Frage ist aber, ob es hilft, sich gegen Covid-19 Desinfektionsmittel zu spritzen, wie manche Leute das machen. Ist das auch eine Meinungsfrage? Würdest du jetzt sagen: Nein, das ist keine Meinungsfrage. Entweder es hilft oder es hilft nicht. Es hat nichts damit zu tun, was du denkst. Und es hat echte Konsequenzen, wenn du das tust.

Genau so ist es mit Islam und biblischem Christentum. Weißt du, es ist doch ganz klar, und ich glaube, wir als Christen sind an diesem Punkt manchmal ein bisschen verwirrt: Entweder ist das biblische Christentum nicht wahr, und dann ist es völlig irrelevant. Also, ich wiederhole noch mal: Wenn das biblische Christentum nicht wahr ist, dann ist es völlig irrelevant, und niemand von uns sollte Christ sein. Warum solltest du Christ sein? Warum sollte ich Christ sein, wenn das biblische Christentum eine Lüge, eine Fantasie oder ein unbegründetes Märchen wäre? Dann könnten wir auch Graf Dracula, Vishnu oder Spider-Man anbeten. Das wäre völlig irrelevant.

Oder aber das biblische Christentum ist wirklich und echt wahr. Dann ist es wahr und real für alle Menschen, zu allen Zeiten und an allen Orten. Aber was nicht geht, ist, dass wir sagen: Wir sind Christen und erzählen nicht anderen von Jesus. Das geht nicht. Entweder wir sind Christen und es ist wahr, dann sollten wir das tun. Oder es ist nicht wahr, dann sollten wir selbst keine Christen sein.

Und das ist ein ganz, ganz großer Punkt. Siehst du, wenn das biblische Christentum stimmt – und davon bin ich überzeugt – dann haben du und ich so gesehen ein kolossales Problem. Denn dann sind wir von Haus aus erst mal Verbrecher und haben unsere Chance Gott gegenüber versaut.

Sobald wir am Gerichtstag vor dem heiligen Gott stehen, der die Gerechtigkeit in Person verkörpert – das vergessen wir häufig – dann erwartet uns ein böses Wort, die Hölle. Und aus eigener Kraft können wir nichts tun, um daran etwas zu ändern.

Das ist, als ob ich angeklagt wäre wegen Steuerhinterziehung – ich bin es nicht, aber als Beispiel – und dann sage: Ja, aber ich habe doch 50 Euro an Brot für die Welt gespendet. Und dann sagt der Richter vielleicht: Aha, und das hast du also auch von der Steuer abgesetzt, oder wie?

Ich übertreibe jetzt ein bisschen. Oder ich bin angeklagt und sage: Ja, aber Herr Richter, ich bin noch ein liebevoller Papa. Dann sagt der Richter, wenn er einen schlechten Tag hat, vielleicht so etwas wie: Ja, das ist ja blöd, denn wenn nicht, vermissen deine Kinder dich jetzt umso mehr, während du im Knast sitzt.

Also verstehst du: Das ist ein ganz, ganz wichtiger Zusammenhang. Deshalb brauchen wir Jesus, der dein und mein Bußgeld bezahlt hat und das dem Richter anbietet. Und dieser Richter, Gott, wird das dann akzeptieren und uns freisprechen, solange wir wirklich einsehen, dass wir diese tiefe Vergebung brauchen und sie annehmen möchten, dass sie für uns gilt.

So wirst du auch Christ. Das ist unsere zweite und unsere allerletzte Chance. Und siehst du, solange wir die schuldigen Verbrecher nicht rechtsgültig freigesprochen sind, haben wir keine Chance. Dann stehen wir schuldig und ohne Anwalt, ohne Verteidigung vor Gott.

Interessanterweise sieht der Koran das genauso. Und solange du am Yaum ad-Din, dem Gerichtstag, schuldig gesprochen wirst – das willst du nicht.

Also, wenn jetzt Leute zu uns sagen, dass wir Muslime tolerieren sollen, dass wir Muslime nicht missionieren sollen – das ist ja auch so ein Wort, das irgendwie in Verruf geraten ist – verstehe ich gar nicht, wobei das denn bitteschön helfen soll.

Stell dir mal einfach vor, du würdest am Gerichtstag gefragt, ob du etwas schuldig zu deiner Verteidigung zu sagen hast und antwortest: Ja, aber ich habe meinen muslimischen Mitangeklagten da drüben immer toleriert. Dann sagt der Richter, wenn er einen schlechten Tag hat, vielleicht so etwas wie: Ist ja süß, dann könnt ihr euch eine Zelle teilen. Schafft ihn weg.

Also, ich übertreibe das ein bisschen, aber nur leicht.

Siehst du, jeder fünfte Mensch auf diesem Planeten – einer von fünf – wird in der einen oder anderen Ausrichtung dem Islam zugeordnet. Das heißt, jede Minute sterben neun Muslime. Neun Muslime sterben jede Minute und stehen ohne Jesus und ohne Freispruch schuldig vor Gottes Gericht.

Du kannst ja einfach mal unten auf den Timer dieses Videos schauen und dir überlegen, wie viele das seit Anfang dieses Videos sind. Und du und ich, wir wissen doch beide, was das heißt.

Deshalb habe ich eine ganz einfache Frage: Ist es denn am Ende nicht gerade sehr viel liebevoller, gerade mit Muslimen über Jesus zu sprechen?

Fehler, die man im Gespräch mit Muslimen vermeiden sollte

Dritter großer Punkt: Wie sollten wir nicht mit Muslimen über Jesus reden?

Für viele Muslime ist der Koran die höchste Autorität schlechthin. Daneben gibt es die Hadithe, also die Aussprüche des Propheten Muhammad, und die Sunna, das sind die Alltagsgewohnheiten und Rituale des Propheten Muhammad. Aus diesen wird auch abgeleitet, wie man sich zu benehmen hat. Häufig unterschätzen wir, was der Koran wirklich für Muslime bedeutet.

Vereinfacht gesagt ist der Koran für Muslime so etwas wie ein ewiges Buch, das im Himmel existiert. Es wird geglaubt, dass es eine Buchwerdung gab, also dass der Koran in der Nacht der Macht auf die Erde herabgesandt wurde. So ist der Koran für Muslime die Verkörperung oder der Ausdruck von etwas Himmlischem und Göttlichem.

Das heißt also, und das ist etwas ganz, ganz Wichtiges: Wenn wir als Christen mit einer Bibel kommen, die überall unterstrichen und markiert ist – so wie meine Bibel, die schon von hinten auseinanderfällt und mit Panzertape zusammengehalten wird – dann wirkt das auf viele Muslime sehr dubios. Das sollten wir vermeiden.

Wenn ich also weiß, dass ich heute mit Muslimen über Jesus spreche, werde ich nicht meine abgenutzte Bibel nehmen, sondern eine, die ein bisschen ordentlicher aussieht und etwas her macht. Ebenfalls keine gute Idee ist es, den Koran einfach zu übergehen oder zu ignorieren. Das kann man sich völlig sparen.

Es ist auch keine gute Strategie, eine historisch-kritische Exegese des Korans zu betreiben. Rein historisch gibt es zwar viele echte Fragezeichen bezüglich der Zuverlässigkeit des Korans, das darf man sagen. Wissenschaftlich betrachtet sprechen viele Punkte für die Vertrauenswürdigkeit des Neuen Testaments.

In einem rein akademischen Diskurs zwischen Bibel, Neuem Testament und Koran sieht die Sache also sehr gut für das Neue Testament aus. Doch meistens führen wir mit Muslimen keinen rein akademischen Diskurs. Deshalb kannst du dir diese Diskussion in der Regel sparen.

Nach meiner Erfahrung würde ein muslimisches Gegenüber im besten Fall eine historische Diskussion über das Neue Testament beginnen. Ganz ehrlich: Die meisten Christen können das nicht aus dem Stegreif beantworten oder belegen. Wahrscheinlich wird das Thema dann einfach wohlwollend ignoriert.

Was solltest du noch wissen? Vielen Muslimen wurde erzählt, dass Christen fehlgeleitet seien. Sie würden an die Trinität glauben, also dass Gott drei in eins ist – Vater, Sohn und Heiliger Geist. Das stehe angeblich gar nicht in der Bibel. Außerdem wird behauptet, Jesus sei nicht göttlich gewesen, habe das nie von sich behauptet und sei nie so aufgetreten.

Das lässt sich aber ganz anders sehen. Vielen Muslimen wurde außerdem erzählt, das Neue Testament sei verfälscht. Wenn Muslime sagen, das Neue Testament sei verfälscht, frage ich immer nach, an welchen Stellen das denn sein soll. Ich bitte sie, die zwei offensichtlichsten Stellen der Verfälschung zu nennen. Meistens kommt dann keine gute Antwort.

Das heißt, viele Dinge, die aus unserer christlichen Sicht Selbstverständlichkeiten und Grundlagen sind, werden von unseren muslimischen Gesprächspartnern komplett negiert. Vielleicht denkst du dann: Wie soll ich überhaupt mit jemandem reden ohne eine gemeinsame Grundlage? Das ist ja noch schlimmer als mit Atheisten.

Da bin ich mir nicht so sicher. Deshalb möchte ich dir jetzt erzählen, wie du es machen kannst. Das sage ich auch meinen Mitarbeitern in meinem normalen, säkularen Tagesjob immer: Geh nicht von dir aus. Versuch nicht, deine Welt dem anderen überzustülpen. Stattdessen hilf dem anderen, zu sehen, wie er seine Weltsicht verbessern kann.

Geh nicht von dir aus, sondern geh von ihnen aus. Benutze die Vokabeln, die sie benutzen. Verwende die gedanklichen Konzepte, die ihnen vertraut sind. Sprich über Dinge, die sie bereits kennen.

Deshalb möchte ich dir einen Weg vorschlagen, wie ich mit Muslimen über Jesus reden würde – und zwar so:

Praktische Tipps für Gespräche mit Muslimen über Jesus

Einstieg ins Gespräch und gemeinsame Grundlagen

Wie kannst du also mit Muslimen über Jesus sprechen? Das Gute ist: Viele Muslime reden von sich aus gern über Religion und Glauben. Das ist schon mal ein guter Anfang. Du kannst sie einfach danach fragen, zum Beispiel: „Was hat es eigentlich mit dem Koran auf sich?“ Das ist eine legitime Frage.

Dann kommen verschiedene Antworten, zum Beispiel: „Ja, das ist unser heiliges Buch, und es ist uns wirklich sehr wichtig. Es darf niemals auf den Boden gelegt werden. Am besten sollte es im Original auf Arabisch gelesen werden, um Verfälschungen von Gottes Wort zu verhindern.“ Die Sache mit der Verfälschung ist für viele Muslime sehr wichtig.

Es gibt einige Koranstellen, die dein Gesprächspartner möglicherweise ansprechen könnte. Eine davon ist Sure 10,64. Dort heißt es: „La tabdila li kalimati llahi“ – Gottes Worte sind unveränderlich. Eine weitere wichtige Stelle ist Sure 6, wo es heißt: „Wa la mubaddila li kalimatillahi“, also „Es gibt keinen, der Gottes Worte verändern kann.“ In derselben Sure steht nochmals zusammengefasst: „La mubaddila li kalimatihi“ – niemand kann Gottes Worte verändern.

Das heißt, der Koran hält eindeutig fest, dass Gottes Worte nicht verfälschbar sind. Es gibt noch mehr Stellen dazu.

Du könntest deinen Gesprächspartner auch fragen, was der Koran eigentlich über Jesus sagt. Jesus heißt auf Arabisch Isa. Mögliche Suren, auf die er eingehen könnte, sind zum Beispiel Sure 19, in der von der wunderbaren Geburt Jesu die Rede ist, angekündigt von einem Engel und geboren von der Jungfrau Maria. Das ist spannend!

Vielleicht kennt dein Gesprächspartner auch die andere Stelle in Sure 19, wo es heißt – vereinfacht gesagt – dass Isa, also Jesus, sagt: „Ich bin ein Diener Gottes. Gott hat mir das Buch gegeben.“ Welches Buch ist gemeint? Das Evangelium. Aha, hier höre ich „das Evangelium“. Es heißt weiter: „Und hat mich zu einem Propheten gemacht, er gab mir seinen Segen, also Gott gab mir, Jesus, seinen Segen, wo ich auch sein möge.“ Das ist spannend – eine ganz hohe Wertschätzung für die Person von Isa, für Jesus im Koran, mehr als für praktisch alle anderen Menschen.

An einer anderen Stelle heißt es in Sure 3, ganz vereinfacht gesagt, dass Jesus sagt: „Ich bin ein Bestätiger der Tora“, also das, was wir Christen als Altes Testament bezeichnen. Er bestätigt die Tora, die vor mir da war, und sagt: „Um euch einen Teil von dem zu erlauben, was euch verboten war, bin ich zu euch gekommen mit einem Zeichen von eurem Herrn. So fürchtet Gott und gehorcht!“ Noch einmal: Der Koran sagt, dass Jesus sagt, wir sollen Gott fürchten und ihm gehorchen. Spannend!

Eine weitere Stelle im Koran ist Sure 5, wo es heißt, von Jesus: „Gott sagt zu Jesus, Sohn der Maria: ‚Wie ich dich, Jesus, die Schrift und die Weisheit lehrte und die Tora – also das, was wir als Altes Testament bezeichnen – und das Evangelium, das Injil, also das, was wir als Neues Testament bezeichnen oder zumindest den Kern des Neuen Testaments.‘“ Und dann sagt Gott weiter zu Jesus: „Wie du mit meiner Erlaubnis die Blinden und die Aussätzigen heiltest.“ Das heißt, der Koran bestätigt die Wunder von Jesus.

Es heißt weiter: „Wie du mit meiner Erlaubnis die Toten erwecktest.“ Gemeint ist zum Beispiel die Auferweckung von Lazarus im Johannesevangelium. Und: „Wie ich, Gott, die Kinder Israels, die damaligen Israeliten, von dir abhielt, als du zu ihnen mit deutlichen Zeichen kamst.“ Also deutliche Zeichen, die nochmals bestätigen sollen, dass Jesus tatsächlich ein Bote Gottes ist. Das solltest du wissen.

Du kannst deinen Gesprächspartner auch darauf ansprechen, was der Koran selbst – also nicht spätere muslimische Exegeten, sondern der Koran selbst – über die Bibel sagt. So musst du nicht sagen: „Ich habe mal in einem YouTube-Video gesehen…“ Solche Diskussionen bringen häufig nicht viel und klingen oft nicht überzeugend. Stattdessen kannst du einfach schauen, was im Koran selbst steht und das möglicherweise deinem Gesprächspartner zeigen. Vielleicht weiß er es sogar.

Dazu ein paar wichtige Stellen: Zum Beispiel heißt es in Sure 29,46: „Wa la tutsadilu ‘ala al-kitab“ – „Streitet euch nicht mit dem Volk der Schrift.“ Mit dem Volk der Schrift sind Juden und Christen gemeint, weil sie eine schriftliche Offenbarung von Gott haben. Das ist wirklich bemerkenswert.

Noch deutlicher ist es in Sure 4, wo es heißt: „Wa man yakfur billahi wa mala’ikatihi wa kutubihi wa rusulihi… wa al-yawmi al-akhiri fa’ad dala dalan ba’ida“ – „Und wer nicht an Gott und seine Engel und seine Bücher und seine Gesandten glaubt, dazu zählt auch Isa, Jesus, und an den Jüngsten Tag, der ist wahrlich weit irregegangen, er ist fehlgeleitet.“ Das ist sehr bemerkenswert.

Du kannst deinen Gesprächspartner auch auf Sure 10 ansprechen, wo es heißt: „Fa in kunta fi shakin mima anzalna illa ilal-ladhina yakra’una al-kitab min qablik“ – „Falls du, lieber Leser oder Hörer des Koran, im Zweifel bist über das, was wir, Gott, zu dir gesandt haben, dann frage diejenigen, die vor dir die Schrift gelesen haben.“ Also frage diejenigen, die vor dir die Bücher, die Gott geschickt hat – die Tora, das Alte Testament, und das Injil, das Evangelium – gelesen haben.

Viele Exegeten verstehen diese Stelle so, dass der Koran sagt: Falls du unsicher bist, was im Koran steht und wie das zu verstehen ist, dann frag die Juden und Christen. Sie werden dir helfen, den Koran zu verstehen.

Eine weitere ganz wichtige Stelle ist Sure 2, wo es heißt: „Qulu amanna billahi wa ma unsila ila inna wa ma unsila ila Ibrahima wa Ismaila wa Ishaq wa Ya‘qub wa al-asbat wa ma utiya Musa wa Isa wa ma utiya al-anbiya min rabbihim la nufarriqu bayna ahadin minhum“ – „Wir glauben an Gott und an das, was uns herabgesandt wurde, und an das, was Abraham, Ismael, Isaak, Jakob und den Stämmen Israels herabgesandt wurde, und was Moses und Jesus gegeben wurde, und was den Propheten von ihrem Herrn gegeben wurde. Und wir machen zwischen ihnen keinen Unterschied.“ Das steht so im Koran. Alle diese Schriften gelten im Koran als gleich wahr.

Der Koran geht sogar noch weiter: Er sagt, dass zu Muhammads Zeiten, also im siebten Jahrhundert, die Bibel – bezogen auf das Alte Testament mit den Geboten – verlässlich war und nicht verfälscht. Denn in Sure 5 heißt es: „At-Tauratu fiha hukmu Allah“ – „Die Tora, also das, was wir als Altes Testament bezeichnen, enthält Allahs Richtspruch.“

Viele Leute interpretieren das so, dass die Tora verlässlich ist. Es würde keinen Sinn ergeben, dass dieser Vers im Koran steht, falls die Tora verfälscht wäre.

Und falls du denkst, das ist schon krass, es wird noch besser! Kurz danach steht im Koran: „Wa yaqumu al-ladhina ‘ala al-injili bima anzala Allahu fihi“ – „Die Leute des Evangeliums, also wir Christen, sollen sich nach dem richten, was Gott im Evangelium offenbart hat.“

Noch einmal: Die Leute des Evangeliums sollen sich nach dem Evangelium richten. Warum sollte der Koran das sagen, wenn das Evangelium völlig verfälscht und nicht verlässlich wäre?

Einer der wichtigsten Verse im gesamten Koran für uns Christen ist dieser, den du vielleicht sogar kennst. Direkt danach heißt es: „Wa anzalna ilaika al-kitaba bil-haqqi musaddikan lima bayna yadayhi mina al-kitabi“ – „Wir, Gott, haben das Buch, den Koran, mit der Wahrheit zu dir, Muhammad, herabgesandt. Und das Buch bestätigt, was von der Schrift vor ihm da war, also die Tora und das Injil.“

Das heißt, der Koran wurde geschickt, um die Offenbarung des Injil, des Evangeliums, zu bestätigen. Wie kann das Injil, das Evangelium, dann völlig falsch sein?

Das ist eine große Sache. Würde ein Muslim behaupten, dass die Schriften des Injil, des Evangeliums, des Neuen Testaments und auch der Tora, die wir als Altes Testament bezeichnen, verfälscht wären, dann hätte er ein großes Glaubwürdigkeits- und logisches Problem.

Er müsste entweder behaupten, dass Gott nicht in der Lage wäre, sein unverfälschliches Wort vor Verfälschung zu schützen – was der Koran aber gerade betont – oder er müsste behaupten, dass man dem Koran nicht trauen soll, der genau das Gegenteil sagt.

Das würde er natürlich nicht tun.

Also logisch betrachtet: Warum sollte Gott laut Koran den Leuten des Buches, also den Christen, ausdrücklich befehlen, verfälschten Schriften zu folgen?

Du kannst noch mal in Sure 5 schauen, wo es heißt: „Qul ya ahla al-kitabi lastum ‘ala shay’in hatta tuqiymu al-taurata wa al-injila“ – „Sag den Leuten der Schrift: Ihr steht auf nichts, ehe ihr nicht die Tora und das Evangelium in die Tat umsetzt.“

Der Koran befiehlt also ausdrücklich, dass wir uns an das Evangelium halten sollen.

Wenn Muslime dann sagen, das Evangelium wäre seit der Zeit Muhammads verfälscht worden, dann ist das historisch, archäologisch und wissenschaftlich klar widerlegt. Das Neue Testament, das wir heute haben, entspricht den Manuskripten aus der Zeit Mohammeds.

Laut Koran ist das Neue Testament, das Evangelium, wahr und die Tora, das Alte Testament mit den Zehn Geboten, ebenfalls wahr und unverfälscht.

Würde dein muslimischer Gesprächspartner etwas anderes behaupten, müsste er den Koran selbst widersprechen und wegdiskutieren.

Fairerweise muss man sagen, dass manche Muslime einräumen, das Neue Testament selbst sei korrekt, aber nur falsch verstanden. Aus meiner Sicht ist das umso besser für unsere Argumentation.

Denn jetzt müssten sie ins Neue Testament eintauchen und nachweisen, dass alle Christen, die dem allgemeinen Bekenntnis von Nizäa folgen – also 98 bis 99 Prozent der Christen weltweit –, das Neue Testament falsch verstehen.

Und, auch wenn das hochnäsig klingt: Das wird nicht passieren.

Denk an einen Tipp aus dem Buch: Sobald jemand etwas behauptet, ist es nicht automatisch deine Aufgabe, ihn zu widerlegen. Zuerst ist es seine Aufgabe, seine Behauptung zu belegen.

Wie soll er das tun? Er müsste sagen, er versteht das Neue Testament besser als die Christen und besser als das Konzil von Nizäa.

Das glaube ich nicht.

Zusammengefasst heißt es im Koran, in Sure 15: „Tilka al-yatu al-kitabi wa-qur’anin mubin“ – „Der Koran selbst ist gekommen, um die Dinge klarzumachen. Der Koran bezeichnet sich selbst als das deutliche, klar verständliche Buch.“

Der Koran macht also klar, dass die Bibel zumindest nicht falsch ist.

Noch einmal: Das ist nicht unbedingt, um jemanden zu überzeugen, sondern um deinen muslimischen Gesprächspartner konstruktiv zum Nachdenken zu bringen.

Vielleicht ist das, was er über die Bibel gehört hat, gar nicht wahr.

Praktische Gesprächsführung ohne viel Fachwissen

Jetzt denkst du vielleicht: Ja, na toll, Markus, ich dachte, ich muss nichts auswendig lernen, ich muss nicht studieren, und jetzt kommst du hier mit Arabisch, Exegese und Koran um die Ecke – danke auch. Stimmt, das stimmt.

Weißt du, diese Dinge, die ich gerade genannt habe, sind mehr für dich im Hinterkopf, um sie zu wissen. Wenn du willst, speichere dir das Video einfach ab. Das kannst du auf YouTube machen oder auf Instagram mit dem Lesezeichensymbol. So kannst du später noch einmal darauf zugreifen und diese ganzen Sachen parat haben. Es ist nützlich, sie zu wissen, das ist ein cooles „Nice to have“, das wäre sehr praktisch. Aber du musst es gar nicht.

Warum? Weil ich glaube, du musst mit vielen Muslimen gar nicht unbedingt exegetische Diskussionen führen. Du kannst ganz anders, ganz praktisch vorgehen. Und das will ich dir jetzt mal zeigen – konkret, praktisch, ohne dass du irgendwas auswendig lernen oder hirnlos vor dich hinplappern musst. Sondern dass du wirklich über die Sachen redest, die wirklich wichtig sind, und dass du über das Gewissen gehst.

Weißt du, das funktioniert so: Sprich mit einem Muslim über das, was er bereits kennt und wertschätzt – das Gesetz, das Mose gegeben wurde, die Taurat. Sprich mit ihm darüber, dessen Höhepunkt die zehn Gebote sind. Kein rechtgläubiger Muslim auf diesem Planeten wird dem widersprechen, dass diese gültig sind.

Also meine Empfehlung: Mach es so, wie Jesus es beim reichen Jüngling gemacht hat. Geh mit ihm durch ein paar der Gebote durch. Ich denke, das ist fundamental wichtig, denn das Evangelium, die gute Nachricht von der Vergebung durch Jesus, ist doch nur dann eine gute Nachricht für die Welt, wenn ich die schlechte Nachricht meiner Schuld verstanden habe.

Was soll denn bitte schön für eine gute Nachricht das sein, wenn ich überhaupt nicht verstehe, dass ich schuldig bin? Wenn du zum Herrn kommst und sagst: „Markus, es ist gut, ich vergebe dir“, dann würde ich fragen: „Wofür denn?“ Es ergibt doch überhaupt keinen Sinn. Und um das zu erkennen, brauche ich das Gesetz, brauche ich die Gebote.

Deshalb wollen wir jetzt etwas machen, das, wenn du nicht den richtigen Ton triffst, fürchterlich hart und total lieblos klingt, weil es in der Sache hart ist. Es geht ja um etwas sehr Ernstes. Deswegen: Der Ton macht die Musik.

Du kannst das einleiten mit: „Sag mal, lieber muslimischer Gesprächspartner, vielen Dank für das reflektierte Gespräch, das wir bisher führen konnten. Darf ich dir mal eine persönliche Frage stellen?“ Einige werden Nein sagen, die meisten sagen in der Regel Ja.

Dann fragst du so etwas wie: „Mich würde mal interessieren, wie ernst es eigentlich Allah mit seinem Wort ist.“ Du sagst nicht unbedingt „Gott“, sondern „Allah“, weil das der Begriff von Gott ist, den er kennt und versteht.

Sobald und nachdem du die Erlaubnis hast, ihm eine persönliche Frage zu stellen – bitte nicht vorher, Taktgefühl ist wichtig, ja, der Ton macht die Musik – stell ihm einfach ein paar ganz ehrliche Fragen. Ich würde das jetzt sagen, von Mann zu Mann, über das Gewissen.

Und das sind jetzt ein paar harte Fragen. So kannst du ihm die Frage stellen: „Was glaubst du, hast du mehr als zehntausend oder weniger als zehntausend Lügen in deinem Leben erzählt?“ Dann wird eine Antwort kommen. Manche sagen: „Na ja, keine Ahnung, vielleicht irgendwas um die fünftausend“, manche sagen vielleicht ein paar hundert. Du bekommst auf jeden Fall eine Antwort.

Dann kannst du ihn fragen: „Du, das klingt jetzt hart, wäre es falsch, wenn Allah dich als Lügner sehen würde?“ Er wird in der Regel sagen: „Nee, das wäre nicht falsch.“

Dann kannst du ihn weiterfragen: „Unabhängig von der Anzahl, wie viele Dienstleistungen oder Gegenstände hast du in deinem Leben schon gestohlen?“ Dann bekommst du eine Antwort.

Du kannst ihn danach fragen: „Wäre es falsch, wenn Allah dich als Dieb sehen würde?“ Er wird in der Regel sagen: „Nein, das wäre nicht falsch.“

Dann gehen wir jetzt einen Schritt weiter – mehr auf die vertikale Ebene. Du kannst ihn fragen: Isa, also Jesus, sagt, dass wer immer eine Frau, die nicht seine ist, begierlich ansieht, mit ihr schon die Ehe gebrochen hat – in seinem Herzen. Lass das erst mal sacken.

Und wenn es jetzt ein Gespräch von Mann zu Mann ist – bei Frauen ist es sicherlich etwas anders, ich rede gerade von Mann zu Mann – dann würde ich fast mit einem Augenzwinkern sagen: „Hey Mann, solche begierlichen Blicke, gelöste Pornos oder so, die sind dir natürlich vollkommen fremd.“ Dann wird er meistens sagen: „Ja nee, ich weiß ja, ich versuche aufzuhören, ich weiß, es ist nicht richtig usw.“ Das werden dir die allermeisten Männer ehrlich antworten.

Der letzte Punkt ist dann, und das ist ein Punkt, der auch für Muslime sehr einfach greifbar ist: „Okay, hast du jemals Allahs Namen respektlos gebraucht?“ Prophet Mose sagt, wer immer Allahs Namen respektlos ausspricht, begeht die große Sünde, Allah zu entehren. Das ist auch im Islam eine Sünde, die viel ernster genommen wird, als wir das im Christentum leider tun.

Und das ist ein schreckliches Verbrechen, das wir niemals mit dem Namen unserer Schwester oder unserer Tochter begehen würden. Da werden die allermeisten Muslime sofort sagen: „Ja, natürlich nicht.“

Nach dem Gesetz des Mose steht hierauf die Todesstrafe. „Komm dir, lieber muslimischer Gesprächspartner, das bekannt vor.“ Dann wird er in der Regel sagen: „Ja, ja, ich habe schon mal den Namen Gottes benutzt, so etwas wie ‚Oh Gott‘ oder so als Schimpfwort, und das sollte ich nicht tun.“

An dieser Stelle würde ich das Gespräch auch schon abbrechen, weil das ist beispielhaft, das Pass pro Toto, repräsentativ für viele andere Gebote, die wir durchgehen könnten, die Muslime aus der Tora, aus dem Alten Testament akzeptieren.

Da würde ich ihn einfach fragen: „Siehst du, das waren jetzt vier der Gebote, die Allah Mose gegeben hat und die der Koran bestätigt. Und einmal angenommen, Allah beurteilt dich anhand dieser Gebote am Yaum al-Din, am Tag des Gerichts, wirst du dann schuldig oder unschuldig sein?“ Die ehrliche Antwort von jedem von uns – und das macht es nicht weniger ehrlich, dass er das sagt – ist: schuldig.

Dann kannst du ihn natürlich noch ein bisschen weiter auf die Spitze treiben, vielleicht sollten wir das auch tun. Du kannst ihn fragen: „Okay, ist es dann für dich Paradies oder Gehenna, also Himmel oder Hölle in der arabischen Denkweise?“ Dann wird er in der Regel sagen: „Ja, Paradies wohl nicht.“

Lässt dich das kalt? Nein, wird es ihn in der Regel nicht.

Also du siehst, was wir hier machen. Wir bewegen uns vollständig auf dem Boden der Bibel, des Neuen Testaments und des Korans gleichzeitig. Das ist in Ordnung, weil sein Einverständnis vorausgesetzt ist.

Denk daran: Der Ton macht die Musik. Ich werde es jetzt nicht immer wiederholen. Wenn wir ihn freundlich, direkt und ehrlich ansprechen, haben wir ihm gerade den Spiegel der Gesetze vorgehalten, die vom Koran und der Bibel gleichzeitig bestätigt werden. Diese Gesetze sind es, die Gott, Allah, an ihn anlegt.

Wir haben jede sachliche Begründung, das zu nehmen, um sein trügerisches Gefühl von Sicherheit konstruktiv zu hinterfragen. Es gibt nichts Schlimmeres, als wenn Leute denken: „Ja, das Leben nach dem Tod wird schon irgendwie schick und so weiter sein“, und dann am Ende schuldig vor dem Heiligen Richter stehen.

Ich kann mir nichts Schlimmeres, Fürchterlicheres und Grauenhafteres vorstellen. Und dieses trügerische Gefühl von Sicherheit kann nur daherkommen, dass unser muslimischer Gesprächspartner oder auch wir selbst oder egal, mit welchen Menschen wir zu tun haben – Christen oder Nichtchristen – unsere Schuld verdrängen.

Das ist menschlich, und das macht die Sache nun wirklich nicht besser. Oder es kann daherkommen, dass dein muslimischer Gesprächspartner hofft, er könnte schlechte Taten durch gute ausgleichen.

Das Problem ist aber, selbst laut dem Koran weiß niemand genau, wie die guten und wie die bösen Taten gewichtet werden und wie viele von welchen Taten man braucht, um etwas auszugleichen.

Das heißt, und das ist ein ganz, ganz wichtiger Punkt, der viele Muslime auch umtreibt, wenn du mit ihnen sprichst: Sie können sich einfach nicht sicher sein, was passiert. Und das treibt viele halb in den Wahnsinn.

Da kannst du zum Beispiel wieder im Koran mit ihm hineingehen, wo es in Sure 23 heißt: „Dann werden die, deren Waagschalen schwer sind, die Erfolgreichen sein; jene aber, deren Waagschalen aus guten Taten leicht sind, werden die sein, die sich selbst verlieren. In Dschahanam, also Gehenna, der Hölle, werden sie auf ewig bleiben.“ Dann folgen grauenhafte Beschreibungen davon, wie es in der Hölle wirklich aussieht.

Deshalb denke ich, ist es unsere Aufgabe als Christen, unseren muslimischen Gesprächspartnern zu zeigen, dass ihre Zweifel gerechtfertigt sind. Lass das mal sacken.

Es ist wichtig, dass wir das taktvoll und liebevoll tun und gleichzeitig auf den Punkt bringen. Weißt du, wie liebevoll wäre das denn, wenn das biblische Christentum wahr ist? Sonst müssten du und ich nicht Christ sein, und er geht wirklich schnurstracks auf die Hölle zu, wie wir das alle tun würden ohne Vergebung – und wir machen einfach gar nichts.

Was ist denn daran bitteschön Liebe? Ich glaube, das wissen viele Leute auch instinktiv: Echte Rettung kann nur durch echte Vergebung passieren, durch einen echten Freispruch.

Und das ist ein Geschenk Gottes. Du kannst es nicht kaufen, nicht erarbeiten, nicht verdienen, du kannst es nur geschenkt bekommen.

Deshalb brauchst du einen Erlöser, und deswegen kannst du ihm auch so sagen: Deswegen hat Allah auch Isa geschickt.

Jetzt kannst du es zum Beispiel mit finanziellen Schulden vergleichen. Das ist ein Bild, das viele Muslime leichter verstehen.

Es gibt jemanden, der bereit ist, deine Schulden zu zahlen und mit dir zu tauschen. Mehr noch: Isa hat sie sogar schon bezahlt.

Isa ist bereit, dir diese Zahlung anzubieten, und der Richter ist bereit, diese Zahlung zu akzeptieren, um dem heiligen Gesetz, das der Koran bestätigt, Genüge zu tun und dich freizulassen.

Das ist deine Chance, deine zweite Chance und deine einzige Chance.

Sobald er das verstanden hat, würde ich ihn einfach fragen, wann er sich mit Gott aussöhnen möchte.

Wenn er dann so etwas sagt wie „jetzt“, „heute“ oder „sehr bald“, dann frag ihn, ob du mit ihm beten darfst.

Besorg ihm danach eine leicht zu verstehende Bibel, die auch noch ein bisschen ansprechend aussieht. Zum Beispiel eine Gute-Nachricht-Bibel oder eine Hoffnung für alle.

Das ist eine leicht zu lesende Übersetzung. Sie ist nicht wörtlich, aber man versteht beim ersten Lesen, was drinsteht.

Ermutige ihn, jeden Tag zu lesen und mit dem Markus-Evangelium anzufangen.

Und sobald ihr wieder Kontakt habt, biete ihm einfach an, ihm zu helfen, eine bibeltreue Gemeinschaft zu finden, wo er geistliche Nahrung und Stärkung bekommen kann.

Abschluss: Mitgefühl und Ermutigung für den Weg

Ein letztes Wort, bevor ich zum Ende des Videos noch etwas sehr Cooles für dich habe.

Weißt du, es ist gut, richtig und wichtig, Muslime auf Jesus anzusprechen. Gleichzeitig unterschätze bitte nicht, wie viel geistige Energie das deinen Gesprächspartner kosten kann. Es ist so wichtig, hab Mitgefühl!

Ganz häufig wird Muslimen beigebracht, dass der Islam die ultimative Ausprägung von Monotheismus sei – also die Annahme, dass es nur einen Gott gibt. Schon der Anschein, diese Annahme infrage zu stellen, zum Beispiel indem Jesus als Gott in Menschengestalt gesehen wird, zählt im Islam als Schirk, also als Beigesellung. Das bedeutet, dass man Gott sozusagen etwas an die Seite stellen will.

Das ist die mit größte Sünde überhaupt. Manche muslimische Exegeten sagen sogar, sie könne gar nicht vergeben werden und würde praktisch die Hölle garantieren. Für viele Muslime ist das ein Riesending.

Deshalb habt bitte etwas Nachsicht. Lass dich nicht auf theologische Debatten ein, etwa zur Trinitätslehre oder Ähnlichem. Bleib wirklich bei dem, was für ihn immens wichtig und dringend ist: seine Schuldfrage, seine Erlösung und seine Vergebung. Bleib bei der Hauptsache.

Die Hauptsache ist, dass es hauptsächlich um die Hauptsache geht – und das ist das Thema Versöhnung.

Ich habe dir versprochen, dass ich noch etwas sehr Cooles für dich habe, und das stimmt. Du kannst dir hier unter diesem Video gratis mein neues Kurzbuch mitnehmen: Kein Gott ist auch keine Lösung.

Die ersten Leser haben es dafür gelobt, dass es kurz, verständlich und auf den Punkt ist. Du kannst es leicht an einem Abend durchgehen, ohne großes Vorwissen.

Das Coole ist: Solange du es dir durch dieses Video hier holst, über den Link, erhältst du dazu eine interaktive Checkliste mit einem Gratis-Videotraining von mir für deine Gespräche mit Nichtchristen. Klick dazu einfach jetzt auf den Link – es ist mein Geschenk an dich.