Serie•Teil 15 / 15Einführung in das Buch des Propheten Jesaja
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Einleitung und Gebet
Ich werde ausnahmsweise sitzen, so wie das in biblischen Zeiten und im Judentum üblich ist. Beim Lehren sitzt man, Matthäus 5, Lukas 4 usw. Aber ich tue es, weil ich gesundheitlich reduziert bin. Dann geht es so.
Wir wollen noch zusammen beten zum Anfang.
Herr Jesus Christus, wir danken dir für diesen Tag, den du uns schenkst, an dem wir uns so in Ruhe und Frieden, geschützt durch die Obrigkeit, versammeln dürfen, um dein Wort zu studieren. Und jetzt kommen wir zum Abschluss des Buches Jesaja.
Und wir bitten dich, Herr Jesus, dass du uns leitest, dass du uns die Schriften öffnest, so wie damals, als du es auch den Jüngern gegenüber getan hast, auf dem Weg nach Emmaus. Und ihre Herzen sind brennend geworden. So bitten wir dich, dass du durch deinen Geist in unseren Herzen wirkst, damit unsere Herzen brennend werden für dich, für dein Wort. Amen.
Der Abschluss von Jesaja und die große Ordnung des Buches
Wir kommen heute zu den zwei letzten Kapiteln des Buches Jesaja. Ich lese zu Beginn aus Kapitel 65, ab Vers 1:
Ich bin gesucht worden von denen, die nicht nach mir fragten, ich bin gefunden worden von denen, die mich nicht suchten. Ich sprach: Hier bin ich, hier bin ich, hier bin ich, hier bin ich, hier bin ich, hier bin ich, hier bin ich, hier bin ich, hier bin ich, hier bin ich, hier bin ich, hier bin ich, hier bin ich, hier bin ich, hier bin ich, hier bin ich, hier bin ich, hier bin ich, hier bin ich, hier bin ich, hier bin ich, hier bin ich, hier bin ich, hier bin ich, hier, hier bin ich, hier, hier, hier, zu einer Nation, die nicht mit meinem Namen genannt war.
Ich habe den ganzen Tag meine Hände ausgebreitet zu einem widerspenstigen Volke, welches seinen eigenen Gedanken nach auf dem Wege wandelt, der nicht gut ist. Das Volk, das mich beständig ins Angesicht reizt, in den Gärten opfert und auf Ziegelsteinen räuchert, welches in den Gräbern sitzt und in verborgenen Orten übernachtet, welches Schweinefleisch isst und Kräuelbrühe in seinen Gefässen hat, das da spricht: Bleibe für dich und nahe mir nicht, denn ich bin dir heilig. Diese sind ein Rauch in meiner Nase, ein Feuer, das den ganzen Tag brennt. Siehe, das ist vor mir aufgeschrieben. Ich werde nicht schweigen, ich habe es vergolten, und in ihren Busen werde ich vergelten. Eure Missetaten und die Missetaten eurer Väter miteinander, spricht der Herr, die auf den Bergen geräuchert und mich auf den Hügeln verhöhnt haben, und ich werde zuvor ihren Lohn in ihren Busen messen.
Bis dahin, Vers 7.
Ich habe ganz am Schluss des Skripts noch einmal den Aufbau des Buches Jesaja in Erinnerung gerufen. Das haben wir ja schon ganz am Anfang, als wir mit Kapitel 1 begonnen hatten, angeschaut. Das Buch Jesaja zerfällt nämlich in zwei grosse Blöcke, und zwar der erste Block: Prophetie des Gerichts, das sind die Kapitel 1 bis 39, und der zweite Block 40 bis 66. Davon werden wir jetzt den Schluss anschauen: Prophetie des Trostes.
Nun ist beachtlich: Der erste Teil zerfällt wieder in vier Abschnitte, grosse Abschnitte, während der zweite Teil in drei grosse Abschnitte zerfällt. Mit anderen Worten: Jesaja ist so strukturiert, dass das Buch aus sieben Teilen besteht, der Zahl der Vollkommenheit. Und wirklich, es schliesst dann eben auch mit dem Ausblick auf die Vollkommenheit Gottes und seine Herrlichkeit im tausendjährigen Friedensreich.
Die innere Gliederung von Jesaja im Überblick
Im ersten Teil, Kapitel 1 bis 39, hatten wir gesehen, dass die Kapitel 1 bis 12 einen besonderen Block bilden. Dort geht es speziell um Prophetie betreffend Israel. Judah und Israel habe ich geschrieben; das sind die zwölf Stämme Israels.
Dann ist Kapitel 13 bis 27 ein Block, der sich speziell mit den nichtjüdischen Völkern der Welt beschäftigt, also mit Prophetie über die Heiden. Danach folgt ein besonderer Block, Kapitel 28 bis 35. Dort wird Israel beschrieben in der großen Drangsalzeit, die Israel durch die heidnischen Völker erleben wird.
Merken wir: Da werden die Themen aus dem ersten Block, Prophetie über Juda und Israel, und aus dem zweiten Block, Prophetie über die Heiden, zusammengenommen und ganz direkt miteinander verbunden.
Und dann viertens kommt die Geschichte von Hiskia, die dreimal in der Bibel aufgeschrieben ist. Wir haben damals gesehen, dass das eine ganz besondere Bedeutung haben muss. Das hat es auch in verschiedener Hinsicht. Hier geht es um das Thema Rettung von Assyrien als Bestätigung der Prophetie.
Hiskia hatte erlebt, wie von Norden her das assyrische Reich gegen ihn gekommen war. Dieser Angriff aus dem Norden wird in der Endzeit eine ganz, ganz wichtige Rolle spielen. Die Geschichte von Hiskia wird hier aufgeschrieben, um zu zeigen: So wie Gott damals Israel unter Hiskia aus der größten Not herausgerettet hat, aus der Bedrohung durch Assyrien, so wird schließlich Israel auch in der Zukunft durch diese katastrophale Bedrohung Assyriens gerettet werden.
Nebenbei gesagt: Wir haben heute Morgen schon über den König des Nordens gesprochen, und ich habe erklärt, dass das Großsyrien umfasst, von Libanon und Syrien über Gebiete der Türkei, Usbekistan, Turkmenistan, Tadschikistan, Pakistan, Iran und Irak. Was in Daniel so genannt wird, „König des Nordens“, entspricht bei Jesaja und Micha dem Ausdruck „die Assyrer“.
Darum ist also diese Geschichte in dem prophetischen Buch Jesaja als Teil vier aufgeschrieben: Rettung von Assyrien als Bestätigung der Prophetie. So wie das bei Hiskia war, wird Gott in der Zukunft auch zugunsten Israels schließlich eingreifen. Daran sehen wir den Zusammenhang zwischen der Geschichte und der Prophetie Israels.
Trost, Gnade und Herrlichkeit als Dreiklang des zweiten Hauptteils
Dann der zweite Teil: Prophetie des Trostes 40-66. Die Dreiteilung entsteht ganz natürlich durch einen Refrain, nämlich am Schluss des ersten Teiles: Trost durch Gottes Größe, Kapitel 40-48. Da endet es mit dem Refrain in 48,22: Kein Friede dem Gesetzlosen. Es gibt keine Allversöhnung, auch wenn Gott in der Zukunft das Heil für diese Welt bringen wird. Aber keine Allversöhnung, kein Friede dem Gesetzlosen, nur für den, der umkehrt und sich mit Gott versöhnen lässt.
Und dann kommt sechstens: Trost durch Gottes Gnade. Das sind die Kapitel 48 bis 57, und da endet es auch mit dem Refrain 57,21: Kein Friede den Gesetzlosen. In diesem schönen Teil sechs, Trost durch Gottes Gnade, befindet sich zum Beispiel Jesaja 53, wo deutlich wird, dass Gott eben Gnade erweisen kann, Israel und den Völkern, allein aufgrund des Opfertodes des Messias, Jesus.
Und jetzt kommt der letzte Teil, Kapitel 58 bis 66: Trost durch Gottes Herrlichkeit. Das Wort Herrlichkeit ist ein ganz bedeutendes Stichwort, also Größe, Gnade, Herrlichkeit in diesen drei Teilen. Und wir sehen: Das Buch Jesaja endet schließlich auch wieder mit einem Hinweis auf die Gesetzlosen. Da kommt nicht mehr der Refrain, aber wir werden sehen. Ich lese gleich Vers 24, den letzten Vers des Buchs: Und sie werden hinausgehen und sich die Leichname der Menschen ansehen, die von mir abgefallen sind; denn ihr Wurm wird nicht sterben, und ihr Feuer wird nicht erlöschen, und sie werden ein Abscheu sein für alles Fleisch.
Auch da endet das Buch mit dem Hinweis: Kein Friede dem Gesetzlosen.
Die Heiden finden Gott, Israel bleibt zunächst verstockt
Ja, jetzt haben wir die ersten sieben Verse gelesen, aus Kapitel 65.
Ich habe die Verse 1 und 2 so zusammengefasst: Heidenvölker finden den wahren Gott. Das bezieht sich auf Vers 1, während Israel Gott gegenüber Verstockung zeigt, Vers 2.
Also sagt Gott im Blick auf die Heidenvölker: Ich bin gesucht worden von denen, die nicht nach mir fragten. Ich bin gefunden worden von denen, die mich nicht suchten. Das ist das Erstaunliche, was in der Heilsgeschichte geschehen ist. Der Messias ist nach Israel gekommen. Aber die Masse des eigenen Volkes hat ihn damals nicht erkannt, sondern abgelehnt. Und dann ging die frohe Botschaft aus zu den Heidenvölkern.
Und was ist geschehen? Millionen von Nichtjuden haben in den vergangenen zweitausend Jahren in Jesus Christus den Messias gefunden. Das ist hier angedeutet: Ich bin gesucht worden von denen, die nicht nach mir fragten. Ich bin gefunden worden von denen, die mich nicht suchten.
Jetzt lesen wir dazu, wie der Apostel Paulus das aufnimmt im Blick auf die Heidenmission in unserer Zeit zwischen dem ersten und zweiten Kommen von Jesus Christus. Ich lese aus Römer 10. Da erklärt schon Vers 12 der Apostel Paulus: Denn es ist kein Unterschied zwischen Jude und Grieche, also zwischen Jude und Nichtjude; denn derselbe Herr von allen ist reich für alle, die ihn anrufen.
Das wird dann belegt mit Joel 3: Denn jeder, der irgend den Namen des Herrn anrufen wird, wird errettet werden. Das Heil Gottes ist nicht auf Israel beschränkt, das sagte schon Joel.
Und dann wird erklärt in Vers 19: Aber ich sage, hat Israel es etwa nicht erkannt? Zuerst spricht Mose: Ich will euch zur Eifersucht reizen über ein Nichtvolk, über eine unverständliche Nation will ich euch erbittern. Jesaja aber erkühnt sich und spricht: Jetzt kommt unser Kapitel. Ich bin gefunden worden von denen, die mich nicht suchten. Ich bin offenbar geworden denen, die nicht nach mir fragten. Das ist genau das Zitat aus Jesaja 65,1.
Und dann wird erklärt in Vers 21: Von Israel aber sagt er: Den ganzen Tag habe ich meine Hände ausgestreckt zu einem ungehorsamen und widersprechenden Volke.
Also hier haben wir die neutestamentliche Auslegung durch den Heiligen Geist selbst. Vers 1 bezieht sich auf die Heidenvölker, die nach Gott fragen, nach Jesus Christus fragen. Und der zweite Vers aus Jesaja 65 bezieht sich auf Israel, das sich dem Evangelium gegenüber als Masse verschlossen hatte.
Abkehr von Gottes Wegen und die Symbolsprache des Gerichts
Und dann haben wir weitergelesen in Jesaja 65,3 und folgende. Da wird beschrieben, wie das Volk Israel sich schon zur Zeit Jesajas von dem wahren Gott der Bibel abgewandt hatte und diese kanaanitischen, abscheulichen heidnischen Kulte übernommen hatte.
Darauf bezieht sich, dass in Vers 3 steht: das Volk, das mich beständig ins Angesicht reizt. Gott wird also gereizt, herausgefordert durch andere Götter. In den Gärten opfert es. Die Opfer für Gott durfte man ja nur im Tempel darbringen, nur dort, an dem auserwählten Ort nach 5. Mose 12,13-14. Aber den heidnischen Göttern Baal und Astarte und so weiter hat man eben irgendwo geopfert, im Garten, wo es gerade ging, an den Straßenecken.
Und in Vers 4 wird auch genannt: wie sie sich gerne aufhalten in den Gräbern, also am Ort des Todes, welche in den Gräbern sitzen und in verborgenen Orten übernachten. Wir kennen das Beispiel von dem Gadarener in Markus 5, diesem Besessenen. Wo war es ihm am wohlsten? Im Friedhof, bei den Toten. Da war es ihm wohl. Also, das ist dieses Dämonische, das irgendwie auch den Tod und die Verwesung als etwas Interessantes darzustellen versucht, was wir zum Beispiel von Halloween kennen. Genau das ist der Kult des Todes. Da haben wir diese Parallele.
Und dann eben das, welches Schweinefleisch ist und Gräuelbrühe in seinen Gefäßen hat. Gott hatte ganz genau angewiesen, welche Tiere geopfert werden durften. Das durften nur Tiere sein, die durch ihren Charakter ein Hinweis waren auf Jesus Christus. Aber in den heidnischen Kulten konnte man alle möglichen Tiere verwenden, eben auch solche, die eigentlich symbolisch von der Freude am Bösen und an der Sünde sprechen, wie das Schwein.
Das Schwein wird in 3. Mose 11 für Israel ganz klar als nicht koscher hingestellt. Das hat nichts damit zu tun, dass das Schwein ein schlechtes Tier wäre. Gott hat das Schwein geschaffen, so wie es ist, damit es symbolisch uns eine Botschaft vermittelt. Aber das Schwein sollte eben ein symbolisches Bild sein für solche, die das Wühlen im Dreck als etwas Schönes empfinden. Wichtig ist, dass man das versteht: Das ist eine Symbolsprache der Bibel.
Und so haben diese abgefallenen Israeliten sich eben auch von dem Gesetz für Israel abgewendet und haben das Fleisch gegessen, das genau das, was Gott eigentlich mit den Opfern wollte, ins Gegenteil verdrehte. Und wir sehen: Sie merkten auch, dass man das nicht vereinigen kann mit dem wahren Gott. Darum steht in dem Vers: Bleibe für dich und nahe mir nicht, denn ich bin dir heilig. Sie merkten, diesen kanaanitischen Kult kann man nicht mit dem wahren Gott zusammenbringen. Sie gingen halt zu dem Gott der Bibel auf Distanz.
Gottes Heiligkeit, Gericht und die Frage nach religiöser Vermischung
Das Erstaunliche ist allerdings, dass heute so viele Menschen meinen, man könne alle Religionen miteinander vermischen. Die merkten wenigstens noch, dass das nicht zusammenpasst.
Letztes Jahr waren wir auf einer Israelreise. Da war jemand mit dabei, eine Person, die sich gefragt hat: Ist das wirklich so, wie ihr Pfarrer erklärte, dass letztlich alle Religionen dasselbe sind, und wie sie das auch immer wieder gehört hat?
Dann war es sehr eindrücklich zu erleben: Wir gingen auf den Tempelberg. Vorher habe ich der Gruppe erklärt: Ja, keine Bibel im Gepäck mitnehmen. Das darf man nicht. Also die israelische Polizei wird uns, bevor wir auf den Tempelberg hinaufgehen, kontrollieren und das Gepäck öffnen. Wenn da eine Bibel drin ist, dann schickt man einen wieder weg. Sie muss entfernt werden. Nicht, dass sie ein Problem hätten, sondern die israelische Polizei macht das für den Waqf. Das ist die palästinensische Organisation, die den Tempelberg verwaltet. Und die sagt: Auf dem Tempelberg gibt es keine Bibel, und man darf als Jude oder als Christ auch kein Gebet sprechen.
Da habe ich erklärt: Eben dort auf dem Tempelberg nicht beten, also nicht sichtbar beten. Es gibt sofort Probleme. Und dann war dieser Frau klar: Es stimmt überhaupt nicht, dass es der gleiche Gott ist. Sonst könnte man doch die Bibel mit hinaufnehmen, oder man könnte doch auf dem Tempelberg als Christ beten. Aber es ist verboten. Es passt nicht zusammen.
Bleibe für dich und nahe mir nicht, denn ich bin dir heilig. Und dann erklärt Gott aber in den weiteren Sätzen, dass er über diese Götzendiener, über die Abgefallenen, sein gerechtes Gericht bringen wird.
Ein Überrest wird bewahrt und das Land wird verheißen
Jetzt gehen wir weiter zu Vers acht:
So spricht der Herr: Wie wenn sich Most in der Traube findet und man spricht: Verderb sie nicht, denn ein Segen ist in ihr, so werde ich tun um meiner Knechte willen, dass ich nicht das Ganze verderbe. Und ich werde aus Jakob einen Samen hervorgehen lassen und aus Juda einen Besitzer meiner Berge. Und meine Auserwählten sollen es besitzen. Es heißt das Land, das Land Israel. Und meine Knechte sollen dort selbst wohnen. Und Scharon wird zu einer Trift der Schafe und das Tal Achor zu einem Lagerplatz der Rinder werden, für mein Volk, das mich gesucht hat.
In diesen drei Versen wird also klargemacht, dass Gott für das Volk Israel etwas in der Zukunft vorhat. Es wird einen Überrest geben, der umkehren wird und von Gott gesegnet wird. Dieser wird hier verglichen mit einer Traube, in der dieser wertvolle Saft drin ist. Und so sagt Gott: Genau so werde ich vorgehen. So wie man eben wertvolle Trauben verschont, so werde ich tun um meiner Knechte willen, dass ich nicht das Ganze verderbe.
Und es ist so: In Sacharja 13,8 wird gesagt, dass in der Endzeit zwei Drittel von Israel noch umkommen werden. Aber ein Drittel wird in der Not der letzten dreieinhalb Jahre vor der Wiederkunft Christi wieder zur Umkehr kommen und Buße tun. Es wird Jesus Christus als Messias erkennen und annehmen. Und diese werden hier genannt: meine Auserwählten.
Vers 9: Das sind jetzt eben die Auserwählten aus Israel. Das dürfen wir nicht verwechseln mit den Auserwählten der Gemeinde, wie zum Beispiel in Epheser 1. Hier geht es um die Auserwählten aus Israel. Und da wird ganz klar verheißen: Die sollen das Land Israel bekommen.
Die Grenzen des Landes und die Treue Gottes zu seinen Zusagen
Vers 9 sagt: Und ich werde aus Jakob einen Samen hervorgehen lassen und aus Juda einen Besitzer meiner Berge.
Das ist interessant: meine Berge, die Berge Israels, wo befinden die sich? Man muss einmal eine Israelkarte studieren, dann sieht man, dass sich die hauptsächlichen Berge auf diese lange Kette von Nord nach Süd konzentrieren, die im Wesentlichen das Westjordanland ausmacht. Also genau das, was die UNO sagt, das soll nicht den Juden gehören, das soll nicht Israel gehören, wird hier gesagt: Sie werden die Besitzer meiner Berge sein.
Der wichtigste Berg in dieser ganzen Bergkette durch das Westjordanland hindurch ist natürlich der Tempelberg. Aber das ist ja genau dieser Berg in Ostjerusalem, von dem die UNO sagt, dass er ganz speziell ausgeklammert ist. Denn Ostjerusalem, der Tempelberg, soll eine palästinensische Hauptstadt werden. Aber Gott sagt: Nein, diesem Überrest aus Juda, ihnen gebe ich meine Berge. Sie werden schliesslich die Besitzer meiner Berge sein.
Und dann sehen wir, wie konkret die Bibel ist. Da wird geografisch in Vers 10 erwähnt: Scharon. Wo ist die Scharon-Ebene? Das ist eine ganz besonders fruchtbare Gegend Israels entlang dem Mittelmeer, nördlich von Tel Aviv. Das ist die Scharon-Ebene. Und da wird ganz klar gesagt: Und Scharon wird eine Trift der Schafe und das Tal Achor zu einem Lagerplatz der Rinder werden für mein Volk, das mich gesucht hat.
Das Tal Achor ist ein Tal, das noch an anderen Stellen erwähnt wird, schon in der Geschichte der Eroberung Jerichos, Josua 6 und 7, dann auch im Propheten Hosea, Kapitel 2, am Schluss. Das ist ein Tal ganz nahe bei Jericho, also ganz nahe beim Jordan. Und darum deuten diese beiden geografischen Angaben, Scharon und Tal Achor, das Land in seiner ganzen Breite an, vom Mittelmeer bis zum Jordan.
Das ist so eine typische Ausdrucksweise unter den Palästinensern, um zu sagen: Die Juden kriegen gar nichts von diesem Land. Uns gehört alles vom Jordan bis zum Mittelmeer. Das ist heute eine übliche Sprache. Und hier sagt die Bibel: von Scharon bis zum Tal Achor, alles wird mein Volk bekommen.
Aber auch da sehen wir wieder, wenn wir zurückdenken auf das Thema von heute Morgen, die Antidispensationalisten, die behaupten, ja, alles, was da in der Prophetie ist, hat mit Israel nichts zu tun. Das muss man alles auf die Gemeinde übertragen. Da muss man sagen: Bitte, was macht ihr mit diesen Ausdrücken? Was bedeutet Scharon? Was sollen wir mit dem Tal Achor machen? Da wird gesagt, das eine wird für Kleinvieh sein, das andere wird für Rinder sein. Jetzt bitte zeigt uns, was das für die Gemeinde heute bedeutet.
Da merkt man: Diese Aussage, wir müssen alles auf die Gemeinde übertragen, geistlich, funktioniert in der Praxis nicht. Sie haben damit nichts anzufangen. Sie haben einfach dieses Wort verloren, es sagt ihnen nichts. Und wenn wir das Wort so nehmen, wie es da steht, dann wissen wir ganz klar: Aha, das sind die Auserwählten aus Israel und Gottes Zusage an Abraham, dass er seiner Nachkommenschaft das ganze Land Kanaan geben wird.
In Ewigkeit wird hier nochmals bestätigt, dass Gott dieses Versprechen vor 4 Jahren nicht zurückgenommen hat. Was er versprochen hat, das hält er gewiss bis zum Schluss. Und das steht so in 1. Mose 17: Das ganze Land Kanaan in Ewigkeit, also nicht zeitlich beschränkt in der Geschichte.
Das Erbe der Sanftmütigen und die Warnung vor Götzendienst
Wir gehen weiter. Übrigens noch ein kleiner Punkt: Gerade die Antidispensationisten, die sagen: Ja, wir müssen das Alte Testament eben aus der Sicht des Neuen Testaments verstehen. Ja gut, machen wir das.
Was hat der Herr Jesus in Matthäus 5 in der Bergpredigt gesagt, im Neuen Testament? Da sagt er in 5,5 in der Seligpreisung: Glückselig die Sanftmütigen, denn sie werden das Land ererben. Sehen wir: Auch neutestamentlich wird dem gläubigen Überrest, der umkehrt und sich vor Gott beugt, versprochen, dass Gott ihnen das Land Israel gibt.
Vers 11: Ihr aber, die ihr den Herrn verlasst, die ihr meines heiligen Berges vergesset, das ist der Tempelberg, die ihr dem Gad einen Tisch zurichtet und der Meni Mischtrank einschenkt, ich habe euch dem Schwert bestimmt, und ihr alle werdet zur Schlachtung niedersinken. Weil ich gerufen und ihr nicht geantwortet habt, geredet und ihr nicht gehört habt, sondern getan habt, was böse ist in meinen Augen, und das erwählt habt, woran ich kein Gefallen habe.
Das waren ein paar Erklärungen. Auf dem Skript habe ich erklärt, dass in diesen Versen 11 und 12 acht Kennzeichen aufgelistet werden von denen, die unter das Gericht Gottes fallen, von den Abgefallenen aus Israel. Da wird gesagt, dass sie dem Gad einen Tisch, einen Altar, zurichten. Gad bedeutet so viel wie Glücksgott, und das war speziell der Planet Jupiter. Dann sehen wir den Zusammenhang zwischen Astrologie und Abgötterei.
In der Astrologie ist es ja so, dass die Sternbilder, die da verwendet werden, von alters her als Götter verehrt wurden. Und dann auch die Planeten, die sogenannten fünf Planeten, nicht wahr, inklusive Sonne und Mond, wurden ebenfalls als Götter verehrt. Und da wird also speziell die Verehrung des Planeten Jupiter erwähnt, und Meni ist die Schicksalsgöttin, die man mit dem Planeten Venus identifizierte. Bei den Römern war das dann die Göttin der Unzucht und Sexualität, Venus, nicht wahr? Aber das hängt zusammen bei den verschiedenen götzendienerischen Völkern.
Übrigens hatten wir schon im Kapitel 47 sehr klare Worte im Blick auf Astrologie. Im Kapitel 47 ging es um die Stadt Babylon, und da haben wir gelesen in Vers 12: Tritt doch auf mit deinen Bandsprüchen und mit der Menge deiner Zaubereien, worin du dich abgemüht hast von deiner Jugend an. Das heißt seit dem Turmbau von Babel, 1. Mose 11. Vielleicht kannst du dir Nutzen schaffen, vielleicht wirst du Schrecken einflößen. Du bist müde geworden durch die Menge deiner Beratungen.
Sie mögen doch auftreten und dich retten, die Himmelszerleger, die Sternbeschauer, welche jeden Neumond kundtun, was über dich kommen wird. Dann kommt Vers 14: Siehe, sie sind wie Stoppeln geworden. Feuer hat sie verbrannt. Das zeigt Gottes hartes Urteil über Astrologie und alle Formen von Wahrsagerei.
Astrologie ist eine Form der Wahrsagerei durch Zeichendeutung. Es gibt auch Wahrsagerei nicht durch Zeichendeutung, sondern durch ein verändertes Bewusstsein, das heißt eingeschränktes Bewusstsein. Das ist zum Beispiel Wahrsagerei durch eine Kristallkugel: Da sieht plötzlich jemand Dinge, die andere nicht sehen. Also das ist Wahrsagerei durch ein verändertes Bewusstsein. Aber beides wird in der Bibel ganz, ganz hart verurteilt.
Wenn wir dazu noch aufschlagen, 5. Mose 18. Das sind Stellen, die man immer wieder bereit haben muss, weil man mit diesem Thema auch immer wieder konfrontiert wird und Leute einen fragen: Wie sieht denn die Bibel diese Dinge?
5. Mose 18, Vers 10, schon ab Vers 9: Wenn du in das Land kommst, das der Herr, dein Gott, dir gibt, so sollst du nicht lernen, nach den Gräueln dieser Nationen zu tun. Aber in Jesaja 65 haben wir gesehen, wie sie das sehr wohl getan haben, diese Gräuel der Kanaaniter übernommen haben.
Da geht es weiter: Es soll keiner unter dir gefunden werden, der seinen Sohn oder seine Tochter durchs Feuer gehen lässt, keiner, der Wahrsagerei treibt, kein Zauberer oder Beschwörer oder Magier oder Bandsprecher oder Totenbeschwörer oder Wahrsager oder der die Toten befragt. Denn ein Gräuel für den Herrn ist ein jeder, der diese Dinge tut, und um dieser Gräuel willen treibt der Herr, dein Gott, sie vor dir aus.
Du sollst vollkommen sein gegen den Herrn, deinen Gott. Denn diese Nationen, die du austreiben wirst, hören auf Zauber und auf Wahrsager, du aber nicht. Also hat der Herr, dein Gott, dir gestattet. Völlig klar.
Die Gegensätze von Segen und Gericht
Zu Vers 13 habe ich auf dem Skript vermerkt: Hier geht es um vier Kontraste zwischen den Gesegneten und den Verfluchten.
Darum spricht der Herr, der Ewige: Siehe, meine Knechte werden essen, ihr aber werdet hungern. Siehe, meine Knechte werden trinken, ihr aber werdet dürsten. Siehe, meine Knechte werden sich freuen, ihr aber werdet beschämt sein. Siehe, meine Knechte werden jubeln vor Freude des Herzens, ihr aber werdet schreien vor Herzeleid und heulen vor Kummer des Geistes. Und ihr werdet euren Namen meinen Auserwählten zum Fluchwort hinterlassen, und der Herr, der Ewige, wird dich töten. Seine Knechte aber wird er mit einem anderen Namen nennen, sodass, wer sich im Land segnet, sich bei dem Gott der Treue segnen wird, und wer im Land schwört, bei dem Gott der Treue schwören wird. Denn die früheren Drangsale werden vergessen und vor meinen Augen verborgen sein.
Nur ein Überrest aus Israel, dieser Drittel, wird gesegnet werden und ins tausendjährige Friedensreich kommen, und all die anderen werden unters Gericht fallen. Aber diesen, die durch die große Drangsal hindurchgehen werden, wird verheißen: Schluss von Vers.
Denn die früheren Drangsale werden vergessen und vor meinen Augen verborgen sein. Es ist etwas sehr Schönes, wenn man bittere Dinge der Vergangenheit ablegen und vergessen kann. Das ist ein Segen von Gott.
Es gibt Menschen, die haben sehr, sehr Mühe zu vergessen, und die müssen das umso mehr lernen. Dass man wirklich ganz bewusst, man kann es eben auch steuern, was man behält und was man nicht behält. Und wenn wir wirklich auch bereit sind, Dinge, die uns immer wieder in Erinnerung kommen, wegzutun und uns nicht weiter damit zu beschäftigen, dann verlieren sich die Spuren in unserem Gedächtnis.
Das ist so wichtig, sonst bleibt man immer verhaftet mit der Vergangenheit. Und hier wird uns Mut gemacht, denn die früheren Drangsale werden vergessen und vor meinen Augen verborgen sein.
Neue Schöpfung und neue Erde
Und dann kommt eine ganz grandiose Verheißung: Denn siehe, ich schaffe einen neuen Himmel und eine neue Erde. Und der früheren wird man nicht mehr gedenken, und sie werden nicht mehr in den Sinn kommen.
Jetzt geht das Alte Testament über diese Schöpfung hinaus. Es gibt nicht viele Stellen, die das tun, aber wir haben sie an verschiedenen Orten. Dort wird gezeigt: Diese Schöpfung wird einmal ein Ende finden, und dann wird Gott ein neues Universum, einen neuen Himmel und eine neue Erde, erschaffen.
Das nimmt der Apostel Petrus im Neuen Testament auf. Wir sehen, wie in 2. Petrus 3 auf Jesaja 65 Bezug genommen wird. Ich lese ab Vers 7:
Die jetzigen Himmel aber und die Erde sind durch sein Wort aufbewahrt für das Feuer und behalten für den Tag des Gerichts und des Verderbens der gottlosen Menschen. Dies eine aber sei euch nicht verborgen, Geliebte, dass ein Tag bei dem Herrn ist wie tausend Jahre und tausend Jahre wie ein Tag. Der Herr verzieht nicht die Verheißung, wie es etliche für einen Verzug achten, sondern er ist langmütig gegen euch, da er nicht will, dass irgendwelche verlorengehen, sondern dass alle zur Buße kommen. Es wird aber der Tag des Herrn kommen wie ein Dieb. An welchem die Himmel vergehen werden mit gewaltigem Geräusch, die Elemente aber im Brande werden aufgelöst werden und die Erde und die Werke auf ihr verbrannt werden. Da nun dies alles aufgelöst wird, welche solltet ihr dann sein? In heiligem Wandel und Gottseligkeit, erwartend und sorgfältig vorbereitend die Ankunft des Tages Gottes, dessentwegen die Himmel in Feuer geraten, aufgelöst werden und die Elemente im Brande zerschmelzen werden. Wir erwarten aber nach seiner Verheißung neue Himmel und eine neue Erde, in welcher Gerechtigkeit wohnt. Deshalb, Geliebte, da ihr dies erwartet, so befleißigt euch, ohne Flecken und tadellos von ihm erfunden zu werden in Frieden.
Also, hier nimmt Petrus Bezug auf Jesaja 65 und sagt: Wir erwarten diese neue Schöpfung nach seiner Verheißung in Jesaja 65, neue Himmel und neue Erde. Aber hier wird noch mehr erklärt, wie das gehen wird. Also das ganze Universum wird in Brand geraten, und die Elemente werden, wie in Vers 10 gesagt, aufgelöst werden. Und weiter in Vers 12 heißt es: Die Himmel werden in Feuer geraten, aufgelöst werden, und die Elemente im Brande werden zerschmelzen.
Das ist hochinteressant. Petrus spricht hier über die Elemente, aus denen die Materie besteht. Da kann einer sagen: Ja gut, das ist nichts Besonderes, schon die alten Griechen haben eben eine Atomlehre gehabt. Tatsächlich haben die alten griechischen Philosophen schon vor Christi Geburt davon gesprochen, dass alles aufgebaut sei aus kleinsten Elementarteilchen. Die nannte man To-Atomon, das Unteilbare, Atomon. Davon haben wir unser Wort Atom.
Aber Petrus benutzt nicht dieses Wort Atomon, sondern er benutzt das Wort Stoicheion. Das ist ein anderer Begriff, den die alten Griechen kannten. Er bedeutet einfach das grundlegende Teilchen. Zum Beispiel konnte man das auch in der Sprache für Buchstaben gebrauchen, weil die Buchstaben die grundlegenden Teilchen sind, aus denen die Sprache aufgebaut ist. Zuerst die Wörter, dann die Sätze und dann die ganzen Texte als grundlegende Teilchen.
Aber Stoicheion hat nicht diesen falschen Nebengedanken des Unteilbaren. Denn heute wissen wir ja, obwohl man von Atomenergie spricht, dass das Wort vollkommen falsch ist. Es ist nicht die Energie des Unteilbaren, sondern die Energie wird ja gerade freigesetzt, indem man die Atome teilt, also die Kerne spaltet, und dann wird die in der Materie gebundene Energie mit Feuer freigesetzt. Genau das sagt Petrus: Die Elemente werden aufgelöst werden.
Das ging gegen die griechische Philosophie von damals. Aber dieser Fischer aus Galiläa schreibt aus der Todeszelle in Rom und sagt: So wird das gehen, wenn Gott seine Verheißung in Jesaja 65 erfüllt, mit einem neuen Himmel und einer neuen Erde. Da wird er zuerst alle Elemente im Brand auflösen. Und alles wird verbrennen, auch die Erde. Ich warf Vers 10 und die Erde und die Werke auf ihr verbrannt werden.
Wie hätte man sich vorstellen können, dass die Erde brennen kann? Ja, natürlich, heute ist es uns klar. Wir können ja nur gewisse Atome spalten, die sich besonders dafür eignen. Aber theoretisch könnte man alle Atome spalten, die es gibt, und dann würde die Energie, das Feuer, frei werden. Hier wird gesagt, Gott wird alles auflösen, und die Erde wird verbrennen und alle ihre Werke. Sehr demütigend für uns, denn es bedeutet, dass selbst Dinge, die uns hier auf Erden vielleicht überleben, unsere Kunstwerke, einmal aufgelöst werden. Dass sogar die Atome, aus denen unsere Kunstwerke bestehen, auch noch aufgelöst werden.
Und was können wir dann noch vor Gott vorweisen? Wenn wir nicht Christi Gerechtigkeit geschenkt bekommen haben, werden wir völlig nackt vor Gott sein und können nichts vorweisen. Sogar das, was uns überlebt hat, wird wirklich völlig verschwinden und aufgelöst werden.
Aber noch mehr: Zweitausend Jahre nach Petrus hat Albert das so schön beschreiben können, dass man die Atome eben doch auflösen kann im Brande. Aber noch mehr: Die moderne Physik des zwanzigsten Jahrhunderts hat herausgefunden, man kann Energie aus der Materie nicht nur freimachen, indem man die Atomkerne spaltet, auflöst, sondern indem man sie verschmilzt. Und das wird hier gesagt, in Vers 12: Und die Elemente im Brande zerschmelzen werden. Das heißt wirklich zerschmelzen im Griechischen, und das ist die Methode der Kernfusion, Kernverschmelzung, mit der man auch Energie erzeugen kann.
Man vermutet, oft wird als selbstverständlich hingestellt, dass die Sonne ihre Energie durch Kernfusion herstellt, und das wird auch weitläufig geglaubt. Es gibt allerdings auch Probleme, denn man müsste gewisse Partikel nachweisen können auf der Erde in größerer Menge, wenn die Sonne das wirklich so tut, und es ist zu wenig da. Aber nehmen wir mal an, es wäre so, vielleicht ist es auch wirklich so. Aber die Methode selber, die kann man umsetzen, und die funktioniert so, dass sie eben energiefrei wird. Und beides wird hier erwähnt.
Das ist ein wunderbarer Erweis der Inspiration des Neuen Testaments, jetzt da vom zweiten Petrusbrief. Interessant in dem Zusammenhang sagt er: Bei Gott ist ein Tag wie tausend Jahre und tausend Jahre wie ein Tag. Albert hat eben auch dann in eine Theorie zusammengebracht. Natürlich, die Zeit ist nicht etwas Unabhängiges. Es gibt nicht die Zeit für sich. Die Zeit ist immer direkt mit dem Raum und mit der Materie verbunden. Und darum sind wir Geschöpfe, die wir in dieser Schöpfung drin sind und von einem Ort zum anderen gehen müssen. Wir sind nicht allgegenwärtig. Jetzt sind wir dem Ablauf der Zeit unterworfen, aber Gott ist nicht Zeit und Raum unterworfen. Und darum ist der Ablauf der Zeit für ihn kein Thema, und darum kann er auch die Zukunft so vollkommen voraussagen in der Bibel, weil er der ewige Gott ist, für den ein Tag wie tausend Jahre und tausend Jahre wie ein Tag ist.
Also, das sind eine ganze Serie von Punkten, vorausgesetzt in 2. Petrus, die eigentlich durch die moderne Relativitätstheorie von Einstein so richtig entdeckt wurden. Das war schon längst da in der Bibel. Und das hilft übrigens auch noch, um Richard Dawkins eine Antwort zu geben. Richard Dawkins sagt, die Christen sind so töricht, sie sagen, diese Welt sei erschaffen worden von einem Schöpfergott. Ja, aber bitte! Wer hat denn diesen Schöpfergott erschaffen? Da müssen wir noch weitergehen. Und wer hat den Schöpfergott, der den Schöpfergott erschaffen hat, erschaffen? Dann könnte man ewig weitergehen.
Da muss man sagen: Richard Dawkins, an einen solchen Gott glauben wir nicht. Denn wenn du da eine zeitliche Kette zurückmachst, dann glaubst du einem Gott, der in Raum und Zeit ist, der selber dem Raum unterworfen ist. Aber wir kennen keinen Gott, der zu dieser Schöpfung gehört. Er ist zwar allgegenwärtig überall, aber er ist auch im Jenseits. Er ist nicht Raum und Zeit unterworfen. Und darum ist Gott ewig. Für ihn gibt es keinen Anfang. Und wenn es gar keinen Anfang mehr gibt, dann kann man nicht mehr reden von Zeiten. Was war vor dieser Zeit? Nein, dann stellt sich die Frage, woher Gott kommt, gar nicht mehr. Er ist fertig, so einfach.
Jerusalem, das Friedensreich und die neue Ordnung der Welt
Also, wir gehen zurück zu Jesaja 65,17. Jetzt lesen wir aber Vers 18: „sondern freut euch und frohlockt für und für über das, was ich schaffe.“
Hier wird grundsätzlich gesagt, dass wir uns über das freuen sollen, was Gott macht. Zum Beispiel in Vers 17: neuer Himmel, neue Erde. Und dann geht es weiter: „Denn siehe, ich wandle Jerusalem in Frohlocken um und sein Volk in Freude.“
Ach so, das ist auch etwas, was Gott macht: Diese Stadt Jerusalem, die in ihrer Geschichte so viel Leid gesehen hat wie kaum eine andere Stadt, wird Gott in eine glückliche Stadt verwandeln. Also: Vers 17, Gott macht ein neues Universum. Vers 18, Gott macht aus Jerusalem eine glückliche Stadt.
Und wenn wir jetzt weiterlesen, dann kommt die Frage: Ja, wird jetzt hier die neue Schöpfung beschrieben, oder wird hier das tausendjährige Reich beschrieben? Dann lesen wir mal weiter: „Und die Stimme des Weinens und die Stimme des Wehgeschreis wird nicht mehr darin gehört werden, und dort wird kein Säugling von einigen Tagen und kein Greis mehr sein, der seine Tage nicht erfüllte; denn der Jüngling wird als Hundertjähriger sterben, und der Sünder als Hundertjähriger verflucht werden.“
Oh, jetzt haben wir ein Problem. Da gibt es Verfluchte. Ist das die neue Schöpfung?
Nun, wenn wir in Offenbarung 21,1-8 lesen, wird uns klargemacht, dass alles vollkommen sein wird. Schlagen wir mal auf Offenbarung 21,1: „Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde waren vergangen, und das Meer ist nicht mehr. Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, aus dem Himmel herniederkommen von Gott, bereitet wie eine für ihren Mann geschmückte Braut. Und ich hörte eine laute Stimme aus dem Himmel sagen: Siehe, die Hütte Gottes bei den Menschen, und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein, und Gott selbst wird bei ihnen sein, ihr Gott. Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen. Und der auf dem Throne saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu. Und er spricht zu mir: Schreibe; denn diese Worte sind gewiss und wahrhaftig. Er sprach zu mir: Es ist geschehen. Ich bin das Alpha und das Omega, der Anfang und das Ende. Ich will dem Dürstenden aus der Quelle des Wassers des Lebens geben umsonst. Wer überwindet, wird dies ererben, und ich werde ihm Gott sein, und er wird mir Sohn sein. Den Feigen aber und Ungläubigen und mit Gräueln Befleckten und Mördern und Huren und Zauberern und Götzendienern und allen Lügnern ist ihr Teil in dem See, der mit Feuer und Schwefel brennt; welches ist der zweite Tod.“
Also, wir sehen: In der neuen Schöpfung wird gesagt, was nicht mehr sein wird. Wir können uns das am besten vorstellen als das, was nicht mehr da ist, also als das, was unsere Vorstellung übersteigt. Und da heißt es in Vers 4 vier Dinge: Der Tod wird nicht mehr sein, Trauer wird nicht mehr sein, Geschrei wird nicht mehr sein, Schmerz wird nicht mehr sein.
Und als Ergänzung wird dann noch darauf hingewiesen, in Kapitel 22 heißt es in Vers 3: „Und keinerlei Fluch wird mehr sein“, und in Vers 5: „Und Nacht wird nicht mehr sein.“
Ja, also insgesamt werden in Offenbarung 21 und 22 sieben Dinge erwähnt, die nicht mehr sein werden. Und jetzt ist also klar: Fluch wird nicht mehr sein, Tod wird nicht mehr sein. Aber Jesaja 65 sagt in Vers 20: „Denn der Jüngling wird als Hundertjähriger sterben, und der Sünder als Hundertjähriger verflucht werden.“
Es ist klar: Hier wird nicht von der neuen Erde gesprochen. Die wird nur angekündigt in Vers 17. Und dann wird angekündigt, was Jerusalem anbetrifft: So macht Gott aus dieser unglücklichen Stadt eine glückliche Stadt. Und alles, was dann beschrieben wird, bezieht sich auf das tausendjährige Friedensreich, das allerdings weitgehend vollkommen sein wird, aber nicht ganz vollkommen.
Leben, Alter und Wiederherstellung im Reich des Messias
Wir haben schon gelesen in Vers 20: Dort wird kein Säugling von einigen Tagen und kein Greis mehr sein, der seine Tage nicht erfüllte. Da wird keine Kindersterblichkeit mehr existieren, sodass ein Säugling zwar eine gewisse Zeit lebt und dann doch noch stirbt. Das wird nicht mehr sein. Und auch kein alter Mann, der eigentlich sagen müsste: Aber wenn ich jetzt sterbe, habe ich meine Lebenserwartung doch nicht ganz erlebt. Das heißt es: kein Greis mehr, der seine Tage nicht erfüllte.
Und ich lese jetzt weiter in Vers 21: Und sie werden Häuser bauen und bewohnen, und Weinberge pflanzen und ihre Frucht essen. Sie werden nicht bauen und ein anderer es bewohnen, sie werden nicht pflanzen und ein anderer essen. Denn gleich den Tagen der Bäume sollen die Tage meines Volkes sein, und meine Auserwählten werden das Werk ihrer Hände verbrauchen.
Also hier wird etwas gesagt, dass das Alter sich völlig verändert. Die Menschen werden so alt werden wie Bäume. Das ist ja das Erstaunliche, nicht wahr? Wir fragen uns: Warum ist es bei 80, 90 normalerweise so weit, dass man seine Tage erfüllt? Da gibt es Leute, die gehen vielleicht noch bis 120, aber irgendwie sehen wir weltweit diese Grenze von 120. Man kann sie fast nicht mehr durchbrechen. Irgendwie ist dort Schluss. Aber Bäume gibt es, die werden locker zweihundert oder dreihundert Jahre alt. Da kommt es darauf an, um welche Art es sich handelt. Da gibt es die Redwood in Kalifornien, diese wunderbaren roten, höchsten Bäume der Welt. Es ist üblich, dass sie zweitausend bis 2500 Jahre alt werden.
Also, warum geht das? Warum funktioniert das? Man findet übrigens keine Bäume, die älter sind als die Sintflut, aber eben doch Bäume, die Jahrtausende alt werden. Je nach Art fragt man sich: Woran liegt das eigentlich, dass man ein bestimmtes Alter erreicht? Schildkröten haben auch ein bestimmtes Alter. Älter werden sie nicht mehr, aber sie werden schon ziemlich alt. Man kann also Listen aufstellen mit allen möglichen Tier- und Pflanzenarten, und man sieht immer: Es gibt ganz typische Alter, die erreicht werden.
Natürlich ist das für die Forschung ein ganz interessanter Punkt. Denn was könnte man machen, damit der Mensch noch älter wird? Seit der frühen Geschichte beschäftigt die Menschen die Frage: Wie kann man ewiges Leben finden? Die babylonische Erzählung von der Sintflut ist ja verbunden mit einer Geschichte von einem, der eine Pflanze sucht, die ewiges Leben bringt. Da sieht man: Die Menschen haben von alters her diesen Gedanken gehabt. Wie kann ich ewiges Leben haben? Damit es über das hinausgeht, was uns hier auf Erden möglich ist.
Und nun lesen wir in der Bibel tatsächlich, dass vor der Sintflut die Menschen aus der Linie von Adam bis auf Noah so alt wurden wie Bäume. Der älteste, der genannt wird, war Methusala mit 969 Jahren. Da gibt es natürlich Leute, die darüber lachen und sagen: Das ist eine biblische Legende.
Ja, und dann geht nach der Sintflut das Alter langsam zurück, aber nicht sogleich. Auch nach der Sintflut, wenn man in 1. Mose 10 im Geschlechtsregister liest, werden in dieser Linie von Noah bis auf Abraham immer noch mehrere hundert Jahre erreicht. Aber dann geht es immer weiter hinunter, bis schließlich Mose im Psalm 90 während der Wüstenwanderung sagt: Die Tage unseres Lebens sind siebzig Jahre, und wenn in Kraft, achtzig Jahre. Er selber wurde aber noch 120.
Das Interessante ist: Wenn man sich diese Alter in einem x-y-Diagramm auflistet, die Alter ab Noah bis Abraham, dann ergibt das mit den üblichen kleinen Abweichungen eine negative Potenzkurve. Das ist fantastisch, denn in der Antike kannte man exponentielle Kurven, und diese Mathematik kannte man damals noch gar nicht. Das hat man erst viel, viel später entdeckt. Aber wenn einer behauptet, da habe ein Schreiber diese Zahlen einfach erfunden, am Schreibtisch, dann muss man sagen: Wie hat er das einfach so erfunden, dass sich schön eine solche Kurve ergibt? Während wir heute wissen, dass viele biologische Prozesse gerade mit exponentiellen Kurven beschrieben werden können.
Ja, der Schluss ist offensichtlich: Da wird ein Prozess beschrieben, wie das Alter des Menschen zurückgegangen ist, bis schließlich in diese Größenordnung, die uns völlig vertraut ist. Aber es muss da irgendein biologischer Prozess dahinterstehen. Und in den vergangenen Jahren hat man das sehr ausführlich erforscht und herausgefunden, wo die Uhr platziert ist. Man hat es ja schon immer vermuten können.
Redwood! Diese roten Mammutbäume haben eine Uhr, die 2000 bis 2500 Jahre ermöglicht. Dann ist es auch einmal vorbei. Und bei den Elefanten ist auch eine Uhr, und sie erreichen so ihr hohes Alter, aber dann ist es einmal vorbei. Bei den Papageien auch: Sie werden zwar auch alt, aber an einem Moment kommt die Uhr und stoppt alles.
Und zwar ist es so: Im Erbgut, in unseren Zellkernen, da ist ja dieses Riesenmolekül, die DNA, platziert. Dort ist der ganze Bauplan aufgezeichnet, und am Schluss dieses Bauplanes hat man eine ganz, ganz langweilige Abfolge von immer den gleichen Sequenzen. Früher hat man gesagt: Das ist Schrott aus der Evolution. Wenn man Gott und seinem Wort glaubt, war das immer klar: Da gibt es keinen Schrott, eine Evolution hat es nie gegeben. Also irgendwie muss das eben doch einen Sinn haben. Aber es ist ganz lang und langweilig, immer das Gleiche.
Was man schon länger entdeckt hatte, ist: Nicht bei allen Menschen ist dieses langweilige Stück gleich lang. Und man hat auch schon festgestellt, dass bei diesen Kindern, die diese eigenartige Krankheit haben, sodass sie mit sieben Jahren aussehen wie ein achtzigjähriger Greis, mit ausgefallenen Haaren, grauen Haaren und Falten im Gesicht, dort ein ganz kurzes Stück ist. Das langweilige Stück ist dort ganz kurz. Dann hat man herausgefunden, dass dort der Schlüssel sein muss.
Und zwar geschieht das so: Jedes Mal, wenn sich unsere Zellen wieder teilen, wenn es also eine Erneuerung gibt, dann kopieren sie sich nicht vollständig, sondern von diesem langweiligen Stück wird ein bisschen davon weggelassen. Aber wenn in unserem Körper sich die Geschlechtszellen bilden, dann wird von der frühen Generation immer alles hundert Prozent übernommen. Das ist der einzige Fall. Darum ist die Menschheit nicht ausgestorben.
Aber wenn unsere Körperzellen sich dann kopieren, wird dort immer ein bisschen abgeschnitten. Und das wird also immer kürzer, kürzer, kürzer, kürzer, bis dann eben dieses langweilige Stück vorbei ist. Dann kommt dort ein Signal heraus, das sagt: Bitte jetzt nicht mehr teilen. Und dann stirbt man.
Das hat man schon seit Jahrzehnten für die Krebsbehandlung ausgenutzt. Denn beim Krebs ist ja das Problem, dass gewisse Zellen beginnen zu spinnen. Und zwar sagen die ständig: Kopieren, kopieren, kopieren. Und die kopieren wild, dabei wäre das gar nicht nötig. Dann hat man sie beschossen, man beschießt sie immer noch mit starken Strahlen. Der Sinn dieser Bestrahlung ist der: Wenn man eben in einem bestimmten Bereich intensiv bestrahlt, dann ist es zufallsmäßig so, dass immer wieder genau die Stelle, wo das langweilige Stück zu Ende geht, getroffen wird. Dann bricht dort das Erbgut ab. Und dann kommt die Information: Bitte jetzt nicht mehr kopieren. So bringt man den Krebs dort zum Stillstand.
Aber man hat ja nicht diesen Volltreffer, dass man diese Stelle immer schön treffen würde. Und man trifft eben auch andere Stellen, die man nicht kaputt machen sollte. Das sind dann eben diese Nebeneffekte der Bestrahlung.
Aber jetzt ist also klar geworden: Wir müssten etwas haben, das da steuernd eingreift in den Mechanismus und hilft, dass die Zelle sich vollständig kopieren kann. Dann könnten wir ewig leben. Und plötzlich merkt man: Das ist gar nicht so etwas Unmögliches, dass der Mensch nicht stirbt.
Aber mit dem Sündenfall ist der Moment gekommen, als Gott gesagt hat: Und jetzt ist der Mensch dem Sterben unterworfen. Und dann durften Adam und Eva nicht mehr zurückkehren zum Baum des Lebens. Hätten sie diese Frucht gehabt und hätten immer wieder essen können, wären sie ewig gelebt. Was wir bräuchten, wäre eine Frucht mit einem Supervitamin, das steuert, dass die Kopie immer hundert Prozent ist. Dann könnten wir ewig leben.
Nun sehen wir: Im tausendjährigen Reich kommt dieser Segen wieder zurück, dass die Menschen normalerweise nicht mehr sterben werden in diesen tausend Jahren, nur noch ausnahmsweise, nämlich wenn einer sich gegen die Regierung des Herrn Jesus auflehnt. Dann wird er sterben und verflucht werden.
Ich habe das hier bei 20b aufgeführt: Mit 100 Jahren wird man noch ein Jüngling sein. Interessant, das ist also ganz relativ. Es ist ja auch heute so, dass 70-Jährige heute im Allgemeinen ganz anders sind als die Siebzigjährigen, als ich noch ein Kind war. Viele sind unglaublich noch dynamisch. Da hat sich wirklich etwas in unserer Gesellschaft diesbezüglich verändert.
Aber im tausendjährigen Reich wird das ganz anders sein, sodass man sogar von einem Hundertjährigen sagen wird: Es ist ein junger Mann. Aber Rebellen werden durch das Gericht Gottes getötet werden, und darum steht im Psalm 101, Vers 8 prophetisch vom tausendjährigen Reich: Jeden Morgen werde ich den Gesetzlosen hinwegschaffen.
Aber das sind nur die Ausnahmen, die da rebellieren. Die meisten werden sich im tausendjährigen Reich der Herrschaft des Herrn Jesus unterstellen, und die sterben nicht mehr.
Wiederherstellung, Gebetserhörung und die Grenze zwischen Reich und neuer Schöpfung
Und jetzt sehen wir: Das ist genau das, was Petrus den Juden angekündigt hatte, in Apostelgeschichte 3. Das war seine zweite evangelistische Predigt in Jerusalem. Da sagte er in Apostelgeschichte 3,17:
Und jetzt, Brüder, ich weiss, dass ihr in Unwissenheit gehandelt habt, gleich wie auch eure Obersten. Aber Gott hat also erfüllt, was er durch den Mund aller Propheten zuvor verkündigt hat, dass sein Christus, das heisst sein Messias, leiden sollte. So tut nun Busse und bekehrt euch, dass eure Sünden ausgetilgt werden, damit Zeiten der Erquickung kommen vom Angesicht des Herrn und er den euch zuvor verordneten Jesus Christus sende. Welchen freilich der Himmel aufnehmen muss, bis zu den Zeiten der Wiederherstellung aller Dinge, von welchen Gott durch den Mund seiner heiligen Propheten von jeher geredet hat.
Also, Petrus sagt: Jesus Christus ist jetzt zurückgekehrt in den Himmel. Aber wenn Israel als Nation Busse tut, dann wird Gott den Messias wieder schicken. Und dann wird eine wunderbare Zeit kommen, wenn Israel national umkehrt und Busse tut. Welchen freilich der Himmel aufnehmen muss bis zu den Zeiten der Wiederherstellung aller Dinge. Diese Zeit nennt er in Vers 19 Zeiten der Erquickung. Also wird Gott vieles wiederherstellen, so wie es war, sogar vor dem Sündenfall. Und darum werden die Menschen nicht mehr sterben, aber es wird nicht ganz vollkommen sein.
Ja, lesen wir noch ein bisschen weiter in Jesaja 65,23:
Nicht vergeblich werden sie sich mühen, und nicht zum jähen Untergang werden sie zeugen.
Also: Niemand wird ein Kind zeugen, und dann stirbt es plötzlich, jäh, man hätte es nicht erwartet. Hier wird gesagt, das wird dann nicht mehr sein. Nicht vergeblich werden sie sich mühen, und nicht zum jähen Untergang werden sie zeugen.
Wenn man ein Kind aufzieht, bis es acht oder zehn ist, wenn man sich einmal überlegt, das ist enorm, was man an Energie investiert. In allen Bereichen des Lebens, und natürlich sagt uns die Welt, ein Kind kostet eine halbe Million oder noch mehr, bis zwanzig oder bis achtzehn, das ist ja egal, oder? Damit wollen sie uns überzeugen, wir sollten nicht so viele Kinder haben. Aber das ist Gottes Sache, dass er uns da hilft.
Aber eben, man investiert so viel Kraft und Energie und Geduld. Manchmal hat man zu wenig Geduld, aber auch Geduld. Und wenn dann plötzlich ein Kind, ja, jetzt haben wir alles so investiert. Aber gut, es hat auch so seinen Sinn. Aber hier wird verheissen: Das wird dann nicht mehr sein im tausendjährigen Reich, denn sie sind der Same der Gesegneten des Herrn, und ihre Sprösslinge werden bei ihnen sein.
Und es wird geschehen: Ehe sie rufen, werde ich antworten; während sie noch reden, werde ich hören. Also eine wunderbare Gebetsverheissung.
Dann stehen Wolf und Lamm beisammen und weiden. Die werden also sogar ihren Charakter verändern, beziehungsweise Gott wird ihren Charakter verändern. Und der Löwe wird Stroh fressen wie das Rind. Ja, dann muss aber der Darm verändert werden, in der Länge. Ja, natürlich wird der Darm verändert in der Länge.
Und die Schlange: Staub wird ihre Speise sein. Aber der Fluch, der über die Schlange gekommen ist, wird nicht vollständig aufgehoben werden. Also man kann sagen: Das tausendjährige Reich ist weitgehend Segen. Aber im Ausnahmefall gibt es dann doch noch Gericht und Tod. Und die Tierwelt ist weitgehend wiederhergestellt wie vor dem Sündenfall. Aber die Schlange hat immer noch das Zeichen des Fluches. Und das ist der klare Beweis, dass diese Verse nicht von der neuen Schöpfung sprechen.
Die werden in Vers 17 nur angekündigt, und dann spricht der Prophet wieder über den Segen des tausendjährigen Friedensreiches, wo alles weitgehend gut sein wird. Wir haben in 2. Petrus 3, wie man sich erinnert, davon gelesen, von einem neuen Himmel und einer neuen Erde, die wir erwarten, in welcher Gerechtigkeit wohnt.
Aber vom tausendjährigen Reich könnten wir sagen: Im tausendjährigen Reich wird die Gerechtigkeit Gottes herrschen. Gott wird sie durchsetzen, und wenn dann Einzelne rebellieren, werden sie unter das Gericht kommen. Da herrscht die Gerechtigkeit. Aber auf der neuen Erde, in dieser neuen Schöpfung, da ist alles vollkommen, da ist die Gerechtigkeit zuhause. Darum steht dort: Die Gerechtigkeit wohnt. Hier gibt es keinen Widerstand mehr.
Und dann wird der Tempelberg nochmals erwähnt: Man wird nicht übeltun noch verderbt handeln auf meinem ganzen heiligen Gebirge, spricht der Herr.
Gottes Größe, die Kleinheit des Menschen und die Weite des Weltalls
Jetzt gehen wir weiter, noch ein paar Minuten bis zur Pause.
So spricht der Ewige: Der Himmel ist mein Thron und die Erde der Schemel meiner Füsse. Welches ist das Haus, das ihr mir bauen könntet, und welches der Ort zu meiner Ruhestätte? Hat doch meine Hand dies alles gemacht, und alles dieses ist geworden, spricht der Herr.
Gott stellt sich hier vor als der, den das Weltall nicht fassen kann. Heute spricht man von der Ausdehnung des Weltalls, was man mit dem Hubble-Teleskop fotografieren konnte, eine Distanz in alle Richtungen des Weltalls von 15 Milliarden Lichtjahren. Das bedeutet: Das ist eine geschätzte Distanz. Theoretisch müsste das Licht diesen ganzen Weg unternehmen bis zur Erde. Dann würde das, obwohl das Licht 300 Kilometer pro Sekunde zurücklegt, siebenmal um die Erde in einer Sekunde, 15 Milliarden Jahre dauern.
Das heisst nicht, dass es so lange gedauert hat, sondern theoretisch ist das die Distanz. Aber man muss nicht meinen, dort sei das Weltall fertig. Es ist einfach das, was man gesehen hat. Es könnte doppelt so gross sein, aber davon spricht keiner. Die ganze Urknalltheorie baut man auf diese geschätzte Grösse. Wer sagt uns, dass es dahinter nicht weitergeht? Nur weil die Auflösung der Kameras nicht mehr weiter auflösen kann, heisst das nicht, dass es nicht weitergeht. Es könnte tausendmal weitergehen oder Millionenmal weiter.
In Jeremia 31 wird gesagt, der Mensch wird nie die Ausdehnung des Weltalls ausmessen können. Sonst würde Israel als Volk Gottes endgültig verworfen werden. Ah, übrigens, da könnte man den Antidispensationalisten sagen: Wenn ihr wirklich darauf aus seid, dass Israel keine Bedeutung mehr hat, müsst ihr das Weltall ausmessen. Aber das wird gerade dort gesagt: Das wird man nie können, weil Gott Israel als Nation nicht aufgibt.
Ja, also: Es ist unfasslich. Und warum hat Gott ein solches Universum gemacht? Einfach, um uns eine Andeutung zu geben, wie unfasslich er ist. Nur deswegen. Es war für ihn nicht schwieriger. Er hätte auch ein kleineres Universum machen können. Aber es war für ihn ja nicht schwierig, ein grösseres zu machen, und wir wissen ja nicht einmal, wie gross es weitergeht.
Also hier wieder vorgestellt: Der Himmel ist mein Thron. Also das ganze Weltall und die Erde, der Schemel meiner Füsse. Wie könnt ihr mir ein Tempelhaus bauen? Nicht wahr, mit dem Allerheiligsten von zwanzig mal zwanzig Ellen? Ja, das ist ja genau das, was schon Salomo sagte bei der Einweihung des Salomo-Tempels in 1. Könige 8,27. Ich habe das hier aufgeführt. Dort sagt Salomo: Der Himmel, die Atmosphäre, der Lufthimmel und der Himmel der Himmel, das ganze Weltall, können dich nicht fassen. Wie viel weniger dieses Haus, das ich dir gebaut habe.
Aber er erklärt: Gott will an diesem Ort seinen Namen wohnen lassen. Einfach symbolisch, dass Gott sich an diesem Ort auf ganz besondere Weise den Menschen mitteilt. Aber man kann Gott nicht auf diese paar Quadratellen einengen. Und es wird hier nochmals gesagt: Seht ihr, wie möchtet ihr mir ein Haus bauen, wo ich zu Hause wäre? Das geht gar nicht. Aber ich habe das alles erschaffen.
Und trotzdem: Obwohl Gott so gross ist und das Weltall so gross ist, sind diejenigen, die Gott und sein Wort lieben, nicht so klein, als dass er nicht auf sie achten würde. Darum steht er in Vers 2b: Aber auf diesen will ich blicken: auf den Elenden und den, der zerschlagenen Geistes ist, und der da zittert vor meinem Wort. Dieser grosse Gott nimmt den an und achtet auf ihn, der sich ganz klein vor ihm macht und sein Wort eben so eine Bedeutung hat, dass er davor zittert. Es ist wunderbar, das so zu sehen.
In dem Zusammenhang zum Schluss noch ist interessant: Ich habe gesprochen über diese 15 Milliarden Lichtjahre. Jetzt könnte man das in Meter umrechnen, ja? Wir gehen aus von unserem Meter, der ein gutes Mass ist, so für unseren Alltag, aber nach oben. Und jetzt ist es ja so: Wenn wir in den Bereich der Atome gehen und dann sogar noch der subatomaren Teilchen, aus denen die Atome eben noch bestehen, dann ist der Massstab von dem, was man bis heute gefunden hat, beim kleinsten atomaren Teilchen so, dass unser Meter-Mass genau in der Mitte ist.
Also wir sind nicht irgendwo, sondern wir sind genau im Mittelbereich zwischen dem grossen Kosmos, dem Makrokosmos, und dem Mikrokosmos. Das zeigt uns auch: Wir sind kein Unfall, und wir sind nicht ein Zufallsprodukt, sondern Gott hat uns geplant in diesem Zwischenbereich. Und genau in diesem Zwischenbereich ist auch der Herr Jesus hineingekommen und wurde ein wirklicher Mensch.
Ja, und das hängt eben damit zusammen: Dieser unfassbare Gott, für ihn sind diese Menschen in diesem kleinen Zwischenbereich nicht zu klein, wenn sie ihn fürchten, ihn lieben und sein Wort achten.
Erste Pause und Übergang zu Jesaja 66
Ja, jetzt machen wir Pause, eine halbe Stunde.
Ab Jesaja 66,3 werden wieder die Götzendiener beschrieben. Wir haben gemerkt, dass schon ab Kapitel 65 immer wieder von ihnen die Rede ist. Jetzt folgt wieder eine solche Beschreibung im Detail:
Wer ein Rind schlachtet, schlägt einen Menschen. Wer ein Schaf opfert, bricht einem Hund das Genick. Wer Speisopfer opfert, bringt Schweinsblut dar. Wer Weihrauch als Gedächtnisopfer darbringt, preist einen Götzen.
So wie diese ihre Wege erwählt haben und ihre Seele Lust hat an ihren Scheusalen, ebenso werde ich ihre Missgeschicke erwählen und ihre Schrecknisse über sie bringen. Denn ich habe gerufen, und niemand hat geantwortet. Ich habe geredet, und sie haben nicht gehört. Stattdessen haben sie getan, was böse ist in meinen Augen, und das erwählt, woran ich kein Gefallen habe.
Die Antwort der Frommen und die Ankündigung des Gerichts
Und jetzt wird wieder, als Kontrast zu den Götzendienern, von denen gesprochen, die vor dem Wort Gottes zittern. Wir hatten sie schon in Vers 2 am Schluss: auf den Elenden und den, der zerschlagenen Geistes ist, und der da zittert vor meinen Worten. Auf diesen will Gott blicken.
Und jetzt hier, Vers 5: Hört das Wort des Ewigen, die ihr zittert vor seinem Worte. Es sagen eure Brüder, die euch hassen, die euch verstossen um meines Namens willen: Der Herr zeige sich herrlich, dass wir eure Freude sehen mögen. Aber sie werden beschämt werden.
Es wird gesprochen über die Götzendiener, die sich lustig machen über die wahren Gläubigen. Aber schliesslich werden sie beschämt werden.
Und nun Vers 6: Stimme eines Getöses von der Stadt her, Stimme aus dem Tempel, Stimme des Herrn, der Vergeltung erstattet seinen Feinden.
Sehen wir auch wieder, wie geografisch, wie konkret über die Wiederkunft Christi gesprochen wird. In Sacharja 14,3 wird gesagt, dass der Herr kommen wird auf den Ölberg, östlich vom Tempelberg. Aber dann geht er über das Kidrontal hinüber zum Tempelberg. Und hier wird gesagt: Stimme eines Getöses von der Stadt her, Stimme aus dem Tempel. Das ist der dritte Tempel in der Zukunft, der stehen wird, wenn Jesus Christus wiederkommt auf dem Ölberg.
Das ist dieser Tempel, der heute vorbereitet wird, wo man auch viele der Tempelgeräte schon bereit hat. Ich habe das schon wiederholt gesagt, ich habe das auch schon in Hennen gehabt. Aber was ganz neu ist: Schon längere Zeit hat man den goldenen Schaubrotisch, den goldenen Räucheraltar, den goldenen Leuchter. Aber ganz neu jetzt hat man auch den Brandopferaltar.
Und zwar sind die Steine bereitgestellt im jüdischen Quartier, also gerade gegenüber vom Tempelberg, westlich vom Tempelberg. Und die sind dort bereit, im Fall, wenn plötzlich eine Gelegenheit kommen würde, dass man den Brandopferaltar aufbauen könnte, dass die Steine sofort hinübergebracht werden.
Es ist ja so: Wir wissen heute ganz genau, wo der Standort des Brandopferaltars war, und der ist ausserhalb des Felsendoms gegen Osten. Also das ist nicht verbaut, dort könnte man sofort aufbauen.
Und nicht wahr, als die Juden zurückkehrten aus der babylonischen Gefangenschaft, in Ezra 3 beschrieben, da haben sie auch zuerst den Brandopferaltar gebaut, und erst im Jahr danach begannen sie, das eigentliche Tempelhaus aufzubauen. Aber der Opferdienst konnte so schon gestartet werden.
Die Geburt Israels als Nation und die Schmerzen der Staatsgründung
Vers 7: „Ehe sie Wehen hatte, hat sie geboren; ehe Schmerzen sie ankamen, wurde sie von einem Knaben entbunden. Wer hat solches gehört, wer hat dergleichen gesehen? Kann ein Land an einem Tag zur Welt gebracht oder eine Nation mit einem Mal geboren werden? Denn Zion hat Wehen bekommen und zugleich ihre Kinder geboren.“
„Sollte ich zum Durchbruch bringen und nicht gebären lassen?“, spricht der Herr. „Oder sollte ich, der gebären lässt, verschließen?“, spricht dein Gott.
Worauf bezieht sich das? Merken wir: In Vers 7 wird über eine schmerzlose Geburt gesprochen, und in den Versen 8 und 9 über eine sehr schmerzhafte Geburt. Das ist nicht dasselbe.
Nun, es geht darum, dass Israel eine Nation wird. In Vers 8 geht es um die Frage: Wie kann eine Nation, ein Land, eine Nation an einem Tag plötzlich als Nation geboren werden? Nun, da hat ein Schweizer kein Problem damit, nicht wahr? Rütlischwur, und der Staat wurde gegründet. Aber hier ist es doch etwas ganz anderes, denn hier wird gesagt: Zion hat Wehen bekommen und zugleich ihre Kinder geboren.
Also: Was hier beschrieben wird, ist eine ganz schmerzhafte Geburt. Und so war das am 14. Mai 1948. Die Mehrheit der Nationen in der UNO hatte am 29. November 1947 abgestimmt, dass die Juden einen Staat in Palästina gründen sollen. Und die arabische Welt hat getobt, und gleich nach diesem 29. 11. ging der Terrorismus in einer ganz neuen Phase los, der palästinensische Terrorismus gegen Israel, noch bevor der Staat gegründet war.
Also ganz schlimm, was in diesen Tagen im Dezember, Januar, Februar, März und April geschah, bis dann dieser 14. Mai 1948 kam, als Ben Gurion über das Radio an diesem Freitagnachmittag ankündigte: „Hier Staat Israel.“ 2000 Jahre sind vergangen. Wenn für Gott die Zeit gekommen ist, so kann niemand Gott widerstehen.
Da wurde der Staat gegründet, und die Engländer waren gerade bereit, ihr Mandatsgebiet, Palästina genannt, zu verlassen, die letzten Truppen. Und etwa neun Armeen waren bereit, an den Grenzen zu warten, um dann in der Nacht vom 14. auf den 15. Mai den totalen Krieg durchzuführen. Das heißt: Israel sollte ausgerottet werden. Und das so kurz nach der Judenvernichtung in Europa.
Ja, und dann ging der totale Krieg los. Und trotzdem wurde in diesen Wehen diese Nation geboren. Es kamen zwar viele dann in diesem Krieg ums Leben. Es waren ja etwa 650 Juden im Land damals, und etwa ein Prozent der Bevölkerung ist umgekommen. Man kann sich das einmal auf die USA umrechnen: Wenn ein Prozent der USA umkommen würde, wie viele Tausende das sind. Ja, schrecklich. Der totale Krieg.
Aber es war so dramatisch: Im letzten Moment wollten die Amerikaner die Staatsgründung noch verhindern. Und zwar nicht, weil sie gegen Israel waren, sondern weil sie sich gesagt haben: Das gibt eine Katastrophe. Die werden ausgelöscht werden. Die haben keine Chance gegen diese totale Übermacht. Denn Israel hatte damals fast keine schweren Waffen und nur wenige Flugzeuge. Da kam eine Übermacht mit neun Armeen und schweren Waffen gegen Israel, und man sagte sich: Wir müssen das noch verhindern.
Und die Juden haben gesagt: Nein, machen wir nicht. Das ist die einzige Chance, die wir jetzt haben, um den Staat umzusetzen. Wenn wir das verpassen würden ... Und sie haben sich strikt bis zum Schluss geweigert. Das wird durchgeführt werden. Wir sind bereit. Und es wurde durchgeführt.
Aber sehen wir da: Das wird genau hier in Vers 9 angedeutet: „Sollte ich zum Durchbruch bringen und nicht gebären lassen?“ Stellen Sie sich vor: Im Moment der Geburt sieht man bereits die Haare des kleinen Kindes, aber es ist noch nicht durchgebrochen. Doch das sieht man schon. Das ist ein ganz dramatischer Moment. Ich mag mich erinnern, bei der ersten Geburt: Meine Frau war so erschöpft, und sie konnte nicht mehr. Mit dem Nachgeben war nicht mehr möglich. Und dann kamen plötzlich die Haare des Kindes, und die Hebamme hat gesagt: „Ich sehe die Haare.“ Und das hat meiner Frau dann nochmals die letzte Kraft gegeben, nochmals zu geben, und dann ist der Durchbruch gekommen. Das war wirklich an dem Punkt, wo der Durchbruch quasi nicht mehr möglich gewesen wäre.
Und hier steht: „Sollte ich zum Durchbruch bringen und nicht gebären lassen?“, spricht der Herr, „oder sollte ich, der gebären lässt, verschließen?“, spricht dein Gott. Und das war wirklich so mit Israel. Das war an dem Punkt, dass die ganze Aktion der Staatsgründung abgebrochen wäre. Aber es musste geschehen. Gott hat gesagt: Jetzt wird das geschehen.
Aber es war ganz anders als beim ersten Mal, als Israel eine Nation wurde. Wo war das? Nach dem Auszug aus Ägypten. Das Volk war befreit. Es war ein sieghaftes Volk, das durch das Rote Meer hindurchgegangen war und dann Gnade erlebt hat in der Wüste: Wasser aus dem Felsen, das Manna vom Himmel. Wunderbar, was da beschrieben wird: 2. Mose 12,13,14,15,16,17,18. Und dann kommen sie zum Berg Sinai. Der Herr sagt: Ich habe euch auf Adlersflügeln hier zu mir gebracht. Dann gab er ihnen die Tora und die Anweisung für die Stiftshütte und so weiter.
Das war keine schmerzhafte Zeit. Da wurde Israel eine Nation. Ein Sklavenvolk wurde die Nation Israel, unter der offiziellen Führung von Mose, danach Josua, und so ging es in der Geschichte weiter.
Aber eben: Im Jahr 135 nach Christus war das jüdische Staatswesen durch die Römer endgültig liquidiert und zerschlagen worden. Von dort an war die Geschichte des Juden gekennzeichnet durch den von Ghetto zu Ghetto wandernden Juden: heimatlos, gehasst, geächtet. Und das ging Jahrhunderte, Jahrhunderte, bis dann dieser Durchbruch kam, am 14. Mai, aber eben sehr schmerzhaft, im Gegensatz zur früheren Geburt.
Das wird so kompakt in diesen Versen vorgestellt und im Zusammenhang gestellt mit dem, wie Gott bereit ist, eben das Schicksal Israels in der Zukunft völlig zu wenden. Sie sollen ins tausendjährige Reich kommen, und darüber hinaus deutet Gott schon an, dass nachher ein neuer Himmel und eine neue Erde kommen werden.
In diesem Zusammenhang werden unsere Augen auf diese Gründung des modernen Staatswesens in der Endzeit gerichtet. An einem Tag, aber mit Schmerzen und so einzigartig, dass der Prophet sagt: Wer hat solches gehört? Wer hat dergleichen gesehen? Es war einzigartig.
Trost für Jerusalem und die mütterliche Seite des göttlichen Erbarmens
Ja, und dann geht es weiter in Vers 10. Da werden alle aufgefordert, die Jerusalem, diese Stadt Gottes, lieben: Freut euch mit Jerusalem und frohlockt über sie, alle, die ihr sie liebt. Seid hocherfreut mit ihr, alle, die ihr über sie trauert, auf dass ihr saugt und euch sättigt an der Brust ihrer Tröstungen, auf dass ihr schlürft und euch ergötzt an der Fülle ihrer Herrlichkeit.
Jetzt haben wir wieder dieses Stichwort für den letzten Abschnitt Jesajas: Herrlichkeit. Denn so spricht der Herr: Siehe, ich wende ihr Frieden zu wie einen Strom und die Herrlichkeit der Nationen wie einen überflutenden Bach. Und ihr werdet saugen, auf den Armen werdet ihr getragen und auf den Knien geliebkost werden. Wie einen, den seine Mutter tröstet, so werde ich euch trösten, und in Jerusalem sollt ihr getröstet werden. Und ihr werdet es sehen, und euer Herz wird sich freuen.
Also wird Jerusalem hier dargestellt wie eine Mutter für diese Welt, diese Stadt, die so viel Traurigkeit gesehen hat. Sie wird die Stadt sein, von der aus der Segen in die ganze Welt gehen wird, wenn der Herr Jesus dort König sein wird. Und dann wird aber in Vers 13 gesagt, dass Gott selbst auch solchen Trost schenken wird. Nach dem schrecklichsten Krieg der Menschheitsgeschichte, der großen Drangsal, kommt der große Trost. Und Gott sagt: Wie einen, den seine Mutter tröstet, so werde ich euch trösten.
Ganz wichtig: Überall in der Bibel, wo Gottes Liebe und sein Erbarmen mit einer Frau, mit einer Mutter, verglichen werden, wird das immer als Vergleich beschrieben. Gott wird nie als Frau beschrieben. Und das ist ganz wichtig, weil man in der heutigen Zeit diesen Angriff der feministischen Theologie sieht, der ein Angriff auf Gottes Wesen ist. Es ist ein anderer Gott, den sie verkündigen. Und das dürfen wir nie akzeptieren. Gott wird immer als Vater vorgestellt. Er ist Vater, er ist aber Vater.
Aber wir haben Stellen, wo gesagt wird, dass Gott trösten kann wie eine Mutter. Und das muss uns gar nicht verwundern. Wie war das mit dem Apostel Paulus? War das kein wirklicher Mann? Natürlich. Wir sehen in Apostelgeschichte 20 in Troas, da hat er die ganze Nacht durchgepredigt. Zuerst bis Mitternacht, dann kam die Sache mit dem jungen Mann, der herunterfiel, aber dann predigte er weiter bis zum Morgenanbruch. Und was macht er nachher? Da geht er nicht schlafen, sondern geht zu Fuß weiter. Unglaublich, diese Energie, die der Mann hatte.
Und dieser Paulus schreibt im ersten Thessalonicher Brief, wie er sich verhalten hat gegenüber den jung bekehrten Thessalonichern. Und da sagt er in 1. Thessalonicher 2,5: Denn niemals sind wir mit einschmeichelnder Rede umgegangen, wie ihr wisst, noch mit einem Vorwand für Habsucht. Also wir haben nicht euer Geld gesucht. Gott ist Zeuge. Noch suchten wir Ehre von Menschen. Das kann man auch: Anstatt Geld kann man Ehre von Menschen suchen. Das haben wir nicht gemacht, weder von euch noch von anderen, wiewohl wir als Christi Apostel euch zur Last sein konnten, sondern wir sind in eurer Mitte zart gewesen, wie eine Amme ihre eigenen Kinder pflegt.
Das Wort Amme bezeichnet hier eine stillende Mutter. Also Paulus sagt, wir sind mit euch Jungbekehrten so umgegangen, wie eine stillende Mutter mit ihrem Baby umgeht. Wie ist das möglich? Ein Mann, der sagt nicht: Ich war eine Amme in eurer Mitte. Aber wir, Silvanus und Timotheus, wir haben uns so verhalten, so feinfühlig euch jungen Gläubigen gegenüber, wie das eine stillende Mutter machen würde.
Sehen wir in Vers 11, zeigt er dann die andere Seite, gleich wie ihr wisst, wie wir jeden Einzelnen von euch, wie ein Vater seine eigenen Kinder, euch ermahnt und getröstet und euch bezeugt haben, dass ihr wandeln solltet, würdig des Gottes, der euch zu seinem eigenen Reich und seiner eigenen Herrlichkeit beruft. Da sagt er: Wir haben uns aber auch verhalten wie Väter, die ganz persönlich mit ihren Kindern sprechen und zeigen, wo die Probleme sind, wo die Gefahren sind. Wir haben das gemacht, so wie gute Väter das mit Kindern machen.
Aber wir haben das auch gemacht, so wie gute Mütter das mit ganz kleinen Babys machen. Und da sehen wir: Wir können als Männer von den Frauen lernen, aber dadurch werden wir nicht weiblich. Und es ist auch nicht so, dass wir da plötzlich die weibliche Seite unserer Psyche entdecken. Also wenn ihr mal so etwas von mir hören würdet, dann wisst ihr: Jetzt ist es vorbei. Und wenn ich dann plötzlich beginne, öffentlich von meinen Träumen zu sprechen, ja, die kann ich ja meiner Frau erzählen, aber die sind auch nicht so wichtig. Ich will nur sagen, es geht nicht um solches.
Aber eben als Bruder in der Gemeinde kann man lernen, wie Frauen mit jungen Gläubigen umgehen. Man kann davon lernen, wie man auf eine einfühlsame Art das machen kann. Und genauso können Frauen lernen, wie ein guter Vater ernsthaft mit Kindern sprechen kann, aber liebevoll. Und so sehen wir: Das ist alles beim Apostel Paulus zu sehen gewesen.
Und hier in Jesaja 66 sehen wir Gott, der der Urheber aller Dinge ist. Alle Dinge kommen von Gott dem Vater, sagt 1. Korinther 8,7. Jesus, der Sohn, hat alle Pläne des Vaters dann umgesetzt und die Welt erschaffen als der ewige Sohn. Ja gut, von Gott kommt alles, und auch er hat die Frauen erschaffen, auch mit ihren besonderen Wesenszügen, die dann eine Ergänzung sein sollten zum Wesenszug des Mannes.
Und so sehen wir in Gott alles. Er kann alles. Er kann uns trösten, wie eine Mutter ihre Kinder tröstet. Aber das hat nichts zu tun mit einer weiblichen Seite Gottes. In Gott werden alle unsere Bedürfnisse gestillt, und darum dieser Vergleich in Vers 13: Wie einen, den seine Mutter tröstet, so werde ich euch trösten. Und das ist wirklich etwas ganz Spezielles. Das kann man als Mann nicht einfach so, aber man kann davon lernen, dass man sich eben mehr einfühlt und nicht sagt: Ja, ein Junge, der weint doch nicht wegen solcher Dinge. Ja, aber wo steht das in der Bibel, dass man nicht weinen soll wegen solcher Dinge? Das ist manchmal eine falsch verstandene Härte.
Da werde ich euch trösten. Und in Jerusalem sollt ihr getröstet werden, und ihr werdet es sehen, und euer Herz wird sich freuen. Und dann kommt dieser erstaunliche Vers: Und eure Gebeine werden sprossen wie das junge Gras, und die Hand des Herrn wird sich kundgeben an seinen Knechten, und gegen seine Feinde wird er ergrimmen.
Dieser Vers: Und ihr werdet es sehen, und euer Herz wird sich freuen, und eure Gebeine werden sprossen wie das junge Gras, den findet man in Jerusalem als Inschrift, und zwar ganz versteckt. Heute kann man das kaum mehr sehen, wenn man zum Tempelbezirk geht, zur Südwestecke. In der westlichen Verlängerung kommt man dann zur Klagemauer. Dort sieht man viele Steinlagen, die original noch sind vom Tempel aus der Zeit des Herrn Jesus. Das sind besonders große Steine in diesen Ecken, um gegen das Erdbeben dort Stabilität zu geben. Das sind typischerweise zehn Meter lange Steine mit Randschlag und Spiegel und wiegen etwa vierzig bis sechzig Tonnen.
Und heute hat man das alles viele Meter heruntergegraben bis auf die ursprüngliche Straße, die da vorüberging vor zweitausend Jahren, wo Jesus Christus und seine Jünger durchgegangen sind. Und noch vor Jahren, bevor man dort unten war, habe ich dort eine dieser Steinlagen fotografiert, und dort findet man diese Inschrift ganz klein in Stein eingeschlagen, genau dieser Vers. Man vermutet, das stammt aus dem Mittelalter, von einem Juden, der auf Besuch gekommen ist in einer Zeit, als Jerusalem in Not war. Und man betet jeden Tag im Judentum dreimal um die Wiederherstellung Jerusalems in der Endzeit. Da hat er diesen Vers hineingeschrieben. Das habe ich noch fotografiert, ich habe also noch ein originales Bild, aber heute ist das ganz weit oben, da kann man nicht mehr so fotografieren. Einfach so, ja.
Das endzeitliche Gericht und die Wiederkunft des Königs
Ja, und dann geht es aber weiter, und die Hand des Herrn wird sich kundgeben an seinen Knechten. Das ist der Überrest Israels, der umkehrt, und gegen seine Feinde wird ergrimmen. Als König der Welt wird er beschrieben. Denn siehe, der Herr wird kommen im Feuer, und seine Wagen sind wie der Sturmwind, um seinen Zorn zu vergelten in Glut und sein Schelten in Feuerflammen. Denn durch Feuer und durch sein Schwert wird der Herr Gericht üben an allem Fleisch, und die Erschlagenen des Herrn werden viele sein.
Hier wird das weltweite Gericht beschrieben, wenn Jesus Christus kommen wird. So wie er sagt in Matthäus 24, wie der Blitz ausgeht von Osten und scheint bis gen Westen, also wird der Sohn des Menschen kommen. Die ganze Welt wird ihn sehen, wie Offenbarung 1 sagt: Siehe, er kommt mit den Wolken des Himmels, und jedes Auge wird ihn sehen, auch die ihn durchstochen haben, und wehklagen werden seinetwegen alle Geschlechter der Erde. Ja, Amen!
So wird er kommen im Sturmwind, im Feuer. Hier wird noch gesprochen über seine Wagen. Aber in Offenbarung 19,11 steht: Er kommt auf einem weissen Pferd, und all die Gläubigen, die Heerscharen im Himmel, werden auch auf weissen Pferden kommen. Das freut meine ältesten Töchter natürlich besonders, dass wir reiten werden. Aber es steht nichts von Wagen.
Aber in Psalm 68 wird die Wiederkunft Jesu auch beschrieben, und dort wird sehr wohl von diesem Wagen der Heiligkeit Gottes gesprochen. Es ist so: Die Gläubigen werden reiten auf weissen Pferden, und die Engel werden kommen in Kampfwagen, so wie damals, als Elija im Wagen mit feurigen Rossen in den Himmel ging. Denn der Herr wird nicht nur kommen mit allen Gläubigen aus dem Alten Testament und aus der Gemeinde, sondern er wird auch kommen mit allen seinen heiligen Engeln, das sind die Engel, die nicht gefallen sind. Und die werden kommen in den Kampfwagen.
Gibt es Tiere im Himmel? Ja, ja und nein. Es ist nämlich so: In Psalm 18 wird die Wiederkunft Jesu auch beschrieben. Wie er kommt und reitet auf den Fittichen des Windes, und dort heisst es, er reitet auf einem Cherub. Cherubim gehören zu den stärksten Engeln Gottes, und sie können ganz verschieden erscheinen. In Hesekiel 1 werden sie zum Beispiel beschrieben mit vier Gesichtern, wie ein Löwe, wie ein Kalb, wie ein Adler, wie ein Mensch. Sie werden dort auch beschrieben mit sechs Flügeln und mit Füssen wie ein Kalb usw. Das sind intelligente Wesen, hochintelligent.
Übrigens, der Satan war ursprünglich auch ein Cherub Gottes, steht in Hesekiel 28,12 und folgende. Er war auch ein Thronengel Gottes, ein Cherub. Und so sind also diese Pferde nicht Tiere im Himmel, sondern es sind Engel, die in dieser Form erscheinen. Und ja, das macht das Ganze ein bisschen verständlicher, worum es da geht. Und das ist vielleicht auch noch nützlich, nicht dass jemand denkt, im Himmel gibt es dann Schlangen und Löwen und Schafe, die nebeneinander lagern.
Ich weiss, die Amillennialisten gibt es, die gesagt haben: Ja, aber das, was da in Jesaja 65 beschrieben ist und auch schon in Jesaja 11, das Lamm, das neben dem Löwen grast, das ist vielleicht der Himmel. Nein, so etwas wird nirgends gesagt. Und definitiv ist es nicht der Himmel, denn dort wird ja auch beschrieben, dass die Schlange immer noch Staub frisst. Also eben noch kriecht und die verlorenen Beine nicht mehr zurückbekommen wird.
Ja, und so bleibt eben, dass, wenn jemand ein Problem hat, ob wir heute schon im Tausendjährigen Reich sind oder ob das noch zukünftig ist, ich habe mal einer Bibelschülerin gesagt, die da verwirrt worden ist: Geh in den Zoo, nimm in deiner Hand Stroh und in der anderen Fleisch, halt es dem Löwen hin, und wenn er das Stroh nimmt, dann weisst du, wir sind wirklich schon im Tausendjährigen Reich. Aber später hat sie mir gesagt: Also das mit deinem Spruch da mit dem Fleisch, wer sagt uns, dass das nicht der Himmel ist?
Gut, und jetzt sage ich: Das ist nicht der Himmel, denn im Himmel haben wir den Fluch nicht mehr.
Die letzte Scheidung zwischen Götzendienst und Gottes Herrlichkeit
Ja, und dann gehen wir weiter zu Vers 17, die sich weihen und sich reinigen für die Gärten. Jetzt werden wieder die Götzendiener beschrieben. Wir haben gesehen, es kommt wie ein Refrain: Sie kommen immer wieder, die sich weihen und sich reinigen für die Gärten, das heißt für den Götzendienst, der in den Gärten stattfindet, hinter einem Heer, in der Mitte, hinter einem Götzenbild.
Die Schweinefleisch essen und Gräuel und Mäuse, allzumal werden sie ein Ende nehmen, spricht der Herr. Und jetzt versagt sie ihm, und ich, ihre Werke und ihre Gedanken sind vor mir. Es kommt die Zeit, alle Nationen und Sprachen zu versammeln, und sie werden kommen und meine Herrlichkeit sehen. Sehen wir wieder das Stichwort für den letzten Abschnitt in Jesaja: Herrlichkeit. Es geht um die Herrlichkeit. Sie werden meine Herrlichkeit sehen.
Und ich werde ein Wunderzeichen an ihnen tun und werde von ihnen Entronnene an die Nationen senden, nach Tarsis, Pul und Lud, die ihren Bogen spannen, nach Tubal und Javan, nach den fernen Inseln, die von mir nicht gehört und meine Herrlichkeit nicht gesehen haben, und sie werden meine Herrlichkeit unter den Nationen verkündigen. Merken wir wieder: zweimal Herrlichkeit.
Also, es wird dann Abgesandte geben am Anfang des Tausendjährigen Reiches. Der Übergang wird nicht plötzlich geschehen. Nicht von einem Tag auf den anderen ist alles geregelt. Da wird auch in einem Prozess werden alle Nationen dann versammelt werden nach Jerusalem, und der Herr Jesus wird auf seinem Thron sitzen und die Völker richten. Das wird nicht in einem Tag erledigt sein, das wird ein Prozess sein. Diese ganze Welt wird neu geordnet werden.
Und dann wird man also Botschafter ausschicken nach Spanien. Tarsis ist eine Ortschaft in Spanien, in Südspanien. Und dann wird Put und Lud genannt. Das waren Völker westlich von Ägypten, also Libyen und darüber hinaus Richtung Marokko. Sie werden dann konkret geographisch genannt. Dann wird erwähnt Tubal, die Tobeliter. Das war ein Volkstamm, der zusammen mit den Moschowittern später die Russen gegeben hat, die europäischen Russen. Tubal weist also auf Russland hin. Javan, das ist der biblische Ausdruck für Griechenland. Und dann die fernen Inseln, die Ijim, das ist im Alten Testament der Begriff, wie wir schon früher gesehen haben in Jesaja, speziell für Europa. Und da werden sie die Herrlichkeit Gottes verkündigen, wenn der Herr Jesus sein Reich aufrichtet, von Jerusalem aus über die ganze Welt.
Vers 20: Und sie werden alle eure Brüder aus allen Nationen als Opfergabe für den Herrn bringen, auf Rossen und auf Wagen und auf Senften und auf Maultieren und auf Tromedaren, nach meinem heiligen Berg nach Jerusalem, spricht der Herr. Gleich wie die Kinder Israel Speisopfer in einem reinen Gefäß zum Haus des Herrn bringen, und auch aus ihnen werde ich zu Priestern und zu Leviten nehmen, spricht der Herr.
Aus allen Nationen werden sich in der großen Endzeit Menschen bekehren, steht in Offenbarung 7. Also in dieser schrecklichsten Zeit des Endes werden Menschen, die nicht schon das Evangelium vorher gehört haben, werden Unzählige sich bekehren. Und in Offenbarung 7 werden sie beschrieben, wie sie durch die große Drangsal hindurchgehen und dann hinauskommen. Und sie kommen zum Tempel Gottes in Jerusalem. Und da wird erklärt, wie dann dieser Überrest aus allen Völkern versammelt wird, wie eine Opfergabe werden die dann Gott in Jerusalem dargebracht werden.
Es ist ein ganz interessantes Bild, weil der Apostel Paulus die Missionsaufgabe, die er hatte, genau so in Römer 15 mit einem Priesterdienst vergleicht. In Römer 15 erklärt er, Vers 16, erinnert an die Gnade, die ihm von Gott gegeben ist, jetzt Vers 15, um ein Diener Christi Jesu zu sein für die Nationen, priesterlich dienend an dem Evangelium Gottes, auf dass das Opfer der Nationen angenehm werde, geheiligt durch den Heiligen Geist.
Also Paulus sagt: Der Evangeliumsdienst ist ein Priesterdienst. Ich diene priesterlich am Evangelium, und ich bringe all die Menschen aus den Völkern, die sich bekehren, als eine Opfergabe Gott dar. Das überrascht uns, denn es ist uns klar: Die Opfer im Alten Testament sind ja Hinweise auf Jesus Christus und sein Opfer am Kreuz. Aber hier wird von Opfern gesprochen, von den Nationen.
Nun, es gibt ein ganz spezielles Opfer im Alten Testament, das nicht von Jesus Christus spricht, und das hatte Sauerteig, ein Bild der Sünde. Das ist in 3. Mose 23 nachzulesen, wo das Pfingstfest, das Fest der Wochen, beschrieben wird. Und dann wird dort erklärt: Das Pfingstfest fand ja statt an dem Tag, an dem man die Weizenernte zum ersten Mal schnitt, und zwar auf einem ganz speziellen Feldstück in Jerusalem. Vorher durfte man den Weizen nicht ernten in ganz Israel. Zuerst musste dieses Feldstück abgeerntet werden. Am gleichen Tag hat man die Körner gedroschen und die Körner zu Mehl verarbeitet und daraus Brote gemacht mit Sauerteig. Da hat man am Pfingsttag jeweils diese Brote, diese gesäuerten Brote, Gott als Opfer gebracht.
Und jetzt sehen wir im Neuen Testament: Genau an Pfingsten entstand die Gemeinde, der Leib Christi. Und eben der Apostel Paulus sagt in 1. Korinther 10: Denn ein Leib, ein Brot, ein Leib sind wir, die vielen, denn wir nehmen beim Abendmahl alle an diesem einen Brot teil, das ungesäuerte war. Aber dieses gesäuerte Brot spricht eben von der Gemeinde, dem Leib Christi. Und so sagt Paulus: Wenn die Menschen zum Glauben kommen, als Priester bringe ich diese Menschen Gott als ein Erstlingsopfer dar.
Genau dieser Gedanke wird jetzt hier wieder aufgenommen, dass dieser Überrest aus den Völkern, der sich bekehren wird in der großen Drangsal, zusammen mit diesem Drittel aus Israel, die werden alle ins Tausendjährige Reich eingehen. Diese Nationen werden Gott als Opfer gebracht werden. Und Gott sagt: Und ich werde sogar aus diesen Nationen gewisse herausnehmen, und die werden dann auch Priesterdienst tun, zusammen mit den Leviten aus Israel, im Hesekiel-Tempel, der ja so ausführlich beschrieben wird für das Tausendjährige Reich in Hesekiel 40 bis 48.
Das bleibende Volk Gottes und die letzte Warnung vor der Hölle
Dann kommt wieder die Verheißung, die wir schon kennen, Vers 22: Denn gleich wie der neue Himmel und die neue Erde, die ich mache, vor mir bestehen, spricht der Herr, so wird auch euer Same und euer Name bestehen.
Also haben die Gläubigen hier die Verheißung, dass ihr Name nicht später irgendwann einmal untergeht. Sie werden bleiben. Es ist die gleiche Verheißung wie in 1. Johannes 2,17: Wer aber den Willen Gottes tut, bleibt in Ewigkeit. Oder der Herr Jesus sagt in Johannes 10,28 von den Erlösten: Und sie gehen nicht verloren, ewiglich, und niemand wird sie aus meiner Hand rauben, und niemand wird sie aus der Hand des Vaters rauben. Sie bleiben, so wie der neue Himmel und die neue Erde dann ewig bleiben werden.
Und dann wird aber wieder ab Vers 23 das tausendjährige Reich beschrieben. Und es wird geschehen: Von Neumond zu Neumond und von Sabbat zu Sabbat wird alles Fleisch kommen, um vor mir anzubeten, spricht der Herr. Und sie werden hinausgehen und sich die Leichname der Menschen ansehen, die von mir abgefallen sind; denn ihr Wurm wird nicht sterben, und ihr Feuer wird nicht erlöschen, und sie werden ein Abscheu sein für alles Fleisch.
Also ständig werden die Völker dieser Welt nach Jerusalem reisen. Wie geht das, wenn die vom Ende der Welt kommen, von San Francisco oder von Thailand? Es ist ja oft die Frage gestellt worden: Wie ist das im Tausendjährigen Reich, wird da die Technik alles wieder verschwinden? Nein, wir haben wirklich Hinweise, dass technische Errungenschaften bleiben werden. Und die Bibel spricht davon, dass die Nationen ständig und regelmäßig immer wieder aus der ganzen Welt nach Jerusalem kommen. Also diese internationale Reisemöglichkeit wird offensichtlich auch im Tausendjährigen Reich da sein. Und das steht von Neumond zu Neumond, also monatlich. Und wöchentlich von Sabbat zu Sabbat wird alles Fleisch kommen, um vor mir anzubeten.
Und dann wird es aber eben immer noch eine Erinnerung daran geben, dass das tausendjährige Reich noch nicht vollkommen ist. Denn die Rebellen, die gerichtet werden in Jerusalem, ihre Leichname wird man dann sehen außerhalb der Stadt, an einem speziellen Ort. Und man wird auch den Verwesungswurm dort sehen. Da ist gemeint: Ihr Wurm wird nicht sterben und ihr Feuer wird nicht erlöschen. Wir werden immer etwas zu fressen haben.
Das erinnert eben an das Tal Hinnom schon im Alten Testament. Ich habe das ja hier noch aufgeführt, Schluss von Jesaja. Diese Abschreckung wird ein Hinweis auf das ewige Feuer der Hölle sein. Wie früher das Abfallfeuer im Tal Hinnom. Ich habe verwiesen auf 2. Könige 23,10. Das war so im Tal Hinnom, das ist ein ganz markant eingeschnittenes Tal außerhalb der Altstadt von Jerusalem. Es mündet so gewissermaßen im rechten Winkel ein ins Kidrontal, und zwar dort in dem arabischen Dorf Silwan, gerade unterhalb der Davidstadt. Es lohnt sich, dort einmal spazieren zu gehen. Ein ganz eindrückliches Tal.
Dort hatten im Alten Testament die abgefallenen Israeliten die Kinder, die sie dem Baal geopfert hatten, durch das Feuer gehen lassen. Und da wollte der gottesfürchtige König Josia, 2. Könige 23 habe ich hier aufgeführt, diesem scheußlichen Getue von Kindermord, das ist ein ganz aktuelles Thema, nicht nur heute schon, sondern damals, ein endgültiges Ende versetzen. Und da hat er sich überlegt: Wie kann ich das tun, dass die Götzendiener nicht mehr ins Tal Hinnom umgehen? Da hat er dort, steht in 2. Könige 23,10, das Tal verunreinigt. Er machte es unrein, damit die Götzendiener sich sagten: Das Tal ist unrein, da können wir keinen Kindern mehr opfern für den heiligen Gott Baal. Da muss man sich mal vorstellen. Und da hat er eine Verbrennungsanlage eingerichtet. Von da an wurde im Tal Hinnom der Abfall aus Jerusalem verbrannt.
Dadurch gab es ein ewiges Feuer im Tal Hinnom außerhalb der Stadt des Friedens. Jerusalem heißt ja die Gründung des Friedens. Und so wurde das Tal Hinnom zum Bild für die Hölle. Im Neuen Testament findet man zwölfmal den Ausdruck auf Griechisch Gehenna im griechischen Text, aber eigentlich ist das ein ursprünglich hebräisches Wort, denn Gehenna heißt Tal Hinnom. Aber es wurde zum normalen Wort für die Hölle.
Übrigens hat Luther Hades immer wieder mit Hölle übersetzt, und das war falsch. Der Hades ist das Totenreich. Darum ist in Lukas 16, als der reiche Mann im Hades aufwacht, das nicht in der Hölle, sondern es war eben dieses Gefängnis, das Totenreich, wo er wartet auf das letzte Gericht. Also das ist nicht die Hölle, aber Gehenna, das ist die Hölle. Ich habe hier verwiesen auf Markus 9,43-48, wo der Herr Jesus mehrmals über dieses Feuer der Hölle spricht. Das heißt Gehenna.
Interessant ist ja: Das Tal hieß so nach dem Namen der Söhne von Hinnom, aber Hinnom oder Henna heißt auf Deutsch Wimmern. Also Tal Hinnom könnte man übersetzen mit Wimmertal. Und der Herr Jesus sagt ja zum Beispiel in Matthäus 13 und anderen Stellen, dass die Hölle ein Ort des Weinens sein wird. Das ist eben dieses Tal, erinnert an dieses Tal Hinnom.
Und so wird also im tausendjährigen Reich diese Erinnerung da sein für alle, die nach Jerusalem kommen. Es gibt über dieses Gericht hinaus ein ewiges Gericht, die ewige Verdammnis. Und natürlich, da gibt es dann die Allversöhner, die sagen: Nein, nein, ewige Pein, das muss man nicht mit ewig übersetzen, das heißt einfach ganz lang. Schon schlimm, die Hölle, klar, aber auch nicht so schlimm, dass es nicht mehr aufhört.
Was kann man da machen, wenn die sagen: Ja, das griechische Wort ewig, das bedeutet nicht ewig? Da muss man ganz pädagogisch vorgehen. Schlagen wir mal auf 2. Korinther 4,17: Denn das schnell vorübergehende Leichte unserer Drangsal bewirkt uns ein über die Maßen überschwängliches ewiges Gewicht von Herrlichkeit. Jetzt kommt: indem wir nicht auf das schauen, was man sieht, sondern auf das, was man nicht sieht. Denn das, was man sieht, ist zeitlich, das aber, was man nicht sieht, ist aionios.
Da haben wir jetzt dieses Adjektiv ewig, das im Neuen Testament übrigens immer ewig heißt, im absoluten Sinn. Es ist etwas anders als das Wort Aion, das heißt Zeitalter oder Ewigkeit, das ist nicht ganz eindeutig. Aber das Adjektiv aionios kommt siebzig Mal vor im Neuen Testament, es bedeutet immer ewig.
Und jetzt kann man sagen: Da kann man testen, was man in der Sprachwissenschaft nennt eine Opposition, zwei Begriffe, die sich gegenüberstehen. Wenn wir nicht wüssten, was aionios heißt, dann wüssten wir aber: Denn das, was man sieht, ist zeitlich, das aber, was man nicht sieht, ist aionios. Aionios ist das Gegenteil von zeitlich. Was ist das Gegenteil von zeitlich? Ganz lang? Nein, das ist ja unlogisch. Da muss man Nachhilfe geben in Mathematik, wenn jemand das sagt. Das Gegenteil von zeitlich ist ewig, das heißt zeitlich unbegrenzt.
Aber wenn das noch nicht reicht, Matthäus 25,46: Da haben wir nochmals eine Opposition. Matthäus 25,46: Und diese werden hingehen in die ewige Pein, aionios, die Gerechten aber in das ewige Leben, aionios.
Also hier ist der Gegensatz: ewige Pein und ewiges Leben. Also wenn die ewige Pein nicht ewig ist, dann ist es das ewige Leben auch nicht. Und dann sind wir so ähnlich wie die hoffnungslosen Heiden in den Stammesgemeinschaften. Nicht wahr, wenn man in Afrika in Stammesgemeinschaften geht oder bei den Indianern usw., die glauben an ein Weiterleben nach dem Tod. Das ist üblich. Aber sie glauben, dass die Geister der Vorfahren noch um die Menschen herum sind, und sie können ihnen sehr gefährlich werden. Darum müsse man den Geistern Opfer bringen, um sie zu besänftigen.
Diese Geister leben weiter nach dem Tod, aber nicht ewig. Sobald der Letzte in der Stammesgemeinschaft ihren Namen vergessen hat, hört ihre Existenz auf. Sie werden vernichtet. Und darum, obwohl die normalerweise ja Analphabeten sind, von alters her, haben die sehr viel Wert darauf gelegt, dass man die Namen der Vorfahren über Generationen zurück ganz genau kannte. Aber wir wissen, wie schnell das geht, sogar wenn man schreiben kann. Wäre mal interessant zu schauen, wer weiß noch von den genauen Verhältnissen von der Urgroßmutter auf beiden Seiten oder der Ururgroßmutter? Bei den meisten ist das schon verblasst, keine Ahnung mehr, wie das genau war, wer das war.
So schnell geht das. Sogar in einer Schriftkultur geht das unter mit den Stammbäumen, und die geben sich Mühe, aber schließlich vergisst man, und dann ist es aus. Das ist ihre Religion, ihre Weltanschauung.
Und sieht man, wenn man dann als Missionar kommt in eine solche Stammesgemeinschaft und erklärt: Es gibt ewiges Leben, und zwar in der Gemeinschaft mit Gott, glücklich, nicht als wilder Geist, der die anderen immer plagt und Opfer braucht, sondern wir haben eine ewige Herrlichkeit vor uns. Und Gott sagt: Wer aber den Willen Gottes tut, bleibt in Ewigkeit, sie gehen nicht verloren, ewiglich. Auch einmal in der Ewigkeit nach zehn Millionen Jahren sind wir immer noch in der Gemeinschaft mit dem Herrn und werden immer noch diese Siegeslieder singen von dem Lamm Gottes. Das geht weiter, ewig, eine ewige Hoffnung der Gemeinschaft mit Gott, was nicht mehr aufhört.
Schlussgedanken: Die kommende Ewigkeit und das Gebet
Und das Neue Testament geht dann eben noch weiter, als was im Alten Testament geoffenbart worden war. Darum möchte ich damit schließen, mit einem Vers aus Epheser 2. Ganz fantastisch, was dort steht. Epheser 2, ich lese des Zusammenhangs wegen ab Vers 4:
„Gott aber, der reich ist an Barmherzigkeit, wegen seiner vielen Liebe, womit er uns geliebt hat, als auch wir in den Vergehungen tot waren, hat uns mit dem Christus lebendig gemacht. Durch Gnade seid ihr errettet. Und hat uns mit auferweckt und mitsitzen lassen in den himmlischen Örtern in Christus Jesus.“
Und jetzt beschreibt der Apostel, was auf die Erlösten, auf die Gläubigen in der Ewigkeit zukommt. Was Gottes Programm ist, auf das er in den kommenden Zeitaltern den überschwänglichen Reichtum seiner Gnade in Güte gegen uns erwiese, in Christus Jesus.
Ich habe heute Morgen erklärt: In Epheser 1,21 haben wir den bekannten rabbinischen Ausdruck dieses Zeitalter, in dem wir jetzt leben, und das zukünftige Zeitalter, das tausendjährige Reich. Aber jetzt geht dieser Vers über in die neue Schöpfung. Und da steht: „Auf dass er in den kommenden Zeitaltern den überschwänglichen Reichtum“ – er sagt nicht nur Reichtum, er sagt überschwänglichen Reichtum – „seiner Gnade in Güte gegen uns erwiese, in Christus Jesus.“
Also, die Ewigkeit wird weitergehen in Zeitaltern. Auch in der neuen Schöpfung werden wir immer noch Raum und Zeit unterworfen sein. Wir werden nicht Götter. Darum werden diese Zeitalter weitergehen, aber ewig. Und Gott hat ein Programm. Er wird in den kommenden Zeitaltern seinen überschwänglichen Reichtum uns erweisen. Es wird nie langweilig werden.
Eine alte Schwester, die wahrscheinlich ADS hatte, hat mir vor Jahren gesagt, weil sie als alte Schwester immer noch so temperamentvoll war wie zwanzig, habe sie Angst, ob es mal langweilig werde in der Ewigkeit. Da habe ich sie dann getröstet mit solch einem Vers.
Gott hat ein Programm, das geht weiter. Das wird nicht etwas Statisches sein. Denn Gott, in Ehrfurcht gesagt, ist in seinem Wesen nicht statisch. Er wird genannt: der da ist und der da war und nicht: der da sein wird, sondern der da kommt.
Dieser Gott, der handelt und seinen Thron in Hesekiel 1 beschrieben hat, hat Räder. Und diese Räder gehen vorwärts, und die können immer geradeaus gehen in alle Richtungen. Ja, diesen Gott kennen wir, der vorausgeht und ein Programm hat für alle Ewigkeit, auf dass er in den kommenden Zeitaltern seinen überschwänglichen Reichtum in Christus Jesus in Güte gegen uns erweisen würde.
Also, man muss nicht Angst haben, dass man irgendwo auf einer Wolke endet und jeden Tag fünf Stunden Posaune. Das wird auch schön sein, wenn wir singen und wenn wir spielen in der Ewigkeit, aber das ist nicht nur das allein.
Ich will noch zum Schluss beten:
Herr Jesus, wir möchten dir danken, dass du jetzt auch für diesen Bibelschulentag Gnade geschenkt hast, dass wir so bis zum Schluss kommen konnten, trotz Angeschlagenheit und Krankheit. Danke, dass wir uns jetzt auch dir anbefehlen dürfen für unseren Heimweg, dass du mit uns kommst und dass du deine gute Hand über uns hältst und dass du uns alle doch in deiner Nähe, in deiner Abhängigkeit bewahrst. Und schenke Gnade, dass dein Wort, das so reichhaltig ist und das wir so im Detail miteinander wieder anschauen konnten, dass es uns ermutigt und uns stärkt, um entschieden und treu mit dir voranzugehen, einzeln und auch in Gemeinschaft mit anderen Gläubigen, die dir treu nachfolgen möchten. Amen.
Vielen Dank an Roger Liebi, dass wir seine Ressourcen hier zur Verfügung stellen dürfen!
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