
Herzenssache - was wirklich in dir steckt (Teil 3)
Begrüßung und Ablauf des Gottesdienstes
Einen wunderschönen guten Morgen! Ich heiße euch alle herzlich willkommen, besonders unsere Gäste, zu diesem Sonntagmorgen-Gottesdienst hier in der Christengemeinde in Asbruck. Auch alle Zuschauer und Zuhörer an den Livestreams zuhause sind an diesem Morgen herzlich willkommen.
Kurz zum Ablauf des Vormittags, den wir vor uns haben: Zuerst werden wir gemeinsam ein Lied singen. Danach werde ich beten, und anschließend hören wir die Predigt von Tobi. Nach der Predigt singen wir zum Abschluss noch ein Lied. Dann endet der Livestream.
Im zweiten Teil werden wir zusammen beten. Außerdem hören wir einige Gedanken zur Anbetung, die uns auf Gottes Wort hinführen. Dazu singen wir weitere Lieder. Gegen elf Uhr wird der Gottesdienst dann ungefähr zu Ende sein.
Einführung in das Thema durch biblische Texte
Ich möchte ein paar Verse aus Gottes Wort zu Beginn vorlesen. Ich beginne mit Sacharja 9, Vers 9. Dort heißt es: „Freue dich sehr, du Tochter Zion, jauchze, du Tochter Jerusalem! Siehe, dein König kommt zu dir. Er ist gerecht und ein Retter, demütig und reitet auf einem Esel, auf einem Füllen, dem Jungen der Eselin.“
Dieses prophetische Wort von Sacharja greift Matthäus in seinem Evangelium wieder auf. In Kapitel 21 lesen wir, dass Jesus und seine Jünger sich Jerusalem näherten und an den Ölberg kamen. Jesus sandte zwei Jünger voraus und sagte zu ihnen: „Geht in das Dorf, das vor euch liegt! Sogleich werdet ihr eine Eselin angebunden finden und ein Füllen, ein junges Tier, bei ihr. Bindet sie los und bringt sie zu mir. Und falls euch jemand etwas sagt, so sprecht: Der Herr braucht sie. Dann wird man sie euch sofort geben.“
All dies geschah, damit erfüllt würde, was durch den Propheten Sacharja gesagt ist: „Sagt der Tochter Zion: Siehe, dein König kommt zu dir, demütig und reitend auf einem Esel, auf einem Füllen, dem Jungen des Lasttiers.“ Die Jünger gingen hin und taten, wie Jesus ihnen befohlen hatte.
Heutzutage, wenn es einen großen Staatsanfang gibt, sind die Zeitungen und Titelseiten voll davon. Schlagzeilen berichten von großen Aufmärschen, vielen Persönlichkeiten und allem Möglichen. Ein Staatsoberhaupt erhält so einen gebührenden Empfang.
Die Schlagzeilen von damals, als Jesus in Jerusalem einzog, gab es nicht. Die Stadt war danach in Aufruhr, als er einzog. Doch er ritt demütig auf einer Eselin nach Jerusalem hinein.
Wir wollen heute Morgen von diesem demütigen Herrn und Retter hören. Davon will uns Tobi in der Predigt aus Gottes Wort berichten. Im zweiten Teil werden wir ebenfalls von ihm hören. Trotz seiner Demut und Ruhe, mit der er damals nach Jerusalem einzog, wollen wir zuerst von der Größe Gottes erzählen, die sich am Kreuz auf Golgatha manifestiert hat.
Gemeinsames Singen und Gebet zu Beginn
Und darum singen wir auch zusammen. Das Lied erzählt von der Größe Gottes. Da es im Grunde nur eine Strophe ist, singen wir diese längere Strophe zweimal gemeinsam durch.
Ich möchte mit uns zusammen zu Beginn des Gottesdienstes beten und bitte euch, wenn möglich, dazu aufzustehen.
Gerecht und heilig bist du, unser Vater im Himmel. Vor dir können wir nicht bestehen. Darum hast du deine Größe in deinem Sohn Jesus Christus gezeigt, indem du dein Liebstes dahingabst. Er starb am Kreuz für uns Sünder.
In dieser Adventszeit dürfen wir auch daran denken, Herr, dass du auf diese Erde gekommen bist. Du, mein Vater, hast dein Liebstes dahingabst. Wir dürfen in dieser Zeit voranschreiten, uns an Weihnachten freuen und an deine Geburt auf Erden denken.
Herr, danke, dass du nicht nur am Kreuz gestorben bist, sondern auch auferstanden bist. Darum bist du lebendig und bist beim Vater. Wir dürfen wissen, dass du durch deinen Geist auch heute Morgen bei uns bist.
Darum bitten wir dich, dass du diesen Gottesdienst lenkst. Er soll erfüllt sein von deiner Größe und deiner Herrlichkeit. Alles an diesem Morgen soll zu deiner Ehre geschehen, und du sollst im Mittelpunkt stehen, Herr.
Darum bitten wir dich von ganzem Herzen, hier im Gottesdienst, wenn wir die Predigt hören, aber auch in den Kinderstunden, wenn die Kinder von dir hören, Herr Jesus. Möge dein Wort schon früh in ihre Kinderherzen eingepflanzt werden.
Ich bitte um deinen Segen für diesen Ablauf an diesem Morgen und danke, dass du mitten unter uns bist. Amen.
Ihr dürft wieder Platz nehmen.
Bevor wir die Kinder in die Kinderstunden verabschieden oder schicken, singen wir zusammen mit ihnen „Der Kluge baut sein Haus auf Felsengrund“. Danach dürfen die Kinder in die Kinderstunde gehen.
Wir bitten Tobi, uns heute Gottes Wort zu sagen.
Einführung in die Predigtreihe: Herzenssache
Wir möchten heute mit dem Thema fortfahren, das ich vor vier Wochen hier bereits behandelt habe und vor eineinhalb Wochen in der Bibelstunde weitergeführt habe. Es geht um die Herzenssache – was wirklich in uns steckt, was wirklich in dir steckt.
Ich halte diese Predigten mit einem Ziel: dass wir verstehen oder auch lernen, einen Blick auf uns selbst zu richten und zu erkennen, was wirklich in uns drin ist. Das Beispiel habe ich beim letzten Mal schon gebracht, aber ich möchte es noch einmal kurz erwähnen.
Gott hat nämlich kein Interesse daran, dass wir äußerlich sehr religiös sind und lange Gebete sprechen. Die Pharisäer, die religiöse Elite von früher, beteten extra lange, um Aufmerksamkeit zu bekommen. Jesus sagt jedoch: Es interessiert mich nicht, dass ihr äußerlich religiös seid, wenn euer Herz nicht bei mir ist.
Gott möchte vielmehr unser Herz, unseren Willen, unseren inneren Menschen haben, als dass wir äußerlich religiöse Dinge tun. Gott hat daran zunächst kein Interesse. Deshalb möchte ich heute diese Predigtreihe abschließen, aber trotzdem noch einmal tiefer in dieses Thema eindringen.
Wir wollen uns wirklich noch einmal anschauen, was genau das Herz ist – mit ein paar Bibelstellen – und im zweiten Punkt zeigen, wie wir es schaffen können, bis zu unserem Lebensende ungeteilt in unserem Herzen auf Gott ausgerichtet zu sein.
Das sehen wir anhand von zwei Beispielen: Das erste Beispiel zeigt eine Person, die sehr gut angefangen hat, aber schlecht geendet ist. Das zweite Beispiel handelt von jemandem, der gut angefangen hat, viele Sünden hatte, aber am Ende sagt Gott trotzdem über ihn, dass er ein Mann mit ungeteiltem Herzen war.
Wir lernen also aus der Aussage von Jesus Christus zu den Pharisäern, dass es ihm zuallererst um dein Herz geht. Die Bibel warnt uns sehr eindringlich, dass wir auf unser Herz achten sollen. „Hab Acht auf dein Herz, denn von deinem Herzen geht das Leben aus“ – so lautet die Begründung.
Das bedeutet: Das, was in meinem Herzen ist, in meinen Überlegungen, in meinen Wünschen, in meinen Gefühlen, spielt die größte Rolle in meinem Leben. In diese Richtung werde ich mein gesamtes Leben ausrichten.
Wenn der größte Wunsch von jemandem ist, reich zu werden oder Karriere zu machen, und das alles ist, was ihn innerlich bestimmt, dann wird er alles, was sein Leben in der Praxis ausmacht, diesem Ziel unterordnen.
Gleichzeitig gilt: Wenn wir unseren Schatz im Himmel haben, das heißt, wenn wir wirklich Jesus Christus und den Himmel und sein Reich an erster Stelle im Herzen haben, dann wird auch unser gesamtes Leben zu Gottes Ehre ausgerichtet werden.
Was bedeutet das Herz laut Bibel?
Nun, weil es wirklich so ernst ist mit unserem Herzen, wollen wir heute einen kritischen Blick auf das menschliche Herz werfen. Gleichzeitig wollen wir auch einen Blick auf Jesus Christus richten, denn er kann unsere Herzen verändern.
Kommen wir zum ersten Punkt: Ich möchte jetzt wirklich grobe Linien skizzieren, damit wir verstehen, was die Bibel genau meint, wenn sie vom Herzen spricht. Es wird vielleicht am Anfang etwas stichpunktartig, aber ich bitte euch, diese einzelnen Aspekte gedanklich zu sammeln und daraus ein Bild zu formen. Dann verstehen wir auch, warum es Jesus Christus so wichtig ist, den ersten Platz in unserem Herzen zu haben. Das werden wir gleich sehen.
Warum ist es Jesus wichtig, den ersten Platz zu haben? Weil wir gleich erkennen, was genau unser Herz ausmacht. Ursprünglich bedeutet das Herz Folgendes: Das Herz ist der Kern einer Sache, der Mittelpunkt einer Sache. Wir kennen zum Beispiel die Umschreibung, dass wir „ins Herz der Stadt“ fahren. Damit meinen wir das Zentrum der Stadt, dort, wo alles ausgeht, wo die U-Bahn-Station ihren Mittelpunkt hat. Von dort geht alles aus.
So wird das Herz auch größtenteils im Alten und Neuen Testament benutzt. In Bezug auf dich ist das Herz das Wesen deiner Persönlichkeit, der Kern deiner Persönlichkeit. Wenn die Bibel vom Herzen spricht, meint sie dich. Dein Fleisch ist deine Hülle, aber der, der du wirklich bist – dein Denken, dein Innerstes – das ist dein Herz. Die Bibel nennt es auch den inneren Menschen an anderer Stelle: deine Persönlichkeit, dein Fühlen, dein Charakter, dein Wille, deine Empfindungen.
Wir können zum Beispiel ein zerbrochenes Herz haben. Schlagt mit mir Johannes 16,6 auf. Dort sehen wir, wie Jesus Christus selbst einen Teil des Herzens definiert. In Johannes 16,6 definiert er es in Bezug auf Empfindungen und Gefühle. Dort sagt Jesus: „Sondern weil ich euch dies gesagt habe, ist Traurigkeit in eurem Herzen.“
Also, der erste Punkt hier ist: Wenn du Gefühle in deinem Herzen hast – Traurigkeit, Freude, Zorn, Wut –, dann sind diese Empfindungen Teil deines Herzens. Einige Verse später, in Johannes 16,22, sagt Jesus, dass die Jünger Freude in ihrem Herzen haben werden, wenn sie ihn wiedersehen.
Jesus Christus sagt also selbst, dass Freude, Trauer und andere Gefühle in unserem Herzen sind. Haltet diesen Punkt fest: Ein Teilaspekt unseres Herzens sind unsere Empfindungen. Wir können Freude verspüren, Trauer, Zorn, Wut – all das ist in unserem Herzen. Auch Liebe oder Gleichgültigkeit zu Gott finden in unserem Herzen statt. Ob wir uns an Gott freuen, ob wir ihn lieben oder ob er uns gleichgültig ist – das alles spielt sich in unserem Herzen ab.
Es ist gut, sich selbst zu durchleuchten: Welche Gefühle habe ich Gott gegenüber? Wir wollen kein Christentum, das nur auf Gefühlen basiert, darum geht es nicht. Aber in unserem Herzen sind Freude und Traurigkeit, und Jesus sagt selbst zu seinen Jüngern: „Wenn ihr mich wiedersehen werdet, habt ihr Freude.“ Also ist es schon die Frage, wie sehr unser Herz im Bereich der Empfindungen auf Gott ausgerichtet ist. Woran freust du dich mehr? Ist die größte Freude in deinem Leben, endlich Wochenende zu haben? Jeder kann das für sich selbst überprüfen.
Ein weiterer Punkt in unserem Herzen ist unser Wille, unsere Entschlossenheit. Nehemia 3,38 beschreibt, wie das Volk gemeinsam an der Mauer arbeitet. Dort heißt es, dass sie mit ganzem Herzen bei der Arbeit sind. In meiner Übersetzung steht: „Das Volk gewann Mut zur Arbeit.“ Es geht darum, dass das Volk mit ganzem Willen und voller Entschlossenheit bei der Arbeit war.
Mein Arbeitskollege Martin ist ein gutes Beispiel: Wenn er arbeitet, ist er mit ganzem Herzen dabei. So ist es auch bei den Arbeitern in Nehemia. Hier sehen wir, dass mit dem Herzen auch Entschlossenheit gemeint ist – alles andere als lauwarm oder halbherzig. Also: Wille und Entschlossenheit sind ein weiterer wichtiger Aspekt unseres Herzens.
Ein weiterer Punkt sind die Planungen, die wir in unserem Herzen machen. Eine Stelle sagt: „Das Herz plant seinen Weg, aber der Herr lenkt seine Schritte.“ Das heißt, wenn du in deinem Leben überlegst, welches Haus du kaufen willst, welche Arbeitsstelle du annimmst oder was dir wichtig ist – das sind alles Aspekte deines Herzens.
Schlagt mit mir Apostelgeschichte 5,4 auf. Dort wird über Christen eine Aussage getroffen, die in ihrem Herzen Entscheidungen treffen – ob sie sündigen oder nicht sündigen. Bevor wir die Stelle lesen: Wir treffen in unserem Herzen Entscheidungen für Sünde oder gegen Sünde. Das ist ganz wichtig. Wenn wir innerlich ringen: Soll ich lügen, soll ich eine Ausrede sagen, soll ich diese oder jene Sünde tun? All das geschieht in unserem Herzen.
In Apostelgeschichte 5,4 geht es um Ananias und Saphira, die Christen waren und beschlossen hatten zu lügen. Petrus spricht sie an und fragt: „Warum hast du in deinem Herzen diese Tat beschlossen?“ Hier geht es nicht darum, dass sie die Sünde schon in der Praxis begangen haben, sondern die Sünde fing in ihrem Herzen an.
Kennst du diese Kämpfe zwischen Gehorsam und Ungehorsam? Zwischen: Soll ich lügen oder nicht? Soll ich dies tun oder nicht? Wenn du dieses Ringen kennst, dann weißt du, dass es im Herzen stattfindet.
Wir könnten noch weiter gehen bei der Beschreibung des Herzens: Hass kommt aus unserem Herzen, die Dinge, die uns am meisten begeistern, kommen aus unserem Herzen. Denn wovon mein Herz voll ist, davon fließt mein Mund über.
Es gibt sicherlich noch weitere Punkte, aber ich möchte es bei dieser groben Umschreibung belassen.
Wenn wir diese Punkte zusammenziehen – meine Gefühle, mein Wille, meine Entschlossenheit, mein Eifer wie bei Nehemia, mein Ringen, ob ich sündige oder nicht, meine Entscheidungen und Planungen – wenn das alles das Herz ausmacht, wenn wir uns diesen inneren Menschen zusammenmalen, verstehen wir, warum Jesus Christus zuerst dein Herz möchte.
Es ist ihm egal, ob du äußerlich schön religiös bist, lange Gebete sprichst und so weiter. Das interessiert ihn nicht. Gott interessiert es, dass deine Empfindungen auf ihn ausgerichtet sind. Er interessiert sich dafür, dass deine Planungen auf ihn ausgerichtet sind.
Gott möchte, dass, wenn du ringst und kämpfst in deinen Gedanken, alles sich auf ihn ausrichtet. Er möchte auch in Bezug auf unsere Gefühle der Grund unserer Freude sein. Er möchte unser Gott sein. Er möchte, dass dein ganzer Eifer und deine Hingabe auf ihn ausgerichtet sind.
Das heißt nicht, dass andere Dinge keinen Platz in unserem Herzen haben dürfen. Meine Familie hat natürlich auch einen Platz in meinem Herzen. Aber es ist nicht so, dass mein Herz verschiedene Kammern hat: Eine Kammer für die Arbeit, eine für die Familie, eine für die Eltern, eine für Jesus. So ist es nicht. Das wäre ein geteiltes Herz.
All diese Dinge sind gut, aber alles soll auf Christus ausgerichtet sein. Christus ist alles, und alles andere soll sich ihm unterordnen. Wenn ich arbeite, dann arbeite ich, um Gott zu ehren. Wenn ich meine Familie liebe, tue ich das, um Gott zu ehren.
Es kann sein, dass ich manche Dinge so sehr liebe und ihnen so viel Beachtung schenke, dass sie in meinem Herzen Gott den Platz rauben. Das nennt die Bibel Götzendienst. Wenn ich etwas mehr liebe als Gott, wenn mein Herz – mein Wille, mein Eifer, meine Gefühle – auf etwas mehr ausgerichtet ist als auf Gott, dann ist das Götzendienst.
Unser Herz ist empfänglich, etwas anzubeten. Was meine ich damit? Unser Herz braucht immer etwas, um das es sich dreht – immer. Achte mal auf dein Herz: Es braucht immer etwas, für das es sich begeistert, für das es lebt, für das es sich gefühlsmäßig ausrichtet. Immer.
Unser Herz – jemand hat es mal so umschrieben – ist eine Götzenfabrik. Es sucht sich immer etwas. Ja, immer etwas. Es muss sich immer auf irgendetwas ausrichten. Mein Herz sucht sich immer etwas, für das es sich lohnt zu leben.
Deshalb, weil unser Herz empfänglich ist, Dinge anzubeten – nicht unbedingt so, wie man sich äußerliche Anbetung vorstellt, aber Anbetung bedeutet ja, Begeisterung für etwas zu haben – ist es so wichtig, mehr als alles andere auf dein Herz zu achten.
Mehr als alles andere achte auf dein Herz. Pass auf dein Herz auf, mehr als auf dein eigenes Kind, mehr als auf dein Handy. Wenn du irgendwo unterwegs bist, achte auf dein Herz. Verstehst du? Pass mehr auf dein Herz auf als auf alles andere, was du hast.
Unser Herz kann schnell weggehen vom wahren Gott und sich Ersatzgötzen zuwenden. Wisst ihr, wie der Vers weitergeht? „Mehr als alles andere achte auf dein Herz. Warum? Weil von deinem Herzen das Leben ausgeht.“
Wenn dein Herz anfängt, andere Götzen zu haben, wird sich dein ganzes Leben in diese Richtung entwickeln. Alle Entscheidungen, alle Begeisterung werden darauf ausgerichtet sein.
Mehr als alles andere – wisst ihr, was das bedeutet? Mehr als alles andere achte auf dein Herz. Pass auf dein Herz auf. Pass auf dein Herz auf. Pass auf dein Herz auf.
Alles, was wir in unserem Leben tun, ist die Frucht dessen, was in unserem Herzen ist. Alles, was ich in der Praxis tue, ist die Frucht dessen, was in meinem Herzen ist.
Petrus sagt, wir sollen Jesus Christus in unserem Herzen heiligen. Heiligt Jesus Christus in eurem Herzen! Sondert alles ab und gebt ihm allein den ersten Platz. Gebt ihm allein den ersten Platz.
Versteht ihr? Der Kampf unseres Glaubenslebens findet nicht zuerst in unseren Taten statt. Der Kampf unseres Glaubenslebens wird in unserem Herzen gekämpft.
Und wenn unser Herz in der richtigen Verbindung zu Jesus Christus steht, dann werden auch die Taten passen. Das heißt nicht, dass Taten unwichtig sind. Unser Glaube soll durch gute Taten sichtbar werden. Darum geht es.
Aber die Reihenfolge ist wichtig: Wenn das Herz stimmt, dann tun wir die Taten von Herzen.
Ein einfaches Beispiel: Stell dir vor, du bist ein schlechter Predigzuhörer. Du sitzt im Gottesdienst und langweilst dich von ganzem Herzen. Die Leute um dich herum merken das. Dann sagen sie zu dir: „Setz dich doch mal aufrecht hin, nimm einen Stift, fang an mitzuschreiben, benimm dich wie ein richtiger Christ!“ Das sind erst mal gute Tipps.
Aber was passiert hier? Es wird eine fromme Hülle aufgelegt, ohne das Problem an der Wurzel zu packen. Ist das Problem wirklich, dass man sich nicht gut konzentrieren kann? Das mag bei manchen so sein, aber könnte es nicht sein, dass das Herz fern von Gott ist? Dass diese Person gar kein Interesse an Gott hat? Kein Interesse, vom Leben angesprochen zu werden?
Man kann äußerlich sagen: „Tu dies, mach das!“ Aber das verändert das Herz nicht. Es verändert das eigentliche Problem nicht.
Es gibt natürlich Situationen, in denen äußere Dinge helfen können. Aber oft müssen wir an einer ganz anderen Stelle anpacken.
Wir können heute Lieder singen, Gott anbeten – und unser Herz ist fern von Gott. Das kann passieren. Ich kann hier predigen, und mein Herz ist fern von Gott. Mein Herz steht nicht in der richtigen Verbindung zu Gott.
Ich kann toll beten, aber Gott interessiert es nicht, wenn mein Herz fern von ihm ist.
Versteht mich nicht falsch: Wir haben nicht jeden Tag überschwänglichen Eifer. Nicht jeden Tag haben wir himmelhoch jauchzende Gefühle zu Gott. Wir alle haben Gefühlsschwankungen und Ablenkungen. Das ist unser Fleisch. Wir müssen realistisch bleiben. Wir sind alle schwach in unserem Fleisch.
Hier geht es nicht darum, ein perfektes Herz zu haben. Aber es geht um dieses grundlegende Prinzip.
Beispiele aus der Bibel: Herztreue und Herzabwendung
Nun wollen wir zum zweiten Punkt kommen, nachdem wir ein wenig verstanden haben, warum es wichtig ist, dass unser Herz auf Gott ausgerichtet ist. Von unserem Herzen geht das Leben aus, denn Gott möchte in allem die Nummer eins sein – in unserem Eifer, unseren Gefühlen, unserem Willen und unseren Entscheidungen.
Jetzt möchten wir uns zwei Personen aus dem Alten Testament anschauen. Beide haben gut angefangen, aber unterschiedlich geendet. Es waren Männer, die große Taten für Gott getan haben. Das müssen wir uns wirklich vor Augen halten: Beide haben Großes für Gott geleistet, aber nur einer von ihnen blieb bis zum Ende ungeteilt in seinem Herzen. Der andere wandte sein Herz anderen Göttern zu.
Ganz wichtig ist an dieser Stelle: Wenn wir uns diese zwei Personen anschauen, geht es nicht darum, dass jemand, der einmal gläubig war und dessen Herz sich von Gott abwendet, automatisch verloren ist. Es geht nicht darum, dass wir unser Herz immer unter Kontrolle haben müssen, um nicht verloren zu gehen. Jesus Christus ist treu, auch wenn wir untreu sind. Wir leben im Rahmen der Gnade.
Es kann aber durchaus passieren, dass es Zeiten in unserem Leben gibt, in denen wir für Jesus Christus gebrannt haben – in denen es nichts gab, was wir über ihn gestellt hätten. Und es kann eine Zeit kommen, in der unser Herz träge wird für geistliche Dinge. Jesus Christus wird dann nur noch eine von vielen Personen in unserem Herzen. Das kann passieren.
Es kann eine Zeit geben, in der wir uns nicht mehr an Jesus Christus freuen, innerlich kalt sind, geknechtet und ohne Leidenschaft für den Glauben. Das passiert, und es ist erst einmal in Ordnung. Jeder durchlebt solche Phasen. Das ist kein Grund zur Verurteilung. Aber es ist gut, wenn der Heilige Geist uns überführt, damit wir zur ersten Liebe umkehren. Es ist wichtig, dass unser Herz sich nicht dagegen entscheidet und dass wir sensibel sind für das Anklopfen des Geistes Gottes.
Nun schlagen wir gemeinsam 1. Könige 11,3-10 auf. Dort geht es um zwei Könige. Ich lese den Bibeltext:
„Und er, das heißt Salomo, hatte siebenhundert fürstliche Frauen und dreihundert Nebenfrauen. Und seine Frauen verleiteten sein Herz. Und es geschah zu der Zeit, als Salomo alt geworden war, da wendeten seine Frauen sein Herz anderen Göttern zu, so dass sein Herz nicht mehr ungeteilt mit dem Herrn, seinem Gott, war. Es war mal ungeteilt, aber nun nicht mehr ungeteilt mit dem Herrn, seinem Gott, wie das Herz seines Vaters David. So lief Salomo dem Astate nach, der Gottheit der Zidonia und Milkum, dem Groll der Ammoniter. Und Salomo tat, was böse war in den Augen des Herrn; er folgte dem Herrn nicht völlig nach wie sein Vater David. Auch baute Salomo eine Höhe für den Chemosch, den Groll der Moabiter, auf dem Berg, der östlich von Jerusalem liegt, und für den Moloch, den Groll der Ammoniter. Ebenso machte er es für alle seine ausländischen Frauen, die ihren Göttern räucherten und opferten. Da wurde der Herr zornig über Salomo, weil sein Herz sich abgewandt hatte von dem Herrn, dem Gott Israels, der ihm zweimal erschienen war. Gerade wegen dieser Sache hatte er ihm das Gebot gegeben, dass er nicht anderen Göttern nachwandeln solle. Aber Salomo beachtete nicht, was ihm der Herr geboten hatte, er achtete nicht darauf, was der Herr ihm geboten hatte.“
Hier haben wir Salomo. Wer die Geschichte von Salomo kennt, weiß, dass er ein Mann Gottes war. In Vers 9 spürt man fast den Schmerz Gottes, wirklich diesen Schmerz. Salomos Herz wandte sich von Gott ab, obwohl Gott ihm zweimal erschienen war. Gott hatte Salomo Weisheit und Reichtum gegeben. Besonders war, dass Salomo den Tempel Gottes in Jerusalem bauen durfte – den Ort, an dem Gott angebetet wurde. Das war ein großes Privileg. Salomo war ein Werkzeug in Gottes Hand.
Gehen wir noch einmal zu 1. Könige 3,3. Dort steht etwas Wichtiges über Salomo. Es heißt, dass Salomo den Herrn liebte. Er tat große Wunder für den Herrn, baute den Anbetungsort für Gott und lebte nach seinen Ordnungen. Das ist wirklich traurig, oder? Ein Mann, der Gott liebte, sich aber später von ihm abwandte.
Was führte zu seinem Fall? Gott hatte ihm in Kapitel 11, Vers 10 gesagt: „Hol dir keine Frauen, die andere Götter haben, die aus anderen Stämmen kommen.“ Warum? Weil diese Frauen ihn dazu bringen würden, ihren Göttern nachzufolgen. Eine kleine Anmerkung für alle, die noch nicht verheiratet sind: Holt euch keine ungläubigen Partner. Das kann euer Herz genauso von Gott wegziehen. Nicht, dass man dann nicht mehr gerettet wird, aber sonntagmorgens können plötzlich andere Dinge wichtiger sein, und man kann dem Herrn nicht gemeinsam dienen. Das nur als kurze Klammer.
Salomo hat Gott geliebt, den Anbetungsort für Gott gebaut, und am Ende seines Lebens begann er, andere Götter anzubeten. Stellt euch vor, jemand aus unserer Gemeinde, vielleicht ein Ältester, würde zum Islam konvertieren. Das wäre völlig verrückt, oder? Nach all dem, was er uns vorher gezeigt hat. Nur ein Beispiel.
Salomo hat den Tempel Gottes gebaut, aber am Ende seines Lebens baute er Anbetungsstätten für Götzen – für falsche Götter. Das ist wirklich verrückt. Salomo hatte zweimal Begegnungen mit dem lebendigen Gott, aber irgendwann war sein Herz so weichgetreten und abgewandt, dass er statt des Tempels Gottes Anbetungsstätten für andere Götter errichtete.
Kann es sein, dass auch wir in unserem Herzen anderen Götzen Anbetungsstätten bauen? Gibt es Dinge in deinem Leben, an denen dein Herz sich mehr freut als an Gott? Für die du mehr Eifer, mehr Geld oder Zeit aufwendest als für Gott? Wie tief ist dieser Mann gefallen, weil er viele kleine Schritte weg von Gott gegangen ist?
Bei Salomo war es sehr dramatisch, aber auch dein Herz kann sich von Gott abwenden. Versteht mich nicht falsch: Gott ist treu, wenn wir untreu sind. Dieser kritische Blick auf unser eigenes Herz darf uns nicht entmutigen. Wir dürfen uns an der Gnade Gottes freuen. Er liebt uns trotzdem, er geht uns nach, er vergibt uns, er ist treu. Das ist es, was wir in Jesus Christus haben.
Auch im Neuen Testament werden Gemeinden aufgerufen, ihr Herz neu auf Jesus Christus auszurichten. In der Offenbarung werden zwei Gemeinden genannt: Laodizea wird aufgefordert, entweder kalt oder heiß zu sein – also mit ganzem Eifer dabei, nicht halbherzig. Ephesus wird ermahnt, weil es seine erste Liebe verlassen hat. Ephesus war gut in der Lehre, hatte eine stabile Gemeinde, aber die Liebe zu Jesus Christus ging verloren. Sie werden aufgerufen, umzukehren.
Schlagen wir 2. Timotheus 4,10 auf. Dort spricht Paulus über einen Mitarbeiter von sich, Demas. Paulus sagt: „Demas hat mich verlassen, weil er die Welt lieb gewonnen hat.“ Was war die Konsequenz? Er hat Paulus verlassen, weil es ihm zu viel wurde, mit Paulus dem Herrn zu dienen. Er hat in seinem Herzen einen neuen Gott, den er mehr liebt als Jesus Christus.
Ist Demas deswegen verloren? Natürlich nicht, darum geht es hier nicht. Aber sein Leben ist sinnlos, wenn er stirbt. Er hat sein Leben für etwas Vergängliches verschwendet, obwohl er mit Paulus Gott hätte dienen können und eine Ehrenkrone bekommen hätte. Demas war ein treuer Diener, der mit ungeteiltem Herzen Jesus nachgefolgt ist.
Gott möchte unsere Herzen erwecken, denn es ist ernst mit unserem Herzen. Deshalb heißt es: „Mehr als alles andere achte auf dein Herz.“ Denkt ihr, die Bibel sagt das aus Spaß? Mehr als alles andere – pass auf, pass auf!
Doch wir wollen es nicht nur bei Salomo belassen, sondern auch ein positives Beispiel anschauen. Es gibt viele positive Beispiele. Wir gehen zurück zu 1. Könige 11,4. Dort sehen wir den direkten Vergleich:
„Und es geschah zu der Zeit, als Salomo alt geworden war, da wendeten seine Frauen sein Herz anderen Göttern zu, so dass sein Herz nicht mehr ungeteilt mit dem Herrn, seinem Gott war.“
Und jetzt der Vergleich: Wer steht auf der anderen Seite? Salomos Herz war nicht mehr ungeteilt mit seinem Gott – anders als das Herz seines Vaters David. David hatte ein ungeteiltes Herz. Er hat Gott geliebt.
Nun fragt sich vielleicht jemand: War David nicht ein Ehebrecher? War er nicht ein Lügner und Betrüger? Hat er nicht sogar jemanden umgebracht, weil er ihm seine Frau ausgespannt hat? Und hat er dann, um das zu vertuschen, diesen Mann ermorden lassen?
Kann man nicht sagen, dass David zumindest zeitweise ein geteiltes Herz hatte? Wenn jemand für uns diese Sünden tun würde, die David getan hat, würden wir ihn wahrscheinlich ausschließen, oder? Er hat jemanden hinterhältig ermorden lassen, Ehebruch begangen, indem er sich die Frau eines seiner treuen Männer nahm, während dieser im Krieg war.
Wir alle sündigen, wir alle haben unsere Kämpfe, und auch David hatte seine Kämpfe. Er rang mit einem Herzen, das oft kalt war gegenüber Gott, das sich oft nicht freute, wie wir in den Psalmen lesen. Dort sagt er: „Ich will mich freuen, ich freue mich zwar nicht, aber ich will mich disziplinieren, mich zu freuen.“ So war David. Er rang ständig in seinem Herzen.
Aber wisst ihr, was Davids grundsätzliches Herzensanliegen war? Es war Gott. Warum hat sich der kleine Hirtenjunge David mit dem großen Goliath angelegt? Weil David es nicht ertragen konnte, dass jemand über seinen Gott spottet. David ging nicht in den Kampf, um sich selbst zu zeigen, sondern weil es um die Ehre Gottes ging. Die Schlachtreihen Gottes wurden verspottet, und David konnte das nicht ertragen.
David hat Gott geliebt, und dennoch wusste er sehr wohl, dass sein Herz ständig in Gefahr war, geteilt zu werden. Das hat David immer bewusst gewusst.
Und wisst ihr, was David tut? Das ist die Anwendung für uns am Ende der Predigt: Er geht zum Thron der Gnade. Schlagen wir Psalm 86,11 auf.
David war jemand, der Gott liebte und sein ganzes Herz auf ihn ausrichten wollte. Am Ende seines Lebens sagte Gott über ihn, dass er ungeteilt in seinem Herzen war. Aber David war das nicht aus eigener Kraft. Weil David sein eigenes trügerisches Herz kannte, floh er zu Gott.
Psalm 86,11 lautet: „Zeig mir, Herr, deinen Weg, damit ich wandle in deiner Wahrheit. Richte mein Herz auf das Eine aus, dass ich deinen Namen fürchte.“
Das ist Davids Gebet vor dem Thron der Gnade, wo er Hilfe für sein eigenes Herz bekommt. Er bittet: „O Gott, wenn du mein Herz nicht ausrichtest, wenn du meine Fußstapfen nicht in deine Fußstapfen lenkst, wenn du mein Herz nicht auf dich ausrichtest, dass ich dich fürchte und liebe, dass mein Eifer nur dir gilt – wenn du es nicht tust, tut es keiner.“
Deshalb betet er: „O Gott, richte mein Herz auf das Eine. Tu du es, richte du es, nicht ich.“
Wenn wir das Ende von David sehen – dass er ein gutes Zeugnis bekommen hat und gleichzeitig ein Kämpfer war –, ist das nicht Motivation für uns, dasselbe zu beten?
Ist es dein Gebetsanliegen in deiner stillen Zeit: „Richte mein Herz aus, oh Gott!“?
Zum Schluss lesen wir noch zwei Bibelstellen aus dem Neuen Testament, die zeigen, dass wir auch heute für unser Herz beten müssen. Paulus tut das im Epheserbrief zweimal – einmal in Kapitel 1 und einmal in Kapitel 3.
Das erste Gebet steht in Epheser 1,18. Dort betet Paulus, dass Gott den Gläubigen den Geist der Weisheit und Offenbarung gebe in der Erkenntnis seiner selbst. Er bittet um erleuchtete Augen des Herzens, damit sie wissen, was die Hoffnung ist und welchen Reichtum und welches Erbe sie haben.
Paulus betet also, dass Gott die Herzensaugen öffnet, damit wir verstehen, was uns erwartet und zu was wir berufen sind. Wenn mein Herz wirklich versteht, dass es um das ewige Leben geht, richtet es sich danach aus.
Die zweite Stelle ist Epheser 3,14-16. Paulus beugt seine Knie und betet, dass Gott die Gläubigen durch seinen Geist an dem inneren Menschen stärkt.
Lasst uns anfangen, mehr für unseren inneren Menschen zu beten, damit er Gestalt gewinnt und auf Gott ausgerichtet bleibt.
Herr, richte mein Herz auf das Eine, dass ich dich fürchte. Öffne mir die Augen meines Herzens, damit ich das Erbe verstehe, geistliche Dinge begreife, meine Berufung erkenne und das ewige Leben mehr erfasse. Stärke mich an dem inneren Menschen, damit ich auch praktisch danach handle.
Das ist die heutige Anwendung: Lasst uns mehr für unser Herz beten und auch für das Herz unserer Gemeindegeschwister. Paulus hat auch für andere gebetet. Lasst uns das tun.
Wenn ihr ein Gebetsanliegen sucht, betet für mich. Vielleicht wisst ihr nicht, was in meinem Leben los ist, aber betet dafür. Betet für Gabriel, betet für jeden, denn jeder braucht das.
Damit schließe ich und vielleicht beten jetzt zwei oder drei Leute, und ich schließe dann ab.
Abschluss und Gebet
Zu deinem Volk Israel einmal: Tu ihn weg von mir! Er lärmt deine Lieder, und das ernüchtert mich jedes Mal. Dann frage ich mich wirklich: Wen bete ich eigentlich an? Ja, das sollten wir uns als Gemeinde wirklich fragen.
Doch verbinden wir diese Erkenntnis damit, dass wir in unserem Herzen tatsächlich nicht in erster Linie deine Ehre suchen. Wir sind von Natur aus, wir haben ein Fleisch, immer noch alte, sündige Menschen, die dir gebrochen haben. Sie bevorzugen die Evolution oder alles Mögliche in ihrem Leben, nur nicht dich. Selbst als Christen sind wir immer wieder auf anderen Wegen unterwegs.
Danke, dass du uns das so deutlich vor Augen gestellt hast, wie ein Spiegel. So konnten wir uns klar erkennen. Nun wollen wir in diesem Gottesdienst dich ehren, das vor Augen halten und diesen kritischen Blick nicht gleich wieder zur Seite legen, um dann in das Hamsterrad des Alltags zu springen, Herr, das sich so schnell wieder dreht. Danke, dass du ein Gott bist, der die Kraft hat, das zu ändern. Amen. Amen.
Denn Gott hat das Lichtgebot aus der Finsternis hervorgeleuchtet. Er hat es auch in unseren Herzen Licht werden lassen, damit wir erleuchtet werden mit der Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes im Angesicht Jesu Christi. Da schenke ich dem Einzelnen, Herr, genau das. Amen! Amen!
Te rugăm, se ne ajut, se ne pozin, si gândurile — wir bitten dich, hilf uns, unsere Gedanken zu bewahren. Se ne kontrollam die Atem, und wir unternehmen, unter Kontrolle zu setzen. Te rugăm, ajutene, so viel Licht in unserer Umgebung zu sein. So viele Siffel, so viele Siffel, so viele Siffel... (An dieser Stelle scheint die Wiederholung von „so viele Siffel“ inhaltlich unklar zu sein, wurde aber übernommen.)
Amen. Ja, Vater, ich möchte dich wirklich bitten, dass du unsere Herzen ausrichtest, deinen Namen zu fürchten. Richte auch mein Herz wirklich aus, Herr! Schenke uns, dass wir in unserem Herzen nichts haben, was dir deinen Platz raubt. Wo das so ist, Herr, gib uns doch wahre Buße in unserem Herzen. Wahre Umkehr — nicht einfach nur Äußerlichkeiten, sondern eine echte Umkehr zu dir.
Bitte hilf uns dabei! So möchten wir auch mit Paulus beten, Herr, dass du jeden Einzelnen, der hier ist, die Augen des Herzens erleuchtest. Dass wir die Berufung verstehen, das Evangelium tiefer erfassen und das Erbe begreifen. Herr, dass wir all diese großen geistlichen Schätze verstehen, damit sich unser Herz danach ausrichtet.
Und dann stärke uns doch durch deinen Geist an dem inneren Menschen, dass wir auch danach leben können. Wer noch nicht gerettet ist, ich bitte darum: Rette jeden, den du retten möchtest und ansprechen willst, auch heute hier. So preise ich dich, mein Gott. Amen.
Ja, vielen Dank, Tobi. Ich möchte dich hier auffordern und gerade auch dich zuhause vor dem Bildschirm und wo immer du uns zuschaust, die wichtigste Frage zu klären: Gehört dein Herz Jesus Christus? Oder ist es vielleicht auch gerade jetzt geteilt und gehört ihm nicht ganz?
Dann gibt es eine gute Nachricht: Du darfst Buße tun und Gott deine Schuld bekennen. Denn wer ist ein Gott wie du, der die Sünde vergibt und das Unrecht vergibt? Wer ist ein Gott wie du?
Von diesem Gott hat uns Tobi heute Morgen Großes erzählt, und wir wollen jetzt darüber singen. Danach werde ich den Livestream verabschieden. Lasst uns zusammen noch das Lied „Wer ist ein Gott wie du?“ singen.