
Biblische Wunder und Naturwissenschaften: Sind die biblischen Wunder für uns eine Zumutung oder Tatsache?
Generierte Mitschrift
Die nachfolgende Mitschrift wurde automatisch mit KI-Technologie erstellt und kann Fehler enthalten. Im Zweifel gilt das gesprochene Wort.
Ein unerwartetes Rätsel und die Frage nach dem Wunder
Und an einer Haltestelle steigen plötzlich zehn Leute dazu. Jetzt fahren die von einer Haltestelle zur anderen durch die Stadt, und dann hält die Straßenbahn irgendwann wieder. Da steigen elf Leute aus, aber die drei Wissenschaftler waren sitzen geblieben.
Jetzt hatten die Wissenschaftler ein großes Problem. Was ist hier passiert? Ein Wunder vor unseren Augen. Aber sie fingen doch an, das Problem zu lösen. Der Biologe fing an und sagte: Das ist für mich überhaupt gar kein Problem, die haben sich inzwischen vermehrt. Der Physiker sagte: Für mich ist es auch kein Problem, das ist einfach eine Frage der Messungenauigkeit. Und als Drittes kam der Mathematiker, und der sagte: Was wollt ihr denn? Wenn gleich in der nächsten Haltestelle wieder einer zusteigt, dann stimmt die mathematische Bilanz.
So hatte jeder eine Lösung gefunden für dieses Problem, das wir wohl als ein Wunder bezeichnen können.
Wir leben im 21. Jahrhundert und haben sehr viele Fortschritte in der Wissenschaft erlebt. Herzen sind transplantiert worden, die Menschen sind zum Mond geflogen, der genetische Code wurde sequenziert. Man muss genau sagen: In den Zeitungen stand, er wurde aufgedeckt, das stimmt natürlich nicht. Wir kennen nur sehr, sehr wenige Teile des menschlichen Genoms. Was das bedeutet? Das meiste ist uns unbekannt. Wir haben nur die Sequenz, also die Reihenfolge der einzelnen Buchstaben, gefunden. Das Schaf Dolly wurde geklont, und viele, viele Dinge sind gemacht worden.
Und so taucht in diesem Zusammenhang die Frage auf: Wie sind denn jene Dinge zu verstehen, die in der Bibel stehen? Also zum Beispiel die Jungfrauengeburt. Wie ist das mit der Auferstehung der Toten, oder wie können Blinde plötzlich sehend werden? Und im Alten Testament ist da eine Situation geschildert, in der es heißt: Sonne, steh still. Wie kann so etwas gehen? Wie kann man so etwas erklären?
Damit wollen wir uns heute Abend ein Stück weit auseinandersetzen.
Ein Bericht aus Australien als Ausgangspunkt
Oft ist mir die Frage gestellt worden, ob es auch heute noch Wunder gibt. Manche sagen: Na ja, das war vor ein paar tausend Jahren. Aber wie ist es heute?
Darum möchte ich zunächst mit einem Wunder aus unseren Tagen beginnen. Vor einigen Jahren waren meine Frau und ich in Australien. Dort haben wir einen Arzt kennengelernt, und dieser Arzt erzählte uns seine Geschichte.
Er wohnte im Süden Australiens in Adelaide und wollte nach Norden, nach Darwin, umziehen, weil seine Frau das Klima dort unten nicht so gut vertragen konnte. Sie wollte in eine wärmere Gegend ziehen. So fuhren sie dann mit zwei Autos und mit ihren beiden Töchtern los: dieser Arzt vorne im Auto vorweg, mit seiner elfjährigen Tochter darin, und im zweiten Auto die Frau mit der fünfzehnjährigen Tochter.
In Australien ist das ganz anders als hier. Dort steht nicht alle drei Meter eine Ampel. Wenn man durch das Outback fährt, und das ist ja vorwiegend Wüste, dann geht eine Straße geradlinig bis zum Horizont. Man sieht, wie sie ganz schmal wird. Und man fährt und fährt und fährt, und es ändert sich nichts. Da kann es schnell passieren, dass man irgendwo den Sekundenschlaf erlebt. So ist es auch ihm ergangen.
Auf einmal gab es mitten in der Wüste einen mächtigen Knall. Und was war passiert? Er war mit einem großen Diesellastzug zusammengestoßen. Das Auto hatte sich mehrfach überschlagen. Die elfjährige Tochter aber war in diesem Knäuel aus Auto und Blech völlig unversehrt. Überhaupt nichts. Vielleicht eine ganz kleine Schramme am Knie, aber sonst gar nichts.
Er selbst war so zugerichtet, dass man ihn schon nicht mehr als Menschen erkennen konnte. Die Nase war abgeschert und lag daneben. Der Brustkorb war zusammengequetscht, Rippen waren gebrochen, ein Auge war schon fast ganz weg. Viele, viele Dinge waren passiert. Das Knie war zerschmettert worden, das Herz war so verletzt, dass das Blut nur so herausströmte. Man wusste nicht, was man tun sollte.
Sehr schnell rief man dann einen Hubschrauber aus Adelaide an, der ihn abholen sollte. Zuvor war es auch schon ganz selten vorgekommen, dass ein Bus hinterherfuhr. Dort wurde die erste Versorgung vorgenommen. Und man legte den Mann auf die richtige Seite, wie man später feststellte. Hätte man die andere Seite gewählt, wäre das der sichere Tod gewesen. Es war ohnehin alles so schrecklich, dass man mit dem sicheren Tod gerechnet hatte.
Gleichzeitig hatte man verschiedene Leute in Australien angerufen, die beten können, und gesagt: Könnt ihr hier beten? Es ist etwas ganz Schreckliches hier in der Wüste passiert. Und das haben sie auch getan.
Als er dann mit dem Hubschrauber im Krankenhaus von Adelaide ankam, stellte man fest, dass die Wunde im Herzen offenbar verschlossen war. Ein Wunder. Wie passiert so etwas?
Dann machte man sich daran, alles wieder in Ordnung zu bringen, soweit es möglich war. Die Nase konnte man nicht mehr verwenden, sie war abgeschert und lag daneben. Und dann hat man aus der Rippe eine Nase konstruiert. Der Arzt sagte mir, das wüssten die meisten Ärzte gar nicht: Wenn man die Rippenhaut nicht verletzt, dann wächst die Rippe weiter, auch wenn man ein Stück abschneidet. Und das hat man gemacht. Man hat aus der Rippe, nicht wahr, eine Nase gezimmert, dann Hautlappen darübergelegt und so weiter.
Dann war Folgendes passiert: Weil das Knie zertrümmert war, hatte man versucht, es mit irgendwelchen Hautlappen zu bedecken. Das hat aber nicht funktioniert. Es gab eine mächtige Entzündung, und die Ärzte entschieden, das Bein müsse jetzt amputiert werden.
Aber da gab es eine gläubige Ärztin im Krankenhaus, und die sagte: Moment mal, noch nicht. Ich kenne jemanden, der Macht über alle Dinge hat, und ich werde für das Knie beten. Das hat sie getan. Am nächsten Tag war die Entzündung weg. Man legte dann einen Wadenmuskel darüber, und er ist angewachsen. Das hat alles geklappt.
Viele Dinge, insgesamt fünfzig Operationen, hat dieser Mann erlebt und überlebt. Und wenn man ihn heute sieht, hat man nicht den Eindruck, dass er einen solchen schlimmen Unfall überlebt hat.
Wunder, in unseren Tagen. So geschieht das.
Wir haben ihn gefragt: Karl, wie war das eigentlich? Hast du mit Gott gehadert, als das alles passiert war? Und er hat gesagt: Nein, überhaupt nicht. Er sagte: Wenn ich die Bibel lese und dort sehe, was der Paulus erlebt hat an Schwierigkeiten, und wenn man sieht, was andere durchgestanden haben, dann kann ich nur danken, dass Gott mich durchgebracht hat und dass ich so wiederhergestellt bin.
Das sind Wunder in unseren Tagen, die es also gibt und die kein Mediziner erklären kann.
Der biblische Bericht und seine erste Deutung
Wir wollen uns jetzt mit den biblischen Wundern beschäftigen. Wie ist das damit? Ich schaue zunächst einmal den Text aus Josua 10,12-14 an, und da lesen wir Folgendes:
An jenem Tag, als der Herr die Amoriter in die Gewalt der Israeliten gab, hatte Josua vor dem ganzen Volk laut zum Herrn gebetet: Sonne, bleib stehen über Gibeon, und Mond über dem Tal Ajalon!
Da blieben die Sonne und der Mond stehen, bis die Israeliten sich an ihren Feinden gerecht hatten. Weder vorher noch nachher hat es je einen Tag gegeben, an dem der Herr auf eine so außergewöhnliche Bitte gehört hätte. Damals tat er es, denn er kämpfte auf der Seite Israels.
Soweit der biblische Bericht. Das ist ein gewaltiger Text. Da betet jemand: Sonne, bleib stehen! Und dann passiert das. Aber am Ende dieses Abschnittes steht eben auch: Weder vorher noch nachher hat Gott auf eine so außergewöhnliche Bitte gehört.
Aus diesem Text können wir zunächst einmal lernen: Es gibt Gebete, auf die hört Gott in der gesamten Weltgeschichte nur ein einziges Mal. So etwas gibt es. Einmal, und nie wieder wird Gott auf ein solches Gebet hören.
Wenn wir zum Beispiel vielleicht an der Nordsee im Sommer am Strand liegen, uns gut eingecremt haben, Faktor siebenundfünfzig oder was es da alles so gibt, und sagen: Es hat sich so gelohnt, jetzt, wenn die Sonne scheint, ich könnte noch drei Stunden länger hier am Strand liegen, und dann beten wir: Ach Herr, kannst du nicht mal die Sonne stehen lassen? Dann wird Gott das nicht tun. Da können wir ganz gewiss sein.
Aber schauen wir uns das andere Ende der Gebetserhörungen an. Es gibt Gebete, auf die Gott immer, überall, an jedem Ort und zu jeder Zeit sofort hört. So ein Gebet gibt es. Das ist das Gebet, wenn jemand um Errettung bittet.
Wir sehen das bei dem Mann am Kreuz, der mit Jesus gekreuzigt wurde, dem Verbrecher. Er sagte: Herr, gedenke doch auch an mich, wenn du in dein Reich kommst. Und augenblicklich, in dem Moment, sagt ihm Jesus: Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein.
Also, wenn jemand mit einer solchen Bitte zu Jesus kommt und sagt: Herr, errette mich, damit ich nicht verloren gehe, damit ich nicht in die Hölle komme, damit ich in den Himmel komme, dann wird der Herr das sofort und immer hören. Die Bibel sagt: Wer den Namen des Herrn anrufen wird, soll errettet werden.
Das ist das Großartige, dass wir das auch in diesen Tagen erleben dürfen. Wir rufen in diesen Abenden zu Jesus Christus. Und wer da kommt und zurückbleibt und sagt: Ja, das nehme ich an, der wird gerettet werden. Der darf gewiss sein, dass er in den Himmel kommt.
Also: Auf solch ein Gebet erhört der Herr. Solches Gebet erhört der Herr immer, überall, in Nürnberg, überall in München, in Braunschweig, in Sydney, in New York, in Moskau, überall, wer sich so aufmacht und darum bittet.
Es gibt andere Gebete. Jetzt sehen wir schon, wo die Grenzen liegen. Es gibt Gebete, auf die hört Gott nur einmal in der Weltgeschichte, und es gibt Gebete, die erhört er sofort. Und es gibt andere Gebete, da hat Gott Zeit und Stunde, wie er und wann er darauf reagiert.
Vergeblich gesprochen ist jedenfalls kein Gebet. So etwas gibt es nicht. Aber Gott weiß in seiner Weisheit in vielen Fällen besser als wir, was uns gut tut, wie er Gebete erhört. Manchmal erbitten wir etwas, wo wir gar nicht wissen, was wir da erbitten. Und es ist viel besser, wenn Gott das anders, auf andere Weise erhört und auch zu einem anderen Zeitpunkt.
So können wir aus diesem kurzen Text schon einmal dieses Wesentliche lernen: wie das mit den Gebeten ist.
Beobachtung, Perspektive und das Koordinatensystem der Bibel
Aber wir kommen jetzt auf ein zweites Problem, und ich bin oft darauf angesprochen worden von Studenten, die mir sagen: Ja, aber das ist doch ein falsches Weltbild, was hier unterstellt wird. Die Sonne bewegt sich doch gar nicht, die Sonne steht doch im Zentrum unseres Planetensystems, es ist doch die Erde, die sich dreht.
Stimmt, hundertprozentig, ganz klar. Aber wir müssen bedenken, dass jeder moderne Astronom vom Sonnenaufgang und vom Sonnenuntergang spricht. Und warum sagt er das so? Weil das die Bewegung ist, die wir beobachten. Wenn wir die Sonne sehen, dann sehen wir: Sie geht im Osten auf, hat im Süden den Höhepunkt und geht im Westen unter. Das ist das, was wir beobachten. Und darum finden wir auch in einem ganz modernen Kalender des einundzwanzigsten Jahrhunderts, wo die Zeiten angegeben sind für Sonnenaufgang und Sonnenuntergang, das ist ganz normal.
Und genau das tut die Bibel. Was müssen wir lernen? Das gilt auch für alle anderen Aussagen der Bibel. Die Bibel beschreibt die Phänomene immer vom Standort des Beobachters, nie anders, weil sie vom Standort des Beobachters am besten verstanden werden. Das ist das, was wir auch sehen, und so tut es die Bibel. Sie beschreibt immer an der Stelle das, wo wir es sehen.
Ich kann mich noch erinnern an meine Mechanikvorlesungen, die ich bei Professor Pestel gehört habe, einem sehr bekannten Mann. Wir haben ihn als Studenten sehr, sehr geschätzt. Er war bei uns Studenten sehr beliebt, weil er wirklich den Kontakt zu uns fand. Aber er war auch einerseits sehr gefürchtet. Seine Klausuren, die hatten es in sich. Seine Prüfungen, da wusste man: Hier wird wirklich Wissen abgefragt. Er hat nicht abgefragt, ob wir rechnen können. Er wollte wissen, ob wir die Mechanik des Systems verstanden hatten. Und das konnte man zeigen, wenn man die Gleichungen berechnen wollte, wenn wir das Koordinatensystem, den Nullpunkt des Koordinatensystems, an die richtige Stelle gesetzt haben.
Wenn man das nämlich gemacht hat, wenn man das Koordinatensystem richtig gesetzt hat, dann wurden die Gleichungen, die man aufgestellt hat, die Differentialgleichungen, was es immer waren, dann leicht lösbar. Die lösten sich in wenigen Minuten auf. Wehe, man hatte das ganze System nicht verstanden und hat ein Koordinatensystem irgendwo hingelegt, dann wurde der Rechenaufwand so immens, dass man das innerhalb der Klausurzeit überhaupt nicht schaffen konnte.
Daran ist mir deutlich geworden: Es kommt sehr darauf an, wenn wir in der Mechanik wissenschaftliche Aufgaben lösen, dass wir das Koordinatensystem an die richtige Stelle setzen. Und genau das tut auch die Bibel. Die Bibel setzt das Koordinatensystem dorthin, wo der Beobachter steht. Von da aus kann man die Phänomene am besten erklären und am besten sehen.
Man kann natürlich die Beschreibung, die Bewegung der Erde, auch so beschreiben, wenn man das Koordinatensystem zum Beispiel in den Mittelpunkt des Jupiter legt. Und beobachtet von diesem Punkt aus, welche Bewegungen die Erde macht. Das sind ganz komplizierte Schleifenbewegungen, die man von da aus beobachten würde. Niemand wird das so beschreiben. In der Mechanik würde eine Fünf kriegen, wer das macht. Sondern man macht das, indem man, wenn man von der Erde redet, das Koordinatensystem in den Mittelpunkt der Erde legt und von da aus die Drehbewegung der Erde um die eigene Achse beschreibt. Und genau so geht die Bibel vor, indem sie das immer so beschreibt.
Der Jesus, ich sage mal ein Beispiel dazu: Der Jesus sagt in Lukas 12,54-56, wo er etwas über das Wetter sagt, und er sagt: Wenn ihr eine Wolke aufsteigen seht vom Westen her, so sagt ihr gleich, es gibt Regen, und es geschieht so. Und wenn der Südwind weht, so sagt ihr, es wird heiß werden, und es geschieht so.
Für welchen Ort gilt diese Wetterbeschreibung? Nur vom Ort des Beobachters, das ist Israel, er sagt es in Israel. Als ich im vergangenen Jahr in Paraguay war, das liegt auf der südlichen Halbkugel, da gibt es eine andere Regel. Wenn der Wind von Norden kommt, dann kommt er vom Äquator, dann kommt heiße Luft, dann gibt es heiße Tage, dann geht es über 40 Grad, wenn diese Luft kommt. Wir sehen eine völlig andere Regel, die dann gilt, wenn man einen ganz anderen Beobachtungsort hat, und so wird das beschrieben.
Wenn die Bibel uns etwas sagt über die Rückkehr des Volkes Israel, da wird beschrieben, dass das Volk Israel in ganz großem Maße freigegeben werden muss, aufgrund des Willens Gottes, vom Land im Norden, in der Sprache der Bibel heißt das das Land gegen Mitternacht, von Norden. Auffällig ist, dass Jerusalem und Moskau auf demselben Längengrad liegen, also das ist das Land im Norden, die frühere Sowjetunion. Seit 1989 sind 840 Juden aus der früheren Sowjetunion zurückgekehrt, im Alten Testament längst beschrieben. Von wo kamen sie also? Nun, vom Standort des Beobachters Israel, so ist das beschrieben. Hätte man das beschreiben wollen für Amerika, dann müsste man ganz anders sagen.
Ja, also dass wir das ganz wichtig herausstellen: Es hängt immer davon ab, das wird immer so beschrieben in der Bibel vom Standort des Beobachters. Und so genauso auch in dieser Geschichte: Es wird vom Standort des Beobachters beschrieben, dass die Sonne stehen bleibt.
Die Macht über Naturgesetze und die Ordnung der Schöpfung
Nun, jetzt transformieren wir das in unser heutiges Wissen. Wenn wir das einmal ganz nüchtern betrachten, können wir sagen: Nun gut, dann wissen wir ja, was das bedeutet. Die Erde dreht sich um die eigene Achse. Wenn die Sonne stehenbleibt, bedeutet das für die Erde, dass sie aufhört zu drehen. Die Drehbewegung der Erde hört auf, aber das ist gefährlich.
Wenn die Erde plötzlich aufhört zu drehen, passiert aufgrund der Massenwirkungskräfte Folgendes: Die Ozeane schwappen über, die Flüsse gehen über die Ufer, alle Seen, die Tassen fallen aus dem Schrank, die Soldaten kippen um, und alle Leute auch. Das ist gefährlich.
Und doch geschieht das hier, und keiner merkt einen Ruck, keiner kippt um, keine Tassen fallen aus dem Schrank. Wie kommt das? Derjenige, der auf dieses Gebet gehört hat, weiß aufgrund der Naturgesetze, welche Nebenwirkungen das haben wird. Da er selbst die Naturgesetze gemacht hat, steuert er dagegen. Gar keine Frage. Sonst wäre er nicht allmächtig. Aber da er allmächtig ist, kennt er alle Parameter, die eingehalten werden müssen, damit es funktioniert. So einfach ist letztlich die Lösung.
Wir haben es mit einem allmächtigen Gott zu tun, der hier handelt.
Ein anderes Wunder aus dem Neuen Testament finden wir in Matthäus 8,24-27. Dort heißt es: Mitten auf dem See brach plötzlich ein gewaltiger Sturm los, so dass die Wellen ins Boot schlugen, aber Jesus schlief. Da weckten ihn die Jünger und riefen voller Angst: Herr, hilf, denn wir gehen unter! Jesus antwortete: Warum habt ihr Angst? Habt doch mehr Vertrauen zu mir! Dann stand er auf und bedrohte den Wind und die Wellen. Sofort legte sich der Sturm, und der See lag still da. Alle fragten sich voll Erstaunen: Was ist das für ein Mensch, dem selbst Wind und Wellen gehorchen?
Auch hier eine ganz erstaunliche Begebenheit. Die Jünger fahren über den See Genezareth, und Jesus schläft vorn im Boot. In aller Seelenruhe, als wenn da gar nichts passiert. Und die Jünger merken: Die Wellen werden höher, der Sturm wird stärker, das Wasser tritt ins Boot, und sie sehen, sie haben nur noch wenige Minuten wohl zu leben.
Dann wecken sie den Herrn Jesus, und er steht einfach auf und bedroht nur Wind und Wellen. Und schlagartig ist Ruhe im Karton. Schlagartig. Denn hier steht: Sofort legte sich der Sturm, und der See lag still da. Es war also nicht die Abendflaute. Das wissen ja die Segler: Abends kommt die Abendflaute, da wird der Wind immer schwächer. Das war hier nicht der Fall. Es war ein mächtiger Sturm, und sofort hörte das auf.
Na ja, da wird ein Physiker sofort sagen: In jedem Molekül steckt ja Energie drin, das können wir sogar ausrechnen, ein Halb mv Quadrat. Auch in den Wassermolekülen steckt Energie drin. Wo ist die Energie geblieben?
Hier ist derjenige am Werk, der Himmel und Erde gemacht hat. Das müssen wir wissen. Der in dem Boot dort schläft, das ist nicht irgendjemand, kein Physiker und Chemiker. Es ist der Urheber aller Dinge. Es ist der Schöpfer der Welt, der sich das alles ausgedacht hat mit Sturm und Regen und Wind und allen Dingen. Das ist alles nach seinen Gesetzen. Und er kann in jedem Moment, zu jeder Zeit, an dieser Schraube etwas verändern.
Der Jesus als Schöpfer kam ja nicht mit einem Personalausweis oder Reisepass in diese Welt, worin stand: Schöpfer, Sohn Gottes und alle Bezeichnungen. Er kam in diese Welt und hat dann durch seine Taten und durch seine Reden sich ausgewiesen, wer er ist. Das haben alle gemerkt, auch die frommen Leute, die Pharisäer. Und alle Leute, auch die Sünder, das haben alle gemerkt: Hier ist einer, der ist anders als alle anderen. Hier ist einer, der lügt nicht. Hier ist einer, der stiehlt nicht. Hier ist einer, der redet nicht über andere Leute. Hier ist einer ohne Sünde. Und hier predigt einer, wie noch nie jemand gepredigt hat. Und hier handelt jemand in Vollmacht, wie noch nie jemand über diese Erde gegangen ist. Was der alles tun konnte!
Und so weist er sich aus als der Sohn Gottes, der Macht hat über alle Dinge. Und diese Macht kann er auch weitergeben an andere, die an ihn glauben.
Heilung, Vollmacht und das Staunen über das Unmögliche
Dazu eine zweite, eine weitere Geschichte aus dem Neuen Testament. Wir finden sie in Apostelgeschichte 3,1-8.
An einem Nachmittag gegen drei Uhr gingen Petrus und Johannes wie gewohnt zum Tempel. Sie wollten dort am gemeinsamen Gebet teilnehmen. Zur selben Zeit brachte man einen Gelähmten und setzte ihn an eine der Tempeltüren, an das sogenannte Schöne Tor. Der Mann war seit seiner Geburt krank und bettelte dort auch an jenem Tag.
Als Petrus und Johannes den Tempel betreten wollten, bat er sie um etwas Geld. Sie blieben stehen, und Petrus sagte: Sieh uns an. Erwartungsvoll blickte der Mann auf. Würde er etwas von ihnen bekommen?
Doch Petrus sagte: Geld habe ich nicht, aber was ich habe, das will ich dir geben. Im Namen Jesu Christi von Nazareth: Steh auf und geh! Dabei fasste er den Gelähmten an der rechten Hand und richtete ihn auf. In demselben Augenblick konnte der Kranke Füße und Gelenke gebrauchen.
Was wir hier gehört haben, ist ein medizinisches Wunder, etwas, das medizinisch völlig unmöglich ist. Hier ist einer von Geburt an gelähmt. Er hat also noch niemals in seinem Leben die Beinmuskeln verwendet, noch nie ist er gegangen. Die Muskeln sind total abgeschlafft, da ist nichts mehr, was noch funktioniert. Und plötzlich wird ihm gesagt: Steh auf und geh! Und er tut das.
Jetzt würden wir sagen: Ja, den müsste man doch erst einmal in eine Rehaklinik schicken. Da müssten erst einmal die Muskeln in Gang gebracht werden, ordentlich massiert und erst einmal so kleine Bewegungen geübt werden. Und irgendwann wird er vielleicht sogar einmal aufstehen können. Nichts dergleichen. Auch hier lesen wir, dass er sofort gehen konnte, augenblicklich.
Und da sehen wir: Das ist auch ein Wunder. Das ist etwas, was wir medizinisch nicht erklären können. Da kann hier ein Mediziner sieben Doktortitel haben, er wird es nicht erklären können, weil alles gegen seine medizinische Kenntnis hier geschieht. Auch hier, weil das im Namen des Herrn Jesus geschieht.
Jetzt haben wir einige der Wunder kennengelernt. Es gibt sehr, sehr viele in der Bibel. Man kann fast die Bibel aufschlagen, und auf der Seite, wo man gerade ist, wird man ein Wunder lesen. Astronomische Wunder, physikalische Wunder, chemische Wunder, biologische Wunder, botanische Wunder, medizinische Wunder, Wunder aller Art kommen in der Bibel vor.
Wie können wir definieren, was ein Wunder ist? Was ist das eigentlich? Ich will zunächst einmal eine vorläufige Definition für Wunder geben. Als Wunder bezeichnen wir ein Ereignis, das Staunen hervorruft, das unerwartet und unberechenbar auf den Menschen zukommt. Es ist für uns Menschen nicht machbar. Das ist klar. Wir können es nicht tun. Und wenn wir das sehen, ruft es Staunen hervor. Es ist unerwartet. So etwas würden wir nicht erwarten.
Damit haben wir eine Trennlinie gefunden zwischen dem, was in unserer Welt erwartet wird, und dem, was nicht erwartet wird.
Naturgesetze als Maßstab für das Außergewöhnliche
Wie können wir eine genaue Trennlinie ziehen zwischen dem, was erwartet wird, und dem, was wir nicht erwarten? Dazu helfen uns die Naturgesetze. Und darum muss ich jetzt ein wenig über Naturgesetze sprechen.
Vor einiger Zeit war meine Frau und ich in Hamburg, am Hamburger Hafen. Da lag so ein großes Schiff, und ich beobachtete, wie sich dieses Schiff im Hafenwasser bewegte, langsam hin und her schaukelte. Ein wenig Wind war da, und es bewegte sich so.
In dem Moment fiel mir ein Naturgesetz ein, das schon Archimedes herausgefunden hatte. Es ist also eines der Naturgesetze, die schon sehr früh in der Weltgeschichte erkannt worden sind. Archimedes hat herausgefunden, dass ein schwimmender Körper genau so viel wiegt, wie die verdrängte Wassermenge wiegt. Anders ausgedrückt: Das im Hamburger Hafenwasser verdrängte Wasser von diesem Schiff würde, wenn wir es auf die Waage stellen würden, exakt genauso viel wiegen wie das gesamte Schiff mit Masten und Aufbauten und allem. Ganz genau, auf Milligramm genau, ganz exakt stimmt das. Das ist ein Naturgesetz.
Jetzt wollen wir einfach einmal ein Stück staunen über Naturgesetze. Wie kommt es eigentlich, dass das Hamburger Hafenwasser so etwas weiß? Das ist doch eigentlich nicht zu begreifen, oder?
Ja, stellen wir uns einmal vor: Da liegt dieses Schiff, nicht wahr, vor Anker, oder da liegt ein Tau, mit einem Tampen festgemacht. Und jetzt läuft nachts eine Ratte rüber auf das Schiff. Was macht das Schiff jetzt? Das Schiff taucht jetzt etwas mehr ein, und zwar genau so viel Wasser wird mehr verdrängt, wie die Ratte wiegt, einschließlich des Schwanzes der Ratte. Alles dabei. Woher weiß denn das Hafenwasser das? Haben wir schon einmal darüber nachgedacht? Das ist gewaltig, das ist etwas, was wir nicht begreifen können, was da geschieht.
Und jetzt stellen wir uns weiter vor: Der Kapitän nimmt noch ein kräftiges Abendessen ein, und dann sagt er: Jetzt gehe ich noch einmal an Bord, und verlässt das Schiff. Was macht das Schiff? Es hebt sich genau so viel, wie der Kapitän wiegt, einschließlich des Abendessens. Wenn er noch ein Kotelett mehr gegessen hat, dann muss sich das Hafenwasser genau um ein Kotelett mehr anheben.
Wenn ich so etwas ausrechnen sollte, ich könnte das gar nicht. Ich kenne nicht die mathematische Form des Schiffes. Es ist irgendwie so zusammengeschustert worden, beinahe gesagt, aber nicht auf mathematisch präzise Weise. Da ist irgendwo die Farbe abgeblättert, und dort im Hafenwasser guckt dann auch irgendwo ein Stück von der Schraube raus. Also alles unregelmäßig. Ich könnte das gar nicht berechnen.
Und doch stimmt es genau auch für ein solches unregelmäßig gebautes Schiff, dass es exakt milligrammweise übereinstimmt, dass wirklich die verdrängte Wassermenge im Hamburger Hafen genau so viel wiegt wie das Schiff, egal was da raufgeht und runtergeht und so weiter. Ja, da komme ich aus dem Staunen nicht heraus. Haben wir schon einmal mitgedacht darüber?
Und das gilt nun nicht nur für dieses eine Schiff, das ich dort gesehen habe. Das gilt in gleicher Weise auch für alle Schiffe auf den Weltmeeren und auf den Flüssen und wo überall, in Sydney, in New York, überall in den Häfen und auf den Ozeanen. Überall gilt genau diese Bedingung. Überall gilt das, auf der ganzen Welt. Ist das nicht gewaltig? Dieses Naturgesetz, das einen schwimmenden Körper so viel Wasser verdrängen lässt, wie er selber wiegt.
Dass irgendwo ein Baum steht am Fluss und plötzlich fällt ein Ast herunter, und der Ast schwimmt. Was macht das, wie sieht das aus? Der Ast guckt ein Stück aus dem Wasser heraus, und er verdrängt insgesamt so viel, wie der ganze Ast wiegt. Woher weiß denn das Flusswasser, dass da überhaupt ein Ast heruntergefallen ist und wie tief, wie viel Wasser freigegeben werden muss, damit das genau stimmt, dieses Gesetz?
Und in der Badewanne spielt ein Kind mit so einer Kunststoffspielente. Und da gilt auch für diese Spielzeugente, dass sie genau so viel Wasser verdrängt an Badewasser, wo auch noch Seife enthalten ist, wie diese Spielzeugente wiegt. Das ist gewaltig!
Und das gilt sogar für richtige Enten. Wenn wir irgendwo an einen Teich gehen und da schwimmt eine Ente, das könnten wir überhaupt nicht berechnen. Dieses Gefieder, nicht wahr, da steht eine Feder ab, die eine so, die andere so. Und wenn wir die ganze Ente wiegen würden, nicht wahr, und würden das verdrängte Wasser nehmen, das durch diese Ente verdrängt wird, es stimmt exakt überein. Gewaltig!
Haben wir einmal staunen gelernt über die Naturgesetze, dass sie so präzise, so genau eingehalten werden? Das ist gewaltig!
Da müssen wir doch, wenn wir konsequent weiterdenken, sagen: Da muss doch jemand sein, der das genau ausrechnet und dann dafür sorgt, dass das genau so eingetaucht wird, damit diese Bedingung dieses Naturgesetzes eingehalten wird. Das ist doch logisch, das muss doch sein, oder? Ja, unbedingt muss das sein. Es kann ja nichts von alleine geschehen.
Und tatsächlich ist da jemand, der dafür Sorge trägt, der darauf ganz genau Acht hat, dass dieses Naturgesetz eingehalten wird. Von diesem einen, der das macht, lesen wir im Kolosserbrief 1,16: Denn in Jesus Christus ist alles geschaffen, was im Himmel und auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare; es ist alles durch ihn und zu ihm geschaffen, alles, alles ist durch ihn gemacht.
Und wenn wir weiterlesen in Vers 17, da steht ein ganz kurzer Satz: Denn es besteht alles in ihm. Alles. Dass das genau eingehalten wird, liegt daran, dass Jesus dafür sorgt.
Nun braucht er dazu keine Computer und keine Messgeräte und was weiß ich alles, wie wir uns das vorstellen. Bei ihm reicht es aus, dass er sein Wort spricht, und dann geschieht das. Er hat die Naturgesetze in seiner Schöpfung eingesetzt und ihnen befohlen, dass immer in dieser Welt das eingehalten wird, und die tun das. Alle Moleküle auf der Welt richten sich genau nach dem, was Jesus befohlen hat. Die sind ihm gehorsam bis ins Letzte.
Im Hebräerbrief 1,3 lesen wir: Er trägt alle Dinge mit seinem kräftigen Wort. Das ist die Beschreibung dessen, was ich eben erklärt habe. Durch sein kräftiges Wort erhält er das alles, dass das genau so abläuft, wie es ist.
Das ist äußerst wertvoll, dass er die Naturgesetze gesetzt hat und ihnen befohlen hat, dass sie immer eingehalten werden müssen. Wenn das nicht so wäre, könnten wir keine Autos bauen, könnten wir kein elektrisches Licht haben, könnten unsere Zellen nicht funktionieren, wir könnten nicht zum Mond fliegen, wir könnten keine Bügeleisen anwenden, wir könnten kein Essen kochen. All das, was in dieser Welt geschieht und was abläuft, läuft alles ab unter der Regie der Naturgesetze, die er gesetzt hat, Jesus.
Also denken wir daran: Wenn wir nachher nach Hause fahren und auf das Gaspedal drücken, dass diese Wirkung überhaupt möglich ist, dass dadurch ein Motor getrieben wird, das beruht auf Naturgesetzen. Diese Naturgesetze hat Jesus gemacht. Und wenn Sie heute Abend noch einen Schluck Wasser trinken und das Wasserglas fällt runter und zerbricht, dann ist das auch eine Folge der Naturgesetze, auch wenn uns das nicht so gut angeht, wenn da etwas runterfällt. Aber wir müssen ungeheuer dankbar sein dafür, dass er die Naturgesetze gesetzt hat. Das ist sehr wichtig.
Wir können es auch so ausdrücken: Jesus hat die Oberhoheit über alle Dinge im Mikrokosmos und Makrokosmos. Alles, alles, was da geschieht, läuft ab nach den Regeln der Naturgesetze.
So, nachdem wir so viel über Naturgesetze gesagt haben, können wir näher definieren, was Wunder sind. Jetzt kommt die exaktere Definition für Wunder: Wunder sind solche Ereignisse in Raum und Zeit, die außerhalb des Rahmens unserer Naturgesetze ablaufen.
Derjenige, der die Naturgesetze gemacht hat, der sie geschaffen hat, kann natürlich zu jeder Zeit und in jedem Augenblick sagen: Jetzt nicht. Wenn er auf dem See Genezareth spazieren gehen will, ohne einzutauchen, dann befiehlt er dem Gravitationsgesetz: Jetzt nicht. Und das Wasser ist gehorsam und gibt das nicht frei. Sie sollte eintauchen, weil er die Macht über alle Dinge hat.
Wir sehen also: Die Naturgesetze sind ein Maßstab dafür, dass wir sagen, hier ist etwas gesetzt, was ein Wunder ist, was wir erwarten oder was wir nicht erwarten. Jetzt haben wir eine deutliche Trennlinie gefunden zwischen Wundern und solchen Dingen, die zwar auch wunderbar sind, dass sie geschehen, auf jeden Fall, aber das nennen wir das, was in dieser Welt ständig abläuft.
In der Bibel lesen wir viele Dinge, die außerhalb der Naturgesetze liegen, und wir können es überhaupt nicht anders erklären, als dass das im Rahmen der Naturgesetze abläuft, und viele Dinge, die außerhalb dieses Rahmens laufen. Also alle diese Wunder, die dort stehen in der Bibel, sind letztlich ganz einfach zu verstehen, nämlich so: Hier greift der Schöpfer selbst ein in seine Schöpfung und ändert das.
Wunder im Alltag und die zentrale Botschaft des Glaubens
Und darum kann er auf der Hochzeit Sukana ganz einfach für ihn aus Wasser Wein machen. Da kann ein Chemiker nur davor stehen und staunen. Eigentlich sagt er: Das dürfte nicht sein. Ja, das Naturgesetz, das eigentlich dafür zuständig ist, gilt jetzt nicht, weil der Schöpfer gehandelt hat.
Auch die Schöpfung selbst ist ja nicht durch die Naturgesetze gemacht. Die Schöpfung, die ganze Welt, ist ja gemacht worden durch sein Wort. Das ist ein ganz neues Phänomen. So etwas kennen wir gar nicht. Kein Physiker und kein Chemiker kann auch nur ein Gramm Wasserstoff erzeugen, dadurch, dass er in ein Labor geht und spricht. Aber Gott kann das. Er spricht, und es ist da.
Materie können wir uns merken: einen wichtigen Satz. Materie entsteht nur durch Sprechen, auf keine andere Weise. Aber durch Sprechen entsteht Materie. Es kommt nur darauf an, wer das spricht, und das muss der Schöpfer sein. Das können wir nicht. Aber wenn er das tut, dann wissen wir das.
Es stellt sich die Frage: Kann man eigentlich Wunder immer auf Anhieb erkennen, dass es Wunder sind? In vielen Fällen ja, aber manchmal nicht. In Jakobus 5 lesen wir von Elija, dass er gebetet hat, und dreieinhalb Jahre setzte in Israel der Regen aus. Nur: Hätten wir damals einen Meteorologen der damaligen Zeit gefragt, er hätte es erklären können. Er hätte gesagt: Ja, es kommen keine Wolken mehr vom Mittelmeer her, und darum regnet es hier nicht mehr. Eine ganz einfache meteorologische Erklärung.
Stimmt nicht. Dahinter stand Gebet, und aufgrund des Gebetes hat der Schöpfer gehandelt. Und als Elija noch mal betete, da hat es geregnet in Strömen, genug. Jetzt würde ein Meteorologe sagen: Na ja, da kam vom Berg Hermon, da waren die Kondensationskeime, und da haben sich Tröpfchen gebildet, und dann hat es geregnet. Mag man so erklären, stimmt aber nicht. Hier hat der Schöpfer gehandelt, und keiner hat es gemerkt, dass es ein Wunder ist, dass hier der Schöpfer gehandelt hat. So ist das oft, wenn der Schöpfer handelt.
Oder denken wir an die Geschichte von David und Goliath. Der David trat gegen Goliath an, der gegen Gott lästerte. Und der Goliath, der war gepanzert, war, weiß wie, ich weiß nicht, wie viel Kilogramm Eisen er am Körper hatte. Es war alles abgedeckt, meinte er jedenfalls. Und der David, der sagt: So eine Rüstung ist mir viel zu schwer. Der war so, wie er war, ein kleiner Kerl wohl.
Und er tritt an, aber er sagt: Im Namen Gottes tue ich das. Und er nimmt eine Steinschleuder und sucht sich da ein paar Steine in der Wüste. Und dann fängt er an, in der Luft zu fuddeln, da irgendwie, was weiß ich, was man mit so einer Schleuder machen kann. Da ist keine Kimme, kein Korn, da ist nichts dran. Man kann nicht mal zielen damit. Wie soll man damit umgehen? Und er schleudert das Ding durch die Luft, vielleicht ist der Stein sogar nach hinten losgegangen, wäre gar keine Frage. Wenn Karl May schon um die Ecke schießen kann, wie viel mehr darf ich mit Gott? Ist doch klar.
Und zielorientiert trifft es den Goliath genau an der Stelle, wo er keinen Panzer hat, und er kippt um und ist tot. Handeln Gottes. Ein Physiker würde sagen: Na ja, Wurfparabel kann man genau berechnen, nicht wahr, wie das geht, und so ist das passiert. Und er hat nicht gemerkt, dass hier Gott gehandelt hat.
Das größte Wunder und die Einladung zur Rettung
Wir haben jetzt schon einige Wunder kennengelernt. Jetzt möchte ich ein anderes Wunder nennen, das ich persönlich in unserer Zeit für das grösste Wunder überhaupt halte. Vielleicht noch einmal ein Wunder, das ich als das grösste überhaupt ansehe.
Es ist zuerst die Erschaffung dieser Welt durch das Vollmachtswort Gottes und die Auferstehung Jesu, wie er von den Toten aufersteht und lebt, was keiner für möglich gehalten hat. Aber was ist das grösste Wunder heute? Ein Wunder, das heute passiert und jeden Tag passiert.
Von einem solchen Wunder steht geschrieben in Apostelgeschichte 16,29-34, und da steht: Der Gefängnisaufseher liess sich ein Licht geben, dann lief er in die Zelle, wo er sich zitternd vor Paulus und Silas niederwarf. Als er die beiden hinausführte, fragte er sie: Was muss ich tun, um gerettet zu werden? Antwort: Glaube an den Herrn Jesus, so wirst du mit deiner Familie gerettet, erwiderten Paulus und Silas. Sie verkündigten ihm und seiner ganzen Familie die Heilsbotschaft. Dann führte er sie in seine Wohnung, bewirtete sie und freute sich mit seiner ganzen Familie, dass er zum Glauben an Gott gefunden hatte.
Das war ein grosses Wunder. Paulus und Silas wurden gefangen genommen, sie sind im Gefängnis. Plötzlich, gegen Mitternacht, gibt es ein Erdbeben, die Wände wackeln, und der Gefängniswärter wusste: Wenn die Gefangenen weglaufen, komme ich vor ein römisches Gericht und bin verloren. Die Römer haben nicht lange gefackelt, und so kam er in ganz grosse Sorge.
Aber Paulus und Silas laufen überhaupt nicht weg. Sie bleiben da, sie singen Loblieder, obwohl sie von ihm, gerade von ihm, verprügelt wurden mit der Peitsche. Die Striemen sind noch hinten auf dem Rücken. Und jetzt wendet sich der Kerkermeister an Paulus und sagt: Was soll ich tun, um Rettung zu finden? Und Paulus gibt ihm eine wunderbare, kurze, knappe Antwort: Glaube an den Herrn Jesus.
Was war die Antwort? Und dieser Mann, das ist so schön, reagiert darauf, und er tut das: Er glaubt an den Herrn Jesus, nachdem ihm das gesagt wurde.
Bemerkenswert ist ja in diesem Text, warum hier geschrieben steht: Glaube an den Herrn Jesus. Warum steht hier nicht: Glaube an Gott? Nun hätte der Gefängniswärter gesagt: Das tue ich schon, ich glaube schon an Gott. Hier in Griechenland gibt es ganz viele Götter, da haben wir Zeus und wie sie alle heissen, ganz viele Götter. Für alle möglichen Fälle haben wir jeweils einen eigenen Gott, also das tun wir schon. Und wir haben in Athen die grosse Akropolis, da haben wir sogar eine Göttin, also wir haben alles hier, gar keine Frage.
Aber das sagt Paulus nicht. Er sagt: Glaube an den Herrn Jesus. Das ist es, das ist der Punkt. Es geht nicht darum, ob jemand an Gott glaubt, das wird uns auch gar nicht helfen. Das Einzige, was uns hilft, wenn wir Rettung haben wollen, ist, dass wir an den Herrn Jesus glauben.
Manchmal treffe ich auf Leute, die sagen: Ja, ich glaube an Gott. Ich sage: Das ist schön, aber glauben Sie auch an den Herrn Jesus? Da sieht es dann oft anders aus.
Es war vor Jahren, als das Parlament in Kanada eröffnet wurde, da wurde ein Gebet zu Jesus Christus gesprochen. Dann haben sich einige Leute dagegen gewandt und wollten das nicht. Und sie haben das abgeändert, und jetzt betet man nur zu Gott. Daran wurde mir deutlich: Da hat man das Entscheidende aufgegeben. Denn das ist das Markante, das Entscheidende: Glaube an den Herrn Jesus und bete zum Herrn Jesus.
Und wir können Gott überhaupt nicht haben ohne Jesus, das gibt es gar nicht. Wir können Gott nur haben, wenn wir Jesus haben. Denn in Römer 3 lesen wir: Den Herrn Jesus hat Gott für den Glauben hingestellt. Das heisst, es ist der Wille des Vaters, es ist der Wille Gottes, dass wir an den Herrn Jesus glauben. Das will er. Und wenn wir an ihn glauben, haben wir automatisch den Vater. Den Vater können wir nur haben, wenn wir an den Herrn Jesus glauben.
Und darum rufen wir auch immer in die Entscheidung hinein zum Herrn Jesus. Denn durch den Herrn Jesus finden wir Rettung, durch den Herrn Jesus finden wir ewiges Leben. Und wenn wir das nicht tun, haben wir kein ewiges Leben.
Als wir zu Vorträgen in Polen waren, das war in Südpolen, da gab eine Frau ein Zeugnis, und ich habe mich sehr gefreut über das, was sie da sagte. Sie sagte: Als ich mich bekehrt habe zu Jesus Christus, da war mir klar, diese Botschaft muss ich weitergeben an andere Menschen, die noch nicht an den Herrn Jesus glauben.
Frömmigkeit haben wir genug in Polen, das ist die Frage nicht. Frömmigkeit genug, was da alles gemacht wird. Aber es kommt darauf an, dass die Leute an den Herrn Jesus glauben. Und da hatte sie eine sehr gute Idee: Sie liess ein vier Meter mal zwei Meter hohes Plakat anfertigen, eine Plakatwand, und in grossen Buchstaben in polnischer Sprache draufschreiben, diesen Satz, den wir eben gehört haben: Glaube an den Herrn Jesus, dass du gerettet wirst.
Und das hat sie an einer sehr befahrenen Landstrasse anbringen lassen, auf einem Acker. Diesen Acker hat sie gepachtet, es ist ein Acker. Und jetzt fahren Tausende von Leuten jeden Tag über diesen Hügel hinweg, und wenn sie schon dort ankommen, sehen sie diese riesige Plakatwand: Glaube an den Herrn Jesus.
Denn diese Frau missioniert 24 Stunden, also rund um die Uhr, von morgens bis abends, auch noch in der Nacht. Und dann hat sie weiter gesagt im Zeugnis: Ich weiss nicht, ob eines Tages mein Pächter herkommt und sagt, das gefällt mir nicht, da mit Ihrem Plakat. Am besten wäre es, wenn dieses Grundstück mein Eigentum wäre. Und dann hat sie Geld gespart und hat dann dieses Grundstück gekauft. Jetzt ist es ihr Eigentum, und jetzt kann niemand mir sagen, hier darf sie nicht mehr missionieren. Das tut sie, es ist ihr Land, auf ihrem Land kann sie tun, was sie will.
Und so predigt sie diese zentrale Botschaft: Glaube an den Herrn Jesus. Glaube an den Herrn Jesus, dann wirst du ewiges Leben haben. Das ist so wichtig, dass wir diese Botschaft weiterbringen.
Begegnungen, Zeugnisse und die Entscheidung für den Himmel
Ich staune immer wieder, wie Gott das oft macht, dass so etwas geschieht, dass Menschen den Herrn Jesus finden und dadurch ewiges Leben finden. Ich will einmal eine Geschichte erzählen, die wir erlebt haben, als wir in Russland waren, in meiner früheren Heimat in Nordostpreußen. Das war ja früher deutsch, jetzt ist es russisch. Wir waren zu Vorträgen in Königsberg gewesen, und dann habe ich gesagt: Ist es möglich, dass wir mal an einem Tag hinfahren zu meinem Geburtsort in Reinick? Das liegt 125 Kilometer östlich von Königsberg.
Die Russen haben gesagt: Kein Problem, das kriegen wir hin. Wir haben einen alten Bus, und dann werden wir mit dem Bus euch hinfahren. Und dann haben sie das gemacht. Das war ein so alter, klapperiger Bus, der war so alt, dass er kaum noch fahren konnte. Wenn wir irgendwo mal an der Ampel stehen blieben, haben wir den nur mit Gebet wieder in Gang gekriegt. Nur dann startete er wieder. So ein klapperiges Ding war das. Aber wir sind damit gefahren.
Und jetzt fahren wir und fahren weiter und kommen dann durch den Ort Gumbinnen. Und dort in Gumbinnen passiert uns Folgendes: Der Ganghebel bricht durch. Das war so ein alter Bus. Ja, was nun? Es war auch Feiertag. Aber dann trafen wir dort auf der Straße einen Russen, und er sagte: Ja, ich habe eine Bohrmaschine. Man kann jetzt da den Ganghebel durchbohren und dann einen Splint durchmachen, und dann geht das so notdürftig wieder weiter. Das wurde gemacht, da fuhren wir weiter, und irgendwann kamen wir dann auch dort an, mein Heimatort, der nicht mehr existierte. Das wusste ich schon von Verwandten. Es war also nur ein freies Feld, Steppe. Da wuchs auch jetzt nichts, obwohl das fruchtbares Land war.
Dann fuhren wir wieder zurück und kamen wieder zurück über Insterburg, weiß ich noch genau, wo das war. Und irgendwo auf der Straße, irgendwo in Insterburg, da bricht der Ganghebel zack noch mal weg. Was nun? Das Material war geschwächt, nochmal bohren ging nicht, und da war nur eine Möglichkeit gegeben: Jetzt dieses Ding zu schweißen. Und auf der Straße hatten wir wirklich da jemanden gefunden, der sagte: Ich habe ein Schweißgerät. Und dann wurde das so notdürftig geschweißt. Das hat so eine gute Stunde gedauert, da war das wieder fertig.
Und nun saßen wir da. Wir waren mit mehreren dort hingefahren, waren dann nun in Insterburg, aber wir hatten so etwa dreißig von diesen Fragenbüchern in Russisch. Und diese Fragenbücher, die haben wir dann dort hier und da, wer da vorbeikam, so verteilt. Und die Leute nahmen uns das sofort ab. Wenn sie ein Buch geschenkt kriegen, das war natürlich eine große Sache. Nun gut, als wir dann weiterfuhren, waren die Bücher auch verteilt.
Nun kam es so, dass wir etwa zwei Jahre später wieder in Insterburg waren, aber jetzt nicht nur zum Durchfahren, sondern da hatten wir zwei Vortragsabende. Und wir hatten da sehr viele Bücher mit, wir hatten weit über tausend Bücher mitgehabt, von diesen in Russisch. Und haben die jetzt auch so als Möglichkeit, die Leute einzuladen. Denen, die Bücher gegeben, alle, die so irgendwo an der Straße vorbeikamen, gaben wir jetzt so dieses Buch. Die wurden uns überall abgenommen.
Und auf einmal kommt ein junger Mann daher, und er sagt: Dieses Buch habe ich schon. Ich denke erst mal: Wie kommt hier in diese Stadt so ein Buch hin? Das konnte ich mir gar nicht vorstellen. Ich sage: Wo haben Sie das her? Wie kommt das? Ich fragte ihn nicht. Da nimmt er die Aktentasche, macht die Aktentasche auf und holt das Buch raus, völlig zerlesen. Und dann sagt er: Das haben Sie mir doch gegeben. Ich sage: Moment mal, wie? Ich mache so ein unglaubliches Gesicht. Da schlägt er das Buch auf und zeigt mir mein Autogramm. Er sagte: Damals, als Sie mir das gegeben hatten, wollte ich ein Autogramm von Ihnen haben. Und da war ich überführt. Tatsächlich hat er es von mir bekommen.
Und dann erzählt dieser Mann, dass er das Buch gelesen hat und dass er, da steht auch in dem Buch, wie man sich zu Jesus Christus bekehren kann. Und er sagt: Ich habe genau das gemacht, was da stand, und ich habe das vielen anderen auch gegeben. Erst hinterher wurde mir klar, was hier Gott getan hat.
Überlegen wir mal, was da für eine mathematische Aufgabe dahinter steckt. Überlegen wir mal, wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, wenn wir irgendwo in einer x-beliebigen Stadt dreißig Bücher verteilen und Leute, die da gerade so zufällig vorbeikommen, zwei Jahre später kommen wir wieder an diesen Ort, aber an einer ganz anderen Stelle, und sind dort vielleicht eine Stunde oder was weiß ich da auf der Straße, und da kommt genau einer von denen vorbei, der vor zwei Jahren so ein Buch bekommen hat, dass er es auch noch bei sich hat und dass er sich aufgrund des Buches bekehrt hat.
Jetzt bin ich mit meiner Mathematik am Ende, das kann ich nicht mehr ausrechnen. Das ist Gottes Mathematik. Aber dann ist mir klar geworden, dass Gott will, dass wir durch den Herrn Jesus gerettet werden. Das ist sein allergrößtes Anliegen, dass wir nach Hause finden und dass wir einmal Heimat haben im Himmel, dass wir ewiges Leben haben.
Ich hielt irgendwo einen Vortrag und hatte gesprochen über Himmel und Hölle. Und wir sind eingeladen in den Himmel, aber die Hölle gibt es auch, und das ist ein schrecklicher Ort, habe ich gesagt. Und Gott will, dass wir in den Himmel kommen. Und das geht nur, wenn wir die Tür benutzen, die Gott uns angewiesen hat. Und diese Tür, das ist die Tür, auf der draufsteht Jesus Christus. Jesus ist die Tür zum Himmel.
Hinterher kam eine Frau zu mir, und sie sagte: Ich will Ihnen sagen, wo ich hin will. Das müssen Sie gar nicht mehr sagen, das weiß ich natürlich. Ich sage, ich habe das ja so gezeichnet vom Wort der Bibel aus, Sie wollen in den Himmel, jetzt wollen Sie wissen, wie das geht. Nein, sagt sie, ich will in die Hölle. Ich sage: Das gibt es doch nicht, wieso was? Doch, sagt sie, ich will in die Hölle. Ich sage: Das müssen Sie mir erklären. Na ja, sagt sie, stellen Sie sich vor, vor kurzem ist meine Mutter gestorben. Meine Mutter habe ich sehr geliebt, und ich möchte nach dem Tode dort sein, wo meine Mutter ist. Darum, sagt sie, will ich in die Hölle, weil meine Mutter nicht geglaubt hat. Und nach dem, was Sie gesagt haben, wird meine Mutter eindeutig in der Hölle sein.
Oh, dachte ich, das ist ein Ding, da will jemand in die Hölle. Dann habe ich ihr das so erklärt. Ich sage: Das überlegen Sie sich tausendmal, was Sie da jetzt eben gesagt haben. Zunächst einmal wissen Sie gar nicht hundertprozentig genau, ob sie wirklich in der Hölle ist. Deshalb stellen Sie sich vor, der Mann am Kreuz, der Verbrecher, der mit Jesus auch gekreuzigt wurde. Der ruft in letzter Minute Jesus an, und Jesus sagt: Heute noch wirst du mit mir im Paradiese sein. Hätten wir die Mutter gefragt: Wo ist denn ihr Sohn? Hätte die Mutter gesagt: Mein Sohn, der arme Kerl, der ist schon in jungen Jahren auf die schiefe Bahn gekommen, er ist Verbrecher geworden. Die Römer haben ihn gefasst, und jetzt haben sie ihn gekreuzigt. Der ist verloren, der ist in der Hölle. Irrtum, der ist nicht in der Hölle. Der kam mit Jesus in Berührung, und wer mit Jesus in Berührung kommt, der kommt mit dem Heiland zusammen, mit dem, der die Tür zum Himmel ist. Und so kam dieser Sohn mit dem zusammen, und er kam in den Himmel.
Ich sage: So wissen Sie gar nicht ganz genau, wo Ihre Mutter ist. Ihre Mutter hat ja auch von Jesus gehört in ihrem Leben, und vielleicht hat sie doch da auf ihrem Krankenlager, oder wie sie gestorben ist, in letzter Minute doch noch den Herrn Jesus angerufen und um Gnade gefleht. Und Gott erhört solche Gebete in Jesus. Ich sage: Das wissen Sie nicht genau. Aber ich sage, nehmen wir einmal an, weil wir es nicht genau wissen, nehmen wir einmal an, sie ist in der Hölle. Ich sage: Wenn sie dort ist und Sie auch dorthin wollen, Sie werden sie überhaupt nicht finden, denn Sie müssen wissen, die Hölle ist nicht ein Ort der Familienzusammenführung, auf keinen Fall. Außerdem ist es sehr finster in der Hölle, es ist ein Ort der Finsternis. Sie werden sie gar nicht finden, Sie werden sie gar nicht sehen. Und selbst wenn Sie irgendwann mal auf sie treffen würden, Sie würden sie gar nicht mehr lieben.
Denn Menschen, die sich hier auf der Erde geliebt haben, können sich überhaupt nur lieben, weil Gott in dieser Welt ist. Liebe in dieser Welt gibt es nur deswegen, weil Gott die Liebe ist, nur deswegen, und Gott ist in dieser Welt. Aber an jenem Ort in der Hölle, da ist Gott nicht mehr. Und wo Gott nicht mehr ist, da gibt es doch keine Liebe mehr, da gibt es nur noch Hass, Hass und Neid und Zank und Streit. Es ist furchtbar an jenem Ort, wo Gott nicht mehr ist, ein schrecklicher Ort.
Entscheiden Sie sich richtig, dass Sie in den Himmel kommen, das ist die Botschaft des Evangeliums. Und das ist auch der Grund, warum ich diese Vorträge halte, hier und dort, um Menschen einzuladen und sie zu erwärmen und ihnen deutlich zu machen: Mach dich doch auf den Weg in den Himmel, damit du nicht in die Hölle kommst. Das ist der einzige Grund. Darum hat ja Jesus auch gesagt: Geht hinaus in alle Welt und verkündigt diese Botschaft des Heils, denn nur diese Botschaft des Evangeliums wird euch retten. Es gibt keine andere Botschaft, die retten kann, keine, überhaupt nicht.
Da können wir über die ganze Welt reisen, und was uns alles vorgelogen wird, das stimmt alles nicht. Es gibt nur eine einzige Tür, die wirklich in den Himmel führt. Alles andere sind Phantastereien, die die Menschen erfunden haben, Fata Morganen in einer Wüste der verlorenen Menschheit. Nur Jesus allein rettet, nichts anderes. Keine Religion rettet. Keine Kirchenzugehörigkeit, egal, wozu wir gehören. Und wenn noch jemand sagt: Ja, wir sind die allein selig machende Kirche, stimmt nicht. Es gibt keine allein selig machende Kirche. Es gibt nur einen allein selig machenden Jesus Christus, das müssen wir wissen. Nur Jesus Christus und nichts anderes führt uns in den Himmel.
Aber wenn wir zu ihm kommen, dann haben wir die Gewissheit: Wenn ich aufbreche und zu ihm komme, dann wird mir augenblicklich an diesem Tag, zu dieser Stunde, das ewige Leben übereignet. Das ist Evangelium, hat nichts zu tun mit irgendeiner Frömmigkeit, mit irgendwelchen Dingen, die die Menschen erfunden haben, absolut gar nichts. Ich entscheide mich für diesen Jesus und kann froh sein in Ewigkeit. Ich werde gebucht für den Himmel, ich werde eingetragen in das Buch des Lebens. Und am Ende sagt die Bibel, da werden Bücher aufgeschlagen im Gericht Gottes, und er wird geguckt und nachgeschaut, ob mein Name da drinsteht. Und wenn mein Name da drinsteht, wunderbar, geh weiter in den Himmel hinein. Du hast eines Tages die Botschaft des Evangeliums gehört und hast das angenommen, das hat dich in den Himmel gebracht. Nicht irgendwelche Werke, die wir da tun oder irgendetwas, was wir da vielleicht in diesem Leben meinen, was wir da Gutes getan haben. Keine gute Tat ist in der Lage, auch nur irgendeine Sünde zu kompensieren, das können wir überhaupt nicht, das gibt es nicht. Sünde kann nur bezahlt werden durch das Blut Jesu Christi. Es ist die einzige Währung, die zählt. Und darum können wir zu ihm kommen. So unkompliziert ist das, so einfach.
Wir lassen uns einladen zu Jesus Christus, und wir beten zu ihm und machen das fest, und der Jesus sagt: Heute ist diesem Hause Heil widerfahren. Das ist die Einladung von heute Abend. Unvorstellbar groß und weit ist das, was uns angeboten wird. Wir stehen vor der Entscheidung, ob wir das ewige Leben haben wollen oder ob wir das nicht wollen. Dann sind wir weiterhin auf der Straße der Verlorenheit. Das ist sehr gefährlich. Ich möchte nicht wandern auf der Straße der Verlorenheit. Ich weiß ja gar nicht, wie lange ich lebe, ob ich die Chance noch habe, umzukehren. Das ist eine sehr gefährliche Straße, diese breite Straße, von der der Jesus sagt, sie führt zu Verdammnis.
Da kann man eigentlich nur, wenn man weiß, auf welcher Straße man läuft, sofort und schnell schleunigst runter zum Herrn Jesus kommen und sagen: Herr Jesus, nimm mich an. Und er hört das Gebet und nimmt es augenblicklich an, wenn wir kommen. Das ist die Botschaft des Heils: Glaube an den Herrn Jesus, damit du gerettet wirst. Das können wir heute tun.
Schlussgebet und praktische Einladung
Weil er uns das so einfach macht und es auch jedem von uns anbietet, wollen wir ihm dafür danken, und ich möchte mit uns beten.
Herr Jesus Christus, wir staunen darüber, wenn wir über dich nachdenken. Du bist der Sohn Gottes, vom Vater eingesetzt als Schöpfer. Du bist der Herr aller Dinge, im Mikrokosmos und im Makrokosmos. Und du bist gleichzeitig auch der Mann am Kreuz, der gestorben ist für unsere Schuld und Sünde, damit der Weg für uns frei wird, um in den Himmel zu kommen.
Herr Jesus Christus, ich kann dir nur dafür danken, dass du so etwas Großes für uns bereitet hast und dass du uns das heute Abend anbietest, jedem einzelnen von uns, dass wir zurückbleiben dürfen und kommen und das im Gebet festmachen.
Herr Jesus, ich danke dir dafür, dass du nie fragst, wie alt wir sind, ob jung oder alt, ob Mann oder Frau. Wer auch immer hier ist: Die Einladung gilt für uns alle. Herr Jesus, das Schlimmste, was uns passieren kann, ist, wenn wir uns einfach auf dem Absatz umdrehen und nach Hause gehen. Schenk es uns, dass wir zurückbleiben und als Gerettete eingetragen werden im Buch des Lebens, denn unsere Heimat ist im Himmel. Das hast du vorgesehen.
Ich möchte dir dafür danken, Herr Jesus, und hilf einem jeden, jetzt auch hier zu bleiben. Amen.
Jetzt stellt sich die Frage: Wie machen wir das? Das Evangelium ist von einer so wunderbaren und auch einfachen, aber zugleich durchdringenden Art, dass das jeder verstehen und tun kann. Und so können wir jetzt, wenn diese Veranstaltung gleich beendet ist, einfach hier vorne in den ersten Reihen Platz nehmen. Während die anderen rausgehen, bleiben wir hier. Ich werde meine Bibel aufschlagen und anhand ganz weniger zentraler Stellen der Bibel, die uns beschreiben, wie wir Jesus finden können, erklären. Und dann werde ich mit uns beten, wer das will.
Es wird niemand gezwungen, ich frage auch niemanden aus. Und ich würde auch so bitten: Wenn jemand mitgebracht worden ist, eingeladen worden ist, vielleicht der Nachbar oder Arbeitskollege oder wer auch immer, dann kann der auch mitkommen, gar keine Frage. Der muss ja nicht irgendwo warten, dann kommen beide mit oder zu dritt, wie es also gerade hinkommt. Wir haben hier Platz, ich erkläre das für alle, und dann können wir das hinterher tun.
Der Jesus möchte uns heute Abend retten. Dieses Angebot sollten wir unbedingt annehmen. Daher segne uns in unserer Entscheidung.
