Serie•Teil 33 / 40Die Offenbarung des Johannes
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Die Wiederkunft des Königs und das Gericht über die Feinde
Wir stehen nach wie vor in Offenbarung 19. Wir kommen zu den letzten Versen in diesem Kapitel. Ich würde aber vorschlagen, dass wir des Zusammenhangs wegen doch nochmals ab Vers 11 lesen. Bis wir ein zweites Mikrofon haben, das man dann eben auch auf der Aufnahme hören kann, werde ich mal von hier aus die Lesung vornehmen.
Offenbarung 19,11:
Und ich sah den Himmel geöffnet, und siehe, ein weißes Pferd. Und der darauf saß, heißt treu und wahrhaftig, und er richtet und führt Krieg in Gerechtigkeit. Seine Augen aber sind eine Feuerflamme, und auf seinem Haupt viele Diademe. Und er trägt einen Namen geschrieben, den niemand kennt als nur er selbst. Und er ist bekleidet mit einem in Blut getauchten Gewand, und sein Name heißt „das Wort Gottes“. Und die Kriegsheere, die im Himmel sind, folgten ihm auf weißen Pferden, angetan mit weißer, reiner Leinwand. Und aus seinem Mund geht hervor ein scharfes, zweischneidiges Schwert, damit er die Nationen schlage. Und er wird sie weiden mit eiserner Rute, und er tritt die Kelter des Weines des Grimmes, des Zornes Gottes, des Allmächtigen. Und er trägt auf seinem Gewand und auf seiner Hüfte einen Namen geschrieben: „König der Könige und Herr der Herren“. Und ich sah einen Engel in der Sonne stehen, und er rief mit lauter Stimme und sprach zu allen Vögeln, die inmitten des Himmels fliegen: Kommt hierher, versammelt euch zu dem großen Mahl Gottes, damit ihr Fleisch von Königen fresst und Fleisch von Obersten und Fleisch von Starken und Fleisch von Pferden und von denen, die darauf sitzen, und Fleisch von allen, sowohl von Freien als auch von Sklaven, sowohl von Kleinen als auch von Großen. Und ich sah das Tier und die Könige der Erde und ihre Heere versammelt, um Krieg zu führen mit dem, der auf dem Pferd saß, und mit seinem Heer. Und das Tier wurde ergriffen und der falsche Prophet, der mit ihm war, der die Zeichen vor ihm tat, durch welche er die verführte, welche das Mahlzeichen des Tieres annahmen und die sein Bild anbeteten. Lebendig wurden die zwei in den Feuersee geworfen, der mit Schwefel brennt. Und die übrigen wurden getötet mit dem Schwert dessen, der auf dem Pferd saß, welches Schwert aus seinem Mund hervorging. Und alle Vögel wurden von ihrem Fleisch gesättigt.
Zunächst einmal bis dahin. Wir fahren dann weiter mit Kapitel 20, wo das tausendjährige Reich beschrieben wird, das auf die Wiederkunft Christi in Herrlichkeit, wie hier beschrieben, folgen wird.
Nun haben wir letztes Mal schon einiges betrachtet, ab Vers 11. Es geht hier eben nicht um die Entrückung der Gemeinde; das ist in der Offenbarung schon längst vorbei. In der Zwischenzeit sind all die Gerichte aus dem Buch der sieben Siegel, die nach der Entrückung erst einsetzen werden, vorübergegangen. Und nun wird diese Gerichtszeit abgeschlossen durch die Wiederkunft von Jesus Christus.
Wir haben eigentlich schon ein bisschen begonnen, die verschiedenen Namen zu sammeln. Wie wird Jesus Christus hier in diesem Abschnitt genannt? Können wir das kurz noch vollständig zusammentragen?
Vers 11: treu und wahrhaftig. Es ist ja so, es gibt Hunderte von Namen Gottes in der Bibel, und jeder Name sagt etwas über Gottes Wesen aus. Darum empfiehlt es sich zum Beispiel, wenn man in der Bibel mit einer bestimmten Farbe – ich mache das bei mir orange mit einem Farbstift – all die Namen Gottes anzeichnet, dann findet man sie sofort wieder, wenn man die Bibel nur durchblättert. Das ist ein gewaltiger Reichtum, der einem da entgegentritt, nur schon durch das, was diese Namen über das Wesen aussagen, das Wesen Gottes.
Ja, die dritte Bezeichnung, beziehungsweise noch ein bisschen vollständiger: das Wort Gottes in Vers 13. Und schliesslich, jawohl, König über alle Könige heißt das, der Könige über alle Könige der Erde, und der Herr über alle, die eben Autorität haben auf dieser Erde, der Herr über alle Herren.
Genau, Vers 12: Er trägt einen Namen, der nur ihm bekannt ist. Genau, Vers 12: Er trägt einen Namen geschrieben, den niemand kennt als nur er selbst.
Darüber haben wir ja schon ausführlich letztes Mal gesprochen, aber das gehört auch dazu. Das zeigt, dass in der Person Jesu ein Geheimnis bleibt in aller Ewigkeit und dass er der Unerschöpfliche ist. Und die Gläubigen werden in der Ewigkeit auch immer noch tiefer in die Geheimnisse der Gottheit und der Herrlichkeit Gottes eindringen. Darum dieser Name, den niemand kennt als nur er selbst.
Die Schauplätze des Endgerichts
In den Versen 17 bis 18 haben wir das grosse Mahl, und zwar für die Raubvögel, was sage ich, Raubvögel, für die aasfressenden Vögel. Also, der Herr Jesus wird kommen und wird alle Feinde auf dieser Welt in verschiedenen Phasen richten.
Jetzt, wenn Johannes sagt: „Ich sah den Himmel geöffnet, und da kommt einer auf dem weissen Pferd“, dann ist das die Wiederkunft Christi. Aber diese Wiederkunft wird dann verschiedene Phasen haben. Einerseits wird Jesus erscheinen in Hamagedon. Darüber haben wir ja schon gesprochen in Kapitel 16, wo die Schlacht von Hamagedon kurz erwähnt wird. Können wir das nochmals nachlesen? Offenbarung 16, dieser kurze Einschub zwischen die sechste und die siebte Schale. Jetzt könnte das jemand lesen am Mikrofon, bitte: Offenbarung 16, Verse 13 bis 16.
Und ich sah aus dem Mund des Drachen und aus dem Mund des Tieres und aus dem Mund des falschen Propheten drei unreine Geister kommen wie Frösche; denn es sind Geister von Dämonen, die Zeichen tun und die ausziehen zu den Königen des ganzen Erdkreises, sie zu versammeln zu dem Krieg des grossen Tages Gottes, des Allmächtigen. Siehe, ich komme wie ein Dieb. Glückselig, der wacht und seine Kleider bewahrt, damit er nicht nackt umhergehe und man nicht seine Schande sehe. Und er versammelte sie an den Ort, der auf Hebräisch Hamagedon heisst.
Danke. Das haben wir ja damals angeschaut. Hamagedon ist dasselbe wie die Ebene Jesreel in Galiläa, in Nordisrael. Und zwar gerade im Hinterland von Haifa. Und wenn eben die Kriegsschiffe des Westens, des wiederhergestellten Römischen Reiches, nach Israel kommen müssen, dann müssen sie automatisch in Haifa anlegen, denn dort ist der grosse Militärschiffshafen Israels, in Haifa. Zu biblischen Zeiten war der grosse Hafen unten in Jaffo, südlich von Tel Aviv. Aber in der Endzeit wurde Haifa gegründet, und dort ist der grosse Hafen. Und das hat Johannes vorausgesagt: In Hamagedon, im Hinterland von Haifa, wird der grosse Aufmarschplatz sein.
Und wenn man oben auf dem Karmel steht, sieht man unweit in der Ebene Hamagedon einen der grössten Militärflughäfen. Also auch bereit für die Luftwaffe, um dort aufzumarschieren. Hamagedon wird ein Aufmarschplatz sein, und zwar nicht für die ganze Welt. Das wird oft falsch dargestellt. Wir sehen: Hier kommt das Tier, das ist der kommende Diktator über Europa beziehungsweise das Römische Reich, das natürlich alle Verbündeten, Alliierten in Nordamerika usw. mit umfassen kann. Aber es geht eben um diesen kommenden Diktator, das Tier in Offenbarung 13,1, das Tier aus dem Meer. Das wird ein nichtjüdischer Herrscher sein über das wiedervereinigte Europa.
Dann haben wir zweitens den falschen Propheten. Wer ist das, nur zur Wiederholung? Das ist der Antichrist, was sagt jemand hier? Alle sagen Antichrist. Ja, das ist erstaunlich, die Antwort. Denn in der Literatur über Bibelauslegung wird so oft gesagt, das Tier aus dem Meer sei der Antichrist. Aber man muss verstehen, woher diese Verwirrung kommt: Das Wort Antichrist kommt in der Offenbarung gar nie vor. Das kennen wir nur aus den Briefen von Johannes. Und dort sagt Johannes in 1. Johannes 2,18: „Kindlein, es ist die letzte Stunde, und wie ihr gehört habt, dass der Antichrist kommt.“ Dann erklärt er: Ja, schon jetzt gibt es viele Antichristen. Aber er sagt dort: der Antichrist kommt. Und dann spricht er über seine Vorläufer, und diese Vorläufer, die dann weiter beschrieben werden, das sind falsche Lehre, falsche Propheten. Auch in 1. Johannes 4: Der Geist des Antichristen, das ist der Geist der falschen Propheten.
Da wird klar: Ach so, der Antichrist, dieser Name, bezieht sich nicht auf den kommenden politischen Führer des neuen Europas, sondern bezieht sich eben auf den falschen Propheten, der in Israel aufstehen wird als falscher Messias. Antichrist heisst eben nicht nur der, der gegen Christus ist, sondern auch der, der sich an die Stelle von Christus setzt. Anti heisst gegen oder an Stelle von. Und so ist der Antichrist ein falscher Messias. Und wir wissen: Der wahre Messias wurde schon im Judentum der Prophet genannt, der kommen soll, aufgrund von 5. Mose 18,15. Und darum ist eben der falsche Messias der falsche Prophet.
Da geht es also um diese beiden, die ja durch einen Bund für sieben Jahre offiziell zusammengeschlossen sein werden: das Tier in Europa und der Antichrist, der falsche Prophet in Israel. Übrigens finden wir eigentlich in diesem Vers 13 insgesamt drei Tiere, nämlich Tier Nummer eins: der rote Drache, das ist der Satan, Offenbarung 12, so wird er dort genannt. Und dann das Tier hier bezeichnet eben das erste Tier aus dem Meer, Offenbarung 13,1. Und der falsche Prophet wird in Offenbarung 13,11 genannt: das Tier aus der Erde, eben der, der kommen wird aus Israel, im Kontrast: das Land im Kontrast zum Meer. Das Meer ist oft ein Bild der Völker im Allgemeinen. Jesaja 17,12-13 macht das klar.
Also sind es eigentlich drei Tiere, wobei eben dieses Tier aus dem Meer, der kommende Diktator, sich verehren lassen wird als eine Art Vatergott. Dann in Daniel 11,36-39 wird der Antichrist beschrieben im Land Israel als der König, der sich über alles erhebt, was Gott heisst. Und eine Ausnahme gibt es: Den Gott der Festungen wird er ehren, den Gott, den seine Väter nicht gekannt haben, den Gott der Festungen. Was ist das? Nun, im Altertum war das ein fester Begriff: Jupiter Capitolinus. Das ist Jupiter, der oberste Gott der griechisch-römischen Religion, aber eben Jupiter von der Kapitolsfestung in Rom. Das ist der Gott der Festungen. Und so wird dieser kommende Führer sich verehren lassen als Jupiter, der als Vatergott verehrt wurde.
Und jetzt sehen wir den Kontrast: Der Antichrist, der falsche Prophet, der falsche Messias in Israel, der wird sich ausgeben als Messias und damit als Gott, der Sohn. Und die Kraft im Hintergrund, das ist der rote Drache, unsichtbar. Das ist eine Imitation des Heiligen Geistes, der nicht gesehen wird, aber wirkt. Es gibt Leute, die sagen: Ach, ihr mit eurer Trinitätslehre, das ist alles ganz falsch, das ist unbiblisch. Ach wo, das lehrt die Bibel! Es gibt nur einen Gott, aber Gott der Vater wird Gott genannt, und der Sohn wird Gott genannt: „Am Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.“ Und der Heilige Geist wird Gott genannt. Als Ananias den Heiligen Geist belogen hat, sagt Petrus in Apostelgeschichte 5: „Du hast nicht Menschen gelogen, sondern Gott.“
Ja, es gibt nur einen Gott, aber Gott der Vater, also der Sohn, also der Heilige Geist wird in der Bibel ganz klar als Gott bezeichnet. Es gibt nicht drei Götter, aber Gott ist eine Einheit von drei Personen. Und all die, die diese Verächter, und es gibt immer mehr, und auch im Internet verbreiten ihre Irrlehren, da muss man sich im Klaren sein: Die glauben nicht an die Dreieinheit Gottes, aber der Teufel glaubt daran, sonst würde er nicht versuchen, das zu imitieren, indem er dann eben diese zwei Männer, das Tier aus dem Meer und das Tier aus der Erde, mit sich verbindet und so die Dreieinheit Gottes schändlich, teuflisch imitieren, nachahmen will.
Nun, das ist gerade der Punkt, der zu Hamagedon führt. Wir haben gesehen, da kommen Dämonen aus dem Mund des Drachen, des Tieres, des falschen Propheten. Und jetzt gehen die aus und versammeln die Könige von wo? Des ganzen Erdkreises, Vers 14. Das ist jetzt ganz wichtig. Weiss jemand, was in Griechisch steht für Erdkreis? Oikoumene. Und das heisst ganz genau übersetzt? Das heisst die Inseln und das gewohnte Festland von Europa. Ja, es bezeichnet effektiv das Römische Reich ganz speziell damit in Europa, aber alles, was zum Römischen Reich gehört. Und zwar: In der Weihnachtsgeschichte, Lukas 2, heisst es, dass ein Erlass ausging von Kaiser Augustus, den ganzen Erdkreis einzuschreiben, und das ist das Wort „oikoumene“, das heisst wörtlich „die Behauste“, die bewohnte Erde. Aber es ist ein Fachausdruck speziell für das Römische Reich. Kaiser Augustus hat ja nicht die Indianer von Kanada eingeschrieben und gezählt, sondern es ging um das Römische Reich. Oikoumene ist ganz speziell das Römische Reich, und jetzt haben wir diesen Ausdruck: Die Könige des ganzen Erdkreises, das sind diese zehn Könige, die wir in Kapitel 17 gefunden haben, die an der Spitze des neuen Europas stehen werden.
Jetzt ist es noch nicht so. Also die Kommission ist heute anders aufgebaut, aber da muss noch einiges das Schiff wackeln, und sie ist überhaupt nicht leistungsfähig, weder innen- noch aussenpolitisch. Es ist eine Katastrophe, aber diese Katastrophe muss sein, damit die Menschen schliesslich den starken Mann wollen. Also was heute geschieht, ist alles eine ganz wichtige Vorbereitung, dass diese Diktatur überhaupt kommen kann. Und es wird dann der Tag kommen, da wird man ein Zehnergremium, das sind diese zehn Könige, und in Kapitel 17, Vers 12, sagt es: Sie haben Macht wie Könige, aber sie haben kein Königreich. Das ist eine oberste Kommission. Aber dann hatten wir in Kapitel 17 weiter gesehen: Die werden dann dem Tier, diesem kommenden Diktator, ihre Macht abgeben und mit ihm zusammenarbeiten. Das sind die Könige der Erde, also diese oberste Kommission könnte man sagen, und die versammeln dann eben die Armee und führen sie nach Hamagedon. Und dort wird der Herr Jesus erscheinen und sie richten.
Aber die Bibel spricht eben darüber, dass die Wiederkunft Christi an verschiedenen Orten geschehen wird, in Phasen, nacheinander. Wo erscheint der Herr auch noch, ausser in Hamagedon? Auf dem Ölberg. Wo steht das? Ja, wir glauben nur, was in der Bibel steht. Sacharja 14, schlagen wir auf. Darf ich jemanden bitten, zu lesen, Verse 3 bis 4?
Aber der Herr wird ausziehen und gegen jene Heidenvölker kämpfen, wie damals am Tag seines Kampfes, am Tag der Schlacht. Und seine Füsse werden an jenem Tag auf dem Ölberg stehen, der vor Jerusalem nach Osten liegt. Und der Ölberg wird sich in der Mitte spalten, nach Osten und nach Westen hin, zu einem sehr grossen Tal. Und die eine Hälfte des Berges wird nach Norden zurückweichen, die andere nach Süden.
Also hier wird klar gesagt: Seine Füsse werden auf dem Ölberg stehen, der gerade östlich der Altstadt von Jerusalem steht. Also das ist ein ganz anderer Ort bei Jerusalem als Hamagedon im Hinterland von Haifa. Da wird der Herr auch Nationen vernichten, aber es sind wieder andere Feinde, die sich dort versammeln werden. Das sind die Armeen des Königs des Nordens aus Daniel 11,40-45. Das umfasst, dieser Begriff des Königs des Nordens umfasst in der erfüllten Prophetie das Gebiet von Syrien, Libanon über Türkei, Aserbaidschan, Turkmenistan, Usbekistan, Tadschikistan, Afghanistan bis nach Pakistan und auch Iran, Irak. Also das wird ein tödlicher Machtblock sein, der Israel angreifen wird von Norden und eben Jerusalem belagern wird, und dann wird der Herr kommen auf dem Ölberg.
Aber wo erscheint der Herr auch noch ausdrücklich? Wo steht das? Ja, Edom, das ist das Gleiche wie Seir. Jesaja 63, und ich höre noch Habakuk. Ja, dann schlagen wir beides auf. Jesaja 63: Wer liest am Mikrofon Verse 1 bis 6?
Wer ist dieser, der von Edom kommt, von Bozra in hochroten Kleidern, dieser prächtig in seinem Gewand, der einherzieht in der Grösse seiner Kraft? Ich bin es, der in Gerechtigkeit redet, der mächtig ist zu retten. Warum ist rot an deinem Gewand und sind deine Kleider wie die eines Keltertreters? Ich habe die Kelter allein getreten, und von den Völkern war niemand bei mir. Und ich zertrat sie in meinem Zorn und zerstampfte sie in meinem Grimm, und ihr Saft spritzte auf meine Kleider, und ich besudelte mein ganzes Gewand. Denn der Tag der Rache war in meinem Herzen, und das Jahr meiner Erlösung war gekommen. Und ich blickte umher, und da war kein Helfer, und ich staunte, und da war kein Unterstützer. Da hat mein Arm mir geholfen, und mein Grimm, er hat mich unterstützt. Und ich trat die Völker nieder in meinem Zorn und machte sie trunken in meinem Grimm, und ich liess ihren Saft zur Erde rinnen.
Jawohl, das ist gleich auch die Antwort auf die Frage zu Offenbarung 19. Warum steht da in Vers 13, er ist bekleidet mit einem in Blut getauchten Gewand? Das ist beantwortet durch dieses Gericht in Edom. In Edom werden verschiedene Völker zusammenspannen und werden Edom vernichten. Edom liegt wo heute? In Jordanien, und zwar, wie kann man sich das gut merken? Im Süden, und zwar das Gebiet südlich des Toten Meeres, da runter gegen Eilat, das ist Edom. Es ist ein Gebirge, das ganz markant rötlich aussieht, und darum der Name Edom: Rot. Merkt man, wie das ein Wortspiel ist? Wer ist dieser, der von Edom, von Rotland kommt, von Bozra, das ist eine Ortschaft in Rotland, in hochroten Kleidern? Ja, und dann erklärt er, wieso die Kleider rot sind.
Und zwar: Das Buch Obadja beschreibt, wie ehemalige Bundesgenossen von Edom sich gegen ihren Freund wenden und Edom vernichten. Also in der Sprache von heute heisst es, dass arabische Nationen gegen ihren einstigen Bundesgenossen Jordanien vorgehen und eine Katastrophe anrichten. Und dann kommt der Herr und richtet diese Völker, die so gegen Edom gehen werden.
Und dann wurde bereits genannt: Habakuk 3, das ist dieses bewegende Lied von Habakuk, wo er die Wiederkunft Christi ganz dramatisch beschreibt, und da steht in Vers 3: „Gott kommt von Teman her.“ Das ist auch eine Ortschaft wie Bozra in Rotland, eben in Edom. „Gott kommt von Teman her, ja, der Heilige vom Gebirge Paran.“ Paran ist ein Gebirgsland unten im Negev, eben gerade bei Edom. Wenn man auf der Wüstenhauptstrasse vom Toten Meer her runterfährt, entlang der jordanischen Grenze auf israelischem Gebiet Richtung Eilat, kommt man dann eben an einen Ort, der steht Paran. Ich weiss noch, wie ich da durchgefahren bin und habe dann wirklich gedacht, an dieser Stelle, dass der Herr dann von Paran herkommen wird. Und dann heisst es: Seine Pracht bedeckt die Himmel, und die Erde ist voll seines Ruhmes.
Und Vers 6: Er stand und machte die Erde schwanken, er schaute und machte die Nationen erbeben, und es zerbarsten die Berge der Vorzeit, und es senkten sich die ewigen Hügel. Da werden auch geologische Katastrophen stattfinden, und das ist in Übereinstimmung mit dem, was wir gerade in Sacharja 14 gelesen haben, dass der Ölberg als ein Beispiel sich spalten wird. Ja, und zwar ist dieser Spalt bereits geologisch vorgezeichnet. Man sieht also die Spuren eines Bruches in den geologischen Schichten, der dann ganz vollzogen werden wird.
So sehen wir also: Das Gericht des Herrn wird in Phasen vonstattengehen. Und vielleicht dazu noch eine Stelle: Jesaja 24, nein, Jesaja 19,1. In diesem ganzen Kapitel geht es um Ägypten, und ganz speziell: Nicht alle gewissen Verse haben sich schon im Altertum erfüllt, aber ein grosser Teil geht auf die Endzeit, und dieses ganze Kapitel wird gewissermassen überschrieben mit Vers 1: Ausspruch über Ägypten. Siehe, der Herr fährt auf schneller Wolke und kommt nach Ägypten. Er wird also auf den Wolken des Himmels kommen, wie das Daniel 7 sagt von dem Menschensohn, dem Messias. Und er wird eben nicht nur auf den Ölberg kommen, nicht nur nach Hamagedon, nicht nur nach Edom, Bozra und Teman und zum Gebirge Paran, sondern auch nach Ägypten. Und so wird in Phasen aller Widerstand der Welt gegen die Herrschaft Gottes gebrochen werden. Erst dann kommt der Friede.
Das Gericht über die Mächte und die Deutung der Endzeitbilder
Nun sehen wir: Wenn eben diese Nationen gerichtet werden, dann werden die aasfressenden Vögel kommen. Das ist dieses große Mahl in Offenbarung 19,17, wo ein Engel sagt: Kommt her, versammelt euch zu dem großen Mahl Gottes, auf dass ihr Fleisch von Königen fresst, Fleisch von Obersten usw.
Und dann haben wir das noch nicht angeschaut: Verse 19 bis 21. Was sieht Johannes? Die Könige der Erde zusammen und ihre Heere. Jawohl. Und noch genauer: Wer führt diese Könige? Das Tier. Und der falsche Prophet. In Vers 20, Vers 1.
Also, wir haben letztes Mal gesehen, dass in Sacharja 11 Jesus Christus vorgestellt wird als der gute Hirte, der von seiner eigenen Herde verworfen wurde, für dreißig Silberschäkel verkauft. Und dann, in den letzten Versen von Sacharja 11, haben wir letztes Mal angeschaut, da heißt es, dass Gott als Gericht gewissermaßen über Israel einen törichten Hirten bringen wird, weil der gute Hirte verworfen worden ist. Und dieser törichte Hirt, das ist der Antichrist, dieser falsche Messias, der die Herde eben zerreißen wird.
Und dann haben wir gelesen, das Schwert über ... können wir vielleicht noch etwas aufschlagen? Wiederholung ist die Mutter des Lernens. Sacharja 11, ab Vers 15, wird der Antichrist beschrieben als der nichtige, törichte Hirte. Und könnte jemand Vers 17 lesen?
Wehe dem nichtigen Hirten, der die Schafe verlässt! Das Schwert über seinen Arm und über sein rechtes Auge! Sein Arm verdorre, ja, verdorre, und sein rechtes Auge erlösche, ja, erlösche!
Es ist ein Gericht über den Antichristen in zwei Phasen. Sein Arm soll gänzlich verdorren, das ist seine Macht als Herrscher, und sein rechtes Auge völlig erlöschen, das ist dann quasi das endgültige Gericht über ihn. Und das wird so erfolgen: Der Antichrist wird ja in der Mitte dieser sieben letzten Jahre, das sind die sieben Jahre, in denen ein Bund bestehen wird zwischen dem Römischen Reich und Israel unter dem Antichristen.
Nach dreieinhalb Jahren wird der Antichrist sich selber in den Tempel setzen, in den kommenden dritten Tempel in Jerusalem. Und er wird das Götzenbild, das eben sein Freund darstellt, den Gott der Festung, im dritten Tempel aufstellen, um den Tempel unrein zu machen. Dadurch werden die Opfer gestoppt werden. Das wird der Moment sein, wo der gläubige Überrest, der in der Zeit nach der Entrückung zum Glauben kommen wird, die 144 aus Offenbarung 7, diesen Gräuel sehen wird.
Und der Herr Jesus sagt ja in Matthäus 24,15: Wenn ihr den Gräuel der Verwüstung seht an heiligem Ort ... Und dann in den weiteren Versen sollen sie flüchten auf die Berge, denn alsbald wird große Drangsal sein, dergleichen nicht gewesen ist seit Anfang der Welt an.
Das ist dann die große Drangsal, und die wird dadurch beginnen, dass der König des Nordens – ich habe schon erklärt, was das ist – Israel überrennen wird und das Land verwüsten, das Land verbrennen. Joel 2 beschreibt auch diesen von Norden kommenden. Dort wird beschrieben: Das Land ist vor ihm wie der Garten Eden, und nachher ist alles verbrannt.
Und der Antichrist wird dann, wenn er sieht, jetzt kommt dieser König des Nordens, zu seinem Freund nach Rom flüchten. Er verlässt die Herde. Das ist nicht wie der gute Hirte, der sein Leben lässt für die Schafe, Johannes 10, sondern er wird die Herde verlassen und fliehen. Aber dadurch wird er seine Macht in Israel verlieren: das Schwert über seinen rechten Arm.
Am Schluss der großen Drangsalzeit, wenn eben die Heere des Römischen Reiches nach Haifa verschoben werden, um in Harmagedon aufzumarschieren, da wird der Antichrist dabei sein. Nun, das, was wir hier gelesen haben, ist also genau das Gericht in Harmagedon.
Offenbarung 19,19 liest das nochmals jemand?
Und ich sah das Tier und die Könige der Erde und ihre Heere versammelt, um den Krieg zu führen mit dem, der auf dem Pferd saß, und mit seinem Heer. Und das Tier wurde ergriffen, und der falsche Prophet, der mit ihm war, der die Zeichen vor ihm tat, womit er die verführte, die das Mahlzeichen des Tieres annahmen und die sein Bild anbeteten; die zwei wurden lebendig in den Feuersee geworfen, der mit Schwefel brennt. Und die übrigen wurden getötet mit dem Schwert dessen, der auf dem Pferd saß, dem Schwert, das aus seinem Mund hervorging, und alle Vögel wurden von ihrem Fleisch gesättigt.
Jawohl, also: Die Hölle ist ja leer bis zum heutigen Tag, aber das werden die allerersten sein, die in die Hölle geworfen werden. Und das Spezielle wird sein: eben das Tier, der kommende Diktator, und sein Freund, der Antichrist, die sind da zusammen versammelt.
Das heißt also, der Antichrist wird dann wieder aus dem Westen zurückkehren mit der Armee. Das Ziel wird ja sein, den König des Nordens zu bekämpfen. Europa wird nicht nach Harmagedon kommen, weil sie denken: Ja, jetzt ist dann bald die Zeit der Wiederkunft Christi, ja, wir haben ja immer darauf gewartet. Nein, unsere Kultur verspottet uns, die wir an die Wiederkunft Christi glauben.
Es ist ja so: Etwa 1915 bis 1917 kam in Amerika eine Bücherserie heraus, die hieß The Fundamentals. Diese Serie wurde geschrieben von einigen sehr besorgten Brüdern in Nordamerika, zum Beispiel Dick Wilson, ein großer Gelehrter, der gegen die Bibelkritik gekämpft hatte, und Sir Robert Anderson, der ja jahrelang der Chef von Scotland Yard war in London, und andere haben diese Bücher geschrieben. Es ging ihnen darum zu zeigen, was die Fundamente des christlichen Glaubens sind, die wir nie aufgeben dürfen, auch nicht in einer modernistischen Zeit.
Und da haben sie betont: die Wiederkunft Christi. Das ist eine absolute Grundlage des Glaubens. Aber davor noch, dass Jesus Christus gestorben ist für unsere Sünden und wirklich am dritten Tag auferstanden ist. Und weiter: Die Bibel ist Gottes Wort, sie ist absolut zuverlässig usw. Das führen sie aus in diesen Artikeln. Und deswegen wurden Christen dann genannt Fundamentalisten. Da entstand überhaupt der Begriff Fundamentalist. Das gab es im 19. Jahrhundert, da gab es den Ausdruck gar noch nicht. Und die Leute benutzen das, das ist in aller Leute Mund: Fundamentalisten.
Was sind Fundamentalisten? Das sind Christen, die heute noch das glauben, was eigentlich Christen früher durch alle Jahrhunderte geglaubt haben, aber was eine modernistische Welt absolut nicht mehr akzeptiert: zu glauben, dass Jesus Christus für unsere Sünden gestorben ist am Kreuz und dass er wirklich körperlich am dritten Tag auferstanden ist und wiederkommt. Unmöglich, das sind Fundamentalisten.
Ja, und der langen Rede kurzer Sinn: Wenn diese europäische Armee, diese westliche Armee mit allen Alliierten nach Harmagedon kommt, dann wird das nicht sein, um jetzt die Wiederkunft Christi zu erwarten, sondern sie kommen, um den König des Nordens zu bekämpfen. Sie werden dort ihre Front aufstellen, während nach Daniel 11,40-45 der König des Nordens seine Front zwischen dem Mittelmeer und dem Tempelberg aufstellt.
Da haben wir zwei Fronten, die klar getrennt sind durch ein Territorium dazwischen. Also da unten Tel Aviv bis Jerusalem. Das nächste Mal, wenn sie mit dem Bus vom Flughafen her nach Jerusalem hochfahren über die A1, die Hauptstraße, dann denkt daran: Das ist das Aufmarschgebiet des Königs des Nordens. Genau in dem Gebiet wird die Front sein.
Ja, und dann wird es eine völlige Überraschung sein, dass der Nazaräer eben doch lebt und er kommt. Und er wird eben diese Heere dort vernichten in Harmagedon. Aber das Tier und der Antichrist, die werden nicht sterben. Die werden lebendig in die Hölle geworfen werden.
So gibt es also zwei Menschen, die sind geboren, aber nie gestorben. Und das werden zwei Menschen sein: Das waren Adam und Eva, nicht wahr? Die wurden nicht geboren, die wurden von Gott erschaffen, aber sind beide gestorben. Das sind zwei Menschen, die werden zwar geboren werden, aber die werden nie sterben. Die gehen gerade lebendig in die Hölle, um eben das Gericht noch mehr zu unterstreichen, sofort direkt in die Hölle, ohne noch vorher ein Gericht zu erleben.
Wir werden sehen: Nach dem Tausendjährigen Reich wird das Gericht über alle verlorenen Menschen der Menschheit stattfinden, und das wird zuerst vor dem Richterthron von Jesus Christus alles geklärt werden. Aber die kommen direkt in die Hölle.
Ja, gibt es Fragen bis dahin? Gut, vielleicht noch etwas: Wo lebte Jesus Christus die meiste Zeit, als er vor zweitausend Jahren hier auf Erden war?
In Nazareth.
Und wo liegt Nazareth? In Galiläa im Norden, aber noch genauer in Verbindung mit unserem Thema. Also: Nazareth liegt auf dem Bergland, gerade am Rand der Harmagedonebene. Also wenn man in Nazareth ist, hat man einen wunderbaren Blick in die Ebene Harmagedon.
Das heißt: Der Herr Jesus, als er das erste Mal kam und in Nazareth aufwuchs, wusste: Ich bin gekommen als der Retter der Welt, das erste Mal. Aber das zweite Mal werde ich wieder hier in Harmagedon kommen als der Richter der Welt.
Also sind das erste und das zweite Kommen Christi geographisch, Nazareth und die Harmagedonebene, so miteinander verknüpft. Und übrigens, Garwin hat das ein bisschen angedeutet: Es geht da so steil runter, nicht wahr, hast du gesagt, in die Harmagedonebene. Und wirklich, da gibt es einen ganz steilen, wirklich sogar für einen Schweizer eindrücklichen Felsabsturz, ja?
Und der spielte ja eine Rolle in den Evangelien. In Lukas 4 lesen wir, wie der Herr Jesus in der Synagoge in Nazareth gepredigt hatte über Jesaja 61 und erklärt hat, dass jetzt die Zeit der Gnade gekommen ist, wie das in Jesaja 61 vorausgesagt ist. Und dann erklärt er in der Predigt, dass Gottes Gnade die Grenzen von Israel sprengt.
Das ist ein Grundsatz, der war schon im Alten Testament sichtbar. Denn zur Zeit von Elia gab es viele Witwen in Israel, aber der Prophet Elia wurde nur zu dieser Witwe in Sarepta geschickt, zu einer Libanesin. Und dann sagt er: In der Zeit von Elisa gab es viele Aussätzige in Israel, aber der Prophet Elisa hat nur den Syrer, den Heerführer Naaman, den Heerführer von Syrien, geheilt. Gottes Gnade für Syrien.
Und das haben diese engstirnigen Leute in der Synagoge gar nicht gemacht. Sie sahen sich als die Auserwählten. Ja, aber das ist ein falsches Verständnis der Erwählung Israels. Gott hat Israel nicht erwählt, um damit die anderen Völker zu verwerfen, sondern er hat Abraham gesagt in 1. Mose 12,1-3: In dir sollen gesegnet werden alle Stämme oder Familien der Erde.
Die Erwählung Israels bedeutet nicht die Verwerfung der anderen, sondern die Erwählung Israels bedeutet die Chance und die Gnade für alle Völker. Das hat sie so geärgert, und da haben sie ihn hinausgeführt. Wer liest Lukas 4,27-30?
Und viele Aussätzige waren zur Zeit des Propheten Elisa in Israel, und keiner von ihnen wurde geheilt als nur Naaman, der Syrer. Und alle in der Synagoge wurden von Wut erfüllt, als sie dies hörten, und sie standen auf und stießen ihn zur Stadt hinaus und führten ihn bis an den Rand des Berges, auf dem ihre Stadt erbaut war, um ihn so hinabzustürzen. Er aber schritt mitten durch sie hindurch und ging weg.
Ja, und dieser Felsabsturz ist wirklich auch heute noch deutlich außerhalb der Stadt. Also wenn Sie das nächste Mal nach Nazareth reisen, unbedingt dann aus der Stadt hinaus zu diesem Felsabsturz. Und das führt direkt nach Harmagedon runter.
Da wollten sie den Heiland der Welt töten, indem sie ihn nach Harmagedon hinabwarfen. Aber das war nicht der Plan Gottes. Der Messias sollte sterben als Opfer, Jesaja 53, aber nicht in Harmagedon, sondern auf einem der Berge im Land Moria.
Abraham bekam ja in 1. Mose 22 den Aufruf, seinen Sohn zu opfern. Er sollte hingehen ins Land Moria und ihn auf einem der Berge dort, den Gott ihm sagen würde, opfern. Da ging er ins Land Moria. Moria war der bekannte Berg, denn auf dem Südabhang war das Städtchen, die Königsstadt Salem, von Melchisedek. Aber Gott sagte nicht: opfere ihn auf dem Moria, der später der Tempelberg wurde in der Bibel, sondern auf einem der Berge, den ich dir sagen werde.
Und Abraham ging an diesen Ort und war bereit, seinen Sohn hinzugeben, weil er glaubte, Gott würde ihn auch wieder auferwecken. Aber es war nur ein Gehorsamstest. Isaak wurde verschont, weil er nicht für unsere Sünden sterben konnte, er war selber ein Sünder. Aber es sollte ein Hinweis sein darauf, dass Gott der Vater einmal seinen Sohn als Opfer geben würde.
Und 1. Mose 22 sagt, dass Abraham dann diesem Ort, diesem Berg, den Namen gab: Adonai-jireh, der Herr wird ausersehen, das wahre Opfer. Und so erklärt Mose, darum heutigen Tages gesagt wird: Auf dem Berg des Herrn wird ausersehen werden.
Und so wusste man: Der Messias wird einmal sterben als Opfer für unsere Sünden, und zwar im Land Moria auf einem der Hügel dort. Und tatsächlich: Golgatha liegt auf dem Nachbarhügel von Moria, auf dem heutigen Südwesthügel der Altstadt von Jerusalem. Und zur Zeit Jesu war das noch außerhalb der Stadtmauer; heute ist der Ort innerhalb, außerhalb dort sollte er sterben, nicht in Harmagedon. Aber schon eindrücklich sind die Menschen, die den Erlöser hassten, ihn runter in die Harmagedonebene werfen wollten.
Wir gehen jetzt weiter und kommen zu Offenbarung 20. Liest uns jemand die ersten zehn Verse vor?
Offenbarung 20
Und ich sah einen Engel aus dem Himmel herabkommen, der den Schlüssel des Abgrunds und eine große Kette in seiner Hand hatte, und ergriff den Drachen, die alte Schlange, die der Teufel und der Satan ist, und er band ihn tausend Jahre und warf ihn in den Abgrund und schloss zu und versiegelte über ihm, damit er nicht mehr die Nationen verführe, bis die tausend Jahre vollendet sind. Nach diesem muss er eine kleine Zeit gelöst werden.
Und ich sah Throne, und sie sassen darauf, und es wurde ihnen gegeben, Gericht zu halten. Und ich sah die Seelen derer, die um des Zeugnisses Jesu und um des Wortes Gottes willen enthauptet worden waren, und die, die das Tier nicht angebetet hatten, noch sein Bild, und das Mahlzeichen nicht angenommen hatten an ihre Stirn und an ihre Hand, und sie wurden lebendig und herrschten mit dem Christus tausend Jahre.
Die übrigen der Toten wurden nicht lebendig, bis die tausend Jahre vollendet waren. Dies ist die erste Auferstehung. Glückselig und heilig, wer teil hat an der ersten Auferstehung; über diese hat der zweite Tod keine Gewalt, sondern sie werden Priester Gottes und des Christus sein und mit ihm herrschen tausend Jahre.
Und wenn die tausend Jahre vollendet sind, wird der Satan aus seinem Gefängnis losgelassen werden und wird ausgehen, um die Nationen zu verführen, die an den vier Ecken der Erde sind, den Gog und den Magog, um sie zum Krieg zu versammeln, deren Zahl wie der Sand des Meeres ist. Und sie zogen herauf auf die Breite der Erde und umzingelten das Heerlager der Heiligen und die geliebte Stadt, und Feuer kam von Gott aus dem Himmel herab und verzehrte sie. Und der Teufel, der sie verführte, wurde in den Feuer- und Schwefelsee geworfen, wo sowohl das Tier ist als auch der falsche Prophet, und sie werden Tag und Nacht gepeinigt werden von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Der Ablauf der Offenbarung und die Ordnung der Geschichte
Herr Präsident! Die Offenbarung ist ja grundsätzlich in chronologischer Reihenfolge geschrieben. Wir haben in den Kapiteln 2 und 3 die sieben Sendschreiben an sieben Gemeinden gesehen und festgestellt, dass diese sieben Sendschreiben in prophetischer Hinsicht die ganze Kirchengeschichte darstellen, eingeteilt in sieben verschiedene Epochen. Das hat sich auch in der Kirchengeschichte bis heute genau in der Reihenfolge erfüllt, wie die Sendschreiben vorkommen: zuerst Ephesus, Smyrna, Pergamos usw.
Diese sieben Epochen stellen also das Zeugnis der Gemeinde hier auf Erden dar. Das soll dauern, eben von der Zeit der Apostel an, die im ersten Sendschreiben noch vom Thema her eine Bedeutung haben, denn es geht dort um falsche Propheten, die man prüfen muss, im Kontrast eben zu den wahren Aposteln, bis zur Entrückung. Und dann, ab Kapitel 4, wird Johannes in den Himmel entrückt, und dort sieht er, wie Jesus Christus, das Lamm Gottes, das Buch mit den sieben Siegeln nimmt. Das ist das Buch der Gerichte Gottes über die Welt, die nach der Entrückung erfolgen sollen, bis Jesus Christus als Richter der Welt kommen wird.
Der Ablauf ist wieder ganz streng chronologisch. Es geht in der Reihenfolge: nicht zuerst das siebte und dann das vierte und dann das fünfte, sondern erstes, zweites, drittes, viertes, fünftes, sechstes, siebtes Siegel. Und wir haben gesehen, das siebte Siegel wird die grosse Drangsalzeit, die letzten dreieinhalb Jahre, eröffnen. Aber das siebte Siegel besteht aus sieben Posaunengerichten, wobei der Inhalt des siebten Posaunengerichts aus sieben Schalengerichten bestehen wird. Und dann kommt Jesus Christus wieder, Offenbarung 19,11. Also ganz strenger Ablauf.
Aber, und das ist eben ganz wichtig, und das habe ich immer wieder einmal erklärt: Es gibt Einschübe in diesem strengen Ablauf. Und diese Einschübe erklären den Hintergrund dieser ganzen Gerichtszeit. Da gibt es auch Flashback, also wie im Film, wenn man zeitlich zurückgeht. Das ist ein Flashback, und es wird zurückgeblendet in die Vergangenheit bis 2000 Jahre zurück. In Matthäus 1,12 wird plötzlich die Geburt Christi dort erläutert. Und dann haben wir auch Flash Forward, was wir auch im Film haben, wenn man plötzlich zeitlich nach vorne springt.
Diese Einschübe, die den Hintergrund erklären, sind ganz systematisch eingefügt: immer vor Nummer eins und zwischen Nummer sechs und sieben, also vor dem ersten Siegel, zwischen dem sechsten und dem siebten Siegel, vor der ersten Posaune, zwischen der sechsten und siebten Posaune, und dann vor der ersten Schale und zwischen der sechsten und der siebten Schale. Und dann nach sieben, da wo wieder ein Eins käme. Da gibt es sieben Einschübe.
So geht diese strenge Chronologie weiter. Wir haben jetzt in Offenbarung 19,11 bis zum Schluss die Wiederkunft Christi als Richter der Welt gesehen. Und jetzt kommt Kapitel 20. Was ist das Thema der ersten Verse? Ein Engel kam heraus. Aber noch gröber gesagt: Das gehört alles zu einem grösseren Thema. Was ist das Thema?
Ja, aber das gehört eben noch zu einem grösseren Thema. Und das gehört in welches grössere Thema? Das tausendjährige Friedensreich.
Wird hier beschrieben, wie oft ist das Wort tausend erwähnt worden? Hat das jemand gezählt? Also nicht nur einmal, ja? Fünfmal. Wie? Fünfmal. Ich komme sogar auf sechs.
Ja, also das erste Mal wo? Ende von Vers 2, dann in Vers 3, dann Vers 4, 5 und wo noch? 6 und dann 7, wenn die tausend Jahre vorüber sind. Sechsmal wird betont, dass dieses Reich tausend Jahre geht.
Nun, was hat das für Konsequenzen? Es gibt viele Christen, die sagen, das tausendjährige Reich, das ist jetzt, das ist das Reich Gottes, das seit Jesus Christus gekommen ist. Und das ist sehr verbreitet, und zwar auch unter Evangelikalen, die sehr betonen, sie hätten die reformatorische Lehre. Und die sieht so aus, dass eben das Reich Gottes heute ist. Und dann ganz am Ende wird Jesus Christus kommen, und das ist dann das Ende der Welt. Aber das stimmt nicht überein mit dem, was in der Bibel steht.
Es ist so, dass wir sehen: Jesus Christus kommt zuerst als der Richter der Welt, und dann kommt das Tausendjährige Reich. Also wenn ich mal so fragen darf: Wer ist schon echt konfrontiert worden mit dieser Auseinandersetzungsfrage, ist das tausendjährige Reich heute oder erst in Zukunft? Erstaunlich wenige. Ihr bewegt euch wahrscheinlich in guten Kreisen. Ja, aber dann ist es für die Zukunft. Es kann immer wieder sein, dass man damit konfrontiert wird, und zwar wirklich von Gläubigen, die man als bibeltreu bezeichnen muss, die also sagen, die Bibel ist Gottes Wort, aber das ist ein falsches Verständnis: ein zukünftiges tausendjähriges Reich.
Woher weiss man aber jetzt, dass tausend Jahre nicht symbolisch gemeint sind und typologisch, sondern tatsächliche tausend Jahre? Ja, das müssen Sie natürlich erklären, weil die Zeit, seit Jesus Christus gekommen ist, bis heute ist nun doch deutlich mehr als tausend Jahre. Warum es im Mittelalter beim Jahr Tausend eine solche Hysterie gegeben hat: Jetzt kommt das Ende der Welt, tausend Jahre sind vorbei. Und dann kommen gute Leute und sagen: Ja, seht ihr, diese Hysterie von Endzeiten, das hat es schon immer gegeben, auch schon damals im Jahr Tausend. Ja, aber was war die Überlegung? Ja, das tausendjährige Reich ist jetzt, und jetzt sind tausend Jahre vorbei, jetzt kommt das Ende der Welt. Aber das war ja gar nicht, was der Bibeltext sagt.
Der Bibeltext sagt: Jesus Christus kommt zuerst als der Richter der Welt, Gericht in Harmagedon, das Tier und der falsche Prophet werden in den Feuersee geworfen, und dann kommt das Tausendjährige Reich. Also diese Hysterie hätte es gar nie geben müssen, hätte man die Bibel wirklich so genommen, wie sie da steht.
Und ich muss sagen, in den ersten Jahrhunderten war es unter den Kirchenlehrern ganz verbreitet und normal zu sagen, das tausendjährige Reich ist erst in der Zukunft. Die grosse Wende diesbezüglich kam ab dem vierten Jahrhundert, als die Christenverfolgungen ein Ende nahmen mit der konstantinischen Wende ab 311 nach Christus. Das Christentum wurde zuerst erlaubte Religion und bald darauf Staatsreligion. Und plötzlich gab es eine Verbindung zwischen Staat und Christenheit. Und plötzlich bekam die Kirche Macht.
Und da sagt man sich: Ach so, es war nicht ganz so wörtlich, wie es da steht, dass Christus jetzt wiedergekommen ist. Aber jetzt können wir herrschen. Und es war wirklich so, dass es politisch ein Vorteil war, ein Christ zu sein. Davor gehörte man automatisch zu den Dummen. Nur dumme Leute wie Sklaven usw. glauben an das Evangelium, aber gebildete Römer niemals. Und so gehörte man also zu den Dummen. Und plötzlich kam die Wende. Es war vorteilhaft, wenn man Christ war, dann konnte man leichter sogar in hohe Ämter aufsteigen. Und dann kam die Idee auf: Ach so, heute herrscht Christus. Durch die Kirche ist jetzt das tausendjährige Reich.
Und so kam also diese Idee auf und hat dazu geführt, dass die Kirche des Mittelalters wirklich die Macht voll beansprucht hat, Könige einzusetzen, Könige abzusetzen. Aber nach der Bibel ist das nicht die Zeit des Herrschens. Wie schon der Apostel Paulus sagt in 1. Korinther 4, können wir das kurz aufschlagen. Kann jemand lesen, ab Vers 9?
Es scheint mir nämlich, dass Gott uns Apostel als die Letzten hingestellt hat, gleichsam zum Tod bestimmt, denn wir sind der Welt ein Schauspiel geworden, sowohl Engeln als auch Menschen. Wir sind Narren um des Christus willen, ihr aber seid klug in Christus, wir schwach, ihr aber stark, ihr in Ehren, wir aber verachtet.
Also der Apostel Paulus sagt diesen Korinthern, die Anerkennung in der Welt gestrebt hatten: „Ihr seid schon jetzt zur Herrschaft gelangt, ohne uns.“ Aber wir Apostel, wir sind die allerletzten, die Verachtetsten, und ihr seid quasi schon am Herrschen. Also ganz ironisch, um ihnen klarzumachen, dass das jetzt noch nicht die Zeit des Herrschens ist. Aber die Zeit des Herrschens wird kommen, und das ist eben erst im tausendjährigen Friedensreich.
Natürlich könnte jetzt jemand sagen: Aber das Reich Gottes, das ist doch in den Briefen des Apostels Paulus eine gegenwärtige Angelegenheit, zum Beispiel schlagen wir mal auf Römer 14. Wer liest Römer 14,17?
Denn das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, sondern Gerechtigkeit und Friede und Freude im Heiligen Geist. Denn wer in diesem dem Christus dient, ist Gott wohlgefällig und den Menschen bewährt.
Also da wird über das Reich Gottes gesprochen als eben etwas, was Gerechtigkeit, Friede und Freude im Heiligen Geist ausmacht, also heute schon. Ja, wie geht das jetzt? Das Reich Gottes heute oder erst in der Zukunft? Die Antwort ist eigentlich ganz einfach. Wir müssen drei Phasen des Reiches Gottes unterscheiden.
Phase A: Der Messias, Jesus Christus, kam in diese Welt als König, und er hat Israel das Königreich angeboten. Matthäus 4,17: Da haben wir gerade die Zeit, wo der Herr Jesus begann, öffentlich zu predigen, und seine Predigt wird in einem Satz von Matthäus so zusammengefasst: Von da an begann Jesus zu predigen und zu sagen: Tut Busse, denn das Reich der Himmel ist nahe gekommen.
Jawohl, und in der Parallelstelle in Markus 1 sagt er: Das Reich Gottes ist nahe gekommen. Und in Lukas 17,21 sagt er: Denn siehe, das Reich Gottes ist mitten unter euch. Ja, also ich gebe noch die Stelle an, Markus 1, die Parallelstelle. Vers 15: Jesus kam nach Galiläa, predigte das Evangelium des Reiches Gottes und sprach: Die Zeit ist erfüllt, und das Reich Gottes ist nahegekommen; tut Busse und glaubt dem Evangelium.
Also er sagt, das Reich Gottes ist jetzt nahegekommen. Und die Stelle, die Andreas erwähnt hat, in Lukas 17,21: Das Reich Gottes ist mitten unter euch. Er, der König, war da. Und in seiner Person war das Reich Gottes da.
Aber wenn man jetzt im Matthäusevangelium Kapitel 4, 5, 6, 7, 8 weiterliest, wird immer mehr deutlich, dass die Masse den König ablehnt. Und es kommt in Kapitel 12 zu einem Höhepunkt: Die Führer des jüdischen Volkes sagen, er treibe die Dämonen aus durch die Kraft des Teufels, durch den Beelzebul. Und dann kommt eine Wende. Das war wirklich der Ausdruck der totalen Verwerfung. Sein Werk wird dem Teufel zugeschrieben.
Ab Matthäus 13 beginnt der Herr Jesus in Gleichnissen zu sprechen und sagt: Das Reich Gottes ist gleich geworden. Ich kann mir das kurz mal aufschlagen. Matthäus 13, da haben wir sieben Gleichnisse, da kommt diese Wende. Und zwar liest jemand Matthäus 13,24:
Ein anderes Gleichnis legte er ihnen vor und sprach: Mit dem Reich der Himmel ist es wie mit einem Menschen, der guten Samen auf seinen Acker säte. Während aber die Menschen schliefen, kam sein Feind und säte Unkraut mitten unter den Weizen und ging weg. Als aber die Saat aufsproste und die Frucht brachte, da erschien auch das Unkraut.
Deine Übersetzung ist ein bisschen vereinfacht, und zwar heisst es ganz wörtlich, und das findet man zum Beispiel in der alten Elberfelder so wörtlich, steht im griechischen Text: Das Reich der Himmel. Himmel ist übrigens ein Ersatzname für den Gottesnamen Yahweh. Die Rabbiner nannten, um den Namen nicht auszusprechen, Gott Adonai, Herr, oder auch Schamai, Himmel. Also das Reich der Himmel, das ist das Reich des Herrn, das Reich Jahwes, das Reich Gottes.
Und jetzt heisst es aber hier ganz wörtlich: Das Reich der Himmel ist einem Menschen gleich geworden, der guten Samen auf seinen Acker säte. Da ist etwas geschehen, da hat eine Veränderung stattgefunden, das Reich Gottes verändert sich. Und ab Matthäus 13 erklärte Jesus, dass er, der König, weggehen wird in ein anderes Land, in den Himmel. Und er wird das Reich seinen Knechten überlassen.
Und gerade das Gleiche ist mit dem Weizen, der die Gläubigen darstellt. Der Herr erklärt das deutlich in Matthäus 13, in der Auslegung, Vers 37: Der, der den guten Samen sät, ist der Sohn des Menschen, also er ist der Sähmann, der Acker aber ist die Welt. Der gute Same aber, dies sind die Söhne des Reiches, das Unkraut aber sind die Söhne des Bösen. Der Feind aber, der es gesät hat, ist der Teufel, die Ernte aber ist die Vollendung des Zeitalters. Die Schnitter aber sind Engel. Gleich wie nun das Unkraut zusammengelesen und im Feuer verbrannt wird, so wird es in der Vollendung des Zeitalters sein. Der Sohn des Menschen wird seine Engel aussenden, und sie werden aus seinem Reich alle Ärgernisse zusammenlesen, die das Gesetzlose tun, und sie werden sie in den Feuerofen werfen; da wird sein das Weinen und das Zähneknirschen.
Also dieses Gleichnis macht klar: Das Reich Gottes wird jetzt so sein, da gibt es die wahren Gläubigen, das ist der gute Weizen, und dann hat der Feind aber dazwischen Unkraut gesät. Das griechische Wort ist nicht irgendein Unkraut, sondern ein ganz bestimmtes Lolch. Lolch ist nicht mehr so bekannt heute, glücklicherweise. In früheren Zeiten war das in Europa ein echtes Problem in der Landwirtschaft. Lolch ist ein Unkraut, das sieht am Anfang beim Aufwachsen aus wie Weizen, und man kann ihn nur klar unterscheiden, wenn die Frucht ausgereift ist. Ein dem Weizen ähnliches Unkraut.
Jetzt kommen die Knechte zum Herrn und sagen: Ja, was sollen wir jetzt machen? Sollen wir den Lolch ausreissen? Nein, lasst alles zusammenwachsen! Erst in der Ernte, dann kommt die Trennung. Und das nennt der Herr Jesus die Vollendung des Zeitalters. Also wenn die gegenwärtige Zeit zum Ende kommt und wenn Jesus Christus als König wiederkommen wird. Das wird geschehen in der Vollendung des Zeitalters.
Ja, also wird jetzt eine Phase B stattfinden, eine totale Vermischung, und zwar weltweit. Der Acker ist die Welt. Da werden echte Christen sein und falsche Christen, aber niemand hat ein Recht, die Falschen irgendwie auszureissen. Sehen wir, was in der Kirchengeschichte geschehen ist: Da wurden eben nicht nur Ketzer, sondern auch Hunderttausende angebliche Ketzer getötet. In der Waldenserverfolgung wurden 800 Waldenser umgebracht, weil sie glaubten, dass man durch Glauben allein ohne das eigene Zutun gerettet wird, dass man als Christ so leben muss nach der Bibel. Das war für sie schon klar. Aber sie haben gesagt, dadurch werden wir nicht gerettet, nur durch den Glauben. 800 Tote! Das geschieht, wenn man den Lolch ausreissen will. Aber der Herr sagt: Nein, lasst das bis zum Schluss stehen.
Und in dem Gleichnis in Matthäus 25 liest jemand Verse 1 und folgende:
Dann wird das Reich der Himmel zehn Jungfrauen gleichen, die ihre Lampen nahmen und dem Bräutigam entgegengingen. Fünf von ihnen aber waren klug und fünf töricht. Die Törichten nahmen zwar ihre Lampen, aber sie nahmen kein Öl mit sich. Die Klugen aber nahmen Öl in ihren Gefässen mitsamt ihren Lampen. Als nun der Bräutigam auf sich warten liess, wurden sie alle schläfrig und schliefen ein. Um Mitternacht aber entstand ein Geschrei: Siehe, der Bräutigam kommt! Geht aus ihm entgegen! Da erwachten alle jene Jungfrauen und machten ihre Lampen bereit. Die Törichten aber sprachen zu den Klugen: Gebt uns von eurem Öl, denn unsere Lampen erlöschen. Aber die Klugen antworteten und sprachen: Nein, es würde nicht reichen für uns und für euch. Geht doch vielmehr hin zu den Händlern und kauft für euch selbst. Während sie aber hingingen, um zu kaufen, kam der Bräutigam, und die Bereiten gingen mit ihm hinein zur Hochzeit, und die Tür wurde verschlossen. Danach kommen auch die übrigen Jungfrauen und sagen: Herr, Herr, tu uns auf! Er aber antwortete und sprach: Wahrlich, ich sage euch, ich kenne euch nicht. Darum wacht, denn ihr wisst weder den Tag noch die Stunde, in welcher der Sohn des Menschen kommen wird.
Also auch da wieder: Das Reich Gottes verändert sich. Diese Phase A kommt in eine veränderte Phase, und da wird die ganze Christenheit verglichen mit zehn Jungfrauen, die ausgehen, um dem Bräutigam, das ist ein Bild des Messias, entgegenzugehen, bekanntem Judentum aus dem Hohen Lied. Der Bräutigam ist der Messias, sie bedeutet der Messias, sie gehen ihm entgegen.
Jetzt ist es aber so: Fünf sind gescheit und fünf sind töricht. Und plötzlich, nach langer Zeit, kommt dieser Ruf: „Siehe, der Bräutigam!“ Jetzt kommt Jesus Christus. Und fünf waren bereit und fünf waren nicht bereit. Und für die Törichten geht die Türe zu, die kommen zu spät und können nicht in das Fest eingehen. Und das symbolisiert auch wieder diese Phase B, in der der Bräutigam nicht da ist. Aber die zehn Jungfrauen warten, bis der Bräutigam kommt. Also Jesus Christus geht weg in der Phase B.
Und das wird im nächsten Gleichnis noch deutlicher gemacht. Können wir gleich so weit springen? Es geht ein bisschen schnell vorwärts, aber das wird helfen, das Ganze besser einordnen zu können. Liest jemand ab Vers 14?
Das schliesst direkt an, um zu zeigen, was das Reich der Himmel nun sein soll. Denn so wie ein Mensch, der ausser Landes reiste, seine eigenen Knechte rief und ihnen seine Habe übergab, und einem gab er fünf Talente, einem anderen zwei, einem anderen eins, jedem nach seiner eigenen Fähigkeit, und sogleich reiste er ausser Landes. Der, der die fünf Talente empfangen hatte, ging hin und handelte damit und gewann weitere fünf. Ebenso gewann der mit den Zweien weitere zwei. Der aber das eine empfangen hatte, ging hin, grub die Erde auf und verbarg das Geld seines Herrn.
Nach langer Zeit aber kommt der Herr jener Knechte und hält Abrechnung mit ihnen. Und der, die fünf Talente empfangen hatte, trat herzu und brachte weitere fünf Talente und sagte: Herr, fünf Talente hast du mir übergeben, siehe, weitere fünf Talente habe ich gewonnen. Da sprach sein Herr zu ihm: Wohl, du guter und treuer Knecht, über weniges warst du treu, über vieles werde ich dich setzen; gehe ein in die Freude deines Herrn.
Aber auch der mit den zwei Talenten trat herzu und sprach: Herr, zwei Talente hast du mir übergeben, siehe, weitere zwei Talente habe ich gewonnen. Da sprach sein Herr zu ihm: Wohl, du guter und treuer Knecht, über weniges warst du treu, über vieles werde ich dich setzen; geh ein in die Freude deines Herrn.
Aber auch der, der das eine Talent empfangen hatte, trat herzu und sprach: Herr, ich kannte dich, dass du ein harter Mann bist. Du erntest, wo du nicht gesät, und sammelst, wo du nicht ausgestreut hast. Und ich fürchtete mich und ging hin und verbarg dein Talent in der Erde. Siehe, da hast du das Deine.
Sein Herr aber antwortete und sprach zu ihm: Du böser und fauler Knecht, du wusstest, dass ich ernte, wo ich nicht gesät, und sammele, wo ich nicht ausgestreut habe? So hättest du nun mein Geld den Wechslern geben sollen, und bei meinem Kommen hätte ich das Meine mit Zinsen zurück erhalten. Nehmt nun das Talent von ihm weg und gebt es dem, der die zehn Talente hat. Denn jedem, der hat, wird gegeben werden, und er wird Überfluss haben; von dem aber, der nicht hat, von dem wird selbst das, was er hat, weggenommen werden. Und den unnützen Knecht werft hinaus in die äussere Finsternis; dort wird das Weinen und das Zähneknirschen sein.
Das symbolisiert Jesus Christus. Er wurde verworfen von der Masse seines Volkes und ging weg, wieder in den Himmel zurück. Seinen Knechten gibt er einen Auftrag hier auf der Erde. Er übergibt Geldwerte, Talente, das sind ein Gewichtsmass, grob gesagt circa vierzig Kilo. Und zwar geht es hier um Silbertalente in diesem Gleichnis. Also wer ein Talent bekommt, 40 Kilo Silber; einer bekommt zehn Talente, das wären dann 400 Kilo Silber, nicht gerade wenig, ja. Und sie bekommen alle den Auftrag, damit zu handeln, und zwar bis der Herr wieder zurückkommt. Und jeder auf seine Art tut etwas damit.
Und dann haben wir gelesen, entscheidend in Vers 19: Nach langer Zeit aber kommt der Herr jener Knechte und hält Rechnung mit ihnen. Also das weist darauf hin, der Herr Jesus wird wiederkommen. Und was hier auch noch angedeutet wird: Nach langer Zeit, nicht so schnell schnell wieder, nach langer Zeit kommt der Herr zurück. Und wirklich, auch in 2. Petrus 3, da sagt Petrus, in der Endzeit werden Spötter kommen, und die werden sagen: Wo ist jetzt die Wiederkunft Christi? Seit Urzeiten bleibt alles immer gleich, und es ist ja nichts geschehen. Also 2. Petrus 3 macht klar, die Wiederkunft Christi wird so lange ausbleiben, dass die Spötter einen Grund sehen werden, um zu sagen: Seht ihr, das ist alles ein Märchen, er kommt ja sowieso nicht.
Also nach langer Zeit kommt er aber zurück, und dann wird abgerechnet. Die, die treue Knechte waren, werden belohnt und dürfen in die Freude des Herrn eingehen. Und das ist eben das tausendjährige Friedensreich, das als Phase C dann folgen wird.
Also nochmals: A, Matthäus 1 bis 12. Der König kommt in diese Welt, wird geboren in Bethlehem, tritt auf als Verkündiger: Das Reich der Himmel ist nahegekommen, das Reich Gottes ist nahe, wird aber von der Masse verworfen. Und dann verändert sich das Reich Gottes und wird ein Reich, das wohl auch hier auf Erden ist, aber das aus einer Vermischung besteht: Weizen und Unkraut, weise Jungfrauen und törichte, kluge und törichte Jungfrauen, gute Knechte und eben einen bösen Knecht, der seinen Herrn gar nicht kennt, der sagt: Ich wusste, dass du ein harter Herr bist und du nimmst dir das, was dir gar nicht gehört. Das ist kein echter Christ, das ist ein Namenschrist.
Aber das Reich Gottes macht also die ganze Christenheit aus, alle, die sich irgendwie zu Christus bekennen, gehören dazu, eben zu einer Gruppe: Weizen oder Unkraut, kluge oder törichte Jungfrauen, gute Knechte, böse Knechte. Aber diese Zwischenzeit, die lange dauern würde, wird dann abgebrochen. Der Herr kehrt zurück und macht Abrechnung, beziehungsweise die Jungfrauen gehen aus und warten und warten und warten und warten und warten. Und was ist der Punkt? Sie schlafen ein, weil es so lange geht, viel länger als erwartet. Und da plötzlich kommt der Weckruf: Siehe, der Bräutigam!
Das entspricht eigentlich der Erweckung im neunzehnten Jahrhundert. Nach Jahrhunderten, wo das Thema Wiederkunft Christi kein grosses Thema mehr war in der Christenheit, kam durch das Bibellesen wieder die Entdeckung: Ja, es steht ja tatsächlich, Jesus Christus wird wiederkommen! Und es steht sogar auch etwas von einer Entrückung der Gemeinde. Diese Dinge hat man wieder ganz neu entdeckt, und die waren bekannt in der alten Kirche, in der frühen Kirche, aber gingen in Vergessenheit. So sind sie alle eingeschlafen, und dann der Weckruf im neunzehnten Jahrhundert: Jesus Christus kommt! Und alle wachen auf, alle entwickeln Aktivismus, aber für die Törichten ist es schliesslich zu spät, die Tür ist geschlossen.
Also alle diese Gleichnisse von Matthäus 13 bis zum Schluss des Evangeliums zeigen diese Phase B. Und die Phase C wird beginnen, wenn der Herr Jesus zurückkehrt und das tausendjährige Friedensreich aufrichtet.
Also, der langen Rede kurzer Sinn: Wir hatten uns ja am Anfang gefragt, ja, Römer 14 spricht vom Reich Gottes heute: Das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, sondern Gerechtigkeit, Friede und Freude im Heiligen Geist. Ja, natürlich, das ist Phase B, in der wir leben. Natürlich leben wir im Reich Gottes heute, aber es bleibt trotzdem Matthäus 6: Unser Vater, der du bist in den Himmeln. Und dann kommt bald die Bitte: Dein Reich komme. Nicht: Danke, dass ein Reich da ist. Also die Erwartung eines künftigen Reiches ist im Unser Vater schon festgeschrieben, und das meint die Phase C, er wird kommen.
Also in der Zwischenzeit, Phase B, da hat die Gemeinde, da haben die Gläubigen nicht den Auftrag, die Weltherrschaft zu übernehmen und die Welt zu beherrschen und die Welt zu verbessern. Nein, sie haben den Auftrag, ein Licht zu sein, das Evangelium zu verbreiten, so wie die Jungfrauen ihre Lampen hatten. Dieses Licht sollten sie in einer dunklen Welt verbreiten und warten, bis der Bräutigam kommt.
Und jetzt in Offenbarung 20 sehen wir: Aha, nachdem in Kapitel 19 die Wiederkunft Christi als Richter beschrieben wird, dann kommt das Tausendjährige Reich, das ist die Phase C. Aber jetzt ist noch etwas, eigentlich überrascht uns, wie kurz das beschrieben ist, nicht wahr? Verse 1 bis 10 und fertig. Warum ist das so kurz beschrieben? Hat jemand eine Antwort?
Die Propheten im Alten Testament haben schon vieles beschrieben. Genau das: Die Propheten haben das im Alten Testament so ausführlich beschrieben. Also wenn man liest in Jesaja, Jeremia, Hesekiel, Schlusskapitel 40 bis 48, ist alles über das tausendjährige Friedensreich, und dann auch in den kleinen Propheten, das Thema vom Friedensreich ist so ausführlich behandelt im Alten Testament. Und die Offenbarung ist eben eine Enthüllung, das heisst Offenbarung, speziell für die Gemeinde geschrieben, um all das noch zu ergänzen, was Gott den Propheten im Alten Testament nicht mitgeteilt hatte.
Die Gemeinde war ja im Alten Testament ein Geheimnis, sagt Epheser 3, und in der Offenbarung werden uns eben solche Geheimnisse, die im Alten Testament nicht bekannt waren, mitgeteilt. Darum haben wir das Geheimnis der Sterne, das Geheimnis des Tieres, das Geheimnis Babylon, die Hure. Das sind alles Dinge, die man im Alten Testament nicht findet. Und das hängt alles zusammen mit der Gemeinde. Und auch das Buch mit den sieben Siegeln, das findet man nicht im Alten Testament. Und dann diese Entfaltung, was bei jedem Siegel geschieht, und dann das siebte Siegel, das besteht aus sieben Posaunengerichten, nirgends im Alten Testament, und die siebte Posaune besteht aus sieben Schalengerichten, nirgends im Alten Testament.
Die Offenbarung enthüllt uns wirklich das Restliche, was alles noch gesagt werden musste, um die alttestamentliche Prophetie zu vollenden. Und darum steht dann auf der letzten Seite: Wehe, wer jetzt zu diesem Buch, das Gottes Offenbarung abschliesst, noch etwas hinzufügt, dem wird Gott von den Plagen hinzufügen. Und wehe, wer etwas davon wegnimmt. Jetzt ist alles komplett.
Und das tausendjährige Reich muss nur ganz kurz erklärt werden, denn das weiss man schon längst aus dem Alten Testament. Und darum ist dieser Abschnitt so kurz. Was aber im Alten Testament nicht gesagt worden war, ist die Länge des Reiches. Und darum findet man in der Literatur der Rabbiner ganz verschiedene Spekulationen über die Länge des messianischen Königreiches, das einmal kommen wird, das zukünftige Zeitalter. Aber es gibt unter den Rabbinern die Auffassung von tausend Jahren. Aber eben, das konnte eine Spekulation sein neben anderen. Und jetzt in der Offenbarung, inspiriert durch den Heiligen Geist, sagt uns Gott: Ja, tausend Jahre wird das dauern. Und während diesen tausend Jahren wird der Teufel gebunden sein.
Jetzt muss man doch diesen Geschwistern sagen, die behaupten, allen Ernstes, wir leben heute im tausendjährigen Reich: Dann wäre ja der Teufel gebunden, aber der Teufel ist los. Wer das nicht sieht, der ist doch nicht gebunden. Und es wird ausdrücklich gesagt, er werde gebunden, damit er nicht mehr die Nationen verführe, nicht wahr, in den ersten drei Versen. Aber wir sehen ja Verführung weltweit im schlimmsten Mass durch alle möglichen Ideologien und Irrlehren und Religionen. Also der Teufel ist los, das tausendjährige Reich ist nicht heute, aber das wird in der Zukunft kommen. Und darum wird es einfach, um richtig zeitlich einzuordnen, ganz kurz hier geschildert, und was noch nicht gesagt worden war, wie lange es dauert. Darum wird es sechsmal gesagt: Tausend Jahre, tausend Jahre, tausend Jahre und so weiter.
Das ist der grosse Punkt hier. Aber damit wir es zeitlich klar einordnen können: zuerst die Wiederkunft, dann die tausend Jahre, und erst danach gibt es eine neue Schöpfung, einen neuen Himmel und eine neue Erde. Darum glaubt also niemand von uns an einen baldigen Weltuntergang. In das Tausendjährige Reich muss er vorherkommen. Aber das war eben der Irrtum der Reformatoren noch. Aber da muss man gutes Verständnis haben. Die Reformatoren haben durch das Bibellesen viele Dinge, die in den Jahrhunderten vorher verschüttet worden sind, wieder neu entdeckt, zum Beispiel, dass nur die Bibel wirklich Autorität hat und nicht Menschen, nur die Bibel. Sie haben gesagt: allein die Schrift. Und sie haben entdeckt, nur durch den Glauben an Jesus Christus können wir gerettet werden, wir können nicht selber etwas beitragen. Er hat am Kreuz alles getan, hat gesagt: Es ist vollbracht. Und darum: Wer an dieses Werk glaubt, der wird gerettet. Und darum haben sie gesagt: allein durch Glauben und eben ohne eigene Leistung, allein durch Gnade. Und sie haben auch erklärt: Nicht durch irgendwelche Mittler. Es gibt nur einen Mittler, und das ist Jesus Christus. Darum haben sie gesagt: Solus Christus.
Und sie haben so vieles wieder neu entdeckt, was einfach in der Bibel stand. Aber was die Prophetie anbetrifft, das haben sie noch nicht entdeckt. Also das sieht man zum Beispiel bei Calvin. Ich habe alle Werke von Calvin und auch alle seine Bibelauslegungen über das Alte Testament, so viele Wände, Neues Testament, der hat wirklich ganz fleissig gearbeitet. Aber bei den Propheten, puh, ist alles so ganz kurz zusammengefasst. Auffällig. Und im Neuen Testament ist alles da bis Judas, nichts über die Offenbarung. Warum? Ja, weil die mussten ja zuerst mal die Grundlagen des Glaubens wieder neu entdecken. Und erst in der weiteren Zeit, besonders ab dem neunzehnten Jahrhundert, haben Christen wieder begonnen, auch die Prophetie zu studieren und ganz neu zu entdecken.
Und darum ist eben das Verständnis für die Prophetie auch viel mehr gewachsen. Und Luther hat immer noch in der Tradition seit der konstantinischen Wende, habe ich erklärt, wo er mir gedacht hat: Ah, jetzt ist die Kirche zur Macht gekommen, jetzt ist das tausendjährige Reich. Hat er gesagt: Eben, der jüngste Tag ist dann, wenn Jesus Christus zurückkommt, dann ist das Ende der Welt. Er hat nichts gelehrt von einem tausendjährigen Reich, das nach der Wiederkunft Christi erst kommen wird. Und darum war er also noch ganz in der alten Tradition, und es brauchte einfach noch weiteres Bibelstudium.
Und das ist ja interessant: Luther selber und die Reformatoren haben gesagt: Ecclesia semper reformanda est. Die Kirche, die Gemeinde, muss ständig reformiert werden. Ich war, Luther wollte ja nicht die Kirche zerstören, er wollte wieder zurückkehren zur Bibel, zum ursprünglichen Christentum. Aber es war ihm klar: Wir haben nicht einfach jetzt das Endgültige erreicht, wir müssen ständig erneuert werden nach der Bibel. Und das gehört eben auch dazu, zur ständigen Erneuerung der Kirche, dass eben auch die Prophetie wieder neu entdeckt wurde und es wieder ganz klar wurde: Natürlich, das tausendjährige Reich, das kommt nach der Wiederkunft Christi. Heute ist der Teufel los, aber dann wird er gebunden sein.
Ja, dann fahren wir da nächstes Mal weiter. Also nächstes Mal heisst, wenn wir im nächsten Jahr weiterfahren mit dem Offenbarungsthema, und das wirklich nächste Mal ist ja erst am 11. Dezember. Aber da wird dann jemand noch etwas dazu sagen, das Spezialthema. Und im November gibt es leider keine Wielklasse, weil ich wieder weiterreise. Ich bin ja nur ganz kurz nach Europa gekommen. Am Dienstag bin ich aus Brasilien zurück, und morgen fliege ich nach Thailand und dann nach Neuseeland. Und im Dezember werde ich dann wieder da sein, so Gott will.
Ja, wir wollen noch beten.
Unser Gott und Vater, wir danken Dir, dass wir Dein Wort haben. Es ist so kostbar und wunderbar und so vollständig und abgeschlossen. Und wir danken Dir, dass wir darin Deine Pläne finden, Deine Ratschlüsse mit der Welt, mit uns Menschen und auch ganz besonders mit den Gläubigen, mit den Erlösten. Und schenke Du uns Gnade, dass auch das, was wir studiert haben, uns anspornt, wirklich nach vorne zu schauen, im Bewusstsein, dass Du diese ganze Welt, die im Chaos ist, trotzdem in der Hand hast und Du wirst das letzte Wort sprechen. Und danke, dass wir diese Hoffnung haben dürfen, dass Dein Reich kommen wird und dass wir Anteil haben dürfen, dass wir durch den Glauben an Deinen Sohn gerettet und Kinder Gottes geworden sind und dass wir all diese künftigen Herrlichkeiten einmal miterleben werden in Deiner Gegenwart. Gepriesen sei Dein Name. Amen.
Vielen Dank an Roger Liebi, dass wir seine Ressourcen hier zur Verfügung stellen dürfen!
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