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12.05.2024

Vertrauen als Lebensgrundlage und seine Risiken

Hast du noch eine PowerPoint für mich, Micha? Dankeschön!

Christian, wegen der Stunden: Ich hatte die Rufbereitschaft mit einkalkuliert, die klassischerweise gegeben ist. Deshalb kam ich auf so eine hohe Zeit bei den Müttern.

Ja, ich habe euch ein Bild mitgebracht aus der Kategorie „Warum Frauen länger leben als Männer“. Wenn ihr noch einmal hinschaut, seht ihr, dass dabei ganz schön viel Vertrauen gefordert ist. Wenn ich mir das so anschaue, braucht es Mut und eine gewisse Risikobereitschaft, um auf den Freund oder die Leiter zu steigen.

Ja, aber es ist vielleicht die kurzfristige und schnelle Lösung, um ein paar Dinge zu regeln. Anders formuliert: Es braucht Vertrauen. Vertrauen ist eine gute und wichtige Sache, aber wenn man in das Falsche vertraut, wird man oft ganz schnell verlassen.

Du kannst extrem viel Vertrauen haben, zum Beispiel in so eine Leiter oder in den Freund, der sie hält. Wenn das jedoch ein risikoreiches Unterfangen ist, hilft dir dein ganzes Vertrauen nicht. Du landest vielleicht zehn Meter tiefer auf dem harten Fliesenboden.

Besonders dann, wenn das Leben davon abhängt, sollte man sich sehr gut überlegen, worin man sein Vertrauen setzt. Dann wird die Frage ziemlich relevant und brennend: Vertraue ich auf das Richtige?

Und diese Frage kann ich für dich und mich auch weiterstellen: Vertraust du dem richtigen Gott, gerade wenn es um das ewige Leben geht? Setzt du auf das richtige Pferd?

Du findest solche Fragen als Christ vielleicht sogar direkt von der Kanzel vorne. Aber wenn du, wie dieser junge Mann hier im roten T-Shirt, bereit bist, dein Leben aufs Spiel zu setzen, wenn du dir die Frage stellst, wo du die Ewigkeit verbringen wirst, dann ist die entscheidende Frage: Vertraust du dem richtigen Gott? Setzt du dein Vertrauen auf das Richtige?

Du kannst noch so viel Glauben haben, noch so viel Vertrauen, aber wenn du es in die falsche Sache setzt, hilft es dir nicht.

Er kann überhaupt keine Zweifel haben, dass die Leiter in dieser Kippposition ihn aushält, dass sie stabil ist, dass sie seinem Gewicht gewachsen ist und dass sein Freund sie mit lässiger Hand gut hält. Wenn das nicht klappt, hilft ihm das ganze Vertrauen nichts.

Und so ist es auch mit unserem Glauben. Wir werden bei Hiskia sehen, dass er vor derselben Frage stand. Für ihn war es damals ziemlich relevant, ob er aufs richtige Pferd gesetzt hat, ob er dem Richtigen vertraut und ob das so passt.

Historischer Hintergrund und die Herausforderung für Hiskia

Ich blende hier mal eine kurze Übersicht ein. Das wäre eigentlich jetzt eine gute Predigt, wenn die Kinder aus der Kinderstunde hier wären mit dem Bildchen. Aber die Übersicht hilft uns vielleicht auch, denn sie gibt uns einen Überblick darüber, worum es heute alles gehen wird.

Wir befinden uns in einer Situation, in der Israel – und mit Israel meine ich jetzt das Nordreich – im Fokus steht. Die meisten von euch haben das hoffentlich noch im Kopf: Nach Salomo wurde das Volk Israel geteilt. Es gab das Nordreich mit allen Stämmen außer Juda, und das Südreich mit Juda. Teilweise war auch Benjamin noch dabei. Dieses Königreich wurde also geteilt.

Das Nordreich mit der Hauptstadt Samaria wurde unter Salmanasser oder Sargon – es gibt unterschiedliche Übersetzungsnamen für diese Könige – in die Verbannung weggeführt. Diese Könige waren assyrische Herrscher. Wenn ihr in den Königsbüchern und Chronikbüchern unterwegs seid, wandert der Blick dann vom Nordreich weg zum Südreich, zu Juda. Dort wird geschaut, wie es mit diesem Reich weitergeht.

Das Nordreich ist also bereits Geschichte. Die Frage ist nun, wie es mit dem Südreich weitergeht. Hiskia ist dort König. Wir befinden uns in einer Zeit, in der die Propheten – das waren Männer, die Gott gesandt hat – immer wieder daran erinnert haben, dass das Volk auf Gottes Ruf hören soll. Sie sollten umkehren, sich an Gott wenden und an ihm festhalten.

Einer dieser Propheten, ein ganz wichtiger Zeitgenosse von Hiskia, war – jetzt bin ich gespannt, wer es weiß – ein ganz bedeutender Prophet, der zur Zeit Hiskias lebte und mit ihm zu tun hatte: Jesaja. Danke, Jesaja war es.

Ich habe mir gedacht, ich kann euch da ein bisschen mit hineinnehmen. Bei Hiskia geht es jetzt darum, ob er gegen die damalige Weltmacht, die Assyrer, bestehen wird oder ob es ihm ergeht wie dem Nordreich, das ebenfalls in die Verbannung geführt wurde.

Hiskias Reformen und sein Gottvertrauen

Wenn wir uns dem Leben zuwenden, mache ich zunächst einen kurzen Überblick, damit klar wird, worum es geht. Hiskia wird das Land von allen Götzen reinigen, viele Statuen entfernen und den Gottesdienst im Tempel wieder einführen.

In dieser Zeit wird Israel, das Nordreich, in die Verbannung geführt. Gleichzeitig erscheinen die Assyrer vor Jerusalem und stellen das Südreich vor dieselbe Herausforderung wie das Nordreich. Die Lage scheint aussichtslos.

Hiskia wendet sich an Gott, und Jesaja verheißt Rettung. Tatsächlich wird Juda gerettet. Das ist zwar schon verraten, aber wir schauen uns das jetzt genauer an.

Wir schlagen zuerst auf 2. Könige 18,3-8 auf. Heute lesen wir immer nur ausgewählte Abschnitte, weil sie eher einen Überblick über Hiskia geben. Über seine Krankheit werde ich heute nicht sprechen. Wer das kennt, kann es zuhause nachlesen.

Es geht um die Situation mit Assyrien. Zuerst lesen wir, wie Hiskia im Königsbuch eingeführt wird und was er getan hat. Das steht in 2. Könige 18,3-8:

„Und er tat, was dem Herrn wohlgefiel, ganz wie sein Vater David. Er entfernte die Höhen, zerbrach die Steinmale, hieb das Bild der Aschera um und zerschlug die Ehrenschlange, die Mose gemacht hatte.“

Die Ehrenschlange war ein Zeichen, auf das Israel blickte und durch das es in der Wüste gerettet wurde. Offenbar wurde sie aber zu einem Götzenbild, das angebetet wurde. Hiskia entfernte sie deshalb.

Ich lese weiter im Text: „Bis zu dieser Zeit hatte Israel geräuchert und man nannte Hiskia ‚Sinni Huschtan‘. Er vertraute dem Herrn, dem Gott Israels, so dass unter allen Königen Judas seinesgleichen ihm nicht war, noch vor ihm gewesen ist. Er hing dem Herrn an und wich nicht von ihm ab, sondern hielt seine Gebote, die der Herr dem Mose geboten hatte. Und der Herr war mit ihm, und alles, was er sich vornahm, gelang ihm. Er wurde abtrünnig vom König von Assyrien und war ihm nicht mehr untertan. Er schlug auch die Philister bis nach Gaza und sein Gebiet reichte von den Wachtürmen bis zu den festen Städten.“

Das Bild, das wir hier von Hiskia sehen, ist, dass er wirklich alle Götzenstatuen, die auch im Südreich Juda aufgestellt wurden, radikal entfernt. Er reißt das alles ab, zerstört es und wirft es hinaus.

Man könnte denken, das ganze Volk hätte darauf gewartet. Wahrscheinlich machte er sich damit nicht immer beliebt bei seiner Bevölkerung. Diese Götzen waren nicht ohne Grund dort aufgebaut, und die Leute liefen ihnen nicht ohne Grund nach.

Das zweite, was Hiskia tut, ist, den Tempel zu reinigen. Der Tempel war ziemlich vernachlässigt. Hiskia setzt den Gottesdienst im Tempel wieder ein, stellt die Priesterordnungen wieder her und kümmert sich um die Versorgung der Priester.

Wenn man in den Chroniken über Hiskia liest, verwendet der Schreiber dort drei lange Kapitel, nur um zu beschreiben, wie Hiskia den Tempel wieder in Ordnung bringt, den Gottesdienst und die Opfer wieder einführt und sich um die Priester sorgt.

Drei Kapitel lang! Das ist dem Chronikeschreiber nämlich sehr wichtig. In den Chroniken steht der Tempel meist im Mittelpunkt, während die Königsbücher eher die Geschichte erzählen.

Bei Hiskia sehen wir ein Verhalten, das wirklich an Gott gebunden ist. Er hat Gottvertrauen, sagt: „Lasst uns für Gott Gas geben!“ Er zögert nicht lange, sondern setzt sein Leben dafür ein, sich für Gott einzusetzen.

Er nutzt seine Macht, um Gott groß zu machen. Er räumt andere Götzen weg und sorgt dafür, dass Gottes Tempel wieder funktioniert.

Wahrscheinlich war das machtpolitisch gerade möglich, weil Salmanassar, der das Nordreich in die Verbannung geführt hatte, gestorben war. Sein Nachfolger musste seine Macht erst festigen.

Die Vermutung der Geschichtsschreiber ist, dass es zu dieser Zeit auch Machtspielchen bei den Assyrern gab.

Trotz allem sticht Hiskia hervor. Unter den Königen Israels gab es niemanden, der so gläubig war. Mit Israel ist hier das Nordreich gemeint, das bereits in die Verbannung geführt wurde.

Auch unter den Königen Judas schreibt der Autor, dass vor ihm und nach ihm keiner war, der so sehr Gott vertraute. Er vertraute nicht anderen Göttern, sondern dem Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs.

Doch das Nordreich ist bereits in die Verbannung geführt. Die Frage bleibt offen: Wie geht es mit Hiskia weiter?

Die Bedrohung durch Assyrien und Hiskias Reaktion

Schlagen wir einmal Zweiter Chronik 32, Vers 1 auf. Dieser Vers folgt direkt auf die drei Kapitel, in denen der Chronikeschreiber beschreibt, wie treu Hiskia ist und wie sorgfältig er sich darum kümmert, den Gottesdienst und den Tempel wiederherzustellen.

Direkt danach steht in Zweiter Chronik 32, Vers 1: Nach so treuem Verhalten – es wird also noch gelobt, was Hiskia getan hat – stellt sich die Frage: Belohnte Gott Hiskia mit einem langen, glücklichen Leben? Festigte er die Macht Judas? Wurde Hiskia als stolzer König vor sein Volk gestellt? Gelingt ihm alles, und schwelgte Juda im Reichtum?

Nein. Nach so treuem Verhalten kam Sanherib, der König von Assur. Assur ist ein anderer Name für Assyrien. Er zog gegen Juda heran, lagerte sich vor die festen Städte und gedachte, sie sich anzueignen. Wenn ihr das ausführlich in Zweiter Könige 18-19 lest, werdet ihr feststellen, dass der Königsschreiber dort ausführlicher über die kriegerischen Auseinandersetzungen berichtet als der Chronikeschreiber. Dort steht, dass viele Städte Judas bereits eingenommen worden sind und dass sie vor Jerusalem lagern.

Wir lesen das oft so locker, aber stellt euch das bildlich vor: Hiskia wird König und setzt alles daran, Gott zu ehren, das Land nach Gott auszurichten und alles so zu gestalten, wie es im Gesetz Mose beschrieben ist. Und was ist die Belohnung? Die größte Weltmacht der damaligen Zeit mit der größten Armee steht vor seiner Haustür. Puh, das ist, was in den Chroniken steht.

Als Begründung für dieses treue Verhalten zeigt dieses Bild hier ein bisschen, dass vor Hiskias Haustür die Weltmacht der damaligen Zeit steht. Wenn ihr in den Büchern nachlest, dann stellt ihr fest, dass das wahrscheinlich zwei Momente sind. Das will ich jetzt kurz nur erklärend einfügen, weil ich nicht im Detail darauf eingehen werde.

Zuerst ist die Armee da. Dann gibt es die Situation, dass Hiskia die Leute zu Jesaja schickt, und Jesaja sagt: „Nein, Gott wird uns verteidigen.“ Dann hört dieser Feldherr ein Gerücht – wahrscheinlich war es das Gerücht, dass Ägypten vielleicht gegen Assyrien ziehen würde – zieht erst einmal ab. Er sagt aber zu Hiskia: „Wick dich nicht in falscher Sicherheit ein, wir kommen wieder.“ So ungefähr lautet die Botschaft. Dann schickt er einen Brief, in dem steht: „So, jetzt rücken wir an. Hiskia, willst du dich wirklich mit uns anlegen?“

Das ist der Tenor, der erst einmal auf eine diplomatische Lösung abzielt. „Na ja, werde uns lieber demütig untertan, dann müssen wir hier nicht kriegerisch gegeneinander vorgehen. Aber wenn du es darauf anlegst, dann haben wir auch kein Problem, hier die Waffen zu ergreifen.“

Lesen wir einmal in den Text hinein, wo diese ganze Sache beschrieben wird – wie dieser Feldherr, den man Rabsakhe nennt, mit Hiskia spricht. Ich vermische hier teilweise diese zwei Ereignisse, einmal den Brief am Anfang, weil ich glaube, dass beide denselben Tenor haben und sich nur aufbauen. Das mache ich aus Zeitgründen.

Da heißt es: „So sprecht zu Hiskia, dem König von Juda: Lass dich von deinem Gott nicht betrügen, auf den du dich verlässt, und sprich: Jerusalem wird nicht in die Hand des Königs von Assyrien gegeben werden. Siehe, du hast gehört, was die Könige von Assyrien allen Ländern getan haben, dass sie den Bann an ihnen vollstreckten. Und du allein solltest errettet werden? Haben die Götter der Völker, die von meinen Vätern vernichtet sind, sie errettet? Gosan, Haran, Rezef und die Leute von Eden, die zu Telassa waren. Wo ist der König von Hama, der König von Abad und der König der Stadt Seferwahim, von Henna und Aba?“

Das war es. Dieser Anführer Assyriens, der teilweise König und teilweise Feldherr war – das geht nicht immer ganz klar hervor, wer gerade agiert – sagt zu Hiskia: „Schau dir mal die jüngere Geschichte an, was die letzten Jahre zu erzählen haben. Da waren einige andere Völker, die sich auch auf ihre Götter verlassen haben. Das Ergebnis war, dass die Könige alle nicht mehr da sind, sie sind vernichtet. Und jetzt glaubst du, Hiskia, dass du das besser hinbekommen würdest? Dass gerade ausgerechnet dir das gelingen würde? Dass gerade du derjenige wirst, der gegen uns, diese Weltmacht, Bestand haben würde?“

In Schriftfunden aus der syrischen Zeit hat man einen Text gefunden, der sagt: „Wie ein Vogel im Käfig war Hiskia in seiner königlichen Residenz eingeschlossen. Schanzen warf ich gegen ihn aus, und das Hinausgehen aus seinem Stadttor machte ich unmöglich.“

Hiskia, Juda und Jerusalem sind eingekesselt, eingekerkert, und es sieht alles ziemlich aussichtslos aus. Das sieht so aus, als wenn Malta sich auf einen Konflikt mit den USA einlassen würde. Da würde man auch sagen: „Das gucken wir uns jetzt mal an.“ Wahrscheinlich würde man auch sagen: „Naja, lass das lieber nicht auf eine kriegerische Auseinandersetzung ankommen, die läuft wahrscheinlich keine ganze Woche.“ Das ist eher aussichtslos.

Spannend ist, dass die Assyrer das direkt mit dem Glauben an Hiskias Gott in Verbindung bringen. Wie ihr im Text lest: „Lass dich von deinem Gott nicht betrügen.“ So wird Hiskia angestachelt, so in die Richtung: „Naja, das klingt zwar toll, was dein Gott dir verheißt, aber das haben andere Könige auch schon gemeint, sich auf ihre Götter zu verlassen. Vergiss das einfach, Hiskia, das wird nicht gut ausgehen.“

„Lass uns lieber hier eine gute Lösung finden, dass du uns einiges an Geld zahlst, dass du uns untertan wirst, dass du heute von uns so eine Marionettenregierung wirst, irgendetwas Ähnliches. Und lass uns das mit Kriegführen gegeneinander lieber sein.“

Und Hiskia kann noch so viel Vertrauen auf Gott haben. Die Frage, die jetzt im Raum steht, ist, ob er dem richtigen Gott vertraut. Die Frage ist, ob sein Gott, der Gott dieses kleinen jüdischen Volkes, dieses kleinen Südreichs, stärker ist als die Götter Assyriens, der damaligen Weltmacht.

Es geht nicht um die Stärke von Hiskias Vertrauen. Es geht um die Frage, wer der stärkere Gott ist, dem vertraut wird.

Wenn wir uns die Situation anschauen, merken wir: Wahrscheinlich hat Hiskia mehr Vertrauen als die Assyrer. Die Frage ist aber: Wer vertraut auf das Bessere?

Ich nehme ein Beispiel, das ich von Hans-Peter Reuer habe und das ich ziemlich gut finde. Ich kann ziemlich viel Vertrauen in eine dünne Eisfläche auf einem zugefrorenen Stausee im Winter haben, wenn ich darauf laufe. Es ist in der Regel, so wie ich den Stausee hier kenne, ein ziemlich risikoreiches Unterfangen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wirst du einbrechen, und es wird eine kalte Angelegenheit, die dir vielleicht das Leben kostet.

Gleichzeitig kannst du in Schweden an einem See stehen – da müsste man jetzt Tim fragen, der öfter von der Arbeit dort ist, wo LKWs auf den See fahren zur Erprobung – und du kannst vor diesem See in Schweden stehen und wenig Vertrauen in das Eis haben und darauf laufen. Überraschenderweise wird das Eis dich halten, weil es sogar einen LKW trägt.

Von daher kommt es nicht in erster Linie auf die Stärke unseres Vertrauens an, sondern darauf, dass wir auf das Richtige vertrauen.

Die Frage ist also: Trägt das Eis, auf dem Hiskia steht?

Lasst euch nicht täuschen: Die Situation, in die Hiskia hereinschlittert, kommt schneller, als wir denken, in unserem Leben. Vielleicht gerade dann, wenn wir ganz bewusst für Gott gelebt haben, wenn wir unser Leben für ihn einsetzen, kommt plötzlich Leid, Herausforderung und Ähnliches ins Leben hinein.

Kann unser Glaube dann herausgefordert werden, ob wir auf das Richtige vertrauen?

Das kann vielleicht durch Freunde geschehen, die sich über unseren Glauben lustig machen, die uns durch Reden und ihr Leben zeigen, dass man ohne Gott doch viel besser leben kann, weil ihr Leben scheinbar gelingt.

Vielleicht durch Arbeitssituationen, in denen du merkst, dass Leute richtig vorankommen, die viel betrügen – um es mal beim Wort zu nennen – die nur mit Ellenbogen unterwegs sind.

Und wenn du dich fragst, ob es nicht sinnvoller wäre, auch auf ihre Götter zu setzen – in dem Fall das eigene Ich, das eigene Können, die eigene Schlauheit –, vielleicht durch unsere Gesellschaft um uns herum und durch unsere Zeit, die uns jeden Tag erklärt, wie aberwitzig es ist, nicht sichtbar an Gott zu vertrauen, wie rückwärtsgewandt, wie hinterwäldlerisch das doch ist, was wir hier machen, wie es doch jeder Vernunft widerspricht.

Aber auch vielleicht durch Situationen in deinem Leben, in denen alles gegen dich läuft, wo du vielleicht plötzlich den Job verlierst, wo Freundschaften und Beziehungen auseinanderbrechen, obwohl du doch für Gott gelebt hast.

Vielleicht, wo Krankheit und Leid hereinkommen, wo Menschen jung an Krebs erkranken, wo Verlust da ist, wo vielleicht sogar der Tod vor der Tür steht, obwohl man gerade für Gott gelebt hat.

Das sind die Momente, die nicht viel anders sind als bei Hiskia.

Da zeigt sich, ob man auf das richtige Pferd gesetzt hat.

Es kommt nicht mehr auf die Stärke deines Glaubens an, sondern darauf, ob das Eis, auf dem du stehst, dich trägt und hält.

Hiskias Gebet und Gottes Antwort

Für Hiskia ist dieses Gottvertrauen ein Wagnis. Es stellt sich die Frage, wie Hiskia in dieser Situation reagiert. Macht es euch nicht zu einfach: Jeder vernünftig denkende Mensch hätte damals wohl gesagt, das Risiko sei zu groß. Die Auseinandersetzung mit Assyrien könne man sich nicht erlauben. Man sollte lieber frommpflichtig werden, sich untertänig zeigen. Die Vernunft hätte das für völlig richtig gehalten.

Die Frage ist also, wie Hiskia tatsächlich reagiert. Wir betrachten nun die zweite Situation, in der er erneut einen Brief von den Boten erhält. Darin wird ihm nahegelegt, doch vernünftig zu sein und sich mit Assyrien zusammenzutun. Wir schauen, was Hiskia in diesem Moment tut. Das lesen wir in 2. Könige 19, Verse 14-19.

Nachdem Hiskia zum ersten Mal über Jesaja um Hilfe gerufen hatte, geht er direkt zu Gott und bringt ihm die Situation dar. Als Hiskia den Brief von den Boten empfangen und gelesen hatte, ging er hinauf zum Haus des Herrn, breitete ihn vor dem Herrn aus, betete und sprach:

„Herr, Gott Israels, der du über den Cherubim thronst, du bist allein Gott über alle Königreiche auf Erden. Du hast Himmel und Erde gemacht. Herr, neige deine Ohren und höre. Tu deine Augen auf und sieh und höre die Worte Sanheribs, den der Herr gesandt hat, um dem lebendigen Gott Hohn zu sprechen. Es ist wahr, Herr! Die Könige von Assyrien haben die Völker mit dem Schwert umgebracht, ihre Länder verwüstet und ihre Götter ins Feuer geworfen. Denn es waren nicht Götter, sondern Werke von Menschenhänden, Holz und Stein. Darum haben sie sie verdorben. Nun aber, Herr unser Gott, errette uns aus seiner Hand, damit alle Königreiche auf Erden erkennen, dass du, Herr, allein Gott bist.“

Was für ein Gebet in dieser Situation! Schaut euch genau an, was Hiskia hier betet. Er jammert nicht und fragt nicht: „Wie konnte das nur passieren?“ Er betet auch nicht vorrangig für sich selbst oder für Juda. Hiskia hat erkannt, worum es in dieser Auseinandersetzung wirklich geht: um die Frage, wer wirklich Gott ist.

Die Götter der Assyrer haben ihre Macht in letzter Zeit scheinbar demonstriert und viele Völker vernichtet. Doch wer ist wirklich Gott? Der Gott, dem Hiskia vertraut, oder die Götter Assyriens? Hiskia bittet Gott, sich als Gott zu beweisen. Er bittet darum, dass das Objekt seines Glaubens, auf das er sein Vertrauen setzt, sich als mächtiger erweist. Er bittet nicht darum, selbst stärkeren Glauben zu haben oder Ähnliches. Er bittet einfach nur, dass Gott zeigt, dass er Gott ist.

Ich glaube, wir lassen uns heute oft von unserer Zeit verwirren und herausfordern, uns von Gott abzuwenden. Wir sind versucht, unsere Hilfe bei anderen Göttern zu suchen. Es ist so einfach, in Sorgen und Zweifel zu versinken. Doch Hiskia tut etwas völlig anderes. Er geht zu Gott und stellt Gott in das Zentrum seiner Bitten.

Er tut das, was im Psalm 50 steht: „Rufe mich an in der Not, so will ich dich retten, und du sollst mich preisen.“ Hiskia handelt wie die Glaubensväter, die so oft zu Gott gingen.

Was bekommt Hiskia als Antwort? Gott sendet Jesaja zu ihm und lässt ihm eine Botschaft mitteilen. Ich lese nur ausgewählte Stellen, die auf der Folie stehen, da es sonst zu lang wird:

„Die Jungfrau, die Tochter Zion, verachtet dich und spottet deiner. Die Tochter Jerusalem schüttelt ihr Haupt hinter dir her. Wen hast du gehöhnt und gelästert? Über wen hast du deine Stimme erhoben? Du hast deine Augen erhoben gegen den Heiligen Israels. Du hast den Herrn durch deine Boten verhöhnt“ (Vers 25).

„Hast du nicht gehört, dass ich es lange so vorbereitet und von Anfang an geplant habe?“ (Vers 28).

„Weil du denn gegen mich tobst und Übermut vor meinen Ohren gekommen ist, so will ich dir meinen Ring in deine Nase legen und meinen Zaum in deinen Mund. Ich will dich den Weg wieder zurückführen, den du hergekommen bist“ (Vers 28).

„Denn von Jerusalem werden ausgehen die Übriggebliebenen und die Erretteten vom Berg Zion. Der Eifer des Herrn Zebaoth wird solches tun“ (Vers 31).

„Und ich will diese Stadt beschirmen, dass ich sie errette, um meinetwillen, um meines Knechts David willen“ (Vers 34).

In jener Nacht fuhr der Engel des Herrn aus und schlug im Lager der Assyrer hundertfünfundachtzigtausend Mann. Als man sich früh am Morgen aufmachte, lag alles voller Leichen.

So brach Sanherib, der König von Assyrien, auf, zog ab, kehrte um und blieb in Ninive. Als er im Haus seines Gottes Nisroch anbetete, erschlugen ihn mit dem Schwert seine Söhne Adrammelech und Sarezer im Land Ararat. Sein Sohn Asarhaddon wurde König an seiner Stelle.

Gottes Macht und der Kontrast zu Assyrien

Hiskia tut etwas, das nicht seiner eigenen Ehre dient. Es geht ihm auch nicht darum, perfekt oder glücklich zu leben. In der gesamten Situation geht es ihm einzig darum, dass Gott sich als Gott erweist. Ihm geht es um Gottes Ehre.

Weil es ihm darum geht, kommt Jesaja mit einer Botschaft. Haltet euch die Situation vor Augen: Hier spricht das kleine Malta gegen die Weltmacht USA – nur als Beispiel, um das für unsere Zeit etwas verständlicher zu machen. Jesaja sagt: „Du hast dich nicht mit Hiskia angelegt, lieber Sanherib, du hast dich mit dem Gott des Himmels und der Erde angelegt.“

Und was wird jetzt passieren? Das Bild finde ich köstlich: Er wird einen Nasenring auspacken, dir in die Nase legen, einen Strick daran binden und dich hinterherschleifen nach Hause führen. Das ist eine absolute Demütigung, und genau das verspricht Jesaja hier.

Hiskia erkennt das schon vorher, und Jesaja macht es deutlich: Es mag so aussehen, als wäre Assyrien gerade am Zug, als die große Weltmacht. Aber das ist nur so, weil Gott es so vorgesehen hat – so steht es in Vers 50. Es war Gottes Plan, dass er Assyrien verwendet. Doch jetzt hat sich Assyrien überhoben, und Gott wird Assyrien zeigen, was wirklich Sache ist.

„Gott handelt“, und er tut das auch. Es sind nicht nur leere Worte, sondern große Taten. Das ist das letzte Bild: Assyrien liegt zerschlagen am Boden, geschlagen von dem Herrn Zebaoth, wie er hier genannt wird. Das bedeutet: Herr des Kampfes, Krieges und der Heeresmacht, wie es durch Jesaja verheißen wurde.

Nicht, indem er Hiskia irgendwelche klugen Kriegsstrategien gegeben hätte, wie er gegen diese Weltmacht bestehen kann. Nicht, indem Hiskia auf einmal eine riesige Armee bekommen hätte, sondern allein durch die Macht Gottes. Ein einziger Engel reicht aus, um die damalige Weltmacht niederzustrecken. Welche Machtdemonstration!

Die Frage, wer jetzt wirklich der mächtige Gott ist, scheint ein für allemal geklärt zu sein: Die Götter der Assyrer oder der Gott Hiskias? Das war die Herausforderung, die die Assyrer mitgebracht haben. Die Antwort haben sie bekommen: Nicht die Armee Hiskias, sondern der Gott Hiskias handelt und wirkt.

Dabei fällt mir im Alten Testament immer wieder auf, dass Gott unheimlich viel Ironie hat. Er braucht gar keine Reiter, wenn Hiskia herausgefordert ist. Wenn er den Text vorher liest, hätte Hiskia wohl gar nicht damit rechnen können, dass Assyrien ihm sogar Kampfwagen entgegenstellen würde. Gott hat das gar nicht nötig – ein einziger Engel reicht.

Um dem Ganzen eine Spitze aufzusetzen: Sanherib ist dann zuhause, im Tempel seines Gottes, wo er anbetet. Und was passiert mit Sanherib? Er wird in dem Tempel seines Gottes ermordet. Nicht mal dort, in dem Haus seines Gottes, war sein Gott in der Lage, ihn zu schützen. Seine eigenen Söhne bringen ihn dort um.

Welche Ironie! Lasst euch das wirklich auf der Zunge zergehen: In der Heimat, in der Hauptstadt dieser Weltmacht, im Tempel seines Gottes, auf den Sanherib sein ganzes Vertrauen gesetzt hat, wird er ermordet.

Welcher Kontrast dagegen bei Hiskia! Welcher Kontrast bei einem Gott, der wirklich Himmel und Erde regiert. Sanherib dachte vielleicht, vor einem Mäuseloch zu stehen, aber in Wirklichkeit war es eine Bärenhöhle.

Mit wem er sich angelegt hat, war nicht Hiskia, sondern der Gott des Himmels und der Erde. Er hat sich als der wahre Schöpfer von allem erwiesen. Wer sich auf ihn verlässt, kann bei aller Herausforderung wirklich ruhig schlafen.

Derjenige, der damals die größte Weltmacht seiner Zeit besiegt hat, steht für uns ein – nicht nur für das Südreich Juda, sondern vielmehr noch für seine Kinder.

David schreibt das Jahre zuvor schon im Psalm 25: „Wer auf dich hofft, wird niemals enttäuscht, doch wer dich treulos verlässt, wird beschämt.“

Vertrauen in Gott trotz Herausforderungen

Es war nicht so, dass Hiskia in einer lockeren Situation war, um auf Gott zu vertrauen. Und es ist auch nicht so, dass wir in unserem Leben immer durch leichte Situationen gehen, in denen es einfach ist, auf Gott zu vertrauen. Vielmehr kommen harte, schwere Zeiten.

In solchen Situationen mag es oft so aussehen, als sei es völlig aussichtslos, sinnlos und falsch, Gott zu vertrauen. Doch die Bibel verheißt uns an vielen Stellen – und Hiskia zeigt es uns –, dass es sich am Ende lohnt. Gott wird sich in allen Situationen als Gott erweisen. Das wird immer wieder sichtbar werden.

Es gibt einen Ort in der Geschichte, an dem es überdeutlich wird, dass Gott wirklich Gott ist: Golgatha. Der Moment, der wie die größte Niederlage aussieht, ist der größte Sieg. Hier beweist Gott, dass er in der Lage ist, Gerechtigkeit zu schaffen. Er zeigt, dass er Sünde und alles, was diese Welt kaputt macht, zerstören und hinwegnehmen kann.

Gott beweist, dass diejenigen, die ihr Vertrauen auf ihn setzen, wirklich Rettung erfahren können. Warum? Weil er viel mehr kann, als nur die größte Armee der Welt zu schlagen. Er hat die Macht, die Teufelsmacht zu brechen, die Macht des wirklichen Gewalttäters dieser Welt. Er hat die Macht, die Macht der Sünde und des Todes über dein Leben zu brechen und hinwegzunehmen.

Am Ende wird Golgatha zum größten Triumph, zum größten Sieg Gottes. Dort wird ein Fundament gelegt, auf das es sich lohnt zu vertrauen. Gott beweist, dass er sich wirklich hingibt für seine Kinder und dass er trotz aller Schwierigkeiten da ist.

Letztlich trägt das Objekt des Glaubens. Es kommt nicht auf die Stärke deines Glaubens an – das ist völlig egal. Entscheidend ist, auf wen du vertraust.

Wenn Hiskia auf die Klugheit seiner Generäle und Armeen vertraut hätte, wäre nicht viel daraus geworden – da bin ich mir sicher. Aber er hat auf Gott vertraut. So ist es wie mit einem See: Wenn wir vor einem zugefrorenen See stehen, kommt es nicht darauf an, wie viel Vertrauen wir haben.

Wenn wir auf einen nur dünn zugefrorenen See gehen, werden wir einbrechen – egal, wie viel Vertrauen wir haben, da bin ich mir sehr sicher. Aber wenn du auf einen dick zugefrorenen See gehst, auf dem du sogar mit einem LKW spazieren fahren kannst, und du zitterst und mit viel Überwindung einen Fuß vor den anderen setzt, wird dich dieses Eis tragen und dich ans andere Ende des Sees bringen.

So ist es mit unserem Glauben: Es geht nicht darum, wie stark du glaubst, sondern dass du an das Richtige glaubst. Und das Spannende ist: Wenn du es wagst, auf dieses Eis zu gehen, wenn du es wagst, Gott zu vertrauen, auch wenn es nicht klug erscheint, wird dein Vertrauen bei jedem Schritt wachsen. Du wirst merken, dass das Eis wirklich trägt.

Genauso ist es mit Gott: Je mehr du wagst, ihm zu vertrauen, desto mehr wächst dein Vertrauen in ihn. Du wirst erleben, dass er wirklich trägt.

Deshalb lade ich dazu ein, gerade in schwierigen Situationen im Leben Gott zu vertrauen. Wenn dein Glaube vielleicht sogar herausgefordert wird, wie bei Hiskia, wende dich nicht von ihm ab. Bitte ihn, sich als Gott zu erweisen. Du wirst erleben, dass er rettet – nicht immer so, wie wir es uns vorstellen.

Damals hätte man erwartet, dass Hiskia eine große Armee erringt, vielleicht mäßig. Aber Gott tat es ganz anders: mit einem einzigen Engel.

Wenn du vielleicht noch zögernd am Ufer stehst und nicht weißt, ob es sich wirklich lohnt, Gott zu vertrauen, dann lade ich dich ein, den ersten Schritt zu gehen, auf Gott zuzugehen und ihm dein Vertrauen zu schenken. Er ist in der Lage, dich zu retten.

Mach diesen ersten Schritt aufs Eis und stelle fest, dass es trägt. Wenn du schon die ersten Schritte auf dem Eis gegangen bist, will ich dir Mut machen, deinen Blick auf das andere Ufer zu richten und weiterzugehen.

Das ist ein Weg über eine kahle Eisfläche, der nicht immer einfach ist. Wir werden immer wieder herausgefordert, ob dieses Eis wirklich trägt, ob Gott wirklich trägt. Aber ich bin überzeugt, dass wir eines Tages am anderen Ende ankommen werden. Dieses Eis ist wirklich so dick, dass ein LKW darauf fahren kann.

Das Ziel auf der anderen Seite ist dort, wo die Sonne aufgeht. Gleichzeitig ist der Weg dorthin das Fundament, die Brücke, die uns trägt und weiterführt.

Am anderen Ufer wartet viel mehr als nur Land. Dort wartet Jesus selbst, die Person, die alles für dich aufgegeben hat. Er hat bewiesen, dass er sich dir ganz hingibt, dass er dich trägt und hinüberbringt.

In Momenten unseres Lebens, in denen alles zu zerbrechen scheint, wie bei Hiskia, muss sich das Objekt unseres Glaubens beweisen, nicht unser Glaube. Und Gott wird sich beweisen. Er hat es verheißen – nicht immer auf dem Weg, den wir uns vorstellen, aber auf seinen Wegen.

Wie können wir das erleben? Indem wir wie Hiskia alle Hoffnung in uns selbst begraben und zu Gott sagen: Herr, mach du, beweise dich als Gott. Das ist alles, was es braucht – und Gott tut es.

Mach dich auf diesen Weg und vertraue diesem Gott. Jeden Tag, an dem du das tust, wirst du feststellen, dass er größer, mächtiger und gewaltiger ist, als du es dir je gedacht hast – derjenige, der sein ganzes Leben für dich gegeben hat.

Es gibt eine Situation, bei der ich nicht weiß, ob jeder Sympathie hat, aber C. S. Lewis schreibt sie in Narnia: Dort steht jemand vor Aslan, dem großen Löwen, und sagt: „Du bist größer als früher.“ Aslan antwortet: „Nein, es kommt dir nur so vor.“

Ich glaube, das ist es, was wir erfahren, wenn wir Gott immer mehr vertrauen: Er erscheint uns größer, mächtiger und gewaltiger, obwohl er immer gleich war. Aber wir lernen ihn mehr kennen, weil wir Situationen mit ihm durchlebt haben, in denen wir festgestellt haben, dass er wirklich trägt.

Jeden Tag, an dem du dich auf ihn einlässt, wirst du von ihm getragen. Du wirst mehr entdecken und erkennen, dass er dich liebt. Jeden Tag deines Lebens, an dem du ihm vertraust, gehst du ein Stück näher auf ihn zu – der dich hält, trägt und rettet.

Eines Tages wirst du über diese kahle Eisfläche gelangt sein und bei dem ankommen, der dich getragen hat. Nicht nur im Land, sondern bei ihm selbst am anderen Ende des Ufers. Es wird herrlicher, schöner, besser und größer sein, als wir es uns je vorstellen konnten.

Ich möchte dir Mut machen, dich auf ihn einzulassen. Dieser Gott Hiskias trägt auch dich. Amen.

Wir haben die Predigt gehört und werden jetzt zum zweiten Teil mit einem gemeinsamen Lied übergehen.