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Juda, Ankunft in Kanaan, Ansiedelung als Schafhirten

Joseph - Teil 10 (1. Mose 38 und 1. Mose 46,28-47,10)
22.05.2024
SerieTeil 10 / 23Joseph - Durch Leiden zur Herrlichkeit
Juda lebte in einem moralischen Sumpf. Er lies Joseph verkaufen, trennte sich von seiner Familie und machte Freundschaft mit der Welt. Doch Juda veränderte sich durch Gottes Gnade. Nun darf er die Ankunft der Großfamilie in Ägypten vorbereiten.

Einleitung zur Josefsgeschichte und die überraschende Rolle Judas

Guten Abend. Wir fahren weiter in der Josefsgeschichte, und zwar in Kapitel 46, und lesen nochmals ab Vers 28. Darf ich bitten, Verse 28 bis 30 zu lesen?
Er hatte aber den Judah vor sich her zu Josef gesandt, damit er ihn zur Begegnung nach Gosen weise. Und sie kamen in das Land Gosen. Da spannte Josef seinen Wagen an und fuhr seinem Vater Israel nach Gosen entgegen. Und als er ihn sah, fiel er ihm um den Hals und weinte lange an seinem Hals. Und Israel sprach zu Josef: Nun will ich gerne sterben, nachdem ich dein Angesicht geschaut habe und sehe, dass du noch lebst.
Josef aber sprach zu seinen Brüdern und zu dem Haus ...
Das reicht bisher hin, danke! Nur mal diese drei Verse, und zwar repetieren wir.
Es fällt auf: Als die ganze Grossfamilie von Jakob von Kanaan übersiedelt werden sollte nach Ägypten, ging ausgerechnet Judah der ganzen Reisegesellschaft voraus, durch die Sinaiwüste nach Ägypten, um die unmittelbar bevorstehende Ankunft anzukündigen. Juda. Und das war dieser Judah, der eigentlich die ganze Wende einleiten durfte.
Im Kapitel 44, mögen wir uns erinnern, da hat er dieses wunderbare Plädoyer für Benjamin, seinen jüngsten Bruder, vorgebracht vor Joseph. Und zwar hat er da klargemacht: Er wäre bereit, die Stelle von Benjamin einzunehmen und Sklave zu werden in Ägypten. Es war aber Judah, der damals geraten hat, man soll doch Geld aus Joseph schlagen, indem man ihn als Sklaven nach Ägypten verkaufen würde. Er war so herzlos, so übel, und sein Herz war überhaupt nicht zu erweichen, als Joseph in der Grube war in Dothan und schrie. Das war ihm egal!
Derselbe Judah sagt nach all den Prüfungen, durch die die Familie hindurchgegangen war, vor Joseph aus: Ich bin bereit, Sklave zu werden in Ägypten. Aber auf keinen Fall darf Benjamin gefangen werden und in Ägypten bleiben. Er muss zurück zu seinem Vater, er ist der geliebte Sohn. Und da hat Joseph festgestellt: In Judah, in seinem Herzen, hat Gott ein Werk getan, der Umkehr und Erneuerung. Das ist nicht mehr der alte Judah, ein völlig neuer Judah.
Und dann haben wir gesehen, Kapitel 45,1: Da konnte Joseph sich nicht mehr bezwingen vor allen, die um ihn herstanden. Er beginnt zu weinen und offenbart sich seinen Brüdern, indem er sagt: Ich bin Joseph, lebt mein Vater noch?
Also, es war dieser Judah, der das Plädoyer so wunderbar gehalten hat vor diesem Richter in Ägypten, der sich dann eben entpuppt als Joseph. Dadurch kam die gewaltige Wende, und nun war er auserwählt, eben voranzugehen, um die Grossfamilie anzukündigen.
An dieser Stelle wollen wir einen Rückblick machen auf Kapitel 37, da, wo die Josefs Geschichte begonnen hatte. Und wir schauen nochmals, wie übel dieser Judah Joseph gegenüber war. Liest du bitte vor, 1. Mose 37, Vers 26?
Da kommt eine Karawane von Ismaelittern vorbei, und dann lesen wir in Vers 26: Da sprach Judah zu seinen Brüdern: Was gewinnen wir damit, dass wir unseren Bruder töten und sein Blut verbergen? Kommt, wir wollen ihn den Ismailiten verkaufen und nicht selbst Hand an ihn legen; denn er ist unser Bruder, unser Fleisch. Und seine Brüder stimmten zu. Als nun die Midianiter, Kaufleute, vorbeikamen, zogen sie Joseph aus der Zisterne hervor, herauf, und verkauften ihn den Ismailiten für zwanzig Silberlinge. Und diese brachten Josef nach Ägypten.
Ja, also da sehen wir Judah, der wirklich ein Schurke war, seinem Bruder gegenüber. Wir haben dann das Kapitel 38 ausgelassen, weil das ein Einschub ist in die Josefs Geschichte. Und da geht es um Judah. Und es wird hier gezeigt, in welchem moralischen Sumpf dieser Mann war und lebte über eine längere Zeit hinweg.
Dafür bitten wir: Lesen wir Kapitel 38, die Verse 1 bis 3.
Es geschah aber zu jener Zeit, dass Judah von seinen Brüdern wegzog und sich zu einem Mann aus Adulam wandte, der Hira hiess. Und Judah sah dort die Tochter eines Kananitas, der Schua hiess. Und er nahm sie zur Frau und ging zu ihr ein, und sie wurde schwanger und gebar einen Sohn, und er gab ihm den Namen „er“.
Also, was wir hier lesen: Judah trennt sich in dieser Zeitepoche von der ganzen Familie, von dieser Familie, die ja eine ganz besondere Berufung hatte. Abraham wurde von Gott persönlich berufen, aus Ur in Chaldäa auszuziehen in das verheissene Land. Er sollte Erbe werden des verheissenen Landes und Stammvater des Messias. Und damit hatten seine Nachkommen eine ganz besondere Berufung, um ein Zeugnis zu sein im Land Kanaan für den einen wahren Gott.
Jetzt sehen wir: Judah sondert sich so von seiner Familie ab. Interessiert ihn diese besondere göttliche Bestimmung? Seine Familie nicht mehr. Er schliesst hier Freundschaft mit einem Mann aus Adulam, mit einem Kananiter. Und die Kananiter waren ganz üble Götzendiener. Die kanaanitische Religion war eine perverse, schreckliche Religion. Und er schliesst Freundschaft mit diesem Mann aus Adulam, mit Hira.
Nun können wir dazu lesen, also Jakobus 4, wie Gott über so etwas denkt. Darf ich bitten, Jakobus 4, Vers 4?
Ihr Ehebrecher und Ehebrecherinnen, wisst ihr nicht, dass die Freundschaft mit der Welt Feindschaft gegen Gott ist? Wer also ein Freund der Welt sein will, der macht sich zum Feind Gottes.
Jawohl, also hier wird klar gesagt: Ein Freund der Welt ist ein Feind Gottes. Und Judah macht Freundschaft mit der Welt. Da fühlt er sich näher verbunden als mit seiner Familie, die eben eine ganz besondere göttliche Berufung hatte.
Wir dürfen das übrigens nicht verwechseln mit Freundschaft mit den Sündern. Von Herrn Jesus lesen wir im Lukas-Evangelium: Die Pharisäer haben das als Vorwurf gesagt, er ist ein Freund der Zöllner und Sünder. Und der Unterschied? Was ist der Unterschied zwischen Freund der Welt und Freund der Sünder?
Genau, also der Freund der Welt, das ist der, der sich eben der Welt und ihren Grundsätzen anpasst und diese liebt. Aber der Herr Jesus hasste dieses System, das von Gott wegführt, aber er liebte den verlorenen Menschen. Also so sollten wir Freunde der Sünder sein, aber eben keine Freunde der Welt. Und bei Judah war es eben nicht so. Es war nicht Freundschaft mit einem Sünder, sondern es war effektiv Freundschaft mit der Welt.
Dann haben wir gelesen, Vers 2: Er sieht dort eine kanaanitische Frau, die Tochter eines gewissen Schua, und er heiratet sie. Das ist eine sehr kurze Romanze, das ist überhaupt keine Romanze.
Wenn wir das vergleichen mit Grossvater Isaak, wie er geheiratet hat: Wie viel Platz nimmt das ein in der Bibel? Ja, ich höre es nur laut. Ein ganzes Kapitel, ja, 1. Mose 24 wird das beschrieben. Und es wird beschrieben, wie das alles nach einem göttlichen Plan ging. Es wurde vorbereitet durch Gebet, und es wurde auch gewartet, als sich das Gebet so erfüllte. Kritisch ist es: Wirklich der Weg des Herrn oder nicht? Und eben der ganze Ablauf ist so vom Herrn gesteuert und geleitet, dass schliesslich auch dort in dieser Geschichte gesagt werden muss: Wenn diese Sache von dem Herrn ausgegangen ist, dann kann niemand etwas dagegen sagen, weder Gutes noch Böses. Das ist so klar der Weg des Herrn.
Aber dort in 1. Mose 24 sagte Abraham seinem Knecht, der die Braut holen sollte für Isaak: Hüte dich, dass du eben nicht eine bringst von den Kananittern. Das war ein No-Go! Und jetzt sehen wir: Der Enkel sieht eine Kananiterin, heiratet sie. Also das ist das Problem von 2. Korinther 6, um das Neue Testament nicht zu übertragen: das ungleiche Joch, vor dem dort so eindringlich gewarnt wird.
Lesen wir 2. Korinther 6, Vers 14 bis 15:
Zieht nicht in ein fremdes Joch mit Ungläubigen. Denn was haben Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit miteinander zu schaffen? Und was hat das Licht für Gemeinschaft mit der Finsternis? Wie stimmt Christus mit Belial überein? Oder was hat der Gläubige gemeinsam mit den Ungläubigen?
Ja, also hier wird ganz klar gesagt, dass eine Ehe zwischen einem Gläubigen und einem Ungläubigen nicht möglich ist. Seid nicht in einem ungleichen Joch – das ist eine Anspielung auf 5. Mose 22,10, wo in der Tora gesagt wurde, man darf nicht verschiedene Tierarten miteinander zusammenjochen beim Pflügen. Also unmöglich: Ein Esel und ein Rind geht nicht. Das bereitet auch Schmerzen, weil das Joch dann ungleich gezogen wird, diese Tiere haben einen ungleichen Schritt. Und das in der Übertragung bedeutet eben: Eine Ehe zwischen gläubig und ungläubig ist unmöglich. Und hier wird auch betont: Welches Teil hat ein Gläubiger mit einem Ungläubigen? Geht nicht. Aber er heiratet hier diese Kananitterin. Und dann wird sie auch schwanger, gebiert diesen Ge...
Lies weiter, Vers 4 bis 11.
Und sie wurde wieder schwanger und gebar einen Sohn, und sie gab ihm den Namen Onan. Und wiederum gebar sie einen Sohn und gab ihm den Namen Schela. Er befand sich aber in Keszib, als sie ihn gebar. Und Judah gab seinem erstgeborenen Sohn Er eine Frau, die hiess Tamar. Aber er, der Erstgeborene Judas, war böse in den Augen des Herrn; darum tötete ihn der Herr. Da sprach Judah zu Onan: Komm zu der Frau deines Bruders und vollziehe an ihr die Schwagerehe, damit du deinem Bruder Nachkommen erweckst. Da aber Onan wusste, dass der Nachkomme nicht sein eigener sein würde, liess er es auf die Erde fallen und verderben, wenn er zur Frau seines Bruders ging, um seinem Bruder keinen Nachkommen zu geben. Was er tat, missfiel aber dem Herrn; da tötete er auch ihn. Da sprach Judah zu Tamar, der Frau seines Sohnes: Bleibe als Witwe im Haus deines Vaters, bis mein Sohn Schela erwachsen ist. Denn er dachte: Vielleicht könnte er auch sterben wie seine Brüder. So ging Tamar hin und blieb im Haus ihres Vaters.
Danke!
Also dieser Geher, Sohn, Erstgeborener von Judah, ist ein so böser Mensch, dass Gott sein Leben früher abschliesst. Das ist also ganz ungewöhnlich, das heisst, der Herr tötete ihn. Der zweite Sohn ist auch ein übler Mensch, und zwar forderte sein Vater ihn auf, die Schwagerpflicht zu erfüllen. Das ist diese Pflicht, die dann auch später in der Tora als Pflicht eingesetzt wird, dass wenn jemand in Israel ohne Nachkommen bleibt, dann der nächste Verwandte eben eine Pflicht hat zu heiraten, damit aus dieser Linie eben Nachkommenschaft erzeugt wird, die dann dem Verstorbenen zugerechnet wird. Diese Schwagerpflicht spielt ja eine grosse Rolle im Buch Ruth.
Nun sehen wir: Schon vor dem Gesetz sagt Judah seinem Sohn, er soll diese Schwagerpflicht erfüllen. Aber dieser Onan hat aus ganz bösen Motiven versucht, das eben zu vereiteln. Und das war auch so übel in den Augen Gottes, dass es auch hier heisst, er hat sein Leben verkürzt, er tötete ihn.
Aber was auch noch zu erwähnen ist: Dieser Geher in Vers 6, der bekam eine Frau namens Tama. Judah hat da die Initiative ergriffen. Wer war diese Tama? Offensichtlich auch eine Kananitterin. Also auch da: Er hat alle Prinzipien, alle Grundsätze, die er von seinen Voreltern her gekannt hatte, über Bord geworfen. Also auch da, in der Nachkommenschaft sorgt er sogar dafür, für die Ehe mit eben den Götzendienern.
Nun, diese Tama bekommt ein Versprechen. Judah sagt: Du musst jetzt einfach warten, und dann, wenn Schela gross ist, dann kannst du ihn heiraten, und er wird quasi die Schwagerpflicht an dir erfüllen. Aber es kommt ein bisschen anders. Er erfüllt nämlich sein Versprechen nicht, er bricht es.
Vers 12, liest du weiter.
Als nun die vielen Tage verflossen waren, starb die Tochter Schuas, die Frau Judas. Und nachdem Judah ausgetrauert hatte, ging er hinauf zu seiner Schafherde nach Timna, er und Hira, sein Freund aus Adulam. Da wurde der Tamar berichtet: Siehe, dein Schwiegervater geht hinauf nach Timna, um seine Schafe zu scheren. Da legte sie die Witwenkleider ab, bedeckte sich mit einem Schleier und verhüllte sich und setzte sich ans Tor von Enaim am Weg nach Timna. Denn sie sah, dass Schela erwachsen war und sie ihm nicht zur Frau gegeben wurde. Als nun Judah sah, glaubte er, sie sei eine Hure, denn sie hatte ihr Angesicht bedeckt. Und er bog ab zu ihr, an dem Weg, und sprach: Lass mich doch zu dir kommen! Denn er wusste nicht, dass sie die Frau seines Sohnes war. Sie antwortete: Was willst du mir geben, wenn du zu mir kommst? Er sprach: Ich will dir einen Ziegenbock von der Herde schicken. Sie antwortete: So gib mir einen Pfand, bis du ihn mir schickst. Er sprach: Was willst du, dass ich dir zum Pfand gebe? Sie antwortete: Deinen Siegelring und deine Schnur und deinen Stab, den du in deiner Hand hast. Da gab er es ihr und ging zu ihr ein, und sie wurde von ihm schwanger. Und sie machte sich auf und ging hin und legte ihren Schleier ab und legte wieder ihre Witwenkleider an.
Judah aber sandte den Ziegenbock durch seinen Freund, den Adulamiter, um das Pfand von der Frau zurückzuerhalten. Aber er fand sie nicht. Da fragte er die Leute an jenem Ort und sprach: Wo ist die Tempelhure, die bei Enaim am Weg sass? Sie antworteten: Es ist keine Tempelhure hier gewesen. Und er sprach wieder zu Judah und sprach: Sie haben sie nicht gefunden. Dazu sagen die Leute an jenem Ort, es sei keine Tempelhure dort gewesen. Judah sprach: So soll sie das Pfand für sich behalten, damit wir nicht in Verruf geraten. Siehe, ich habe den Bock geschickt, aber du hast sie nicht gefunden.
Und es geschah nach drei Monaten, da wurde dem Judah berichtet: Deine Schwiegertochter Tamar hat Hurerei getrieben. Und siehe, sie ist von der Hurerei auch schwanger geworden. Da sprach Judah: Führt sie hinaus, damit sie verbrannt werde. Und als man sie hinausführte, schickte sie zu ihrem Schwiegervater und liess ihm sagen: Von einem Mann bin ich schwanger geworden, dem das gehört. Und sie sprach: Erkenne doch, wem gehört dieser Siegelring und die Schnur und der Stab. Da erkannte es Juda und sprach: Sie ist gerechter als ich, denn ich habe sie nicht meinem Sohn Schela gegeben. Und er hatte hinfort keinen geschlechtlichen Umgang mehr mit ihr.
Ja, bis dahin. Es ist eine so üble Geschichte. Also er ist verwitwet, und vom Wort Gottes her hätte er dann die Freiheit, sich wieder zu verheiraten. Aber es geht ihm gar nicht um wirkliche Ehebeziehung, sondern er sieht da eine Frau, von der er vermutet, vom Äusseren her, weil sie verkleidet war, das sei eine kanaanitische Tempelhure. Und die Kananiter haben eben Prostitution mit dem Kult von Ba'al verbunden. Also das war wirklich eine Öffnung und Hingabe an den Götzendienst, und das erst noch mit dieser üblen Sünde der Unzucht verbunden.
Wir sehen also: Judah fällt immer tiefer. Und das ist eigentlich ein Prinzip, weil er sich eben so über die moralischen Grundsätze hinweg gesetzt hatte. Gerade im Zusammenhang mit Joseph liess Gott ihn fallen und bewahrte ihn nicht mehr. Also wenn es heisst im Unser Vater: Und führe uns nicht in Versuchung, da geht es genau um den Punkt, dass man bittet, dass Gott eben Bewahrung schenkt und einen nicht fallen lässt. Aber dieser Schutz war bei Judah weggefallen.
Und wir staunen, wie tief man fallen kann. Und so ist er also bereit, da diese schreckliche Sünde zu begehen für umgerechnet vielleicht 80 bis 300 Schweizer Franken, einen Ziegenbock. Und dabei gibt er ein Pfand ab, ein dreifaches Pfand: Siegelring, Schnur und Stab. Und diese Tama war sehr schlau. Also sie hatte ihn schon mal getäuscht mit Kleidern. Und das erinnert uns an eine Sünde, die eben Judah und seine Brüder begangen haben gegenüber ihrem Vater. Sie haben ihn auch mit einem Kleid getäuscht und wirklich brutal reingelegt. Sie haben das Kleid von Joseph genommen, es in Ziegenblut getaucht und es dann an Vater Jakob geschickt: Da, das ist das Kleid von Joseph. Um ihm glauben zu machen: Joseph ist von einem Tier gefressen worden, Joseph ist tot.
Jetzt wird er selber mit einem Kleid brutal getäuscht, von seiner Schwiegertochter. Das macht das Ganze noch schlimmer, das ist ja Inzest. Und was auch auffällt: die Bedeutung von diesen Ziegenböcken. Wo spielte schon eine Ziege eine Rolle im Zusammenhang mit der Geschichte von Jakob?
Ja, das Kleid von Joseph wurde in Ziegenblut eingetaucht, genau. Also dort schon mal. Aber jetzt meine ich noch vorher bei Jakob.
Ja, mit Esau. Also Jakob hat sich mit Ziegenfell an den Armen belegt, um seinen Vater brutal zu betrügen. Und so spielt also die Ziege wiederholt in der Geschichte dieser Familie eine Rolle, auch hier.
Und schliesslich haben wir gelesen in Vers 24: Judah erfährt, dass seine Schwiegertochter durch Unzucht schwanger geworden sei, und er verurteilt sie als Richter und sagt, die muss verbrannt werden. Ohne Anhörung, es gab also nicht einmal eine Befragung, und der war auch gleich bereit, das Kind auch noch umzubringen. Das kommt uns sehr bekannt vor, dieses Thema Tötung der Kinder im Mutterleib. Dazu war er bereit.
Und eben so schlau, wie Tama war, sie konnte dann dieses dreifache Pfand vorbringen und beweisen, dass Judah in dieser Sache sich selber verschuldet hat. Und seine Reaktion: Sie ist gerechter als ich. Ja, ich habe doch schliesslich mein Versprechen damals gebrochen. Aber so war die Sache für ihn erledigt. Was für ein Mensch, was für ein übler Mensch!
Und dann wird die Geburt beschrieben, lesen wir Verse 27 bis 30.
Und es geschah, als sie gebären sollte, siehe, da waren Zwillinge in ihrem Leib. Und es geschah, als sie gebar, da kam eine Hand heraus. Da nahm die Hebamme einen roten Faden und band ihn darum und sprach: Der ist zuerst herausgekommen. Als dieser aber die Hand wieder hineinzog, siehe, da kam sein Bruder heraus. Und sie sprach: Warum hast du dir einen solchen Riss gemacht? Und man gab ihm den Namen Peretz. Danach kam sein Bruder heraus, der den roten Faden um die Hand hatte, und man gab ihm den Namen Serach.
Ja, also diese Tama war ja die Frau des Erstgeborenen von Ge...
Und darum ist jetzt diese Geburt sehr bedeutsam im Blick auf das Kommen des Messias, denn über diese Linie sollte der Messias schliesslich kommen. Und zwar hat Jakob das dann später, da werden wir noch darauf kommen in der Josefsgeschichte in Kapitel 49, prophetisch vorausgesagt, dass der Messias über Judah kommen sollte. Schlagen wir kurz auf, 1. Mose 49, Vers ...
Da wird der Segen über Judah ausgesprochen, von Jakob prophetisch: Dich, Judah, dich werden deine Brüder preisen. Warum wird er so besonders gelobt werden? Im Judah heisst ja gelobt, Lob. Das ist ein Wortspiel: Dich werden deine Brüder loben. Und zwar wird dann in Vers 10 gesagt, darf ich bitten:
Es wird das Zepter nicht von Judah weichen, noch der Herrscherstab von seinen Füssen, bis der Schilo kommt; und ihm werden die Völker gehorsam sein.
Ja, also im Zusammenhang mit Judah wird gesagt, dass der Schilo, das ist einer der vielen Namen des Messias im Alten Testament, dass Schilo kommen wird. Schilo heisst Friedensbringer, Ruhebringer. Und er soll kommen, und die Völker werden sich schliesslich ihm anschliessen. Also eine Prophetie, die sich schon in den vergangenen 2000 Jahren eindrücklich erfüllt hat, indem Millionen von Nichtjuden in Jesus Christus aus dem Stamm Juda den Messias erkannt haben und sich ihm im Gehorsam unterstellt haben.
Also, aus dieser Linie sollte der Messias kommen. Und nun war Tama aber schwanger mit Zwillingen, und jetzt ist die Frage: Welches Kind wird Stammvater des Messias werden? Und wir haben hier eine ganz interessante Geburtsbeschreibung, sehr ungewöhnlich, nicht wahr, wenn da ein Kind zuerst die Hand herausstreckt. Ja, was ist das für eine Situation als Hebamme, wenn man so etwas erlebt? Fühlt man sich wohl gar nicht wohl, also würde man sofort an Kaiserschnitt denken. Und zwar so kann das Kind nicht geboren werden, der Kopf ist dann abgewinkelt und die Hand ist draussen, und so kann keine Geburt passieren. Also die Hand muss zurück, aber wir sind wirklich vor der Geburt.
Was bedeutet, wenn die Hand draussen ist? Was ist mit der Fruchtblase geschehen? Die ist ja schon längst geplatzt. Also jetzt gibt es nichts mehr zu verlieren. Dann geschieht aber das Erstaunliche: Die Hebamme ist der Meinung, das ist der Erstgeborene, ist also der, der die spezielle Linie weiterführen wird, und macht darum als Zeichen eine Karmesin-Schnur um die Hand. Aber es kommt anders. Zwillinge können sich noch umpositionieren im letzten Moment.
Was hast du schon erlebt mit Umpositionierung im letzten Moment, vor der Geburt oder im Umfeld?
Also ein Kind in Querlage, und dann ist es natürlich auch dramatisch. Und wenn dann ein Kind eben doch noch in die Querlage kommt ... Oder hat auch ein Zwilling, das eine lag kopfvoran, das andere lag quer, und als der erste Zwilling dann geboren war, hat sich das zweite aus der Querlage in eine Schräglage gedreht und konnte auch noch mal geboren werden. Und eine Querlage kann ja nicht geboren werden. Ja, an der Querlage ist es blockiert für die Geburt. Ja, also das ist eine ganz dramatische Situation. Also für die Mutter war das lebensgefährlich.
Und nun beschreibt das Wort Gottes, dass die Hand nochmals zurückgezogen wurde, und es gab eine Umlagerung, sodass das zweite Kind, das eigentlich nachher hätte kommen sollen, in die Position vorne kommt. Und das war für die Hebamme da auch sehr überraschend. Darum heisst es: Und sie sprach: Wie bist du durchgebrochen? Das ist das hebräische Wort Paratz, und darum bekam dann dieses Baby den Namen Peretz, Durchbruch, weil da eben eine dramatische Zwillingsumlagerung noch stattgefunden hat, unmittelbar vor der Geburt.
Und also wenn jemand meint, das sei eine Geschichte, die gar nicht möglich ist, da kann man also wirklich entgegenhalten: Das ist heute auch noch erlebbar, solche dramatischen Situationen von Umlagerung. Und dann kommt also Peretz zuerst und danach der Bruder mit dem Karmesin-Faden, das ist Serach. Der kann also nicht als Erstgeborener betrachtet werden.
Und nun, wenn wir ins Neue Testament gehen, in Matthäus 1, in dem Stammbaum des Messias, in der Königslinie, wird Judah erwähnt. Können wir lesen, Matthäus 1. Das Geschlechtsregister Abraham wird in Vers 2 aufgeführt. Lest du?
Abraham zeugte den Isaak, Isaak zeugte den Jakob, Jakob zeugte den Judah und seine Brüder, Judah zeugte den Peretz und den Serach mit der Tamar, Peretz zeugte den Hezron, Hezron zeugte den Aram usw.
Das geht dann weiter bis auf David in Vers 6, und über die Linie von Salomo geht das dann weiter bis auf Joseph, den Mann der Maria. Es ist das königliche Geschlechtsregister, das eben juristisch Jesus das Anrecht gab auf den Königsthron, auf die Königslinie.
In Lukas 3, am Schluss, wird die Geschlechterfolge von Adam über Noah, Abraham beschrieben, die Linie ist von Maria. Und dort ist natürlich das genau gleich, denn die beiden Geschlechtsregister trennen sich ab König David. Also die Linie von Joseph geht über Salomo, und die Linie von Maria geht über einen Bruder, Nathan. Aber damit sind beide, Maria und Joseph, eben Nachkommen von Judah, über die Linie von Peretz. Und somit ist klar: Also Peretz wurde Stammvater der Königslinie und Stammvater biologisch von Jesus Christus als Mensch.
Ja, also hier sehen wir wieder das dramatische Eingreifen Gottes: Wer soll diese Linie weiterführen dürfen und wer nicht? Es sollte nicht Serach sein, sondern Peretz in einem dramatischen Geburtsgeschehen. Aber wir denken zurück: Wie war das bei Jakob und Esau? Das waren auch Zwillinge, und dort hat Gott aber eben von Anfang an, schon vor der Geburt, ganz klar gewählt: In diesem Fall wird nicht der Erstgeborene Träger der Linie, sondern der Ältere soll dem Jüngeren dienen, 1. Mose 25. Und Gott hat also gewählt: Jakob soll der Träger sein.
Und so sehen wir es immer wieder, wie Gott eben ganz souverän wählt, wer die Linie führen darf, auch schon früher. Wenn wir denken: Ismael wurde geboren vor Isaak als Sohn Abrahams, aber eben nicht als Sohn von Sarah, und Gott hatte gewählt: Isaak ist der gewählte Nachkomme.
Und da können wir kurz aufschlagen in Römer 9, wo Gottes Souveränität im Wählen vorgestellt wird. Und zwar spricht der Apostel Paulus über Gott als Töpfer, der entscheiden kann, was mit einem Gefäss geschieht. Können wir mal lesen? Römer 9, ab Vers 19.
Nun wirst du mich fragen: Warum tadelt er dann noch? Denn wer kann seinem Willen widerstehen? Ja, o Mensch, wer bist denn du, dass du mit Gott rechten willst? Spricht auch das Gebilde zu dem, der es geformt hat: Warum hast du mich so gemacht? Oder hat nicht der Töpfer Macht über den Ton, aus derselben Masse das eine Gefäss zur Ehre und das andere zur Unehre zu machen? Wenn nun aber Gott, da er seinen Zorn erweisen und seine Macht offenbar machen wollte, mit grosser Langmut die Gefässe des Zorns getragen hat, die zu Verderben zugerichtet sind, damit er auch den Reichtum seiner Herrlichkeit an den Gefässen der Barmherzigkeit erzeige, die er zuvor zu Herrlichkeit bereitet hat.
Also hier geht es um Gott als Töpfer, und es wird betont, dass der Töpfer mit dem Ton machen kann, was er will. Und zwar hat der Töpfer, Vers 21, Macht über den Ton, aus derselben Masse das eine Gefäss zur Ehre zu machen und das andere Gefäss zur Unehre.
Und jetzt sehen wir eben ein Beispiel: Gott hat Jakob gewählt als Stammvater des Messias und nicht Esau. Das heisst also, Gott hat gewählt: Jakob ist das Gefäss zur Ehre, und diese Ehre bekam Esau nicht, und insofern war er ein Gefäss zur Unehre, das eben keine besondere Ehre trägt. In einem Haushalt haben nicht alle Gefässe die gleiche Ehre. Es gibt je Haushalt auch gewisses Geschirr. Das wird nur bei ganz speziellen Anlässen benutzt, und dann gibt es eben anderes Geschirr, das hat nicht diese Ehre, das kann man für alle möglichen Situationen benutzen, ist also im Vergleich zu dem Gefäss zur Ehre ein Gefäss zur Unehre.
Und auch hier sehen wir: Gott hat gewählt, nicht Serach, sondern Peretz. Und so kann Gott souverän wählen.
Aber wichtig ist: Im Calvinismus wird behauptet, Gott hätte gewisse Menschen verworfen von Anfang an und für die Verdammnis bestimmt. Und das sagt das Wort Gottes nirgends. Gott ist ein Gott, der die ganze Welt geliebt hat und seinen Sohn gegeben hat, ein Gott, der nach 1. Timotheus 2,4 möchte, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.
Aber wir sehen: Hier geht es nicht um Rettung und verloren gehen, sondern hier geht es darum, dass jemand ein Gefäss zur Ehre ist und eine besondere Aufgabe erfüllen soll, und einer, der eben diese Aufgabe nicht bekommt. Aber damit war Esau nicht verworfen, und damit war Serach nicht verworfen. Aber er war nicht, um diese Worte von hier zu nehmen, ein Gefäss zur Ehre, sondern zur Unehre.
Nachher in Vers 22 spricht der Apostel Paulus über Gefässe des Zorns und dann in Vers 23 über Gefässe der Begnadigung, und das darf man nicht verwechseln. Das ist nicht das Gleiche. Vorher haben wir die Geschichte oder die Beispielrede mit dem Töpfer, der wählen kann: Das wird ein Gefäss mit dieser Funktion, das wird ein Gefäss mit jener Funktion, mit Ehre verbunden, nicht mit Ehre verbunden.
Aber dann haben wir Gefässe des Zorns, und da wird gesagt: Wer hat die zubereitet? Ja, steht das hier? Hier steht es nicht, nein. Aber hier steht auch nicht, dass Gott es gemacht hätte, nicht wahr? Man muss also ganz genau lesen: Wenn aber Gott willens, seinen Zorn zu erweisen und seine Macht kundzutun, mit vieler Langmut ertragen hat die Gefässe des Zorns, die zubereitet sind zum Verderben. Das ist wichtig zu sehen. Es heisst hier nicht: Gefässe des Zorns, die er zubereitet hat zum Verderben, sondern einfach: die zubereitet sind zum Verderben.
Hingegen bei den Gefässen der Begnadigung, dort heisst es: die er zuvor zur Herrlichkeit bereitet hat. Also niemand könnte errettet werden, wenn Gott nicht zieht. Und das macht er bei denen, bei allen Menschen. Aber die, die das ablehnen, die gehen verloren; die das annehmen, die werden errettet. Und da muss man sagen, dass Gott sie bereitet hat zur Errettung.
Und jetzt schauen wir kurz in Römer 2, Vers 4 nach, und dort steht nämlich das, was Jerry gesagt hat, dass eben nicht Gott, sondern die Menschen selber sich zubereiten zum Zorn. Kannst du lesen, Römer 2, Vers 4 und 5?
Oder verachtest du den Reichtum seiner Güte, Geduld und Langmut und erkennst nicht, dass dich Gottes Güte zur Busse leitet? Aber aufgrund deiner Verstocktheit und deines unbusfertigen Herzens häufst du dir selbst Zorn auf für den Tag des Zorns und der Offenbarung des gerechten Gerichts Gottes.
Also, hier wird gesagt, dass Gott eben in seiner Langmut uns zur Busse leiten will. Aber es wird dann gesagt, dass die Möglichkeit besteht, dass man mit seinem eigenen Starrsinn und seinem unbusfertigen Herzen die Rettung verhindert. Und da sagt Paulus in Vers 5: Häufst du dir selbst Zorn auf am Tag des Zorns? Also Menschen, die verloren gehen, die Gefässe des Zorns sind, die können nicht sagen: Der Schöpfer, der Töpfer, hat mich zu einem Gefäss des Zorns gemacht. Nein, vielleicht ein Gefäss zur Unehre, aber das ist etwas ganz anderes als eben ein Gefäss des Zorns. Und da bereitet man sich selber zum Zorn zu.
Und das ist sehr wichtig, eben wenn man sieht, wie Gott im Alten Testament erwählt hat, wie er Peretz erwählt hat, das bedeutet nicht, Serach war verworfen, sondern Serach sollte eine andere Aufgabe haben. Manuela, du wolltest noch etwas fragen?
Ja, Römer 2,4 und 5 sagen.
Ah, du wolltest gerne auf diese Stelle hinweisen, ja, sehr gut. Gibt es noch etwas? Gut, gehen wir zurück.
Wir sehen also: Kapitel 38 zeigt ein düsteres Bild von diesem Judah, der so tief gefallen ist. Und danach in den weiteren Kapiteln haben wir gesehen, wie Gott eine grosse Drangsal über die Familie Jakobs brachte mit dieser schrecklichen Hungersnot, die nicht nur über Ägypten, sondern eben auch über Kanaan und noch weiter darüber hinaus kam. Die ganze Familie geriet in schwere Not und war gezwungen, nach Ägypten abzugehen. Und da wurden Josephs Brüder konfrontiert mit einem harten Mann in Ägypten, und das war Joseph, der eben prüfen wollte, wo stehen meine Brüder.
Und durch all diese Nöte, die da in den Kapiteln, die wir betrachtet haben, über sie kam, hat Gott ein Werk der Veränderung und auch der Busse und der Umkehr bewirkt, so dass wir schliesslich in Kapitel 44 einen Judah sehen. Wir fragen uns: Ist das der gleiche Judah von Kapitel 38? Und so ist es eigentlich ein Monument der Gnade Gottes, dass Gott wirklich einen Menschen, der so verdorben und übel ist, zu einer neuen Schöpfung machen kann und etwas ganz Neues daraus bereiten kann.

Die Begegnung mit dem Pharao und die Bedeutung des Hirtenberufs

Ja, dann gehen wir zurück zu Kapitel 46, wie versprochen, am Anfang der Stunde. Wir haben bereits gelesen, Verse 28 bis 30: Judah bereitet den Empfang der Familie im Land Gosen vor, und dann haben wir diese bewegende Begegnung zwischen Joseph und seinem Vater gesehen.
Jetzt lesen wir weiter in Vers 31 bis 34:
Joseph aber sprach zu seinen Brüdern und zu dem Haus seines Vaters: Ich will hinaufgehen und es dem Pharao berichten und ihm sagen: Meine Brüder und das Haus meines Vaters, die in Kanaan waren, sind zu mir gekommen. Und die Männer sind Schafhirten, sie sind Viehzüchter und haben ihre Schafe und Rinder und alles, was ihnen gehört, mitgebracht. Wenn euch dann der Pharao rufen lässt und euch fragt: Was treibt ihr?, so sollt ihr sagen: Deine Knechte sind Viehzüchter gewesen, von ihrer Jugend an bis jetzt, wir und unsere Väter. Dann werdet ihr im Land Gosen wohnen dürfen, weil alle Schafhirten den Ägyptern ein Gräuel sind.
Versöhnt hatte er sich also, und auch die Familie hatte er nach Ägypten bringen lassen. Nun bereitet er vor, dass es zu einer Begegnung mit dem Pharao von Ägypten kommt. Das war nochmals ein besonderer Moment, denn diese Familie war eben nicht nobel. Es waren wirklich bodenständige Hirten, und jetzt sollten sie mit der Nummer eins der damaligen Welt eine Begegnung haben. Das wollte Joseph gut vorbereiten.
Er machte ihnen ganz klar: Wenn ihr vor den Pharao kommt, wird er fragen, welchen Beruf ihr ausübt. Das ist ja auch etwas, was manche Menschen tun, wenn sie jemanden kennenlernen: Als Erstes wollen sie wissen, was er arbeitet. Und dann ist die Schublade da, um jemanden unterzubringen. Aber es ist natürlich schon so: Wir sind nicht einfach definierbar über unsere Arbeit. Doch unsere Arbeit hat etwas mit unserem Wesen zu tun, und vor allem dann, wenn man die Arbeit nicht als Job, sondern als Berufung ausübt.
Und diese Brüder von Joseph, die waren wirklich überzeugte Schafhirten. Damit sollten sie ja schon ein Hinweis sein als Volk des Messias auf den Messias, der uns in Johannes 10 als der gute Hirte vorgestellt wird. Und auch schon im Alten Testament war er angekündigt, zum Beispiel in Hesekiel 36, als der Hirte, den Gott über Israel und schliesslich über alle Völker bestellen wird.
Also die Frage: Was ist eure Tätigkeit? Das sagt eben doch etwas aus, wenn man sich wirklich mit der Arbeit auch von Herzen identifiziert. Und er sagt also ganz genau, wie sie dann antworten müssen.
Nun gab es aber noch ein Problem, gerade mit dieser Berufsgattung, und das wusste natürlich Joseph. In Ägypten sind Schafhirten ein Gräuel. Also das war nicht ein Beruf, bei dem man hätte erwarten können: Wenn der Pharao das fragt, dann kommt: Wow, Schafhirten! Sondern im Gegenteil.
Wie kann man sich das erklären? Vers 34 am Schluss: Denn alle Schafhirten sind den Ägyptern ein Gräuel. Wie kommt das? Dir mal eine Idee?
Es hängt zusammen mit Ökologie und dem Nahen Osten. Es gibt ein EU-Papier, von denen gibt es sehr viele, aber es gibt ein Papier, das sich ganz speziell mit der ökologischen Situation der Mittelmeerländer beschäftigt. Und zwar wird dort erläutert, dass es hier sehr darauf ankommt, wie der Mensch mit der Natur umgeht. Es ist eben so: In diesen Ländern, in Europa, ist das Land sehr anfällig, wenn man mit Schafen und Ziegen über fruchtbares Land geht. In kurzer Zeit kann man das in eine Wüste verwandeln. Darum muss man auch in Ägypten und in Israel ganz klar und strikt zwischen Ackerbau und Kleinviehzucht trennen.
Das Land Israel, das verheissene Land, war von Gott so konzipiert, ökologisch gesehen, dass es ein Land sein sollte, das von Milch und Honig fliesst. Welches ist das Land, das von Milch fliesst? Israel. Wie? Das mit den Viehherden. Ja, das Land für die Viehherden, und das ist eben typischerweise die Wüste Judäa.
Es gibt auf Hebräisch verschiedene Wörter für Wüste. Zia, das ist das trockene, ausgetrocknete Land. Oder Shmama, das ist ein Land, das, wenn man es anblickt, Schrecken auslöst. Dann gibt es das Wort Mitbar, und das heisst eigentlich: Ort, wo man füttert. Und die Bibel, wenn sie von der Wüste Juda spricht, sagt sie Mitbar Yehuda. Das ist also die Wüste, die sich sehr gut eignet für Kleinviehzucht, weil man über den grössten Teil des Jahres genügend Nahrung findet für Schafe und Ziegen. Man muss einfach wissen, wo, als Schafhirte.
Und so hat also David, wenn er von Bethlehem ausging, aufpassen müssen, dass die Schafherde am fruchtbaren Ackerland sorgfältig vorbeiging. Und sofort unweit von Bethlehem beginnt die Wüste Judäa. Da konnte er sie frei grasen lassen. Und so ist das Land, das von Milch fliesst, also von Schaf- und Ziegenmilch, die Wüste Judäa. Und das übrige Land, wie zum Beispiel die Scharon-Ebene oder die Hagedon-Ebene, die Jezreel-Ebene, das sind Kornkammern Israels. Dort betreibt man Ackerbau, und dort pflanzt man auch Bäume, Fruchtbäume, mit denen man Fruchtsäfte, verdickte Fruchtsäfte, produzieren kann. Und das wird im Hebräischen auch mit Dwasch, mit Honig, bezeichnet.
Also das Land, das von Honig fliesst, ist nicht ein Land, wo man ständig gestochen wird von Bienen, sondern es bedeutet Bienenhonig, aber eben auch die verdickten Fruchtsäfte, wie zum Beispiel Dattel, Dattelsaft, Honig. Und ist darum zusammengefasst als das Land, das von Honig fliesst. Das muss man strikt trennen, dann geht es gut.
Und in Ägypten haben also die Ägypter so wenig fruchtbares Land, dass sie eben einen Hass hatten auf Schafhirten. Die machen ökologisch alles kaputt. Das ist der Hintergrund. Und Joseph hat es also geschafft, dass sie sich dort ansiedeln durften in Gosen, das ist fruchtbares Gebiet, und da durften sie trotz allem ihre Schafherden pflegen.
Lesen wir weiter in Kapitel 47, ab Vers 1:
Und Josef kam und berichtete es dem Pharao und sprach: Mein Vater und meine Brüder sind aus dem Land Kanaan gekommen, samt ihren Schafen und Rindern und aller ihrer Habe. Und siehe, sie sind im Land Gosen. Er hatte aber aus der Zahl seiner Brüder fünf mitgenommen und stellte sie dem Pharao vor. Und der Pharao fragte seine Brüder: Was treibt ihr? Sie antworteten dem Pharao: Deine Knechte sind Schafhirten, wir und unsere Väter. Und sie sprachen zum Pharao: Wir sind gekommen, um uns im Land aufzuhalten, denn deine Knechte haben keine Weide für ihr Vieh, so hart beschwert die Hungersnot im Land Kanaan. Und nun möchten deine Knechte gerne im Land Gosen wohnen.
Da sprach der Pharao zu Joseph: Dein Vater und deine Brüder sind zu mir gekommen. Das Land Ägypten steht dir offen. Lass deinen Vater und deine Brüder am besten Ort des Landes wohnen. Im Land Gosen sollen sie wohnen. Und wenn du weisst, dass unter ihnen tüchtige Leute sind, so setze sie zu Aufsehern über meine Herden.
Danke, bis dahin. Also, Joseph kannte wirklich den Pharao, wusste genau, was die Frage sein würde, die ihn bewegen würde. Kapitel 46 nochmals Vers 33: Was ist eure Tätigkeit? Also: Was ist euer Beruf? Und hier 47 Vers 3: Was ist eure Tätigkeit?
Und die waren also gut vorbereitet mit den Antworten und wussten auch, was sie wünschen sollten: das Land Gosen. Gosen, oder man spricht im hebräischen Text Goschen aus, das ist kein ägyptisches Wort. Ich weiss, es gab von alters her viel Kontakt zwischen Ägypten und der Levante mit den Semiten dort in der Levante. Das ist das Gebiet von Libanon, Kanaan, Syrien. Und offensichtlich hatte dieses Gebiet durch früheren semitischen Einfluss den Namen Goschen bekommen. Und das heisst im Semitischen, im Hebräischen kann man das übersetzen mit: Land der Erde, fruchtbares Ackerland.
Und da sollten sie trotz dem ökologischen Problem eben ihre Schafherden weiden dürfen. Das wünschen sie, und der Pharao ist so grosszügig, er sagt: Das Beste vom Land, das sollt ihr bekommen. Natürlich, ihr könnt ins Land Goschen gehen. Und dann macht ihr sogar möglich, dass die Brüder von Joseph auch einen gewissen Aufstieg erleben dürften. Also wenn sie tüchtig wären, dann dürften sie in Ägypten Aufseher werden in der Landwirtschaft über das Vieh.

Jakobs Segen und die Frage nach dem rechten Lesen

Wir lesen weiter, Vers sieben:
Und Joseph brachte seinen Vater Jakob herein und stellte ihn dem Pharao vor, und Jakob segnete den Pharao. Und der Pharao fragte Jakob: Wie alt bist du? Jakob sprach zum Pharao: Die ganze Zeit meiner Fremdlingschaft beträgt hundertdreißig Jahre. Wenig und böse sind meine Lebensjahre gewesen, und sie erreichen nicht die Zahl der Lebensjahre meiner Väter in den Tagen ihrer Fremdlingschaft. Und Jakob segnete den Pharao und ging hinweg vom Angesicht des Pharaos.
Ja, diesen Moment dürfen wir nicht unterschätzen. Das ist ein unglaublicher Moment. Also, dieser alte Jakob, eben nicht ein nobler Mann, sondern ein Schafhirte, durch und durch, kommt vor die Nummer eins von damals. Und was macht er? Er kommt in den Palast und segnet den Pharao.
Das ist unerhört, weil er ganz genau wusste, was das bedeutet, wenn man segnet. Das ist das biblische Prinzip. Im Hebräerbrief wird erklärt, wie das ist mit dem Segen. Melchisedek, König von Salem, hatte einst Abraham gesegnet. Und zwar erklärt dann Hebräer 7,7 den göttlichen Grundsatz: Nun ist es aber unwidersprechlich so, dass der Geringere von dem Höhergestellten gesegnet wird.
Das ist ein göttliches Prinzip. Und daraus wird im Hebräerbrief abgeleitet, dass Melchisedek, der ja ein Hinweis ist auf den Messias als König und Priester in einer Person, im Heilplan Gottes eine höhere Stellung hatte als Abraham und darum Abraham segnen konnte.
Damit wird schließlich gezeigt, dass eben Jesus Christus, der nicht aronitischer Priester sein sollte, sondern nach der Ordnung von Melchisedek, dass dieses Priestertum eben höher ist als das levitische Priestertum. Ja, und da wird also erklärt: Ohne allen Widerspruch wird das Geringere von dem Besseren gesegnet.
Und da versteht man zum Beispiel auch, als Simeon in den Tempel kam, in Lukas 2: Die Eltern, Maria und Joseph, waren eben gekommen von Bethlehem, um das Kind etwas mehr als einen Monat nach der Geburt vor dem Herrn darzustellen und das Pidjon ha-ben-Ritual durchzuführen. Das ist der Freikauf des Erstgeborenen. Da muss man einen bestimmten Silberbetrag bezahlen, einem Priester.
Und da lesen wir, dass Simeon das Kind in die Arme nimmt. Daraus wird klar: Simeon war ein Priester, denn Priester führen dieses Ritual durch. Das macht man übrigens im Judentum noch heute, zum Beispiel in Amerika, in New York. Wenn man das durchführt, macht man das mit den alten Dollars, die noch aus echtem Silber waren. Die werden dann einem Herrn Levi oder Herrn Cohen bezahlt, es muss eben das Priestergeschlecht sein. Und dann hat eben dieser Cohen, dieser Priester, die Aufgabe, das Kind zu segnen.
Und da fällt auf, wenn man Lukas 2 liest: Simeon segnet das Kind nicht, nur die Eltern. Weil ihm klar war, dass er in seiner heilsgeschichtlichen Position höher war als Maria und höher als Joseph. Das ist für manche Katholiken vielleicht eine große Überraschung, das festzustellen, aber das kann man ruhig bei Gelegenheit teilen.
Also: Dieser Simeon segnet das Kind nicht, weil er weiß, das ist der Messias, er kann es nicht segnen. Und nun weiß Jakob ganz genau, dass der, der segnet, der Größere ist, und er geht hinein in den Palast und segnet den Pharao. Und damit wird klar: Wer ist in Gottes Augen wirklich ganz oben? Nicht der Pharao, sondern Jakob, der Stammvater des Erlösers der Welt. Und in vollem Bewusstsein geht er hinein und segnet den Pharao. Also ein ganz besonderer Moment.
Und der Pharao, der eben interessiert ist, was sie arbeiten, hat noch eine zweite Frage, die ihn sehr interessiert und die man eben in unserer Gesellschaft dann nicht unbedingt auch noch stellen darf: Wie alt sind Sie? Eben, damit man Leute in die Schublade bringen kann, das Alter und der Beruf. „Wie viele sind die Tage deiner Lebensjahre?“, fragt der Pharao, und Jakob sagt: hundertdreißig Jahre. Das ist ein stattliches Alter, und er lebte immer noch und sollte noch siebzehn Jahre dazu verbringen dürfen, bis hundertundsieben.
Vers 28 sagt das. Nun ist es nicht schrecklich und traurig, dass Jakob sagen muss: wenig und böse waren die Tage meiner Lebensjahre. Das hängt damit zusammen, dass er immer wieder krumme Wege ging. Er war, wie sein Name sagt, ein Jakob, ein Fersenhalter über List. Und er hat immer wieder versucht, sich Vorteil zu verschaffen durch hinterhältige Schlauheit. Und da musste Gott ihn durch sehr schwere Wege führen, aber Gott hat ihn so geführt, dass er schließlich ans Ziel kam.
Und wenn wir dann nächstes Mal noch weitergehen, ab Vers elf, werden wir schließlich zu Vers 31 kommen. Das wollen wir jetzt noch zusammen anschauen. Liest du Vers 31?
Er aber sprach: So schwöre mir. Da schwor er ihm, und Israel betete an am Kopfende des Bettes.
Ja, und später stirbt er. Aber wenn wir denken: Israel wird hier vorgestellt in Ägypten als ein Mann, dann kommt er nach all diesen krummen Wegen, wo der Herr ihn erzogen und geformt hat, zur Ruhe. Und Israel betete an am Kopfende des Bettes.
Wenn wir das kurz aufschlagen im Neuen Testament, dann steht da allerdings, er habe das über der Spitze seines Stabes getan. Können wir kurz aufschlagen, Hebräer 11,21. Liest du:
Durch Glauben segnete Jakob, als er im Sterben lag, jeden der Söhne Josefs und betete an auf seinem Stab gestützt.
Jawohl, wir werden dann diesen Segen noch betrachten in Kapitel 49. Jeder Sohn wird gesegnet, alle zwölf Söhne. Und dann heißt es: er betete an über der Spitze seines Stabes.
Wieso steht denn in unserem Kapitel am Kopfende des Bettes? Es ist so: Im hebräischen Text stehen drei Buchstaben, M, T und H. Und das kann man aussprechen, wenn man liest, als Mate oder Mita, schreibt sich gleich. Und es ist so: Die Masoreten, das waren die Rabbiner im Mittelalter, die den hebräischen Konsonantentext abgeschrieben haben, die haben ihn ergänzt mit kleinen Strichen und Punkten, um anzudeuten, wie man lesen muss, wie man die Vokale beim Lesen einsetzen muss.
Das braucht es normalerweise nicht. Wenn man Hebräisch kann, dann braucht es diese Punkte normalerweise nicht, weil man weiß, wie man das aussprechen muss. Aber im Mittelalter, weil die Rabbiner gesehen haben, dass immer weniger Leute wirklich sicher im Hebräisch lesen, mussten sie den Text so sichern, was die Aussprache anbetrifft. Und da haben sie eben die Vokale eingesetzt für „Mitta“, und das heißt Bett. Aber sie hätten einsetzen sollen „Mate“, Stab. Und das wird bestätigt durch den Heiligen Geist im Neuen Testament, das auf Griechisch ist: Er hat über der Spitze des Stabes angebetet.
Und das Wort Kopfende, hebräisch Rosh, heißt einfach Kopf, und das Wort Rosh kann also das Kopfende eines Bettes sein oder die Spitze des Stabes. Und darum muss man Rosh Mate lesen, dann ist es korrekt, so wie das in Hebräer 11 durch den Heiligen Geist geklärt ist.
Die Masoreten haben ein unglaublich fantastisches Werk gemacht mit diesen Vokalen. Und das ist eben normalerweise absolut meisterhaft gemacht, aber es gibt dann wenige einzelne Stellen, wo man sagen müsste: Da wäre es doch besser, die Vokale anders zu setzen. Aber das sind Ausnahmen. Und eine solche Ausnahme haben wir hier.
Eine andere solche Ausnahme ist 2. Mose. Wo Mose vom Berg herunterkommt mit den zweiten Tafeln des Gesetzes. Und da heißt es, dass sein Angesicht strahlte. Aber wenn man da die Vokale falsch einsetzt, dann heißt es eben nicht, sein Angesicht strahlte, sondern sein Angesicht war gehörnt. Was ist jetzt richtig?
Nun, 2. Korinther 3 auf Griechisch erklärt, dass Moses Angesicht strahlte, und deshalb musste er eine Decke über den Kopf nehmen. Aber Michelangelo ging davon aus, sein Angesicht war gehörnt, und darum hat er Mose mit Hörnern dargestellt. Das ist also noch zu korrigieren. Ich mache das nicht, aber das Bild ist falsch. Es müsste eben ein strahlendes Gesicht sein. Und auch da: einfach nur, weil die Vokale anders sind, ob es heißt gehörnt oder strahlend. Aber 2. Korinther 3 macht klar, man muss korrekt lesen: strahlend.
Ich war mal in der Kathedrale in Lausanne, und da habe ich eine künstlerische Darstellung aus Holz gesehen von Mose, mit abgesägten Hörnern. Er hat ihn nachträglich korrigiert. Also, der hebräische Text ist korrekt, ist richtig. Es geht nur darum, wie man ihn liest, und da auch. Also, es ist nicht irgendwie ein Problem, dass der Text nicht genau wäre, sondern die Frage ist, wie man den Text korrekt lesen muss.
Und so sehen wir also diesen alten Jakob nach all den Umwegen. Aber der Herr war treu und hat ihn ans Ziel geführt. Wir sehen einen Mann, der innerlich zur Ruhe gekommen ist und über der Spitze des Stabes anbetet und Gott die Ehre gibt für sein Leben, von dem er sagt: wenig und böse waren die Tage meiner Lebensjahre.
Als Kind habe ich gelernt: Wenn man die Bibel liest, täglich, dann soll man sich immer wieder beim Abschnitt fragen: Was kann ich hier lernen für mich? Oder: Was sehe ich hier, was ich vermeiden soll? Da können wir doch sagen, wir sollen darauf achten, dass wir das vermeiden, dass wir nicht einmal rückblickend sagen müssen: wenig und böse waren die Tage meiner Lebensjahre.
Das war nicht bei allen Patriarchen so. Ein Abraham musste nicht so reden, obwohl er noch älter wurde als Jakob, das sagt er ja. Meine Vorfahren, die sind noch älter geworden. Aber eben: dass wir das vermeiden, wie Jakob Umwege zu gehen, sondern dass wir dem Herrn gehorsam sind und damit auch ein Leben, das nicht nur am Schluss, sondern auch auf seinem ganzen Weg gesegnet sein darf.

Vielen Dank an Roger Liebi, dass wir seine Ressourcen hier zur Verfügung stellen dürfen!

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