Zum Inhalt

Liebt und dient einander

Von der Fürsorge zur Seelsorge, Teil 3/3
08.01.20171. Johannes 4,10-11
SERIE - Teil 3 / 3Von der Fürsorge zur Seelsorge
Was verbindet Menschen trotz großer Unterschiede wirklich? Wie kann Gottes Liebe unser Miteinander stärken und was bedeutet es, einander wirklich zu lieben und zu dienen? Erfahre, warum Fürsorge mehr ist als nette Worte, wie Seelsorge praktisch im Alltag wirkt und warum echte Liebe nur mit Gottes Kraft gelingt. Wie können wir Gottes Liebe so leben, dass sie in der Gemeinde sichtbar wird – von der Fürsorge bis zur Seelsorge?

Geschwister und Gemeinde: Unterschiedlichkeit und Verbindung durch Jesus

Ja, Geschwister sucht man sich nicht aus. Mit Geschwistern muss man lernen auszukommen. Das ist manchmal die geballte Weisheit der Eltern, wenn es Zoff zwischen den Kindern gibt. Die Kinder denken vielleicht: Schön, dass man so weise Eltern hat, und Pech, dass der Bruder gerade so gemein ist.

Aber es stimmt: Auch wenn man sich Geschwister liebend gerne aussuchen würde, kann man es nicht. Und das ist auch gut so.

Was für eine Familie gilt, gilt natürlich auch für eine Gemeinde. Wir sind so verschieden. Ich denke, euch ist bewusst, dass manche von uns sehr wenig miteinander gemeinsam haben. Viele haben kaum die gleichen Interessen, manche haben ganz unterschiedliche Hobbys. Auch unser Temperament ist manchmal ziemlich gegensätzlich. Vielleicht ist mancher in der Gemeinde überhaupt nicht mein Typ.

Und trotzdem treffen wir uns jeden Sonntag hier in diesem Haus immer wieder. Manchmal passiert es tatsächlich, dass man den anderen mit der Zeit schätzen lernt, weil man ihn etwas besser kennenlernt – auch wenn man sich am Anfang gar nicht so sympathisch war.

Es gibt also etwas, das uns wirklich zusammenhält, trotz aller Unterschiede. Das ist der Herr Jesus in unserer Mitte. Die meisten von uns haben eine tiefe persönliche Beziehung zu ihm. Und das ist das, was uns miteinander verbindet.

Die meisten von uns können diesen Bibelvers, den ich als Leitvers heute verwenden möchte, unterschreiben. In 1. Johannes 4,10-11 steht:

„Hierin ist die Liebe, nicht dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt und seinen Sohn gesandt hat als eine Sühnung für unsere Sünden. Geliebte, wenn Gott uns so geliebt hat, dann sind auch wir schuldig, einander zu lieben“, soweit dieser Vers.

Gottes Liebe als Grundlage für Gemeinschaft und Dienst

Das ist wirklich wahr. Das kam auch in einigen Gebeten heute Morgen sehr deutlich zum Ausdruck: Ich habe Gott nicht geliebt. Aber die gute Nachricht ist, dass er mich geliebt hat. Das muss ich erst einmal buchstabieren: Gott hat mich geliebt. Geliebt.

Wenn ein Mensch mich liebt, kann mich das schon ziemlich aus den Schuhen hauen. Wenn ich begreife, Mensch, der Julian oder die Desiree liebt mich – wow! Besonders in einem bestimmten Alter, vor allem wenn sie mir eine sehr persönliche Nachricht schreibt, mir etwas schenkt oder etwas tut, von dem ich weiß, dass sie es nicht mit jedem machen.

Ich wünsche mir, dass uns Gottes Liebe heute Morgen genauso überwältigt. Dass ich begreife: Es gibt einen Gott im Himmel, und dieser Gott liebt mich. Er liebt mich tatsächlich nicht nur mit frommen Sprüchen. Nein, Gott hat mir bewiesen, dass ich seine große Liebe bin.

Deshalb hat, so sagt es dieser Vers, Gott seinen Sohn Jesus auf diese Erde geschickt. Seinen Auftrag lesen wir auch in diesem Vers: Sein Auftrag ist, „Er ist die Sühnung für meine Sünde“. So haben wir es gerade von der Rita gehört, die hier stand und es bezeugt hat. Das habe ich verstanden: Ich bin vor Gott schuldig, ich brauche Sühnung.

Und Johannes gibt hier die Antwort. Er sagt: Ja, Jesus ist die Sühnung für deine Sünde. Jesus, der Unschuldige, stirbt für mich, den Schuldigen, damit Gott mir vergeben kann. Wie unglaublich ist das denn?

Wenn ich zu Jesus umgekehrt bin, wenn ich seine Vergebung erlebt habe und Jesus mein Herr ist, dann darf ich in der Gemeinde wirklich verbindlich dabei sein. Dann sitze ich nicht nur da, sondern ich gehöre auch innerlich dazu. Und dann ist es eben dieser Herr, der mich mit den anderen verbindet.

Das ist eine der stärksten Verbindungen, die Menschen haben können. Wir werden die Ewigkeit mit Jesus verbringen, und wir werden die Ewigkeit auch miteinander verbringen. Ich weiß nicht, ob das für dich eine gute oder schlechte Nachricht ist.

Wenn ich Gottes Liebe erlebt habe, dann soll ich diese Liebe auch weitergeben. Das haben wir hier in Vers elf besprochen. Dort heißt es: Wir sind schuldig, einander zu lieben, weil wir Gottes Liebe erlebt haben. Deshalb dürfen wir sie weitergeben. Und das hat mich auch zu dem Thema heute Morgen geführt.

Von der Fürsorge zur Seelsorge: Gottes Liebe praktisch weitergeben

Wir beginnen heute Morgen, wie ihr auf dem Predigtplan gesehen habt, eine neue Predigtreihe. Sie soll uns helfen zu verstehen, wie wir Gottes Liebe ganz konkret weitergeben können.

Natürlich ist das sicher mit den fünf Sprachen der Liebe möglich. Ich kann Gottes Liebe zum Beispiel durch Worte weitergeben, indem ich mit dem anderen etwas gemeinsam mache, mir Zeit für ihn nehme, durch Berührung oder indem ich dem anderen durch Geschenke zeige: „Ich habe dich lieb.“ Diese fünf wesentlichen Arten zeigen, wie Menschen Liebe empfinden und wie wir Liebe weitergeben können, um zu zeigen: Du bist geliebt.

Ich möchte mich heute Morgen aber auf zwei Bereiche beschränken, die hier auf der Folie stehen: die Fürsorge und die Seelsorge. Deshalb heißt diese Predigtreihe, die wir heute beginnen, „Von der Fürsorge zur Seelsorge“.

Ich habe vielleicht ein ungewohntes Bild gewählt, weil es für mich Fürsorge ausdrückt. Außerdem habe ich das Bild ausgesucht, weil mein Leben als Christ kein Wunschkonzert ist, bei dem ich sage: „Okay, ich wollte gerne dieses Lied gespielt haben.“ Paulus sagt im Epheserbrief Kapitel sechs, dass mein Leben als Christ ein Kampf ist. Er vergleicht es mit einem Soldaten, damals einem römischen Soldaten. Soldaten sind heute zwar anders gekleidet als früher, aber der Vergleich soll deutlich machen: Auch mein geistliches Leben ist ein Kampf. Und auch meine Fürsorge ist ein Kampf.

Meine Fürsorge ist ein Kampf gegen meinen Egoismus. Da wird schon klar: Das schaffe ich nicht allein. So haben wir es auch in dem Lied gesungen: „Aus eigener Kraft wirst du nie ein lebendiger Fisch.“ Genauso geht es auch um Veränderung. Auch die schaffe ich nicht allein, ich brauche dazu Gottes Kraft.

Für mich zeigt dieses Bild sehr eindrücklich, was Fürsorge ist. Ich weiß nicht, wer von euch in so einer Montur schon mal jemanden getragen hat. Gibt es da Leute? Gut, dann wisst ihr, dass das gar nicht so einfach ist. Es gibt sogar noch eine Steigerung, die „tiefste Gangart“ genannt wird, bei der ich jemanden über den Boden ziehe. Das habe ich 50 Meter gemacht. Ich habe erlebt, dass Leute auf der Trage lagen und man sie durch riesige Sandspuren getragen hat. Irgendwann hat man gesagt: „Komm, steig doch ab!“ Es ist richtig schwer, so jemanden zu tragen.

In diesem Bild ist es sogar so, dass derjenige, der trägt, sich selbst zu einer leichten Zielscheibe macht. Das ist kein Spaß. Trotzdem trägt er seinen Kameraden. Er überlässt den Verletzten nicht seinem Schicksal – das ist Fürsorge.

Super! Wenn wir das auch als Gemeinde leben, an Fürsorge, wird die Liebe des Herrn Jesus sichtbar. Vielleicht würde dieser Rettersoldat, wenn man ihm auf die Schulter klopfen und sagen würde: „Was du super machst, was du da für eine Last trägst,“ antworten: „Ich trage keine Last, sondern ich trage meinen Kameraden.“

Vielleicht können wir das auch sagen als Gemeinde: „Ich trage keine Last, sondern ich trage meinen Bruder oder meine Schwester.“ Aber eins kann dieser Soldat nicht: Er kann nicht noch einen zweiten tragen. Das wird nicht funktionieren. Der eine reicht.

Es wäre doch super, wenn jeder in der Gemeinde einen anderen trägt und dabei auch selbst Hilfe annimmt. Dann sind alle getragen und durchgetragen.

Einführung in die Predigtreihe: Liebt und dient einander

Wir wollen diese Predigtreihe auch in den Hauskreisen vertiefen. Deshalb haben eure Hauskreisleiter bereits entsprechendes Material erhalten. Heute Morgen brauche ich etwas Zeit, um in das Thema einzuführen.

Ehrlich gesagt fand ich die Vorbereitung der Predigt nicht so einfach. Einerseits geht es um das Thema, andererseits um einen Text, den ich vorgelesen habe und der die Grundlage für das Unterthema bildet. Es soll heute Morgen keine Schulung sein, aber Schulungsthemen sollen dennoch enthalten sein.

Deshalb ist heute Morgen eine Art Mittelding zwischen Textpredigt und Themenpredigt daraus geworden. Ich habe zu meinem Jesus gesagt: Herr, du weißt, ich kann es nicht besser machen. Danke, dass du es trotzdem gebrauchen willst. Und ich wünsche mir, dass der Herr das heute Morgen gebrauchen kann.

Das Unterthema heißt: Liebt und dient einander. Im Neuen Testament gibt es einige Verse, in denen das Wort „einander“ vorkommt, um deutlich zu machen, dass wir füreinander da sind. Einen dieser Verse haben wir in 1. Johannes 4,11 gelesen. Dort ging es bereits um das Liebteinander.

Im Verlauf dieser Predigtreihe werden wir uns verschiedene Verse im Neuen Testament anschauen, in denen das Wort „einander“ mit einer positiven Aufforderung vorkommt. Diese Verse sollen wir nachahmen. Es gibt aber auch andere Verse im Neuen Testament, in denen das Wort „einander“ vorkommt, die wir nicht nachahmen sollen. Einige davon habe ich hier auf die Folie geschrieben.

Paulus schreibt zum Beispiel an die Christen in Galatien: „Wenn ihr einander beißt und fresst, dann seht zu, dass ihr nicht voneinander zerstört werdet“ (Galater 5,15). An diese Gemeindetür hätte man schreiben müssen: Vorsicht, bissige Christen!

In Galater 5,26, an dieselbe Gemeinde gerichtet, sagt Paulus, dass sie einander beneidet haben. „Der hat einen größeren Trecker als ich, das darf er nicht.“ Damit waren sie beschäftigt. „Ich will das haben, was der andere hat, ich will das können, was der andere kann.“ Das hat ihren Alltag ausgefüllt. Sie haben sich ständig verglichen, und es ging ihnen darum, mehr zu haben und mehr zu können als der andere.

In Römer 14,20 lesen wir, dass Christen – ich finde, das ist ein ganz heftiger Vers – offensichtlich das Werk in einem anderen schwachen Christen zerstören können. Dort heißt es wörtlich: „Zerstöre nicht wegen einer Speise das Werk Gottes.“ Sie haben nur nach sich geschaut und ihre Sache durchgezogen – ohne Rücksicht auf Verluste, im wahrsten Sinne des Wortes.

Das sind die anderen „einander“-Verse. Manchmal knallt es also richtig, da werden starke Emotionen freigesetzt, Energie in der Gemeinde freigesetzt. Andere Christen schmoren dann vor sich hin und hinter dem Rücken entsteht ein Schwelbrand in der Gemeinde. Das ist auch nicht viel besser.

Es geht also um ein anderes „einander“, das wir in 1. Johannes 4,10-11 gesehen haben. Wir sind nicht schuldig, einander zu beißen, aber wir sind schuldig, einander zu lieben.

Herausforderungen der Liebe in der Gemeinde: Egoismus und Selbstlosigkeit

Warum machen wir das oft nicht? Warum mache ich das oft nicht? Weil in der Gemeinde viele Egoisten sitzen – und ich mittendrin bin. So selbstlos, wie wir gerne wären, sind wir eben doch nicht. Ich jedenfalls nicht. Dabei will ich euch nicht alle in Sippenhaft nehmen. Ihr könnt gerne meine Frau fragen, wo mein Egoismus im Familienalltag am stärksten zum Vorschein kommt. Sie kann und darf euch das erzählen. Ja, das meine ich ernst.

Einander zu lieben ist das Gegenteil von Egoismus. Egoismus hat sich selbst im Blick, es geht immer nur um mich. Aber die Liebe sieht mit den Augen des anderen. Sie nimmt die Nöte des anderen wahr, noch bevor dieser sie ausgesprochen hat, bevor er gesagt hat, was ihm schwerfällt. Liebe schaut weg von sich selbst. Sie hat zuerst Gott und dann den anderen im Blick.

Genau das lesen wir hier in 1. Johannes 4. Gott will mir schenken, so zu leben. Und das kann ich eben nicht aus eigener Kraft. Diese Predigt heißt ganz bewusst „Liebt und dient einander“. Denn nur wenn ich den anderen liebe, kann ich ihm wirklich dienen. Weil ich dann nämlich ganz bewusst bei ihm bin.

Sonst geht es mir ständig darum, dass ich sage: „Ich will dem anderen dienen, denn ich will Anerkennung von ihm, ich will Geld von ihm, ich will Lohn von ihm, irgendwas anderes.“ Ich mache etwas, um etwas zu bekommen. Aber wenn ich den anderen wirklich liebe, dann kann ich mich in einen Dienst hineingeben, der keinen Hintergedanken hat.

Jesus sagt in Matthäus 5, in der Bergpredigt: Die Leute sollen deine guten Werke sehen, und dann sollen sie nicht dich preisen, sondern sie sollen deinen Vater im Himmel preisen. Man könnte auch sagen: Die Leute sollen deine Liebe zu Gott darin entdecken, dass du ihnen etwas Gutes aus Liebe zu Jesus tust, dass du ihnen dienst, weil du Jesus liebst. Das sind gute Werke.

Ein gutes Werk ist ein Werk, das aus Liebe zu Jesus getan ist. Und auch hier in 1. Johannes 4 ist es ganz interessant: Die Liebe zu Gott geht der Liebe zum Nächsten voraus. Das ist die Grundlage. Wenn ich den anderen aus meiner Kraft lieben will, dann ist das moralische Anstrengung. Vielleicht schaffe ich das auch eine Zeit lang, aber auf Dauer werde ich das nicht durchhalten. Da wird mir die Zunge sehr bald aus dem Hals heraushängen.

Aber Gottes Liebe weiterzugeben, weil ich so geliebt bin – das ist spannend. Auch wenn ich immer eine Mischmotivation haben werde, fällt der Egoismus plötzlich von mir ab. Ich lerne Jesus kennen, und der Egoismus fällt wie eine Jacke von mir ab.

Ich weiß nicht, bei wem das so war. Bei mir ist das immer noch nicht so. Es ist sehr wichtig, das auch im Blick zu haben. Aber Gottes Liebe macht mich fähig, seine Liebe weiterzugeben. Und ich wünsche mir, jeden Tag neu begeistert von Gottes Liebe zu sein. Dass Gottes Liebe mich sprachlos macht, dass ich mich frage: Wie kann das sein, dass dieser lebendige Gott mich Menschen liebt? Und dass ich immer wieder neu staune und sage: Ja, das ist wahr.

Von Fürsorge zur Seelsorge: Praktische und geistliche Unterstützung

Und Gottes Liebe weiterzugeben beginnt mit der Fürsorge für den anderen. Sie mündet dann in Seelsorge. Deshalb haben wir das Thema auch so genannt.

Die Beschäftigung mit den Einanderversen soll uns helfen zu verstehen, dass wir einen Auftrag aneinander haben: Du hast einen Auftrag an den anderen, und der andere hat einen Auftrag an dich. Wir sollen fürsorglich miteinander umgehen. Das bedeutet zunächst einmal, dass wir uns ganz praktisch unterstützen.

Paulus schreibt das in 1. Timotheus 5,8: „Wer für seine Familie nicht sorgt, der hat den Glauben verleugnet und ist schlechter als ein Ungläubiger.“ Das ist ein Vers, über den kaum gepredigt wird. Es sind sozusagen die unangenehmen Verse der Bibel. Im Grunde genommen heißt dieser Vers: Sorge für die Leute, die dir nahestehen. Das ist die wörtliche Botschaft hier.

Neben dieser Fürsorge, also der praktischen Unterstützung, haben wir auch den Auftrag, uns geistlich gegenseitig zu unterstützen. Das ist die erste Ebene der Seelsorge. Zum Beispiel das Gespräch an der Gemeindetür: Jemanden zu fragen „Wie geht es dir?“ und es wirklich wissen zu wollen, nicht nur als Verlegenheitsfrage.

Dann das gemeinsame Gebet hier vorne nach dem Gottesdienst – das könnt ihr auch heute in Anspruch nehmen. Das ist Seelsorge, auch wenn nicht viele Worte gesprochen werden. Man betet miteinander, man kommt gemeinsam zu Jesus.

Den anderen im Glauben zu ermutigen, das kann jeder Christ, und das sollte auch jeder Christ tun. Wenn du mit Jesus unterwegs bist, dann ist das dein Auftrag. Dann ist das dein Dienst an dem anderen, dann ist das gelebte Liebe.

Ich weiß nicht, ob dich schon jemand mal um Rat gefragt hat und du hast ihm eine Antwort aus der Bibel gegeben. Weißt du, was das war? Dann war das Seelsorge.

Es ist nicht die Frage, ob du seelsorgerlich mit Leuten redest oder nicht. Die Frage ist nur, wie tief deine Seelsorge ist. Die Frage ist, aus welchen Quellen du schöpfst. Nicht, ob du seelsorgerlich redest oder nicht. Das machst du automatisch, wenn du mit Jesus unterwegs bist.

Seelsorge als theologischer Begriff und ihre biblische Grundlage

Seelsorge ist übrigens kein biblischer Begriff. Wenn man eine Konkordanz nimmt und nachschaut, wo „Seelsorge“ in der Bibel steht, wird man nichts finden. Das Wort kommt dort überhaupt nicht vor. Bedeutet das, dass man nicht darüber predigen darf, nur weil das Wort nicht in der Bibel steht? Nein, das ist eine typische Falle. Manchmal fehlen bestimmte Worte, aber die Zusammenhänge und Inhalte sind dennoch vorhanden.

Deshalb darf man durchaus über Seelsorge predigen. Seelsorge ist im Grunde ein theologischer Begriff. Er fasst verschiedene Dinge aus einem bestimmten Wortfeld zusammen. Im Deutschen bedeutet das ungefähr „jemandem zur Seite stehen“. Seelsorge heißt also, jemanden zu ermutigen, zu trösten, aber auch zu ermahnen. All das steckt in diesem Begriff.

In 1. Thessalonicher 5 lernen wir, dass Seelsorge sich auch mit der Person des Anderen beschäftigt. Paulus weist die Thessalonicher an, die Kleinmütigen zu trösten, den Schwachen beizustehen und die Unordentlichen zu ermahnen. Das gehört alles zur Seelsorge. Die Unordentlichen brauchen keinen Trost für ihren chaotischen Lebensstil, sondern eine Ermahnung. Die Kleinmütigen hingegen brauchen Trost.

Wenn du die Kleinmütigen zu streng ermahnst, kannst du sie gleich „unter den Teppich kehren“. Paulus sagt also, man muss genau schauen, wer vor einem steht und was der andere gerade braucht. Es ist wichtig, zu unterscheiden: Was sage ich wem und wann sage ich es? Das kann man lernen.

Auf der einen Seite ist das eine Fähigkeit, die man erlernen kann. Auf der anderen Seite ist es auch eine Gabe, die Gott gibt. So ist es bei allen Gaben: Jeder hat eine Grundausstattung bekommen, aber manche haben in bestimmten Bereichen eine besondere Gabe von Gott erhalten.

Alle Christen haben zum Beispiel den Auftrag, von Jesus weiterzuerzählen. Kein Christ ist davon ausgenommen. Aber es gibt Christen, die einen besonderen Draht zu Nichtchristen haben. Wenn sie sprechen, hören die Leute gebannt zu. Das mag ungerecht erscheinen, aber so ist es.

Jeder Vater hat den Auftrag, seine Kinder aus dem Wort Gottes zu lehren. Das ist keine Dienstleistung der Gemeinde, sondern eine persönliche Aufgabe. Trotzdem gibt es in der Gemeinde Lehrer, denen man zuhört und denkt: „Aha, interessant! So habe ich das noch nie gesehen.“ Sie stellen Zusammenhänge dar, die einem neu sind – das zeigt, dass sie eine besondere Gabe zum Lehren haben.

Wenn Gott dich in einem Bereich begabt hat, solltest du gerade diesen Bereich vertiefen. So kann Gott dich noch mehr gebrauchen. Das weiß jeder, der ein musikalisches Talent hat. Ich spreche hier nicht von einer geistlichen Gabe, sondern von einem Talent. Trotzdem gilt: Man kann nicht sagen, „Ich habe das Talent, also brauche ich nicht zu üben.“ Gerade in diesem Bereich sollte man sich investieren.

Ich habe gestern von einer Geigerin gehört, die nicht einmal zur normalen Schule ging, weil sie sich so auf die Geige konzentrierte und Welttop wurde. Das soll jetzt nicht heißen, dass Kinder zu Hause bleiben sollen, aber es zeigt, wie wichtig Konzentration und Übung sind.

Das gilt genauso für die Gabe der Seelsorge. Manche Christen haben hier eine besondere Gabe bekommen. Aber das entbindet niemanden davon, anderen seelsorgerlich zu dienen, indem man das Gespräch sucht und für den anderen da ist.

Ebenen der Seelsorge: Begleitend, beratend und Krisenseelsorge

Ein sehr hilfreiches Modell

Um die verschiedenen Aufgaben in der Seelsorge voneinander zu unterscheiden, erscheint mir das Modell von Matthias Bohenne besonders geeignet. Ihr habt es vielleicht schon im aktuellen Gemeindebrief gesehen, allerdings sind dort einige Fehler enthalten. Wenn ihr das Modell in Gedanken durchgeht, werden euch diese Fehler auffallen. Dieses Bild zählt, denn meist bleibt das, was man zuletzt sieht, besonders im Gedächtnis.

In diesem Modell werden drei Ebenen der Seelsorge unterschieden. Ganz unten steht der seelsorgerliche Umgang miteinander. Das sind zum Beispiel Gespräche nach dem Gottesdienst, in der Kleingruppe oder in ganz normalen Unterhaltungen. Ich wünsche mir, dass wir einander auf diese Weise Liebe zeigen können. Dabei sollen wir uns auch durch Worte auf dem Weg mit Jesus ermutigen.

Ich lese gerade in meiner persönlichen stillen Zeit das Buch Hiob. Es ist zwar nicht sehr ermutigend, aber man sieht, welche Wirkung Worte haben können – sowohl negativ, wie die Worte seiner Freunde, als auch positiv, wenn Hiob erzählt, was seine Worte bei anderen ausgelöst haben. So dürfen wir einander in der begleitenden Seelsorge ermutigen.

Deshalb werden wir nächstes Jahr auch eine Schulung beginnen und einige Leute einladen, um sie darin zu fördern, dass wir uns als Christen auf dem Weg mit Jesus gegenseitig intensiver durch Gespräche weiterhelfen. Das ist unser Wunsch als Gemeindeleitung: ein seelsorgerliches Klima in der Gemeinde zu schaffen, in dem ich Dinge, die mich bewegen, im Vertrauen ansprechen kann. Gemeinsam wollen wir dann dafür beten und nicht einfach sagen: „Okay, dann ist es mal so.“

Diese Art von Seelsorge nennt man begleitende Seelsorge. Dabei bin ich an der Seite des anderen und begleite ihn. Man könnte sie auch Basisseelsorge nennen. Natürlich gebe ich hier auch geistlichen Rat, aber das steht nicht im Vordergrund. Wichtig ist vor allem, dass ich den anderen begleite.

Es gibt aber auch Situationen, in denen der biblische Rat sehr zentral ist. Hier sollte der Seelsorger die Hintergründe eines Problems kennen. Zum Beispiel bei Suchterkrankungen, Zwängen oder Depressionen muss er verstehen, was diese Erkrankungen bedeuten und wie er mit der betroffenen Person umgehen kann. Diese Form der Seelsorge nennt man beratende oder strukturierte Seelsorge, weil oft eine Reihe von Gesprächen über dasselbe Problem geführt wird.

Das Besondere an solchen Problemen ist, dass sie das Leben der Betroffenen meist negativ bestimmen. Wir wünschen uns, dass Christen, die in Süchten oder Zwängen gefangen sind, nicht automatisch zum Psychiater überwiesen werden müssen. Manchmal ist es ein langer Weg, da herauszukommen. Du musst also nicht erschrecken, wenn du erkennst, dass es Dinge in deinem Leben gibt, die du aufarbeiten solltest. Es ist gut, wenn du das tust.

Anhand dieses Modells sieht man auch, dass es noch eine weitere Ebene gibt: die Krisenseelsorge. Hier muss man wirklich überlegen, ob es noch verantwortbar ist, eine Person allein zu Hause zu lassen. In solchen Fällen kommt man oft nicht ohne einen Arzt oder Psychiater aus.

Ich gehöre nicht zu der Fraktion, die sagt, Psychiater seien überflüssig. Es kommt darauf an, wie ein Psychiater mir helfen möchte.

Psychotherapie und Seelsorge: Unterschiede und Ergänzungen

Vor längerer Zeit hat jemand dieses Buch ausgeliehen. Es geht dabei überhaupt nicht um Psychologie, sondern um Daten und Informationen. Das Thema ist das Ende des Zufalls: Wie Big Data uns und unser Leben vorhersagbar macht. Die Leute haben eine Menge Daten über dich, und du lieferst jeden Tag über dein Smartphone noch viel mehr. Daraus versucht man, bestimmte Profile zu erstellen – vorausgesetzt, die Firma ist gut darin. Sie muss schon sehr kompetent sein, um aus diesem Wust von Daten etwas Sinnvolles herauszulesen.

Das Buch ist überhaupt nicht christlich, aber das Thema ist faszinierend: Gute Datenanalysten können vorhersagen, was du tun wirst. Sie können zum Beispiel vorhersagen, wann und wo bestimmte Verbrechen geschehen. Manche Polizeiagenturen oder Polizeistationen nutzen das und werten diese Daten in ihrem Bereich aus. Sie fahren genau dort Streife, wo der Computer es ihnen sagt, und an anderen Stellen nicht. Die Verbrechensquote in diesen Bereichen ist signifikant, das heißt massiv gesunken. Denn die Täter handeln nach einem bestimmten Muster, ohne sich dessen bewusst zu sein.

Man benutzt diese Methoden natürlich vor allem, um Dinge zu verkaufen. Die Datenanalysten können dir sagen, was du kaufen wirst. Die Discounter richten sich nach diesen Analysen und wissen zum Beispiel genau, wie viel Grillfleisch sie bei den ersten Sonnenstrahlen vorrätig haben müssen. Es gibt Erhebungen, die vorhersagen, was verkauft wird und wie du dich verhältst. Man kann das sogar auf einzelne Personen herunterbrechen. Das Thema ist hier der Datenfluss.

Als ich dieses Buch las, dachte ich: Es ist gar kein Problem, dass Gott allwissend ist. Wenn Menschen so viel über mich sagen können, dann weiß Gott wirklich alles. Aber es ist auch kein Problem zu erkennen, dass ich als Mensch so berechenbar bin. Ich handle nach einem Schema, das ich selbst oft nicht einmal durchblicke.

Jetzt komme ich zum Thema zurück: Psychiater haben nichts anderes getan, als sich mit diesen Schemata zu beschäftigen, nach denen Menschen handeln. Sie können mir helfen zu verstehen, warum ich mich so verhalte, und manchmal zeigen sie mir Wege, mein Verhalten zu ändern. Aber eines ist klar: Es bleibt immer auf der horizontalen Ebene. Davon kommen sie nie weg.

Das heißt: Ein Psychiater kann, wenn ihr das Drei-Ebenen-Modell vor Augen habt, in der Ebene der strukturierten Seelsorge und erst recht in der Ebene der Krisenseelsorge eine Ergänzung im Seelsorgeprozess sein. Aber er kann kein Ersatz für Seelsorge sein. Ich halte es für wichtig, das zu verstehen.

Bei lebensengenden Problemen kann es sehr wichtig sein, zweigleisig zu fahren – mit einem Seelsorger und einem Psychiater. Aber ich muss auch verstehen: In der Psychotherapie ist der Mensch immer auf sich selbst geworfen. Man versucht, die eigenen Kräfte zu mobilisieren. Im Grunde genommen ist es Seelsorge ohne Gott. Man versucht, Menschen so gut es geht zu helfen, und in manchen verhaltenstherapeutischen Anwendungen kann man durchaus gute Erfolge erzielen. Man versucht, Erleichterung zu schaffen.

Manche Probleme haben auch medizinische Ursachen. Da können natürlich auch Tabletten helfen. Das ist ein weiterer Bereich dieser Beschreibungen und Krankheiten. Mir ist aber wichtig, dass wir verstehen: Der Herr Jesus kann mir so viel mehr geben als gute Ratschläge und medikamentöse Hilfe.

Seelsorge geht weit über Psychotherapie hinaus – nicht, weil man selbst so kompetent ist, sondern weil ich eben nicht bei meinen eigenen Kraftreserven stehenbleiben muss. Ich darf mit Gottes Kraft rechnen.

In der Seelsorge ist mein Ansatz auch nicht, dass das Problem möglichst schnell behoben werden muss. Natürlich wünsche ich mir das, aber mein Ziel muss es sein, trotz meines Problems Gott zu ehren. Das ist das Ziel von Seelsorge. So wie der Herr Jesus es hier schon mehrmals in Johannes 12 betet: Er sagt: „Was soll ich jetzt sagen, Vater? Rette mich aus dieser Stunde.“ Er steht kurz vor Golgatha, in Gethsemane.

Ich persönlich würde natürlich sagen: „Natürlich, rette mich aus dieser Stunde! Das ist doch das Wichtigste, dass ich Erleichterung bekomme.“ Aber Jesus sagt: „Nein, Vater, verherrliche du deinen Namen.“ Darum geht es.

Wie schade wäre es, wenn das Problem gelöst ist, aber das Leben des Herrn Jesus durch dieses Problem in meinem Alltag nicht sichtbarer geworden ist. Biblische Seelsorge will in letzter Konsequenz immer zu Jesus führen, wenn man es auf einen ganz einfachen Nenner bringt.

Biblische Seelsorge geht nie davon aus: Ich bin gut und muss das Gute in mir aktivieren. Die Bibel sagt: Ich bin nicht gut. Aber die gute Nachricht ist: Ich muss es auch gar nicht sein. Wenn ich wirklich so gut wäre, wie ich immer denke, dann hätte der Herr Jesus aus Liebe zu mir nicht sterben müssen. Er hätte für den guten Thomas nicht sterben müssen. Er ist für einen Thomas gestorben, der Sünder ist und seine Vergebung braucht.

Ich brauche göttliche Hilfe. Wenn ich mich auf mich selbst verlassen müsste, dann gute Nacht. Es geht also in biblischer Seelsorge nicht darum, mein Ich zu stärken. Es geht darum, den Blick auf Jesus zu stärken. Das ist das Entscheidende.

Trotzdem darf ich das Kind nicht mit dem Bade ausschütten: Wenn jemand immer wieder von seinen Eltern gehört hat, „Du bist nichts und du kannst nichts“, dann ist es wichtig, dieses Bild zu korrigieren. Wie mache ich das?

Ich komme auf unseren Vers zurück, in dem ich Christen mit einem zerstörten Selbstbild zeige, was wir in 1. Johannes 4 gelesen haben: Dieser ewige Gott liebt dich. Du bist Gottes geliebtes Kind. Glaub doch endlich, was Gott dir in seinem Wort sagt und was er dir zusichert! Versteh doch, das ist so anders als das, was deine Eltern dir gesagt haben.

Wem glaubst du jetzt? Was deine Eltern dir gesagt haben und was sie mit dir gemacht haben? Oder glaubst du diesem lebendigen Gott? Das ist Seelsorge, die Gottes Wort in meinem Leben anwendet.

Liebe, Ermahnung und der Auftrag zur gegenseitigen Fürsorge

Einander zu lieben, indem wir seelsorgerlich dienen, das ist unser Auftrag. Diesen sollten wir stärker wahrnehmen. Natürlich gehört zur Liebe auch die Ermahnung, und das darf man nicht ausklammern. Manchmal muss mich jemand auch ermahnen, und das hilft mir doch. Besonders dann, wenn der andere sich nicht nur Gedanken über mich macht und vielleicht noch mit anderen redet, sondern es mir selbst sagt.

Ermahnung ist wichtig, auch wenn sie nicht im Trend liegt und auch wenn man meint: „Ja, ich weiß sowieso schon alles besser.“ Seelsorge dreht sich nicht immer nur um meine Bedürfnisse, denn ich weiß nicht immer, was gut für mich ist. Das kann Gott mir durch sein Wort oft viel besser sagen. Manchmal gefällt mir das nicht, aber es hilft mir weiter.

Unsere Kinder würden auch viel häufiger zu McDonald’s essen gehen. Das machen wir nicht, weil wir sagen: „Es ist nicht gut für dich.“ Und sie verstehen das nicht immer. Trotzdem glauben wir, dass wir im Recht sind.

Dieses Gespräch miteinander, dieses gemeinsame Suchen danach, was Gottes Wort über die Situation sagt, in der du stehst, ist so wichtig. Ich glaube, dass strukturierte Seelsorge in einer Gemeinde immer weniger gelebt wird, weil wir Basisseelsorge nicht als Auftrag verstehen. Sie wird weggeschoben. Dann sollen es die Einzelnen machen, aber ich sehe überhaupt nicht meinen Auftrag.

Das mag für die Basis der strukturierten Seelsorge stimmen, aber für die begleitende Basisseelsorge stimmt das nicht. Ich habe den Auftrag, jemandem die Hand auf die Schulter zu legen und zu fragen: „Wie geht’s dir?“ Das kann jeder, das kannst du. Gemeinsam im Gebet zu Jesus zu kommen, das kann ich auch mit jedem. Nachschauen, was Gottes Wort über diese Situation oder Frage sagt – auch das geht in den meisten Fällen.

Es ist uns sehr wichtig, auch als Gemeindeleitung, dass jeder in irgendeiner Kleingruppe ist. Meistens ist das der Hauskreis. Dort sind Christen, die mir aus dem Wort Gottes raten können und für mich beten. Das sind nicht immer nur irgendwelche Leute in der Gemeinde, die einen besonderen Status haben. Im Hauskreis können das die Menschen viel besser, weil sie dich viel besser kennen. Sie erleben dich alle zwei Wochen oder jede Woche und können dir deswegen etwas sagen.

Von der Fürsorge zur Seelsorge – das ist das Oberthema, in das ich heute Morgen einleite, auch wenn es um den Schwerpunkt „Liebt und dient einander“ geht. Wenn du jetzt sagst: „Hey, okay, ich bin aber nicht der fürsorgliche Typ,“ dann macht das gar nichts. Fang doch einfach an, für andere zu beten. Wenn du das tust, wirst du automatisch über sie nachdenken. Ehe du dich versiehst, wirst du dich dabei ertappen, fürsorglich mit dem anderen umzugehen.

Es fängt an mit sehr konkretem Gebet für den anderen. Dort beginnt Fürsorge, dort beginnt Seelsorge. Ich wünsche uns, dass diese Predigtreihe uns hilft zu verstehen, dass ein ganz wichtiger Dienst darin besteht, einander zu lieben. Das kann man auf ganz unterschiedliche Art und Weise tun.

In den nächsten Sonntagen wird es vor allem um die Fürsorge gehen, aus der dann Seelsorge wird – also die verschiedenen Einanderstellen. Ich finde es sehr wichtig, dass wir Seelsorge in die Gemeinde zurückholen und nicht dem Irrtum verfallen, Seelsorge beginne erst mit strukturierter und beratender Seelsorge. Das stimmt nicht. Seelsorge beginnt mit dir. Nimm diesen Auftrag wahr. Amen.