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Einführung in das Buch des Propheten Nahum, Teil 1/2

Nahum 1,1-3,1911.11.2006
SerieTeil 1 / 2Einführung in das Buch des Propheten Nahum
Ninive galt als unbesiegbar – doch Gott setzt dem Machtmissbrauch ein Ende. Die Frage bleibt: Gibt es noch Gnade, bevor es zu spät ist?

Einleitung und Gebet

Wir wollen, bevor wir anfangen, miteinander noch beten.
Herr Jesus Christus, du bist der ewige Sohn Gottes. Ich danke dir, dass wir unter deinem Segen auch an diesem Nachmittag dein Wort studieren dürfen. Wir brauchen deine Gnade und deine Hilfe, damit du durch deinen Geist unsere Herzen öffnest und erleuchtest, sodass wir dein Wort verstehen können.
Hilf uns auch, dass es wirklich Autorität in unserem persönlichen Leben hat, dass wir dir durch Gehorsam dienen und unser Leben unter dieses Wort stellen. So dürfen wir auch deinen Segen erfahren.
Sei du mit uns an diesem Nachmittag. Schenke uns Kraft, innere Spannkraft und Energie, um das Studium miteinander zu tun. Amen.

Der Platz des Buches in der Reihe der kleinen Propheten

In der Serie der kleinen Propheten haben wir mit Hosea begonnen und sind in der Reihenfolge weitergegangen. Nun kommen wir zum Buch Nahum, einem Büchlein, das wenig gelesen wird, zu Unrecht, wie wir sehen. Es ist eine Perle im Wort Gottes.
Auf dem Skript habe ich ab Seite zwei eine neue Übersetzung hinzugefügt. Ich habe Nahum hier sehr wörtlich übersetzt, sogar noch wörtlicher als die Elberfelder. Dabei habe ich mir Mühe gegeben, die Poesie sichtbar zu machen. Das heißt: Die originalen Verszeilen – das ganze Buch ist ja ein Gedicht – sind hier sichtbar. Jede Zeile entspricht im Original einer Verszeile.
Es ist nicht das schönste Deutsch, aber es soll in der Formulierung auch etwas von der Wortgewalt der hebräischen Poesie wiedergeben.

Klang und Form des hebräischen Textes

Ich gebe gleich mal eine Sprachprobe für den Anfang. Ich lese die Verse eins bis sieben vom Beginn des Propheten auf Hebräisch vor. Man kann sich ein bisschen an den bekannten Wörtern Ninive, Nahum und El-Koschiter orientieren. Dann kommt das Wort Gott, wiederholt vor El hier im Hebräischen, dann Herr, Adonai. Ich stoppe ja nach jeder Verszeile. So kann man sich also ungefähr orientieren. Dann kommen auch geographische Namen vor wie Baschan und Karmel.
Zuerst kommt der Titel, und dann beginnt es mit Vers zwei poetisch.
Massa Nineve Sefer Chazon Nachum ha-El-Koschi, el-Kano we-nokem Adonai, nokem Adonai, u-wa-alchemah.
„Nokem Adonai le Zerrav, winoter hu le Oivav, Adonai, Erech Hapayim, uggdol Koch, winake, lo nienake, Adonai, besuffa und wisch'ara d'arko, wianan, abakraglaw, noer bei Yam, weibschehu, weibschehu, weibschehu, weibschehu, weibschehu, Umlal, Baschan und Harmel, Uferach, Lebanon, Umlal, Harim, Ra'aschu ממ�enu, Wehagwa'ot, Hidmogagu, Wattissa, Ha'aretz, Mipanaw, Tebel und Choljoshweywa, Lepney Zamoh, Mi Ya'amod, Mi Ya'amod, Mi Ya'amod, Mi Ya'amod, Mi Ya'amod, Mi Ya'amod, Mi Ya'amod, Mi Ya'amod,
„Chamato nit Chacha esch, we Hatzurim nit Tzumi Menuh, Dorf Adonai, Le Ma'oz, we Yomtzara, we Judea Chossei wo bis dahin.
Also, auch schon der Klang gibt etwas von dieser Dramatik des Buchs wieder, denke ich.

Zeitliche Einordnung und prophetische Echtheit

Nun sehen wir zu Beginn des Buches keine Angaben darüber, unter welchen Königen Nahum gewirkt hat, wie es bei vielen anderen Bibelbüchern der Fall ist. Aber wir können aus dem Propheten selbst entnehmen, in welche Zeit er einzuordnen ist. Das ergibt sich natürlich schon durch seine Stellung innerhalb der zwölf Propheten. Denn als wir mit Hosea begonnen haben, haben wir gesehen, dass sich das Ordnungsprinzip der kleinen Propheten nach Epochen richtet. Und innerhalb dieser Epochen gibt es noch weitere Ordnungsprinzipien, nämlich zum Beispiel, dass immer ein Prophet aus dem Nordreich kommt, dann der nächste aus dem Südreich, also Nordreich, Südreich in dieser Abwechslung.
Bereits aus der Stellung, die Nahum einnimmt, wird klar, dass er natürlich aus der vorexilischen Zeit stammt, also aus der Zeit vor dem babylonischen Exil von 606 bis 538 v. Chr. Der Prophet kündigt ja die Zerstörung Ninives an. Diese Zerstörung hat 612 v. Chr. stattgefunden. Damals fiel die Hauptstadt des assyrischen Weltreiches.
Aber wir können auch sagen, dass Nahum unbedingt nach 663 v. Chr. gewirkt haben muss. Denn er erwähnt in Nahum 3,8-11 die Zerstörung Noamons, das ist Theben. Diese ägyptische Stadt wurde um 663 v. Chr. durch Assyrien zerstört. Es war auch eine scheinbar uneinnehmbare Stadt, die durch die Nilarme geschützt war, die dort eine Breite von mehreren hundert Metern aufwiesen. Ninive war ebenfalls durch das Wasser des Tigris geschützt. Und so wird Ninive erklärt: Ja, die Assyrer haben schließlich Theben auch zerstört. Wieso soll Ninive nicht auch fallen? Ninive wird fallen.
Das macht deutlich: Der Prophet hat vor 612 v. Chr. und nach 663 v. Chr. gewirkt.
Im Judentum konnten nur prophetische Bücher als von Gott kommend akzeptiert werden, die sich in der Nahprophetie als echt erwiesen hatten. Das heißt: Propheten, die sich nicht in einer einzigen Aussage geirrt haben. Nach 5. Mose 18 wird deutlich gemacht: Ein Prophet, der sich in seiner Aussage einmal irrt, ist kein Prophet Gottes. Das ist ganz, ganz entscheidend. Darum konnten Propheten, die sich einmal geirrt hatten, nicht akzeptiert werden.
Und noch ein Punkt: Propheten durften nicht im Widerspruch stehen zu der Lehre des Gesetzes Mose, zur Tora. In 5. Mose 13 wird erklärt: Wenn ein Prophet ein Wunderzeichen voraussagt und es trifft ein, er aber sagt: Kommt, lasst uns anderen Göttern nachgehen, dann ist das kein Prophet Gottes. Auch wenn sich die Aussage erfüllt hat, muss man ihn ablehnen, wenn die Lehre nicht stimmt. Das sind zwei ganz entscheidende Kriterien für einen wahren Propheten. Er muss hundertprozentig in jeder Aussage korrekt sein.
Nun, in der Fernprophetie können wir das nicht nachkontrollieren, wenn sich etwas über Jahrtausende erstreckt. Aber das, was sich in naher Zeit erfüllen sollte, das musste hundertprozentig stimmen. Und zweitens musste er lehrmäßig absolut in Übereinstimmung mit dem Wort Gottes sein. Die Tatsache, dass Nahum unter den biblischen Büchern figuriert, zeigt, dass man im Judentum beide Kriterien als erfüllt ansah.
Nun können wir sagen: Ja gut, aber wir haben ja nicht damals gelebt. Wir können also nicht ganz genau nachkontrollieren, wann Nahum geboren worden ist und wann er aufs Jahr genau gewirkt hat. Das macht nichts. Dafür können wir die Fernprophetie nachkontrollieren. Wir sehen zum Beispiel, wie sich ein Hesekiel in seiner Prophetie bewahrheitet hat, die auf die Endzeit geht. Und so können wir im Nachhinein auch nochmals bestätigen: Hesekiel ist, wie wir es heute Morgen gesehen haben, ein echter Prophet Gottes. Jede Aussage ein Volltreffer.
Auch bei Nahum gibt es Aussagen, die in die Ferne gehen, so wie bei allen Propheten. Und so haben wir auch heute eine Möglichkeit, die Fernprophetie zu kontrollieren, so wie man damals durch die Nahzeitprophetie kontrollieren konnte. Wobei natürlich in unserem Fall dazukommt: Wir müssen die Frage gar nicht wirklich noch einmal aufwerfen, denn Jesus Christus hat ja das ganze Alte Testament in seiner Form, wie es im Judentum zu seiner Zeit vorlag, als Gottes Wort bestätigt. In Lukas 24 zum Beispiel erwähnte er die Dreiteilung: das Gesetz, die Propheten und die übrigen Schriften. Das ist die hebräische Dreiteilung des Alten Testaments: Tora, Nevi'im, Ketuvim.
Ja, aber um den Menschen heute, der Zweifel hat, zu überzeugen, brauchen wir die erfüllte Prophetie, die Bezug auf die ferne Zeit hat, von den Propheten aus gesehen.

Das Grundthema: Gericht und Trost

Nun, das Thema des Buches Nahum ist ganz einfach das Gericht über Ninive. Der erste Vers macht das schon deutlich: Ausspruch über Ninive. Es ist eine Vision, die Nahum gesehen hat; darum heißt es eben Buch der Vision Nahums des Elkoschithers.
Es geht also um den Untergang dieser Hauptstadt, die den ganzen Nahen Osten jahrhundertelang erzittern ließ. Alle fürchteten sich vor dieser grausamen Großmacht, die eine Nation nach der anderen zusammenschlug und die Menschen massenweise aus ihrem Land in ein anderes Land deportierte. Das war die Politik der Assyrer: ein Volk besiegen und dann durch Deportation entwurzeln.
Aber Nahum bringt eben eine Trostbotschaft in dem Sinn, dass Gott dieses böse Weltreich bestrafen wird. Ninive wird fallen, obwohl die Stadt als uneinnehmbar galt. Eine Zusammenfassung in ein paar Sätzen: Gott lässt den Schuldigen nicht ungestraft entkommen. Bei seinem Kommen als Richter wird die ganze Welt gestraft werden nach 1. Thessalonicher 2,1-7. Das ist ja genau das, was ich vorgelesen habe auf Hebräisch. Da geht es um die Wiederkunft Christi in der Endzeit als Richter der Welt.
Das Gericht über Ninive soll ein Vorgeschmack dieses Gerichts sein, also ein Vorgeschmack auf das Gericht, das die Welt treffen wird bei der Wiederkunft Christi. Durch eine Überschwemmung sollen die Stadtmauern Ninives zerstört werden, so dass feindliche Armeen die einst als uneinnehmbar angesehene Stadt zerstören können. Davon wird berichtet in Nahum 1,8; 2,6; 3,12-14.
Ninive soll wie No-Amon ergehen, das heißt Theben, das um 663 v. Chr. von den Assyrern zusammengeschlagen worden war. Verhöhnung des wahren Gottes nach Nahum 1,8 und 11, Gewalttat und Okkultismus fordern Gottesgericht heraus nach Nahum 3,1 und 4. Für Israel gibt es Trostworte.

Der Name des Propheten und die Zusage für Israel

Nun, der Name „Nachum“ bedeutet Trost oder Tröstung, wie man unter Punkt eins, „charakteristische Ausdrücke und Besonderheiten“, sieht. Diese Gerichtsbotschaft über den Feind Israels war gleichzeitig eine Trostbotschaft für Israel, das so sehr unter Assyrien zu leiden hatte.
1,7: Gut ist der Herr als Festung am Tag der Drangsal und erkennt die, welche in ihm Zuflucht suchen.
Dann das Trostwort 1,15. Hier habe ich jetzt die andere Zählung benutzt; dann ist es hier 2,1. Bibelübersetzungen haben ein bisschen unterschiedliche Verszählungen. Also hier ist es 2,1:
Siehe auf den Bergen die Füße des Boten froher Botschaft, des Verkündigers von Frieden. Feiere, o Juda, deine Feste, bezahle deine Gelübde; denn nicht wird weiterhin fortfahren, durch dich hindurchzuziehen, der Nichtwürdige. Er ist völlig ausgerottet.
Und dann auch noch 2,3 hier:
Denn der Herr stellt wieder her die Herrlichkeit Jakobs wie die Herrlichkeit Israels; denn Plünderer haben sie geplündert, und ihre Reben haben sie zerstört.
Also die Verheißung der Wiederherstellung Israels.

Der Anfang des Buches als Blick auf die Endzeit

Ja, jetzt gehen wir schön der Reihe nach durch den Text. Ich lese diesmal auf Deutsch:
 Nahum 1, Abvers 1: Ausspruch über Ninive. Das Buch der Vision Nahums des Elkoschitters.
Es ist ein bisschen schwierig, dieses Elkosch, den Herkunftsort Nahums, zu identifizieren. Es gibt aber die Möglichkeit eines Ortes Elkosch in Galiläa. Das passt sehr gut zu der ganzen Reihenfolge der kleinen Propheten. Denn der Prophet davor, den wir letztes Mal studiert haben, Micha, war ja ein Prophet aus dem Südreich. Und nun passt dieses Elkosch im Norden, in Galiläa. Da haben wir wieder einen Propheten aus der Gegend des ehemaligen Nordreiches.
Ninive bedeutet auf Deutsch Wohnort. Ja, das ist quasi einfach das Wort für eine Siedlung. Siedlung wäre allerdings zu klein. Ninive wurde eine gewaltige Großstadt, wie wir ja auch schon besprochen haben bei der Behandlung von Jona. Wie sagenhaft groß diese Stadt effektiv gewesen war, mit all den Vororten zusammen. Aber dieser Ausdruck hat schon seine Bedeutung, seine Belehrung. Ninive wird hier gerichtet.
In der Offenbarung haben wir ständig diesen Ausdruck, wie ein Refrain: die auf der Erde wohnen, die auf der Erde wohnen. Etwa zwölfmal kommt das in der Offenbarung vor. Das ist so typisch für die Menschen, die hier auf Erden zu Hause sind, und mehr gibt es nicht. Das ist so der Gegensatz zum Erlösten, beziehungsweise sollte der Gegensatz sein, dass der Erlöste weiß: Das ist nicht die letzte Bleibe. Und dass wir auch nicht so tun, als würden wir ewig dableiben.
Gut, wir wohnen ja nicht in Zelten wie Abraham. Bei ihm war das noch deutlicher, dieser Fremdlingsschaftscharakter. Da sind unsere Zeltdecken schon ein bisschen dicker geworden. Aber es geht ja auch um die innere Haltung zu unserem Wohnsitz. Sind wir wirklich da und tun wir so, als wäre das das Eigentliche? Oder haben wir innerlich diese Haltung: Das Schönste kommt noch, und wir warten auf den Herrn Tag für Tag?
Denn für das Ereignis der Entrückung braucht es keine Erfüllung von Prophetie, die zuvor noch erfüllt werden müsste. Nur gibt es Prophezeiungen, die bestimmt erst nach der Entrückung erfüllt werden können. Aber keine muss noch vorher erfüllt werden. Darum können wir den Herrn wirklich jeden Tag erwarten.
Also: Haben wir diesen Fremdlingsschaftscharakter, oder gehören wir auch zu denen, wie die Offenbarung sie bezeichnet, die auf der Erde wohnen? Oder eben Ninive: Das waren Menschen, die wirklich da zu Hause waren, aber unter das Gericht Gottes kamen.

Gottes Wesen als Richter und die Warnung vor Götzendienst

Nun wird Gott als Richtergott beschrieben, als ein eifernder Gott, und der Herr ist ein Rächer. Ein Rächer ist der Herr, voll Zorn und Hitze. Ein Rächer ist der Herr an seinen Widersachern, und ein Nachtragender ist er gegenüber seinen Feinden.
Dieser Ausdruck, ein eifernder Gott und ein Rächer ist der Herr, wird in Fußnote 2 erklärt. Dort wird deutlich, dass es sich eigentlich um eine Anspielung auf das zweite Gebot handelt. 2. Mose 20, ich schlage kurz auf, Vers 5. Das erste Gebot lautet: Ich bin der Herr, dein Gott; du sollst keine anderen Götter neben mir haben. Das ist die Ausschließlichkeit Gottes.
Und das zweite Gebot ist das Verbot von Bildern zur Verehrung. In der katholischen Kirche hat man die Zählung der zehn Gebote geändert, so dass dieses zweite Gebot eigentlich nicht als selbständiges Gebot steht. Sie kommen dann doch auf zehn, aber mit Tricks. Das zweite Gebot sollte eigentlich ganz selbständig dastehen. Es ist das Verbot der Verehrung von Bildern.
Und nun steht da also, Vers 4: Du sollst dir kein geschnitztes Bild machen noch irgendein Gleichnis dessen, was oben im Himmel und was unten auf der Erde und was in den Wassern unter der Erde ist. Du sollst dich nicht vor ihnen niederbeugen und ihnen nicht dienen; denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifernder Gott. Da haben wir den Ausdruck ein eifernder Gott. Er heimsucht die Ungerechtigkeit der Väter an den Kindern, am dritten und am vierten Glied derer, die mich hassen, und erweist Güte an Tausenden von denen, die mich lieben und meine Gebote beobachten.
Also stellt sich Gott hier als Rächer vor, über die, die Götzendienst betreiben. Was ist die Verehrung von Bildern? Das ist die Verehrung von Materie. Gott wird dabei als ein Teil in der Natur gesehen. Ja, ein Götzenbild oder auch eine Marienstatue ist ein Stück Materie. Und wenn man glaubt, dass dieses Stück Materie verehrt werden darf, dann verehrt man die Natur anstatt den Schöpfer.
Und abgesehen davon, dass Maria selbst ein Mensch war und nicht Gott, betet man einen Menschen an. Und Römer 1, ab Vers 18, macht deutlich: Der Götzendienst der Heiden besteht darin, dass anstatt des Schöpfers die Natur oder ein Stück Natur verehrt wird. Darum ist auch die ganze moderne Lehre der Evolution letztlich Götzendienst. Denn in der Evolutionslehre glaubt man, dass die Natur selbst Kräfte hat, um das Leben nach oben zu entwickeln. Das heißt, die Schöpferkräfte Gottes werden der Natur zugeschrieben, und so wird die Natur vergottet.
Aber das zweite Gebot warnt davor. Übrigens wird durch die Evolutionslehre auch der Mensch vergottet, denn der Mensch wird betrachtet als das höchste Stück Materie in dieser vergotteten Natur. Also sind die Menschen konsequenterweise die höchsten Götter, die es gibt.
Aber hier stellt sich Gott als ein Rächer im zweiten Gebot vor, und dieser Ausdruck ein eifernder Gott, nur ein Rächer ist der Herr, wird aufgenommen aus dem zweiten Gebot, das vor Götzendienst warnt. Ninive war eine Stadt, die Hauptstadt eines Reiches, das förmlich vom Götzendienst geprägt war.

Konsequenzen von Schuld und die Geduld Gottes

Übrigens steht, dass Gott Recht bis ins dritte und vierte Glied übt, dass es also auch für die späteren Generationen Konsequenzen hat. Aber wichtig: nicht einfach so, sondern es wird hinzugefügt: derer, die mich hassen.
Also, wenn die Eltern Götzendienst und Okkultismus betrieben haben und ihre Kinder gehen auch diesen Weg, kommt ein Fluch der Eltern über die nächste Generation. Aber wenn die nächste Generation sich bekehrt und sich von diesem Weg abwendet, dann gilt das hier, dass Gott Güte erweist über Tausende hin, nicht nur über drei oder vier Generationen, sondern über Tausende hin, derer, die mich lieben.
Also, es ist nicht so, wie der Spruch erwähnt wird in den Propheten: Die Väter haben Herlinge gegessen, das sind diese schrecklichen, sauren, unreifen Trauben mit ekligem Geschmack, die Väter haben Herlinge gegessen, und die Zähne der Söhne sind stumpf geworden. Da erklärt Hesekiel 18, dass das vollkommen falsch ist. Jeder wird für seine Sünde bestraft. Aber das, was die Vorfahren gemacht haben, hat auch seine Konsequenzen, nämlich dann, wenn die Söhne auf ihrem Weg weitergehen.
Und darum: In der Zeit der Könige haben wir götzendienerische Könige in Juda, und schliesslich kam das Gericht zur Zeit von Nebukadnezar, ja, noch nicht in der Zeit von diesem gottlosen Manasse, sondern es kam dann später über die gottlosen Söhne.
Aber nun, wenn wir weiterlesen in Nahum 1,3, Gott wird als Rächer vorgestellt. Vers 2, aber 3 erklärt: Der Herr ist langsam zum Zorn und gross an Kraft. Das ist eine Reminiszenz, eine Erinnerung an das Buch Jona, das wir ja vor einiger Zeit behandelt haben.
Ninive wird besucht durch den Propheten Jona. Er soll ankündigen: In vierzig Tagen ist die Stadt zerstört, unter der Voraussetzung, wenn Ninive nicht umkehrt. Und Ninive tut Busse und erfährt Gnade, Gnade Gottes.
Und jetzt lesen wir gerade in Jona 4. Jona hätte gerne gesehen, dass Gott Ninive richtet. Jona 4,9: Und Gott sprach zu Jona: Ist es recht, dass du wegen des Rizinus zürnest? Und er sprach: Mit Recht zürne ich bis zum Tode. Und der Herr sprach: Du erbarmst dich der Rizinusstaude, um welche du dich nicht gemüht und die du nicht grossgezogen hast, die als Sohn einer Nacht entstand und als Sohn einer Nacht zugrunde ging, und ich sollte mich nicht erst recht der grossen Stadt erbarmen, in der hundertzwanzigtausend Kinder sind?
Also Gott sagt, er ist ein Gott der Liebe, der Gnade, er weiss, wie es geht. Und Jona sagt in Kapitel 4, Vers 2: Ach Herr, war das nicht mein Wort, als ich noch in meinem Lande war? Darum kam ich zuvor, indem ich nach Tarsis entfloh, denn ich wusste, dass du ein gnädiger und barmherziger Gott bist, langsam zum Zorn und gross an Güte, und der sich des Übels gereuen lässt. Und dann wollte er sterben.
Ja, Gott zeigt, er ist ein gnädiger Gott, langsam zum Zorn. Das heisst, er gibt dem Menschen Zeit, Busse zu tun.

Gottes Zeit und die Begrenzung der Gnadenfrist

Und ich habe das unter charakteristischen Ausdrücken und Besonderheiten vermerkt. Das ist Punkt fünf: Jonas Predigt 125 bis 210 Jahre davor. Jona wirkte gemäß 2. Könige 14,25 in der Zeit von Jerobeam dem Zweiten, und der herrschte eben von 825 bis 785.
Weil wir weder das Jahr der Verkündigung von Jona noch das genaue Jahr von Nahum wissen, ist es nur in dieser Größenordnung einzuordnen, also ungefähr 125 Jahre davor. Da hat Gott Ninive die Möglichkeit zur Umkehr angeboten und hat Gnade erwiesen, weil sie umgekehrt sind. Gott ist langsam zum Zorn. Er gibt dem Menschen Zeit, aber nicht ewig Zeit. Die Zeit ist begrenzt, aber Gott gibt Zeit.
In Offenbarung 2. In Verbindung mit dem Sendschreiben an Thyatira lesen wir von einer falschen Prophetin dort. Und dann steht in 2,21: Und ich gab ihr Zeit, damit sie Buße täte, und sie will nicht Buße tun von ihrer Hurerei. Gott hat Zeit, und er gibt Zeit.
Merken wir etwas: Das ist so ganz anders als unsere Zeit heute. Wir sind so auf Trab, und diese Unruhe wird ausgelöst durch verschiedene Dinge, einerseits durch die ganze Wirtschaft und die Arbeit und so weiter. Alles auf Trab, alles muss ganz schnell gehen, wir haben keine Zeit. Jeder merkt das. Gott hat Zeit, er gab ihr Zeit, Buße zu tun.
Aber wer ist dieser, der keine Zeit hat? Das ist so typisch für den Teufel. In Offenbarung 12 heißt es, er wird am Anfang der Drangsalszeit aus dem Himmel auf die Erde geworfen. Und dann steht in Kapitel 12, Vers 12 in der Mitte: Wehe der Erde und dem Meer, denn der Teufel ist zu euch hinabgekommen und hat große Wut, da er weiß, dass er wenig Zeit hat. Und darum ist er so überaktiv, und das merken wir schon heute. Er merkt, dass er nicht mehr viel Zeit hat, und darum dieser Wirbel und die ganz schnellen Entwicklungen und Veränderungen, nicht wahr?
Heute sagt man, der Generationenwechsel dauert sieben Jahre. Ich habe das meinem ältesten Sohn gesagt, der ist jetzt einundzwanzig. Und so vor ein paar Jahren hat er gefunden: Du verstehst die Jungen sowieso nicht. Jetzt sage ich ihm schon: Du verstehst die Vierzehnjährigen nicht mehr. Der Generationenwechsel ist sieben Jahre, und es gibt schon wieder ganz neue Trends und ganz neue Arten von Cliquenbildung. Da kommt man nicht einfach so rein. Und wenn wir denken, wie früher, wie lange die Generationen gegangen sind oder auch Epochen: Wir haben in der Schule vielleicht gelernt, da gab es mal die Epoche der Renaissance. Da galt so ein gewisser Stil, ja. Und dann gab es zum Beispiel die Epoche der Reformation, und da wurde das Wort Gottes wieder neu als zeitprägend entdeckt. Das ging lange Zeit, hundert Jahre, hundertfünfzig und zweihundert Jahre. Es kam die Zeit der Aufklärung, die Zeit der Romantik. Heute löst ein Zeitalter das nächste ab, und verschiedene Zeitalter leben nebeneinander.
Ja, das merken auch die Kinder in der Schule. Die gehören nicht zu dieser Gruppe, denn das sind eigentlich eher Punks, ja? Und die sind eher Skater. Da kommen sie auch nicht rein, da müssen sie nämlich die richtigen Kleider tragen. Ja, das ist diese Unruhe.
Aber Gott gibt Zeit. Er ist langsam zum Zorn, aber es geht nicht ewig. Es gibt ein Zu-spät, das haben wir gesehen bei der Sintflut. Noah hat gepredigt, hundertzwanzig Jahre, und dann hat Gott die Arche geschlossen, und von da an konnte niemand mehr gerettet werden. Im Gleichnis von den zehn Jungfrauen sagte der Herr Jesus in Matthäus 25, der Moment kam, wo die Türe zur Hochzeit geschlossen wurde, und es konnte niemand mehr hineinkommen. So wird es auch bei der Entrückung ein Zu-spät geben nach 2. Thessalonicher 2,12 für diejenigen, die bis zu diesem Zeitpunkt zwar das Evangelium gehört, aber dem nicht Folge geleistet haben.
Es gibt ein Zu-spät, und so erklärt uns das Nahum: Der Herr ist langsam zum Zorn, groß an Kraft. Kraft steht hier für Güte in 2. Mose 20. Das ist Gottes Kraft in seiner Güte und Beständigkeit und Treue.

Das kommende Gericht über die Welt

Ja, lesen wir weiter, dann wird es aber gleich relativiert. Der Herr ist langsam zum Zorn in großer Kraft, Vers 3, aber er hält keineswegs den Schuldigen für unschuldig. Im Sturmwind und im Gewitter ist sein Weg. Jetzt wird die Wiederkunft Christi beschrieben, wenn er auf den Wolken des Himmels kommen wird. Im Sturmwind und im Gewitter ist sein Weg, und Gewölk ist der Staub seiner Füße.
Er schilt das Meer und macht es trocken. Das muss man sich ganz konkret vorstellen, ja? Und alle Ströme legt er trocken. Es verwelkt Baschan und der Karmel, und der Pflanzenwuchs des Libanon verwelkt. Zu Baschan gehören übrigens auch die Golanhöhen, sie gehören ins Gebiet von Baschan. Ein fruchtbares Gebiet. Karmel, das ist das Gebirge bei Haifa, zwischen Haifa und der Ebene Jesreel, Hamageddon, und der Libanon, das ist klar. Es verwelkt Baschan, der Karmel und der Pflanzenwuchs des Libanon verwelkt.
Die Berge erzittern vor ihm, und die Hügel schmelzen dahin. Das ist nicht einfach Poesie. Und es ist auch nicht nur wörtlich zu verstehen. Wir haben das ja schon in Micha 1 gefunden, wo die Prophetie ebenfalls mit einer Fernprophetie auf die Wiederkunft Christi beginnt. Dort hatten wir doch gelesen: Micha 1,2: Hört, ihr Völker alle, merke auf, du Erde und ihre Fülle! Und der Herr, der Ewige, sei zum Zeugen gegen euch, der Herr aus seinem heiligen Palast. Denn siehe, der Herr geht aus von seiner Stätte und kommt herab und schreitet einher auf den Höhen der Erde. Und die Berge zerschmelzen unter ihm, und die Täler spalten sich wie das Wachs vor dem Feuer, wie Wasser ausgegossen am Abhang.
Und das stimmt wieder überein mit Sacharja 14, wo die Wiederkunft Christi beschrieben wird, 14,3, der ganz bekannte Vers: Und der Herr wird ausziehen und gegen jene Nationen streiten, wie an dem Tag, da er streitet, an dem Tag der Schlacht. Und seine Füße werden an jenem Tag auf dem Ölberg stehen, der vor Jerusalem gegen Osten liegt. Und der Ölberg wird sich in der Mitte spalten nach Osten und nach Westen hin, zu einem sehr großen Tal. Und die Hälfte des Berges wird nach Norden und seine andere Hälfte nach Süden weichen. Und ihr werdet in das Tal meiner Berge fliehen, und das Tal der Berge wird bis Azel reichen. Und dann wird erklärt: Und ihr werdet fliehen, wie ihr vor dem Erdbeben geflohen seid in den Tagen Usias, des Königs von Juda. Und kommen wird der Herr, mein Gott, und alle Heiligen mit dir. Das sind die alttestamentlich Gläubigen und auch die Gläubigen der Gemeinde.
Und nachher lesen wir in Vers 4, dass das ganze Land sich umwandeln wird, wie die Ebene von Geba bis Rimon, welches südlich von Jerusalem liegt. Und Jerusalem wird erhaben sein und an seiner Stätte wohnen, vom Tor Benjamin bis zur Stelle des ersten Tors usw. Also das ganze Land wird verwandelt werden. Das heißt, es werden geologische Veränderungen stattfinden, nicht in Millionen von Jahren, sondern als Katastrophe. Berge werden aufgefaltet und andere Berge abgeflacht werden bei der Wiederkunft Christi. Und dabei wird dann übrigens auch der Tempelberg, wie man hier in Sacharja 14 liest, erhoben werden und wird dann ein hoher Berg werden.
Also das wird geschehen bei der Wiederkunft, wie es hier steht: Die Berge erzittern vor ihm weg, und die Hügel schmelzen dahin, und die Erde erhebt sich vor seinem Angesicht, nach 1,5b, und das Festland und alle Bewohner auf ihm.

Das Gericht als kosmisches Ereignis und der Blick auf das Kreuz

Die Erde erhebt sich, das heißt, die ganze Erde zittert. Das schrecklichste Erdbeben wird kommen, nach Offenbarung 17, nach Offenbarung 16, bei der letzten Schale, bei dem letzten Schalengericht. Und zwar so, dass alle Städte der Nationen fallen werden.
Ich lese Offenbarung 16,17: Und der Siebente goss seine Schale aus in die Luft; und es ging eine laute Stimme aus vom Tempel des Himmels, von dem Throne, welche sprach: Es ist geschehen. Und es geschahen Blitze und Stimmen und Donner; und ein großes Erdbeben geschah, desgleichen nicht geschehen ist, seitdem die Menschen auf der Erde waren, ein so großes Erdbeben. Und die große Stadt wurde in drei Teile geteilt, und die Städte der Nationen fielen.
So kurz: Die Städte der Nationen fielen. Da muss man sich ganz klar vorstellen: New York wird fallen, Moskau wird fallen, Berlin wird fallen, Bern wird fallen, Basel wird fallen, usw. Die Städte der Nationen werden fallen. Das ist dieser Bericht bei der Wiederkunft, in Verbindung mit der Wiederkunft Christi.
Die Erde erhebt sich vor seinem Angesicht, und das Festland und alle Bewohner auf ihm, vor seinem Grimm: Wer kann bestehen? Und wer kann aufstehen bei der Glut seines Zornes? Seine Zorneshitze ergießt sich wie ein Feuer, und die Felsen werden von ihm zerrissen.
Merkt man, es gibt eine Fülle von Ausdrücken auf Hebräisch für Zorn. Und das habe ich dann versucht, eben auch unterschiedlich zu übersetzen, damit ich nicht immer Zorn setze, wo verschiedene Ausdrücke sind. Darum haben wir in diesem Abschnitt Zorneshitze, Zorn und Grimm. In Vers 6 heißt es, wer kann bestehen vor seinem Grimm? Und dann der Ausdruck: Glut seines Zornes. Eben um diese Fülle des Zornes Gottes zu zeigen.
Und die Felsen werden von ihm zerrissen, dann, wenn das Gericht über diese Welt kommt, die Gott uns ein Wort ignoriert hat. Aber woran werden wir da erinnert, wenn es heißt: Und die Felsen werden von ihm zerrissen? Ich denke sogleich an Matthäus 27, nicht wahr? Wenn wir dort aufschlagen, so heißt es, nachdem der Herr Jesus diesen schrecklichen Schrei von sich gegeben hat, Vers 46, als die Finsternis über das Land kam, drei Stunden: Eli, Eli, lama sabachtani? Das ist: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?
Und dann heißt es in Vers 50: Jesus aber schrie wiederum mit lauter Stimme und gab den Geist auf. Und siehe, der Vorhang des Tempels zerriss in zwei Stücke, von oben bis unten; und die Erde erbebte, und die Felsen zerrissen. Die Felsen zerrissen in dem Moment, wo das Gericht Gottes über seinen geliebten Sohn gekommen war.
Das Gericht Gottes war nicht das, was die Menschen ihm angetan haben durch die Kreuzigung, durch die Geißelung, durch die Schmähungen und Misshandlungen, sondern das Gericht Gottes über unsere Sünde. Das fand erst statt, als der Herr Jesus am Kreuz hing und diese Finsternis kam. Da hat Gott ihn beladen mit fremder Schuld und ihn geschlagen. Das Zorngericht Gottes hat ihn getroffen in drei Stunden der Finsternis.
Und Gott hat eine Finsternis darüber gebracht, nicht weil er in der Finsternis nicht sehen könnte. Im Psalm 139 steht, dass Gott die Finsternis wie den hellen Tag sieht. Aber damit die Menschen das entstellte Gesicht des Sohnes Gottes sehen sollten, der unter dem Gericht Gottes das erlitt, was wir im Feuersee ewig hätten erdulden sollen. Und da zerrissen die Felsen.
Aber wer dieses Opfer ablehnt, der wird selber das Opfer werden. Und da werden auch die Felsen zerrissen. Gott muss in seiner Gerechtigkeit das Gericht ausüben, weil er gerecht ist. Wenn Gott das nicht tun würde, würde die Frage nach der Gerechtigkeit Gottes ewig unbeantwortet bleiben.
Die Frage nach der Gerechtigkeit Gottes ist manchmal über lange Zeit unbeantwortet hier auf Erden. Aber wenn wir wissen, es gibt einmal eine ewige Abrechnung, wird sie in jedem unbeantworteten Fall hier auf Erden einmal beantwortet.
Also Gott muss richten, aber es ist die Frage, ob an seinem Sohn oder ob an uns.

Trost für den Überrest und die spätere Erfüllung in Israel

Dann kommt in dieser Beschreibung des Gerichtes über die Welt die Ermutigung für Israel. Vers 7: Gut ist der Herr als Festung am Tag der Drangsal und erkennt die, welche in ihm Zuflucht suchen.
Die Propheten zeigen uns, dass nach der Entrückung der Gemeinde in Israel eine Erweckung stattfinden wird. Ein Überrest, zunächst 144. Offenbarung 7, wird sich bekehren und den Messias erkennen. Sie sind nur die Vorhut, die Erstlingsfrucht. Offenbarung 14,1-4.
Aber dann werden sich noch mehr bekehren. Sacharja 13,8 sagt, dass in der Zeit, in der ein Drittel der Bevölkerung Israels durch eine Armee aus dem Norden ausgelöscht wird, ein Drittel in der Not umkehren wird. Und das ist dieser gläubige Überrest, von dem die Propheten immer und immer wieder gesprochen haben. Ein Überrest wird umkehren. Jesaja 37,27; Jesaja 10.
Ein Überrest wird umkehren, und das sind die, die eben erleben, dass der Herr eine Festung ist, auch am Tag der Drangsal, und die erkennen, dass sie in ihm Zuflucht suchen. Das sind auch diejenigen, die nach Sacharja 14, wo wir gelesen haben, dann aus Jerusalem fliehen werden in dieses neu entstandene Tal, wenn der Ölberg sich spalten wird, haben wir gelesen. Und sie werden in das Tal fliehen.

Der Übergang vom Weltgericht zum historischen Gericht über Ninive

Und dann kommt Vers 8. Jetzt geht es um Ninive zur Zeit des Propheten. Die Einleitung war gewissermaßen der Blick auf die Endzeit, auf das Weltgericht. Jetzt geht es um das Gericht über Ninive. Das bestätigt nun eben, was ich in der Einleitung erklärt habe: Das Buch Nahum zeigt, dass das Gericht über Ninive ein Vorgeschmack auf das endzeitliche Gericht über die Welt war.
Und durch eine überschwemmende Flut wird er die völlige Vernichtung ihres Standortes bewirken, und seine Feinde wird er in Finsternis verfolgen.
Unter charakteristische Ausdrücke und Besonderheiten, auf Seite eins, so in der Mitte, steht: Erfüllung, Koalition der Meder und Babylonier. Kyaxares und Nabopolassar. Die Meder und die Babylonier haben sich zusammengetan, und sie wollten das assyrische Weltreich erobern. Dieses Reich, das jahrhundertelang allen Feinden getrotzt hatte und vielmehr die Feinde zusammengeschlagen hatte, wollten sie erobern. Sie belagerten Ninive zwei Jahre lang und konnten die Stadt nicht einnehmen, denn sie war so sagenhaft gebaut, mit gewaltigen, Dutzende Meter hohen Türmen, bis zu sechzig Meter hohen Türmen, gewaltig dicken Mauern und dem Tigris rundherum, der die Stadt schützte. Es war einfach nicht möglich.
So haben diese beiden Könige, Kyaxares von Medien und Nabopolassar von Babylonien, also zwei Jahre lang erfolglos die Stadt belagert. Dann geschah etwas Überraschendes: Eine Überschwemmung des Tigris führte dazu, dass die Stadtmauern Zerstörungen erlitten, und durch diese Öffnung konnten sie eindringen und Ninive vernichten.
Und genau das hat übrigens der Geschichtsschreiber Diodor Siculus beschrieben. Das war ein Geschichtsschreiber aus Sizilien, aus dem ersten Jahrhundert vor Christus, der bereits damals alte historische Quellen benutzt hatte, um ein großes Geschichtswerk aus vielen Büchern zu schreiben. Er beschreibt dieses Ereignis und wie es zu dieser Überschwemmung gekommen ist. Das hat den Untergang Ninives besiegelt. Nun, das ist genau das, was Nahum vorausgesagt hat.
Und durch eine überschwemmende Flut wird er die völlige Vernichtung ihres Standortes bewirken.

Das unwiderrufliche Urteil über Ninive

Vers 9: Was ersinnt ihr gegen den Herrn? Die völlige Vernichtung bewirkt er.
Also: Der Herr, hebräisch Yahweh, der ewig Seiende, der Unwandelbare, bestimmt den Lauf der Geschichte. Und wenn er beschließt, Ninive wird fallen, dann geschieht es so. Dagegen kann man nichts machen. Die völlige Vernichtung bewirkt er. Nicht die Menschen können tun, was sie wollen, sondern nur das, was im Plan Gottes beschlossen ist und erlaubt ist, geschieht. Die Drangsal wird nicht zweimal entstehen.
Vers 10: Denn wären sie auch wie Dornen verflochten, und wenn sie wie ihr Getränk durchtränkt wären, so sollen sie doch verzehrt werden wie völlig dürre Stoppeln.
Sehr poetisch ist diese Ausdrucksweise. In Fußnote sieben habe ich erklärt: Auch wenn sie gut geschützt sind wie ein undurchdringliches Dornengestrüpp, also wenn sie auch wie Dornen verflochten sind, so stellt dies für das Gerichtsfeuer kein Problem dar. Darum heißt es: So sollen sie doch verzehrt werden wie völlig dürre Stoppeln.
Und wenn sie auch durch und durch feucht sind von übermäßigem Alkoholgenuss, so werden sie dennoch im Gericht Gottes wie trockene Stoppeln brennen. Also: Auch wenn sie, um es im Schweizerdeutsch zu sagen, pflotschnass wären, eben wenn sie wie ihr Getränk, wie ihr Alkohol, völlig nass durchtränkt wären, kein Problem, das Feuer wird sie verzehren. Es gibt also keine Möglichkeit, das Gericht über Ninive abzuwenden.
Sehen wir den Unterschied zu Jona? Jona sagte: In vierzig Tagen ist die Stadt zerstört. Da sagt jemand: Die Prophezeiung hat sich nicht erfüllt. Ja, es gibt Prophezeiungen, bei denen Gott eine Bedingung stellt, bei denen es die Möglichkeit gibt: Wenn der Mensch umkehrt, wird das Vorausgesagte nicht kommen. Dann ist es eine Androhung. Aber es gibt noch viel mehr Prophetie in der Bibel, wo Gott sagt: Es ist fest beschlossen.
Das sehen wir jetzt in Nahum. Da gibt es keinen Aufschub mehr. Wir kommen noch darauf: Es ist fest beschlossen. Oder denken wir zum Beispiel an Daniel 9,27, wo auch dieser typische Ausdruck gerade für die Endzeitprophetie vorkommt: Und wegen der Beschirmung der Gräuel wird ein Verwüster kommen, und zwar bis Vernichtung und Festbeschlossenes über das Verwüstete ausgegossen werden. Festbeschlossenes! Das heißt, es gibt keine Möglichkeit, ob der Mensch umkehrt oder nicht, diese Prophetie kommt.
Oder Daniel 11,36, da heißt es am Schluss: Und er wird gelingen haben, bis der Zorn vollendet ist, denn das Festbeschlossene wird vollzogen. Und so gibt es auch andere Stellen, die immer wieder von diesem Festbeschlossenen sprechen.
Also: Das Gericht der Drangsalzeit und so weiter ist nicht daran geknüpft, dass der Mensch umkehren kann und es dann nicht kommt. Das kommt garantiert. Aber im Fall von Ninive war das Gottes Plan, er wollte Gnade erweisen. Hätte Ninive keine Umkehr erlebt, wäre das gekommen. Aber so konnte es abgewendet werden.
Nun kommt Nahum und erklärt: Jetzt hat Gott so lange gewartet, und die Stadt Ninive ist in der Zwischenzeit schon längst wieder völlig abgefallen. Jetzt kommt das endgültige Urteil, jetzt kann man es nicht mehr aufschieben.

Der Spott des assyrischen Machtzentrums und seine Antwort

Jetzt kommt Vers 11: Von dir ist ausgegangen, der über den Herrn Böses gedacht hat, ein nichtswürdiger Berater.
Wer ist dieser nichtswürdige Berater? Nun, wenn wir 2. Könige 18,17 aufschlagen, dann haben wir die Zeit von Hiskia. Das war etwa hundert Jahre früher. Damals kam die assyrische Armee gegen Jerusalem, um die Stadt zu vernichten. Einer der höchsten Beamten des assyrischen Königs war der Rab-Schake, das heißt der Obermundschenk, also einer der engsten Vertrauten des Königs.
Ich lese vor aus 2. Könige 18,17, was er vor den Stadtmauern Jerusalems als Berater des Königs sagte: Aber der König von Assyrien sandte von Lachis aus den Tartan, den Rabsaris und den Rab-Schake, drei Minister mit einem großen Heer gegen den König Hiskia nach Jerusalem.
Und dann Vers 19: Und der Rab-Schake sprach zu ihnen vor den Stadtmauern: Sag doch zu Hiskia: So spricht der große König, der König von Assyrien: Was ist das für ein Vertrauen, womit du vertraust? Du sagst doch nur ein Wort der Lippen ist da Rat und Macht zum Krieg. Nun, auf wen vertraust du, dass du dich wider mich empört hast? Nun siehe, du vertraust auf diesen geknickten Rohrstab, auf Ägypten, der, wenn jemand sich auf ihn stützt, ihm in die Hand fährt und sie durchbohrt. So ist der Pharao, der König von Ägypten, allen, die auf ihn vertrauen.
Das solltet ihr ja wirklich nicht tun, auf Ägypten vertrauen, dass sie helfen würden. Aber jetzt kommt’s: Und wenn ihr zu mir sprecht: Auf den Herrn, unseren Gott, vertrauen wir, ist es nicht er, dessen Höhen und dessen Altäre Hiskia hinweggetan hat und der zu Juda und zu Jerusalem gesagt hat usw.? Und dann spottet er in den weiteren Versen über den wahren Gott und sagt, er kann euch überhaupt nicht helfen. Was ist das schon, dieses Vertrauen auf diesen Gott?
Das war dieser böse Ratgeber. Und Gott hat nicht vergessen, was dieser hohe Politiker damals über Gott gesagt hat. Da kommt es hundert Jahre später im Buch Nahum: Von dir, von Ninive, ist ausgegangen, der über den Herrn Böses gedacht hat, ein nichtswürdiger Berater.
Joeds Belial – da haben wir das Wort Belial für nichtswürdig. Und das wird im Neuen Testament ein Name für den Satan. In 2. Korinther 6 wird gefragt, welcher Zusammenhang besteht zwischen Christus und Belial? Dieser nichtswürdige, also ein nichtswürdiger Berater. Im Licht des Neuen Testaments ist das ein teuflischer Berater.

Das Ende der assyrischen Macht und der Trost für Juda

Ja, wir fahren weiter. Vers 12:
So spricht der Herr: Wenn sie auch unversehrt und noch so zahlreich sind, so sollen sie dennoch weggemäht werden, und so geht sie unter. Also es kommt nicht darauf an, wie groß die Armee von Assyrien ist. Es ist beschlossen, jetzt kommt das Gericht.
Habe ich dich auch niedergebeugt? Ich will dich nicht mehr niederbeugen. Das ist nun plötzlich zwischendurch ein Wort an Israel, nach Nahum der Tröstung. Nahum ist der Prophet, der Israel, das so viel unter Assyrien gelitten hat, trösten muss. Denn die Assyrer haben ja das ganze Nordreich der zehn Stämme im Jahr siebenhundertzweiundzwanzig vor Christus zerstört und die zehn Stämme nach Assyrien deportiert. Das war alles vorhin geschehen. Und unter Hiskia hat die assyrische Armee haufenweise jüdische Städte zerstört und erobert. Nur als sie dann nach Jerusalem kamen, dort war es fertig. Das haben wir letztes Mal gesehen in Micha. Gott hat gesagt: All diese Städte in Juda werden erobert werden von Assyrien, aber die ganze Not kommt nur bis zum Tor von Jerusalem. Dann hat Gott eingegriffen. 185 Soldaten starben vor den Stadtmauern Jerusalems, und dann ist der König von Assyrien abgezogen.
Ja, aber Israel hat unsäglich gelitten, das Nordreich und das Südreich unter Hiskia. Und jetzt sagt dir Gott: Und nun werde ich sein Joch von dir wegzerbrechen, und deine Fesseln werde ich zerreißen.
Vers 14: Aber befohlen hat über dich der Herr: „Nicht wird von deinem Namen weiterhin ausgesät werden. Aus dem Haus deiner Götter werde ich vernichten Schnitzbild und Gussbild.“
Sehen wir jetzt den Zusammenhang zum zweiten Gebot? Auf diese Götter hat Assyrien vertraut und über den wahren Gott vor den Stadtmauern Jerusalems gespottet. Also Vers 14 richtet sich wieder neu an Assyrien, an Ninive. Aus dem Haus deiner Götter, das ist das Tempelhaus, werde ich vernichten Schnitzbild und Gussbild, alle Götzenbilder. Ich werde dir ein Grab bereiten, denn du bist zu leicht erfunden worden.
Das ist auch wieder ein Wort, wo wir sofort eine Verbindung machen zu einer anderen Schriftstelle. Später kam ja das babylonische Reich. Ja, ich habe ja erklärt: Die Babylonier haben Assyrien erobert. Nabopolassar, das war der Papa von Nebukadnezar. Dank Nabopolassar konnte dann Nebukadnezar eben ein Weltreich haben, und zwar von siebzig Jahren. Solange hatte Babel die Weltherrschaft. Und dann war der letzte König in Babylon Belsazar. Noch in der Nacht vor seinem Untergang hat Daniel die Schrift in Daniel 5 gelesen, dass er eben zu leicht erfunden worden ist, und darum kommen die Perser und werden sein Reich vernichten.
Sehen wir: Assyrien wurde gerichtet durch Babylonien, aber Babylon war auch nicht besser, und so wurden sie gerichtet durch die Perser. Das Buch Daniel zeigt uns: Die Perser sollten auch nicht besser sein, sie würden gerichtet werden durch die Griechen unter Alexander dem Großen. Und die sollten auch nicht besser sein, die Griechen würden gerichtet werden durch die Römer, und die Römer würden auch nicht besser sein, und so wurden sie dann gerichtet durch die Barbaren. Und so geht das weiter bis in die Endzeit. Ein Volk bestraft das andere, es ist so wie ein Dominospiel, kann man sagen, bis dann das letzte Wort der Herr sprechen wird, nach Nahum 1,2-7, wenn er kommt als Richter der Welt. Dann geht das Domino nicht mehr weiter. Er wird ein bleibendes Reich hier aufrichten, das durch kein anderes Reich mehr ersetzt werden soll, denn du bist zu leicht erfunden worden.

Die frohe Botschaft für Juda und die erneute Ankündigung des Untergangs

  1. Vers 1: Siehe, auf den Bergen die Füße des Boten froher Botschaft, des Verkündigers von Frieden. Feiere, o Juda, deine Feste, bezahle deine Gelübde. Der Nichtswürdige wird nicht mehr weiterhin durch dich hindurchziehen; er ist völlig ausgerottet.
Also eine Frohbotschaft für Juda, das so viel gelitten hatte unter Hiskia, als die Syrer kamen. Das Reich wird vollständig untergehen, und Israel kann im Blick auf Asyl aufatmen.
Jetzt spricht ab Vers 2 Gott wieder zu Ninive: Der Zerschmetterer zieht hinauf gegen dich. Bewahre die Festung, weil ja die Überschwemmung kommen soll. Du müsstest ganz gut aufpassen auf die Stadtmauern, das ist natürlich unsägliche Ironie. Bewahre die Festung, überwache den Weg, stärke deine Hüften, befestige sehr deine Kraft.
Denn der Herr stellt wieder her die Herrlichkeit Jakobs, wie die Herrlichkeit Israels. Denn Plünderer haben sie geplündert, und ihre Reben haben sie zerstört. Also Israel hat Hoffnung und soll eine Wiederherstellung erfahren und letztlich die völlige Wiederherstellung in der Endzeit.

Die Belagerung und der Zusammenbruch der Stadt

Vers 4: Jetzt werden die Kampfszenen in Ninive sehr anschaulich beschrieben. Die Mauer war durch die Überschwemmung eingestürzt, und dann drangen die Soldaten der Meder und Babylonier ein, übrigens noch unterstützt durch die Skythen. Die Skythen waren ein wildes Reitervolk zwischen dem Schwarzen und dem Kaspischen Meer. Übrigens: Aus diesem Volk entstanden auch die späteren Russen, ein besonders barbarisches Volk. Diese Küten konnten gut reiten, ein wildes, barbarisches Volk. Sie werden auch im Neuen Testament erwähnt, wo von der Gemeinde gesagt wird: Kolosser 3,9 Belüget einander nicht, da ihr den alten Menschen mit seinen Handlungen ausgezogen und den neuen angezogen habt. Die Bekehrung bedeutet, dass die Gläubigen erneuerte Menschen geworden sind, die erneuert werden zur Erkenntnis nach dem Bild dessen, der ihn erschaffen hat.
Wo nicht ist Grieche und Jude, kommt es in der Gemeinde nicht darauf an, ob man jüdische Abstammung hat oder heidnische. Nein, in der Gemeinde sind alles Erlöste. Wo nicht ist Grieche und Jude, Beschneidung und Vorhaut, spielt in der Gemeinde keine Rolle, Barbar, Skythe, Sklave, Freier, sondern Christus alles und in allen. Er macht alles aus. Jetzt wird hier der Barbar erwähnt. Übrigens könnte man sagen: Beschneidung ist das Gleiche wie Jude, und Vorhaut das Gleiche wie Grieche. Nein, es gibt Juden, die nicht religiös sind, das sind einfach Juden. Und wenn gesagt wird Beschneidung und Vorhaut, dann wird noch das religiöse Moment hineingebracht. Auch das spielt keine Rolle. Ob man eine orthodoxe Vergangenheit hat oder einen orthodoxen Hintergrund oder nicht, spielt in der Gemeinde keine Rolle mehr. Es geht nur noch um erneuerte Menschen, die eine neue Schöpfung sind.
Wo nicht ist Grieche und Jude, Beschneidung und Vorhaut, Barbaren. Die Barbaren waren im Römischen Reich die Völker, die nicht römisches Recht hatten oder auch ausserhalb des Römischen Reiches lebten. Und die Griechen haben das Wort entwickelt, weil man früher gedacht hat, die Barbaren könnten gar nicht richtig sprechen. Sie lallen nur so: bar bar bar bar bar bar bar bar bar bar bar bar bar bar bar bar bar bar. Dann sagt man Barbaros, das steht hier: Barbaros. Also das sind diese Ungebildeten. Das spielt keine Rolle. Skythe, das sind diese ganzen wilden Krieger, die Vorfahren der Russen. Es spielt keine Rolle, ob man Skythe ist, Sklave oder Freier. Es kommt auch nicht darauf an, aus welcher sozialen Schicht man kommt. Christus ist alles und in allen.
Ja, und diese Skythen, die haben eben da auch noch mitgewirkt. Das war sicher eine gute Hilfe, so wilde Leute. Und jetzt wird beschrieben, wie sie kämpfen.
Vers 4: Die Schilde ihrer Helden sind rot gefärbt. Also, die Schilde hat man bewusst rot gefärbt. Das ist die Farbe der Aggression. Ja, es ist ja so: Auf die Seele wirkt Grün entspannend, und darum hat Gott eben die Blätter grün gemacht und die Wiesen. Das Spazieren in freier Natur, im Grünen, hat wirklich schon allein von der Farbgebung her eine wohltuende Wirkung auf die menschliche Seele. Aber bei Rot ist es anders, nicht nur bei den Stieren. Wobei es bei den Stieren ja vor allem wegen dem Flattern ist, dass sie wütend werden. Aber man hat also diese aggressive Farbe. Rot macht aggressiv. Also ich würde nie die Wohnung rot färben, die Wände, das ist nicht gut. Also: Kriegsaggression.
Die Schilde ihrer Helden sind rot gefärbt, die Kriegsleute sind in Karmesin gekleidet. Karmesin ist auch ein bestimmtes Rot, hergestellt aus den Würmern der Kermessschildlaus. Das gibt dann diesen teuren scharlachroten Farbstoff. Die Kriegsleute sind in Karmesin gekleidet, im Feuer der eisernen Beschläge stehen die Wagen, das heisst im feurigen Glanz, wenn das Eisen so das Licht reflektiert. Am Tag ihres Heeres, wenn diese Kriegswagen bereit gemacht werden für den Krieg, und die Zypressenschäfte, das sind die Lanzen, werden geschwungen. Auf den Strassen rasen die Wagen, auf den Plätzen rennen sie herum. Das heisst, die Feinde Ninives. Ihr Aussehen ist wie Fackeln, wie Blitze fahren sie hin und her.
Er gemeint ist der assyrische König, gedenkt seiner Tapferen. Sie straucheln in ihrem Gehen, das heisst, weil sie so überhastet rennen müssen. Sie eilen auf die Mauer, auf ihre Mauer. Ja, das Schutzdach ist errichtet. Das Schutzdach ist die Einrichtung der Feinde Ninives. Die haben also bereits ihre mit Soldaten besetzten Kampftürme und Sturmblöcke aufgestellt. Armeen hatten damals noch nicht die Sitte der Römer, so wie man das aus Asterix kennt, wahrscheinlich da mit den Schilden über den Köpfen, wo sie massenweise dann gegen die Stadtmauern vorgehen. Das war ja auch so quasi eine Schutzeinrichtung. Aber das Schutzdach damals waren eben diese Türme, geschützte, bedeckte Türme und diese Sturmböcke. Also die Ninive-Soldaten gehen auf die Stadtmauer und sehen: Oh, die kommen schon mit ihren Kriegsmaschinen.
Ja, das Schutzdach ist errichtet, die Tore an den Strömen sind geöffnet. Ja, durch die Mauer, die kaputtgegangen ist, konnte auch die Stadt geöffnet werden. Der Palast zerschmilzt, das heisst, die Bewohner des Palastes verzagen in grösster Angst. Der König von Assyrien, der früher andere Menschen massenweise in tiefste Ängste versetzt hat, der muss jetzt selber Angst haben.

Der Fall der Stadt und die poetische Bildsprache

Und jetzt kommt Vers 8: Es ist beschlossen. Sie wird, soll das heißen, sie wird entblößt, sie wird hinweggeführt, und ihre Sklavinnen schluchzen gleichsam mit der Stimme der Tauben, die so elendiglich gurren können, ja? Sie trommeln auf ihre Herzen, das heißt, sie schlagen in Bestürzung auf ihre Brust, den Brustkasten.
Und hier ist noch etwas speziell: Gleichsam mit der Stimme der Tauben. Das hebräische Wort für Taube ist Jonah, der Name von Jonah. Hier wird nochmals an die Zeit von Jonah erinnert, nur durch diese Wortanspielung. Da hat Gott Gnade gegeben. Aber nachher kam wieder der Abfall nach dieser Kollektivbuße.
Gleichsam mit der Stimme der Jona, der Tauben, sie trommeln auf ihre Herzen. Ja, Ninive war wie ein Wasserteich von den Tagen ihrer selbst her, das heißt, von ihrem Anbeginn her, seit Ninive kurz nach der Sintflut gebaut worden war. Das kann man nachlesen in 1. Mose 10. Ninive gehört zu den ältesten Städten nach der Sintflut. Ein Wasserteich, das heißt eben, der breite Tigris, der die Stadt umfloss, glich einem großen Gewässer.
Ja, Ninive war wie ein Wasserteich von den Tagen ihrer selbst her, und doch fliehen sie. Bleibt stehen, bleibt stehen! Aber keiner wendet sich um. Raubt Silber, raubt Gold, denn es gibt kein Ende an ihren Wohnausstattungen, Herrlichkeit von allerlei begehrenswerten Dingen. Jetzt wird Ninive durch die Feinde geplündert.

Das Bild der leeren Flasche und die völlige Verwüstung

Und jetzt kommt Vers Lehre und Auslehrung und Entlehrung. Das sollte man auf Hebräisch hören. Da steht: Buka um Buka um Bullaka, Lehre und Auslehrung und Entlehrung. Buka um Buka um Bullaka. Das kann man üben, mal zuhause. Und das Tolle daran ist: Diese Wörter klingen ähnlich wie das Wort Flasche auf Hebräisch. Das ist Bakbuk.
Und die meisten Wörter in den Sprachen haben ja keinen Zusammenhang mit ihrem Klang und dem, was sie bedeuten. Man sagt, die Sprachen sind im Allgemeinen mutwillig. Das heißt: Warum heißt der Tisch Tisch? Das hat nichts zu tun mit dem, dass es nach Tisch klingt, wenn man draufklopft oder wenn man dran sägt oder irgendwie. Auf Hebräisch heißt Tisch Schulchan. Überhaupt kein klanglicher Zusammenhang. Und so ist es von einer Sprache zur anderen, bei nicht verwandten Sprachen, keine Ähnlichkeit.
Aber es gibt gewisse Wörter, die sind onomatopoetisch. Das heißt, sie sind gebildet worden, um etwas nachzuklingen, zum Beispiel zwitschern oder gurren. Das sind solche Wörter. Und Backbuck ist eben auch so eines. Wenn man die Flasche ausleert, dann macht es Backbuck, Backbuck, Backbuck, Backbuck, Backbuck, Backbuck, Backbuck, Backbuck, Backbuck, Backbuck. Das ist anders als bei der Schale, die macht es einfach Platsch, ja?
Und der Prophet benutzt also andere hebräische Wörter, die aber ähnlich anklingen an Flasche. Also Ninife ist wie eine Flasche, die man vollständig ausleert: Buka um Buka um Bullaka, Buka um Backbuck, Backbuck. Also es ist ein wortgewaltiger, ein wortgewaltiger Vers: Lehre und Auslehrung und Entlehrung. Da habe ich versucht, im Deutschen das ein bisschen durchzubringen.
Und das Herz zerschmilzt, und es schlottern die Knie. Ja, das kennen wir auch später von König Belsaza. Dessen Knie haben auch geschlottert an diesem letzten Abend vor dem Untergang seines Reiches, Daniel 5. Und Krampf in allen Hüften. Also es ist gemeint wie bei den Wehen. Die Frauen wissen wieder: Es ist dieser Krampf da im Rücken. Und Krampf in allen Hüften. Und die Angesichter von ihnen allen ziehen die Röte ein. Das ist nicht alles sehr, sehr wörtlich übersetzt. Ziehen die Röte ein, das heißt, sie werden bleich.
Ja, wenn die Röte im Gesicht abfährt, wie einzieht, dann ist nur noch ein Bleichgesicht da, vor Angst. Übrigens wie später bei Belsaza, Daniel 5. Der war nur noch bleich wie ein Leintuch.

Die Löwenmetapher und der Sturz der assyrischen Herrscher

Und jetzt kommt wieder so etwas Poetisches, jetzt kommen diese Löwenverse, nicht wahr. Wenn man die Ausgrabungen von Ninive in assyrischen Städten sieht, dann fällt auf, wie oft die assyrischen Könige auf ihren Wänden grosse Reliefdarstellungen mit ihren Kämpfen gegen Löwen machten.
Ja, die assyrischen Könige, die waren nicht wie David. David war ein Hirte, und er hat gut gesorgt für seine Tiere. Darum konnte er später auch gut das Volk Gottes führen, nicht als ein Jäger, wie Nimrod, 1. Mose 10. Das war ein Jäger, ein Gewaltherrscher, der die Jagd liebte. Ceausescu zum Beispiel, der hat auch die Jagd geliebt, unglaublich. Er war ein schrecklicher Diktator, der aber Tausende von Menschen auslöschte in Rumänien. Oder der Präsident von Togo: Der war bekannt dafür, dass er mit dem Helikopter da in der Wildnis etwas über dem Boden flog, und dann hat er die Tiere abgeschossen. Das ist kein Hirte, kein guter Hirte.
Das war also für die assyrischen Könige das Ideal: ein Jäger, und zwar ein Löwenjäger. Da sieht man sie im Nahkampf mit Pfeilbogen vom Kampfwagen herunter, wie sie sich mit den Löwen einlassen. Und so war also gewissermassen die Löwenkraft ihr Ideal für ihre eigene Stärke. Sie sahen sich als Löwen, und der Prophet Nahum aus Israel schreibt: Wo ist der Wohnort der Löwen? Und das, was der Weideort der Löwenwelpen war, wo selbst der männliche Löwe einherging, die Löwin dort, das Junge des Löwen, ohne dass jemand aufschreckte. Der Löwe zerriss zur Sättigung seiner Jungen, er erwürgte für seine Löwinnen. Und er füllte mit Raub seine Höhlen, ja, seine Wohnungen mit Zerrissenem.
Merkt man, da kommt achtmal das Wort Löwe vor, und zwar verschiedene Ausdrücke. Ich habe in der Fussnote immer das Hebräische angegeben. Wo ist der Wohnort der Löwen? Das hebräische Ariä. Und dann die Löwenwelpen, das ist übrigens korrekt: Man sagt nicht nur bei den Hunden Welpen, sondern auch bei den katzenartigen darf man Welpen sagen, es ist nur ungewöhnlich. Aber ich wollte damit ausdrücken, es gibt ein hebräisches Wort, Kefir, das ist ein junger Löwe. Und damit man das wirklich im Deutschen besser herauskriegt als ein Wort Löwe, Arie, Löwenwelpen, Kefir, wo selbst der männliche Löwe einherging, nochmals Arie, die Löwin dort, Lavi, gibt es übrigens auch als jüdischen Familiennamen, Lavi, Löwin. Also Arie, Lavi, Kefir, verschiedene Wörter, das macht das Poetische hier noch eindrücklicher. Und dann Vers 32 Gur-ar-jäh, das ist das Junge des Löwen, nebst Kefir auch noch das Junge des Löwen.
Also wo seid ihr da, ihr mächtigen assyrischen Könige? Ihr hattet vor niemandem Angst, und jetzt ist alles vorbei. Ninive war eine Löwenhöhle, und jetzt ist diese Wohnung, die mit so viel Raub gefüllt war.

Der endgültige Sturz Ninives und die Schande der Stadt

Vers 14 Siehe, ich will an dich.
Da fahren wir weiter nach der Pause. Wir kommen jetzt zu Vers 14. Gott spricht zur Stadt Ninive, und zwar ist sie angesprochen als personifizierte Frau. Das sieht man im Hebräischen daran, dass es in der zweiten Person Singular sowie auch im Plural bei den Verben zwei Formen gibt, eine für Frauen und eine für Männer. Wenn man also auf Hebräisch sagt: „Du hast gesprochen“, dann kann man unterscheiden, ob eine Frau oder ein Mann angesprochen ist. „Amart“ ist für den Mann, „Amart“ ist die Frau.
Ja, und so kann man eben hier im Hebräischen sehen, dass eine Frau angesprochen wird, die Frau Ninive. Die Stadt ist eben auch auf Hebräisch weiblich, und darum werden Städte oft in der Bibel als Frauen personifiziert. Darum spricht die Bibel auch über die Tochter Zion, die Tochter Jerusalem.
„Siehe, ich will an dich, Spruch des Herrn, und ich werde ihre Wagen in Rauch aufgehen lassen, und deine Löwenwelpen, wir haben nochmals das Wort Kefir, soll das Schwert fressen, und ich werde ausrotten von der Erde deinen Raub, und nicht mehr soll gehört werden die Stimme deiner Boten.“
Nun, auch das hat einen besonderen Klang: Nicht mehr soll gehört werden die Stimme deiner Boten. Wenn wir wieder zurückdenken an diesen Rabschake, der damals dieser nichtswürdige Ratgeber war, abgesandt vom König von Assyrien, fertig mit solchen Leuten.

Die Stadt als Ort von Gewalt, Lüge und Okkultismus

Kapitel 3, Vers 1: Wehe der Stadt der Blutschulden! Ihre Gesamtheit ist mit Lüge und mit Unrecht erfüllt, der Raub weicht nicht.
Stimme der Peitsche, ein typischer hebräischer Ausdruck. Auf Deutsch würden wir sagen: Peitschenknall. Stimme des Räderlärms, das heißt: lauter Räderlärm und galoppierende Pferde und aufspringende Wagen, die also die Räder bei den unebenen Stellen förmlich aufspringen lassen, bei den Kampfwagen und galoppierende Pferde und aufspringende Wagen.
Reiter, die aufbäumen lassen. Man sieht so richtig vor sich, wie da die Stadt Ninive beschrieben wird, mit ihrer Armee: Reiter, die aufbäumen lassen, und Flamme des Schwertes und Blitz des Speeres und Menge an Erschlagenen und Haufen von Leichnamen und kein Ende an Leichen. Man stolpert über Leichen.
So wird eben diese Stadt Ninive beschrieben, diese Stadt der Blutschulden. Sie haben so viele Menschen umgebracht in ihrer vergangenen Geschichte. Sie sind so erfüllt von Lüge und Unrecht und Raub. Eine wilde, starke Armee haben sie gehabt, die einfach so über die Leichen gegangen sind. Aber jetzt kommt eben das Wehe des göttlichen Gerichts.
Und jetzt wird Ninive beschrieben als eben nicht eine Jungfrau, wie die Jungfrau, die Tochter Zion, sondern eine Hure, wegen der Menge der Hurereien der Hure, mit Schönheit der Anmut der Zauberkundigen, die Nationen verkaufte durch ihre Hurereien und Volksstämme mit ihren Zaubereien.
Also, Ninive war gewissermaßen eine Hure und eine Hexe, und sie hat Okkultismus verbreitet in der alten Welt und wird jetzt von Gott zur Rechenschaft gezogen, und auch für alle Unzucht.

Der Herr der Heerscharen und die letzte Frage nach dem Trost

Siehe, ich will an dich, Spruch des Herrn der Heerscharen, und ich werde aufdecken deine Schleppen über dein Gesicht. Und ich werde Nationen deine Blöße sehen lassen und Königreiche deine Schande. Und ich werde Scheußliches, also Unrat, Abfall, Scheußliches auf dich werfen. Und ich werde dich der Schmähung preisgeben, und ich werde dich gleichsam zum Schauspiel machen.
Und es wird geschehen: Jeder, der dich sehen wird, der wird von dir wegfliehen und sagen: Verwüstet ist Ninive! Wer wird ihr Beileid bezeugen? Von woher soll ich suchen, Tröster für dich?
Nun wird Ninive so geschändet, wie sie andere Städte geschändet hat. Das kommt alles über sie.
Bemerkenswert ist dieser Name Gottes, den wir so noch nicht hatten, in Vers fünf, zweite Verszeile: Spruch des Herrn der Heerscharen, Jahwe Zebaot. Das Wort Zebaot ist interessant, es ist die Mehrzahl von Zawa. Das heißt Heer oder Armee. Also die israelische Armee wird ja genannt Zahal, das bedeutet Zwa Haganah Le Yisrael, also diese drei Buchstaben Z H L, Zahal, Haganah Le Yisrael. Das bedeutet Armee der Verteidigung für Israel. Da haben wir dieses Wort „Zwa“ drin, Heer, Armee hier in der Mehrzahl: zwei „Heere“.
In der Bibel wird dieser Ausdruck Heer oder Heere gebraucht, erstens einmal für das Heer der Sterne. Schon in 1. Mose 2 beim Schöpfungsbericht heißt es: So wurde vollendet der Himmel und all sein Heer. Das heißt, die ganze Sternenwelt mit den unzähligen Sonnen und Sonnensystemen wird hier als Heer bezeichnet.
Nun bedeutet Adonai Zebaot, der Herr der Heerscharen, der Herr, der das ganze Weltall mit all diesen unzähligen Milliarden von Sternen und Sternensystemen in der Hand hat. Dieser mächtige Gott, man spricht ja bei den Ausdehnungen des Weltalls: Niemand weiß, wie groß es ist, und man sieht immer weiter, je besser die Fernrohre werden. Aber man spricht heute schon von Milliarden von Lichtjahren Ausdehnung. Das ist ein theoretischer Wert. Ein Lichtjahr bedeutet die Distanz, die das Licht theoretisch zurücklegen kann in einem Jahr.
Wenn man sagt Milliarden Lichtjahre, dann bedeutet das nicht, dass tatsächlich im Weltall das Licht so lange unterwegs gewesen wäre. Denn Gott hat ja die Welt geschaffen, so dass die Sterne sofort auf der Erde gesehen wurden. Aber theoretisch sind die Abstände so groß, dass das Licht Milliarden von Jahren brauchen würde, um die Distanzen zurückzulegen, von einem Ende zum anderen. Und man hat immer noch kein Ende gefunden.
Aber der Herr ist der Herr der Heerscharen, der überall gleichzeitig da ist. Jeremia 23: Erfülle ich nicht den Himmel?, sagt Gott. Also das ganze Weltall: Gott ist überall gegenwärtig. Und nicht nur gegenwärtig in der ganzen Schöpfung, sondern er ist auch der jenseitige Gott, der jenseits dieser Schöpfung ist, der transzendente Gott. Also das wird schon mal ausgedrückt durch Herr der Heerscharen.
Dann wird aber Zawa, Heer, auch gebraucht für die Engel. Das Engelheer wird auch bezeichnet als eine Armee. Das heißt, diese Milliarden von Engeln, wo hier, ich weiß nicht, dass es so viele gibt, offenbar um fünf spricht ja von diesen Zehntausenden mal Zehntausende Engeln. Das sind Milliarden. Sie sind alle dem Befehl Gottes unterstellt, auch die gefallenen Engel, denn Satan und die Dämonen können nur in dem Rahmen handeln, wie Gott ihnen Erlaubnis gibt. Hiob 1 und 2.
Also Gott ist der Herr der Heerscharen, der die ganze Engelwelt zu seinem Befehl, zu seiner Verfügung hat. Aber weiter wird Zawa auch gebraucht in der Bibel für die Armee Israels. Also Gott ist der Herr der Heerscharen, der auch die Armee Israels führt und in seiner Hand hat. Und weiter wird auch gesprochen in der Bibel über die Armeen der Heidenvölker. Auch in solchen Zusammenhängen wird im Alten Testament über den Herrn der Heerscharen gesprochen. Das heißt, Gott hat auch die Armeen aller Völker in seiner Hand, und damals auch die Armeen der Chaldäer, Meder und Babylonier, als sie Ninive vernichteten.
Darum ist also dieser Name schon sehr, sehr bemerkenswert: Siehe, ich will an dich, Spruch des Herrn der Heerscharen. Das ist der Gott, der die ganze Welt in seiner Hand hat, die ganze Engelwelt, die Armeen in der Welt und auch die Armee Israels. Und dann kommt eben die Beschreibung dieser Schande, die über Ninive kommen wird.
Und dann werden die Menschen sagen, Vers sieben: Verwüstet ist Ninive! Und der Prophet Nahum, sein Name bedeutet Trost, fragt: Wer wird ihr Beileid bezeugen? Von woher soll ich suchen, Tröster für dich?

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