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Entwicklungen in Israel und dem Nahen Osten auf dem Weg zum großen Finale

SerieTeil 1 / 7Frühjahrstagung "Das prophetische Wort" Zavelstein 2026

Einleitung und Deutung des prophetischen Wortes

Ich begrüße alle herzlich und natürlich ganz besonders auch die, die uns jetzt über den Livestream zugeschaltet sind. Es ist so schön, dass so viele nach Zavelstein gekommen sind, und natürlich interessiert alle das prophetische Wort.
In 2. Petrus 1 schreibt nämlich der Apostel aus der Todeszelle in Rom, was die Bedeutung des prophetischen Wortes ist. Ich lese 2. Petrus 1,19:
Und so besitzen wir das prophetische Wort umso fester, auf das zu achten ihr wohltut, als auf eine Lampe, die an einem dunklen Ort leuchtet, bis der Tag anbricht und der Morgenstern aufgeht in euren Herzen.
Wir haben das prophetische Wort befestigt. Es ist wie eine Lampe, die an einem dunklen Ort leuchtet. Der griechische Ausdruck im Originaltext bezeichnet ein dreckiges, dunkles Kellerloch. Ja, jetzt wissen wir, wo wir zuhause sind.
Und da haben wir aber diese wunderbare Lampe, das prophetische Wort, das uns eben unsere Zeit erklärt und auch den Weg erklärt, um ihn zu gehen. Und so werden wir an diesem Wochenende eine Serie von Vorträgen halten, Wolfgang Bühne und ich, die eben aus verschiedenen Perspektiven immer vom Wort Gottes her unsere Zeit beleuchten.

Die Endzeit als biblischer Rahmen

Und jetzt der erste Vortrag.
Natürlich, wir stecken mittendrin im Irankrieg 2026. Und es ist so, dass die ganze Welt sich damit auseinandersetzen muss. Die ganze Welt ist gefordert, sich mit dem Iran, mit den Vereinigten Staaten von Amerika und mit Israel zu beschäftigen, aber auch mit all diesen Ländern im Nahen Osten rund um den Iran. Denn insgesamt sind etwa dreizehn Länder bereits in den Krieg hineingezogen worden.
Also eine ganz dramatische Zeit. Und wir stellen uns die Frage: Sind wir im Moment gerade dabei, die Erfüllung der Prophetie aus Jeremia 49,34-39 zu erleben?
Ich habe ein Buch geschrieben: „Leben wir wirklich in der Endzeit? 180 erfüllte Prophezeiungen“. Darin habe ich versucht zu erklären, dass wir heute effektiv nach der Bibel in der Endzeit leben. Das ist nicht die Zeit des Weltuntergangs, sondern die abschließende Zeit dieser langen Periode zwischen dem ersten Kommen von Jesus Christus vor zweitausend Jahren, um das Problem unserer Schuld am Kreuz von Golgatha zu lösen, und seinem zweiten Kommen als König und Richter der Welt, um Ordnung, Frieden und Gerechtigkeit in eine Welt des Chaos zu bringen, eben in eine Welt, die einem dreckigen Kellerloch gleich geworden ist.
Nun, diese Abschlusszeit wird in der Bibel Endzeit genannt. Und das grundlegende Zeichen für die Endzeit in der Bibel ist dieses Phänomen, das wir in der ganzen Geschichte ohne Parallele vor uns haben: nämlich dass ein Volk, das kurz nach dem ersten Kommen von Jesus Christus, nämlich ab dem Jahr siebzig nach Christus, weltweit zerstreut worden ist, über alle fünf Kontinente hinweg, und jetzt heute heimkehrt. Und die Bibel sagt: Die Zeit der Heimkehr ist die Endzeit.
Das ist bis heute in mehreren Wellen ab 1882 erfolgt. Und das sollte auch so sein, hat die Bibel vorausgesagt. Das jüdische Volk wird weltweit aus allen Nationen heimkehren, in einem Prozess, wellenartig, und den Staat Israel wieder neu gründen, was ja geschehen ist: 1948. Und dann würde es so kommen, dass ständig umliegende Völker versuchen, Israel auszulöschen, auszurotten.
In dieser Zeit leben wir. Und in diesem Buch, „Leben wir wirklich in der Endzeit? 180 erfüllte Prophezeiungen“, habe ich 180 erfüllte Prophezeiungen in der Bibel, also einzelne Punkte über die Endzeit, zusammengestellt, die sich bereits erfüllt haben. Und so können wir wirklich beweisen: Wir leben in der Endzeit.
Aber das ist eben ein Prozess, diese Endzeit. Es hat begonnen mit dieser ersten Einwanderungswelle der Juden, dann kam die zweite und so weiter bis zur Staatsgründung. Und dann kamen all diese Kriege, in denen versucht worden ist, Israel auszulöschen, bis heute.

Rückblick auf frühere Auslegungen und erfüllte Kapitel

Und nun stellte sich seit vielen Jahren, das habe ich auch in den Vorträgen erwähnt, die Frage: Wann ist der Moment der Erfüllung von Jeremia 49,34-39? Denn dieser Abschnitt hat sich in der alten biblischen Geschichte nie erfüllt, und auch in den vergangenen zweitausend Jahren nicht. Also war klar: Diese Prophetie muss noch in Erfüllung gehen. Sie war aber einfach nicht als Erfüllung zu sehen.
Und das ist mir jetzt sehr wichtig. Es gibt nämlich Leute, die sagen, wir würden Prophetie so betreiben: Irgendetwas geschieht in der Welt, und dann suchen wir Bibelstellen, die irgendwie dazu passen. Oft passen sie nur vermeintlich, denken die, und dann war es das. Aber es sei nicht so, dass man anhand der Bibel wirklich erkennen kann, was noch geschehen wird.
Das ist jedoch eine völlig falsche Ansicht. Denn wir können ja die Literatur vorweisen. Wir haben sie heute noch zur Hand: Auslegungen aus dem neunzehnten Jahrhundert, in denen Leute, die wirklich die Bibel studiert haben, bibeltreu und mit Hingabe studiert haben, erklärt haben, das jüdische Volk muss nach der Bibel wieder heimkehren ins Land. Der Staat Israel muss wieder entstehen, und es werden ganz schreckliche Ereignisse über diese Welt kommen. Das haben sie in ihren Büchern beschrieben, ohne da bereits Ereignisse in der Zeitung lesen zu können. Wirklich einfach aufgrund der Bibel und aufgrund von gründlichem Studium der ganzen Bibel, mit Querverweisen nach vorne und nach hinten, so dass sich ein zusammenhängendes Bild ergab.
Und sie haben auch Kommentare geschrieben über die Endzeit, was sich eben jetzt bis heute so eindrücklich erfüllt hat, mit 180 erfüllten Prophezeiungen. Sie haben aber auch weiter beschrieben in ihren Kommentaren, was dann noch geschehen wird, bis Jesus Christus wiederkommt, um das tausendjährige Friedensreich hier auf der Erde aufzurichten, um das letzte Wort über eine Welt der Dunkelheit, des Hasses und des Krieges zu sprechen und Gerechtigkeit und Frieden in diese Welt zu bringen.
Ja, also, die haben das getan. Und wir sehen, wie eindrücklich das auch so gekommen ist, wie es aus der Bibel erkannt worden ist, im neunzehnten Jahrhundert, bevor die Ereignisse in Erfüllung gegangen sind.
Und nun haben wir aber durch das zwanzigste Jahrhundert und jetzt durch 25 Jahre und noch ein bisschen mehr des 21. Jahrhunderts so viele dramatische Dinge gesehen, und wir sind noch nicht am Ende. Darum heißt ja das Thema des ganzen Wochenendes, ich gehe nochmals zurück: Endzeit, Megatrends, viele Entwicklungen, ein Finale.
Und heute Abend geht es eben um Entwicklungen im Nahen Osten, aber eben das im Zusammenhang, speziell heute Abend, mit dem Irankrieg 2026. Und wir wollen uns mit Jeremia 49 beschäftigen.

Der Blick auf Babylonien als Vorbild für spätere Erfüllungen

Und wie gesagt, jetzt kehre ich nach einem Exkurs wieder zurück zur Kernaussage. Seit vielen Jahren habe ich in manchen Vorträgen darauf hingewiesen, dass sich die Frage gestellt hat: Wann kommt die Erfüllung von Jeremia 49,34-39?
Und in diesem Zusammenhang, ihr merkt, ich mache es spannend, ich lasse die Sache noch nicht ganz aus dem Sack. Aber eben im Zusammenhang mit Jeremia 50 und 51 haben wir eine Prophetie über Babylonien. Diese so spannenden Kapitel handeln gerade auch von der Endzeit. Denn in Jeremia 50 geht es um Babylonien.
 Jeremia 50,1: Das Wort, das der Herr über Babel, oder hebräisch Babel, also Babel, Babylon oder Babylonien als Land, hier muss man es verstehen im Sinn von Land, über Babylonien, über das Land der Kaldäer, durch den Propheten Jeremia geredet hat.
Damit man gerade weiß, auf welche Zeit Jeremia hinzielt, steht in Vers 4 im selben Kapitel: „In jenen Tagen und zu jener Zeit spricht der Herr, werden die Kinder Israel kommen, sie und die Kinder Juda zusammen. Weinend werden sie gehen und den Herrn, ihren Gott, suchen. Sie werden nach Zion fragen.“ Das ist der Tempelberg in Jerusalem, eigentlich das Kernstück des Zionismus. Das ist eine Bewegung, die Juden wieder nach Hause bringen will, nach einer langen Diasporazerstreuung unter allen Völkern. Sie werden nach Zion fragen, das ist Zionismus. Auf dem Weg dahin ist ihr Angesicht gerichtet.
Kommt und schließt euch dem Herrn an mit einem ewigen Bund, der nicht vergessen werden soll.
Also, wir sind hier ganz klar in diesem Kapitel 50 versetzt in die Zeit der Rückkehr des jüdischen Volkes in der Endzeit. Und übrigens: Dieser Ausdruck „in jenen Tagen und zu jener Zeit“ kann man mit einer Konkordanz überall aufsuchen in der ganzen Bibel. Und wir sehen ständig, dass dieser Ausdruck speziell auf die Zeit verweist, wenn das jüdische Volk wieder heimkehrt ins Land, speziell auf die Zeit, die die Bibel Endzeit nennt. Abschlusszeit der langen Zwischenzeit zwischen dem ersten und dem zweiten Kommen von Jesus Christus.

Babylonische Prophezeiungen und ihre Etappen

Nun, in Jeremia 15 und 51 haben sich in der jüngeren Vergangenheit ganz viele Prophezeiungen im Zusammenhang mit den Golfkriegen 1991 und 2003 erfüllt. Wichtig ist dabei Babylonien, also die biblische Bezeichnung für das Kerngebiet des Südirak bis hinauf nach Bagdad. Genau in diesem Gebiet haben sich in jüngerer Vergangenheit im Zusammenhang mit den Irakkriegen viele Prophezeiungen erfüllt, und zwar parallel zu Jesaja 13 und 14. Aber eben: noch nicht alles.
Das war wirklich auch ein prozessartiges Geschehen. Ich weiß noch, wie ich 1990 in der Golfkrise, also noch vor dem Golfkrieg, Jesaja 13 und 14 gelesen habe und gesehen habe: Wow, das zeichnet sich jetzt genau ab, was hier beschrieben wird. Ein Volk, das vom Ende des Himmels kommt, das ist ein biblischer Ausdruck, um zu sagen: von den weit entferntesten Gebieten aus gesehen, von der Welt her, kommt es gegen den Irak.
Und in dem besagten Buch „Leben wir wirklich in der Endzeit?“ habe ich etwa sechzig Einzelprophezeiungen aus Jesaja 13, 14 und Jeremia 50, 51 zusammengestellt und die Erfüllung erläutert. Aber wie gesagt, das war ein Prozess. 1990/91 hat sich so und das und das und das erfüllt. Ich war damals überwältigt, ich mag mich noch sehr gut erinnern. Und dann habe ich aber gesehen: Das ist nicht fertig.
Ich weiß noch, wie Leute dann gesagt haben: Jetzt ist das fertig, der Golfkrieg ist vorüber, die Sache ist abgeschlossen. Nein, das ist nicht fertig, das wird weitergehen. Und das ging auch weiter. Und wirklich, 2003 kam dann der nächste Golfkrieg, und dann hat sich die und die und die und die und die weitere Prophetie aus diesen vier Kapiteln erfüllt, eben im Zusammenhang mit Babylonien.
Was aber noch übrig bleibt: Sowohl in Jesaja 13 und 14 wie auch in Jeremia 50 und 51 wird davon gesprochen, dass Babylonien schließlich so verwüstet werden wird, dass man nicht mehr durch dieses Gebiet hindurchziehen kann. Der Araber wird mit seinen Schafherden nicht mehr dort hindurchziehen.
Was ist das aus heutiger Sicht? Ist das klar? Wenn eine Atombombe eingesetzt wird, dann kann das dazu führen. Oder auch bestimmte chemische Waffen können eine solche Durchseuchung, Verseuchung bewirken, dass man dort nicht mehr hindurchgehen darf. Das kommt noch.

Der Schlüsselbegriff Elam und seine historische Einordnung

Und jetzt verstehen Sie, warum dann eben die Frage in mir immer wieder aufkam: Wann erfüllt sich das Wort aus Jeremia 49,34?
Nun, ich lese ab Vers 34 das Wort des Herrn, das an Jeremia, den Propheten, erging über Elam, im Anfang der Regierung Zedekias, des Königs von Juda, in dem er sprach.
Zedekia war der letzte König aus dem Haus Davids, der über Juda regiert hatte. Danach kam es zum Untergang von Jerusalem und zum Untergang des jüdischen Staates. Das jüdische Volk wurde nach Babylonien deportiert, aber nach einigen Jahrzehnten durften alle, die wollten, wieder heimkehren ins Land der Väter.
Nun, das ist also eine Prophetie aus der Zeit Jeremias, das heißt vor 2600 Jahren, Anfang des sechsten Jahrhunderts vor Christus. Da wird über Elam gesprochen. Jetzt ist die Frage: Was ist Elam?
Nun, in 1. Mose 10 haben wir ein ganz interessantes Kapitel. Da wird Noah beschrieben, seine Söhne und wieder deren Söhne, in ganzen siebzig Namen. Und da wird erklärt, von ganz verschiedenen Völkern, aus welcher Linie sie abstammen. Im Zusammenhang mit Sem heißt es in 1. Mose 10,21: Und Sem, dem Vater aller Söhne Hebers, dem Bruder Japhets des Ältesten, auch ihm wurden Söhne geboren. Die Söhne Sems: Elam, da haben wir es, Assur, Arpachschad und Lud und Aram. Und die Söhne Arams: Uts, Hul, Gether und Masch und so weiter.
Ja, es geht mir speziell um Elam. Er kommt also aus der semitischen Linie.
Übrigens ganz interessant: Gentests kann man ja bei allen Männern durchführen, denn Männer haben typischerweise im Erbgut XY. Das Y haben nur die Männer, und das bekommen sie von ihren Vätern. Darum eignet sich dieser Abschnitt in der DNA, der im Y-Chromosom aufbewahrt ist, sehr gut, um die Vaterlinie zu studieren.
Die heutigen Genforschungen haben ergeben, dass die ganze Menschheit, also alle heute lebenden Männer, auf gemeinsame Vorfahren zurückgehen, und zwar auf drei. Man kann also die Haplogruppen betrachten. Die ganze Menschheit wird nach den Genen in verschiedene Gruppen eingeteilt. Eine Haplogruppe ist ein Ast an einem Baum, am Stammbaum der Menschheit. Diese verschiedenen Äste nennt man Haplogruppen. Und die ganze Menschheit geht auf der Vaterlinie auf drei Haplogruppen zurück, das heißt auf drei Stammväter.
Sie können einen Test machen, und wenn Sie das Resultat haben, welche Gruppe Sie sind, vielleicht R1, A1 und so weiter, dann kann ich Ihnen erklären, aus welcher Linie es kommt. In diesem Fall wäre es aus der Linie von Sem.
Ja, also aus der Linie von Sem kommt Elam. Dann auch Assur, das ist der Stammvater der Assyrer. Das war in biblischen Zeiten ein großes Reich im Norden des heutigen Irak. Das ist speziell Assyrien, der Süden Babylonien.
Und dann haben wir aber auch Aram. Von ihm stammen die Aramäer ab. Wir haben in Deutschland viele Aramäer. Viele von ihnen kommen gerade aus der Gegend von Antiochia, also aus der heutigen Südtürkei. Das war ursprünglich Nordsyrien, und dort gibt es ganz viele Aramäer.
Und in der Bibel ist Aram das Wort für Syrien. Also die Aramäer sind eigentlich die wirklich genetisch echtesten Syrer. Es gibt auch andere echte Syrer, aber das ist wirklich so: In der Bibel wird Aram mit Syrien übersetzt. Sie gehen auf dieser Linie zurück. Sie sind auch aus der Linie von Sem, wie übrigens auch das Volk Israel, das aus der Linie von Sem kommt.
Und nun haben wir hier Elam. Und nun ist es so: In der späteren Geschichte wird Elam verwendet für Persien oder das, was man heute eher Iran nennt, nicht wahr?
Ältere Menschen kennen das noch von vor 1979. Damals fand im Iran diese schreckliche islamistische Revolution statt, wo dann ein Ayatollah an die Macht kam, damals Khomeini. Ja, und früher hat man eigentlich eher von Persien gesprochen und seither typischerweise von Iran, aber das ist dasselbe. Also Iraner sind Perser, Perser sind Iraner.
Aber man muss wissen: Wenn man die Bibel liest, gibt es noch einen weiteren Ausdruck. Persien finden wir zum Beispiel im Buch Esther, in dem das persische Weltreich beschrieben wird. Aber wir finden eben auch den Ausdruck Elam für Persien.

Elam in der Prophetie und in der Geschichte Persiens

Ein Beispiel gefällig: Jesaja 21. Und zwar lese ich Jesaja 21,1:
Ausspruch über die Wüste des Meeres: Wie Stürme, wenn sie im Süden daherfahren, so kommt es aus der Wüste, aus furchtbarem Land.
Ein hartes Gesicht ist mir kundgetan worden: Der Räuber raubt, und der Verwüster verwüstet.
Zieh hinauf, Elam, belagere Medien! All ihrem Seufzen mache ich ein Ende.
Hier geht es prophetisch um die Eroberung von Babylon. Es heißt dann in Vers 9:
Und siehe da, es kam ein Zug Männer, Paare von Reitern, und er erhob an und sprach: Gefallen, gefallen ist Babel, und alle geschnitzten Bilder seiner Götter hat er zu Boden geschmettert.
Nun, hier wird die Eroberung von Babylonien beschrieben, aber prophetisch. Denn Jesaja lebte um 700 vor Christus, und das hat sich 539 vor Christus erfüllt, als die zusammen mit den Medern ein Weltreich aufbauten und Babylonien eroberten.
Jetzt wird hier aber das persische Reich mit Elam bezeichnet. Das war ursprünglich eine Provinz im Südwesten des Iran, direkt neben der Provinz Paras. Dort lag die Provinz Elam. Und es ist eben so: Dieser Provinzname Elam hat dann auch dem Ganzen den Namen gegeben, wie hier im persischen Land Elam.
Anderswo in der Bibel finden wir dann im Buch Daniel, dass dort in Daniel 6 nach der letzten Party des Königs Belsazar von Babylon die Meder und die Perser die Macht übernommen haben. Dort werden sie Perser genannt, und später im Buch Ester ebenfalls Perser.
Aber es ist so: Perser kommt von der Provinz, altpersisch Altfarsi, Paras im Südwesten des Iran, und Elam kommt ebenfalls von einem Provinznamen im Südwesten, angrenzend an Paras. Das eine, Paras, hat dann dem Land den Namen Persien gegeben, und das andere, Elam, hat den Namen Elam gegeben. So versteht man, dass diese Ausdrücke austauschbar verwendet werden können.
Und nun hilft uns das, Jeremia 49,34 zu verstehen:
Das Wort des Herrn, das an Jeremia, den Propheten, erging, über Elam, im Anfang der Regierung Zedekias, des Königs von Juda, in dem er sprach.
Nun, wie gesagt: Jeremia 50 und 51 über Babylonien. Da musste man auch noch eine Weile warten, bis sich das erfüllt hatte, 1991, 2003, und es wird noch weitergehen. Oft erfüllen sich Prophezeiungen in der Bibel in Etappen. Aber wenn man in der Zeit drin ist, dann muss man eben die Augen offen haben. Das war Gottes tägliches Studieren und die Augen offen haben für das, was in dieser Welt geschieht, um zu vergleichen, wo wir stehen.
Und jetzt das Gleiche mit Elam. Aber wir sehen: Wir müssen ein bisschen Knochenarbeit leisten. Da steht nicht einfach Persien, da steht Elam. Und da muss man zuerst einmal überhaupt den Schlüssel bekommen: Dieser Abschnitt handelt von Persien, dieser Abschnitt handelt von dem Iran.

Die Zerstreuung des iranischen Volkes und die aktuelle Lage

Und nun heißt es in Vers 35: So spricht der Herr der Heerscharen: Siehe, ich zerbreche den Bogen Elams, seine vornehmste Stärke, und ich werde die vier Winde von den vier Enden des Himmels her über Elam bringen und es in alle diese Winde zerstreuen. Es soll keine Nation geben, wohin nicht vertriebene Elams kommen, und ich werde Elam verzagt machen vor ihren Feinden und vor denen, die nach ihrem Leben trachten. Und ich werde Unglück über sie bringen, die Glut meines Zorns, spricht der Herr, und ich werde das Schwert hinter ihnen hersenden, bis ich sie vernichtet habe. Und ich werde meinen Thron in Elam aufstellen und werde König und Fürsten daraus vertilgen, spricht der Herr. Aber es wird geschehen am Ende der Tage, da werde ich die Gefangenschaft, oder besser übersetzt: das Schicksal Elams, wenden, spricht der Herr.
Interessant ist dieser Ausdruck „am Ende der Tage“. Das ist einer der typischen Ausdrücke in der Bibel. Man kann wieder mit der Konkordanz, einem guten Handyprogramm für die Bibel, danach suchen. Dann kann man eingeben: „am Ende der Tage“, und alle Stellen suchen. Auf diese Weise findet man alle Stellen, die von der Endzeit sprechen. Es gibt noch andere Ausdrücke, zum Beispiel „am Ende der Tage“, „am Ende der Zeit“, „in den letzten Tagen“ oder „die letzte Stunde“ usw. Es gibt ganz viele Ausdrücke, oder auch „am Ende der Jahre“. Es gibt ganz verschiedene Formulierungen, die im selben Sinn über die gleiche Epoche sprechen, eben die Zeit, in der wir leben.
Das Schöne ist also, ich könnte das Buch jetzt überarbeiten und alles, was neu dazukommt, weiter auflisten. Gehen wir doch von 180 weiter.
Nun wird hier gesagt: In der Endzeit wird es nach dieser Katastrophe, die über Elam kommen muss, schließlich eine Wende des Schicksals geben. Das heißt, Gott hat mit dem persischen Volk einen wunderbaren Plan. Das Schicksal dieses Volkes wird noch völlig gewendet werden. Und da spreche ich nicht einfach nur von einer Volksrevolution, die Freiheit wieder neu erringt nach all den Jahrzehnten seit 1979. Man stellt sich nicht vor, wie gebeutelt, erpresst, geschlagen und zerdrückt das iranische Volk seit 1979 wurde. Man macht sich keinen Begriff davon. Eben, man muss dorthin gehen.
Und ich habe eine Tochter. Wir haben drei, aber wir haben eine, die ist ein bisschen anders. Und ich weiß nicht warum, aber irgendwie zieht es sie in die ganze Welt. Und dann will sie auch so sprechen wie die Leute dort. Sie geht gerne in arabische Länder, und darum spricht sie Arabisch fließend. Dann liebt sie eben den Iran so, und darum hat sie begonnen, Farsi zu sprechen. Und wenn sie in das Land geht, dann wird sie einfach von persischen Frauen eingeladen, und die stellen ihr alles zur Verfügung. Und die sagen, die seien sogar gastfreundlicher als die Araber. Also etwas Gastfreundlicheres als die Iraner gibt es gar nicht. Die kennt unsere Tochter gar nicht, diese Frau, und ... Sie sagt, da ist der Kühlschrank, und sie kann einfach bei ihr gratis wohnen und Zeit verbringen. So hat sie diese Leute wirklich von innen heraus kennengelernt.
Und wenn sie dann junge Leute hört, die sagen: Hier nehmen alle Antidepressiva, das hält keiner aus, hier zu leben, geht es eigentlich noch? Da besteht ein Riesenproblem, zum Beispiel mit ... Ich meine, das kann man ja nicht verantworten. Es kann nicht ein ganzes Volk Antidepressiva nehmen, ja. Aber das stellt man sich nicht vor. Sie hat uns auch erzählt, aus Eins-zu-eins-Erlebnissen, wie junge Leute ihr Leben riskieren, als ob es nichts mehr wert wäre. Keine Perspektive. Dann versteht man plötzlich, warum die auf die Straßen gegangen sind und dann Zehntausende abgeschossen werden. Die haben so keine Perspektive mehr, und sie hängen nicht mehr so am Leben, wie das normal wäre, wie wir das von uns kennen, oder? Hoffentlich. Sonst müssen wir das auch genauer anschauen. Ja, wirklich. Aber das kann man sich also gar nicht vorstellen.
Nun, diese Massen, es sind Millionen, die hoffen jetzt auf eine Revolution und darauf, dass dieses Regime gestürzt wird. Ja, 1979 war es auch ein Sturz durch eine Revolution, und dann kam der Ayatollah an die Macht, und der Schah wurde vertrieben. Übrigens, was heißt Schah? Das ist Farsi, das normale Wort für König. Man sagt immer, sie haben den Schah vertrieben, und bei uns haben wir manchmal das Gefühl, der hieß wahrscheinlich so. Nein, der hieß nicht so, es war das normale Wort für König. Und jetzt ist sein Sohn Reza Pahlavi der nächste Schah, also der nächste König. Er bietet sich an, drängt sich aber nicht einfach so auf. Aber er wäre ja eigentlich der Nachfolger gewesen.
Und die haben die rechtmäßige Regierung durch die islamistische Revolution damals gestürzt. Dann sind unzählige Perser aus dem Land geflohen, in die ganze Welt. Das hat eine Diaspora gegeben, das stellt man sich nicht vor. Es sind Millionen von Iranern, die im Ausland leben, eben weil ihr damals noch geliebter König neben dem Schah vertrieben worden war, gestürzt worden war. In den USA und in Kanada leben sehr viele Iraner, in Europa in allen möglichen Ländern, in Deutschland, etwa 300. Wir in der Schweiz, da bin ich recht enttäuscht, sind es nur ein paar Tausend. Da möchte man sagen, die Schweizer Regierung soll sich überlegen, noch besser überlegen, welche Leute wirklich Asyl brauchen und welche nicht. Wir machen jetzt nicht Politik, aber wir wollen einfach das, was geschieht, im Licht der Bibel anschauen.
Ich habe im Internet eine Recherche gemacht, welche Länder auf der Welt es gibt, wo es keine Iraner gibt. Und das Ergebnis ist: Es ist eigentlich müßig, irgendeine Nation zu suchen, wo es keine Iraner gäbe. Die sind wirklich in der ganzen Welt, und in dieser globalisierten Zeit sind sie wirklich überall da. Ja, es ist genau so, wie es in Vers 36 steht: Und ich werde die vier Winde von den vier Enden des Himmels her über Elam bringen, das ist das eine. Aber eine zweite Prophetie ist: Und ich werde Elam in alle diese Winde zerstreuen, und es soll keine Nation geben, wohin nicht vertriebene Elams kommen werden. Nicht wahr, man könnte denken, die werden zerstreut, wenn dann die Winde kommen, aber es geht um das Thema der vier Winde der Welt. Von allen Seiten wird das Gericht über Elam kommen. Aber es ist auch so, dass Gott eben in alle Windrichtungen die Elamiter zerstreuen wird, und das ist bereits geschehen seit 1979.
Und ein ganz wichtiges Ereignis, das man hier unbedingt erwähnen muss, ist aus biblischer Sicht die persischen Juden. Nicht wahr, von alters her gab es eine große Präsenz von Juden in Persien, in der ganzen Welt, aber eine ganz besondere Judenheit in Persien. Und in Jesaja 11 finden wir eine Endzeitprophetie, die behandle ich in meinem Buch „Leben wir wirklich in der Endzeit?“, ausführlich. Und ich möchte ganz kurz zeigen, worum es geht: Jesaja 11,11. Und es wird geschehen an jenem Tag. Ganz wichtig, das klingt vielleicht für manche Leser so unverdächtig: an jenem Tag. Das ist ein ganz typischer Ausdruck in der biblischen Prophetie für die Endzeit. „Die letzten Tage“ betont mehr diese vielen Tage, wo so viele, viele bewegte, verschiedene Ereignisse stattfinden werden. Aber es gibt auch den Ausdruck „an jenem Tag“. Und das fasst auch mehr den Gedanken der Einheit dieser Endzeit zusammen.
Jetzt können Sie wieder ... Ich empfehle Ihnen ja nicht, die Bibel auf dem Handy zu lesen, nur wenn Sie wirklich keine Bibel haben. Die Hardware ist wichtig, und man muss die Bibel blättern können, man muss die Seiten in der Übersicht sehen, und man muss anstreichen können, mit der Bibel arbeiten. Aber eben als Konkurrenz ist es fantastisch. Geben Sie ein: „an jenem Tag“. Sie werden all die Stellen finden in Jesaja, in Sacharja und, und, und, und, und. Sie werden sehen, es geht immer um die Endzeit, also ganz typischerweise. Wenn ich immer sage, dann will ich nicht mathematisch sagen immer, sondern das ist das Typische: an jenem Tag, an jenem Tag Endzeit.
Und da heißt es Folgendes: Und es wird geschehen an jenem Tag, da wird der Herr noch ein zweites Mal seine Hand ausstrecken, um den Überrest seines Volkes, der übrig bleiben wird, loszukaufen. Zum ersten Mal hat Gott seine starke Hand ausgestreckt, lesen Sie 2. Mose 1-12, um das Volk Israel aus Ägypten zu führen. Und dann beginnt die Geschichte des Volkes Israel in der Bibel mit dem Auszug aus Ägypten. Da hat Gott zum ersten Mal freigekauft. Und jetzt heißt es hier: In der Endzeit wird diese starke Hand Gottes, die in der Geschichte handelt, konkret handelt, wieder in der Geschichte wirken, und zwar um den Überrest seines Volkes, das sind die Israeliten, die eben die ganze Geschichtszeit mit all der Judenverfolgung und all dem Judenhass überlebt haben bis in diese Zeit, um den Überrest seines Volkes, der übrig bleiben wird, loszukaufen aus Assyrien, das ist, wir haben ja alles erarbeitet, war Knochenarbeit, aber jetzt können wir Früchte genießen, ihr habt gehört, Nordirak, ja, und aus Ägypten und aus Patros.
Für Ägypten steht Mizraim. Patros ist in der Bibel das Wort für Oberägypten. Wenn Sie Mizraim und Patros haben, dann meint Mizraim speziell Unterägypten, also das Nildelta mit Alexandria, Kairo usw., und Patros ist dann eben Oberägypten. Also Juden werden aus Unter- und Oberägypten kommen und aus Äthiopien, das ist Kusch. In der Bibel bezeichnet das das Gebiet von Sudan, Äthiopien, Eritrea, und aus Elam, jetzt frage ich nicht, was das ist, und aus Schinar. Schinar ist in der Bibel das Wort, ein anderes Wort für Babylonien, Südirak. Wir hatten Assyrien, Nordirak, Schinar, Südirak. Und aus Hamat, Hamat, das kennen wir heute unter, ein bisschen gekürzt, Hama, Syrien, aus Hama, und von den Inseln des Meeres, die Ijim, der biblische Ausdruck, das wird von einem der größten Hebräischkenner im 19. Jahrhundert, Keil und Delitzsch, in ihrem zehnbändigen Kommentar zum Alten Testament im ersten Band erklärt, zu 1. Mose 10, wo es heißt, dass die Nachkommen von Jafet die Inseln besiedelten. Da wird erklärt: Ijim bezeichnet die Inseln des Mittelmeeres auf der europäischen Seite und die Küstengebiete von Kleinasien bis nach Spanien, also Türkei, ehemals Jugoslawien, Griechenland, dann Italien, Südfrankreich, Spanien. Das ist der Ausdruck für Europa.
Und nicht wahr, im 20. Jahrhundert sind wir Zeugen gewesen. Und in meinem Buch, das ich jetzt wiederholt erwähnt habe, führe ich das ganz genau aus und gebe auch die Belege, da, wo es nötig ist, um zu zeigen: Es gab einen ganz grandiosen Exodus von Juden im 20. Jahrhundert, dramatisch aus dem Irak, aus Nord- und Südirak, aus Ober- und Unterägypten, aus Äthiopien und Sudan, aus Persien. Zehntausende von Juden, die 1979 wegen der Revolution geflohen sind. Und Schinar habe ich schon erklärt, Hama aus Syrien: eine ganz dramatische Geschichte, wie syrische Juden mit Geld ganz versteckt, in der Politik hintenrum, wie die rausgeholt worden sind aus Syrien. Und aus Europa Hunderttausende, die dann schließlich ins Land Israel eingewandert sind. Jeder Punkt hat sich erfüllt.
Aber eben, mir ging es darum zu zeigen: Dieser spezielle Exodus der persischen Juden aus Elam in der heutigen Zeit, aber eben nicht nur Juden, sondern Perser, Iraner überhaupt, flohen und zwar so dramatisch, dass Millionen weltweit zerstreut worden sind. Und es ist wirklich so, sie in alle Winde zu zerstreuen, und es soll keine Nation geben, wohin nicht vertriebene Elams kommen werden. Die wurden aber vertrieben durch die Revolution. Und was jetzt geschieht, wie viele Flüchtlinge es noch geben wird, aber möglicherweise die von der anderen Seite, wenn das Regime fällt, dann sind all die, die dieses brutale, schreckliche, menschenverachtende Regime unterstützt haben, die haben ein Problem im Iran.
Also, wir sind in den Ereignissen drin. Wir sehen einfach, was geschehen ist bis heute, was kommen wird. Wir halten die Augen offen. Aber ich bin nicht schön der Reihe nachgegangen, aus didaktischen Gründen. Oft muss man vorne anfangen und dann ganz hinten und dann so in die Mitte. Das haben wir jetzt genau so gemacht.

Der militärische Stolz Elams und seine Zerschlagung

Aber jetzt Vers 35: So spricht der Herr der Heerscharen: Siehe, ich zerbreche den Bogen Elams, seine vornehmste Stärke.
Das ist Ayatollah Ali Khamenei. Er war der Nachfolger ab 1989. 1979 kam Ayatollah Khomeini an die Macht, ein furchtbarer Gewaltherrscher. Und dann, von 1989 bis 2026, Ali Khamenei. Er war ein unglaublicher, brutaler, menschenverachtender Mann, der wirklich noch mehr Macht gehabt hat als der Schah. Also, das war wirklich der Oberkönig von Persien.
Er war ein absoluter Diktator. Er stand über dem Parlament, über der Justiz und über dem Präsidenten. Alles war unter seiner Macht. Er war der religiöse und, wie kann man sagen, der säkulare Herrscher in einer Person. Und er war auch der oberste Mann der militärischen Streitkräfte des Irans.
Wie wir wissen, ist er vor einigen Tagen gestorben, und zwar dreißig Sekunden nachdem der Krieg begonnen hatte. Er wusste wohl noch gar nicht, dass der Krieg begonnen hatte, aber er war sicherheitshalber unten in seinem Palast in Teheran. Dort wollte er mit hohen Ministern zusammen sein zum Frühstück. Und er hatte natürlich nicht gedacht, dass der Krieg ausgerechnet am Sabbat beginnen würde.
In Israel wird ja der Sabbat gefeiert, am Samstag, der Ruhetag. Da beginnt nicht unbedingt der Krieg, gerade am Sabbat. Und wenn schon am Sabbat, dann natürlich als totale Überraschung in der Nacht. Ja, die Überraschung war eben, dass es keine Überraschung war. Und darum war es eine Überraschung, weil es am Tag geschah, und zwar am Morgen.
Ich habe vor kurzem gelesen, dass ein spanischer hoher Politiker bei Ali Khamenei zu Besuch war. Da hat er ihn gesehen, wie er am Morgen seinen Tee bereit machte. Und dann hat er ihn angesprochen und ihn ein bisschen persönlich gefragt: Woran denken Sie, wovon träumen Sie, wenn Sie da morgens den Tee umrühren? Dann soll er gesagt haben: von der Vernichtung Israels.
Dieser Mann hat ein Raketenprogramm aufbauen lassen, und zwar ein sehr fortschrittliches, gerade mit ballistischen Raketen in so großer Menge. Ballistische Raketen sind solche, die sehr, sehr weitreichend sind, also mehr als Mittelstreckenraketen, und diese wiederum mehr als Kurzstreckenraketen. Es gibt diese Einteilung der ballistischen Raketen. Und da entwickelte sich in den vergangenen Jahrzehnten ein riesiger Stolz von Elam auf das Raketenprogramm.
Und der Iran entwickelte sich eben zum größten Terrorstaat im Nahen Osten. Er baute seine Verbündeten im Libanon, die Hisbollah, mit Raketen auf. Die sollen 300 Raketen besessen haben, noch vor dem Zwölftagekrieg letztes Jahr. Dann haben sie die Hamas im Gazastreifen ausgerüstet, die Huthi im Jemen und die Proxys in Syrien und im Irak. Aber der große Stolz war ihr Raketenprogramm.
Und sie haben auch begonnen, Raketenuntergrundstädte zu bauen. Tief in den Bergen des Irans, in dieser grandiosen Bergwelt, wurden da tief unten, scheinbar völlig sicher, riesige Städte aufgebaut, für Tausende von Raketen. Also: Der Stolz Elams sind seine Raketen.

Sprache, Zukunft und moderne Begriffe in der Bibel

Und an dieser Stelle ein kleiner Gedankengang: Die Bibel spricht ja über die Zeit, über die biblische Zeit. Das war also die Zeit, in der die Bibelschreiber lebten. Das ist von Mose, 1600 vor Christus, bis Maleachi, dem letzten Propheten, 400 vor Christus. Und natürlich schreibt Mose auch über die noch frühere Zeit.
Aber eben: Die Wörter, die in der Bibel verwendet werden, für das Alte Testament sind die Wörter, die man brauchte für die Dinge, die es damals zu der Zeit gab. Im Neuen Testament wurde zwischen 32 und 100 nach Christus geschrieben. Und das Neue Testament verwendet auch die Wörter und Ausdrücke, die man in dieser Zeit verwendete.
Aber jetzt haben wir eine Frage. Die Bibel spricht ja viel über die Zukunft, also auch über die Zeit, die über die Bibelschreiber weit hinausgeht. Wie beschreiben die denn Dinge, die erst später einmal kommen werden? Nun, die Bibel sollte immer verständlich sein für alle Menschen, und darum hat die Bibel immer Wörter verwendet, die auch zur Zeit, als die Bibel verfasst wurde, verständlich waren. Aber wie kann man dann Dinge beschreiben, die es gar noch nicht gibt? Das ist ein Problem, oder?
Ja, das Problem hatte auch Eliezer Ben Yehuda. Das war dieser baltische Jude, der 1881 aufbrach, weil er sich sagte: Ich gehe in das Land meiner Väter zurück. Ja, ausgerechnet im Jahr darauf kam die erste grosse Einwanderungswelle von damals vor allem russischen Juden. Tausende packten ihre Koffer, weil sie so schwer verfolgt wurden in Russland, und gingen ins Land der Väter. Und gleichzeitig, völlig unabhängig, wanderten etwa tausend jemenitische Juden zu Fuss durch die saudische Wüste und gingen von dort zurück ins Land der Väter.
Nun, Eliezer sagte sich: Die Juden im Land, die zurückkehren, die sollten nicht Jiddisch sprechen. Das ist ja quasi ein althochdeutscher Dialekt, angereichert mit vielen hebräischen Wörtern, aber es ist eigentlich Deutsch. Weil man Deutsch kann, verstehen wir eigentlich ziemlich schnell Jiddisch. Sie sollen nicht Jiddisch sprechen, auch nicht Russisch, auch nicht Arabisch, sondern die warmkehlige Sprache der alten Propheten.
Darum begann er, ein Wörterbuch zu schreiben, in dem er eben alle Wörter ausschöpfte aus dem hebräischen Alten Testament und aus dem Hebräischen heraus, aus den Wortwurzeln heraus neue Wörter kreierte für das moderne Leben. Zum Beispiel: In der Bibel lesen Sie nie etwas über Orangen. Aber nicht wahr, so in der modernen Zeit, jetzt spreche ich als Historiker, dann ist bereits 1881 moderne Zeit, da isst man doch ab und an mal Apfelsinen, eben Orangen. Und wie sollte er das im Hebräischen ausdrücken?
Nun hat er sich überlegt: Auf Jiddisch sagt man Goldäpfel, das liessche Wort für Goldäpfel. Und dann hat er das einfach übersetzt auf Hebräisch. Tapuach heisst Apfel, kommt auch in der Bibel vor, und Zahav Gold, also Apfel von Gold: Tapuach Zahav. Und da war das Wort kreiert.
Ja, aber wie soll man zum Beispiel sagen: Violine? Das ist auch eine relativ moderne Erfindung. Also ich rede wieder als Historiker: Vor 2000 Jahren gab es keine Violinisten, und in der modernen Zeit dann ganz viele, und ganz viele gute jüdische wie Yehudi Menuhin und wie sie alle heissen, sie sind nicht unser Thema. Perlmann und so weiter, Schneiderhahn und so weiter. Aber wie soll man das ausdrücken?
Ja, da hat er einfach das Wort für Harfe genommen, diese spezielle Art von Harfe, die David spielte. 1. Samuel 16 heisst Kinnor, und hat das Wort genommen für Violine: Kinnor. Und darum ist es wichtig, wenn Sie nur modernhebräisch lesen lernen und dann die Bibel lesen, dann haben Sie das Gefühl, David hätte Violine gespielt. Und da müssen Sie eben das Hebräische doppelt lernen. Alt und Neues müssen Sie wissen.
Im Althebräischen heisst das eben Harfe. Das war so eine kleine Harfe, die man an der Brust hielt, mit der rechten Hand zupfte, drei und mehr Saiten. Aber heute: Violine. Ein Saiteninstrument, das in Daniel 3 erwähnt wird, am Hof von Nebukadnezar, im aramäischen Text Psanter. Das hat er genommen oder hat man genommen für Klavier. Also ein Pianist ist ein Psanthran, der eben Psanter spielt. Das alte biblische Wort.
Wörter müssen plötzlich etwas Neues ausdrücken, und natürlich: Die Violine, in ihrer Entwicklungsgeschichte, geht zurück auf diese Vorformen von Harfen oder Leiern, wie man dem auch sagen will. Und ja, so hat er neue Wörter kreiert.
Und nun ist es genau so im Prophetischen. Die alten Wörter: Hier haben wir Bogen, den Pfeilbogen, das ist quasi die Abschussvorrichtung. Und das, was man fortschickt, wird in der Bibel „Chäts“ genannt, Pfeil, das ist der Pfeil. Aber das berühmte Raketenabwehrprogramm, nebst Iron Dome, das ist für Kurzstreckenraketen, wenn die abgefangen werden müssen, zum Beispiel aus dem Gazastreifen von Hamas, dann gibt es eben noch andere solche Schutzschilde. Und eines davon ist eben für Langstreckenraketen: das ist das Chetz, das Arrow-Abwehrsystem. Arrow heisst Bogen oder Pfeil, ja, und Chetz ist das hebräische Wort für Pfeil.
Die Analogie ist ja ganz klar zwischen einer Rakete und einem Pfeil, und die Rampe ist der Bogen. So spricht der Herr der Heerscharen: Siehe, ich zerbreche den Bogen Elams, seine vornehmste Stärke. Ausgerechnet der Iran ist so stolz auf seine Abschussvorrichtungen und auf seine Pfeile, und Gott sagt: Ich zerbreche sie. Und wir sind Augenzeugen jetzt. Ein Teil wurde zerbrochen im Zwölftagekrieg letztes Jahr. Aber das war nur so eine Vorstufe. Und auch die Zerstörung des Atomprogramms war zwar entscheidend, was da geschehen ist, aber auch nur eine Vorstufe.
Dann gab es nochmals quasi die Chance für den Iran, selbständig zu verzichten auf ihren grössten Stolz, ihre ballistischen Raketen. Das wurde ganz klar von Präsident Trump und Präsident Netanjahu vorgelegt. Also: Der Iran muss klar bekennen, wir verzichten auf unser Atomprogramm, wir verzichten auf weiteren Bau von ballistischen Raketen. Aber die am Verhandlungstisch, sie waren alle verhärtet, und sie konnten sich dem nicht beugen und wollten sich dem nicht beugen. Und so kam es zu diesem Krieg, der am 28. Februar ausbrach.
Ja, und gerade noch in Saudi-Arabien, am ersten Ramadan, das war elf Tage vorher, haben wir die ersten Tage von Ramadan noch in Saudi-Arabien erlebt. Und dann sind wir raus, als alles noch gut in Ordnung war, und dann kam der Krieg. Aber jetzt haben Sie schon gemerkt, wann er kam: am elften Ramadan. Und der Ramadan ist im islamischen Kalender Monat Nummer neun. Und jetzt übersetzen Sie das mal auf Englisch: 9/11. Das ist unglaublich. Amerika macht seinen 9/11 und zerschlägt diesen islamistischen Staat, Iran, mit seinem grössten Stolz, das Raketenprogramm.
Und es war so: Die Iraner, also jetzt rede ich von den islamistischen Iranern, die waren so stolz auf ihr Raketenprogramm und auf ihre Idee von gigantischen unterirdischen Raketenstädten in den Bergen, dass sie sogar Videos veröffentlicht haben, wo man richtig hindurchgeführt wird durch diese Tunnels mit diesen Raketen dort unten in diesen riesigen Städten, wo man Unmengen von Soldaten auch stationieren kann. Und die Geheimdienste und die Militärspezialisten, die haben das alles studiert. Und das, was Sie meinten, das sei jetzt ihre ganz besondere Stärke, das wurde für sie zum Einfallstor.
Amerika hat Bomben, die Israel nicht einmal hat. Bombenbrechende Geschosse, man stellt sich diese Gewalt nicht vor. Man muss es gesehen haben, wie ein Atompilz. Wenn eine MOAB, das ist die Mutter aller Bomben eben, als bunkerbrechend eingesetzt wird, gerade um Gestein bis in die Tiefe, Granit, zu durchdringen, und so wurden diese Untergrundstädte zu Gräbern für Soldaten und Raketen.
Und sobald sie mit den Raketen raus wollten, haben Israel und Amerika in kürzester Zeit die Oberhoheit über den Luftraum von Iran erlangt. Und die haben auch Flugzeuge, die ständig patrouillieren und solche Bewegungen sofort sehen. In kürzester Zeit übrigens auch mit Einsatz von KI, künstlicher Intelligenz, wird das alles schnell berechnet, und diese Abschussrampen werden gerade getroffen.
Und es sind so viele Tausend Raketen, aber das besondere Augenmerk ist, nicht nur einfach alle Raketen zu zerstören, sondern gerade die Abschussrampen. Was nützen die Pfeile, wenn der Bogen nicht mehr da ist? Was wird mit den Pfeilen? Und genau das ist geschehen.

Die Ausbreitung des Konflikts und die Reaktion der Welt

So spricht der Herr der Heerscharen: Siehe, ich zerbreche den Bogen Elams, seine vornehmste Stärke. Vers 36. Und ich werde die vier Winde von den vier Enden des Himmels her über Elam bringen.
Amerika kam von Westen und auch von Osten. Das ist dieses berühmte Kriegsschiff, die Abraham Lincoln. Amerika hat ja nach und nach eine Konzentration von Flugzeugen in den Mittleren Osten gebracht. Das ist in diesem Ausmaß noch nie geschehen wie jetzt. Hier sieht man, die Abraham Lincoln kam von Osten aus. Sie war stationiert im Südchinesischen Meer, im Fernen Osten, und hat die Reise gemacht.
Viele Kriegsschiffe wurden also im Roten Meer, Mittelmeer und im Arabischen Meer stationiert, so dass eben die Angriffe kommen von Westen, von Süden, und sie kamen eben auch von Osten, dieser Aufmarsch. Und natürlich auch der Norden, Nordwesten spielt eine Rolle, wirklich alle vier Winde. Ich werde die vier Winde von den vier Enden des Himmels hier über Elam bringen.
Jetzt soll sich auch Australien gemeldet haben, dass sie auch mitkriegen würden, auch England, das Verhalten, Frankreich und so weiter und so fort. Ein Problem ist ja, dass der Iran nicht nur arabische Nachbarn und solche, die man als Freunde betrachtet hat, angegriffen hat und sie jetzt zwingt, gegen Iran vorzugehen, von allen möglichen Seiten, und sogar auch die Türkei. Das ist ein Problem, wenn man die Türkei angreift, das ist ein NATO-Land. Und Zypern wurde auch angegriffen, das ist auch ein NATO-Land. Und die NATO-Statuten sind klar: Wenn ein NATO-Land angegriffen wird, dann müssen alle NATO-Staaten in den Krieg ziehen. Und das sind die meisten von ganz Europa, zusammen mit den USA und Kanada.
So unglaublich, nicht wahr? Also, was sich da zusammengebraut hat, ist unglaublich. Und was in diesen Tagen geschehen ist, das wird offensichtlich von den meisten unterschätzt, weil die offiziellen Medien gar nicht beschreiben, was geschehen ist. Wir haben die Infos sehr direkt, und man stellt sich das nicht vor. Das wird in den normalen Medien kaum ausgeführt, aber das ist eine Erschütterung, die man sich nicht vorstellen kann.
Hier sieht man eine FH-18, die eine wichtige Rolle spielt, nebst allen anderen Kampfflugzeugen. Das ist eine Tomahawk, das ist also ein Pfeil von Amerika, eine ganz, ganz schreckliche Rakete. Aber die wird eingesetzt eben nicht gegen das iranische Volk, sondern gegen dieses terroristische Regime und ihre Armee, ihre terroristische Armee.
Und hier sehen wir F-16 von Israel und was die bewirkt haben, allein in den ersten sieben Tagen. Das stellt man sich nicht vor, das hätte sich keiner so vorgestellt. Und das hat dazu geführt, dass aus anfänglich 300 Raketen, die gegen Israel kamen, von Iran, jeden Tag die Zahl zurückging. Und das wird jetzt so weitergehen in den kommenden Tagen und kommenden Wochen nach Programm, nach geplantem Programm. Also nicht irgendwie abschwächen, sondern die Intensität kann je nachdem sogar noch viel stärker werden, wie jetzt auch gerade in den vergangenen Tagen.

Gericht, Führungsschicht und geistliche Deutung

Gehen wir weiter, Vers 37:
Und ich werde Elam verzagt machen vor ihren Feinden und vor denen, die nach ihrem Leben trachten, und werde Unglück über sie bringen, die Glut meines Zorns, spricht der Herr, und ich werde das Schwert hinter ihnen hersenden, bis ich sie vernichtet habe.
Wir haben bereits davon gesprochen. In den ersten 30 Sekunden war der Ayatollah, der in all diesen Jahrzehnten, von 1989 bis 2026, das iranische Volk so grausam unterdrückt hat und den Terrorismus im Nahen Osten sowie den Terrorismus gegen Israel dermassen unterstützt und geleitet hat, tot. Und ganz hohe Minister mit ihm.
Und dann ging das weiter. In kürzester Zeit wurde ein gewichtiger Teil der obersten Führung, religiös und militärisch, getötet. Wie können die das? Wieso wissen die das? Ja, das wissen wir auch nicht, nur zum Teil. Ja, das wird uns nicht alles erzählt, weil das müssen sie ja wieder für andere Fälle brauchen. Aber zum Beispiel ist bekannt, dass die Strassenkameras in Teheran schon längst gehackt waren, und da wurde schon längst ständig beobachtet, wo geht der Ayatollah hin, zu welcher Uhrzeit, wo wird das Auto abgestellt, wann ist er wo. Die Geheimdienste kannten Teheran so wie Tel Aviv oder wie Washington.
Und kann man sich vorstellen, was das für ein Schock war für die iranische islamistische Führung, als der Khomeini nach dreissig Sekunden bereits tot war? Wieso wissen die, wo der ist, und wie erreichen die ihn da in diesem Bunker unter dem Palast? Ja, die wissen um diesen Bunker. Die wussten aber auch um den viel wichtigeren Bunker unter mehreren Strassen in Teheran, der wurde nachträglich dann vernichtet. Die wissen alles. Die wissen, in welchen Appartements wer wohnt. Und dass genau diese Wohnung getroffen wird, unglaublich.
Also man kann sich das nicht vorstellen. Das erzählen Sie uns ja auch nicht. Aber kann man sich vorstellen, wenn das einem selber passieren würde, wenn man sich in die hineinversetzt, man würde verzweifeln. Wie ist das möglich? Und das hat der Iran auch schon früher von sich gegeben: Die Israelis sind mit Dämonen in Kontakt, darum wissen die das alles.
Aber wieso sollten Sie sich nicht fragen, oder hat Gott einen besonderen Schutz über Israel gegeben? Und wirklich, in 1. Mose 12 hat Gott zu Abraham gesagt, er hat ihn berufen aus Ur in Chaldäa, heutiger Südirak, um in das verheissene Land zu gehen. Und er sagt in Vers 3, 1. Mose 12,3:
Und ich will die segnen, die dich segnen, und wer dir flucht, den werde ich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde.
Also: Wer dir flucht, den werde ich verfluchen. Und das hat die Hamas erlebt in jüngster Vergangenheit. Der Gazastreifen ist eine Ruine. Das hat die Hisbollah jetzt erlebt, und wir wissen, dass der Südlibanon jetzt aufgefordert worden ist, vollständig zu räumen. Eine Million insgesamt von Bewohnern mussten gehen, damit wirklich das Terrornetzwerk der Hisbollah zerstört werden kann.
Wieso können die das? Es ist wirklich so: Wer dir flucht, den werde ich verfluchen. Und das haben die Huthis im Jemen in der jüngeren Vergangenheit erlebt, das hat Syrien erlebt, das Regime von Assad, das haben die Proxys im Irak erlebt und jetzt eben der Iran. Und es wird weitergefahren. Bereits die zweite Generation von Führern wird beseitigt. Unglaublich. Also man kann sich nicht vorstellen, was muss in deren Seele vorgehen.
Da wird es gesagt:
Und ich werde Elam verzagt machen vor ihren Feinden und vor denen, die nach ihrem Leben trachten, und werde Unglück über sie bringen, die Glut meines Zorns, spricht der Herr, und ich werde das Schwert hinter ihnen hersenden, bis ich sie vernichtet habe.
Und dann heisst es: Und ich werde meinen Thron in Elam aufstellen. Das geht schon aufs Tausendjährige Reich. Jesus Christus wird wiederkommen, und er wird die Herrschaft übernehmen, und er wird speziell im Iran seine Herrschaft aufrichten. Warum hat Elam diese Verheissung? Ich möchte das auch für die Schweiz, ihr wollt das auch für Deutschland, dass Gott seinen Thron in Deutschland aufstellt. Das ist dann etwas anderes als der Thron des Satans in Berlin, ja, ich meine den Pergamonthron. Ja, und das wird hier gesagt, aber es ist etwas ganz Wunderbares.
In den vergangenen Jahren und Jahrzehnten ist im Iran eine so grosse Erweckung ausgebrochen. So viele Iraner, Muslime, sind zum Glauben gekommen an den Herrn Jesus Christus und haben Frieden mit Gott bekommen. Sie haben ihre persönliche Schuld Gott bekannt und den Herrn Jesus als Retter in Anspruch genommen. Und das ist etwas ganz Grandioses.
Und wenn es jetzt geht hin zur Freiheit, dann ist es eine Gefahr für den Iran. Menschen kommen leider oft dann zur Bekehrung, wenn es ihnen ganz schlecht geht. Eigentlich müsste das nicht sein. Wir können uns doch auch bekehren, gerade weil wir sehen, wie freundlich Gott mit uns ist und, zurückblickend im Leben, wie freundlich Gott war und ich einfach meinen Weg gegangen bin. Das wäre ein Grund, um sich zu bekehren.
Ja, aber so sind sehr viele Iraner zum Glauben gekommen, und auch die zerstreuten Iraner weltweit. Viele sind mit dem Evangelium in Kontakt gekommen und sind zum lebendigen Glauben durchgedrungen und haben gesehen: Also dieser Islam, menschenverachtend, was sie erlebt haben im Iran, das kann ja nicht die Wahrheit sein. Und sie haben wirklich die Liebe Gottes erkannt.
Aber was hier noch weitersteht, ist: Ich werde meinen Thron in Elam aufstellen. Aber dann noch eine zweite Prophetie: Und werde König und Fürsten daraus vertilgen, spricht der Herr. Und das haben wir gesehen. Dieser Ayatollah und die ganze Führungsriege werden wirklich direkt getroffen.
Und dann nochmals wie gehabt, Vers 39:
Aber es wird geschehen, schliesslich im Blick auf das Tausendjährige Reich, am Ende der Tage, da werde ich das Schicksal Elams wenden, spricht der Herr.
Es gibt eine Wende, eine Vorwende können wir jetzt erwarten. Aber dann die endgültige Wende, wenn Gott dann auch seinen Thron speziell zu Jerusalem, auch in Persien, aufstellt. Also Persien hat schon einen ganz besonderen Platz im Plan Gottes.

Persönliche Abgrenzung von Kriegslust und biblische Unterscheidungen

Und jetzt möchte ich noch ganz kurz überziehen, wenn es erlaubt ist, und zwar habe ich ein besonderes Anliegen. Ich habe so viel über Krieg gesprochen, und man hat gemerkt, wie mich das ergreift, zu sehen, wie das Wort Gottes sich erfüllt. Aber man würde mich völlig falsch verstehen, wenn man meint, ich sei irgendwie militärbegeistert.
Als junger Mann musste ich, wie das üblich ist in der Schweiz, zur Armee. Ich habe mich gut vorbereitet und Empfehlungsbriefe mitgenommen. Ich habe erklärt: Ich bin bereit, Armeedienst zu leisten, aber ich möchte auf niemanden schießen. Ich möchte das ohne Waffe tun. Das war nicht ganz im Konzept vorgesehen. Man hat gedacht: Ja, also dieser junge Mann – ich war ja noch lange nicht zwanzig – der ist wahrscheinlich von Leuten beeinflusst worden.
Einer, der mir ein Empfehlungsschreiben geschrieben hat, war Paul Kiene, der Autor von dem Buch Das Heiligtum Gottes in der Wüste Sinai, dieses schöne, schöne vierfarbige Buch über die Stiftshütte. Der andere war mein Biologielehrer, ein Evolutionist, mit dem ich ein gutes Verhältnis hatte, Dr. Müller. Der war Major in der Armee und hat mir auch ein Empfehlungsschreiben geschrieben. Er war mit mir zufrieden.
Ja, und dann war ich da in den Unterhosen. Das ist so geplant. Man macht ja zuerst den sportlichen Teil, muss zeigen, dass man gesund ist und noch ein bisschen mehr dazu hat, und dann war das Gespräch dran. Das war aber eben so geplant, dass das Gespräch, die Gewissensprüfung, gerade in dem Moment geschah, wo man noch in Unterhosen war. Und dann hat ein Offizier in voller Montur mich ausgefragt. Ich habe ihm erklärt, das ist meine Überzeugung, das kommt von meinem Glauben her: Ich möchte niemanden im Krieg töten.
Man hat dann herausgefunden, dass ich eigentlich zu groß war für mein Gewicht. Wieso lacht ihr? Also, einundsiebzig. Ja, aber eben, ich war doch zu groß für das Gewicht, das ich da hatte. Und dann sagten sie, ich soll in zwei Jahren wiederkommen. Ich wurde zurückgestellt, und nach zwei Jahren kam ich wieder, immer noch nicht intelligenter, also immer noch mit den gleichen Ideen. Und ich hatte, ich glaube, ein Kilo zugenommen. Aber es war eben gerade die Studienzeit, und ich habe mich so reingegeben in die Musik, Klavier und Violine, und viel Bibelstudium gemacht, da hatte ich einfach nicht so Hunger. Das kam erst nachher. Also, jetzt bin ich normal.
Aber gut, da haben sie gesagt: Hoffnung vorbei. Und ich wurde in eine Truppe versetzt, die nur im Kriegsfall eingesetzt werden sollte. Und so war das für mich vorbei. Ich wollte also nicht nichts tun, aber ich durfte dann nichts tun. Aber es ist mir wichtig zu unterscheiden: Die Gemeinde Gottes hat keinen Auftrag, um Kriege zu führen in dieser Welt. Epheser 6,10 sagt ganz klar: Unser Kampf ist nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die geistlichen Mächte der Bosheit. Also, wir haben einen geistlichen Kampf gegen Satan und seine Dämonen. Aber wir kämpfen nicht gegen Fleisch und Blut, und das war mir wichtig.
Aber man darf nicht vergessen, dass Gott zwar nicht der Gemeinde, der Kirche, sondern dem Staat das Schwert gegeben hat. Römer 13 sagt, dass der Staat als Dienerin Gottes das Schwert nicht umsonst trägt. Das ist also die Grundlage im Neuen Testament für Polizei und Armee. Ein Staat hat die Aufgabe, seine Bürger zu schützen mit dem Schwert. Das Schwert ist natürlich wieder symbolisch. In der modernen Zeit ist es nicht das Schwert, das im wörtlichen Sinn von großer Bedeutung wäre, aber eben: Das Schwert symbolisiert die Schwertgewalt, das Gewaltmonopol. Wenn Ihr Nachbar Sie ärgert, dürfen Sie nicht zuschlagen, nie, weil wir kein Gewaltmonopol haben. Wenn die Polizei ihn festnimmt, ist das etwas ganz anderes. Dann machen die, was Gott als Autorität gegeben hat.
So ist es ganz wichtig. Es gibt manchmal Christen, die kritisieren Israel und sagen, die verstehen aber auch gar nichts von der Bergpredigt. Matthäus 5–7: Liebe, liebet eure Feinde und segnet die, die euch verfolgen, usw. Es ist nicht richtig, was Israel tut. Natürlich ist es richtig. Der Staat schützt seine Bürger. Und auch gerade im Moment hat man sich gesagt: Das lassen wir nicht mehr zu, dass die Bürger, Abertausende im Norden Israels an der Grenze zum Libanon, dass die wieder in die Hotels gehen müssen. Und dort waren sie über ganz lange Zeit. Man hat sie evakuiert wegen der ständigen Raketen aus dem Libanon. Jetzt bleiben die dort, und Israel hat gesagt: Und jetzt müssen die im Südlibanon gehen. Die libanesische Regierung wurde aufgerufen: Ihr müsst die Hisbollah entwaffnen. Sie haben es nicht gemacht. Die UNO hatte seit Jahrzehnten den Auftrag gehabt, sie zu entwaffnen. Sie haben nichts gemacht. Und jetzt macht es Israel. Aber das ist, weil Gott eben dem Staat das Schwert gegeben hat, und das müssen wir unterscheiden.
Darum ist es wichtig, als Christen ist es wichtig, dass wir beten für alle Menschen, sagt 1. Timotheus 2,1ff., weil wir an einen Rettergott glauben, der möchte, der will, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. Und so beten wir für die Iraner, und zwar für alle auf der einen und der anderen Seite, und wir beten für Israel, für Juden. Wir beten auch für die Araber, auch im Gazastreifen, und auch für Hisbollah-Leute. Auch solche Leute können zum Glauben kommen und wirklich Frieden mit Gott bekommen. Wir haben wunderbare Beispiele dafür.
Und so ist es wichtig, eben diese klare Sicht zu haben, dass man Dinge nicht miteinander vermischt. Aber man muss Israel unterscheiden von der Gemeinde, und man muss den Auftrag der Gemeinde unterscheiden. Und auch unser ziviles Leben mit dem Nachbarn, der schwierig ist, unterscheiden von dem, was die Polizei und die Armee macht. Und wenn man diese Unterscheidungen nicht macht, hat man ein Riesendurcheinander im Kopf und kommt mit dem Leben nicht zurecht. Darum steht auch in 2. Timotheus 2, dass man das Wort Gottes in gerader Richtung schneiden muss. Man muss unterscheiden, was nicht zusammengehört, sonst hat man ein unglaubliches Durcheinander.

Schluss: Gericht und Gnade zusammen sehen

Aber das soll helfen, eine Sicht auf die heutige Zeit zu haben, damit wir sehen, dass Gott handelt. Er handelt auch im Gericht, wie wir in Jeremia 49 gelesen haben.
Gleichzeitig dürfen wir um Gnade beten, dass Menschen in dieser Not umkehren, ihre Schuld Gott im Gebet bekennen und das Opfer des Herrn Jesus im Glauben zur Vergebung in Ewigkeit in Anspruch nehmen.
So müssen wir hier schließen.

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