Gliederung
I. Jesus gebraucht Menschen für unseren Wachstum (4, 11-12)
A. Die grundlegenden Dienste (11)
B. Die aufbauenden Dienste (11)
C. Jeder versieht seinen Dienst (12)
II. Jesus möchte uns zur Einheit und Festigkeit führen (4, 13-14)
1. Anwendung
2. Praktisch
Einleitung
Erzählung wie ich Lilian kennen lernte.
Um Gott besser kennen zu lernen kann man einiges Beachten, das
wollen wir heute tun und Paulus schrieb den Ephesern diesbezüglich
einen sehr hilfreichen Gedanken.
Jesus gebraucht Menschen für unseren Wachstum (4, 11-12)
1 Die grundlegenden Dienste (11)
Zuerst macht Paulus deutlich, dass Wachstum und Reifung im Glauben
immer in Zusammenhang mit Menschen steht, die Gott begabt und
eingesetzt hat.
Und auch die versprochenen Gaben hat er ausgeteilt: Er hat die einen zu
Aposteln gemacht, andere zu Propheten, andere zu Evangelisten, wieder
andere zu Hirten und Lehrern der Gemeinde. (Epheser 4, 11) Diese Menschen wurden dazu begabt, damit die Gläubigen wachsen
können. Gott ging nicht davon aus, dass wir als Individuen, jeder
selber seinen Weg finden muss. Sondern er geht davon aus, dass wir als
Gemeinschaft miteinander unterwegs sind und einander dienen.
Hier erwähnt Paulus 5 verschiedene Aufgaben, die Menschen anvertraut
wurden.
Zuerst nennt er die Apostel und die Propheten. Durch diese beiden
Aufgaben wurden uns die Grundlagen und Fundamente unseres Glaubens
vermittelt.
Paulus will nicht sagen, dass es immer Apostel in der Gemeinde geben
wird, aber dass wir auf dem Fundament ihrer Verkündigung aufbauen.
Paulus schrieb nämlich im Kapitel 2 dieses Briefes:
Ihr Menschen aus den anderen Völkern seid also nicht länger Fremde und
Gäste. Ihr habt Bürgerrecht im Himmel zusammen mit den Engeln, ihr seid
Gottes Hausgenossen. (Epheser 2, 19)Denn ihr seid ja in den Bau eingefügt, dessen Fundament die Apostel und
Propheten bilden, und der Eckstein im Fundament ist Jesus Christus.
(Epheser 2, 20) Die Apostel und Propheten bilden das Fundament. Auf dem, was sie uns
übermittelt haben, gründet unser Glaube. So wird uns schon von der
ersten Gemeinde in Jerusalem berichtet:
Was das Leben der Christen prägte, war die Lehre, in der die Apostel sie
unterwiesen. Apostelgeschichte 2, 42a Diese Lehre der Apostel und Propheten, wie es Paulus hier im
Epheserbrief verstanden habe möchte, steht uns in mit der Bibel zur
Verfügung.
2 Die aufbauenden Dienste (11)
Eine weitere Funktion ist der Evangelist. Es sind dies vermutlich
die Christen, die eine besondere Gabe haben, Menschen das Evangelium
zu erklären. Sei es im persönlichen Gespräch oder durch einen Vortrag.
Bei Menschen, die diese Begabung haben, bekehren sich oft viele
Menschen.
Evangelisten sind die Christen, die Menschen zur Gemeinde bringen –
sozusagen die Geburtshelfer.
Eine weitere wichtige Aufgabe haben die Hirten. Sie bemühen sich die
Herde, d.h. die Christen, zusammen zu halten und sie vor Wölfen,
Löwen, Bären und Dieben zu schützen.
Denn die Gefahren sind gross. So sagte Paulus als er sich von den
Leitern der Gemeinde im Ephesus verabschiedete:
Gebt Acht auf euch selbst und auf die ganze Herde, die Gemeinde Gottes, zu
deren Leitern euch der Heilige Geist eingesetzt hat. Sorgt für sie als gute
Hirten; Gott hat sie ja durch das Blut seines eigenen Sohnes erworben.
Apostelgeschichte 20, 28.
Ich weiss, dass nach meinem Abschied reissende Wölfe bei euch eindringen
und erbarmungslos unter der Herde wüten werden. Apostelgeschichte 20, 29.
Sogar aus euren eigenen Reihen werden Männer auftreten, die die Wahrheit
verdrehen, um die Jünger des Herrn irrezuführen und auf ihre Seite zu
ziehen. Apostelgeschichte 20, 30.
Die Gemeinde soll vor Angriffen geschützt werden, damit niemand vom
Glauben an Jesus abfällt.
In diesem Zusammenhang haben auch die Lehrer eine wichtige Aufgabe,
denn sie sollen den Christen helfen, dass sie in ihrem Glauben
gefestigt werden und die gesunde Lehre immer besser kennen lernen.
Lehrern wird gemäss Jakobus einiges abverlangt, so dass Jakobus
schreibt:
Meine Brüder, nicht zu viele von euch sollten Lehrer der Gemeinde werden
wollen. Ihr wisst ja, daß wir Lehrer vor Gottes Gericht strenger beurteilt
werden als die anderen. (Jakobus 3, 1)
3 Jeder versieht seinen Dienst (12)
Diese 5 Dienste Apostel, Propheten, Evangelisten, Hirten und Lehrer
sind dazu da, damit die Gemeinde aufgebaut wird.
Deren Aufgabe ist es, die Glaubenden zum Dienst bereitzumachen, damit die
Gemeinde, der Leib von Christus, aufgebaut wird. (Epheser 4, 12) Sie sollen die Christen dazu anleiten, dass jeder seinen Dienst,
seine Begabung erkennt und einsetzt, damit der Leib von Christus
aufgebaut wird.
Es geht also um den Leib Jesu Christi. Das lässt sich gut mit einer
Baustelle vergleichen. Viele verschiedene Fähigkeiten müssen
zusammenspielen, damit ein Haus gebaut werden kann. Jeder der daran
baut, weiss, was aus seiner Arbeit einmal werden wird. Der Arbeiter,
der die Fester montiert, montiert nicht einfach die Fenster, sondern
er ist am Bau des Hauses beteiligt. Würden die Maurer die Wände nicht
einziehen, so könnte der Zimmermann die Fenster nicht einsetzten. Aber
sie bauen am selben Haus.
Jeder soll seine Aufgabe in der Gemeinde finden und dazu zugerüstet
werden, damit die Gemeinde, der Leib von Christus aufgebaut und
gestärkt wird.
Wie das wirklich gemeint ist, beschreibt Paulus in den Versen 15+16:
Vielmehr stehen wir fest zu der Wahrheit, die Gott uns bekanntgemacht hat,
und halten in Liebe zusammen. So wachsen wir in allem zu Christus empor,
der unser Haupt ist. (Epheser 4, 15)Von ihm her wird der ganze Leib zu einer Einheit zusammengefügt und durch
verbindende Glieder zusammengehalten und versorgt. Jeder einzelne Teil
erfüllt seine Aufgabe, und so wächst der ganze Leib und baut sich durch die
Liebe auf. (Epheser 4, 16)
Jesus möchte uns zur Einheit und Festigkeit führen (4, 13-14)
Gemeinsam sollen wir wachsen und im Glauben erstarken. Wir sollen
zur Einheit, der Erkenntnis von Jesus kommen.
So soll es dahin kommen, dass wir alle die einende Kraft des einen
Glaubens und der einen Erkenntnis des Sohnes Gottes an uns zur Wirkung
kommen lassen und darin eins werden - dass wir alle zusammen den
vollkommenen Menschen bilden, der Christus ist, und hineinwachsen in die
ganze Fülle, die Christus in sich umfasst. (Eph 4,13) Paulus sagt den Christen, sie sollen zur Einheit zusammenwachsen und
zwar in der Erkenntnis des Sohnes Gottes.
Ist denn nicht schon alles klar, wenn sich ein Mensch bekehrt hat?
Wenn dies so wäre, würde Paulus diesen Punkt der Einheit nicht so
hervorheben, denn er schreibt Christen, die Jesus kennen. Juden und
Heiden, die Christen geworden sind.
Er weiss wie gefährdet Christen sind, die zum Glauben an Jesus
gekommen sind. Zu Nikodemus sagte Jesus ja, dass ein Mensch, wenn er
in den Himmel kommen möchte, von neuem geboren werden muss.
Wer zum Glauben kommt, der gleicht einem Baby, dass noch
Unterstützung benötigt. Es muss gepflegt und zur Reife herangezogen
werden. Wenn das nicht geschieht, dann sind diese Christen
orientierungslos. Wie Paulus schreibt:
Wir sind dann nicht mehr wie unmündige Kinder, die kein festes Urteil haben
und auf dem Meer der Meinungen umhergetrieben werden wie ein Schiff von den
Winden. Wir fallen nicht auf das falsche Spiel herein, mit dem
betrügerische Menschen andere zum Irrtum verführen. (Eph 4,14) Es geht darum im Glauben fest zu werden. Ich habe das oft erlebt,
wenn Menschen zum Glauben an Jesus kamen, wie schnell sie mit anderen,
ähnlichem Gedankengut konfrontiert worden sind. Es stimmt schon, dass
der Widersacher Gottes alles daran setzt die Gläubigen zu irritieren,
deshalb warnte Petrus.
Seid wachsam und nüchtern! Euer Feind, der Teufel, schleicht um die Herde
wie ein hungriger Löwe. Er wartet nur darauf, daß er jemand von euch
verschlingen kann. (1. Petrus 5, 8) Wir sollen also alle zur Einheit der Erkenntnis des Sohnes Gottes
kommen, damit wir mündig werden und nicht von jeder Lehre hin und her
gerissen werden.
Es ist doch so, dass jeder Mensch, der Christ wird, seinen eigene
Geschichte, seine Erziehung, seine Gottesvorstellung mit ins neue
Leben bringt. Nun gilt es, dass wir unser Bild verändern, dass wir
unsere falschen Vorstellungen ablegen, dazu haben wir die Bibel,
Evangelisten, Hirten und Lehrer.
Es ist eben wie wenn ich jemanden kennen lerne.
1 Anwendung
Zum einen heisst das für uns, dass wir mit Menschen die noch nicht
lange an Jesus glauben barmherzig sein müssen. Wir dürfen nicht
erwarten, dass sie schon alles wissen und immer die richtigen
Antworten kennen.
Wenn ich sehe, wie mich Gott in meinen Ansichten durch sein Wort
verändert hat, so muss ich einfach staunen. Nach meiner Bekehrung
hatte ich noch anders über Gott gedacht. Was ich sicher wusste, ist,
dass mich Jesus durch sein Sterben am Kreuz gerettet hat. Und Schritt
für Schritt durfte und darf ich dazulernen.
Bsp. Zedi Evolution
Wir müssen also mit Menschen, die noch nicht lange an Jesus glauben,
die Zeit geben, Gott besser kennen zu lernen.
>Zum andern müssen wir selbst bereit sein unsere falschen
Vorstellungen und Überlegungen aufzugeben und anzunehmen, was uns
Gottes Wort lehrt.
Ich darf nie meine persönliche Vorstellung von Gott zum Massstab
nehmen und damit Gott messen, der sich in der Bibel offenbart. Nein!
>Meine Vorstellung von Gott muss sich auf Grund der Bibel verändern.
So kommen wir zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes
Gottes.
So werden wir in unserem Glauben reifer, und werden zu
Persönlichkeiten, die nicht von jedem Wind der Lehre in und her
geworfen werden.
2 Praktisch
Ein ganz wichtiger Aspekt in diesem Prozess Gott besser kennen zu
lernen, ist unsere Beschäftigung mit den Gedanken Gottes, oder man
kann auch sagen mit den Aposteln und den Propheten, mit dem Wort
Gottes.
Gemeinde Jesu zeichnet sich immer dadurch aus, dass sich Christen
mit der Bibel beschäftigen.
Deshalb sind uns auch die BAO Kurs, Kleingruppen und Gottesdienste
so wichtig. Nicht dass wir uns mit einem guten Besuch dieser Treffen
brüsten wollten – nein – es geht darum, dass wir im Glauben gefestigt
und mündig werden.
Wir sind dann nicht mehr wie unmündige Kinder, die kein festes Urteil haben
und auf dem Meer der Meinungen umher getrieben werden wie ein Schiff von
den Winden. Wir fallen nicht auf das falsche Spiel herein, mit dem
betrügerische Menschen andere zum Irrtum verführen. (Epheser 4, 14)Vielmehr stehen wir fest zu der Wahrheit, die Gott uns bekanntgemacht hat,
und halten in Liebe zusammen. So wachsen wir in allem zu Christus empor,
der unser Haupt ist. (Epheser 4, 15)
Schluss
Zusammenfassung
Mit unserer Bekehrung sind wir nicht sofort mündig. Wir sind, wie
Jesus dem Nikodemus sagt, neu geboren. Säuglinge benötigen Pflege und
müssen aufgezogen werden.
Es ist für unser Glaubensleben wichtig, dass wir uns unterweisen
lassen. Dass wir uns bewusst sind, nicht alles zu wissen und alles zu
kennen.
Unser Ziel in dieser Welt ist, dass wir mündig werden und lernen
Jesus treu zu bleiben.
Amen
