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Krippenspiel oder Weltgeschichte?

Was in Bethlehem wirklich geschah
24.12.2023

Ja, schönen guten Morgen auch von mir. Daniel, sei froh, dass du nicht in Australien wohnst. Dort müsstest du Weihnachten vielleicht mit Badehose und einem Cocktail am Strand feiern – das wäre auch ungewohnt.

Aber die ganze Welt feiert Weihnachten heute, zumindest gefühlt in den meisten Ländern. Eben auch in Australien, in Südamerika, selbst in einigen Teilen Asiens, in Europa und natürlich in Nordamerika. Weihnachten scheint überall ein Thema zu sein.

Ich habe bei meiner Arbeit mitbekommen, dass selbst Leute, die eigentlich nichts mit dem Christentum zu tun haben und anderen Religionen angehören, mittlerweile Weihnachten feiern. Irgendwie scheint das Ganze eine schöne Legende zu sein, ein Fest, bei dem man sich beschenken kann und eine gute Stimmung herrscht.

Manchmal ist es kritisch, wenn kein Schnee kommt – nicht nur bei dir –, aber im Grunde will man das Fest einfach genießen und feiern.

Die Bedeutung von Weihnachten hinterfragen

Und trotzdem bleibt die Frage: Warum feiern wir dieses Fest seit 2000 Jahren? Ist es nur eine schöne Legende, die uns ein fröhliches Fest beschert, oder der Wendepunkt der Geschichte?

Es ist das zentrale Ereignis, das dazu geführt hat, dass heute weltweit ein Kalender verwendet wird, der sich auf Christus bezieht. Die Zeit wird in vor Christus und nach Christus unterteilt. Kein anderes Ereignis in der Geschichte hat das bewirkt. Es gibt keinen anderen Kalender, der ein Ereignis als Ausgangspunkt nimmt, um davor und danach die Jahre zu zählen – nirgendwo sonst.

Wenn wir eine Antwort darauf finden wollen, was wirklich dahintersteckt und ob es nur eine fromme Legende ist, dann müssen wir uns mit der Person beschäftigen, deren Geburtstag wir feiern. Wir müssen uns mit dem Kind in der Krippe auseinandersetzen und die Frage stellen: Wer ist dieses Kind? Ist es nur eine fromme Legende, wie sie vielleicht in den Büchern der Gebrüder Grimm stehen könnte? Oder ein weiser Lehrer mit tollen Ideen, denen es sich lohnt, nachzuhören und zu folgen? Oder ist es viel, viel mehr?

Doch Vorsicht: Wer sich auf die Suche nach Weihnachten macht, setzt sich einer Gefahr aus. Dieses Kind stellt Fragen. Das kleine Kind in der Krippe – ich weiß nicht, Micha, hast du die Präsentation schon? – wird auch Fragen an dein Leben stellen. Dann wird es nicht mehr so einfach sein, sich zurückzulehnen und zu sagen: Ja, wir genießen das Fest, aber mit der Sache an sich wollen wir nichts zu tun haben. Die entscheidende Frage wird sein: Wer ist dieses Kind für dich?

Die Augenzeugenberichte als Schlüssel zum Verständnis

Wenn wir uns der Frage nähern wollen, haben wir nur eine Möglichkeit: uns mit Augenzeugen auseinanderzusetzen, die die Person erlebt haben. Wir können die Person heute nicht mehr real vor uns sehen und mit ihr leben. Aber wir haben Berichte von Menschen, die mit ihr zusammengelebt haben. Diese haben dokumentiert, was sie erfahren haben, wie sie mit diesem Kind die Zeit verbracht haben, wie dieses Kind größer geworden ist und wer dahinterstand.

Wer ein wenig Bibelwissen hat, weiß, dass es vier Berichte gibt. Während Lukas sehr genau erzählt, wie das Ganze mit Bethlehem, den Hirten und dem Stall abgelaufen ist, beschäftigt sich Johannes, ein anderer Augenzeuge, mit der Frage, wer dieses Kind ist, wer diese Person wirklich ist.

Diesem Thema wollen wir heute nachgehen und uns anschauen, was Johannes zu schreiben hat. In seinem Bericht über die Person fasst er am Anfang achtzehn Verse zusammen. Ich würde es mit einem Musiktitel vergleichen, einer Ouvertüre zur gesamten Sinfonie. Johannes bringt in diesen 18 Versen das hinein, was er später im Detail erarbeitet, genauer ausführt und erklärt: wer diese Person ist.

Das Ganze findet sich in Johannes 1, Verse 1 bis 18. Ich habe den Text hier vorne, er ist allerdings etwas klein. Die anderen Bibelstellen sind kompakter. Schlagt eure Bibeln auf, wenn ihr sie dabei habt, dann könnt ihr mitlesen. Ich lese aber auch von hier vorne vor: Johannes 1, Verse 1 bis 18. Dort heißt es:

Die göttliche Identität des Wortes

Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Dasselbe war im Anfang bei Gott.

Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist. In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Das Licht scheint in die Finsternis, und die Finsternis hat es nicht ergriffen.

Es war ein Mensch, von Gott gesandt, der hieß Johannes. Er kam zum Zeugnis, um von dem Licht zu zeugen, damit alle durch ihn glaubten. Er war nicht das Licht, sondern er sollte Zeugnis geben von dem Licht.

Das war das wahre Licht, das alle Menschen erleuchtet, die in diese Welt kommen. Er war in der Welt, und die Welt ist durch ihn gemacht, aber die Welt erkannte ihn nicht. Er kam in sein Eigentum, und die Seinen nahmen ihn nicht auf.

Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben. Diese sind nicht aus dem Blut, noch aus dem Willen des Fleisches, noch aus dem Willen eines Mannes geboren, sondern aus Gott.

Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns. Wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.

Johannes gibt Zeugnis von ihm und ruft: „Dieser war es, von dem ich gesagt habe: Nach mir wird einer kommen, der vor mir gewesen ist; denn er war eher als ich.“

Und von seiner Fülle haben wir alle genommen, Gnade um Gnade. Denn das Gesetz ist durch Mose gegeben, die Gnade und Wahrheit aber ist durch Jesus Christus geworden.

Niemand hat Gott je gesehen. Der eingeborene Sohn, der in des Vaters Schoß ist, der hat ihn uns verkündet.

Die dramatische Eröffnung des Evangeliums

Johannes beginnt sein Evangelium mit einem Paukenschlag – mit Trompeten und allem, was er hat. Ich bleibe noch einmal bei der Musik: Wer vielleicht das Weihnachtsoratorium von Bach kennt, weiß, dass es mit allen Instrumenten voll durchstartet. Es ist einfach viel Volumen da, und alles wird aufgefahren, was man irgendwie aufbieten kann. So macht es Johannes auch in seinen ersten Versen. Er will alles auf einmal zeigen, was er über diesen Jesus zu sagen hat.

Später wird er die einzelnen Instrumente leiser spielen lassen und sie für sich hervorklingen lassen, sodass man genauer erkennen kann, was hier alles zusammenspielt. Er tut das jedoch nicht, indem er leise anfängt, sondern indem er kräftig in die Pauken haut. Denn in den ersten drei Versen stellt er eine schier unverständliche oder ja, verrückte Behauptung auf.

Ich lege dir das noch genauer dar: Was er nämlich sagt, ist nichts Geringeres, als dass dieses Kind in der Krippe, mit dem wir uns an Weihnachten beschäftigen, kein Geringerer als Gott selbst ist – derjenige, der diese ganze Welt gemacht hat. Lass dir das auf der Zunge zergehen. Vielleicht klingt das für uns im christlichen Kontext alltäglich, aber in der damaligen Zeit war das eine Weltsensation. Es war provokant, und eigentlich ist es das für uns heute auch noch.

Ja, wir können gerne ein Krippenspiel genießen und uns das anschauen, aber die Aussage, dass dieses Kind in der Krippe nicht irgendjemand ist, sondern Gott selbst, ist revolutionär. Sie ist provokant, damals war es Gotteslästerung, und für uns heute wirft sie schon die erste Frage auf: Gibt es Gott überhaupt? Und wenn ja, sollte Gott wirklich Mensch werden? Ist das nicht eher im Bereich von Mythen oder griechischen Legenden anzusiedeln, als eine real geschehene Geschichte, die wirklich passiert ist?

Aber genau das behauptet Johannes: nichts anderes, als dass wirklich Gott, der Schöpfer, selbst ganz klein wird, unscheinbar und als armes Kind auf diese Welt kommt. Verrückt, wie komme ich darauf? Johannes spricht hier doch eigentlich vom Wort und nicht direkt von Jesus Christus. Wenn ihr aber ein bisschen weiterlest, dann lesen wir in Vers 14, dass er genau davon spricht, dass dieses Wort, das er am Anfang in den ersten Versen mit Gott identifiziert, Fleisch wird. Damit meint er, dass es Mensch wird und dass es der Sohn Gottes ist, der kommt.

Das zweite ist: Er behauptet, dass er genau das erlebt hat, dass er es erfahren hat, dass diese Person, die er gesehen hat, wirklich Gott war. Was Johannes hier tut, ist nicht nur in den ersten drei Versen zu sagen, dass die Dinge durch ihn gemacht und erschaffen sind. Er knüpft auch an etwas an, das seine Zeitgenossen, die im Judentum aufgewachsen sind, sofort erkannt haben.

Denn der allererste Vers, mit dem er beginnt, erinnert an einen anderen Anfang – nämlich an den Beginn der ganzen Bibel, wo es in 1. Mose 1,1 heißt: „Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde.“ Johannes zieht hier also einen Bogen, der für Leute, die sich im Alten Testament auskannten, völlig offensichtlich war. Er verbindet Jesus Christus mit dem Beginn der Schöpfung und sagt noch einmal – wie ich gerade schon erwähnt hatte – dass hier niemand anders gemeint ist als der, der damals diese Welt geschaffen hat.

Die Schöpfungskraft Gottes und ihre Bedeutung

Und wie hat Gott damals geschaffen? Wenn ihr in 1. Mose weiterlest, seht ihr in den Versen 3, 6, 9, 14, 20, 24, 26 und 29 immer wieder: Gott spricht, und dann entsteht etwas Neues. Für uns ist das völlig verrückt und unbegreifbar.

Aber genau das ist das Zeugnis, das die Bibel gibt: Gott ist in der Lage, zu schaffen, allein indem er spricht. Bei mir passiert da nicht viel. Wenn ich sage, da soll jetzt bitte ein neues Tier entstehen oder so etwas, wird nicht viel passieren – das kann ich euch garantieren. Wir brauchen es gar nicht auszuprobieren.

Das ist der Unterschied zwischen Gott und Mensch: Gott ist dazu in der Lage. Für Johannes ist eben dieses kleine Kind in der Krippe niemand Geringeres als Gott selbst. Gott, der Leben schafft, der selbst Leben ist und jetzt Mensch wird.

Johannes zeigt, dass dieses Kind in der Krippe schon längst existierte, bevor überhaupt diese Welt geschaffen wurde. Ja, mehr noch: Alles ist durch ihn geschaffen und zum Leben gebracht worden. Er ist wirklich Gott.

Die Grenzen menschlichen Verstehens

Wie lässt sich das verständlich machen? Gibt es ein gutes Bild dafür?

Ich habe mir überlegt, dass es vielleicht ein bisschen so ist, als hätte man als Kind eine Legostadt gebaut. Man könnte sich vorstellen, selbst ein Legomännchen darin zu sein. Doch auch diese Vorstellung hat ihre Grenzen.

Ich bin zu dem Punkt gekommen, dass wir hier am Ende unseres Verstandes sind. Mit unserem Verstand werden wir nicht weiterkommen. Wir können das Ganze nicht vollständig durchdringen. Wenn wir von Gott sprechen und das, was wir uns unter Gott vorstellen, wirklich so sehen wollen, dann muss es übernatürlich sein.

Unser Verstand und die Wissenschaft können nur das Natürliche erfassen und greifbar machen. Wenn wir über Gott nachdenken, muss es über unseren Verstand hinausgehen. Wenn wir glauben, dass Gott existiert, wenn wir glauben, dass Gott wirklich hinter allem steht, was wir um uns erleben und erfassen, wenn wirklich ein Gott da ist, der diese Welt geschaffen hat, dann muss es für ihn das Geringste sein, auch Teil dieser Welt zu werden. Das ist möglich.

Johannes wird uns später eine Antwort geben, wie wir das erfassen können. Der Verstand wird es nicht sein. Aber um nicht nur bei Johannes zu bleiben: In seinem Evangelium berichtet er später, was Jesus selbst gesagt hat. Jesus macht einige Kapitel später genau diese Aussage, die Johannes hier bereits unterstreicht, nämlich dass er niemand Geringeres als Gott ist, weil er sich mit ihm identifiziert.

Dieses Thema zieht sich durch das gesamte Johannesevangelium. Johannes legt großen Wert darauf zu zeigen, dass das Kind in der Krippe niemand anderes ist als Gott. Zu Weihnachten konnte man die Stimme hören, die den Kosmos erschuf, wie sie in der Krippe weinte. Das ist es, worüber wir nachdenken sollten, wenn wir an das Kind denken, das dort liegt.

Licht und Finsternis als Bild für die Welt

Und Johannes berichtet jetzt ein bisschen weiter. Ich habe für euch erst einmal eine Frage: Was seht ihr gerade am Himmel? Wie? Dunkelheit? Genau richtig, Finsternis, dunkel, nichts. Die Technik funktioniert, sie haben nichts falsch gemacht.

Johannes schreibt hier, dass in diese Dunkelheit Licht hineinkommt, so wie wenn die Sonne aufgeht und alles neu wird. Das lesen wir in den Versen 1 bis 9: „In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht erkannt.“

Da ist beides richtig. Warst du schon mal in einem richtig dunklen Raum? Und ich meine nicht einen Raum, in dem nur der Rollladen heruntergelassen war und draußen eine Straßenlaterne leuchtet, sondern einen Raum, in dem wirklich nichts mehr da ist. Besser noch: in einer Höhle. Und deine Taschenlampe war aus.

Ich gebe dir keine Minute, bis du die Orientierung verlierst und nicht mehr weißt, wo du bist. Wir sind da nicht in der Lage, uns vollständig zurechtzufinden, wenn überhaupt kein Licht mehr da ist. Wenn aber jemand das Licht anschaltet, dann ist sofort wieder Orientierung da, und du findest dich wieder zurecht. Dann kann man wieder klar erkennen, wo man ist, und man findet sich zurecht.

Das Spannende dabei ist, dass die Finsternis gegen das Licht keine Chance hat. Sobald das Licht irgendwo hinscheint, muss die Finsternis weg. Sie kann nicht dagegen arbeiten, sondern das Licht überwindet sie.

Johannes benutzt genau dieses Bild und knüpft dabei übrigens auch wieder an die Schöpfung an, wo Ähnliches passiert ist. Er setzt diese Welt gleich mit Finsternis und Jesus mit dem Licht, das die Finsternis erhellt. So wie wenn in einem absolut dunklen Raum auf einmal Licht aufleuchtet und alles sichtbar wird, Orientierung gibt und zeigt, wo man hin muss – wie wenn du dich vielleicht in einer Höhle irgendwo um die Ecke getastet hast und das Eingangslicht ganz schwach erkennbar wird.

Wenn wir ehrlich sind, müssen wir Johannes zustimmen, wenn wir uns die Welt anschauen. Sie ist so oft Finsternis und absolute Dunkelheit, wo so viel Leid und Unglück herrscht, Verletzung und Schmerz. Und auch ein Weihnachtsspiel oder jedes schöne Krippenspiel kann nicht darüber hinwegtrösten, wie die Realität ist.

Auch wenn diese Welt uns manchmal schöne Dinge bietet, müssen wir doch ehrlich zugeben, dass sie ganz oft dunkel ist. Wir sind ständig in Gefahr, die Orientierung zu verlieren – oder haben sie vielleicht schon längst verloren.

Die Reaktion der Welt auf das Licht

Johannes sagt nun, dass Jesus als dieses Licht in die Welt gekommen ist. Man würde erwarten, dass jemand, der in einer dunklen Höhle gefangen ist und plötzlich Licht sieht, jubelt, auf das Licht zuläuft und sich freut. Doch Johannes beschreibt hier etwas anderes.

Er sagt in Vers 10 und 11: „Er war in der Welt, die Welt ist durch ihn gemacht, aber die Welt erkannte ihn nicht. Er kam in sein Eigentum, und die Seinen nahmen ihn nicht auf.“ Eigentlich würden wir erwarten, dass die Menschen froh sind, das Licht zu sehen. So wie vor vielen Jahren in Chile bei dem Grubenunglück, als die Bergleute monatelang gefangen waren – ich denke, sie haben gejubelt, als wieder Licht auftauchte.

Die Reaktion auf das Licht der Welt ist jedoch eher so, dass man versucht, sich zu verstecken, ums Eck zu gehen oder wegzulaufen. Johannes macht das mit zwei Bildern deutlich: Zum einen erkennt die Finsternis dieses Licht nicht. Zum anderen kam Jesus in sein Eigentum, in diese geschaffene Welt, und hier meint er konkret auch sein Volk, damals die Juden. Sie nahmen ihn nicht auf, wollten nichts mit ihm zu tun haben und schoben ihn weg.

Ablehnung ist also die Reaktion der Welt auf das Licht. Das war die Reaktion, die Jesus damals bekam. Und heute ist die Reaktion oft ähnlich. Man kann sich fragen, warum Jesus abgelehnt wurde und warum er heute noch abgelehnt wird. Diese Frage drängt sich förmlich auf: Warum reagieren Menschen so, wo doch endlich Rettung da ist?

Ich glaube, es ist eine natürliche Reaktion. Kennt ihr das, wenn man manchmal das Licht in der Wohnung etwas dimmt? Und im Bad am Morgen ist es auch angenehmer, wenn das Licht nicht zu hell ist, wenn man in den Spiegel schaut. Warum? Weil die schmutzigen und dunklen Flecken plötzlich im Scheinwerferlicht sichtbar werden. Dinge, die man lieber im Dunkeln verstecken würde, treten ans Licht.

Das löst bei den meisten Menschen eine Gegenreaktion aus, die irgendwo verständlich ist. So ist es auch, wenn Jesus an unser Leben herankommt. Er, der selbst so perfekt und gut ist, wirft plötzlich das Scheinwerferlicht auf mein Leben. Dann fühle ich mich eher wie eine Ratte, die nachts ertappt wird, oder wie ein Dieb, bei dem plötzlich die Scheinwerfer angehen. Der einzige Wunsch ist dann, aus dem Licht herauszukommen und sich zu verstecken.

Ich weiß nicht, was es in deinem Leben auslöst, wenn Jesus kommt und sich mit dir auseinandersetzt. Wenn dich sein Wort trifft, aber manchmal auch ein Verstecken, ein Weglaufen oder Abwenden auslöst. Das ist erst einmal die natürliche Reaktion. Wir Menschen zeigen dann, dass wir uns ums Eck schieben, versteckt weggucken.

Die Einladung, das Licht anzunehmen

Johannes berichtet auch von Menschen, die anders auf Jesus reagiert haben. Das können wir in den Versen 12 bis 13 lesen, wo es heißt: „Durch alle, die ihn aufnahmen, gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden. Das sind die, die an seinen Namen glauben. Dieses Recht erhielten sie nicht aufgrund natürlicher Abstammung, durch menschliches Wollen oder den Entschluss eines Mannes, sondern durch eine Geburt aus Gott.“

Nicht alle Menschen damals und heute lehnen Jesus ab. Manche sind mutig und treten ins Scheinwerferlicht. Sie trauen sich, sich mit dem Kind in der Krippe wirklich auseinanderzusetzen. Sie lassen es nicht nur beim Grippenspiel oder einer schönen Legende, sondern beschäftigen sich mit der Person Jesus.

Es gibt Menschen, die nicht vor dem Licht weglaufen, sondern sich darauf zubewegen – auch wenn es weh tut oder zunächst schmerzhaft ist zu erkennen, dass Dinge vielleicht nicht ganz in Ordnung sind. Diese Menschen sind bereit, das Licht aufzunehmen. Sie sind bereit, wie Johannes später schreibt, dem Licht nachzufolgen und ihm zuzuhören.

Zur Zeit von Johannes waren das vor allem Menschen, die sich nicht sofort gegen Jesus stellten, sondern sich mit ihm auseinandersetzten. Sie merkten, dass er vielleicht wirklich das Licht ist, das den Rettungsweg aus der dunklen Höhle zeigt und die Möglichkeit schafft, herauszukommen. Johannes sagt, dass diese Menschen es tun werden. Wir werden später noch genauer sehen, wie das passiert.

Diese Menschen werden Kinder Gottes. Das ist eine beeindruckende Aussage. Johannes geht nicht ins Detail, was er genau meint oder zeigen will. Aber ganz kurz und prägnant sagt er: Wer sich mit Jesus auseinandersetzt, wer ihn aufnimmt und ihm Wohnung bereitet, wer sich in dieses Licht stellt, wird Kind von Gottes Familie und Teil davon.

Wie kennzeichnet Johannes diese Menschen? Er sagt, dass sie an den Namen Jesu glauben. Das ist seine Aussage. Jesus selbst sagt später: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt.“ Johannes meint mit dem Glauben an seinen Namen nicht nur, dass sie wissen, wie Jesus heißt. Vielmehr meint er, dass sie dieser Person vertrauen. Sie vertrauen darauf, dass es gut ist, sich in dieses Licht zu begeben und sich diesem Licht auszusetzen.

In einem späteren Brief macht Johannes das sogar zur Bekenntnisfrage: Sie haben geglaubt, dass diese Person wirklich Gott ist. Damit meint er, dass Jesus nicht einfach nur das Kind in der Krippe ist, sondern Gottes Sohn, der die Welt geschaffen hat und auf die Welt gekommen ist, um Licht zu sein und zu retten.

Es geht also darum, sich dem Licht auszusetzen, dieser Person zu vertrauen und sich ihr auszuliefern. Es bedeutet, im Licht zu stehen und es leuchten zu lassen.

Die neue Geburt durch Gott

Und Johannes führt hier gleich ein neues Konzept ein, das sein Evangelium stark prägt. Er spricht von einer neuen Geburt, davon, dass etwas neu werden muss. Später wird man sehen, wie er das ganz genau ausführt. Er führt ein intensives Gespräch mit Nikodemus, in dem der berühmte Vers vorkommt, dass wir von Neuem geboren werden müssen.

Johannes deutet das hier schon an und sagt, dass Gott, der Schöpfer, der die ganze Erde geschaffen hat, bei denen, die ihm vertrauen, etwas Neues schafft. Er verändert das Herz und bringt Neues hinein. Es würde zu weit führen, dies im Detail zu erklären, aber Johannes zeigt an dieser Stelle, dass diese neue Schöpfung oder das Neuwerden der Menschen nicht geschieht, weil sie eine besondere Abstammung hätten. Es liegt nicht daran, dass sie etwas von ihrer Familienlinie, ihrer Nation oder Ähnlichem mitbringen, was sie zu besseren Menschen macht.

Er zeigt auch, dass es nicht aus eigener Kraft geschieht. Es ist nicht ihre Entscheidung, sondern Gott ist es, der dieses Recht gibt und das neue Leben schafft. Es geschieht, wenn wir uns dem Licht Gottes in unserem Leben aussetzen. Dieses Licht zeigt uns einerseits die dunklen Flecken in unserem Leben. Andererseits geht Gott her und reinigt diese Flecken und schafft dort Neues.

Die Bibel sagt, dass wir ein neues Herz bekommen – ein Herz, das vom Licht geprägt ist und nicht mehr von der Finsternis. Die Frage, die Johannes hier stellt, trennt zwei Gruppen von Menschen: Laufen wir weg vom Licht und verstecken uns vor ihm? Oder nehmen wir es auf, schenken ihm unser Vertrauen und lassen uns auf dieses Licht ein?

Das ist die Grundsatzfrage, die aufkommt, wenn wir uns mit dem Kind in der Krippe beschäftigen. Die konkrete Frage lautet: Wenn der Scheinwerfer seines Lichts in die dunklen Ecken unseres Lebens hineinleuchtet, sind wir bereit, uns mit dem Kind auseinanderzusetzen und es an unser Leben heranzulassen?

Die Herausforderung, Jesus anzunehmen

Was passiert, wenn wir das tun? Man könnte meinen, dass es langweilig wird, sich mit Gott und Jesus auseinanderzusetzen. Vielleicht denkt man, dass man nur noch in Regeln und Gesetzen gefangen ist oder dass es eine Last für das Leben wird.

Johannes beschreibt in den folgenden, sehr bekannten Versen – gerade im Zusammenhang mit Weihnachten – was passiert, wenn man sich mit dem Kind in der Krippe, mit der Person dahinter, mit Jesus Christus selbst auseinandersetzt. Er schreibt aus der Perspektive eines Menschen, der diese Erfahrung gemacht hat, der erlebt hat, wie es ist, mit dieser Person zusammen zu sein.

Lest mit mir in Ruhe, was Johannes beschreibt, und lasst uns das als Genuss auf der Zunge zergehen. Er schreibt: „Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns.“ Damit beschreibt er, dass Gott wirklich Mensch wird und unter uns wohnt.

Wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit! Johannes gibt Zeugnis von ihm und ruft: „Dieser war es, von dem ich gesagt habe: Nach mir wird einer kommen, der vor mir gewesen ist, denn er war vor mir.“

Von seiner Fülle haben wir alle genommen: Gnade um Gnade. Denn das Gesetz ist durch Mose gegeben, die Gnade und Wahrheit aber sind durch Jesus Christus geworden.

Niemand hat Gott je gesehen. Der Eingeborene, der Gott ist und im Schoß des Vaters ist, hat ihn uns verkündigt.

Die Offenbarung Gottes in Jesus Christus

Johannes schließt seine Anfangsovertüre hier so ab, wie er sie begonnen hat: Er beschreibt Jesus als Gott und als den, der uns zeigt, wie Gott ist. In diesen komplexen Versen bringt Johannes eine zentrale Wahrheit der Bibel und des Christentums auf den Punkt. Er sagt: Wenn du wirklich wissen willst, wie Gott ist, dann gibt es eine Möglichkeit – nämlich zu sehen, wie Jesus war. In Jesus siehst du Gott, und er offenbart uns Gott.

Während man früher vielleicht nur auf gewisse Weise Gottes Macht erkennen konnte, erkennt man in Jesus noch viel mehr. Wenn Gott Mensch wird, würden wir erwarten, dass wir seine Herrlichkeit sehen können – genau so beschreibt es Johannes. Vielleicht würden wir erwarten, dass dieses Licht eine unnahbare Herrlichkeit ist. Ein Licht, das uns wegtreibt, weil wir ihm nicht ausgesetzt sein können, das uns blendet, weil es zu hell ist.

Johannes beschreibt, wie diese Herrlichkeit ist, die Jesus gezeigt hat, wie die Herrlichkeit Gottes, die Jesus offenbart hat. Ich unterschreibe es: Es ist der Charakter Gottes, den Jesus uns zeigt, wenn wir ihn ansehen. Es passiert nicht das, was man wahrscheinlich erwarten würde, wenn man sich mit Gott auseinandersetzt – dass man einen alten, kantigen Mann erlebt oder so etwas. Stattdessen sehen wir Gott voller Gnade und Wahrheit.

Jesus enthüllt Gottes Wesen und macht es sichtbar. Wer das Johannesevangelium weiterliest, wird viel über diese Person erfahren und sehen, wie Jesus das verkörpert hat. Wie er wirklich so voller Gnade ist, wie er so voller Liebe zu den Menschen ist, zu denen er kommt und denen er Licht sein will – und wie er die Wahrheit aufstellt.

Johannes nimmt hier auch wieder Bezug auf das Alte Testament. Er will vielleicht die Leute abholen, die das von früher kennen, indem er zeigt, was Mose schon erlebt hat. Das war bei der Gesetzgebung in 2. Mose, wo es heißt, Mose habe den Wunsch gehabt, Gott zu sehen, wie er ist. Er erkannte Gott aber nur von den Gesetzen her, nur von den Maßstäben, die zeigen, wie Gott sich eigentlich wünscht, dass wir leben und wie Gott selbst ist.

Gott sagt zu Mose an einem Tag: Du kannst mich nicht anschauen, weil kein Mensch mich sehen kann. Mose bekommt dann von Gott die Gnade, dass er an ihm vorbeiläuft, aber er kann Gott nur von hinten sehen. Während Gott an ihm vorbeiläuft, ruft Gott etwas aus – und darauf bezieht sich Johannes, wenn er sagt, Gott ging an seinem Angesicht vorüber und rief: Herr, Herr, Gott barmherzig und gnädig, geduldig und von großer Gnade und Treue.

Mose war in einem Konflikt, denn das war für ihn noch nicht greifbar. Er hat Gott nur als jemanden erlebt, der das Gesetz gibt. Die Regel war: Hältst du dich daran, bist du angenommen; hältst du dich nicht daran, droht Verdammnis.

Johannes sagt jetzt: In Jesus Christus wird dieses Wesen vollkommen sichtbar. Und ja, es stimmt, eigentlich könnten wir Gott nicht sehen. Johannes nimmt auch darauf Bezug: Kein Mensch konnte Gott sehen. Warum? Wegen unserer Schuld ist diese Trennung da, weil wir diesen Maßstäben nicht genügen. Das fühlt jeder von uns, wir merken es, wenn das Licht auf unser Leben scheint. Dann werden die Schmuddelecken sichtbar.

Wir können nicht zu Gott aufsteigen und ihn sichtbar machen, wir sind dazu nicht in der Lage. Aber das ist es, was Johannes hier zum Ausdruck bringt: Gott ist herabgestiegen und in diese Welt gekommen, um uns sich selbst zu zeigen, um uns zu zeigen, wie er ist – und um noch mehr zu tun. Um die Möglichkeit zu schaffen, dass er menschenfreundlich sein kann.

Wo, wenn nicht an diesem Ort, erkennen wir die Wahrheit und Gnade von Gottes Charakter besser? Wo, wenn nicht auf Golgatha? Wo, wenn nicht am Kreuz, wo Jesus bereit ist, für die dunklen Seiten unseres Lebens zu sterben – für die Schuld unseres Lebens, für die vollkommene Finsternis, die da ist?

Auf Golgatha wird die Wahrheit sichtbar. Die Schuld ist da, sie ist offensichtlich und nicht mehr leugnenbar. Aber gleichzeitig stirbt jemand dafür: Gott, der die Schuld sichtbar macht, ist auch der, der die Strafe dafür trägt und sein Leben gibt. Gott ist der, der alles auf sich nimmt für dich und mich – wirklich Gnade und Wahrheit.

Schuld ist nicht mehr verborgen, verschwiegen oder unter den Teppich gekehrt, sondern offenbar – und gleichzeitig vergeben, gesühnt und getragen. Welche Freiheit!

Die Einladung zur Begegnung mit Gott

Johannes beschreibt hier, dass, wenn du bereit bist, dich diesem Scheinwerferlicht auszusetzen, in das Licht zu treten und dich nicht zu verstecken oder um die Ecke zu gehen, wenn du bereit bist, Jesus in dein Leben aufzunehmen – anders als die Menschen, die ihn nicht annahmen –, dann wirst du Erstaunliches erleben. Du wirst Gott auf eine Weise kennenlernen, die du nicht erwartet hast: als einen gnädigen, liebevollen Gott, der bereit ist, alles für dich aufzugeben.

Das ist die Botschaft der Krippe in Bethlehem: Gott selbst wird Mensch, um alles für dich und mich aufzugeben, seinen ganzen Reichtum, um unsere Schuld zu tragen.

Es gibt keine wissenschaftlichen Beweise für diese Behauptungen, sondern nur Indizien. Wir verfügen jedoch über gute Quellen, nämlich die Augenzeugenberichte über Jesus. Diese sind vielfach besser belegt als alles, was wir sonst aus dem römischen Reich kennen, und um ein Vielfaches besser dokumentiert als beispielsweise die römischen Kriege, für die ebenfalls Literatur aus der Zeit vorliegt.

Mit wissenschaftlichen Methoden können wir das Ganze jedoch nicht vollständig erfassen, weil es definitionsgemäß nicht erfahrbar ist. Die Ereignisse lassen sich nicht wiederholen. Wenn wir Beweise nach menschlicher Methodik verlangen, stoßen wir an unsere Grenzen.

Wir können uns nur auf die Augenzeugenberichte einlassen und der Sache vertrauen. Wir können den Anspruch, den Jesus selbst erhebt und den Johannes uns berichtet, annehmen und akzeptieren. Wir können unser Vertrauen auf diese Person setzen, die sagt: „Ich bin Gott, Jesus Christus.“ Und die gleichzeitig ihr Leben so lebt, dass sie auf Golgatha für dich und mich stirbt.

Die Entscheidung über Jesus

Die Frage, wer das Kind in der Krippe ist, lässt sich nur auf zweierlei Weise beantworten. Ich beziehe mich hier auf C. S. Lewis, den Autor von Narnia, der das auf den Punkt bringt: Entweder ist Jesus ein riesengroßer Betrüger, der uns allen etwas vorgemacht hat, oder er ist Schöpfer, Gott und Erlöser dieser Welt. Dazwischen hat er uns keine Option gelassen.

Wir können ihn nicht einfach als Weisheitslehrer abtun. Diese Option hat er selbst nie zugelassen. Vielmehr ist er von Anfang an mit dem Anspruch aufgetreten, dass er Gott selbst ist und dass Gott durch ihn Erlösung für uns Menschen schafft.

Deshalb stellt sich die Frage: Wer ist Jesus für dich? Eine fromme Legende, ein Scharlatan – oder bist du bereit, dich auf ihn einzulassen? Bist du bereit, dich auf dieses Kind in der Krippe einzulassen und ihn als den einzigen Weg zu erfahren, der wirklich Weihnachtsfreude schenkt? Selbst wenn draußen zehn Grad und Dauerregen herrschen, ist er derjenige, der dein Leben neu macht und der dich retten kann.

Und auch wenn Jesus für dich nichts Neues ist, möchte ich dir die Frage stellen: Wer ist er wirklich in deinem Leben? Ist er wirklich Gott selbst? Wenn du wissen willst, wie Gott ist, schaue dir Jesus an. Sei bereit, dein Gottesbild von ihm prägen zu lassen.

Die Einladung zur intensiven Auseinandersetzung

Ich weiß, ihr habt alle in den nächsten Tagen viel zu tun, aber ich habe eine Herausforderung für euch.

Diese Obertüre von Johannes hat euch hoffentlich Lust auf die ganze Symphonie gemacht. Die Herausforderung besteht darin, dass ihr euch in den kommenden Tagen intensiv mit der Person auseinandersetzt und bis zum Jahresende innerhalb einer Woche das Johannesevangelium durchlest.

Der Gesamtaufwand liegt für den durchschnittlichen Leser bei etwa zwei Stunden, sagt Chet Chibiti. Ob ihr durchschnittlich lest oder nicht, könnt ihr selbst einschätzen. Wenn ihr ein bisschen nachdenken wollt, dauert es vielleicht etwas länger. Das klingt eigentlich ziemlich wenig für eine Woche, in der wahrscheinlich viele Urlaub haben. Nehmt euch die Zeit!

Setzt euch mit der Person in der Krippe auseinander. Hört die ganze Symphonie, bei der einzelne Instrumente vielleicht etwas leiser spielen, dafür aber vollkommener zur Geltung kommen. Schaut euch Jesus an, habt Freude an ihm und an diesem Kind in der Krippe. Denn was ihr dort erkennen werdet, ist nicht einfach irgendein Mensch. Es ist Gott selbst, so wie er ist und wie er dir und mir begegnen will.

Deshalb ist er auf die Welt gekommen. Deshalb feiern wir seit zweitausend Jahren Weihnachten. Deshalb ist unsere Zeitrechnung in vor und nach Christus eingeteilt – etwas, das wir für kein anderes Ereignis der Weltgeschichte tun.

Wenn du dich darauf einlässt, wenn du dich diesem Licht aussetzt und Jesus in dein Leben aufnimmst und ihm dein Vertrauen schenkst, dann wird er dich erstaunen, begeistern und herausfordern. Es wird auch Schmerzen geben, wenn du das Scheinwerferlicht auf dein Leben richtest und auch die dunklen Seiten ans Licht kommen.

Aber es wird Heilung geben, wenn du dem begegnest, der Gnade und Wahrheit in Person ist, dem Wort, das das wahre Leben ist und gibt – der Person, die das Leben selbst ist, deinem Schöpfer. Dieses Kind in der Krippe wird Mensch mit dem Ziel Golgatha – für dich und mich.

Du hast Gewissheit, dass Weihnachten nicht nur eine Legende ist, sondern Beziehung. Es ist nicht einfach nur ein fröhliches Fest, sondern Weihnachten ist eine Person: Gott selbst. Amen!

Lasst uns davon singen, von dieser frohen Kunde, dass Gott Mensch wird. Lasst uns gemeinsam das Lied „Engel bringen frohe Kunde“ singen. Dabei sollten wir auch aufstehen und Türen sowie Fenster öffnen, damit wieder frische Luft hereinströmen kann.