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Nicht mehr mit anderen VERGLEICHEN

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13.06.2020

Umgang mit Vergleichen in Gemeinschaften

Wofür du geeignet bist und was in deiner Griffweite liegt – das ist wichtig zu wissen. Es ist natürlich ungünstig, wenn du wie Leonardo da Vinci bist und so ziemlich alles können könntest, außer vielleicht gut mit der rechten Hand zu schreiben, weil er Linkshänder war. Um Nachfolge zu leben, mach dich Hashtag Bibelfit.

Was passiert, wenn du dich ständig mit anderen Menschen vergleichst? Dazu gibt es jetzt drei hilfreiche Tipps.

Erstens: Ich denke, Vergleichen ist nicht automatisch etwas Schlimmes. Weißt du, in welcher Community du bist, in welcher Lerngruppe oder Sportgruppe? Dort gibt es immer einen Vergleich. Und wenn es um universitäre Leistungen geht, solltest du wissen, ob du im Mittelfeld bist, weit vorne oder vielleicht eher hinten. Das ist wichtig, damit du beurteilen kannst, ob du den Kurs wechseln und etwas Anspruchsvolleres machen solltest oder ob du deine Bemühungen steigern musst.

Umgekehrt, und das vergessen viele Leute, gibt es auch viele Menschen, die sich gerade mit dir vergleichen und zu dir aufsehen, um sich von dir ziehen zu lassen. Das ist ein entscheidender Punkt. Wenn du zum Beispiel mit deinem Team einen Staffellauf machst, zieht ihr euch gegenseitig mit. Du kennst viele Situationen in deinem Leben, etwa in Partnerschaften oder unter Geschwistern, wo ein gewisser, konstruktiver Wettbewerb herrscht. Man pusht sich gegenseitig und bringt sich so voran. Das ist nichts Schlechtes.

In der Bibel heißt es dazu: „Ein Eisen schleift das andere, und ein Messer hält das andere scharf.“

Also, erste Antwort: Es ist keineswegs automatisch etwas Schlechtes oder Negatives, sich mit anderen Menschen zu vergleichen.

Maßstab für Vergleiche: Das eigene Potenzial

Zweitens stellt sich die Frage: Womit willst du dich vergleichen? Am sinnvollsten ist es, Dinge zu vergleichen, die gerecht und angemessen sind. Übrigens bedeutet das biblische Wort für Gerechtigkeit, ZdK, auch Angemessenheit.

Was heißt angemessen? Es bedeutet, dass du dich mit deinem eigenen Potenzial vergleichst. Dazu kannst du in Matthäus 25 ein Gleichnis nachlesen – ein eindrucksvolles, aber auch ernstes Gleichnis, in dem Jesus von den sogenannten Talenten erzählt.

Das Gleichnis geht ungefähr so: Ein Großgrundbesitzer gibt seinen Mitarbeitern unterschiedliche Talente. Früher waren Talente Gewichtseinheiten; heute würde man vielleicht von unterschiedlichen Kontoständen sprechen. Am Ende misst er sie daran, was er ihnen gegeben hat, und was sie daraus gemacht haben. Er vergleicht sie nicht untereinander, sondern misst sie an dem, was ihnen gegeben wurde und was sie hätten leisten können.

Was bedeutet das jetzt für dich? Es heißt, dass es sinnvoll ist, dich an dem zu messen, was du können könntest, wofür du geeignet bist und was in deiner Reichweite liegt. Das ist entscheidend.

Natürlich ist es ungünstig, wenn du wie Leonardo da Vinci bist, der so ziemlich alles konnte – abgesehen davon, dass er Linkshänder war und vielleicht Schwierigkeiten mit der Rechtschreibung hatte. Aber du bist das nicht, und ich auch nicht. Wir sind sterbliche, fehlbare Menschen. Deshalb sollten wir uns an dem messen, was wir können könnten.

Das heißt: Miss dich nicht an anderen und nicht an den Potenzialen anderer Leute. Miss dein Leben an dem, was dir möglich ist.

Nebenbei: Mehr Tipps zu guten Lebenseinstellungen und guten Entscheidungen lernst du in der bekannten Vierstufenlogik. Du kannst sie gern kostenlos über den Link in der Videobeschreibung herunterladen.

Vergleich mit der eigenen Vergangenheit als Maßstab

Tipp Nummer drei: Mit wem lohnt es sich, dich zu vergleichen?

Na ja, mit dir selbst. Andererseits kannst du dich auch mit deiner Vergangenheit vergleichen – mit dem Menschen, der du gestern warst oder vor einem Jahr. Ganz ehrlich, gönn dir auch mal, dir selbst auf die Schulter zu klopfen. Frage dich: Wo warst du denn gewesen, und was hast du schon alles auf die Beine gestellt?

Ich glaube, das machen wir manchmal nicht, aus einem sicherlich auch berechtigten Gefühl von Bescheidenheit heraus. Doch dabei geht häufig die andere Perspektive verloren. Da kippen wir das Kind mit dem Bade aus. Schau dir einfach mal an, was du alles schon geleistet hast. Nicht nur in den letzten drei Monaten oder in den letzten zwei Jahren, sondern insgesamt, was du alles schon fertiggebracht hast.

Und damit meine ich lange nicht nur finanzielle Erfolge oder Karrierepunkte. Schau dir an, wie du als Mensch gewachsen bist, wie du schon anderen geholfen hast und was du alles Gutes getan hast. Das ist ein guter Punkt: Vergleiche dich nicht mit anderen Leuten, sondern mit dem Menschen, der du früher warst.

Ich denke, das ist angemessen und fair. Denn ihr beide – du jetzt und du früher – habt das gleiche Talent, das gleiche Potenzial und die gleichen Möglichkeiten. Du kannst also sehen, was du aus dem gemacht hast, was dir gegeben wurde.

Die richtige Perspektive auf Vergleiche und Gottes Liebe

Tipp Nummer vier: Sobald jemand sagt, „Ich vergleiche mich mit anderen, die viel besser sind als ich selbst“, möchte ich ehrlich sein: Aus Tausenden von Menschen, die ich beraten und mit denen ich gesprochen habe, hinkt dieser Vergleich fast immer.

Die Menschen, mit denen du dich in dem Moment vielleicht vergleichst, haben oft mehr Zeit gehabt – allein schon, weil sie älter sind. Da liegt der erste Unterschied. Dann sind es vielleicht auch Menschen, die ganz andere Opfer gebracht haben, die ganz andere Anstrengungen und Einsätze erbracht haben als du.

Wenn du ein bisschen tiefer fragst, wirst du häufig feststellen, dass es den Leuten gar nicht wirklich um den Vergleich geht, wenn sie sagen: „Ich vergleiche mich mit anderen, die viel besser sind als ich.“ Vielmehr steckt dahinter oft die Sorge: Vielleicht bin ich nicht genug.

Ganz ehrlich, da muss ich dir sagen: Gott sagt zu dir, dass er dich bei deinem Namen gerufen hat und dass du ihm gehörst. Du musst dich gar nicht mehr mit anderen vergleichen. Worauf es wirklich ankommt, ist nicht deine – klingt jetzt vielleicht hart – Halluzination, das Bild, das du dir im stillen Kämmerlein ausmalst, wie du denkst, dass du dastehst.

Das Entscheidende ist, was Gott über dich denkt. Und was Gott über dich denkt, ist: Ich habe dich je und je geliebt.

Im Römerbrief lesen wir: Egal, was einmal passiert ist und egal, was einmal passieren wird; egal, wo wir gescheitert sind oder wo wir erfolgreich waren; egal, was wir getan haben oder was noch kommen mag – nichts kann dich von Gottes Liebe trennen.

Auch wenn du das Gefühl hast, du kannst etwas nicht, auch wenn du dich ständig mit anderen vergleichst, die vermeintlich besser sind als du, und du dich dadurch wertlos fühlst – das ist nicht die Wahrheit.

Deine eigene Perspektive sollte nicht das letzte Wort haben. Stattdessen kannst du dich mit dem vergleichen, was du tun kannst, um für andere ein Vorbild zu sein. Vergleich dich mit dem, was du weißt: dass andere sich mit dir vergleichen und zu dir aufsehen.

Mit dieser gesunden Perspektive kannst du es schaffen, ein Segen zu sein. Das wünsche ich dir von Herzen.

Denk gerne an die Vierstufenlogik für eine gesunde Lebenseinstellung und hol sie dir geschenkt über den Link in der Videobeschreibung.