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Die Endzeitrede Jesu auf dem Ölberg, Teil 2/2

Matthäus 2405.04.2008
SerieTeil 2 / 2Die Endzeitrede Jesu auf dem Ölberg
Endzeit oder Alarmismus? Die Frage ist, ob du die Zeichen als Zufall abtust – oder endlich ernst nimmst, dass Glaube, Vertrauen und Liebe unter Druck geraten.

Einordnung der Zeichen der Endzeit

Nun kommen wir zu den Punkten sechs, sieben und acht: Christenverfolgungen, Tod und Hass.
Der Herr Jesus sagt in Matthäus 24,9 nach diesen fünf Zeichen des Anfangs: Dann werden sie euch in Drangsal überliefern und euch töten, und ihr werdet von allen Nationen gehasst werden um meines Namens willen.
Mit der kommunistischen Machtübernahme 1917 begann dann die Säuberung. Und zwar so, dass Millionen von Christen umgebracht wurden. In den zwanziger und dreißiger Jahren wurden unter Stalin massenweise Christen deportiert, nach Kasachstan, Tadschikistan und in andere Gebiete. Das war eine schreckliche Verfolgung.
Es ist so, dass die größte Anzahl christlicher Märtyrer im zwanzigsten Jahrhundert ermordet wurde. Das waren 45,5 Millionen. Das macht 65 Prozent aller Märtyrer in der Kirchengeschichte aus, und das vor allem durch die Kommunisten ab 1917. Das Ziel war, das Christentum auszurotten, und dann geschah dies auch durch die Islamisten.
Und von allen gehasst werden. Wir sehen, welch einen großen Teil die kommunistischen Länder ausmachen. Und was haben die Länder der freien Welt gemacht? Wann haben sie in der UNO diese Christenverfolgungen vorgebracht? Diese fundamentalistischen Christen waren für die UNO nicht interessant; es gab keine Liebe für sie.
Sehen wir also nochmals diese Wehen des Anfangs: Juden kehren zurück, russische Revolution, Erdbeben, Erdbeben, chinesische Revolution, Erster Weltkrieg, russische Revolution, Hunger, spanische Grippe, Erdbeben, Erdbeben, Erdbeben. Und der Herr Jesus sagt dann: Dann werden sie euch in Drangsal überliefern und euch töten.
Und das kam in der Folge von 1917, in den zwanziger und dreißiger Jahren. So um 1950 sagten die Kommunisten: Jetzt haben wir das Christentum erledigt in Russland.
Und es ist so, dass heute 200 Millionen Christen bedroht sind, also mit Christen meine ich solche, die sich zum christlichen Glauben bekennen, in 25 Ländern durch Misshandlung, Gefängnis und Tod.

Zwang, Verrat und der Verlust von Vertrauen

Neunter Punkt: Abfall von Gott durch Zwang.
Ja, der Herr Jesus sagt in Matthäus 24,10, dass in dieser Christenverfolgung viele abfallen werden. Es ist so gekommen: Millionen von Menschen haben den christlichen Glauben aufgegeben, weil die Kommunisten der Sowjetunion in Osteuropa die Menschen zum Atheismus zwangen. Der russische Mensch ist sehr religiös und war über die Jahrhunderte hinweg traditionell stark durch das christliche Bekenntnis geprägt. Die Kommunisten haben das zutiefst zerstört, was überhaupt noch vorhanden war.
Zehnter Punkt: Denunzieren.
 Matthäus 24,10: Und dann werden viele abfallen und werden einander überliefern und einander hassen. So haben unzählige Menschen in kommunistischen Ländern begonnen, mit der Geheimpolizei zusammenzuarbeiten, die ihnen Bekannten zu verraten und sie so zu überliefern.
Punkt elf: Zwischenmenschliches Vertrauen zerstört.
 Matthäus 24,10: Und dann werden viele abfallen, werden einander überliefern und einander hassen. Durch dieses Spitzelsystem in den kommunistischen Ländern ist das zwischenmenschliche Vertrauen in der Gesellschaft kaputtgegangen. Man konnte nie sicher sein, auch in einer Familie nicht, ob nicht einer ein Spitzel ist und mit der Geheimpolizei zusammenarbeitet.
Zwölf: Verfolgung durch Familienangehörige.
In Markus 13,12 sagt der Herr: Es wird aber der Bruder den Bruder zum Tod überliefern und der Vater das Kind. Und Kinder werden sich erheben gegen die Eltern und sie zum Tode bringen. So gingen die Schnitte durch die Familien hindurch.

Der Abfall in Ost und West

Aber an dieser Stelle muss ich einen kleinen Einschub machen. Im Zweiten Thessalonicherbrief wird auch von einem Abfall in der Endzeit gesprochen, aber dort wird nicht von einem erzwungenen Abfall gesprochen. Wenn der Apostel Paulus sagt: 2. Thessalonicher 2,3, „denn dieser Tag, das heißt der Tag der Wiederkunft des herrschenden Messias, kommt nicht, es sei denn, dass zuerst der Abfall komme“, dann ist damit etwas anderes gemeint.
Nicht wahr, in den kommunistischen Ländern wird der Abfall erzwungen, hin zum Atheismus. Aber was ist in derselben Zeit in der westlichen Welt geschehen? Millionen von Menschen geben den christlichen Glauben freiwillig auf. Die liberale Theologie verwirft alle Grundlagen des Christentums. Die Inspiration der Bibel, die Auferstehung Christi und die Bedeutung des stellvertretenden Opfers werden massenweise über Bord geworfen.
Das Abendland wendet sich vom Christentum ab. Das hat es noch nie gegeben in der ganzen Kirchengeschichte, dass Länder sich freiwillig entchristianisieren. Und genau das ist geschehen.

Falsche Propheten und geistliche Verführung

Dreizehnter Punkt: falsche Propheten
 Matthäus 24,11 sagte der Herr Jesus: Und viele falsche Propheten werden aufstehen und werden viele verführen.
Man hätte es wissen können: Es musste in der Endzeit kommen. Es musste eine Prophetenwelle kommen, sondergleichen. Und sie ist gekommen.
Die erste Welle begann 1906 in Amerika und kam dann nach Europa hinüber. Dann, ab den 1960er Jahren, kam die charismatische Bewegung. Sie sagte: Wir wollen nicht mehr denselben Fehler machen wie bei der ersten Welle. Da haben sich neue Gemeinden gebildet, außerhalb der übrigen Gemeinden.
Nicht wahr, die Berliner Erklärung in Deutschland sagte: Wir haben damit nichts zu tun, wir lehnen das ab, was da geschehen ist, was da gekommen ist. Aber die charismatische Bewegung sagte: Wir müssen jetzt alle bestehenden Kirchen durchsäuern mit der Charismatik.
Und so entstand eine riesige Bewegung, auch in der evangelischen Kirche, in der katholischen Kirche und durch alle Freikirchen hindurch.
Ab 1985 spricht man von der dritten Welle, wo man sagt, jetzt wird es einen Aufbruch geben wie noch nie zuvor. Und es ist so: Auch vier Propheten sind dann aufgetreten. Sie haben gesagt, im Jahr 2000 werden wir die größte Erweckung aller Zeiten haben, in Europa und Amerika.
Jetzt sind wir schon 2008, und es ist nichts davon gekommen. Wir können eindeutig weisen: Alle diese führenden Leute in der Bewegung waren falsche Propheten. Denn nach 5. Mose 18 ist ein Prophet, der sich einmal irrt, ein falscher Prophet.
Aber heute ist es nicht nur so eine ganze Serie von großen Propheten. Es sind Millionen von Menschen, die sagen: Ich habe einen Eindruck gehabt, eine Vision, ich habe eine Botschaft, der Herr hat mir gesagt, ich habe eine Zungenbotschaft. Ich weiß noch nicht, was das heißt, aber jemand kann es vielleicht übersetzen.
Nein, ich sage das nicht zum Lachen, so geht es ja. Es ist ganz schrecklich. Aber der Herr hat vorausgesagt: viele falsche Propheten.

Zeichen, Wunder und die Gefahr der Täuschung

Und vierzehnter Punkt: Viele falsche Propheten werden aufstehen und viele verführen. Sie werden erfolgreich sein. Und es ist so, dass wir heute sagen müssen: 600 Millionen Christen hören auf solche Propheten und Prophezeiungen. Das sprengt ja alle Dimensionen von je.
Und das ist es, was mich so beeindruckt: Diese Prophezeiungen des Herrn, die haben sich nicht nur so der Spur nach erfüllt, da kann man nicht sagen, ja, das würde vielleicht auch noch so passen, ja, dort gab es ja auch mal so ein grösseres Erdbeben. Nein, alle Punkte sind so extrem, wie sie sich erfüllt haben. Ja, falsche Propheten, gut, es hat ja schon immer mal falsche Propheten gegeben. Nein, Millionen, die sagen: Ich habe einen prophetischen Eindruck. Sechshundert Millionen, die auf solche Propheten hören.
Fünfzehnter Punkt: Zeichen und Wunder.
 Matthäus 24,24: Denn es werden falsche Messiasse und falsche Propheten aufstehen und grosse Zeichen und Wunder tun, um, wenn möglich, auch die Auserwählten zu verführen.
Das hat man noch nie gesehen in der Kirchengeschichte: diese spektakulären, riesigen Heilungsveranstaltungen, Umfallen nach hinten. Der Toronto-Segen erreicht weltweit 50 Kirchen. Menschen fallen nach hinten, verlieren das Bewusstsein, schreien wie Tiere, drehen sich am Boden, lachen eine halbe Stunde lang und sind in Ekstase. Millionen sagen: Ich rede in Zungen! Und wenn man sagt: Kannst du die Albaner evangelisieren? Nein. Weisst du, was du sagst? Nein.
Was ist das? In der Bibel haben die Fremden die Sprachen sprechen können, ohne sie gelernt zu haben, und sie haben die Sprachen beherrscht, so wie Adam am Tag seiner Erschaffung reden konnte. Das war der erste Sprachenredner. Und in Babel, 1. Mose 11, konnte eine Gruppe Leute gerade sumerisch sprechen, aber sie wussten, was sie sagten.
Aber es ist so: Der Herr sagt, diese Zeichen werden so gefährlich sein, um, wenn möglich, auch die Auserwählten zu verführen. Das heisst, die Zeichen werden nicht einfach plump sein. Sonst könnte man sagen: Ja, so wie da drauf fällt, deswegen der Guru Maharishi Mahesh Yogi, wenn die Beatles da promoviert haben. Aber wenn da ein Christ drauf reinfällt? Ja, nein, nichts solches. Der Herr sagt: um, wenn möglich, auch die Auserwählten zu verführen, die wahren Gläubigen, die auch am Schluss errettet werden.
Ja, in Matthäus 7,22 sagt der Herr Jesus: Viele werden an jenem Tag zu mir sagen, wenn er kommt: Herr, Herr, haben wir nicht durch deinen Namen prophetisch geredet und durch deinen Namen Dämonen ausgetrieben und durch deinen Namen viele Wunderwerke getan? Dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch niemals gekannt; weicht von mir, ihr Übeltäter!
Diese Stelle schockiert mich jedes Mal, wenn ich sie lese, weil hier sagt der Herr: viele, nicht einige. Aber durch die Kirchengeschichte waren das nicht so viele. In der heutigen Zeit sind das aber so viele. Und die meinen, sie seien auf der rechten Seite, diejenigen, die hier sprechen. Und der Herr sagt: Ihr seid auf der falschen Seite.
Oder, das bedeutet jetzt nicht, jeder, der auf diese Dinge eingegangen ist, der ist jetzt ein Verlorener. Nein. Aber der Herr sagt: Von vielen werden die meinen, wir sind auf der richtigen Seite, und der Herr sagt: Ich habe euch ja auch nie gekannt.

Naturereignisse und weltweite Bedrängnis

Sechzehnter Punkt: Sturmfluten und Tsunamis.
 Lukas 21,25: Auf der Erde Bedrängnis der Nationen in Ratlosigkeit bei brausendem Meer und Sturmfluten.
Ja, schauen wir: 1882 kamen die Juden zurück. 1883 ereignete sich auf Java und Sumatra ein Tsunami mit 36 Tausend Toten und dreißig Meter hohen Wellen. Japan 1896, haben sich alles vergessen, oder? Ein Tsunami mit 26 Tausend Toten. Und dann nochmals 1908.
Das habe ich schon erwähnt: das Erdbeben, das war zugleich ein Tsunami, Messina, Sizilien, Kalabrien, 72 Tote. Und was uns ja allen noch in den Knochen steckt, hoffe ich: Mailand, zweihunderttausend Tote durch den Tsunami. Hat so viel gespendet, hat gedacht, sowas geschieht ja nicht schon bald wieder. Und dann kam USA 2005, die Sturmfluten durch Hurrikans, Katrina, New Orleans wird überflutet.
Dann kam Ritter, über Texas kamen sechs Meter hohe Sturmfluten. Ich weiß noch, wie ich im Internet gelesen habe: eine Million oder mehr als eine Million Menschen in Angst und Panik auf der Flucht vor dem Meer.
Bedrängnis der Nationen in Ratlosigkeit bei brausendem Meer und Sturmfluten.

Schrecken als Mittel der Politik

Siebzehnter Punkt: Terrorismus
Der Ausdruck kommt nur in Lukas 21,11 vor: Und es werden große Erdbeben sein an verschiedenen Orten und Hungersnöte und Seuchen. Auch Schrecknisse wird es geben.
Das griechische Wort lautet Phobetra und hängt mit Phobos zusammen, also mit Angst. Es bedeutet schreckliche Ereignisse, Schreckmittel. Man kann es auch mit Terror übersetzen. Terror ist einfach das lateinische Wort für Schrecken, und Terrorismus ist somit die gezielte Verbreitung von Schrecken.
Es ist so: Der internationale Terrorismus ist ein Kind des zwanzigsten Jahrhunderts, und zwar sowohl der linke Terrorismus als auch der islamische Terrorismus. Der islamische Terrorismus hat vier Phasen gekannt. Die erste begann 1920. Dann, als der Staat Israel gegründet wurde, bäumte sich der Terrorismus erneut auf, 1948. Und dann, als nach sechs Tagen eine islamische Übermacht von mehreren Armeen rund um Israel geschlagen war, begann eine ganz neue Phase. Das war die Hauptphase des Terrorismus mit Yasir Arafat.
Er hat Dutzende Schiffe und Flugzeuge entführt und später den Nobelpreis bekommen. Er hat auch eine Swissair-Maschine in die Luft gejagt. Wann hat er das Zeug bezahlt? Ja gut, es gibt noch anderes. Nein, ich meine all die Menschenleben, die der Mann vernichtet hat und die Krüppel, die er verursacht hat.
Aber dann kam die neue Phase, 2001. Bis dahin hatten die Terrorismusexperten gesagt: Ja, wir sind uns nicht einig, ob Terroristen wirklich so viele Menschen wie möglich töten wollen oder nicht einfach so viel Schrecken wie möglich verbreiten möchten. Aber seit 2001 ist klar: Sie hätten am liebsten etwa 50 getötet, aber die meisten waren noch nicht bei der Arbeit, als die Flugzeuge in die Türme in New York rasten.

Moralischer Zerfall und die Abkühlung der Liebe

Achtzehnter Punkt: Gesetzlosigkeit, moralischer Zerfall
 Matthäus 24,12: Und wegen des Überhandnehmens der Gesetzlosigkeit, griechisch Anomia, wird die Liebe der Vielen erkalten.
Anomia bedeutet Verachtung von Recht, verbindlichem Maßstab und Ordnung.
Nun, die 1968er Jahre haben eine Kulturrevolution im Westen gebracht, die man sich nicht tief genug einschneidend vorstellen kann. Damals hat man begonnen, ganz bewusst alle bisherigen Moralvorstellungen, die sehr stark durch die Bibel geprägt waren, zu verwerfen. Es gab in unserer westlichen Gesellschaft bis dahin noch einen christlichen Konsens, und man hat ihn bewusst zerbrochen. Offen propagiert wurden Unmoral, Konkubinat und freies Zusammenleben.
Ich weiß noch, als ich ein Kind war, war es verboten, ohne Trauschein zusammenzuleben. Da kam die Polizei. In so kurzer Zeit ist das alles aufgelöst worden. Partnerwechsel wurde als normal hingestellt, Ehebruch als etwas Normales in der Gesellschaft, Homosexualität als völlig normal. Früher haben sich alle Wissenschaftler in diesem Punkt geirrt, als sie meinten, das sei eine Fehlentwicklung.
Die Pornografie hat die westliche Welt wie eine Flut moralisch zerstört. Dazu kamen die steigende Gewaltbereitschaft, die Abtreibung, die man ab den 60er Jahren ganz offen propagiert hat, die Gottlosigkeit, der Okkultismus und der Drogenmissbrauch. Das kam alles ab den 60er Jahren.
Übrigens hatte die Rockmusik dabei eine sehr große Rolle im Verbreiten dieser Ideen, zuerst durch die Beatles und die Rolling Stones und dann durch die unendlich vielen Gruppen später bis heute.
Die WHO sagt, jährlich werden weltweit etwa 40 Millionen Babys abgetrieben. Und heute kann man sagen: In den letzten 30 Jahren wurden mehr als eine Milliarde Menschen durch Abtreibung getötet. Das übersteigt jegliche Vorstellung.
Da muss man sich einmal vorstellen, dass die Atheisten, und gerade die neuen Atheisten, sagen, das Christentum sei gefährlich und Religion überhaupt sei gefährlich, weil sie zu Religionskriegen führe. Was die Atheisten im zwanzigsten Jahrhundert angerichtet haben, stellt alles Dagewesene in den Schatten. Das Böse, das im Namen von Religionen gemacht wurde.

Die innere Verhärtung der Gesellschaft

Neunzehn Erkalten der Liebe
Ja, der Herr Jesus sagt, wegen des Überhandnehmens der Gesetzlosigkeit wird die Liebe der vielen erkalten. Und es ist ja klar: Durch die Gewöhnung an diese Dinge gehen in uns natürliche Gefühle kaputt.
Das geschieht im Zusammenhang mit der Abtreibung nicht nur bei den direkt Betroffenen, sondern auch bei den Angehörigen und bei der Gesellschaft, die davon hört. Da ist eine Abstumpfung entstanden.
Der Mensch hat eine natürliche Reaktion, wenn er ein Baby sieht: etwas Spezielles, etwas Besonderes, ein neues Leben. Und was wird daraus? Diese Gefühle sind so zertreten und kaputtgemacht worden. Auch all die Gefühle, die Gott in den Menschen gelegt hat, in Verbindung mit der Beziehung von Mann und Frau, sind durch all diese Perversitäten zerstört worden. Viele Menschen fühlen diese Dinge gar nicht mehr richtig, so wie Gott es vorgesehen hat, dass man sie fühlen soll.

Die weltweite Ausbreitung des Evangeliums

Zwanzigster Punkt: Das Evangelium erreicht alle Nationen.
 Matthäus 24,14: Und dieses Evangelium des Reiches wird gepredigt werden auf dem ganzen Erdkreis, allen Nationen zu einem Zeugnis; und dann wird das Ende kommen.
Der Herr sagt hier nicht mehr, aber das Ende ist nicht so unmittelbar. Es ist sehr interessant: Hier steht „alle Nationen“. Wir haben gut gelesen, dass das griechische Wort Ethnos gemäß dem Standardwörterbuch von Louw-Nida zum Neuen Testament die größte soziale Einheit bezeichnet. Die kleinste soziale Einheit ist die Ehe, also zwei Menschen. Dann kommt die Familie, drei, vier und so weiter. Dann kommt die Sippe, die Verwandtschaft, der Clan, oder? Dann kommt der Stamm. Eine größere Einheit ist das Volk. Aber eine Nation ist noch größer. Russland ist eine Nation, aber sie besteht aus vielen verschiedenen Völkern. Auch Indien ist so.
Und Jesus sagt nicht: alle Völker werden reich oder alle Stämme, sondern alle Nationen. Und dann kommt das Ende.
Im Jahr 1800 war die Bibel in etwa siebzig Sprachen übersetzt. 1830, als Folge der Erweckungszeit in Nordamerika und Europa, war die Bibel in 157 Sprachen übersetzt. Das ist schon erstaunlich. Plötzlich hat man in 30 Jahren so viel gemacht im Bereich der Mission, also im Bereich der missionarischen Bibelübersetzungen, wie in den vergangenen 1800 Jahren.
Und heute, 2008, ist die Bibel in mehr als 2.000 Sprachen übersetzt. Das ist sensationell, das meistübersetzte Buch.
Und Gospel Recordings, diese Mission, hat sich spezialisiert auf Botschaften auf CD und Kassetten. Sie haben heute biblische Botschaften in über 5.000 Sprachen und Dialekten.
Dann kommt die Verbreitung durch das Radio, mit Trans World Radio, und jetzt auch durch das Internet. Und so kommen wir hinein in alle Länder, auch in die Länder, die verschlossen sind. Es gibt kein Land, das nicht erreicht ist, keine Nation, die nicht erreicht ist.
Und dieses Evangelium wird gepredigt werden auf dem Erdkreis, allen Nationen zu einem Zeugnis, und dann wird das Ende kommen.
 Markus 13,10: Und allen Nationen, das ist auch Ethnos, muss zuvor das Evangelium gepredigt werden.

Schlussfolgerungen und persönliche Konsequenzen

Ich schliesse mit Schlussfolgerungen. Wir können ganz eindeutig sagen: allein schon anhand dieser etwa zwanzig Punkte, und ich hätte noch etwa hundertdreissig auf Lager, leben wir in der Endzeit. Jesus Christus kommt bald als Richter der Welt, und wir müssen uns fragen, und auch die Menschen um uns herum: Sind wir bereit?
Dann zweitens: Die Bibel ist Gottes Wort an uns. Das ist ja einzigartig. Solche Prophetie gibt es in keinem Buch der Welt, in keinem religiösen Buch und in keinem wissenschaftlichen Buch. Aber in der Bibel zeigt uns das: Sie ist wirklich Gottes Wort, sie ist glaubwürdig, und es lohnt sich, die Bibel regelmässig zu lesen, um Gottes Botschaft für uns persönlich zu erfahren.
Und drittens: Dieses Buch sagt, ich muss zu Gott zurückkehren und mich mit ihm versöhnen lassen, bevor der Richter der Welt kommt. Und so haben wir jetzt diesen Auftrag: Wir rufen die Letzten zu Jesus. Lasst euch versöhnen mit Gott, das ist unsere Botschaft nach 2. Korinther 5,20.
Und möge Gott geben, dass diese Dinge uns wirklich aufwecken, dass wir sehen: Wir sind nicht irgendwo, und es könnte ja noch dreihundert Jahre dauern. Nein, wir können die Fakten auf den Tisch legen und sagen: Der Herr Jesus hat das klar gemacht. Er hat das auch damals bis zum Jahr siebzig klar gemacht, als wir vor Landpfleger Felix, dann vor Proctus, Vestus, Könige Agrippa, und Paulus vor dem Kaiser in Rom sehen, zweiundsechzig, und dann 68 die Lager rund um Jerusalem herum und die Zerstörung kam.
Und so haben wir noch viel mehr Punkte für die Endzeit gesehen. Jesus kommt bald, und das kann unsere ganze Lebenseinstellung völlig verändern, auch unsere Prioritäten verändern. Dass wir sehen, wo haben wir jetzt noch einen Auftrag zu wirken, solange es Tag ist. Es kommt die Nacht, da niemand wirken kann. Dass wir den Menschen zeigen, sie müssen eine ganz persönliche Entscheidung treffen.
Ich habe das mal erlebt, ich habe das schon ein paarmal erzählt, aber es ist ein gutes Beispiel. Als junger Mann auf dem Gymnasium habe ich so um die Zeit auszunützen am Zürcher Bahnhof jeweils versucht, mit den Leuten ins Gespräch zu kommen. Als Aufhänger habe ich ihnen ein Traktat angeboten. Und dann habe ich jemandem gesagt: Glauben Sie, dass Jesus Christus für Sie gestorben ist? Und dann hat er gesagt: Ja, natürlich, er ist ja für alle gestorben. Aber glauben Sie, dass er für Sie persönlich gestorben ist? Ja, er ist ja für alle gestorben. Aber glauben Sie, dass er für Sie persönlich auch gestorben ist? Er ist ja für alle gestorben. Er konnte das nicht persönlich nehmen.
Und wir müssen die Menschen wirklich an den Punkt führen, dass sie sich bekehren, nicht nur stehen bleiben und sagen: Ja, natürlich, Jesus ist für alle gestorben. Nein, dass sie wirklich sehen: für meine persönliche Schuld. Ich habe vor kurzem ein Taufgespräch gehabt, zu zweit waren wir da, zwei Brüder mit jüngeren Schwestern. Und da hat sie so erzählt, wie sie zum Glauben gekommen ist, und hat gesagt: Ich habe so viel Mist angerichtet in meinem Leben. Das habe ich dir schon einmal erzählt, ja. Aber das hat mir so einen Eindruck gemacht. Da sieht man wirklich eine Sündenerkenntnis. Und da müssen wir die Menschen hinführen, damit eine echte Bekehrung stattfinden kann.

Ausblick auf die Wiederkunft und die Entrückung

Nun, zum Schluss ein kleines Schema: Der Jesus wird ja kommen auf dem Ölberg, Sacharja 14, ganz am Ende der Endzeit. Aber davor ist noch die große Drangsal. Die dauert dreieinhalb Jahre. Da wird der größte Weltkrieg stattfinden, der viel schrecklicher als der Zweite Weltkrieg sein wird.
Aber davor gibt es noch dreieinhalb Jahre und auch eine Übergangszeit, und noch davor die Entrückung der Gemeinde. Und wenn wir sehen, die Prophetie zeigt uns, dass dieser Punkt ja schon nahe ist, umso mehr dieser Punkt der Entrückung. Denn der Herr hat verheissen, die Gemeinde vor der Stunde der Versuchung zu bewahren, nicht vor der Versuchung zu bewahren, vor der Stunde der Versuchung zu bewahren, dass wir also nicht in diese Zeit der Verführung des Antichristen hereinkommen, vor der großen Drangsal.
Man sagt immer, die Entrückung sei vor der großen Drangsal. Natürlich ist sie vor der großen Drangsal, die ist noch viel früher, die ist auch vor der Stunde der Versuchung. Also das ist wirklich das Ereignis, wo wir immer wieder neu daran denken müssen, vielleicht heute. Es braucht kein Ereignis, das da noch zuvor stattfinden müsste.
Gott hat es sogar so eingerichtet, dass man nie sagen konnte: Ja, die Entrückung könnte gar nicht geschehen, es muss ja noch das und das geschehen. Gott hat das so dargestellt in der Bibel, dass die Entrückung jederzeit im Prinzip möglich war, aber vor diesen Dingen. Aber weil wir sehen, dass diese Dinge so nahe sind, wird umso klarer, dass die Entrückung umso dringender ist.
Also wir leben wirklich eine ganz tolle Zeit, eine eindrückliche Zeit, aber es geht jetzt darum, dass wir das wirklich nicht verpassen. Und uns wirklich auch zu Herzen führen, was in 2. Korinther 5,15 steht: auf dass die, welche leben, ja, wir sind ja nicht getötet worden durch die Kommunisten, auf dass die, welche leben, nicht mehr für sich selbst leben, sondern dem, der für sie gestorben ist und auferweckt worden ist.

Vielen Dank an Roger Liebi, dass wir seine Ressourcen hier zur Verfügung stellen dürfen!

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