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Wache auf, du bist im Krieg - Teil 3 (Schild des Glaubens)

19.12.2021Epheser 6,14-20
Der Christ, der sich aufmacht, um Jesus Christus zu dienen, ihn zu lieben und sein Wort im Alltag umzusetzen, wird schnell merken, dass er scharfen Angriffen ausgesetzt ist. Ob es sündige Gewohnheiten sind, Zweifel an Gottes Güte, Niedergeschlagenheit oder was eben dein persönlicher Kriegsschauplatz ist... Gott stellt uns alles bereit, um diese Schlacht zu bestehen.

Einführung: Gemeinde als lebendiges Haus Gottes

Gemeinde, wache auf und zieh deine Rüstung an, damit dein Glaubenslauf von Christus zeugen kann. Begreife den Glaubensschild, halte die Wahrheit fest, nimm Gottes Wort an und trage das Rüstzeug.

Denn das Haus des lebendigen Gottes ist ein Haus, das geistlich und heilig ist. So lassen wir uns als Steine auf Jesus Christus erbauen, der unser Eckstein ist.

Er ist das Licht der Welt, damit sie sehen kann, all das gute Werk, das Christus getan hat. Zeige nun dein ganzes Tun und dein Herz für jedermann durch Liebe, Frieden und Barmherzigkeit.

Das Haus des lebendigen Gottes ist ein geistliches und heiliges Haus. So lassen wir uns als Steine auf Jesus Christus erbauen, der unser Eckstein ist. Lege nun Bosheit, Betrug und Heuchelei ab. Richte deinen Blick auf Gott und befreie dich von Neid. Verlange nach seinem Wort, damit du wachsen kannst, wenn du Freundlichkeit von Gott erkennst.

Wir sind das Haus des lebendigen Gottes, ein Haus, das geistlich und heilig wird. So lassen wir uns als Steine auf Jesus Christus, unseren Eckstein, erbauen. Auf Jesus Christus, unseren Eckstein, stehen wir schließlich als die Erlösten da.

Schau, wie wir Jesus verherrlicht wunderbar sehen. Seine Herrlichkeit wird dann unser Sonnenstrahl sein, endlich staunend und gesegnet, Licht und Heil.

So lasst uns als Steine auf Jesus Christus, auf Jesus Christus, unseren Eckstein, bauen!

Begrüßung und Lobpreis zu Beginn des Gottesdienstes

Ja, ich möchte heute Morgen alle ganz herzlich begrüßen. Schön, dass ihr da seid. So wie wir es gerade im Lied gesungen haben: Wir sind das Haus des lebendigen Gottes – nicht, weil wir irgendetwas gemacht haben, sondern weil das ein Werk Gottes an uns ist.

Deswegen wollen wir Gott auch die Ehre geben. Das wollen wir zu Beginn dieses Gottesdienstes tun, indem wir aufstehen und diesen Gott anbeten. Wer kann, steht bitte dazu auf.

Ja, großer Gott, wir wollen dich anbeten und dir danken für die Möglichkeit, heute Morgen hier vor deinem Angesicht zu stehen, Herr. Danke, dass du uns zu deinem lebendigen Haus gemacht hast. Es ist ein Werk, das du vollbracht hast am Kreuz auf Golgatha.

Es begann damit, dass du deinen Sohn in diese Welt gesandt hast, woran wir uns auch am vierten Advent erinnern dürfen. Doch dieser Weg gipfelt darin, dass du am Kreuz für uns gestorben bist und unsere Sündenprobleme geregelt hast, Herr.

Deswegen stehen wir jetzt in Dankeschuld vor dir und wollen dich anbeten und dir die Ehre geben, Herr. Wir wollen dir auch danken, Herr, für die Möglichkeit, uns hier versammeln zu dürfen und für die Zeit, die vor uns liegt.

Danke, dass du mit deiner Gegenwart hier gegenwärtig sein möchtest. Wir bitten dich um deinen Segen, Herr. Schenke auch dem Tobi und den anderen Mitarbeitern in der Kinderstunde deinen Geist, Herr, damit sie dein Wort in aller Klarheit auslegen können.

Möge dein Wort unser Herz ansprechen, uns verändern und uns helfen, dir mehr zu dienen und dir die Ehre zu geben – auch in unserem Alltag. Danke für deine Gegenwart, Amen!

Ankündigungen und Übergang zum Kinderlied

Ja, ich freue mich, dass wir heute hier sind am vierten Advent.

Es heißt ja, man wartet auf den Herrn Jesus. Wir werden das in der zweiten Stunde auch ein wenig mit dem Abendmahl verbinden. Unsere eigentliche Weihnachtsfeier findet jedoch nächste Woche Freitag um 16 Uhr statt. Dazu schon jetzt eine herzliche Einladung.

Wir singen jetzt noch ein gemeinsames Kinderlied. Danach gehen die Kinder in die Kinderstunde.

Anschließend freuen wir uns auf die Predigt von Tobi. Er spricht über Epheser 6, die Waffenrüstung Gottes. Dort werden wir fortlaufend hören, was das bedeutet und wie wir das in unserem Leben anwenden können.

Gottes Segen dazu, Tobi!

Kinderlied: Mut zum Anderssein

Ja, lasst uns gemeinsam das Kinderlied singen. Danach werde ich, Tobi, dich mit der Predigt beschenken.

Fisch, schwimme doch gegen den Strom,
schwimm, schwimm, schwimm auf und wag es frisch.
Freude und Sieg sind dein Lohn.

Nur die toten Fische schwimmen immer mit dem Strom. Sie lassen sich mit allen anderen treiben, haben weder Kraft noch Mut, etwas anderes zu tun. Sie wollen in der großen Masse bleiben.

Sei ein lebendiger Fisch! Schwimme doch gegen den Strom,
schwimm, schwimm, schwimm auf und wag es frisch.
Freude und Sieg sind dein Lohn.

Habe den Mut, einmal anders zu sein als die meisten Leute um dich herum. Wenn sie dich auch alle als nicht ganz normal verschreien, frage du nur: Was will denn der Herr?

Sei ein lebendiger Fisch! Schwimme doch gegen den Strom,
schwimm, schwimm, schwimm auf und wage es frisch.
Freude und Sieg sind dein Lohn.

Doch aus eigener Kraft bist du nie ein lebendiger Fisch. Bitte Gott um Kraft an jedem Tag. Glaube, dass auch in deinem Leben Jesus Sieger ist. Du wirst staunen, was er zu tun vermag.

Sei ein lebendiger Fisch! Schwimme doch gegen den Strom,
schwimm, schwimm, schwimm auf und wage es frisch.
Freude und Sieg sind dein Lohn.

Einführung in die Predigtreihe: Die Waffenrüstung Gottes

Ja, wir befinden uns heute im dritten Teil der Waffenrüstung Gottes. Eigentlich hatte ich nicht damit gerechnet, dass es so viele Teile werden. Aber bei der Beschäftigung damit merkt man doch, dass es viel zu sagen gibt. Dabei macht es mir nicht besonders viel Spaß, darüber zu predigen.

Ich glaube, jeder, der sich intensiv mit der Waffenrüstung beschäftigt hat, merkt, dass das gar nicht so klar ist, wie man am Anfang denkt. Auch die Anwendungen sind sehr breit gefächert. Es gibt nicht einfach diese eine klare Wahrheit, bei der man sagen kann: Das ist jetzt die Wahrheit für dein Leben. Natürlich gibt es eine geistliche Wahrheit, aber in der Anwendung sieht sie sehr unterschiedlich aus.

Ich werde versuchen, den Punkt, den ich heute auslegen werde, mit vielen praktischen Beispielen zu veranschaulichen. Grundsätzlich muss aber jeder versuchen, diese allgemeine geistliche Wahrheit auf sein eigenes Leben herunterzubrechen. Als Prediger schafft man es grundsätzlich nicht, so viele Anwendungen in eine Predigt zu packen, dass jeder etwas mitnehmen kann.

Ich hoffe, ihr versteht den Gedanken: Es geht darum, allgemeine biblische Prinzipien zur Verfügung zu stellen. Jeder mitdenkende Predigzuhörer sollte versuchen, diese Wahrheit in seinem Leben umzusetzen.

Die geistliche Waffenrüstung und die Qualität des geistlichen Kampfes

Nun befinden wir uns im dritten Teil der Waffenrüstung, und zwar handelt es sich um die geistliche Waffenrüstung, die Gott seinen Kindern zur Verfügung stellt.

Warum stellt Gott sie uns zur Verfügung? Damit wir als Gotteskinder im Glaubensleben keinen Schiffbruch erleiden. Gott gibt uns die Waffenrüstung, damit wir standhaft bleiben und nicht scheitern.

Es ist so, wie wir es ganz am Anfang in der ersten Strophe des ersten Liedes gesungen haben. Ich zitiere noch einmal die ersten Worte: Das Lied beginnt mit „Gemeinde, wache auf, zieh deine Rüstung an, damit dein Glaubenslauf von Christus zeugen kann.“

Auch in diesem Lied spiegelt sich ein aufweckendes Gedankengut wider, das sich auch im Titel der heutigen Predigt zeigt. Es geht darum: „Wache auf, Gemeinde! Öffne deine Augen dafür, dass du im Krieg stehst, im Kampf stehst.“ Oder anders gesagt: „Gemeinde, wache auf, zieh deine Rüstung an!“

Warum sollen wir sie anziehen? Damit dein Glaubenslauf von Christus zeugen kann. Zieh die Waffenrüstung an, damit dein Glaubenslauf von Christus zeugen kann.

Der geistliche Kampf: Gegen wen kämpfen wir?

Bevor wir uns heute einem weiteren Detail der Waffenrüstung zuwenden, möchte ich zunächst noch einmal aus dem Epheserbrief herausarbeiten, von welcher Art und Qualität des Krieges hier die Rede ist.

Schauen wir dazu in Epheser 6,12. Dort sagt Paulus ganz klar – und das ist wichtig zu betonen –, dass unser Kampf sich nicht gegen Fleisch und Blut richtet. Mit „Fleisch und Blut“ sind Menschen gemeint. Paulus macht hier definitiv nicht den Fehler, die Christenheit gegen andere Menschen aufzuwiegeln oder Feindschaft zu schüren. Es geht nicht darum, andere Christen mit anderen Glaubensgrundsätzen als Feinde zu sehen.

Paulus sagt: Ja, ihr steht im Kampf, ihr müsst für die Wahrheit kämpfen und werdet angefochten. Aber euer Kampf richtet sich nicht in erster Linie gegen Menschen, sondern gegen den Teufel und gegen die Dämonen.

Unser Kampf sieht so aus, wie es in Vers 11 heißt: Der Christ muss standhalten und widerstehen – das wird auch in den Versen 13 und 14 deutlich. Wir werden angefochten, aber unser Ziel ist es, standhaft zu bleiben, nicht mitgerissen zu werden und keinen Schiffbruch zu erleiden. Unser Kampf besteht darin, zu widerstehen. Das ist die Qualität unseres Kampfes.

In der praktischen Anwendung bedeutet das auch, dass Anfechtungen kommen werden. Paulus möchte uns damit sagen: Es werden Angriffe des Teufels und der Dämonen in dein Leben kommen. Sie wollen, dass du fällst. Sie möchten dich nicht nur liegen sehen, sondern ihr eigentliches Ziel ist es, Schande über Christus zu bringen.

Die Gemeinde als Schauplatz göttlicher Weisheit und dämonischer Angriffe

Nun haben wir uns im ersten Teil das Thema „Schande über Christus bringen“ genauer angeschaut. Es geht dabei um den Gedanken, den wir in Epheser 3,10 finden. Diese Stelle verbindet Kapitel drei mit Kapitel sechs.

In Epheser 3,10 heißt es: „Damit jetzt den Fürstentümern und Gewalten in den himmlischen Regionen durch die Gemeinde die mannigfaltige Weisheit Gottes bekannt gemacht wird.“ Die Umschreibung „Fürstentümer und Gewalten“ steht hier für Engel und Dämonen.

Was wir in Kapitel 3, Vers 10 lesen, ist, dass Gott durch die Gemeinde handelt, um vor den Engeln, Dämonen und dem Teufel seine Weisheit zu offenbaren. Das ist das Ziel, das Gott mit seiner Gemeinde verfolgt: Er möchte sich vor dem Teufel und den Dämonen verherrlichen. Sie sollen anerkennen: „Christus, wie weise bist du! Was für eine Gemeinde du baust, welches Lösungswerk du geschaffen hast und wie du Frieden in die Gemeinde bringst.“

Daraus müssen wir festhalten: Gott möchte sich vor dieser Engelswelt verherrlichen.

Nun schlagen wir Epheser 6,12 auf und versuchen, diese Verbindung zu verstehen, um die Qualität der Angriffe zu erfassen. Dort lesen wir von genau diesem Teufel und diesen Dämonen, vor denen Gott sich verherrlichen will, und dass sie etwas tun.

Gott will sich durch die Gemeinde verherrlichen, und was tun diese Engel und Dämonen? Sie greifen die Gemeinde an.

Versteht ihr, was ich meinte, als ich sagte: Indem sie dich zu Fall bringen wollen, wollen sie Schande über Christus bringen? Den Engeln und Dämonen geht es nicht in erster Linie darum, dass wir einfach nur fallen, um des Fallens willen. Vielmehr wollen sie uns unbrauchbar machen. Indem sie uns zum Fallen bringen, wollen sie Schande über Christus bringen. Sie wollen den Plan durchkreuzen, dass Christus sich durch die Gemeinde verherrlichen will. Ihr Ziel ist es, Christus zu verunehren.

Ich zitiere: „Und sie hassen Gott.“ Diesen Hass machen sie deutlich, indem sie versuchen, die Pläne Gottes, die im Prinzip in uns wirken, zu durchkreuzen.

So ist ein Angriff auf uns in erster Linie ein Angriff auf Gott. Sie hassen Gott, und sie machen diesen Hass deutlich, indem sie versuchen, die Pläne Gottes, die in uns wirken, zu durchkreuzen.

Aufruf zum Wachsein und zur Rüstung

Wir stehen im Krieg, und was Paulus hier tut, ist, dass er uns zuerst wachrüttelt.

Lieber Christ, du stehst im Krieg, du wirst bekämpft. Lieber Christ, wache auf! Gemeinde, wache auf! Zieh die Rüstung an, damit dein Glaubenslauf von Christus zeugen kann.

Aber Paulus macht nicht nur Angst und sagt: „Du armer Christ, du stehst im Krieg, beiß die Zähne zusammen.“ Gleichzeitig gibt er uns Mut. Er sagt: Zieh die Rüstung an, damit du widerstehen kannst.

Was er uns damit sagt, ist: Du kannst widerstehen, lieber Christ, du kannst bestehen. Warum? Weil Gott dir Kraft zur Verfügung stellt. Er gibt dir eine göttliche Waffenrüstung, mit der du den Angriffen standhalten kannst.

Das ist der eigentliche Gedanke. Nicht dir Angst zu machen, sondern dich wachzurütteln. Wenn du die Rüstung nicht anhast, dann wirst du nicht widerstehen und nicht standhalten können. Aber wenn du sie anziehst, dann kannst du widerstehen.

Heute möchte ich, dass wir uns den Schild des Glaubens anschauen, Epheser 6,16. Ich überspringe bewusst die Stiefel des Evangeliums, darauf werde ich zu einer anderen Zeit noch einmal eingehen.

Letztes Mal hatten wir den Gürtel der Wahrheit und den Brustpanzer der Gerechtigkeit besprochen. Dieser wird oft angefochten, weil uns unsere Glaubensgerechtigkeit madig gemacht wird.

Heute geht es um den Schild des Glaubens. Ich lese Epheser 6,16: „Vor allem aber ergreift den Schild des Glaubens, damit ihr alle feurigen Pfeile des Bösen auslöschen könnt.“

Das Bild der feurigen Pfeile und ihre Wirkung

Ein weiterer Punkt unserer Anfechtung, den wir persönlich erleben, sind laut Vers 16 feurige Pfeile des Bösen. So wird es im Text beschrieben.

Das Tückische an einem feurigen Pfeil ist, dass er nicht einfach nur abgeschossen wird und dich verletzt. Entweder bist du tödlich getroffen oder hast nur eine Fleischwunde. Ein feuriger Pfeil jedoch schlägt ein, und das kleine Feuer, das vielleicht in dir entfacht wird, breitet sich aus.

Wir kennen das aus Jakobus, wo es heißt, ein kleines Feuer zündet einen großen Wald an. Du brauchst nur ein kleines Feuerzeug mit einer kleinen Flamme, und dennoch kannst du ganze Landstriche zerstören. So viel Leid kann in Familien, in der Tierwelt und in der Atmosphäre entstehen – nur durch ein kleines Feuer.

Das ist genau der Gedanke hinter diesen feurigen Pfeilen: Sie treffen dich, doch der Treffer selbst, der dich verwundet, muss gar nicht so schlimm sein. Viel schlimmer ist das Feuer, das sich in dir auszubreiten beginnt. Es brennt und wächst.

Dieses Prinzip wird hier benutzt: Die brennenden Pfeile des Teufels haben das Ziel, uns unbrauchbar zu machen. Sie wollen nicht nur unsere Tauglichkeit zerstören, sondern auch unsere Beziehung und unser Vertrauen zu Christus erschüttern.

Die Frage lautet: Wie kann es sein, dass, wenn ich getroffen wurde und in mir ein Brand entfacht wird, dieser ausgelöscht werden kann? Wo ist die Heilung?

In Vers 16 gibt Paulus uns den Schild des Glaubens, mit dem wir dieses Feuer löschen können. Um das Bild zu erklären: Bei den Römern war es wohl so, dass ihre Schilde mit Öl getränkt waren. Wenn die brennenden Pfeile dort einschlugen, löschte die ölige Schicht das Feuer.

Das ist das Bild, das Paulus vor Augen hat und geistlich anwendet. Er sagt, diese brennenden Pfeile können durch den Glaubensschild ausgelöscht werden. Wenn diese Pfeile treffen, kann das Feuer gelöscht werden.

Das bedeutet: Wenn du beschossen wirst, muss der Brand gelöscht werden. Es ist nicht so, dass die Pfeile einfach um uns herumfliegen und wir wegen des Schildes des Glaubens nichts merken. Nein, die Pfeile schlagen ein und treffen dich.

Die entscheidende Frage ist, wie du mit dem Feuer umgehst, das plötzlich in deine Gedankenwelt oder in dein Leben geschossen wird. Darum geht es hier.

Praktische Beispiele für feurige Pfeile im Glaubensleben

Nun möchte ich versuchen, dieses Bild, wie ich ganz am Anfang schon gesagt habe, auch irgendwie greifbar zu machen. Wie können solche feurigen Pfeile in unserem Glaubensleben aussehen? Ich habe verschiedene Beispiele herausgesucht, um das zu verdeutlichen. Es sind nur Beispiele, und es ist wichtig, dass jeder für sich selbst sein eigenes Glaubensleben durchleuchtet und überlegt, wo es vielleicht Dinge gibt, die klein anfingen wie eine kleine Flamme und plötzlich so groß und dominant wurden wie ein Waldbrand. Dinge, die klein anfingen, aber dein Glaubensleben richtig behindern und dich ins Straucheln bringen.

In diesem Sinne bringe ich jetzt einige Anwendungen. Versucht, das Wort auf euch selbst anzuwenden und euer eigenes Leben zu betrachten.

Ein Punkt, was tatsächlich feurige Pfeile sind, ist die Bibelkritik. Ich möchte euch ein Beispiel aus Claras Gymnasiumszeit geben. Clara war damals schon gläubig, aber im Religionsunterricht an ihrem Gymnasium gab es eine Lehrerin, die sehr bibelkritisch war. Sie bekamen die Aufgabe, Bibeltexte zu vergleichen, die scheinbare Widersprüche enthalten, und diese durchzuarbeiten. Sie sollten sich selbst die Argumente herausarbeiten. Es wurde ihnen also nicht einfach Bibelkritik gelehrt, sondern sie sollten scheinbare Widersprüche erkennen.

Weil Clara nicht darauf vorbereitet war, dass es Leute gibt, die die Bibel so auseinandernehmen wollen, bekam sie in ihrem jugendlichen Denken richtige Zweifel an ihrem Glauben. Sie war wirklich gläubig, aber diese feurigen Pfeile, die in ihr Denken geschossen wurden und die Glaubwürdigkeit der Bibel angriffen, wurden nicht sofort ausgelöscht. Dieses Feuer, dieses kleine Flämmchen, wurde wie ein Waldbrand so dominant in ihrem Denken, dass sie ernste Glaubenszweifel bekam. Durch das Nachdenken über dieses Gift, weil dieser feurige Pfeil nicht sofort durch den Glauben gelöscht wurde.

Ich habe auch eine junge Frau kennengelernt, in einer Gemeinde, wo ich im Dienst war. Zu Beginn hatte sie tiefgehende und gute Gedanken, sie war gläubig. Mit der Zeit habe ich mitbekommen, und auch andere, dass sie von Zweifeln geplagt wurde. Nicht nur wegen Bibelkritik, sondern auch wegen Fragen wie: Wie kann Gott Leid zulassen? Wie kann Gott gut sein, wenn es so viel Leid auf der Erde gibt? Diese Zweifel über das Wesen Gottes ließ sie zu und erlitt dadurch Schiffbruch in ihrem Glauben.

Was ich damit sagen will: Es gibt feurige Pfeile, die in unser Denken geschossen werden. Es können ganz unterschiedliche Gedanken sein, die, wenn wir sie nicht sofort auslöschen, so dominant werden, dass sie unseren Glauben anfechten, schwächen und uns den Mut nehmen.

Ein weiteres Beispiel: Wie oft versucht der Teufel, dich von der Gemeinde fernzuhalten, indem er durch andere Leute Gift in dein Denken streut? Vielleicht denkst du dann: Was läuft hier nicht alles schief? Kennt ihr das? Diese kleinen Flammen, dieses kleine Gift, das immer wieder gestreut wird, weil du es glaubst und denkst: Eigentlich hat er ja Recht. So wird dieses Feuer dominant in deinem Denken. Der Waldbrand wird immer größer.

Plötzlich kommst du einen Sonntag nicht, dann zwei Sonntage nicht mehr. Du bist enttäuscht wegen Dingen, die vielleicht vor fünf Jahren passiert sind. Diese Dinge werden so groß in deinem Denken, dass sie ständig präsent sind.

Wie ist es mit den Stürmen im Leben? Wie ist es, wenn du nicht nur gute, sondern auch schlechte Tage hast? Hier hat der Teufel gut erkannt: Wenn ich von Gott das Gute annehme, will ich auch das Schlechte annehmen. Aber es ist die Frage: Schafft es der Teufel, an deinen schlechten Tagen Gedanken in dein Herz zu schießen, die unzufrieden sind mit Gottes Führung? Schafft er das?

Kennst du das, wenn du immer meckerst? Schafft es der Teufel, dir an schlechten Tagen ein kleines Feuer in deine Gedanken zu setzen, das unzufrieden ist mit Gottes Führung in deinem Leben? Dieses Feuer wird so groß, es sind Gedanken, die dich hadern lassen. Dieses Feuer der Unzufriedenheit breitet sich in dir aus.

Weil du ein gottesfürchtiger Christ bist, würdest du Gott niemals ins Gesicht anklagen. Doch weil diese Unzufriedenheit in dir so stark wächst, ist es im Grunde dasselbe, wie Gott ins Gesicht anzuklagen – nur vielleicht nicht so offen.

Wie ist es mit Hass auf andere? Kann der Teufel es schaffen, in einer Gemeinde, die von Demut, Liebe und gegenseitiger Ertragung geprägt sein soll, kleine böse, hassende Gedanken über deine Geschwister großzumachen? Kann er eine Flamme in dein Herz setzen, die, weil du sie nicht löschst, zu Bitterkeit und sogar zu Hass wird?

Weil du es verpasst hast, diese Flamme, als sie noch klein war, durch den Glauben zu löschen, ist der Hass in dir so groß geworden. Die Enttäuschung ist so groß geworden. Wir sehen, der Teufel versucht, feurige Pfeile in dein Leben zu schießen – nicht nur in dein Leben, sondern auch in die Gemeinde oder deine Beziehungen.

Wie ist es mit Entmutigungen? Timotheus war ein entmutigter junger Christ. Gott hat ihn auserwählt, und Paulus bestätigte ihn in seinem Dienst und setzte ihn ein. Doch Paulus musste ihn ständig ermutigen. Scheinbar verachteten ihn die älteren Gemeindemitglieder wegen seines jungen Alters. Paulus schrieb ihm: „Timotheus, fache deine Gnadengabe wieder an.“ Anfachen bedeutet, ein Feuer, das ausgegangen ist, wieder anzuzünden. Timotheus hatte aufgegeben, er hatte aufgehört.

Paulus sagt: „Mach weiter!“ Und er begründet das: „Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Furchtsamkeit gegeben.“ Gott hat dir keinen Geist der Mutlosigkeit und Angst gegeben.

Es kann sein, dass feurige Pfeile in unserem Denken uns entmutigen und zum Aufgeben bringen wollen. Kennst du das, entmutigt zu sein? Wir lassen Zweifelgedanken zu und löschen sie nicht sofort mit biblischer Wahrheit aus. Diese Gedanken breiten sich aus wie ein Waldbrand und fressen alles auf. Sie machen uns unfähig, in unserem Glaubenslauf für Christus Zeugnis zu geben.

Wie ist es mit gezielten, feurigen Pfeilen des Begehrens und Neids? Kennst du es, wenn der Teufel dir Dinge zeigt, die andere haben und du nicht? Plötzlich wächst in dir ein Verlangen. Weil du nicht sofort dagegen angehst und dieses Verlangen durch den Glauben erstickst, breitet sich diese Begierde wie ein Feuer aus. Sie wird so dominant in deinem Leben, dass du genau das auch haben willst, was die anderen haben – oder am besten noch mehr.

Wenn du dir das nicht holen kannst, was du begehrst, kommen Gedanken über Gott auf. Du fängst an zu hadern: Warum sind meine Kinder nicht so gut erzogen wie ihre? Warum haben die ein schönes Haus und wir nicht? Warum sind sie gesund und ich nicht? Warum kann der das so gut und ich nicht?

Das bewirkt nicht nur Undankbarkeit für die Dinge, die Gott uns in seiner Weisheit zugedacht hat. Gott teilt aus, wie er will. Es bewirkt, dass wir mit Gottes Wegen nicht einverstanden sind. Wir sind nicht einverstanden. Dieser feurige Pfeil, den wir nicht gelöscht haben, führt dazu, dass wir gegen das Wort sündigen, das sagt: „Seid in allen Dingen dankbar.“ Plötzlich strahlen wir keine Dankbarkeit mehr aus, sondern sind zerfressen von Neid, Bosheit und ähnlichen Dingen.

Ich hoffe, ihr versteht anhand dieser alltäglichen Beispiele ein bisschen, was feurige Pfeile sein können. In der Waffenrüstung steht nicht im Detail, was ein feuriger Pfeil ist. Das ist sehr breit gefasst und kann vieles bei uns sein.

Ich wollte mit diesen praktischen Beispielen eine Grundlage schaffen, über die ihr weiterdenken könnt. Es geht nicht darum, uns zu verdammen, sondern uns zu zeigen, wo in unserem Denken oder Handeln schon so ein feuriger Pfeil eingeschlagen ist. Paulus sagt uns: Löscht es aus, damit es sich nicht ganz verzerrt.

Wie können wir die feurigen Pfeile auslöschen?

Und das wollen wir uns im zweiten Punkt jetzt anschauen. Wir wollen nun sehen, was Paulus darüber sagt, wie wir ablöschen können. Also, wenn du merkst, du bist getroffen, wenn du spürst, dass dieser brennende Pfeil in dir brennt und immer dominanter wird – wie kannst du ihn ablöschen?

Dazu schauen wir noch einmal in Epheser 6, Vers 16. Dort steht: „Vor allem aber ergreift den Schild des Glaubens, mit dem ihr alle feurigen Pfeile des Bösen auslöschen könnt.“ Paulus zeigt uns hier ein Rüstungselement und stellt es uns zur Verfügung. Aber ganz wichtig ist: Er stellt es uns nicht als Selbstläufer zur Verfügung.

Hier steht nicht: „Wandle im Glauben und alle Pfeile, die geschossen werden, prallen an dir ab, und du merkst gar nicht mehr, was davon.“ So einfach ist es nicht. Vielmehr appelliert Paulus aktiv an unseren Willen. Zuerst sagt er: „Ergreift!“ Und dann: „Löscht aktiv aus!“ Das bedeutet, dass diese feurigen Pfeile – wie auch immer sie in deinem Leben aussehen mögen – aktiv ausgelöscht werden müssen.

Diese Pfeile können Zweifel, Versuchungen, Hass, Härte, Neid, Trägheit, Vergnügungssucht, Passivität gegenüber der Ehre des Herrn, giftiges Denken über die Gemeinde oder eine giftige Zunge gegenüber der Gemeinde sein. Was auch immer es ist, es muss aktiv, aktiv, aktiv ausgelöscht werden.

Das ist es, was Paulus hier schreibt: Lösche es aus durch den Glauben. Nicht: Es wird ausgelöscht, indem du glaubst, sondern: Lösche es aus! Ertränke es im Wasser des Glaubens, packe es am Kragen, drücke es runter – lösche es aus! Das heißt, du musst laut Vers 16 aktiv gegen diesen Brand vorgehen.

Nun, ich weiß nicht, ob ihr in der Adventszeit solche schönen brennenden Kerzen in eurer Küche stehen habt. Aber was macht ihr, wenn sie brennen und ihr plötzlich seht, dass die Vorhänge Feuer fangen? Was passiert, wenn ihr das Feuer nicht ablöscht?

Was passiert mit deinem Glaubenshaus, wenn du es nicht ablöscht? Du musst aktiv dagegen vorgehen.

Der Schild des Glaubens als Werkzeug zum Löschen

Nun, was gibt Paulus uns an die Hand, um das Feuer zu löschen? Vers 16. Er gibt uns diesen Schild des Glaubens an die Hand. Die Frage ist natürlich: Wie können wir diesen Schild des Glaubens anwenden? Was ist dieser Glaube, der die Kraft hat, das Feuer auszulöschen?

Ihr kennt alle die Aussage: Der biblische Glaube ist ein Überzeugtsein von Dingen, die man nicht sieht. Aber wir müssen das noch etwas genauer definieren. Biblischer Glaube ist nicht einfach nur ein naives Glauben an Gott, sondern er steht auf dem Fundament der Bibel. Biblischer Glaube stützt sich auf biblische Aussagen, selbst wenn mein Leben manchmal eine andere Sprache spricht.

Der erste Punkt zum Löschen von diesen Bränden in unserem Leben ist sehr grundlegend und ganz kurz, aber wir müssen ihn sagen: Ich muss mich regelmäßig mit dem Wort Gottes beschäftigen. Warum? Denn durch das Wort Gottes werde ich überführt, dort wo die Pfeile in mir stecken und mich entzünden.

Ich muss mich diesem Wort Gottes erst einmal aussetzen, damit das Wort Gottes durch Predigen, durch Bücher oder durch das Lesen die Möglichkeit hat, in meinem Leben zu wirken und den Brand erst einmal aufzudecken. Denn es kann sein, dass wir getroffen sind und es gar nicht wissen. Das heißt, wir müssen das Wort Gottes lesen und darum beten, dass Gott uns durch das Wort die Augen öffnet, wo es in unserem Leben Brände gibt, die gelöscht werden müssen.

Das ist so der erste Schritt, um durch den Glauben zu löschen.

Zweitens, und das ist ganz wichtig: Wir müssen lernen, unsere Umstände von der Schrift her zu beurteilen. Was bedeutet das, unsere Umstände von der Schrift her zu beurteilen? Ich weiß nicht, ob ihr euch an die Geschichte von Petrus erinnert, als er im Sturm war. Ja, er war in einem riesigen Lebenssturm, einem Sturm, der sein Leben bedroht hat. Als Jesus zu ihm sagt: „Komm, du darfst auf dem Wasser laufen“, stand er im Glauben an das Wort Gottes und konnte über den Sturm laufen.

Er konnte den Sturm so bewerten, dass er auf Christus schaute und das Wort, das ihm gegeben wurde, stärker war als der Sturm selbst. Was ich damit sagen will, ist: Mit dem Wort Gottes hat er den Sturm beurteilt, und das Wort Gottes hat ihn durch den Sturm getragen.

Um das noch etwas spezieller zu machen: Die Glaubenshelden haben uns praktisch gezeigt, was Glauben ist, in Hebräer Kapitel 11. Was konnten diese Glaubenshelden? Sie konnten ihre Umstände anhand oder durch das Wort Gottes beurteilen.

Was meine ich damit? Wir denken an Mose. Mose hätte sozusagen der Enkel des Pharaos sein können, er hätte ein reiches und angenehmes Leben führen können. Das war die Realität um ihn herum. Das war vielleicht auch der feurige Pfeil in seinem Leben, so beschreibt Hebräer 11 den Genuss der Sünde, dieses angenehme, entspannte Leben.

Aber dieser gleiche Mose hat sein Leben durch die Bibel beurteilt. Er hat sein Leben durch den Glauben an das Wort Gottes beurteilt. Damit hat er den feurigen Pfeil des Genusses der Sünde erstickt. Und dann heißt es, dass er es lieber vorzog, mit dem Volk Gottes zu leiden.

In Hebräer 11,26 heißt es, warum? Weil er die Belohnung ansah. Er sah die Belohnung an, die irgendwo in der Zukunft liegt, wenn er einmal stirbt und beim Herrn ist. Weil er seinen Glauben so sehr auf diese biblische Wahrheit gehängt hat und so sehr an diese biblische Wahrheit glaubte, wurde er belohnt, auch wenn er jetzt noch leiden musste.

So konnte er den brennenden Pfeil, den Genuss der Sünde, einfach ersticken. Er konnte es so leicht ersticken.

Als Anwendung möchte ich fragen: Schaffst du es nicht auch, die Dinge in deinem Leben, mit denen du vielleicht nicht einverstanden bist, die dir zu Problemen und Anfechtungen werden, aus der Grundlage des Wortes Gottes zu bewerten?

Kannst du es nicht schaffen, wenn du zum Beispiel neidisch bist, einfach dankbar zu sein? Warum? Weil du die biblische Wahrheit kennst, dass Gott jedem zuteilt, wie er möchte. Und weil Gott dir das gegeben hat, was du hast, sei doch dankbar dafür.

Das bedeutet, mit dem Glauben diese brennenden Pfeile zu ersticken, weil ich die wahre biblische Wahrheit kenne und mein Leben damit abgleichen kann.

Kannst du nicht, wenn du mal wieder leidest, Schmerzen hast oder einsam bist, getröstet sein? Warum? Weil du weißt, dass sich die gleichen Leiden laut 1. Petrus 5,9 auch an anderen Geschwistern erfüllen.

Versteht ihr? Schaffen wir es nicht, in unseren Bränden biblische Wahrheiten zu suchen, um unsere ganze Konzentration und unseren ganzen Glauben auf die biblische Wahrheit zu setzen – und nicht auf unsere Umstände, auf das Chaos um uns herum oder auf das, was uns anfechten und behindern möchte?

Es ist so notwendig für unser Glaubensleben, dass wir lernen, unsere Anfechtungen mit dem Wort Gottes zu bewerten. Das ist so wichtig.

Und nicht nur zu bewerten, sondern uns dann auch an die Wahrheit zu klammern, um eben aktiv diese Pfeile auszulöschen. Aktiv heißt wirklich: Ich muss das eine nehmen und das andere wegtun. Ich muss mich aktiv an das eine klammern und aktiv das andere aussperren.

Lösche aus! Geh aktiv vor, benutze deine ganze Kraft, um dagegen vorzugehen gegen das, was Böses in dein Leben kommt und dich hindern will, Christus zu folgen.

Gedankenführung und geistlicher Kampf im Alltag

Ich möchte als letzten Gedanken noch 2. Korinther Kapitel 10 betrachten. Dort sehen wir ein Beispiel dafür, wie das aktive Auslöschen von Gedanken verdeutlicht werden kann.

Im zweiten Korintherbrief, Kapitel 10, geht es nämlich auch um den geistlichen Kampf. So heißt es im Vers 3: „Denn obgleich wir im Fleisch wandeln, kämpfen wir doch nicht nach der Art des Fleisches. Denn die Waffen unseres Kampfes sind nicht fleischlich, sondern mächtig...“ Hier wird also deutlich, dass es um einen geistlichen Kampf geht.

Im Vers 5 finden wir eine wichtige Anwendung für unser Gedankenleben. Paulus schreibt dort über unseren Kampf und spricht von „feurigen Pfeilen“ in unserem Leben. Der erste Gedanke ist sicherlich, dass es darum geht, die Vernunftschlüssel anderer durch das Wort Gottes zu zerstören. Doch diese Anwendung können wir auch auf uns selbst beziehen.

Paulus fordert uns auf, jeden Gedanken, jeden brennenden Pfeil in unserem Denken gefangen zu nehmen – und zwar unter dem Gehorsam Christi. Zunächst müssen wir erkennen, dass wir einen solchen feurigen Pfeil im Denken haben. Dann sollen wir diesen Gedanken gefangen nehmen, unter die biblische Wahrheit stellen, die der Wirklichkeit entspricht.

Das bedeutet: Nimm diesen Gedanken aus deinem Denken heraus. Hör auf, ihn weiterzudenken oder ihm nachzujagen. Aber nimm ihn nicht einfach nur aus deinem Denken, sodass dort ein Vakuum entsteht. Fülle dieses Vakuum stattdessen mit biblischer Wahrheit.

Paulus sagt hier: Lerne, dein Denken auszutauschen. Wenn du ständig betrübte, schlechte oder falsche Gedanken über Gottes Gnade hast, dann fang an, die Wahrheit über Gottes Gnade zu denken. Nimm die falschen Gedanken gefangen und wirf sie weg. Diszipliniere dich, das Wort Gottes im Glauben zu ergreifen.

Biblisch zu denken bedeutet, diesen feurigen Pfeil durch den Glauben auszulöschen. Glauben heißt nicht nur, fest darauf zu vertrauen, sondern die Wahrheit zu erkennen und festzuhalten – selbst wenn der Sturm, wie bei Petrus, meterhoch ist und dein Leben bedroht.

Tausche dein Denken aus. Du musst aktiv gegen diese Gedanken vorgehen. Was passiert, wenn wir das nicht tun? Unser Denken gerät oft in eine Abwärtsspirale. Vielleicht kennt ihr das selbst: Ein Gedanke führt zum nächsten, immer schlechter und schlimmer. Dann stellt sich die Frage, ob wir überhaupt noch fähig sind, mit frohem Herzen unseren Herrn anzubeten, wenn wir so verstrickt sind in unserer Gedankenwelt, weil dieses Feuer sich ausgebreitet hat.

Paulus sagt: Ersticke diese Gedanken und tausche sie aus – ersticke sie und tausche sie aus.

Ich denke, ihr kennt Paul Walscher. Er hat einmal gesagt, dass er, weil er von Natur aus eher ein zerdrücktes Gemüt hat, oft seinem eigenen Herzen die Gnade Gottes predigen muss. Sein Herz spricht eine andere Sprache, es verurteilt ihn oft.

Was macht er? Er nimmt eine biblische Wahrheit und predigt sie sich selbst vor. So kannst auch du anfangen, dir selbst biblische Wahrheiten vorzupredigen, dir selbst einzureden. Wir brauchen das, damit unser Lebenshaus nicht abbrennt.

Zieh deine geistliche Rüstung an, damit dein Glaubensweg ein Zeugnis für Christus sein kann. Es geht nicht um ein oberflächliches, positives Denken, das immer grundsätzlich vom Guten ausgeht – überhaupt nicht. Es geht um Glaubensdenken, das auf biblischer Wahrheit gegründet ist.

Darum geht es im Denken: Nicht einfach nur „immer positiv denken, dann wird schon alles gut“. Das ist unnüchtern und auch nicht biblisch.

Ermutigung zum Abschluss: Sieg und Hoffnung in Christus

So möchte ich zum Schluss kommen und euch einfach noch einmal Mut zusprechen. Obwohl wir im Kampf stehen und auf uns geschossen wird, ist es sehr wichtig, wenn wir die Waffenrüstung Gottes lesen, zu wissen, dass Gott uns alles gibt, was notwendig ist, um zu bestehen. Er gibt uns alles, um standzuhalten, und er hat den Sieg bereits errungen.

Er hat laut Kolosser 2 öffentlich über diese Mächte triumphiert. Wir sind also auf der Seite des Siegers und mit mächtigen Waffen ausgestattet.

Deshalb wünsche ich mir, dass wir einfach aufwachen und wach durch die Realität gehen. Wach in dem Bewusstsein, dass wir eine Zielscheibe des Teufels sind. Aber auch wach, wenn wir getroffen werden – wenn Zweifel oder falsche Gedanken über Gott aufkommen, wenn schlechte Gedanken über Menschen in uns hochkommen, wenn Hass gesät wird oder wenn Versuchungen vor der Tür stehen. Ganz gleich, wie dein persönliches Schlachtfeld aussieht.

Ich möchte dich ermutigen: Suche die Antwort im Wort Gottes wirklich und lösche diese brennenden, feurigen Pfeile sofort aus. Ersticke sie im Keim, damit sie nicht dominant in deinem Leben werden. Ersticke sie durch den Glauben!

Wenn du Zweifel an Gottes Gnade hast und sich alles in dir so anfühlt, als würden diese Zweifel stimmen, gib Gott die Ehre, indem du biblische Wahrheiten glaubst und annimmst, die dir die Wahrheit über Gottes Gnade sagen. Zum Beispiel: Wenn sich alles anders anfühlt, gib Gott die Ehre, indem du ihm vertraust und der biblischen Wahrheit glaubst.

Fang an, in deinem täglichen Leben aktiv falsche Gedanken zu identifizieren, Brände in deinem Leben zu erkennen, nimm sie gefangen unter den Gehorsam Christi und tausche sie durch biblische Wahrheiten aus. Das macht unser Herz froh. Amen.

Schlusslied: Vertrauen auf den hohen Priester Jesus Christus

Im Himmel, dort vor Gottes Thron, tritt jemand anders für mich ein: der hohe Priester, Gottes Sohn. Er allein kann mein Mittler sein.

Mein Leben steht in seiner Hand. Er betet für mich im Himmel fort und gibt den Geist als Unterpfand. Mich kann nichts mehr von Gott trennen, mich kann nichts mehr von Gott trennen.

Wenn Satan mich verklagen will und mir die Sündenlast vorhält, schaue ich auf zu meinem Herrn, der am Kreuz lief. Es ist vollbracht.

Vollkommen sündlos hing er dort, da meine ganze Schuld auf sich genommen wurde. Der Zorn des Vaters ist nun fort; er sieht den Sohn begnadigt mit.

Auf der Flandern verstand Jesus meine Gerechtigkeit. Als der ich bin, ist er bekannt. Der König voller Herrlichkeit wird mein Retter sein. Er ist mein Retter und mein Verein.

Sei es im Leben oder im Tod, ich werde ihm gehören. Er ist mein Retter und mein Gott, mein Gott, mein Gott!