Zum Inhalt

Jesus: Herr über Raum und Zeit - Horizonte jenseits der Naturwissenschaften

2. Korinther 4,18
Jesus ist nicht irgendwo im All – er trägt Raum und Zeit. Die entscheidende Frage: Lebst du schon mit ihm, oder verpasst du den Moment, in dem alles sichtbar wird?

Einleitung und thematische Weitung

Heute Abend soll es nicht um das Thema Garten gehen, sondern wir wollen weit hinaus bis in das Universum. Das Thema habe ich einmal genannt: Jesus, Herr über Raum und Zeit.
Noch ein Hinweis zu meiner Homepage: Wer irgendwelche Aufsätze oder ganze Bücher herunterladen will, kann das tun, auch in verschiedenen Sprachen. Alles kann man dort bekommen.
Ich komme aus Braunschweig. Wo liegt Braunschweig? Ein Freund von mir hat fünf Punkte vom Rande Europas ausgewählt, die Koordinaten in einen Computer eingegeben und dann ausrechnen lassen, wo wohl der Mittelpunkt dieser fünf Punkte liegt. Wir waren alle überrascht: Es ist genau der Marktplatz von Braunschweig.
Nun, ich gebe zu: Wenn man die Punkte ein wenig anders wählt, kann man es auch hinkriegen, dass Dübendorf im Mittelpunkt von Europa liegt.
Die Eroberung des Raumes begann eigentlich damit, als am 4. Oktober 1957 Sputnik I von den Sowjets gestartet wurde. Hier sehen wir im Bild auch den Sputnik, der die Erde umkreiste und so einige Pieptöne von sich gab. Das war damals ein sehr großes Ereignis. Das wurde natürlich auch entsprechend in der Sowjetunion gefeiert.
Die Terminwahl war auch in besonderer Weise gewählt worden. Es war nämlich zur Zeit der 40-Jahr-Feier der sozialistischen Oktoberrevolution, und schon setzte die Propaganda ein. Man sagte, der Sputnik ist das triumphale Symbol der sozialistischen Welt.
Es ist interessant, das Ganze einmal zu hören, jetzt so viele Jahre später, nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion. Man sagte damals: Dieser Sputnik ist der Morgenstern der Neuen Welt, damit der sozialistischen Welt, aber gleichzeitig auch der Abendstern der Alten Welt, der Welt des Westens, die immer noch an einem überholten Gottglauben festhält. Und weiterhin sagte man, der Sputnik hat nun Gott endgültig von der Bildfläche weggewischt. Die raketenartigen Türme nannte man die Kathedralen der neuen Weltanschauung.
Wir sehen: Man hat den Mund sehr voll genommen.
Dann wurde Sputnik III gestartet, das war am 15. Mai 1958, und das war gerade der Himmelfahrtstag dieses Jahres. Auch hier setzte die Propaganda wieder ein, und man sagte: Jetzt kann der Himmelfahrtstag zu Recht diesen Namen tragen, denn Sowjetmenschen haben nun eine wirkliche Himmelfahrt inszeniert.
Oleg Makarow war ein sowjetischer Kosmonaut, und er sagte Folgendes nach seiner Rückkehr: Die Erfolge der Wissenschaft haben die religiöse These von der Allmacht eines Gottes begraben. Mit dem Eindringen des Menschen in den Kosmos bricht die Legende von der Allmacht Gottes zusammen.
Andreas Nikolajew war mit Wostok III unterwegs, das war am 11. August 1962. Er hat 64 Erdumkreisungen durchgeführt, und er sagte bei der Rückkehr: „Ich bin Gott bei meinem Flug nicht begegnet.“
Das war die Schlussfolgerung: Dann kann es auch gar keinen Gott geben, wenn er es nicht gesehen hat.

Gegensätzliche Stimmen aus dem Weltraum

Auf diesen Bildern sehen wir Nikita Chruschtschow, der von 1958 bis 1964 sowjetischer Staats- und Parteiführer war. Er hat damals Folgendes gesagt: Die Sowjetmenschen streben nicht nach einem himmlischen Paradies, sie wollen ein Paradies auf Erden haben.
Wir wollten selbst überprüfen, wie es mit dem himmlischen Paradies bestellt ist, und haben unseren Kundschafter Juri Gagarin losgeschickt. Juri Gagarin hat die ganze Erdkugel umflogen, doch im Kosmos nichts gefunden. Stockfinster sei es dort, sagte er, kein Garten, nichts, was einem Paradies ähnlich wäre.
Wir haben darüber nachgedacht und beschlossen, noch einen Kundschafter auszuschicken. So haben wir German Titow entsandt. Wir sagten ihm: Du wirst jetzt länger fliegen als Gagarin, der nur anderthalb Stunden geflogen ist. Er könnte das Paradies übersehen haben, also schau dich dort gut um.
Er flog, kehrte zurück und bestätigte die Schlussfolgerungen, die Gagarin gezogen hatte: Nichts da, sagte er.
Chruschtschow nannte diese beiden dann Himmelsboten. Zur damaligen Zeit ließ man in der Sowjetunion große Plakate anfertigen mit der Aufschrift: „Es gibt keinen Gott.“ So sahen diese Plakate aus, mit denen man diese Propaganda betrieb: Es gibt keinen Gott.
Wir sehen: Das ist längst nicht vorbei. Auch in unseren Tagen wird Propaganda dafür gemacht, dass es keinen Gott gibt. In London ließ man Doppeldeckerbusse fahren und wollte die Aufschrift darauf haben: Es gibt keinen Gott.
Nun gab es ein Problem. In England gibt es ein Werbegesetz, und danach darf man nur dann so etwas als Propaganda oder Werbespruch schreiben, wenn man mit Fakten nachweisen kann, dass das, was gesagt wird, auch stimmt. Nun konnten die Atheisten nicht nachweisen, dass es keinen Gott gibt. Da haben sie überlegt: Was können wir tun? Dann haben sie geschrieben: Es gibt wahrscheinlich keinen Gott.
Nun muss man bedenken: Wer sich in Mathematik auskennt, weiß, dass, wenn man annimmt, die Wahrscheinlichkeit dafür, dass es keinen Gott gibt, den Wert W hat, dann ist 1 minus W die Wahrscheinlichkeit dafür, dass es einen Gott gibt. Also haben sie beides damit zum Ausdruck gebracht, auch dass es einen Gott gibt. Und das hat wiederum viele Leute zum Nachdenken gebracht.
So lief die Sache also nicht so, wie sie sich das gedacht hatten.
Wie kommt es, dass wir aus der Sowjetunion immer wieder diese Botschaft bekommen haben: Es gibt keinen Gott? Nun, das liegt daran, dass der Kommunismus sich von seinen Gründern her auf Friedrich Engels und einige andere gründet. Engels hatte gesagt: Die stoffliche, sinnlich wahrnehmbare Welt, der wir selbst angehören, ist die einzig wirkliche.
Damit hatte er gesagt: Es gibt nur Materie, weiter nichts. Damit sei die gesamte Wirklichkeit erfasst. Darauf beruht diese Gottlosigkeit, die man dort propagiert hat.
Die Bibel aber sagt uns in 2. Korinther 4,18: Denn was sichtbar ist, das ist zeitlich; was aber unsichtbar ist, das ist ewig.
Und wir sehen: Wir werden jetzt mit zwei Welten konfrontiert. Die eine Welt sagt, es gibt nur Materie. Die andere Aussage ist, dass das, was wir nicht sehen, sogar ewig ist.

Zeugnisse aus der Raumfahrt und die Frage nach Gott

Wenn ich einige Sowjets zitiert habe, will ich nun auch einige Amerikaner zitieren. Und sie sind, wie wir gleich sehen werden, zu völlig anderen Ergebnissen gekommen.
Gordon Cooper umkreiste die Erde im August 1965 zwanzig Mal mit Gemini 5. Er kam zurück und sagte Folgendes: Ich fühlte während meiner Raumflüge die Gegenwart meines Gottes, so, wie er immer bei mir ist. Ich stellte fest, dass ich ihn zweihundertfünfzig Kilometer über unserem Planeten ebenso nötig hatte wie im täglichen Leben auf der Erde. Wer auf der Erde nicht mit Gott lebt, wird ihn auch im Weltenraum nicht finden. Wer Christus nicht in sein Herz aufgenommen hat, kann nicht wahrhaftig und geborgen sein. Als Christ glaube ich, dass unser gegenwärtiges Leben ein winziger Teil ist im Vergleich zu dem Leben nach dem Tod. Darum ist es wichtig, sich auf die ewige Zukunft vorzubereiten.
James Irwin war der erste Mann, der mit einem Auto auf dem Mond spazieren fuhr. Hier sehen wir ein Foto von ihm, und auf diesem Bild sehen wir sein Mondauto. Er sagte: Ich kann die Gefühle während des Fluges nicht vergessen. Je mehr wir von der Erde wegkamen, desto mehr haben wir die Wunder der Schöpfung Gottes gesehen und seine Führung erlebt. Drei Tage waren wir auf dem Mond und durften nur dort sein, weil Gott es zugelassen hat. Es sind uns auch große Schwierigkeiten begegnet, auf die wir nicht vorbereitet waren. In allen diesen Fällen habe ich stets gebetet, und der Herr hat geholfen.
Ich habe ihn persönlich kennengelernt, und wir hatten gemeinsame Vorträge in Hamburg, Hannover und an verschiedenen Orten. Während der langen Autofahrten konnten wir viele Dinge besprechen. Und dann sagte er mir: Sie haben auf dem Mond viele Probleme erlebt, auch mit dem Mondauto. Nun konnte man dort nicht in eine Werkstatt gehen und das reparieren lassen, das musste irgendwie anders gehen. Da haben sie sich zu Gott hingewandt und gesagt: Hier funktioniert das nicht, Herr, hilf. Und er sagt: Gott hat sich auf dem Mond völlig anders verhalten als auf der Erde, denn auf dem Mond hat Gott die Gebete sofort erhört. Das kennen wir hier von der Erde etwas anders. Wir beten, und dann geschieht das nicht augenblicklich. Gott hat Zeit, er hat seine Zeit, und er lässt sich auch manchmal Zeit. Aber auf dem Mond ging das nicht, und so hat er sofort geholfen.
Und er sagte: Wir hatten die Aufgabe, einen weißen Stein zu finden, weil der für die Wissenschaft wichtig war. Ich sah keinen weißen Stein, weil der ganze Mond mit Staub bedeckt ist. Und da habe ich gebetet: Herr, zeige mir den weißen Stein. Und was tut Gott? Er beseitigt den Staub von dem weißen Stein und erfindet ihn. Er sagte, ich schaute nur zur Seite und fand den weißen Stein völlig ohne Staub. Und er sagte, ich habe den Eindruck gehabt, als hätte Gott einen Engel geschickt, der den Staub abgewischt hat, so dass sich dieser Stein finden konnte. So real hat er Gott auf dem Mond erlebt.
Daraus kann man schon mal festhalten: Gott ist auch auf dem Mond. Das ist eine wichtige Erkenntnis, aber wir werden noch darauf kommen. James Irwin hatte einen guten Satz formuliert. Er sagte, es ist wichtiger, dass Jesus Christus seinen Fuß auf die Erde setzte, als der Mensch einen Fuß auf den Mond.

Der Gott der Bibel und die Grenzen menschlicher Vorstellungen

Wie kommt es eigentlich, dass die Gottesvorstellungen so unterschiedlich sind, was wir vorhin gehört haben bei den Sowjets und dann so real bei den Amerikanern? Damit wollen wir uns ein Stück weit beschäftigen.
Die Sowjets hatten eine Gottesvorstellung, die zusammenhängt mit den Vorstellungen, die die Heiden im Altertum hatten. Im Altertum glaubte man, dass Sonne und Mond Gottheiten seien. Die Griechen sagten, die Götter wohnen auf dem Olymp, also auf dem höchsten Berg in Griechenland. Das heißt, die Götter wurden immer räumlich lokalisiert. Man sagt, sie sind oben auf dem Berg oder sie sind hier oder da. Und die Germanen glaubten, dass die Götter in Walhall wohnen, also auch an einem fest vorgegebenen Ort.
Laplace, ein französischer Mathematiker und Astronom, sagte um das Jahr: Ich habe mit meinem Fernrohr das ganze Weltall durchforscht, nirgends habe ich den Himmel entdeckt, nirgendwo habe ich Gott gefunden. Wir sehen, das ist ein Vorläufer der Sowjets. Zunächst einmal muss man sagen: Was er behauptet hat, stimmt überhaupt nicht. Er hat nämlich überhaupt nicht das ganze Universum durchforscht. Heute setzen wir große Teleskope ein, Radioteleskope und alle möglichen Teleskope. Hubble-Teleskope. Und je weiter wir hinausschauen in das Universum, umso mehr müssen wir zugeben: Es tauchen Fragen auf, auf die wir keine Antwort haben. Und wir verstehen von diesem Universum immer weniger.
Aber er hat kühn behauptet: Ich habe das ganze Weltall durchforscht, und dann hat er dort irgendwo zwischen den Sternen keinen Gott gefunden. Und seine Schlussfolgerung war: Dann gibt es auch keinen Gott. Das Universum ist voller Sterne. Wir wissen heute, dass die Zahl etwa bei zehn hoch fünfundzwanzig liegt, dass also eine Eins mit fünfundzwanzig Nullen daran kommt. Kein Computer kann das zählen, ein Mensch schon gar nicht. Wenn wir einen schnellen Computer nehmen, der zehn Milliarden Sterne in einer Sekunde zählt, und wir ließen den einmal die Zahl der Sterne durchzählen, wie lange würde er wohl zählen? Ich habe es ausgerechnet: 30 Millionen Jahre, nur um die Sterne durchzuzählen.
Sie sehen, es ist ein riesiges Universum. Dieses riesige Universum braucht eine Erklärung. Wo kommt das her? Jetzt wollen wir uns beschäftigen mit dem Gott der Bibel, nicht mit den Göttern der Heiden. Und der Gott der Bibel lässt sich festmachen in fünf Punkten, jedenfalls die wähle ich heute einmal aus. Der Gott der Bibel ist überräumlich, er ist überzeitlich, er ist unfassbar, er ist unergründlich und er ist unsichtbar. Das ist der Gott der Bibel, und er ist damit völlig anders als alle Götter der Heiden.
In Apostelgeschichte 17 lesen wir: damit sie Gott suchen sollten, ob sie wohl ihn fühlen und finden möchten; und fürwahr, er ist nicht ferne von einem jeglichen unter uns; denn in ihm leben, weben und sind wir. Die griechischen Philosophen wollten immer etwas Neues hören, und Paulus kommt dorthin und redet zu ihnen auf dem Areopag. Er gibt ihnen etwas Neues, und da reichte ihr Denken nicht mehr aus, um das zu fassen, was er ihnen sagte. Denn er sagte ihnen: In Gott leben, weben und sind wir. Ich glaube, das hat kein Philosoph verstanden. Das war wirklich etwas Neues. Von einem solchen Gott hatten sie noch nie gehört.
Dieser Gott stellt sich vor im Alten Testament: Bin ich nur ein Gott, der nah ist, spricht der Herr, und nicht auch ein Gott von ferne? Meinst du, dass ich jemand so heimlich verbergen könnte, dass ich ihn nicht sehe? Gott aber sieht uns alle.

Zwei wissenschaftliche Begriffe als Schlüssel

Um jetzt verschiedene Aussagen der Bibel besser verstehen zu können, wollen wir heute Abend zwei Begriffe kennenlernen. Sie sind vielleicht neu für uns: zwei wissenschaftliche Begriffe. Wenn wir sie kennengelernt haben, werden wir mit diesem Wissen an die Bibel herangehen, und wir werden merken, dass wir manche Aussagen in einem ganz neuen Licht und ganz anders verstehen werden.
Der erste Begriff, über den ich jetzt reden werde, ist der Ereignishorizont. Was ist ein Ereignishorizont? Nun, ich muss ein wenig ausholen aus dem Bereich der Astronomie und Physik.
Wenn wir einen Lichtstrahl hier auf der Erde beobachten, haben wir den Eindruck, dass er sich vollkommen geradlinig bewegt. Aber die Wirklichkeit des Lichtstrahls ist etwas anders. Denn ein Lichtstrahl wird von einer Masse beeinflusst und abgelenkt. Wie zum Beispiel auf diesem Bild zu sehen: Wenn das Licht eines Sternes an einer grossen Masse vorbeigeht, wie zum Beispiel hier an der Sonne, dann wird der Lichtstrahl abgelenkt. Er befindet sich dann auf einer Kurve, und von da aus sehen wir ihn.
Wenn wir also jetzt auf der Erde ein Fernrohr benutzen, dann haben wir den Eindruck, dass der Stern sich in der geradlinigen Verlängerung des Lichtstrahls befindet. Das ist aber nicht sein tatsächlicher Ort. Scheinbarer Ort und tatsächlicher Ort unterscheiden sich.
Jetzt kann man sich gut vorstellen: Wenn die Masse, an der der Lichtstrahl vorbeigeht, viel, viel grösser wird, dann wird auch die Ablenkung des Lichtstrahls grösser sein. Hier sehen wir noch einmal die Sonne, und ein Lichtstrahl, der dort vorbeigeht, hat zum Beispiel den Ablenkungswinkel Alpha.
Es gibt aber in unserem Universum Gebilde, die eine unvorstellbar hohe Masse haben, zum Beispiel einen Neutronenstern, der eine Dichte von fünf mal zehn hoch vierzehn Gramm pro Kubikzentimeter hat. Dann ist die Ablenkung des Lichtstrahls sehr, sehr viel grösser, wie wir es an diesem Winkel Alpha sehen.
Die grösste Massendichte, die wir im Universum kennen, ist ein schwarzes Loch. Ein schwarzes Loch hat eine so dichte, so kompakte Masse, dass ein Lichtstrahl, der dort in die Nähe kommt, nicht mehr entkommen kann, sondern er wird eingesogen und verschwindet auf Nimmerwiedersehen. Wenn er eine respektable Entfernung vom schwarzen Loch hat, dann kann er gerade noch davonkommen, aber er wird eine sehr, sehr starke Lichtablenkung erleben.
Jetzt können wir uns vorstellen: Es gibt einen Bereich dazwischen, wo der Lichtstrahl nicht eingesogen wird, aber auch nicht mehr davonkommt, sondern ständig in einem Kreis um dieses schwarze Loch kurvt. Und diese Grenzsituation nennen wir Ereignishorizont.
Wir können sagen: Alles, was sich hinter diesem Ereignishorizont ereignet, ist für uns nicht sichtbar, nicht messbar, physikalisch überhaupt nicht zugänglich, sodass alles, was dahinter geschieht, für uns völlig unzugänglich ist. Und das ist der Ereignishorizont. Solche Gebilde haben wir in unserem Universum, und all das, was hinter diesem Ereignishorizont liegt, bleibt für uns immer verborgen.
Schauen wir uns einmal ein schwarzes Loch an, und zwar von der Grösse etwa von zehn Sonnenmassen und im Abstand von sechshundert Kilometern. Das kann man natürlich nur auf Computern simulieren, wo das Licht sehr stark abgelenkt wird. Unsere Milchstrasse, also die Galaxie, die wir abends sehen, sieht dann in der Nähe, in sechshundert Kilometern vom schwarzen Loch, etwa so aus. Die Bilder der Sterne sind völlig verzerrt. Wir können also die Sternbilder nicht mehr wiedererkennen durch die starke Ablenkung des Lichtes.
Das war der erste Begriff, und jetzt lernen wir gleich den zweiten Begriff kennen. Das ist der Begriff Dimension.

Von der Linie zur höheren Dimension

Was ist eine Dimension? Nun fangen wir ganz einfach an. Ich beginne mit einem Punkt. Was ich dort gezeichnet habe, ist aber in Wirklichkeit gar kein Punkt, sondern bereits ein großer Kreis. Ein Punkt ist so klein, dass ich ihn überhaupt nicht zeichnen kann. Er hat nämlich die Ausdehnung null, also null Millimeter Ausdehnung. Darum kann man ihn nicht zeichnen, weil er sonst auf diese Weise nicht darstellbar ist.
Aber akzeptieren wir das einmal: Das sei jetzt ein Punkt. Wenn wir nun Folgendes machen und diesen Punkt nehmen und mit dem Punkt in x-Richtung spazieren fahren, wie das hier auf dem Bild zu sehen ist, dann haben wir die erste Dimension aufgespannt. Das kann man sich schon vorstellen, wie das weitergeht.
Wenn ich eine zweite Achse dazu nehme, die y-Achse, die senkrecht auf der x-Achse steht, dann habe ich inzwischen zwei Dimensionen aufgespannt. Und ich habe die Möglichkeit, mich in zwei Richtungen zu bewegen, in x-Richtung und auch in y-Richtung.
Nun sehen wir, wie das weitergeht. Wir fügen also ganz munter eine dritte Achse ein, die z-Achse, und können jetzt schon einen Körper dort einzeichnen.
Jetzt ist die Frage: Kann man eine vierte Achse zeichnen, und hätten wir dann auf diese Weise ein Gebilde, das realistisch ist? Das ist ja die Frage. Und diese Genehmigung wollen wir uns sozusagen aus der Bibel holen. Die Bibel ist das Buch der Wahrheit, und die Frage stellt sich: Kennt die Bibel wohl vier Dimensionen?
Und da stoßen wir auf Epheser 3,16, wo Folgendes geschrieben steht: Auf das ihr begreifen möget mit allen Heiligen, welches da sei die Breite und die Länge und die Höhe und die Tiefe. Es geht hier in dem Textzusammenhang um das Geheimnis der Gemeinde, aber doch wird hier mit einem System von vier Dimensionen operiert.
Wir sehen also: Die Bibel kennt das sehr wohl, vier Dimensionen, und es wird ganz schlicht und einfach sogar darüber gesprochen. Damit haben wir uns die Legitimation geholt, dass es diese vier Dimensionen gibt.
Schauen wir uns das einmal an: Wie würde so etwas aussehen? Ich kann also jetzt, wie wir unten im Bild sehen, ohne Weiteres eine vierte Achse einzeichnen, das wäre hier die U-Achse. Jetzt muss ich allerdings dazu sagen: Diese U-Achse steht senkrecht auf der Z-Achse, auf der X-Achse und auch auf der Y-Achse.
Und jetzt merken wir schon: Da bekommen wir ein Problem. Das können wir uns schon nicht mehr vorstellen. Wie muss ich mir das vorstellen, noch eine weitere Achse, die senkrecht steht zu den bisherigen drei Achsen, die wir haben?
Aber das ist sehr wichtig heute Abend, und so wollen wir uns ein wenig damit beschäftigen, ein wenig Mathematik machen, um das auch ein wenig zu verstehen.

Anschauliche Modelle für das Unsichtbare

Darum machen wir jetzt einmal folgende Übungsaufgabe: Wir fangen noch einmal mit dem Punkt an. Und wir wollen jetzt regelmäßige Figuren in den einzelnen Dimensionen erzeugen.
Also machen wir Folgendes: Wir nehmen den Punkt und fahren mit dem Punkt spazieren in Richtung der ersten Dimension und bleiben nach dem Weg A stehen. Was wir auf diese Weise gewinnen, ist eine Linie oder eine Strecke.
Und jetzt machen wir Folgendes, und achten wir jetzt genau darauf, wie wir die nächste Dimension gewinnen. Wir gehen aus von dieser Strecke A und schieben diese Strecke A in die zweite Dimension hinein, und zwar auch wieder um diesen Weg A. Was wir dabei gewinnen, sehen wir hier auf dem Bild: Das ist ein Quadrat, also eine regelmäßige Figur der zweiten Dimension.
So, wie kommen wir zu der regelmäßigen Figur der dritten Dimension? Wir fangen an mit dem Quadrat und schieben das Quadrat in die dritte Dimension hinein, und zwar um den Betrag A. Und das, was dabei entsteht, sehen wir hier: Das ist ein dreidimensionaler Würfel.
Ganz genau muss ich sagen: Es ist nicht der Würfel selbst, sondern es ist die Projektion eines Würfels, auf dieser Ebene hier projiziert.
Hier stellt sich die Frage: Wie sieht wohl ein Würfel aus, ein regelmäßiger Körper in der vierten Dimension? Wollen wir uns das zumuten? Na ja, wir wissen ja jetzt schon, wie man es macht. Wir nehmen also die Ausgangsfigur und schieben sie um den Betrag A in die nächste Dimension hinein. Das heißt also, wir nehmen jetzt den Würfel der dritten Dimension und schieben den in die vierte Dimension hinein. Und wenn wir das tun, dann sehen wir das Ergebnis hier auf diesem Bild.
Wir sehen oben, wenn wir es erkennen, den Würfel, und den verschieben wir um den Betrag A in die vierte Dimension hinein, bleiben dann stehen, und was wir dann sehen, ist der Würfel der vierten Dimension. Auch hier wieder muss ich genauer sagen: Es ist nicht der Würfel selbst, sondern es ist die Projektion.
Wenn ich den Würfel aber in meiner Tasche hätte und würde ihn im Lichtkegel halten, dann würde die Projektion von diesem Würfel genau so aussehen.
Na ja, war nicht so schwer. Jetzt haben wir schon bereits verstanden, wie das aussieht mit der vierten Dimension. Natürlich haben wir jetzt Neugier geweckt, und wir wollen natürlich wissen: Wie sieht wohl ein Würfel der fünften Dimension aus?
Jetzt wissen wir schon genau, wie man das macht. Wir nehmen also den Würfel der vierten Dimension und schieben ihn hinein in die fünfte Dimension, um den Betrag A. Also so ist das Prinzip, und das machen wir. Und dann schauen wir uns an, wie das aussieht. Hier haben wir jetzt den Würfel der fünften Dimension, oder genauer gesagt die Projektion.
Natürlich wollen wir jetzt wissen: Wie sieht der Würfel der sechsten Dimension aus? Dann nehme ich diesen und schiebe ihn in die sechste Dimension hinein und bleibe stehen. Und das sieht dann so aus. Das ist also ein Würfel der sechsten Dimension.
Und wir sehen, dass von Dimension zu Dimension die Sache immer komplizierter wird. Es werden immer mehr Linien, die dazukommen, und die Zahl der Eckpunkte verdoppelt sich von Dimension zu Dimension. Und jetzt spüren wir irgendwie: Unser Gehirn kann das nicht mehr verarbeiten. Wir können uns das nicht mehr vorstellen, wie das räumlich aussieht. Unser Gehirn ist dreidimensional konstruiert und für dreidimensionales Denken gebaut. Und darum versagt unser Vorstellungsvermögen jetzt schon vollständig.
Aber wir müssen diese Dinge unbedingt verstehen, sonst verstehen wir alles nicht, was Sie nachher sagen.

Grenzen des Vorstellungsvermögens und Wunder als Perspektivwechsel

Was machen wir jetzt? Nun, wir wissen uns zu helfen, gar keine Frage. Wir gehen jetzt zurück in die zweite Dimension.
Nun, wir sind aus der dritten Dimension. Wir sind natürlich viel klüger als die Leute in der zweiten Dimension, wir haben ja eine Dimension mehr. Und wir nehmen einfach jetzt mal gedanklich an, in der zweiten Dimension gibt es auch Leute. Ich nenne die einmal Flächenleute F1, F2, F4, F5, das sind so Leute. Und ich will Ihnen auch zugestehen, dass sie gute Mathematiker sind. Die können gut denken, das ist also alles bei denen auch vorhanden.
Wenn man so einen Menschen einsperren will, wenn der also Böses getan hat und ins Gefängnis kommt, das geht dort sehr einfach. Wir brauchen nur einen Kreis um ihn herumzuzeichnen, dann ist er eingesperrt und kommt nicht wieder raus. So einfach geht es in der zweiten Dimension.
Und jetzt geben wir ihnen eine mathematische Aufgabe und sagen: Ihr lieben Leute, ihr könnt auch gut denken. Das sind zwei Dreiecke, die sind gleich groß. Die Seiten sind gleich lang und die Winkel sind gleich. Die müssten doch gut aufeinander zu klappen sein. In der Mathematik reden wir von kongruenten Dreiecken, die deckungsgleich sind. Und die stimmen uns sofort zu und sagen: Jawohl, die sind deckungsgleich, gar keine Frage.
Und dann sagen wir: Bitteschön, nun bringt das doch mal zur Deckung. Und jetzt fangen die an zu schieben in der Fläche, schieben das hin und her, nach rechts und links und wo überall. Und nach langer Zeit kommen sie und sagen: Es geht nicht, wir kriegen es nicht hin. Es muss gehen, sagen Sie, aber wir können es nicht.
Na ja, und was machen wir jetzt? Wir nehmen das eine Dreieck, packen es an die Spitze, drehen es durch die dritte Dimension hindurch und legen es auf das andere drauf. Und das sehen Sie natürlich nur das Ergebnis. Und wie würden Sie das beurteilen? Sie würden sagen: Das ist ein Wunder vor unseren Augen.
Würden wir das auch so sagen, ein Wunder, wir haben ein Wunder vollbracht? Wir haben etwas ganz Alltägliches getan, wir haben ein Dreieck gedreht, kann ja nicht so schlimm sein. Also für uns ist es ein ganz normales Werk, was wir tun, aber für die ist es ein ganz großes Wunder.
Und jetzt merken wir, wenn wir die Bibel lesen, stellen wir fest, dass oft die Rede ist von Werken und oft von Wundern. Von Wundern ist die Rede immer dann, wenn Gott etwas tut, was wir nicht verstehen, wie das funktioniert, wie er das gemacht hat. Wir sehen das Ergebnis und sagen: Das ist ein Wunder. Aber für Gott ist das kein Wunder. Gott ist das etwas ganz Normales, was er tut, eine Handhabung. Ein Wunder ist für ihn ein ganz normales Werk, und darum spricht er von Werken, und wir sprechen von Wundern.

Begegnung mit der dritten und vierten Dimension

Jetzt wollen wir uns noch etwas überlegen, denn wir wollen die Sache doch einigermaßen verstanden haben.
Wir haben hier zwei Flächen, und diese beiden Flächen sind sehr, sehr groß. Sie liegen sehr dicht beieinander, nämlich mit einem Abstand von einem Millionstel Millimeter. Das ist so wenig Abstand, dass man ein Mikroskop braucht, um den Unterschied des Abstands überhaupt erkennen zu können. So dicht liegen sie beieinander, nicht aufeinander, aber doch beieinander.
Diese Flächen sind sehr groß, und jetzt habe ich hier ein paar Personen eingezeichnet: P1, P2 und P3. Nun möchte P2 gerne P1 besuchen. Was macht er also? Er setzt sich in ein zweidimensionales Düsenauto und gibt ordentlich Gas, und pfff, nicht wahr? Im Nu ist er bei P1, obwohl das ein Abstand von einer Million Kilometern ist. Aber keine Frage: Die Autos sind dort in der zweiten Dimension sehr schnell, und dann funktioniert das. Die können sich also ohne Weiteres besuchen.
Aber wie ist das mit P3? P3 wohnt direkt in der Fläche darunter und hat einen Abstand von einem Millionstel Millimeter. Kann P2 den P3 wohl besuchen? Nein, das geht nicht. Dazwischen liegt eine Dimension, und die nächste Dimension ist für ihn ein Ereignishorizont. Da kommt er nicht drüber weg. Der kann tun, was er will. Der kann alle möglichen Treppen bauen und was weiß ich alles, was man sich vorstellen kann, Geräte bauen, alles Mögliche. Kein zweidimensionales Gefährt erlaubt es ihm, P3 zu besuchen. Es liegt also ein Ereignishorizont dazwischen.
P2 kann P3 auch nicht sehen, denn er kann ja nicht in die dritte Dimension hineinsehen. Aber wenn er ein Fernrohr nimmt, kann P2 P1 sehr wohl sehen. Also haben wir schon eine ganze Menge von diesen Dimensionen gelernt.
Jetzt noch ein Gedanke: Stellen wir uns vor, eine Fläche befindet sich in einem dreidimensionalen Würfel. Das ist diese Fläche, die dort in der Mitte zu sehen ist, und wir befinden uns oben in dem Punkt G. Wir können natürlich vom Punkt G aus auf die Fläche schauen und alle diese Leute in der Fläche in einem Blick sehen, keine Frage. Aber können diese Leute in der Fläche uns auch sehen? Nein, auf keinen Fall. Sie müssten ja in die nächste Dimension hineinschauen, und das können sie nicht.
Also sehen wir auch hier wieder diese Grenze, die aufgespannt ist durch die nächste Dimension. Die nächste Dimension ist also ein absoluter Ereignishorizont.

Gottes Sicht und die Durchdringung aller Räume

Und jetzt schauen wir in die Bibel hinein, was uns dort von den Augen Gottes gesagt wird, im zweiten Buch Chronik, Kapitel 16, Vers 9. Und da heißt es: Denn des Herrn Augen schauen alle Lande, dass er Stärke, die mit ganzem Herzen bei ihm sind.
Also: Gott schaut alle Lande, und er sieht alle Menschen. Er sieht uns alle, die wir heute hier in dieser Halle sind, alle ohne Ausnahme. Und wenn irgendwo in Amerika oder Australien Leute sich auch in einer Halle versammelt haben, dann sieht er sie gleichzeitig auch, obwohl sie am anderen Ende der Erde sind. Das ist für ihn kein Problem. Und wenn wir auf dem Mond wären, dann würde er uns auch dort sehen. Denn Gott hat also Augen, die jeden beliebigen Punkt eines ganz beliebigen Raumes in irgendeiner Dimension sehen.
Stellen wir uns vor, wir wären in der Mitte eines Betonwürfels von einem Kilometer Seitenlänge. Alles Beton. Und wir sitzen in der Mitte dieses Betonwürfels. Kein Mensch kann uns sehen, nicht einmal ein Handy kann dort Informationen geben. Aber Gott sieht uns. Er guckt durch Beton hindurch, durch alle Dinge. Gott hat Augen, die alles sehen, die alles erfassen und die keine Grenzen haben. Das ist das, was uns hier dieses Wort sagt.
Für Gott gibt es keine Begrenzung durch einen Ereignishorizont. Vor einiger Zeit konnte man bei uns in der Zeitung Folgendes lesen: Da ist eine Frau operiert worden, und die Ärzte haben wohl nicht so gut aufgepasst. Und da ist bei der Operation die Schere im Bauch liegen geblieben. Dann haben sie alles wieder zugenäht nach der Operation, und die Frau wurde dann nach einigen Tagen auch als geheilt entlassen. Aber zu Hause stellten sich dann die Schmerzen ein. Und man konnte nicht so richtig erkennen, warum da noch Schmerzen sind. Die Frau ging wieder ins Krankenhaus, sie wurde geröntgt, und dann sah man im Bauch die Schere.
Ja, was nun? Wie kriegt man die Schere raus? Nun, für einen dreidimensionalen Arzt gibt es nur eine einzige Möglichkeit: noch einmal den Bauch aufzuschneiden, um die Schere herauszunehmen. Aber was würde ein vierdimensionaler Arzt machen? Ein vierdimensionaler Arzt würde die Schere greifen, durch die Bauchdecke hindurch. Er würde sie anfassen und längs der vierten Dimension herausziehen, völlig schmerzlos.
Das sind die schönen Eigenschaften der höheren Dimension, dass so etwas dann möglich ist.

Biblische Beispiele für das Überwinden von Grenzen

Jetzt wollen wir einige Wesenszüge der höherdimensionalen Räume einmal betrachten, und zwar in Analogie zu biblischen Aussagen. Und da wird es spannend.
Wir haben vorhin gesehen, dass die höhere Dimension unsere Dimension durchdringt. Wir konnten die Fläche einzeichnen innerhalb des dreidimensionalen Würfels. Sie wurde vollständig von der dritten Dimension umgeben. Und genau das sagt uns die Bibel bezüglich unseres Aufenthaltsortes.
Im Psalm 139 lesen wir: Ich gehe oder liege, so bist du um mich und siehst alle meine Wege; von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir. Das ist doch ein merkwürdiger Satz, den kann man doch eigentlich gar nicht verstehen. Wenn wir hier sind und Gott zusagt, er umgibt uns, dann steht das doch auch in der Bibel eines Amerikaners und eines Australiers, der auch die Bibel aufschlägt und diesen Vers liest. Und er sagt: Das gilt für mich auch. Auch für mich in New York ist Gott um mich herum, und er umgibt mich von allen Seiten. Ein Australier sagt das genauso. Und wenn wir auf dem Mond wären, würden wir das auch sagen. Wir würden sagen: Gott umgibt mich hier von allen Seiten.
Wie macht Gott das? Wie kann es möglich sein, dass er gleichzeitig in New York, auf dem Mond, in Sydney oder sonst wo sein kann? Wir sehen: Das erklärt sich aus der höheren Dimension. Gott ist in der höheren Dimension, und damit ist ihm alles in der dritten Dimension gleichzeitig zugänglich. Das können wir sehen, und das sagt uns hier dieses Psalmwort.
Wir haben gesehen: Die Flächenleute konnten nicht entfliehen. Selbst wenn sie in einem Gefängnis eingesperrt sind, können wir sie dennoch sehen. Und wir können sie sogar anpacken und aus der Fläche herausnehmen. Darum heißt es in Psalm 139, Vers 7 und 10: Wohin soll ich gehen vor deinem Geist, und wohin soll ich fliehen vor deinem Angesicht? Führe ich gen Himmel, so bist du da. Bettete ich mich bei den Toten, siehe, so bist du auch da. Nähme ich Flügel der Morgenröte und bliebe am äußersten Meer, so würde auch dort deine Hand mich führen und deine Rechte mich halten.
Wo immer wir auch hingehen, es ist kein Verstecken möglich. Vor Gott kann niemand fliehen. Das hatte Jona versucht, aber Gott hat ihn eingeholt. Und auch wir können vor Gott nicht fliehen. Er holt uns immer ein. Er weiß immer in jedem Moment, wo wir sind.
In Obadja 4 – Obadja hat ja nur ein Kapitel, Obadja 4 ist also der vierte Vers in diesem einen Kapitel im Alten Testament – habe ich das mal den Astronautenvers genannt. Da steht: Wenn du auch in die Höhe führst wie ein Adler und machtest dein Nest zwischen den Sternen, dennoch will ich dich von dort herunterstürzen, spricht der Herr.
Wir können überall unsere Raumstationen bauen, und unser Hochmut kann groß werden, und wir sagen: Es gibt keinen Gott. Und schon im Alten Testament sagt Gott: Ich werde dich herunterstoßen. Ich bin der Herr über alle Dinge, über jeden Raum. Diese Räume sind ineinander verwoben, die dritte Dimension mit der vierten Dimension, mit der fünften, mit allem, was darüber ist.
Darum konnte Paulus auf dem Areopark sagen: Denn in ihm leben, weben und sind wir. Gott ist also nicht irgendwo lokalisierbar, auf dem Mond oder im Universum oder sonst irgendwo, sondern Gott ist hier. Er durchdringt alles. Es gibt keine Koordinaten in diesem Raum, in dieser Welt, wo Gott nicht ist. Und darum sind wir, egal wo wir sind, immer auch in Gott. Nicht ferner ist er, wir sind, wir leben in ihm.
Das sind ganz neue Gedanken, aber diese Gedanken mutet uns so die Bibel zu. Und sie beschreibt das hier so, wie wir es eben gelesen haben. Dieser Gott ist überall, er ist nah und ferner, so wie wir es in Jeremia 23 lesen, und er sieht uns immer, wo wir auch sind.

Christus als Ursprung aller Wirklichkeit

Wir haben von der Unsichtbarkeit der höheren Dimensionen gesprochen. Darüber lesen wir in Kolosse 1,16, wo von Jesus Christus gesagt wird: Denn in ihm ist alles geschaffen, was im Himmel und auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, seien es Throne oder Herrschaften oder Reiche oder Gewalten; es ist alles durch ihn und zu ihm geschaffen.
Hier wird uns gesagt, dass Jesus Christus der Urheber aller Dinge ist. Im ersten Kapitel der Bibel heißt es: Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. Das hebräische Wort dort ist Elohim, und das ist ein Pluralwort, also nicht Singular. Damit wird schon ausgedrückt, dass einer das alles gemacht hat. Oder anders ausgedrückt: Gott, der Vater, hat seinen Sohn eingesetzt als Schöpfer.
In Sprüche 8 lesen wir: Da war ich der Werkmeister bei Gott. Das ist noch verborgen, das ist noch nicht vollständig offenbart. Das Neue Testament ist die weiteste Offenbarung, die wir haben, und hier wird uns gesagt, dass Jesus das alles gemacht hat. Er hat nicht nur die sichtbare Welt gemacht, die wir mit unseren Teleskopen im Universum sehen und ergründen können, sondern er hat alles gemacht, auch das, was wir nicht sehen können.
Das heißt also: Alle Dimensionen jenseits der dritten Dimension sind von ihm geschaffen. Und alles, was es dort gibt, Throne oder Herrschaften oder Reiche, alles ist durch den Herrn Jesus gemacht. Er ist also der Urheber aller Dinge überhaupt. Das ist eine sehr weitreichende Aussage. Das heißt also auch, dass wir durch ihn gemacht sind. Alle, die wir heute hier sind: Wir sind nicht zufällig irgendwie hier auf der Erde, sondern er hat uns gewollt und er hat uns gemacht. Jesus Christus ist also unser Urheber.
Keine Dimension, sagt uns die Bibel, ist in der Lage, Gott zu fassen, auch nicht die vierte Dimension, auch nicht die fünfte. Das lesen wir in 1. Könige 8,27, wo es um den Tempel geht. Da heißt es: Aber sollte Gott wirklich auf Erden wohnen? Siehe, aller Himmel Himmel können dich nicht fassen; wie sollte es dieses Haus tun, das ich gebaut habe? Natürlich hat Gott versprochen, auch im Tempel zu sein, aber der Tempel reicht nicht aus, um die Fülle Gottes zu fassen. Das wird uns hier gesagt.
Aus diesem Grunde heißt es im ersten Gebot, in 2. Mose 20,2-4: Ich bin der Herr, dein Gott; du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was im Wasser unter der Erde ist.
Hier wird uns gesagt: Jede bildliche Vorstellung, die wir uns von Gott machen, ist von vornherein schon dazu verurteilt, falsch zu werden, weil alle Vorstellungen, die wir uns machen, immer dreidimensional sind. Und sie sind falsch, weil Gottes Fülle größer ist.

Bilder, Gebote und die Wirklichkeit Gottes

Hier sehen wir ein Bild aus der Sixtinischen Kapelle, wo auch die Papstwahl stattfindet. Dort gibt es ein Deckengemälde, und wir sehen, dass hier Gottvater mit einem langen weißen Bart dargestellt sein soll, der den Menschen offenbar erschafft. So soll das hier dargestellt sein.
Dieses Bild ist abgrundtief falsch, total falsch. Daher kommt diese Vorstellung, dass Gott ein alter Mann mit einem langen weißen Bart ist, so wie es viele Leute ja denken und sagen. Und er wird hier sogar auf einer Ebene dargestellt. Das ist total falsch. Es ist eine Verletzung des ersten Gebotes.
Ich nenne jetzt einige Beispiele, wo Ereignishorizonte zeitweise überwunden wurden. Die Bibel ist voller Beispiele dieser Art. Als Stephanus gesteinigt wurde vor den Toren Jerusalems, da warf man die Steine auf ihn. Und dann tut Gott etwas ganz Besonderes. Davon lesen wir in Apostelgeschichte 7,55-56: Er aber, voll heiligen Geistes, sah auf zum Himmel und sah die Herrlichkeit Gottes und Jesus stehen zur Rechten Gottes und sprach: Siehe, ich sehe den Himmel offen und den Menschensohn zur Rechten Gottes stehen.
Wo sah er den Himmel? Vor den Toren Jerusalems. Die Steine prasselten noch auf ihn ein, und er schaute direkt in den Himmel hinein. Der Himmel ist also nicht jenseits des Universums oder sonst wo. Der Himmel ist mitten unter uns, in der anderen Dimension, die wir nicht sehen. Ein Ereignishorizont ist davor. Aber Gott hat hier Folgendes getan: Er hat sozusagen die Gardine des Ereignishorizontes beiseitegeschoben. Und so sah er direkt den Himmel offen.
Und wir sehen: Jesus steht zur Rechten Gottes. Sonst heißt es immer, er sitzt zur Rechten Gottes. Hier aber steht Jesus auf, zur Anerkennung, dass er als erster Märtyrer stirbt. Und das sieht er. Und so kann er es ertragen, diese Situation, dass er die Steine dort ertragen kann, den Schmerz und all das. Er ist bereits im Himmel, so sehen wir das hier.

Befreiung, Entrückung und himmlische Erscheinungen

Wir kennen die Befreiung des Petrus aus dem Gefängnis. Herodes hatte ihn gefangen genommen, und da heißt es in Apostelgeschichte 12: Als Herodes Petrus nun ergriffen hatte, warf er ihn ins Gefängnis und überantwortete ihn vier Wachen von je vier Soldaten, ihn zu bewachen. Also waren sechzehn Soldaten eingesetzt, um Petrus gefangen zu halten. Man hatte also schon die Ahnung: Das geht alles nicht so mit ganz normalen Dingen zu, nicht nur dreidimensional. Wir müssen ihn wirklich sehr gut gefangen nehmen, damit er uns nicht entkommt.
Aber es war nur dreidimensional gedacht. Jetzt handelt Gott. In jener Nacht, als er Herodes vorführen lassen wollte, schlief Petrus zwischen zwei Soldaten, mit zwei Ketten gefesselt, und die Wachen vor der Tür bewachten das Gefängnis. Also hier war man sich absolut sicher: Petrus kann nicht entkommen. Aber jetzt geschieht die Befreiung aus der höheren Dimension. Und siehe, der Engel des Herrn kam herein, und Licht leuchtete auf in dem Raum, und er stieß Petrus in die Seite und weckte ihn und sprach: Steh schnell auf! Und die Ketten fielen ihm von seinen Händen. Und damit war er befreit, und niemand konnte ihn halten.
Ich zeige weitere Beispiele zur Überwindung von Ereignishorizonten. Die Bibel spricht immer wieder von Entrückungen, und die Gläubigen werden, so glauben wir alle, bald entrückt werden. Auch das ist ein Überwinden von Ereignishorizonten. Zum ersten Mal wird das berichtet bei Henoch im 1. Mose 5,24, und da heißt es: Und weil Henoch mit Gott wandelte, nahm ihn Gott hinweg, und er ward nicht mehr gesehen.
Das ist sehr präzise beschrieben, wenn wir uns das einmal aus der Sicht dieser höheren Dimensionen ansehen und betrachten. Gott brauchte ihn ja nur ein Tausendstel Millimeter oder noch weniger aus der dritten Dimension herauszunehmen und in die nächste hineinzuschieben, da war er schon unsichtbar. Er musste also nicht irgendwo hinfliegen oder sonst etwas, sondern er wurde einfach hinweggenommen in die nächste Dimension hinein. Und damit war er unsichtbar. So präzise beschreibt uns das auch die Bibel, sodass wir das sehr genau nachlesen können.
Bei der Entrückung des Elija war es auch so, dass er einfach hinübergenommen wurde in die nächste Dimension. Da heißt es: Und als Elija und Elisa miteinander gingen und redeten, siehe, da kam ein feuriger Wagen mit feurigen Rossen; die schieden die beiden voneinander, und Elija fuhr im Wetter gen Himmel. Gott überlegt sich immer etwas Neues, das sehen wir daran auch. Mal schiebt er den einen in die nächste Dimension, mal geschieht es mit feurigen Rossen. Das ist immer sehr genial und sehr intelligent, wie Gott sich das ausdenkt und wie er das jedes Mal anders macht.
Und hier sehen wir in 1. Thessalonicher 4,17 die Entrückung der Gläubigen: Danach werden wir, die wir leben und übrig bleiben, zugleich mit ihnen entrückt werden auf den Wolken in die Luft dem Herrn entgegen. Und so werden wir bei dem Herrn sein allezeit. Das wird ein großes Ereignis sein, wenn der Herr uns zu sich nimmt. Und das wird auf diese Weise geschehen, wie wir es hier in diesem Text lesen.
Auch die Erscheinung von Engeln hier und da, wo sie in der Bibel beschrieben wird, ist immer ein Erscheinen aus der anderen Dimension heraus in unsere Dimension hinein. In der Weihnachtsgeschichte lesen wir in Lukas 2,9: Und der Engel des Herrn trat zu den Hirten, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie, und sie fürchteten sich sehr. Ich glaube, es würde mir auch so gehen, wenn ich plötzlich einen Engel sehen würde. Wo kommt der her? Da hätten wir wirklich alle erst einmal Probleme. Wir hätten erst einmal eine große Furcht, und darum sagte der Engel immer auch: Fürchte dich nicht.

Auferstehung, Himmelfahrt und Wiederkunft

Jetzt kommen wir zu einem ganz besonders großen Ereignis: das ist die Auferstehung Jesu Christi von den Toten. Das ist ein markantes, ein wichtiges Ereignis. Wenn das nicht gewesen wäre, die Auferstehung Jesu, dann wäre unser Glaube nichtig, dann wären wir noch in unseren Sünden, dann wären wir verlorene Leute. Aber er ist auferstanden.
Martin Heidegger, ein Philosoph, der nicht vom christlichen Glauben her argumentierte, hat aber einmal Folgendes gesagt, und das ist bemerkenswert. Er hat etwas Wichtiges erkannt. Er sagte: Ist Jesus von Nazaret von den Toten auferstanden, dann ist jede naturwissenschaftliche Erkenntnis vorletzlich. Das heißt also: Wenn das wirklich stimmt, so meinte er, da war er noch gar nicht von überzeugt, aber wenn das stimmt, dann ist all das, was wir in der Naturwissenschaft betreiben, nur eine kleine Untermenge der Gesamtwirklichkeit. Und dieser Jesus ist wirklich auferstanden.
In Johannes 20,19 lesen wir: Als die Jünger versammelt und die Türen verschlossen waren aus Furcht vor den Juden, kam Jesus und trat mitten unter sie und sprach zu ihnen. Er brauchte keine Türen zu verwenden, auch die Mauern waren kein Hinderungsgrund für ihn. Er kam aus der höheren Dimension und erschien plötzlich dort, wo die Jünger versammelt waren, hinter verschlossenen Türen. Es gibt keine Begrenzung mehr für ihn. Der Auferstehungsleib vermag alles, er kann jeden Raum einnehmen und überall hinkommen.
In 1. Korinther 15,6 wird uns das beschrieben. Wie Jesus sichtbar gemacht wurde vor vielen Menschen, heißt es dort, er ist gesehen worden. Das griechische Wort steht dort oft, und das heißt: er ist sichtbar gemacht worden von mehr als fünfhundert Brüdern auf einmal. Wenn man noch die Schwestern dazu nimmt, sind wir schon bei tausend, und die Kinder dazu, kommen wir ganz locker auf zweitausend Leute, die ihn gesehen haben. Er war sowieso mitten unter ihnen, aber die Bibel beschreibt es korrekt: Er ist sichtbar gemacht worden, in unserer Dimension sichtbar gemacht worden.
Der Jesus ist auch heute Abend unter uns, hier mitten unter uns. Wir sehen ihn nur nicht, aber er könnte sich sichtbar machen, und dann würden wir ihn sehen. Er brauchte sich nicht nur sichtbar zu machen, so wie das damals auch geschehen war. Die Emmausjünger haben das auch so erlebt. Da wurden ihnen die Augen geöffnet, sie erkannten ihn, und als er sich dann verabschiedete, da heißt es: Und er verschwand vor ihnen. Sie sahen ihn dann nicht mehr. Oder in der revidierten Elberfelder wird es so übersetzt: Und er wurde vor ihnen unsichtbar. Sie konnten ihn nicht mehr sehen, weil er hinüberwechselte in die andere Dimension.
Bei der Himmelfahrt haben wir genau dieses Ereignis auch. Ein moderner Theologe, der nicht der Bibel glaubte, stellte einem gläubigen Mathematikprofessor folgende Frage: Können Sie mir ausrechnen, wo im Universum Jesus inzwischen angekommen ist, wenn er sich mit Lichtgeschwindigkeit, also der höchsten bekannten Geschwindigkeit, fortbewegt hat? Wir sehen: Dieser Mann hatte absolut nichts von der biblischen Botschaft verstanden. Er dachte, wenn die Himmelfahrt Jesu gewesen sein sollte, das hat er ja gar nicht geglaubt offensichtlich, dann müsste er sich mit der höchsten physikalischen Geschwindigkeit fortbewegen, und dann wäre er irgendwo zwischen den Sternen. Das wollte er nun wissen: An welchem Punkt des Universums Jesus heute ist. Und er fliegt und rast durch das Universum, das hat er sich vorgestellt. Aber Jesus fliegt und rast nicht, sondern er erfüllt das gesamte Universum. Und wenn wir heute auf dem Andromedanebel wären, 2,3 Millionen Lichtjahre entfernt, dann dürften wir wissen: Jesus ist schon längst da, auch er ist dort. Es gibt keinen Raum, den er nicht erfüllt. Das ist sehr gut zu wissen.
In Apostelgeschichte 1,9 wird die Himmelfahrt beschrieben: Er wurde zusehends aufgehoben, und eine Wolke nahm ihn auf vor ihren Augen weg. In Markus 16,19 wird es so beschrieben: Der Herr wurde nun, nachdem er mit ihnen geredet hatte, in den Himmel aufgenommen und setzte sich zur Rechten Gottes. Nicht mit Lichtgeschwindigkeit, sondern augenblicklich war er da. Und dann sagten die Engel zu den Jüngern: Dieser Jesus, der von euch weg gen Himmel aufgenommen wurde, wird so wiederkommen, wie ihr ihn habt gen Himmel fahren sehen. Er wird wiederkommen, und er wird es so tun, wie sie es bei der Himmelfahrt gesehen haben: sichtbar gemacht werden.
Und damit kommen wir zu dem letzten Ereignis, dem größten Ereignis, das uns bevorsteht. Das größte Ereignis, das je diese Welt gesehen hat, ist die Wiederkunft Jesu. Er kommt jetzt nicht mehr als Kind in der Krippe. Wenn er jetzt wiederkommen wird, dann kommt er in Macht und Herrlichkeit. Er bringt seine ganze Kraft, seine ganze Majestät, seine Herrlichkeit, alles bringt er ein, und dann werden wir ihn sehen. So sagt es uns die Bibel.
Die Bibel sagt uns das sehr präzise, wie das Kommen sein wird. Erster Punkt ist: Er kommt plötzlich. Matthäus 24,27 heißt es: Denn wie der Blitz ausgeht vom Osten und leuchtet bis zum Westen, so wird auch das Kommen des Menschensohns sein, in einem Nu. Also es wird nicht so sein, dass er zuerst in Amerika erscheint und dann wird Tante Lilli uns anrufen hier und wird sagen: Bei uns ist er schon gekommen. Wartet noch eine Weile, dann irgendwann wird er auch dann bei euch zu sehen sein. So nicht, sondern er wird in einem Augenblick, wie es hier steht, wie der Blitz aufgeht, sofort für alle Menschen sichtbar sein.
Und dann weiter heißt es, wie bei der Himmelfahrt, Matthäus 24,30: Und werden sehen den Menschensohn kommen auf den Wolken des Himmels mit großer Kraft und Herrlichkeit, und er wird überall sichtbar sein. Jetzt sehen wir ihn nicht, aber dann werden ihn alle Menschen sehen.
Jetzt ist es natürlich interessant und spannend: Zu welcher Tageszeit kommt er? Können wir unsere Uhr danach stellen, wann er kommen wird? Die Bibel sagt uns in Lukas 17,34: „Es wird in der Nacht sein“, nämlich: „In derselben Nacht werden zwei auf einem Bette liegen, der eine wird angenommen, der andere wird verworfen“, heißt es. Die Hauptaussage hier dieses Textes ist, dass dann leider bei seinem Wiederkommen nicht alle errettet sind. Einige sind angenommen, und einige sind verlorene Leute. Das ist die Aussage des Textes, und es heißt hier: In der Nacht wird er kommen.
Aber wenn wir zwei Verse weiterlesen, dann stellen wir fest, dass dort geschrieben steht: Zwei werden auf dem Felde sein, einer wird angenommen, der andere wird verworfen werden. Auch hier wieder diese Aussage: einer angenommen, der andere verworfen. Das sind Menschen, die dicht beieinander im Alltagsleben gelebt haben. Die haben auf dem Felde gearbeitet, vielleicht zwei Menschen, die in einem Büro arbeiten, zwei Schreibtische stehen aneinander, der eine da, der andere da, oder in einem Geschäft oder wo auch immer Menschen tätig sind: einer ist angenommen, der andere ist verloren. Und hier steht nun auf dem Felde. Das ist nun eine Tageszeit, wo man nicht in der Nacht das tut, sondern am Tag die Arbeit verrichtet.
Kritiker können jetzt sofort einwenden und sagen: Ja, da haben wir es ja, die Bibel ist voller Widersprüche. Das steht zunächst: Er kommt in der Nacht, und zwei Verse später heißt es schon wieder: Es wird nicht Nacht sein, es erfolgt auf dem Feld am Tag. Wie ist nun das voneinander zu kriegen?
Nun, wie können wir uns das vorstellen, wenn das so ist, dass die Wiederkunft hier sowohl in der Nacht als auch am Tag stattfinden wird? Was können wir uns vorstellen? Dann muss die Erde als Konsequenz eine sphärische Gestalt haben, also eine Kugel. Eine Kugel hat immer, wenn sie von der Sonne angestrahlt wird, eine Seite, die Tag hat, das ist die Tagseite, und die andere Seite hat konsequenterweise Nacht. Egal, wie die Erde sich jetzt gedreht hat, immer ist die Hälfte angeschienen und die andere hat Nacht.
Wenn Jesus nun jetzt, können wir kombinieren, plötzlich kommt, dann wird es so sein: Für die eine Hälfte der Erde wird es Tag sein, und für die andere Hälfte der Erde wird es dann Nacht sein. Und je nach Position der Drehung wird es sein: für einen Landstrich fünf Uhr nachmittags, für die anderen vier Uhr nachmittags, und so ist jede Zeit wegen der Drehung der Erde möglich. Also er kommt zu allen möglichen Tageszeiten, je nachdem, wo wir auf der Erde wohnen. Aber für alle im selben Augenblick: Er kommt plötzlich.

Das kommende Gericht und die ewige Entscheidung

Ich weiss nicht, ob Kolumbus diese Bibelstelle gelesen hat, denn er war gewiss, dass die Erde eine Kugel ist. Und darum hatte er gesagt: Wenn ich mit meinen Schiffen nach Westen segle, werde ich im Osten ankommen, in Indien. Er wollte ja nach Indien. Er hat nicht geahnt, dass dazwischen noch ein Erdteil liegt.
Aber er hätte messerscharf schliessen können, aus der Tatsache, dass in der Bibel steht, Jesus wird plötzlich wiederkommen, und er wird in der Nacht wiederkommen, und er wird auch am Tage wiederkommen, dann muss konsequenterweise die Erde eine Kugel sein. Also: Die eine Seite der Erde wird Tag haben, die andere wird Nacht haben, wenn der Herr wiederkommen wird.
Jetzt wollen wir uns noch etwas damit beschäftigen: Wie wird das dann sein, wenn er wiederkommen wird? In Offenbarung 1,7 steht: Siehe, er kommt mit den Wolken, und es werden ihn sehen alle Augen, die ihn durchbohrt haben, und es werden wehklagen um seinetwillen alle Geschlechter der Erde.
Wir haben vorhin festgestellt: Jesus ist der Urheber dieser Welt, er hat das ganze Universum geschaffen. Es hat also keinen Urknall gegeben, sondern der Jesus hat gesprochen, und dann war die Welt da. Das ist Vollmacht, das ist Allmacht. Und wir erfinden allen möglichen Kram, was daneben liegt.
Dieses Universum wurde von einem allmächtigen Gott geschaffen, das ist Jesus Christus. Er hat es ins Dasein gerufen, wie die Bibel uns sagt. Am vierten Schöpfungstag hat er das gemacht. Gar keine Frage für ihn. Wer allmächtig ist, wer alle Macht hat, der kann das in einem Nu rufen, dann ist das da. So erspricht es, so geschieht es, so ist es da.
Und jetzt stellen wir uns vor: Dieser Urheber des Universums, der alle Dinge gemacht hat, der auch uns geschaffen hat und auch die Ameisen und alles, was wir auf dieser Erde haben, der erscheint jetzt persönlich. In keiner Physikvorlesung habe ich je gehört, am Anfang, dass man gesagt hätte: Jetzt werden wir die Gesetze kennenlernen, die Jesus Christus sich ausgedacht hat. Die Naturgesetze, die er gemacht hat, die werden wir jetzt kennenlernen. Nie wurde das gesagt. Es wird einfach darüber hinweggegangen und einfach nur so getan, als wäre das von alleine da. Es ist nichts von alleine da, sondern alles ist durch ihn geschaffen und durch ihn gemacht, durch Jesus Christus, weil Gott ihn zum Schöpfer eingesetzt hat.
Und jetzt stellen wir uns vor, diese unfassbare Situation: Jetzt, in diesem Moment, in einem Nu, da ist er da, er erscheint, der Schöpfer selbst erscheint, und alle können ihn sehen. Jetzt müsste doch eigentlich die Logik so sein: Jetzt müssten doch alle Menschen sagen, was für ein Jubel, was für eine Freude, jetzt hört endlich alles Spekulieren auf, jetzt sehen wir den Urheber, jetzt wissen wir, wer es gemacht hat. So könnte man sich das vorstellen.
Aber nein, die Situation wird eine völlig andere sein, wie wir es hier lesen. Da heisst es: Und sie werden wehklagen um seinetwillen. Alle Geschlechter der Erde, das heisst, alle Generationen, die auf dieser Erde gelebt haben, sie werden ihn sehen und sie werden sagen: Wir haben unser Leben falsch gelebt. Wir haben ein völlig falsches Leben geführt, entweder atheistisch oder irgendwelchen Religionen gefolgt oder was auch immer wir getan haben, aber wir haben uns nicht diesem Jesus Christus zugewandt. Das erkennen sie jetzt. Er erscheint jetzt, und in allen Generationen gibt es viele solcher Menschen, die ohne ihn gelebt haben. Und jetzt beginnt das Schreien und Wehklagen, ein grosser Jammer, dass wir unser Leben nicht anders gelebt haben. Jetzt ist es zu spät, es ist keine Chance, noch irgendetwas zu revidieren.
In Maleachi 3,2 wird dieser Tag auch schon beschrieben. Wer wird aber den Tag seines Kommens ertragen können, und wer wird bestehen, wenn er erscheint? Denn er ist wie das Feuer eines Schmelzers und wie die Lauge der Wäscher, alles durchdringend. So wird es schon im Alten Testament angekündigt, sein Kommen. Und Maleachi 3,19 heisst es: Denn siehe, es kommt ein Tag, der brennen soll wie ein Ofen, da werden alle Verächter und Gottlosen Stroh sein, und der kommende Tag wird sie anzünden.
An diesem Tag gibt es keine Atheisten mehr. Da wird niemand mehr einen Bus installieren mit der Aufschrift: Es gibt keinen Gott. Keiner mehr. Sie werden alle schreien und wehklagen: Welch einem Irrtum sind wir nur aufgesessen! Wie schrecklich! Hätten wir das bloss nicht getan und hätten wir doch gehört, was uns andere Leute gesagt haben: Es gibt den lebendigen Gott, und wir leben mit ihm, und wir kennen ihn. Hätten wir doch darauf bloss gehört. Es ist zu spät, es ist keine Korrektur mehr möglich, und der kommende Tag wird sie anzünden. Und die Bibel sagt uns sogar, dieses Anzünden wird nie aufhören, denn wir sind ewige Existenz.
Und Gott hat uns die Ewigkeit ins Herz gelegt. Das gilt für alle Menschen, das gilt für Gläubige und Ungläubige. Uns hat allen Gott die Ewigkeit ins Herz gelegt, und wir sind Ewigkeitsgeschöpfe, weil Gott dem Menschen den lebendigen Odem Gottes eingeblasen hat. Darum wird unsere Existenz niemals ausgelöscht werden. Wir sind Ewigkeitsgeschöpfe, und wir werden ewig existieren. Die Frage ist: Wo? Und das wird uns hier gesagt. Die einen werden, denn wird dieser Tag anzünden, und für sie brennt ein ewiges Feuer. Wie schrecklich, welch ein Jammer!
Und das müssen wir auch zur Kenntnis nehmen, dass uns das in der Bibel gesagt wird. Aber jetzt kommt das grosse Aber: Es gibt auch überfliessende Freude. Schon in Maleachi 3,20 heisst es: Euch aber, die meinen Namen fürchtet, soll aufgehen die Sonne der Gerechtigkeit und Heil unter ihren Flügeln. Und ihr sollt herausgehen und springen wie die Mastkälber!
Ist das nicht toll? Ich weiss nicht, ob Sie schon mal so gesprungen sind wie die Mastkälber, wenn die rauskommen auf die Wiesen, nicht wahr, und die Sonne scheint, und dann Schwanz auf dem Rücken, und dann geht’s ab die Post. So eine Freude muss das sein, nicht nur so ein kurzes Lächeln, damit ist nicht getan. Wenn dieser Herr kommt, der hat es verdient, dass wir uns überschwänglich freuen. Es hat sich gelohnt, an diesen Herrn zu glauben, mit ihm zu gehen, und jetzt bricht die Freude durch, die nie wieder aufhören wird. Es ist eine ewige Freude, die jetzt angesagt ist an diesem Tag, wenn der Herr wiederkommen wird. Überfliessende Freude, Freude ohne Ende, das ist es.

Einladung zur Entscheidung und persönliches Zeugnis

Und die Frage ist jetzt: Sind wir dazu bereit? Haben wir das gebucht?
Es kommt darauf an, dass wir in diesem Leben zum Herrn Jesus kommen und unser Leben bei ihm festmachen, dass wir zu ihm gehören und hier und heute das ewige Leben gewinnen. Dazu machen wir solche Veranstaltungen und rufen möglichst jeden dazu auf, dass er es festmacht und sich hundertprozentig für Jesus Christus als Herrn und Heiland entscheidet und die Dinge des Lebens auf ihn hin umpolt.
Das ist die Frage. Jesus ist nicht gekommen in diese Welt, damit wir ihn als Verzierung in unser Leben aufnehmen, sondern damit wir unser Leben radikal verändern und mit ihm leben, mit ihm gehen und an jenem Tag vor Freude springen, in einer Freude, die nie wieder aufhört.
Dazu sind wir geladen, dazu ruft er uns. Und er redet uns heute noch, wo wir die Zeit der Freiheit haben. Er redet uns heute in unser Herz hinein und sagt: Komm doch auch. Nimm doch den Ruf an, damit du an jenem Tag den Himmel schauen kannst in alle Ewigkeit.
Es ist die beste Botschaft, die jemals den Menschen gesagt worden ist. Nie hat es eine bessere Botschaft gegeben als diese. Nie ist eine Botschaft so verbindlich, so klar, so echt und deutlich gesagt worden wie diese, weil hier der lebendige Gott dahintersteht und jedes Wort, das er in seinem Wort gesagt hat, wahr ist und gilt.
Damit hat der Paulus auch gesagt: Ich glaube allem, was geschrieben steht. Der hat nicht herumgerätselt, ob das noch so und so sein kann, sondern es gilt alles. Und alles, was wir gehört haben, auch an diesem Abend, gilt ebenfalls. Alle Aussagen, die da stehen, wir werden sehen, dass sie alle stimmen, ohne Ausnahme, und wir werden das alles sehen. Jetzt erfassen wir es im Glauben.
Das hat Gott so gefügt, dass wir das im Glauben nehmen, noch nicht im Schauen. Der Jesus wird heute Abend hier nicht erscheinen, wie wir es gehört haben in 1. Korinther 15, wo er sichtbar gemacht wird. Das kommt an dem Tag seiner Wiederkunft, und dann wird es sein in alle Ewigkeit.
Und so ruft er uns und lockt uns und sagt: Komm doch, mach das fest. Du bist gerufen, du bist gerufen zum Himmel, nicht zur Hölle. Zum Himmel bist du gerufen. Bekehr dich, dass du dein Leben ihm gibst und unvorstellbar reich wirst.
Ich erinnere mich: Vor einiger Zeit war ich hier in der Schweiz, gar nicht mal so weit weg von hier. Ich hatte einen Vortrag, und hinterher kommt ein Ehepaar auf mich zu. Da waren einige junge Leute zurückgeblieben, die hatten noch einige Fragen gestellt zu dem Vortrag.
Und dann sagte dieses Ehepaar, ein jüngeres Ehepaar: Kann man sich hier heute Abend bekehren? Ich sage: Auf jeden Fall. Ich sage, ich halte keinen Vortrag, wo es nicht hinterher die Möglichkeit gibt, sich zu Jesus Christus zu bekehren. Ich sage: Das ist heute möglich. Ich sage, ich werde gerade eben noch die Fragen hier beantworten. Nehmen Sie schon mal dort Platz, da waren einige Stühle aufgestellt. Ich sage: Nehmen Sie schon mal da Platz, ich komme gleich, bin gleich fertig, und dann werden wir darüber sprechen.
Nun, irgendwann war das mit den Fragen zu Ende, dann ging ich zu denen hin, und dann sagt die Frau: Ich muss Ihnen zuerst meine Geschichte erzählen. Ich sage: Bitte, es interessiert mich.
Ja, sagt sie, ich will Ihnen sagen, warum wir überhaupt hier sind. Vor einiger Zeit hat mir jemand eine CD von Ihnen geschenkt, irgendein Nachbar, der auch da war. Das haben wir angehört, und da haben Sie auf der CD gesagt, dass Gott es nicht mag, wenn wir unverheiratet zusammenleben. Das haben wir schon einige Jahre getan. Da habe ich erst einmal einen Schock bekommen, sagt sie. Da wurde mir ganz mulmig, und ich habe überlegt: Sollten wir nicht heiraten?
Und dann habe ich zu meinem, wie soll ich sagen, Mitbewohner, Freund oder was immer gesagt: Wollen wir nicht heiraten? Und er war auch einverstanden, und dann haben sie geheiratet.
Da sagt die Frau: Jetzt muss ich Ihnen noch erzählen, ich war schwer herzkrank und hatte eine Herzoperation vor mir. Aber stellen Sie sich vor, als wir geheiratet haben, war alles weg, keine Operation mehr nötig, das Herz ist alles in Ordnung. Da sehen Sie, so reagiert Gott auf Gehorsam. Das tut Gott: Auf Gehorsam reagiert Gott in einer wunderbaren Weise.
Und da sagt sie: Ja, wissen Sie, da hat Gott noch einen draufgesetzt. Ich habe mich vorher überall beworben und war auf der Suche nach einer Stelle, aber ich fand keine, ich bekam nur Absagen. Als wir geheiratet hatten, habe ich eine einzige Bewerbung geschickt, und ich bekam eine tolle Stelle. Und ich habe wunderbare Kollegen, alles läuft gut.
Ich sage: Sehen Sie, das hat Gott noch daraufgesetzt. So kommt Ihnen Gott entgegen, wenn wir gehorsam sind.

Schlussappell und Gebet

Und nun sagt sie: Jetzt wollen wir uns bekehren. Ich sage: Wie kommen Sie darauf? Na ja, sagt sie, Sie haben doch auf der CD gesagt, dass man sich jetzt bekehren kann und dass man da in irgendeinen Raum kommen soll, wo man sich bekehren kann. Aber auf der CD ist ja kein Raum. Aber auf der CD stand die Adresse, Ihre Homepage, drauf. Und jetzt haben wir schon eine ganze Zeit lang immer wieder auf der Homepage geguckt, wo ja Ihre Termine angegeben sind, ob Sie nicht mal irgendwann hier in der Schweiz sind. Und jetzt war es so weit.
Ich sage: Wo kommen Sie denn her? Na ja, sagten sie, während einer Stunde Autofahrt. Wunderbar, denke ich, da haben sie sich auf den Weg gemacht und gesagt: Jetzt soll es sein, jetzt wollen wir uns bekehren. Und das haben sie gemacht. War das nicht ein wunderbarer Weg? Ich fand das ganz eine wunderbare Geschichte. Da hat jemand eine CD weitergegeben mit einer evangelistischen Botschaft. Die hören das, sie werden gehorsam, sie tun das, was Gott sagt. Und sie treffen die Entscheidung für Jesus Christus, nachdem sie schon gehorsam gewesen sind, nachdem sie schon Gottes Güte erfahren haben. Gott ist gut zu Ihnen, und jetzt sagen sie: Jetzt machen wir das noch perfekt.
Und so kann es uns auch ergehen. Es kann sein, dass wir schon gebetet haben und schon mancherlei gute Dinge mit Gott erlebt haben. Gott ist gut, wenn wir ihn darum bitten, er hört Gebet. Und nun ist es dran, dass wir die Sache verbindlich machen, dem Herrn Jesus von ganzem Herzen folgen, uns auf den Weg machen und sagen: Hier bin ich, ich möchte das auch fest machen. Wenn du wiederkommst, Herr Jesus, ich möchte zu deiner Schar gehören und ich möchte ewig im Himmel bei dir sein. Dazu hast du mich berufen, dazu komme ich, und das mache ich heute fest.
Das gilt heute auch. Auch heute kann man sich bekehren. Ist das nicht wunderbar? Gott ruft uns immer. Gott ruft uns, er sagt: Komm, du bist geladen, du bist viel zu schade für die Hölle, viel zu schade, du bist geladen zum Himmel.
Ich hatte neulich eine Veranstaltung, und da waren hinterher etliche zurückgeblieben, unter anderem zwei junge Frauen. Ich habe dann gefragt: Wollen Sie das auch annehmen? Ja, ja, ja. Und dann kam ich zu diesen beiden jungen Frauen, die sagten: Nein.
Na, ich sage, warum nicht? Haben Sie es nicht verstanden, worum es geht? Nein, sagten sie, wir wollen unser Leben so leben. Ich sage: Okay. Ich sage, wir machen folgendes: Wenn ich hier fertig bin, bleiben Sie doch noch hier. Ich habe Zeit, wir können uns gerne darüber unterhalten. Na, das wollten sie. Sie waren ganz nett und freundlich. Die anderen waren alle gegangen, und nun blieben die beiden hier, und sie hatten viele Fragen.
Sie haben gesagt: Sind Sie ein besserer Mensch, weil Sie Christ sind? Ich sage: Überhaupt nicht, mir ist nur vergeben, das ist der Unterschied. Und weil mir vergeben ist, habe ich den Himmel gewonnen durch den Herrn Jesus. Ich sage: Das gilt für Sie auch, das können Sie auch annehmen.
Es war jedenfalls so: Wir haben lange diskutiert, und es war schon Mitternacht geworden, und wir waren immer noch nicht zu Ende gekommen. Sie hatten das zum allerersten Mal gehört, das kann man ja auch verstehen. Und dann sagte ich: Jetzt ist es schon spät geworden, aber wir sollten doch auch jetzt mit einem Gebet das abschließen, wie ich das mit den anderen auch gemacht habe. Aber ich sage, das Gebet werde ich Ihnen erklären, damit Sie wissen, was wir beten. Denn ich würde Sie bitten, dass Sie mitbeten. Ich spreche Ihnen das Gebet vor, und Sie sprechen das nach, Satz für Satz.
Damit waren sie einverstanden. Wir hatten uns inzwischen schon sehr freundlich unterhalten, das war ein nettes Gespräch gewesen, ein guter Austausch. Und dann habe ich ihnen Satz für Satz erklärt, was ich mit ihnen beten würde, und das war das ungewöhnlichste Gebet, das ich je gesprochen habe in meinem Leben.
Nach der Erklärung habe ich Folgendes dann gebetet, und sie haben es nachgesprochen:
Herr Jesus Christus, wir haben heute von dir gehört, und wir haben viel Neues von dir gehört, aber wir haben uns entschlossen, weiterhin ein atheistisches Leben zu führen.
So habe ich noch nie mit ihnen gebetet. Aber wenn es für mich besser sein sollte, ein Leben mit dir zu führen, dann zeige mir das. Und wenn du mir das gezeigt hast, dann will ich mich auch bekehren.
So haben wir gesprochen. Ich bin gewiss, dieses Gebet wird der Herr eines Tages erhören. Ich bete jeden Tag für diese beiden Frauen, bis der Herr sie auch anspricht. Der Herr wird ihnen zeigen, dass es besser ist, mit ihm zu leben und nicht in die Hölle zu kommen, sondern in den Himmel zu kommen.
Und das ist unsere Einladung heute Abend: dass wir in den Himmel kommen. Und so lade ich jetzt ein, zurückzubleiben, hier einfach in den ersten Reihen. Wer wissen möchte, wie das geht, wie kann ich in den Himmel kommen, wie kann ich ganz gewiss sein, dass ich durchgebrochen bin, dass ich wirklich auf dem Weg zum Himmel bin, der bleibt hier, dann kann das erklärt werden. Und wer noch andere Fragen hat, kann auch hier bleiben. Hier in den ersten Reihen sammeln wir uns einfach.
Ich möchte noch jetzt mit uns beten:
Herr, lieber Vater im Himmel, wir danken dir in Jesu Namen, dass du dich offenbart hast und dass wir wissen, du bist da. Du bist doch der einzige Gott, und alle Götter der Völker sind Götzen in deinen Augen. Sie existieren nicht wirklich. Du aber bist der lebendige Gott, und du bist zu uns gekommen in deinem Sohn, in Jesus Christus.
Und Herr Jesus, wir wissen, du bist um unseretwegen gekommen. Du bist am Kreuz gestorben für unsere Schuld und für unsere Sünden, damit wir nicht verloren gehen. Herr Jesus, Sohn Gottes, danke ich dir von ganzem Herzen, dass diese Botschaft uns gilt, dass du uns rufst, uns Schuld vergeben willst und uns den Himmel schenken willst, hier und heute, wenn wir nur kommen und das annehmen.
Herr Jesus Christus, öffne unser Herz, dass wir Ja sagen zu dir und zurückbleiben, und dass wir an dem Tage, wenn du wiederkommen wirst, zu deiner Schar gehören, die dann vor Freude springen kann, eine Freude, die in Ewigkeit nicht aufhören wird. Danke für diesen Ruf, für dieses große Geschenk, das du uns machst, hier und heute. Lob und Dank sei dir, Jesus Christus. Amen.

Bestellen

Sie können die Vorträge von Prof. Dr. Werner Gitt auch auf CD und als MP3-Download beim Christlichen Audio Dienst erhalten: