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Gemeindegründung in einer postmodernen Welt (8/10)

Gemeindegründung in einer postmodernen Welt, Teil 8/10
03.01.2004
Wie finden wir Freude am Zusammensein und in der Gemeinschaft? Diese Predigt beleuchtet das Leben von Apostel Paulus, der trotz enormer Herausforderungen in der Gemeindegründung nie seine Motivation oder seinen Glauben an Gottes Plan verlor. Er erlebte Kämpfe, Anfeindungen und Leiden, doch sein Glaube an den Trost und die Gnade Gottes gab ihm die Kraft, weiterzumachen. Wie können wir in Zeiten der Not andere trösten, wenn wir selbst Trost erfahren haben? Und welche Rolle spielt Vergebung im Miteinander? Entdecke, wie Freiheit in Christus und die Kraft der Gnade uns alle verbindet! Bist du bereit, die Freiheit in der Gemeinschaft zu erleben?

Freude am Zusammensein

„Sind wir wieder haben Freude, zusammen zu sein. Vielleicht noch zu sagen, wie mir immer wieder dieses Heft eine Freude ist, wenn ich es bekomme, schon Jahre, gell, bekomme ich es. Und ich denke oft, wenn ich das Lesen durcharbeite, wie so wichtige Texte drinstehen, frage ich mich immer wieder, warum laden Sie denn mich noch ein, das ist alles viel besser, als was ich zu sagen habe. Ich finde es so toll, also ich hoffe, dass ihr alle davon profitiert, es sind ganz wichtige Grundsätze drin, die eine Hilfe sind in Gemeindegründungsarbeit.

Einblicke in das Leben von Paulus

Ich möchte zuerst heute Morgen ein wenig in das Leben von Apostel Paulus hineinblenden, ihr kennt ihn ja, und wenn wir von Gemeindegründung sprechen, dann haben wir bestimmt Paulus, also unseren ganz großen Bruder, der uns die Bahn geöffnet hat mit seinen Gedanken, aber mit seinem Leben, mit seinem Leiden, mit seinem Kämpfen, mit seinem Bei-Jesus-Bleiben, mit seiner Treue und von ihm haben wir wirklich vieles zu lernen. Nur ein wenig kurz will ich mal ein paar Gedanken geben über den zweiten Korintherbrief.

Ihr wisst ja bestimmt, wie es war in Korinth, keine einfache Gemeindegründungsarbeit. Es zieht sich etwa auf acht Jahre, wo Paulus immer damit zu kämpfen hat, wo er Siege sieht, wo er das Eingreifen Gottes sieht, aber wo er auch mit Not zu tun hat, wo er selber in Frage gestellt wird, wo seine Autorität in Frage gestellt wird, wo seine tiefe Motivation in Frage gestellt wird und wo er dann versucht in dieser Gemeinde, wo er sein Herz gelassen hat und sich eingesetzt hat, wo er versucht, da Licht zu geben und wo ihn Gott dann inspiriert, um diese Briefe zu schreiben.

Herausforderungen in Korinth

Ja, etwa das Jahr 49 war Paulus ist er nach Korinth gegangen, und als er das erste Mal in Korinth war, ich wüsste es ja, da konnte er unterrichten in dieser Stadt, er konnte in der Synagoge sein als Jude und konnte da lehren, und nach einer kurzen Zeit, als er gelehrt hat, da wurden viele Diskussionen über Religion. Da kam es so weit, dass er eine Trennung erlebt hat zwischen denen, die diskutieren wollen, und den Jüngern, die er schulen konnte. Da ging er, ich wies das ja, in das Haus von Justus und da hat er da eine Jüngerschulung angefangen in Korinth und das sind die Monate, die achtzehn Monate, wo dann diese kleine Gemeinde gegründet worden ist.

Sehr schnell kam die Opposition, und diese Opposition war ein besonderes Leiden für den Sostenes, der der Synagoge Vorsteher war und der dann geschlagen wurde vor dem Gericht, und Paulus ist dann weggezogen, weitergegangen mit Aquilas und Priscila. Leiden auf dem Weg der Gemeindegründung. Da kommt er weiter und Paulus ist dann später in Ephesus, Jahr 53, und da schreibt er einen ersten ganz kleinen Brief an die Korinther, Brief, den wir nicht haben, aber er redet davon in 1. Korinther 5, Vers 9, und da schreibt er diesen kleinen Brief, wo er versucht, Gemeindezucht auf ganz bestimmte Fragen Gemeindezucht einzugreifen, aber diesen Brief hat wahrscheinlich kein Echo gehabt in der Gemeinde.

Die Rolle von Timotheus und Erastus

Dann sendet er Paulus, sendet Paulus Timotheus und Erastus nach Korinth, 1. Korinther 16, und nachher kommt Timotheus von Korinth zurück mit traurigen Nachrichten, 2. Korinther 1. Der erste Brief sagt dann, der Timotheus hat eigentlich nicht das gebracht, was er hoffte, der Paulus. Es wurde nicht alles geklärt, die Schwierigkeiten gingen weiter. Dann versucht der Paulus, kurz nach Korinth zu gehen und sie zu besuchen. 2. Korinther 2 erinnert er davon, und zwar zwei, drei Texte, er geht weg dann, kommt zurück wieder nach Ephesus, da schreibt er ein anderes kurzes Wort, was eigentlich ganz strenges Wort, das er vom Titus dann zur Gemeinde bringt, und da erlebt er wieder Schwierigkeiten, da wo er in Ephesus ist, und dann zieht er nach Mazedonien, Griechenland, Mazedonien zurück, kommt über Milet zurück, ruft noch die Ältesten von Ephesus, dass er mit ihnen sprechen kann.

Und dann, Jahrgang 55, ist er wieder in Mazedonien, und dann bekommt er vom Titus gute Nachrichten von Korinth. Aber Titus sagt ihm auch dann, in diesen guten Nachrichten, sagt er ihm auch unter anderem, dass viele da sind, die von seiner Autorität und von seinem Dienst, von seiner Motivation zweifeln, weil er scheinbar immer wieder von Projekten gewechselt hat. Paulus schreibt dann den zweiten Korintherbrief. Und Titus mit zwei anderen Brüdern bringen diesen Brief nach Korinth. Und dann ist der Jahrgang, Jahr 57, ist er drei Monate in Korinth, da schreibt er den Römerbrief.

Kämpfe und Herausforderungen

Ich sage das nur, dass wir sehen, wie in acht Jahren, wie ein Gemeindegründer in acht Jahren immer wieder mit Not zu tun hat, wenn er voll das Evangelium verkündigt, dass es immer wieder Trennung gibt, zwischen denen, die nicht gehorsam sein wollen, dem Wort Gottes gegenüber, zwischen denen, die eine Religion wollen, und er musste immer wieder kämpfen mit den Christen, die die Freiheit in Christus falsch verstanden haben, und mit den Christen, die Gesetzlichkeit geübt haben. Und immer in diesen zwei Richtungen hat er Kämpfe gehabt in seinem ganzen Dienst und wurde verstoßen, und wurde manchmal nicht ernst genommen, denn er hat immer wieder gesprochen von seiner Freiheit, die er hatte in Christus und auf diese Freiheit komme ich dann noch weiter zurück zu reden.

Ich gehe in den zweiten Korintherbrief hinein und da habe ich immer wieder viel Mut, wenn ich diesen Brief lese. Ich glaube, er ist für Gemeindegründer wirklich geschrieben, der zweite Korintherbrief. Der erste Kapitel, du kennst ihn ja, wir werden ja nicht den Zweinkorrenten Brief lesen, es wäre sehr interessant, ich mache dir Mut dazu, nimm dir Zeit, auch wenn du in einer Teamwork-Arbeit bist, nimm dir Zeit, einfach die Bibel laut zu lesen, bis ihr so weit seid, dass ihr die Texte kennt. Für mich ist es schwierig, denn es ist deutsch und ich bin Franzose. Aber mein Vater hat mir das gelernt, dass man die ganzen Briefe des Neuen Testaments, dass man die erzählen kann. Er hat immer gesagt, Dani, du musst lesen, lesen, lesen, bis du Briefe erzählen kannst. Und das war auch ein großes Vorbild für mich.

Trost in der Not

Kapitel 1 von 2. Korinther, du weißt, dass der Paulus sofort davon redet, dass er in Schwierigkeiten war, und in den Schwierigkeiten und Leiden hat er eigentlich das Trösten Gottes erfahren. Und dieses Trösten Gottes, das er erfahren hat im Leiden von seinem Dienst, diesen Trost hat er nur bekommen, dass er die Möglichkeit hat, andere zu trösten, die in der Not sind. Also Leiden in Gemeindearbeit, im Dienst sind im Plane Gottes drin, denn wir können andere nicht wahrhaftig trösten, wenn wir selber nicht wissen, was Trost ist in der Schwierigkeit.

Alles, was Gott in unserem Leben als Diener, alles, was wir durchleben müssen, wo wir nicht aufgeben, wo wir weitergehen, alle diese Schwierigkeiten, die du kennst, die sind da, weil Gott einen Plan hat, zuerst um unser Leben als Gemeindegründer unser Leben zu erziehen. Er muss sein Werkzeug zuerst bauen, und er baut dieses Werkzeug durch die verschiedenen Situationen. Solange wir in den Situationen eine Rebellion oder gegen die Schwierigkeiten sind, solange leiden wir selber und leben wir Nöte und verletzen wir uns selber, bis wir zugeben können, okay Gott, du hast die Kontrolle nicht verloren, und wenn ich durch diese schwierige Situation durchgehe, dann hast du die Kontrolle nicht verloren, und du wirst mir wieder lernen, wie du ein Gott des Trostes bist, und so kann ich auch andere trösten, die im Dienste sind.

In 2. Korinther 1, Vers 12 vielleicht nur ein Vers: „Denn unser Ruhm ist der, das Zeugnis unseres Gewissens, dass wir in Einfalt und göttlicher Lauterkeit nicht in fleischlicher Weisheit, sondern in göttlicher Gnade gewandelt sind in der Welt, allermeist aber bei euch.“ Was war die Kraft vom Apostel Paulus? Seine Kraft war, dass er in der Gnade Gottes leben konnte, dass er sein Leben nicht aufgebaut hat auf fleischlicher Weisheit, sondern er hat sich auf das gegründet, das was Gott gibt, um in der Schwachheit den Dienst tun zu können.

Weisheit und Gnade

Du weißt, dass die fleischliche Weisheit, kann man erkennen, die kämpft immer für das eigene Recht, die kämpft immer für das. Und es gibt so ganz schwierige Kriege zwischen Brüdern, wo man kämpft, kämpft, kämpft, kämpft, bis man Recht hat. Ich rede da nicht von den Auseinandersetzungen, wo Situationen da sind, wo man nicht mehr treu ist zu Gottes Wort und wo man zu Gottes Wort stehen muss und nicht daneben stehen muss. Sondern ich rede da, wo man Recht haben will auf Sachen, die eigentlich nicht direkt in der Bibel stehen.

Die Kraft vom Apostel Paulus war die, dass er sein Leben verankert hat in der Gnade Gottes, also konnte er leben, ohne Recht zu haben. Das finde ich eine große Gnade, wenn man das kann in Gemeindegründung. Denn man kann oft in der Gemeindegründung von verschiedenen Details oder man nennt sie nicht immer Details, das, was wir vielleicht wichtig finden, aber das nicht so wichtig ist, verschiedenen Sachen verschieden sehen. Ja, und plötzlich, weil die anderen anders sehen, hat man das Gefühl, jetzt muss ich da einen ganzen Turmbau von Argumenten aufbauen, damit sie merken, dass ich doch Recht habe. Und das sind dann immer so Nöte, wo Zeit durchgeht, Kraft durchgeht, wo Menschen verloren geht in dieser Zeit, wo man kämpft, um so verschiedene Türme zu bauen, dass man doch Recht hat.

Das ist, was ein Gemeindegründer kaputt machen kann, wo er sich selber kaputt macht, weil er nicht in der Gnade Gottes verankert bleibt und zugeben kann, der andere hat auch den Heiligen Geist bekommen. Wenn er wiedergeboren ist, hat er den Heiligen Geist. Also hat der andere in seinem Gedanken acht, hat er vielleicht so viel so richtig wie ich und vielleicht noch besser als ich, ja? Das ist eines von dem Großen, das man besser lernt im Teamwork, wo man einfach zusammen ist und wo man eins sein muss für die Hauptsache, für das Ziel, und wo es so, so viele verschiedene Arten gibt, um dieses Ziel zu erreichen.

Strukturfragen und Teamwork

Ich denke z.B. man kann auch Verschiedenes, was sehr gut ist, zu viel Wert legen, zum Beispiel auch Strukturfragen der Gemeinde. Welche Struktur ist die gute? Es ist oft so verschieden, und es liegt so an den Menschen, die in einer Gemeinde sind, und so auch an Dienern, die da auf dem Platz sind. Ein Mensch kann echte geistliche Autorität haben, wo er ein ganz toller Führer ist für eine Gemeinde, eine Gemeinde, die er zu Jesus leitet. Und man kann in einer Gemeindestruktur sein, wo man in der Kollegialität vom ältesten Rat miteinander ist und wo ein fertiger Salat ist.

Und doch finde ich, dass das das Schönste ist, wenn man die Gemeinde miteinander bewahren kann, miteinander schulen kann, miteinander leiden kann. Aber das Miteinander kann eine Katastrophe sein, wie es wunderbar sein kann. Die Struktur gibt nicht das Leben, sondern die Beziehung vom Einzelnen zu Gott ermöglicht geistige Strukturen, die Beziehung zu Gott, von der Gnade leben.

Vergebung und die Strategie des Teufels

 2. Korinther 2, da ist eine Situation, die besonders wichtig ist. Wahrscheinlich war es so, dass in Korinth die, die gesündigt hatten, auch gegen Paulus und falls es weiter gesagt haben, sind wahrscheinlich zu den Ältesten gekommen und haben gesagt: „Es tut uns leid, dass wir so gesündigt haben.“ Und die Ältesten haben dann sagen müssen: „Ja, aber weiß, das war gegen Paulus, da musst du auch beim Paulus um Vergebung bitten.“

Nur Paulus muss man erreichen können, kein Mail, kein Telefon. Und man weiß nie seine Adresse, das ist wirklich schwierig, dass man dieser Paulus finden kann. Und dann sagt Paulus in diesem Brief: „Ja, tut keine Traurigkeit auf die, die gesündigt haben und die um Vergebung gebetet haben, sondern macht keine Last auf sie, wenn ihr vergeben habt, da habe ich auch vergeben.“ Das heißt, ich brauche nicht noch die Vergebung komplizierbar. Und in dieser Richtung sagt er dann, wir kennen die Strategie vom Teufel, 2. Korinther 2, Vers 11: „Damit wir nicht vom Satan übervorteilt werden, denn seine Anschläge sind uns nicht unbekannt.“

Was will der Teufel in der Gemeinde? Er will immer wieder, dass die Gnade nicht genügt und dass die Vergebung komplexiert wird. Schrecklich komplexiert. Dann fragt man sich dann, der hat Buße getan, ja, aber war das wirklich ehrlich? Können wir ihm vergeben? Da sollten wir uns fragen, ja, zum Glück handelt nicht der Heiland so mit mir, wenn es schon Sündige ist. Dass er vom Himmel herunterschaut und sagt: „Ja, Danny, ist das wirklich ehrlich?“ Denn ich muss ja sagen, wenn man so durchs Leben geht und ein bisschen weniger jung wird, da sehe ich genau Dienste in meinem Leben, wo ich im Gebet gesagt habe: „Gott, das mache ich zu deiner Ehre.“ Und wenn ich heute in meinen Rückspiegel schaue, da merke ich genau, Herr, ich habe schon mehrmals ihm sagen müssen, vergib mir, ich habe gesagt, zu deiner Ehre, aber ich wollte diese Ehre doch teilen, doch auch einen guten Prozentsatz für mich.

Und ich weiß genau, Gott teilt seine Ehre nicht, es wird nicht 90 sein für ihn. Das ist alles oder nichts. Und da musste ich wieder manchmal zu ihm kommen und sagen, Herr, wie ist doch mein Herz so verdorben? Und dann höre ich keine Stimmen, denn ich bin noch nicht so, ja. Aber da kommen so Gedanken wie: „Ja, warum staunst du denn? Es steht ja in der Schrift, dass du total verdorben bist. Lies doch, steht ja alles geschrieben. Warum hast du denn noch Illusionen über dein eigenes Leben? Warum willst du dich denn noch wichtig fühlen?“ Und da kann ich nur vor Gott sein und sagen, Herr, ich entdecke im eigenen Leben, dass das, was du in deinem Wort sagst, das stimmt total. So ist mein Herz, so verdorben bin ich.

Und in Gemeindearbeit ist der Feind immer da mit seiner Strategie, dass das Blut Jesu mit seiner ganzen Kraft nicht genügen sollte, dass die Gnade Gottes nicht stark genug sein könnte, um Menschen zu ändern und auch da, wo vielleicht noch Unehrlichkeit ist, dass er uns weiterführt, bis wir ehrlich werden. Gott ist so gut mit uns. Als ich die Bekehrung erlebt habe, als der Herr mich bekehrt hat, wie man so sagt, da musste ich zuerst verstehen, man kann mit Leuten reden, man braucht nicht draufzuschlagen. Das war schon eine erste Stufe. Denn ich war in einer Strafkompanie, nur weil ich immer Schlägereien hatte, das ist wirklich ganz blöd, aber so war ich ja.

Bin ich so dankbar, dass der Heilige Geist nach der Bekehrung mir nicht gezeigt hat, was er mir heute zeigt. Ich wäre nie aufgestanden. Aber in seiner Pädagogik, in seiner Liebe kann er langsam vorwärtsgehen, dass ich zu ganzer Wahrheit komme, dass ich so sein kann und von mir so sein kann vor ihm, wie er mich sieht. Das ist ein langer Weg. Und in Gemeindegründung musst du diesen Weg gehen mit den anderen. Du bist vielleicht im geistigen Leben zehn Jahre, zwanzig Jahre vorne heran mit diesen, die zum Glauben kommen. Und jetzt verlange bitte nicht mehr diesen Leuten, als der Heilige Geist dich verlangt hat. Als du zu Jesus kamst.

Der Weg der Gnade

Gemeindegründung hat damit zu tun, dass jeder, der kommt, schwach sein darf, dass jeder, der kommt, unehrlich sein darf und dass ich ihn nicht richten brauche, weil er unehrlich ist, aber dass ich glauben kann, dass wenn er Gottes Wort anfängt zu lesen, dass der Heilige Geist in seinem Leben fortwährend und immer mehr trennen wird, wieder schwer trennen wird, was vom Fleisch da ist und was vom Geist ist, und dass der Heilige Geist in seiner Liebe ihn immer näher zu Jesus führen wird. Aber wir kennen die Strategie vom Feind. Die Strategie des Feindes ist immer dieselbe: Was Gott einfach gegeben hat, mit voller Autorität, will der Feind komplizieren.

Wenn du denkst, dass Jesus gesagt hat, dass ein Kind das Evangelium versteht, da gibt es Vorträge, wo ich die Kinder nicht mitnehme, schwierig, dass verstehen kann, begreifen kann, dass Gott da ist. Das ist so schön, wenn du in der Kinderarbeit auch voll engagiert bist. Für mich ist das immer wieder der Dienst, der der wunderbarste ist, Kinderarbeit. Ich hatte so einen Sechsjährigen in meiner Kinderarbeit, der hat viel gezappelt, ja, ich habe manchmal Mühe mit ihm gehabt, ja, aber das ist jetzt der Missionar in den Vogesen, der nach mir in die Vergessen gekommen ist, der hatte ich in der Kinderstunde, der Regiss.

Und der Regiss, als Siebenjähriger hat er sein Leben Jesus übergeben. Und dann mal hat sein Vater ihn korrigiert, als er zwölfjährig war, und dann hat er seinem Vater gesagt: „Wenn es so ist, da will ich mich entbekehren, dekonvertieren, entbekehren, da will ich nicht mehr dabei sein.“ Und dann kam der Piero sein Vater und hat gesagt: „Du, was soll ich machen mit diesem Regist, der will sich entbekehren.“ Nun, jetzt ist er Missionar. Die Gnade Gottes arbeitet im Leben, und mit dieser Gnade Gottes müssen wir voll rechnen. Denn das ist seine Dimension.

Und wenn du überlegst, wie der Feind alles kaputschlagen will in der Gemeinde, dann musst du einfach immer wieder an seine Strategie denken. Als Fallschirmspringer und bei den Kommandos habe ich gelernt, dass etwas vom ganz Wichtigsten in Kriegssituationen ist, ganz genau zu wissen, was der Feind für Waffen hat und wie seine Strategie ist, dass man seine schwaren Stellen kennt. und dann wissen, was man selber für Waffen hat und wie man sie braucht. Das sind wir auch so als Gemeindegründ, da sind wir auch so Kommandos, die so rangehen. Der Feind will alles, was Gott zusammen gemacht hat, will er trennen, und alles, was Gott getrennt hat, will er zusammenbringen. Das ist die Grundstrategie. Und die müssen wir verstehen.

Du weißt das Erste, was Gott getrennt hat, Genesis 1, also 1. Mose 1 Licht und Finsternis, das Erste, was er getrennt hat. An dem arbeitet der Teufel schon die ganze Zeit, dass die zwei zusammen sind, dass Licht und Finsternis eine Mischung geben. Und Gott hat es getrennt, denn Gott will, dass das Licht in die Finsternis hinein scheint, Johannes I Aber die Finsternis haben sie nicht erkannt. Und jetzt will einfach der Feind, dass die Finsternis ein wenig hell wird und das Licht ein wenig dunkel. Dann passt es ja schon fast, das Grau geht schon fast zusammen. Das wird die Grundstrategie vom Teufel bleiben.

Gott wollte, dass Mann und Frau die Ehe zusammen ist und treu ist. Der Feind will das trennen. Also das zusammen machen, was Gott getrennt hat, und das trennen, was Gott zusammen gemacht hat. Wir kennen die Strategie vom Teufel. Es ist interessant, wie Paulus das so sagt in der Beziehung mit Vergeben, wo er diesem Brüder in Korinth sagt: „Ich bin nicht auf Platz, aber wenn ihr vergibt, dann vergibt doch, ich habe vergeben alles, was ihr vergeben habt.“ Das ist eine Größe im geistigen Leben.

Vergebung und Anklage

Du wirst als Gemeindegründer immer liebe Christen haben, die etwas an dir zu kritisieren haben. Das ist normal. Jeder, der sich exponiert und Verantwortung hat, wird irgendwann heruntergeschossen. Bei uns in Frankreich sagt man immer, wir haben nur einen König, dass wir jemanden herunterschiessen können. Man weiß ja sonst nicht wohin schießen, muss man einen haben. Aber so sind wir Franzosen. Und darum sage ich immer in der ältesten Schulung in Frankreich sage ich immer: „Wenn du ältest sein willst und weitergehen willst in deinem Welten Dienst, musst du wissen, du bist eine Zielscheibe geworden. Jetzt wird man auf dich und dann wirst du etwas Wunderbares üben. Du wirst üben, den anderen zu vergeben, auch wenn sie noch nicht um Vergebung gebetet haben. Du wirst üben, mit der Gnade zu leben. Du wirst üben, dass du in deinem eigenen Leben wirst du merken, du hast auch schon negative Gedanken gehabt zu den anderen, also ich auf alle Fälle. Und warum staunen wir dann, wenn andere negativ sind zu uns? Man braucht ja nicht zu staunen, man muss nur sich selber kennen. Und dann kann man dankbar dem anderen vergeben und wissen, ich habe Ziele, ich gehe weiter und ich werde auch immer wieder runtergeschossen.

Ich habe so einen wunderbaren Tag, nächsten Samstag, wo zwei Brüder mich runterschiessen wollen, mich eingeladen haben für einen ganzen Tag. Ich hoffe, sie haben genügend Pulver in ihren Waffen, ja. Aber das Schlimme ist, wenn man immer auf jemanden schießt, der nie reagiert. Das finde ich langweilig. Das finde ich langweilig. Denn ich weiß genau, wenn ich reagieren will nächsten Samstag und argumentieren will, dann muss ich andere Brüder aufs Glatteis führen. Aber das haben sie nicht nötig. Sie sind so schon fast am Boden, brauchen sie nicht noch aufs Glatteis zu bringen. Aber sie dürfen gegen mich schießen, und ich muss jetzt wieder am Samstag hinfahren und sagen, Herr, Ich gehe zum Schießstand, es gibt Löcher, Hilfe, es gibt Löcher, hilf mir, dass ich keinen unnötig anklage.

Welche Kraft hatte Jesus zum Schweigen vor dem Gericht? Du weißt du, wir haben nicht die Möglichkeit wie er, denn er konnte so machen und war ganz Jerusalem flach. Verstehst du, das haben wir nicht. Da kamen alle Legionen vom Himmel und fertig. Ich kann so machen, da geht gerade eine Fliege weg, aber sonst nicht viel. Aber er hatte diese Möglichkeit und er hat geschwiegen. Welch eine Schule! Und du musst damit leben als Gemeindegründer, dass es Situationen gibt, wo du vor dem Herrn abladen musst und wo du weißt genau: Das ist die Strategie vom Feind, sie wollen meine tiefsten Motivationen anklagen, mich fertig machen, dass die Freude im Herrn und mein Ziel zu den Verlorenen nicht mehr bestehen kann.

Und dann so weit kommen, Gott helfe dir, denn er hilft in dieser Situation immer wieder und dann so weit kommen, dass du allein in deinem Zimmer auf den Knien diese Brüder segnen kannst: „Herr, stärke sie, gib ihnen Kraft, gib ihnen Mut, führ du sie weiter.“ Und dann erlebst du auch manchmal das ganz Schöne, dass so die Kirche ist auf dem Kuchen, was ich auch schon erlebt habe, was dich zu Tränen führt, dass zehn, fünf Jahre später kommt dein Bruder und sagt: „Da hatte ich dich ganz falsch angeklagt, vergib mir.“ Und da kannst du ehrlichlich sagen: „Du, ich bin so dankbar, es sind schon 15 Jahre, dass ich dich vergeben habe. Gott hat mich total gelöst von dem.“ Das brauchst du im Gemeindegründungsdienst, sonst kommst du in Müdigkeit und in einen falschen Krieg hinein.

Der Feind will einen falschen Krieg, dass wir nicht mehr die Kraft haben, an der Front zu sein, um das Evangelium weiterzusagen. Weißt du, es gibt so Situationen, wo du angeklagt wirst, so dass du dir sagst: „Jetzt darf ich dich nicht mehr predigen. Das ist fertig.“ Wir hatten so eine Spaltung in einer der Gemeinden, wo ich Mitgründer war im Team.

Umgang mit Kritik und Anfeindungen

Und einer von den Bekehrten, den ich geschult habe, ein Zeuge Jehova, der jetzt Ältester ist in einer Gemeinde – also er ist nicht mehr Zeuge Jehova jetzt als Ältester, nur dass es klar ist – der hat mit seiner Frau plötzlich und das kam vom Feind plötzlich haben sie ganz genau beobachtet, wie ich funktioniere. Haben sie gemerkt, der Danny sagt nicht Guten Tag der Gemeinde, jedem dasselbe. Er hat solche, die er mehr liebt. Und da haben sie weiter geschaut und haben gesagt: „Ja, der Dani, der versucht doch, alles an sich zu ziehen.“ Und da haben sie besser gesagt, die Ursula, die will wahrscheinlich die erste Frau sein der Gemeinde.

Dann haben sie weiter geschaut und haben gemerkt: „Ja, der Dani mit seinen Kindern, es gibt doch Verschiedenes, und besonders jetzt mit seiner Tochter, es war gerade diese Krisenzeit, da merkt man, Gottes Segen hat sich zurückgezogen.“ Und dann haben sie das geteilt mit einem Teil von der Gemeinde und haben gesagt, das ist ein Gebetsanliegen, denn wir lieben den Dani, wir beten dafür. Und da haben sich zusammengefunden zehn von Brüdern und Schwestern und haben dafür gebetet, dass der Dani merkt, wie er falsch geht und so, also ich bin dankbar, wenn man für mich betet, das ist klar.

Und dann kam die große Stunde, wo sie uns eingeladen haben, der Gerichtssaal, und dann Bomm, Bomm, Bomm auf Ursula und auf Dani, Dang, Dang! Und da hat mir die Ursula einen großen Ding gegeben, Bang! Und ich weiß, was das heißt. Das heißt, Dani, pass auf, alte Natur, Bamm, ja, okay. Ich habe eine ganz geistige Frau, die kann schlagen und ich weiß, was es bedeutet. Und die hat recht. Da gab mir der Heilige Geist die Idee, an diesem Moment, wo ich Bom bekommen habe, gab er die Idee: „Danny, du musst ihnen Mut machen, besser zu beobachten, denn alle deine Sünden haben sie nicht gesehen.“ Ich finde das eine schlechte Idee, oder?

Dann habe ich Ihnen das gesagt. Ich habe gesagt, Verschiedenes, was ihr sagt, muss ich sagen, stimmt nicht. Ich habe das nicht in meiner Motivation drin, aber Motivation kann man ja nicht sehen, kann man nicht messen, aber ich kann euch nur sagen, es stimmt nicht. Aber ich finde, ihr müsst noch besser beobachten, denn ich habe noch Sünden im Leben, die habt ihr nicht gemerkt. und will auch Mut machen, besser schauen. Ich habe Ihnen nur gesagt: „Mein Dienst ist nicht, die anderen Menschen zu kontrollieren. Wenn das euer Dienst ist, dann muss ich es besser tun. Aber mein Dienst ist es nicht.“

Aber da habe ich dem Brüder gesagt, es war ein Ältester dabei von der Gemeinde, habe ich Ihnen gesagt, wenn ihr davon überzeugt sind, dann ist es klar, dass ich in der Gemeinde nicht mehr predige und dass ich auch nicht zu den Verantwortlichen gehöre, denn das wäre dann ein Gegenzeugnis. Und dann waren wir ein paar Monate Ursula nicht in der Gemeinde, in den Stunden als Mitglied, haben nicht mehr geredet, haben nicht mehr laut gebetet, konnten nicht mehr einfach, waren da, es hat für uns beide ziemlich viel Tränen gekostet, um das zu überwinden.

Wenn du eine Gemeinde im Einsatz während Jahren gekämpft und gegründet hast, dann sind das schwere Stunden. Die Gemeinde war darüber dann doch hundert Leute. Es wurde dann so gesagt, dass wir falsche Motive haben, und wir waren da. Da hat es Stunden gegeben, wo wir wirklich in der Nähe Gottes Trost gebraucht haben. Da wurde 2. Korinther 1 unser wichtigstes Kapitel, wie kannst du uns jetzt da trösten, dass wir da noch vorwärts kommen. Und dann hat Gott selber eingegriffen.

An einem Gottesdienst ist der liebe Bruder, der den Feind gebraucht hat, in dem Moment, um das zu tun, ist ausgestanden, in Tränen, hat gesagt: „Ich weiß nicht warum, aber ich war neidisch zum Dienst von Daniel. Und ich wollte ihn kaputt machen.“ Und dann hat Gott Gnade geschenkt in dieser Gemeinde, bin ich sofort zu ihm gegangen, habe ihn umarmen und habe gesagt: „Du, ich habe dich vergeben.“ Nachher war es schwierig, ich musste viel Zeit haben mit ihm, denn er hat sich dann selber nicht mehr vergeben. Jedes Mal, dass er mich sah, auf der Straße oder egal wo, hat er geweint. Und er konnte sich selber nicht erklären, warum es dem Feind so leicht war, ihn zu gebrauchen, um das zu tun.

Und dann musste ich mit ihm spazieren gehen, Freund sein, mit ihm beten und zusammen sein. Heute haben wir eine ganz, ganz gute Gemeinschaft. Ich bin nicht mehr in den Vogesen, aber ich weiß, dass der liebe Bruder betet für unseren Dienst und ist voll mit uns auf der Ebene der Gnade. Also vielleicht wirst du solches erleben, ich wünsche dir das nicht, natürlich nicht, aber vielleicht wirst du solches erleben. Und ich glaube, wenn wir das Leben von Paulus sehen, dann merken wir immer wieder, dass dieser Mann in einer Spannung war, in der Spannung, soll ich mich verteidigen oder nicht?

Darum sagt er auch in einem seiner Briefe, sagt er auch: „Ich werde jetzt reden wie ein Verrückter und sagen, was ich alles auch könnte, was ich alles auch für Argumente hätte.“ Aber er sagt auch wieder: „Ich bin der erste und größte Sünder, und die Gnade Gottes hat mich erreicht.“ Und ich finde es so schön, wie er dann das Leben durchzieht in diesem Leben der Gnade, wie er nahezu bei Jesus bleibt und wie ihm der Herr so eine super Trost und tiefe Grundlage Freude gibt, wenn er im zweiten Timotheusbrief seinen letzten Brief sagen kann: „Die Krone wartet. Der Herr hat mich getröstet. Ich habe den guten Kampf gekämpft, er erwartet mich dort.“

Aber es ging durch Kampf, durch Leiden, durch sich zurückziehen, durch in Frage stellen von den tiefsten Motivationen, dann natürlich bitte jeder von uns, das nie zu tun, wir haben kein Recht auf den Herzen von den anderen, die Menschen gehören Gott und nicht uns. Und wir haben nie die Motivation, das tiefste von einem Herzen versuchen zu gründen, das gehört uns nicht.

Die Freiheit in Christus

Ja, und dann redet er und jetzt höre ich auf, wie viel muss ich schon, schon längst, noch zwei Minuten für zweiten Korinther drei, nächsten Kapitel, wo er redet von dieser Freiheit, die er hat vom Geiste Gottes. Aber lassen wir diesen Text der Freiheit, die der Geist Gottes gibt, in seinem Kontext. Der Kontext ist, dass die Juden die Freiheit nicht mehr hatten, in Gemeinschaft mit Gott zu sein, weil eine Decke auf sie war, und wegen dieser Decke konnten sie das Wort vom Messias, von Christus nicht verstehen, denn die Decke lag auf ihnen.

Und wie er dann sagt den Römern, dass diese Decke noch da ist und dass sie eine Verblendung haben, bis die Heiden, dass wir in die Gnade hineinkommen können und dann, dass die Heide hineinkommt. Und jetzt in Jesus, wegen dem neuen Bund vom Blut Jesu, haben wir die Freiheit, im Geist in der Gemeinschaft mit Gott zu sein. Das ist deine Freiheit, die dir niemand wegnehmen kann. Du bist frei wegen Jesus. Bist du frei in der Gemeinschaft mit dem Vater?

Und das war die große Freiheit von Paulus, ob die Heiden ihn ins Gericht gebracht haben oder ins Gefängnis. oder ob Christen falsche Motiven hatten du kennst ja den Kolosserbrief ersten Kapitel wo er sagt: „Ich habe gehört, dass Brüder jetzt profitieren, dass ich im Gefängnis bin und in dieser Zeit nehmen sie erst den Platz und verkündigen auch und machen nicht auf die Seite aber das ist ja egal die Hauptsache das Evangelium wird verkündigt man, welche Freiheit welche Freiheit in dieser Gemeinschaft mit Gott, dass das Evangelium weitergeht, auch wenn er auf die Seite gestellt wird.“

Man konnte ihm das nicht wegnehmen, frei zu sein in der Gemeinschaft mit Gott. Auch das Gefängnis hat nicht weggenommen, auch alle Anklagen der Brüder von Korinth haben dem Paulus diese Freiheit nicht weggenommen. Die Freiheit Christi. Danke für das Zuhören.“