
Podcast: Tranformation durch den Heiligen Geist
Herzlich willkommen bei Deep Talk! Wir freuen uns, gemeinsam mit dir Gott besser kennenzulernen. Durch Predigten und Interviews möchten wir uns von ihm immer mehr verändern lassen und ein Leben führen, das sich lohnt – ein Leben zur Ehre Gottes.
Unser Anliegen ist es, mit dir über Themen zu sprechen, die tiefer gehen. Es geht also nicht um Small Talk, sondern um Deep Talk. Sei dabei und lass dich herausfordern!
Einführung in das Thema Heiliger Geist
Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Frag' den Kotsch, hier mit Michael, Benjamin und mir, Ines.
Wir sprechen heute über den Heiligen Geist. Das ist ein Thema, das in unserem Glaubensleben eine große Rolle spielt. Gleichzeitig wissen viele Menschen nicht wirklich viel über den Heiligen Geist.
Ich möchte die erste Frage direkt an dich richten, Michael: Wer ist eigentlich der Heilige Geist?
Das ist eine herausfordernde Frage. Es gibt Leute, die meinen, ganz genau zu wissen, wer der Heilige Geist ist. Man könnte sagen, sie sind sozusagen mit dem Heiligen Geist aufgewachsen.
Manchmal gibt es aber auch Menschen, die eine Vorstellung vom Heiligen Geist haben, die nicht wirklich dem entspricht, was er tatsächlich ist oder dem, was Jesus darüber gesagt hat.
Zum Beispiel gibt es Menschen, die eher in einem esoterischen Lager sind. Sie sehen den Heiligen Geist als eine Art kosmische Energie, eine Kraft, die man „tanken“ kann.
Manche sagen dann: „Jetzt erfülle ich mich mit dem Heiligen Geist“ oder „Ich spüre den Heiligen Geist“. Häufig ist das eine Vorstellung davon, dass man den Heiligen Geist besitzt und ihn aufnehmen kann. Mit dieser Kraft könne man dann etwas tun – zum Beispiel Wunder wirken oder besondere geistliche Erfahrungen machen.
Wir müssen aber sagen: So ist der Heilige Geist eigentlich nicht.
Die Persönlichkeit des Heiligen Geistes
Der Heilige Geist ist nicht in erster Linie irgendeine Energie, wie elektrische Energie oder eine kosmische Kraft, mit der man machen kann, was man will, oder die man nach Belieben einsetzen kann. In der Bibel ist der Heilige Geist nicht anonym. Es handelt sich nicht um etwas Unbestimmtes, das einfach passiert. Die Bibel macht ziemlich deutlich, dass der Heilige Geist eine Person ist.
Das erkennt man auch daran, wie beschrieben wird, was der Heilige Geist tut. Zum Beispiel heißt es, der Heilige Geist tröstet, korrigiert oder erinnert an die Worte Jesu. Daraus wird deutlich, dass es sich nicht einfach um eine allgemeine Energie handeln kann. Energie kann man zwar fühlen, etwa Wohlbefinden oder Unwohlsein, und sie kann auf verschiedene Weise genutzt werden – wie elektrische Energie, die entweder im Computer, im Bügeleisen oder im Kochtopf eingesetzt wird. Aber Energie ist keine Person.
In der Bibel wird klar gesagt, dass der Heilige Geist eine Person ist. Er handelt, hat einen Willen, kann weggehen und mehr. Das muss uns erst einmal bewusst werden, wenn wir über den Heiligen Geist sprechen oder uns intensiver mit ihm beschäftigen. Es gibt oft Missverständnisse, etwa die Vorstellung, man könne frei über den Heiligen Geist verfügen oder ihn als bloße Energie ansehen. Solche Vorstellungen müssen wir zurückstellen, damit wir richtig mit dem Heiligen Geist umgehen können.
Der Heilige Geist ist eine Person, so wie Gott der Schöpfer, der Vater Jesu Christi, eine Person ist, und ebenso Jesus Christus selbst. Deshalb sprechen Christen meist auch nicht einfach nur von Gott, sondern von der Dreieinigkeit: Gott ist Vater, Schöpfer, Jesus Christus und der Heilige Geist. Der Heilige Geist begegnet uns auf besondere Weise. Gerade heute, wenn wir als Christen auf der Erde leben, gehen wir davon aus, dass der Heilige Geist, sobald wir gläubig geworden sind, in uns wohnt.
Das Wirken des Heiligen Geistes im Gläubigen
Das heißt, er kommt in uns hinein, spricht zu uns, tröstet uns und begleitet uns. Das sind alles Eigenschaften, die eine Person kennzeichnen. Man kann also sagen, dass der Herr jedem persönlich einen Heiligen Geist zur Verfügung stellt – sozusagen als Person. Wenn man das Bild einer Person übernimmt, kann man sagen, dass diese Person in einem wohnen kann. Man könnte es so ausdrücken: „Ich mache dir mein Herz auf, ich lasse dich in mir wohnen.“
Genau so könnte man es sagen. Das Besondere daran ist, dass es derselbe Heilige Geist ist. Du hast also nicht einen anderen Heiligen Geist als ich oder jemand anderes, sondern es ist derselbe Heilige Geist. Das ist für uns Menschen schwer vorstellbar, aber Gott ist für uns sowieso schwer vorstellbar.
Wenn wir in der Bibel lesen, sagt Jesus: „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“ Nun gibt es ein paar Milliarden Christen auf der Erde. Gleichzeitig sind an vielen Orten Christen versammelt, und Jesus sagt bei denen bin ich, und bei denen bin ich, und bei denen bin ich. Da denkt man: Wie geht das? Du kannst doch nur an einer Stelle sein. Dann merkt man: Nein, Gott kann auch an mehreren Stellen gleichzeitig sein, überall.
Wenn Christen zu ihm beten, ist Jesus ja auch da – genauso verhält es sich mit dem Heiligen Geist. Der Heilige Geist kann gleichermaßen in dir sein, in mir sein und gleichzeitig in vielen anderen Menschen wohnen, ohne dass er sich aufsplittert oder dadurch irritiert wird. Er hat keine Probleme damit, weil er Gott ist.
Gott kann Dinge, die wir als Personen nicht können. Aber das bedeutet nicht, dass der Heilige Geist keine Person ist. Person bedeutet, er ist ansprechbar, hat einen Willen, trifft Entscheidungen und bewirkt etwas.
Die Bedeutung des Heiligen Geistes für den Glauben
Die Bibel beschreibt relativ deutlich, dass wir den Heiligen Geist zum Ersten überhaupt brauchen, um zu erkennen, dass es Gott gibt. Das allgemeine Wissen von Gott haben zwar alle Menschen, weil es von Gott angeboren ist. Aber um Gott näher erkennen zu können, brauchen wir den Heiligen Geist.
Der Heilige Geist deckt zum Beispiel Sünde auf. Er zeigt dir erst einmal, dass du ein Sünder bist. Außerdem gibt der Heilige Geist Zeugnis in unserem Geist darüber, wer Gott ist, wie Gott ist und wie wir ihn erkennen können. Wenn du dann deine Sünden bekennst und um Vergebung bittest, kommt der Heilige Geist in dich hinein. Er verändert dich innerlich und will dich neu machen – soweit du es zulässt. Er zwingt dich nicht dazu.
In der Bibel lesen wir auch, dass wir vom Heiligen Geist versiegelt sind. Das bedeutet, dass er bei uns bleibt, bis wir bei Gott in der Ewigkeit sind. Es ist also nicht nur so, dass wir immer wieder prüfen müssen, ob er heute da ist oder nicht. Wenn du bereit bist, mit Jesus zu leben, dann ist der Heilige Geist dauerhaft bei dir und bewirkt einiges in deinem Leben. Das gilt für jeden, der bereit ist, als Christ zu leben. Dann ist der Heilige Geist im eigenen Leben.
Leider können wir den Heiligen Geist nicht einfach feststellen. Ich fände es zum Beispiel praktisch, wenn es so etwas wie einen geistlichen Scanner gäbe. Damit könnte man einfach prüfen, ob der Heilige Geist da ist oder nicht. So könnten wir leicht feststellen, wer gläubig ist und wer nicht. Aber so etwas gibt es nicht, weil der Heilige Geist keine Materie ist.
Wir können auch nicht sagen, ob der Heilige Geist im Kopf oder im Herzen ist. Das wissen wir nicht genau. Der Heilige Geist ist ein Geist, genauso wie unsere Seele. Auch bei der Seele wissen wir nicht genau, ob sie in der Hand, im Ohr oder woanders ist. Die Seele ist zwar mit dem Körper verbunden, aber sie geht nicht im Körper auf. Ähnlich ist es beim Heiligen Geist.
Er wohnt in uns. Die Bibel würde wahrscheinlich sagen, dass er in unserem Herzen wohnt – also in der Willensinstanz, im Kern unserer Persönlichkeit. Dort wohnt der Heilige Geist. Und wenn wir es zulassen – und das ist eine ganz wichtige Sache – dann verändert der Heilige Geist immer mehr unser Denken und Reden. Das tut er nicht automatisch, sondern nur, wenn wir bereit sind.
Dann deckt er weiterhin Schuld auf, zeigt uns, was Gott in unserem Leben erreichen will, und hilft uns, umzudenken. Er verändert unser Denken, sodass wir nicht mehr so denken wie von Geburt an, sondern so, wie wir es jetzt tun können, nachdem wir Jesus kennengelernt haben.
Das Wirken des Heiligen Geistes im Alltag
Genau, damit hast du mir schon eine Frage halb beantwortet. Der Heilige Geist wohnt ja in uns Christen. Aber die Frage ist: Warum eigentlich? Was macht er denn genau? Wie ändert er unser Denken? Wie kann man sich das vorstellen? Was macht der Heilige Geist konkret, wenn er in uns wohnt? Wie wirkt er?
Hier gibt es auch unter Christen unterschiedliche Vorstellungen. Es gibt verschiedene Bibelstellen, die das Wirken des Heiligen Geistes beschreiben. Wir können später noch einige davon durchgehen.
Das, was die Menschen meistens besonders beeindruckt, sind spektakuläre Dinge. Solche spektakulären Ereignisse gab es zum Beispiel beim ersten Pfingstfest. Da konnten die Jünger plötzlich in Sprachen reden, die sie nie gelernt hatten. Das ist wirklich beeindruckend.
Oder wenn der Heilige Geist eine Eingebung gibt, zum Beispiel in Form von Prophetie. Oder wenn der Heilige Geist ein Wunder wirkt, sodass Menschen gesund werden. Solche spektakulären Dinge lassen uns denken: „Wow, das ist der Heilige Geist, das hat er bewirkt!“ Und solche Beispiele finden wir auch in der Bibel.
Aber wir dürfen nicht vergessen: Das ist nicht der Normalfall. Was im Alltag vom Heiligen Geist in jedem Christen geschieht, sind andere Dinge. Das wesentliche Ziel des Heiligen Geistes ist nicht, jeden Tag spektakuläre Wunder zu wirken. Vielmehr will er jeden Tag bei uns etwas bewirken.
Ein gutes Beispiel dafür steht im Galaterbrief Kapitel 5. Dort wird beschrieben, wie Menschen handeln, die Gott nicht kennen. Das sind die Werke des Fleisches. Zum Beispiel Vergnügungssucht und vieles mehr.
Danach wird die Frucht des Geistes beschrieben. „Frucht“ bedeutet hier das, was der Heilige Geist bewirken will. Wenn der Heilige Geist in dir ist, will er Früchte bringen, etwas verändern und bewirken.
Die Frucht des Heiligen Geistes ist nicht, dass du jeden Tag ein Wundertäter bist. Vielmehr will der Heilige Geist dich innerlich verändern. Er möchte, dass dein Charakter und deine Persönlichkeit immer mehr der von Jesus und Gott entsprechen.
Im Galaterbrief steht, dass die Frucht des Heiligen Geistes Freude, Friede, Liebe, Geduld, Langmut und Freundlichkeit ist. Das zeigt, was der Heilige Geist bei dir erreichen will. Er möchte, dass du vergebungsbereit bist, auch wenn du es aus eigener Kraft nicht kannst. Dass du Geduld mit anderen Menschen hast, auch wenn es dir schwerfällt.
In manchen Fällen greift der Heilige Geist auch übernatürlich mit spektakulären Dingen ein. Aber das ist eher die Ausnahme, so wie in der Zeit der Jünger.
Was der Heilige Geist aber bei jedem bewirken will, ist ein Umbau. Paulus nennt das „den alten Menschen ausziehen und Christus anziehen“. Das bedeutet, immer mehr Jesus ähnlich zu werden. Der Heilige Geist bewirkt das Stück für Stück.
Das geht nicht von heute auf morgen, sondern ist ein Prozess. Die Bibel nennt das unter anderem Heiligung. Das bedeutet, wir werden immer mehr wie Gott, weil Gott heilig ist.
Wenn der Heilige Geist in uns wirkt, werden wir immer mehr heilig. Wir denken immer mehr wie Gott, reden hoffentlich wie Gott und verhalten uns so, wie Gott es tut. Dieser Prozess dauert bis zum Ende unseres Lebens, bis wir bei Gott in der Ewigkeit sind.
Das ist das, was der Heilige Geist hauptsächlich tut: Er führt uns immer wieder vor Augen, was Gott will. Den Willen Gottes für unser Leben, für unser Handeln und Reden. Dabei will er uns helfen.
In der Endzeitrede Jesu, die wir im Lukasevangelium finden, steht: Wenn ihr am Ende der Zeiten verfolgt werdet, müsst ihr euch keine Gedanken machen, was ihr sagt. Denn der Heilige Geist wird euch eingeben, was ihr sagen könnt.
Das geht also auch ins Konkrete hinein. Der Heilige Geist gibt uns in solchen Momenten die richtigen Worte. Meistens merken wir gar nicht, dass der Heilige Geist das tut. Unsere Gedanken sind dann so stark von Gottes Gedanken geprägt, dass wir plötzlich genau das sagen, was Gott will.
Dann merken wir, dass wir Dinge ausdrücken, die wir uns alleine nie hätten überlegen können. Wir haben auch nicht lange dafür trainiert, aber jetzt ist es dran. Gott gibt uns die Kraft dafür.
Christen der Vergangenheit, die unter Verfolgung litten, haben so etwas erlebt. Sie wurden verhört und haben durch den Heiligen Geist Kraft bekommen, die sie aus eigener Kraft nie gehabt hätten. So konnten sie in Liebe und Freundlichkeit antworten.
Ein Beispiel sind Menschen wie Corrie ten Boom. Sie war während des Zweiten Weltkriegs im Konzentrationslager der Nazis. Ihre Schwester wurde dort getötet. Nach dem Krieg traf sie in einem Vortrag einen der Männer, die sie gefoltert hatten. Durch die Kraft des Heiligen Geistes konnte sie diesem Menschen Vergebung anbieten.
Das ist, was der Heilige Geist tun kann. Normalerweise wären da Wut, Hass und Ärger. Aber der Heilige Geist verändert das Wesen.
Die Führung und Beeinflussung durch den Heiligen Geist
Und dass diese zentrale Sache, die dauerhaft läuft, so lange offen bleibt.
Dazu hätte ich direkt eine Frage: Nimmt der Heilige Geist eher eine führende Position ein oder beeinflusst er uns wirklich in unserem Denken? Ich würde ziemlich sicher sagen, dass er uns auch beeinflusst. Allerdings merken wir das nicht immer deutlich. Es ist nicht unbedingt so, dass der Heilige Geist immer wieder wie eine Art Stimme im Hintergrund zu hören ist.
Es könnte ja sein, dass wir sozusagen einen Stöpsel im Ohr haben und plötzlich eine Stimme sagt: „Mach das nicht.“ Das wäre ja möglich. Manchmal haben wir ja den Eindruck, dass so etwas beim Gewissen geschieht. Der Heilige Geist kann auch unser Gewissen benutzen.
Das heißt, wenn wir überlegen, zu sündigen oder etwas Falsches zu tun, dann kann der Heilige Geist uns beeinflussen. Und das steht ja auch in der Bibel: Der Heilige Geist soll uns an die Worte Jesu erinnern.
Das bedeutet, ich habe irgendwann mal etwas in der Bibel gelesen oder in einer Predigt gehört. Jetzt bin ich in einer schwierigen Situation und weiß nicht, wie ich mich entscheiden soll. Dann kann es sein, dass mir plötzlich ein Bibelvers oder eine Aussage des Predigers einfällt. Das hat dann der Heilige Geist bewirkt.
Den Heiligen Geist können wir aber nicht immer so eindeutig identifizieren. Je mehr wir mit Jesus leben, desto mehr merken wir im Nachhinein, dass etwas nicht von uns selbst kommt. Wir hätten das gar nicht wissen können. Das muss dann der Heilige Geist eingegeben haben.
Es ist also nicht immer spektakulär. Aber wir müssen aufpassen: Es gibt Leute, die treten gerne auf und wollen sich den Heiligen Geist als Autoritätsgeber heranziehen. Zum Beispiel sagen sie: „Gib mir deinen Computer, der Heilige Geist hat mir gesagt, dein Computer gehört mir.“
Wenn so jemand kommt, sollte man skeptisch sein. In den meisten Fällen stimmt das nämlich nicht. Manche Leute hören auch Stimmen. Das ist aber nicht immer die Stimme vom Heiligen Geist. Meistens hat das mit psychischen Erkrankungen zu tun oder mit Okkultismus.
Es gibt psychische Erkrankungen wie multiple Persönlichkeitsstörung, oder es kann mit Okkultismus zusammenhängen, sodass ein Dämon zu ihnen spricht. Gott kann natürlich auch durch eine Stimme zu Menschen reden. Wir haben das bei Samuel gesehen, als Gott ihn rief, oder bei den Propheten des Alten Testaments, die direkt gesprochen haben.
Das kann der Heilige Geist natürlich auch, aber das ist nicht der Normalfall. Der Normalfall, auch im Neuen Testament, ist eher, dass der Heilige Geist dich erinnert. Er spricht durch die Worte der Bibel und manchmal durch die Worte anderer Christen.
Je mehr du mit Jesus lebst und je näher du ihm bist, desto mehr wird er auch deine Gedanken verändern. Dann merkst du, dass das, was du denkst, vom Heiligen Geist geführt wird – so würde ich das sagen.
Aber wir müssen immer sehen, dass wir in der Nähe Jesu leben. Wenn wir unser Leben allgemein führen wie jeder andere auch, dürfen wir nicht erwarten, dass unsere Gedanken oder Worte vom Heiligen Geist geführt werden.
Die unterstützende Rolle des Heiligen Geistes im Gebet
Der Heilige Geist hat in unserem Glaubensleben, so wie ich es bisher verstehe, eine sehr unterstützende Rolle.
Ein Beispiel dafür findet sich im Gebet. Paulus schreibt in Römer 8,26: "Ebenso nimmt auch der Geist sich unserer Schwachheit an, denn wir wissen nicht, was wir bitten sollen, wie es sich gebührt. Aber der Geist selbst verwendet sich für uns in unaussprechlichem Seufzen."
Das bedeutet, der Geist hilft uns im Gebet. Er unterstützt uns in unserem Glaubensleben und führt uns zum Gebet hin. Gleichzeitig ist der Heilige Geist auch Gott.
Anbetung und Gebet zum Heiligen Geist
Wie ist das nun mit der Anbetung des Heiligen Geistes, da er ja Gott ist? In dem, was du gerade gelesen hast, ist es so, dass er uns die richtigen Worte eingibt. Wenn ich es richtig verstehe, ist er aber auch ein Fürsprecher vor Gott. Das heißt, er vermittelt unsere Gebete zu Gott, sodass sie dort gut ankommen, so wie wir es uns vorstellen.
Du möchtest jetzt wissen, wie das genau mit dem Heiligen Geist ist: Sollen wir ihn anbeten oder zu ihm beten? Prinzipiell können wir das nicht direkt verbieten, denn es gibt keine eindeutige Bibelstelle, die sagt, dass wir das nicht tun sollen. Es gibt zwar klare Bibelstellen, die Abgötterei und die Anbetung anderer Götter verbieten. Aber wenn wir davon ausgehen, dass Vater, Sohn und Heiliger Geist eins sind und zusammengehören, dann hört ja auch der Vater mit, wenn wir zum Heiligen Geist sprechen, und auch der Sohn. Rein theoretisch wäre das also möglich.
Allerdings finden wir, soweit mir bekannt ist, im Neuen Testament keine einzige Stelle, in der sich jemand im Gebet direkt an den Heiligen Geist wendet. Das heißt, wir finden Gebete, die meistens an Gott den Vater gerichtet sind. Es gibt auch einige Gebete, die an Jesus gerichtet sind, in denen wir ihn bitten, zu helfen oder einzugreifen. Aber an den Heiligen Geist wüsste ich keine Stelle.
Manche Christen sagen deshalb, wenn das im Neuen Testament nicht erwähnt wird, dann lassen wir besser die Finger davon. Das verstehe ich durchaus und würde das auch unterstützen. Deshalb bete ich nicht zum Heiligen Geist. Gleichzeitig frage ich mich: Warum sollte ich das tun? Wenn ich zu Jesus bete, hört der Heilige Geist ja auch zu. Und wenn ich zum Vater im Himmel bete, hört der Heilige Geist ebenfalls zu. Warum sollte ich ihn also direkt ansprechen?
Manchmal habe ich den Eindruck, dass hinter der direkten Anbetung des Heiligen Geistes ein falsches Gottesbild steht. Dieses Bild sieht den Heiligen Geist als eine Kraft oder Energie, die mir Emotionen und Erfahrungen gibt, und die ich nach Belieben nutzen kann. Das wäre dann ein vollkommen falsches Gottesbild – eher ein esoterischer Heilige Geist, nicht der biblische.
Das ist problematisch. Deshalb sollte man in solchen Fällen eher die Finger davon lassen. Wenn ich den Heiligen Geist als Person sehe, genauso wie Jesus eine Person ist, fällt es den meisten schwer, sich ihn vorzustellen. Jesus können wir uns als Menschen vorstellen, weil er auf der Erde gelebt hat. Gott sehen wir oft als den Herrscher im Himmel, manchmal dargestellt durch eine Wolkensäule oder Feuersäule.
Der Heilige Geist dagegen ist weniger greifbar. Man könnte an eine Taube denken, denn bei der Taufe Jesu kam der Heilige Geist in Gestalt einer Taube auf ihn herab. Oder an die Feuerflammen auf den Köpfen bei Pfingsten. Aber das ist für die meisten nicht so direkt vorstellbar.
Wenn man nun zum Heiligen Geist betet und nicht mehr zum Vater oder zum Sohn, halte ich das für problematisch. Ich würde dann fragen: Warum eigentlich? Warum nicht Gott den Vater oder Jesus? Diese beiden werden doch im Neuen Testament immer wieder als Ansprechpartner für unsere Gebete genannt.
Ganz strikt verbieten würde ich das Beten zum Heiligen Geist allerdings nicht, weil mir dafür ein ganz deutlicher Bibelvers fehlt. Dagegen spricht, dass der Heilige Geist eine Person ist und Teil Gottes – also Gott selbst. Von daher würde ich es nicht prinzipiell ganz ausschließen, solange die Vorstellung nicht falsch ist und die Leute nicht komplett aufhören, zu Jesus oder zum Vater zu beten.
Wie gesagt, ich selbst mache es nicht, weil ich im Neuen Testament kein Vorbild dafür finde.
Weitere Bibelstellen zum Wirken des Heiligen Geistes
Es gibt ja noch andere Stellen, die euch bestimmt einfallen, wo beschrieben wird, was der Heilige Geist tut. Mir fällt zum Beispiel spontan eine Bibelstelle ein, in der steht, dass der Heilige Geist Zeugnis gibt unserem Geist, dass wir Kinder Gottes sind. Das heißt, er gibt mir die Gewissheit, dass ich zu Gott gehöre.
Dazu habe ich direkt eine Frage: Der Heilige Geist sagt sozusagen, wie du eben gesagt hast, dass wir zu Gott gehören, oder? Da kam auch die Frage auf, ob man den Heiligen Geist verlieren kann oder ob man ihn wieder aus seinem Leben entfernen kann.
Das ist gar nicht so einfach zu beantworten. Ich glaube aber, dass wir mit Sicherheit sagen können – und das steht auch in der Bibel –, dass wir den Heiligen Geist dämpfen können. Das ist ähnlich wie ich vorhin gesagt habe: Wenn wir gläubig geworden sind und der Heilige Geist in unser Leben gekommen ist, dann ist das kein Selbstläufer.
Das merkt jeder, der als Christ lebt: Du kannst als Christ ziemlich weltlich leben. Du kannst den Kontakt zu Gott meiden, du liest nicht mehr in der Bibel, du betest wenig, und dann wirst du merken, dass dein geistliches Leben immer lascher und flacher wird. Das ist das, was die Bibel nennt: den Heiligen Geist dämpfen.
Der Heilige Geist zwingt sich nicht auf. Wenn du den Kontakt zu Gott vernachlässigst, zieht sich auch der Heilige Geist zurück. Wie weit dieses Zurückziehen geht, können wir nicht genau sagen. Christen vertreten da unterschiedliche Ansichten. Manche sagen, es kann so weit gehen, dass der Glaube vollkommen weg ist, weil du dich so weit von Gott entfernt hast und ihn zurückgestoßen hast, dass er sich ganz zurückzieht.
Andere sagen, dass immer ein Rest bleibt und der Heilige Geist dich immer wieder zurückruft. Aber ich glaube, kein Christ sollte damit spielen. Das ist keine gute Idee. Egal, ob der Heilige Geist sich nur zurückzieht oder ganz weg ist – in jedem Fall ist das etwas Schlechtes, und wir sollten es vermeiden.
Wenn man wirklich ernsthaft Christ ist, sollte es nicht nur darum gehen, in den Himmel zu kommen und der Rest sei egal. Es sollte nicht nur darum gehen, wie alle anderen zu sein. Sondern man sollte erkennen, dass das Leben ohne Gott eigentlich sinnlos ist, auch wenn es sich manchmal schön anfühlt.
Das Leben ohne Gott schadet mir und anderen Menschen. Deshalb sollten wir uns danach sehnen, dass Gott uns durch den Heiligen Geist verändert. Wir sollen die Charaktereigenschaften haben, die Gott kennzeichnen. Wir sollen nicht mehr nur eigensüchtig, egoistisch, hasserfüllt, zornig, neidisch oder eifersüchtig sein, sondern andere Menschen sollen merken, dass Jesus in uns wohnt.
Er hat unser Wesen verändert, unsere Sprache, unser Denken. Wir sollen bereit sein für den Heiligen Geist, uns öffnen und das auch wollen. Es kann sein, dass sich der Heilige Geist zurückzieht und dann nicht mehr so deutlich in unserem Leben spürbar ist.
Manche Christen sagen, sie spüren Gott gar nicht mehr. Das kann ein Fehler sein, weil das Spüren nicht unbedingt das Entscheidende ist. Aber manchmal kann es wirklich sein, dass Gott sich ein Stück weit zurückgezogen hat, weil der Christ nicht mehr mit Gott leben will oder nicht mehr mit Gott lebt, sondern ein anderes Leben führt.
Vor so einem weltlichen Leben nach der Bekehrung wird in der Bibel stark gewarnt. Das sollte man auf keinen Fall tun, denn Gott hasst so etwas. Ein Rückzug des Heiligen Geistes in gewissem Rahmen kann also vorkommen.
Das ist sozusagen eine Reaktion auf unsere Aktion. Der Heilige Geist geht nicht einfach von sich aus weg. Wenn du ehrlich Jesus nachfolgen willst, darum bittest und offen bist, dass er dich weiterführt und dich an das erinnert, was Jesus gesagt hat, brauchst du keine Bedenken zu haben.
Wenn du dich aber entfernst, lesen wir auch von Gott: "Naht euch zu mir, so nähere ich mich zu euch." Das bedeutet, es ist ein gegenseitiges Verhältnis. Wenn ich bereit bin, mich Gott zu öffnen, dann ist er auch bereit, mir zu begegnen.
Jesus sagt auch: "Wer mich ernsthaft sucht, wird mich finden." Wer gar nicht sucht oder Jesus ablehnt, wie manche Pharisäer, kann nicht erwarten, Jesus zu finden oder Zugang zu ihm zu bekommen.
Wenn ich als Christ bereit bin, dass der Heilige Geist mich verändert, mein Denken und meine Werte, dann wird er das tun. Ich werde immer mehr vom Heiligen Geist verändert. Das ist das eigentliche Wunder, das der Heilige Geist bewirkt.
Nicht irgendwelche spektakulären Zeichen, die manche Leute gerne haben wollen. Am Ende sind diese Zeichen meistens nur eine Art Konsumwunsch: "Ich will etwas Krasses erleben" oder "Ich will, dass andere sehen, wie ich Wunder tue."
Das eigentliche Wunder ist die Veränderung des menschlichen Herzens, das ohne Gott ist, und die Veränderung des Sinnes. Das brauchen wir jede Minute, immer, besonders im Umgang mit Menschen. Darüber wird in der Bibel am meisten gesprochen, wenn der Heilige Geist genannt wird.
Gott ist durch den Heiligen Geist in uns gegenwärtig. Jesus sagt auch: "Wenn er weggeht, sende ich euch den Tröster." Das ist eine interessante Formulierung, denn der Heilige Geist gibt uns die richtigen Worte, wenn wir angegriffen werden.
Der Heilige Geist tröstet uns, wenn wir uns in der Welt allein, einsam oder traurig fühlen. Jesus hat uns den Heiligen Geist geschickt, damit er uns diesen Trost gibt und wir merken, dass Jesus da ist und wir nicht alleine sind.
Die Siegelung durch den Heiligen Geist
Ich habe da noch etwas, das geht noch weiter. Das ist auch eine Funktion, die der Heilige Geist in unserem Leben hat, wenn wir offen dafür sind.
Ich habe noch eine Stelle, die eine interessante Aufgabe des Heiligen Geistes beschreibt. Sie passt auch ein bisschen zu der Frage, ob der Heilige Geist von uns weichen kann oder nicht. Ich lese mal kurz vor aus Epheser 1,13-14. Dort steht nach der Elberfelder Übersetzung:
„Indem auch ihr, nachdem ihr das Wort der Wahrheit, das Evangelium eures Heils, gehört habt und geglaubt habt, versiegelt worden seid mit dem Heiligen Geist der Verheißung, der das Unterpfand unseres Erbes ist zur Erlösung des erworbenen Besitzes, zum Preise seiner Herrlichkeit.“
Ihr seid also mit dem Heiligen Geist versiegelt worden, der das Unterpfand unseres Erbes ist.
Was bedeutet diese Stelle genau in diesem Kontext? Ich glaube, man kann sie auf mehreren Ebenen verstehen. Eine Ebene geht in eine ähnliche Richtung wie das, was ich vorhin zitiert habe: Der Heilige Geist gibt Zeugnis unserem Geist, dass wir Kinder Gottes sind. Das heißt, er wohnt jetzt in uns und sagt uns deutlich: Du bist errettet, du gehörst zu Gott, wenn wir wirklich in der Nähe Gottes leben wollen.
Das Siegel war in der Vergangenheit ein Zeichen von Eigentum. Normalerweise hatte man zum Beispiel einen Brief mit einem Siegel. Das bedeutete: Der Brief kommt von mir, er ist mein Eigentum. Insofern könnten wir auch sagen: Jetzt sagt Gott durch den Heiligen Geist ein Eigentumsverhältnis aus. Du gehörst zu mir, du bist mein Eigentum.
Das könnte natürlich theoretisch auch wieder aufgehoben werden. Aber in diesem Moment gilt: Du bist mein Eigentum, du gehörst zu mir. Das kann uns eine gewisse Sicherheit geben. Wir merken, es hängt nicht nur an mir – also nicht nur daran, dass ich besonders fromm bin oder so. Dann wären wir immer unsicher: Klappt das jetzt oder nicht?
Wir wissen, der Heilige Geist ist da, solange wir ihn nicht verscheuchen, dämpfen oder sonst irgendwie behindern. Das ist ein Zeichen: Ich gehöre zu Gott. Manche Leute würden vielleicht sagen: Ich will gar nicht so zu Gott gehören, ich will selbständig sein. Aber nach biblischem Muster gibt es Selbständigkeit an sich gar nicht. Entweder gehörst du zu dieser Welt, bist ein Diener deines Fleisches – also deiner Lust und deines Egoismus – oder du bist ein Sklave der Sünde oder des Teufels. Oder du gehörst eben zu Gott.
Hier wäre der Heilige Geist, wenn er in mir ist und das auch deutlich ausdrückt, ein klarer Garant dafür: Ich gehöre zu Jesus, ich gehöre dazu. Das macht er mir klar und das kann dem Christen eine innere Ruhe geben. Man merkt: Auch wenn Anfechtungen oder Schwierigkeiten im Leben da sind, der Heilige Geist macht mir deutlich, ich gehöre zu ihm.
Das kann eine tiefe innere Ruhe schenken und helfen, mit schwierigen Situationen besser umzugehen. Das heißt aber nicht, dass, wenn jemand mutwillig in Sünde lebt, dadurch alles glattgebügelt wird. Wir reden hier von Christen, die mit Jesus leben.
So verstehe ich diese Funktion: Das Siegel drückt das Eigentumsverhältnis aus, aber auch ein Echtheitsverhältnis. Bei Siegeln wurde häufig die Echtheit betont, also dass etwas glaubwürdig ist. Und ja, Gott ist gegenwärtig bei uns.
Ich habe auch noch einen Bibelvers: Lukas 12,12. Oder hatten wir den schon? Ich kann mal kurz nachschlagen, was dort steht. Doch, wir hatten ihn tatsächlich schon:
„Denn der Heilige Geist wird euch in derselben Stunde lehren, was ihr sagen sollt.“
Dort werden mehrere Aussagen gemacht. Das ist auch ein bisschen die Führung, die der Heilige Geist bei uns übernimmt.
Damit kommen wir wieder zum Anfang zurück: Wenn dort steht, der Heilige Geist lehrt euch, dann ist klar, dass der Heilige Geist nicht nur eine Energie oder anonyme Kraft ist. Lehren ist eine Eigenschaft einer Person.
Was wir darin sehen, ist auch das, was Jesus verspricht und immer wieder betont, wenn er vom Heiligen Geist spricht. Es geht nicht in erster Linie um spektakuläre Zeichen. Solche Zeichen können zwar auftauchen, wenn Gott das will, aber sie müssen nicht in jedem Fall erscheinen. Das ist dann Gottes Sache.
Was der Heilige Geist in jedem Fall tun will, ist dieses Versiegeln, das Vergeben der Sünden, das Aufdecken der Sünden, das Erinnern an die Worte Jesu, das Lehren, was wir sagen sollen, das Geben von innerem Trost und innerer Ruhe. Das sind ganz wichtige Dinge.
Wenn wir diese erfahren, merken wir plötzlich: Da ist Gott präsent in unserem Leben. Genau das will er durch den Heiligen Geist erreichen.
Der Heilige Geist wird uns, so wird uns versprochen, wenn wir Christen sind, durch unser ganzes Leben hindurch begleiten. Er bewirkt nach und nach eine Veränderung in uns. Ich hatte ja auf die Frucht des Geistes hingewiesen, die in uns wächst.
Das bedeutet, dass sich unser Denken verändert, unser Reden sich verändert und andere Menschen dadurch merken, dass Gott durch uns wirkt. Und das geschieht, ohne dass wir auftreten und sagen: „Ich bin jetzt der Prophet und Gott redet durch mich.“
So etwas sollte man nur tun, wenn man sich hundertprozentig sicher ist, dass man wirklich eine Stimme von Gott gehört hat. Man sollte sich nicht einbilden, dass jedes Bauchgefühl oder jede Emotion gleich die Stimme Gottes oder das Reden des Heiligen Geistes ist. Da kann man leicht in Irrtümer geraten.
Deshalb wird uns auch gesagt, dass die Gaben des Heiligen Geistes, wie im Römerbrief beschrieben, das ewige Leben sind oder die Vergebung der Sünden. Im ersten Korintherbrief Kapitel dreizehn wird beschrieben, was der Heilige Geist vor allem bei uns bewirken will: Liebe, Hoffnung und Glaube. Das sind die höchsten und intensivsten Dinge.
Diese Eigenschaften betreffen sowohl unsere Beziehung zu Gott als auch zu anderen Menschen. Sie bewirken eine Veränderung unserer Persönlichkeit.
Die Gaben des Heiligen Geistes
Genau, also zu den Gaben des Heiligen Geistes hatte ich noch eine Frage. Wenn wir den Heiligen Geist in uns haben, wohnt er in uns und übernimmt bestimmte Aufgaben. Er findet uns, führt uns, leitet uns im Gebet und gibt uns die richtigen Worte.
In der Bibel steht auch etwas von den Gaben des Heiligen Geistes, beziehungsweise von Geistesgaben oder, im Fachbegriff, Charismata. Wie funktioniert das? Oder funktioniert das heute überhaupt noch so wie früher?
Besonders intensiv werden diese Begriffe im Neuen Testament verwendet, vor allem in 1. Korinther 12, 13 und 14. Dort konzentriert sich Paulus, geleitet vom Heiligen Geist, auf dieses Thema. Dabei merken wir auch, dass der Heilige Geist die Worte Gottes inspiriert hat. Es heißt nämlich, dass keine Offenbarung von Gott durch menschliche Worte entstanden ist, sondern durch den Heiligen Geist eingegeben wurde.
In diesen Stellen wird uns deutlich gesagt, dass jeder Christ, sobald er gläubig geworden ist, eine Gabe vom Heiligen Geist erhalten hat. Das Problem besteht manchmal darin, dass Menschen gerne selbst auswählen möchten, welche Gabe ihnen der Heilige Geist geben soll. Deshalb steht in 1. Korinther 12 klar: Der Heilige Geist verteilt die Gaben, wie er will, nicht wie du willst.
Manchmal bekommst du also eine Gabe, die du gar nicht haben möchtest. Vielleicht findest du sie langweilig und möchtest lieber etwas Spannendes. Wenn wir das Neue Testament ganz anschauen, gibt es verschiedene Gaben, die aufgezählt werden. Ich habe sie durchgezählt und komme auf etwa dreißig.
Viele Menschen konzentrieren sich jedoch nur auf die besonders spektakulären Gaben. Gerade in 1. Korinther 13 wird gesagt: Wenn ich so prophezeien könnte wie alle Propheten zusammen oder sogar noch besser, und hätte nicht die Liebe, dann wäre das alles nichts wert. Dann wäre ich wie ein klingelndes Erz oder eine tönende Schelle.
Selbst wenn ich meinen ganzen Leib hingeben und alles opfern würde, wäre es nichts wert ohne die Liebe des Heiligen Geistes. Hier wird deutlich gemacht, dass es auch bei den Gaben des Heiligen Geistes eine Rangfolge gibt. Viele der spektakulären Gaben sind eigentlich auf einer relativ niedrigen Ebene angesiedelt.
Die wirklich hohen Gaben erwähnt Paulus daher auch: Glaube, Hoffnung und Liebe. Oder das, was wir als Frucht des Heiligen Geistes in Galater 5 finden. Das ist das, was am meisten erstrebenswert ist.
Jeder von uns hat die Gaben des Heiligen Geistes bekommen. Es gilt, diese zu erkennen und in der Gemeinde einzusetzen. Dabei sollte man jedoch vorsichtig sein und nicht versuchen, irgendwelche Gaben zu erzwingen, die man gar nicht hat.
Wenn jemand zum Beispiel nicht in einer fremden Sprache reden kann, die er nicht gelernt hat, dann ist das auch nicht die Begabung, die der Heilige Geist gegeben hat. Es gibt Seminare, in denen man das angeblich lernen soll, und wo das dann erzwungen wird. Dann merkt man: Das hat mit der Begabung des Heiligen Geistes nichts mehr zu tun, das ist menschlich produziert.
Wenn Gott das spontan machen will, wie zu Pfingsten, dann tut er das. Wenn nicht, dann eben nicht. Darauf sollte man verzichten. Aber jeder von uns hat eine Gabe vom Heiligen Geist.
In der Bibel steht, der eine hat die Gabe des Dienstes, der andere die Gabe der Geisterunterscheidung. Derjenige kann schnell erkennen, ob etwas eine Irrlehre ist. Ein anderer hat die Gabe der Lehre oder des Ermahnens und so weiter. Es gibt eine ganze Reihe von Begabungen, und es ist gut, wenn wir sie einsetzen.
Wenn wir als Christen leben, merken wir, dass wir ganz normal leben müssen. Wir brauchen keine besonderen Übungen oder Seminare. Wir müssen einfach als Christen leben. Dann erkennen wir, wo Gott uns Fähigkeiten und Begabungen gegeben hat.
Diese können wir in der Gemeinde einsetzen. Einfach mitarbeiten, egal wo – in der Kinderarbeit, Jugendarbeit, Evangelisation oder in der Küche. So merken wir, wo diese Begabungen liegen, was sie bewirken und wie sie zum Wohl der Gemeinde beitragen.
Du kannst damit wirklich etwas bewegen. Und das kommt nicht nur von dir, sondern Gott hat dir diese Fähigkeiten gegeben.
Leben im Heiligen Geist
Wir haben jetzt viel über die Funktion des Heiligen Geistes gesprochen. Dabei stellt sich mir persönlich die Frage: Wie wandle ich denn direkt im Heiligen Geist? Wie praktiziert man das konkret? Du hast ja auch eben über die Gaben des Heiligen Geistes gesprochen. Bedeutet das, dass man einfach die Gaben ausführt, oder wie wandelt man direkt darin?
Ich glaube, das sind mehrere verschiedene Ebenen, die wir schon immer wieder im Gespräch angeschnitten haben, aber noch nicht zusammengefasst. Wandeln ist ja einfach ein alter Begriff für Leben. Können wir also sagen, dass Leben im Heiligen Geist genau das bedeutet?
Zuerst einmal braucht man, glaube ich, eine Bekehrung. Denn sonst ist der Heilige Geist ja nicht in deinem Leben gegenwärtig. Zweitens braucht es die Bereitschaft, nach dem Willen Gottes leben zu wollen. Man muss offen sein für das, was der Heilige Geist bewirken möchte.
Wir hatten vorhin kurz besprochen, dass manche den Heiligen Geist dämpfen. Das heißt, sie ziehen einfach ihre eigenen Pläne durch und kümmern sich nicht darum, was die Bibel sagt oder was Gott dazu meint. Dann leben sie nicht im Heiligen Geist, sondern in ihrer eigenen Vorstellungswelt und verfolgen ihre eigenen Ziele.
Das bedeutet, ich müsste bereit sein, Gott darum zu bitten: „Verändere du mein Denken, zeig mir, was in meinem Leben jetzt dran ist.“ Das wäre es, was die Bibel meint, wenn sie sagt, ich lebe im Heiligen Geist. Denn der Heilige Geist ist in mir, er arbeitet an mir, und ich bin offen dafür, das zu tun.
Wenn ich also ein geistliches Leben führen will, wie Gott es sagt, gehört dazu zuerst, dass ich in der Bibel lese. Ich schaue, was Gott allgemein zu meinem Leben sagt, was er richtig oder falsch findet, wie er ist und was er mit mir vorhat.
Dann kann der Heilige Geist das Wort Gottes benutzen. Er kann mir die Bedeutung erschließen, damit ich es richtig verstehe und auf mein Leben anwenden kann. Er kann mich auch im Alltag daran erinnern, wenn eine Situation kommt, in der ich das Gelernte umsetzen soll.
Dazu gehört, dass ich mich mit der Bibel auseinandersetze und Gott bitte, dass er mir durch den Heiligen Geist sein Wort öffnet und ich es richtig verstehen kann. Außerdem bete ich und bitte Gott, mich im Alltag zu begleiten.
Ich bespreche mit Gott, was an dem Tag ansteht, wo Herausforderungen sind und wo ich Weisheit brauche, um das Richtige zu tun und zu sagen. Auch das ist Leben im Heiligen Geist. Denn wenn ich Gott darum bitte, öffne ich mich dem Wirken des Heiligen Geistes, der in mir wirkt und etwas verändert.
Je mehr ich mich dagegen wehre, desto mehr verhindere ich das und lebe nicht im Heiligen Geist.
Leben im Heiligen Geist bedeutet also, in dem zu leben, was Gott uns gesagt hat. Wie Christian es beschrieben hat: Dazu gehört auch, die Geschwister in der Gemeinde zu lieben, wie es im ersten Johannesbrief steht. Das heißt, die anderen Menschen in der Gemeinde.
Wenn jemand sagt, er lebt im Heiligen Geist, aber nur theologisiert und sich nicht konkret für Menschen einsetzt oder Zeit für sie nimmt, dann lebt er definitiv nicht im Heiligen Geist.
Es sind viele Einzelentscheidungen im Alltag und eine grundsätzliche Entscheidung für meine Lebensführung. Will ich mich dem Wirken Gottes aussetzen, dem Wirken des Heiligen Geistes? Dieser verändert mein Wesen, nimmt mir meinen Egoismus und verändert meine Perspektive.
Wenn ich bereit bin, dann lebe ich im Heiligen Geist. Er wird Stück für Stück mein Leben verändern. Ich werde auch Dinge mit Gott erleben durch den Heiligen Geist. Wie die genau aussehen, weiß ich vorher nicht.
Denn im 1. Korinther 12 bestimmt der Heilige Geist, welche Gaben er gibt und was er bewirkt – nicht ich. Wenn ich das bestimmen will, merke ich, dass ich nicht im Heiligen Geist lebe. Das ist fleischlich, weil ich den Heiligen Geist zwingen will, das zu tun, was ich will.
Es gibt Leute, die sagen: „Ich wäre gerne Wundertäter oder Apostel.“ Deshalb gibt es viele, die sich Apostel nennen. Aber eigentlich wollen sie den Heiligen Geist zwingen. Das ist nicht Leben im Heiligen Geist.
Leben im Heiligen Geist heißt vielmehr: „Dein Wille geschehe und nicht meiner“, wie im Vaterunser. „Du sollst verherrlicht werden und nicht ich.“ Das ist Leben im Heiligen Geist.
Das ist immer eine Herausforderung. Man muss bereit sein, sich darauf einzulassen. Dann wird man es mehr oder weniger intensiv im Alltag erleben, dass Gott eingreift und führt.
Umgang mit Visionen und Eindrücken
Dann hätte ich noch eine Frage ganz allgemein bezüglich der Wirkung des Heiligen Geistes. Es gibt ja auch vieles mit Visionen oder Eindrücken, so etwas wie: „Ich sehe jetzt gerade, dass du wirklich eine Begabung hier und da hast, und deswegen solltest du XY machen.“ Ist das so biblisch? Oder wie sollte man damit umgehen? Sollte man Visionen, wenn man sie bekommt, irgendwie forcieren? Geht das überhaupt? Wie läuft das?
Tja, dann sag doch mal gerade von deinen Visionen.
Ja, also ich hatte gestern Nacht einen Traum, aber der hatte nicht so wirklich viel Inhalt. Da waren Pinguine und Diambrezeln geklaut, aber ich weiß nicht, ob der Heilige Geist mir damit etwas sagen wollte.
Spekulieren wir nicht zu viel herum. Aber dann weißt du schon genau, wo das Problem liegt. Also nicht alles, wovon wir träumen, und nicht alles, was wir planen, ist gleich vom Heiligen Geist oder von Gott.
Eigentlich finde ich das Thema Vision toll. Visionen werden heute ja auch in unterschiedlicher Hinsicht gebraucht. Manche Leute meinen mit Vision einfach das Ziel in ihrem Leben. Das heißt: Ich habe die Vision, eine Firma aufzubauen, oder ich habe die Vision, Menschen zu Jesus zu führen – wenn es jetzt frommer ist.
Und das würde ich sagen, ist total in Ordnung. Klar, das ist super. Dann hast du jetzt das Ziel, du willst Menschen zu Jesus führen, das ist ja auch total biblisch. Dann mach das!
Vision heißt hier vielmehr: Ich habe das Ziel, das ich mir setze, ich habe die Absicht, das zu erreichen. Und da würde ich sagen, das ist in Ordnung, das dürfen wir haben.
Nur das meint jetzt nicht Vision im engeren Sinne, wie das so in der Bibel der Fall ist. Dort ist Vision eher so etwas wie bei Hesekiel. Plötzlich ist er in einer Vision drin, sieht eine ganz andere Welt, sieht den himmlischen Tempel und all so etwas. Oder Johannes in der Offenbarung. Der hat eine Vision, in der ein Engel erscheint und die Gerichte Gottes kommen.
Solche Visionen kann der Heilige Geist natürlich bewirken, hat er ja in der Bibel getan. Aber das tut er höchst selten. Auch in biblischen Zeiten hat er das höchst selten getan.
Weil es so selten passiert und viele Leute sich danach sehnen und das gerne erleben wollen, helfen sie manchmal ein bisschen nach. Sie fangen dann an, ihre eigenen Visionen oder Träume – auch die Träume, die nachts kommen – als Träume Gottes zu verstehen.
Das kann zu vielen Irrtümern führen. Manche Dinge, die wir uns einbilden oder wünschen, die sind gar nicht von Gott. Sie kommen irgendwoher, sind aus unserer Vergangenheit geprägt, in unserer Persönlichkeit verankert oder sonst etwas.
Das müssen wir, glaube ich, deutlich voneinander unterscheiden.
Deshalb hoffe ich, dass jedem von uns der Heilige Geist auch diese Vision schenkt – wenn es in diesem Sinne gilt: Ich will Jesus nachfolgen, ich will ein sinnvolles Leben führen. Also Dinge, die die Bibel nennt. Dann sagen wir so: Das ist meine Zielvorstellung, auf die ich hinstrebe, als Richtung, als Vision.
Und ob jetzt jemand eine Vision bekommt, wie zum Beispiel, dass einem Muslim im Iran Jesus im Traum erscheint – da gehe ich erst mal davon aus, dass das nicht ganz so wahrscheinlich ist.
Wenn das passiert, gehe ich eher davon aus: Total im Einklang mit der Bibel – und wenn Jesus dann noch sagt, was auch in der Bibel steht, ist das bestens. Warum sollte das nicht von Gott sein?
Dann würde ich sagen: Ja klar, das ist von Gott. Und hinterher bekehren sich ja auch Leute und werden Nachfolger von Jesus. Aber manche haben dann nie wieder so eine Vision oder einen Traum. Dann würde ich sagen: Okay, das war genug, das war in Ordnung.
Leute, die jetzt regelrecht so ein Training absolvieren, um jeden Tag irgendwelche Visionen oder Bilder zu haben, das ist eigentlich eher esoterisch. Das ist so: Ich produziere das aus mir heraus. Wer phantasievoll genug ist, kann jeden Tag so eine Vision produzieren. Dafür brauchst du nicht mal den Heiligen Geist, das kannst du einfach so machen.
Der Heilige Geist kann in übernatürlichen Bildern sprechen, wie das bei manchen Muslimen der Fall ist. Aber wir müssen dann deutlich unterscheiden: Nicht das, was ich gerade suche, was ich mir vorstelle, wünsche oder von dem ich nachts träume, ist jetzt so eine Vision Gottes.
Dort, wo der Heilige Geist führt, ist es eher so, wie wir es vorhin schon besprochen haben: Er leitet unsere Worte. Zum Beispiel, wenn ich mich im Glauben verteidigen soll, gibt er mir Weisheit, richtig zu antworten – wenn ich ihn darum bitte.
Oder manchmal bist du mit jemandem in einem schwierigen Gespräch über den Glauben oder in der Seelsorge, und plötzlich kommt dir ein Gedanke. Hinterher sagt der andere: „Woher weißt du das? Das ist genau das, was ich jetzt brauche.“
Dann würde ich sagen: Egal, ob das bewusst war oder nicht, das ist vom Heiligen Geist. Denn der Heilige Geist kann unsere Gedanken lenken, wenn wir offen dafür sind und in der Nähe Jesu leben. Er kann uns zum Beispiel an einen Bibelvers erinnern oder uns plötzlich eine Einsicht geben, dass da ein Problem in dieser oder jener Hinsicht ist.
Nur wir müssen immer vorsichtig sein, dass wir nicht so eine Methode verfestigen, als ob wir das provozieren oder selbst machen können. Das ist mal da und mal nicht da.
Wenn wir mit Jesus leben, wenn wir mit dem Heiligen Geist leben, so wie wir das vorhin besprochen haben, dann wird es solche Phasen immer wieder geben.
Dann werde ich plötzlich Dinge sagen, bei denen der andere merkt: Das muss vom Heiligen Geist sein, das kann gar nicht normal von Menschen sein, das ist genau das, was ich gebraucht habe.
Ich glaube, da sollte auch Bescheidenheit sein. Nicht, dass wir als Christen zu sehr auftreten mit „Ich denke mir was aus“ oder „Ich habe jetzt ein inneres Bauchgefühl, und das ist der Eindruck von Gott“. Das wäre nicht richtig.
Wir leben mit Jesus, bitten jeden Tag darum: „Gib du mir Weisheit!“ Ich tue das fast jeden Tag: „Hilf mir bei Gesprächen, hilf mir bei Begegnungen!“ Und dann erlebe ich, wie Gott das tut.
Aber ich brauche das nicht an die große Glocke hängen oder besonders hervorheben, dass so etwas im Alltag passieren kann.
Ich glaube, so ist es.
Und wenn der Heilige Geist dann Visionen bewirkt, wie bei den Muslimen im Iran, dann können wir sagen: „Okay, was sollen wir viel nörgeln? Das ist ja toll, Gott kann das auch machen.“
Aber eben vorsichtig sein, nicht in alles etwas hineinzuinterpretieren oder darauf hinzuweisen.
Das scheint mir ein seriöser Umgang mit Eindrücken und Visionen vom Heiligen Geist zu sein.
Und dass man sich Ziele setzt – auch geistliche Ziele.
Ja, das sollte hoffentlich jeder Christ tun.
In diesem Sinne eine Vision für das eigene Leben zu entwickeln, was man erreichen will, ist für jeden gut, damit man nicht ziellos dahinschlingert, sondern sagt: Das ist das Ziel, das ich erreichen will.
Dann bittet man auch Gott darum, zu erkennen, was dran ist, und hilft, dieses Ziel zu erreichen.
Also ganz persönliche Ziele, wo Gott mich erreichen will – in der Gemeinde, in der Familie, im Beruf oder missionarisch.
So würde ich das einordnen.
Danke dir auf jeden Fall, Michael.
Abschluss und Verabschiedung
Ja, liebe Zuhörer, das war es für die heutige Folge von Frag den Kotsch. Wir hoffen, wir konnten eure Fragen beantworten. Falls ihr noch weitere Fragen habt, könnt ihr sie uns gerne weiterhin zusenden.
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Wir wünschen dir noch eine gesegnete Woche mit den Worten aus Kolosser 3,17: „Und was immer ihr tut, in Wort oder Werk, das tut alles im Namen des Herrn Jesus und dankt Gott dem Vater durch ihn.“