Zum Inhalt

Warum tun wir uns diesen Lebensstil an?

Der Brief an die Römer, Teil 11/18
17.08.2010Römer 8,18-39
SERIE - Teil 11 / 18Der Brief an die Römer

Ja, großes Finale vom sozusagen ersten Teil des Römerbriefs, vom Hauptteil, Römer 1 bis 8, also dem lehrmäßigen Hauptteil. Ich denke, abgesehen von Römer 5 ist Römer 8, glaube ich, das Lieblingskapitel von Paulus gewesen. Das hat er, glaube ich, am liebsten geschrieben. Von daher lohnt es sich sicher, da noch ein bisschen genauer hineinzuschauen.

Wir hatten in Römer 6 bis 8 immer diese Auseinandersetzung mit der Sünde. Ist es gut, wenn wir sündigen? Oder ist es zumindest vertretbar, wenn wir doch vergeben bekommen? Nein, sagt Paulus auf keinen Fall.

Aber war das nicht ein Stress? Da kämpft man gegen die Sünde, nimmt sich die besten Vorsätze vor – wie in Römer 7 – und schafft es doch nicht. Gut, in Römer 8 haben wir den Heiligen Geist. Er gibt uns neue Perspektiven und auch Kraft für einen anderen Lebensstil. Er weckt sogar ein Stück weit den Leib, das Fleisch, das immer so auf das Irdische gesinnt ist. Es ist wirklich ein Wunder, dass wir so leben können, wie wir leben sollen.

Aber lohnt sich dieser Stress wirklich? Warum soll man sich anstrengen, ein gerechtes, gutes, gottgefälliges, heiliges Leben zu führen, wenn es so unserer Natur widerspricht? Warum?

Einführung in das Thema Leiden und Hoffnung

 Römer 8 – wir haben am Sonntag schon ein bisschen daraus gehört. Lesen wir noch einmal einige Verse vom letzten Mal, insbesondere den letzten Abschnitt:

Denn ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen, wiederum zur Furcht, sondern einen Geist der Sohnschaft habt ihr empfangen, indem wir rufen: „Abba, Vater!“ Der Geist selbst bezeugt mit unserem Geist, dass wir Kinder Gottes sind. Wenn wir Kinder sind, dann sind wir auch Erben – Erben Gottes und Miterben Christi, wenn wir nämlich mitleiden, damit wir auch mitverherrlicht werden.

Jetzt kommt das Neue: Denn ich halte dafür, dass die Leiden der jetzigen Zeit nicht wert sind, verglichen zu werden mit der zukünftigen Herrlichkeit, die in uns geoffenbart werden soll.

Ich möchte an dieser Stelle erst einmal kurz stehen bleiben, bei dem Begriff „die Leiden der jetzigen Zeit“. Das eine habe ich schon angedeutet: Es ist irgendwie dieser Kampf um ein Leben, das anders ist als das, was die Gesellschaft führt, das anders ist als unsere Natur es eigentlich so natürlicherweise oft tun würde oder sich wünschen würde. Ja, das ist schon auch ein Stück Leiden.

Ich glaube, darum knüpft Paulus hier an und schreibt den Rest von diesem achten Kapitel irgendwie als Ausblick, warum sich dieser Kampf lohnt. Aber natürlich ist das nicht der einzige Aspekt von Leiden, den Paulus kannte.

In Kapitel 8, Vers 36 zitiert er aus dem Alten Testament, aus den Psalmen: „Wie geschrieben steht: Deinetwegen werden wir den ganzen Tag getötet, wie Schlachtschafe sind wir gerechnet worden.“ So hat er sich manchmal gefühlt.

Es gibt verschiedene Abschnitte. Wir haben ganz am Anfang, als wir die Einleitung zum Römerbrief zusammen angeschaut haben, die ersten Verse noch ein bisschen betrachtet, wie Paulus zu dieser Zeit auf sein Leben zurückgeblickt hat, etwa im 2. Korintherbrief. Ich möchte es jetzt nicht noch einmal lesen, was für ein Leben er geführt hat.

Ich glaube, das ist für uns nur ganz schwer nachvollziehbar, denn es hatte wirklich etwas mit Leiden zu tun. Obwohl er nicht krebskrank war oder in diesem Sinne körperlich schwer gelitten hat, hatte er viel mit Verfolgung zu tun, viel mit Verachtung.

Auch darum geht es in diesem Abschnitt: Warum tue ich mir das eigentlich an? Paulus sagt: Ich stamme aus einem jüdischen Elternhaus, ich bin eigentlich in einer wohlhabenden Stadt aufgewachsen, ich habe eine gute Ausbildung erhalten. Ich hätte ein ganz gemütliches Leben in Anerkennung meiner Umgebung führen können.

„Leute“, sagt Paulus, „warum tue ich mir diesen Lebensstil eigentlich an?“ Meine Güte, warum tut ihr euch das an, bei dem Wetter hier zu sitzen, in dieser stehenden Luft, anstatt am Badesee zu liegen?

Aber bei Paulus war es irgendwie noch ein bisschen anders. Ich möchte mit euch einen Abschnitt lesen, der einer derjenigen ist, die mich am meisten beeindrucken und auch beschämen, wie Paulus das schreibt.

Es schockt mich immer wieder, wenn ich mein Leben anschaue und mit dem vergleiche, wie Paulus gelebt hat und wie er das Leben der Christen zu seiner Zeit empfunden hat – die es sicher nicht so gut hatten wie wir – wie er das Leben seiner Geschwister oft erlebt hat.

Die Herausforderung des Apostolischen Lebensstils

 1. Korinther 4

Ich steige mitten in den Abschnitt ein. Paulus spricht über die Spaltungen in Korinth, wo es verschiedene Gruppen gab. Jeder hatte seinen Lieblingslehrer, und daraus entstanden unterschiedliche Richtungen und Gruppierungen. Dabei fühlten sich die Lehrer, auf die sie sich beriefen, wahrscheinlich gar nicht so unterschiedlich.

Dann wechselt Paulus mitten im Text zu einem etwas anderen Thema. In Vers 8 schreibt er an die Korinther, und das ist für mich ein spannender Satz. Er sagt: „Schon seid ihr gesättigt, schon seid ihr reich geworden, ihr habt ohne uns geherrscht.“ Wenn Paulus die Gemeinde in Korinth beobachtet hat, war das sein Eindruck: Ihr seid satt, ihr seid reich und zufrieden, und ihr lebt, als würdet ihr zur herrschenden Klasse gehören.

Ich weiß nicht, wie man so etwas im ersten Jahrhundert nach Christus schreiben kann. Das ist doch eine Beschreibung für uns als Christen, oder? Wir sind oft satt, wir sind reich. Wenn man unseren Lebensstil anschaut: Vor drei-, vier- oder fünfhundert Jahren lebten nur Könige und Herzöge so wie wir, sonst niemand.

Paulus sagt, das sei irgendwie komisch. Bei uns ist das normal und verbreitet, aber Paulus fand es seltsam. Er deutet das an, indem er sagt: „Ihr habt ohne uns geherrscht.“ Er meint: Wir sind die Apostel, wir sind diejenigen, die euch lehren sollen, wir sind eure Vorbilder. Hat das tausendjährige Reich begonnen, und wir haben es nicht gemerkt?

Noch einmal weiter, Vers 8: „Und ich wollte wohl, dass ihr herrscht, damit auch wir mit euch herrschen.“ Das wäre schön, wenn es so weit wäre. Denn ich denke, dass Gott uns Apostel als die Letzten dargestellt hat – so hat er es empfunden – als zum Tod bestimmt. Denn wir sind der Welt ein Schauspiel geworden, sowohl Engeln als auch Menschen.

Wir sind Toren um Christi willen, ihr aber seid klug in Christus, sagt Paulus. Wir ziehen umher und verkünden das Evangelium. In den Augen der Menschen sind wir die Deppen. Ihr legt Wert darauf, in den Augen der Menschen klug und anerkannt zu sein. Das bedeutet: Die Tendenz ist, dass wir gerne anerkannt sein möchten. Wir wollen, dass die Gemeinde einen guten Ruf hat.

Das sind gute Leute, sehr vernünftig, die gute Werte vermitteln und einen wesentlichen Beitrag leisten, damit die Menschen, auf die sie Einfluss haben, positive Mitglieder der Gesellschaft werden. Wenn sie etwas für ihre Gemeinde spenden, wäre es gut, wenn sie das von der Steuer absetzen könnten, denn das ist gemeinnützig.

Aber Paulus sagt: Ihr seid klug und angesehen von den Leuten, und wir sind die Deppen. Komisch eigentlich. Wir sind schwach, ihr aber stark; ihr herrlich, wir aber verachtet. Bis zur jetzigen Stunde leiden wir Hunger und Durst, sind nackt, werden mit Fäusten geschlagen, haben keine feste Wohnung und mühen uns mit eigener Arbeit ab.

Wir werden geschmäht, segnen wir; verfolgt, dulden wir; gelästert, bitten wir. Wie der Kehricht der Welt sind wir geworden, ein Abschaum aller bis jetzt. Paulus sagt, so werden wir empfunden – wie der Dreck auf der Kehrschippe, nachdem man das Treppenhaus gefegt hat.

Ich weiß nicht, wie es bei euch ist, aber bei uns in der Wohnung werden meist die Schuhe ausgezogen, da ist es nicht ganz so dreckig. Ab und zu muss man das Treppenhaus fegen, und je nach Wetterlage ist es unterschiedlich schmutzig, je nachdem, wie viele Leute aus dem Garten oder von anderswo kommen.

Dann fegt man das Treppenhaus von oben bis unten. Je nachdem, wie schmutzig es war, hat man unterschiedlich viel Dreck auf der Kehrschippe. Paulus sagt: In den Augen der Leute sind wir so viel wert wie der Dreck auf deiner Kehrschippe, nachdem du das Treppenhaus gefegt hast. Das ist unsere Stellung in dieser Welt.

Er hätte sagen können: Leute, warum tue ich mir diesen Lebensstil an? Warum tue ich ihn mir überhaupt an, und warum dann, wenn er offensichtlich noch nicht mal für Christen der Standard ist? Ich verrate euch etwas: Er hatte den Eindruck, dass das für Christen eigentlich der Standard sein müsste.

Das beschämt mich und stellt meine Lebensweise in Frage. Aber das ist heute nicht das Hauptthema. Das Hauptthema ist Römer 8. Kommen wir mal zurück.

Die Zukunftshoffnung als Motivation

Nochmal Vers 18: Denn ich halte dafür, dass die Leiden der jetzigen Zeit nicht wert sind, verglichen zu werden mit der zukünftigen Herrlichkeit, die an uns offenbart werden soll.

Denn das sehnliche Harren der Schöpfung wartet auf die Offenbarung der Söhne Gottes. Die Schöpfung ist der Nichtigkeit unterworfen worden – nicht freiwillig, sondern weil der sie unterworfen hat –, auf Hoffnung, dass auch die Schöpfung selbst freigemacht werden wird von der Knechtschaft des Verderbens zur Freiheit der Herrlichkeit der Kinder Gottes.

Denn wir wissen, dass die ganze Schöpfung mitsäuft und mit den Geburtswehen liegt bis jetzt. Nicht allein aber sie, sondern auch wir selbst, die wir die Erstlinge des Geistes haben. Auch wir selbst seufzen in uns selbst und erwarten die Sohnschaft, die Erlösung unseres Leibes. Denn in Hoffnung sind wir errettet worden.

Eine Hoffnung aber, die gesehen wird, ist keine Hoffnung, denn was einer sieht, darauf hofft er nicht mehr. Wenn wir aber das hoffen, was wir nicht sehen, so warten wir mit Ausharren.

Ich möchte heute Abend drei Punkte sagen, warum es sich lohnt, um Heiligkeit zu kämpfen, warum sich all die Leiden lohnen, die man hat, wenn man wirklich als Jünger lebt. Warum lohnt sich das?

Der erste Punkt: Es lohnt sich, weil es eine zukünftige Herrlichkeit gibt.

Gerade zu vielen Dingen, die hier in dem Abschnitt stehen, muss man nicht viel sagen. Ich möchte einfach ein paar Punkte herausgreifen. Der erste Punkt ist die Überschrift oder der Abschnitt, den ich gerade gelesen habe: Es lohnt sich, Entbehrungen auf sich zu nehmen – wie auch immer die aussehen und auf welchem Niveau sie auch immer sind –, ein opferbereites Leben zu führen.

Punkt eins: Es lohnt sich, weil es eine zukünftige Herrlichkeit gibt. Paulus fasst es im ersten Satz zusammen, wenn er sagt, die Leiden der jetzigen Zeit sind nicht wert, verglichen zu werden mit der zukünftigen Herrlichkeit.

Das hat natürlich eine zeitliche Dimension. Wir meinen, unser Leben auf dieser Erde, wie schwierig es auch sein mag, ist doch verhältnismäßig kurz. Fragt Leute, die schon alt sind, sie werden euch sagen, es ist noch kürzer, als sie es momentan empfinden. Und die Ewigkeit ist verhältnismäßig lang – man könnte sagen: ewig wird am längsten.

Aber Paulus meint das nicht nur zeitlich. Er meint nicht nur, die Leiden der jetzigen Zeit sind nicht wert, verglichen zu werden mit der zukünftigen Herrlichkeit, weil die Leiden so kurz sind und die Herrlichkeit so lang. Sondern er meint auch, die Leiden sind nicht wert, verglichen zu werden mit der zukünftigen Herrlichkeit, weil diese Herrlichkeit so herrlich ist, dass sie das Leiden bei weitem aufwiegt – nicht nur an Quantität und Länge, sondern vor allem an Qualität.

Es fällt uns oft schwer, uns das vorzustellen, aber irgendwie hatte Paulus das vor Augen und war davon erfüllt.

Habt ihr etwas gelesen? Am Ende des Verses steht etwas ganz Interessantes. Es heißt nicht, wir werden mit goldenen Städten, goldenen Straßen und Edelsteinen überschüttet. Nein, da steht: Die Leiden der jetzigen Zeit sind nicht wert, verglichen zu werden mit der zukünftigen Herrlichkeit, die an uns offenbart werden soll.

Paulus sagt: Dann werdet ihr erst verstehen, wer ihr eigentlich seid in den Augen Gottes, was Gott aus euch gemacht hat und was er aus euch machen will. Jetzt sind wir Kinder Gottes, und es ist noch nicht offenbar geworden, was wir sein werden (1. Johannes 3,2). Wir werden sein wie er ist.

Paulus redet weiter darüber und sagt: Das sehnliche Harren der Schöpfung wartet auf was? Auf die Offenbarung der Söhne Gottes. Diese ganze Schöpfung leidet. Sie ist der Nichtigkeit und Vergänglichkeit unterworfen. Alles geht kaputt, alles stirbt. Die Umweltverschmutzung wird immer schlimmer, im Meer ist immer mehr Öl – das hatte Paulus damals noch gar nicht gewusst.

Und trotzdem hatte er schon dieses Empfinden, dass die ganze Schöpfung ein erbärmlicher Zustand ist, für den sie eigentlich nicht gemacht war. Einer verfolgt den anderen, einer frisst den anderen.

Er sagt, auf was wartet die Schöpfung? Sie wartet darauf, dass die Söhne Gottes, die Erben Gottes, an die die Verantwortung über diese Schöpfung verteilt wird, die diese Schöpfung verwalten werden als Söhne Adams – die über diese Schöpfung in der Weisheit Gottes regieren werden –, dass das passiert.

Die ganze Schöpfung ächzt und wartet darauf, dass ihr geoffenbart werdet, dass endlich sichtbar wird, wer diese Welt regieren kann – mit Gott zusammen.

Paulus sagt, das ist unsere Herrlichkeit, die Herrlichkeit, die an uns offenbart werden soll. Das ist die Hoffnung, auf die alles hinlebt.

Die ganze Schöpfung seufzt, sagt Paulus in Vers 22. Nicht allein sie, sondern auch wir selbst, die wir die Erstlinge des Geistes haben. Auch wir selbst seufzen in uns selbst.

Tut ihr das? Seufzen wir, weil wir noch auf dieser Erde leben müssen? Paulus nimmt es als selbstverständlich an. Wir seufzen unter unserem Zustand, unter unseren Umständen, unter unserer Unvollkommenheit.

Ja, ich dachte, wir sind alle gläubig geworden, weil man dann glücklich ist? Ja, sagt Paulus, natürlich. Er sagt, wir haben die Erstlinge des Geistes.

Stellt euch vor, ihr seid ein Bauer. Ihr habt gesät und wisst nicht, was herauskommt. Eure Familie ist davon abhängig, dass etwas wächst. Im letzten Moment vielleicht nicht mehr, aber wenn die Ähren schon hoch sind und das Korn noch grün, wenn jetzt noch ein Hagel kommt, dann könnt ihr alles vergessen.

Heute mit den Mähmaschinen könnt ihr alles vergessen, wenn ein Hagel kommt, wenn alles schon reif ist. Damals war das nicht so. Ihr konntet alles noch von Hand aufsammeln.

Aber ihr steht vor eurem Feld, es ist reif zur Ernte. Dann nehmt ihr eure Sichel, mäht einen Arm voll ab und bringt es nach Hause.

Wisst ihr, was das ist? Das sind die Erstlinge. Ihr bringt sie nach Hause, zeigt sie eurer Frau oder, wenn ihr eine Frau seid, eurem Mann, zeigt es euren Kindern und sagt: Schaut euch diese Körner an, seht diese Ähren, was da alles dran ist. Und wisst ihr was? Die Ähren sind das ganze Feld!

Alle sagen: Das ist das, was wir erleben. Wir haben die Erstlinge des Geistes, wir haben die Frucht des Geistes in unserem Leben.

Wir erleben, dass die Frucht des Geistes Liebe, Freude und Friede ist. Wir erleben Gemeinschaft mit Geschwistern und wie beglückend das sein kann. Wir erleben, wie schön es ist, verändert zu werden – hin zu positiven Eigenschaften. Wir erleben Gemeinschaft mit Gott, manchmal, wenn wir wirklich merken, dass er zu uns redet.

Paulus sagt, das sind die Erstlinge des Geistes. Und wisst ihr was? Wenn ihr bei ihm ankommt, wird das ganze Feld so sein, wie ihr es hier nur an manchen Tagen und in manchen Augenblicken wirklich bewusst erlebt, wenn ihr wirklich erfüllt und glücklich seid. Sonst wisst ihr es vielleicht nur und haltet daran im Glauben fest.

Aber so wie diese Erstlinge des Geistes sind, so ist das ganze Feld.

Und weil wir die Erstlinge des Geistes kennen, sagt Paulus, warten wir umso mehr in Hoffnung. Am Ende von Vers 23 heißt es: Auch wir selbst seufzen in uns selbst und erwarten die Sohnschaft, die Erlösung unseres Leibes.

Jetzt sind wir Söhne Gottes, aber wir erwarten die Sohnschaft, dass unser Leib erlöst und umgewandelt wird (1. Korinther 15). In einem Nu wird Verweslichkeit Unverweslichkeit anziehen.

Obwohl wir jetzt Söhne Gottes sind, wird dann offenbar werden, was Sohn Gottes und Tochter Gottes wirklich bedeuten.

Dann bist du es nicht nur irgendwie im Verborgenen, sondern dann wirst du offenbar. Dann wirst du den Engeln und den Menschen vorgestellt: Das sind meine Erben, die ich einsetze, um die Erde zu regieren. Dann wirst du auf einen der Throne gesetzt.

Paulus sagt, wir seufzen auf Hoffnung, denn auf Hoffnung sind wir gerettet worden. Wir sehen sie noch nicht, wir schmecken sie manchmal ein wenig, aber sehen tun wir sie nicht.

Eine Hoffnung, die gesehen wird, ist keine Hoffnung, denn was man schon sieht, darauf hofft man nicht mehr.

Wenn wir aber das hoffen, was wir nicht sehen, dann warten wir mit Ausharren. Wir warten auf etwas, das noch kommen wird.

Das ist der erste Punkt: Warum lohnt sich der Kampf? Warum lohnen sich schwierige Umstände? Warum lohnt sich Jüngerschaft, die etwas kostet? Weil es eine Herrlichkeit gibt, die alles bei weitem aufwiegt.

Na ja, sagt ihr vielleicht, aber die Herrlichkeit kommt doch auch, wenn es einfach wäre hier auf der Erde? Das ist noch keine vollständige Antwort. Der erste Kapitel ist ja auch noch nicht zu Ende. Lesen wir ein Stück weiter.

Die Rolle des Heiligen Geistes in unserem Leben

Vers 26 Ebenso nimmt auch der Geist sich unserer Schwachheit an, denn wir wissen nicht, was wir bitten sollen, wie es sich gebührt. Aber der Geist selbst verwendet sich für uns in unaussprechlichen Seufzern.

Der aber die Herzen erforscht, weiß, was der Sinn des Geistes ist, denn er verwendet sich für die Heiligen Gott gemäß.

Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken, denen, die nach Vorsatz berufen sind. Denn welche er zuvor erkannt hat, die hat er auch zuvor bestimmt, dem Bild seines Sohnes gleichförmig zu sein, damit er der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern.

Welche er aber zuvor bestimmt hat, diese hat er auch berufen, und welche er berufen hat, diese hat er auch gerechtfertigt. Welche aber gerechtfertigt hat, diese hat er auch verherrlicht.

Ich glaube, der Kernsatz hier ist Vers 29 in diesem Abschnitt: „Denn welche er zuvor erkannt hat, die hat er auch zuvor bestimmt, dem Bild seines Sohnes gleichförmig zu sein, damit er der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern.“

Nein, ich werde jetzt nicht über Prädestination, also Vorherbestimmung, reden, weil der Text das Thema nicht wirklich behandelt. Mein auffälliger Punkt war nur ein Gedankenanstoß für die, die irgendwann mit diesem Thema konfrontiert werden.

Auffällig ist, dass vor dem „zuvor bestimmt“ am Anfang von Vers 29 ein „zuvor erkannt“ steht. Also bevor Gott uns zuvorbestimmt hat zu etwas, hat er offensichtlich etwas gesehen. Hier steht nicht, was genau.

Es ist sicherlich nichts, worauf wir uns etwas einbilden können, aber irgendetwas hat er gesehen. Und nach dem, was er gesehen hat, hat er Menschen zuvorbestimmt, berufen, herausgerufen aus der Menge, gerechtfertigt durch das Blut Jesu – das war das Thema von Kapitel 1 bis 4,5 im Römerbrief – und verherrlicht.

Aber der Punkt ist, und die Frage ist: Wenn Gott jemanden auswählt, könnt ihr irgendwann mal, wenn ihr auf diese Begriffe stoßt, feststellen, dass bei „Gott hat jemanden ausgewählt“ nicht die Betonung darauf liegt, wen er eigentlich ausgewählt hat oder nach welchen Kriterien er ausgewählt hat. Hier steht nur, dass es offensichtlich irgendwelche Kriterien gab.

Die Betonung liegt immer darauf, für was Gott Menschen ausgewählt hat, was sein Ziel mit diesen Menschen war. Und hier steht, was sein Ziel war: „Denn welche er zuvor erkannt hat, die hat er auch zuvor bestimmt, dem Bild seines Sohnes gleichförmig zu sein.“

Und Leute, hier ist nicht gemeint, dass er uns zuvor bestimmt hat, irgendwann bei der Entrückung passiert es plötzlich, und wir sind ganz anders als vorher, irgendwie gleichförmig dem Bild Jesu.

Ja, natürlich wird sich in dem Augenblick vieles verändern. Wir werden vieles zurücklassen von unserem alten Menschen, von unseren alten Eigenschaften. Aber das ist hier nicht die Betonung.

„Gott wird, haben wir gelesen, die Söhne Gottes offenbar machen. Und dann wird er nicht sagen: ‚Herr, auf der Erde waren sie so, aber keine Angst, jetzt, wo ich sie einsetze in ihrer Verantwortung, sind sie ganz anders geworden, ganz plötzlich.‘ Nein, er wird sagen: ‚Das sind meine Söhne, die ich in Lehrjahren auf der Erde geformt habe, deren Persönlichkeit ich geformt habe.‘

Nicht nur durch gute Dinge, die sie erlebt haben, sondern auch in Schwierigkeiten habe ich ihre Persönlichkeit geformt, habe ich sie Weisheit gelehrt, habe ich sie geformt mit einem ganz bestimmten Ziel. Ich habe sie geformt mit dem Ziel, dass sie meinem eingeborenen Sohn Jesus ähnlich werden. Denn welcher zuvor erkannt wurde, den hat er zuvor bestimmt, dem Bild seines Sohnes gleichförmig zu werden, damit er der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern.“

Ja, natürlich haben wir Gene Gottes, dadurch dass wir wiedergeboren sind, und Gene prägen. Es gibt Kinder, die sehen ihren Eltern erschreckend ähnlich. Aber was eine Familie prägt, ist auch der „Stallgeruch“, also wie man miteinander umgeht, wie Menschen geprägt worden sind in ihrem Zuhause.

Und Gott sagt hier, und Paulus sagt hier, das ist das Ziel: Das ist das Ziel all der Leiden, die nicht wert sind, verglichen zu werden mit der zukünftigen Herrlichkeit.

Das Ziel ist es, uns jetzt schon möglichst viel zu prägen, sodass man merkt, wenn wir neben Jesus stehen in der Herrlichkeit, dass man merkt: „Ups, da gibt es eine Familienähnlichkeit. Ist es vielleicht ihr älterer Bruder?“

Ja, damit er der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern. Wir sollen etwas vom Wesen Gottes haben und etwas vom Wesen Jesu. Und zwar schon, wenn wir am Ende unseres Lebens, wie lange auch immer das geht, in der Herrlichkeit ankommen.

Das ist das Ziel. Dazu sind wir auserwählt. Und was hat es für Auswirkungen, dass Gott uns dazu auserwählt hat, nicht nur in der Ewigkeit, sondern auch jetzt schon im Bild seines Sohnes gleichförmig zu werden?

Na ja, wir haben das gelesen, gell? Vers 26: Ebenso nimmt auch der Geist sich unserer Schwachheit an, denn wir wissen nicht, was wir bitten sollen, wie es sich gebührt.

Ich glaube nicht, dass damit gemeint ist, dass wir so Bauerntölpel sind, die einfach nicht wissen, wie man mit dem Herrscher redet, sodass viele unserer Gebete nicht im Himmel ankommen können, weil wir uns so deppert ausdrücken.

Ich glaube, das ist nicht gemeint. Ich glaube, es ist gemeint, dass wir oft mit dem, was wir für wichtig halten, voll danebenliegen und dass unsere Gebetsanliegen oft nicht die sind, die der Heilige Geist, der in uns lebt, für uns wichtig hält.

Ja, wir beten darum, dass wir in der Schulklasse gut zurechtkommen, dass alle uns mögen. Und der Heilige Geist ist da in unserem Innern, schaut sich an, wie es da aussieht, und er sagt mit unaussprechlichem Seufzen – also offensichtlich ohne Worte –, wenn man das bei der Auslegung bei Zungenrede hört, dass dies hier gemeint ist.

Bitte, ich meine, das sind unaussprechliche Worte, okay? Die hört man nicht einmal. Gott erforscht das Herz und weiß, was der Sinn des Geistes ist, als er merkt, dieses Seufzen des Heiligen Geistes in dir.

Der Heilige Geist ist dabei, wie du zu Gott bittest: „Herr, ich möchte es meiner Klasse leichter haben, ich möchte anerkannt sein, zumindest von ein paar Leuten.“

Und der Heilige Geist sagt: „Oh Gott, es würde ihm so gut tun, sich in Ablehnung noch ein paar Monate zu bewähren. Ich weiß, das ist schwierig für ihn, und ich bete es nicht gern, aber das würde seine Persönlichkeitsentwicklung so gut tun.“

Manchmal beten wir um Gesundheit, und der Heilige Geist sagt: „Ein bisschen Schmerzen und vor allem eine Weile ruhiggestellt zum Nachdenken wäre nicht schlecht.“

Und der Heilige Geist vertritt uns im Gebet. Ich glaube nicht, weil wir zu blöd sind, die richtigen Formulierungen zu finden, sondern weil wir manchmal von unserer Perspektive her zu beschränkt sind, um die richtigen Anliegen zu finden.

Mit unaussprechlichem Seufzen.

Warum? Weil wir auserwählt sind, dem Bild seines Sohnes gleichförmig zu werden, Jesus ähnlich zu werden.

Also warum lohnt es sich, den Kampf aufzunehmen? Gott hat ein Ziel mit uns.

„Welcher er gerechtfertigt hat, diese hat er auch verherrlicht“, indem er uns den Titel gegeben hat: Kinder Gottes.

Ja, aber auch weil er unsere Persönlichkeit immer schöner macht.

Die hohe Berufung und das Ziel der Nachfolge

Ich musste an diesen Gedanken denken, als ich irgendwann über Nebukadnezar nachgedacht habe. Kennt ihr die Geschichte? Das Buch Daniel beginnt damit. Nebukadnezar sagt, ach komm, wir lesen das, Daniel 1.

Einige Leute wurden aus Jerusalem weggeführt, Teile der Oberschicht, darunter auch junge Leute. In Daniel 1, Vers 3 steht: „Und der König befahl Aspinas, dem Obersten seiner Hofbeamten, dass er von den Kindern Israel sowohl vom königlichen Geschlecht als auch von den vornehmen Jünglingen solche bringen sollte, an denen keinerlei Fehl war, die schön von Aussehen und unterwiesen in aller Weisheit und Kenntnis reich, mit Einsicht begabt und tüchtig waren, um im Palast des Königs zu stehen. Und dass man sie die Schriften und die Sprache der Chaldäer lehre.“

Der König bestimmte ihnen eine Tagesration von der Tafelkost des Königs und von dem Wein, den er trank, damit man sie drei Jahre lang erziehe. Am Ende dieser Zeit sollten sie vor dem König stehen.

Wisst ihr, so ist es irgendwie auch mit Gott. Er hat uns ausgesucht? Ja, ehrlich gesagt, ich glaube nicht, dass die Kriterien, die Nebukadnezar hatte, auch seine Kriterien waren. Er hat offensichtlich nach anderen Kriterien ausgesucht – schaut euch um. Aber er hat ausgesucht und ein Ziel gehabt: Am Ende sollten sie vor dem König stehen.

Drei Jahre lang sollten sie alles lernen, was man im Thronsaal wissen muss. Drei Jahre lang bekamen sie immer eine Ration vom Tisch des Königs – sozusagen eine Erstlingsgabe des Geistes. Sie bekamen einen Vorgeschmack darauf, wie es sein wird: etwas von der Tafel des Königs, etwas von seinem Wein.

Aber es hat drei Jahre gedauert, bis aus diesen vornehmen, klugen, angesehenen, weisen jungen Männern Judäer wurden, die vor dem König stehen konnten.

Jetzt könnt ihr euch vorstellen, warum Gott bei den meisten von uns manchmal mehr als drei Jahre braucht. Wir kommen einfach von viel weiter unten, und das Ziel ist noch viel weiter oben.

Ich fand es ein schönes Bild: Wir haben eine hohe Berufung – vor dem König zu stehen. Und wir müssen mehr lernen als nur Schrift und Sprache der Kaldäer, bis wir fit sind, als Söhne Gottes offiziell eingesetzt und geoffenbart zu werden. Es ist die höchste und erschreckendste Berufung, die es gibt.

Der erste Punkt war: Die Leiden und Schwierigkeiten und Jüngerschaft lohnen sich, weil sie nicht wert sind, verglichen zu werden mit der Ewigkeit.

Punkt zwei: Diese Leiden lohnen sich, weil sie uns formen. Gott formt dadurch unsere Persönlichkeit, um uns auf die Berufung vorzubereiten, die wir in der Ewigkeit haben.

Und Punkt drei: Warum kann man das aushalten? Manchmal denkt man ja, gerade wenn es ganz schwierig wird. Wir haben vorhin diesen Abschnitt gelesen, den Paulus sich selbst schreibt, 1. Korinther 4.

Manchmal denkt man: Ist alles gegen mich? Ich weiß nicht, wann ihr zuletzt das Buch Hiob gelesen habt. Der Anfang ist irgendwie gut, das Ende auch, aber dazwischen ist Hiob verzweifelt. Er sagt, Gott hat sich gegen mich gestellt, er hat seine Pfeile gegen mich geschärft, er ist einfach gegen mich. Man merkt es an den Umständen: Er ist gegen mich. Das habe ich nicht verdient.

Ich weiß nicht, ob es Paulus auch manchmal so gegangen ist. Ich weiß nicht, ob es dir manchmal so geht, wenn die Umstände schwierig sind und die dritte Katastrophe in einer Woche passiert, wenn man den Eindruck hat, Gott ist gegen mich.

Und Paulus sagt: Wisst ihr, warum es sich lohnt, es durchzustehen?

Die Gewissheit von Gottes Liebe als Kraftquelle

Vers 31

Was sollen wir nun dazu sagen: Wenn Gott für uns ist, wer kann dann gegen uns sein? Hier werden viele Fragen aufgeworfen, die niemand vollständig beantworten kann. Paulus sagt: Egal, was passiert – vergiss es nicht, Gott ist für dich. Vielleicht ist deine ganze Umgebung gegen dich. Im Idealfall ist sogar deine ganze Umgebung gegen dich, weil du gläubig bist, nicht weil du seltsam bist. Aber vergiss nicht: Wenn du den Eindruck hast, deine ganze Umgebung ist gegen dich, dann ist Gott für dich. Und was zählt dann, wer gegen dich ist?

Weißt du, sagt Paulus, Gott, der doch seinen eigenen Sohn nicht verschont hat, sondern ihn für uns alle hingegeben hat – verzweifelst du daran, dass Gott für dich ist? Vergiss es nicht: Es ist der, der seinen eigenen Sohn für dich gegeben hat. Wie wird er uns mit ihm nicht auch alles schenken?

Wer wird gegen Gottes Auserwählte Anklage erheben? Paulus hat das oft erlebt: Anklagen. Er stand vor Gericht, Leute haben ihn angeklagt – öffentlich vor Gericht oder im Mob haben sie gegen ihn geschrien. Wer wird gegen Gottes Auserwählte Anklage erheben? Gott ist es, der rechtfertigt. Wer kann verurteilen und verdammen?

Christus ist es, der gestorben ist, ja noch mehr: der auferweckt worden ist, der auch zur Rechten Gottes sitzt und sich für uns einsetzt. Wer wird uns scheiden von der Liebe Christi? Drangsal? Angst? Verfolgung? Hungersnot? Nacktheit? Gefahr? Schwert? Wie geschrieben steht: „Deinetwegen werden wir den ganzen Tag getötet; wir sind gerechnet worden wie Schlachtschafe.“ Aber in all dem sind wir mehr als Überwinder durch den, der uns geliebt hat.

Er sagt: Egal, was ich erlebe – ob ich verfolgt werde, ob ich Hungersnot habe, ob jemand mit dem Schwert hinter mir her ist, ob ich nichts Gescheites anzuziehen habe, ob ich wirklich Angst habe – ich sage manchmal, ja, wir haben wirklich Angst –, aber in diesem allem sind wir mehr als Überwinder durch den, der uns geliebt hat.

Ich weiß, da ist einer auf dem Thron Gottes, der für mich gestorben ist, und er liebt mich. Wenn alle mich hassen, liebt er mich. Und das gibt mir die Kraft, diese Jahre auf dieser Erde zu leben, mir dieser Liebe sicher zu sein und zu wissen, dass all diese Umstände mich nicht von dieser Liebe trennen können.

Denn ich bin überzeugt, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Fürstentümer, weder Gegenwärtiges noch Zukunftiges, noch Gewalten, weder Höhe noch Tiefe noch irgendein anderes Geschöpf uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.

Das fängt interessant an, oder? Weder Tod noch Leben. Ich glaube, manchmal hat man von dem Leben mehr Angst als vom Tod. Wir würden sagen: weder Leben noch Tod. Meinen Sie Reihenfolgen, in denen wir es erleben? Aber Paulus sagt: Ob sie mich schnell umbringen oder ob ich noch lange lebe und das alles durchkämpfen muss – nichts wird mich scheiden von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.

Ich glaube, wir sollten dieses Kapitel öfter lesen. Wir sollten es öfter lesen, wenn wir Schwierigkeiten haben, und wir sollten es öfter lesen, wenn wir merken, dass wir in Gefahr sind, den leichten Weg zu gehen, obwohl es vielleicht nicht der beste ist.

Es lohnt sich, den schwierigen Weg zu gehen, weil er es wert ist, mit der zukünftigen Herrlichkeit verglichen zu werden. Es ist Gottes Möglichkeit, unsere Persönlichkeit zu formen – die Persönlichkeit von Söhnen und Töchtern Gottes, die er einsetzen will, um ihnen Verantwortung zu geben, die er offenbar machen will vor allem.

Und weil wir in all dem das eine haben, an das wir uns festhalten können: Gott ist für uns. Nichts kann uns von der Liebe Jesu und von der Liebe Gottes trennen, die in Christus Jesus ist.

Hier ein gewaltiger Abschluss dieser acht Kapitel im Römerbrief, die manchmal zwischendurch schwierig waren. Aber das ist das Anliegen von Paulus. Erinnerst du dich? Das ist das, wofür er immer betet: Herr, gib meinen Geschwistern einen Blick in die Ewigkeit. Das ist es, was ihr Leben prägen kann. Und das versucht er hier zu vermitteln. Er versucht uns, ein Stück höher schauen zu lassen, damit wir Mut haben.

Vielen Dank an Gerald Dippell, dass wir seine Ressourcen hier zur Verfügung stellen dürfen! Ein empfehlenswertes Buch des Autors über das Leben von Paulus ist bei CLV erschienen: Paulus persönlich