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Wenn die Anderen uns auf die Nerven fallen

Wie werden wir mit dem Leben fertig?, Teil 1/3
01.01.1964
SERIE - Teil 1 / 3Wie werden wir mit dem Leben fertig?

Einführung: Das alltägliche Problem des Auf-die-Nerven-Fallens

Wir sprechen heute über das Thema: Wie kommen wir mit dem Leben zurecht, wenn uns andere auf die Nerven fallen?

Der Ausdruck ist vielleicht nicht ganz treffend. Wenn jemand uns auf die Nerven fällt, dann bedeutet das ja, dass es jemanden gibt, der ihm auf die Nerven fällt, oder nicht? Ich glaube, ich könnte es wagen zu sagen: Steht einmal derjenige auf, dem niemand auf die Nerven fällt.

Dass uns andere auf die Nerven fallen, ist nicht die Ausnahme, sondern der Normalfall. Habe ich Recht? Ich denke schon.

Wir müssen von Anfang an klären, ob ich mit diesem Ansatz falsch liege. Es sind ja nicht alle, die uns auf die Nerven fallen, richtig? Zum Beispiel meine Frau fällt mir nicht auf die Nerven, aber es gibt andere, die mir durchaus auf die Nerven gehen. Ihnen geht es sicher ähnlich.

Viele von Ihnen schauen jetzt vielleicht so, als ob sie mir nicht glauben. So reiben wir uns also in den Familien, in den Häusern, bei den Nachbarn, in Betrieben und im Jugendbund aneinander. Ja, man fällt sich gegenseitig auf die Nerven, auch im CVJM, und die Welt ist voller kleiner Spannungen, die genau daraus entstehen.

Viele Menschen hier könnten sagen: "Es wäre so viel besser, wenn nicht der oder die da wäre." Es ist wie ein Dorn im Leben.

Darüber müssen wir reden: Was machen wir, wenn uns die Leute auf die Nerven fallen? So drücke ich es jetzt aus.

Die tiefere Ursache des Problems: Die Krankheit der Menschheit

Liebe Freunde, ich muss das in einem etwas größeren Rahmen darstellen. Sehen Sie, es kann sein, dass jemand hustet, obwohl in Wirklichkeit ein Lungenriss vorliegt. Da helfen keine Hustenbonbons, sondern es ist eine tiefere Diagnose nötig. Sie verstehen, oder?

Dass wir uns gegenseitig auf die Nerven gehen, ist nur ein Zeichen dafür, dass der Menschheitskörper krank ist. Das hat tiefere Ursachen, als nur die Tatsache, dass die Nachbarin ein bisschen unangenehm ist. Es sind tiefere Gründe.

Darum müssen Sie jetzt Geduld haben. Ich muss diese Sache in einem ganz großen Rahmen betrachten und Ihnen zeigen, dass dies ein Symptom für die Krankheit der Menschheit ist.

Sehen Sie, ich habe meine Weltanschauung aus der Bibel. Ich finde sie die einzig mögliche. Alle anderen Weltanschauungen werden nach zwanzig Jahren wieder verworfen. Die Bibel sagt: Als Gott die Welt geschaffen hatte, war sie vollkommen. Da fiel Adam Eva nicht auf die Nerven, und Eva fiel Adam nicht auf die Nerven. Es herrschte völlige Harmonie.

Und namentlich der lebendige Gott fiel den Menschen nicht auf die Nerven, und die Menschen fielen Gott nicht auf die Nerven. Verstehen Sie? Da gehörte alles zusammen: Gott und die Menschen. Da gab es keine Risse.

Der Sündenfall als Ursprung des Zerfalls

Und nun sagt uns die Bibel, dass am Anfang der Menschengeschichte eine Urkatastrophe passiert ist. Die Bibel nennt das den Sündenfall. Es wird erzählt, dass der Mensch in Versuchung geführt wurde. Er sollte von einem bestimmten Baum nicht essen; Gott hatte es ihm verboten.

Doch die Versuchung reizte ihn. Er konnte wählen, und er entschied sich für das Böse und den Ungehorsam. Er nahm von der verbotenen Frucht. Die Bibel beschreibt diesen Moment als den Augenblick, in dem am Anfang der Menschheitsgeschichte der Sündenfall geschieht.

Ab diesem Zeitpunkt bricht alles auseinander. Gott und die Menschen trennen sich voneinander. Gott vertreibt den Menschen aus dem Paradiesgarten und stellt den Cherub vor das Tor.

Seitdem sind wir von Gott getrennt. Seitdem geraten wir uns gegenseitig auf die Nerven. Gott stört uns, und wir stören Gott. Wenn man mit Leuten über Gott spricht, werden viele nervös. Sie sagen: „Hört doch endlich auf damit! Wer weiß schon, ob Gott überhaupt existiert.“

Zwischen Gott und uns entsteht eine entsetzliche Kluft.

Die Zerbrochenheit der Menschheit am Beispiel von Kain und Abel

Und im selben Augenblick fallen die Menschen auseinander. Das wird schon deutlich an den Kindern von Adam und Eva. Dort fängt es an, dass die Menschen sich gegenseitig auf die Nerven fallen. Verstehen Sie, alles fällt auseinander: Gott und Menschen fallen auseinander, und auch die Menschen untereinander.

Da wird eine Geschichte erzählt, die ich Ihnen unbedingt erzählen muss. Ich erzähle so gern Geschichten, am liebsten biblische. Es ist die Geschichte von zwei Geschwistern, zwei Brüdern, die sich gegenseitig auf die Nerven fallen. Genauso wie Menschen sich oft auf die Nerven fallen. Besonders Geschwister können sich schrecklich auf die Nerven gehen.

Die beiden Brüder, Kain und Abel, waren sehr verschieden. Vielleicht können Sie gar nicht sagen, warum genau. Aber zwischen ihnen war alles anders, jeder war anders. Die Bibel erzählt dann diese schaurige Geschichte: Kain, der Ackersmann, ist eines Tages auf dem Feld mit seiner Hacke. Dann kommt Abel daher. Man kann sich vorstellen, wie sich in Kain alles zusammenzieht. Soll dieser sanfte Schleicher einfach weggehen? Er will ihn nicht sehen.

Dann kommt Abel auf ihn zu und sagt ein paar Worte. Doch Kain nimmt die Hacke und haut einfach in das verhasste Gesicht seines Bruders. Er kommt erst zu sich, als sein Bruder tot vor ihm liegt.

Meine Freunde, wir sind alle zivilisiert, und deshalb hauen wir uns nicht mit Hacken tot. Aber wenn Sie Zeitung lesen, spüren Sie, dass so etwas auch heute noch passiert. Wenn ich an die großen Morde denke, die jetzt vor Gericht stehen, zum Beispiel aus dem Dritten Reich, dann ist das im Grunde alles dieser Kain. Wenn man Menschen hasst, bringt man schnell Tausende um.

Kain kommt zu sich, als der tote Abel vor ihm liegt. Er erschrickt ein bisschen, dann macht er eine flache Grube, wälzt den Leichnam hinein und deckt ihn mit Erde zu. Danach schaut er sich um und stellt fest, dass niemand den Weg entlanggekommen ist und keiner etwas gesehen hat.

Wir Menschen meinen ja immer: Was keiner gesehen hat, ist nicht passiert. So denken Sie auch, oder? Was für dunkle Geschichten hierher gebracht wurden, von den Leuten hier. Aber was keiner gesehen hat, ist nicht passiert.

Da geht Kain davon. Doch ihm wird es plötzlich unheimlich. Auf einmal hört er einen Ruf: „Kain!“ Da läuft es ihm kalt den Rücken herunter. Er weiß sofort, wer da gerufen hat: der lebendige Gott, der stille Zuschauer.

Gott fragt: „Kain, wo ist dein Bruder Abel?“ Kain will sich noch wehren: „Bin ich denn Kindermädchen für meinen Bruder Abel? Soll ich der Hüter meines Bruders sein?“

Doch Gott sagt zu Kain: „Das Blut deines Bruders schreit zu mir von der Erde.“

Sehen Sie, die Geschichte macht so deutlich: Seit dem Sündenfall ist alles auseinandergebrochen. Die Menschen sind auseinandergebrochen, wir fallen uns gegenseitig auf die Nerven. Und auch Gott und der Mensch sind auseinandergebrochen. Wie oft fällt Gott Kain auf die Nerven – so wie er manchen von denen, die hier sitzen oder stehen, auf die Nerven fällt.

Wir möchten es nicht, aber wir werden unseren Nächsten nicht los. Und wir werden Gott nicht los.

Die unüberwindbare Kluft zwischen Gott und Mensch

Aber alles ist auseinandergefallen, und so sieht die Welt heute aus. Ich möchte Ihnen sagen: Da hilft kein Zureden. Zum Beispiel hilft auch kein Reden vom lieben Gott.

Zwischen Gott und uns liegt eine Mauer, ein Abgrund. Im Krieg, als mein Haus brannte und halb Essen ringsherum zerstört war, kam eine Frau auf mich zugestürzt und fragte: „Wie kann ihr Gott das zulassen?“

Sei mein Gott, steckt das an! Vielleicht ist Gott ihr Feind. Seit dem Sündenfall ist alles auseinandergebrochen – Gott und Mensch, verstehen Sie? Gott ist nicht unser Kindermädchen oder unser Liebes.

Wir sind auseinandergebrochen. Menschen fallen uns auf die Nerven. Das ist es, was ich meine. Seit dem Sündenfall sind wir von Gott getrennt und auch von anderen Menschen entfremdet.

Das ist der tiefe Grund, warum uns Menschen auf die Nerven fallen. Wenn Sie eine Nachbarin haben, die Ihnen auf die Nerven geht, dann liegt das am Sündenfall. Wir sind gefallene Menschen, Menschen ohne Gott. Und da hilft kein Zureden.

Die Grenzen menschlicher Bemühungen und oberflächliche Lösungen

Ich war neulich an der Schweizer Grenze. Dort hing in dem Grenzhäuschen ein nettes Plakat. Darauf stand – auf Schweizerdeutsch, das kann ich nicht so gut – „Zusammen geht’s, miteinander geht’s besser.“

Da habe ich gedacht: Klar, das stimmt. Aber mit einem Plakat allein ist es nicht getan, wenn mir jemand auf die Nerven fällt, oder?

Oder ein anderes Beispiel: Neulich habe ich ein Plakat gesehen, auf dem stand „Seid nett zueinander“. Das fand ich schön. In den USA hängen an jeder Ecke und an fast jedem Haus Schilder mit der Aufschrift „Keep smiling“ – also „Lächeln nicht vergessen“.

Man soll freundlich lächeln und nicht so ein dummes Gesicht machen. Natürlich ist das vor allem für die Redner gedacht. Wenn sie alle freundlich lächeln, ist es für mich angenehmer, als wenn sie mich so anschauen, als wollten sie sagen: „Was will er denn?“

„Keep smiling“ – lächelfreundlich, ja. Aber das verbessert die Situation ja nicht wirklich, oder? Zureden hilft eben oft nicht.

Persönliche Erfahrungen mit dem Scheitern von Versöhnungsversuchen

Ich erinnere mich noch, wie ich als junger Vikar – ach nein, damals war ich noch Kandidat – in meiner Familie erlebte, dass alle miteinander verstritten waren. Die ganze Verwandtschaft wohnte in einem Ort bei Herborn, und alle waren zerstritten.

In meiner großen Begeisterung brachte ich sie eines Abends zusammen und versuchte, alle zu versöhnen. Ich redete mir den Mund fusselig, und gegen elf Uhr abends waren sie tatsächlich alle vereint. Sie gaben sich die Hände, und ich war so glücklich. Ich dachte: „Du wirst doch mal ein Tütcherpastor, das hast du gut angefangen.“

Froh ging ich nach Hause und schlief traumlos. Am nächsten Morgen traf ich eine junge Frau aus der Familie und sagte: „Wie schön war das gestern Abend doch!“ Sie antwortete: „Wissen Sie nicht, was passiert ist?“ Ich fragte: „Was denn?“ Da wurde ich bleich. Sie erzählte, dass sie auf dem Heimweg wieder alle im Streit auseinandergegangen waren. Es war also schlimmer als vorher, schlimmer als vorher.

Sie lachen vielleicht, aber ich habe nicht gelacht. In diesem Moment wurde mir die Sache mit dem Sündenfall bewusst. Wissen Sie, dass Sie mit Gott und dem Nächsten auseinandergefallen sind? Dass das furchtbar ernst ist? Dass ein bisschen gutes Zureden vom Kandidaten nichts hilft?

Die alltäglichen Nervenproben im Familienleben

Oft schreiben mir Leute: „Lieber Herr Pastor, dein Essen nicht, ich habe da Verwandte, die kloppen sich. Können Sie nicht mal ein bisschen hingehen?“ Das lehne ich ab, es hilft nichts.

Ich frage Sie: Denken Sie doch jetzt mal an die Leute, die Ihnen auf die Nerven fallen. Da kann ich Ihnen so lang und breit zureden – das hilft nicht, oder? Das ist grauenvoll. Natürlich ist das lächerlich, wenn man es so sieht, wie das überall ist.

Ich will Ihnen das ein bisschen schildern: Da bin ich in der Familie. Da kommt der siebzehnjährige Sohn rein, so schlag sich, wissen Sie, in Bluejeans, Haare so, ein bisschen biedermäßig. Dann merke ich, wie es dem Vater hochgeht. „Gucken Sie ihn an“, sagt er. „Gucken Sie ihn an!“ Der Vater ist ein tüchtiger Mann, aber ein Amtsträger, nicht alles korrekt.

Können Sie sich vorstellen, wie sich dem Vater alles umdreht, wenn er diesen schlürfenden Sohn sieht? Oder eine liebe christliche Mutter, ein bisschen gesetzlich, und die Tochter macht mal schiefe Lippen, wie die Mutter. „Ah, wie sie mir auf den Nerven fällt!“ Und der Tochter fällt die Mutter auf die Nerven. Ist das nicht überall so?

Mir sagte ein Mann, der in Scheidung lebt, als ich sagte: „Wissen Sie, das ist Sünde.“ Da sagte er zu mir, Herr Pfarrer, wörtlich: „Hören Sie auf, mir fällt schon auf den Nerven, wie meine Frau ihre Suppe schlürft.“

Sie finden das lächerlich? Ich finde es entsetzlich. Das ist doch so, oder? Sie sagen, das sind kleine Dinge. Das ist ein Zeichen, dass die Welt außerhalb von Gottes Gewahren ist im Sündenfall und dass wir in einer gefallenen Welt leben – als Menschen ohne Gott.

Beispiel aus dem Alltag: Krankheit und Nachbarschaftsstreit

Das kann sehr schlimm aussehen, wenn man sich gegenseitig auf die Nerven fällt.

Ich kenne in Essen ein junges Mädchen, das Multiple Sklerose hat und völlig gelähmt ist. Diese schreckliche Krankheit wohnt in einem kleinen Haus, und im Haus nebenan wohnt ein rabiater Bursche. Er sieht abends gern von halb acht bis elf fern und stellt seinen Fernseher nun auf Sturmstärke.

Durch die dünne Wand hört das arme, kranke Mädchen das unablässig, Stunde um Stunde. Sie hat den Mann gebeten, den Fernseher leiser zu drehen, doch er macht ihn stattdessen noch lauter.

Stellen Sie sich vor, das geht hier jeden Abend, Jahr für Jahr so weiter. Solche Biester sind wir! Solche Biester können sich denken, wie sehr dem armen Mädchen dieser Mann auf die Nerven fällt – und dem Mann das Mädchen, weil er dauernd denkt: „Die stört ja, also mache ich es noch lauter.“ Ein stiller Kampf durch die Wand.

So sieht die Lage aus: Wie sollen wir mit dem Leben fertig werden, wenn wir in einer Welt leben, in der sich jeder gegenseitig auf die Nerven fällt? Und da sollen wir fertig werden, fröhlich sein und es schaffen, obwohl unsere Nerven dauernd zerrt werden? Das, was auf uns einwirkt, tut weh, nicht wahr?

Die Botschaft der Hoffnung: Gottes Eingreifen in das zerbrochene Leben

Sehen Sie, wenn ich nichts anderes zu sagen hätte als dies, dann würde ich nicht darauf bestehen. Aber ich komme als Bote einer ungeheuer großen Botschaft, einer umwerfend großen Botschaft inmitten dieses ganzen Schlamassels. Von auf die Nerven fallen und sich gegenseitig biesacken – da greift der barmherzige Gott ein.

Ich sage jetzt diesen Namen, der uns so leicht über die Lippen geht: Gott. Ich habe bereits beim Kain erwähnt, dass diese ganze Jammerwelt vor den Augen Gottes liegt. Ich muss ein Wort dazu sagen, wenn ich „Gott“ erwähne.

Sehen Sie, ich war einmal in der DDR – manche sagen Ostzone, andere Mitteldeutschland. Und das ist jedes Mal schon ein politisches Bekenntnis, lächerlicherweise, nicht? Damals war gerade der erste Sputnik in den Himmel geschossen worden. In der Stadt, wo ich war, erschien dazu ein Gedicht in einer Zeitung.

Das Gedicht ging ungefähr so: „Die Menschen haben von Gott geredet, jetzt ist unser Geschoss in den Himmel gegangen. Wenn da ein Gott gewesen wäre, hätte dieses Geschoss Gott treffen müssen. Und da hätte ein toter lieber Gott herunterfallen müssen. Es ist aber keiner heruntergefallen, also war gar keiner da.“

An dem Abend, als das Gedicht in der Zeitung erschien, habe ich gesagt: Liebe Leute, wir leben in einer dreidimensionalen Welt – Länge, Höhe, Breite. Auch wenn wir zum Mond gehen, sind wir noch in der dreidimensionalen Welt. Und wenn wir zum Sirius gehen, sind wir immer noch in der sichtbaren, dreidimensionalen Welt.

Wir wissen heute, dass es mehr Dimensionen gibt. Und in der anderen Dimension ist Gott. Man erzählt uns heute den Quatsch, die Bibel hätte ein altes Weltbild: Gott sei da oben, die Hölle da unten und so weiter. Das ist aber gar nicht wahr.

In meiner Bibel steht, dass Gott in der anderen Dimension ist – ganz nah, eine Handbreit neben mir, aber ich kann nicht zu ihm gelangen, weil es eine andere Dimension ist. Wissen Sie, in meiner Bibel steht: „Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir. Wenn ich in die Sternenstraße gehe, siehe, so bist du da. Wenn ich mich ins Innere der Erde begebe, siehe, bist du auch da. Wenn ich Flügel am Morgenrot nehme und bliebe am äußersten Meer, wird deine Hand mich führen.“

Gott ist in einer Dimension eine Handbreit neben mir, aber ich kann nicht dorthin gelangen. Gott ist da. Und wenn mir jemand sagt, Gott sei nicht da, sage ich: Warten Sie ab, bis in dem Augenblick, in dem die Augen sich schließen, was wissen Sie dann? Ich garantiere Ihnen, dass Sie ihn sehen werden, so oder so.

Gottes Nähe und das Eingreifen durch Jesus Christus

Und sehen Sie, dieser Gott, vor dessen Augen dieses ganze Theater abläuft, der nicht auf den Nerven gefallen ist – wissen Sie, wo wir alle auseinandergefallen sind, mit dem wir zerfallen sind? Dieser Gott greift ein, und er greift wunderbar ein. Das ist die atemberaubende Botschaft der Bibel: Er zerreißt die Wand, die zwischen ihm und uns steht, und kommt zu uns in seinem Sohn.

Jesus – wenn unsere Zeit das Evangelium von Jesus als unwichtig beiseiteschiebt, dann spricht das nicht gegen das Evangelium von Jesus. Vielmehr zeugt es von der Torheit unserer Zeit, denn das ist die einzige Chance für uns.

Was soll denn noch Größeres passieren, als dass Gott die Panzertrümmer, die zwischen ihm und uns stehen, beseitigt und uns seinen Sohn gibt? Mitten hinein in unser Zerfallensein, in das Auseinanderfallen mit Gott, kommt der Sohn Gottes – der Herr Jesus – zu uns. Er fällt uns nicht auf die Nerven, sondern er kommt in unsere Streitigkeiten und verändert die ganze Situation.

Ich hoffe, Sie folgen mir. Ich habe also einen roten Faden, nicht wahr? Ich habe zuerst gesagt: Seit dem Sündenfall ist alles auseinandergefallen – Gott und Menschen. Und nun kommt Jesus. Nun möchte ich Ihnen zeigen, dass in Jesus alles zusammengefasst ist. Jesus war nicht mit Gott auseinander. Jesus ist der Sohn Gottes, der Sohn Gottes.

Jesus als derjenige, dem niemand auf die Nerven fällt

Mir hat neulich jemand gesagt: Ja, Jesus war ein Mensch wie wir, ein Religionsstifter. Aber ich denke, da meinen Sie offenbar einen anderen als ich, nicht?

Ich rede von dem, der gesagt hat: „Ich bin von oben, ihr seid von unten.“ Von dem rede ich, vom Sohn des lebendigen Gottes. Seine Wunder sind ganz anders. Sie sind der Einbruch Gottes in diese verlorene, verfluchte Welt. Von diesem Jesus rede ich.

Ihm ist Gott so nah, dass er sagen konnte: „Wer mich sieht, sieht den Vater.“ Er ist nicht von Gott getrennt. Und niemand ist ihm auf die Nerven gefallen. Nicht einmal Judas, der ihn verraten hat.

Wenn mich jemand verrät, dann nervt mich das. Aber Jesus hat Judas bis zuletzt geliebt. Die Geschichte Jesu muss man so ansehen: Er war der Mann, dem niemand auf die Nerven fiel.

Die heilende Begegnung mit dem Aussätzigen

Lassen Sie mich ein bisschen davon erzählen. Ja, ich sage es, ich erzähle so gern Geschichten. Besonders gern erzähle ich Geschichten Leuten, die abends müde sind. Wissen Sie, nichts ist schlimmer, als wenn jemand abends in der Evangelisationsversammlung einschläft. Deshalb erzähle ich so gern Geschichten.

Jetzt möchte ich von Jesus erzählen. Zunächst erzähle ich Ihnen eine Geschichte, die mir besonders lieb ist. Da redet Jesus, und auf einmal gibt es eine Störung hinten. Ich will Ihnen ganz offen sagen: Wenn mich da hinten jemand stören würde, fände ich das entsetzlich nervig. Nein, ich würde sagen: Sei mal ruhig da hinten!

Doch es gibt eine Störung am Rande, so dass Jesus aufhören muss zu reden. Was ist da los? Ja, da war etwas Furchtbares passiert. Ein Aussätziger war gekommen. Wissen Sie, was Aussatz ist? Dabei verfault der Mensch beim lebendigen Leib. Die Ohren fallen ab, die Nase eitert weg, ebenso die Lippen, die Zunge, die Finger. Der Anblick der Aussätzigen ist so grässlich und eitrig, dass es den Menschen auf die Nerven fällt. Deshalb wurde der Aussätzige in die Wüste gejagt. Man stellte ihn ans Ende der Steppe hinaus, selbst wenn es der liebste Mensch war.

Und nun steckt der Aussatz an, auch der Atem ist ansteckend. Jetzt kommt so ein Mann in die Volksmenge. Stellen Sie sich vor, jemand mit ansteckendem Atem kommt hier herein. Wie würden wir reagieren? Die Leute würden auseinanderlaufen. Können Sie sich das vorstellen? Die Mutter würde mit ihrem Kind schnell weglaufen, nicht mit achtzig Kilometern pro Stunde, aber sehr schnell. Genau so war das damals.

Die Leute schrien, rannten auseinander, nahmen Steine und riefen: „Hau ab, du!“ „Der kriegt den Platz nicht!“ Es entstand eine Gasse, durch die der Aussätzige nach vorne ging, auf Jesus zu. Und dann steht er vor Jesus. Nein, er steht nicht einfach vor Jesus, er fällt zu Staub vor Jesus. Einer, der allen auf die Nerven fiel, dieser Anblick des halbverwesten Gesichts. Er wirft sich zu Boden, um die Unverschämtheit unter Menschen zu zeigen. In der Volksmenge gab es niemanden, dem dieser Mann nicht auf die Nerven fiel.

Jetzt versteht der Aussätzige, dass er vor Jesus steht. Ich kann mir vorstellen, dass Jesus einen Schritt zurücktritt. Nein, das tut er nicht. Jesus bleibt stehen und rührt ihn an. Es hätte genügt, ein Wort zu sprechen, um ihn zu heilen, aber Jesus legt ihm die Hand auf sein krankes Haupt. Die Leute schreien vor Schrecken. „Aussätzige darf man nicht anfassen! Das tut der Teufel!“ Doch Jesus rührt ihn an.

Die Hand des Heilandes berührt mitten in dem Elend dieses Menschen, der allen auf die Nerven fällt. Da zeigt Jesus: „Mir fällt keiner auf die Nerven, mir nicht.“ Und dann heilt er ihn.

Das ist Jesus – das Wunder der Zeiten, der Einzige seit Adam, dem keiner auf die Nerven fällt, der jeden liebt.

Jesu Dienst der dienenden Liebe am Abendmahl

Da gibt es diese wunderbare Geschichte, kurz vor dem Abend seines Sterbens, wie Jesus mit seinen Jüngern das Abendessen hält.

Wissen Sie, im Morgenland sitzt man nicht auf Stühlen. Dort gibt es breite Couchen, so eine Art großes Polster, auf dem man liegt. Ich kann mir kaum vorstellen, wie die Leute dabei essen konnten. Wir könnten mit Messer und Gabel nicht essen, wenn wir im Liegen wären, aber sie haben es geschafft. Man lag mit nach hinten ausgestreckten Beinen, und dabei konnte es auch mal zu kleinen Streitigkeiten kommen.

Wenn jemand frische Luft in den Anzug lassen wollte, war das kein Problem. Diese jungen Männer hatten ganz recht: Ein Moment frische Luft ist gar nicht schlecht. Wenn man dabei nur zuhört und nicht nur in Gedanken abschweift, hört man genau zu. Das finde ich wichtig.

Vor dem Essen zogen sie die Sandalen aus. Es war üblich, dass früher die Füße vom Staub der Straße gereinigt wurden. Die Jünger hatten an diesem Tag eine große Wanderung mit Jesus gemacht und waren nun müde. Sie zogen die Sandalen aus und ließen sich fallen.

Ich kann mir vorstellen, wie Petrus Johannes anschaut und ihm mit den Augen zuzwinkert: „Einer muss hier Wasser holen und den Schwamm bringen, um den anderen die Füße zu waschen. Das könntest du machen, du bist der Jüngste!“ Johannes zuckt mit den Schultern und denkt: „Petrus nervt mich, weil er mich als Jüngsten anspricht. Warum soll nicht Jakobus das Wasser holen?“ Jakobus denkt wiederum: „Wie komme ich dazu? Ich gehöre zu den Lieblingsjüngern. Lass doch den Matthäus das machen!“

In diesem Moment nerven sich alle gegenseitig, weil jeder sich davor drückt, die Aufgabe zu übernehmen.

Dann steht Jesus auf, und die Jünger erschrecken. „Er wird doch nicht ...?“ Doch, er tut es. Er kommt mit dem Schurz eines Hausknechts, der Waschschüssel und dem Schwamm und wäscht allen die Füße – auch Judas, auch Petrus, auch Johannes.

Ich hätte beinahe gesagt: Auch mir. Das ist Jesus, in dem alles zusammengefasst ist. Gott ist in ihm, und er liebt die anderen.

Jesus am Kreuz: Versöhnung und Hoffnung

Und sehen Sie, ich muss Ihnen Jesus zeigen. So sehe ich ihn am liebsten: wie er am Kreuz hängt.

Oh, ich möchte, ich könnte Sie jetzt geradezu verführen, dass Sie nicht mehr in einem Saal in Pforzheim sind, sondern mit mir auf dem Hügel vor den Toren Jerusalems. Dort, wo die Volksmenge brüllt, wo die römischen Soldaten mit ihren Spießen stehen, wo über den Köpfen drei Kreuze ragen. Und der in der Mitte – den meine ich, der mit der Dornenkrone – o Haupt voll Blut und Wunden, voll Schmerz und voll Erbarmen, o Haupt zum Spott gebunden mit einer Dornenkrone, o Haupt so schön geziert, mit höchster Ehr und Zier, jetzt aber höchst schimpfiert.

Den möchte ich Ihnen vor Augen stellen, meine Freunde. Da stirbt er für Sie, um Sie aus diesem Elend herauszuholen. Aus dem Elend, in dem man anderen auf die Nerven fällt, sich selbst auf die Nerven fällt und anderen auf die Nerven fällt. Er stirbt, um Sie mit Gott zu versöhnen.

Ich kann das jetzt nicht lange erklären, wir haben ja noch fünf Abende. Ich möchte nur eines sagen: Suchen Sie Frieden mit Gott, wirklich Frieden mit Gott! Wollen Sie, dass alles, was zwischen Gott und Ihnen an Schuld, Dreck, Verlorenheit und Zweifel steht, beseitigt wird? Dann kommen Sie zum Kreuz Jesu. Das ist die Tür zum Herzen Gottes.

Wir haben Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus.

Frieden durch Jesus: Die Überwindung des Auf-die-Nerven-Fallens

Sehen Sie, Jesus bringt Gott und uns wieder zusammen. Darum bin ich hier. Ihr Problem ist vielleicht, dass Sie zwar christlich sind, aber keinen Frieden mit Gott haben. Vielleicht stehen Sie sogar im Gegensatz zu Steuerzahlern und Mitgliedern der Gemeinschaft – ich weiß nicht genau, was es ist.

Ich sage Ihnen heute Abend: Für Sie starb Jesus. Er hat all Ihre Schmerzen, alle Ihre Schulden und alles andere auf sich genommen. So können Sie jetzt zu ihm kommen, sich vor ihm niederwerfen und sagen: „Herr, hier ist ein verlorener Sünder. Ich glaube an Dich und nehme Dich an.“ Damit erhalten Sie Leben und Frieden mit Gott.

Sehen Sie, wenn Jesus in Ihr Leben einbricht, bekommen Sie Frieden – mit Gott und auch mit Ihrem Nächsten. Dann hört das gegenseitige Auf-die-Nerven-Fallen auf.

Hören Sie gut zu: Hier sitzen viele, die ganz kolossal christlich und bekehrt sind. Solange ihnen andere Menschen auf die Nerven fallen, stimmt etwas noch nicht. Verstehen Sie das? Es stimmt noch nicht.

Da sagt jemand: „Sie sollten meine Nachbarin kennen, die Ziege!“ Ich habe geantwortet: Solange Sie sie nicht lieben, stimmt bei Ihnen etwas nicht. Denn wenn Jesus in unser Leben kommt, hört das mit den schwachen Nerven auf, durch die andere Menschen uns ständig auf die Nerven fallen.

Persönliche Geschichte: Überwindung von Feindschaft durch Liebe

Ich möchte Ihnen eine Geschichte erzählen, die zeigt, dass man manches erst lernen und üben muss. Man übt ein Leben lang daran. Ich erzähle Ihnen einfach eine ganz einfache Geschichte.

Als ich als junger Pfarrer nach Essen kam, bestand mein Pfarrkollegium aus lauter älteren Herren. Einer davon war ein theologischer Doktor und ein berühmter Mann. Er ging mir schrecklich auf die Nerven. Ich kann das verstehen, aber er ging auch mir auf die Nerven. In jeder Sitzung waren wir unterschiedlicher Meinung. Ich war damals siebzig Jahre alt, er war nicht so alt wie ich heute, und es war furchtbar.

Da er älter war, theologischer Doktor und ein berühmter Mann, wurde ich immer geduckt. Eines Tages fuhr ich in die Ferien zu meiner Mutter. Wir saßen im Garten, sie schälte Kartoffeln oder Ähnliches, und ich erzählte ihr, wie schwer ich es mit dem alten Herrn hatte. Als ich fertig war, dachte ich, meine Mutter, eine wundervolle Christin, würde sagen: „Ach, mein armer Junge, wie schwer du es hast.“

Aber wissen Sie, was sie sagte? Sie sagte nur: „Da will ich den Heiland recht bitten, dass du den Doktor trotzdem sehr lieb hast. Mutter sei, du kannst beten, dass wir uns notdürftig vertragen, aber lieb haben – unmöglich, unmöglich.“

Ich erzähle Ihnen jetzt einfach, wie es weiterging. Kurz danach hielt ich einen Vortrag. Der Saal hatte noch keine Klimaanlage, das war ein Mangel. Zuerst musste ich das Fräulein ermahnen: „Sie müssen mir alle zuhören, sonst fallen Sie mir auf die Nerven.“ Nach dem Vortrag und dem Gottesdienst saß dieser Herr drei Bänke vor mir.

In dem Moment, als ich ihn sah, dachte ich: „Ach, das ist eigentlich ein sehr einsamer Mann.“ Er war berühmt, aber sehr einsam. Und ich spürte, wie eine große Liebe zu ihm in meinem Herzen entstand. Als der Vortrag zu Ende war, stand er auf, sah mich an und kam auf mich zu. Ich merkte, ihm ging es genauso.

Von da an wurden wir gute Freunde. Als er pensioniert war, kam er jeden Sonntag in meinen Gottesdienst, obwohl wir theologisch ganz anders dachten. Als er starb, befahl er, ich solle ihn beerdigen. Die Leute wunderten sich, wie zwei so verschiedene Menschen eine so wundervolle Liebe und Gemeinschaft zueinander haben konnten. Das soll mir einer erklären.

Die Kraft der Liebe Gottes im Umgang mit Feinden

Sehen Sie, wo Jesus einbricht, da schenkt er Frieden mit Gott und auch Frieden mit demjenigen, der einem auf die Nerven fällt. Wenn Sie Menschen haben, die Ihnen auf die Nerven gehen, dann brauchen Sie Jesus. Sonst hilft nichts, denn Ihre Nerven werden an der Geschichte kaputtgehen. Jesus muss ihnen Frieden mit Gott schenken und ihr Inneres einnehmen. Dann klappt es auch mit den anderen.

Kann ich noch eine schöne Geschichte erzählen? Ich kenne einen Mann, der heißt Apozzo. Er ist ein Evangelist, kennt man ihn hier? Er ist Franzose. Er hat einen verkrüppelten Arm vom Konzentrationslager. Seine Geschichte habe ich nie vergessen.

Er erzählte: Im KZ ließ mich der Lagerleiter einmal um die Mittagszeit holen. Ich wurde in ein Zimmer geführt, das gedeckt war, aber nur notdürftig. Dann kam der Lagerleiter. „Ich hatte Hunger, brüllenden Hunger“, sagt Apozzo. Der Lagerleiter setzte sich hin und bekam ein Essen serviert, Gang für Gang. Ich musste stramm stehen und zusehen. Er machte mir vor, wie das Essen schmeckte, und ich starb vor Hunger. Aber das war das Wenigste.

Am Schluss ließ er sich Kaffee bringen und stellte ein Päckchen Gebäck auf den Tisch. Er sagte: „Sehen Sie mal, das hat Ihre Frau Ihnen aus Paris geschickt.“ Apozzo wusste genau, wie wenig es zu essen gab und wie seine Frau zusammengespart hatte, um das Gebäck zu schicken. Doch der Lagerleiter fing an, alles aufzuessen.

Apozzo bat ihn: „Geben Sie mir wenigstens eins. Ich will es nicht essen, nur zum Andenken an meine Frau.“ Doch lachend aß der Lagerleiter das letzte Stück auf. Das ist ein Moment, wo das Auf-die-Nerven-Fallen seinen Höhepunkt erreicht. Man hasst, nicht wahr?

Apozzo sagte wörtlich: „In dem Augenblick wurde mir klar, was es heißt: Die Liebe Gottes ist ausgegossen in unser Herz.“ Ich konnte diesen Mann lieben. Ich dachte: Du armer Mann, im Grunde kein Mensch, umgeben nur von Hass. Wie gut habe ich es als Kind Gottes. Gott kann ihn in Mitleid und Erbarmen einhüllen. Er fällt einem nicht mehr auf die Nerven. Verstehen Sie das?

Da sprangen wir auf. Er spürte, was ich meinte, als ich aus dem Wildnisrand herauskam. Apozzo hat den Mann nach dem Krieg besucht. Der Mann war bleich. Sie wollten sich rächen. „Ja“, sagt Apozzo, „ich will mich rächen. Ich will eine Tasse Kaffee bei ihm trinken.“ Im Auto hatte er seine Tochter mitgebracht. Jetzt essen und trinken wir zusammen. Der Mann schüttelte den Kopf.

Der Mensch, in den Jesus gekommen ist, muss nicht mehr hassen. Er ist frei davon, denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in sein Herz.

Die Herausforderung der Selbstreflexion und Vergebung

Meine Freunde, so einfach ist das natürlich nicht.

Sehen Sie, ich habe dasselbe erfahren: Wenn Jesus in unser Leben kommt, schenkt er uns Frieden mit Gott und will uns auch Frieden mit unseren Nächsten schenken. Das tut sehr weh, wenn er das macht. Denn er zeigt uns dabei nämlich, dass wir den anderen viel mehr auf die Nerven fallen, als sie uns. Dass wir für die anderen viel schwerer zu ertragen sind.

Seit ich Jesus kenne, zeigt er mir, wie ich schuldig werde an den anderen. Und da wird einem immer wichtiger, dass der Heiland am Kreuz gestorben ist, wo es Vergebung der Sünden gibt.

Ich muss schließen, Sie verstehen es. Jesus bringt die größte Revolution in der Welt hervor, aber er muss angenommen werden. Darum möchte ich Sie bitten, dass Sie das nicht nur anhören, sondern Jesus ernst nehmen.

Wie man das macht, werde ich an einem der nächsten Abende erzählen. Aber bitte lassen Sie die Woche nicht vorübergehen, ohne dass Sie am Ende sagen können: Ich habe Jesus gefunden, und er hat mich gefunden.

Abschluss: Einladung zum gemeinsamen Lobpreis

Nun wollen wir noch ein Lied zusammen singen. Es ist ein Lied, das ich in Norwegen gehört habe. Ich habe dann einen Freund gebeten, es für mich zu übersetzen. Es handelt sich um ein norwegisches Erweckungslied.

Nachdem ich es nach Deutschland gebracht habe, wird es hier überall gesungen. Wer es kennt, singt es mit. Es ist das Lied mit dem Titel „Mitglied Nummer acht“ – „Jesu Name nie verklingt“.