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Ist „DIE PASSION CHRISTI“ biblisch?

Filmanalyse
14.04.2022

Einleitung und Kontextualisierung der Darstellung im Film

Wir beginnen im Garten Gethsemane. Was direkt ins Auge springt, ist, dass – abgesehen von Jakobus – Jesus und die Jünger keine Kopftücher, keine Kopfbedeckung oder Ähnliches tragen. Die anderen männlichen Figuren im Film tragen jedoch solche Kopfbedeckungen.

Außerdem hatten die meisten Männer damals häufig keine langen Haare. Lange Haare waren meist den sogenannten Nazireern vorbehalten. Das waren Menschen, die ein religiöses Gelübde gegenüber Gott abgelegt hatten. Sie wollten sich so lange, bis sie das Gelübde erfüllt hatten, die Haare nicht schneiden.

Wir wissen auch, dass Frauen häufig Haarnetze trugen. Das bedeutet, sie banden ihre Haare zusammen und steckten sie in Haarnetze. Solche Haarnetze wurden zum Beispiel in der Festung von Masada gefunden.

Dann betet Jesus: „Steh auf und verteidige mich.“ Diese Worte stammen aus Psalm 35 und Psalm 43. Zwar ist es möglich, dass Jesus so gebetet hat. Aber zum einen stellt sich die Frage, woher wir das wissen. Zum anderen, selbst wenn man künstlerische Freiheit zulässt und das Gebet etwas ausdichtet: Passt es wirklich, dass Jesus ausgerechnet das gebetet haben soll?

Denn der ganze Zweck von Jesu Gebet im Garten Gethsemane, sein Ringen an diesem Gründonnerstagabend, ist ja, dass er Gott ergeben sein will. Er möchte tun, was Gott von ihm verlangt. Gerade will er nicht, dass Gott eingreift und ihn verteidigt.

Versuchungsszene und theologische Reflexion

Und dann tritt der Versucher auf. Es ist natürlich spannend, dass wir hier erneut eine Versuchungsszene in einem Garten vorfinden. Doch tatsächlich handelt es sich hier nicht um eine Versuchung im eigentlichen Sinne. Diese hatte bereits zuvor in Matthäus 4 und Lukas 4 stattgefunden.

Falls dich interessiert, wie genau diese Versuchung Jesu durch den Teufel abgelaufen ist, was dahintersteckt und was im griechischen Text zwischen den Zeilen steht – etwas, das in der deutschen Bibel kaum zu erkennen ist – dann kannst du gern die Glocke unter diesem Video drücken. So wirst du benachrichtigt, denn zu diesem Thema haben wir einen eigenen Beitrag auf diesem Kanal.

Die erste Frage des Versuchers ist gleich wieder eine Suggestivfrage. Das heißt, es handelt sich um eine Frage, die die Antwort eigentlich schon vorwegnehmen soll. Ähnlich wie damals im Paradies, als der Teufel sagte: „Sollte Gott wirklich gesagt haben?“ Und jetzt, hier im Garten, fragt er erneut: „Glaubst du wirklich...?“

So etwas würde der Teufel nicht sagen. Selbst die Dämonen wissen in den biblischen Erzählungen sofort, wer Jesus ist. Das zeigt sich auch eindeutig in Matthäus 4 und Lukas 4. Für den Teufel ist also zweifellos klar, wer Jesus ist.

Daher ist es für mich etwas unklar, was mit dieser Stelle, mit dieser Szene hier eigentlich gezeigt werden soll.

Symbolik und historische Ungenauigkeiten

Dann eine ikonische Stelle, die viele hier leicht erkennen werden. Das Bibelzitat kommt – bitte nicht erschrecken – natürlich aus dem Alten Testament, genauer gesagt aus dem Sündenfall. In Genesis 3 heißt es: Gott sagt zur Schlange, es werde Feindschaft geben zwischen deinem Nachkommen und ihrem Nachkommen, dem Nachkommen von Eva. Er, der Nachkomme der Frau, wird dir den Kopf zertreten, und du wirst ihm die Ferse zerbeißen.

Zunächst zur Szene: Es waren deutlich mehr bewaffnete Tempelwachen anwesend, als es im Film dargestellt wird. Zweitens haben wir keinen Hinweis darauf, dass Jesus bereits geschlagen wurde. Im Gegenteil: Viele von ihnen sind zunächst vor Jesus niedergefallen. Die erste Gewaltanwendung, der erste wirkliche Gewaltakt gegen Jesus, geschieht erst im Synhedrion vor dem Hohen Rat, also deutlich später, mehrere Stunden nach der Gefangennahme.

Wenn wir Markus 14 und Lukas 22 lesen, erfahren wir, dass die Tempelwachen zwar Schwerter dabei hatten, aber vor allem Fackeln und Stangen – also keine tödlichen Waffen, sondern eher Holzschwerter oder ähnliche Waffen.

Überlegt doch auch mal logisch: Die Römer würden gerade zum Passahfest, dem Fest der Befreiung gegen eine feindliche Diktatur, die sie versklavt, nicht zulassen, dass die Israelis eine eigene Privatarmee unter ihrer Nase aufstellen. Es ist ja nicht schwer herauszufinden, wer damit gemeint ist.

Unbiblische und unhistorische Filmszenen

Jesus wird also von dieser Brücke geworfen und begegnet dort Judas. Das ist jedoch nicht biblisch belegt. Es gibt keinen Hinweis darauf, dass Judas und Jesus sich nach Gethsemane jemals wieder begegnet sind.

Wenn das wirklich passiert wäre, hätte der Mensch, dem das widerfahren ist, schwerste innere Verletzungen erlitten. Die Ketten sind aus Metall. Das bedeutet, dass in dem Moment, in dem die Ketten straff werden, ein Fall aus einer Höhe von vermutlich fünf bis sieben Metern direkt auf Metallstangen erfolgt. Das hätte tödlich sein können. Zudem konnten die Tempelwachen oben nicht exakt auf den Zentimeter genau wissen, wie lang oder kurz die Ketten genau sein würden. Das macht die Geschichte ein Stück weit unrealistisch und definitiv unbiblisch.

Eine Frage, die ich mir gestellt habe – und die sich vielleicht auch der eine oder andere hier stellt, der schon einmal in Jerusalem war – ist: Welche Brücke genau soll das eigentlich sein? Rein geografisch kann eigentlich nur der Fluss oder das Bächlein vom Kedrontal gemeint sein.

Aber dieser Fluss – falls es zu der Zeit dort eine Brücke gab – wäre nach dem Passahfest, dem höchsten Fest im Jahr, kaum leer gewesen. Wenn wirklich Land und Leute in die Hauptstadt Jerusalem strömen, müssten deutlich mehr Menschen dort sein.

Vorstellung des Bibelfit Projekts und Dank an das Team

Und damit herzlich willkommen zum Bibelfit-Projekt, bei dem wir versuchen, leicht verständlich tiefer in die Bibel einzusteigen, Jesus im modernen Alltag nachzufolgen und harte Fragen von Nichtchristen zu beantworten.

Jeden Beitrag verschenke ich Übersichten, biblische Entscheidungshilfen, komplette Hörbücher und sogar Onlinekurse. Das gibt es alles gerade auf der Website, dank freiwilliger monatlicher Spenden von Menschen wie dir und mir.

Heute gibt es einen Beitrag, der nicht nur wirklich aufwendig, sondern auch emotional schwer zu machen war. Seitdem ich nämlich letzten Karfreitag, im letzten Jahr, ein Video hochgeladen habe, das über zehntausendmal angesehen wurde – darin geht es darum, wie eine historische Kreuzigung wirklich abgelaufen ist – haben sehr viele Menschen hier gefragt: Können wir uns mal den Ab-16-Film „Die Passion Christi“ von Mel Gibson zusammen ansehen? Und zwar unter einer biblischen und einer historischen Brille.

Ihr habt gefragt, ob es stimmt, was die Glaubenskongregation des Vatikans verlautbart hat, nämlich dass der Film sich vollkommen im Rahmen der historischen Begebenheiten abspielt und das Neue Testament-Zitat der Glaubenskongregation vollständig gewissenhaft abbildet. Na ja, wenn wir so anfangen, kannst du dir sicher sein, dass da ein paar Überraschungen auf dich warten.

Bemerkenswerterweise kommt das nicht aus der Bibel, sondern aus der jüdischen Tradition beim Abend des Passahfestes, beim sogenannten Seder-Mahl. Je nach Tradition ist das der fünfte von bis zu vierzehn Schritten, der sogenannte Magidschritt. Dabei fragt der jüngste Sohn am Tisch den Vater: „Warum ist diese Nacht anders als alle anderen Nächte?“ Das ist so eine Art Liturgie, würden wir sagen.

Das Familienoberhaupt antwortet darauf: „Weil wir Sklaven waren, doch jetzt sind wir frei.“ Im Film wird genau darauf abgezählt, dass aus christlicher Sicht das Passah damals schon ein Hinweis auf eine spätere Befreiung von Sklaverei war, die erst noch kommen würde – nämlich die Befreiung von der Sklaverei der Sünde.

Jesus selbst sagt dazu: „Wer Sünde tut, der wird zum Sklaven der Sünde“, heißt es im Römerbrief. Auch die Schöpfung selbst wird einmal von dieser Versklavung an Vergänglichkeit befreit werden. Genau darum geht es in der Karwoche, genau darum geht es in der christlichen Passion und genau darum geht es zu Ostern.

Geht sofort weiter. Ich will an dieser Stelle einfach ein ganz großes Danke sagen an Sami, einen Freund von mir, der hier im Bibelfit-Projekt mitarbeitet. Sami ist seit bald einem Jahr fürs Video-Editing hier verantwortlich und hat inzwischen fast fünfzig Videos editiert.

Ihm haben wir beide – du und ich – und alle Zuschauer und Zuhörer hier in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu verdanken, dass diese Videos hier so locker rüberkommen, so professionell sind und dass sie auch rechtlich sicher sind. Da gibt es nämlich Tausende von Einzelheiten zu beachten.

Wenn das hier also nicht dein erstes Video ist, das du vom Bibelfit-Projekt siehst, dann mach doch kurz eine Pause von ein paar Sekunden und schreib gern für Sami etwas Wertschätzendes in die Kommentare. Das hat er nämlich mehr als verdient.

Vielen Dank, lieber Sami!

Darstellung Judas und Dämonen im Film

Wir kommen damit zu einer Sequenz, bei der ich mehrere Gedanken habe, nämlich dass Judas von Dämonen besessen wird. Ich zeige dir kurz, wie es im Film dargestellt ist, und dann werten wir es aus.

Jetzt nicht erschrecken: Rechts neben Judas kommt im Film aus der Wand gleich so eine Art Dämon heraus. Nicht erschrecken! Bist du bereit? Dann geht es so weiter: Kinder sind draußen auf der Straße, und Judas fühlt sich von ihnen irgendwie verfolgt. Die Kinder verwandeln sich in Fratzen. Darauf gehen wir gleich auch biblisch ein, denn achte mal auf das, was sie sagen. Wiederum nicht erschrecken!

Natürlich sind diese Szenen nicht biblisch, aber die Anspielung bezieht sich hier auf Psalm 109, wo es heißt: „Sein Fluch wirkt gegen ihn selbst, gegen den Verfluchten, wie Wasser in sein Inneres, wie Öl in seine Knochen.“

Damit kommen wir zu einer Szene, bei der ich wirklich seit zwei Wochen nicht schlau daraus werde, was die Filmemacher sich dabei gedacht haben. Das fängt erst mal damit an, dass Judas sich wieder einbildet, von Kindern verfolgt zu werden. Das ist ein Motiv, das wir entfernt aus der Bibel kennen, aus Sprüche 28, wo es heißt: „Die Schuldigen fliehen, auch wenn niemand sie verfolgt.“ Also ein schuldiges Gewissen, das sich überall Verfolger einbildet. Wir fühlen uns dann leicht angeklagt und schuldig – weil wir es auch sind, wenn wir es auch sind.

Okay, das kann ich so weit vom Motiv her einordnen. Aber dann kommt die Stelle, bei der ich ganz im Ernst über zehn Mal zurückgespult habe. Ich habe die Szene bestimmt zwanzig Mal angesehen, weil ich dachte: Das kann nicht euer Ernst sein! Ja, es ist ein bisschen schwer zu sehen, vielleicht muss ich noch mal kurz zurückspulen. Deshalb achte jetzt mal sehr genau im nächsten Clip auf die Haare und die Kopfbedeckung der Kinder.

Hast du es gesehen? Die Kinder tragen eine Jarmulke, eine Kippa. Damit du es einordnen kannst: Kopfbedeckungen für Juden gibt es schon seit der Antike. Aber so standardisierte Hüte werden von aschkenasischen Juden, also ganz vereinfacht gesagt aus Mittel- und Osteuropa, erst seit dem europäischen Mittelalter getragen – im weiteren Sinne ab dem Spätmittelalter.

Und diese konkrete Kopfbedeckung, die Jarmulke beziehungsweise Kippa, wird erst nach der europäischen Reformation im Judentum etabliert, das heißt im 17. Jahrhundert, frühestens im 16. Jahrhundert nach Christus.

Das heißt also, ausbuchstabiert: Ohne dass davon ein Wort in der Bibel steht oder dass es irgendeinen historischen Anhaltspunkt dafür gibt, werden von den Filmemachern Kinder absichtlich so angezogen – Kinderdarsteller –, dass ein heutiger Zuschauer sie als Juden erkennen muss. Es werden von Dämonen besessene Kinder dargestellt, die der Zuschauer eindeutig als eine Schar von kleinen Juden identifizieren muss.

Was soll das? Das ist also nicht nur total unhistorisch und überhaupt nicht in der Bibel, sondern es gibt dem Ganzen auch eine Stossrichtung, bei der ich mich frage: Was genau haben sich die Filmemacher dabei gedacht?

Die Glaubenskongregation des Vatikan behauptet, hier sei „absolut rein gar nichts Antisemitisches in dem Film“. Das verstehe ich nicht.

Was dann aber wieder historisch gut gelungen ist, ist die geografische Darstellung des Töpferackers, auf dem Judas sich dann selbst erhängt. Einige Anmerkungen dazu: Diese Gegend sieht in der Realität spiegelverkehrt aus, weil sie am Gehennatal liegt und man Richtung Norden in die Stadt hinaufschaut. Aber das wäre ein Detail.

Wir gehen in späteren Beiträgen noch einmal näher auf die Macht von Dämonen in der Bibel ein und darauf, wie wir sie durch die Kraft des Heiligen Geistes brechen können. Wenn du das sehen möchtest, dann drücke gerne die Glocke neben diesem Video. Denn ich sehe, wie viele von euch die Glocke drücken, und dann weiß ich ungefähr, wie viele das interessiert und wie früh ich diesen Beitrag herausbringen soll.

Verhörung Jesu: Historische und sprachliche Aspekte

Damit kommen wir zur vierten von achtzehn großen Sequenzen im Film, nämlich der Verhörung. Diese beginnt mit einem kleinen Detail, das historisch korrekt ist: Zu diesem Zeitpunkt gab es mehrere Hohepriester. Das hängt mit verschiedenen Amtszeiten zusammen, und im Neuen Testament wird das auch erklärt. So gab es zum Beispiel einen Hohepriester, der das letzte Wort hatte, aber mehrere, die ein mächtiges Mitspracherecht besaßen.

Die nächste Szene zeigt, wie Leute aus der israelischen Bevölkerung kommen und ihre eigene geistliche Obrigkeit bei den Römern anschwärzen wollen. Dass das so geschah, wird in den Quellen zwar nicht erwähnt, ist aber grundsätzlich sehr plausibel. Denn in Johannes 11 lesen wir, dass die Initiative zur Verhaftung und Ermordung Jesu tatsächlich von der geistlichen Obrigkeit ausging – und zwar an den Römern vorbei.

Dann folgt eine Stelle für die Sprachbewanderten unter euch. Hör mal genau hin: Hast du es gehört? Die Soldaten sprechen untereinander Latein. Grundsätzlich gilt: Im ersten Jahrhundert, vor allem in den Provinzen und Randgebieten des Römischen Reiches, wurde kein Latein gesprochen – schon gar nicht unter Soldaten. In Italien wäre das vielleicht eine andere Geschichte gewesen, aber definitiv nicht in Judäa, in Israel. Dort wurde Koine gesprochen und geschrieben, also eine Art einfaches Altgriechisch. In dieser Sprache sind auch die meisten Texte des Neuen Testaments verfasst. Der Hebräerbrief ist hier ein Sonderfall.

Dass einfache Soldaten in Judäa auf der Straße Latein sprechen, das kaufe ich nicht. Auch den Namen des Hauptmanns kennen wir in Wirklichkeit nicht. Im Film wird er Abenader genannt. In manchen Traditionen gibt es zudem noch einen Stephaton oder einen Cassius, der später im Film ebenfalls vorkommt. Aber wir wissen nicht, wie er tatsächlich hieß. Das ist mit der historischen Realität, basierend auf den gesicherten Fakten, nicht vereinbar.

Bevor wir weitermachen, wäre es gut, wenn du kurz auf die Glocke unter diesem Video klicken könntest. Indem du diese Glocke drückst, erhält YouTube ein Signal und zeigt mehr Menschen christliche Inhalte an, anstatt sie zu verbergen. Tatsächlich ist nachweislich so, dass die meisten diesen Beitrag nur deshalb sehen, weil bereits Hunderte vor dir diese Glocke gedrückt haben. Wer also möchte, kann sich gerne beteiligen – ich mache das persönlich auch bei anderen christlichen Kanälen.

Kulturelle und theologische Anmerkungen zum Abendmahl

Und jetzt kommt eine Stelle zum Lachen. Jesus erfindet Tische und Stühle. Um fair zu bleiben, ist daran historisch sogar etwas dran. Im Römischen Reich hat man damals tatsächlich im Liegen gegessen – auf der Seite liegend, meistens auf der linken Seite, und mit der rechten Hand die Speisen nehmend und essend.

Dafür gibt es sogar im Griechischen eine eigene Vokabel, die genau das ausdrückt: Anakämenai. Diese findet sich auch genau so im Neuen Testament, zum Beispiel in Markus 6 und Johannes 13. Das bedeutet, dass die Menschen zu Jesus’ Zeiten in Israel tatsächlich im Liegen gegessen haben.

Abgesehen davon fürchte ich, dass an der Szene historisch nicht viel dran ist. Es wirkt so, als wäre Jesus mit Maria allein gewesen – fast so, als ob er ein Einzelkind gewesen wäre, was er aber nicht ist. Das kann unter anderem damit zusammenhängen, dass manche der Filmemacher gläubige Katholiken waren. Sie wollten damit unter anderem das Dogma von der immerwährenden Jungfräulichkeit implizieren.

Dieses Dogma besagt, dass Maria ihr Leben lang Jungfrau geblieben sei. Es ist fest in der katholischen Theologie verankert. Interessanterweise findet sich dieses Dogma auch in der evangelischen Theologie der Landeskirchen, sogar in den evangelischen Bekenntnisschriften.

Woher das eigentlich kommt und was es damit auf sich hat, darauf gehen wir ganz ausführlich ein, sobald wir uns die Videoreihe zur Marienverehrung genau ansehen. Drückt gern die Glocke unter diesem Video und schreibt einen Kommentar. Dann weiß ich nämlich, wie viele von euch das hier interessiert und wann ich das herausbringen soll.

Die Rolle Marias im Film und theologische Überlegungen

Und damit sind wir bei Maria. Maria ist in dem Film The Passion of the Christ ständig präsent. Am Anfang hatte ich kurz überlegt, dir eine Zusammenstellung von Szenen zu zeigen, in denen Maria im Film vorkommt, obwohl in der Bibel von ihr nirgends die Rede ist. Doch dieser Gedanke wurde schnell absurd.

Ich kann dir nämlich gar nicht alle Szenen zeigen, weil es einfach viel zu viele sind. Es sind Dutzende Stellen. Anfangs habe ich sie noch notiert, aber irgendwann die Liste wieder gelöscht, weil es einfach nichts bringt. Ich übertreibe nicht: Ich habe ernsthaft gesucht, ob es verlässliche Angaben dazu gibt, wer insgesamt mehr Minuten im Film zu sehen ist – Jesus oder Maria.

Für die zweite Filmhälfte ist das ehrlich gesagt gar nicht so klar. Insgesamt im Film ist es Jesus, weil er auch in der ersten Hälfte mehr spricht und die Szenen in Gethsemane sowie mit Pilatus hat. Doch Maria ist definitiv der zweite Hauptcharakter. Und das ist beachtlich, denn Maria wird die meiste Zeit des Films eigentlich nur gezeigt, wie sie emotional leidet.

Dass dieses Leiden von Maria eine emotionale Wirkung hat, ist keine Frage. Aber angesichts der schieren Menge an Zeit, die Szenen mit Maria im Film füllen, ist das schon erstaunlich. Du könntest Maria aus dem gesamten Film rausschneiden und wegkürzen, und es würde der Handlung keinerlei Abbruch tun.

Man fragt sich also: Du hast im Film eine Figur, die du komplett weglassen kannst. Du hast eine Person, die biblisch und historisch bei diesen Geschehnissen praktisch unerwähnt ist. Es gibt gerade mal zwei Bibelstellen, in denen wir wissen, dass Maria damals zur gleichen Zeit in derselben Stadt war.

Wieso wird Maria hier also so prominent dargestellt, dass man sich gerade in der zweiten Filmhälfte ernsthaft fragen kann, ob sie vielleicht der Hauptcharakter ist?

Davon abgesehen gibt es eine Reihe kurioser Details. Das eine ist, dass sie im Film Dinge sagt, die sie in der Realität nicht gesagt hat. Das nächste ist, dass sie schon weiß, was passieren wird – zum Beispiel bei der Gefangennahme –, dass es eine Kette von Ereignissen sein wird, die Jesus’ unausweichlichen Tod zur Folge haben werden.

Dann gibt es mehrere Szenen, in denen Maria eine Art Aura zu haben scheint, die andere Menschen respektvoll zurückweichen lässt. Schau selbst: Petrus kniet vor Maria und darf sie nicht berühren, als wäre sie besonders heilig.

Außerdem wird Maria von anderen Menschen als „Mutter“ angesprochen, obwohl sie deren Mutter gar nicht ist. Zum Beispiel in der Szene mit Petrus oder auch von anderen Personen, deren Mutter sie ebenfalls nicht ist.

Falls du denkst, das sei schon komisch, gibt es noch zwei weitere Szenen mit Maria. Die eine Szene zeigt, wie sie übernatürlich zu spüren scheint, wo Jesus gefangen gehalten wird. Der Film widmet dieser Szene viel Zeit. Hier ist eine gekürzte Fassung, damit du einen Eindruck bekommst.

Die andere Szene ist eine, bei der ich als Filmemacher zweimal überlegen würde, ob ich einen sterblichen Menschen wie Maria so darstellen möchte. Im Film ist Satan unsichtbar. An dieser Stelle geht Satan unsichtbar durch die Menge, doch Maria ist die einzige, die ihn sehen kann.

Satan läuft hinter den Römern und den Obersten der Juden entlang. Maria geht danach direkt parallel zu Satan, als ob die beiden um den Ausgang der Handlung ringen – um das Schicksal von Jesus und um die Rettung der Menschheit.

Natürlich stehen Maria und Satan auf entgegengesetzten Seiten im Spektrum von Gut und Böse. Trotzdem wird Maria auf eine ganz mysteriöse Weise mit Satan auf eine Stufe gehoben. Diese seltsame Symmetrie zwischen Maria und Satan ist auffällig.

Bild dir gerne deine eigene Meinung dazu.

Wie gesagt, in einem der nächsten Beiträge gehen wir ganz in Ruhe darauf ein, was die offizielle römisch-katholische Kirche über Maria glaubt und vor allem, warum das so ist. Da steckt nämlich mehr dahinter, als man denkt.

Das wird extrem interessant. Ich freue mich schon darauf. Drück gern die Glocke hier unter diesem Video, dann wirst du benachrichtigt.

Begegnung mit Herodes und Darstellung von Pilatus

Dann geht Jesus zu Herodes. Wichtig ist hierbei, dass nicht von Herodes dem Kinderschlächter aus Matthäus 2, Bethlehem usw. die Rede ist, sondern von seinem Sohn Herodes Antipas. Dabei wird besonders betont, dass es Herodes Antipas heißt, mit der Betonung auf dem „I“, nicht „Antipas“ oder so.

Im Film wird Herodes Antipas von einem Schauspieler dargestellt, der damals achtundzwanzig Jahre alt war. In Wirklichkeit war Herodes jedoch doppelt so alt, er war in seinen Fünfzigern und hatte nur noch wenige Jahre zu leben. Später starb er in der Verbannung eines natürlichen Todes.

Herodes Antipas war wirklich so eigenartig, wie er hier dargestellt wird. Damit sind wir beim vorletzten Hauptcharakter, nämlich Pilatus. Pilatus macht im Film ungefähr das Gleiche, was er auch in der Realität getan hat. Allerdings ist die Art und Weise, wie er das macht und mit welchen Untertönen er dargestellt wird, teilweise ganz anders. Meiner Meinung nach entsteht dadurch ein viel sympathischeres Bild, als Pilatus tatsächlich war.

Nur zur Erinnerung: Wir haben es hier mit dem Mann zu tun, der Jesus Christus zu Tode foltern ließ, obwohl er wusste, dass Jesus unschuldig war. Er hat das zugelassen und sogar angeordnet. Von so einem Mann reden wir, nur damit das klar ist.

Gehen wir also kurz chronologisch durch, was im Film historisch und biblisch auffällig ist. Das Erste ist, dass Pilatus im Film scheinbar davor zurückschreckt, Leute hinzurichten. Was er im Aramäischen sagt, unterscheidet sich etwas von dem, was im Untertitel steht. Der Punkt ist aber, dass der echte Pilatus ein ruchloser Römer war, der von seinen eigenen Landsleuten wegen seiner Brutalität und Rücksichtslosigkeit verabscheut wurde.

Wenn schon normale Israeliten Pilatus für vollständig verachtenswert hielten, kannst du dir den echten Pilatus als eine Art Gestapo-Aufseher vorstellen, der den Kontakt mit der damaligen Bevölkerung so gut wie möglich mied.

Pilatus war bereits strafversetzt worden nach Israel. Später wurde er sogar von Israel wegversetzt, weil er selbst für die Römer zu brutal war. Und im Film bietet er Jesus etwas zu trinken an? Das ist unrealistisch.

Auch die Sprache von Pilatus ist problematisch. Erst spricht er Aramäisch, dann antwortet Jesus ihm auf Latein, und schließlich sprechen beide auf Latein miteinander. Das ist zwar theoretisch möglich, aber ziemlich seltsam. Wahrscheinlicher ist, dass sie Koine gesprochen haben, also den einfacheren altgriechischen Dialekt, der damals üblich war.

Zum Beispiel spricht Pilatus Aramäisch mit der israelischen Führung. Das ist kaum plausibel, denn die Juden waren für ihn wirklich Untermenschen. Es ist unwahrscheinlich, dass Pilatus deren Sprache lernte, zumal er diesen Posten nur zur Strafe bekommen hatte und die Tage zählte, bis er endlich wegversetzt wurde.

Im Film wird Pilatus als liebevoller Ehemann dargestellt, der von der religiösen Elite erpresst wird. Er sagt zum Beispiel: „Sich hunkno condemnabo, schiuhu Kajafam sedizionem initiaturum esse.“ Entschuldige die Wortwahl, aber das klingt, als ob die israelische Elite gegenüber den Römern am längeren Hebel sitzt. Das ist total unbiblisch.

Im Johannes-Evangelium Kapitel elf sagt der Hohepriester Kajaphas sogar das Gegenteil über die Römer. Er sagt, ich paraphrasiere: „Besser, wir liefern Jesus ans Messer, bevor die Römer uns alle umbringen.“ Und genauso ist es auch gekommen bei der Tempelzerstörung und der Belagerung Jerusalems im Jahr 70, als die römische Schreckensherrschaft Frauen und Kinder zu Zehntausenden abschlachtete.

Wenn im Film Pilatus und die Römer als einfühlsame Opfer dargestellt werden, die von den übermächtigen Israelis erpresst werden, dann ist das historisch völlig falsch.

Eine Stelle, bei der ich fast verzweifelt lachen musste, war die, in der der arme Pilatus mit seiner Elite-Leibgarde vor stillstehenden israelischen Rentnern geschützt werden muss. Da dachte ich: Wollt ihr mich veräppeln? Wovor hat Pilatus denn bitteschön Angst? Vor einem Rollator, über den er stolpern könnte?

Schau dir wirklich mal den Clip an: Die vorderen Reihen sind alles Senioren, und die Menschen dahinter bewegen sich nicht einmal. Im Ernst, sieh es dir noch einmal an.

Im Film gibt es auch eine ähnliche Szene, in der die Israelis die Römer in deren eigenen Räumlichkeiten auslachen. Auch das ist nicht plausibel. Die Israelis wären nicht einmal in Pilatus’ Räume gegangen, weil sie Angst hatten, sich kultisch zu verunreinigen.

Zudem hatten die Israelis eine große Angst vor den Römern.

Geisselung: Historische Realität und filmische Darstellung

Und dann wird es im Film auch wieder etwas ernster. Dieser Teil stimmt, denn Pilatus hatte am Anfang tatsächlich nicht vor, Jesus umzubringen. Das ist einer von zwei Gründen, die erklären, warum Jesus danach so fürchterlich misshandelt wird. Den anderen Grund sehen wir uns jetzt in der Sequenz der Geißelung an.

Bevor wir das tun, fällt auf, dass der Film in einigen Punkten sehr unhistorisch ist und auch Dinge darstellt, die der Bibel stark widersprechen. Weil du bis hierhin geschaut hast, vermute ich, dass dich Jesus' Leid und die Karwoche nicht kaltlassen. Vielleicht geht es dir wie manch anderem, der das hier mit dir anschaut, und du spürst in dir die Frage: Was ist denn jetzt wirklich passiert? Wie war es wirklich?

Falls du möchtest, kannst du dir dafür gern diese biblische Nacherzählung zur Passionsgeschichte herunterladen. Sie gehört zu den meist heruntergeladenen Angeboten auf der ganzen Website. Dort gehe ich mit dir Schritt für Schritt die letzten zwölf Stunden von Jesus' Leben durch. Wir schauen hinter die Kulissen, wie welche Person war, was sie wann gesagt und getan hat und was wirklich passiert ist. Diese Inhalte werden bereits in Gemeinden für Jugendarbeit und Erwachsenenunterricht verwendet und auch in immer mehr Schulen im Religionsunterricht. Schau gern, ob du damit etwas anfangen kannst. Wie immer ist alles komplett gratis und es wird kein Vorwissen vorausgesetzt. Klicke einfach darauf, und du hast am Ende dieser Minute noch den Download. Probier es einfach aus, der Link ist direkt unter diesem Video.

Nachdem wir uns bisher Dinge angeschaut haben, die im Film nicht historisch dargestellt sind, wie Pilatus, kommen wir jetzt zu einer Sequenz, die sehr realistisch gezeigt wird: die sogenannte Geißelung. Ich muss dich warnen, diese Szene ist extrem schwer anzusehen. Ich finde sie sogar noch schwerer als die eigentliche Kreuzigung später. Im Großen und Ganzen ist das tatsächlich so real bei Jesus passiert. Es hat sich wirklich so zugetragen.

Dazu möchte ich noch etwas sagen: Für Leute, die sich historisch damit auseinandergesetzt haben, ist es schwer nachvollziehbar, dass die Geißelung von Jesus bei vielen Abbildungen oder Darstellungen so harmlos wirkt, als ob man einmal kurz mit Ruten geschlagen wird und dann weitermacht. Die Menschen in der Antike, die davon gehört haben, oder diejenigen, die die Evangelien – also Augenzeugenberichte aus Jesus’ Leben – gelesen haben, wussten genau, wie brutal das war.

Im österreichischen Ort Zell am See findest du eine Skulptur von Jesus nach der Geißelung, die schon deutlich realistischer dargestellt ist. Hier kannst du ein Foto sehen von einem Menschen, der in der heutigen Zeit durch Geißelung gefoltert wurde und schwer verletzt überlebt hat. Du kannst dir also abschminken, dass dieser jemals wieder volle Bewegungsfähigkeit in seinem Arm oder Rücken haben wird. Anhand der immensen Narben auf dem Foto kannst du erahnen, was wirklich passiert ist.

War es also wirklich so, wie der Film es darstellt? Dann schauen wir uns an, wie der Film das zeigt. Es ist außerordentlich schwer, das anzusehen, nur damit du gewarnt bist.

Wir haben antike Gerichtsakten gefunden, in denen dokumentiert ist, wie das ablief. An einer Stelle heißt es, man konnte die Muskeln, Sehnen und sogar die Eingeweide des Opfers sehen. Ein anderer Mediziner beschreibt es so, dass der Rücken zerschreddert wurde und man die Wirbelsäule sehen konnte. Wir wissen deshalb, dass die Römer ihre Opfer durch Geißelung buchstäblich bei lebendigem Leib gehäutet haben. Die Römer nutzten diese Methode als Hinrichtung, um jemanden zu Tode zu foltern.

Was du also gerade gesehen hast, ist leider historisch zutreffend. Das ist wirklich bei Jesus so passiert. Das steht auch im griechischen Text ganz deutlich drin. Nur damit du es mal gehört hast: Eine Prophezeiung dafür gibt es übrigens auch schon in den hebräischen Texten des Alten Testaments. Im Psalm 129 heißt es: „Meinen Rücken haben sie aufgerissen wie ein Feld, in das man tiefe Furchen pflügt.“

Vier Details sind in der Realität leicht anders gewesen, aber das ändert im Großen und Ganzen nichts:

Erstens: Die Hände waren oben festgebunden. Sonst hätte das Opfer am Anfang in jedem Fall versucht, wegzurennen oder sich zumindest wegzudrehen, was natürlich nicht erwünscht war.

Zweitens: Jesus war nackt, weil er unter seinem Gewand nichts getragen hat. Das steht ja auch in der Bibel selbst.

Drittens: Sehr wahrscheinlich war kein Liktor dabei – also niemand, der sozusagen darauf geachtet hat, dass alles mit rechten Dingen zugeht und die Form gewahrt bleibt. Ein Liktor hätte auch zurückgerudert, wenn es zu schlimm geworden wäre. Es gibt jedoch keinerlei Hinweise darauf, dass es damals in den Dreißigerjahren in Palästina, zumal unter Pilatus, irgendwelche Liktoren gab.

Viertens: Claudia, die Frau von Pilatus, hat in Wahrheit Jesus kein Tuch gebracht. Ehrlich gesagt wüsste ich nicht, wozu das nach einer Geißelung in der Praxis gut sein soll.

Die anderen beiden Opfer der Geißelung wurden nicht annähernd so stark gegeißelt wie Jesus. Warum? Weil bei den anderen beiden von vornherein klar war, dass sie gekreuzigt werden sollten. Sie hätten das Kreuz gar nicht tragen können, was bei Jesus gleich zu einem zusätzlichen Problem wird.

Ganz nebenbei: Bei der Produktion des Films ist am Set ein Unfall passiert, als diese Szene gedreht wurde. Der Römer-Schauspieler hat versehentlich daneben geschlagen, sodass bis heute noch eine lange Narbe am Rücken des Schauspielers von Jesus zu sehen ist. Glücklicherweise ist es keine tiefe Narbe.

Kontroverse Szene und Antisemitismus

Und wo wir gerade das Thema Blut abschließen: Es gibt eine Stelle, die selbst in diesem umstrittenen Film zu den umstrittensten Szenen überhaupt zählt. Nämlich die Szene, in der die israelitische Führung vor Jesus steht und sagt: Sein Blut, Jesus’ Blut, komme über uns und unsere Kinder.

Der Regisseur Mel Gibson hat diese Aussage zwar aus den Untertiteln entfernen lassen. In jeder Sprache findest du sie auch nicht auf der Blu-ray, der DVD oder ähnlichem. Doch im Aramäischen ist sie noch ganz deutlich aus der Menge herauszuhören, nachdem Pilatus sich die Hände gewaschen hat.

Dass diese Aussage über Jahrhunderte hinweg Menschen, die sich selbst als Christen bezeichnen, das Recht gegeben hat, vollkommen antisemitisch zu handeln und Juden aller Zeiten, aller Orte und aller Regionen als Jesusmörder, Christusmörder oder Gottesmörder zu verfolgen, das muss ich wohl nicht weiter erläutern.

Maria Magdalena und das letzte Abendmahl

Schauen wir uns nun die zweite weibliche Figur an, nämlich Maria Magdalena. Im Film wird sie ein wenig so dargestellt, als wäre sie die fast gesteinigte Ehebrecherin aus Johannes 8. Das ist jedoch nicht der Fall.

Dann gibt es die Szene vom letzten Abendmahl. Dabei sind mir drei Dinge aufgefallen. Erstens: Im Film sitzt Johannes links von Jesus, in Wirklichkeit würde er aber rechts von ihm sitzen. Zweitens: Im Film sitzt Petrus rechts neben Jesus oder zumindest neben ihm. Das stimmt jedoch nicht. In Johannes 13 will Petrus Jesus beim Abendmahl eine Frage stellen, bittet aber Johannes, dies für ihn zu tun. Warum? Weil, wenn Petrus selbst neben Jesus gesessen hätte, hätte er ihn direkt fragen können. Also saß er nicht dort.

Und das Dritte ist, du ahnst es schon: Jesus und seine Jünger sitzen in dem Film an einem hohen Tisch auf Stühlen. Wie du jetzt weißt, legte man sich damals zum Essen hin.

Der Weg nach Golgatha und Kreuzigung: Historische Korrekturen

Weiter im Verlauf der Dinge: Der Weg nach Golgatha

Einige Details sind unklar, zum Beispiel wie oft Jesus tatsächlich auf dem Weg nach Golgatha gefallen ist, wie oft er gestolpert ist oder vielleicht sogar hingeworfen wurde. Das sind Punkte, die ich jetzt einfach mal überspringe.

Es tut mir leid, hier wieder einer häufigen künstlerischen Darstellung den Boden wegzuziehen, aber Jesus hat sein Kreuz nicht getragen. Die anderen beiden Verurteilten, die mit ihm gekreuzigt wurden, mussten das auch nicht tun. Stattdessen trugen sie nur den Querbalken des Kreuzes.

Ich möchte kurz darauf eingehen, weil es in so vielen Darstellungen so gezeigt wird, als hätte Jesus sein eigenes Kreuz getragen. Anatomisch ist das gar nicht möglich. Warst du schon mal im Wald und hast versucht, von einem gefällten Baumstamm eine Scheibe anzuheben? Das ist beinahe unmöglich, weil Holz ein enormes Gewicht hat. Denk an deinen letzten Umzug, bei dem du Holzschränke oder Holztische schleppen musstest.

So ein Querbalken wog je nach Größe grob zwischen 50 und 70 Kilogramm. Wir sagen konservativ etwa 60 Kilogramm. Je nachdem, wie weit die Verurteilten von Pilatus nach Golgatha laufen mussten, waren das ungefähr 400 bis 700 Meter.

Ich habe das vor einigen Jahren mal ausprobiert: mit etwa 60 Kilogramm Gewicht die Entfernung zu laufen. Das liegt an der Grenze dessen, was ein untrainierter Mensch schaffen kann.

Aber das war nur der Querbalken. Das gesamte Kreuz hatte ja noch einen Längsbalken. Somit hätten wir mindestens das Doppelte an Gewicht. Wenn der Längsbalken länger ist, sind es eher das Dreifache bis Vierfache.

Das Dreifache oder Vierfache von 60 Kilogramm bedeutet etwa 180 bis 240 Kilogramm. Wie soll ein Mensch das überhaupt tragen können? Das würde nicht mal zu zweit gehen.

Ich weiß nicht, welche Styropor-Attrappe in dem Film benutzt wurde, aber dass ein schwerverletzter, lebensbedrohlich Verwundeter wie Jesus das Kreuz allein getragen, aufgerichtet oder gezogen hätte, ist vollkommen ausgeschlossen.

Dritter Unterschied: Wir wissen aus historischen Quellen, dass die Opfer vor einer Kreuzigung zusammengekettet wurden.

Falls du mehr wissen möchtest, wie eine römische Kreuzigung ablief, kannst du dir gerne den Beitrag anschauen, den ich letzten Karfreitag dazu gemacht habe. Den habe ich unter diesem Video verlinkt. Du kannst auch die Glocke drücken, dann wird er dir angezeigt.

Im Film „Der Weg nach Golgatha“ gibt es noch zwei Stellen, die ebenfalls nicht in der Bibel stehen. Jesus sagt diese erst in Offenbarung 21, wenn er zum zweiten Mal gekommen ist. Und das sogar erst nach dem Jüngsten Gericht.

Dann gibt es die heilige Veronika, der Legende nach ein junges Mädchen, das zur Zeit in Jerusalem war. Es geht darum, dass sie angeblich ein Tuch hat, auf dem Jesus’ Gesichtsabdruck bis heute sichtbar sein soll. Das soll sich angeblich in Europa befinden.

Das lassen wir mal so stehen, denn im Neuen Testament wird davon mit keiner Silbe berichtet.

Bei der Bergpredigt hätte Jesus unten gestanden, nicht oben auf dem Berg, um die natürliche Verstärkung seiner Stimme zu nutzen – ähnlich wie in einem römischen Amphitheater.

Die zwei Verbrecher, die sich unterschiedlich verhalten: Zuerst müssen wir überlegen, wofür sie eigentlich verurteilt wurden.

Im griechischen Text steht das Wort „lestes“. Es gibt zwei Möglichkeiten, das zu übersetzen.

Variante eins: Es bedeutet, dass sie brutale Raubmörder waren, die am Wegrand schwachen Reisenden, wie Familien mit Kindern, aufgelauert haben. Sie haben alle getötet und abgeschlachtet, um ihre Leichen zu plündern.

Das wäre neben der Grausamkeit der absolute K.O.-Schlag für jede innenpolitische Stabilität. Genau das wollten die Römer verhindern.

Solche Inschriften wie „Getötet von Banditen, getötet von Römern“ findet man auf zahlreichen römischen Gräbern, auch in Israel. Das zeigt, dass solche Fälle nicht selten vorkamen.

Manche Historiker vermuten sogar, dass der Tod durch solche Wegelagerer und Raubmörder bis zur dritthäufigsten Todesursache im Römischen Reich, zumindest in den Provinzen, gehört haben könnte.

Aber dafür gleich die Kreuzigung zu verhängen, die die Römer selbst als die höchste denkbare Strafe bezeichneten? Das wäre ungewöhnlich.

Es könnte zwar sein, weil Pilatus gerade in der Stadt war und ein Exempel statuieren wollte.

Aber ebenso ist Variante zwei denkbar: dass es Terroristenführer waren, die die Römer stürzen wollten und die zusammen mit Jesus gefangen genommen wurden.

Denk daran, dass ursprünglich Barabbas als dritter Verurteilter hätte hingerichtet werden sollen, nicht Jesus. Barabbas war laut Matthäus 27 ein berüchtigter Revolutionär.

Barabbas ist übrigens der erste Mensch, für den Jesus stirbt.

Im Film wird von Anfang an ein Unterschied zwischen den beiden Verurteilten gemacht. Diese Unterscheidung stimmt aber nicht ganz.

In Matthäus 27 und Markus 15 lesen wir, dass beide Verbrecher Jesus zuerst beschimpften. Erst später bereute einer von ihnen.

Die Namen der Verbrecher lauten in der Tradition Dismas für den reuigen Verbrecher und Gesmas für den, der keine Reue zeigte.

Ein interessanter Fakt für den Religions- oder Geschichtsunterricht: Häufig wird erzählt, dass der reuige Dismas von Jesus aus gesehen rechts hängt.

Deshalb hat ein orthodoxes Kreuz einen zweiten Querbalken für die Füße, der etwas schief ist und einen Balken nach oben zeigt. Dieser zeigt von Jesus aus gesehen nach rechts, also von uns aus gesehen nach links.

Warum war die Darstellung mit dem reuigen Verbrecher, der am Ende wirklich bereute und mit Jesus ins Paradies einging, umgekehrt?

Obwohl der Film „Die Passion Christi“ stark katholische und traditionelle Elemente enthält, ist diese Szene anders dargestellt. Die Verbrecher hängen an jeweils anderer Stelle.

Dann gibt es die Stelle, an der eine Krähe Gesmas ein Auge ausreißt.

In der Bibel heißt es: „Ein Auge, das den Vater verspottet, die Raben werden es aushacken.“ Abgesehen davon ist die Episode mit dem Raben ziemlich seltsam.

Der ganze Punkt ist ja, dass Jesus immer wieder betet: „Vergib ihnen, sie wissen nicht, was sie tun.“

Von daher passt es überhaupt nicht, dass Jesus oder Gott einen Raben schicken würde, um einen Lästerer zu bestrafen.

Das widerspricht allem, was Jesus im Film tut und was er auch in Wirklichkeit in seinen letzten Lebensstunden getan hat.

Die Kreuzigung: Historische Details und filmische Umsetzung

Und damit kommen wir zu den drei wichtigsten Punkten im ganzen Film. Drittletzter Punkt: Die Kreuzigung.

Was mir in Anführungsstrichen positiv aufgefallen ist, ist, dass der Film historisch richtig darstellt, dass die Römer die Kreuze teilweise einfach nur aus Baumstämmen, wie bei Jesus, hergestellt haben. Vor allem die Querbalken zum Kreuzigen wurden mehrfach verwendet. Schau einfach mal auf die Querbalken, die Dismas und Gesmas tragen müssen. Wenn du genau hinschaust, siehst du Einschlaglöcher.

Deshalb sind an den Seiten auch Einschlaglöcher im Holz von vorherigen Nägeln zu erkennen – von vorangegangenen Kreuzigungen, von Opfern, die dort zuvor ermordet und gefoltert wurden.

Im Film wird gezeigt, dass Jesus oben auf einem Berg gekreuzigt wird. Das ist historisch noch nicht abschließend geklärt. Viele glaubhafte Archäologen meinen, dass die Kreuze eher unten am Wegesrand standen, um Leute abzuschrecken. Deshalb heißt es in Johannes 19, dass das Schild, das über Jesus angebracht wurde, von vielen Israeliten gelesen wurde. Der Ort, an dem Jesus gekreuzigt wurde, war ganz in der Nähe der Stadt. So weit oben auf dem Berg, so weit entfernt, hätten das nicht so viele Leute lesen können.

Der Film „Risen“ – auf Deutsch „Auferstanden“ – stellt es dann auch so dar, dass die Kreuze am Wegesrand standen. „Risen“ hat zwar auch fiktive Elemente, erzählt aber ansonsten sehr sachlich und neutral, sehr ruhig die Tage zwischen Karfreitag und Himmelfahrt aus der Sicht eines römischen Zenturios.

Abgesehen von den fiktiven Teilen der Handlung ist der Film, soweit ich das sehen konnte, ohne große Effektheischerei, ohne großes Blutvergießen und ohne emotionale Aufladung. Er ist historisch realitätsgetreu und lässt dich zusammen mit der Hauptfigur deine eigene Meinung bilden. Das ist definitiv sehenswert.

Fünf Details von der Kreuzigung sind noch bemerkenswert, bevor wir zum vorletzten Punkt kommen.

In der Realität wurden die Nägel durch die Handgelenke geschlagen. Im Film hingegen werden die Nägel durch die Hände geschlagen. Außerdem werden die Nägel im Film nach hinten umgebogen, damit sie nicht versehentlich oder absichtlich herausgerissen werden können. Das klingt eigentlich logisch, ist es aber nicht. Metall, besonders Nägel, waren in den dreißiger Jahren in Judäa viel zu kostbar. Es wäre einfach zu umständlich gewesen, sie nach jeder Hinrichtung wieder zurückbiegen zu müssen, bevor man sie erneut benutzen kann.

Dass Jesus und andere Opfer einer Kreuzigung zusätzlich an das Kreuz festgebunden wurden, ja. Aber dass die Nägel nach hinten umgebogen wurden, um einen Schwerstverbrecher zu fixieren, nein.

Im Film werden die Nägel durch die Füße von Jesus geschlagen. Das wird mit großer Wahrscheinlichkeit so nicht gewesen sein. Zum einen ist das anatomisch viel zu umständlich, wenn man sich das kurz vom Skelett und von den Knochen her vorstellt. Zum anderen ist archäologisch belegt, dass die Nägel tatsächlich durch die Fersen geschlagen wurden – mit einer kleinen Holzpalette davor, damit die Füße nicht ausreißen.

Das wissen wir, weil man ein Grab von einem Mann gefunden hat, der ebenfalls in Jerusalem und in derselben Zeit wie Jesus von Römern durch Kreuzigung zu Tode gefoltert wurde.

Im Film wird das Kreuz als klassisches Kruzifix dargestellt. In Wirklichkeit war das Kreuz jedoch nach hinten geneigt. Sonst würde es sich nach vorne überlehnen und könnte umfallen oder sogar zerbrechen. Das heißt, entweder gab es eine Vorrichtung mit einem Stützbalken oder, wie die Römer das dreißig Jahre früher gemacht haben und bei der Zerstörung von Jerusalem ebenfalls praktizierten, wurden Menschen einfach an einem Baum gekreuzigt – idealerweise an einem Baum, der schon nach hinten geneigt war.

Wie bei der Geißelung wurde Jesus auch nackt gekreuzigt. Männer trugen grundsätzlich nichts unter ihren Mänteln, außer den Essenern, die eine Art Lendenschutz hatten. Aber Jesus war kein Essener, und es gibt keinen Grund anzunehmen, dass die Römer ihm das ausgerechnet erlaubt hätten.

Ein letztes Detail: Bei einer Kreuzigung ist man nicht statisch und unbeweglich – ganz im Gegenteil. Ich habe das im letzten Buch versucht, etwas detaillierter zu erklären.

Der damalige Zeitzeuge Seneca schreibt zur Kreuzigung:

„Es ist unvorstellbar, dass ein Mensch es bevorzugen würde, in Schmerzen an einem Kreuz in den Tod hineinzuwimmern, anstatt schnell zu sterben. Würde es irgendjemanden geben, der freiwillig wählen würde, an diesem verfluchten Baum befestigt zu werden, nachdem er so geschlagen wurde, dass er tödlich schwach war? Entstellt, mit angeschwollenen Striemen an Schultern und Brust, während er darum kämpft, jeden letzten qualvollen Atemzug zu nehmen?“

Jeder, schreibt Seneca, der einem solchen Schicksal entgegensieht, würde auf der Stelle sterben wollen, anstatt ein Kreuz zu besteigen. Wer würde das jemals freiwillig machen?

Jesus. Jesus würde das freiwillig machen – und Jesus hat das freiwillig gemacht.

Weißt du, in Jesaja 49 heißt es, dass Gott deinen Namen in seine Handflächen geschrieben hat – unauslöschlich. Ich denke, das sind die Nägelmale, die Jesus selbst nach seiner Auferstehung getragen hat – für dich und für mich.

Mehr dazu findest du in der biblischen Nacherzählung zur Passion. Klicke dafür einfach auf den Link unter diesem Video hier.

Darstellung des Satans im Film und theologische Einordnung

Ein vorletztes Element aus dem Film hatten wir zwischendurch schon mehrfach angesprochen, nämlich wie der Satan dargestellt wird. Er erscheint so androgyn, dass man nicht genau weiß, ob er ein Mann oder eine Frau ist. Das wirkt seltsam und ehrlich gesagt auch irgendwie verstörend.

Dann gibt es diese Stelle mit dem Wurm in der Nase. Diese Szene stammt aus einem alttestamentlichen Text, bei dem sich viele kluge Exegeten einig sind, dass damit der Satan gemeint ist. Dort heißt es: „Mit Würmern bedeckst du dich zu.“

Eine ganz, ganz verstörende Szene zeigt den Satan mitten bei der Folter von Jesus, wie er ein seltsames Baby trägt. Das sieht wirklich merkwürdig aus. Vermutlich soll das eine Art satanische Karikatur von Bildern der Madonna mit ihrem Kind sein. Dadurch würde auf eine verstörende Weise Maria mit dem Satan auf eine Stufe gehoben. Vielleicht soll das Kind auch den Antichristen darstellen – ich weiß es nicht genau.

Ein letzter Punkt zum Satan: Nach dem Tod von Jesus wird dargestellt, dass der Satan in der Hölle schreit. Aber Vorsicht, das ist nicht ganz korrekt. Zu dem Zeitpunkt, als Jesus starb, war der Satan nicht in der Hölle, sondern auf der Erde.

Tatsächlich ist der Satan nach biblischem, genauer gesagt nach neutestamentlichem Verständnis niemals der Herrscher der Hölle oder der Chef dort. Er hat nicht das Sagen. Stattdessen wird der Satan später selbst in die Hölle verurteilt.

Ganz wichtig ist auch, den Satan richtig zu verstehen: Er ist nicht im eigentlichen Sinne der Gegenspieler Gottes. Warum? Weil er nicht auf einer Stufe mit Gott steht – und schon gar nicht auf einer mit Jesus. Auch wenn der Satan unglaublich mächtig ist, bleibt er in der Bibel ein Geschöpf Gottes, das eine unermessliche Schuld auf sich geladen hat. Der Satan wird letztlich gerichtet und sein gerechtes Ende finden.

Wir werden hier bald weitere Beiträge veröffentlichen, in denen wir biblisch auf die Themen Hölle, Satan und Dämonen eingehen. Drücke gerne die Glocke unter diesem Video, damit dir diese nächsten Beiträge zu den genannten Themen angezeigt werden.

Die Auferstehung: Filmische Darstellung und biblische Perspektive

Und damit sind wir bei der letzten Sequenz des Films angekommen, nämlich der Auferstehung. Drei Dinge fallen dabei auf.

Erstens ist es anatomisch etwas seltsam, dass es so aussieht, als ob ein gigantischer Nagel mit einem riesigen Durchmesser mitten durch Jesus’ Mittelhandknochen geschlagen wurde. Die Wunde befindet sich hier irgendwo.

Zweitens wird Jesus nackt dargestellt. Das ist unklar. Wenn er wirklich nackt auferstanden ist, stellt sich die Frage, woher er die Kleidung genommen hat, um mit den Elbern der Jünger zu sprechen. Das ist allerdings ein Randthema.

Drittens sieht es so aus, als ob Jesus, abgesehen von den Handmalen, keine weiteren Wunden hätte. Das stimmt jedoch nicht ganz mit anderen Stellen überein. In Johannes 20 sagt der auferstandene Jesus selbst, dass man sogar die Wunden an seiner Seite noch sehen kann.

Außerdem ist in der Offenbarung vom Lamm die Rede, das geschlachtet wurde. Das wirft die Frage auf: Wie wird Jesus aussehen, wenn er wiederkommt, um die Welt zu richten? Nun, das werden wir sehen.

Schlusswort und Dank

Okay, Leute, ich bekomme die Bilder von dem Film schon seit Tagen nicht mehr aus dem Kopf. Heute bin ich seit drei Uhr morgens wach, um das hier für euch aufzunehmen. Sammy wird garantiert auch bis drei Uhr morgens wachbleiben, um das Video für euch zu bearbeiten.

Ich hätte ihm niemals einen so aufwendigen Beitrag zugemutet, wenn ihr nicht so häufig danach gefragt hättet. Ich hoffe nur, dass es sich gelohnt hat und du mit diesem Video, vor allem mit der biblischen Nacherzählung zur Passionsgeschichte, etwas anfangen kannst.

Schreib gern in die Kommentare, was du daraus mitgenommen hast. In dem Sinne: Danke fürs Einschalten und gesegnete Trosteln.