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Das Leben im Geist

Wir betrachten den Römerbrief, Teil 30/33
30.11.2025Römer 8,5-8
SERIE - Teil 30 / 33Wir betrachten den Römerbrief
Lebst du nach dem Fleisch oder nach dem Geist? Diese Predigt stellt die große Frage, wie unser Denken und Handeln geprägt sind: Von der vergänglichen, fleischlichen Natur oder vom lebendigen Geist Gottes? Wer ist wirklich frei, und warum kann ein Mensch, der nur nach dem Fleisch lebt, Gott nicht gefallen? Entdecke, wie der Heilige Geist dein Leben verändert, Sehnsucht nach Gott weckt und Jesus zum Mittelpunkt macht. Willst du wissen, wie ein echtes Leben im Geist aussieht und warum es mehr ist als nur Verzicht?

Einführung und Einladung zur Gemeindegeschichte

Guten Morgen, liebe Gemeinde, auch von meiner Seite.

Ich möchte noch etwas zum Thema Geburtstag nachtragen. Es gibt viele, die die Geschichte unserer Gemeinde noch gar nicht so gut kennen. Ich staune manchmal, denn selbst langjährige Mitglieder haben sich noch nicht intensiv mit der Gnade Gottes befasst, die Er über unsere Gemeinde walten ließ.

Wenn Sie dann das Buch „Einer, den Gottes Gnade fand“ in die Hand bekommen – in dem ich nicht nur meine Biografie beschrieben habe, sondern auch die Entwicklung der Archegemeinde, der Mission und ihren lehrmäßigen, theologischen Weg –, und Sie es gelesen haben, dann kommen Sie zu mir und sagen: „Bruder Wolfgang, das haben wir ja gar nicht gewusst, das ist ja so wunderbar. Wir haben das Buch gar nicht mehr weggelegt, wir haben es durchgelesen.“

Ja, sage ich dann, so passiert es, wenn man sich nicht interessiert.

Mit diesen Worten möchte ich Ihnen Mut machen, die Geschichte der Arche kennenzulernen. Darin ist von 1947 die Rede und wie es dann durch Gottes Gnade weiterging.

Im Buchcenter – nicht im Büro – könnt ihr euch ein Exemplar mitnehmen oder auch mehrere. Es ist nicht ganz billig, ihr müsst mal nachfragen. Ich glaube, es kostet etwa zwanzig Euro. Schaut mal nach, für euch gibt es bestimmt einen Rabatt.

Lasst uns miteinander aufstehen, und vielleicht, lieber Matthias, können wir noch einmal lüften, denn wir sind noch nicht am Ende des Gottesdienstes.

Vorbereitung auf die Predigt über den Römerbrief

Wer freut sich jetzt auf den Römerbrief? Ja, einige, alle freuen wir uns darauf. Ich werde versuchen, mit Gottes Hilfe und durch seinen Geist den Text nicht langweilig zu gestalten. Dennoch ist es ein Lehrstoff, der in Gottes Wort steht und den wir nach der Weisung des Herrn aufnehmen sollen.

Wir lesen Römer 8,5-8:
Denn die, welche nach dem Fleisch leben, sinnen auf das, was des Fleisches ist. Die aber, welche nach dem Geist leben, sinnen auf das, was des Geistes ist. Denn das Trachten des Fleisches ist Tod, das Trachten des Geistes aber Leben und Frieden.

Weil nämlich das Trachten des Fleisches Feindschaft gegen Gott ist, ist es dem Gesetz Gottes nicht untertan und kann es auch nicht sein. Denn die, die im Fleisch sind, können Gott nicht gefallen.

Ihr aber seid nicht im Fleisch, sondern im Geist. Amen!

Rückblick auf die vorangegangenen Predigten und Einführung in das Thema

Wir haben an den letzten Sonntagen gesehen, dass diejenigen, die an Christus glauben beziehungsweise von neuem geboren sind, aus Gnade vor Gott gerechtfertigt sind. Sie stehen deshalb nicht mehr unter Verdammnis, gehen nicht verloren und sind aus der Gefahrenzone heraus. Sie sind absolut sicher. Unsere Errettung ist sicher und endgültig.

Daran erinnert Paulus die Römer in Vers 1: „So ist nun nichts Verdammliches mehr an denen, die in Christus Jesus sind.“ In den Versen 2 bis 4 haben wir gesehen, wie das zustande kam. Unser Heil ist nicht durch unsere Gesetzesmühe entstanden, sondern durch das Handeln Gottes. Gott hat es getan! Unsere Rechtfertigung ist zu hundert Prozent Gottes Werk. Wir sind von Anfang bis Ende sein Werk, geschaffen in Jesus Christus.

Wie leben nun solche erretteten Menschen, solche Gerechtfertigten, die nicht mehr unter Verdammnis stehen und das Heilshandeln Gottes in ihrem Leben erfahren haben? Dazu beschreibt Paulus heute einen Kontrast zwischen dem Weltmenschen und dem Christenmenschen. Es geht um die Frage: Bist du ein Geistesmensch oder ein Fleischesmensch? Lebst du gemäß dem Fleisch oder gemäß dem Geist Gottes in dir?

Ich lese noch einmal Vers 5: „Denn diejenigen, die gemäß der Wesensart des Fleisches sind, trachten nach dem, was dem Fleisch entspricht; diejenigen aber, die gemäß der Wesensart des Geistes sind, trachten nach dem, was dem Geist entspricht.“ Hier werden nicht zwei Arten von Christen beschrieben – solche, die noch fleischlich sind, und andere, die geistlich auf einer höheren Ebene stehen. Nein, so stellt Paulus das nicht dar. Er vergleicht nicht zwei Sorten von Christen, sondern Nichtgläubige mit Gläubigen.

Er nennt Menschen, die keine Christen sind, „die, die gemäß der Wesensart des Fleisches sind“. Sie leben alle entsprechend ihrer gefallenen Natur. Ihr einziges Lebensprinzip ist ihre sündhafte, gefallene Natur. Solltest du heute Morgen ein Nichtchrist sein, gehörst du zu dieser Gruppe, die gemäß der Wesensart des Fleisches lebt. Das heißt, du wirst von deiner gefallenen Natur dominiert.

Woran erkennt man das? Paulus sagt: Sie trachten nach dem, was dem Fleisch entspricht, sie streben nach dem, was des Fleisches ist. Sie sinnen nur auf das, was irdisch ist. Diese Welt ist ihr Leben – nichts anderes. Paulus zählt wesentliche Merkmale eines Menschen auf, der nach dem Fleisch lebt, in Galater 5: „Offenbar sind die Werke des Fleisches: Ehebruch, Unzucht, Unreinheit, Zügellosigkeit, Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Streit, Eifersucht, Zorn, Selbstsucht, Zwietracht, Partei und Neid, Mord, Trunkenheit, Gelage und dergleichen. Wie ich euch vorausgesagt habe, dass die, welche solche Dinge tun, das Reich Gottes nicht erben.“

Solche Menschen sind verwickelt in die Begierden ihres Fleisches, ihrer Sündhaftigkeit und Gottlosigkeit. Sie leben in einer Welt ohne Gott und kennen nur das Diesseitige, nicht das Ewige. Sie trachten nach dem Vergänglichen, weil sie vom Unvergänglichen nichts wissen. Sie sind fleischlich gesinnt, sie sinnen auf sich selbst.

Es geht also um die Frage, welche Grundgesinnung du als Mensch hast. Denkst du menschlich oder göttlich? Von welchem Denken wirst du geleitet? Ist unser Denken nur menschlich und irdisch, oder ist unsere Welt und unser Denken göttlich?

Als Petrus dem Herrn Jesus zurief: „Herr, schone dich selbst, das widerfahre dir nur nicht“, antwortete Jesus nicht freundlich, sondern scharf: „Weiche von mir, Satan! Du bist mir ein Ärgernis, denn du denkst nicht göttlich, sondern menschlich.“ Doch Petrus sagte auch: „Du bist Christus, der Sohn des lebendigen Gottes.“

Hier sehen wir in diesem gläubigen Petrus etwas von den zwei Naturen, die wir in Römer 7 gefunden haben. Mal ist der Heilige Geist vorne, dann wieder der fleischliche Mensch. Ein ungläubiger Mensch kennt diesen Zwiespalt nicht; in ihm ist nur das Menschliche, das irdische und Gottlose. Ein Weltmensch würde niemals sagen: „Christus, du bist der Sohn des lebendigen Gottes.“

Das Ergebnis der fleischlichen Gesinnung ist der Tod, wie es in Vers 6 heißt: „Das Trachten des Fleisches ist der Tod“, der ewige Tod. Darum heißt es für die Wiedergeborenen: „Ihr wandelt nicht mehr so wie die übrigen Heiden in der Nichtigkeit ihres Sinnes, deren Verstand verfinstert ist und die entfremdet sind vom Leben Gottes wegen der Unwissenheit, die in ihnen ist, wegen der Verhärtung ihres Herzens, die, nachdem sie alles göttliche Empfinden verloren haben, sich der Zügellosigkeit ergeben haben, um jede Art von Unreinheit mit unersättlicher Gier zu verüben.“

Das ist eine furchtbare Beschreibung des fleischlichen Menschen. Nichtgläubige sind dem Leben Gottes entfremdet wegen der Unwissenheit in ihnen. In 1. Korinther 2 heißt es: „Der natürliche Mensch aber nimmt nicht an, was vom Geist Gottes ist, denn es ist ihm eine Torheit, und er kann es nicht erkennen.“ Es muss geistlich beurteilt werden. Der fleischliche Mensch ist geistlich tot und nimmt die Wirklichkeit Gottes nicht wahr.

Es wird von William Pitt erzählt, dass er vor seiner Zeit als englischer Premierminister von seinem bekehrten Freund William Wilberforce, der sich gegen die Sklaverei eingesetzt hat, zu einer Predigt eingeladen wurde. Diese Predigt wurde von einem einfachen, wiedergeborenen Laien in der Kirche von England gehalten. Wilberforce freute sich, denn die Botschaft war klar und verständlich. Er dachte, sie würde auch den Mann neben ihm erfassen. Doch nach dem Gottesdienst sagte dieser Ungläubige: „Sei mir nicht böse, aber ich habe nicht die geringste Idee, worüber der Prediger gesprochen hat.“

So erleben wir es oft. Wie sollte er es auch verstehen? Sein Streben war nach dem Fleisch, er kannte keine andere Lebensdimension. Römer 8,7 sagt: „Das Fleisch ist dem Gesetz Gottes nicht untertan und kann es auch nicht.“ Von einem unerretteten Menschen zu verlangen, das Evangelium zu verstehen und freudig zu glauben, ist so, als würde man einer Wühlmaus sagen, sie solle fliegen. Sie versteht es nicht und kann es nicht, denn die Gesinnung des Fleisches ist der Tod.

So hoffnungslos sind Menschen. Das ist eine ernste Botschaft. Menschen, die gemäß dem Fleisch und ihrer alten Natur leben, sind verloren, wenn Gott ihnen nicht zur Hilfe kommt und ihre verfinsterte Seele erleuchtet.

An dieser Stelle möchte ich auch die Frage ansprechen, wie politisch wir als Christen sein sollten. Viele christliche Verkündiger vernachlässigen die Tatsache, dass ein nichtgläubiger Mensch sich dem Gesetz Gottes nicht unterwerfen kann. Trotzdem versuchen sie, politischen Einfluss zu nehmen, prangern die Regierung wegen Abtreibungen an, fordern mehr Einsatz für Ehe und Familie und kritisieren die Feier der sexuellen Vielfalt. Sie predigen der Welt und der gottlosen Regierung das Gesetz und meinen, die Gesellschaft moralisch heilen zu können. Dabei kommt es manchmal zu regelrechten Kulturkämpfen und sogar Straßenschlachten.

Solche Prediger haben den Kern des Problems nicht verstanden. Sie übersehen, dass Menschen, die nach dem Fleisch leben, dem Gesetz Gottes nicht untertan sind. Das ist aussichtslos. Paulus sagt in Vers 7: „Das Trachten des Fleisches ist Feindschaft gegen Gott, denn es unterwirft sich dem Gesetz Gottes nicht.“ Wenn wir sagen: „Du sollst dies und das tun“, wie sollen sie sich dem Gesetz unterwerfen? Sie sind Menschen, die nach dem Fleisch leben. Die Moral predigen ist vergeblich, christliche Werte der Welt zu predigen ebenso. Der natürliche Mensch lehnt ab und kann sich dem Gesetz nicht unterwerfen.

Deshalb lautet der Missionsbefehl auch nicht: „Geht hin in alle Welt und demonstriert für christliche Werte“ oder „Predigt das Gesetz und christianisiert die Erde.“ Nein, der Missionsbefehl lautet: „Geht hin in alle Welt und predigt das Evangelium! Wer glaubt und getauft wird, der wird errettet.“ Das ist die Botschaft.

Darum verbinden wir uns nicht mit irgendeiner politischen Strömung, sondern predigen das Wort vom Kreuz. Wir schließen uns Paulus an, der sagte: „Ich wusste nicht zu predigen als allein Christus den Gekreuzigten.“ Das ist der Auftrag Gottes. Erst wenn ein Mensch von neuem geboren wird und an Jesus Christus als seinen persönlichen Erretter glaubt, lebt er nicht mehr nach dem Fleisch. Erst dann liebt er Gott und seine Gebote.

Das römische Reich brach damals nicht zusammen, weil die ersten Christen politisch agierten, sondern weil sie evangelisierten, Seelen gewannen und zahllose Gemeinden gründeten. Millionen Menschen kamen zum lebendigen Glauben an Christus, weil es im Römischen Reich eine überflutende Erweckung gab, die mit Pfingsten begann. Die Menschen bekehrten sich zu Tausenden, Christen wurden verfolgt, aber sie bekannten Jesus Christus als ihren Erlöser. Menschen kamen zum Glauben bis in die Beamtenstuben und die Familie des Kaisers hinein. Niemand konnte es verhindern, wenn Menschen ihre Knie vor dem lebendigen Gott in Jesus Christus beugten.

Deutschland braucht nicht zuerst eine christliche Politik, sondern Millionen wiedergeborener Seelen. Deutschland braucht eine Bußerweckung, eine Bekehrung zu Jesus Christus, der aus Glauben Menschen rechtfertigt, ohne Werke des Gesetzes. Es braucht Millionen Christen, die nicht mehr nach dem Fleisch, sondern nach dem Geist leben. Dann ändert sich auch unsere Gesellschaft.

Darum wird es im Himmel einmal herrlich sein, denn dort lebt niemand mehr nach dem Fleisch, sondern alle nach dem Geist. Das ist Himmel. Alle lieben Christus, beten ihn allein an. Darum gibt es im Himmel kein Leid, keinen Krieg, keine Gewalt, keine Sünde, keine Schande mehr. Ewiger Friede herrscht dort.

Wenn ihr noch die Welt liebt und gemäß dem Fleisch lebt, dann wisst: „Das Trachten des Fleisches ist der Tod.“ Tut Buße, bekehrt euch und werdet Menschen, die nach dem Geist leben.

Das ist jetzt der zweite Teil meiner Predigt. Wer sind die, die nach dem Geist leben? Unser Text sagt: „Diejenigen aber, die gemäß der Wesensart des Geistes sind, trachten nach dem, was dem Geist entspricht.“ Die Frage unserer Predigt lautet: Leben im Geist – Bist du ein Geistesmensch? Wie ist ein Geistesmensch?

Menschen, von denen das gesagt werden kann, sind wirklich Christen. Ein Christ ist einer, der nicht mehr nach dem Fleisch, sondern nach dem Geist lebt. In ihm dominiert nicht mehr seine alte Natur, sondern der Heilige Geist hat die Übermacht. Manche meinen, ein Christ sei jemand, der aufgehört hat zu trinken, spielsüchtig zu sein, fremdzugehen oder Steuern zu hinterziehen, bestenfalls auch aufgehört hat zu rauchen. Das mag sein, beschreibt aber nicht das Wesen eines Christen.

Das Wesen besteht darin, dass er vom Heiligen Geist bestimmt wird. Die Bibel sagt, er wird vom Heiligen Geist geleitet, wie in Vers 14 des achten Kapitels im Römerbrief: „Denn alle, die durch den Geist Gottes geleitet werden, sind Söhne und Töchter Gottes.“ Christen haben in ihrer Wiedergeburt den Heiligen Geist empfangen und werden seitdem vom Geist geführt, gezogen, gedrängt und unterwiesen.

Sie leben gemäß der Wesensart des Geistes. Was bedeutet das konkret? Die Zeit reicht nicht aus, das umfassend zu beschreiben, aber es ist wunderbar, sich damit zu beschäftigen.

Ein Christ, in dessen Herz der Heilige Geist gekommen ist, fängt sofort an, Fürsorge für seine Seele zu haben. Das Heil seiner Seele wird ihm wichtig. Ein gottloser Mensch stellt die Frage nach dem Heil seiner Seele nicht. Aber sobald der Heilige Geist in dein Herz kommt, hast du ein neues Thema: das Verhältnis deiner Seele zu Gott.

In dem Moment sind Geld, Karriere, Ansehen oder äußeres Wohlergehen nicht mehr das Wichtigste. An erster Stelle steht die Seele und ihre Beziehung zu Gott. Wie steht es um meine Beziehung zu Gott? Diese Frage taucht in einem wiedergeborenen Menschen auf, der nicht mehr nach dem Fleisch, sondern nach dem Geist lebt.

Der Weltmensch fragt nicht so, aber du, der du durch den Heiligen Geist erleuchtet bist, fängst an zu ahnen, was das Wichtigste in deinem Leben ist: die Frage nach Gott. Gemäß dem Geist zu leben heißt, nach Gott zu streben. Deine Seele, die zuvor nichts von Gott wissen wollte, fragt jetzt nach ihm und sehnt sich in ihrem Innersten nach ihm.

Dieses innere Streben nach Gott bewirkt der Heilige Geist in dir. Philipp Friedrich Hiller hat dieses Geisteswirken in seinem bekannten Lied zum Ausdruck gebracht:

„Ich will streben nach dem Leben,
wo ich selig bin,
ich will ringen, einzudringen,
bis dass ich’s gewinn.
Hält man mich, so laufe ich fort,
bin ich matt, so ruft das Wort,
fortgerungen, durchgedrungen
bis zum Kleinod.“

In Vers 3 heißt es:
„Jesus, richte mein Gesicht
nur auf jenes Ziel,
lenke die Schritte, stärke die Tritte,
wenn ich Schwachheit fühl.
Lockt die Welt, so sprich mir zu,
schmäht sie mich, so tröste du
deine Gnade, führ gerade mich
aus ihrem Spiel!“

Und in Vers 4 findet sich der Höhepunkt:
„Du musst ziehen, mein Bemühen
ist zu mangelhaft,
wo es fehle, fühlt die Seele,
aber du hast Kraft,
weil dein Wort ein Leben bringt
und dein Geist das Herz durchdringt.
Dort wird es tönen bei dem Krönen:
Gott ist es, der es schafft!“

Halleluja, ein wunderbares Lied! Diese erwachte Sehnsucht deiner Seele nach Gott ist der Beweis eines mächtigen Geisteswirkens in dir. Von einem solchen Menschen kann gesagt werden, er trachtet nach dem, was des Geistes ist.

Bist du so ein Geistesmensch? Lebst du nach dem Fleisch oder schon nach dem Geist? Sinnst du auf das, was des Geistes ist?

Das erste Werk des Heiligen Geistes in dir ist also, dass er in deiner Seele einen großen Hunger und Durst nach Gott schafft. Dieser Hunger und Durst bestimmt die Richtung deines Lebens.

Zweitens heißt gemäß dem Geist leben, Jesus zu verherrlichen. Das bewirkt der Heilige Geist in einem erretteten Menschen, den Gott gerechtfertigt hat. Der Heilige Geist verherrlicht immer Jesus.

Jesus hat in Johannes 16 gesagt: „Er, der Heilige Geist, wird nicht aus sich selbst reden, sondern er wird mich verherrlichen. Denn von dem Meinen wird er nehmen und euch verkündigen.“ Wenn du ein vom Heiligen Geist geleiteter Mensch bist, wirst du einen Drang in dir spüren, zur Ehre Christi zu leben, ihn zu rühmen und zu verherrlichen.

Dann liebst du Jesus und möchtest ihn ehren. Er ist dein Edelstein, die Krone deines Lebens. So sind Geistesmenschen. Ein Geistesmensch ohne Jesus gibt es nicht.

Es gibt viele, die an Gott glauben, aber keine Geistesmenschen sind. Der Heilige Geist stellt Jesus, unseren Erlöser und Erretter, in den Vordergrund. Wenn Menschen Geistesmenschen sind, preisen sie Jesus in ihrem Leben. Er ist die Nummer eins, die absolute Priorität.

Heute gibt es oft das große Tönen von mancher Kirchenseite, in dem Brüderlichkeit und Geschwisterlichkeit aller Menschen gerühmt werden. Aus Gründen der religiösen Verständigung lässt man dabei lieber den Namen Jesus außen vor. Das ist eine Tendenz des ökumenischen und interreligiösen Denkens, das Frieden ohne Jesus bringen will.

Ich sage euch: Dieses Bemühen geschieht ohne den Heiligen Geist, denn Jesus fehlt. Der Heilige Geist schweigt nicht über Jesus. Das tun nur fleischliche Menschen, die eine nette Idee haben, wie Menschen besser zueinander finden könnten – gesellschaftlich oder sozial.

Nein, Menschen, die vom Geist geleitet sind und gemäß dem Geist leben, können nicht von Jesus schweigen. Der Heilige Geist verherrlicht ihn, und sie tun es auch. Jesus Christus, der wahre Mensch und wahre Gott, ist für Kinder Gottes der Name über alle Namen, in dem alles Heil besteht. Amen dazu!

Das ist Punkt Nummer zwei, was Geistesmenschen kennzeichnet.

Drittens ist ein weiteres Merkmal derer, die nach dem Geist leben, ihr Verlangen nach Heiligung, nach immer mehr von Jesus. Mehr möchte ich sehen, das stille Lamm am Kreuz. So bringt es ein altes Lied zum Ausdruck.

Die Frucht des Geistes steht im Gegensatz zu den Werken des Fleisches. Sie ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung. Solche Menschen lernen, den Versuchungen der Sünde immer entschiedener zu widerstehen, die Begierden des verbliebenen Fleisches abzutöten und immer mehr Sieg über die bösen Regungen ihres Herzens zu erlangen.

Dabei schauen sie nicht auf sich und ihre Sünden, sondern auf Jesus. Indem sie das tun, werden sie durch den Heiligen Geist verwandelt, gemäß des Geistes leben und nach den Dingen des Geistes trachten heißt, sich vom Heiligen Geist verändern zu lassen. Halleluja!

Sie lieben ihre Bibel, sie ist ihre Lieblingslektüre. Gottes Wort erfreut sie, und sie möchten in der Erkenntnis Gottes wachsen. Darum lieben sie die Lehren des Evangeliums, beten gern und suchen Erfüllung in der Gemeinschaft mit ihrem Erretter.

Viertens: Wenn du nach den Dingen des Geistes strebst, interessiert dich nicht nur das Heil deiner eigenen Seele, sondern auch brennend das Heil deiner Mitmenschen. Du bist an der Gesellschaft interessiert, in der du lebst, und sogar besorgt um den Zustand der ganzen Welt. Aber du suchst nicht die politische oder soziale Lösung, denn du erkennst den wahren Grund, warum die Welt im Argen liegt.

Anders als Politiker und Weltverbesserer siehst du, dass die Welt im Griff des Teufels ist. Du weißt, was in dieser Welt vorgeht. Es ist ein Kampf zwischen Licht und Finsternis. Wie soll das ein Bundeskanzler oder Aktivist verstehen? Nur Geistesmenschen verstehen, was wirklich falsch läuft.

Wir sehen die verborgenen Mächte, die dahinterstecken, die Mächte der Finsternis, wie Paulus sagt: die Fürstentümer und Gewalten der Hölle, die im Verborgenen wirken. Wir wissen, dass die Welt nicht politisch in Ost und West, demokratisch oder diktatorisch einzuteilen ist, sondern in Licht und Finsternis.

Viele Menschen sind perplex, dass diese Welt keinen Frieden findet und alles schlimmer zu werden droht. Politik und Aktivisten wissen nicht, was dahintersteckt. Aber du als Geistesmensch weißt es. Du siehst die unsichtbare Welt in ihrem Kampf und ihrer Auseinandersetzung.

Wir wissen, dass alles ein Konflikt zwischen Himmel und Hölle ist und dass alles so kommen musste, wie wir es sehen. Die Bibel und der Heilige Geist lehren uns einen großen Abfall und das Kommen des Antichristen.

Menschen des Geistes sind nicht erschüttert von dem, was sie sehen. Sie kennen ihre Bibel und wissen, dass darin alles geschrieben steht. Und was noch herrlicher ist: Sie haben eine heiße Erwartung.

Der Geist und die Braut sprechen: „Komm!“ – ein wunderbares Wort aus einem der letzten Verse der Heiligen Schrift. Der Geist und die Braut sagen: „Komm!“ Und wer es hört, soll sagen: „Komm!“ Es ist der Heilige Geist, der den Menschen des Geistes sagt: „Ich komme bald.“ Maranatha, ich komme bald!

Millionen Menschen auf der ganzen Welt versammeln sich heute unter Gottes Wort, beten „Komm bald, Herr Jesus!“ und freuen sich auf sein Kommen. Das sind Geistesmenschen. Sie leben gewiss zukunftsfroh auf dieser Erde, aber ihr Blick ist himmelwärts gerichtet. Ihr Wandel hier auf Erden ist schon ein Wandel im Himmel.

Christus ist unser Leben, und Sterben ist unser Gewinn.

Zusammengefasst: Menschen, die nach dem Geist leben, sind Menschen, deren Leben und Ziel Jesus Christus ist. Sich an Gott und seinem Heil zu erfreuen, das ist ihre Glückseligkeit.

Bist du nur ein gezwungener Christ, ein anerzogener, der nach jedem Gottesdienst oder jeder Bibellese froh ist, dass es vorbei ist und schon sechsmal auf die Uhr geschaut hat? Oh, das ist die Freude am Herrn nicht. Deine Stärke ist einfach eine Kraft.

Ich weiß, ich bin ein einfacher Prediger und habe das Zeug, Menschen zu langweilen. Gott möge mir helfen, lebendiger, frischer, klarer und geisterfüllter zu predigen. Das wünschen wir uns, Christian und Jan hier vorne auch. Wir wollen immer mehr vom Heiligen Geist empfangen und immer besser werden.

Aber manchmal sind wir auch ein bisschen langatmig und überfordern euch. Verzeiht uns das.

Am Ende eines solchen Gottesdienstes stellt sich die Frage: Was macht dieser Gottesdienst mit dir? Was macht so ein Wort Gottes mit dir? War es schweres Zeug heute? Oder bist du mit deinen Gedanken längst auf dem Fußballplatz?

Nein, das ist ein großer Ernst, ihr Lieben. Wohin treibt uns unser Herz? Wonach verlangt unsere Seele?

Menschen des Geistes, die gemäß dem Geist leben, trachten nach Jesus und erfreuen sich an ihm ihr Leben lang. Sie können nicht genug von ihm bekommen.

Gott möge euch segnen! Lasst uns fröhliche Menschen im Römerbrief sein und vom Geheimnis Gottes, seines Heils und seiner Erlösung lernen.

Daran sehnen sich die Kinder Gottes, vom Heiligen Geist erfüllt. Die Freude am Herrn ist unsere Stärke.

Aber das Trachten des Fleisches ist der Tod, das Trachten des Geistes ist Leben und Friede.

Ich lade dich ein: Trachte nach dem Leben, in Jesu Namen! Strebe nach dem Leben, in Jesu Namen, durch den Heiligen Geist!

Amen.

Wir stehen auf und singen gleich ein wunderbares Lied – ihr ahnt schon, welches es ist, nicht wahr? Ich hoffe, wir können es noch.

Lieber Vater, ich möchte dich herzlich bitten: Erwecke heute Morgen die Herzen derer, die noch nichts davon wissen, was das Leben gemäß dem Geist bedeutet. Mach sie lebendig aus dem Tod. Verwandle sie, dass sie nicht mehr Fleisch sind, sondern Geistesmenschen werden.

Und diejenigen, die Geistesmenschen sind, Herr, lass uns erfüllt bleiben von dem herrlichen Weg, den du, heiliger Geist, uns leitest – zu Jesus, unserem Heil und Erlöser.

In Jesu Namen. Amen.

Merkmale des Lebens nach dem Fleisch

Woran erkennt man das? Paulus sagt, sie trachten nach dem, was dem Fleisch entspricht. Sie streben nach dem, was des Fleisches ist. Sie sinnen nur auf das, was irdisch ist. Diese Welt ist ihr Leben, nichts anderes. Nur diese Welt ist ihr Leben.

Paulus zählt wesentliche Merkmale eines Menschen auf, der nach dem Fleisch lebt, und zwar in Galater 5. Offenbar sind die Werke des Fleisches Ehebruch, Unzucht, Unreinheit, Zügellosigkeit, Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Streit, Eifersucht, Zorn, Selbstsucht, Zwietracht, Partei und Neid, Mord, Trunkenheit, Gelage und dergleichen.

Davon sagt Paulus voraus, wie er schon zuvor betont hat, dass die, welche solche Dinge tun, das Reich Gottes nicht erben. Diese Menschen sind verwickelt in die Begierden ihres Fleisches, ihrer Sündhaftigkeit, ihrer Gottlosigkeit und Gottabgewandtheit.

Ein solcher Mensch lebt in einer Welt ohne Gott und kennt nur das Diesseitige, nicht das Ewige. Er trachtet nach dem Vergänglichen, weil er vom Unvergänglichen nichts weiß. Er ist fleischlich gesinnt und sinnt auf sich selbst.

Es geht also um die Frage, welche Grundgesinnung ein Mensch hat. Denkst du menschlich oder denkst du göttlich? Das ist die entscheidende Frage. Von welchem Denken werden wir geleitet? Ist unser Denken nur menschlich und irdisch, oder ist unsere Welt und unser Denken göttlich?

Beispiel aus dem Leben Jesu und Petrus

Herr, schone dich selbst, das widerfahre dir nur nicht, rief Petrus dem Herrn Jesus zu, als dieser von seiner bevorstehenden Kreuzigung sprach. Der Herr Jesus antwortete nicht: „O Petrus, wie lieb ist das von dir, du machst dir große Sorgen um mich.“ Nein, Jesus antwortete ihm scharf: „Weiche von mir, Satan, du bist mir ein Ärgernis, denn du denkst nicht göttlich, sondern menschlich.“

Doch Petrus sagte auch: „Du bist Christus, der Sohn des lebendigen Gottes.“ Hier sehen wir bei diesem gläubigen Petrus etwas von den zwei Naturen, die wir in Römer 7 gefunden haben. Mal ist der Heilige Geist vorne, und er sagt: „Du bist Christus, der Sohn des lebendigen Gottes.“ Dann ist wieder der fleischliche Mensch vorne, und er sagt: „Das widerfahre dir nur nicht.“

Ein ungläubiger Mensch hat diesen Zwiespalt nicht, wie wir alle besprochen haben. In einem ungläubigen Menschen ist nur das Menschliche, das Irdische, das Vergängliche, das Gottlose. Ein Weltmensch würde niemals sagen: „Christus, du bist der Sohn des lebendigen Gottes.“

Das Ergebnis des Lebens nach dem Fleisch: Der Tod

Das Ergebnis der fleischlichen Gesinnung ist der Tod, wie in Vers 6 unseres Textes beschrieben. Das Trachten des Fleisches führt zum Tod, und zwar zum ewigen Tod.

Deshalb heißt es für die Wiedergeborenen: Ihr wandelt nicht mehr so wie die übrigen Heiden in der Nichtigkeit ihres Sinnes. Deren Verstand ist verfinstert, und sie sind entfremdet vom Leben Gottes wegen der Unwissenheit, die in ihnen ist. Diese Unwissenheit resultiert aus der Verhärtung ihres Herzens. Obwohl sie alles empfinden, haben sie jegliches göttliche Empfinden verloren. Sie haben sich der Zügellosigkeit hingegeben, um jede Art von Unreinheit mit unersättlicher Gier zu verüben.

Diese Beschreibung des fleischlichen Menschen ist unglaublich furchtbar. Nichtgläubige Menschen sind dem Leben Gottes entfremdet, weil sie in Unwissenheit leben.

Im 1. Korinther 2 schreibt der Apostel: „Der natürliche Mensch aber nimmt nicht an, was vom Geist Gottes ist, denn es ist ihm eine Torheit, und er kann es nicht erkennen. Es muss geistlich beurteilt werden.“

Der fleischliche Mensch ist geistlich tot und nimmt das Göttliche nicht wahr, also die Wirklichkeit Gottes. Die geistliche Welt versteht er nicht.

Illustration aus dem Leben von William Pitt und William Wilberforce

Es wird von William Pitt erzählt, dass er vor seiner Zeit als englischer Premierminister von seinem bekehrten Freund William Wilberforce, dem Mann, der sich gegen die Sklaverei eingesetzt hat, zu einer Predigt eingeladen wurde.

Wilberforce lud ihn zu einem einfachen, aber wiedergeborenen Laien in der Kirche von England ein, um dessen Predigt zu hören. Vielleicht bist du heute Morgen auch von jemandem eingeladen worden, bist mitgekommen und hast eigentlich kaum etwas von der Bibel, vom Glauben oder von Jesus gehört oder auch nie etwas darüber wissen wollen. Aber heute bist du hier, es ist ja erster Advent, und da heißen alle lieben Menschen herzlich willkommen.

So hat auch Wilberforce William Pitt eingeladen. Der einfache Mann, der dort predigte, hat so klar und verständlich gesprochen, dass Wilberforce sich freute und dachte: „Das wird den Mann neben mir erfassen.“ „Oh, das ist eine verständliche, klare Botschaft, die dieser Bruder gerade hält.“ Er dachte, das wird hinhauen, das wird hinhauen.

Nach dem Gottesdienst sagte der Ungläubige zu Wilberforce: „Sei mir nicht böse, aber ich habe nicht die geringste Idee, worüber der Prediger eigentlich gesprochen hat.“ Das haben wir so oft erlebt. Wie sollte er es auch verstehen? Sein Streben war nach dem Fleisch, er kannte keine andere Lebensdimension.

 Römer 8,7 sagt: „Das Fleisch ist dem Gesetz Gottes nicht untertan und kann es auch nicht.“ Es kann nicht. Von einem unerretteten Menschen zu verlangen, das Evangelium zu verstehen und es freudig zu glauben, ist dasselbe, als wenn du einer Wühlmaus sagen würdest, sie solle sich endlich aufschwingen und fliegen. Sie versteht dies nicht, sie kann es nicht, denn die Gesinnung des Fleisches ist der Tod.

So hoffnungslos sind Menschen. Das ist leider eine negative Botschaft, mein Freund, der du vielleicht hier mit verschränkten Armen sitzt und mal sehen willst, was die da für Blödsinn reden. Das ist das Trachten des Fleisches. Menschen, die gemäß dem Fleisch und der Sündhaftigkeit leben, ihrer alten Natur, sind verloren, wenn Gott dir nicht zur Hilfe kommt und deine verfinsterte Seele erleuchtet.

Die politische Dimension und die Verkündigung des Evangeliums

Lass mich an dieser Stelle eine Frage einschieben: Wie politisch sollten wir eigentlich sein? Die Tatsache, dass der natürliche, fleischliche Mensch vom Geist Gottes nichts vernimmt und dem Gesetz Gottes nicht untertan sein kann, wird leider oft vernachlässigt.

Viele christliche Verkündiger übersehen, dass ein nichtgläubiger Mensch sich überhaupt nicht dem Gesetz Gottes unterwerfen kann. Trotzdem versuchen wir oft, auf den Kanzeln politischen Einfluss zu nehmen. Sie prangern die Regierung an wegen der Abtreibungen, weil sie zu wenig für Ehe und Familie tut, und kritisieren, dass stattdessen die neue sexuelle Vielfalt gefeiert wird. Sie predigen der Welt und der gottlosen Regierung das Gesetz Gottes.

Diese Prediger fordern von der Obrigkeit christliche Werte und meinen, die Gesellschaft moralisch heilen zu können. Dabei halten sie einen Kulturkampf für notwendig. Manchmal artet das sogar richtig aus. Es soll bereits Straßenkämpfe in Deutschland und auch anderswo gegeben haben.

Doch solche Prediger haben den Kern des Problems nicht verstanden. Sie übersehen, dass Menschen, die nach dem Fleisch leben, dem Gesetz Gottes nicht untertan sein werden. Das ist aussichtslos. Paulus schreibt im Brief an die Römer, Kapitel 8, Vers 7: "Das Trachten des Fleisches ist Feindschaft gegen Gott; denn es unterwirft sich dem Gesetz Gottes nicht."

Wenn wir also sagen: "Du sollst dies nicht tun, du sollst das nicht tun, und du sollst die Gebote Gottes in deine Regierungsarbeit integrieren", wie sollen sie sich dem Gesetz Gottes unterwerfen? Sie sind Menschen, die nach dem Fleisch leben. Die Moral predigt vergeblich, auch das Verkünden christlicher Werte an die Welt ist vergeblich. Der natürliche Mensch lehnt ab, er unterwirft sich dem Gesetz nicht und kann es nicht.

Deshalb lautet der Missionsbefehl auch nicht: "Geht hin in alle Welt und demonstriert für christliche Werte." Er lautet nicht: "Predigt das Gesetz und christianisiert die Erde." Sondern der Missionsbefehl lautet: "Geht hin in alle Welt und predigt was denn?" Das Evangelium!

Wer glaubt und getauft wird, der wird errettet – das ist die Botschaft. Darum verbinden wir uns nicht mit irgendeiner politischen Strömung. Stattdessen predigen wir das Wort vom Kreuz. Wir schließen uns Paulus an, der sagte: "Ich wusste nicht zu predigen, als allein Christus den Gekreuzigten."

Das ist der Missionsbefehl, der Auftrag Gottes. Denn erst wenn ein Mensch von neuem geboren wird und an Jesus Christus als seinen persönlichen Erretter glaubt, lebt er nicht mehr nach dem Fleisch. Erst dann liebt er Gott und seine Gebote.

Die Kraft der Evangelisation im Römischen Reich

Das Römische Reich brach damals nicht zusammen, weil die ersten Christen politisch agierten, sondern weil sie evangelisierten, Seelen gewannen und zahllose Gemeinden gründeten. Millionen und Abermillionen Menschen kamen zum lebendigen Glauben an Christus.

Es gab im Römischen Reich eine überwältigende Erweckung, die mit Pfingsten begann. Die Menschen bekehrten sich zu Tausenden. Die Christen wurden bis in die Katakomben hinein verfolgt, doch sie bekannten Jesus Christus als ihren Erlöser und Erretter. Die Menschen kamen ohne Ende zum Glauben – bis in die Beamtenstuben des Kaisers und bis in die Familie des Kaisers hinein.

Niemand konnte es verhindern, wenn Menschen anfingen, ihre Knie vor dem lebendigen Gott in Jesus Christus zu beugen.

Deutschland braucht nicht zuerst eine christliche Politik, sondern Millionen wiedergeborener Seelen. Deutschland braucht eine Buserweckung, eine Bekehrung zu Jesus Christus, der aus Glauben Menschen rechtfertigt, ohne Werke des Gesetzes.

Es braucht Millionen wiedergeborener Christen, Millionen von Menschen, die nicht mehr nach dem Fleisch leben, sondern nach dem Geist. Dann ändert sich auch unsere Gesellschaft.

Der Himmel als Ort des Lebens nach dem Geist

Darum wird es im Himmel einmal herrlich sein. Dort lebt niemand mehr nach dem Fleisch, sondern alle leben nach dem Geist. Das ist Himmel.

Alle lieben Christus und beten ihn allein an. Deshalb gibt es im Himmel kein Leid, keinen Krieg, keine Gewalt, keine Sünde und keine Schande mehr. Dort herrscht ewiger Friede.

Darum, ihr lieben Freunde: Wenn ihr noch die Welt liebt und nach dem Fleisch lebt, dann solltet ihr wissen: Das Trachten des Fleisches ist der Tod.

Tut Buße, bekehrt euch und werdet Menschen, die nach dem Geist leben.

Leben im Geist – Wer sind die Geistesmenschen?

Das ist nun der zweite Teil meiner Predigt. Wer sind also die, die nach dem Geist leben? Unser Text sagt: „Diejenigen aber, die gemäß der Wesensart des Geistes sind, trachten nach dem, was dem Geist entspricht.“

Die Frage unserer Predigt lautet: Leben im Geist – bist du ein Geistesmensch? Und wie ist ein Geistesmensch? Menschen, von denen das gesagt werden kann, das sind wirklich Christen. Ein Christ ist jemand, der nicht mehr nach dem Fleisch, sondern nach dem Geist lebt.

In ihm dominiert nicht mehr seine alte Natur; sie herrscht nicht mehr. Stattdessen dominiert jetzt der Heilige Geist in ihm. Der Heilige Geist hat die Übermacht in dir.

Manche haben die Vorstellung, ein Christ sei jemand, der aufgehört hat zu trinken, spielsüchtig zu sein, fremdzugehen oder Steuern zu hinterziehen – bestenfalls auch noch aufgehört hat zu rauchen. Das mag alles sein, beschreibt aber nicht das Wesen eines Christen.

Das Wesen eines Christen besteht darin, dass er vom Heiligen Geist bestimmt wird. Die Bibel sagt, er wird vom Heiligen Geist geleitet und gelenkt. In Vers 14 später in unserem Römerbrief, Kapitel 8, heißt es: „Denn alle, die durch den Geist Gottes geleitet werden, die sind Söhne und Töchter Gottes.“

Christen haben in ihrer Wiedergeburt den Heiligen Geist empfangen und werden jetzt vom Heiligen Geist geleitet, geführt, gezogen, gedrängt und unterwiesen.

Christen haben ihn empfangen und werden seitdem vom Geist geführt. Sie leben, wie Paulus hier sagt, gemäß des Geistes – nach der Wesensart des Geistes.

Konkrete Merkmale des Lebens nach dem Geist

Was bedeutet das konkret? Die Zeit reicht nicht aus, um es umfassend zu beschreiben, aber es ist ganz wunderbar, sich damit zu beschäftigen.

Ein Christ, in dessen Herz der Heilige Geist eingezogen ist, beginnt sofort, Fürsorge für seine Seele zu tragen. Das Heil seiner Seele wird ihm wichtig. Ein gottloser Mensch stellt die Frage nach dem Heil seiner Seele nicht.

Doch in dem Moment, in dem der Heilige Geist in dein Herz kommt, erhältst du ein neues Thema: deine Seele und vor allem die Frage nach dem Verhältnis deiner Seele zu Gott. Dann sind nicht mehr Geld, Karriere, Ansehen oder äußeres Wohlergehen an erster Stelle, sondern deine Seele und ihr Verhältnis zu Gott. Wie steht es um meine Beziehung zu Gott? Das ist die erste Frage, die in einem wiedergeborenen Menschen auftaucht, der nicht mehr nach dem Fleisch, sondern nach dem Geist lebt.

Der Weltmensch fragt nicht so, aber du, der du durch den Heiligen Geist in deinem Herzen erleuchtet bist, beginnst zu ahnen, was das Wichtigste in deinem Leben ist und was am meisten Not tut – nämlich die Frage nach Gott. Leben gemäß des Geistes heißt, nach Gott zu streben. Deine Seele, die zuvor nichts von Gott wissen wollte, fragt jetzt nach Gott und sehnt sich in ihrem tiefsten Innern nach ihm. Dieses innere Streben nach Gott bewirkt der Heilige Geist in dir.

Philipp Friedrich Hiller hat dieses Wirken des Geistes in seinem bekannten Lied zum Ausdruck gebracht. Der Mensch, der nach dem Geist strebt, singt:

„Ich will streben nach dem Leben, wo ich selig bin,
ich will ringen, einzudringen, bis dass ich's gewinn.
Hält man mich, so laufe ich fort,
bin ich matt, so ruft das Wort,
fortgerungen, durchgedrungen bis zum Kleinod.“

In Vers drei heißt es:

„Jesus, richte mein Gesicht nur auf jenes Ziel,
lenkt die Schritte, stärkt die Tritte, wenn ich Schwachheit fühle,
lockt die Welt, so sprich mir zu,
schmäht sie mich, so tröste du deine Gnade.
Führ gerade mich aus ihrem Spiel!“

Den Höhepunkt finde ich in Vers vier:

„Du musst ziehen, mein Bemühen ist zu mangelhaft,
wo es fehle, fühlt die Seele, aber du hast Kraft,
weil dein Wort ein Leben bringt
und dein Geist das Herz durchdringt.
Dort wird es tönen bei dem Krönen,
Gott ist es, der es schafft.
Halleluja!“

Ein wunderbares Lied! Diese erwachte Sehnsucht deiner Seele nach Gott ist der Beweis eines mächtigen Geisteswirkens in dir. Von einem solchen Menschen kann gesagt werden: Er trachtet nach dem, was des Geistes ist.

Bist du so ein Geistesmensch? Lebst du nach dem Fleisch oder lebst du schon nach dem Geist? Sinnst du auf das, was des Geistes ist?

Weitere Kennzeichen eines Geistesmenschen

Das erste Werk des Heiligen Geistes in dir ist, dass er in deiner Seele einen großen Hunger und Durst nach Gott schafft. Dieser Hunger und Durst bestimmt die Richtung deines Lebens.

Zweitens bedeutet das Leben nach dem Geist, Jesus zu verherrlichen. Das ist das, was der Heilige Geist weiterhin in einem Menschen wirkt, der errettet ist und den Gott gerechtfertigt hat. Der Heilige Geist verherrlicht immer Jesus. Der Heiland hat in Johannes 16 gesagt: Er, der Heilige Geist, wird nicht aus sich selbst reden, sondern er wird mich verherrlichen. Denn von dem Meinen wird er nehmen und euch verkündigen.

Wenn du also ein vom Heiligen Geist geleiteter Mensch bist, dann wird man genau das in deinem Leben wiederfinden. Du hast einen inneren Drang, zur Ehre Christi zu leben, ihn zu rühmen und zu verherrlichen. Du liebst Jesus und möchtest ihn verherrlichen. Jesus ist dein Edelstein, die Krone deines Lebens. Ihn willst du ehren, anbeten und seinen Namen über alles rühmen.

So sind Geistesmenschen. Ein Geistesmensch ohne Jesus gibt es nicht. Es gibt viele Menschen, die an Gott glauben, aber sie sind keine Geistesmenschen, weil der Heilige Geist Jesus als unseren Erlöser in den Vordergrund stellt, unseren Erretter.

Wenn Menschen Geistesmenschen sind, dann preisen sie Jesus in ihrem Leben. Dann ist er die Nummer eins, die absolute Priorität. Heute gibt es oft ein großes Tönen, auch von mancher Kirchenseite. Dort wird die Bruderschaft und Geschwisterlichkeit aller Menschen gerühmt. Aus Gründen religiöser Verständigung lässt man dabei lieber den Namen Jesus außen vor. Das ist eine Tendenz heutzutage.

Es ist dieses ökumenische, interreligiöse Denken, mit dem Menschen Frieden in der Welt schaffen wollen. Und das soll alles ohne Jesus geschehen. Ich sage euch: Dieses Bemühen geschieht ohne den Heiligen Geist, denn Jesus fehlt.

Der Heilige Geist schweigt nicht über Jesus. Das tun nur fleischliche Menschen, die eine tolle Idee haben, wie Menschen vielleicht besser zueinander finden können – im gesellschaftspolitischen Sinn oder im sozialen Bereich. Nein, Menschen, die vom Geist geleitet sind und gemäß dem Geist leben, können nicht von Jesus schweigen. Der Heilige Geist verherrlicht ihn, und sie verherrlichen ihn auch.

Die zweite Person der Gottheit, Jesus Christus, wahrer Mensch und wahrer Gott, ist für die Kinder Gottes der Name über alle Namen, in dem alles Heil besteht. Kann man Amen dazu sagen? Das ist Jesus Christus.

Das Verlangen nach Heiligung und die Frucht des Geistes

Das ist Punkt Nummer zwei, der Geistesmenschen kennzeichnet.

Drittens ist ein weiteres Merkmal derer, die nach dem Geist leben, ihr Verlangen nach Heiligung. Sie sehnen sich nach immer mehr von Jesus, nach mehr vom Heiland. „Mehr möchte ich sehen, das stille Lamm“, so heißt es in einem alten Lied. Meine Frau kennt es aus ihrer Kindheit, sie hat es von zu Hause gelernt: „Mehr möchte ich sehen, das stille Lamm am Kreuz.“

Solche Menschen streben nach der Frucht des Geistes. Wir haben von den Werken des Fleisches gehört. Im Gegensatz dazu steht die Frucht des Geistes, die Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung umfasst.

Menschen, die nach dem Geist leben, lernen, den Versuchungen der Sünde immer entschiedener zu widerstehen. Sie töten die Begierden des verbliebenen Fleisches immer weiter ab und erringen zunehmend Sieg über die bösen Regungen ihres Herzens. Dabei richten sie ihren Blick nicht auf sich selbst und ihre Sünden, sondern auf Jesus.

Indem sie das tun, werden sie durch den Heiligen Geist in sein Bild verwandelt. Nach dem Geist zu leben und nach den Dingen des Geistes zu trachten, bedeutet, sich vom Heiligen Geist verändern zu lassen. Halleluja!

Sie lieben ihre Bibel, denn sie ist ihre Lieblingslektüre. Gottes Wort erfreut sie, und sie möchten in der Erkenntnis Gottes wachsen. Darum lieben sie die Lehren des Evangeliums, beten gern und suchen Erfüllung in der Gemeinschaft mit ihrem Erretter.

Das Interesse an der Gesellschaft und der geistliche Kampf

Aber sie suchen nicht nur Beglückung für ihre eigene Seele, sondern viertens: Wenn du nach den Dingen des Geistes strebst, dann interessiert dich nicht nur das Heil deiner eigenen Seele. Vielmehr brennst du auch für das Heil deiner Mitmenschen.

Du bist an der Gesellschaft interessiert, in der du lebst, und sogar besorgt um den Zustand der ganzen Welt. Doch, wie schon gesagt, suchst du nicht die politische oder soziale Lösung. Du erkennst den wahren Grund, warum die Welt im Argen liegt. Anders als Politiker und Weltverbesserer siehst du, dass sich die Welt im Griff des Teufels befindet.

Du weißt, was in dieser Welt vorgeht. Es ist ein Kampf zwischen Licht und Finsternis. Wie soll das ein Bundeskanzler verstehen? Wie soll das ein Aktivist verstehen? Nur Geistesmenschen verstehen, was wirklich falsch läuft in der Welt. Wir sehen die verborgenen Mächte, die dahinterstecken – die Mächte der Finsternis, wie Paulus sagt, die Fürstentümer und die Gewalten der Hölle, die hintergründig am Wirken sind.

Wir wissen, dass die Welt nicht politisch in Ost und West einzuteilen ist oder demokratisch oder diktatorisch, sondern in Licht und Finsternis. Die Menschen sind perplex, dass diese Welt zu keinem Frieden findet und dass sogar alles nur noch schlimmer zu werden droht. Die Politik und ihre Aktivisten wissen nicht, was dahintersteckt – wie sollten sie?

Aber du als Geistesmensch weißt es. Du siehst die unsichtbare Welt in ihrem Kampf und in ihrer Auseinandersetzung. Wir wissen, dass alles ein Konflikt zwischen Himmel und Hölle ist und dass alles so kommen musste, wie wir es sehen. Die Bibel und der Heilige Geist lehren uns einen großen Abfall und das Kommen des Antichristen.

Menschen des Geistes sind nicht erschüttert von dem, was sie sehen. Sie kennen ihre Bibel und wissen, dass darin schon alles geschrieben steht. Und was noch herrlicher ist: Sie haben eine heiße Erwartung. Der Geist und die Braut sprechen: „Komm!“ – ein wunderbares Wort, einer der letzten Verse in der Heiligen Schrift. Der Geist und die Braut sprechen: „Komm!“ Und wer es hört, der spreche: „Komm!“

Es ist der Heilige Geist, der den Menschen des Geistes sagt: Ich komme bald. „Ich komme bald, Maranatha, ich komme bald!“ Millionen von Menschen, ja Armmillionen auf der ganzen Welt, versammeln sich heute unter Gottes Wort – international. Sie sehnen sich und sie beten: „Komme bald, komme bald, Herr Jesus!“ Und sie freuen sich, dass er kommt. Das sind Geistesmenschen.

Sie leben gewiss zukunftsfroh auf dieser Erde, aber zur gleichen Zeit ist ihr Blick himmelwärts gewandt. Ihr Wandel hier auf Erden ist schon ein Wandel im Himmel. Christus ist unser Leben, und Sterben ist unser Gewinn.

Zusammenfassung und Einladung zum Nachdenken

Zusammengefasst, liebe Gemeinde: Menschen, die nach dem Geist leben, sind solche, deren Leben und Ziel Jesus Christus ist. Sich an Gott und seinem Heil zu erfreuen – das ist ihre Glückseligkeit.

Bist du nur ein gezwungener Christ, nur ein anerzogener, der nach jedem Gottesdienst und jeder Bibellese froh ist, dass alles vorbei ist? Hast du schon sechsmal auf die Uhr geguckt und gedacht: Wann hört der Mensch endlich auf? Oh, das ist nicht die Freude am Herrn. Deine Stärke ist eine Kraft.

Ich weiß, ich bin ein ganz schlechter und einfacher Prediger. Ich habe das Zeug in mir, die Menschen zu langweilen. Gott möge mir helfen, dass ich lebendiger, frischer, klarer, deutlicher und geisterfüllter werde. Dass wir noch viel, viel besser predigen. Das wünschen wir uns, nicht wahr? Christian und Jan hier vorne, ihr seid gerade dran.

Wir wünschen uns, dass wir immer mehr vom Heiligen Geist empfangen und immer besser werden. Aber leider können wir nicht ändern, dass wir manchmal auch ein bisschen lang sind und euch ein wenig überfordern. Verzeiht uns das, ihr Lieben.

Am Ende eines solchen Gottesdienstes bleibt die Frage: Was macht dieser Gottesdienst heute mit euch? Was bewirkt so eine Predigt, so ein Wort Gottes in dir? Oh, das war heute wieder schweres Zeug. Ja, dann weiß ich nicht, ob du mit deinen Gedanken schon wieder irgendwo auf dem Fußballplatz bist? Nein, natürlich nicht. Mit dem HSV hat das ja keinen Sinn.

Ich will das jetzt nicht ins Lächerliche ziehen, es ist ein großer Ernst, ihr Lieben. Wohin treibt uns unser Herz? Wonach verlangt unsere Seele? Menschen des Geistes, die gemäß dem Geist leben, trachten nach Jesus und erfreuen sich an ihm ihr Leben lang. Sie können nicht genug davon bekommen.

Gott möge euch segnen. Lasst uns fröhliche Menschen im Römerbrief sein und vom Geheimnis Gottes, seines Heils und seiner Erlösung lernen. Danach sehnen sich die Kinder Gottes, vom Heiligen Geist erfüllt.

Die Freude am Herrn ist unsere Stärke. Aber das Trachten des Fleisches, das Trachten des Geistes – das ist Leben und Friede. Das Trachten des Fleisches aber ist der Tod.

Ich lade dich ein: Trachte nach dem Leben, in Jesu Namen. Strebe nach dem Leben, in Jesu Namen, durch den Heiligen Geist. Und wir sagen miteinander: Amen.

Schlussgebet und Übergang zum Lied

Wir stehen auf und singen gleich ein wunderbares Lied. Das Lied – ihr ahnt schon, was kommt, nicht wahr? Ich hoffe, dass wir es noch können.

Lieber Vater, ich möchte dich herzlich bitten. Einerseits für diejenigen Menschen, die noch nichts davon wissen, was das Leben gemäß des Geistes bedeutet, Herr. Ich bitte dich, Herr, erwecke diese Herzen heute Morgen. Mach sie lebendig aus dem Tod.

Ich danke dir, Herr, verwandle sie, sodass sie nicht mehr Fleisch sind, sondern Geistesmenschen werden. Und diejenigen, die Geistesmenschen sind, Herr, lass uns erfüllt bleiben von dem herrlichen Weg, den du, heiliger Geist, uns leitest. Zu Jesus, unserem Heil und Erlöser.

In Jesu Namen!