Herausforderung der Wahrnehmung des Christentums heute
Ganz ehrlich, Hand aufs Herz: Versuch mal, nur anhand der Flyer, die in vielen Gemeinden und Kirchen für Besucher ausliegen, herauszufinden, worum es im Christentum geht. Stell dir vor, du wärst ein Marsmensch, der hier landet und keine Ahnung hat, worum es geht – so wie die meisten Menschen. Du möchtest dir ein Bild darüber verschaffen, was es eigentlich mit dem Christentum auf sich hat.
Um Nachfolge zu verteidigen, mach dich Hashtag Bibelfit.
Wie läuft Weihnachten bis jetzt? Dieses Jahr ist es irgendwie anders als letztes Jahr, oder? Diese ganzen leeren Kirchen machen einen schon nachdenklich. Niemand weiß, wie lange diese Corona-Ausnahmesituation noch andauern wird. Ob nächstes Jahr wieder Normalität einkehrt, ist völlig offen.
Momentan sieht es so aus, als ob letztes Weihnachten für den Augenblick das letzte normale Weihnachten war. Damals, 2019, kamen in ganz Deutschland Hunderttausende Familien und buchstäblich über eine Million Gottesdienstbesucher. Viele von ihnen kamen damals zum letzten Mal in unsere Gemeinden.
2019 hatten wir damit eine seltene, kostbare und wertvolle – und das wissen wir jetzt in vielen Fällen sogar – eine einzigartige Chance, Nichtchristen, Agnostiker und Unentschiedene zu erreichen. Ist dir und uns klar, was das bedeutet?
Die zentrale Botschaft des Evangeliums und gesellschaftliche Herausforderungen
In vielen Fällen hatten wir deutschlandweit nur diese eine Chance, die Menschen mit dem zu erreichen, worauf es wirklich ankommt: das Evangelium. Dass Gott freiwillig Mensch geworden ist, ein fehlerfreies Leben geführt hat, für sie zu Tode gefoltert wurde, auferstanden ist und dass jedem, der umkehrt, Gott in der Tiefe um Entschuldigung bittet und auf Jesus vertraut, nicht die unumkehrbare Todesstrafe bevorsteht. Stattdessen kann dieser Mensch dankbar und erlöst vor Gott stehen.
Das ist die heftigste und wichtigste Botschaft der Weltgeschichte.
Durch eine Reihe von sehr seltsamen, neumodischen sozialen Entwicklungen sind wir in der westlichen Welt kulturell an einem Punkt angekommen, an dem die Gesellschaft – besonders im Osten Deutschlands – uns in vielen Punkten bestimmte Vorstellungen einredet. Zum Beispiel, dass das biblische Christentum nur eine Weltanschauung sei, praktisch eine vorwissenschaftliche Legendensammlung unter vielen. Zweitens, dass es dabei höchstens um subjektive Meinungsfragen gehe, die komplett persönlich seien und von Mensch zu Mensch völlig unterschiedlich – wie die Frage, ob Vanilleeis mit Karamell oder doch lieber Erdbeereis das Leckerste ist. Drittens wird behauptet, dass sich dazu eh nichts mehr sagen lasse, nichts überprüfbar sei und dass sich da nichts festmachen ließe, weil es halt Glaubensfragen seien.
Solange das die Brille ist, durch die das Christentum mehrheitlich wahrgenommen wird, ist es dann wirklich noch ein Wunder, dass man in einem deutschen Gymnasium alle zwölf Klassen durchlaufen und ein Einzel-Abitur schreiben kann, ohne sich eine einzige Stunde im Leben mit den Inhalten des biblischen Christentums auseinandergesetzt zu haben? Und vom Studium wollen wir gar nicht erst reden.
Folgen der gesellschaftlichen Wahrnehmung für Kirche und Glauben
Ist es dann noch ein Wunder, dass sich die mediale Berichterstattung über Glaubensgemeinschaften im besten Fall auf Äußerlichkeiten, Nebenschauplätze oder Fehlcharakterisierungen beschränkt?
Ist es dann noch ein Wunder, dass in Straßenumfragen kaum jemand benennen kann, worum es im biblischen Christentum im unverzichtbaren Kern überhaupt geht?
Ist es dann noch ein Wunder, dass missionarische und evangelistische Tätigkeiten der großen Kirchen beinahe vollständig inexistent sind? Stattdessen übernehmen so pseudochristliche Sekten wie Mormonen und Zeugen Jehovas das Feld.
Ja, ist es dann ein Wunder, dass viele Christen ihre eigene Bibel nicht ein einziges Mal durchgelesen haben?
Ist es dann noch ein Wunder, dass viele Kirchenmitglieder in Deutschland, wenn sie in Indien, im Sudan, in Pakistan oder in Nordkorea vor Gericht stünden mit der Anklage, Christ zu sein, viele von uns schlicht aus Mangel an Beweisen freigesprochen würden?
Die Gefahr der Ablenkung von der Hauptsache
Über die Jahre hat es mir immer mehr Sorgen bereitet, mitzuerleben, wie wenig wir uns als Christen mit dem Kern unserer Botschaft auseinandersetzen. Der Kern ist: Jesus starb für dich, und du kannst freigesprochen werden. Das ist der Kern.
Darauf gehe ich im nächsten Video ein. Deshalb drücke gern die Glocke, dann wird dir das nächste Video auch angezeigt.
Mir hat es immer mehr Sorgen gemacht, wie leicht und wie heftig Dinge, die aus biblischer Sicht absolute Nebenschauplätze sind, plötzlich genau diesen Kern überlagern. Denn ganz ehrlich, Hand aufs Herz: Versuch mal, nur anhand der Flyer, die in vielen Gemeinden und Kirchen für Besucher ausliegen, herauszufinden, worum es im Christentum geht.
Stell dir vor, du wärst jetzt ein Marsmensch. Du landest hier, hast keine Ahnung, worum es geht – so wie die meisten – und willst dir ein Bild darüber verschaffen, was es mit dem Christentum auf sich hat. Und du hast nur diese Flyer.
Abgesehen von musikalischen Geschmacksfragen wirst du in vielen Gemeinden und Kirchen überwiegend Flyer finden, die über Dinge informieren, die im Vergleich zum Evangelium völlige Nebenschauplätze sind.
Nebenschauplätze und ihre Auswirkungen auf die Kirche
Ja, Flyer wirst du vielleicht finden – über soziale Engagements, über deine Work-Life-Balance, über gesellschaftliche Toleranz, über die Geschichte des Gebäudes oder sogar Wahlplakate der Grünen. Und natürlich gibt es Kalendersprüche vom kleinen Prinzen.
Mann, wie gut, dass wir dafür christliche Gemeinden haben. Ich wüsste nicht, wer sonst solche Anliegen aufgreifen sollte. Entschuldige die Ironie, entschuldige die Bitterkeit. Aber ganz ernsthaft: Hut ab vor der Gemeinde, der es gelingt, dass du als Besucher reinkommst und sofort weißt, worum es ihnen geht.
Und nicht nur das – wir haben uns mit Nebensächlichkeiten abgelenkt. Was mich wirklich wütend macht, ist, dass all diese Nebensächlichkeiten, diese „nice to have“- und Randthemen, bis vor kurzem als kulturelle Bestechungsgeschenke benutzt wurden, um Leute in Kirchen und Gemeinden zu locken, die sonst nicht gekommen wären.
Zu Recht wird uns Christen hier der Vorwurf des Etikettenschwindels gemacht. Über Jahre hinweg habe ich immer und immer wieder gefragt – damals nur als Gedankenexperiment –, wie es wohl wäre, wenn all diese Ablenkungen nicht da wären. Würden die Leute dann immer noch kommen? Oder zumindest ihre Gemeinden weiter unterstützen und Nachfolge ausleben?
Wie wäre es in Deutschland, wenn all das Drumherum über Nacht weg wäre?
Corona als Offenbarung der Probleme in Gemeinden
Und dann, ja, du weißt, was passiert ist: Es kam Corona, und plötzlich war vieles weg. Viele Leute blieben fern und kehrten nicht zurück.
Warum? Weil viele nicht wegen der Hauptsache da waren, die ja geblieben ist, sondern wegen Nebensächlichkeiten, die verschwunden sind. Genau diese erste Coronawelle in Deutschland hat dieses Problem neben vielen anderen Dingen wie in einem Brennglas offengelegt.
Viele Kirchen und Gemeinden waren nicht nur vollkommen und heillos überfordert damit, plötzlich digitalisieren zu müssen, sondern noch mehr machte sich unter vielen Predigern in sehr vielen Gemeinden eine echte Angst breit. Ich habe das ja live mitbekommen. Sie merkten, dass häufig mehr als achtzig Prozent dessen, was sie das ganze Jahr über tun und was eher das Drumherum ist, sich gar nicht digitalisieren lässt. Sie fürchteten, dass ihnen ihre Gemeinden wegbrechen könnten.
Und genau das ist ja häufig passiert. Nicht nur, dass viele Ersatzangebote spärlich angenommen wurden – das ist auch jetzt noch so –, sondern noch viel aussagekräftiger: Selbst nach der ersten Welle lagen viele Gemeinden noch bis heute brach. Von der zweiten Welle und dem Corona-Weihnachten reden wir dabei noch gar nicht.
Die wahre Ursache der Krise in der Kirche
Warum ist das so? Erzählen Sie mir nicht, dass sich die biblische Botschaft nicht digitalisieren lässt. Erzählen Sie mir nicht, dass sich Predigten nicht über YouTube und Hauskreise nicht via Streaming und Konferenz-Apps gestalten lassen. Erzählen Sie mir nicht, dass wir nicht über Instagram und TikTok evangelisieren können. Erzählen Sie mir nicht, dass wir als Christenheit in Deutschland im einundzwanzigsten Jahrhundert das nicht grundsätzlich möglich machen können. Das Problem liegt doch woanders!
Es ist auch nicht nur das demografische Problem, denn das demografische Problem bedeutet ja, dass es einerseits wenig Alte und wenig Junge gibt. Warum gibt es denn wenig Junge? Das Problem ist doch ein anderes.
Corona hat in vielen Gemeinden aufgedeckt, dass sie in der Hauptsache – leider, wie viele von Ihnen heute selbst sagen – nicht das Wort Gottes verkündigt und das Evangelium verbreitet haben. Stattdessen haben sie sich in Selbstbeschäftigung verloren. Sie stellen Fragen wie: Wie geht es mir? Was können wir für uns und für Gleichgesinnte tun?
Viele Gemeinden – und es ist schmerzhaft, das auszusprechen – haben sich in politischen, sozialen, diakonischen und traditionellen Nebensächlichkeiten verrannt. Diese stehen neben der Hauptsache, nämlich Menschen mit Gottes guter Botschaft zu erreichen und das Evangelium einer sterbenden Welt weiterzugeben. Diese Nebensächlichkeiten sind genau das: nice to have, nebensächlich und unwichtig.
Die Bedeutung der Wahrheit des biblischen Christentums
Unter der Voraussetzung, dass es absolut und real möglich ist, dass das biblische Christentum tatsächlich wahr ist, stellt es die größte Gefahr dar, wenn sich jeder sein eigenes Gottesbild bastelt. Jeder könnte sich seine eigene Privatreligion schaffen, die im schlimmsten Fall völlig an der Wirklichkeit vorbeigeht.
Warum sage ich das so direkt? Denk einmal nach! Ist das biblische Christentum falsch, dann wäre es ziemlich irrelevant. Aber ist es wahr, dann ist es mit großem Abstand das Wichtigste und Bedeutsamste überhaupt. Die Folgen, hier daneben zu liegen, sind kaum vorstellbar.
Denk darüber nach: Entweder ist das Christentum falsch, dann sollte niemand Christ sein – auch du nicht. Oder aber das biblische Christentum ist wahr, dann sollte jeder Christ sein.
Die Dringlichkeit der Situation und die Herausforderung an die Christen
Siehst du, über sechzig Millionen Menschen werden nächstes Jahr sterben. Über 164 Menschen sterben jeden Tag. In Deutschland wird dieser Trend wegen unserer katastrophalen Demographie nur noch schlimmer.
Mathematisch gesehen sterben hier jeden Tag mehr Menschen als am Tag davor – Corona hin oder her. Wie eine Münze, die vom Jentauer geworfen wird, nimmt diese Entwicklung in ihrer Geschwindigkeit jeden Tag zu, direkt vor deiner Nase.
Im letzten Jahr gab es über eine halbe Million Kirchenaustritte. Überleg mal, wie viele Fußballstadien das füllen würde – also mehr als einer jede Minute. Am allerwenigsten halten Leute in deinem und meinem Alter, unter 35, das Christentum für relevant.
Das heißt, dass die wichtigste Generation der Christen in Deutschland, die nächste Generation, häufig völlig allein gelassen wird. Dabei ist sie geistlich, intellektuell und persönlich von der Gesellschaft mehr herausgefordert und sozial beäugt als jede andere davor.
Von all diesen Problemen ist aus meiner Sicht das Gefährlichste, dass wir Christen unsere eigene Bibel nicht mehr lesen, sie nicht mehr ernst nehmen und dem Gott darin nicht mehr gehorchen. Ich habe wirklich darüber nachgedacht und denke, das ist der eine Dominostein, der alle anderen anstoßen würde – wie eine positive Kettenreaktion.
Einladung zur Stärkung im Glauben und Ausblick
Und was ich hier auf Social Media gemeinsam mit dir erreichen möchte, ist, dass du für diese Gesamtsituation selbstbewusster und fitter wirst – eben Hashtag Bibelfit.
Im Idealfall wünsche ich dir, dass du dich nicht ins Boxhorn jagen lässt, sondern deine Überzeugungen mutig, gut gelaunt, gelassen, überzeugt und souverän im Gespräch vertreten kannst. Denn ich bin überzeugt davon: Kein Gott ist auch keine Lösung.
Liege ich hier mit all dem komplett falsch? Lässt sich das völlig kalt? Wahrscheinlich nicht, sonst hättest du das Video ja nicht bis hierhin geguckt, oder?
Pass auf, folgender Vorschlag: Du kannst dir hier gern mein neues Kurzbuch mitnehmen, in dem wir genau darauf eingehen, warum das für dich als reflektierten und gebildeten Menschen im einundzwanzigsten Jahrhundert etwas sehr Ernstzunehmendes ist. Außerdem erfährst du, warum das biblische Christentum so manche positive Überraschung bereithält.
Die ersten Leser haben es dafür gelobt, dass es kurz, verständlich, humorvoll und leicht an ein bis zwei Abenden durchgehbar ist. Das Buch gibt es zu einem tollen Preis – es ist nämlich gratis.
Ich verschenke das vollständige Hörbuch und E-Book, weil ich möchte, dass möglichst viele Menschen mutig, stark und liebevoll in Gespräche über Glaubensthemen reingehen und lernen.
Klick dafür einfach auf den Link in der Videobeschreibung und nimm es dir gratis mit. Es ist mein Geschenk an dich. Frohe Weihnachten!
Abschluss und Aufruf zur Beteiligung
Was denkst du: Haben wir als Christen in den letzten Jahren geschlafen und unseren Einsatz einfach verpasst? Ist die Chance jetzt vorbei, und der Zug abgefahren?
Schreib es gern hier in die Kommentare. Viele wissen das – ich lese tatsächlich jeden einzelnen Kommentar und antworte dir.
Konnte ich dir bis hierhin ansonsten etwas weiterhelfen? Dann wäre es gut, wenn du mir kurz helfen würdest, damit Social Media solche christlichen Inhalte hier nicht blockiert. Das ist nämlich schon häufig vorgekommen.
Auf Instagram kannst du dieses Video einfach mit dem Papierflügersymbol in deiner Story teilen. Und wenn du das hier auf YouTube siehst, ist es am einfachsten, das Video in eine WhatsApp- oder Telegram-Gruppe zu schicken. Das ist wirklich die einfachste Möglichkeit.
Ich bin Markus Voss, und das war jetzt ein Input zum Thema Nachfolge verteidigen. Um Nachfolge auch wirklich zu verstehen und zu leben, mach dich Hashtag Bibelfit.
Dazu lade ich dich ein, jetzt die Glocke zu klicken. Dadurch bekommt Social Media ein Signal, dass solche Inhalte hier tatsächlich angeschaut werden, und verbirgt sie nicht.
Vielen Dank dafür! Wir sehen uns im nächsten Video. Ich freue mich auf dich.

