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Die Weihnachtsbotschaft

25.12.2020

Einstieg in die aktuelle Situation der Kirchen

Weil ganz ehrlich, Hand aufs Herz: Versuch mal, nur anhand der Flyer, die in vielen Gemeinden und Kirchen für Besucher ausliegen, herauszufinden, worum es im Christentum geht. Stell dir vor, du wärst ein Marsmensch, der hier landet, ohne jegliche Ahnung davon, worum es geht – so wie die meisten Menschen. Du willst dir ein Bild darüber verschaffen, was es eigentlich mit dem Christentum auf sich hat.

Um Nachfolge zu verteidigen, mach dich #Bibelfit.

Na, wie läuft Weihnachten bis jetzt? Es ist irgendwie anders als letztes Jahr, oder? Diese ganzen leeren Kirchen machen einen schon irgendwie nachdenklich, oder?

Niemand weiß, wie lange diese Corona-Ausnahmesituation noch andauern wird. Ob nächstes Jahr wieder Normalität eingekehrt ist, bleibt völlig offen. Momentan sieht es so aus, als ob letztes Weihnachten für den Augenblick das letzte normale Weihnachten war.

Damals, 2019, kamen in ganz Deutschland Hunderttausende Familien und buchstäblich über eine Million Gottesdienstbesucher. Viele von ihnen kamen – na ja – für den Augenblick zum letzten Mal in unsere Gemeinden.

Die Bedeutung des Evangeliums und gesellschaftliche Herausforderungen

Damals, im Jahr 2019, hatten wir eine seltene, kostbare und wertvolle – und wie wir heute in vielen Fällen wissen, sogar eine einzigartige – Chance, Nichtchristen, Agnostiker und Unentschiedene zu erreichen.

Ist dir und uns bewusst, was das bedeutet? In vielen Fällen hatten wir deutschlandweit nur diese eine einzige Möglichkeit, sie mit dem zu erreichen, worauf es wirklich ankommt: das Evangelium. Dass Gott freiwillig Mensch geworden ist, ein fehlerfreies Leben geführt hat, für sie zu Tode gefoltert wurde, auferstanden ist und dass jedem, der umkehrt, Gott in der Tiefe um Entschuldigung bittet und auf Jesus vertraut, nicht die unumkehrbare Todesstrafe droht, sondern dass dieser dankbar und erlöst vor Gott stehen kann.

Das ist die heftigste und wichtigste Botschaft der Weltgeschichte.

Und weißt du, durch eine Reihe von sehr seltsamen, neumodischen sozialen Entwicklungen sind wir in der westlichen Welt kulturell an einem Punkt angelangt, an dem uns die Gesellschaft – gerade im Osten Deutschlands – in vielen Punkten gewisse Dinge einredet. Zum Beispiel, dass das biblische Christentum nur eine Weltanschauung sei, praktisch nur eine vorwissenschaftliche Legendensammlung unter vielen.

Zweitens wird behauptet, dass es dabei höchstens um subjektive Meinungsfragen gehe, die komplett persönlich seien und von Mensch zu Mensch völlig unterschiedlich, ähnlich der Frage, ob Vanilleeis mit Karamell oder doch lieber Erdbeereis das Leckerste sei.

Drittens wird gesagt, dass sich dazu sowieso nichts mehr sagen lasse, nichts überprüfen lasse und dass sich da auch nichts festmachen ließe, weil das halt irgendwie Glaubensfragen seien.

Die Folgen kultureller Wahrnehmung für Bildung und Medien

Solange das die Brille ist, durch die das Christentum mehrheitlich wahrgenommen wird, ist es dann wirklich noch ein Wunder, dass man in einem deutschen Gymnasium alle zwölf Klassen durchlaufen und das Abitur machen kann, ohne sich auch nur eine einzige Stunde im Leben mit den Inhalten des biblischen Christentums auseinanderzusetzen?

Vom Studium ganz zu schweigen: Ist es dann noch ein Wunder, dass sich die mediale Berichterstattung über Glaubensgemeinschaften im besten Fall auf Äußerlichkeiten, Nebenschauplätze oder Fehlcharakterisierungen beschränkt?

Ist es dann noch ein Wunder, dass in Straßenumfragen kaum jemand benennen kann, worum es im biblischen Christentum im unverzichtbaren Kern überhaupt geht?

Ist es dann noch ein Wunder, dass missionarische und evangelistische Tätigkeiten der großen Kirchen beinahe vollkommen inexistent sind und stattdessen pseudochristliche Sekten wie Mormonen und Zeugen Jehovas das Feld übernehmen?

Ja, ist es dann ein Wunder, dass viele Christen ihre eigene Bibel nicht ein einziges Mal durchgelesen haben?

Ist es dann noch ein Wunder, dass viele Kirchenmitglieder in Deutschland, wenn sie in Indien, im Sudan, in Pakistan oder in Nordkorea vor Gericht stünden mit der Anklage, Christ zu sein, viele von ihnen schlicht aus Mangel an Beweisen freigesprochen würden?

Persönliche Beobachtungen und die Gefahr von Nebenschauplätzen

Über Jahre hat es mich immer mehr beunruhigt, mitzuerleben, wie wenig wir uns als Christen mit dem Kern unserer Botschaft auseinandersetzen. Der Kern ist: Jesus starb für dich, du kannst freigesprochen werden. Das ist der Kern.

Darauf gehe ich im nächsten Video ein. Deswegen drücke gern die Glocke, dann wird dir das nächste Video auch angezeigt.

Mir hat es immer mehr Sorgen bereitet, wie leicht und wie heftig Dinge, die aus biblischer Sicht absolute Nebenschauplätze sind, plötzlich genau diesen Kern überlagern. Denn ganz ehrlich, Hand aufs Herz: Versuch mal, nur anhand der Flyer, die in vielen Gemeinden und Kirchen für Besucher ausliegen, herauszufinden, worum es im Christentum geht.

Stell dir vor, du wärst ein Marsmensch. Du landest hier, hast keine Ahnung, worum es geht – so wie die meisten – und möchtest dir ein Bild machen, was es eigentlich mit dem Christentum auf sich hat. Und du hast nur diese Flyer.

Abgesehen von musikalischen Geschmacksfragen wirst du in vielen Gemeinden und Kirchen überwiegend Flyer finden, die sich mit Dingen beschäftigen, die im Vergleich zum Evangelium völlige Nebenschauplätze sind.

Ja, Flyer wirst du vielleicht finden über soziales Engagement, über deine Work-Life-Balance, über gesellschaftliche Toleranz, über die Geschichte des Gebäudes oder sogar Wahlplakate der Grünen. Und natürlich Kalendersprüche vom kleinen Prinzen.

Mann, wie gut, dass wir dafür christliche Gemeinden haben! Ich wüsste nicht, wer sonst solche Anliegen aufgreifen sollte. Entschuldige die Ironie, entschuldige die Bitterkeit. Aber ganz ernsthaft: Hut ab vor der Gemeinde, der es gelingt, dass du als Besucher reinkommst und gleich weißt, worum es ihnen geht.

Kritik an Ablenkungen und die Folgen der Corona-Pandemie

Und nicht nur, dass wir uns mit Nebensächlichkeiten abgelenkt haben. Was mich wirklich wütend macht, ist, dass all diese Nebensächlichkeiten, diese „nice to have“ und „ran“-Themen, bis vor kurzem als kulturelle Bestechungsgeschenke benutzt wurden, um Leute in Kirchen und Gemeinden zu locken, die sonst nicht gekommen wären. Zu Recht wird uns Christen hier der Vorwurf des Etikettenschwindels gemacht.

Über Jahre hinweg habe ich immer und immer wieder gefragt – damals nur als Gedankenexperiment – wie es wohl wäre, wenn all diese Ablenkungen nicht da wären. Würden die Leute dann immer noch kommen oder zumindest ihre Gemeinden weiter unterstützen und Nachfolge ausleben? Wie wäre es in Deutschland, wenn all das Drumherum über Nacht weg wäre?

Und dann, du weißt, was passiert ist: Corona kam, und all das war plötzlich weg. Viele Leute waren weg und blieben weg. Warum? Weil viele nicht wegen der Hauptsache da waren, die ja geblieben ist, sondern wegen der Nebensächlichkeiten, die weggefallen sind.

Genau diese erste Coronawelle in Deutschland hat, neben vielen anderen Dingen, dieses Problem wie in einem Brennglas offengelegt. Viele Kirchen und Gemeinden waren nicht nur vollkommen und heillos überfordert damit, auf einmal digitalisieren zu müssen. Noch mehr aber machte sich unter vielen Predigern in sehr vielen Gemeinden eine echte Angst breit. Ich habe das ja live mitbekommen. Sie merkten, dass häufig mehr als achtzig Prozent von dem, was sie das ganze Jahr über tun – und was eher das Drumherum ist – sich nicht digitalisieren lässt. Sie fürchteten, dass ihnen ihre Gemeinden wegbrechen könnten.

Und genau das ist ja häufig passiert. Nicht nur, dass viele Ersatzangebote dann spärlich angenommen wurden und auch jetzt gerade nur spärlich angenommen werden, sondern noch viel, viel aussagekräftiger: Selbst nach der ersten Welle – erinnerst du dich? – liegen viele Gemeinden noch bis heute brach. Von der zweiten Welle und diesem Corona-Weihnachten reden wir noch gar nicht.

Ursachen für den Rückgang und die Herausforderung der Hauptsache

Warum ist das so? Erzählen Sie mir nicht, dass sich die biblische Botschaft nicht digitalisieren lässt. Erzählen Sie mir nicht, dass sich Predigten nicht über YouTube und Hauskreise nicht via Streaming und Konferenz-Apps gestalten lassen. Erzählen Sie mir nicht, dass wir nicht über Instagram und TikTok evangelisieren können. Erzählen Sie mir nicht, dass wir als Christenheit in Deutschland im einundzwanzigsten Jahrhundert das nicht grundsätzlich möglich machen können.

Das Problem liegt doch woanders. Es ist auch nicht nur das demografische Problem, denn das demografische Problem bedeutet, dass es einerseits wenig Alte und wenig Junge gibt. Aber warum gibt es denn so wenige Junge? Das Problem ist doch ein anderes.

Corona hat in vielen Gemeinden aufgedeckt, dass sie in der Hauptsache – leider, wie viele von Ihnen heute selbst sagen – das Wort Gottes nicht verkündigt und das Evangelium nicht verbreitet haben. Stattdessen haben sie sich in Selbstbeschäftigung verloren.

Fragen wie „Wie geht es mir? Was können wir für uns und für Gleichgesinnte tun?“ standen im Vordergrund. Viele Gemeinden – und es ist schmerzhaft, das auszusprechen – haben sich in politischen, sozialen, diakonischen und traditionellen Nebensächlichkeiten verrannt. Diese stehen neben der Hauptsache, nämlich Menschen mit Gottes guter Botschaft zu erreichen und das Evangelium einer sterbenden Welt weiterzugeben.

Diese Nebensächlichkeiten sind genau das: nice to have, nebensächlich und unwichtig.

Die Gefahr der individuellen Gottesbilder und die Dringlichkeit der Botschaft

Unter der Voraussetzung, dass es absolut und real möglich ist, dass das biblische Christentum tatsächlich wahr ist, stellt es die größte Gefahr von allen dar, wenn sich jeder sein eigenes Gottesbild bastelt. Jeder könnte sich seine eigene Privatreligion schaffen, die im schlimmsten Fall völlig an der Wirklichkeit vorbeigeht.

Warum sage ich das so direkt? Denk einmal nach: Ist das biblische Christentum falsch, dann wäre es ziemlich irrelevant. Aber ist es wahr, dann ist es mit großem Abstand das Wichtigste und Bedeutsamste überhaupt. Die Folgen, hier daneben zu liegen, sind kaum auszumalen.

Überlege mal: Entweder ist das Christentum falsch, dann sollte niemand Christ sein – du auch nicht. Oder das biblische Christentum ist wahr, dann sollte jeder Christ sein.

Millionen Menschen werden nächstes Jahr sterben. Über 164 Menschen sterben jeden Tag. In Deutschland wird dieser Trend aufgrund unserer katastrophalen Demographie nur noch schlimmer. Mathematisch gesehen sterben hier jeden Tag mehr Menschen als am Tag zuvor – Corona hin oder her.

Wie eine Münze, die vom Jentauer geworfen wird, nimmt diese Entwicklung in ihrer Geschwindigkeit jeden Tag zu, direkt vor deiner Nase.

Im letzten Jahr gab es über eine halbe Million Kirchenaustritte. Über eine halbe Million – überlege, wie viele Fußballstadien das sind, also mehr als einer jede Minute.

Am allerwenigsten halten Leute in deinem und meinem Alter, unter 35, das Christentum für relevant. Das heißt, dass die wichtigste Generation der Christen in Deutschland, die nächste Generation, häufig völlig alleingelassen wird. Dabei ist sie geistlich, intellektuell und persönlich von der Gesellschaft mehr herausgefordert und sozial beäugt als jede andere Generation zuvor.

Die zentrale Herausforderung: Bibel lesen und ernst nehmen

Von all diesen Problemen ist aus meiner Sicht das Gefährlichste, dass wir Christen unsere eigene Bibel nicht mehr lesen, sie nicht mehr ernst nehmen und dem Gott darin nicht mehr gehorchen.

Ich habe wirklich darüber nachgedacht und denke, dass dies der eine Dominostein ist, der alle anderen anstoßen würde – wie eine positive Kettenreaktion.

Was ich hier auf Social Media gemeinsam mit dir erreichen möchte, ist, dass du für diese Gesamtsituation selbstbewusster und fitter wirst – eben Hashtag bleib fit.

Im Idealfall wünsche ich dir, dass du dich nicht ins Boxhorn jagen lässt, sondern deine Überzeugungen mutig, gut gelaunt, gelassen, überzeugt und souverän im Gespräch vertreten kannst.

Denn ich bin überzeugt davon: Kein Gott ist auch keine Lösung.

Einladung zur Vertiefung und Abschluss

Liege ich hier mit all dem komplett falsch? Lässt sich das völlig kaltlassen? Wahrscheinlich nicht, sonst hättest du das Video ja nicht bis hierhin geschaut, oder?

Pass auf, hier ein Vorschlag: Du kannst dir gern mein neues Kurzbuch mitnehmen. Darin gehen wir genau darauf ein, warum das für dich als reflektierten und gebildeten Menschen im einundzwanzigsten Jahrhundert etwas sehr Ernstzunehmendes ist. Außerdem erfährst du, warum das biblische Christentum so manche positive Überraschung bereithält.

Die ersten Leser haben das Buch dafür gelobt, dass es kurz, verständlich und humorvoll geschrieben ist. Es lässt sich leicht an ein bis zwei Abenden durchgehen. Das Buch gibt es zu einem tollen Preis – nämlich gratis. Ich verschenke das vollständige Hörbuch und E-Book, weil ich möchte, dass möglichst viele Menschen mutig, stark und liebevoll in Gespräche über Glaubensthemen einsteigen und dabei lernen.

Klicke einfach auf den Link in der Videobeschreibung und nimm es dir kostenlos mit. Es ist mein Geschenk an dich. Frohe Weihnachten!

Was denkst du: Haben wir als Christen in den letzten Jahren gepennt und schlicht unseren Einsatz verpasst? Ist die Chance jetzt vorbei und der Zug abgefahren? Schreib mir gern deine Meinung in die Kommentare. Viele wissen das, ich lese tatsächlich jeden einzelnen Kommentar und antworte dir.

Konnte ich dir bis hierhin sonst irgendwie weiterhelfen? Dann wäre es super, wenn du mir kurz helfen könntest, damit Social Media solche christlichen Inhalte hier nicht blockiert. Das ist nämlich schon häufig vorgekommen.

Auf Instagram kannst du dieses Video einfach mit dem Papierflieger-Symbol in deiner Story teilen. Und wenn du das hier auf YouTube siehst: Das Einfachste ist, du schickst das Video in eine WhatsApp- oder Telegram-Gruppe. Das ist wirklich am unkompliziertesten.

Ich bin Markus Voss, und das hier war ein Input zum Thema Nachfolge verteidigen. Um Nachfolge zu verstehen und zu leben, mach dich hashtag Bibelfit. Dazu lade ich dich ein, jetzt die Glocke zu klicken. So bekommt Social Media ein Signal, dass solche Inhalte hier tatsächlich geschaut werden und sie werden nicht verborgen.

Vielen Dank dafür! Wir sehen uns im nächsten Video. Ich freue mich auf dich.