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1. Mose 19, 30 - 1. Mose 22, 19

27.03.2008
SerieTeil 17 / 30Das erste Buch Mose
Wo ist deine Sicherheit: in Menschen, Geld oder Gottes Wort? Abraham lernt schmerzhaft, alles loszulassen – und genau dort wird Glaube unerschütterlich.

Rückblick auf das Ende von Lot und die Folgen eines verfehlten Weges

Wir wollen heute mindestens elf Kapitel machen, also werden wir einiges vor uns haben. Wir waren im Kapitel neunzehn am Ende. Lot endet als Höhlenmensch. Es heißt in 1. Mose 19,30: Er blieb in einer Höhle mit seinen beiden Töchtern.
Die Namen der Töchter werden uns nie genannt, namenlose Töchter. Da sprach die Erstgeborene zu der Jüngeren: Unser Vater ist alt, und kein Mann ist mehr im Lande, der zu uns eingehen könnte nach der Weise aller Welt. Sie sind ungläubig. Sie meinen, Gott hätte keine Ehemänner für sie. Beten war für sie kein Thema, vielleicht haben sie das von ihren Eltern gelernt.
Inzucht haben sie von Sodom gelernt. Lot ist dafür verantwortlich, dass er seine Kinder einem bösen Einfluss ausgesetzt hat. 1. Mose 19,37: Sie begehen Unzucht, Inzucht. Die Älteste gebar einen Sohn, den nannte sie Moab, das heißt: vom Vater. Moab, vom Vater. Dieser ist der Vater der Moabiter bis auf diesen Tag. Und die Jüngere gebar auch einen Sohn, und sie nannte ihn Ben-Ammi, Sohn meines Volkes oder Sohn meines Verwandten. Von ihm kommen die Kinder Ammon bis auf den heutigen Tag.
Die Moabiter und die Ammoniter gehörten später zu den schlimmsten Feinden Israels. Das war das Ergebnis, die Frucht des Lebens von Lot. Das tolle Ende von Lot, oder? Das tolle Ende von Lot sind die Moabiter und die Ammoniter.
 5. Mose 23,4-5: Es soll kein Ammoniter noch Moabiter in die Versammlung Jahwes kommen, deshalb weil sie euch nicht mit Brot und mit Wasser entgegengekommen sind auf dem Wege, als ihr aus Ägypten zogt, und weil sie Bileam, den Sohn Beors, aus Petor in Mesopotamien gegen dich gedungen haben, um dich zu verfluchen. Die Moabiter haben damals Bileam geholt, und Bileam hat das Volk Israel zur Unzucht verführt. Volkscharakter, das war 5. Mose 23,4-5.
Die Moabiter und die Ammoniter werden uns im Buch der Richter wieder begegnen, und auch Eglon, der fette Moabiter. Genusssucht und Unzucht, davon sind sie geprägt. Volkscharakter: Stolz. Ich glaube, in Jeremia kommen sie vor als stolzes Volk, hochmütig. Lust der Augen, Lust des Fleisches und Hochmut des Lebens, das hat sie geprägt, die Moabiter.
Aber es gab eine Moabiterin, die ganz anders war. Sie suchte auch einen Ehemann und hatte auch ihren Mann verloren. Ihre Heimat und ihre Mutter verlor Ruth alles, und jetzt braucht sie den Ehemann. Und wie macht sie es? Ganz anders. Anstatt die Hoffnung aufzugeben und zu fleischlichen Mitteln zu greifen, wendet sie sich zu dem Gott der Naomi und wird zum großen Segen. Sie wird sogar ins Geschlechtsregister Jesu Christi eingehen. Also, es gibt Hoffnung auch für Moabiter. Das ist schon ermutigend.
Das wollte ich noch eben nachtragen zu Kapitel neunzehn.

Der dritte Lebensabschnitt Abrahams: Sicherheit und Vertrauen

Wir gehen zu Kapitel zwanzig bis dreiundzwanzig, eigentlich bis fünfundzwanzig. Die dritte Periode im Leben Abrahams umfasst die Kapitel zwanzig bis dreiundzwanzig. Kapitel vierundzwanzig ist noch so etwas wie ein Nachspiel. Wir kommen also jetzt zum dritten Teil seines Lebens.
Und jetzt geht es, ich möchte daran erinnern: Im ersten Teil ging es um Güter oder Seelen, im zweiten Teil ging es um Fleisch oder Verheißung, und jetzt geht es um Sicherheit in Menschen oder Sicherheit in Gott.

Die alte Gewohnheit der Halblüge und Gottes bewahrendes Eingreifen

Kapitel zwanzig: Wo finde ich Sicherheit?
Abraham brach von dort auf in das Land des Südens und wohnte zwischen Kaddisch oder Kedesch und Schur. Dann hielt er sich in Gerar auf. Und Abraham sagte von seiner Frau: Sie ist meine Schwester.
Er verleugnet Sara hier wieder vor den Philistern, diesmal vor den Philistern. Er sucht seine Sicherheit in einer Halblüge, die in Wirklichkeit eine ganze Lüge ist. Er denkt, Gott könne ihn nicht bewahren, und bringt Sara und damit auch den verheißenen Samen in große Gefahr.
Eine alte Gewohnheitssünde, mit der er nicht radikal ins Gericht ging, lebt hier wieder auf. Wir sollen nicht meinen, dass Sünden, die wir vor 25 Jahren abgelegt haben, heute nicht wieder auftauchen könnten. Also verfällt er wieder in diesen alten Fehler. Die Geschichte aus Kapitel 12 wiederholt sich, jetzt also 25 Jahre später. Aber dieses Mal ist es schlimmer. Er gibt Sara preis, obwohl er ganz genau weiß, dass aus Sara einer der Nachkommen kommen wird. Gott hat es ihm ganz klar gesagt: Von Sara wird ein Sohn geboren werden.
Wie kannst du deine Frau preisgeben? Wie kannst du meinen, du verlierst dich, wenn Gott dir verheißen hat, dass du durch sie einen Sohn bekommen wirst?
Da ließ Abimelech, der König von Gerar, Sara holen. Sie war mit 89 Jahren noch sehr attraktiv. Und Gott kam in der Nacht im Traum zu Abimelech und sprach zu ihm: Siehe, du bist des Todes wegen der Frau, die du genommen hast, denn sie ist die Ehefrau eines Mannes.
Und Gott hat wieder in seiner Gnade eingegriffen. Ich habe mich gefragt, was passiert wäre, wenn Gott nicht eingegriffen hätte. Was wäre mit dem Samen Israels geschehen? Was wäre überhaupt mit Israel geschehen? Was wäre mit dem Rest der Bibel geschehen?
Gott greift in seiner Gnade ein und kommt im Traum zu Abimelech. Abimelech aber hatte sich ihr nicht genaht. Übrigens scheint Abimelech ein Titel zu sein und kein Eigenname, ein Titel der Philisterkönige, ähnlich wie Pharao bei den Ägyptern.
Abimelech hatte sich ihr nicht genaht, und er sagte: Herr, willst du auch ein gerechtes Volk töten? Hat er nicht zu mir gesagt: Sie ist meine Schwester? Und auch sie selbst hat gesagt: Er ist mein Bruder. In Lauterkeit meines Herzens und in Unschuld meiner Hände habe ich dies getan.
Und Gott sagte zu ihm im Traum: Auch ich weiß, dass du in Lauterkeit deines Herzens dies getan hast. Und so habe ich dich auch davon abgehalten, gegen mich zu sündigen; darum habe ich dir nicht gestattet, sie zu berühren.
Gott ist in der Lage, vor Sünde zu bewahren. Er hat hier Abimelech vor Sünde bewahrt. Das kann er auch bei uns tun. Er kann gewisse Umstände verhindern, Ereignisse und das Zusammenfallen von Ereignissen.
William MacDonald hat einmal gesagt, er bete oft darum, dass die Versuchung zur Sünde und die Gelegenheit zur Sünde nicht zusammenfallen. Wenn die Versuchung kommt, soll keine Gelegenheit da sein, und wenn die Gelegenheit da wäre, soll keine Versuchung da sein. Aber es ist oft nicht immer so. Es gibt sehr wohl Fälle, in denen genau die Gelegenheit kommt, und gerade weil die Gelegenheit da ist, kommt eine besondere Versuchung.
Aber übrigens: Gott ist sehr genau, wenn er hier mit Abimelech spricht. Abimelech sagt zwei Dinge: Ich bin in Lauterkeit und in Unschuld gewandelt, oder? Lauterkeit und Unschuld. Und Gott sagt: Ich weiß, dass du in Lauterkeit gewandelt bist. Von Unschuld sagt Gott nichts.
In Vers 5 und Vers 6 beteuert Abimelech also seine Lauterkeit und Unschuld. Und Gott sagt: Ja, ich weiß, dass du in Lauterkeit deines Herzens dies getan hast. Unschuldig ist niemand vor Gott. Niemand, kein Mensch ist unschuldig.
Lauter heißt: Er ist aufrichtig. Er ist aufrichtig, er hat in dieser Sache nichts Böses vorgehabt. Er hat ein schlechtes Gewissen? Ja, er hat kein schlechtes Gewissen, richtig. Aber der Mensch ist nicht unschuldig. Grundsätzlich ist der Mensch nicht unschuldig. Deshalb stimmt Gott ihm in Bezug auf Unschuld nicht zu, aber in Bezug auf Lauterkeit stimmt er ihm zu.
Das fällt auf, dass Gott das nicht wiederholt, oder? Das Herz Abimelechs ist nicht unschuldig. Grundsätzlich ist unser Herz nie unschuldig vor Gott, weil wir Sünder sind. Wir haben Schuld vor Gott, weil wir einfach Sünder sind und oft in Gedanken und in allem Möglichen. Wir sind grundsätzlich schuldige vor Gott. Und deshalb sind wir so froh, dass wir ein Opfer haben, ein Opferlamm Gottes für uns.

Die Wiederherstellung Saras und die Geburt des verheißenen Sohnes

So gib nun dem Mann seine Frau zurück, denn er ist ein Prophet, und er wird für dich bitten. So wirst du am Leben bleiben.
Und Abimelech stand am Morgen früh auf, rief alle seine leibeigenen Knechte und redete alle diese Worte vor ihren Ohren. Da fürchteten sich die Männer sehr. Und Abimelech rief Abraham und sagte zu ihm: Was hast du uns angetan? Und was habe ich gegen dich gesündigt, dass du über mich und über mein Königreich eine große Sünde gebracht hast? Dinge, die nicht getan werden sollten, hast du mir angetan. Und Abimelech sagte zu Abraham: Was hast du beabsichtigt, dass du dies getan hast?
Abraham sprach: Ich dachte, gewiss ist keine Gottesfurcht an diesem Ort, und sie werden mich um meiner Frau willen töten. So negatives Denken: Er hat eigentlich negativ über sie gedacht und nicht im Glauben an Gott gehandelt. Und Abraham sagte: Außerdem ist sie wahrhaftig meine Schwester, die Tochter meines Vaters, nur nicht die Tochter meiner Mutter, und sie ist meine Frau geworden. Und es geschah, als Gott mich wandern ließ aus meines Vaters Hause, da sagte ich zu ihr: Dies sei deine Güte, die du mir erweisen mögest. An jedem Ort, wohin wir kommen, sage von mir: Er ist mein Bruder.
Und sie haben ihre Abmachung nie wirklich zurückgemacht, sozusagen. Da nahm Abimelech Kleinvieh und Rinder und leibeigene Knechte und leibeigene Mägde und gab sie dem Abraham, und er gab ihm Sarah, seine Frau, zurück. In diesem Fall hat Abraham diese Gaben angenommen von dem Philisterkönig. Das musste er wahrscheinlich auch. Und vor allem bezahlt ihm dann viel Geld dieser Philister. Abimelech sprach: Siehe, mein Land ist vor dir; wohne, wo es gut ist in deinen Augen. Und zu Sarah sagte er: Siehe, ich habe deinem Bruder tausend Silberschäkel gegeben. Siehe, das sei dir eine Augendecke vor allen, die bei dir sind, und in Bezug auf alles ist die Sache rechtlich geschlichtet.
Also denkt sich Abimelech: Wie kann ich sicher sein vor diesem immer stärker werdenden Nomaden Abraham? Abraham hat sich zwar vergangen, aber er möchte in Zukunft Sicherheit haben in der Beziehung zu diesem Abraham und seinen Hunderten von Knechten. Und er denkt sich: Wir geben ihm eine gesunde Summe von Geld, und damit ist die Sache geregelt. Seine Sicherheit beruht also auf der Geldsumme, die er hier bezahlt. Und damit soll die Sache abgetan sein.
Denn Jahwe hatte zuvor jeden Mutterschoss im Hause Abimelechs fest verschlossen um Saras, der Frau Abrahams, willen. Also erfahren wir hier, dass die Sache eine längere Zeit gegangen sein muss, also mindestens ein paar Monate, so dass man überhaupt feststellen kann, dass die Mutterschösse verschlossen sind. Oder ist es so zu verstehen, dass sie schon vorher verschlossen waren? Jedenfalls muss es so gewesen sein, dass klar war: Der Herr hat die Mutterschösse verschlossen. Jeden Mutterschoss im Hause Abimelechs. Es scheint, dass es hier mehrere Frauen gab. Kein Problem, er nimmt sich eine nächste dazu, will sich eine weitere dazunehmen in Sarah. Und Abimelechs Haus steht in Gefahr, auszusterben. Seine Frauen bekommen keine Kinder. Gut, wenn du meine Nachkommen gefährdest, sagt Gott, dann gefährde ich deine Nachkommen.
Wie ist die Decke zu verstehen? Die Augendecke also als eine Genugtuung? Aber warum dieser Begriff Augendecke? Da muss ich jetzt nachschauen. Ich werde mir das notieren. Ich hatte das mal irgendwo, aber ich habe es nicht mehr im Kopf. Das ist ein besonderer Begriff. Bei mir steht, das bedeutet die Bestätigung unverletzter Frauenerben. Ja, so etwas Ähnliches hatte ich auch gelesen.
Ich möchte gerade im Hebräischen nachschauen, was dieser Ausdruck bedeutet. „Das sei dir eine Augendecke vor allen, die bei dir sind, und in Bezug auf alles ist die Sache jetzt rechtlich geschlichtet.“ Nicht in Bezug auf, wie heißt das dort bei Luther? Ist das Luther? Eine Augendecke. Hier übersetzt Buber: ein Augenschleier sei es. Das Geld soll ein Augenschleier sein, eine Augendecke. Ich suche gerade das Wort: eine covering, also eine Bedeckung der Augen. Es ist ein ganz normales Wort, Bekleidung oder Bedeckung der Augen. Dass der Schleier vom Gesicht aus der Tür, wie die isländischen Leute haben, im Schleier von sich gezeigt ist. Und dass dadurch die Ehre wiederhergestellt wird von ihr? Ah ja, das könnte sein.
Ist das hier in der Hand jetzt rückwendig, also zeigen soll, dass er sich nicht irgendwie unschuldig gemacht hat an ihr? Oder wird es dann auf die Zukunft bezogen, dass ab jetzt soll sie ... Hm, mir scheint, es ist für das, was gewesen ist. Das heißt: Für alle, die bei dir sind, das sollte eine Augendecke sein, für alle, die bei dir sind, oder vor allen, die bei dir sind. Aber so oder so, es ist beides möglich im Hebräischen: vor allen oder für alle, die bei dir sind, zum Augenschleier. Also ein Zeichen, dass ihre Ehre jedenfalls nicht angetastet ist.
Jedenfalls muss er jetzt für Abimelech beten, für die Frauen Abimelechs und um Fruchtbarkeit beten, während seine eigene Frau bis jetzt immer noch unfruchtbar ist, Sarah. Er muss also für die Fruchtbarkeit der Frauen des Anderen beten. Und jetzt, nachdem er das getan hat und die Sache geklärt ist, heißt es in Kapitel 21: Und Jahwe suchte Sarah heim, wie er geredet hatte, und tat an Sarah, wie er geredet hatte. Und Sarah wurde schwanger und gebar Abraham einen Sohn zu seinem Alter, zu der bestimmten Zeit, von der Gott zu ihm geredet hatte. Dreimal heißt es: wie Gott geredet hatte. Feierlich wird das hier betont. Gott hat jetzt sein Wort gehalten, nach über fünfundzwanzig Jahren des Wartens. Er hat die Verheißung erfüllt. Jetzt kommt der Same.
Aber er hat nicht vergeblich auf Gott gewartet. Niemand wartet vergeblich auf Gott. Es muss so gewesen sein. Wir haben keinen Grund anzunehmen, dass es jetzt nicht chronologische Reihenfolge ist. Wieso soll das ein Problem sein? Weil es eben ein direkter Gegensatz ist, dass er in die Verheißung kommt und direkt darauf Sarah verleugnet wird. In Kapitel 18 bekommt er die Verheißung, dann geht Sodom und Gomorra unter, gleich danach geht er zu den Philistern. Es vergehen etwa zwei oder drei Monate, ja, etwa. Und nachher wird Sarah schwanger und gebiert den Samen.

Isaaks Geburt als Erfüllung und Vorausblick auf den Messias

Gut, jetzt ist also dieser Same da. Jetzt ist das Ziel erreicht, der Same ist da.
Abraham gab seinem Sohn, der ihm geboren worden war, den Sara ihm gebar, den Namen Yitzchak. Er lacht, oder man lacht. Und Abraham beschnitt Isaak, seinen Sohn, als er acht Tage alt war, wie Gott ihm geboten hatte. Und Abraham war hundert Jahre alt, als sein Sohn Isaak geboren wurde.
Hundert Jahre: Abraham hat keinen Grund, sich selbst zu rühmen. Sein Leib ist schon schwach geworden, sozusagen wie tot. Der Leib der Sara war, was Kindergebären betrifft, ebenfalls wie tot. Aber Gott hat hier gehandelt.
Sara sprach: Gott hat mir ein Lachen bereitet. Wer es hören wird, wird mit mir lachen. Daher ist es nicht mehr ein ungläubiges Lachen wie vorher. Hier ist es ein gläubiges Lachen, ein freudiges Lachen des Glaubens, eine triumphierende Freude, wenn man durch Glauben an Gottes Wort erlebt, wie Gott dann eingreift.
 Johannes 8,56: Abraham erlebte die Erfüllung der Verheißung. Johannes 8,56: Abraham, euer Vater, war hocherfreut, dass er meinen Tag sehen sollte, und er sah ihn und freute sich.
Wann sah Abraham den Tag der Erfüllung? Wann sah Abraham den Tag? Ich habe mir oft Gedanken gemacht über Johannes 8. Was meint der Herr Jesus, wenn er sagt: Abraham sah meinen Tag? Den Tag des Samens, den Tag, da der Same kommt, sozusagen der Nachkomme.
Ganz sicher sah Abraham in erster Linie den Tag, an dem er die Geburt Isaaks, des Samens, erlebte. Abraham erlebte diesen Tag, dass der Same geboren wurde, und das war eine große Freude an diesem Tag. Er sah diesen Tag, er erlebte ihn, das heißt, und er freute sich. Johannes 8,56.
In der Geburt Isaaks sah Abraham also mehr als nur eine Geburt, mehr als nur einen Isaak. Er sah die ganze Verheißung, er sah die ganze Zukunft vor sich, die Erfüllung der Verheißung, das große Volk, von dem schließlich dann der Messias auch kommen sollte, der Same, in dem die ganze Welt gesegnet wird.
 Hebräer 11,13: Als Menschen des Glaubens starben diese alle. Sie hatten die Verheißungen nicht empfangen, sondern sie aus der Ferne gesehen und waren überzeugt. Also sie hatten die Verheißungen nicht empfangen, nicht direkt. Sie hatten nicht die Erfüllung der Verheißungen in dem ganzen Ausmaß erlebt. Was Abraham erlebt hat, war die Geburt des Sohnes, die Geburt des Samens, aber mehr hat er nicht gesehen.
Aber aus der Ferne haben sie gesehen und waren überzeugt worden. Und hatten sie gegrüßt und hatten bekannt, dass sie Fremde auf der Erde waren und solche, die sich vorübergehend aufhalten. Also von ferne aus haben sie schon gesehen, von der Ferne haben sie begrüßt, aus der Ferne gesehen und waren überzeugt worden und hatten sie gegrüßt, diese Verheißungen.
Und in diesem Sinne, denke ich, ist Johannes 8 zu verstehen, der Tag, den Abraham sah, als Isaak geboren, also erlebte, als Isaak geboren wurde. Weil er in einem gewissen Sinn hier schon den Messias, den Nachkommen des Nachkommen, gesehen hat, den Samen des Samens. Das würde jedenfalls gut hineinpassen in Johannes 8,56, wo der Herr Jesus sagt: Und ihr?
Und ihr Juden, Pharisäer, Schriftgelehrten, ihr seht mich, ihr seht diesen Tag noch viel deutlicher als Abraham, und ihr ärgert euch, statt euch zu freuen. Denn das ist ja in einer Diskussion gesprochen, dieser Vers, den der Herr Jesus mit den jüdischen Führern geführt hat, und will ihnen zeigen: Abraham hat den Tag schon gesehen, hat sich gefreut. Und ihr, ihr wollt mich steinigen, während ihr vor dem Messias steht.

Die Trennung von Ismael und die geistliche Bedeutung von Fleisch und Verheißung

Aber nun kommt schon gleich die nächste Lektion, die schwere Lektion für Abraham. Nun muss Abraham seinen Sohn Ismail, an den er sich so gehängt hatte, abgeben. Er muss den Sohn Ismail abgeben, um das Erbe des Isaak zu sichern. Das Erbe muss für Isaak gesichert werden, und das Erbe ist nicht für Ismail. Deshalb muss der Sohn Ismail jetzt verstossen werden.
Nur Probleme sind entstanden durch den fleischlichen Weg Abrahams. Nur Probleme. Das ist bei uns auch so. Entweder gehen wir einen fleischlichen Weg, und wir erleben nur Probleme.
Also, es heisst hier in Vers 8: Das Kind wuchs und wurde entwöhnt. Und Abraham machte ein grosses Mahl an dem Tage, da Isaak entwöhnt wurde. Und Sarah sah den Sohn Hagas, der Ägypterin, den sie dem Abraham geboren hatte, spotten. Sie sagte zu Abraham: Treibe diese leibeigene Magd und ihren Sohn hinaus, denn der Sohn dieser leibeigenen Magd soll nicht erben mit meinem Sohn, mit Isaak.
Und die Sache war sehr übel, sehr übel in den Augen Abrahams um seines Sohnes willen, sehr schmerzlich. Aber es gab keinen anderen Weg. Ismael muss raus. Gott sagte zu Abraham: Lass es nicht übel sein in deinen Augen wegen des Knaben und wegen deiner Magd. Was immer Sarah zu dir sagt, höre auf ihre Stimme. Denn in Isaak soll dir ein Same genannt werden. In Isaak, nicht in Ismail, da ist die Verheissung, die entscheidende Verheissung. Doch auch den Sohn der Magd werde ich zu einer Nation, zu einem Volk machen, weil er dein Same ist. Deshalb, weil er dein Same ist.
Und Abraham stand des Morgens früh auf und nahm Brot und einen Schlauch Wasser und gab es der Hagar, indem er es auf ihre Schulter legte. Und er gab ihr den Knaben und entliess sie. Und sie ging hin und irrte umher in der Wüste von Beersiba. Und als das Wasser im Schlauch ausging, da warf sie das Kind unter einen der Sträucher. Und sie ging hin und setzte sich gegenüber, einen Bogenschuss weit. Denn sie sagte, dass sie das Sterben des Kindes nicht ansehe. Sie setzte sich gegenüber und erhob ihre Stimme und weinte.
Also, das Kind war schon etwa fünfzehn Jahre alt, aber es ist noch ein Kind. Und sie weinte. Und als Gott Hagar wegschickte, hatte sie also nichts mehr. Keine Überlebenschance, kein Wasser mehr. Aber Gott hat es geboten, und wenn Gott etwas gebietet, dann übernimmt er die Verantwortung. Und das hat er hier auch getan.
Hagar ist am Nullpunkt ihres Lebens. Sie rechnet damit, dass jetzt zuerst der Sohn stirbt und dann sie selbst stirbt. Und durch diesen persönlichen Nullpunkt und diesen Zerbruch gibt es einen Neubeginn für sie. Gott greift ein. Es heisst: Gott erhörte die Stimme des Knaben. Und der Engel Gottes rief Hagar vom Himmel her und sprach zu ihr: Was ist mit dir, Hagar? Fürchte dich nicht, denn Gott hat die Stimme des Knaben gehört, da, wo er ist.
Also, Hagar hat gerufen und geweint, und der Junge hat geweint. Aber die Stimme des Knaben hat der Herr erhört, die Stimme des Knaben, der am Verdursten war und weinte. Und er segnet, also er rettet sie. Steh auf, nimm den Knaben und fass ihn mit deiner Hand. Denn ich will ihn zu einer grossen Nation, zu einem grossen Volk machen.
Und Gott öffnete ihre Augen, und sie sah einen Wasserbrunnen. Und sie ging hin und füllte den Schlauch mit Wasser und tränkte den Knaben. Und Gott war mit dem Knaben, und er wuchs heran, und er wohnte in der Wüste und wurde ein Bogenschütze. Und er wohnte in der Wüste Paran, und seine Mutter nahm ihm eine Frau aus dem Lande Ägypten.
Gott war mit dem Knaben. Gott war mit ihm. Er war nicht der Erwählte, und doch war Gott mit ihm. Gott verwirft ihn nicht. Gott segnete in diesem Sinne den Ismael ebenso. Gott will ja alle retten, letztlich.
Und so wird also Ismael ausgestossen. In Galater 4 geht der Apostel Paulus darauf ein, dass die Ausstossung des Ismael nötig war. Galater 4, Vers 21. Da wendet Paulus diese beiden an, diese beiden Söhne Abrahams. Er wendet das an auf die Situation Israel nach dem Fleisch und Israel nach dem Geist. Er sagt: Diese beiden Söhne von Abraham sind ein Bild, dienen als Bild zusätzlich. Man kann sie als Bild sehen für die beiden Bündnisse. Der eine Bund, Vers 24, ist der, der vom Berge Sinai ist, der Versklavung erzeugt, welcher Hagar ist mit ihrem Sohn. Denn Hagar ist der Berg Sinai in Arabien, er entspricht dem gegenwärtigen Jerusalem, also dem fleischlichen Jerusalem. Sie ist mit ihren Kindern in Versklavung. Aber das obere Jerusalem, das himmlische Jerusalem, ist frei, welches unser aller Mutter ist. Das ist die Mutter der wahrhaft Gläubigen, denn es ist geschrieben: Sei fröhlich usw. usw.
Vers 28: Wir Brüder sind nach der Art Isaaks Kinder der Verheissung. Jedoch, gleich wie damals der, der nach dem Fleische geboren war, den verfolgte, der nach dem Geiste war, so ist es auch nun. Und was sagt jedoch die Schrift? Tue hinaus die Magd und ihren Sohn. Jetzt zitiert er diesen Vers, Vers 10, den wir hier in 1. Mose 21 haben: Tue hinaus die Magd und ihren Sohn, denn auf keinen Fall darf der Sohn der Magd mit dem Sohn der Freien erben. Der Sohn der Magd darf nicht erben mit dem Sohn der Freien.
Nicht die vom Fleisch Geborenen sind die Erben, nur die vom Geist Geborenen sind die Erben. Brüder, wir sind also nicht Kinder einer Magd, sondern der Freien. Paulus wendet es an, dass Israel nach dem Fleisch, oder Jerusalem nach dem Fleisch, der Ismael ist nutzlos, was die Verheissung betrifft. Nicht was das persönliche Leben des Ismaels betrifft, er ist ein wertvoller Mensch, keine Frage, und Gott hilft ihm, Gott rettet sie aus der Not und so weiter. Aber was die Verheissung jetzt betrifft, ist er nutzlos. Und so steht Ismael für das Fleisch oder das, was aus dem Fleisch herauskommt. Unser Fleisch kann nie etwas Nützliches für Gott vollbringen. Es ist nutzlos.
Aber dann war dieser Sohn geboren worden, dieser Sohn der Verheissung. Zuerst war nur der Ismael da, und er war ein ganz braver, lieber Junge. Ich meine, ein bisschen wild, aber im Grunde nicht so schlimm, oder? Aber als dann der Isaak geboren wurde, dann offenbarte sich etwas Neues. Da wurde der wahre Charakter offenbar. Er spottet usw. Also interessant: Durch die Geburt des Sohnes der Freien wird bald klar, was für ein Charakter das ist, der Sohn der Magd. Er wurde nicht anders, aber jetzt wurde es richtig deutlich. Das ist ähnlich wie bei uns, im christlichen Leben ist es auch so, oder? Durch die Neugeburt wird der wahre Charakter des Fleischlichen erst so richtig offenbar. Durch die Wiedergeburt wird unser Fleisch nicht verändert. Dadurch, dass Jesus Christus in unser Leben kam, wird das Fleisch, das heisst, das, was wir von der Beissheit her, von der Natur her sind, nicht verändert. Wir haben das Fleisch, bis wir sterben. Das, was wir von Adam her sind, das haben wir, bis wir sterben. Aber durch die neue Geburt wird jetzt der wahre Charakter dieses fleischlichen Elements erst so richtig klar, kommt erst so richtig zum Ausdruck.
Isaak wurde geboren, und nun gab es zwei Naturen im Hause: Fleisch und Geist, durch die Geburt des Isaak. Ismael blieb ein Sohn der Magd, er wurde nicht verändert. So bleibt auch unser Fleisch Fleisch. Und Isaak war und blieb der aus dem Geist Geborene. Was aus dem Fleisch geboren ist, ist Fleisch, was aus dem Geist geboren ist, ist Geist.
Die Wiedergeburt ist also nicht eine Veränderung unserer alten Natur, nein, sondern die Wiedergeburt ist eine Einführung einer neuen Natur, nämlich Christus in uns. Christus kommt in uns herein, zusätzlich zum Alten. Wir haben also zwei Naturen in uns, sozusagen. Wir haben Christus in uns, und wir haben das, was wir von Adam her sind, in uns. Aber das neue Leben ist also nicht unser eigenes Leben, sondern das Leben des Herrn Jesus Christus. Das Neue verändert den Charakter des Alten nicht. Was muss man mit dem Alten machen? Raus. Tötet, sagt Paulus, tötet die Handlungen des Fleisches. Tötet die Handlung des Fleisches.
Also, die Geburt des Isaaks machte den Ismael nicht zu einem besseren Menschen. Im Gegenteil: Durch die Geburt des Isaaks kommt der wahre Charakter von Ismael erst so richtig zum Ausdruck. Und was Gott sagt, ist: Wirf den Ismael hinaus, wirf den Ismael hinaus.
Nächste Geschichte. Also, ihr seht hier, auch diese Geschichten sind chiastisch aufgebaut. Ich habe es an der Folie ein bisschen dargestellt. Die erste und die letzte Geschichte entsprechen einander, wir kommen da noch drauf. Die zweite und die fünfte Geschichte: Bei der zweiten Geschichte ist die Geburt dieses Samens, und bei der fünften Geschichte ist es die Opferung dieses Samens. Und in der Mitte haben wir zwei Geschichten, sehr wichtig, ja, sehr, sehr wichtig.
Die Verstossung Ismails einerseits, um das Erbe für den Isaak zu sichern, und die andere Geschichte, wo wir jetzt hinkommen: der Schwur des Abraham vor Abimelech, um das Erbe für Abimelechs Sohn zu sichern. Es geht um Sicherheit in diesem Abschnitt.

Der Schwur in Beerscheba und die Suche nach verlässlicher Zukunft

Schauen wir uns diesen Abschnitt an: Vers 22, Kapitel 21. Es erging in jener Zeit, da sagte Abimelech, und Pichol, sein Heeroberster, zu Abraham, und sagte: Gott ist mit dir in allem, was du tust.
Also, der Philisterkönig Abimelech hat Sorgen. Er hatte einen Sohn bekommen, offensichtlich mittlerweile, und er liebte seinen Thronfolger, er liebte ihn über alles. Wenn der König einen Thron hat und einen Sohn hat, dann ist das schon etwas Besonderes. Und Abimelechs Zukunft liegt in seinem Sohn. Vielleicht hat er schon mehrere gehabt, das ist jetzt nicht wichtig. Aber wichtig ist: Es gab schon einen Sohn, mindestens einen, und er wollte, dass dessen Thron gesichert ist.
Nur war da ein Problem. Da ist dieser Nomade Abraham, der wird reicher und reicher und stärker und stärker, immer mehr. Und da wird der Abimelech nervös. Er hat Sorge um seinen Sohn und um die Zukunft, um den Thron. Was ist, wenn ich sterbe? Wird mein Sohn den Thron erben können, oder wird es dann einfach Kampf geben? Wie kann ich jetzt meinem Buben die Zukunft sichern?
Soll er zum Abraham hingehen und sagen: Weißt du was, Abraham, versprich mir was? Das ist nicht sicher. Versprich mir was? Handschlag? Das ist nicht sicher. So ein Mann kann ja leicht mordbrüchig werden. Das machen wir nicht. Er traut ihm einfach nicht.
Aber was soll er machen? Was soll der Abimelech machen, damit er in Bezug auf Abraham Sicherheit hat? Da kommt ihm eine gute Idee. Vers 22: Da kommt er mit seinem Heerobersten Pichol mit und geht zu Abraham und sagt: Gott ist mit dir in allem, was du tust. Du schwöre mir, schwöre mir, schwöre mir, schwöre mir nun hier bei Gott, dass du weder an mir noch an meinem Sohn noch an meinem Enkel trüglich handeln wirst. Einen Enkel hat er noch keinen gehabt, aber er muss ja für die Zukunft vorsorgen, also lassen wir ihn gleich für den Enkel auch noch schwören. Nach der Güte, die ich dir erwiesen habe, sollst du an mir tun und an dem Land, in welchem du dich aufhältst.
Und Abraham sagte: Ich will schwören.
Interessant: Abimelech hat eines gewusst. Diesen Abraham hat er beobachtet, und er wusste, der Abraham glaubt an den einen Gott. Und wenn er den Abraham dahin bringen kann, dass er bei Gott schwört, dann ist das etwas anderes, als wenn der Abraham einfach sagt: Ja, ich verspreche dir, ich tue dir nichts. Also die Sicherheit des Sohnes beruht nicht in Abraham, sondern in dem Gott, an den Abraham glaubt. Wenn nämlich Abraham bei seinem Gott schwört, dann wird Abraham seinen Schwur nicht brechen. Die Sicherheit beruht nie in Abraham, sie beruht in dem Gott Abrahams. Und bei dem lassen wir ihn schwören. Das macht Abraham. Abraham schwört bei seinem Gott.
Da nahm Abraham Kleinvieh und Rinder und gab sie Abimelech, und sie schlossen beide einen Bund. Und Abraham stellte sieben junge Schafe der Herde besonders. Und Abimelech sagte zu Abraham: Was sollen diese sieben jungen Schafe, die du besonders gestellt hast? Und er sagte: Die sieben jungen Schafe sollst du von meiner Hand annehmen, damit es mir zum Zeugnis sei, dass ich diesen Brunnen gegraben habe.
Daher nannte man diesen Ort Be'er-Scheba, Brunnen des Schwurs, weil sie beide dort geschworen hatten. Und so schlossen sie einen Bund zu Be'er-Scheba, Schwurbrunnen, Eidbrunnen. Und Abimelech machte sich auf, und Pichol, sein Heeroberster, und sie kehrten in das Land der Philister zurück. Und der Abimelech ging also heim und hat sich niedergelegt und hat geschlafen, so ruhig geschlafen wie nie zuvor. Seine Sicherheit ruht jetzt auf dem Eid eines anderen Mannes, der bei seinem Gott geschworen hat.
Wie ist es bei uns? Worin ruht meine Sicherheit? Und unsere Sicherheit für dieses Leben und für die Zukunft nach diesem Leben? Sicherheit. Vielleicht denken wir: Na ja, wir legen ganz viel Geld zur Seite, auf die Bank. Wir schauen, dass unsere Tochter einen reichen Mann aus Amerika heiratet. Und Sicherheit.
Es ist interessant, was hier dann steht: Der Abraham pflanzte eine Tamariske zu Be'er-Scheba und rief dort den Namen Jahwes an, und da heißt es: El-Olam. El-Olam, der Abraham ruft den Namen eines ewigen Gottes an. El-Olam ist Gott der Ewigkeit, der Gott der Vorzeit, der ewigen Vorzeit und der Gott der ewigen Nachzeit, also der Ewigkeit. Wenn Gott ein Gott der Ewigkeit ist, dann ist die Zukunft auch gesichert. Eine ewige Zukunft ist dann gesichert.
Abraham hielt sich eine lange Zeit auf im Lande der Philister, und die Philister haben gemerkt: Es gibt da einen Gott der Ewigkeit, auf den Abraham vertraut. Und wenn wir das jetzt in Beachtung nehmen, jetzt haben wir das im Auge: Diese Geschichte mit dem Abimelech ist vorbereitend für die nächste Geschichte, und das ist ganz, ganz wichtig. Wir haben lange Zeit das nicht verstanden, aber ein Bruder hat mich darauf aufmerksam gemacht, und dann ging das Licht auf. Denn die Geschichte, die jetzt folgt, hängt mit der gerade ebenen Geschichte zusammen. Sicherheit. Es geht um Sicherheit.
Denke mir ein bisschen darüber nach: Der Abraham, jeder wurde gerechtfertigt aus Glauben, haben wir gelesen, in Kapitel 15, gerechtfertigt aus Glauben allein. Und jetzt kam Gott zu Abraham und testet den Abraham. Das heißt hier: Da prüfte der Herr den Abraham, testet der Herr den Abraham. Kapitel 22 am Anfang, nach diesen Begebenheiten. Also dieser Ausdruck „nach diesen Begebenheiten“ verbindet das Kapitel 22 mit dem Kapitel 21. Nach diesen Begebenheiten versuchte oder prüfte, testete Gott Abraham, und er sprach zu ihm: Abraham. Und er antwortete: Hier bin ich.

Der Prüfungsweg auf dem Berg und die Entdeckung der wahren Sicherheit

Abraham, glaubst du mir? Vielleicht steht das jetzt nicht so im Text, aber wir dürfen uns schon vorstellen, dass das Gespräch etwa so verlaufen könnte.
Abraham, du glaubst mir? Ja, Herr. Vertraust du mir ganz und gar? Ja, Herr. Das hat er jetzt gelernt. Vertraust du nicht auf dich selbst? Nein, Herr, nicht mehr. Abraham, bedeutet das, dass du dein ganzes Vertrauen auf mich setzt? Wirklich das ganze Vertrauen auf mich, in Bezug auf die Erfüllung der Verheißungen? Ja, Herr. Aber nicht in jemand anderen? Nein, Herr. Und in Isaak? Vertraust du in Isaak nicht? Was meinst du, Herr? Isaak ist mein ganzes Vertrauen. Isaak ist mein Leben. Isaak ist mein Alles. Wie meinst du das?
Schau, Abraham, wir machen die Sache jetzt einfach klar. Wenn nur ich es bin, auf den du vertraust, wenn es niemand anderen gibt, auf den du vertraust, in Bezug auf die Verheißungserfüllung, dann machen wir die Sache ganz einfach: Du gibst mir den Isaak zurück. Geh auf den Berg, nimm deinen Sohn, deinen einzigen, den du liebst, den Isaak, und geh hin in das Land Moria und opfere ihn dort als Brandopfer auf einem der Berge, den ich dir sagen werde.
Hier kommt das erste Mal in der Bibel das Wort Liebe vor, das erste Mal in der Bibel. Und es ist die Liebe zwischen einem Vater und seinem einzig geborenen Sohn. Und er liebt ihn über alles. Und jetzt sagt Gott: Gib ihn mir.
Vergessen wir nicht: Das Thema ist Sicherheit. Worin habe ich meine Sicherheit? Das ist der ganze Lebensabschnitt von Abraham in diesem Kapitel. Worin ist meine Sicherheit? Worauf vertraue ich? Abraham sagte: Ich vertraue auf Gott allein. Na gut, wenn nur ich es bin, auf den du vertraust, dann gib mir das. Gib mir deinen Isaak.
Mit welchem Wort? Mit welchem Wort lieben? Mit welchem Wort? Ahava. Es gibt sehr viele Bezeichnungen für Liebe. Im Hebräischen haben wir nur die Ahava, im Griechischen haben wir drei, eigentlich sogar vier Bezeichnungen für Liebe. Aber im Hebräischen, soviel ich weiß, kenne ich jetzt nur dieses eine Wort. Nur ein Wort, ja. Ahav ist das Verb, und Ahava ist die Liebe.
Also Gott möchte jetzt etwas sehen. Irgendwann ist es so, und wir wollen ja gleich auch auf unser Leben anwenden: Irgendwann in unserem Leben kommen auch Krisen, und dann möchte der Herr etwas sehen. Dann sind wir dran, um dem Herrn zu zeigen, worauf wir vertrauen und was wir meinen, wenn wir singen: Ich traue auf dich, o Herr. Gott möchte etwas sehen von unserem Glauben. Hier möchte Gott etwas sehen.
In Jakobus 2,21 lesen wir: Wurde nicht Abraham, unser Vater, aus Werken gerechtfertigt, als er Isaak, seinen Sohn, auf dem Altar geopfert hatte? Du siehst also, dass der Glaube mit seinen Werken zusammenwirkte und durch die Werke der Glaube vollendet wurde. Das ist Jakobus 2,21-23. Du siehst also, dass der Glaube mit seinen Werken zusammenwirkte und durch die Werke der Glaube vollendet wurde. Und die Schrift wurde erfüllt, die sagt: Abraham glaubte Gott, und es wurde ihm zur Gerechtigkeit gerechnet, und er wurde ein Freund Gottes genannt.
Gott möchte etwas sehen. Gott sagt zu uns in solchen Situationen: Lass alles los! Aber der Abraham hat auch Vorbereitungen bekommen für diesen Test. Aber einmal kommt der Test: Lass alles los! Und da muss ich mich fragen: Worauf vertraue ich? Für jeden Menschen kommt der Test zum Schluss. Sagt Gott zum Schluss: Jetzt lass alles los! Oder? Und dann? Dann lassen wir alles zurück, was wir gehabt haben, alles. Lass alles los, und dann vertraue ich noch. Worauf vertraue ich eigentlich? Wo ist meine Sicherheit in Bezug auf meine Zukunft?
Gut, ruft dann Abraham auf den Berg und sagt: Worin ruht dein Glaube in Bezug auf die Zukunft? In einem Menschen? Dann gib mir den Menschen, Isaak. Ansonsten wirst du nie Sicherheit haben. Solange du auf Isaak vertraust, wirst du nie Sicherheit haben. Du wirst nie etwas haben, woran dein Glaube wirklich ruhen kann, weil du ja an Isaak klammerst. Du musst lernen, Isaak loszulassen. Und Abraham war bereit.
Was bleibt dann noch übrig, wenn der Isaak weg ist? Nur noch Gott. Denn Ismael musste er schon vorher wegschicken. Jetzt bleibt nur noch Gott übrig, nur noch das, was Gott gesagt hat, nur noch Gottes Wort. Und genau in dem Wort Gottes, dort findet er eine unerschütterliche, ewige Sicherheit. Gott nimmt ihm alles weg, und es bleibt nur das Wort Gottes übrig.
Und was ist nach der Prüfung passiert mit dem Glauben Abrahams? Was meinen wir? Wie war der Glaube nach der Prüfung? Stärker als je zuvor. Stärker als je zuvor. Jetzt hat er nämlich, jetzt weiß er: Nicht in Isaak, sondern in Gott ist die Sicherheit. Er glaubte, er bekomme den Sohn. Aber nachher bekam er den Sohn, und dann war der Sohn da. Und jetzt ist der Sohn die einzige Hoffnung, oder? Es ist alles. Isaak ist mein Alles, Isaak ist meine ganze Zukunft. Jetzt sagt Gott zu Abraham: Jetzt gib mir diesen Isaak.
Man muss sich das richtig vorstellen, man muss sich hineinleben in das Empfinden von Abraham. Da kommt der langersehnte Same, den Gott versprochen hat, und dann sagt Gott: Jetzt gib mir den Samen zurück.
Bevor er ihn opferte, glaubte er schon, dass der Herr ihn zurückgeben würde. Ja, kommen wir gleich, kommen wir gleich dazu.
Dass in Isaak letztendlich auch kein Vertrauen oder kein Verlass ist, zeigt sich ja sehr deutlich bei der Segnung von Esau und Jakob, da Gott nicht eingegriffen hat. Also Isaak ist ja auch kein letzter Verlass. Ja, als Person, ja, stimmt. Denn Isaak hat ja dann auch große Fehler gemacht, das sehen wir ja dann im Weiteren. Aber es geht mir jetzt darum: Verstehen wir das? Es geht darum, dass wir diesen Gedankengang der Sicherheit, der ist ja für uns auch wichtig. Das ist ja nicht nur eine Sache von Abraham und Isaak und Abraham und die Verheißungen. Denn stehen wir nicht in einer ähnlichen Situation? Da wir doch auf etwas vertrauen, was wir nicht sehen, was haben wir eigentlich? Gott haben wir nie gesehen, den Herrn Jesus haben wir nie gesehen, wir glauben irgendwelche Dinge, die in der Bibel stehen, wir haben ja gar nichts in der Hand. Was haben wir? Wir haben das reine Wort Gottes.
Und jetzt lehrt uns Gott: Worin ist unsere Sicherheit? In unserer Gemeinde? Ja, was ist, wenn die Gemeinde kaputtgeht? Im Prediger, was ist, wenn der Prediger Unzucht begeht und in Sünde fällt oder irgendetwas? Es gibt viele Christen, die sind gescheitert, weil der Prediger gescheitert ist. Worin war der Glaube der Christen? Im Prediger, oder? Andere sagen: Ja, die anderen Christen haben mich enttäuscht. Es gibt Christen, die werden verlassen von anderen Christen, es geschehen viele traurige Dinge im Volk Gottes. Da gibt es Christen, die verlassen die anderen. Da steht dann jemand da, enttäuscht, und sagt: Jetzt gebe ich den Glauben auf. Woran war der Glaube gegründet? In den Christen, in den Geschwistern?
Ich muss lernen, dass mein Glaube gegründet ist im reinen Wort Gottes und im Wort Gottes allein. Das muss Abraham lernen. Und manchmal gibt es Dinge in unserem Leben: Es geht uns gut, wir freuen uns über den Segen, den der Herr uns gibt, und wir glauben, weil der Herr uns segnet. Und was ist, wenn der Herr den Segen wegnimmt, wenn der Herr uns geliebte Kinder wegnimmt? Dann kommen manche in Glaubenskrisen. Warum?
Wir hatten eine Schwester in Österreich, deren 21-jähriger Sohn, der geliebte Sohn, den sie hatte, war es. Die ganze Schwangerschaft musste sie liegen. Sie hatte so Mühe, diesen Sohn zu gebären, also ich weiß nicht ganz, jedenfalls drei Monate oder was die letzte Zeit der Schwangerschaft musste sie liegen, damit sie den Sohn nicht verliert. Und dann hat sie ihn geboren und dann hat sie ihn großgezogen. Er ist einundzwanzig Jahre alt geworden, und dann ist ein Unfall gewesen, Autounfall, und sie hat ihn verloren. Das war für sie eine Krise, eine Glaubenskrise. Worin war ihr Glaube gegründet? Sie musste lernen, nicht auf den Sohn und auf den Segen und auf die Freude über das Kind zu vertrauen, sondern sie musste lernen, auf einen Gott zu vertrauen. Sie hat sich wieder gefangen, sie hat es gelernt. Jetzt ist sie wieder gut unterwegs. Jetzt hat sie gelernt, einem Gott zu vertrauen, auch wenn er das Geliebte wegnimmt. Gerade deshalb nimmt er es weg, damit der Glaube noch unerschütterlicher nur auf das Wort Gottes gerichtet ist.
Also das ist schon sehr praktisch, das Thema hier, und sehr wichtig für uns, dass wir uns fragen: Worin liegt denn meine Sicherheit? Für Abraham, das ist wirklich interessant, da geht jetzt Abraham hinauf, und wir müssen uns hineinversetzen in Abraham und ein bisschen in sein Leben. Was hat Abraham schon erfahren mittlerweile? Es ist erstaunlich, also ich muss sagen, es ist erstaunlich, was in dem Mann Abraham vorgegangen ist.
Abraham hat gelernt: Gott ist ein Gott, der zu seinen Verheißungen steht. Abraham hat seine Schule durchgemacht, er hat auf das Fleisch vertraut, er hat versagt, er hat nur Probleme bekommen usw. Und dann hat er gesehen, wie Gott den toten Leib einer Sarah wieder lebendig machen kann. Das war ihm Wunder, das war ihm klar. Gott kann aus dem toten Mutterleib Leben hervorbringen. Und da hat Abraham das erste Mal gelernt, was bis jetzt in der Bibel noch nie vorgekommen ist und in der Geschichte noch nie vorgekommen ist: dass Gott aus dem Tode Leben macht, außer bei der Schöpfung. Aber hier aus einem erstorbenen Leib, dass Gott sozusagen das Rad der Natur zurückgedreht hat und aus einem verstorbenen Leib seiner eigenen Frau Leben hervorbringt. Und das ist die Verheißungserfüllung. Der Same, das war ein Wunder an sich, der Isaak selber war ein Wunder an sich.
Und jetzt kommt Gott und sagt: Gib mir den Isaak. Und jetzt fängt Abraham zum Rechnen an, und das ist so schön, das steht nur zwischen den Zeilen, aber es ist ganz klar, er steht da. Er fängt zum Rechnen an, und Hebräer hilft uns da auch in dieser Sache. Aber er hat gerechnet: Ja, Moment, wenn Gott sagt, in Isaak wird die Verheißung sein, wird der Same, die Nachkommenschaft, in Isaak sein? Wenn Gott durch ein Wunder den Isaak mir jetzt gegeben hat und jetzt verlangt Gott den Isaak zurück, dann gibt es nur eine logische Schlussfolgerung, dass Gott das Gleiche macht, wie er vorher gemacht hat: Leben aus dem Toten. Er hat es schon einmal gemacht, Leben aus dem Toten, aus dem toten Mutterleib einen lebendigen Isaak. Dann kann er auch einen getöteten Isaak aus dem Tode auferwecken. Und das erste Mal in der Geschichte haben wir den Glauben an eine Auferstehung. Das erste Mal hier der Glaube an eine Auferstehung aus dem Toten.
Und der Hebräerbrief sagt uns das, Hebräer 11,17: Im Glauben hat Abraham, als er auf die Probe gestellt wurde, Isaak dargebracht, und er brachte den Einziggeborenen dar, er, der die Verheißungen in Empfang genommen hatte, zu dem gesagt worden war: In Isaak wird dir ein Same genannt werden. Er rechnete – ich hoffe, dass in der Bibel, die Sie haben, dass das dort auch so steht – er rechnete. Genau das ist nämlich das Wort. Logizo, im Griechischen, heißt rechnen, logisch rechnen, logische Schlussfolgerung ziehen, logisch rechnen. Er rechnete, Gott kann auch von den Toten erwecken. Gott kann von den Toten erwecken.
Und das bedeutete für Abraham: Also gut, wir gehen auf den Berg. Und er sagt zu seinen Knechten: Bleibt hier, bis wir wiederkommen. Nicht bis ich zurückkomme, nein. Wir zwei gehen hinauf, und wir zwei kommen zurück. Das war für ihn logische Rechnung. Wenn Gott jetzt sagt, gib mir den Isaak, dann wird er ihn wieder auferwecken. Dann könnte man davon ausgehen, dass er drei Tage ruhig spazieren gegangen ist. Wenn er sich das komfortabel daran ausgeübt hat: Alles klar, es kommt zum Leben, also vielleicht ganz ruhig. Welche Gefühle er hatte, weiß ich nicht, aber der Glaube ruht in den unerschütterlichen Verheißungen Gottes.
Vielleicht hat er auch zwischendurch wieder Zweifel bekommen, das weiß ich nicht. Nur uns geht es manchmal auch so. Aber wir müssen lernen, auf das Wort Gottes allein zu vertrauen. Und hier, Hebräer 11 sagt uns: Er rechnete, dass er aus den Toten wiederkommen würde. Er rechnete so.
Ich glaube nicht, dass ihm das leicht gefallen ist, wenn er dann denkt, dass er ihn selber töten muss und so. Ja, leicht war es nicht. Aber grundsätzlich dürfen wir also dem Rechnen trauen, was die Schrift sagt. Er rechnete, dass Gott etwas tun wird, dass Gott ihn aufwecken wird.
Und Römer 4 vergessen wir das auch nicht, was dort steht, Römer 4,16: Deswegen ist es aus Glauben, damit es nach Gnade sei, damit die Verheißung dem ganzen Samen fest sei, nicht allein dem vom Gesetz, sondern auch dem vom Glauben Abrahams, der unser aller Vater ist, so wie geschrieben steht: Ich habe dich zum Vater vieler Völker gemacht, vor dem Gott, dem er glaubte, der die Toten lebend macht und das Nichtsein hervorruft, wie seiend; der entgegen Hoffnung auf Hoffnung hinglaubte, um ein Vater vieler Völker zu werden, nach dem, was gesagt wird: So wird dein Same sein. 1. Mose 15. Und nicht schwach im Glauben beachtete er nicht den eigenen, schon erstorbenen Leib, er war etwa hundertjährig, noch das Absterben des Mutterleibes der Sarah. Er zweifelte nicht an der Verheißung Gottes durch Unglauben, sondern wurde innerlich kräftig im Glauben und gab Gott die Ehre. Er hatte volle Gewissheit, was er verheißt, dass er auch zu tun vermag. Und dann hat er den Isaak bekommen, Isaak wurde geboren. Darum wurde es ihm auch angerechnet zur Gerechtigkeit.
Es wurde aber nicht allein seinetwegen geschrieben, dass es ihm zugerechnet wurde, sondern auch um unsertwillen, denen es zugerechnet werden soll, denen, die an den glauben, der Jesus, unseren Herrn, von den Toten erweckte. Das ist die gleiche Art von Glauben. Wir glauben an einen Gott, der das Leben aus dem Tod hervorbringt. Wir glauben an einen Gott, der den Herrn Jesus Christus aus den Toten auferweckt hat. Und Abraham hat auch so geglaubt, zweimal. Einmal bei Sarah und das zweite Mal bei der Opferung des Isaak.
Worin liegt meine Sicherheit? Wir werden nie Sicherheit haben, wenn unser Glaube nicht im Wort Gottes allein ruht, nie! Es gibt Leute, die haben, ich hatte selber große Schwierigkeiten mit Heilssicherheit, mit Heilsgewissheit. Weil ich am Anfang nicht gut gelehrt war. Ich hatte zu wenige Leute, die mir geholfen haben in dieser Sache. Und ich hatte lange Zeit so Zweifel.
Wie bekommt man Heilssicherheit? Ja, ich habe vielleicht, sagen wir, ein Gespräch gehabt mit dem Pastor oder mit dem Bruder so und so, und das ist jetzt meine Heilsgewissheit, der weiß es, der war ja dabei. Dann ruht die Heilsgewissheit auf dem Bruder so und so. Wie kann der Bruder so und so wissen, dass ich jetzt wiedergeboren bin? Ja, er hat gesagt, ich bin jetzt wiedergeboren. So, er hat gesagt. Das ist keine Gewissheit. Die Sicherheit kann ich nur finden aus dem Wort Gottes, nicht wegen dem Seelsorgegespräch. Die Sicherheit ruht im Wort Gottes.
Und wenn ich ein Seelsorgegespräch habe und wir sprechen über Heilsgewissheit, ich kann doch nicht dem anderen sagen: Ja, du glaubst jetzt, ich habe gemerkt, du glaubst, und du bist jetzt gerettet. Also, der Thomas hat gesagt, ich bin gerettet. Das ist keine Gewissheit. Ich muss dem anderen das Wort Gottes unter die Nase halten, ich muss ihm sagen: Schau, hier ist die Verheißung und hier die Bedingung. Hast du die Bedingung erfüllt? Wie heißt die Bedingung?
Ja, ich muss mein Vertrauen auf Jesus setzen. Hast du das getan? Wenn du die Bedingungen erfüllt hast, was sagt die Verheißung? Ja, dann kommt er in mein Leben. Hast du das getan? Ich weiß es nicht, ob du das getan hast. Willst du es jetzt tun? Ja, ich will es jetzt tun. Gut, wir beten.
Können wir beten nach dem Gebet? So, wo ist der Herr Jesus jetzt? Keine Ahnung, ich weiß es nicht. Ja, was sagt die Bibel? Die Bibel sagt, wenn ich ihm die Sünden bekenne, dann ist er treu und gerecht und vergibt. Die Bibel sagt, wenn ich ihn aufnehme. Die Bibel sagt, wenn ich seinen Namen anrufe, dann werde ich gerettet. Die Bibel sagt, wenn ich von Herzen glaube an den Auferstandenen, der für mich gestorben ist, dann werde ich gerechtfertigt. Gut, was ist die Bedingung? Ja, das und das muss ich tun, muss glauben, muss mein Vertrauen darauf setzen, muss ihn anrufen. Gut, hast du das getan?
Jetzt ist der andere dran. Er muss jetzt selber es finden: Habe ich das jetzt getan? Setze ich mein Vertrauen auf Christus oder nicht? Da kann er nicht fragen: Du Thomas, glaube ich jetzt? Das weiß ich nicht, ob du glaubst. Da ist die Schrift und da ist die Bedingung, was man tun muss. Bist du aufrichtig vor Gott? Und dann muss der Gläubige lernen: Aha, es ist eine Sache zwischen mir und der Bibel, nicht zwischen mir und dem Zwischen mir und der Bibel glaube ich dem, was Gott gesagt hat, was Jesus getan hat, glaube ich dem. Und dann macht es bei manchen Klick: Ja, ich muss nur dem vertrauen. Und er tut es.
Und wenn ich dann frage: Warum hast du Heilsgewissheit? Nicht wegen dem Seelsorgegespräch, wegen Christus habe ich Heilsgewissheit, wegen dem, was Christus getan hat. Und ich habe mein Vertrauen auf ihn gesetzt. Dann habe ich wirklich Heilsgewissheit, dann weiß ich es, und dann ist es eine unerschütterliche Sache. Ewige Sicherheit, da hat Abraham seine unerschütterliche Sicherheit bekommen. Also, sie machten sich auf und zogen zurück nach Beerscheba, heißt es in Vers 19. Sie machten sich auf und zogen miteinander nach Beerscheba. Und Abraham wohnte in Beerscheba.
Was heißt Beerscheba? Schwur, Schwurbrunnen, Brunnen des Schwures. Wer hat denn jetzt, aber jetzt hat nicht der Abimelech den Abraham geschworen bei Gott, jetzt hat wer anderer geschworen. Und wir lesen in Kapitel 22,12: Strecke deine Hand nicht aus nach dem Knaben und tue ihm nichts; denn nun weiß ich, dass du Gott fürchtest und deinen Sohn, deinen einzigen, nicht verschont hast um meinetwillen.
Da erhob Abraham seine Augen, und siehe, da war ein Widder hinten im Dickicht festgehalten durch seine Hörner, und er ging hin und nahm den Widder und opferte ihn als Brandopfer anstatt seines Sohnes. Und Abraham nannte den Ort: Jahwe wird ersehen. Daher sagt man noch heutigen Tages: Auf dem Berge Jahwes wird ersehen werden.
Und der Engel Jahwes rief Abraham ein zweites Mal vom Himmel. Das erste Mal hat er gesagt: Tu ihm nichts, Abraham, Abraham, hier tu ihm nichts und strecke deine Hand nicht aus. Aber er hat ein zweites Mal, Vers 15: Da rief der Engel Jahwes Abraham ein zweites Mal vom Himmel und sprach: Ich schwöre bei mir selbst, spricht Jahwe: Weil du dieses getan hast und deinen Sohn, deinen einzigen, nicht verschont hast, werde ich deinen Samen segnen und vermehren wie die Sterne am Himmel und wie der Sand am Ufer des Meeres, und dein Same wird das Tor seiner Feinde besitzen, und durch deinen Samen werden alle Völker der Erde gesegnet werden, darum dass du meiner Stimme gehorcht hast.
Und Abraham kehrte zu seinen Männern zurück, und sie machten sich auf und zogen miteinander nach Beerscheba. Und haben ewiglich an den Schwur Gottes gedacht, oder? An den Schwur. Beim Schwurbrunnen haben sie gewohnt und an einen Gott, der geschworen hat. An Gott, an den Gott, der geschworen hat, haben sie geglaubt.
Also die Sicherheit für Abrahams Sohn Isaak besteht in Gott allein, nicht darin, dass Abraham ihn so liebte. Um das zu lernen, fordert Gott von Abraham, ihm den Isaak zurückzugeben, und Abraham lernt, dem Glauben zu rechnen. Und jetzt ist er sicher, beide sind sicher. Abraham ist sicher in Bezug auf die Zukunft, und Isaak ist auch sicher.
Der Hebräerschreiber geht ja auch darauf ein, der Hebräerschreiber geht auf diese Begebenheit ein und sagt in Hebräer 6,11 und folgende: Wir begehren, dass jeder von euch denselben Fleiß beweise hin zur vollen Gewissheit der Hoffnung bis zum Ende, damit ihr nicht träge werdet, sondern Nachahmer derer, die durch Glauben und Geduld die Verheißungen erben. Denn als Gott Abraham Verheißung gab, schwor er, da er nicht hatte bei einem Größeren zu schwören, bei sich selbst, und sagte: Wahrlich, reichlich werde ich dich segnen und sehr werde ich dich mehren. Und nachdem er auf diese Weise, Abraham auf diese Weise geduldig gewesen war, erlangte er die Verheißung. Denn Menschen schwören ja bei einem Größeren, und der Eid zur Bestätigung ist ihnen ein Ende allen Widerspruchs. Weshalb Gott, da er den Erben der Verheißung auf nachdrücklichere Weise die Unwandelbarkeit seines Ratschlusses zeigen wollte, mit einem Eide ins Mittel trat, Vers 17, weshalb Gott also mit einem Eide ins Mittel trat, damit wir durch zwei unabänderliche Tatsachen, bei denen es unmöglich war, Gott zu lügen, einen starken Trost hätten, die wir Zuflucht nahmen, um die vorgelegte Hoffnung zu ergreifen, welche wir als einen Anker der Seele haben, einen sicheren und auch festen, und der in das Innere, hinter den Vorhang, hineingeht, da, wo als Vorläufer für uns hineinging Jesus, nach der Ordnung Melchisedeks Hoherpriester geworden in Ewigkeit.
Es gibt eine doppelte Sicherheit für die Gläubigen: durch das Wort und durch den Eid, zwei unabänderliche Tatsachen, das Wort Gottes und der Eid Gottes. Der Schwur Gottes, damit wir also Gott hat geschworen. Es gibt etwas Sicheres. Es gibt keine größere Sicherheit als das Wort und den Schwur Gottes: Ich werde dich segnen, die Verheißung wird zustande kommen, die Erfüllung der Verheißung wird kommen. Also der Abraham hatte jetzt eine größere Sicherheit als je zuvor. Doppelte Sicherheit!
Ich denke, wir machen hier Pause.