Generierte Mitschrift
Die nachfolgende Mitschrift wurde automatisch mit KI-Technologie erstellt und kann Fehler enthalten. Im Zweifel gilt das gesprochene Wort.
Eine alte Geschichte als Einstieg in eine größere Frage
In Amerika lebte ein Indianer, er hieß Blink, und er war ein sehr weiser Mann. Dieser Mann gab immer treffende Antworten. Die Leute stellten ihm manche Fragen, und dann überlegte er, was wohl die passende Antwort sei.
Einmal, als er seine Leute versammelt hatte, fragte am Ende ein Indianer, ein großer roter Bruder: Wie wird eigentlich der kommende Winter werden? Da überlegte der Indianerhäuptling und sagte: Wenn du jetzt sagst, es wird einen milden Winter geben, dann kennst du deine Indianerbrüder. Die sind faul, also werden sie kein Holz sammeln. Also, was sagst du? Es gibt einen knallharten Winter, richtig kalt, und er dauert auch lange. Und so sagte er es dann auch.
Nun beobachtete er den herannahenden Winter, und der schien wirklich außergewöhnlich mild zu werden. Blink machte sich Sorgen wegen seiner Voraussage. Aber er wusste sich zu helfen. Er nahm sein Pferd und ritt zur nächsten meteorologischen Station, wo der weiße Wissenschaftler arbeitete. Dort sagte er: Weißer Bruder, kannst du mir sagen, wie der kommende Winter wird?
Ha, sagte dieser, keine Frage: Der kommende Winter wird kalt werden, so richtig kalt, und er wird auch lange andauern. Da fiel dem Mann ein Stein vom Herzen, und er dachte: Das kann ich richtig verstehen. Ihr hier mit euren Satelliten und Messgeräten und Computern, überall tickt und klickert das, und so habt ihr das dann doch herausbekommen.
Nein, sagte der weiße Wissenschaftler, viel einfacher: Wir haben die Indianer beobachtet, und die sammeln Holz wie die Verrückten.
Da hatte er seine eigene Information wieder zurück.
Das wird uns auch in der Frage nicht helfen, die wir heute angehen wollen, nämlich der Herkunft des Lebens. Sicherlich hat jeder eine eigene Vorstellung davon, aber wir wollen die Sache einmal etwas tiefgründiger angehen, und zwar in einer ganz besonderen Weise. Wir wollen das vom Begriff der Information her angehen.
Wir leben ja, wie Herrmann schon sagte, im Informationszeitalter, und wir können alle mit Computern usw. umgehen. Und die Frage stellt sich: Kann Information uns helfen, etwas über die Herkunft des Lebens auszusagen? Wir würden eigentlich vermuten, dass die Wissenschaft, die dazu etwas sagen kann, die Biologie sein sollte. Und warum jetzt gerade die Information? Nun, das werden wir hinterher sehen. Wir werden sogar sehen, dass wir mit Hilfe der Information sehr weitreichende Schlussfolgerungen ziehen können.
Oh, das ist nett, danke schön. Heute Abend werden wir sehr, sehr lange nichts über die Herkunft des Lebens sagen. Das kommt erst weitgehend zum Ende hin. Aber dann werden wir umso kräftiger zuschlagen. Da werden wir mit manchen liebgewordenen Ideen aufräumen. Aber das muss eine Begründung haben, das können wir nicht einfach so locker sagen.
Der Weg des Vortrags und die Arbeitsweise der Wissenschaft
Und darum werden wir zunächst einmal etwas ganz Grundlegendes sagen: Wie ist die Arbeitsweise in den Naturwissenschaften?
Dann werden wir Systeme kennenlernen, die auf Information basieren. Drittens werden wir einige Aussagen über Naturgesetze treffen. Danach werden wir nach einer wissenschaftlichen Definition für Information suchen. Dann werden wir etwas ganz Neues kennenlernen: die Naturgesetze über Information. Die sind ganz neu. Anschließend werden wir über Information in biologischen Systemen reden.
Wenn wir diese sechs Punkte abgearbeitet haben, dann geht es in Punkt sieben zu den Schlussfolgerungen, sieben Stück an der Zahl. Und wir werden sehen: Die sind sehr, sehr weitreichend. Also es lohnt sich, diesen Berg erst einmal zu erklimmen, damit wir die sechs Stufen erreicht haben. Dann geht es an die Arbeit. Ja, so ungefähr läuft das ab.
Also in Teil eins zunächst einmal etwas Grundlegendes zu den Naturwissenschaften: Wie findet man in den Naturwissenschaften heraus, ob eine Idee falsch oder richtig ist?
Fangen wir zunächst einmal mit der Mathematik an. Da steht eine schöne Gleichung. Idee eins: also x plus y Quadrat gleich x Quadrat plus y Quadrat. Nun, jeder merkt schon sofort: Das ist falsch. Und zwar gibt es ein Gesetz in der Mathematik, das hierbei verletzt wird. Unten sehen wir die richtige Lösung: x plus y Quadrat gleich x Quadrat plus zwei x y plus y Quadrat. Also, das ist noch alles leicht zu verstehen.
Jetzt kommt eine zweite Idee, und da habe ich jetzt ein Beispiel aus der Physik gewählt. Wir sehen hier eine Wasserrinne. Und diese Wasserrinne enthält Wasser, und das Merkwürdige ist: Das Wasser läuft bergauf, dann fällt es in einem Wasserfall herunter, und dann läuft das Ganze ständig so weiter.
Wenn ich jetzt die Frage stelle: Haben wir das schon mal gesehen? Dann würde man sagen: Das hat noch keiner gesehen. Aber stellen wir uns vor, ein Physiker sagt: Ich habe in meinem Labor so etwas aufgebaut, und in meinem Labor funktioniert das. Jetzt werden wir vielleicht versucht sein, dort hinzugehen und zu sagen: Das will ich mal sehen.
Wie Naturgesetze falsche Ideen entlarven
Aber die Antwort ist: Weil wir ein Naturgesetz haben, nämlich den Energiesatz der Physik, wird das nie möglich sein, in keinem Labor, weder auf der Erde noch im Universum noch sonstwo. Wir können also von vornherein sagen: Das ist ein unmöglicher Vorgang, den gibt es nicht in dieser Welt. Und zwar deswegen, weil ein Naturgesetz verletzt wird. Das ist die Antwort. Naturgesetze dürfen nie verletzt werden, das ist wichtig.
Jetzt noch ein Beispiel aus der Chemie. Wir müssen ja alles durchgehen. Hier sehen wir eine dritte Idee. Da steht Natronlauge, wer kennt das, was ist das? Salzsäure. Wenn man das zusammenmischt, ergibt das ein acl plus h3o. Stimmt das? Stimmt natürlich nicht, weil das Gesetz der Stöchiometrie verletzt wird. Und aus diesem Grunde muss die Gleichung so heißen, wie es hier unten steht: nicht h3o, sondern h2o.
Wir sehen also: Falsche Ideen in den Naturwissenschaften, egal ob Chemie, Physik oder Mathematik, kann man, wenn Gesetze verletzt werden, als solche entlarven.
Und jetzt ein Beispiel aus der Biologie. In der Biologie, so hören wir immer wieder im Fernsehen, in Schulbüchern, überall, da steht geschrieben: Der Mensch evolvierte in einem langen Prozess der Evolution. Gemeint ist damit ein Prozess, der so mit einer Urzelle anfing und dann über alle möglichen Krabben und was weiß ich und Frösche hinwegging und irgendwann einmal zu Menschen kam. Das glauben heute viele Leute.
Man fragt sich schon mal allein, so wie man das hört: Ist so etwas überhaupt möglich, kann das sein? Und ich habe hier schon geschrieben: falsch, weil ein Naturgesetz verletzt wird. Jetzt merken wir schon: Wenn es ein solches Naturgesetz gibt, das hier verletzt wird, dann müssten wir konsequenterweise diesen ganzen Müll in den Eimer werfen, dann ist das alles falsch. Aber das müssen wir sehr genau prüfen, ob das möglich ist.
Also die Frage, die ich jetzt zunächst erst einmal stelle: Gibt es ein solches Gesetz, das ganz klar und eindeutig sagt, das gibt es nicht? Aber das müssen wir prüfen.
Zwei Deutungen der Herkunft des Lebens
Wir haben zwei Alternativen für die Herkunft des Menschen und die Herkunft des Lebens: entweder die Evolution, wie wir sie hier in diesem Bild dargestellt sehen, oder dass der Mensch von einem Schöpfer am Anfang als Paar geschaffen wurde. Diese beiden Ideen stehen zur Debatte. Welche ist richtig? Das können wir prüfen. Und genau das wollen wir jetzt vornehmen.
Es sind ein paar Bilder dabei, die in Englisch sind. Aber viele können ja sehr gut Englisch. Das liegt daran, dass ich den Vortrag zum ersten Mal auf Englisch gehalten habe und ich die Folien noch nicht alle auf Deutsch umgestellt habe.
Das, was wir heute tun werden, ist das, was wir hier auf dem Bild sehen. Zunächst schauen wir uns bekannte Systeme an, also solche, die wir kennen und bei denen wir wissen, wie sie funktionieren. Wir werden diese Systeme beobachten und Experimente machen. Das Ergebnis wird sein, dass wir dann die Naturgesetze herausfinden. Und wenn wir die Naturgesetze kennen, das ist ja das Wesen der Naturgesetze, dann können wir sie auf unbekannte Systeme anwenden.
Also nutzen wir die Naturgesetze, die wir bereits an bekannten Systemen gefunden haben, wenden sie auf unbekannte an und können dann Schlussfolgerungen ziehen. Ja, das wird also der Weg sein, den wir heute Abend beschreiten werden.
Man muss Folgendes bedenken: In der Wissenschaft gibt es zwei grundsätzlich zu unterscheidende Ebenen der Erkenntnis. Ich habe hier eine sehr dicke rote Linie gezeichnet, und diese rote Linie soll andeuten, dass es einen gewaltigen Unterschied zwischen dem gibt, was oberhalb der Linie steht, und dem, was unterhalb der Linie steht.
Fangen wir erst einmal mit der dicken Linie an. Was alles darunter ist: Da sehen wir, dass es Modelle gibt, Spekulationen, Hypothesen und Theorien. So wird Wissenschaft betrieben, und es sind unterschiedliche Grade der Erkenntnis. Eine Spekulation ist noch weitgehend an der Wirklichkeit gar nicht geprüft. Es ist einfach nur eine Idee, die man gehabt hat. Aber wenn man eine Hypothese hat, dann ist das schon ein Stück weiter. Da hat man schon eine Formulierung gefunden, aber ob sie stimmt, ist noch lange unsicher. Eine Theorie ist dann schon viel weiter, wo man also auch schon etwas formulieren kann und auch schon manchmal etwas voraussagen kann.
Alle diese Erkenntnisstufen, die hier unterhalb der roten Linie stehen, können wir sagen, sind von Menschen erfunden und von Menschen formuliert worden. Also alles stammt von den Menschen. Und da oben habe ich die Naturgesetze angegeben. Die Naturgesetze unterscheiden sich ganz grundlegend von den anderen Erkenntnisstufen. Warum? Die Naturgesetze sind zwar auch von Menschen entdeckt worden, aber kein Mensch hat ein Naturgesetz erfunden. Die Erfindung der Naturgesetze, können wir sagen, stammt von keinem Menschen. Sie stammt von dem Urheber der Welt überhaupt.
Das ist ein Riesenunterschied in der Erkenntnis, wenn wir das jetzt hier vergleichen.
Materie, Information und Leben als drei Grundbereiche
Wenn wir die Wirklichkeit betrachten, in der wir leben, stellen wir drei grundsätzlich zu unterscheidende Bereiche fest: Es gibt Materie, Information und Leben.
Die Materie haben wir dann gut verstanden, wenn wir Naturgesetze über die Materie haben. Diese lernen wir in der Schule, im Physikunterricht und im Chemieunterricht. So kennen wir die Materie sehr gut. Und alle Forschung, die heute betrieben wird, auch im Bereich der Materie, geschieht immer unter ständiger Anwendung der Naturgesetze.
Über das Leben gibt es bisher nur ein einziges Naturgesetz, und das ist das, was Louis Pasteur schon herausgefunden hatte. Er hatte gesagt: Leben kann nur von Leben kommen. Wir stammen ab von unseren Eltern, und die Eltern wieder von den Grosseltern. Und das gilt für alle Lebewesen auf der Welt. Alles Leben, was wir sehen, stammt immer von Leben ab. Der Satz ist nie widerlegt worden, also ist er ein Naturgesetz.
Und jetzt dazwischen liegt die Information. Information ist ein Begriff, mit dem wir uns auseinandersetzen müssen. Er ist in unserer Zeit viel diskutiert. Aber wenn wir Informationen richtig verstehen wollen, wenn wir wissen wollen, was sie ist, dann brauchen wir auch hier Naturgesetze. Dann wissen wir genau, was Information ist.
Zum Leben kennen wir bisher nur ein einziges Naturgesetz. Das ist eine grosse Herausforderung. Ich möchte das einmal so nennen, den jungen Leuten heute Abend hier: Das ist die Aufgabe, die Naturgesetze des Lebens herauszufinden. Da ist nur ein einziges bekannt, obwohl die Biologen so viel forschen und so viel tun. Aber Naturgesetze haben sie bisher nur eines gefunden.
Die Naturgesetze der Information sind neu. Ich werde sie heute hier erklären, und dann werden wir etwas mehr von Information verstanden haben.
Beispiele für informationsgesteuerte Systeme
Wir schauen uns einige Systeme an, die auf Information basieren. Auf diesem Bild sehen wir eine Laufmaschine. Sie hat sechs Beine, und eingebaut ist ein Computer. Diese Maschine kann auf einer ebenen Fläche laufen, und sie kann auch eine Treppe hochgehen und wieder heruntergehen.
Warum kann sie das? Nun, weil ein Computer eingebaut ist, der so programmiert wurde. Er hat ein sehr komplexes Programm, um das ausführen zu können. Wenn ich jetzt die Maschine hier hätte, dann würde ich sie einmal schnurren lassen, dann würde sie hier so herumlaufen, und wir hätten viel Freude daran.
Aber jetzt wollen wir einmal ein Gedankenexperiment mit dieser Laufmaschine machen. Wir stellen sie auf eine hochgenaue Waage und messen die Gesamtmasse des Systems, also Computer, Beine, Programm, alles, was dazugehört. Dann werden wir einen Zahlenwert finden. Danach machen wir Folgendes: Wir löschen das Programm, sagen einfach „Delete“, und dann ist alles weg. Anschließend wiegen wir noch einmal.
Und jetzt ist unsere Frage: Wird jetzt die Anzeige auf der Waage größer sein, gleich sein oder kleiner sein? Wer will mal die Antwort geben? Wer ist für gleich, mal Hand hoch? Das ist die Mehrheit, also machen wir das demokratisch. Nein, so geht es nicht ganz in der Wissenschaft, aber diese Antwort ist richtig. Wenn wir das Experiment ausführen, werden wir sehen, dass sich an der Masse des Gesamtsystems nichts ändert, wenn wir das Programm löschen.
Das ist eine sehr wichtige Erkenntnis, die so wichtig ist, dass davon ganz viel abhängt, was wir im Folgenden sagen werden. Information ist nämlich eine Größe, die nicht zur Materie gehört. Energie, Viskosität, Elektrizität, das sind alles Größen, die zur Materie gehören. Nur dann, wenn Materie vorhanden ist, haben wir diese Größen. Ohne Materie haben wir das nicht. Bei der Information ist es anders. Die Information ist eine nicht materielle Größe, das können wir schon einmal festhalten. Sie kann also nicht der Materie zugeschlagen werden. Das ist der tiefe grundlegende Irrtum, den heute die Philosophen, die Evolutionstheoretiker und die Materialisten begehen, wenn sie sagen, die Information sei ein Bestandteil der Materie. Das ist aber falsch, wie wir gleich noch sehen werden.
Auf diesem Bild sehen wir eine Stabheuschrecke, die auch sechs Beine hat, genau wie die andere Laufmaschine. Es ist eine biologische Laufmaschine, so können wir sie nennen. Und sie kann nicht nur auf einer ebenen Fläche laufen, sondern in beliebigem Gebüsch und in einem Baum herumlaufen, wo sie noch nie gewesen ist. Wir können uns vorstellen, dass dieses Programm erheblich komplizierter sein muss, damit sie so etwas tun kann. Ich weiß nur nicht, an welcher Stelle ich das Programm löschen kann, aber wenn ich es löschen könnte, dann würde die Stabheuschrecke nicht mehr laufen können. Also auch dies ist ein vollständig informationsgesteuerter Vorgang.
Auf diesem Bild sehen wir eine Ameise mit einem Microchip. Was macht die Ameise? Sie baut die neueste Computergeneration zusammen. Sie hat die richtige Größe, wir müssen sie nur noch ein wenig trainieren, bis sie das wirklich kann. Dieses Bild ist sehr wichtig, auch für unser Verständnis. Wir sehen hier im Microchip die Materie, und da können wir Informationen drin speichern. Bei der Ameise ist es ähnlich. Die Ameise besteht auch aus Materie, und da ist auch Information gespeichert in den DNS-Molekülen. Aber außerdem repräsentiert die Ameise noch Leben. Niemand, kein Wissenschaftler, kein Biologe kann uns heute aus wissenschaftlicher Sicht erklären, was Leben ist. Wir wissen es nicht. Wir wissen nur: Es ist auch ein Phänomen, und zwar ein nicht materielles Phänomen. Denn eine tote Ameise unterscheidet sich von einer lebenden Ameise überhaupt nicht im Gewicht. Auch nicht in der Information, die ist ja noch vollkommen da im DNS-Molekül. Es muss also noch einen Unterschied geben, was eine tote von einer lebenden Ameise unterscheidet, und das ist Leben.
Die unsichtbare Steuerung in der Entwicklung des Lebens
Auf diesem Bild sehen wir die komplizierteste und komplexeste informationsverarbeitende, in Gänsefüsschen, Maschine. Aber es ist keine Maschine. Das hier ist ein Bild aus der Embryonalentwicklung, und zwar nach den ersten vier Wochen.
Von einem bestimmten Tag an fängt ein Herz an zu schlagen, es bildet sich ein Gehirn, das Rückgrat, und viele Details entstehen. Das ist unvorstellbar kompliziert. Keiner kann bisher erklären, wie das wirklich funktioniert. Nur eines wissen wir genau: Dieser Vorgang wird vollständig informationsmässig gesteuert. Würden wir die Information aus diesem System herausnehmen, wäre das nur noch ein wildes Zellwachstum. Aber es würde nicht so konstruiert ablaufen.
Wir haben jetzt einige Systeme kennengelernt, die mit Information arbeiten, und wir haben gesehen: Information ist in technischen wie auch in biologischen Systemen eine unvorstellbar wichtige Kenngrösse.
Jetzt möchte ich ein paar Sätze zu Naturgesetzen sagen. Wir wollen ja Naturgesetze kennenlernen. Was ist das Wesen der Naturgesetze?
Zunächst einmal müssen wir zwei Arten von Naturgesetzen unterscheiden: materielle Grössen und nicht materielle Grössen. Diese Unterscheidung ist grundlegend und wichtig. Materielle Grössen sind zum Beispiel Energie, Kraft und Elektrizität. Nicht materielle Grössen sind Information und Bewusstsein. Und eben, wie wir es auch schon festgestellt haben, das, was das Leben charakterisiert, ist auch etwas nicht Materielles.
Jetzt lernen wir noch ein paar grundsätzliche Dinge kennen zu Naturgesetzen. Naturgesetze sind präzise Aussagen, die auf Entdeckungen, Beobachtung und Experiment beruhen und die beliebig oft reproduziert werden können, aber nie widerlegt wurden. Das ist sehr wichtig: Der Vorgang muss sich beliebig oft wiederholen lassen, es kommt immer dasselbe heraus, aber es gibt kein Gegenbeispiel dafür.
Der zweite wichtige Satz ist: Naturgesetze sind universell gültig. Als man zum Mond flog, hat man angenommen, dass dieselben Naturgesetze, die wir hier auf der Erde haben, auch auf dem Mond gültig sind. Und so haben die Amerikaner die Raketen, die Treibstoffe und alles, was man dazu brauchte, nach den Naturgesetzen berechnet, die wir hier auf der Erde kennen. Und es stellte sich heraus: Das war eine richtige Annahme. Aber niemand wusste das. Das hat sich erst im Experiment herausgestellt. Und heute wissen wir auch aufgrund von Sternbeobachtungen und all diesen Dingen, die heute getan werden, dass unsere Naturgesetze überall im ganzen Universum gültig sind, damit auch hier in Braunschweig.
Was Naturgesetze leisten und warum Information anders ist
Jetzt kommt noch ein dritter Satz: Die Naturgesetze sind unveränderlich in der Zeit. Auch das ist eine sehr wichtige Aussage. Wenn das nicht so wäre, dann könnten wir keine Brücken bauen, jedenfalls nicht für eine bestimmte Tragfähigkeit. Dann müsste man jeden Tag im Wetterbericht oder im Radio durchgeben, wie heute die Werte der Naturgesetze sind und ob man heute über die Brücke fahren darf oder nicht, wenn sich die Naturgesetze ändern würden.
Glücklicherweise ändern sie sich nicht. Sie sind konstant. Das ist das, was wir heute wissen, und das ist auch sehr wichtig. Deswegen können wir Motoren bauen und alle möglichen Dinge konstruieren. Denn die Basis für alle Konstruktionen, die Ingenieure und Physiker tun, sind immer die Naturgesetze. Und die werden immer als konstant in der Zeit vorausgesetzt.
Vierter Satz: Die Naturgesetze sind einfach. Da fragt man sich, warum die Leute dann zehn, zwölf Semester studieren, um die Naturgesetze begriffen zu haben. Die Physiker und die Chemiker – was machen die so lange an der Uni? Die Antwort lautet: nicht wegen der Schwierigkeit der Naturgesetze, sondern wegen der Anwendung. Die Anwendungen sind schwierig und kompliziert. Aber die Naturgesetze selbst sind ganz einfach, ganz simpel.
Wenn es heißt in der Physik: Die Energie in einem abgeschlossenen System verändert sich nicht, sie bleibt immer gleich, einfacher geht es doch nicht. Das ist sehr simpel, ganz einfach. Aber wenn man es auf ein komplexes System mit Dampfkessel und Turbinen anwendet, dann muss man viel, viel rechnen. Dann muss man wissen, wie das geht.
Weil die Naturgesetze einfach sind, sind auch die Naturgesetze über Information einfach. Das sind ja auch Naturgesetze, und darum können wir sie heute Abend kennenlernen. Und wir werden heute Abend zehn solcher Naturgesetze kennenlernen.
Noch ein Satz über die Naturgesetze: Sie kennen keine Ausnahme. Das ist ein ganz wichtiger Satz, den dürfen Sie nie mehr vergessen. Warum? Die Schlussfolgerungen, die wir nachher ziehen, hängen davon ab. Wenn das nicht gilt, dann können wir keine Schlussfolgerung ziehen. Aber weil Naturgesetze keine Ausnahme kennen, können wir ganz sicher über die Brücke der Naturgesetze gehen, weil sie nicht einbrechen. Es gibt keine Ausnahme. Das ist ganz wichtig zu wissen.
Die Naturgesetze ermöglichen uns schon im Voraus zu sagen, ob ein gedachter Vorgang in der realen Welt möglich ist oder nicht. Das ist auch eine gute Sache. Wenn uns jemand irgendetwas erzählt, also wenn er so eine Idee hat, schon Zeichnungen angefertigt hat und das irgendwann einmal bauen will und sich schon über die Funktion freut, dann kann man dieses ganze System überprüfen. Man kann prüfen, ob dort ein Naturgesetz verletzt wird. Und wenn ein solches Naturgesetz verletzt wird, können wir sagen: Es ist ein unmöglicher Vorgang. Das können wir sagen, bevor es überhaupt gebaut wird. Und wenn die Leute versuchen, es zu bauen, funktioniert es nicht.
Es hat in der Geschichte viele Leute gegeben, die versucht haben, eine Maschine zu bauen, die ohne Energiezufuhr von alleine läuft. Es ist nie geschafft worden. Obwohl viele Leute viel Geld und Zeit hineingesteckt haben, kann ein Perpetuum mobile nicht gebaut werden, weil ein Naturgesetz Nein zu einem solchen Prozess sagt. Das ist sehr wichtig.
Was Information ist und was nicht
Wenn wir uns noch einmal diese Rinde ansehen, dann lernen wir jetzt etwas Wichtiges. Man muss sich jetzt nicht die einzelnen Moleküle ansehen, also nicht im Detail untersuchen, warum das Wasser nicht bergauf gehen kann. Man muss auch nicht eine Bilanz aller Moleküle aufstellen, also die Summe aller Milliarden von Molekülen betrachten, die dies und jenes bewirken, und daraus ableiten, warum das nicht möglich ist oder so. Das wäre viel zu kompliziert.
Die Naturgesetze erlauben uns, aufgrund der Aussage, die ein Naturgesetz trifft, von vornherein zu sagen: Ein solcher Vorgang ist unmöglich. Das ist natürlich sehr einfach. Wir können dann sagen: Das gibt es nicht! So einfach kann man mit Hilfe von Naturgesetzen etwas widerlegen.
Wir wollen uns jetzt mit Information beschäftigen. Wenn wir über Information reden, ist das Erste, was wir tun müssen, dass wir ganz genau sagen, was Information ist. Wenn wir so wischiwaschi reden wie die Politiker, dann hilft uns das hier überhaupt nicht. Wir müssen also genau sagen, was das ist.
Der amerikanische Mathematiker Norbert Wiener hat einmal gesagt: Information ist Information, weder Materie noch Energie. Da hat er Recht, guter Satz. Nur hat er uns leider eines nicht gesagt, nämlich was es ist. Er hat nur gesagt, was es nicht ist. Das fehlt noch, und das wollen wir heute Abend hören.
Aber er hat sehr wichtig festgestellt, was wir vorhin auch bei der Laufmaschine schon gesagt haben: Information ist nicht Materie, und Information ist auch nicht Energie.
Die wissenschaftliche Definition von Information
So, jetzt wollen wir ein paar Denksportaufgaben machen.
Frage: Ist das Information, was wir hier auf dem Bild sehen?
Ja, warum? Wie, über die alte Zeit? Na ja, sicher. Aber ich könnte auch sagen, das ist nur ein Tapetenmuster. Nein, das müssen wir uns einmal genauer ansehen.
Man hat lange Jahre, mehrere Jahrhunderte lang, nicht gewusst, was diese Hieroglyphen wirklich sind. Niemand konnte sie lesen. Es hat sich erst geändert, als man den Stein von Rosette fand. Und da ist in drei Sprachen etwas geschrieben, wie man unten sehen kann, ganz deutlich: in griechischer Sprache ein Text, in der Mitte in demotischer Schrift und oben die Hieroglyphen.
Da hat man angenommen, dass die Information in allen drei Fällen gleich ist, nur die Kodierung ist unterschiedlich. Es hat zwar sehr viel Aufwand gebraucht, um festzustellen, wie die Zuordnung ist, aber heute ist das kein Thema mehr. Heute weiß man das. Heute kann jeder Reiseführer in Ägypten die Hieroglyphen dort lesen, die man auf den Obelisken und in den Gräbern findet.
Hier hat sogar einmal jemand ein Programm geschrieben für einen Computer: Man gibt einen deutschen Text ein, und der Plotter zeichnet dann die zugehörigen Hieroglyphen. So genau kennt man das heute. Und heute sind wir nun gewiss: Das ist Information.
Eine Definition in den Naturwissenschaften muss präzise und sehr klar sein. Sie muss exakt und eindeutig abgegrenzt sein, so dass nur die definierten Subjekte enthalten sind und alles Sonstige ausgeschlossen wird. Man kann also sagen: Eine gute Definition muss so sein, dass sie viele Dinge präzise ausschließt. Sie soll nicht möglichst viel einkassieren, das wäre keine Definition. Eine Definition muss einengen, muss präzise sein.
Das will ich einmal deutlich machen, weil diese Begriffe, von denen wir gleich reden werden, in der Umgangssprache ja ständig auch verwendet werden. Ich will das mal deutlich machen am Begriff Energie.
Wir sehen hier die große Ellipse, und diese große Ellipse soll andeuten, dass wir in der Umgangssprache das Wort Energie ständig benutzen. Ein Sportler hat viel Energie. Einer, der gut Bleistifte anspitzen kann, der muss auch Energie haben, das zu tun. In allen möglichen Varianten benutzen wir das Wort Energie.
Wenn wir aber in der Physik von einem Naturgesetz reden, dann hilft uns dieser allgemeine Sprachgebrauch überhaupt nicht. Dann müssen wir das eingrenzen und müssen sagen, was da nun wirklich Energie ist. Und in der Physik ist definiert: Energie ist Kraft mal Weg. Damit ist genau gesagt, was Energie ist, und alles andere, was wir sonst auch noch als Energie bezeichnen, ist dann eindeutig ausgeschlossen.
So arbeitet man also in der Wissenschaft, und das müssen wir genauso tun, auch für die Information. Denn wir verwenden den Begriff Information in der Umgangssprache in tausenderlei Weise. Aber wenn wir jetzt wissenschaftlich arbeiten wollen und Naturgesetze über Information beschreiben wollen, dann müssen wir eine Definition machen, die exakt ist.
Und diese Definition für Information sehen wir nun hier auf diesem Bild. Information hat fünf verschiedene Ebenen.
Die unterste Ebene ist die Statistik. Da geht es um die Signalart und die Anzahl der Symbole, die verwendet werden, also einfach nur eine mengenmäßige Betrachtung von Zeichen. Die nächste Ebene ist die Syntax, und damit ist gemeint der Zeichensatz, den wir einsetzen, und die verwendete Grammatik, je nach Sprache.
Das Wichtigste an Information ist vielleicht die Bedeutung, die Semantik. Wenn ich ein Buch lese, will ich wissen, was da drinsteht. Das ist die Semantik.
Wir haben vorhin gesehen an der Laufmaschine, auch bei der Embryonalentwicklung, dass aufgrund von Information eine Handlung geschieht. Und das nennen wir die Pragmatik. Das ist die vierte Ebene.
Und dann gibt es noch eine fünfte, das ist die Apobetik, auch von einem griechischen Wort abgeleitet. Das heißt: Was ist das Ziel, was ist das Ergebnis dieser Information, dass sie überhaupt gesendet wurde?
Und jetzt können wir ganz einfach so sagen: Immer dann, wenn wir alle fünf Ebenen der Information in einem unbekannten System vorfinden, dann ist es Information. Wenn wir eine der Ebenen nicht vorfinden, dann ist es keine Information. So scharf ist die Definition. Dann raus damit!
Wir müssen ganz gewiss sein, dass alle fünf Ebenen vorkommen. Das werden wir uns jetzt noch mal an ein paar Beispielen ansehen.
Beispiele, Abgrenzungen und Missverständnisse
Ich habe hier mal so ein paar verschiedene Bereiche angedeutet. Zum Beispiel der Bereich C: Da sind Zufallszahlen und Zufallszeichen drin, die keine Bedeutung enthalten. Also fehlt die dritte Ebene, und damit ist es keine Information.
Oder umgangssprachlich sagen wir: Wir schauen uns eine Schneeflocke an oder auch einen Stern, und da sagen wir, wir informieren uns. Wenn wir uns eine Schneeflocke unter dem Mikroskop ansehen oder uns mit dem Teleskop einen Stern ansehen, dann informieren wir uns, aber das ist umgangssprachlich. Ein Stern und auch eine Schneeflocke enthalten nicht die anderen Ebenen der Information. Die kommen nicht vor. Es gibt keine Syntax, es gibt keine Bedeutung darin und auch keine Handlung, die wir darin sehen. Also ist das auch keine Information.
Information ist nur im Bereich A, wo wir Systeme haben, die einen Code haben, die eine Bedeutung haben und wo wir alle Ebenen der Information vorfinden.
Jetzt wollen wir ein paar Übungsaufgaben machen, und zwar eine. Das müssen wir unbedingt verstanden haben. Ich habe hier übrigens meine teuerste Folie: Der schwedische Fotograf Kjell Sandvitt sah auf einem Schmetterlingsflügel den Buchstaben F. Er war fasziniert davon und dachte: Ich muss da noch weitere Buchstaben finden, das ist ja toll, dass es Buchstaben gibt. Und er suchte und suchte mit seinem Mikroskop und fand keinen. Dann hat er gedacht, vielleicht war ein anderer Schmetterling, sodass man da andere Buchstaben findet. Und in der Tat: Der Mann gab nicht nach. Er war 15 Jahre lang unterwegs und hat in 30 Ländern gesucht. Und dann hatte er das Alphabet zusammen und auch die Ziffern von null bis neun. Wenn man die Reisekosten mitberücksichtigt, ist das meine teuerste Folie.
Meine Frage ist jetzt: Ist das wohl Information? Ganz eindeutig nein. Wir sehen zwar Zeichen, aber sie haben keine Bedeutung. Da sind keine Sätze geschrieben, und auf dem Schmetterlingsflügel finden wir auch keine Sätze, keinen Bedeutungszusammenhang. Also ganz eindeutig: Obwohl es Buchstaben sind, ist es keine Information.
Hier eine Galaxie, das haben wir schon gesagt, bei den Sternen. Das ist ein System, da können wir uns umgangssprachlich informieren, aber es ist keine Information im Sinne unserer Definition.
Hier sehen wir die Maske von Tutankhamun. Ist das Information? Du bist gut, du musst mal Informatik studieren, super. Es ist keine Information, wir sehen keinen Code, also eindeutig nicht.
Und hier unten: Ist das Information, Tutankhamun? Ja. Das ist Information.
Die Naturgesetze der Information
Jetzt ein schönes Beispiel für die Frage, ob das wohl Information sein kann. Wer ist für Ja? Ja, dann bitte ich mal, das vorzulesen. Wenn man es vorlesen kann, dann können wir darüber reden. Versuchen wir es mal:
Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde, und die Erde war wüst und leer, und es war finster auf der Tiefe; der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser. Und Gott sprach: Es werde Licht. Und es ward Licht. Und Gott sah, dass das Licht gut war. Da sch
Information in biologischen Systemen
Noch einmal etwas zur Definition der Information. Ein Philosoph hat einmal gesagt: Alles im Universum ist Information, also alles, was es überhaupt da so gibt. So etwas kann sich nur ein Philosoph erlauben, ein Politiker auch noch, aber kein Naturwissenschaftler. Das geht nicht.
Und darum ist das, was hier rot eingekringelt ist, natürlich naturwissenschaftlich nicht zu gebrauchen. Wir müssen das einengen. Was wir hier sehen, diese Ellipse, die jetzt eingezeichnet ist, ist eine Definition, bei der wir sagen: Alle Systeme, die hier enthalten sind, haben einen Code. Aber das reicht noch nicht aus für unsere Präzisierung, die wir vorhin schon gesehen haben. Diese Definition stammt übrigens von dem Amerikaner Shannon.
Was wir brauchen, ist etwas, was wir gleich sehen werden. Das ist das, was hier rot eingetragen ist, und das ist meine Definition. Dieses Rote heißt: Alles andere ist ausgeschlossen, und nur das, was hier drin ist, das ist Information. Darum müssen wir bei den Systemen sehr sorgfältig sein, um immer sagen zu können, ob wir innerhalb oder außerhalb der Definition von Information sind.
Jetzt wollen wir einmal die Information in den biologischen Systemen ansehen oder prüfen, ob das wohl Information ist oder nicht. Denn wenn wir in den biologischen Systemen Information finden, dann können wir die Sätze anwenden. Wenn wir dort keine Information finden, können wir nichts sagen. So ist der Befund.
Gehört der Code, den wir in den DNS-Molekülen finden, in den Definitionsbereich von Information? Das ist eine sehr wichtige Frage. Nun, die entschlüsselten Teile der DNS enthalten Wörter, die drei Buchstaben lang sind, und diese drei Buchstabenwörter repräsentieren spezifische Aminosäuren. Also gibt es eine Zuordnung zur Bedeutung. Und damit ist das Information.
Wir haben vier Buchstaben im DNS-Molekül: Adenin, Thymin, Cytosin und Guanin. Weil das also chemische Prozesse sind, sind das natürlich auch chemische Buchstaben. Und wir sehen hier die zwanzig verschiedenen Aminosäuren, die es gibt. Wir sehen hier im genetischen Code Wörter, die drei Buchstaben lang sind. Also handelt es sich im Unterschied zu den natürlichen Sprachen bei der Sprache in der Genetik um eine Sprache, bei der alle Wörter gleich lang sind, nämlich aus drei Buchstaben bestehen. Also handelt es sich wirklich um Information.
Wir sehen hier noch einmal die vier Buchstaben, wie sie chemisch aussehen, und hier im DNS-Molekül sehen wir, wie sie angeordnet sind.
Mal eine kleine Frage zwischendurch: Stellen wir uns vor, wir hätten einen Stecknadelkopf. Und der Stecknadelkopf, so aus Glas, wie die, die wir manchmal sehen, hätte zwei Millimeter Durchmesser. Und wir nehmen einmal an, das würde nur aus diesem Material bestehen, aus DNS-Molekülen. Und wenn ich das nach dem Code speichern würde, so einem Taschenbuch, wie viele Taschenbücher könnte ich wohl in einem Stecknadelkopf speichern? Hat mal jemand eine Idee, wie hoch kann der Bücherstapel sein? Wer will mal eine Zahl nennen? Wie hoch, was schätzen? Fünfzig Bücher oder Meter? Bücher, fünfzig Bücher, das kann man schon in einem Urlaub nicht mehr durchlesen. Gute Schätzungen.
Das in einem einzigen Stecknadelkopf ist schon gewaltig. Ich habe es mal ausgerechnet: Die Entfernung von der Erde bis zum Mond, das sind dreihundertvierundachtzigtausend Kilometer. Der Bücherstapel kann noch fünfhundertmal höher sein. Dann haben wir eine Vorstellung von der gigantischen Informationsdichte, die wir hier in den biologischen Systemen im DNS-Molekül vorfinden.
Hier sehen wir das menschliche Insulin. Das besteht aus 51 Aminosäuren in zwei Ketten und ist im DNS-Molekül programmiert. Nicht nur die chemische Formel, sondern auch der gesamte Herstellungsprozess, wie das hergestellt wird, muss auch dort gespeichert sein. Wir sehen also: Die biologischen Systeme enthalten eindeutig Informationen, sogar hochkomplexe und sogar die dichteste Information, die es gibt.
Schlussfolgerungen aus den Naturgesetzen der Information
Jetzt haben wir uns durch die sechs Punkte durchgearbeitet, und jetzt wollen wir dafür belohnt werden, indem wir auch handfeste Schlussfolgerungen ziehen können. Wie? Jetzt sind wir auf dem Berg, jetzt schauen wir von oben hinunter, können uns freuen, und jetzt sehen wir die Landschaft. Und wir werden sieben Schlussfolgerungen ziehen.
Denn weil es Naturgesetze sind, die wir anwenden, sind sie natürlich ungeheuer scharf. Sie sind sehr aussagekräftig, da ist nichts Wischiwaschi. Manchmal, wenn ich an Universitäten einen Vortrag halte, sage ich den Leuten vorweg: Sie werden heute einen Vortrag hören, bei dem vielleicht manche Idee, an der sie hängen, kaputt gemacht wird. Aber ich gebe ihnen eine Chance. Wenn sie ihre Idee behalten wollen, dann müssen sie die Naturgesetze widerlegen, dann sind sie wieder frei. Wenn sie das nicht können, haben sie Pech gehabt, dann sind die Aussagen richtig. Aber bei einem Naturgesetz ist das nun einmal so: Da soll man sich nicht darauf einlassen, es widerlegen zu wollen.
Jetzt kommen unsere sieben Schlussfolgerungen. Also, wir fangen mit der ersten an. Die brauche ich jetzt hier nicht, diese Spelen. So, erste Schlussfolgerung: Weil der DNS-Code, den wir in allen Lebensformen finden, eindeutig innerhalb des Definitionsbereiches von Informationen liegt, können wir was schließen? Es muss einen Sender dazu geben, muss. Da beißt keine Maus den Faden ab, es muss. Wir sehen den Sender der DNS-Moleküle nicht, aber das ist kein Beleg dafür, dass es ihn nicht gibt. Denken Sie an das Beispiel der Bibliothek. Es muss den Sender geben. Wir können damit die Schlussfolgerung ziehen, was oben steht, rot: Der Atheismus ist falsch. Das ist eine Idee, die wir mit Hilfe der Naturgesetze kurz und bündig erledigen können. Ja, so knapp geht das. In dieser Weise haben Naturgesetze Schlagkraft. Wir wenden Naturgesetze an, das ist sehr wichtig.
So, wir wollen jetzt mehr wissen von diesem Sender, von dem wir gesagt haben, dass er sein muss. Das wissen wir schon. Es muss einen Sender geben, zu der Information. Von alleine kann es nicht entstehen. Jetzt werde ich einige Punkte ableiten, der erste Punkt steht da schon: Es muss einen Sender geben. Aber was können wir noch über den Sender sagen? Können wir mit Hilfe der Naturgesetze noch mehr sagen? Das wollen wir jetzt im nächsten Gang tun.
Weil die Dichte und Komplexität der in der DNS entschlüsselten Informationen billionenfach größer ist als alle unsere gegenwärtige Technologie, können wir schließen: Der Sender muss höchst intelligent sein. Der muss also Stabheuschrecken programmieren können, der muss die Embryonalentwicklung programmieren können, der muss all die Dinge programmiert haben können, muss er. Und das erfordert viel Intelligenz. Er muss höchst intelligent sein, habe ich geschrieben. Aber wie viel?
Ich hielt einmal einen Vortrag an einer Uni, und da meldete sich eine Studentin, als ich das sagte. Und da sagte sie Folgendes, und die hat sehr, sehr scharf mitgedacht. Sie hat gesagt: Ich weiß ja schon, was Sie sagen wollen. Sie wollen doch sagen mit Ihrem Sender, dass da ein Gott sein muss. Ich sage: Sie sind doch prima. Sie haben messerscharf eine Schlussfolgerung gezogen, die ist richtig. Das wollte ich sagen, dass da ein Gott sein muss. Wer so etwas programmieren kann, der muss schon Gott sein, das kann schon kein Mensch sein. Da war sie einverstanden.
Ja, sagt sie, aber jetzt kommt meine Frage erst mal: Wer hat denn Gott informiert, dass er so etwas tun konnte? Wo hat er die Information her? Das ist doch ganz einfach. Stellen Sie sich vor, da ist ein Übergott oder Übersender, und der hat ihn informiert, und da weiß er das. Er muss ja nur so viel Information haben, um die DNS-Moleküle und all das programmieren zu können. Aber jetzt kommt ja die Frage: Wo hat denn der Übergott die Information her? Na ja, von einem Übergott. Ja, aber wo hat der die Informationen her? Von einem Über-, Über-, Übergott. Und jetzt merken wir schon, worauf das hinausläuft. Das läuft darauf hinaus, dass wir unendlich viele Götter brauchen, sonst funktioniert das nicht. Die brauchen wir unbedingt, unendlich viele.
Jetzt wollen wir mal ganz kurz innehalten und überlegen: Was kann man von dem letzten Gott in der Reihe sagen? Weil unendlich darf man das nicht so ausdrücken, aber wir tun das einfach mal wegen der Vorstellung. Was können wir von dem letzten Gott sagen in dieser Reihe? Nun, das wissen wir noch nicht. Der muss alles wissen. Der muss allwissend sein, der muss alles wissen, denn er ist ja der Allerhöchste, danach kommt keiner mehr. Und bei jeder Stufe war immer ein bisschen mehr Wissen da. Also wenn wir das immer aufschaukeln, mehr, mehr, mehr, kommen wir additiv auf unendlich. Also können wir ganz eindeutig sagen: Der Letzte muss endlich in seinem Wissen sein.
Das wollen wir mal ganz kurz überlegen, was das bedeutet. Der muss wissen, wie viele Schneeflocken auf dem Himalaya jetzt liegen. Der muss wissen, wie jede einzelne Schneeflocke aussieht, denn sie sind ja nicht alle gleich. Der muss wissen, wie die Sandkörner an der Nordsee sind. Der muss wissen, wie unsere Billionen Zellen unseres Körpers im Augenblick funktionieren. Er muss alles wissen. Es gibt keine Frage, auf die er antworten müsste: Das weiß ich nicht, das geht nicht. Er muss alles wissen.
Das heißt: In der Wissenschaft macht man es immer so, wenn man ein kompliziertes System hat, das logisch vereinfacht werden kann, dann tut man das. Dieses System ist logisch dadurch zu vereinfachen, dass man sagt: Na ja, man muss ja nicht unendlich viele Götter haben, wir können auch ansetzen, dass es überhaupt nur ein Gott ist. Aber was könnte man dann sagen, wenn es nur ein Gott ist? Dann muss dieser eine allwissend sein. Wie diese einfache Variante entschließen, sollten wir uns zunächst einmal wissen können, ob genau ein Gott oder ein Plan, ein Wissen sein. Das haben wir uns geführt, und es werden nicht ohne die selbsten Informationen angewandt, denn man überwacht sie will so, wie es herrscht. So werden die Menschen der Wissens und die Fragen der Länder aus zwei Wissen sein, das heißt unendliche Wichtigkeit und Information.
Man muss doch inzwischen sein Leben und sein Leben irgendwann auswendig wissen. Alles, was wir je getan haben, von Kindheit an, alles weiß er, von der ersten Zelle angefangen, und als wir geboren wurden, alles, unser ganzes Leben ist bei ihm gegenwärtig. Nicht nur bei mir, bei jedem einzelnen Menschen auf der ganzen Erde, alles muss er wissen, alles. Es gibt keine Frage, auf die er antworten müsste: Das weiß ich nicht.
Eine sehr wichtige Sache, die wir herausgefunden haben, über diesen Sender: Er muss weiterhin auch allmächtig sein, wie es hier steht. Warum? Weil der Sender die Informationen in die DNS-Moleküle geschrieben und die Biomaschinen konstruiert haben muss, die zum Verschlüsseln und Dekodieren der Informationen und zur Synthese aller erforderlichen Stoffe erforderlich sind, und alle Konzepte in den ursprünglichen Lebensformen konstruiert haben muss. Wir können schließen: Der Sender muss sehr zielbewusst und extrem mächtig sein. Extrem mächtig, sonst kann er das nicht machen. Wenn er auch noch die Sterne gemacht hat, alles extrem mächtig.
Aber jetzt wollen wir fragen: Wie extrem? Jetzt können wir das ganze Spiel noch einmal durchspielen, wie bei der Information. Dann hat er die Macht, nicht wahr, der das ausgeführt hat, hat die Macht von einem, der mehr Macht hat, der hat ihm die Macht dazu gegeben. Und wo hat der die Macht, der? Von einem Überübergott wieder und so weiter. Und da machen wir es genauso wieder von der Logik: Da ist nur ein einziger, aber dann muss dieser eine unbedingt allmächtig sein. Wir sehen also: Aufgrund der Information in den DNS-Molekülen kann man schließen, dass der Urheber dieser DNS-Moleküle allmächtig sein muss, muss sein.
Jetzt machen wir weiter, wir haben schon einiges herausgefunden. Wir können jetzt sagen: Der Sender Nummer drei muss allmächtig sein. Das habe ich schon Nummer vier auch hingeschrieben.
Der Sender muss ewig sein. Wer einmal im Neuen Testament liest, da steht in Römer 1 geschrieben, dass man aus den Werken der Schöpfung die ewige Kraft Gottes erkennen kann. Ich habe, muss ich sagen, jahrelang darüber getüftelt, wie man das aus den Werken erkennen kann. Warum muss der Schöpfer ewig sein? Warum? Das konnte ich nie einsehen. Ich habe auch alle möglichen Kommentare gelesen, und kein Kommentator hat dazu etwas gesagt. Jetzt weiß ich es. Jetzt kann ich es preisgeben, das Geheimnis.
Warum muss er ewig sein? Nun, wenn dieser Schöpfer, wie wir eben herausgefunden haben, dieser Sender unendlich sein muss in seiner Intelligenz und in seinem Wissen, dann wollen wir überlegen: Was muss er wissen? Er muss alles wissen, was heute ist. Er muss aber auch wissen, was gestern war, vor zehn Jahren, vor hundert Jahren, vor tausend Jahren, muss er genauso wissen, alles bis in alle Ewigkeit zurück. Und nach vorne, wie sieht es da aus? Er muss auch wissen, was morgen ist. Er muss wissen, was übermorgen ist, was in zehn Jahren ist, in hundert Jahren. Er muss alle Bereiche abdecken, es darf für ihn keine Frage geben, die er nicht kennt.
Das fällt uns jetzt ungeheuer schwer zu denken, deswegen will ich das mal erklären. Stellen wir uns einmal vor, meine Frau schickt mich morgen früh in den Bäckerladen, ich soll Brötchen holen, und sie sagt: Bring mal fünf Brötchen mit. Ich sage: Gut, mache ich. Jetzt komme ich da in den Laden, und jetzt sehe ich da alle möglichen Brötchen, Mohnbrötchen und Mehrkornbrötchen und mit Sonnenblumenkern und was weiß ich alles. Ja, was mache ich jetzt, ich Amateur? Und jetzt hilft mir die Verkäuferin, und die sagt: Ach, hier im Dreier angemessen, drei Stück, heute sind billiger, wenn man drei nimmt, von den Mohnbrötchen. Ich sage: Als Ostpreuße esse ich gerne Mohn, also her damit, drei Mohnbrötchen. Und dann nehme ich noch ein normales und noch eins mit Sonnenblumenkern. Und so kommt die Entscheidung zustande.
Jetzt kommt meine Frage: Weiß dieser Sender heute schon, wie ich morgen Brötchen kaufe? Ja, natürlich, er muss es wissen, er muss es wissen, wenn er alles weiß. Er muss auch die Zukunft wissen, ganz eindeutig. Aber jetzt habe ich doch ein Problem. Ich habe doch einen ganz freien Willen, ich kann doch entscheiden, sogar mit Hilfe der Verkäuferin entscheide ich das da. Und so merken wir: Jetzt kommen wir in eine Denkschwierigkeit, wo unser Gehirn nicht mehr mitspielt. Wir kommen an eine Denkgrenze, die wir nicht übersteigen können, nämlich wir können nicht denken, dass man in Zukunft alles weiß und das kombiniert mit einem freien Willen. Das kriegen wir nicht zusammen. Ja, das ist schwer zu packen. Aber es ist so, wir haben es ja eben so gesehen.
Er muss wissen, wie mein Brötchenverkauf ist, obwohl der Sender, dieser Gott, nicht neben mir steht im Laden und sagt: So, jetzt nimmst du die Brötchen, jetzt nimmst du noch die. Ich bin völlig frei, kann völlig frei entscheiden. Und das ist sehr wichtig für uns Menschen. Wir Menschen können ganz frei entscheiden, wie wir uns zu diesem Gott positionieren wollen. Die Entscheidung ist ganz frei. Und doch weiß Gott schon heute, wie diese Entscheidung ausgehen wird. Er weiß ganz genau, er weiß ganz genau heute schon, wer und wie viele einmal im Himmel sein werden und ob wir dabei sind oder nicht, weiß er ganz genau. Und doch hat er uns den freien Willen gegeben, wir werden überhaupt nicht gezwungen, wir dürfen uns entscheiden.
Es ist eine ganz schwierige Sache, die wir nicht voneinander kriegen. Deswegen steht auch in der Bibel im Buch der Zukunft, der Offenbarung, stehen viele Dinge geschrieben, grammatisch in einer Weise, dass da von der Vergangenheit schon die Rede ist. Das ist bei dem Schöpfer schon alles erledigt. Er ist ja nicht abhängig von Zukunft und Gegenwart und Vergangenheit, bei ihm gibt es das nicht. Er überblickt die gesamte Zeitachse mit einem Blick, und darum kann er so sagen und so tun, als wäre das längst schon geschehen.
Wichtiger Punkt. Also haben wir herausgefunden: Punkt vier, er muss auch ewig sein.
Noch etwas können wir sagen: Weil Information eine nicht materielle Größe ist, kann sie nicht aus einem materiellen Prozess stammen. Wir können darum schließen: Der Sender muss mindestens eine nicht materielle Komponente haben, also Geist. Er muss, er kann nicht nur Materie sein. Wir können also schließen, dass dieser Sender, von dem wir reden, dass er Geist sein muss.
Der Vergleich mit der Bibel
Jetzt haben wir schon verschiedene Dinge herausgefunden, diese fünf Punkte, die da unten stehen. Und jetzt können wir zum ersten Mal den Vergleich zur Bibel ziehen. Jetzt kommt etwas Erstaunliches, denn das, was wir mithilfe der Naturgesetze über Information herausgefunden haben, steht exakt auch so in der Bibel.
Da steht nämlich erstens: Es muss ein Sender sein. Im Psalm 14 lesen wir: Die Toren sprechen: Es ist kein Gott. Wie kann man so dumm sein, sagt die Bibel. Das ist doch so eindeutig, so klar. Das ist Dummheit, Torheit.
Zweitens: Der Sender muss allwissend sein. Johannes 16,30: Nun wissen wir, dass du alle Dinge weißt, alles ohne Ausnahme.
Nummer drei: Der Sender muss allmächtig sein. Da lesen wir in Offenbarung 1,8: Ich bin das A und das O, der da ist und der da war und der da kommt, der Allmächtige.
Nummer vier: Der Sender muss ewig sein. Ehe denn die Berge wurden usw.: Bist du Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Da haben wir es.
Und Nummer fünf: Der Sender muss eine nicht materielle Komponente haben. In Johannes 4,24 lesen wir: Gott ist Geist. Das stimmt also wunderbar überein.
Das ist sehr wichtig, in unserem 21. Jahrhundert zu wissen, dass die Bibel das hochaktuellste Buch der Weltgeschichte ist und allen modernen Erkenntnissen zusammenpasst, soweit sie richtig sind. Denn die Bibel ist das Buch der Wahrheit. Das Falsche werden wir in der Bibel nicht finden, das Wahre finden wir.
Wer der Schöpfer ist und was das für den Menschen bedeutet
Jetzt haben wir schon etliches über den Schöpfer gesagt. Das war unser roter Kasten: Wer ist der Schöpfer? Jetzt wollen wir wissen: Wer ist denn nun der Schöpfer? Wenn wir noch mehr über ihn wissen wollen, also dass er allmächtig und ewig ist, wie wir herausgefunden haben, dann können wir das mit Hilfe der Naturgesetze der Information nicht herausfinden. Wir kommen an eine wissenschaftliche Grenze, die wir nicht übersteigen können.
Aber die Bibel geht darüber hinaus, und sie gibt uns die Antwort. Sie sagt uns in Johannes 1,1: Am Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Und es ist alles durch das Wort gemacht, und davon ist nichts ausgenommen. Wenn wir weiterlesen im Johannesevangelium, dann sehen wir: Dieses Wort ist eine Person, es ist Jesus Christus. Also all das, was wir vorhin über den Sender gesagt haben, das alles können wir auch auf Jesus beziehen. Er ist allwissend, er ist allmächtig, er ist ewig.
Nummer fünf: Weil Information eine fundamentale, nicht materielle Größe ist, die nicht von einem materiellen Prozess stammen kann, der Mensch aber in der Lage ist, Information zu erzeugen, können wir was sagen? Der Mensch muss eine nicht materielle Komponente haben, nämlich Seele und Geist, wie es die Bibel nennt. Das heißt: Der Materialismus, die Philosophie des Materialismus, ist damit wissenschaftlich tot. Das ist nicht einfach eine Sache, bei der man sagt: Na ja, ich bin halt der Meinung, ich kann das ja immer so annehmen oder so. Es muss gesagt werden: Der Materialismus ist eine philosophische Idee, die zutiefst falsch ist. Wir haben sie mit Hilfe von Naturgesetzen widerlegt. Da muss man nicht dicke Bücher schreiben und lange widerlegen, sondern das ist dann einfach klar. Man muss immer sehen, wie man den Urknall widerlegt. Mit Naturgesetzen geht das ganz schnell und einfach.
Weil Information eine nicht materielle Größe ist, das wissen wir ja, können wir schließen, dass die Behauptung, das Universum sei nur aus Materie und Energie entstanden, falsch ist. In jedem Buch, in dem über Evolution geschrieben steht, wird gesagt, dass das Universum einen Anfang gehabt hat aus Masse und Energie. Was anderes gab es nicht. Und daraus ist alles entstanden, was wir heute sehen. Nun sehen wir aber in dieser Welt sehr viel Information, und die Frage ist: Wo kommt die Information her, wenn Information eine nicht materielle Größe ist, die nicht aus Materie und Energie stammen kann? Dann bleibt nur eine Schlussfolgerung übrig: Dieses Konzept des Urknalls ist falsch. So einfach geht das. Ein Naturgesetz sagt: Nein, geht nicht.
Jetzt kommen wir noch zu Nummer sieben. Weil auch die biologische Information nur von einem intelligenten Sender kommen kann und weil alle Theorien der chemischen und biologischen Evolution verlangen, dass Information von allein aus Masse und Materie entstanden sein muss, also ohne Sender, können wir schliessen, dass alle Theorien oder Konzepte der chemischen und biologischen Evolution falsch sein müssen. Ja, unbedingt. Alles falsch. Wir können Tausende von Schulbüchern verbrennen. Nicht weil wir Spaß an Flammen haben, sondern weil sie falsch sind und weil wir die Jugend falsch informieren. Das ist der Grund. Die Evolution kann niemals funktionieren, also schon vom Ansatz her nicht, das geht nicht, weil die Information nicht entstehen kann.
Grenzen biologischer Veränderung und die Frage nach dem Ursprung
Jetzt muss ich auf einen Punkt, auf eine Unterscheidung hinweisen, die sehr wichtig ist. Wir beobachten bei den biologischen Systemen, dass sie nicht starr sind, sondern dass sie eine gewisse Flexibilität haben und Veränderungen aufweisen. Und diese Veränderungen sind möglich durch die Umwelt, durch mancherlei Einflüsse. Das gibt es.
Es gibt Selektion. Wir kennen diesen Birkenspanner, den schwarzen und den weißen. Die gab es aber vorher schon. Als dann die Industrie aufkam und die Birken immer dunkler wurden, dann wurden von den Vögeln natürlich vorwiegend die weißen gesehen, dann wurden sie aufgefressen. Das ist Selektion. Aber durch diesen Prozess der Selektion sind keine neuen Birkenspanner entstanden. Die waren vorher da, nur die einen wurden mehr gefressen als die anderen.
Wir sehen diese Prozesse, die gibt es. Aber dadurch kann keine Information entstehen, und schon gar kein Leben. Das sind also unmögliche Prozesse. Die Veränderungen, die wir manchmal bei den Lebewesen finden, sie sind vom Schöpfer so gewollt, auch um sich anpassen zu können. Das ist notwendig.
Ich will mal so sagen: Das Lebensprogramm, das der Schöpfer in seiner Allwissenheit geschaffen hat, weil er auch wusste, welche Veränderungen es auf dieser Erde geben wird, hat er so gestaltet, dass sie sich auch anpassen können an bestimmte neue Bedingungen. Diese Bedingungen sind aber vorprogrammiert. Das soll heißen: Wie bei einem Programm, das ständig mit einem bestimmten Datensatz durchläuft, wird das Programm immer in ganz bestimmter Weise durchlaufen. Und bestimmte Verzweigungen kommen nie vor.
Wenn aber die Datensätze sich ändern, völlig andere Werte, dann werden auch andere Teile des Programms durchlaufen. Und da haben wir ein Beispiel dafür, wie es bei den Lebewesen auch ist, dass also solche Veränderungen möglich sind, aber immer nur innerhalb einer Art. Und es hat absolut nichts zu tun mit Evolution.
Dieser Evolutionsprozess von der Urzelle zu Menschen hin und diese Aufspaltung in alle möglichen Tierarten ist ein unmöglicher Prozess. Das müssen wir festhalten: Das ist wissenschaftlich gar nicht möglich.
Die Herausforderung ist: Wenn jemand mit den genannten Naturgesetzen und Schlussfolgerungen nicht einverstanden ist, muss er die Sätze falsifizieren, indem er nachweist, wie neue Information in rein materiellen Prozessen entsteht. Das ist auch wissenschaftlich korrekt, dass man sagt: Bitte schön, ich stelle das zur Debatte. Und ich kann angeben, wie ein Prozess, eine Aussage falsifiziert werden kann.
Die Naturgesetze über Information haben die Annahme des wissenschaftlichen Materialismus und die Theorien der chemischen und biologischen Evolution widerlegt und die Existenz eines ewigen, allwissenden, allmächtigen Urhebers bestätigt. Alle Philosophien oder Theorien, die auf der Annahme des wissenschaftlichen Materialismus einschließlich der chemischen und biologischen Evolution beruhen, sind durch die Naturgesetze der Information widerlegt. Das ist eindeutig.
Ein biblisches Beispiel für Erkenntnis und Entscheidung
Jetzt müssen wir noch etwas sagen. Wenn dieses Konzept der Information richtig ist, dann müsste das eigentlich in der Bibel stehen. Denn alles, was wahr ist, werden wir in irgendeiner Weise auch in der Bibel vorfinden.
Es kann sein, dass das Konzept der Information auch schon in der Bibel erwähnt ist. Nun, dazu kann man sagen: Ja, natürlich, nur mit anderen Begriffen. Die Bibel drückt das anders aus. Die Bibel ist ja vor ein paar tausend Jahren geschrieben worden, und da gab es ja noch nicht die Wörter Apobetik und Semantik und was weiß ich alles. Aber die Bibel drückt den Sachverhalt aus.
Und da schauen wir uns mal ein Beispiel an, und zwar den Finanzminister von Äthiopien. Der war auf der Suche nach Gott, und vielleicht sind wir das heute Abend auch. Dann haben wir ein gutes Beispiel. Dieser Finanzminister wusste: Gott kann man in Jerusalem finden. Und so reiste er mit einer Karawane dorthin. Er suchte Jerusalem ab, ob irgendjemand da ist, der Gott kennt, und er fand keinen. Die waren zwar superfromm, die hatten also so Gürtel um mit Kugeln dran, haben die durchgebetet, die haben gebetet wie die Weltmeister. Aber er guckt immer in die Gesichter rein und hat gesagt: Das kann nicht sein, das sind nicht Leute, die Gott kennen, auf keinen Fall.
Und dann war er geneigt, nach Hause zu reisen. Aber der hatte ja die Taschen voller Geld, wie das so bei Finanzministern ist. Und dann ging er und kaufte sich eine Buchrolle. Er wusste nicht, was das war, aber Hebräisch hat er mal in der Schule gehabt, und so hat er gelesen. Und zwar auf der Rückfahrt, schon in der Wüste, fängt er an zu lesen. Und er hat gerade die Stelle aus dem Jesajabuch, er hatte ja die Rolle gekauft, des Jesaja. Und dann liest er mal: Er trug unsere Schuld, er trug unsere Krankheit, er, er, er liest er laut auf dem Wagen.
Ich war in der Wüste, waren ja nur noch die Füchse und die Schlangen, auf einmal ist da ein Mann da mit Namen Philippus. Und er geht hin zu ihm an den Wagen und sagt: Sag mal, verstehst du überhaupt, was du liest? Nun wissen wir, Finanzminister, das sind ehrliche Leute. Da sagt er: Wie kann ich, wenn mich nicht jemand anleitet, ne?
Und das tat dieser Mann. Dieser Philippus leitete ihn an und sagte: Weißt du, von dem, wo du da gerade liest, das ist Jesus. Der wurde jetzt an ein Kreuz genagelt und starb für uns Menschen. Da sagt der Finanzminister gleich: Stopp, stopp, stopp, du lügst, kann nicht sein. Dieses Buch holte ein Zertifikat aus der Tasche und sagte: Über siebenhundert Jahre alt. Und jetzt sagst du mir, das soll jetzt gewesen sein? Das stimmt nicht.
Doch, sagt er. Dieser Gott ist allwissend, und darum konnte er schon vor siebenhundert Jahren genau sagen, was einmal sein wird. Und das, was er versprochen hat, dass der Retter kommen wird, der ist gekommen. Du siehst, das passt gut zusammen. Und dieser Mann war Jesus, und dieser Jesus war der Sohn Gottes. Er ist allmächtig, und doch war er hier bei uns und hat sich an ein Kreuz schlagen lassen und verblutete wegen unserer Sünden.
Wer war das denn? Es war der Schöpfer selbst, in Person, nicht irgendeiner, den sie da gefasst hatten. Der hätte in dem Augenblick mit dem Hauch seines Mundes diese ganze Meute wegwischen können, war gar keine Frage. Er tat es nicht, er hielt durch. Und damit war die Sünde bezahlt, die wir uns alle eingehandelt haben, und damit auch den ewigen Tod. Das hat er ihm alles erklärt in der Wüste.
Der macht Augen und Ohren, nicht wahr? Der Finanzminister hat noch nie so etwas gehört, und dann auf einmal sagt dieser Finanzminister: Jetzt glaube ich auch, dass Jesus Gottes Sohn ist. Und dort in der Wüste, was selten vorkommt, aber da war gerade eine Wasserstelle, und da ließ er sich auf den Namen des Herrn Jesus taufen.
Und dann heißt es von ihm in der Geschichte: Und er zog seine Straße fröhlich. Eine tolle Geschichte. Dieser Mann war ein Mann des Frohsinns, der suchte nicht irgendeinen Glauben, nicht wahr, mit so zerknitterten Gesichtern. Es war ein fröhlicher Mensch, und jetzt hatte er erkannt: Nachdem er Jesus gefunden hatte, jetzt kann ich wirklich froh sein.
Diese Bezeichnung, die da am Ende steht, der zog fröhlich seine Straße, drückt ja etwas ganz Wesentliches aus. Das drückt ja aus, dass er an diesem Tag in der Wüste den Herrn Jesus gefunden hatte und damit den Himmel gefunden hatte.
Die entscheidende Einladung
Jetzt kann man an dieser Geschichte etwas ganz Großartiges lernen. Dort in der Wüste hat der Finanzminister den Schöpfer kennengelernt, über den wir so lange geredet haben. Den hat er kennengelernt. Hat er ihn gesehen? Nein, aber aus der Bibel, aus der Schrift, hat er erkannt, wer er ist, und hat sein Leben zu ihm hingewandt. Er hat gesagt: An ihn glaube ich. Er ist auch jetzt mein Herr, ihm will ich folgen. Das habe ich verstanden.
Meine Frage ist: Wie lange hat dieser Mann gebraucht, um eine Entscheidung für Jesus treffen zu können? Wie lange? Sieben Wochen? Zwanzig Monate? Ja, vielleicht eine Viertelstunde, vielleicht eine halbe Stunde. Ich kann mir vorstellen, Finanzminister haben viele Fragen. Der hat noch einige Fragen gestellt, das hat vielleicht eine Stunde gedauert. Aber länger nicht. Da hat er verstanden, wer das ist, und hat eine Entscheidung getroffen, dass er dem Schöpfer folgen will.
Und der Finanzminister hat ihm sicher auch gesagt, dass Jesus die Tür zum Himmel ist. Ohne Jesus kommt niemand in den Himmel, das ist der einzige Weg. Das steht deutlich geschrieben. Dieser eine Jesus steht vor uns und will unser Retter sein. Und er fragt auch uns, die wir heute hier sind, jeden einzelnen von uns: Willst du mir auch folgen, um einmal im Himmel zu sein? Willst du? Das ist eine Frage, die er uns stellt.
Ich schließe keinen Vortrag ab, ohne das jemals zu sagen, weil mir das ganz wichtig ist. Denn was hilft es, wenn man den Menschen alles Mögliche sagt, aber die entscheidende Frage, um die es wirklich geht, eine ganze Ewigkeit lang, wenn wir das Thema nicht anschneiden? Und das passt immer zusammen, wie wir merken. Es ist dieselbe Person, von der wir geredet haben. Um diesen Jesus geht es, und von ihm hängt alles ab, unsere ganze Ewigkeit.
Von unserer Position zu Jesus hängt es ab, ob wir einmal in der Ewigkeit im Himmel sein werden oder in der Hölle. Es gibt nichts dazwischen, es gibt nur die beiden Orte, das sagt uns die Bibel eindeutig. Ich gebe dir eine Empfehlung: Aufbruch zum Himmel, wohin denn sonst? Ich habe doch keine Lust, eine Ewigkeit im Leid zu sitzen, in den Flammen zu brennen und was da alles gibt. Schrecklich ist das. Da kann man doch nur diesen einen Weg einschlagen und sagen: Dieser Herr liebt mich, und er hat etwas für mich bereitet, was kein Auge gesehen hat und kein Ohr gehört hat, was nie ein Mensch an Freude empfunden hat. Das hat er bereitet für uns im Himmel.
Wir sind Geladene. Wir sind Geladene des Himmels. Wir sind Geladene dieses Schöpfers. Wir sind Geladene dessen, der sagt: Ich bin die Ewigkeit, ich bin der Weg zum Himmel.
Das erlebe ich immer wieder auch unterwegs, wie Menschen, die zum ersten Mal das hören, den Herrn Jesus annehmen. Ich hielt neulich einen Vortrag, da blieben ein paar Leute zurück, und dann sagte eine Frau, die noch da stand: Sagen Sie mal, mich interessiert mal, wie sind Sie eigentlich hierher gekommen heute? Und da sagt sie: Ich bin heute Morgen mit meinem Hund spazieren gegangen, das ist fünfzig Kilometer weiter. Und dann kommt auf einmal eine andere Frau mir entgegen, hat auch einen Hund. Na ja, die Hunde bellen, und dann kommen wir ins Gespräch.
Und da erzählt die andere Frau mir, wir kamen ganz schnell zum Thema des Sinnes des Lebens. Oh, sagt sie, das interessiert mich auch. Na ja, sagt die andere Frau, wenn wir fünfzig Kilometer weiter fahren, da spricht heute Abend jemand über den Sinn des Lebens. Kommen Sie doch mit. Da kam sie mit, hörte das und entschied sich an diesem Abend zur Nachfolge Jesu. Ein Hund war sozusagen der Auslöser für die Ewigkeit.
Ist doch ganz egal, was der Auslöser ist. Es gibt Tausende von Auslösern, wie das sein kann, das ist bei jedem sowieso anders. Wie auch immer der Grund ist, wie wir heute hierher gekommen sind, Jesus hat nur einen einzigen Wunsch: dass wir uns heute auf den Weg machen zu ihm hin. Das ist der einzige Wunsch, den er hat, damit wir ja nicht verloren gehen. Das wäre tragisch.
Und darum biete ich an, auch heute: Ich werde gleich runtergehen, dort unten in den Jugendraum, einen Treppen tiefer. Da kann jemand sagen, wo das ist. Und da erwarte ich jeden, der sagt: Ich will mich genauso wie der Finanzminister auf den Weg machen, und ich möchte diesen Schöpfer persönlich kennenlernen. Es ist ja mein Schöpfer, es ist ja der Schöpfer, der verantwortlich dafür ist, dass meine Zellen überhaupt funktionieren. Ohne diesen Schöpfer könnte ich nichts sehen und nichts hören, er hätte ja alles gemacht. Den will ich kennenlernen. Und weil er der Urheber ist, hat er auch ein Anrecht darauf, dass wir ihm folgen.
Und darum wollen wir uns auf den Weg machen, heute zu ihm hin, damit wir ewiges Leben haben. Und wir haben gesehen an den Beispielen, das kann man an einem Tag gewinnen. Das ist möglich. Das liegt daran, dass das göttlich ist. Wenn wir Menschen das erfunden hätten, dann würde das keiner machen können. Das wäre so kompliziert, das wäre so ungefähr wie die EG-Verordnungen, die kein Mensch mehr versteht, was da alles noch gibt. Das wäre alles sehr kompliziert.
Aber weil das göttlich ist, ist das so, dass man das an einem Abend erklären kann. Ich werde gleich dort runtergehen, werde meine Bibel mitnehmen, und wer dort hinkommt, dem werde ich erklären, wie der Weg geht. So einfach ist das. Wir müssen nur noch eines tun, wie beim Brötchenkauf: Ich muss den Willen dazu haben, das zu tun. Wer es nicht will, der wird es nicht kriegen.

