Diotrephes - Ich hab hier das Sagen!
3. Johannes 1,5-1007.04.2008
Serie•Teil 6 / 9Männer...
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Einleitung und biblischer Rahmen
Bad Boys, die Letzte. Wir haben die Reihe im Alten Testament angefangen, ziemlich am Anfang der Bibel, mit Kain, und wir schließen jetzt ziemlich am Ende der Bibel im dritten Johannesbrief mit einem Herrn, ich weiß nicht, wer das war. Ich glaube, Larry war das, der sagte: Namen habe ich noch nie gehört. Irgendwie so sinngemäß.
Ist auch nicht so dramatisch. Er taucht auch jetzt nicht so furchtbar oft auf, und da, wo er auftaucht, möchte man ihn schnell wieder vergessen und betet inständig dafür, dass man so einen Kerl nie in die Gemeinde kriegt: Diotrephes. Und wir finden ihn im dritten Johannesbrief.
Den wollen wir mal gemeinsam aufschlagen, wer keine Bibel hat. Holger hat hier vorne einen ganzen Stapel, der wird gerne verteilt. Da hinten geht eine Hand hoch.
Der dritte Johannesbrief, nicht zu verwechseln mit dem Johannesevangelium, also nicht Johannesevangelium, drittes Kapitel, sondern tatsächlich der dritte Johannesbrief, findet sich kurz vor der Offenbarung. Dritter Johannes, ein ganz kurzer Brief. Und ich lese dort etwa ab Vers 3.
Da schreibt Johannes dem Gaius, das ist ein lieber Freund:
Denn ich habe mich sehr gefreut, als Brüder kamen und für deine Wahrheit Zeugnis gaben, wie du in der Wahrheit wandelst. Eine größere Freude habe ich nicht als dies, dass ich höre, dass meine Kinder, gemeint sind geistliche Kinder, in der Wahrheit wandeln. Geliebter, treu tust du, was du an den Brüdern und zwar an Fremden getan hast. Sie haben vor der Gemeinde von deiner Liebe Zeugnis gegeben, und du wirst wohltun, wenn du sie zur Reise ausstattest, wie es gotteswürdig ist. Denn für den Namen sind sie hinausgegangen, und sie nehmen nichts von den Heiden. Wir nun sind schuldig, solche aufzunehmen, damit wir Mitarbeiter der Wahrheit werden.
Ein freundliches Vorbild und ein störender Gegenpol
Johannes schreibt an Gaius, einen lieben Freund. Wenn hier „Geliebter“ steht, würde man heute vielleicht sagen: guter Freund. Zwischen den beiden besteht eine sehr herzliche Verbindung.
Johannes ist begeistert von der Liebe, die Gaius für, wie wir heute sagen würden, Missionare oder Evangelisten hat. Gaius hat sich um sie gekümmert, sie aufgenommen, sie wahrscheinlich beherbergt und sie für das ausgestattet, was sie brauchten, für die nächste Reiseetappe. Diese Selbstverständlichkeit, mit der Gaius sich an solchen Aufgaben beteiligt und sich einfach darum kümmert, dass es diesen Leuten gut geht und dass die Evangelisation weitergeht, begeistert Johannes. Darüber freut er sich.
Aber das begeistert nicht jeden. Deshalb lesen wir die Verse neun und zehn:
Ich habe der Gemeinde etwas geschrieben, aber Diotrephes, der gern unter ihnen der Erste sein will, nimmt uns nicht an. Deshalb will ich, wenn ich komme, seine Werke in Erinnerung bringen, die er tut, indem er mit bösen Worten gegen uns schwatzt. Und sich hiermit nicht begnügend, nimmt er selbst die Brüder nicht an, und wehrt auch denen, die es wollen, und stößt sie aus der Gemeinde.
Das ist also unser Kandidat für den Bad Boy heute: Diotrephes. Jemand, der in der Gemeinde der Erste sein möchte, der schlecht über den Apostel Johannes und seine Mitarbeiter redet, der die Boten von Johannes nicht aufnimmt. Das heißt: Er lässt ihre Botschaft, das, was Johannes geschrieben hat, nicht ausrichten, unterstützt sie nicht und gewährt ihnen keine Gastfreundschaft. Und dann schmeißt er auch noch die Gemeindeglieder hinaus, die sagen: Das geht doch so nicht, wir wollen aber helfen.
Was für ein richtig attraktiver Charakter. Da würde ich sagen: Wenn du den in der Gemeinde hast, viel Spaß!
Weil er so handelt, heißt die Predigt heute auch: Diotrephes, ich habe hier das Sagen.
Ich möchte mit euch drei Fragen durchgehen. Erstens: Ist es eigentlich falsch, der Erste sein zu wollen? Ist das grundsätzlich falsch? Die zweite Frage: Was charakterisiert eigentlich Machtmenschen? Und die dritte Frage: Wie soll man mit Machtmenschen umgehen? Was gibt es da für Hilfsmittel?
Leitungsverantwortung und geistliche Begabung
Erste Frage: Ist es falsch, der Erste sein zu wollen? Die Antwort lautet: Nein.
Das wird vielleicht ein bisschen verblüffen, aber von der Bibel her ist es nicht falsch zu sagen: Ich möchte in der Gemeinde gerne eine Leitungsaufgabe übernehmen. Ob das immer gleich heißt, der Erste und Einzige an dieser Stelle zu sein, das hängt ein bisschen vom Aufgabenbereich ab.
Wenn ich über Ältestenschaft rede, denke ich, haben wir es immer mit einem Leitungsteam zu tun. Ich kann aber auch eine Kleingruppe nehmen und sagen: Bei einer Kleingruppe kann es auch mal anders sein. Wir haben eine Kleingruppe, in der Jürgen jetzt Leiter ist. Da haben wir im Moment nur einen Leiter, und das geht auch.
Es ist also nicht wirklich falsch zu sagen: Ja, ich möchte gerne in der Gemeinde leiten, ich möchte Leitungsaufgaben übernehmen. Woran liegt das? Im günstigsten Fall daran, dass Gott mich dazu begabt hat.
In 1. Petrus 4,10 heißt es: Wie jeder eine Gnadengabe empfangen hat von Gott, so dient damit einander. Das ist die Aufforderung: Wenn du von Gott begabt bist, dann lass dich bitte auch gemäß deiner Gabe gebrauchen.
Und eine der Gaben, die Gott gibt, findet sich in 1. Korinther 12,28 oder Römer 12,8. Eine dieser Gaben heißt Leitung. Das kommt so ein Stückchen von dem Wort für Steuermann. Also: Wenn du merkst, ich habe den Eindruck, dass Gott mich begabt hat zu leiten, dann ist es deine Aufgabe, das auch zu tun.
Woran geistliche Leitung erkennbar wird
Mich hat mal jemand gefragt: Woran erkennt man eigentlich einen Leiter? Und das ist ganz einfach: Einen Leiter erkennt man daran, dass du hinter ihn schaust.
Also, wenn jemand hinter einem herläuft, wenn jemand es einfach schafft, dass Leute ihn als Vorbild akzeptieren und sagen: Hey, super, so wie du auch, ich bin dein Fan, dann muss dieser Mensch darüber nachdenken, ob er so eine Leitungsgabe hat. Denn er überzeugt durch sein Wesen an sich.
Mir ist das irgendwann so gegangen. Ich stellte vor etwa zwölf Jahren fest: Egal, in welche Gruppe ich reinkomme, ich muss das gar nicht wollen. Und ich will das oft auch nicht. Ich muss mich auch nicht anstrengen dafür. Aber irgendwann bin ich irgendwo oben in dieser Gruppe. Ich weiß auch nicht warum. Irgendwann kommt der Punkt, an dem alle Leute schauen: Was machst denn du, was soll man jetzt machen?
Das ist mir dann schon manchmal furchtbar peinlich. Aber ich kann auch nichts dagegen. Ich müsste mich komplett verleugnen, wenn ich anders sein wollte. Ich bin einfach nur ich, und irgendwann denken die anderen: Hm, wir machen es mal so, wie Jürgen das sagt.
Und ich stehe immer davor und denke mir: Ja, ich will das gar nicht. Aber es ist auch Quatsch zu sagen: Na ja, ich mache das jetzt nicht. Ich dränge das immer weg. Ich will damit nichts zu tun haben. Denn da, wo Gott begabt, möchte er auch, dass wir seine Gaben ausleben.
Auf der einen Seite gibt Gott, wie er will. Auf der anderen Seite ist es so: Wenn du ein Leitungstyp bist, dann lebt das auch. Und ich rede jetzt nicht gleich über Gemeindeleitung. Das kann in einem x-beliebigen Bereich sein. Wenn du merkst, das fliegt mir irgendwie zu, und ich trage gerne Verantwortung, dann ist das nicht so, dass wir die Gemeinde begabt haben, sondern dass ich gerne auf Menschen achte. Und ich habe den Eindruck, es fällt mir leicht, an der Stelle Verantwortung zu übernehmen. Hey, dann nimm das doch an.
Und wenn du merkst, das ist überhaupt nicht mein Ding, dann ist das auch nicht schlimm. Dann hast du andere Gaben, wo du dienen kannst, wo du dich einbringen kannst, wo du unterstützen kannst.
Drei Grundsätze biblischer Leitung
Denn wenn wir über Leitungstypen nachdenken, und wenn du so einer bist oder wenn wir überlegen, wie Leitung funktioniert, dann sagt uns die Bibel drei Dinge zum Thema Leitung, die wir unbedingt beherzigen müssen.
Das eine ist: Der ultimative Leiter, das ultimative Vorbild zum Thema Leitung, ist Jesus selbst. Und Jesus hat uns vorgemacht, dass Leitung immer Dienen ist. Leitung ist Dienst.
Da ist Jesus mit seinen Jüngern auf dem Weg nach Jerusalem. Jesus möchte dort sterben, und die Jünger Jakobus und Johannes haben also ein ganz tolles Thema auf dem Weg da. Sie überlegen sich: Wenn jetzt Jesus sein Reich aufrichtet, du, wir müssen jetzt schon unsere Posten sichern, damit wir da auch ja was abkriegen. Und dann fragen sie ihn: Sag mal, könntest du uns nicht einen Gefallen tun, Jesus? Einer von uns, Jakobus, möchte zur Rechten sitzen, und Johannes möchte gern zur Linken sitzen in deinem Reich. Also der eine wird Premierminister, der andere Außenminister. Können wir das nicht jetzt schon drehen, diesen Deal, bevor wir ankommen, bevor die anderen auf den Gedanken kommen? Wir hätten jetzt schon gerne die feisten Pöstchen.
Und dann sagt Jesus, Markus Evangelium 10,41-45. Dann sagt Jesus, die anderen sind natürlich sauer. Vers 42: Ihr wisst, dass die, welche als Regenten der Nationen gelten, also die Könige, sie beherrschen und ihre große Gewalt gegen sie üben. So aber ist es unter euch nicht. Sondern wer unter euch groß werden will, soll euer Diener sein, und wer von euch der Erste sein will, soll aller Sklave sein. Denn auch der Sohn des Menschen ist nicht gekommen, um bedient zu werden, sondern um zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld für viele.
Je weiter oben du in einer gemeindlichen Hierarchie stehst, umso mehr sollst du bereit sein, auch zu dienen. Also Leitung in der Gemeinde hat nicht so sehr damit zu tun, dass man ein Recht aufgrund seiner Stellung erwirbt, Befehle zu erteilen oder Aufträge zu geben, sondern Leitung geschieht da, wo Menschen dienen. Und weil sie dienen, werden sie für das, was sie tun, anerkannt.
Deswegen heißt es an anderer Stelle in 1. Thessalonicher 5,12, wo es um die Anerkennung von Führern oder von Leitern in der Gemeinde geht, auch, dass sie anerkannt werden müssen, also nicht gewählt, sondern anerkannt. Da gibt es Leute, die mühen sich schon, und irgendwann stellt man sich die Frage: Der, der sich da müht, sollten wir nicht mal dazu das sagen, was es ist? Der leitet doch schon die ganze Zeit. Man erkennt das Mühen an. Ein Leiter in der Gemeinde ist einer, der arbeitet.
Fleiß, Vorbild und geistliche Glaubwürdigkeit
Und deswegen der zweite Punkt: Leitung hat etwas damit zu tun, dass man fleißig ist. Leitung ist ein mühsames Geschäft. In Römer 12,8 heißt es: Wer vorsteht, mit Fleiß.
Leitung in der Gemeinde ist nicht unbedingt der einfachste und angenehmste Job. Wenn es für einen Ältesten heißt, lehrfähig zu werden, dann kostet dich das viel Zeit. Wenn du verantwortlich bist für Seelen, dann wirst du immer den Eindruck haben: Ich habe nicht genug Zeit. Du wirst immer irgendwie einen Berg an Frust vor dir herschieben.
Und der Clou ist: Wenn du es schaffst, jemandem mit seinen Sorgen und Problemen richtig zu helfen, dann kommt das Problem gar nicht erst raus, und keiner kriegt es mit. Es ist ein grandioser Job, um irgendwo selber ein bisschen frustriert zu sein. Aber das ist Leitung. Das ist ein guter Hirte, dem es nicht zuerst darum geht: Was habe ich davon?, sondern: Wie kann ich anderen dienen?
Und wenn das dann im Verborgenen geschieht, und viel Leitungsarbeit findet im Verborgenen statt, hey, ja gut, dann machen wir das so, dann ist das in Ordnung.
Und der dritte Punkt: Leiter führen ganz wesentlich durch ihr Vorbild. Also: Leiter dienen. Leiter sind bereit, den Preis zu bezahlen, den Fleiß. Und drittens: Sie führen durch ihr Vorbild. Sie sind nicht perfekt. Also erwartet niemals einen perfekten Leiter, den gibt es nicht, nicht hier auf dieser Welt.
Aber es gibt die, zu denen Petrus im 1. Petrusbrief schreiben kann: Hütet die Herde Gottes nicht, als die da herrschen, sondern indem ihr Vorbilder der Herde werdet. Vorbilder.
Ein Leiter überzeugt durch sein Leben. Und ganz nüchtern: Wenn er das nicht mehr tut, dann ist er raus. Brauchen wir gar nicht lange Zettel. Also wenn jemand einfach durch sein Leben nicht mehr überzeugt, dann hat er auch nichts in der Leitungsaufgabe verloren.
Und deswegen stehen die ganzen Kriterien für Älteste und Diakone auch nicht zum Spaß in der Bibel, sondern wirklich, dass man sich hinsetzt und sagt: Die Leute, die bei uns die Dienste tun, machen die das denn?
Das Gegenbild des Machtmenschen
Also, die Frage war: Ist es falsch, der Erste in der Gemeinde zu sein? Ist es falsch, sich zu wünschen, in einer Gemeinde zu leiten? Die Antwort lautet: Nein. Wenn du begabt bist, dann pack an. Aber es ist natürlich völlig falsch, ein Machtmensch zu sein.
Also das, was Diotrephes hier vorlebt, dieses „Ich möchte auch der Erste sein“, das ist schon falsch. Es ist deshalb falsch, weil er eine Art von Leitung darstellt, wie Gott sie überhaupt nicht will.
Und deswegen: Was charakterisiert einen Machtmenschen im Gegensatz zu einem guten, gläubigen Leiter? Denke wieder daran, dass es drei Dinge sind. Lest noch mal 3. Johannes, die Verse 9 bis 11:
Ich habe der Gemeinde etwas geschrieben, sagt Johannes, aber Diotrephes, der gern unter ihnen der Erste sein will, nimmt uns nicht an. Deshalb, wenn ich komme, will ich seine Werke in Erinnerung bringen, die er tut, indem er mit bösen Worten gegen uns schwatzt. Und sich hiermit nicht begnügend, nimmt er selbst die Brüder nicht an und wehrt auch denen, die es wollen, und stößt sie aus der Gemeinde.
Drei Kennzeichen.
Erstens: Machtmenschen reden schlecht über andere. Es ist immer falsch, über Leute schlecht zu reden. In Psalm 15 schreibt David: Erst stellt er eine Frage und sagt: „Herr, wer darf in deinem Zelt weilen, wer darf wohnen auf deinem heiligen Berg? Wer darf Gott ganz nahe kommen?“ Und dann heißt es in Psalm 15, Vers 3: der nicht verleumdet mit seiner Zunge, kein Übeltut seinem Gefährten, keine Schmähung bringt auf seinen Nächsten.
Ganz wichtiger Punkt: Es ist immer falsch, schlecht über andere zu reden. Machtmenschen tun das im Blick auf jeden, der sich ihnen in den Weg stellt. Sie benutzen Tratsch, Verleumdung und Schlechtmachen, um ihre eigene Machtposition abzusichern und auszubauen. Es geht ihnen an dieser Stelle kein Stück um Wahrheit. Es geht ihnen nur darum, dass sie an der Macht bleiben.
Und das ist hier natürlich grotesk. Ich hoffe, ihr empfindet das ein bisschen: Diotrephes, irgendwo ein Nobody in einer Gemeinde in der Provinz, redet schlecht über wen bitte? Über Johannes, den Apostel der ersten Stunde? Da kannst du einfach nur krümeln und sagen: Sag mal, Diotrephes, kriegst du die Relationen eigentlich noch gebacken? Weißt du noch, wer da über wen schlecht redet? Du hast doch die Realität, du hast doch die Größenordnung völlig aus dem Blick verloren.
Aber es ist typisch für Machtmenschen, dass ihnen das einfach egal ist. Sie denken einfach nicht nach. Es geht ihnen nur darum, ihre eigene Position zu sichern, und dann wird jeder runtergeputzt, der sich ihnen in den Weg stellt.
Also, Kennzeichen eins: Sie reden schlecht über andere.
Abwehr von Korrektur und Herrschaft durch Druck
Kennzeichen zwei: Diotrephes lässt die Boten von Johannes nicht zu Wort kommen. Ich denke, er fürchtet, dass das, was Johannes geschrieben hat, ihm schaden könnte, wenn es vorgelesen wird. Deshalb heißt der zweite Punkt: Machtmenschen wollen die Wahrheit über sich selbst nicht hören. Sie wollen nicht, dass irgendjemand neben ihnen Einfluss gewinnt. Sie wollen nicht, dass Gottes Wort in ihr Leben hineinspricht und sie zurechtbringt.
Ich habe das mal für mich so formuliert: Machtmenschen sind beratungsresistent. Das kann richtig sein, aber es macht fast keinen Sinn. Es macht fast keinen Sinn, sie auf ihre Fehler hinzuweisen. Da, wo ich Machtmenschen in Gemeinden erlebt habe, da sage ich: Ja, das stimmt. Sie werden sich mit Händen und Füßen gegen jede Form von Veränderung und Bloßstellung wehren.
Also: Zweites Kennzeichen. Ein Machtmensch lässt Korrektur überhaupt nicht an sich heran.
Drittes Kennzeichen: Das ist dann mehr Vers 10, wo es heißt, dass er die Brüder aus der Gemeinde stößt. Diotrephes ist kein Diener der Gemeinde, sondern ein Herrscher. Und er herrscht hier nicht durch Vorbild, sondern durch Gewalt. Du stellst dich ihm in den Weg, du fliegst raus. Warum? Weil der, der seinen Kurs nicht teilt, in der Gemeinde keinen Platz hat. Die Gemeinde ist nicht Gemeinde Gottes, sondern die Gemeinde ist seine Gemeinde. Und es ist nicht Gott, der das letzte Wort hat, sondern Diotrephes, der das letzte Wort hat und die Richtung vorgibt.
Deshalb sind Machtmenschen auch keine Hirten, sondern Metzger. Machtmenschen suchen nicht das Wohl der Geschwister, sondern sie suchen ihr eigenes. Sie missbrauchen die Gemeinde und Gemeinschaft als eine Bühne, um sich selbst darzustellen, um sich zu profilieren, um ihre Lust auf Anerkennung, Prestige und Autorität auszuleben.
Und das ist das dritte Kennzeichen: Sie herrschen durch Gewalt zu ihrem eigenen Vorteil.
Die Gefahr in der Geschichte der Kirche
Und jetzt können die, die noch nicht so lange in der Gemeinde sind, die Frage stellen: Solche Leute soll es in Gemeinden geben? Das wäre furchtbar!
Und die Antwort lautet: Ja, es gibt solche Typen, und es gibt viel mehr davon, als man denkt. Letztendlich ist die Kirchengeschichte voller solcher Typen. Oder hast du dir mal überlegt, wie es zu Dingen kommt wie den Kreuzzügen, der Inquisition, Hexenverbrennungen, der Verfolgung und Vertreibung von Gläubigen, wo doch in der Bibel auf der einen Seite ganz klar drinsteht: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst?
Das ist ja nicht eine Erfindung des Neuen Testaments. Das steht im Alten Testament, 3. Mose 19, und das findet sich wieder im Neuen Testament, wo Jesus es zitiert: Du sollst deinen Nächsten lieben. Und dann schaue ich mir die Kirchengeschichte an und denke mir: Oh Backe, ja, wie kann das denn sein? Da habe ich das wichtigste Gebot der Nächstenliebe, und dann gibt es durch die Kirchengeschichte Jahrhundert über Jahrhundert über Jahrhundert über Jahrhundert einen Vorfall nach dem anderen, wo du sagst: Haben die ihre Bibel nicht gelesen? Wussten die nicht, was Jesus gesagt hat?
Und die Antwort ist: Na klar wussten die das. Klar. Aber weißt du, wenn du so einen richtigen Machtmenschen vor dir hast, dann hat der nur vor einer einzigen Sache Angst. Es gibt eine Sache, womit du einem Machtmenschen einen unglaublichen Schrecken einjagen kannst: wenn du ihm drohst, seine Macht wegzunehmen. Der Machtmensch hat mehr Angst vor Machtverlust als vor Gott.
Und der Gläubige, das ist gerade andersherum. Der Gläubige liest das Wort Gottes, und er merkt: Wenn ich das Wort Gottes lese, dann begegnet mir Gott, dann begegnet mir eigentlich mein Richter. Johannes 12,48 sagt Jesus, dass die Worte, die er geredet hat, die Menschen einmal richten werden. Und deswegen kommt der Gläubige zu Gott, und die Bibel ist kein Spaßbuch, sondern die richtige Einstellung ist so ein Stückchen heilige Scheu und Ehrfurcht, dem Wort Gottes zu begegnen, weil Gott zu mir spricht.
Es gibt ein Lied: Gottes Blick ruht auf den Armen. Und da heißt es dann ein bisschen weiter unten, dass die Gläubigen noch vor Gottes Wort zittern, der noch zittert vor seinem Wort. Das ist ein Zitat aus Jesaja 66. Und da sagt Gott: Wer sind so die Leute, die mir besonders im Blick sind? Wo schaue ich gern ein zweites Mal hin? Wen habe ich so vor Augen? Da heißt es dann: Aber auf den will ich blicken, auf den Elenden und den, der zerschlagenen Geistes ist und der da zittert vor meinem Wort.
Der Umgang mit Gottes Wort offenbart sehr viel über mein inneres Wesen. Wenn ich dem Wort Gottes begegne, was passiert dann? Begegne ich dann noch Gott? Der Machtmensch tut es nicht, der gläubige Leiter schon.
Das Gegenstück zum Machtmenschen ist ein gläubiger Leiter, der nicht schlecht über Menschen redet, der sich von jedem etwas sagen lässt, der mit der Bibel in der Hand kommt und biblisch argumentiert und dessen Leben eine Segensspur hinterlässt, der man wirklich gerne folgt. Das ist die Idee Gottes.
Der innere Diotrephes und der tägliche Kampf
Wie soll man drittens mit einem Machtmenschen umgehen? Und die Frage ist irgendwie sehr schwer. Ich habe sie trotzdem versucht zu beantworten.
So ein richtiger, echter Machtmensch wird so subtil vorgehen, dass man oft gar nicht mitbekommt, dass er einer ist. Und deshalb denke ich: Diese wirklichen, echten Machtmenschen, Diotrephes-Typen, also der voll ausgewachsene, Vollblut-Diotrephes, wenn der es darauf anlegt, eine Gemeinde zu unterwandern, dann haben wir eigentlich keine Chance.
Aber es gibt ja nicht nur die ausgewachsenen Diotrephes-Typen. Es gibt ja auch die kleinen, die Mini-Diotrephes-Typen. Es gibt auch den Diotrephes in uns. Ich möchte das erklären.
Worin besteht geistliches Leben? Geistliches Leben besteht darin, dass wir Jesus nachfolgen. Und Jesus nachzufolgen hat mit Dingen zu tun, die nicht attraktiv sind. Es hat etwas mit Selbstverleugnung zu tun. Es hat damit zu tun, dass wir unser Kreuz tragen. Und das ist manchmal ganz schön schwer. Es hat damit zu tun, dass wir unser ich-süchtiges, selbstbestimmtes Leben verlieren. Es hat damit zu tun, dass wir wirklich Jesus glauben, der sagt: Wenn du den Weg gehst, wirst du wirkliches Leben finden.
Und jetzt ist der Punkt in jedem Leben, was ihr als Christen lebt: Ihr folgt Jesus nach. Und irgendwann kommt der Punkt, wo diese Selbstverleugnung irgendwie extrem schwer wird. Es kommt der Punkt, wo du nicht mehr das Kreuz tragen möchtest, sondern lieber so einen Heiligenschein. Es kommt der Punkt, wo wir unser Leben nicht mehr verlieren wollen, sondern wir wollen es gewinnen. Wir wollen uns selber verwirklichen.
Ich habe den Eindruck, das ist eine Tendenz, die ganz tief in uns drinsteckt. Sie kommt irgendwie täglich. Wir müssen täglich eine Entscheidung treffen: Möchte ich Jesus noch nachfolgen? Oder möchte ich so ein Stückchen mein eigenes Ding machen?
Und in dem Moment, wo ich mein eigenes Ding mache, in dem Moment, wo ich nicht mehr mein Leben verlieren will, nicht mehr das Kreuz tragen möchte, wo ich nicht mehr Jesus an die erste Stelle in meinem Leben setzen möchte, in dem Moment beginnt unser persönlicher Abstieg zum Machtmenschen, zu dem, der sein eigener Gott wird, der sich nichts mehr sagen lässt.
Krisen als Offenbarung des Herzens
Ich hätte gesagt: Wenn man so einen Vollblut-Diotrephes hat, dann kann man den kaum entdecken.
Ich sage dir, wann du mitkriegst, wann einer ein Machtmensch ist. Immer dann, wenn es in der Gemeinde richtig Schwierigkeiten gibt, wirst du feststellen, wen du vor dir hast. Dann zeigt sich, ob das ein Machtmensch ist, der die Gemeinde als Bühne benutzt, oder nicht.
Ein Diotrephes wird zum Gottesdienst kommen oder in die Kleingruppe oder zu einer Besprechung. Und er geht da nicht hin, um für andere da zu sein, sondern er geht da hin, um von den anderen etwas zu empfangen, etwas zu kriegen. Er geht da hin, um seinen Einfluss zu genießen. Er geht in solche Treffen, um sich selber zu produzieren.
Und wann geht so ein Machtmensch glücklich nach Hause? Wenn er das kriegt. Und wehe, du nimmst ihm das weg. Wehe, du kommst in der Gemeinde an einen Punkt, wo du ihm widersprichst. Er möchte sich auf seine Weise einbringen und sagt: Nein, das wollen wir nicht. Oh, das geht aber jetzt hier, boah, das kannst du nicht machen.
In solchen Krisensituationen, wo der Machtmensch nicht mehr bekommt, was er eigentlich haben will, da wirst du merken, worum es ihm geht. Ob es ihm darum geht, zuerst dem Reich Gottes zu dienen oder sich selber. Ob es ihm darum geht, andere Menschen zu fördern und zu lieben, oder ob er in Wirklichkeit nur ein Helfer-Syndrom hat oder irgendetwas anderes, was er befriedigen möchte. Du merkst es in dem Moment, wo er nicht mehr bekommt, was er will.
Und das Problem ist: Wenn du das dann an so einer Krisenstelle mitkriegst, dann ist es oft schon zu spät. Dann kannst du eigentlich oftmals nicht mehr tun, als warten und sagen: Okay, mal schauen, wann er mich aus der Gemeinde schmeißt. So ein richtiger Diotrephes.
Aber du kannst im Kleinen, und das ist die Chance, die wir haben, dir die Frage stellen: Wo stehst du denn? Wenn du hierher kommst in die Gemeinde, mit was für einer Haltung kommst du denn? Ist das eher diese Diotrephes-Haltung, dieses: Na, mal schauen, was es mir bringt. Mal schauen, ob sich jemand um mich kümmert. Mal schauen, ob ich hier mein Ding machen kann und dafür Anerkennung kriege. Ist das die Haltung?
Weil das so der erste Schritt weg von dem ist, was Jesus sagt, hin zu einem Machtmenschen. Zu jemandem, der sich um sich selber dreht. Der andere missbraucht, um selber gut dazustehen.
Und von daher: Wie soll man mit Machtmenschen umgehen? Mit den richtigen Machtmenschen haben wir alle keine Chance. Bitte, wenn jemand eiskalt darauf anlegt, er schleimt sich ein, er ist irgendwann da, er hat seine Hausmacht hinter sich, du hast keine Chance. Ich habe das noch nie gesehen, vielleicht mit einer Ausnahme, die ich kenne. Aber ansonsten habe ich noch nie gesehen, dass ein echter Machtmensch nicht sein Ding durchzieht. Und dann ist eine Gemeinde wirklich arm dran. Anders kann man das nicht sagen.
Aber wir können eines tun. Wir können die Vorstufen bekämpfen, in unserem eigenen Herzen. Da, wo wir anfangen, zum Beispiel, ich nehme noch mal diese drei Kennzeichen: schlecht über Leute zu reden. Da können wir uns die Frage stellen: Warum mache ich das eigentlich? Warum rede ich schlecht über Leute? Was bezwecke ich damit eigentlich?
Oder wir können uns die Frage stellen: Bin ich jemand, der sich korrigieren lässt? Da kommt eine gute Predigt. Da kommt, sage ich mal, jemand auf mich zu und sagt: Hey, an der Stelle musst du dich ändern. Und ich kann mir die Frage stellen: Wie sah das in der letzten Woche aus? War ich bereit, mich korrigieren zu lassen?
Weil wenn ich das nicht mehr bin, egal wodurch, dann bewege ich mich weg von Gott. Dann bewege ich mich dahin, so einem Diotrephes ziemlich ähnlich zu werden. Ja, ich schmeiße noch keinen aus der Gemeinde, aber ich schmeiße an einer Stelle Gottes Wort auch doch aus meinem Leben raus.
Und wir können uns die Frage stellen: Wo ist es eigentlich in der letzten Woche mir darum gegangen, dass ich meinen Vorteil habe? Und wie viel von dem, was ich tue, tue ich eigentlich aus Liebe? Und wie viel tue ich, weil ich es für mich brauche?
Es wird ein Thema sein, mit dem wir uns noch einmal vor den großen Ferien ausgiebig beschäftigen. Wir werden eine längere Reihe über Liebe machen, weil das ein ganz zentraler Punkt ist.
Warum lebst du, wie du lebst? Warum tust du das, was du tust, im Guten wie im Bösen? Ist das wirklich Liebe, oder ist das nicht doch so: Na ja, ich benutze halt die Gemeinde, um irgendetwas zu befriedigen. Und wehe, ich kriege das nicht mehr. Wehe, jemand kommt und sagt: Nee, du darfst jetzt nicht mehr.
Und ich nehme jetzt mal ein Beispiel, weil Jörg gerade hier vorne sitzt. Jörg meine ich überhaupt nicht, aber ich brauche irgendein griffiges Beispiel: Nee, Jörg, wir wollen jetzt nicht mehr, dass du Gitarre spielst. Das ist irgendein Grund, ja? In der Situation wird sehr deutlich, wie Jörg steht. Und ich habe keine Sorge, dass er dann, weil ich das schon von ihm weiß, immer gesagt hat: Hey, ich diene dem Herrn, und ob ich Gitarre spiele an der Stelle ist mir egal. Und das ist eine gute Haltung.
Aber wehe, der geht dann die Rakete hoch: Wie bitte, ich soll nicht mehr Gitarre spielen? Das werden wir mal sehen. Und dann wird hinterm Rücken so geredet, und dann baut man sich so einen Freundeskreis auf. Und wenn man dann in der Gemeinde darüber redet und eigentlich war das ganz klar und das ist auch logisch und vielleicht auch sinnvoll, wir wollen da noch was sagen, und plötzlich merkst du: Du hast eine Spaltung voll in der Gemeinde drin.
Und der Punkt ist nicht die Sachfrage Gitarre oder Nichtgitarre, Jörg oder Nicht-Jörg. Der Punkt ist ein ganz anderer. Der Punkt ist die Motivation, mit der ich eingestiegen bin.
Und die Motivationsfrage, die gebe ich an euch. Wenn du hier im Gottesdienst bist, wenn du in die Kleingruppe gehst, wenn du in eine Besprechung gehst: Mit welcher Motivation tust du das eigentlich?
Und hier hast du ein ausgewachsenes Negativvorbild. Hier ist einer, der ist so weit, dass er jeden runterputzt, der sich ihm in den Weg stellt, Gewalt anwendet, und es geht ihm einfach nur um seinen eigenen Vorteil. Und meine Sorge ist, dass wir da auch irgendwann ankommen, weil wir einfach nicht aufpassen.
Deswegen möchte ich das einfach so weitergeben. Ich weiß, das sind Fragen, wo man am liebsten weghört. Wenn die Predigt vor fünf Minuten aus gewesen wäre, wäre auch gut gewesen.
Solche Fragen an sich heranzulassen: Habe ich schlecht geredet in der letzten Woche? Ah, das mal wirklich so zu überlegen, wo habe ich über jemanden schlecht geredet? Und dann zu sagen: Warum eigentlich? Und sich dann zu vergegenwärtigen: Das war nicht okay.
Wo habe ich in der letzten Woche bewusst mich gegen Veränderung gesperrt? Wo wollte ich nicht hören? Warum eigentlich? Wo habe ich in der letzten Woche so gelebt, dass es mir nur um mich oder zuerst um mich ging und nicht um die anderen?
Das sind Fragen. Wenn ihr die an euch heranlasst, dann habt ihr ehrlich eine Chance, diesem Zug zum Machtmenschen, der in uns drinsteckt, zum Eigenwilligen, zum Ichsüchtigen, dem entgegenzutreten.
Berufung zur Liebe und die Chance der Umkehr
Und ich möchte zum Schluss noch einmal sagen, wozu wir berufen sind. Wir sind dazu berufen, ein einmaliges Privileg zu leben, nämlich als Nachfolger Jesu. Wir sind dazu berufen, anders zu leben. Wir sind dazu berufen, aus einer Motivation herauszuleben, die alles in den Schatten stellt, was es sonst in dieser Welt gibt, nämlich wirklich aus Liebe.
Und da, wo du in dir so einen kleinen Diotrephes entdeckst, wo du merkst: Ja, das kenne ich auch, da haben wir die Chance, das zu nehmen, zu bekennen, am Kreuz abzulegen und Vergebung zu bekommen. Und in der kommenden Woche, wenn wir böse geschwätzt haben, wenn wir nicht bereit waren zur Veränderung, wenn wir nicht uneigennützig waren, sondern egoistisch, neu anzufangen. Weil wir wissen, dass Jesus am Kreuz genau dafür gestorben ist, genau dafür. Und Jesus möchte uns vergeben.
Ich möchte euch einfach auffordern, euch darauf einzulassen. Ich weiß, dass es Sicherheit gibt, wenn man ein Machtmensch ist, vermeintliche Sicherheit. Man glaubt, man hat das Leben im Griff, man glaubt, man ist unangreifbar. Aber das stimmt nicht. Und ich weiß, dass es ein Schritt ist, zu sagen: Herr Jesus, hier ist mein Leben, und ich bin bereit, den Weg mit dir zu gehen, den Weg in die Abhängigkeit. Da, wo du das Sagen hast, wo ich Liebe übe, selbst auf die Gefahr hin, dass ein anderer mir meine Liebe mit Bösem vergilt.
Das ist eine Gefahr, eine ganz reale Gefahr. Ich liebe, aber ich werde nicht zurückgeliebt. Ich liebe, aber ich werde abgelehnt. Ich liebe, und er redet immer noch schlecht über mich. Ich liebe, und es läuft überhaupt nicht so, wie ich es mir vorgestellt habe. Aber dazu hat Jesus uns berufen. Und das ist die Chance, die wir haben, dieses Leben zu leben.
Und da, wo wir merken, dass etwas anderes, dieses Machtmenschliche in uns drin ist, wo so ein kleiner Diotrephes in uns wohnt, da dürfen wir das bekennen. Und das wünsche ich euch. Ich wünsche euch von ganzem Herzen, dass wir da, wo wir gesündigt haben, erkennen, dass Jesus mit offenen Armen dasteht und uns in diese Arme hineinwerfen. Und sagen: Es tut mir leid, wo ich so war. Es tut mir von Herzen leid. Bitte vergib mir. Ich möchte anders sein. Ich möchte so leben, wie es dir gefällt.
Das ist die Chance, die wir haben. Das ist die Chance, die wir bei allen Bad Boys haben, egal ob es Kain ist, der ja auch so seine Probleme gehabt hat, oder der Pharao, oder Biliam, bis rüber zu Diotrephes. Wann immer du merkst: Ich spüre etwas von denen in mir, dann darfst du dich immer wieder in die Arme Jesu werfen und sagen: Herr Jesus, es tut mir leid. Ich möchte nicht so werden. Ich möchte so werden, wie du bist. Vielen Dank, dass du mich dazu befreit hast.
Aber genau das müssen wir auch ergreifen. Und ich bitte euch: Nehmt dieses Geschenk an. Dann habt ihr aus dieser Reihe wirklich etwas super, super Positives gemacht.
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