Wir freuen uns, dass Sie heute mit uns diesen Gottesdienst feiern.
Gestern fand hier eine Trauung statt. Dabei waren Landschaftsgärtner am Werk, die uns diese schöne Blumenlandschaft hinterlassen haben. Das erinnerte mich an ein Wort aus der Bibel: Wenn Gott das Gras auf dem Feld, das doch verwelkt, so kleidet, sollte er das nicht vielmehr euch tun, ihr Kleingläubigen?
Darum trachtet am ehesten nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit. So wird euch das Übrige alles zufallen.
Lobpreis und Gebet zu Beginn
Wir wollen miteinander Gott loben und ihm zur Ehre singen. Oh, dass ich tausend Zungen hätte! (Zweihundertachtunddreißig)
Wir singen von diesem Lied die Verse eins und zwei sowie die schwäbischen Verse vier A und vier B.
Wir wollen mit Gott reden im Gebet.
Himmlischer Vater, wir haben heute Morgen so viel Grund, dir zu danken. Du hast uns bis zum heutigen Tage wunderbar geführt. Ach, vergib uns unser vielfältiges Schimpfen und Klagen. Wir wollen heute dir Dank sagen für all das, was du uns in Fülle schenkst, auch an diesem Morgen. Danke für den Frieden, den du uns erhalten hast, für die vielen Güter und für unsere Lebenskraft.
Jeder neue Tag ist ein Wunder deiner Güte.
Und da kommen wir zu dir und sind bedrückt, weil uns noch so viel anhängt und belastet aus den vergangenen Tagen. Wir haben Unrecht getan und uns versündigt an Menschen um uns her. Er vergib uns diese Schuld. Wir haben uns auch an dir versündigt und brauchen deine Vergebung.
Dann gib es doch, dass wir heute hören können, was du uns sagen willst. Wir wollen verstehen, wie du uns führst und den Weg weißt, den wir gehen sollen. Zeige uns deine großen göttlichen Pläne.
Und wir wollen dir nun in der Stille all das sagen, was uns bewegt. Wir beten in der Stille.
Danke, Herr, dass du nahe bist allen, die zerbrochenen Herzens sind, und hilfst denen, die ein zerschlagenes Gemüt haben. Amen.
Die Herausforderung des christlichen Lebens im Alltag
Das Lied hat einer unserer jungen Leute aus der DDR mitgebracht. Es erinnert uns daran, dass die entscheidende Bewährung für uns Christen nicht durch Worte geschieht – nicht mit dem Mund, nicht durch Reden oder Phrasenklopfen –, sondern im täglichen Leben, in den vielen Problemen und Schwierigkeiten, in denen wir stehen.
Ich lese aus Epheser 5, Vers 1 bis Vers 14. Wenn Sie die Bibel aufschlagen, finden Sie dort, wie dieser Abschnitt in den Briefen des Apostels Paulus eine große Rolle spielt. Paulus ruft die gerade entstandenen Gemeinden immer wieder dazu auf, das, was Christus ihnen schenkt, ganz praktisch im Alltag umzusetzen.
So folgt nun Gottes Beispiel als seine geliebten Kinder und lebt in der Liebe, wie auch Christus uns geliebt hat. Er hat sich selbst für uns gegeben als Gabe und Opfer für Gott zu einem lieblichen Geruch.
Von Unzucht, aber auch von jeder Art Unreinigkeit oder Habsucht soll bei euch nicht einmal die Rede sein. Das gilt auch für uns als wohlhabende Menschen im zwanzigsten Jahrhundert. Genauso wie Unzucht, soll auch Habsucht bei euch keinen Platz haben.
Schändliche, närrische – eigentlich dumme – Reden und lose Worte stehen euch nicht an. Vielmehr soll Danksagung euer Ausdruck sein. Denn ihr sollt wissen, dass kein Unzüchtiger, Unreiner oder Habsüchtiger, denn das sind Götzendiener, ein Erbteil im Reich Christi und Gottes hat.
Lasst euch von niemandem mit leeren Worten verführen. Wegen solcher Dinge kommt nämlich der Zorn Gottes über die Kinder des Ungehorsams.
Darum seid nicht ihre Mitgenossen. Früher wart ihr Finsternis, nun aber seid ihr Licht im Herrn. Lebt als Kinder des Lichts!
Die Frucht des Lichts ist lauter Güte, Gerechtigkeit und Wahrheit. Prüft, was dem Herrn wohlgefällig ist, und habt keine Gemeinschaft mit den unfruchtbaren Werken der Finsternis. Deckt sie vielmehr auf!
Denn was heimlich von ihnen getan wird, ist schon schändlich, wenn man nur davon spricht. All das aber wird offenbar, wenn es vom Licht aufgedeckt wird. Denn alles, was offenbar wird, das ist Licht.
Darum heißt es: Wach auf, du, der du schläfst, und steh auf von den Toten! So wird dich Christus erleuchten.
Lied und biblischer Text als Grundlage für die Predigt
Wir singen nun nach unserem Liedheft das neue Lied „Du gibst das Leben, das sich wirklich lohnt!“ Wir singen alle vier Verse, Nummer 66, in dem roten Liedheft.
Der Bibeltext dazu stammt aus 1. Mose 35,1-4.
Ich bekomme immer wieder viele Gespräche, wenn ich solche Abschnitte aus der Bibel vorlese, die vielen unbekannt sind. Für heute habe ich diesen Text ausgesucht. Ich vermute, dass er vielen von Ihnen gar nicht so vertraut ist. Das macht uns wieder Freude und weckt den Appetit, mehr in der Bibel zu forschen. So können wir Wegweisung suchen für die vielen Fragen, die wir selbst nicht lösen können.
Und Gott sprach zu Jakob: „Mach dich auf und zieh nach Bethel! Wohne dort selbst und errichte einen Altar dem Gott, der dir erschienen ist.“
Als Jakob vor seinem Bruder Esau floh, sprach er zu seinem Haus und zu allen, die mit ihm waren: „Tut von euch die fremden Götter ab, die unter euch sind, und reinigt euch! Wechselt eure Kleider! Lasst uns aufbrechen und nach Bethel ziehen! Dort errichte ich einen Altar dem Gott, der mich erhört hat zur Zeit meiner Trübsal und mit mir gewesen ist auf dem Weg, den ich gegangen bin.“
Da gaben sie ihm alle fremden Götter, die sie in ihren Händen hatten, und ihre Ohrringe. Jakob vergrub sie unter der Eiche, die bei Sichem stand. Danach brachen sie auf.
Die Realität von Ehe und Familie in Krisenzeiten
Liebe Freunde, es heißt ja oft, dass die Ehe und die Familie heute besonders kompliziert sind. Beim Autofahren hörte ich neulich im Radio einen Redner sagen: Die Familie ist heute in eine schwere Krise geraten.
Doch wenn ich die Bibel lese, fällt mir auf, dass Ehe und Familie eigentlich schon immer in der Krise waren, solange man zurückdenken kann. Das liegt natürlich nicht an der Ehe oder der Familie selbst. Woran liegt es dann? Es liegt am Menschen.
Wenn man das sieht, erkennt man, dass es auch bei den Vätern des Glaubens im Alten Testament so war. Dort gab es Familienkrisen und Schwierigkeiten in der Erziehung der Kinder. Das war gar nicht so leicht, denn man lebte auf engstem Raum zusammen. Da ist man einander schuldig, man kämpft miteinander, es fallen böse Worte, und es wird geweint.
Jakob, von dem heute die Rede ist, hatte Ärger mit seinen Kindern. Diese Männer waren groß und stark, bereits erwachsen. Viele von uns können nicht mehr so genau nachempfinden, wie es ist, wenn die erwachsenen Kinder sagen: "Wir lassen uns von dir nichts mehr sagen, wir sind mündig." Es war damals auf allen Seiten so, dass Menschen sagten: "Jetzt bestimme ich selbst über mein Leben." Dann konnten die Eltern oft nichts mehr tun. Sie mussten schweigen, sich zurückziehen und den Mund halten.
Doch damals lebten Jakobs erwachsene Söhne noch im Familienverband zu Hause. Das Schlimme war, dass sie einen grausamen Überfall auf die Bürger von Sichem verübt hatten. Die ganze Geschichte, die im vorigen Kapitel berichtet wird, kann ich hier nicht vollständig erzählen. Man sieht plötzlich junge Leute, die Frieden machen und Gerechtigkeit verwirklichen wollen – so wie junge Menschen oft in ihrem Eifer handeln. Sie sagen: "Wir machen eine neue Welt."
Dann nehmen sie ihr Schwert und schlagen zu. Am Ende geschieht furchtbares Unrecht. Der Vater Jakob sitzt zu Hause und kann diesem Unheil nicht entgegenwirken. Die Bibel beschönigt nichts: Unrecht ist geschehen, Blut ist geflossen – ein Gräuel gegen Gott.
Wege aus familiären Krisen
Wie kommt man aus solchen schrecklichen Problemen heraus? Wie löst man solche Krisen? Das ist die Frage. Vielleicht hat jemand vorhin gedacht: „Die Familie war schon immer in der Krise, und die Ehe war schon immer in der Krise.“ Dann denkt man vielleicht, „Na ja, sehr gut, dann kann ich ja weitermachen wie bisher.“ Aber nein.
Es gibt überhaupt keine menschliche Krise, die unser Gott und Herr nicht heilen und lösen will. Er hat die Macht und gibt das Leben, das sich wirklich lohnt – daran haben wir eben gesungen. Lassen Sie mich dazu jetzt zuerst einmal festhalten: Dazu ist entschlossenes Handeln nötig.
Mich überrascht, wie Jakob als Vater den Mut hat, seinen erwachsenen Söhnen überhaupt etwas zu sagen. Das war früher nicht selbstverständlich und ist heute auch nicht selbstverständlich. Es ist mir üblich geworden, dass Eltern sich verängstigt vor ihren Kindern verdrücken, sagen: „Geht bitte aus dem Haus raus!“ Oder sie sitzen unter dem Tisch und sagen: „Hast du noch gemerkt, wie frech ich unten vorgeschaut habe?“ Aber dass man ein Wort sagt und dann noch ein Wort, das durchdringt und irgendwo etwas bewirkt und verändert – das gibt es doch nicht.
Zuerst einmal die Frage: Woher hat eigentlich Jakob den Mut? War er vielleicht ein wenig anders als wir? Wenn Sie sich an die biblische Geschichte zurückerinnern, wissen Sie, dass Jakob ein sehr ängstlicher Typ war. Er floh jahrelang aus seinem Elternhaus, nur weil er Angst vor den Prügeln hatte, die er von seinem Bruder Esau bekommen könnte. Also mutig war er nie.
Wenn Sie noch einmal die Geschichte nachlesen, wie er nach Jahren in der Fremde wieder zurückkam, dann schlottern ihm die Knie. Das hört man direkt durch die biblischen Zeilen hindurch, wie er vor Gott betet und die ganze Nacht nicht schlafen kann, weil er seinem Bruder begegnen muss. Obwohl er ein großes Geschenk mit vielen Tieren aus seinen vier Herden vorbereitet hat, hat er große, unbeschreibliche Angst vor seinem Bruder.
Warum hat er jetzt plötzlich den Mut, seinen erwachsenen Söhnen gegenüberzutreten, zu handeln und zu sagen: „Das geht nicht, was geschehen ist“? Da gibt es nur eine Antwort: Gott sprach zu Jakob. Jakob handelt nicht, weil er das will, sondern weil er merkt, dass er im Auftrag Gottes handeln muss.
Und jetzt wird auf einmal deutlich, was Autorität ist.
Die wahre Bedeutung von Autorität in der Familie
Autorität in der Familie oder auch in der Öffentlichkeit zeigt sich bei bedeutenden Persönlichkeiten. Oft ist Autorität lächerlich, wenn wir sie nur vorspielen und in eine Rolle schlüpfen. Das ist wie ein Kostüm, das man sich anzieht – und darin sieht man oft eher witzig aus. Manche Väter sagen vor ihren Kindern, sie wollen mal etwas Bestimmtes sagen und mit dem Stock auf den Tisch schlagen. Doch die Kinder lachen nur darüber.
Wenn ich die Bibel richtig verstehe, ist Autorität immer etwas anderes als diese gespielte Eitelkeit, auch bei Eltern. Es ist wichtig, den Kindern frühzeitig zu sagen, dass die Eltern nicht besser sind als sie. Die Dinge, die an den Kindern ärgern, haben sie oft von den Eltern geerbt. Das ist nicht das eigentliche Problem.
Autorität kann nur entstehen, wenn Eltern ihren Kindern dort Grenzen setzen, wo es wirklich nötig ist. Ein kleines Kind, das die Tischdecke herunterzieht und die Blumenvase umwirft, sollte darauf keine große Reaktion bekommen. Auch wenn Geschirr zu Bruch geht, ist das nicht der Rede wert. Aber wenn Kinder als heranwachsende Teenager oder junge Erwachsene Unrecht tun und „Blut an ihren Fingern kleben haben“, dann müssen Eltern ein Wort haben, das gehört wird und ankommt.
Hier zeigt sich, dass Jakob auf Gottes Befehle hört. Der Herr spricht zu Jakob, der nicht freiwillig, sondern gezwungen zu seinen Söhnen geht und ihnen sagt, was sie falsch gemacht haben. Was dann folgt, ist eine umfassende Umkehr. Das Wort „Buße“, das die Bibel hier verwendet, ist nicht ganz glücklich gewählt, weil es bei uns oft an Polizei oder Ordnungskräfte erinnert. Dabei geht es um etwas ganz anderes: um eine Lebensumkehr, einen Neuanfang, eine grundsätzliche neue Einstellung zu den Dingen.
Jakob tritt vor seine Söhne und spricht mit ihnen. Für alle Eltern ist wichtig zu wissen: Autorität hat man nicht einfach, und man kann sie auch nicht irgendwoher bekommen. Mich überrascht, wie manche Eltern die Probleme ihrer Kinder oberflächlich behandeln. So funktioniert das nicht.
Die Autorität Jakobs kommt aus der Stille. Gott sagt: „Seid still und erkennt, dass ich der Herr bin.“ Wenn Eltern anfangen, ihre Probleme vor Gott auszubreiten, werden sie merken, dass dort die einzige Lösung liegt. Autorität wird auf den Knien erbeten – und Kinder spüren das. Man sollte nicht so schnell behaupten, Kinder würden das nicht wahrnehmen.
Das ist auch der Grund, warum Kinder plötzlich hören und verstehen, dass es keine vollkommen intakte Familie gibt. Vielleicht ist das in unseren Tagen oft eine trügerische Meinung vieler Menschen, dass es die perfekte Ehe und die intakte Familie wirklich gibt. Wo gibt es die denn? In dieser Welt wirkt ein Durcheinanderbringer. Es gibt böse Mächte und Einflüsse, und jeder von uns steht täglich in Gefahr, schuldig zu werden am Zerbrechen all der guten Gaben Gottes.
Doch es gibt einen Jakob, der seinen Platz in der Familie einnimmt, auf die Stimme und Weisung Gottes hört und sich von Gott sagen lässt, wo der Schaden liegt. Entschlossenes Handeln ist nötig, wo solche Krisen auftreten. Und genau da sind Väter gefragt.
Die Verantwortung der Eltern und die Notwendigkeit der Umkehr
Wo gibt es bei uns solche Väter? Wo sind solche Mütter, die nicht sagen: „Jetzt sage ich nichts mehr“, sondern die sagen: „Mir tut es leid, dass ich in den vergangenen Jahren bei meinen Kindern so viel Unnützes geredet habe.“ Sie wollen das eine Wort sagen, das ihre Kinder brauchen, damit ihr Leben nicht scheitert.
Das war mein erster Punkt: entschlossenes Handeln ist nötig.
Das zweite, was ich hier markieren will, ist folgender Gedanke: Da sagt dieser Jakob, der Ausgangspunkt stimmt nicht mehr. Heute würden wir sagen: Wenn solche Probleme zwischen Vätern und ihren Kindern bestehen, was tut man da? Man fragt zuerst mal einen Berufskollegen: „Was rätst du mir?“ Und dann sagt dieser Kollege vielleicht: „Geh mal zur psychologischen Beratungsstelle.“ Das ist ja nicht schlecht. Nicht, dass jetzt jemand meint, das wäre schlecht, oder: „Mach eine Familientherapie.“ Auch das ist nicht schlecht. Aber leider geht das oft nicht tief genug hinunter.
Jetzt achten Sie mal darauf, was Jakob bei seinen Söhnen anmahnt. Er sagt nicht: „Das sind nur ein paar Dinge in eurem Leben, die falsch sind.“ Er fängt auch nicht endlos lange Diskussionen mit ihnen an. Er sagt: Die Grundlagen eures Lebens stimmen nicht mehr. Der Vater kann ganz kühn sagen: „Bei mir stimmt es, bei euch nicht.“ Er sagt nicht „wir alle“, sondern „ihr“. Der Vater war Vorbild.
Da schäme ich mich. Ich bin meinen Kindern nicht so oft Vorbild wie Jakob. Dann kann er den Söhnen sagen: „Tut von euch die fremden Götter in eurem Leben weg.“ Da sind andere Kräfte, Mächte und Autoritäten am Werk.
Ganz bestimmt war das Elternhaus Jakobs kein ideales. Auch die Großeltern hatten keine so vollkommene Ehe, wie wir sie gern hätten. Zwischen Isaak und Rebekka gab es allerhand Spannungen in der Kindererziehung. Die Mutter bevorzugte den einen Sohn, der Vater den anderen. Da mögen alle menschlichen Fehler drin sein, aber dennoch hatten sie das nicht von den Eltern.
Und wir wissen das ja alle als Eltern: Wie viele Einflüsse auf unsere Kinder hereinbrechen! Das beginnt schon, wenn unsere Erstklässler eingeschult werden. Was hören sie? Was sehen sie? Was fliegt auf sie zu?
Da muss ich doch noch ein Wort sagen, weil das für uns heute schlecht verständlich ist mit den Götzen. Wir sagen immer wieder: Was war das mit den kleinen Figürchen? Was ist denn da schon dran? Das waren doch vielleicht bloß kleine Dinge, wie man sie heute auf den Fernsehapparat stellt. Aber was ist da schon dran? Da hängt sich einer so ein Püppchen ins Auto – was soll da schon an dunklen Mächten dran sein?
Es ist ja nicht auf diese Dinge beschränkt. Ich habe Ihnen vorher in der Schriftlesung ganz bewusst vorgelesen, dass auch die Habsucht Götzendienst ist. Da müssen wir uns einmal prüfen: Wie jagen wir den Dingen nach, die uns beherrschen? Wie nehmen unreine Gedanken unser Herz in Beschlag? Wie belasten sie unsere Fantasie?
Das ist ja schlimm, wie wir ganz besetzt sind von all diesen Dingen. Der moderne Mensch heute meint ja immer wieder, das, was ihn umgibt, sei gleichsam wertneutral. Er lebt in einem freien Raum. Das ist eine sehr primitive Vorstellung. Und Sie wissen ja, wie schnell auch bei uns so viele Einflüsse in unserem Leben wirksam sind, die uns total vergiften.
Und wenn Jesus immer den Finger auf unser Herz gelegt hat, sagt er: Aus dem Herzen kommen die bösen Gedanken. Das ist nicht von außen, das steckt in dir drin, ganz tief. Diese Innenverschmutzung: Neid, Zwietracht, Verbitterung, Selbstempfindsamkeit, Selbstmitleid, Überheblichkeit, das Höhnen und Niederdrücken des Anderen – das ist heute so eine Art geworden, bis hin zu Christen, dass man fortwährend das Böse irgendwo in der Welt mit lauten Worten anmahnt und kritisiert.
Jakob sagt seinen Söhnen: „Wisst ihr, warum es zu dieser Untat kam in Sichem, zu diesem schrecklichen Blutbad?“ Das ist doch das, was Christen immer wieder sagen müssen: Warum gab es die Katastrophe des Dritten Reiches? Weil das alles in uns drinsteckt. Wenn Gott uns nicht bewahrt und unsere Herzen reinigt und heiligt, sind auch wir zu so viel Üblem fähig. Keiner kann sagen: „Ich nicht, ich bin besser als die anderen.“
Und die Söhne – das war jetzt interessant – nehmen das Wort Jakobs auf und sagen: „Vater, du hast Recht.“ Das kann man gar nicht erklären. Es ist göttliche Autorität, die den Eltern verliehen wird.
Unsere Welt ist heute arm geworden an Autorität, das stimmt. Wo Patenonkel oder Patentante bei irgendeinem Menschen sind, da bitten sie Gott um diese Autorität. Sie sagen: „Ich möchte einmal noch diesen Dienst tun und ein klares Wort sagen meinem Neffen, bevor ich sterbe, was Not ist in der Welt.“
Und dann kommen die Söhne alle und bringen ihre Götzen her.
Die Bedeutung der Götzen und der Neuanfang
Wo hatten sie im Hause Jakobs eigentlich ihre Götzen? Ich muss die Geschichte noch erzählen, denn sie ist ja in der Bibel festgehalten.
Rahel war die hübsche Frau, die Jakob liebte. Die Bibel sagt, dass Lea, die andere Frau, nicht so schön war. Jakob hat an einer Stelle nicht aufgepasst. Es kann sein, dass manche sagen: Hauptsache, es ist ein Weib aus der Familie, das genügt für die Ehe. Rahel aber stahl, als sie das Elternhaus verließ, ihrem Vater Laban die Hausgötzen.
Vater Laban wurde daraufhin ganz aufgeregt. Er ritt der Karawane nach und kam zu Jakob. Er sagte: "Jakob, irgendjemand hat meine Hausgötzen mitgenommen." Jakob wusste von nichts. Rahel spielte die Frau, der es nicht gut ging. Sie saß auf ihrem Kamelsattel und sagte zu ihrem Vater: "Ich kann nicht aufstehen, entschuldige." Unter dem Kamelsattel versteckte sie die Hausgötzen.
Offenbar waren diese Götzen immer mitgereist. Es gibt Dinge in unseren Familien, die nie ans Licht Gottes gekommen sind. In Ihrem Leben gibt es Dinge, die immer mitgelaufen sind. Sie wissen genau, dass es Lektüren, Gedanken, Einflüsse, Verbindungen und Freundschaften gibt, die Sie weit von Gott entfernen.
Wir brauchen nicht so zu tun, als sei es die Zeit, die schuld ist. Oft ist es unsere unentschiedene Haltung zu diesen Einflüssen und Dingen, die gegen Gott stehen. Gott sagt klar Nein zu diesen Dingen. Er sagt, dass sie gegen sein Gebot verstoßen und dass er uns nicht segnen kann, wenn wir sie nicht ablegen. Es kommt nicht von ungefähr, wenn solche Dinge in unserem Leben wirksam werden.
So war es auch hier: Sie standen an einer Grube, gruben an einer Eiche ein Grab und warfen all diese Götzen in die Grube. Sie machten einen neuen Anfang. Das ist Umkehr, Bekehrung, Buße – wie man es auch nennen mag. Das ist nötig.
"Heiligt euch vor dem Herrn!" Gott kann uns nicht segnen, wenn wir ihm nicht gehorsam sind und unser Leben ihm nicht öffnen. Wie sollte Gott mit unseren Kirchengemeinden und Christen sein, wenn wir uns nicht ganz ihm heiligen und zur Verfügung stellen? Wir müssen bekennen, was in seinem Licht falsch ist, und es ausräumen.
Die Leute gingen sehr weit: Sie nahmen sogar Ohrringe ab. Ich weiß nicht, ob Ohrringe böse sind, aber sie wussten genau, was nicht recht war. Sie dürfen gern Ohrringe tragen, wenn Sie wollen. Ich glaube nicht, dass das böse ist. Aber Sie müssen wissen, was in Ihrem Leben eine Falstür der Sünde ist, und dort müssen Sie Schluss machen.
Es wäre so schön, wenn man einfach einen Graben graben und alles hineinwerfen könnte. Und das kann man. Der Apostel Paulus sagt im Römerbrief Kapitel 6: Wir sind mit Christus begraben. Ohne das gibt es kein echtes Christenleben. Man wirft immer wieder all den Schmutz hinein.
Ich konnte gestern bei einer schönen Trauung sagen: Das Schönste an einer christlichen Ehe ist, dass man laufend aus der Vergebung Jesu lebt. Wir sind nicht besser als andere, aber wir wissen, wo es ein Loch gibt, in das man alles hineinwerfen kann. Dort breitet sich die Vergebung Jesu aus.
Dann hat das Alte keine Macht mehr, und man kann völlig neu beginnen. Interessant ist, dass plötzlich auch die Einflüsse, die diese Brüder so bestimmt haben, weg sind. Sie sind wirklich frei davon.
Heiligen Sie Ihr Leben vor Jesus und geben Sie ihm Raum, Sie vollständig zu erneuern.
Die Kraft einer neuen Begegnung mit Jesus
Aber jetzt noch etwas Letztes: In all den Predigten der letzten Sonntage war es mir wichtig, Ihnen zu sagen, dass allein eine neue Begegnung mit Jesus Ihrem Leben eine Zukunft gibt.
Es ist heute besonders wichtig, dass wir in unserer ängstlichen Zeit laut verkünden und allen Menschen sagen: Es gibt Zukunft, es gibt ein lohnendes Leben. Wir sind doch diejenigen, die der Welt etwas zu bieten haben. Wir haben eine große, gute Botschaft mitzuteilen.
Man hätte ja am Grab stehen und sagen können: „Oh, jetzt wirft man die schön geschnitzten Köpfe weg.“ Und was sind sie wert? Es gibt Menschen, die das Christenleben immer nur mit Verzicht verbinden – mit dem Gedanken daran, was sie alles nicht tun dürfen.
Sagen Sie, was tut Ihnen leid? Ist Ihnen ein Ehebruch leid, den Sie nicht begangen haben? Wollen Sie ihn begehen? Wollen Sie lügen? Wollen Sie Unrecht auf Ihrem Konto haben? Was wollen Sie eigentlich? Gott wehrt das nicht ab. Er will Ihnen doch die Fülle des Lebens schenken.
Und das, was wir in dieses Grab hinein ablegen, unter der Vergebung Jesu, das ist doch befreiend!
Jakob sagt zu seinen Söhnen: Gott hat Großes mit uns vor. Es tut uns leid, wenn wir die Geschichte weiterverfolgen, dass die Söhne Jakobs so wenig davon begriffen haben. Sie fielen später wieder in üble Streitigkeiten zurück. Es ging sogar so weit, dass sie einen ihrer Brüder als Sklaven verkauften.
Nun brauchen Sie nicht die Nase zu rümpfen. Vielleicht hatten Sie nur einen Bruder, und damals waren es zwölf. Da ging es ziemlich eng zu, und man musste die Ellbogen einsetzen. Aber es war betrüblich, dass die Söhne nicht merkten, dass sie unter der Führung Gottes standen, unter dem Segen Abrahams.
Jetzt frage ich Sie nur: Haben Sie das begriffen? Ich brauche den Segen Gottes. Das ist nicht nur eine Floskel, sondern der ewige Gott will mit mir sein. In meinen irdischen Dingen und Verpflichtungen will er bei mir sein.
Darum war es ein Irrweg, den Jakob damals eingeschlagen hat, als er in Sukkot – Bibelkenner können es im vorherigen Kapitel nachlesen – seine Hütten baute. Gott wollte ihn in Bethel haben. Dort war die Stätte, an der Gott ihm erschienen war, dort war der Himmel offen, und dort hat Gott zu ihm gesprochen.
Wir brauchen doch von Gott Weisung, Orientierung und Mitteilung, welchen Weg er uns führen will und was die richtige Entscheidung im täglichen Leben ist. So macht es dann Jakob: Er ruft seine Söhne zusammen, und nachdem sie das Grab wieder zugeschaufelt haben, brechen sie unter dem Segen Gottes auf.
Wissen Sie, wie Sie Ihre Probleme lösen und mit den Schwierigkeiten Ihres Lebens fertigwerden? Sie müssen ganz hinunter auf die Tiefe, dorthin, wo Gott anfängt, Sie zu segnen. Dort ziehen Sie einen dicken Strich unter die falschen Wege und sagen: „Jetzt will ich umkehren, ich will brechen mit dem Alten, mit dem, was Gott nicht gefällt. Von heute an will ich ihm dienen.“ Amen.
Abschlusslied und Übergang zur Missionsveranstaltung
Und nun singen wir das Lied „O Gottes Sohn, du Licht und Leben“, Nummer 504, die Verse 1 bis 3.
Dann hören wir unseren Willi Eretz. Seine Frau Ruth wird, glaube ich, nichts sagen. Wo ist der Willi? Da sitzt er.
Willi Eretz wird uns dann noch ein Wort sagen. Damit leitet er uns schon zur Missionsveranstaltung über, die nachher drüben im Gemeindehaus stattfindet.
Lied 504, Verse 1 bis 3.
Bericht aus Nigeria: Wachstum der Gemeinden trotz Herausforderungen
Jeder vierte Mensch, der in Afrika lebt, wohnt in Nigeria, einem sehr bevölkerungsreichen Land. Im Moment gibt es dort viele Unruhen und wirtschaftliche Schwierigkeiten, die das Land prägen. Doch auf der anderen Seite wachsen die Gemeinden dort wie kaum zuvor.
Woran mag das liegen? Liegt es an der religiösen Art der Afrikaner oder an ihrem Bedürfnis, immer zu einer Gruppe dazugehören zu wollen und alles im Kollektiv zu tun? Oder liegt es an den Gemeinden, an den Christen selbst?
Wir wollen einen Blick darauf werfen, was Pastor Johanna in seiner Gemeinde macht und welche Aktivitäten er entwickelt hat. Er wurde als Kind im Nordosten Nigerias geboren. Sein Vater war ein armer Mann, der nebenbei seine Felder bewirtschaftete und bei den Fulanis die Kühe hütete. Dadurch lernte er die Kultur und Sprache der Fulanis spielend kennen.
Später ging er zu den Missionaren, arbeitete dort auf dem Hof und im Haus, lernte Lesen und Schreiben und hörte auch die biblischen Geschichten. Danach ging er mit Missionaren nach Sokoto. Dort baute er sich vorne an seinem Fahrrad eine kleine Bücherauslage und fuhr so durch die Straßen.
Die Hausbewohner riefen ihm zu: Kasomuganni, das heißt „Komm her, wir wollen sehen, was du da machst.“ So kam er immer in Kontakt mit den Menschen und hatte einen Einstieg, um mit ihnen über Jesus zu sprechen.
Doch das war ihm nicht genug. Er wollte sich weiterbilden und ging auf eine Bibelschule. Später bekam er eine Pfarrstelle. In ihm brannte der Wunsch, die Botschaft von Jesus an andere Menschen weiterzugeben.
Er setzte zwei Schwerpunkte: Zum einen die Fulanis, die er so gut kannte, und zum anderen die Menschen, die noch nichts von Jesus gehört hatten. Mit seinem Freund Boulos, der ein Auto hatte, unternahm er oft Fahrten in Gebiete, von denen er wusste, dass dort noch niemand von Jesus wusste.
So kamen sie in die Berge zwischen Nigeria und Kamerun. Dort sagten die Leute zu ihm, es habe keinen Sinn, zu den Nekomaleuten hochzugehen. Die würden sie sowieso wieder fortschicken. Andere hatten es versucht und waren mit Pfeilen im Körper zurückgekommen. Es schien sinnlos, es weiter zu versuchen.
Trotzdem stiegen sie in die Berge hinauf. Gott öffnete ihnen eine Tür. Sie sahen Menschen an den Hängen ihrer Felder, wie sie dort hackten. Sie halfen ihnen beim Hacken und wurden eingeladen.
Später erfuhren sie, dass bei den Komas die Geschichte erzählt wird, dass früher einmal jemand von ihnen fortgegangen sei. Sie sagten: „Das muss der sein, der jetzt wieder zurückkommt.“ Wenn er so auf uns zugeht und uns hilft, muss er einer von uns sein.
So begannen sie, auch von Jesus zu erzählen. Nach einiger Zeit fragten die Menschen: „Warum kommt ihr immer nur ein oder zwei Tage und besucht uns? Komm doch mal und lebe eine längere Zeit bei uns.“
Das war der Einstieg. Pastor Johanna machte diese Geschichte an den Bibelschulen bekannt. Nach einigen Monaten fanden sich vier nigerianische Evangelisten, die dort lebten und seit 1982 vor Ort waren.
In kürzester Zeit kamen viele Menschen zum Glauben. Wir hatten uns eingangs die Frage gestellt, warum die Gemeinde in Nigeria so stark wächst. Ich möchte zwei Punkte hervorheben, wobei sicher noch mehr eine Rolle spielt.
Erstens sind es Menschen, die ein Anliegen haben, dass ihre Mitbürger das Evangelium von Jesus hören. Sie haben selbst erlebt, was es heißt, in Dunkelheit zu leben und dann ins Licht geführt zu werden.
Zweitens ist es wahrscheinlich, dass sie das Evangelium so weitergeben, wie es in der Bibel steht: Sie fügen nichts hinzu und lassen auch nichts weg.
Nachher zeigen wir einige Bilder von Pastor Johanna und den Komaleuten. Sie sind herzlich dazu eingeladen.
Schlussgebet und Einladung zum gemeinsamen Essen
Wir wollen nun beten und uns erheben. Herr, draußen in der weiten Welt geschieht es, dass Menschen, die nach Wahrheit und Leben suchen, dein Evangelium hören, zum Glauben kommen und die alten Götzen wegtragen.
Es ist jedoch schwer, denn bei uns in Deutschland sind wieder viele neue Götzen in unserem Leben beherrschend. Mächte, denen wir gehorchen und bei denen wir Dinge tun, die vor dir ein Gräuel sind. Hilf uns zur klaren Umkehr und zur Absage. Zeige jedem von uns, wo jetzt eine entschlossene Handlung nötig ist – auch in der Verantwortung, die du uns gegeben hast, in den Familien und für andere, für Freunde.
Gib uns die Autorität, anderen das zu bringen, was ihr Leben wirklich befreit. So viele Menschen um uns herum wollen nicht mehr leben und wissen nicht mehr, dass es sich lohnt. Gib uns die Vollmacht, zu lösen, zu befreien und loszusprechen.
Lass es geschehen, dass auch heute unsere Probleme und Schwierigkeiten, die uns schon so lange belasten, in deinem Licht gelöst werden. Denn sie werden in der Tiefe vor dir angepackt, dort, wo du den Finger drauflegst und anmahnst, was vor dir nicht recht ist. Hilf uns zu einer klaren und vollständigen Befreiung!
Lasst uns gemeinsam beten: Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name, dein Reich komme, dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.
Nehmen Sie noch einmal kurz Platz. Jetzt darf ich Sie einladen: Diese Matineen, die wir machen, wollen einfach die Zeit nutzen, bevor Sie Ihre nächsten Termine haben, die wahrscheinlich erst beim Nickerchen ab ein Uhr beginnen. Die Zeit davor kann noch genutzt werden, wenn Sie von Ihrer Küchenarbeit befreit sind.
Wir laden Sie zu einem leckeren Eintopfessen ein. Alles ist vorbereitet, und für Sie ist schon mitgezählt. Der Bericht von Ruth und Willi Ehret ist uns sehr wichtig. Es ist ganz interessant, denn die Koma-Leute sind sozusagen Steinzeitmenschen, zu denen bis heute niemand vorgedrungen war. Was solche Leute sagen, ist spannend. Sie sagen nicht: „Zwingt uns nicht ins Christentum“, sondern berichten von der Befreiung, die sie erleben.
Schön, dass die beiden auch Lichtbilder mitgebracht haben. Sie waren nun vier Jahre lang nicht im Heimaturlaub, und wir freuen uns, dass es jetzt endlich geklappt hat. Über all die Jahre hinweg haben sie durch ihr Opfer diesen Dienst dort mitgetragen. Auch die Landwirtschaftsarbeit ist interessant. Wo kann man ganz konkret den Menschen helfen, damit sie nicht mehr hungern?
Bitte kommen Sie doch! Geben Sie mir jetzt keinen Korb. Bei anderen ist es mir egal, aber bei mir nicht. Danke!
Mit den Doppelgartenbauarbeiten will ich heute nichts mehr sagen. Am besten telefonieren Sie nochmals mit mir, genau, Karl Frank. Wie viele Leute brauchen wir am Freitag? Zehn! Also ab 15 Uhr bin ich oben, und am Samstagmorgen bin ich auch oben. Lassen Sie mich nicht allein! Freitag ab 15 Uhr, Samstag – es geht da hoch den Turm. Jetzt wollen wir mal sehen. Danke!
Wir graben, das wird richtig gut.
Um 11:40 Uhr ist Taufgottesdienst, nach dem zweiten Gottesdienst werden Carmen, aus der Schickstraße 3, und Anne Rose Heidegger aus Leinfelden-Echterdingen getauft. Wenn man so einen schönen Namen hat, kann die Straße auch nur Heidecker heißen, wenn man Heidecker heißt und Heidecker 3 wohnt.
Die Taufe wird um 11:40 Uhr sein. Wir haben die Taufen oft nicht angekündigt, aber jetzt wurde der Wunsch laut, dass wir das tun. Wir wollen das in Zukunft machen, damit jeder teilnehmen kann, der möchte.
Das Opfer heute ist bestimmt dafür, dass die Arbeit dort weitergeht. Wenn Europäer aus Afrika zurückgerufen werden, kommt oft das Problem auf, dass die Afrikaner bitten, die Unterstützung ebenfalls abzuziehen. Sie haben dann oft Schwierigkeiten, ihre einheimischen Mitarbeiter voll zu finanzieren.
Wir wollen heute unser Opfer geben, auch den Erlös des Essens. Das kostet ja nichts, denn es ist schon gestiftet. So kann die wichtige Arbeit der Landwirtschaftsberatung in Nordnigeria weitergehen – von Einheimischen, die in die Fußstapfen von Willi Ehret getreten sind. Er und seine Frau werden diesen Dienst wahrscheinlich nach ihrem Heimaturlaub in einem anderen afrikanischen Land fortsetzen.
Darum wollen wir, dass diese Arbeit nicht aufhört, sondern jetzt erst recht von Afrikanern weitergeführt werden kann.
Schlusssegen
Nun wollen wir um den Segen Gottes bitten. Er segne uns und behüte uns. Herr, lass dein Angesicht über uns leuchten und sei uns gnädig.
Herr, hebe dein Angesicht auf uns und gib uns deinen Frieden!
